DE69502111T2 - Aerosolabgabevorrichtung - Google Patents
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Description
- Diese Erfindung betrifft eine Abgabevorrichtung zur Verwendung mit einem unter Druck stehenden Abgabebehälter, welcher betätigbar ist, um ein Aerosolspray abzugeben. Solche Behälter umfassen typischerweise ein Ventil, das einen Betätigungsschaft aufweist, durch welchen Produkt unter Druck abgegeben wird, wenn der Schaft relativ zu dem Behälter bewegt wird. Eine Abgabevorrichtung ist daher typischerweise vorgesehen, um den Schaft in einer Buchse aufzunehmen, die eine Zerstäuberdüse begrenzt, so daß die Vorrichtung eine Betätigungseinrichtung bildet, wobei der Behälter bei der Verwendung auf eine hin- und hergehende Weise bezüglich der Vorrichtung verschiebbar ist, um eine Betätigung zu bewirken, die eine Aerosolsprayabgabe zur Folge hat.
- Eine derartige Vorrichtung umfaßt typischerweise ein Gehäuse, das einen rohrförmigen Körper aufweist, der den Behälter aufnimmt und ein rohrförmiges Mundstück, das von einem Ende des Körpers seitlich hervorsteht, um einen Auslaß zu bilden, durch den das Spray abgegeben wird, wobei das andere Ende des Körpers derart offen ist, daß der Behälter für die Ausübung eines Fingerdrucks zugänglich ist, um den Behälter zu verschieben. Ein Benutzer bietet seinem Mund während der oralen Inhalation einen Lippenabschnitt des Mundstücks dar und es ist daher erwünscht, daß der Lippenabschnitt zwischen Verwendungen durch eine abnehmbare Kappe von Verschmutzung freigehalten wird, welche auch dafür dient, das Mundstück gegen den Eintritt von Partikeln zu verschließen.
- Es wurde schon für solche Kappen vorgeschlagen, um nicht vom Gehäuse verloren gehen zu können, sie durch ein flexibles Verbindungsstück, das an einem Ende des Gehäuses befestigt ist, zu sichern, um einen Verlust der Kappe zu verhindern und unbeabsichtigtes Verschlucken der Kappe zu verhindern, wobei das Verbindungsstück ausreichende Länge besitzt, um der Kappe zu erlauben, in nächste Nähe zum Lippenabschnitt bewegt zu werden und wobei die Kappe mit Schnappsitz an dem Lippenabschnitt aufgenommen wird, um den Auslaß zu verschließen.
- Ein Nachteil einer solchen Anordnung ist, daß der Oberflächenbereich des Lippen abschnitts, der wahrscheinlich in Kontakt mit dem Mund des Benutzers kommt, nur teilweise durch die Kappe bedeckt ist, wenn sie an dem Mundstück befestigt ist und dadurch den Lippenabschnitt anfällig für Verschmutzung durch die Handhabung und Lagerung vor der Verwendung läßt. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Abgabevorrichtung zur Verwendung mit einem unter Druck stehenden Abgabebehälter offenbart, der zur Abgabe eines Aerosolsprays betätigbar ist, wobei die Vorrichtung umfaßt: ein Gehäuse, das einen rohrförmigen Körper bildet, der bei der Benutzung den Behälter aufnimmt und ein rohrförmiges Mundstück, das seitlich aus dem Körper hervorsteht, wobei das Mundstück einen rohrförmigen Lippenabschnitt aufweist, der einen Auslaß bildet, durch welchen das Aerosolspray bei der Benutzung inhaliert werden kann, eine abnehmbare Kappe, welche mit dem Mundstück in einer Eingriffsposition in Eingriff bringbar ist, um den Lippenabschnitt zu bedecken und den Auslaß zu schließen, und ein Verbindungsstück, das die Kappe mit dem Körper verbindet, wodurch die Kappe bezüglich des Gehäuses unverlierbar gehalten ist, wenn sie von dem Mundstück getrennt ist, wobei die Kappe einen rohrförmigen Abschnitt umfaßt, der eine Innenfläche aufweist, die einer Außenfläche des Lippenabschnitts entspricht, wodurch eine Bewegung der Kappe in und aus der Eingriffsposition von einer koaxialen Relativbewegung der Kappe und des Lippenabschnitts begleitet wird, und wobei das Verbindungsstück wenigstens ausreichende Länge besitzt, um die Axialbewegung der Kappe bezüglich des Körpers aufzunehmen.
- Ein Vorteil einer solchen Anordnung ist, daß die Kappe durch den Eingriffsabschnitt den Oberflächenbereich des Lippenabschnitts, der bei der Benutzung wahrscheinlich durch den Mund des Benutzers berührt wird, vollständig bedeckt, und dadurch für verbesserte Hygiene sorgt.
- Vorzugsweise umfaßt das Verbindungsstück ein Band aus Kunststoffmaterial, das darin ausgebildet eine Mehrzahl von Querrillen aufweist, die Faltungslinien festlegen, um die das Band zu einer Faltenbalganordnung faltbar ist, um die Dehnung und das Zurückziehen des Verbindungsstücks während der Axialbewegung der Kappe aufzunehmen.
- Ein Vorteil einer solchen Anordnung ist, daß die Kappe durch das Band, das im wesentlichen über seine entfaltete Länge hinaus nicht dehnbar ist, bezüglich des Körpers sicher gehalten ist, wobei das Band in eine faltige Form faltbar ist, in der die Bewegung der Kappe in die Eingriffsposition aufgenommen wird.
- Vorzugsweise ist das Verbindungsstück an dem Körper befestigt, um sich tangential bezüglich einer Rohrseitenwand des Körpers zu erstrecken.
- Ein Vorteil dieser Anordnung ist, daß das Verbindungsstück und die Kappe die Endwand des Gehäuses nicht behindern, welche dann durch den Daumen oder Finger des Benutzers belegt werden kann, wenn das Gehäuse für die orale Inhalation dargeboten wird.
- Bevorzuejte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun nur beispielhaft und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, von welchen:
- Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung ist, die ein integral ausgebildetes Verbindungsstück aufweist, wobei die Kappe außer Eingriff mit dem Mundstück ist;
- Figur 2 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung von Figur 1 ist, welche die Kappe in koaxialer Ausrichtung zum Mundstück unmittelbar vor der Bewegung der Kappe in die Eingriffsposition am Mundstück zeigt;
- Figur 3 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung der vorangehenden Figuren ist, welche die Kappe in der Eingriffsposition zeigt;
- Figur 4 eine perspektivische Ansicht eines Gehäuses einer alternativen Vorrichtung ist;
- Figur 5 eine perspektivische Ansicht einer Kappe und eines Verbindungsstücks ist, die mit dem Gehäuse von Figur 4 zusammenwirken können;
- Figur 6 eine perspektivische Ansicht der alternativen Vorrichtung ist, die das Gehäuse und die Kappe der Figuren 4 und 5 umfaßt, die in einer Position gezeigt sind, in der die Kappe von dem Mundstück getrennt ist;
- Figur 7 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung von Figur 6 ist, die die Kappe an einer Zwischenposition zeigt, in welcher die Kappe von der Eingriffsposition axial versetzt ist; und
- Figur 8 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung von Figuren 6 und 7 ist, welche die Kappe in der Eingriffsposition zeigt.
- Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 1, umfassend ein Gehäuse 2, das aus einem rohrförmigen Körper 3 besteht, der eine Rohrseitenwand und ein offenes Ende 4 aufweist.
- Der Körper 3 ist an seinem gegenüberliegenden Ende durch eine Endwand 5 geschlossen und ein rohrförmiges Mundstück 6 ragt seitlich aus dem Körper an einer Stelle heraus, die der Endwand unmittelbar benachbart ist.
- Das Mundstück 6 weist einen rohrförmigen Lippenabschnitt 7 auf, der eine Außenfläche 8 aufweist, welche bei der Benutzung den Lippen eines Benutzers dargeboten wird, der über das Mundstück ein Aerosolspray oral inhalieren möchte, das von einem unter Druck stehenden Abgabebehälter (nicht gezeigt), der normalerweise in dem Körper 3 aufgenommen ist, erzeugt wird.
- Die Vorrichtung 1 umfaßt ferner eine Kappe 9, welche mit dem Körper 3 durch ein Verbindungsstück 10 verbunden ist, das aus einem dünnen Band aus Kunststoffmaterial ausgebildet ist, wobei das Gehäuse 2, die Kappe 9 und das Verbindungsstück 10 einheitlich aus Kunststoffmaterial bestehen. Das Verbindungsstück 10 ist mit einer Reihe von Querrillen 11 ausgebildet, welche Faltungslinien festlegen, um die das Band, wie in Figur 3 dargestellt, in Faltenbalganordnung faltbar ist.
- Die Kappe 9 befindet sich in einem Gleitsitz auf dem Lippenabschnitt 7, so daß eine Innenfläche 12 der Kappe die Außenfläche 8 des Lippenabschnitts vollständig bedeckt, wenn die Kappe, wie in Figur 3 gezeigt, in eine Eingriffsposition bewegt ist, in der sie mit dem Mundstück 6 im Eingriff ist.
- Der Lippenabschnitt 7 und die Kappe 9 sind mit zusammenwirkenden Schnappsitzverbindern versehen, welche, wie in Figur 1 gezeigt, eine Rastnase 13 umfassen, die aus dem Lippenabschnitt herausragt, und in einem zusammenwirkenden Verhältnis mit einer Vertiefung (nicht gezeigt) steht, die an der Innenfläche 12 der Kappe 9 ausgebildet ist.
- Wie in Figur 1 gezeigt, ist die Kappe beweglich, wenn sie aus dem Eingriff mit dem Mundstück 8 in eine seitliche Position gebracht ist, in der sie an einer Stelle liegt, welche von der axialen Erstreckung des Körpers 3 und von der axialen Erstreckung des Mundstücks 8 um eine Distanz versetzt ist, die durch die ausgestreckte Länge des Verbindungsstücks 10 bestimmt ist.
- In dieser Seitenposition ist der Benutzer in der Lage, das Gehäuse ohne Beeinträchtigung durch das Vorhandensein der Kappe und des Verbindungsstücks zu greifen, wobei der Benutzer üblicherweise einen Daumen an die Endwand 5 und einen Zeigefinger um den faßförmigen Körper 3 legt.
- Um die Kappe aus ihrer Seitenposition von Figur 1 in die Eingriffsposition von Figur 3 zu bewegen, ist es notwendig, die Kappe von dem Körper 3 in koaxiale Ausrichtung zu dem Mundstück in eine Position zu bewegen, in welcher sich die Kappe über die axiale Erstreckung des Lippenabschnitts 7 hinaus erstreckt. Die maximal ausgestreckte Länge des Verbindungsstücks 10 muß wenigstens zu dieser Anordnung passen. Die Bewegung der Kappe in die Eingriffsposition geht dann durch das Schieben der Kappe zum Körper 3 hin in Gleitbeziehung relativ zum Lippenabschnitt 7 weiter, bis die Rastnase 13 eine Schnappsitzverbindung bewirkt, und die Kappe in der in Figur 3 gezeigten völlig eingegriffenen Position liegt, in welcher die gesamte Außenfläche 8 des Lippenabschnitts 7 bedeckt ist.
- In der Eingriffsposition von Figur 3 sieht man, daß das Verbindungsstück 10 zu einer gekürzten Länge in faltenbalgähnlicher Weise gefaltet ist.
- Eine alternative Vorrichtung 14 ist in den Figuren 6, 7 und 8 gezeigt und wird nun - wo für entsprechende Elemente geeignet - unter Verwendung entsprechender Bezugszahlen zu jenen der vorangehenden Figuren beschrieben.
- Die alternative Vorrichtung 14 umfaßt in ähnlicher Weise einen Körper 3, einen Lippenabschnitt 7, eine Kappe 9 und ein Verbindungsstück 10, wobei aber das Verbindungsstück an dem Körper durch zusammenwirkende Zapfenverschlußanordnungen 15 befestigt ist.
- Die Zapfenverschlußanordnungen 15 umfassen einen Zapfen 16, der integral mit dem Verbindungsstück, wie in Figur 5 gezeigt, ausgebildet ist und als ein Schiebesitz in einer Buchse 17, wie in Figur 4 gezeigt, aufgenommen wird.
- Wie in Figur 4 gezeigt ist, ist die Buchse 17 in einer abgeflachten Fläche 18 des Körpers 3 derart ausgebildet, daß das Verbindungsstück dazu gezwungen ist, sich in eine Richtung tangential zu einem Umfang des Körpers zu erstrecken, wobei das Verbindungsstück dabei in der Lage ist, sich in einer gekrümmten Anordnung um einen Teilumfang des Körpers zu erstrecken, wenn es in die Eingriffsposition, wie in Figur 8 gezeigt, bewegt ist.
- Das Verbindungsstück 10 ist ferner mit Abstandsvorsprüngen 19 und 20 versehen, welche von jeweiligen Seitenrändern des Verbindungsstücks und in rechten Winkeln zur Ebene des Verbindungsstück hervorstehen, um eine Abstandstrennung zwischen dem Verbindungsstück und dem Körper 3 an einer Stelle vorzusehen, von der sich das Verbindungsstück tangential von der kurvenförmigen Seitenwand des Körpers aus erstreckt. Wie in Figur 8 gezeigt, erleichtert dieser Abstand die Faltung des Verbindungsstücks in der Nähe der Vertiefungen 11, wenn die Länge des Verbindungsstücks wie in der Eingriffsposition, die in Figur 8 gezeigt ist, verkürzt ist.
- Die alternative Vorrichtung 14 kann modifiziert sein, um Zapfenverschlußanordnungen auszubilden, in denen ein Zapfen integral von dem Körper 3 hervorsteht und in einer Buchse aufgenommen ist, die in einem Endabschnitt des Verbindungsstücks ausgebildet ist.
Claims (7)
1. Abgabevorrichtung (1) zur Verwendung mit einem unter Druck
stehenden Abgabebehälter, der zur Abgabe eines Aerosolsprays
betätigbar ist, wobei die Vorrichtung umfaßt: ein Gehäuse (2), das einen
rohrförmigen Körper (3) bildet, der bei der Benutzung den Behälter
aufnimmt und ein rohrförmiges Mundstück (6), das seitlich aus dem
Körper hervorsteht, wobei das Mundstück einen rohrförmigen
Lippenabschnitt (7) aufweist, der einen Auslaß bildet, durch welchen das
Aerosolspray bei der Benutzung inhalierbar ist, eine abnehmbare Kappe
(9), welche mit dem Mundstück in einer Eingriffsposition in Eingriff
bringbar ist, um den Lippenabschnitt zu bedecken und den Auslaß zu
schließen, und ein Verbindungsstück (10), das die Kappe mit dem
Körper verbindet, wodurch die Kappe bezüglich des Gehäuses
unverlierbar gehalten ist, wenn sie von dem Mundstück getrennt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kappe einen rohrförmigen Abschnitt umfaßt, der eine
Innenfläche (12) aufweist, die einer Außenfläche (8) des Lippenabschnitts
entspricht, wodurch eine Bewegung der Kappe in und aus der
Eingriffsposition von einer koaxialen Relativbewegung der Kappe und des
Lippenabschnitts begleitet wird, und wobei das Verbindungsstück
wenigstens ausreichende Länge besitzt, um die Axialbewegung der
Kappe bezüglich des Körpers aufzunehmen.
2. Abgabevorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei das Verbindungsstück
(10) ein Band aus Kunststoffmaterial umfaßt, das darin ausgebildet eine
Mehrzahl von Querrillen (11) aufweist, welche Faltungslinien festlegen,
um die das Band zu einer Faltenbalganordnung faltbar ist, um die
Dehnung und die Zurückziehung des Verbindungsstücks während der
Axialbewegung der Kappe (9) aufzunehmen.
3. Abgabevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Verbindungsstiick (10) an dem Körper (3) so befestigt ist,
daß es sich tangential bezüglich einer Rohrseitenwand des Körpers
erstreckt.
4. Abgabevorrichtung (1) nach Anspruch 3, wobei das Verbindungsstück
(10) Abstandsvorsprünge (19, 20) umfaßt, die verwendet werden
könne, um eine Abstandstrennung zwischen dem Verbindungsstück und
dem Körper (3) an einer Stelle vorzusehen, an der das Verbindungsstück
sich tangential bezüglich des Körpers erstreckt.
5. Abgabevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Verbindungsstück (10) mit dem Körper (3) durch eine
Zapfenverschlußanordnungen verbunden ist, umfassend einen an einem
Element von Verbindungsstück und Körper ausgebildeten Zapfen und
eine Buchse zur Aufnahme des Zapfens, wobei die Buchse am anderen
Element von Verbindungsstück und Körper angeordnet ist.
6. Abgabevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die
Kappe (9), das Verbindungsstück (10) und der Körper (3) einheitlich aus
einem Kunststoffmaterial ausgebildet sind.
7. Abgabevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Verbindungsstück (10) derart mit dem Körper (3) verbunden
ist, daß - wenn die Kappe (9) von dem Mundstück (6) getrennt ist - die
Kappe und das Verbindungsstück in eine seitliche Position bezüglich des
Körpers bewegbar sind, in welcher Position das Verbindungsstück sich
im wesentlichen orthogonal bezüglich der Rohrachsen sowohl des
Körpers als auch des Mundstücks erstreckt.
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