DE69524627T2 - Biegsamer elektrischer leiter - Google Patents
Biegsamer elektrischer leiterInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Elektrizitätszufuhr und insbesondere einen elektrischen Leiter zur Verwendung mit solchen Vorrichtungen, speziell biegsame leitende Bahnen zum Gebrauch in Wänden, Fußböden, Sockelleisten oder Decken.
- Biegsame elektrische Leiter zur Verwendung mit elektrischen Verteilungssystemen und insbesondere biegsamen leitenden Bahnen sind bereits bekannt.
- Ein derartiger Leiter wurde in der unter WO 93/03517 veröffentlichten internationalen Anmeldung PCT/AU92/00414 offenbart, in der ein Isoliergehäuse offenbart ist, das um Kurven und Ecken laufen kann, ohne daß dazu Eckenübergänge oder Adapter nötig sind.
- Die bekannten elektrischen Verteilungssysteme mit biegsamen leitenden Bahnen weisen mehrere sich längs erstreckende Vertiefungen auf, die sich schließen, wenn die biegsame leitende Bahn gebogen wird.
- Der in der o. g. PCT-Anmeldung offenbarte biegsame Leiter weist massiven Kupferdraht auf, der eine leitende Lamelle stützt, die eine Folge von Ausschnitten über ihre Länge hat. Festgestellt wurde, daß diese Bahn nicht die erwartete Leistung erbrachte, da sie nicht vollends zum Biegen geeignet war und mitunter sogar zu Beschädigung der leitenden Elemente führte. Ein alternativer elektrischer Leiter zur Verwendung in einer biegsamen leitenden Bahn wurde in einer späteren Anmeldung vom gleichen Anmelder wie für die o. g. internationale PCT-Anmeldung offenbart. Diese Anmeldung Nr. 24215/92 offenbarte eine langgestreckte biegsame Leiteranordnung, die in einem sich längs erstreckenden Schlitz in einem Gehäuse zum Gebrauch in einem elektrischen Busverteiler angeordnet ist.
- Der in dieser Beschreibung offenbarte Leiter wies einen gewendelten Hohlleiter auf, der in Schlitzen angeordnet war, die im langgestreckten biegsamen isolierten Gehäuse vorgesehen waren. Um einen Eingriff zwischen dem Leiter und dem elektrischen Stecker herzustellen, waren Stifte am Stecker mit Verbinderbuchsen angepaßt, die durch ein Gabelteil gebildet waren und sich beim Eingriff mit dem kontinuierlichen leitenden Element spreizten und den Leiter auf jeder Seite ergriffen. Im Gebrauch läßt sich vorhersagen, daß elektrischer Kontakt zwischen den Verbinderbuchsen und dem Leiter mitunter beeinträchtigt wird, da die Buchsen nach fortgesetzter Verwendung ihr elastisches Formgedächtnis verlieren, auf das man für die ordnungsgemäße elektrische Verbindung baut.
- Eine biegsame elektrisch leitende Bahn ist in der AU-A- 655069 diskutiert. Der langgestreckte biegsame elektrische Leiter besteht aus einer leitenden Drahtlänge, über die Klauen oder Arme plaziert sind. Ein Stecker mit einem oder mehreren Zinken ergreift den Leiter, indem seine Zinke zwischen den Laschen oder Armen angeordnet wird. Ein Abdeckstreifen dient zum Einschluß des Leiters, muß aber entfernt werden, um Zugang zum Leiter zu gewähren, wodurch der Streifen verlustanfällig ist.
- Der zuvor diskutierte elektrische Leiter hat den Nachteil, aus mehreren Komponenten hergestellt zu sein, die zusammengebaut werden müssen. Damit steigen die Herstellungskosten.
- Ferner wird der Leiter im Isoliermaterial angeordnet, das dann in ein Strangpreßteil eingesetzt wird. Das Strangpreßteil bildet einen Hohlraum für den Leiter und das Isoliermaterial und sieht einen Schlitz vor, durch den ein Stecker zum Eingriff mit dem Leiter eingesetzt wird.
- Ein Nachteil dieser Anordnung ist, daß Staub und Wasser in das Strangpreßteil eindringen können.
- Erfindungsgemäß hat ein langgestreckter biegsamer elektrischer Leiter (1) eine einheitliche Konstruktion, umfaßt zwei sich der Länge nach erstreckende Kantenstreifen (2, 3), die quer gegenüberliegen; und mehrere Querrippenelemente (4), die sich zwischen den Streifen (2, 3) erstrecken, wobei die Elemente (4) an Abstandsstellen entlang des Leiters (1) liegen, so daß die Elemente (4) beabstandet sind, wobei die Elemente (4) elastisch verformbar sind, so daß auf eine trennende Querverschiebung der Streifen (2, 3) hin die Streifen (2, 3) zueinander hin gedrückt werden, und wobei die Rippenelemente (4) jeweils eine erste Biegung (8) umfassen, von der das Element zu zweiten und dritten Biegungen (7, 9) auseinandergeht, die mit Rücklaufteilen (12) benachbart zu den Kantenstreifen (2, 3) verbunden sind, wobei die zweiten und dritten Biegungen (7, 9) von benachbarten Rippenelementen (4) durch Schlitze (11) getrennt sind, und wobei die Rücklaufteile (12) im allgemeinen in Richtung der ersten Biegung (8) zurückragen.
- Im folgenden werden bevorzugte Formen der Erfindung exemplarisch anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 eine Perspektivansicht eines kontinuierlichen Leiters gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2 eine Querschnittansicht des kontinuierlichen Leiters von Fig. 1, der in ein Isoliergehäuse eingebettet ist;
- Fig. 3 den Leiter von Fig. 2 mit einem darin eingesetzten Stift eines elektrischen Steckers;
- Fig. 4 eine weitere Querschnittansicht des kontinuierlichen Leiters, wobei nur ein Abschnitt des Leiters in ein Isoliergehäuse eingebettet ist;
- Fig. 5 eine Querschnittansicht eines Leiters mit einer alternativen Konfiguration, der in ein Isoliergehäuse eingebettet ist;
- Fig. 6 eine Querschnittansicht eines biegsamen elektrischen Kanals, die den typischen Eingriff zwischen dem Stift eines elektrischen Steckers und einem kontinuierlichen Leiter gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt;
- Fig. 7 eine Draufsicht auf einen kontinuierlichen biegsamen Leiter, die eine Folge von Rippen gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zeigt;
- Fig. 8 eine Querschnittansicht eines biegsamen Leiters gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 9a, 9b Rippen eines typischen Rückgrats des biegsamen elektrischen Leiters von Fig. 8 in der gefalteten und entfalteten Konfiguration;
- Fig. 10 eine schematische Perspektivansicht eines elektrischen Kanals;
- Fig. 11 eine schematische, teilweise im Schnitt gezeigte Endansicht des Kanals von Fig. 8;
- Fig. 12 eine schematische Perspektivansicht einer Länge von Isoliermaterial, das im Kanal von Fig. 10 zum Einsatz kommt;
- Fig. 13 eine schematische Seitenansicht eines Verbinders, der mit dem Kanal von Fig. 10 verwendet werden kann;
- Fig. 14 eine schematische Perspektivansicht eines langgestreckten biegsamen elektrischen Leiters und einer umgebenden Isolierung;
- Fig. 15 eine schematischen Schnittendansicht des Leiters und des Isoliermaterials von Fig. 12;
- Fig. 16 eine schematische Perspektivansicht eines Abdeckstreifens, der im Kanal von Fig. 10 zum Einsatz kommt;
- Fig. 17 eine schematische Endansicht der Abdeckung von Fig. 16;
- Fig. 18 eine schematische Endansicht eines Kanalgehäuses, das geeignet ist, den Leiter und das Isoliermaterial von Fig. 14 aufzunehmen;
- Fig. 19 eine schematische Endansicht des Kanals von Fig. 18;
- Fig. 20 eine schematische Perspektivansicht des Kanals von Fig. 18;
- Fig. 21 eine schematische Perspektivansicht des Leiters von Fig. 14;
- Fig. 22 eine schematische Endansicht des Leiters von Fig. 21;
- Fig. 23 eine schematische Seitenansicht des Leiters von Fig. 21;
- Fig. 24 eine schematische Endansicht eines weiteren Isolierteils;
- Fig. 25 eine schematische Endansicht des Isolierteils von Fig. 24, das in ein langgestrecktes Stützgehäuse eingesetzt ist;
- Fig. 26 eine schematische Endansicht eines in Fig. 25 verwendeten elektrischen Leiters; und
- Fig. 27 eine schematische Perspektivansicht eines weiteren elektrischen Leiters.
- In Fig. 1 ist ein leitendes Element 1 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gezeigt. In dieser Ausführungsform hat der Leiter zwei sich längs erstreckende Kantenstreifen in Form von zwei Rückgraten. Das Element 1 weist die kontinuierlichen Rückgrate 2 und 3 auf, an denen leitende Sekundärrippen 4 befestigt sind. Vorzugsweise sind die leitenden Sekundärrippen 4 jeweils einstückig mit den Rückgraten 2 und 3. Jede Rippe 4 hat feste Enden 5 und 6, das am Rückgrat 2 bzw. 3 abschließt, und weist eine erste Biegung 8, eine zweite Biegung 7 und eine dritte Biegung 9 auf. Durch Einsetzen der Biegungen schließt das Ende 5 nahe am Ende 6 der Rippe 4 ab, was einen Satz von Backen bildet, die einen Stift (siehe Fig. 3) eines elektrischen Steckers aufnehmen. Die Backen verschieben sich, wenn der Stift dazwischen eingesetzt wird, was gewährleistet, daß die Enden 5 und 6 in kontinuierlichen elektrischen Kontakt mit dem Stift gedrückt werden. Jede Rippe 4 weist einen Rücklaufabschnitt 12 auf, der mit dem Rest der Rippe 4 über die Biegungen 7, 9 verbunden ist. Benachbarte zweite und dritte Biegungen 7, 9 sind durch Schlitze 11 getrennt. Die Rücklaufabschnitte 12 verbinden die Rückgrate 2, 3 mit den Biegungen 7, 9.
- In Fig. 2 ist eine Querschnittansicht des kontinuierlichen elektrischen Leiters von Fig. 1 gezeigt, der in ein Kunststoffgehäuse 10 eingebettet ist. Der Leiter 1 weist eine Folge von Rippen auf, die mit den Rückgraten 2 und 3 einstückig sind. In Fig. 2 weist eine typische Rippe 4 Kupfer auf. Gemäß dieser Ausführungsform ist die Rippe 4 durch Kaltbiegen so konfiguriert, daß eine Folge von Biegungen 7, 8 und 9 so eingesetzt ist, daß sich das Ende 5 nahe am Ende 6 befindet, was die Backen bildet, in die ein Stift 19 (siehe Fig. 3) eindringt, um eine elektrische Verbindung herzustellen. Das Gehäuse 10 weist einen Außenmantel 14 und einen Innenkern 15 auf. Der Außenmantel 14 ist aus einem biegsamen, aber festen Kunststoffmaterial gebildet, während der Innenkern 15 ein weicheres und biegsameres Kunststoffmaterial aufweist. Gemäß dieser Ausführungsform ist die Rippe 4 im Innenkern 15 nahezu vollständig mit Ausnahme der Enden 5 und 6 eingebettet, die sich außerhalb des Gehäuses 10 befinden müssen, damit elektrischer Kontakt zwischen dem darin eingesetzten Stift 19 (siehe Fig. 3) und den Enden 5 und 6 vorliegen kann. Das Gehäuse 10 weist einen Durchgang 16 auf, in den der Stift 19 eindringt, um elektrischen Kontakt mit den Enden 5 und 6 herzustellen.
- Fig. 2 zeigt die Konfiguration der Rippe 4 und Kontur des Innenkerns 15 vor Einsetzen des Stifts 19, um elektrischen Kontakt herzustellen. Vor Einsetzen des Stifts sind die Enden 5 und 6 nahezu lotrecht zueinander und werden in dieser Haltung durch Vorsprünge 17 und 18 des Innenkerns 15 gehalten. Obwohl die Vorsprünge 17 und 18 einen gewissen Widerstand für die Enden 5 und 6 bilden, beruhen die Enden 5 und 6 primär auf der Elastizität im biegsamen Kupfermaterial, das wieder in die übrige Konfiguration zurückkehrt, wenn der Stift 19 freigegeben wird. Beim Einsetzen und anschließenden Freigeben des Stifts spielt das elastische Formgedächtnis im Kupferleiter eine entscheidende Rolle beim Erhalten der Unversehrtheit des elektrischen Kontakts. Die Bewegung des Kupfers beim Einsetzen des Stifts ist so minimal, daß es sein elastisches Formgedächtnis behält.
- In Fig. 3 ist eine Querschnittansicht der leitenden Rippe 4 von Fig. 2 gezeigt, wobei diesmal der Stift 19 eines elektrischen Steckers darin eingesetzt ist. Darstellungsgemäß ist die leitende Rippe 4 im Isoliergehäuse 10 wie in der Beschreibung von Fig. 2 eingebettet. Beim Einsetzen des Stifts 19 zwischen die Enden 5 und 6 werden die Enden 5 und 6 an den Stift 19 gedrückt, was Folge der natürlichen Vorspannung in Richtung zum Stift ist, die durch Biegungen 20 und 21 und/ oder den oberen Scheitel erzeugt wird, was kontinuierlichen elektrischen Kontakt zwischen dem Stift 19 und den Enden 5 bzw. 6 gewährleistet.
- In Fig. 4 ist die Rippe 4 gezeigt, die diesmal nur teilweise in ein alternatives Gehäuse 22 eingesetzt ist. Gemäß dieser Ausführungsform weist das Gehäuse 22 keinen Innenkern analog zum Innenkern 15 von Fig. 2 und 3 auf. Statt dessen ist die Rippe 4 in einem freien Durchgang 23 angeordnet, wobei nur die Biegung 8 in den Kunststoffmaterial des Gehäuses 22 eingebettet ist. Gemäß dieser Ausführungsform beruht die Unversehrtheit der elektrischen Verbindungen zwischen den Enden 5 und 6 auf dem elastischen Formgedächtnis im Kupfer und somit auf der Elastizität des Kupfermaterials.
- In Fig. 5 ist eine alternative Rippen- und Gehäusekonfiguration gezeigt. Gemäß dieser Ausführungsform weist ein Gehäuse 24 eine Rippe 25 auf, die einen im wesentlichen kreisförmigen Körper 26 aufweist, der an Rückgraten 27 und 28 endet. Wie bei der Rippe 4 in Fig. 4 ist die Rippe 25 in das Gehäuse 24 nur teilweise über einen Sektor 29 eingebettet. Elektrische Verbindung zwischen einem Stift (nicht gezeigt) und den Rückgraten 27 und 28 ist ähnlich wie in der Beschreibung anhand von Fig. 3 bewirkt. Die Nuten 27a (siehe Fig. 7) trennen daher Rücklaufteile 26a und 26b des Körpers 26, da ansonsten die Biegsamkeit des kontinuierlichen Leiters beeinträchtigt ist. Ähnliches gilt für die Rippen von Fig. 1 bis 4. Die Nuten erstrecken sich um die Rücklaufteile 26a und b und daran vorbei, da sonst die Biegsamkeit Schaden nimmt.
- Fig. 6 zeigt eine Querschnittansicht einer typischen biegsamen Sockelleisten-Kanalanordnung 30, in der kontinuierliche Leiter 31 und 32 eingebaut sind. Normalerweise ist ein Kanalgehäuse 33 auf einer Wandfläche dort angeordnet, wo Strom benötigt wird. Das Gehäuse 33 weist ein Kunststoffgehäuse 34 auf, das die Leiter 31 und 32 aufnimmt und stützt. Die Anordnung von Fig. 6 beinhaltet die zuvor beschriebene Leiter- und Gehäuseanordnung von Fig. 5. Soll elektrischer Kontakt zwischen dem elektrischen Stecker 35 und den kontinuierlichen Leitern 31 und 32 hergestellt werden, wird der Stecker 35 zu einer Öffnung 36 so vorbewegt, daß Stifte 37 und 38 in die Öffnung eindringen können. Erreichen läßt sich das nur, wenn der Stecker 35 so gedreht wird, daß die Stifte 37 und 38 parallel zur Längsachse der Öffnung 36 sind. Ist der Stecker eingeführt und sind die Stifte 37 und 38 zu Öffnungen 39 bzw. 40 ausgerichtet, wird der Stecker 35 dann gedreht, damit die Stifte 37 und 38 in die Leiter 31 und 32 auf die zuvor beschriebene Weise eingreifen können.
- Die Leiter 31 und 32 sind so konfiguriert, daß der Kanal gebogen werden kann, z. B. wo er um Ecken und gewölbte Oberflächen laufen muß, und auch so, daß sich die Stifte 37 und 38 und die Leiter eng aneinanderpassen können, was die Unversehrtheit der elektrischen Verbindung gewährleistet.
- Wegen der Trennung zwischen den leitenden Rippen kann sich der Kanal, in dem sich der elektrische Leiter befindet, frei biegen, ohne Gefahr zu laufen, den elektrischen Kontakt zwischen dem Stift und den Backen jeder Rippe zu unterbrechen. Unter solchen Umständen, unter denen Wärme in der Verbindung induziert wird, ist elektrischer Kontakt nicht vom Isoliermaterial des Gehäuses abhängig, um die elektrische Verbindung zwischen den Backen zu gewährleisten. Beruht die elektrische Verbindung auf der Unversehrtheit des Isoliermaterials zum Kontakt und beeinträchtigt Wärme das Isoliermaterial, kann elektrischer Kontakt sehr oft beeinträchtigt sein. Erfindungsgemäß sind die Backen der leitenden Elemente zum Stift 19 ausreichend vorgespannt, um zu gewährleisten, daß elektrischer Kontakt nicht von der Unversehrtheit des Isoliermaterials abhängt.
- Fig. 7 zeigt eine Draufsicht auf einen biegsamen elektrischen Leiter 45 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform. Der Leiter 45 weist eine Folge beabstandeter Rippen 46 auf, die mit Rückgraten 47 und 48 einstückig sind.
- Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist ein biegsamer elektrische Leiter mit einer Rippen- und Rückgratanordnung bereitgestellt, die aus einem nicht leitenden Material hergestellt ist, wobei das Rückgrat so konturiert ist, daß es ein leitendes Element, z. B. einen Kupferdraht oder -streifen, als Transportelement für elektrischen Strom aufnimmt. Vorzugsweise ist das nicht leitende Material Phosphorbronze, die ausreichend biegsam und dauerbeständig ist. Damit erfüllt die Herstellung der Rückgrat- und Rippenanordnung aus einem biegsamen Material die Forderung nach Biegsamkeit, erfüllt aber möglicherweise nicht die Leitfähigkeitsforderungen. Letzteren wird durch Einlegen des Kupferstreifens oder -drahts nachgekommen. Der elektrische Stecker, der in das Rückgrat eingesetzt wird, stellt Kontakt mit dem Kupferdraht her, um die elektrische Verbindung zu bewirken. Diese Anordnung kann sowohl zu verringerten Herstellungskosten als auch zu geringerem elektrischen Widerstand führen.
- In Fig. 8 ist eine Querschnittansicht eines biegsamen Leiters gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Der biegsame Leiter weist ein Rückgrat 50 mit Rippen 51 und 52 auf, die gleich oder unterschiedlich lang sein können und die in freien Enden 53 bzw. 54 enden. In Fig. 8 sind die Rippen 51 und 52 darstellungsgemäß unterschiedlich lang. Ein Vorteil der ungleich langen Rippen ist, daß die Rückgrate aneinander vorbeilaufen können, wenn der biegsame Leiter gebogen wird, um über eine Ecke zu laufen (siehe Fig. 9a und b darunter). Darstellungsgemäß ist die Ausführungsform des Rückgrats 50 von Fig. 8 teilweise in ein biegsames PVC- Formteil 55 eingebettet.
- In Fig. 9a und b ist ein typisches Rückgrat 56 isoliert vom Kunststofformteil gezeigt. Fig. 9a zeigt Rippen 57 und 58 so, wie sie normalerweise angeordnet sind. Fig. 9b zeigt die Rippe 57, die im wesentlichen in Ausrichtung zur Rippe 58 gedrückt ist. Dies passiert, wenn der biegsame Leiter um eine Ecke gebogen wird, und verkleinert den von den Rippen eingenommenen Raum, was zu einer Verschlankung an Biegungen und Ecken führt. Am Ende der jeweiligen Rippen 57 und 58 befinden sich Kupferleiter 59 und 60, die einen leitenden Stift eines in den biegsamen Leiter eingesetzten elektrischen Steckers kontaktieren.
- In Fig. 10 ist ein elektrischer Kanal 110 schematisch dargestellt, der ein langgestrecktes Gehäuse 111 aufweist, das aus zwei Teilstücken 112 und 113 besteht. Beispielsweise könnten die langgestreckten Teilstücke 112 und 113 Aluminium- oder Kunststoff-Strangpreßteile sein. Die Teilstücke 111 und 112 wirken zusammen, um einen Hohlraum einzuschließen, in dem sich drei langgestreckte biegsame elektrische Leiter 114 befinden, die in einem langgestreckten biegsamen Isolierteil 115 angeordnet sind.
- Die Teilstücke 112 und 113 wirken so zusammen, daß sie einen Schlitz 16 bilden, der durch ein Abdeckteil 117 verschlossen ist.
- Im Gebrauch des o. g. Kanals 110 wird der Kanal 110 im Zusammenhang mit einem Stecker oder Verbinder 118 (Fig. 13) genutzt, der drei Zinken 119 aufweist, die jeweils geeignet sind, in einen jeweiligen der Leiter 114 einzugreifen. Der Verbinder 118 hat eine Basis 120, die durch den Schlitz 116 eingesetzt wird, wonach der Verbinder 118 gedreht wird, was die Zinken 119 in Kontakt mit den Leitern 114 bringt.
- Das Abdeckteil 117 kann z. B. aus Schaumstoffmaterial gebildet sein und kann quer geschlitzt oder genutet sein.
- Beim Einsetzen des Verbinders 118 durch den Schlitz 116 wird das Teil 117 elastisch verformt, um die Leiter 114 zugänglich zu machen. Beim Entfernen des Verbinders 118 nimmt das Teil 117 wieder seine Position ein und verschließt den Schlitz 116.
- Fig. 11 zeigt schematisch ein alternatives Strangpreßteil 120, um drei Leiter 121 aufzunehmen, die in einem langgestreckten Isolierteil 122 angeordnet sind.
- Das Strangpreßteil 120 hat eine sich längs erstreckende Endwand 123, von der zwei sich längs erstreckende Flansche 124 und 125 abgehen. Der Flansch 124 endet mit einem sich längs erstreckenden Widerhaken 126, während der Flansch 125 einen sich längs erstreckenden Widerhaken 127 hat.
- Das Isolierteil 122 hat sich längs erstreckende Stege 128 und 129, die mit den Widerhaken 126 und 127 zusammenwirken, um das Isolierteil 122 und damit die Leiter 121 in ihrer Position festzuhalten.
- Außerdem ist die Endwand 123 mit einem sich längs erstreckenden Steg 130 versehen, der sich in ein in Längsrichtung verlaufendes Tal erstreckt, das im Isolierteil 122 gebildet ist.
- Die Leiter 121 und das Isolierteil 122 sind biegsam.
- Wie am besten in Fig. 21 bis 23 zu sehen ist, weisen die Leiter jeweils zwei sich längs erstreckende Kantenstreifen 131 auf, die durch Querelemente 132 verbunden sind, wobei sich die Elemente 132 an beabstandeten Stellen über die Länge des Leiters 121 befinden. Grundsätzlich sind die Leiter 121 aus Phosphorbronze hergestellt, um elastisch zu sein, während außerdem Kupferstreifen 133 vorgesehen sind, die sich an den Streifen 131 entlang erstrecken. Die Streifen 131 bilden sich längs erstreckende Rückgrate.
- Wie Fig. 22 am besten zeigt, haben die Streifen in einer ersten Richtung den Abstand A und dann einen zweiten Abstand "B", wobei die Abstände senkrecht zueinander und quer zur Längsrichtung des Verlaufs des Leiters 121 sind.
- In Fig. 14 und 15 ist eine alternative Konfiguration des Isolierteils 132 schematisch dargestellt. In dieser speziellen Ausführungsform hat das Isolierteil 132 einen sich längs erstreckenden Mittelschlitz 134, der mit einem entsprechend geformten Widerhaken zusammenwirkt, der sich auf einer Wand eines umgebenden Strangpreßteils befindet.
- Zum Beispiel können das Isolierteil 132 und die Leiter 121 gemäß Fig. 14 und 15 in ein Strangpreßteil 135 gemäß Fig. 18 und 19 eingebaut sein. Das Strangpreßteil 135 hat eine Wand 136, von der sich ein Widerhaken 137 erstreckt, um in den Schlitz 134 einzugreifen. In dieser Ausführungsform hat das Strangpreßteil 135 ein Paar beabstandete Endwände 138 und 139, zwischen denen sich Verschlußteile 140 und 141 erstrecken. Beide Teile 140 und 141 sind an einer zugeordneten der Wände 138 und 139 schwenkbar befestigt und zur Position gemäß Fig. 16 aus der Position gemäß Fig. 19 beweglich. Eine Lippe 142 hilft, sie in der Position von Fig. 18 festzuhalten. Die Verschlußteile 140 und 141 sind in Segmenten vorgesehen, damit ein Abschnitt des Strangpreßteils 135 freigelegt werden kann, um für Zugang für einen Verbinder zum Eingriff in die Leiter 121 zu sorgen. In dieser Ausführungsform ist das Strangpreßteil 134 geeignet, in einen Fußboden, z. B. einen Doppelboden, eingebaut zu werden.
- In Fig. 24 ist ein langgestrecktes Isolierteil 150 schematisch dargestellt, das aus biegsamem Kunststoffmaterial hergestellt ist. Normalerweise ist das Isolierteil 150 stranggepreßt. Das Isolierteil 150 ist zum Einbau in eine langgestreckte Stütze 151 bestimmt, die ein Aluminium- oder Kunststoff-Strangpreßteil oder ein Strangpreßteil ähnlicher Art sein kann. Die Stütze 151 hat einen "L"-förmigen Flansch 152 mit einem ersten Flanschabschnitt 153, der sich allgemein senkrecht zur Basis 154 erstreckt. Vom Abschnitt 153 hängt ein weiterer Abschnitt 155 herab. Die Abschnitte 153 und 155 wirken mit der Basis 154 zusammen, um einen langgestreckten Schlitz 156 zu bilden, in dem sich das Isolierteil 150 befindet und gehalten wird. Die Basis 154 hat eine sich längs erstreckende Rippe 157, die das Entfernen des Isolierteils 150 aus dem Inneren des Schlitzes 156 verhindert.
- Das Isolierteil 150 nimmt drei langgestreckte Leiter 158 (Fig. 26) auf. Das Isolierteil 150 hat drei sich längs erstreckende Schlitze 159, die so geformt sind, daß sie die Leiter 158 aufnehmen. Außerdem hat das Isolierteil 150 ein Paar verschiebbare Füße 160, die zueinander verschoben sind, wenn sie sich im Schlitz 156 befinden. Jeder der Füße 160 hat einen sich längs erstreckenden Endflansch 161, der den zugeordneten Schlitz 159 verschließt. Ähnlich wird der Mittelschlitz 159 durch ein Paar sich längs erstreckende Flansche 162 verschlossen.
- Die Flansche 161 und 162 sind beim Eingriff durch einen Stecker verschiebbar, so daß der Stecker in die Leiter 158 eingreifen kann.
- Ferner hat das Isolierteil 150 einen Mittelschlitz 156, der so geformt ist, daß er den sich längs erstreckenden Miderhaken 164 der Stütze 151 ergreift, um das Festhalten des Isolierteils 150 an seiner Position im Schlitz 156 zusätzlich zu unterstützen.
- Jeder Leiter 158 hat eine umgekehrt "U-förmige" Konfiguration. Normalerweise hat das Isolierteil 158 einen ähnlichen Aufbau wie die Isolierteile von Fig. 25 und 26, d. h. sich längs erstreckende Kontaktabschnitte 165, die mehrere Rippen oder Füße 166 verbinden. Eine weitere Längsverbindung könnte durch ein sich längs erstreckendes Rückgrat 167 vorgesehen sein.
- Das zusätzliche Rückgrat 167 ist für zusätzlichen Strom vorgesehen, sollte er erforderlich sein. Da es zudem benachbart zum Scheitel 168 jedes der Füße oder jeder der Rippen 166 ist, kommt es zu keiner Verringerung der Biegsamkeit des Leiters 158 um eine Querachse. In Fig. 26 sind beim Leiter 158 die sich längs erstreckenden Kontaktabschnitte 165 allgemein parallel und verlaufen gleich.
- Dem Fachmann wird klar sein, daß zahlreiche Änderungen und Abwandlungen an der Erfindung vorgenommen können, ohne vom gesamten Grundgedanken und Schutzumfang der Erfindung gemäß der ausführlichen Beschreibung hierin abzuweichen.
Claims (10)
1. Langgestreckter, biegsamer elektrischer Leiter (1) mit
einer einheitlichen Konstruktion, wobei der Leiter umfaßt:
zwei sich der Länge nach erstreckende Kantenstreifen
(2, 3), die quer gegenüber liegen;
und
eine Vielzahl von Querrippenelementen (4), die sich
zwischen den Streifen (2, 3) erstrecken, wobei die Elemente
(4) an Abstandsstellen entlang des Leiters (1) liegen,
so daß die Elemente (4) beabstandet sind, wobei die
Elemente (4) elastisch verformbar sind, so daß auf eine
trennende Querverschiebung der Streifen (2, 3) hin die
Streifen (2, 3) zueinander hin gedrückt werden, und
wobei die Rippenelemente (4) jeweils eine erste Biegung
(8) umfassen, von der das Element (4) zu zweiten und
dritten Biegungen (7, 9) auseinandergeht, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweiten und dritten Biegungen (7,
9) mit Rücklaufteilen (12) benachbart zu den
Kantenstreifen (2, 3) verbunden sind, wobei die zweiten und
dritten Biegungen (7, 9) von benachbarten
Rippenelementen (4) durch Schlitze (11) getrennt sind, und wobei die
Rücklaufteile (12) im allgemeinen in Richtung der ersten
Biegung (8) zurückragen.
2. Langgestreckter, biegsamer elektrischer Leiter (1) nach
Anspruch 1, wobei die Rippenelemente (4) eine "U-förmige"
Gestalt aufweisen, wobei jedes der Rippenelemente (4) ein
Paar von äußersten Enden an den Rücklaufteilen (12)
bereitstellt, wobei die Streifen (2, 3) die äußersten Enden
verbinden.
3. Langgestreckter, biegsamer elektrischer Leiter (1) nach
Anspruch 1 oder 2, wobei die Streifen im allgemeinen
parallele Kontaktflächen vorsehen.
4. Langgestreckter, biegsamer elektrischer Leiter (1) nach
Anspruch 1, wobei die Rippenelemente (4) eine im wesentlichen
kreisförmige Gestalt aufweisen, wobei jedes Rippenelement (4)
einen Teil von äußersten Enden der Rücklaufteile
bereitstellt, wobei die Streifen (5, 6) die äußersten Enden
verbinden.
5. Langgestreckter, biegsamer elektrischer Leiter (1) nach
einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, wobei die ersten
Biegungen (8) von benachbarten Rippenelementen durch Schlitze
getrennt sind.
6. Langgestreckter, biegsamer elektrischer Leiter (1) nach
einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, wobei die ersten
Biegungen (8) durch ein Rückgrat (50) verbunden sind.
7. Langgestreckter, biegsamer elektrischer Leiter (1) nach
Anspruch 6, wobei das Rückgrat (167) einteilig mit den ersten
Biegungen (8) ausgebildet ist.
8. Langgestreckter, biegsamer elektrischer Leiter (1) nach
einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 7, wobei die
Längskantenstreifen (2, 3) so gegenüberliegen, daß zwischen diesen
ein Spalt festgelegt ist.
9. Elektrische Leiteranordnung mit einem langgestreckten,
biegsamen elektrischen Leiter (1) nach Anspruch 1, mit einem
biegsamen, langgestreckten Isolationselement (15), das
mindestens einen sich der Länge nach erstreckenden
Isolatorschlitz bereitstellt, und wobei der Leiter (1) in dem
Isolatorschlitz angeordnet ist, so daß ein Steckerelement, das
sich in den Isolatorschlitz erstreckt, sich zwischen den
Streifen (2, 3) befinden würde, so daß es mit diesen in
elektrischem Kontakt steht.
10. Elektrische Leiteranordnung nach Anspruch 10, die eine
elastische, verformbare Vorrichtung (117) umfaßt, die den
Leiterschlitz schließt und die verschoben wird, um einen
Zugang zu dem Leiter (1) vorzusehen.
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