DE69512953T2 - Verbesserung an Knieprothesen - Google Patents
Verbesserung an KnieprothesenInfo
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- DE69512953T2 DE69512953T2 DE1995612953 DE69512953T DE69512953T2 DE 69512953 T2 DE69512953 T2 DE 69512953T2 DE 1995612953 DE1995612953 DE 1995612953 DE 69512953 T DE69512953 T DE 69512953T DE 69512953 T2 DE69512953 T2 DE 69512953T2
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung der Knieprothesen, die das Wiederherstellen des Gelenks zwischen dem Oberschenkelknochen, dem Schienbein und der Kniescheibe ermöglichen, beispielsweise der im Dokument FR-A-2 691 356 beschriebenen Knieprothesen.
- In dem obengenannten Dokument, das als integrierender Bestandteil der vorliegenden Beschreibung betrachtet werden muß, ist eine Prothese beschrieben mit einem Oberschenkelteil, das am Oberschenkelknochen befestigt werden kann und im wesentlichen die Form eines "U" hat, wobei der Boden und eine der Seiten des "U" zwei Gelenkkopfoberflächen definieren, die durch einen leeren Zwischenraum für den Durchgang von Ligamenten voneinander getrennt sind, wobei die andere Seite des "U" zwei Trochlea-Oberflächen definiert, einer Schienbeinplatte, die am Schienbein befestigt werden kann und aus zwei Platten sowie aus Mitteln gebildet ist, mit denen die beiden Platten um eine zur Achse des Schienbeins im wesentlichen parallele Achse drehbar angebracht sind, wobei eine erste Platte am Schienbein befestigt werden kann und die zweite Platte dem Oberschenkelknochen zugewandt ist, und Mitteln zum Koppeln der beiden Gelenkkopfoberflächen mit der Schienbeinplatte, die aus zwei Gleitschuhen gebildet sind, die jeweils zwischen einer entsprechenden der beiden Gelenkkopfoberflächen und der zweiten Platte der Schienbeinplatte angeordnet sind, wobei die beiden Gleitschuhe in einer Weise angebracht sind, daß sie in Translationsrichtung jeweils längs einer entsprechenden von zwei geradlinigen, parallelen Achsen gleiten, und jeder Gleitschuh eine Rotationsgleitoberfläche für die ihr zugeordnete Gelenkkopfoberfläche aufweist, wobei jede Gelenkkopfoberfläche einerseits aus einer rotationssymmetrischen zylindrischen Oberfläche und andererseits aus einer rotationssymmetrischen torischen Oberfläche gebildet ist, wobei die rotationssymmetrischen zylindrischen und torischen Oberflächen jeder Gelenkkopfoberfläche nebeneinander liegen und einen stetigen Verlauf ohne Kante bilden und die Rotationsgleitoberfläche jedes Gleitschuhs zu einem Teil der beiden zylindrischen und torischen Oberflächen der Gelenkkopfoberfläche, der dem Gleitschuh zugeordnet ist, kongruent ist.
- Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, eine Weiterentwicklung der in dem Patent FR-A-2 691 356 beschriebenen Knieprothesen zu verwirklichen.
- Genauer hat die vorliegende Erfindung eine Knieprothese zum Gegenstand, mit:
- - einem Oberschenkelteil, das am Oberschenkelknochen befestigt werden kann und im wesentlichen die Form eines "U" hat, wobei der Boden und eine der Seiten des "U" zwei Gelenkkopfoberflächen definieren, die durch einen leeren Zwischenraum für den Durchgang von Ligamenten voneinander getrennt sind, wobei die andere Seite des "U" zwei Trochlea-Oberflächen definiert,
- - einer Schienbeinplatte, die am Schienbein befestigt werden kann, wobei die Schienbeinplatte aus zwei Platten sowie aus Mitteln gebildet ist, mit denen die beiden Platten um eine zur Achse des Schienbeins im wesentlichen parallele Achse drehbar angebracht sind, wobei eine erste Platte am Schienbein befestigt werden kann und die zweite Platte dem Oberschenkelknochen zugewandt ist, und
- - Mitteln zum Koppeln der beiden Gelenkkopfoberflächen mit der Schienbeinplatte, die aus zwei Gleitschuhen, die jeweils zwischen einer entsprechenden der beiden Gelenkkopfoberflächen und der zweiten Platte der Schienbeinplatte angeordnet sind, sowie aus Mitteln zum Anbringen der beiden Gleitschuhe in der Weise, daß sie in Translationsrichtung in bezug auf die zweite Platte jeweils längs einer entsprechenden von zwei geradlinigen und parallelen Achsen gleiten, gebildet sind, wobei jeder Gleitschuh eine Rotationsgleitoberfläche für die ihr zugeordnete Gelenkkopfoberfläche aufweist, wobei jede Gelenkkopfoberfläche einerseits aus einer rotationssymmetrischen zylindrischen Oberfläche und andererseits aus einer rotationssymmetrischen torischen Oberfläche gebildet ist, wobei die rotationssymmetrischen zylindrischen und torischen Ober flächen jeder Gelenkkopfoberfläche nebeneinanderliegen und einen stetigen Verlauf ohne Kante bilden und die Rotationsgleitoberfläche jedes Gleitschuhs zu einem Teil der beiden zylindrischen und torischen Oberflächen der Gelenkkopfoberfläche, der dem Gleitschuh zugeordnet ist, kongruent ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Gleitschuh aus einer Hülle und einem in die Hülle eingelassenen Kern gebildet ist, wobei die Rotationsgleitoberfläche jedes Gleitschuhs am Kern ausgebildet ist, und daß die Mittel, mit denen jeder Gleitschuh in der Weise angebracht ist, daß er in Translationsrichtung in bezug auf die zweite Platte gleitet, aus einem geradlinigen Langloch, das in einem der beiden Elemente "zweite Platte" und "Hülle" längs einer der Achsen ausgebildet ist, und aus einem Zapfen, der mit dem anderen dieser beiden Elemente fest verbunden ist, gebildet sind.
- Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Lauf der folgenden Beschreibung deutlich, die beispielhaft und keinesfalls einschränkend anhand der beigefügten Zeichnung gegeben wird, worin:
- Fig. 1 in einer Vorderansicht eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Prothese in einer Anwendung für das rechte Knie zeigt,
- Fig. 2 eine in Fig. 1 mit II-II gekennzeichnete Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Prothese in der ersten Ausführungsform zeigt,
- die Fig. 3 und 4 einen in Fig. 1 mit III-III gekennzeichneten Schnitt einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prothese bei zwei Stellungen des Schienbeins zum Oberschenkelknochen, nämlich bei der Streckung bzw. bei der Beugung, zeigen,
- die Fig. 5 und 6 in einer Draufsicht bzw. in einer in Fig. 5 mit IV-IV gekennzeichneten Schnittansicht eine Ausführungsform der Schienbeinplatte zeigen, die Bestandteil der Prothese ist, und
- Fig. 7 ein Ausführungsdetail einer Weiterentwicklung, der die Prothese nach den Fig. 3 und 4 unterzogen wurde, zeigt.
- Obwohl die Fig. 1 bis 4 zwei Ausführungsformen einer Knieprothese zeigen, bezeichnen gleiche Bezugszeichen unabhängig von der Form der Darstellung dieser Elemente und unabhängig von der Figur, in der sie dargestellt werden, gleiche Elemente,.
- Die erfindungsgemäße Knieprothese enthält ein Oberschenkelteil 1, das am Oberschenkelknochen 2 befestigt werden kann. Dieses Oberschenkelteil hat im wesentlichen die Form eines "U", wobei der Boden 3 und eine (4) der Seiten des "U" zwei Gelenkkopfoberflächen 5, 6 definieren, die durch einen leeren Raum 7 für den Durchgang von Ligamenten voneinander getrennt sind, wobei die andere Seite 8 des "U" zwei Trochlea-Oberflächen 9, 10 definiert.
- Die Knieprothese enthält außerdem eine Schienbeinplatte 12, die am Schienbein 13 befestigt werden kann, und Mittel 14 zum Koppeln der beiden Gelenkkopfoberflächen 5, 6 mit der Schienbeinplatte 12.
- Die Schienbeinplatte 12 ist aus zwei Platten 16, 17 sowie aus Mitteln 18 gebildet, mit denen die beiden Platten beim Einsetzen der Prothese um eine zur Achse 20 des Schienbeins im wesentlichen parallele Achse 19 drehbar zusammengebaut werden. Eine erste Platte 16 kann durch irgendwelche Mittel, beispielsweise durch eine oder mehrere Halterungen 21, am Schienbein befestigt werden, während die zweite Platte 17 zum Oberschenkelknochen 2 gewendet ist.
- Was die Mittel 14 zum Koppeln der beiden Gelenkkopfoberflächen 5, 6 mit der Schienbeinplatte 12, insbesondere die zweite Platte 17, betrifft, bestehen diese aus zwei Gleitschuhen 30, 31, die jeweils zwischen einer entsprechenden der beiden Gelenkkopfoberflächen 5, 6 und der zweiten Platte 17 der Schienbeinplatte 12 angeordnet sind, wobei jeder Gleitschuh eine Rotationsgleitoberfläche 34, 35 für die ihr zugeordnete Gelenkkopfoberfläche 5, 6 aufweist, sowie aus Mitteln zum Anbringen dieser beiden Gleitschuhe 30, 31 in der Weise, daß sie in Translationsrichtung in bezug auf die zweite Platte 17 jeweils längs einer entsprechenden von zwei geradlinigen und parallelen Achsen 32, 33 gleiten.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist jede Gelenkkopfoberfläche 5, 6 einerseits aus einer rotationssymmetrischen zylindrischen Oberfläche gebildet, wobei die beiden rotationssymmetrischen zylindrischen Oberflächen dieselbe Symmetrieachse besitzen, und andererseits aus einer rotationssymmetrischen torischen Oberfläche oder dergleichen gebildet, wobei die rotationssymmetrischen zylindrischen und torischen Oberflächen jeder Gelenkkopfoberfläche nebeneinanderliegen und auf der Höhe ihrer Verbindung einen stetigen Verlauf ohne Kante bilden. Vorzugsweise sind die zwei rotationssymmetrischen torischen Oberflächen einander gegenüber angeordnet, wobei sie den leeren Raum 7 für die Ligamente von beiden Seiten begrenzen.
- Die Rotationsgleitoberfläche 34, 35 jedes Gleitschuhs ist zu einem Teil der beiden zylindrischen und torischen Oberflächen der Gelenkkopfoberfläche, der dem Gleitschuh zugeordnet ist, und somit auch zu den rotationssymmetrischen zylindrischen 46, 47 und torischen 48, 49 Oberflächen, Fig. 3, kongruent.
- Tatsächlich ermöglichen die rotationssymmetrischen zylindrischen Oberflächen der Gleitschuhe und die Gelenkkopfoberflächen eine perfekte Drehung der Schienbeinplatte 12 und des Oberschenkelteils 1 zueinander, während die zwei Teile durch die torischen Oberflächen transversal gehalten werden können und ausgeschlossen wird, daß sie sich längs einer zur Achse 70 der beiden zylindrischen Gelenkkopfoberflächen und den Gleitschuhen parallelen Richtung verschieben.
- Ferner sind die Trochlea-Oberflächen 9, 10 durch eine muldenförmige Kugelgelenkoberfläche 51 getrennt, wobei ein Teil von jeder wenigstens einen Abschnitt mit rotationssymmetrischer zylindrischer Oberfläche 52, 53 aufweist, der im wesentlichen kontinuierlich an eine rotationssymmetrische zylindrische Oberfläche 40, 41 anschließt, wobei sich die rotationssymmetrischen zylindrischen Trochlea- und Gelenkkopfoberflächen schneiden, so daß sie im wesentlichen einen Dieder bilden, wobei die zylindrische Trochlea-Oberfläche 52, 53 auf der Höhe der Diederkante Anschlagmittel 50 zwischen den Gelenkkopfoberflächen 5, 6 und Trochlea-Oberflächen 9, 10 bildet.
- In einer ersten bevorzugten Ausführungsform, die vor allem in Fig. 2 gezeigt wird, ist jeder Gleitschuh 30, 31 aus einer Hülle 80 und einem in die Hülle eingelassenen Kern 81 gebildet, wobei die Rotationsgleitoberfläche 34, 35 jedes Gleitschuhs am Kern 81 ausgebildet ist. Die Mittel 82 betreffend, mit denen jeder Gleitschuh in der Weise angebracht ist, daß er in Translationsrichtung in bezug auf die zweite Platte 17 gleitet, bestehen diese aus einem geradlinigen Langloch 83, das in einem der beiden Elemente "zweite Platte 17" und "Hülle 80" längs einer der Achsen 32, 33 ausgebildet ist, und aus einem Zapfen 84, der mit dem anderen der beiden Elemente fest verbunden ist. In der gezeigten Ausführungsform ist das Langloch 83 in der zweiten Platte 17 ausgebildet, während der Zapfen 84 mit der Hülle 80 fest verbunden ist.
- Unter diesen Bedingungen gleitet die Hülle 80 auf der zweiten Platte 17, wobei sie sich an den Seitenrändern des Langlochs 83 abstützt und der Zapfen 84 lediglich als Führung bei der Verschiebung des Gleitschuhs dient.
- Damit sich die Gleitschuhe nicht von der zweiten Platte 17 lösen, enthält die Prothese ferner Mittel zum Einrasten jedes Zapfens in bezug auf die zweite Platte 17. Diese Mittel sind an sich bekannt und können für jeden Zapfen durch einen Clip gebildet sein, der mit dem Zapfen fest verbunden ist und mit einer in der zweiten Platte ausgebildeten Nut zusammenwirkt.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in Übereinstimmung mit der obenbeschriebenen Struktur sind das Oberschenkelteil 1, die Kerne 81, die Hüllen 80, die zweite Platte 17 und die erste Platte 16 aus einem ersten, einem zweiten, einem dritten, einem vierten bzw. einem fünften Material hergestellt, wobei der Härtekoeffizient des ersten Materials größer als derjenige des zweiten Materials ist, der Härtekoeffizient des dritten Materials größer als derjenige des vierten Materials ist und der Härtekoeffizient des vierten Materials kleiner als derjenige des fünften Materials ist.
- Die genannten Merkmale erleichtern das gegenseitige Verschieben der verschiedenen beweglichen Teile, die Bestandteile der Prothese bilden.
- Beispielsweise sind die ersten, dritten und fünften Materialien metallische Materialien wie etwa Titan oder dergleichen, während die zweiten und vierten Materialien Kunststoffe oder dergleichen sind.
- Die erfindungsgemäße Knieprothese in der im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 beschriebenen Ausführungsform entspricht in dem Fall, in dem die Bänder des Knies sämtlich bewahrt werden konnten und die Stellung des Schienbeins zum Oberschenkelknochen stabilisieren, exakt den zur Wiederherstellung des Kniegelenks gestellten Bedingungen. Sie ist jedoch in dem Fall, in dem sie gemäß der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Form verwirklicht ist, auch hervorragend geeignet, das Gelenk eines Knies, dessen vordere und hintere Kniebänder stark angegriffen oder sogar abgetrennt sind, wiederherzustellen.
- Gemäß der im folgenden im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 beschriebenen Ausführungsform enthält die Prothese ferner Anschlagmittel 90, um die Grenzposition zwischen dem Oberschenkelteil 1 und der Schienbeinplatte 12, insbesondere der zweiten Platte 17, festzulegen, wenn der Oberschenkelknochen 2 und das Schienbein 13 in die Streckposition, Fig. 3, gelangen.
- Vorzugsweise enthalten diese Anschlagmittel 90 ein erstes Anschlagteil 91, das mit einem hinteren Teil 92 der zweiten Platte 17 in bezug auf das Schienbein 13 verbunden ist, und ein zweites Anschlagteil 93, das sich am Oberschenkelteil 1 im leeren Raum 7 zwischen den beiden Gelenkkopfoberflächen 5, 6 befindet.
- Um eine gute Stabilität zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein in ihrer Streckposition zu erzielen, die derjenigen gleichkommt, die in einem natürlichen Kniegelenk besteht, wirken ferner die ersten und zweiten Anschlagteile 91, 93 über Einfügungsmittel 94 zusammen, die beispielsweise vom Typ "Stecker-Buchse" 95, 96 sind, wobei vorzugsweise das Steckerteil 95 in dem zweiten Anschlagteil 93 ausgebildet ist, während das Buchsenteil 96 in dem ersten Anschlagteil 91 ausgebildet ist.
- Wenn die obenbeschriebene Prothese einem Patienten eingesetzt wird, funktioniert sie im allgemeinen so, wie dies im Dokument FR-A-2 691 358 beschrieben wird. Zur Vereinfachung der vorliegenden Beschreibung, wird hier nur der Funktionsteil beschrieben, der sich auf die Streckbewegung des Schienbeins in bezug auf den Oberschenkelknochen in dem Fall, in dem beispielsweise aus den obenerwähnten Gründen, die den Zustand der Ligamente betreffen, die Prothese nach den Fig. 3 und 4 verwirklicht ist, bezieht.
- In diesem Fall, wenn das Schienbein das Ende der Drehung nach vorn, d. h. die Streckposition (Fig. 3) in bezug auf den Oberschenkelknochen, erreicht, hindern die Anschlagmittel 90 das Schienbein daran, sich weiter zum Oberschenkelknochen hin zu bewegen, während die "Stecker-Buchse"-Einfügungsmittel 94 den Halt des Oberschenkelteils 1 in bezug auf die Schienbeinplatte 12 verstärken und somit jegliche Gefahr des Ausrenkens des Knies ausschließen.
- Diese Anschlagmittel 90 und die Einfügungsmittel 94 verleihen der Prothese somit eine völlige Funktionssicherheit, selbst in dem Fall, in dem die vorderen und hinteren Kreuzbänder abgetrennt worden sind.
- Fig. 7 zeigt eine Weiterentwicklung der Ausführung der Prothese nach den Fig. 3 und 4. In dieser Weiterentwicklung enthält die Prothese ferner eine Schutzhaube 100 für die Stecker-Einfügungsmittel 95, die zwischen diesen Stecker-Einfügungsmitteln und dem Oberschenkelknochen 2 einen freien Raum 101 definiert. Tatsächlich wird zur Anbringung des Buchsenteils an dem Oberschenkelknochen zusätzlich zu den Halterungen häufig Sockelzement 105 verwendet. Die Schutzhaube 100 vermeidet dann, daß der Zement 105 den Raum um dieses Steckerteil 95 verstopft und die Stecker- und Buchsenteile 95 und 96 daran hindert, sich, wie oben beschrieben, ineinanderzuschieben.
- Die Fig. 5 und 6 betreffend, zeigen diese in einer Draufsicht bzw. in einer Schnittansicht eine im Vergleich zu der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsform weiterentwickelte Ausführungsform der Schienbeinplatte 12, die Bestandteil der Prothese ist.
- Gemäß dieser Weiterentwicklung sind die Drehachse 19, um die sich die beiden Platten 16, 17 drehen, und die Achse 20 des Schienbeins 13 zueinander parallel und voneinander um einen Wert beabstandet, der im wesentlichen im Bereich von einem Sechstel und bis zu einem Zehntel der Breite der zweiten Platte 17 in einer zur Symmetrieachse 17 der oben definierten rotationssymmetrischen zylindrischen Gelenkkopfoberflächen 40, 41 parallelen Richtung liegt, und die Mittel 18, mit denen die beiden Platten 16, 17 um eine Achse 19 drehbar angebracht sind, aus einem Steckerteil 71, das mit einer (17) der beiden Platten fest verbunden ist und zwei rotationssymmetrische zylindrische Abschnitte mit derselben Achse enthält, die in der Weise verwirklicht sind, daß der Radius "R" des einen Abschnitts einen Wert besitzt, der im wesentlichen im Bereich vom doppelten bis eineinhalbfachen Wert des Radius "r" des anderen Abschnitts liegt, sowie aus einem Buchsenteil 72, das in der anderen Platte 16 verwirklicht ist und zum Steckerteil komplementär ist, gebildet.
- In dem gezeigten Beispiel ist das Steckerteil 71 in der zweiten Platte 17 ausgebildet, wobei diese zweite Platte auch das gesamte Steckerteil bildet, wobei die oben definierten zwei Langlöcher 83 zur Führung der Zapfen in den Fig. 5 und 6 sichtbar sind.
- Es wird ferner bevorzugt, wenn die Platte, gegebenenfalls die erste Platte 16, in der das Buchsenteil 72 ausgebildet ist, wenigstens einen Rand 102 enthält, der das Buchsenteil 72 teilweise abdeckt, so daß eine Einrastnut 103 für den zu diesem Buchsenteil 72 komplementären Steckerteil 71 gebildet wird. Gemäß der gezeigten Ausführungsform enthält die Prothese zwei Ränder 102, die am hinteren Teil der ersten Platte 16 in bezug auf das Schienbein ausgebildet sind, damit der mit der Operation betraute Arzt zuerst die erste Platte in das Schienbein 13 implantieren und anschließend die zweite Platte 17 unter den Rändern nach vorn zum Knie schieben kann, wobei das Knie in die Richtung des Pfeils zeigt, bis diese zweite Platte in der Nut 103 eingerastet ist. Die zweite Platte wird folglich, selbst bei starker Beugung des Schienbein zum Oberschenkelknochen, in der ersten Platte perfekt gehalten, wodurch die Gefahr einer Knieluxation ausgeschlossen wird. Diese Ausführung verleiht der erfindungsgemäßen Prothese einen weiteren großen Vorteil gegenüber allen Knieprothese der herkömmlichen Technik.
Claims (10)
1. Knieprothese, mit:
- einem Oberschenkelteil (1), das am Oberschenkelknochen (2)
befestigt werden kann und im wesentlichen die Form eines "U" hat, wobei der
Boden (3) und eine (4) der Seiten des "U" zwei Gelenkkopfoberflächen (5, 6)
definieren, die durch einen leeren Zwischenraum (7) für den Durchgang von
Ligamenten voneinander getrennt sind, wobei die andere Seite des "U" zwei
Trochlea-Oberflächen (9, 10) definiert,
- einer Schienbeinplatte (12), die am Schienbein (13) befestigt
werden kann, wobei die Schienbeinplatte aus zwei Platten (16, 17) sowie aus
Mitteln gebildet ist, mit denen die beiden Platten um eine zur Achse (20) des
Schienbeins im wesentlichen parallele Achse (19) drehbar angebracht sind, wobei
eine erste Platte (16) am Schienbein befestigt werden kann und die zweite Platte
(17) dem Oberschenkelknochen (2) zugewandt ist, und
- Mitteln zum Koppeln der beiden Gelenkkopfoberflächen (5, 6)
mit der Schienbeinplatte (12), die aus zwei Gleitschuhen (30, 31), die jeweils
zwischen einer entsprechenden der beiden Gelenkkopfoberflächen (5, 6) und der
zweiten Platte (17) der Schienbeinplatte (12) angeordnet sind, sowie aus Mitteln
zum Anbringen der beiden Gleitschuhe (30, 31) in der Weise, daß sie in
Translationsrichtung in bezug auf die zweite Platte (17) jeweils längs einer
entsprechenden von zwei geradlinigen und parallelen Achsen (32, 33) gleiten,
gebildet sind, wobei jeder Gleitschuh eine Rotationsgleitoberfläche (34, 35) für die
ihr zugeordnete Gelenkkopfoberfläche aufweist, wobei jede Gelenkkopfoberfläche
(5, 6) einerseits aus einer rotationssymmetrischen zylindrischen Oberfläche (40,
41) und andererseits aus einer rotationssymmetrischen torischen Oberfläche (42,
43) gebildet ist, wobei die rotationssymmetrischen zylindrischen und torischen
Oberflächen jeder Gelenkkopfoberfläche nebeneinanderliegen und einen stetigen
Verlauf ohne Kante bilden und die Rotationsgleitoberfläche jedes Gleitschuhs zu
einem Teil der beiden zylindrischen und torischen Oberflächen der
Gelenkkopfoberfläche, der dem Gleitschuh zugeordnet ist, kongruent ist,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Gleitschuh (30, 31) aus einer Hülle (80) und
einem in die Hülle eingelassenen Kern (81) gebildet ist, wobei die
Rotationsgleitoberfläche (34, 35) jedes Gleitschuhs am Kern (81) ausgebildet ist,
und daß die Mittel (82), mit denen jeder Gleitschuh in der Weise angebracht ist,
daß er in Translationsrichtung in bezug auf die zweite Platte (17) gleitet, aus
einem geradlinigen Langloch (83), das in einem der beiden Elemente "zweite
Platte" und "Hülle" längs einer der Achsen (32, 33) ausgebildet ist, und aus einem
Zapfen (84), der mit dem anderen dieser beiden Elemente fest verbunden ist,
gebildet sind.
2. Prothese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Oberschenkelteil (1), die Kerne (81), die Hüllen (80), die zweite Platte (17) und die
erste Platte (16) aus einem ersten, einem zweiten, einem dritten, einem vierten
bzw. einem fünften Material hergestellt sind, wobei der Härtekoeffizient des ersten
Materials größer als derjenige des zweiten Materials ist, der Härtekoeffizient des
dritten Materials größer als derjenige des vierten Materials ist und der
Härtekoeffizient des vierten Materials kleiner als derjenige des fünften Materials
ist.
3. Prothese nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten,
dritten und fünften Materialien metallische Materialien sind und die zweiten und
vierten Materialien Kunststoffe sind.
4. Prothese nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß sie außerdem Anschlagmittel (90) enthält, um die
Grenzposition zwischen dem Oberschenkelteil (1) und der zweiten Platte (17)
festzulegen, wenn der Oberschenkelknochen (2) und das Schienbein (13) in die
Streckposition gelangen.
5. Prothese nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschlagmittel (90) ein erstes Anschlagteil (91), das mit einem hinteren Teil (92)
der zweiten Platte (17) in bezug auf das Schienbein (13) verbunden ist, und ein
zweites Anschlagteil (93), das sich am Oberschenkelteil (1) im leeren Raum (7)
zwischen den beiden Gelenkkopfoberflächen (5, 6) befindet, enthalten.
6. Prothese nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten
und zweiten Anschlagteile (91, 93) über Einfügungsmittel (94) zusammenwirken.
7. Prothese nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einfügungsmittel (94) vom Typ "Stecker-Buchse" (95, 96) sind.
8. Prothese nach einem der Ansprüche 6 und 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stecker-Einfügungsmittel (95) an dem Anschlagteil (93),
das mit dem Oberschenkelteil (1) fest verbunden ist, verwirklicht sind und daß sie
außerdem eine Schutzhaube (100) für diese Stecker-Einfügungsmittel (95) enthält,
die zwischen diesen Stecker-Einfügungsmitteln und dem Oberschenkelknochen
einen freien Raum (101) definieren.
9. Prothese nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehachse (19), um die sich die beiden Platten (16, 17)
drehen, und die Achse (20) des Schienbeins (13) zueinander parallel und
voneinander um einen Wert beabstandet sind, der im wesentlichen im Bereich von
einem Sechstel und bis zu einem Zehntel der Breite der zweiten Platte (17) in
einer zur Symmetrieachse (17) der rotationssymmetrischen zylindrischen
Gelenkkopf-Oberflächen (40, 41) parallelen Richtung liegt, und daß die Mittel (18),
mit denen die beiden Platten (16, 17) um eine zur Achse (20) des Schienbeins
(13) im wesentlichen parallele Achse (19) drehbar angebracht sind, aus einem
Steckerteil (71), das mit einer (17) der beiden Platten fest verbunden ist und zwei
rotationssymmetrische zylindrische Abschnitte mit derselben Achse enthält, die in
der Weise verwirklicht sind, daß der Radius (R) des einen Abschnitts einen Wert
besitzt, der im wesentlichen im Bereich vom doppelten bis eineinhalbfachen Wert
des Radius (r) des anderen Abschnitts liegt, sowie aus einem Buchsenteil (72),
das in der anderen Platte (16) verwirklicht ist und zum Steckerteil komplementär
ist, gebildet sind.
10. Prothese nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte
(16), in der der Buchsenteil (72) verwirklicht ist, das in die Bildung der Mittel (18),
mit denen die beiden Platten umeinander drehbar angebracht sind, eingeht,
wenigstens einen Rand (102) enthält, die das Buchsenteil (72) teilweise abdeckt,
um eine Einrastnut (103) für den zu diesem Buchsenteil (72) komplementären
Steckerteil (71) zu bilden.
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