DE695149C - en teilweise oder vollstaendig aetherifizierten Derivaten des Pentaoxyfuchsons - Google Patents

en teilweise oder vollstaendig aetherifizierten Derivaten des Pentaoxyfuchsons

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DE695149C DE1937C0052480 DEC0052480D DE695149C DE 695149 C DE695149 C DE 695149C DE 1937C0052480 DE1937C0052480 DE 1937C0052480 DE C0052480 D DEC0052480 D DE C0052480D DE 695149 C DE695149 C DE 695149C
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Description

Die Herstellung von Polyoxyfuchsonen bildete Gegenstand zahlreicher Untersuchungen, ohne daß diese Fuchsone im allgemeinen in reinem oder kristallisiertem Zustande erhalten werden konnten. Besonders die in den Hydroxylgruppen zum Teil oder vollständig ätherifizierten Derivate des Pentaoxifuchsons, in welchen an den Benzolkernen die Hydroxyl-, Alkoxyl- bzw. Chinoidsauerstoff radikale zueinander in die Orthostellung gebunden sind, waren bisher unbekannt. Man hat schon versucht, ein p-Oxyfuchson darzustellen (Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 26, S. 25s); dieses wurde jedoch nur in
is einigen Prozenten neben viel Harz erhalten und enthielt dabei beträchtliche, vom Kondensationsmittel stammende Mengen schwer zersetzbarer zinkhaltiger Produkte. Eingehende Versuche haben nun zu dem überraschenden Ergebnis geführt, daß diese Fuchsonderivate gut kristallisieren, so daß sie in reiner kristalliner Form erhalten werden können. Während das Carrosche p-Oxyfuchson ätzende bzw. gerbende Eigenschaften aufweist, können die Produkte des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung ohne praktische Nebenerscheinungen injiziert werden. Besonders jene, in welchen weder die Zahl der freien noch die' der veratherten Hydroxylgruppen überwiegen, zeigten sich für parenterale Verabreichung sehr geeignet.
Nach vorliegender Erfindung werden die Produkte des Verfahrens in der Weise dargestellt, daß man Leukoderivate, welche in jedem Benzolkern zwei zueinander orthoständige Hydroxylgruppen, die zum Teil oder vollständig ätherifiziert sind und welche gegebenenfalls noch im Benzolkern substituierte Alkyl-, Halogen- oder Sulfonsäuregruppen enthalten, einer Oxydation unterwirft. Man kann aber auch derart verfahren, daß man die Oxydation der Leukotriphenylmethanderivate gleichzeitig mit ihrer Entstehung ausführt. In diesem Falle verwendet man die zur Herstellung von Triphenylmethanderivaten bekannten Kondensationsmethoden in Gegenwart
eines Oxydationsmittels. Man kann jedoch in manchen Fällen auf die Verwendung von ausgesprochenen Oxydationsmitteln verzichten,, wenn entweder irgendeiner der zum Aüfbpi; ( des Triphenylmethans verwendeten Ausgangsstoffe oder aber die verwendeten Kondeh-V--sationsmittel die oxydative Wirkung ausüben. Zu einer oxydativen Kondensation wie auch zur Oxydation der in reinem Zustande >° abgesonderten Leukoverbindungen sind besonders die Nitrite, z. B. das Amylnitrit, als Sauerstoffabgeber geeignet. Bei Vorhandensein von viel freie Phenolhydroxylgruppen aufweisenden Ausgangsstoffen sind aber die '5 Peroxyde, vorzugsweise die organischen Peroxyde, vorzuziehen. Oxydiert man entweder mit organischen Nitriten oder mit organischen Peroxyden, so· ist es vorteilhaft, Essigester oder ähnliche Ester als Lösungsmittel zu verwenden. Die Absonderung der Fuchsone aus dem Reaktionsgemisch erfolgt am besten in Form ihrer'Additionsverbindungen mit Halogenwasserstoffsäuren.
Es ist von Vorteil, zur Synthese als den einen Ausgangsstoff Protocatechualdehyd bzw. dessen Mono- oder Dialkyläther und als den anderen Ausgangsstoff Brenzcatechin oder dessen Alkyläther zu wählen, wobei im Benzolkern des Aldehyds wie des Brenzcatechins auch Alkyl-, Halogen- oder Sulfonsäuregruppen vorhanden sein können. Den Methankohlenstoff des aufzubauenden Triphenylmethanderivates können z. B. auch die PoIyhalogenmethanderivate, wie Jodoform, Kohlenstofftetrabromid usw., liefern.
Bei der oxydativen Kondensation können im allgemeinen saure Kondensationsmittel, wie konzentrierte Schwefelsäure, mit Alkohol oder Eisessig verdünnt oder wasserfreie SaIzsäure,, in abs. Alkohol oder Essigester gelöst, verwendet werden. Man kann aber auch wasserentziehende Salze, z. B. Zinkchlorid, oder auch andere Stoffe verwenden. Solche Kondensationsmittel sind aber nicht in jedem Falle notwendig. So sind z. B. bei Verwendung von Polyhalogenmethanderivaten, wie Jodoform oder Kohlenstofftetrabromid, besondere Kondensationsmittel entbehrlich.
Geht man von solchen Triphenylmethanderivaten aus, die in jedem Benzolkern zwei zueinander orthoständige Alkoxylgruppen enthalten, so ist eine Alkoxylgruppe durch ein Chinoidsauerstoffradikal zu ersetzen. Eine derartige Umgestaltung kann man z. B. durch Behandlung mit Phosphorpentachlorid oder durch Aboxydieren einer Methylgruppe, zweckmäßig mittels Chromsäure, ausführen. Die Produkte des Verfahrens neigen zur Bildung von Additionsderivaten; so können z.B. mit Säuren, Basen, zahlreichen Metallsalzen, Bisulfiten, hydroxylgruppenhaltigen Stoffen u. dgl. Additionsverbindungen gebildet werden, aus welchen das die Chinoid-(struktur aufweisende Produkt leicht regenerierbar ist. '-,pie Produkte des Verfahrens sind einerseits wichtige Zwischenprodukte zur Darstellung von teils in der Teerfarbenindustrie, teils in der Heilkunde verwendbaren Produkten, anderseits besitzen sie selbst wertvolle, in der Heilkunde verwendbare Eigenschaften; sie wirken z. B. antiseptisch und wirken ferner besonders auf bestimmte Formen der Tuberkulose. Diese Formen der Tuberkulose sind besonders die sog. extrapulmonare Formen der Tuberkulose, wie Limphonen, Lupus, Knochenprozesse usw. '
Beispiele
i· 5° S 3, 2>', 4, 4, 4"-Pentaoxy-3"-methoxytriphenylmethan, (erhältlich durch Kondensation von Vanillin mit Brenzcatechin; Schmelzpunkt 195 bis 1980) und 35 gBenzoylperoxyd werden in 300 ecm Essigester gelöst und unter Eiskühlung mit Salzsäuregas gesättigt. Nach zweitägigem Stehen dampft man im Vakuum bis zur Sirupdicke ein und schüttelt den Rückstand, bevor noch Kristallisation eintritt, mit 80 ecm 20°/Oiger Natriumbisulfitlösung etwa * /2 S tunde. Nach Zugabe von Äther trennt man die Bisulfitschicht ab. Die ätherische Schicht zieht man wiederholt mit 30 ecm und zweimal mit 15 ecm 2O°/0iger Natriumbisulfitlösung aus. Die vereinigten Bisulfitauszüge werden mit etwa 50 ecm kon- öS zentrierter Salzsäure versetzt. Nach wenigstens I2stündigem Stehen wird das abgeschiedene Chlorhydrat des m-Metlioxy-m-dioxyp-dioxyfuchsons abfiltriert, mit wenig io°/0iger Salzsäure gewaschen und im Vakuum getrocknet. Die Rohausbeute beträgt 22 bis 26 g. Zur Umkristallisation kann man heißes Aceton verwenden, zu welchem bis zur Trübung Chlorkohlenstoff gegeben wird. Nach einigen Tagen scheidet sich das Chlorhydrat in dunklen, metallisch glänzenden Kristallen aus, welche einen Zersetzungspunkt um 165 bis 170° aufweisen. In alkoholhaltigem Wasser löst sich das Produkt mit tiefroter Farbe, die durch Alkalien in rein Blau umschlägt. »« Die alkalischen Lösungen oxydieren sich leicht an der Luft.
2. 5° g 3. 3'. 4, 4'» 4"-Pentaoxy-3"-methoxytriphenylmethan und 35 g Benzoylperoxyci werden in 250 g Essigester gelöst und unter Eiskühlung mit Salzsäuregas gesättigt. Nach 20stündigem Stehen engt man im Vakuum ein und versetzt den Rückstand mit wenig Essigäther mit einem Salzsäuregehalt von etwa I2o/o. Nach Stehen tritt langsame Kristalli- 12η sation ein. Die abfiltrierten Kristalle werden mit 10 °/oiger Natriumacetatlösung und viel
Essigäther geschüttelt, die Essigätherschich getrennt und eingetrocknet. Den Rückstand nimmt man in wenig abs. Alkohol auf und gibt Diäthylamin im Überschuß zu. Auf Zusatz von trockenem Äther scheidet sich die mit Diäthylamin gebildete Additionsverbindung des Tetraoxymonomethoxyfuchsons in tiefblauen Kristallenen aus. Diese Additionsverbindung ist leicht löslich in Wasser, ίο 3. Man verfährt wie im Beispiel 1, mit dem Unterschied, daß nach dem Umkristallisieren aus Aceton das Chlorhydrat in 100 ecm Wasser und 30 ecm 20 °/oiger Natriumacetatlösung auf dem Wasserbade unter Rühren digeriert wird. Das ausgeschiedene freie Fuchson wird in Essigester aufgenommen, die getrennte Essigätherschicht über Natriumsulfat getrocknet, auf etwa 70 ecm eingedampft und noch warm mit 45 ecm Chloroform versetzt. ao Nach Stehen kristallisiert das Monomethoxytetraoxyfuchson in dunklen Kristallen. Es schmilzt bei etwa iiQ° unter Zersetzung. Das freie Fuchson löst sith leicht in Alkohol, Aceton, Essigester, Äther, dagegen schwer in Benzol, Chloroform, Chlorkohlenstoff.
4. 32 g Benzoylperoxyd werden in 400 ecm Essigester gelöst und 44 g 3, 3'-Dimethoxy-3", 4, 4', 4"-tetraoxytriphenylmethan zugegeben. Man sättigt unter Eiskühlung mit SaIzsäure und läßt mehrere Tage unter häufigem Schütteln stehen. Das Chlorhydrat des m-Oxym-dimethoxy-p-dioxyfuchsons kristallisiert in metallisch glänzenden Kristallen in einer Ausbeute von 25 bis 30 g aus. Der, Zersetzungspunkt liegt bei etwa i8o°. Die Verbindung löst sich in verdünntem Alkohol mit tiefroter Farbe auf, die durch Alkalien in Blau umschlägt. Es bildet mit Aluminiumhydroxyd, Zinkoxyd, Bleiacetat usw. dunkelblaue Salze. Das Fuchson kann .aber nicht nur als Chlorhydrat, sondern auch als freie Base isoliert werden. Zu diesem Zwecke wird das aus dem Gemisch abgeschiedene Chlorhydrat mit wäßriger Natriumacetatlösung digeriert, abgenutscht, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das kristallinische Fuchson schmilzt bei etwa 2300 und zersetzt sich bei etwa 2500 unter Gasentwicklung. In seinen Löslichkeitsverhältnissen und Farbreaktionen zeigt dieses Fuchson große Ähnlichkeit mit dem im vorigen Beispiel beschriebenen Monomethoxytetraoxyfuchson.
5. 22 Teile 3, 3', 3""Trimethoxy-4, 4', 4"-trioxytriphenylmethan werden in 45 Teilen Essigäther suspendiert, 14 Teile 16 °/o Salzsäuregas enthaltender Essigester zugegeben und nachher bei 15 bis 200 8,9 Teile etwa 75%iges Amylnitrit zugetropft. Nach zweitägigem Stehen scheidet sich das 3, 3', 3"-Trhnethoxy-4,4'-dioxyfvtchson als Chlorhydrat in metallisch glänzenden Kristallen aus.
Die Ausbeute liegt nahe dem theoretischen Werte. Der Zersetzungspunkt des Chlorhydrats ist etwa 2180. Das Produkt löst sich in alkoholhaltigem Wasser mit tiefroter Farbe, die durch Alkalien in Violett umschlägt.
Aus dem Chlorhydrat kann man das freie Fuchson dem vorigen Beispiel gemäß herstellen. Das freie Fuchson weist einen Zersetzungspunkt von 250 bis 251° auf. Aus viel heißem Chloroform kann man es Umkristallisieren, wobei dunkelblaue, metallisch glänzende, gleichmäßige Kristalle mit Kristallchloroform entstehen.
6. S Teile Guajacol und 3 Teile Vanillin werden in 20 Teilen 11 °/0 Salzsäuregas enthaltendem Essigester gelöst und 3,6 Teile Amylnitrit zugegeben. Dann sättigt man mit Salzsäuregas. Nach 16- bis 3ostündigem Stehen scheidet sich das 3, 3', 3"-Trimethoxy-4, 4'-dioxyfuchsonchlorhydrat in dunklen, metallisch glänzenden Kristallen aus. Die Ausbeute beträgt 55 bis 70 °/0 der Theorie. Das Produkt ist identisch mit dem in Beispiel S beschriebenen Produkt.
7. 15 g Piperonal und 25 g Guajacol werden mit 100 ecm wäßriger, konzentrierter Salzsäure 14 Stunden lang gerührt. Nach vorübergehender Lösung s.cheidet sich später das Kondensationsprodukt aus. Die Salzsäure wird abgegossen, der Rückstand mit Wasser gewaschen und zum Abtreiben des evtl. unverändert gebliebenen Guajacols mit Wasserdampf destilliert. Der Rückstand wird in 90 ecm Essigester gelöst. Nach Trocknen der Lösung über Natriumsulfat werden 12 ecm Amylnitrit und 30 ecm 11,5% Salzsäuregas enthaltender Essigester zugegeben. Das Chlorhydrat des 3, 3'-Dimethoxy-3", 4"-methylendioxy-4'-oxyfuchsons beginnt bald zu kristallisieren. Nach 12- bis 2ostündigem Stehen nutscht man ab. Man erhält 30 g des Produktes mit ähnlich färbenden Eigenschaften wie das Produkt des vorigen Beispieles. Zersetzungspunkt des Chlorhydrates ist etwa 1620.
8. 5 g Guajacol und 2,8 g Protocatechualdehyd werden in 20 ecm 11% Salzsäuregas enthaltendem Essigester gelöst und 7,5 g Benzoylperoxyd (aktiver Sauerstoffgehalt 5,2 °/o) zugegeben. Man sättigt unter Rühren und Kühlen mit Salzsäuregas. Das Benzoylperoxyd geht nach längerer Zeit in Lösung; jetzt verdünnt man mit 60 ecm Essigester. Nach Stehen scheidet sich das m-Dimethoxy-moxy-p-dioxyfuchson als Chlorhydrat in dunklen, metallisch glänzenden Kristallen aus. Das Produkt ist identisch mit dem in Beispiel 4 beschriebenen Produkt.
9. 100 g 3, 3', 3"-Trimethoxy-4, 4', 4"-tri- «»ο oxytriphenylmethan werden in 800 ecm abs. Alkohol gelöst, 40 ecm Amylnitrit und nach-
her 50 ecm 3o0/0 Salzsäuregas enthaltender abs. Alkohol zugegeben. Nach mehrstündigem Stehen erhitzt man kurze Zeit. Die nach Abkühlen abgeschiedenen Kristalle werden mit 11 io°/oiger Natriumacetatlösung unter Rühren digeriert,, der Niederschlag nitriert und mit Wasser gewaschen. Den Niederschlag erhitzt man mit 75 g 4O°/0iger Natriumbisulfitlösung und 120 ecm Wasser in einem Wasserbad von 8o° bis zur Lösung. Aus der heiß filtrierten Lösung scheidet sich die mit Natriumbisulfit gebildete Additionsverbindung des Trimethoxydioxyfuchsons in farblosen oder kaum gefärbten glänzenden Schüppchen aus. Ausbeute etwa 75 bis 90 g. Diese Additionsverbindung löst sich mäßig in kaltem Wasser; die Lösung gibt mit Säuren eine tiefrote, mit Alkalien eine tiefviolette Färbung. Aus der wäßrigen Lösung der
so Bisulfitverbindung scheidet sich nach Zugabe von überschüssiger Salzsäure nach kurzem Stehen das Chlorhydrat des Fuchsons als Kristallbrei aus.
In gleicher Weise kann man die mit Na-
«5 triumbisulfit gebildete Additionsverbindung des im Beispiel 4 beschriebenen Dimethoxytrioxyfuchsons gewinnen; die Löslichkeitsverhältnisse dieser Additionsverbindung sind jenen der vorher beschriebenen ähnlich. Ebenfalls auf gleiche Weise kann man die Additionsverbindung des Monomethoxytetraoxyfuchsons darstellen, j edoch unter Beachtung des Umstandes, daß diese letztere Additionsverbindung auch in kaltem Wasser ziemlich leicht löslich ist.
10. Man verfährt wie im vorigem Beispiel, mit dem Unterschied, daß nach dem Digerieren mit Natriumacetat 1 Teil des abnitrierten Produkts in 10 Teilen abs. Alkohol gelöst und mit 1 Teil 7o°/0igem wäßrigem Jodwasserstoff versetzt wird. Nach längerem Stehen kristallisiert das Jodhydrat des Trimethoxydioxyfuchsons aus. Zersetzungspunkt etwa 215°.
11. ioTeile3, 3', 3", 4,4', 4"-Hexamethoxytriphenylmethan (erhältlich nach den Angaben im Chem. Zentralblatt, 1935, Bd. II, S. 3650) werden in 50 Teilen Eisessig gelöst und eine Lösung ΛΌη 6 Teilen Chromsäureanhydrid in 60 Teilen 5o°/0iger Essigsäure portionsweise zugegeben. Es tritt Erwärmung ein. Nach kurzem Stehen ist die Chromsäure verbraucht. Jetzt verdünnt man mit Wasser, zieht mit Äther gründlich aus und dampft den Äther ab.
Der Rückstand wird in wenig Essigäther gelöst und mit Salzsäuregas gesättigtem Essigester versetzt. Das Chlorhydrat des 3, 3', 3", 4, 4'-Pentamethoxyfuchsons kristallisiert als dunkelroter Kristallbrei aus. Zersetzungspunkt etwa 115 bis 1200. In Wasser ausgeschlämmt und mit Natriumcarbonat versetzt, entsteht das freie Fuchson, das, in Essigäther aufgenommen, auf Zugabe von Petroläther in kaum gefärbten Körnchen kristallisiert. Schmelzpunkt bei 1400. Das Pentamethoxyfuchson gibt mit anorganischen Säuren eine tief rote Färbung, die auf Zugabe von Alkalien verschwindet. -
12. 10 Teile 3, 3', 3", 4, 4'-Pentamethoxy-4"-oxytriphenylmethan (erhältlich durch Kondensation von Vanillin mit Veratrol; Schmelzpunkt 1400) und 6 Teile Amylnitrit in salzsäurehaltigem Essigester ergeben bei der Verarbeitung gemäß Beispiel 5 das Pentamethoxyf uchsonchlorhydrat, beschrieben im Beispiel 11.
13· 20 g 3, 3', 3"-Trimethoxy-4, 4', 4"-trioxy-5-bromtriphenylmethan (erhältlich durch Kondensation von 5-Bromvanillin und Guajacol; Schmelzpunkt der aus Chloroform umkristallisierten Verbindung 110 bis 1130) werden in 50 ecm Essigester gelöst, mit 5 ecm Amylnitrit versetzt und 20 ecm mit Salzsäuregas gesättigter Essigester zutropfen gelassen. Nach zweitägigem Stehen wird das in dunklen, metallisch glänzenden Kristallen abgeschiedene m - Trimethoxy - ρ - dioxy - m - bromfuchsonchlorhydiat abgesaugt und mit wenig Essigester gewaschen. Die Ausbeute beträgt 80 bis 90 °/o der Theorie. Zersetzungspunkt des Stoffes liegt bei i86°. 9<>
14. ι Teil Jodoform und 1,2 Teile Guajacol werden bei 105 bis 1150 etwa 40 bis 60 Stunden bis zum praktischen Aufhören der Jodmethylentwicklung erhitzt. Jetzt destilliert man im Wasserbad unter etwa 1 mm Druck 9S die flüchtigen Teile des Reaktionsgemisches ab. Den Rückstand löst man in Soda, nitriert und säuert das Filtrat mit Essigsäure an. Der Niederschlag wird mit etwa io°/0iger Natriumbisulfitlösung wiederholt extrahiert. Die vereinigten Bisulfitauszüge versetzt man mit Salzsäure. Nach Äbtreiben der schwefligen Säure durch Kochen stumpft man die überschüssige Salzsäure mittels Natriumacetats ab. Hierauf schüttelt man mit Essigester '°5 mehrmals aus und engt den Essigester ein. Nach Einleiten von Salzsäuregas scheidet sich nach mehrtägigem Stehen das 3, 3', 3"-Trimethoxy-4, 4'-dioxyfuchson, von weniger Methoxyl enthaltenden Fuchsonen begleitet, >i° als Chlorhydrat in metallisch glänzenden Kristallen aus. Die methylalkoholische Lösung dieser Kristalle schickt man durch ein mit Brockmannschem Aluminiumoxyd gefülltes Adsorptionsrohr hindurch. Durch Auswaschen mit Methylalkohol oder Wasser geht das 3, 3', 3"-Trimethoxy-4, 4'-dioxyfuchson durch.
15. 3,4 g Calciumsalz der 3, 3', 3"-Trimethoxy-4, 4', 4"-trioxytriphenylmethan-5-sulfonsäure (erhältlich durch Kondensation von - Methoxy - 4 - oxybenzaldehyd - 5 - sulf osäure mit Guajacol) werden in 22 ecm abs. Alkohol,
in welchem 0,6 g Salzsäuregas gelöst ist, aufgeschlämmt und 0,8 ecm Amylnitrit zugegeben. Die Lösung färbt sich sofort tiefrot. Man läßt 3 Tage unter öfterem Schütteln stehen. Auf Zugabe von 100 ecm Äther fällt das Calciumsalz der m-Trimethoxy-p-dioxyfuchson-m-sulfonsäure als rotes Pulver aus. Nach Trocknen über Phosphorpentoxyd wiegt es 3,4 g. Zur eventuellen Reinigung kann man es aus heißem Wasser Umkristallisieren, aus welchem sich nach Abkühlen das fuchsonsulfonsaure Calcium in dunklen, metallisch glänzenden Kristallen abscheidet, die unterhalb 2800 noch nicht schmelzen.
Zu demselben Produkt kann man bei direktem Zusammenwirken von 3-Methoxy-4-oxybenzaldehyd-5-sulfonsäure (in Form ihres Calciumsalzes), Guajacol und Amylnitrit gelangen.
In der vorliegenden Beschreibung sind unter den in Phenolhydroxylen substituierten Alkylen auch Alkylene, wie das Methylen, an zwei vicinale Hydroxylgruppen gebunden, zu verstehen.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von in den Hydroxylgruppen " teilweise oder vollständig ätherifizierten und in den.Benzolringen gegebenenfalls noch mit Alkyl-, Halogen- oder Sulfogruppen substituierten Derivaten des Pentaoxyfuchsons wie auch von deren Additionsverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man Leukotriphenylmethanderivate, welche in jedem Benzolkern zwei zueinander ortoständige Hydroxylgruppen, die zum Teil oder vollständig ätherifiziert sind und gegebenenfalls noch im Benzolkern substituierte Alkyl-, Halogen- oder Sulfogruppen enthalten, einer 4« Oxydation unterwirft.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydation gleichzeitig mit der Entstehung des Leukotriphenylmethänderivates ausführt.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Oxydationsmittel Nitrite, z. B. Amylnitrit, oder Peroxyde, z. B. Benzoylperoxyd, verwendet.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydation in Estern, wie z. B. Essigester als Verdünnungsmittel, ausführt.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Fuchsone in Form ihrer mit Säuren gebildeten Additipnsverbindungen absondert.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Fuchsone in Form ihrer mit Bisulfiten gebildeten Additionsverbindungen absondert.
DE1937C0052480 1936-05-18 1937-02-13 en teilweise oder vollstaendig aetherifizierten Derivaten des Pentaoxyfuchsons Expired DE695149C (de)

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