DE69524559T2 - Zusammensetzungen zum Entfernen von Kalkrückständen - Google Patents

Zusammensetzungen zum Entfernen von Kalkrückständen

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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Zusammensetzungen zur Entfernung von Kalkbelag. Die vorliegenden Zusammensetzungen können auf einer Vielfalt von Oberflächen angewendet werden, reichend von Badezimmer-, Toiletten- und Küchenoberflächen sowie zahlreichen Geräten. Die genannten Zusammensetzungen können weiterhin benutzt werden, um Kalkbelag von Zahnersatz zu entfernen.
  • Hintergrund
  • Leitungswasser enthält immer eine gewisse Menge an solubilisierten Ionen, die sich letzten Endes als Salze an Oberflächen, die mit dem Wasser in Kontakt stehen, beim Verdunsten absetzen. Solche Salze schließen Calciumcarbonat ein, das üblicherweise als Kalk bezeichnet wird. Dieses Phänomen der Kalkansammlung auf Oberflächen, welche häufig in Kontakt mit Wasser stehen, kann die Oberflächen beschädigen und die Funktion von Wasserhähnen oder Geräten beeinträchtigen. Weiterhin ist die Ansammlung von Kalk in Toliletenschüsseln ästhetisch unangenehm und fördert die Ablagerung weiteren Schmutzes und das Wachstum von Mikroorganismen. Es ist daher wichtig, das Phänomen der Kalkansammlung unter Kontrolle Zu halten.
  • Für diesen Zweck wurde eine Vielfalt an Zusammensetzungen vorgeschlagen, welche typischerweise verschiedenartige Säuren, wie z. B. Chlorwasserstoffsäure, enthalten. Jedoch benötigen die Zusammensetzungen des Standes der Technik, welche mit genannten Säuren formuliert sind, eine signifikante Menge an Säure, um eine effektive Entfernung des Kalbelages sicherzustellen und sind somit potentiell schädlich für den Anwender im Falle eines Hautkontaktes oder einer versehentlichen Aufnahme. Es ist somit ein Ziel der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen zur Entfernung von Kalkbelag zur Verfügung zu stellen, welche beim Entfernen von Kalkbelag besonders wirksam sind, jedoch eine niedrigere Aciditäts-Reserve aufweisen, als die Zusammensetzungen des Standes der Technik, und die somit weniger schädlich sind.
  • Es ist weiterhin wünschenswert, Zusammensetzungen zu formulieren, die Bleichmittel enthalten. In der Tat besitzen Bleichmittel viele wünschenswerte Eigenschaften, eingeschlossen Desinfektionseigenschaften. Darüber hinaus sind Verbindungen wie Monoperschwefelsäure außerordentlich wirksam als Desinfektionsmittel und beim Entfernen oder Entfärben von Flecken für Haushaltreinigungsanwendungen, siehe EP 598 694.
  • Jedoch werfen Bleichmittel, wie gesagt, generell Verträglichkeitsprobleme in Verbindung mit den Säuren auf, die zur Entfernung von Kalkbelägen benutzt werden. Insbesondere ist Perschwefelsäure mit den Säuren nicht kompatibel, die nach dem Stand der Technik benutzt werden, um Kalkbeläge zu entfernen, da Perschwefelsäure die Säure zur Entfernung von Kalkbelägen während der Lagerung oxidiert, was zu einem dramatischen Verlust an verfügbarem Sauerstoff führt. Bis das Produkt schließlich den Verbraucher erreicht, ist der Großteil des verfügbaren Sauerstoffs verloren. Typische Säuren des Standes der Technik zur Entfernung von Kalkbelägen, namentlich Maleinsäure, Citronensäure, Salzsäure, und Amidoschwefelsäure werden sämtlich insbesondere von Perschwefelsäure oxidiert. Es ist somit ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Zusammensetzung zur Entfernung von Kalkbelägen zu schaffen, die zusammen mit Bleichmitteln, insbesondere mit Perschwefelsäure, in einer stabilen Art und Weise formuliert werden kann.
  • Als Antwort auf diese Ziele haben wir nun gefunden, daß eine solche Zusammensetzung zur Entfernung von Kalkbelägen formuliert werden kann, welche als Säure eine Arylsulfonsäure, ausgewählt aus einer spezifischen Gruppe oder einer Mischung davon, und Amidoschwefelsäure enthält.
  • Die EP 271 791 beschreibt Zusammensetzungen zur Reinigung und Desinfektion in der Lebensmittel-verarbeitende Industrie, die kurzkettige Alkylsulfonsäuren umfassen. Die EP 656 417 offenbart kurzkettige Alkylsulfonsäuren zur Entfernung von Kalkbelägen. Die US 4,895,669 beschreibt Zusammensetzungen zum Reinigen harter Oberflächen, die langkettige Alkylarylsulfonsäuren und Kaliumperoxomonosulfat umfassen.
  • Die EP 265 979 bezieht sich auf eine wäßrige Zusammensetzung, die geringe Mengen von quaternären Ammoniumsalzen oder eines Aminoxidtensids und eines organischen anionischen Sulfonats enthält, zur Reinigung von nicht-horizontalen Oberflächen.
  • Die EP 601 972 bezieht sich auf eine Toilettenreinigungszusammensetzung, die ein saures Kalkbeläge-entfernendes Agens, Wasserstoffperoxid, einen Puffer und ein Verdickungsmittel umfaßt.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft somit eine zur Entfernung von Kalkbelägen geeignete Zusammensetzung, umfassend 1 bis 50 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung einer Arylsulfonsäure, ausgewählt aus der nachfolgend definierten spezifischen Gruppe oder Mischungen davon, und Amidoschwefelsäure, die in einer Menge von 0,2 bis 15 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung vorliegt. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfassen die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung vorzugsweise eine säurestabile Bleichmittelverbindung. In ihrer breitesten Ausführungsform umfaßt die vorliegende Erfindung weiterhin die Verwendung von wäßrigen Zusammensetzungen umfassend zu 0,2 bis 15 Gew. -% der Gesamtzusammensetzung Amidoschwefelsäure und 1 bis 50% einer Arylsulfonsäure, ausgewählt aus der nachfolgend definierten spezifischen Gruppe, oder Mischungen daraus zur Entfernung von Kalkbelägen.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind wäßrige flüssige Zusammensetzungen, umfassend eine Arylsulfonsäure, ausgewählt aus der nachfolgend definierten spezifischen Gruppe oder Mischungen daraus. Für die Erfindung geeignete Arylsulfonsäuren werden aus der Gruppe von Arylsulfonsäuren ausgewählt, die der folgenden Formel entsprechen:
  • worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und R&sub5; jeweils H oder SO&sub3;H, oder lineare oder verzweigte C&sub1;- C&sub4;-Alkylketten sind, vorausgesetzt, daß die Arylsulfonsäure keine oder nur eine Alkylkette enthält; oder Mischungen hiervon.
  • Es hat sich in der Tat gezeigt, daß diese Arylsulfonsäuren der Entfernung von Kalkbelägen besonders wirksam sind, was nicht der Fall ist für ihre Homologen mit längeren Alkylketten. Besonders geeignet sind Benzolsulfonsäure, Toluolsulfonsäure und Cumolsulfonsäure. Es hat sich gezeigt, daß bei diesen drei Säuren, bei gleichem Gew.-% die Entfernung der Kalkbeläge um so besser erfolgt, je kürzer die Alkylkette ist, bis zu überhaupt keiner Kette.
  • Die vorliegenden Zusammensetzungen enthalten zu 1 bis 50 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung der genannten Arylsulfonsäuren oder Mischungen davon, vorzugsweise 1% bis 30%, noch bevorzugter 1% bis 10%.
  • Wir haben weiterhin festgestellt, daß Mischungen der vorliegend eingesetzten Arylsulfonsäuren eine schlechtere Entfernung der Kalkbeläge zeigen als Einzel- Spezies. Aufgrunddessen enthalten die vorliegenden Zusammensetzungen vorzugsweise nur eine Arylsulfonsäure der obigen Definition.
  • Die Zusammensetzungen vorliegender Erfindung sind weniger aggressiv als die Zusammensetzungen des Standes der Technik, da, bei gleichguter Entfernung von Kalkbelägen, die Säure-Reserve weitaus geringer ist als bei den Zusammensetzungen des Standes der Technik. Somit wird in dieser Hinsicht, im Falle eines Kontakts mit der Haut des Anwenders oder im Falle einer Aufnahme, die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung weniger schädlich sein.
  • Die vorliegenden Zusammensetzungen sind sauer. Demgemäß liegt der pH-Wert der Zusammensetzungen vorliegender Erfindung zwischen 0 und 4, vorzugsweise zwischen 0 und 2, und ist letztenendes bestimmt durch die Art und die Menge der verwendeten Arylsulfonsäure.
  • Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Zusammensetzung ein säurestabiles Bleichmittel enthalten, beispielsweise eine Oxidationsmittelverbindung. Als säure-stabil ist hierin eine Verbindung gemeint, welche in der sauren Umgebung der vorliegenden Zusammensetzung stabil ist. Dieses Merkmal muß von Fall zu Fall bewertet werden, abhängig von der Eigenart der gegebenen Formulierung. Es ist essentiell, daß das gewählte Bleichmittel/Oxidationsmittel bei dem pH-Wert der jeweiligen Formulierung stabil ist. Mit stabil ist hierin gemeint, daß das Oxidationsmittel vorzugsweise keinem Verlust an verfügbarem Sauerstoff innerhalb von 2 Monaten bei Raumtemperatur (25ºC) größer als 30% unterliegt. Im Stand der Technik wurde eine breite Vielfalt an Oxidationsmitteln genannt, die für die vorliegende Anwendung geeignet sind. Geeignete säurestabile Oxidationsmittelverbindungen für die vorliegende Anwendung umfassen anorganische und organische Peroxide. Beispiele für anorganische Peroxide sind: Wasserstoffperoxid und Quellen dafür (z. B. Perborat und Percarbonat), Persulfatsalze (z. B. Dipersulfat- und Monopersulfatsalze), Perschwefelsäure und Mischungen davon. Beispiele für organische Peroxide sind: Benzoylperoxid, organische Percarbonsäuren (z. B. Peroxyessigsäure) und Mischungen davon. Percarbonsäuren und, im allgemeinen, organische oder anorganische Peroxide können entweder in der Formulierung gelöst sein, oder dispergiert in Form von suspendierten Feststoffen oder in emulgierten Flüssigkeiten. Erfindungsgemäß sind Wasserstoffperoxid oder Quellen dafür und Perschwefelsäuren oder Salze davon, aufgrund ihrer ausgezeichneten Fähigkeit, Flecken zu entfernen, und ihrer Stabilität in sauren Substraten, und Mischungen davon, besonders bevorzugt.
  • Hierin bevorzugt verwendete Salze der Perschwefelsäure sind Monopersulfatsalze, kommerziell erhältlich als Curox® von Interox, Caroat von Degussa und Oxone von Du Pont. Die vorliegenden Zusammensetzungen können zwischen 0,1 bis 50 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung der genannten säurestabilen Bleichmittel/- Oxidationsmittelverbindungen oder Mischungen davon, vorzugsweise zwischen 1% bis 30%, noch bevorzugter zwischen 1% bis 20%, enthalten.
  • Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung enthält weiterhin eine geringe Menge an Amidoschwefelsäure. In der Tat haben wir gefunden, daß die Kombination der hierin genannten Arylsulfonsäuren zusammen mit Amidoschwefelsäure bei der Entfernung von Kalkbelägen synergistisch wirkt. Diese Eigenschaft ist von außergewöhnlichem Interesse, da sie die Formulierung von Zusammensetzungen erlaubt, die für die Entfernung von Kalkbeläge besonders wirksam sind, obwohl sie nur geringe Mengen an Amidoschwefelsäure enthalten und somit die Aggressivität reduzieren. Dementsprechend enthalten die hier vorliegenden Zusammensetzungen zwischen 0,2 bis 15 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung Amidoschwefelsäure. Der beobachtete synergistische Effekt hängt zum Teil ab vom Verhältnis Amidoschwefelsäure zu Arylsulfonsäure. Bei dieser Ausführungsform, bei der Amidoschwefelsäure mit in die Zusammensetzung eingearbeitet ist, ist es bevorzugt die Zusammensetzungen ohne Monoperschwefelsäure und ähnlichen Oxidationsmitteln zu formulieren, da Monoperschwefelsäure Amidoschwefelsäure oxidiert, und dadurch zu einem Verlust an verfügbarem Sauerstoff führt.
  • Die vorliegenden Zusammensetzungen können weiterhin grenzflächenaktive Mittel bzw. Tenisde enthalten, da diese oftmals auf Oberflächen angewendet werden, die Schmutz oder Flecken aufweisen, welche keinen Kalk enthalten und welche die Anwesenheit von Tensiden in der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung benötigen, um von genannten Oberflächen entfernt zu werden. Weiterhin können grenzflächenaktive Mittel dafür benutzt werden, um den vorliegenden Zusammensetzungen Viskosität zu verleihen, was wünschenswert ist, da diese Zusammensetzungen wahrscheinlich auf geneigten Oberflächen, wie z. B. Badewannen, Waschbecken oder Toilettenschüsseln, angewandt werden. Verdickte Zusammensetzungen haben einen besseren Halt auf geneigten Oberflächen und führen zu einer längeren Einwirkdauer der Zusammensetzung bei der Entfernung der Kalkbeläge.
  • Deshalb können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beliebige grenzflächenaktive Mittel enthalten, die kationisch, anionisch, nichtionisch und zwitterionisch sein können, in Mengen bis zu 50 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, vorzugsweise von 1% bis 30%.
  • Geeignete anionische Tenside schließen ein: Alkyl- oder Alkylensulfate oder -sulfonate, Alkyl- oder Alkylenethersulfate oder -sulfonate, geradkettige Alkylbenzolsulfonate. Geeignete kationische Tenside umfassen quaternäre Ammoniumsalze. Erfindungsgemäß geeignete nichtionische Tenside umfassen ethoxylierte Carbonsäuren, Aminoxide und Fettalkoholethoxylate. Emulsionen von nichtionischen Tensiden, wie sie in der parallelen europäischen Patentanmeldung EP 598 692 genannt sind, sind ebenfalls geeignet um pseudoplastische und thixotrope Zusammensetzungen zu ergeben, welche ausgezeichnete Ausbreitungs- und Haftungseigenschaften auf trockenen Oberflächen zeigen.
  • Ein weiteres geeignetes verdickendes Tensid-System, welches zu einer ausgezeichneten Ausbreitung und Haftung an feuchten Oberflächen führt, ist aus Mischungen von Aminoxiden und quaternären Ammoniumverbindungen gebildet.
  • Insbesondere ermöglichen Aminoxide, der Formel R&sub1;R&sub2;R&sub3;NO, in der R&sub1; eine C&sub6;- C&sub1;&sub0;-Alkylkette und R&sub2; und R&sub3; jeweils C&sub1;-C&sub4;-Alkylketten bedeuten, in Kombination mit quaternären Ammoniumsalzen die Einstellung von Viskosität bei einer geringeren Gesamtmenge als wenn quaternäre Ammoniumsalze alleine benutzt werden würden. Bevorzugte Aminoxide für solche Systeme sind solche, bei denen R&sub1; eine C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkylkette und R&sub2; und R&sub3; C&sub1;-C&sub3;-Alkylketten, vorzugsweise Methyl, bedeuten. Geeignete quaternäre Ammoniumverbindungen bei solchen Systemen besitzen eine oder zwei, an das Stickstoffatom gebundene lange Alkylketten, beispielsweise mit 6 bis 30, vorzugsweise 12 bis 20 Kohlenstoffatomen, während die anderen an das Stickstoffatom gebundenen Alkylketten kürzer sind, daß heißt 1 bis 4, vorzugsweise 1 Kohlenstoffatom aufweisen. Solch ein System kann in Gesamtmengen, d. h. Aminoxid plus quaternäre Ammoniumverbindung, von bis zu 20 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung verwendet werden, jedoch können auch geringe Mengen zwischen 1% bis 6% ausreichend sein, um die gewünschte Viskosität zu erreichen. Geeignete Gewichtsverhältnisse von Aminoxid zu quaternärer Ammoniumverbindung erstrecken sich von 1 : 2 bis 1 : 100, vorzugsweise von 1 : 4 bis 1 : 30, noch bevorzugterweise von 1 : 10 bis 1 : 20. Die hierin angestrebte Viskosität erstreckt sich von 250 cps und größer, vorzugsweise 250 cps bis 1.500 cps, noch bevorzugterweise von 250 cps bis 900 cps (bei 50 dyns/cm², bei 20ºC). Dieses System ist erfindungsgemäß besonders geeignet, da die damit erreichte Viskosität nicht beeinflußt wird durch die Anwesenheit des Bleichmittels.
  • Die vorliegende Erfindung kann weiterhin eine Vielfalt an Zusätzen umfassen, wie Lösungsmittel, Farbstoffe, Färbemittel, Duftstoffe, Stabilisatoren, Radikalfänger.
  • Beispiele
  • Die folgenden Zusammensetzungen werden hergestellt und enthalten die folgenden Bestandteile in den folgenden Mengenverhältnissen (Gesamtgewicht.-%). Die Zusammensetzungen der Beispiele 1 bis 9 sind nicht gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Beispiele 1 bis 9 liefern jedoch Informationen betreffend die Wirkung der Alkylkettenlänge der Arylsulfonsäure auf die Leistungsfähigkeit der Entfernung der Kalkbeläge.
  • Beispiel 1
  • Dobanol® 91-10 2,1
  • Dobanol® 91-2.5 4,9
  • Curox® 6
  • Cumolsulfonsäure 5
  • Wasser und Nebenbestandteile (z. B. Färbemittel, Duftstoff, Radikalfänger) bis 100%
  • pH = 0,9
  • Beispiel 2
  • Dobanol® 91-10 2,1
  • Dobanol® 91-2.5 4,9
  • Curox® 6
  • Toluolsulfonsäure 5
  • Wasser und Nebenbestandteile (z. B. Färbemittel, Duftstoff, Radikalfänger) bis 100%
  • pH = 0,7
  • Beispiel 3
  • Dobanol® 91-10 2,1
  • Dobanol® 91-2.5 4,9
  • Benzolsulfonsäure 5
  • Wasser und Nebenbestandteile (z. B. Färbemittel, Duftstoff, Radikalfänger) bis 100%
  • pH = 0,7
  • Beispiel 4
  • C&sub1;&sub6; Trimethyl-Ammoniummethylsulfat 4
  • C&sub8;/C&sub1;&sub0; Aminoxid 0,2
  • Benzolsulfonsäure 10
  • Wasser und Nebenbestandteile (z. B. Färbemittel, Duftstoff, Radikalfänger) bis 100%
  • pH = 0,6
  • Beispiel 5
  • C&sub1;&sub6; Trimethyl-Ammoniummethylsulfat 4
  • C&sub8;/C&sub1;&sub0; Aminoxid 0,2
  • Toluolsulfonsäure 15
  • Wasser und Nebenbestandteile (z. B. Färbemittel, Duftstoff, Radikalfänger) bis 100%
  • pH = 0,6
  • Beispiel 6
  • C&sub1;&sub2;/C&sub1;&sub4; Aminoxid 3
  • Dobanol® 91-2.5 3
  • Benzolsulfonsäure 10
  • Wasser und Nebenbestandteile (z. B. Färbemittel, Duftstoff, Radikalfänger) bis 100%
  • pH = 0,8
  • Beispiel 7
  • Amidoschwefelsäure 5
  • Wasser und Nebenbestandteile bis 100%
  • pH = 0,7
  • Beispiel 8
  • Benzolsulfonsäure 5
  • Wasser und Nebenbestandteile bis 100%
  • pH = 0,7
  • Beispiel 99
  • Benzolsulfonsäure 10
  • Wasser und Nebenbestandteile bis 100º
  • pH = 0,5
  • Beispiel 10
  • Benzolsulfonsäure 5
  • Amidoschwefelsäure 5
  • Wasser und Nebenbestandteile bis 100%
  • pH = 0,7
  • Die Wirksamkeit der Entfernung der Kalkbeläge von Proben wird bewertet, indem man einen Block von 6 g Calciumcarbonat über einen Zeitraum von 30 Minuten in 50 ml der Probe legt. Das Trockengewicht des Blockes wird vor und nach dem Experiment bestimmt. Je größer der Unterschied, desto wirksamer die Zusammensetzung.
  • Die mit Zusammensetzung 1 gemessene Gewichtsabnahme betrug 0,40; für die Zusammensetzung 2 betrug sie 0,50 und für Zusammensetzung 3 0,60. Dies zeigt, daß je kürzer die Alkylkette (z. B. Wasserstoff für Zusammensetzung 3) in der Arylsulfonsäure ist, desto besser ist die Wirksamkeit der Entfernung der Kalkbeläge. Dies wird dadurch belegt, wenn man die Zusammensetzung 4 (Alkyl = H), die einen Gewichtsverlust von 0,5 erbrachte, mit Zusammensetzung 5 (Alkyl = C&sub1;), welche eine größere Menge an Säure benötigte, um den selben Effekt zu erreichen, vergleicht. Der synergistische Effekt der Verwendung von Amidoschwefelsäure zusammen mit Benzolsulfonsäure ist ersichtlich, wenn man die Gewichtsabnahme der Zusammensetzungen 7 (0,73) und 8 (0,57) und 9 (1,02) mit derjenigen der Zusammensetzung 10 (1,55) vergleicht.
  • In Bezug auf die Stabilität des Bleichmittels wurde die Menge an verfügbarem Sauerstoff in der Zusammensetzung 1 überwacht. Der verfügbare Sauerstoff wird in der frisch zubereiteten Zusammensetzung und derselben Zusammensetzung nach einwöchiger Lagerung bei Raumtemperatur (25ºC) gemessen. Die Persulfatkonzentration kann, nach Reduktion mit einer Lösung die Ammoniumeisen-(II)- sulfat enthält, durch Titration mit Kaliumpermanganat bestimmt werden. Diese Testmethode ist gut bekannt und ist beispielsweise auf dem technischen Informationsblatt von Curox®, kommerziell erhältlich von Interox, beschrieben.
  • Eine weitere geeignete Methode ist beschrieben in "Gas-Liquid Chromatography Method for the Determination of Peracids", Analyst, Vol. 113, Mai 1988, Seiten 793-795. Wir haben gemessen, daß es zu keinem Verlust von verfügbarem Sauerstoff mit der Zusammensetzung 1 kommt, wobei jedoch, wenn Cumolsulfonsäure durch die gleiche Menge (Gewicht) an Amidoschwefelsäure oder Chlorwasserstoffsäure ersetzt wird, es zu einem Verlust an verfügbarem Sauerstoff, in der gleichen Zeitperiode, von 66% bis 98% kommt.

Claims (9)

1. Zur Entfernung von Kalkbelag geeignete, saure Zusammensetzung, umfassend 1 bis 50 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung einer Säure, dadurch gekennzeichnet, daß die Säure eine Arylsulfonsäure umfaßt, gewählt aus der Gruppe von Arylsulfonsäuren der Formel:
worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5; jeweils H oder SO&sub3;H, oder eine lineare oder verzweigte C&sub1;-C&sub4;-Alkylkette sind, vorausgesetzt, daß die Arylsulfonsäure keine oder nur 1 Alkylkette enthält; oder Mischungen hiervon, und Sulfaminsäure in einem Anteil von 0,2 bis 15 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung.
2. Zusammensetzung nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Zusammensetzung einen pH von 0 bis 4, vorzugsweise 0 bis 2, aufweist.
3. Zusammensetzung nach den vorangehenden Ansprüchen, umfassend 1 bis 30 Gew.-% der Arylsulfonsäure, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, der Gesamtzusammensetzung.
4. Zusammensetzung nach den vorangehenden Ansprüchen, wobei die Zusammensetzung weiterhin eine säurestabile Oxidationsmittelverbindung umfaßt.
5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, wobei das Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid oder ein Salz von Perschwefelsäure ist, vorzugsweise ein Monopersulfatsalz.
6. Zusammensetzung nach den vorangehenden Ansprüchen, wobei die Zusammensetzung weiterhin bis zu 50 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung eines Tensids umfaßt, vorzugsweise eine Mischung aus Aminoxid und einer quaternären Ammoniumverbindung.
7. Zusammensetzung nach den vorangehenden Ansprüchen, wobei die Arylsulfonsäure aus der Benzolsulfonsäure, Cumolsulfonsäure oder Toluolsulfonsäure oder Mischungen hiervon umfassenden Gruppe gewählt ist.
8. Zusammensetzung nach den vorangehenden Ansprüchen, wobei die Zusammensetzung eine einzelne der Arylsulfonsäure umfaßt.
9. Verwendung einer wäßrigen Zusammensetzung, umfassend 0,2 bis 15 Gew.-% der Zusammensetzung Sulfaminsäure und 1 bis 50% einer Arylsulfonsäure, gewählt aus der Gruppe von Arylsulfonsäuren der Formel:
worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und R&sub5; jeweils H oder SO&sub3;H, oder eine lineare oder verzweigte C&sub1;-C&sub4;-Alkylkette sind, vorausgesetzt, daß die Arylsulfonsäure keine oder nur 1 Alkylkette umfaßt; oder Mischungen hiervon, zur Entfernung von Kalkbelag.
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