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Diese Erfindung wurde mit Unterstützung der
US-Regierung unter A-100889 und A-126251, welche vom National Institute
of Health zuerkannt wurden, gemacht. Die US-Regierung besitzt bestimmte
Rechte an der Erfindung.
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QUERVERWEIS AUF VERWANDTE
ANMELDUNGEN
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Diese Anmeldung ist eine Continuation-in-Part
der folgenden parallel anhängigen
Patentanmeldungen: US-Patentanmeldung Seriennr. 08/228,481, eingereicht
am 15. April 1994, US-Patentanmeldung
Seriennr. 08/229,283, eingereicht am 18. April 1994, und US-Patentanmeldung
Seriennr. 08/229,520, eingereicht am 18. April 1994.
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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
neue Mikrokapseln mit einer anisotropen Salzmembran, die einen wäßrigen oder
im wesentlichen wäßrigen Kern
einkapselt, welcher verschiedene aktive Mittel enthalten kann. Die
Mikrokapseln werden durch die Grenzflächenreaktion in wäßrigem Medium
von Lewis-Säure
und -Base wandbildender Reaktanten hergestellt.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Mikroverkapselung ist ein Verfahren,
durch welches ein relativ dünner Überzug auf
Dispersionen von kleinen Partikeln oder Feststoffen oder Tröpfchen von
Flüssigkeiten
aufgebracht werden kann, so daß ein
Mittel zur Umwandlung von Flüssigkeiten
in Feststoffe bereitgestellt wird, wodurch kolloidale und Oberflächeneigenschaften
verändert
werden, Schutz vor der Umgebung bereitgestellt wird und die Freisetzungscharakteristiken
oder die Verfügbarkeit
von überzogenen
Materialien gesteuert werden. Mehrere dieser Eigenschaften können durch
Makroverpackungstechniken erreicht werden; jedoch ist die Einzigartigkeit
von Mikroverkapselung die geringe Größe der überzogenen Partikel und deren
anschließende
Verwendung und Anpassung an eine breite Vielfalt von Dosierungsformen
und Produktanwendungen. Früher
umfaßten
bekannte brauchbare Methoden zur Herstellung von Mikrokapseln in
einem industriellen Maßstab
häufig
die Verwendung organischer Lösungsmittel.
Jedoch kann die Verwendung organischer Lösungsmittel Umwelt- und Sicherheitsprobleme
darstellen. Darüber
hinaus ist es häufig
schwierig, das gesamte organische Lösungsmittel aus den Mikrokapseln
zu entfernen, wodurch organische Kontaminationen zurückbleiben.
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Es wurde vorgeschlagen, Mikrokapseln
als Mittel zur Verabreichung von Impfstoff zu verwenden. Zwei breite
Typen von Antigenauslieferungssystemen wurden hinsichtlich ihrer
Fähigkeit,
die Immunität
zu erhöhen, untersucht:
feste (oder poröse)
Mikrokapseln und Mikrokapseln mit einem Kernbereich, der von einer
physikalisch ausgeprägten
Wand umgeben ist. Feste Mikrokapseln können nach einer Vielzahl von
Verfahren hergestellt werden, einschließlich Koazervation von Kolloiden (Kwok,
K. K., et al., 1991, Pharm. Res., 8: 341–344), Präzipitation von Proteinen durch
physikalische Mittel (z. B. Phasentrennung) oder chemische Mittel
(z. B. Säurechloride)
(Levy, M. C. et al., 1991, J. Pharm. Sci., 80: 578–585) oder
Lösungsmittelverdampfungstechniken, die
wäßrige Dispersionen
mit Polyesterfilmen umgeben (Singh, M. et al., 1991, Pharm. Res.,
8: 958–961). Wand/Kernsysteme,
von denen gezeigt wurde, daß sie
für die
Antigenauslieferung geeignet sind, umfassen Liposome (Gerlier, D.
et al., 1983, J. Immunol., 131: 490), ISCOMS (Claasen, I. und Osterhaus,
A., 1992, Res. Immunol., 143: 531–541) und Proteosome (Gould-Fogerite,
S. und Mannino, R., 1992, Liposome Technology, Band III, Gregoriadis,
G. (ed.), CRC Press, Boca Ration, FL; Miller, M. D. et al., 1992,
J. Exp. Med., 176: 1739–1744).
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Vielleicht die am besten untersuchten
der Antigenauslieferungssysteme sind diejenigen, die von den linearen
polymeren Estern von Milchsäure
und Glycolsäure
erhalten wurden (d. h. Poly-(DLlactid-coglycolid)) (PLCG) (Edelman,
R. et al., 1993, Vaccine, 11: 155–158; Eldridge, J. H. et al.,
1989, Curr. Top. Microbiol. Immunol., 146: 59–66; Eldridge, J. H. et al.,
1990, J. Controlled Release, 11: 205–214; Eldridge, J. H. et al.,
1989, Adv. Exp. Med. Biol., 251: 191–202; Eldridge, J. H. et al.,
1991, Mol. Immunol., 28: 287–294;
Eldridge, J. H. et al., 1991, Infect. Immun., 59: 2978–2986; Marx,
P. A. et al., 1993, Science, 260: 1323–1327; Moldoveanu, Z. et al.,
1993, J. Infect. Dis., 167: 84–90;
O'Hagan, D. T. et
al., Vaccine, 11: 149–154;
O'Hagan, D. T. et
al., 1991, Immunology, 73: 239–-242; Ray, R. et al.,
1993, J. Infect. Dis., 167: 752–755;
Reid, R. et al., 1993, J. Immunol., 150: 323A; Reid, R. H. et al.,
1993, Vaccine, 11: 159–167).
Verkapselung von mutmaßlichen
Antigenen in PLCG-Mikrokapseln
bietet eine Anzahl von Vorteilen. Erstens, Mikrokapseln werden leicht
durch Hydrolyse unter Bildung von Milchsäure und Glycolsäure abgebaut.
Zweitens, PLCG-Mikrokapseln mit einer Größe von weniger als 5 μm durchdringen
einfach Peyers-Haufen, Mesenteriallymphknoten und die Milz nach
oraler Inokulierung von Mäusen.
Drittens, orale, intraperitoneale, intranasale oder subkutane Inokulierung
von Mäusen
mit PLCG-mikroverkapselten Antigenen, einschließlich Influenzavirus, Parainfluenzavirus,
Simian-Immunschwächevirus,
Staph. aureus Enterotoxin B-Toxoid und Ovalbumin induziert eine
stärkere
Immunantwort als diejenige, die in Tieren induziert wird, die mit
der gleichen Dosis von freiem Virus oder Protein inokuliert werden. Darüber hinaus
induziert orale Inokulierung von Mäusen mit inaktivierten Viren
eine verstärkte
antigenspezifische IgA-Antwort an Schleimhautoberflächen. Schließlich wurden
PLCG-Mikrokapseln an erwachsene Freiwillige ohne nachteilige Wirkungen
oral verabreicht.
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Der Hauptnachteil von PLCG-Mikrokapseln
ist die erforderliche Verwendung organischer Lösungsmittel. Kontakt mit organischen
Lösungsmitteln
führt häufig dazu,
daß die
Infektivität
viraler und bakterieller Pathogene inaktiviert wird, und kann darüber hinaus
die Immunogenizität
von Oberflächenproteinen,
welche für die
Induktion von humoralen oder zellulären Immunantworten kritisch
sind, verändern.
Tatsächlich
waren große
Mengen viraler Proteine erforderlich, um eine antigenspezifische
Immunantwort mit PLCG-Mikrokapseln zu induzieren.
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Das US-Patent Nr. 3,137,631 betrifft
die Verkapselung wasserunlöslicher
organischer Flüssigkeiten durch
Vernetzung synthetischer Harze durch die Anwendung von Wärme oder
Katalysatoren oder beidem. Es ist beschrieben, daß die Kapselhüllen aus
kovalent verbundenen nichtionischen Materialien oder aus durch Hitze
denaturierbaren Proteinen gebildet werden. Die resultierenden Kapseln
profitieren von einer sekundären Behandlung
mit vernetzenden Mitteln, um der Kapsel erhöhte Stabilität zu verleihen.
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Das US-Patent Nr. 4,205,060 offenbart
Mikrokapseln mit einem Kern, der ein wasserlösliches Salz enthält, ausgebildet
durch Reaktion zwischen polymerem ionischem Harz und einem Arzneimittel,
das entweder durch Umsetzung eines sauren Polymers mit einem basischen
Arzneimittel oder umgekehrt eines basischen Polymers mit einem sauren
Wirkstoff gebildet wird. Die Wände
der Mikrokapseln werden aus wasserunlöslichen, filmbildenden Polymeren
gebildet. Die wasserunlöslichen,
filmbildenden Polymere, die als geeignete hüllbildende Mittel identifiziert
wurden, sind alle neutrale, nichtionisierte Polymere. Die Kapseln
dieser Erfindung werden durch Bereitstellen einer wäßrigen Lösung eines
Salzes, das durch Umsetzen eines Arzneimittels und eines Kernpolymers
hergestellt ist, Bereitstellen einer Lösung eines wasserunlöslichen,
hüllbildenden Polymers
in einer ersten mit Wasser nicht mischbaren organischen Flüssigkeit,
Dispergieren der wäßrigen Lösung in
der organischen Lösung
und Hinzufügen
einer zweiten mit Wasser nicht mischbaren Flüssigkeit, welche für das hüllbildende
Polymer kein Lösungsmittel
ist, zu der Dispersion unter Präzipitieren
des Films um die Tropfen der dispergierten wäßrigen Phase herum hergestellt.
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Das US-Patent Nr. 4,606,940 offenbart
die Herstellung von Mikrokapseln durch Koazervation unter Präzipitierung
des verkapselten Materials. Ein einzelnes Kolloid wird in Wasser
dispergiert, und das Wasser der Solvatisierung wird um das Kolloid
herum durch Zugabe von chemischen Verbindungen, welche eine höhere Affinität für Wasser
haben als das Kolloid, entfernt. Dies bewirkt, daß die Kolloidketten
näher zusammenkommen
und das Koazervat bilden. Temperaturveränderungen sind notwendig, um
die Verkapselung durch Koazervation zu erleichtern.
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Das US-Patent Nr. 3,959,457 offenbart
Mikrokapseln, welche das Reaktionsprodukt umfassen, das in einer
fein dispergierten Emulsion einer mit Wasser nicht mischbaren Lösung aus
(a) einer organischen polyfunktionalen Lewis-Base in einem (b) polaren,
organischen Lösungsmittel
mit niedrigem Siedepunkt und einer wäßrigen Lösung einer (c) teilweise hydrophilen,
teilweise lipophilen, polyfunktionalen Lewis-Säure hergestellt wird. Die Kapseln
dieser Erfindung haben lipophile Kerne.
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Das US-Patent Nr. 5,132,117 offenbart
Mikrokapseln, die aus wäßrigen oder
im wesentlichen wäßrigen Kernen
bestehen, welche von kapselartigen anisotropen Lewis-Salz-Membranen
umgeben sind. Diese Mikrokapseln mit wäßrigem Kern werden hergestellt,
indem man eine wäßrige Lösung eines
geeigneten Lewis-sauren, wandbildenden Reaktanten und eines Kernmaterials
in einem geeigneten nicht wäßrigen Lösungsmittel
dispergiert, eine zusätzliche
Menge an nicht wäßrigem Lösungsmittel
hinzufügt,
welches einen geeigneten Lewis-basischen, wandbildenden Reaktanten
enthält,
und die durch die Grenzflächenreaktion
gebildeten Mikrokapseln erntet. Alternativ können die Mikrokapseln mit wäßrigem Kern
dieses Patents durch Dispergieren einer wäßrigen Lösung eines geeigneten Lewis-sauren,
wandbildenden Reaktanten und eines Kernmaterials in einem geeigneten
nicht wäßrigen Lösungsmittel,
das einen geeigneten Lewis-basischen, wandbildenden Reaktanten enthält, dispergiert
und die durch die Grenzflächenreaktion
gebildeten Mikrokapseln erntet.
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F. Lim beschreibt in dem belgischen
Patent Nr. 882 476 (1980) ein Verfahren, bei dem zuerst Calciumalginat-Mikrokugeln
gebildet, anschließend,
um sie in Poly-Lysin- oder Poly-Ethylenimin-Alginatkoazervate umzuwandeln,
oberflächenbehandelt
und schließlich
durch Behandlung mit einem Calcium-Chelat-Bildner im Kern verflüssigt werden.
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Rha und Rodriques-Sanchez vereinfachen
in dem US-Patent Nr. 4,744,933 (1988) das Verfahren von Lim durch
direktes Sprühen
eines geladenen Polymers in ein entgegengesetzt geladenes Polymer
unter Herstellung eines komplexen Koazervates, ähnlich demjenigen von Lim.
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Dautzenberg et al. beschreiben in
der UK-Patentanmeldung 2 135 954 A (1984) in ähnlicher Weise die Bildung
komplexer Koazervatmikrokapseln, indem Tröpfchen von 2–3 mm aus
Lösungen
von anionischem Polymer gezwungen werden, mehrere 10 cm in Lösungen von
entgegengesetzt geladenen poly-quaternären Ammoniumsalzen zu fallen.
Bei allen dieser anderen Methoden ist es klar, daß Polymerlösungen mit
hoher Viskosität
erforderlich sind, um Mikrokapseln effektiv herzustellen, und alle
verwenden zwei entgegengesetzt geladene Polymere zur Bildung komplexer
Koazervate.
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Ito et al., Science, 263: 66–68 (1994)
haben Zeitraffer-Konfokallaser-Mikrophotographien verwendet, um
die Tendenz von kolloidalen Lösungen
anionischer Polymere, wie Natriumpolyacrylat, in Richtung einer
Inhomogenität
mit der Entwicklung einiger Mikrobereiche von relativ hohen Polymerkonzentrationen
und anderen Bereichen ohne Polymer zu demonstrieren.
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Die vorliegende Erfindung stellt
Mikroverkapselungstechnologie bereit, analog zu derjenigen, die
oben unter Bezugnahme auf die US-Patente Nr. 3,959,457 und 5,132,117
beschrieben ist, unterscheidet sich jedoch dahingehend, daß sie ein
vollständig
wäßriges System
verwendet. Die Mikrokapseln dieser Erfindung basieren auf der Bildung
schlecht löslicher
(Amin-)Salze von polyanionischen Makromolekülen. Dieses Verfahren ist in der
Lage, unter sehr sanften Bedingungen Partikel gleichmäßiger Größe herzustellen.
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Im Gegensatz dazu basieren viele
der zuvor bekannten vollständig
wäßrigen Systeme
auf der Bildung von Koazervaten, entweder einfachen oder komplexen,
und liefern Mikroperlen mit Teilchengrößen in einem breiten Bereich.
B. R. Mathews und J. R. Nixon, Surface characteristics of gelatin
microcapsules by scanning electron microscopy, J. Pharm. Pharmacol.,
26: 383–384
(1974). Einige einfache Koazervate haben den Nachteil, daß sie zur
Präzipitierung
proteinhaltiger Koazervate stark saure Medien (z. B. pH 3–4) erfordern.
Komplexe Koazervate, die aus wäßriger Lösung präzipitiert
werden, erfordern wenigstens zwei entgegengesetzt geladene Polymere.
Vollständig
wäßrige Systeme
zur Herstellung von Hydrogelen auf der Grundlage von Hydroxyethylacrylat
umfassen Polymerisation von freien Radikalen, katalysiert durch
Peroxidspezies oder ionisierender Strahlung. J. D. Andrade, D. Gough,
B. Kolff, W. J. Kunitomo und R. V. Wagenon, Coated adsorbents for
direct blood transfusion: HEMA/activated carbon, Trans. Amer. Soc.
Artif. Int. Organs, 17: 222–228
(1971). Solche Katalysatoren sind häufig schädlich für empfindliche Proteinmoleküle oder
intakte Organismen. Es ist bekannt, daß Hydrogele, die aus wäßriger Alginsäure und
Calciumionen hergestellt sind, in einem Verfahren hergestellt werden
können,
das sanft genug ist, um Leben für
eine spätere
Freisetzung sowohl von Mikroben als auch multizellulären Organismen
(z. B. Nematoden) einzubetten und zu erhalten. F. Lim und A. M.
Sun, Science, 210: 908–910
(1980). Darüber
hinaus scheint das Calcium-Alginat-System auf dieses einzelne Alginatsalz
beschränkt
zu sein, und es würde
nicht die Aminsalze der vorliegenden Erfindung liefern.
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Eine Anzahl jüngerer Veröffentlichungen beschreibt andere
Mittel zur Verkapselung immunogenen Materialien, sie beruhen jedoch
auf nicht wäßrigen Systemen.
J. H. Eldridge et al. (1991), Molecular Immunology SUPRA., R. Edeluran
et al. (1993) Vaccine SUPRA. und R. Reddy, S. Nair, K. Byrnestad
und B. T. Rouse, Liposomes as antigen delivery systems in viral
immunity. Sem. Immunol. 4: 91–96
(1992). Impfstoffbestandteile mit immunogenen Untereinheit wurden
in Polyacrylatund Polyglycolid/Lactid-Perlen oder liposomähnlichen Vesikeln
durch Verfahren eingeschlossen, welche flüchtige organische Lösungsmittel,
wie Dichlormethan oder Chloroform, verwenden. Die Lösungsmittel
werden dazu verwendet, Emulsionen von Polymerlösung oder getrocknete Lipidfilme
zu bilden. Polyacrylat- und Polyglycolid/Lactid-Verfahren liefern
typischerweise Mikroperlen mit äußerst niedriger
(etwa 0,01%) Immunogen- oder Antigen-Einfangeffizienz, verglichen
mit der im Verhältnis
höheren
(etwa 5%) Effizienz, die man bei dem vorliegenden, noch nicht optimierten
Verfahren beobachtet.
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Es bleibt daher ein Bedarf nach effektiven
Systemen zur Mikroverkapselung von aktiven Mitteln und insbesondere
von immunogenem Stoff.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
das Verfahren zur Herstellung von Mikrokapseln gemäß dem Wortlaut
der Patentansprüche
1–41.
Die vorliegende Erfindung liefert stabile Mikrokapseln, die einen
wäßrigen Kern
haben und im wesentlichen frei von nicht wäßrigen Kontaminationen sind.
Die Mikrokapseln können
vorteilhafterweise ein aktives Mittel umfassen. Die Erfindung liefert
weiterhin ein hocheffizientes Verfahren zur Herstellung solcher
Mikrokapseln.
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Die Erfindung liefert auch Mittel
zum Verkapseln von Materialien unter Verwendung eines vollständig wäßrigen Systems
von Reagenzien bei oder unterhalb von Raumtemperatur und ohne hohe
Drücke
zu benötigen.
Als solche findet sie Anwendung auf viele Substanzen oder Gebilde,
die gegenüber
den organischen Lösungsmitteln,
erhöhten
Temperaturen und/oder hohen Drücken,
die zuvor in den meisten Verkapselungssystemen verwendet wurden,
instabil sind. Am meisten erwähnenswert
unter diesen Substanzen und Gebilden sind natürlich vorkommende oder biotechnologisch
erhaltene Enzyme, Proteine und Peptide, wie Glucose-6-Phosphat-dehydrogenase,
Calcitonin, Enthropoietin, Hämoglobin,
Insulin, Interleukin oder Somatotropin, natürlich vorkommende, nicht proteinhaltige
Makromoleküle,
wie Heparin, Impfstoffe und Impfstoffbestandteile, erhalten aus
intakten oder immunogenen Untereinheiten, einschließlich "nackter" Desoxyribonukleinsäure (DNA)
und Desoxyribonukleinsäure-Konstrukten,
und/oder erhalten aus intakten oder abgeschwächten Organismen oder deren
immunogenen Untereinheiten, einschließlich Actinomyces, Bazillen,
Kokken, Pilzen, Eingeweidewürmern,
Larven, Prionen, Protozoen, Rickettsia, Spirocheten, Viren, multizellu lären Parasiten
und Hefen, toleranten Antigenen, die zur Immunisierung gegen oder
zur Abschwächung
von allergischen Reaktionen auf Stäube, Schuppen, Pollen, Sporen
und ähnliches
verwendet werden, und Zellen, wie Pankreas-Inselzellen, Hepatozyten,
Interleukin oder andere Immunmodulatoren segregierende Zellen, abgeleitet
aus dem Menschen oder anderen Spezies, wenn sie implantiert werden,
um als Ersatz für
beschädigte,
gestörte
oder fehlende Gewebe und/oder Organe zu dienen, welche, wenn sie
nicht verkapselt sind, vom Empfängerorganismus
als fremd erkannt werden und unerwünschtem immunologischem Angriff
ausgesetzt sein könnten.
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Diese Erfindung liefert weiterhin
Mittel zur Verkapselung und späteren
Freisetzung hochgradig reizender Wirkstoffe, wie Fluorouracil, in
einer Rate, die langsam genug ist, die Toxizität solcher Mittel zu vermindern, sowie
zur Verkapselung, langsamen Freisetzung und Aufrechterhaltung gleichmäßiger therapeutischer
Konzentrationen vieler Wirkstoffe (typisiert durch antiinflammatorische
Mittel, wie Prednisolon und Indomethacin, Antikörper, wie Tetracyclin, oder
antispasmodische Wirkstoffe, wie Theophyllin). Wenn es zur Verkapselung pigmentierter
oder opaker Materialien, wie Dextran-Blau oder Holzkohle, verwendet
wird, kann das System dazu verwendet werden, bioaktive Mittel, wie
Ivermectin (ein Ektoparasitizid) und Bt-Proteine (Bacillus thuringiensis
larvizides Protein), welche im Licht instabil sind, vor Licht zu
schützen
und diese Mittel entweder allmählich
oder in ausgelösten
Stößen freizusetzen.
Fluoreszent markierte Mikrokapseln können hergestellt und zur Farbcodierung,
Identifizierung oder zur Unterstützung
der Feststellung und Lokalisierung verkapselter Formulierungen verwendet
werden.
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Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt
liefert die vorliegende Erfindung verkapselte Rotavirus-Partikel und
andere solche Mittel, welche typischerweise instabil sind und/oder
durch organische Lösungsmittel,
erhöhte
Temperaturen und/oder hohe Drücke,
die früher
in den meisten Verkapselungssystemen verwendet wurden, denaturiert
werden. Das Rotavirus, welches gemäß der vorliegenden Erfindung
verkapselt wird, umfaßt
neu zusammengesetzte Stämme
von Rotavirus, welche als Impfstoffe zum Schutz gegen Rotavirusinfektion
besonders geeignet sind.
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Wie es aus der nachfolgenden Beschreibung
deutlich wird, ermöglicht
die vorliegende Erfindung eine Impfstoffverabreichung auf eine Weise,
welche eine Penetration von Antigen in Schleimhautlymphozytenpopulationen
(z. B. Peyers-Haufen) nach oraler Inokulierung sowie ein Verbleiben
von Antigen in Geweben nach oraler oder parenteraler Inokulierung
erlaubt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
FIGUR
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Die anhängende 1 ist eine schematische Seitenansicht
einer Vorrichtung, die in dem bevorzugten Verfahren zur Herstellung
des Mikrokapselmaterials der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die mit einer Lewis-Salz-Wand und
einem wäßrigen Kern
versehenen Mikrokapseln dieser Erfindung werden hergestellt, wie
es nachfolgend beschrieben wird. Das Verkapselungssystem nutzt die
im wesentlichen unmittelbar einsetzende Reaktion zwischen Tröpfchen wäßriger Lösungen von anionischen
Polymeren oder deren wasserlöslichen
Salzen und wäßrigen Lösungen von
kationischen Amin-Reaktanten mit niedrigem Molekulargewicht oder
deren wasserlöslichen
Salzen zur Bildung wasserunlöslicher
Filme um die Tröpfchen
und deren Inhalte herum. Die kapselartige Membran der resultierenden
Mikrokapseln ist eine ionisch stabilisierte, anisotrope Lewis-Salz-Membran.
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Eine wäßrige Lösung oder Suspension von aktivem
Mittel (z. B. Wirkstoff, Impfstoff oder Pestizid) und, falls erwünscht, Hilfsstoff
(Lichtschutzmittel, Farbstoff) wird in einer wäßrigen Lösung von (z. B. dem Natriumsalz
von) einem geeigneten polyanionischen Makromolekül (d. h. Polymer) gelöst oder
suspendiert. Anschließend
wird die resultierende Lösung/Suspension
als Tröpfchen
in einer wäßrigen Lösung von
(z. B. dem Hydrochloridsalz von) einem geeigneten wasserlöslichen
Amin dispergiert. An der auftretenden Grenzfläche der Polymertröpfchen und
der Aminlösung
findet eine Salzaustauschreaktion statt, die zu der Bildung eines
sehr schlecht löslichen
Salzes führt
(gebildet zwischen dem Amin und dem Polymer), welches unter Bildung
mehr oder weniger kugelförmiger
Perlen oder Kapseln präzipitiert,
in welchen aktiver Bestandteil eingeschlossen ist. Die resultierende
Suspension von Mikrokapseln, welche eingeschlossenen aktiven Bestandteil
enthält,
wird gesammelt.
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Obwohl verschiedene aktive Mittel
gemäß dieser
Erfindung mikroverkapselt werden können, wird die Erfindung nachfolgend
in erster Linie unter Bezugnahme auf die Mikroverkapselung von immunogenen
Mitteln und insbesondere Rotavirus beschrieben werden. Somit ermöglicht die
vorliegende Erfindung gemäß einer Ausführungsform
die Auslieferung von immunogenen Mitteln, die als prophylaktische
Immunisierungsmittel geeignet sind, d. h. Impfstoffe und/oder Immuntherapeutika.
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Wie er hierin verwendet wird, umfaßt der Begriff "immunogene Zusammensetzung" immunogene Peptide
und Proteine, einschließlich
Gemische, die immunogene Peptide und/oder Proteine enthalten, intakte
inaktive, abgeschwächte
und infektiöse
virale Partikel, intakte getötete,
abgeschwächte
und infektiöse
Prokaryonten, intakte getötete,
abgeschwächte
und infektiöse
Protozoen, einschließlich
jeder Lebenszyklusstufe davon, und intakte getötete, abgeschwächte und
infektiöse
multizelluläre
Pathogene. In einigen Ausführungsformen
können
Stämme
von Viren, welche durch die mit Hülle oder die nicht mit Hülle versehenen
Viren repräsentiert
werden, zur Bereitstellung mikroverkapselter Impfstoffe verwendet
werden.
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Immunogene Peptide und Proteine umfassen
Peptide und Proteine, welche wenigstens ein Epitop enthalten, das
mit einem auf einem Antigen, gegen welches eine Immunantwort gewünscht wird,
präsentierten Epitop
identisch oder im wesentlichen ähnlich
ist. In einigen bevorzugten Ausführungsformen
sind immunogene Peptide oder Proteine zu natürlich vorkommenden Peptiden
und Proteinen von Pathogenen oder Zellen, gegen welche eine Immunantwort
gewünscht
wird, identisch. Die Proteine können
von Pathogenen, wie Viren, Prokaryonten, Protozoenpathogenen und
multizellulären
Parasiten, abgeleitet sein. Darüber
hinaus können auch
andere Immunziele bereitgestellt werden, wie Proteine, die mit Tumoren
und Autoimmunerkrankungen einhergehen. Proteine werden aus natürlichen
Quellen gereinigt oder unter Verwendung rekombinanter DNA-Techniken
hergestellt. In bevorzugten Ausführungsformen
sind die immunogenen Peptide und Proteine pathogene Proteine, wie
virale Hüllproteine,
prokaryontische Membranaußenseitenproteine
oder andere antigene Proteine, gegen welche eine ein Pathogen neutralisierende
Immunantwort hervorgerufen werden kann. Diese mikroverkapselten
Peptide und Proteine sind mikroverkapselte Untereinheitenimpfstoffe.
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Wie er hierin verwendet wird, bezeichnet
der Begriff "im
wesentlichen ähnliches
Epitop" ein Epitop,
das eine Struktur aufweist, die nicht identisch zu einem Epitop
eines Proteins ist, aber trotzdem eine zelluläre oder humorale Immunantwort
hervorruft, die mit dem Protein kreuzreagiert.
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Immunogene Peptide und Proteine umfassen
Gemische, welche diese Bestandteile zusätzlich zu anderen immunogenen
Peptiden und Proteinen und/oder nicht immunogenen Bestandteilen
enthalten. Gemische können
durch teilweise Reinigung immunogenen Peptide und Proteine von Ausgangsmaterialien,
welche andere Bestandteile umfassen, erhalten werden.
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Virale Impfstoffe sind gut bekannt
und umfassen: inaktive oder "getötete" Viruspartikel; abgeschwächte virale
Partikel, deren infektiöse
Fähigkeiten
z. B. durch rekombinante Insertionen, Deletionen oder Insertionen
oder durch selektive Passagiertechniken eingeschränkt sind;
infektiöses
Virus, das gegen andere Spezies oder als rekombinante Vektoren zur
Auslieferung und Expression von Genen, die immunogene Proteine codieren,
verwendet wird. In einigen Ausführungsformen
können
Stämme
von Viren, die durch die mit Hülle
und die nicht mit Hülle
versehenen Viren repräsentiert
werden, dazu verwendet werden, mikroverkapselte Impfstoffe bereitzustellen.
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In ähnlicher Weise sind prokaryontische
Impfstoffe gut bekannt und umfassen: getötete Organismen; abgeschwächte Organismen,
deren infektiöse
Fähigkeiten
eingeschränkt
sind; infektiöse
Organismen, einschließlich
rekombinante Vektoren, zur Auslieferung und Expression von Genen,
die immunogene Proteine codieren.
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Im Falle von rekombinanten Vektoren
sind die Proteine, die von den in den Vektor eingesetzten Genen codiert
werden, Immunziele. Beispiele für
Immunziele umfassen, sind aber nicht beschränkt auf pathogene Proteine,
wie Proteine von Viren, Prokaryonten, Protozoenpathogene und multizelluläre Parasiten
oder Proteine, die mit Tumoren und Autoimmunerkrankungen einhergehen.
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Impfstoffe gegen Protozoenpathogene,
die intakte getötete
oder abgeschwächte
Protozoenorganismen verwenden, benutzen im allgemeinen den Organismus
in einem Lebensstadium, bei welchem der geimpfte Organismus normalerweise
ein Wirt ist, um sicherzustellen, daß die richtigen Immunziele
präsentiert
werden.
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Es wird auch in Erwägung gezogen,
daß zusätzlich zur
Auslieferung von Vektoren für
die Herstellung von immunogenen Proteinen, auch mikroverkapselte
Vektoren in Gentherapieanwendungen bereitgestellt werden können, in
denen der Vektor ein therapeutisches Gen trägt, welches ein nicht immunogenes
Protein codiert. Solche Vektoren umfassen, sind aber nicht beschränkt auf
virale Vektoren, wie rekombinante Retroviren und rekombinante Adenoviren.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung mikroverkapseltes Rotavirus bereit,
das zur Auslieferung als prophylaktische immunisierende Mittel geeignet
ist, d. h. Rotavirus-Impfstoffe.
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Rotavirus-Impfstoffe sind gut bekannt
und umfassen: bovines WC3 (ATCC-Hinterlegungsnr. VR-2102); HCR3a
(ATCC-Hinterlegungsnr. VR-2325, hinterlegt am 1. Mai 1991); bovines
WC3, modifiziert mit humanem vp4 W 179; bovines WC3, modifiziert
mit humanem W178-8; bovines WC3, modifiziert mit humanem W179-9
(ATCC-Hinterlegungsnr. VR-2194 und VR-2196, hinterlegt am 25. November
1987) oder SC2-9 (Hinterlegungsnr. VR-2417, hinterlegt am B. Juli
1993); bovines WC3, modifiziert mit humanem W179-9 (ATCC-Hinterlegungsnr.
VR-2415, hinterlegt am B. Juli 1993) und W179-4 (ATCC-Hinterlegungsnr.
VR-2377, hinterlegt am 19. Juni 1992); bovines WC3, modifiziert
mit humanem vp4 DS1 (ATCC-Hinterlegungsnr. VR-2416, hinterlegt am
B. Juli 1993); bovines WC3, modifiziert mit humanem Bricout B-9;
bovines WC3, modifiziert mit humanem vp4 Bricout A; HCR3a, modifiziert
mit humanem W179-9 (ATCC-Hinterlegungsnr. VR-2324, hinterlegt am
1. Mai 1991); Rhesus-Rotavirus RRV; RRV, modifiziert mit humanem
Wa-9; RRV, modifiziert mit humanem DS1–-9; RRV, modifiziert mit humanem P-9;
und RRV, modifiziert mit humanem ST3-9.
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Rotavirus-Stämme, die gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet sind, umfassen diejenigen, beschrieben in: US-Patent
Nr. 4,636,385, veröffentlicht
am 13. Januar 1987; US-Patentanmeldung
Seriennr. 07/126,477, eingereicht am 30. November 1987; US-Patentanmeldung
Seriennr. 07/588,884, eingereicht am 26. Juli 1990; US-Patentanmeldung
Seriennr. 07/694,968, eingereicht am 1. Mai 1991; US-Patentanmeldung Seriennr.
07/902,321, eingereicht am 22. Juni 1992, die alle durch Bezugnahme
hierin aufgenommen sind.
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Eine wäßrige Lösung oder Suspension von immunogenen
Zusammensetzungen wird in einer wäßrigen Lösung von (z. B. dem Natriumsalz
von) einem geeigneten polyanionischen Makromolekül (d. h. Polymer) gelöst oder
suspendiert. Anschließend
wird die resultierende Lösung/Suspension
als Tröpfchen
in einer wäßrigen Lösung von
(z. B. dem Hydrochloridsalz von) einem geeigneten wasserlöslichen
Amin dispergiert. An der auftretenden Grenzfläche der Polymertröpfchen und
der Aminlösung
findet eine Salzaustauschreaktion statt, die zur Bildung eines sehr
schlecht löslichen
Salzes (gebildet zwischen dem Amin und dem Polymer) führt, welches
unter Bildung mehr oder weniger kugelförmiger Perlen oder Kapseln
präzipitiert,
in welchen immunogene Zusammensetzung eingeschlossen ist. Die resultierende
Suspension von Mikrokapseln, welche eingeschlossene immunogene Zusammensetzung
enthält,
wird gesammelt.
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Das anionische Polymer und das Reaktantenamin
sind aus Gruppen ausgewählt,
die bei Reaktion miteinander schnell ein schlecht lösliches
Präzipitat
bilden und so die Tröpfchen
einschließen,
bevor das Polymer in den Tröpfchen
ausreichend diffundiert, um die Form des Tropfens merklich zu verzerren
oder die Konzentration an Polymerreaktanten unter diejenige, die
zur Ausbildung eines Films erforderlich ist, zu erniedrigen. Daher
ist es nicht notwendig, Polymerlösungen
mit hoher Viskosität
zu verwenden, aber es ist notwendig, daß das Amin zu einer schnellen
Diffusion zu und Reaktion an der Pseudophasengrenze, die von dem
Polymertröpfchen
definiert wird, in der Lage ist. Die Viskosität der Polymerlösung kann
bis zu 2,5–10
Centipoise niedrig sein.
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Ein geeignetes Mittel zum Dispergieren
der Polymerlösungströpfchen (die
eine Lösung
oder Suspension von immunogener Zusammensetzung in der Polymerlösung enthalten)
in der Aminlösung
besteht darin, ein Aerosol der Polymerlösung auf/in die Aminlösung fallenzulassen,
während
sie gerührt
wird. Die Verwendung eines Zerstäubers
vom Bernouli-Typ zur Erzeugung des Aerosols liefert Mikrokapseln
mit einer relativ breiten (Gauß'schen) Verteilung
von Partikelgrößen um den Mittelwert
herum (mit Variationskoeffizienten in der Nähe von 10–20%). Wenn engere Größenverteilungen
erwünscht
sind, kann ein akustisch gepulster Tröpfchenerzeuger, wie er hierin
beschrieben wird, verwendet werden, um hochgradig gleichmäßige Mikrokapseln zu
liefern (mit Durchmesservariabilitätskoeffizienten in der Nähe von 5%).
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In einigen Fällen, wie wenn säurelabile
immunogene Zusammensetzungen oral verabreicht werden sollen, kann
es erwünscht
sein, die Mikrokapseln mit einem Darmmaterial zu überziehen,
um sie vor Magensäure
zu schützen.
Geeignete Darmüberzugsmaterialien
umfassen Zelluloseacetatphthalat und mit Polyoxyethylen vernetzte
Polymethacrylsäure.
Die Technologie zur Bereitstellung von Darmüberzügen für kleine Partikel, Tabletten
und Kapseln ist in der pharmazeutischen Industrie gut bekannt.
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Die zur Herstellung der Mikrokapseln
aus vollständig
wäßrigen Lösungen verwendeten
Reaktanten sind von einer Anzahl kommerzieller Lieferanten erhältlich,
aber alle wurden von Fisher Scientific Company, F. M. C. Corporation,
Ruger Chemical Company, Sigma Chemical Company und/oder The Upjohn
Company bezogen.
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Schnelle Freisetzung von verkapselten
Materialien wird durch Zugabe eines wasserlöslichen Salzes, entweder als
Feststoff oder als eine Lösung
dieses Salzes, zu einer wäßrigen Suspension
der Mikrokapseln erreicht. In jedem Fall muß das verwendete Salz in der
Lage sein, mit dem unlöslichen
Film unter Erhalt eines wasserlöslichen
ionischen Produkts in einer zu der Umkehrung der filmbildenden Reaktion
analogen Art und Weise zu reagieren. Es ist klar, daß die filmbildende
Reaktion eine reversible Reaktion ist. Langsame Freisetzung von
löslichen
kleinen Molekülen
wird durch deren allmähliche
Diffusion durch die Mikrokapselwände
realisiert. Diffusionsraten hängen
von der Größe und Löslichkeit
der diffundierenden Spezies und von der Dicke und Dichte der Kapselwand
ab. Somit kann zusätzlich
zur Bereitstellung einer schnellen Freisetzung, wenn es erwünscht ist,
das Verkapselungsverfahren dazu verwendet werden, eine kontrollierte
langsame Freisetzung von löslichen
verkapselten Materialien zu liefern.
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Anionische Polymere oder Makromoleküle, von
denen gezeigt wurde, daß sie
als verkapselnde Reagenzien geeignet sind, stammen aus der Gruppe
wasserlöslicher
Polymere mit reaktiven Carboxylat- oder Sulfatgruppen, bestehend
aus Alginsäuren,
Alginsäuren,
die mit Fluorophoren verknüpft
sind, wie Fluoreszein-Isothiocyanat oder Rhodamin-Isothiocyanat,
Arabinsäure,
Zellulosesulfat, Carboxymethylzellulose, Carrageenanen, Chondroitinsulfat,
Heparin, Polyacrylsäure,
polyoxyethylenvernetzte Polyacrylsäure (z. B. Eudragit L-100®,
hergestellt von Rohm Pharma) und Polyvinylcarbonsäure (z.
B. Carbopol 934®).
In einigen bevorzugten Ausführungsformen
ist das anionische Polymer aus der Gruppe ausgewählt, bestehend aus Alginsäure (Fisher
Scientific Co., Fairlawn, NJ), Polyacrylsäure (Aldrich Chemical Co.,
St. Louis, MO), Zellulosesulfat (Aldrich Chemical Co., St. Louis,
MO), Carbomer USP (Carbopol 934®, B.
F. Goodrich, Cleveland, OH), Carboxymethylzellulose USP (mittlere
Viskosität,
Ruger Chemical Co., Inc., Irvington, NJ), Heparin USP (The Upjohn Co.,
Kalamazoo, MI), und Arabinsäure
(isoliert nach dem im US-Patent Nr. 2,666,759, welches durch Bezugnahme
hierin aufgenommen wird, beschriebenen Verfahren), von denen jedes
als ein Natri umsalz bereitgestellt wird. In einigen bevorzugten
Ausführungsformen
ist das anionische Polymer Alginsäure, die als Natriumalginat
bereitgestellt wird.
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Kationische Reaktanten, die zur Herstellung
von Mikrokapseln gemäß dieser
Erfindung geeignet sind, entstammen der Gruppe von Mono-, Di-, Tri-
und Tetra-Aminoverbindungen, welche folgendes umfaßt: Arginin, Decylamin,
Dodecylamin, Ethylendiamin, Piperazin, Methylenblau, Octadecylamin,
Triethylamin, Triethyltetramin und Spermin. Es wird im allgemeinen
bevorzugt, daß die
anionischen Polymere als ihre neutralen Salze mit einem Alkalimetallion
(z. B. Natrium) verwendet werden und die basischen Reaktanten in
der Form ihrer Chlorid- oder Acetatsalze verwendet werden. In einigen
bevorzugten Ausführungsformen
wird das Amin als ein Hydrochloridsalz bereitgestellt. In einigen
bevorzugten Ausführungsformen
ist das Amin aus der Gruppe ausgewählt, bestehend aus Arginin
(Sigma Chemical Co., St. Louis, MO), Piperazin (Sigma Chemical Co.,
St. Louis, MO), Ethylendiamin (Aldrich Chemical Co., St. Louis,
MO), Triethylamin (Aldrich Chemical Co., St. Louis, MO), Triethylentetramin
(Aldrich Chemical Co., St. Louis, MO), Methylen-Blau (Fisher Scientific
Co., Fairlawn, NJ) und Spermin, von denen jedes als ein Hydrochloridsalz
bereitgestellt wird, und Octadecylamin (Sigma Chemical Co., St.
Louis, MO), welches als ein Acetat bereitgestellt wird. In einigen
bevorzugten Ausführungsformen
ist das Amin Spermin, das als Spermin-Hydrochlorid bereitgestellt
wird.
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Basierend auf heutigen Tests befinden
sich unter den Materialien, die gemäß dieser Erfindung verkapselt
werden können,
die folgenden: Dextranblau, Kohle, Fluorouracil, Indomethacin, Nikotinamid,
Phenolrot, Prednisolon, Tetracyclin, Theophyllin, larvizide Proteine
von Bacillus thuringiensis (Bt.) Subsp. Israelensis und Stämme von
Viren, repräsentiert
durch die mit Hülle
und nicht mit Hülle
versehenen Viren Vaccinia bzw. Rotavirus.
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Vor der Bildung von Mikrokapseln
mit eingeschlossenen immunogenen Zusammensetzungen werden die anionischen
Polymere und die Amine einzeln getestet, um deren Wirkung auf die
Immunogenizität
der immunogenen Zusammensetzung zu bestimmen.
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Um die Wirkung von anionischen Polymeren
und Aminen auf Infektiösität und Immunogenizität zu bestimmen,
kann der Fachmann auf dem Gebiet Routinetests unter Verwendung bereits
verfügbarer
Ausgangsmaterialien durchführen.
Zum Beispiel kann die Fähigkeit
eines ausgewählten
immunogenen Peptids oder Proteins, eine Immunantwort in der Gegenwart
oder Abwesenheit verschiedener Konzentrationen der einzustufenden
Komponente hervorzurufen, bestimmt werden, um die Wirkung zu bestimmen,
welche die Komponente auf die Immunogenizität des Moleküls hat. In gleicher Weise kann
die Fähigkeit
eines ausgewählten
infektiösen Mittels,
Zellen oder ein Tier zu infizieren, in der Gegenwart oder der Abwesenheit
verschiedener Konzentrationen der zu bestimmenden Komponente getestet
werden, um die Wirkung festzustellen, welche die Komponente auf
die Infektiösität hat. Im
Falle von Rotavirus kann ein Rotavirusvorrat mit dem wäßrigen Natriumsalz eines
anionischen Polymers oder dem wäßrigen Salz
des Amins oder einer Kontrolle, wie Kochsalzlösung, kombiniert werden. Die
Wirkung der Komponente auf die Rotavirus-Infektiösität wird durch den Standard-Plaque-Test
bestimmt.
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Da es in einigen Ausführungsformen
bevorzugt ist, daß der
mikroverkapselte Impfstoff wirksam ist, wenn er oral verabreicht
wird, werden die anionischen Polymere und die Amine, welche die
immunogene Zusammensetzung nicht inaktivieren, in Kombination getestet,
um deren Fähigkeit
zur Ausbildung von Mikrokapseln, die einem Abbau in simulierter
Magensäure
widerstehen, zu bestimmen.
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Das wäßrige Natriumsalz von anionischem
Polymer, vorzugsweise 1 ml, wird tropfenweise zu wäßrigem Aminhydrochlorid
(oder -acetat), vorzugsweise 1 ml, hinzugegeben, um die Fähigkeit
zur Ausbildung eines Grenzflächenpräzipitats
zu bestimmen. Kombinationen, welche ein festes Material erzeugen,
werden zur Herstellung von Mikrokapseln verwendet. Mikrokapseln
werden durch Dispersion des Natriumsalzes von anionischem Polymer
als Tröpfchen
mit einer Größe von etwa
5 μm in
einer wäßrigen Lösung des
Aminsalzes in analoger Art und Weise zu derjenigen, die in dem US-Patent
Nr. 4,744,933 zur Herstellung von Calciumalginat-Mikrokapseln beschrieben
ist, ausgebildet. Kurzzeitstabilität von Mikrokapseln wird durch
Beobachtung bei Raumtemperatur für
5 Tage in wäßrigen Lösung getestet.
Mikrokapseln, die bei Raumtemperatur stabil sind, werden mit simulierter
Magensäure
(pH 1,2) bei 37°C
für 2 Stunden
behandelt.
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Die Kombinationen von anionischen
Polymeren und Aminen, welche die immunogenen Zusammensetzungen nicht
inaktivieren und welche stabile Mikrokapseln liefern, werden dann
zur Herstellung von mikroverkapselten Impfstoffen verwendet. Die
immunogene Zusammensetzung wird zuerst mit dem anionischen Polymer
kombiniert. Das Polymer/Virus-Gemisch wird dann als Tröpfchen in
Amin dispergiert.
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Weitere Beispiele für menschliche
und tiermedizinische Impfstoffe und Stämme von Rotavirus, die gemäß der vorliegenden
Erfindung verkapselt werden können,
sind nachfolgend aufgelistet.
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1. Humane Impfstoffe
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Diphtherie-Toxoid
Pertussis-Toxoid
Tetanus-Toxoid
Hepatitis
B-Oberflächenantigen
Atemwegs-Synzytium-Virus
Adenovirus
Parainfluenza-Virus
Kanarienvogelpockenrekombinante
Hepatitis
A-Virus
Influenzavirus, lebend oder inaktiviert
Gelbfiebervirus
lebendes,
abgeschwächtes
Poliovirus
Rabies-Virus
Inaktiviertes Poliovirus
Cholera
Haemophilus
Influenza Typ B
Yersinia pestis (Pest)
Neisseria meningitidis
Salmonella
typhi (Typhoid)
Masern
BCG
Mumps
Streptococcus
pneumoniae
Rubella
Varicella
Rotavirus
humaner
Immunschwächevirus
Herpes
simplex-Virus
Cytomegalovirus
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2. Tiermedizinische Impfstoffe
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Rind
-
Infektiöse bovine Rhinothracheitis
Parainfluenza
Typ 3
Bovines Diarrhö-Virus
Rinderatemwegs-Synzytium-Virus
Rotavirus
Coronavirus
Rabies
Haemophilus/Pasteurella-Spezies
Leptospira
Clostridien-Spezies
Tetanus-Toxoid
-
Hunde
-
Hundestaupe/-masern
Hundehepatitis
Parvovirus
Coronavirus
Rabies
Borrelia
burgdorferi
Leptospira
-
Katzen
-
Katzen-Rhinotracheitis-Virus
Katzen-Calicivirus
Panleukopenia-Virus
Katzenleukämievirus
Infektiöses Katzen-Peritonitis-Virus
Rabies
-
Schwein
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Transmissible Gastroenteritis
Rotavirus
Parvovirus
Pseudorabies
Pasteurella
Erysipelas
Leptospira
sp.
Haemophilus sp.
Bordetella
Tetanus-Toxoid
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Pferde
-
Pferde-Enzephalomyelitis
Pferde-Influenza
Pferde-Rhinopneumonitis
Tetanus-Toxoid
Rabies
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3. Rotavirus-Stämme
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Bovines WC3
HCR3a
Bovines
WC3, modifziert mit humanem vp4 W 179
Bovines WC3, modifiziert
mit humanem W178-8
Bovines WC3, modifiziert mit humanem W179-9
oder SC2-9
Bovines WC3, modifiziert mit humanem W179-9 und
-4
Bovines WC3, modifiziert mit humanem vp4 DS1
Bovines
WC3, modifiziert mit humanem Bricout B-9
Bovines WC3, modifiziert
mit humanem vp4 Bricout A
HCR3a, modifiziert mit humanem W179-9
Rhesus-Rotavirus
RRV
RRV, modifiziert mit humanem Wa-9
RRV, modifiziert
mit humanem DS1-9
RRV, modifiziert mit humanem P-9
RRV,
modifiziert mit humanem ST3-9
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Zwei Virustypen, ein Stamm von Vacciniavirus,
identifiziert als VVUKvp7, und zwei Stämme von Rotavirus, identifiziert
als WC3 und RRV, wurden erfolgreich eingeschlossen, erhalten und
später
aus den Mikrokapseln der vorliegenden Erfindung freigesetzt. Diese
zwei Virustypen repräsentieren
die zwei Hauptkategorien von Viren, nämlich mit Hülle und nicht mit Hülle versehene.
Nicht mit Hülle
versehene Viren, wie Rotavirus, Poliovirus und Adenovirus, sind
viel weniger empfänglich
für Trocknungsmittel,
Detergenzien und Oberflächenreinigungsmittel
als mit Hülle
versehene Viren. Infolgedessen überleben
die nicht mit Hülle
versehenen, aber nicht die mit Hülle
versehenen Viren, gut in Abwasser und auf Umgebungsoberflächen. Mit
Hülle versehene
Viren sind aufgrund ihrer Oberflächenlipiddoppelschicht
nicht so munter wie nicht mit Hülle
versehene Viren und sind empfänglich
für Abbau
durch Kontakt mit den oben aufgeführten Mitteln. Vacciniavirus
wurde wegen seiner Verwendung als ein rekombinanter Vektor, in welchen
DNA, die immunogene Peptide und Proteine codiert, relativ einfach
eingesetzt werden kann, als ein Kandidat für Verkapselung gewählt. Stämme von Rotavirus
wurden zur Untersuchung ausgewählt,
weil Rotavirus dafür
bekannt ist, schwere und manchmal tödliche Diarrhö in menschlichen
und anderen Kindern zu verursachen.
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Mikrokapseln gemäß der vorliegenden Erfindung
können
mit der hierin beschriebenen Vorrichtung hergestellt werden, welche
die Herstellung von Mikrokapseln mit äußerst enger Größenverteilung
bei auswählbaren
mittleren Größen erlaubt.
Dies ist wichtig für
die Herstellung von Mikrokapseln, die für die Injektion oder für die Aufnahme
durch die mit dem Darm verbundenen lymphatischen Gewebe (eine Untergruppe
davon wird häufig
als Peyers-Haufen bezeichnet) oder das mit den Bronchien verbundene
lymphatische Gewebe des respiratorischen Systems vorgesehen sind.
Mikrokapseln, die für
die intravenöse
Injektion vorgesehen sind, müssen
notwendigerweise einen Durchmesser von weniger als etwa 5 μm haben,
klein genug, um durch Kapillaren hindurchzutreten. Für die Verabreichung
durch Inhalation müssen
Teilchen in dem respirierbaren Größenbereich von weniger als
etwa 5 μm
liegen, und um tiefe alveolare Stellen zu erreichen, ist es bevorzugt, daß Teilchen
im Größenbereich
unterhalb von 2 μm
liegen. Die Gewebe von Peyers-Haufen unterscheiden hochgradig bezüglich der
Größe von Teilchen,
welche sie aufnehmen, und wählen
nur Teilchen mit einer Größe von weniger
als 10 und vorzugsweise etwa 5 μm
aus. Diese Vorrichtung kann Populationen von Mikrokapseln mit verschiedenen
Größen herstellen
mit einer Standardabweichung vom Mittelwert von weniger als 0,25 μm im Bereich
nahe dem mittleren Volumendurchmesser von 5 μm.
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Die Impfstoffe der Erfindung können über eine
Vielzahl von Wegen verabreicht werden, einschließlich z. B. intraokular, intranasal,
bukkal, oral, durch Inhalation, rektal, subkutan, intramuskulär, intraarteriell,
intravenös
und intraperitoneal. Die Impfstoffe der Erfindung können parenteral
ausgeliefert werden. Von Beispielen solcher Impfstoffe wurde gezeigt,
daß sie
die Immunogenizität
in Labormäusen
um das Hundert- bis Tausendfache gegenüber nicht verkapseltem Virus
erhöhen.
Das System arbeitet gut sowohl mit gereinigtem Virus als auch viralen
Gewebekultursuspensionen, so daß arbeitsaufwendige
und teure Trennung viraler Partikel nicht erforderlich ist.
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Mikrokapselbildende Reaktionen:
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
kann einer von zwei Reaktionstypen zur Ausbildung der Mikrokapseln
in wäßrigen Medien
eingesetzt werden. Diese sind Säure-Base-Reaktionen
und Salzaustauschreaktionen.
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Säure-Base-Reaktion:
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Mehrere wasserlösliche saure Polymere reagieren
in wäßriger Lösung mit
wasserlöslichen
Mono- oder Oligo-Aminen mit niedrigem Molekulargewicht unter Ausbildung
schlecht wasserlöslicher
Salze, welche präzipitieren
können.
Die Gruppe wasserlöslicher
saurer Polymere, welche an dieser Reaktion teilnehmen, umfaßt Arabinsäure, Zellulosesulfat,
Chondroitinsulfat, Heparin und fluoreszierende Derivate der oben
genannten sauren Polymere. Die Gruppe von Aminen, welche in dieser
Reaktion schlecht wasserlösliche
Salze liefern, umfaßt
Decylamin, Dodecylamin, Ethylendiamin, Hexadecylamin, Methylenblau,
Octadecylamin, Piperazin, Spermin, Tetradecylamin, Triethylamin
und Triethylentetramin.
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Salzaustauschreaktion:
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Eine ähnliche Reaktion findet unter
Ausbildung von schlecht wasserlöslichen
Salzen statt, wenn die oben beschriebenen sauren Polymere oder bestimmte
relativ schlecht wasserlösliche
saure Polymere als Lösungen
ihrer entsprechenden neutralen Salze (z. B. mit Natrium- oder Ammonium-Ion)
eingesetzt und die oben beschriebenen Amine als ihre wasserlöslichen
Salze (z. B. Hydrochlorid, Acetat) gelöst werden. Die ähnliche Reaktion
kann als Salzaustauschreaktion angesehen werden, bei der eines der
Produkte (z. B. Natriumchlorid oder Natriumacetat) löslich und
das Amin-Polymer-Salz
schlecht löslich
ist. Die Gruppe saurer Polymere, die als ihre wasserlöslichen
Salze in der Salzaustauschreaktion geeignet sind, umfaßt diejenigen
Polymere, die oben genannt sind, und auch die nachfolgenden sauren
Polymere in der Form ihrer Natrium- oder anderen wasserlöslichen
Salze: Alginsäure
und fluoreszierende Derivate, z. B. Fluorescein-Isothiocyanat und
Rhodamin-Isothiocyanat,
Derivate von Algin- oder anderen Säuren, Carboxymethylzellulose,
Eudragit L-100® (mit Polyoxyethylen
vernetzte Polyacrylsäure),
Polyacrylsäure,
Polyvinylacrylsäure
und fluoreszierende Derivate dieser Polymere. Aus dieser größeren Gruppe
saurer Polymere reagieren alle als ihr Natrium- oder anderes wasserlösliches
Salz mit wenigstens einem Mitglied der Gruppe von Aminen in der
Form von deren Hydrochlorid- oder Acetatsalzen unter Bildung schlecht
wasserlöslicher
Amin-Polymer-Salze
in der Salzaustauschreaktion. Jedoch bilden nicht alle Kombinationen,
die schlecht lösliche
Salze ausbilden, Mikrokapseln gemäß dieser Erfindung. Siehe den
nachfolgend beschriebenen Test und vgl. Tabellen 1 und 2 unten.
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Wie sie hierin verwendet werden,
sollen die Begriffe "anionisches
Polymer", "Polymerstrang" und "anionische Polymerlösung" Polymere bezeichnen,
die an der Bildung des Amin-Polymer-Salzes teilnehmen. Hinweise auf gleichzeitig
gebildete wasserlösliche
Produkte der Austauschreak tion (z. B. Natriumchlorid oder Natriumacetat)
werden hierin nicht ausdrücklich
erwähnt,
es sei denn, es besteht eine spezielle Notwendigkeit, auf diese
wasserlöslichen
Produkte hinzuweisen.
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Somit besteht die Gruppe von anionischen
Polymeren, die gemäß dieser
Erfindung als mikrokapselbildende Mittel verwendet werden können, aus
polymeren Substanzen mit saurer funktionaler Carboxylatgruppe (Alginsäure, Arabinsäure, Carboxymethylzellulose,
Eudragit L-100, Polyacrylsäure
und Polyvinylcarbonsäure),
sauren Sulfatgruppen (Carrageenane, Zellulosesulfat, Chondroitinsulfat,
Heparin), linearen oder verzweigten Polyalkylenhauptketten (Polyacrylsäure, Polyvinylcarbonsäure), linearen
Kohlenwasserstoffhauptketten (Alginsäure, Zellulosesulfat, Chondroitinsulfat,
Heparin) und verzweigten Kohlenwasserstoffhauptketten (Arabinsäure).
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In den Mikrokapseln der vorliegenden
Erfindung stellt das anionische Polymer den Hauptstrukturbestandteil
der Mikrokapselwände
dar. Typischerweise wird das Polymer so ausgewählt, daß es einen gewünschten
Bereich der Beabstandung zwischen am nächsten benachbarten anionischen
Gruppen liefert. Somit nähern
sich die interanionischen Abstände
in ihren erweiterten Formen oberhalb der Theta-Temperaturen der
Polymere dem Äquivalent
von 2 Methylengruppen in Polyacrylsäure, 6 in Alginsäure, Zellulosesulfat, Chondroitinsulfat
und Heparin, 10 in Carboxymethylzellulose und zwischen 20 und 30
in hochverzweigter Arabinsäure.
Dies ermöglicht
es einem, selektiv Kapselwände
mit verschiedenen Porositäten
herzustellen. Siehe T. J. Speaker und L. Lesko, US-Patent Nr. 3,959,457,
Microparticular material and method of making such material, 25.
Mai 1976, Spalte 5, Zeilen 6–20.
-
Weil all die in der vorliegenden
Erfindung verwendeten anionischen Polymere durchschnittliche Molekulargewichte
weit oberhalb von 10 kDa haben, sind sie multivalent und können mit
den Aminen in einem breiten Bereich von Stöchiometrien reagieren. In der
Praxis wurde gefunden, daß der
bevorzugte Stöchiometriebereich
von Amin zur Wiederholungseinheit des anionischen Polymers etwa
0,2 bis etwa 0,6 beträgt.
Mit anderen Worten, es stehen etwa 2 bis 6 Aminmoleküle für eine Kombination
mit jeweils 10 anionischen Gruppen des Polymers zur Ausbildung von
Salzen des Polymers zur Verfügung.
Darüber
hinaus können,
weil mehrere der Amine auch multivalent sind, die reagierenden Spezies
theoretisch komplexe Netzwerke ausbilden, in welchen die Amine zur
Vernetzung anionischen Polymerstränge dienen. Die Präzipitate,
welche sich im wesentlichen unmittelbar ausbilden, wenn Lösungen von
anionischen Polymeren und Aminen miteinander verrührt werden,
sind häufig
amorph, kohäsiv,
adhäsiv
und oft filamentös.
Jedoch liefern nicht alle Kombinationen von anionischem Polymer
und Amin schlecht lösliches
Amin-Polymer-Salz. Nachfolgende Tabelle 1 listet zwei Gruppen von
reaktiven Spezies auf, die bis heute getestet wurden, und zeigt
die Kombinationen, mit welchen die Anmelden bei der Ausbildung von
Präzipitaten
erfolgreich waren, wenn diese Kombinationen reagieren gelassen wurden.
Die anionischen Polymere und Amine sind in der Reihenfolge aufsteigender
ungefährer Äquivalentgewichte
(angegeben in Klammern) der Amine und der Polymerwiederholungseinheiten
aufgeführt.
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Tabelle
1
Amin-/Polymer-Kombinationen, welche unlösliche Salze ausbilden
-
Obwohl der Großteil der Kombinationen von
anionischem Polymer und Amin unter Bildung eines schlecht wasserlöslichen
Amin-Polymer-Salzes reagieren wird, scheint nur eine kleinere Untergruppe
davon in der Lage zu sein, Mikrokapseln auszubilden, wenigstens
unter den bislang getesteten Bedingungen. Daher liefert die einfache
Fähigkeit
zur Ausbildung eines wasserunlöslichen
Amin-Polymer-Salzes selbst noch keine definitive Identifizierung
von mikrokapselwandbildenden Bestandteilen, wenigstens unter den
bislang getesteten Bedingungen.
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Zur Bestimmung, ob ein ausgewähltes Amin-/Polymer-Paar
Kapseln und Mikrokapseln ausbilden wird, ist das folgende Verfahren
geeignet. Man stelle getrennte wäßrige Lösungen von
dem Amin und dem Polymer, welche etwa 1% w/v der Säureform
des Polymers und eine näherungsweise
stöchiometrisch äquivalente
Menge an Amin enthalten, in gleichen Volumina Wasser her. Alternativ,
wenn das Polymer oder das Amin nicht in solch einem Ausmaß löslich sind,
stelle man Lösungen
von wasserlöslichen
Salzen des Amins (z. B. Hydrochlorid oder Acetat) und des Polymers
(z. B.
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Natrium oder Ammonium) her. Zu einem
Volumen von näherungsweise
5 ml der Aminlösung
füge man sukzessive
Volumina von 20–25 μl der Polymerlösung hinzu,
wobei man die Polymerlösung
tropfenweise aus einer Höhe
von etwa 1 cm zuführt.
Man beobachtet visuell die zwei Lösungen, während die eine zu der anderen
hinzugefügt
wird. Man beachte, ob sich die Tröpfchen der Polymerlösung mit
der Aminlösung
vereinigen und das System homogen wird oder ob sich um die Polymerlösungströpfchen herum
ein Häutchen
bildet und sie als physikalisch verschiedene und mechanisch getrennte
Einheiten hält.
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Wenn die zugefügten Tröpfchen solch ein Häutchen ausbilden
und sich nicht mit der Aminlösung
unter Herstellung einer homogenen Lösung mischen, ist es wahrscheinlich,
daß das
Reaktantenpaar zur Herstellung von Mikrokapseln verwendet werden
kann. Um diese Wahrscheinlichkeit näher zu untersuchen, ist es
notwendig, das Experiment unter Verwendung von Polymertröpfchen und
Aminlösungen,
die über
einen Bereich von Konzentrationen hergestellt wurden, zu wiederholen,
um optimale Reaktantenkonzentrationen zu ermitteln.
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Wenn entweder das Amin oder die Säureform
des Polymers zur Durchführung
des Tests, wie er oben beschrieben ist, ungenügend löslich sind, können an
deren Stelle die Salzformen des Reaktantenpaares gemeinsam verwendet
werden.
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Tabelle 2 zeigt, welche Amin-Polymer-Salze
unter den bislang getesteten Bedingungen wirksam stabile Mikrokapseln
gebildet haben.
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Tabelle
2
Amin-/Polymer-Kombinationen, welche stabile Mikrokapseln
bilden
-
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Die Fähigkeit einer Kombination von
wäßrigen Lösungen von
Amin und Polymer zur Bildung einer stabilen Mikrokapselkonfiguration
erfordert zuerst, daß die
Reaktanten wasserlöslich
und entgegengesetzt geladen sind, damit sie unter Bildung eines
schlecht löslichen
Salzes kombiniert werden können.
Es ist wichtig, daß die
anionischen Polymerstränge
in Lösung
nicht schnell diffundieren dürfen,
verglichen mit der Fähigkeit
der Aminmoleküle
(Ionen) zu diffundieren. Weiterhin ist es bevorzugt, wenn die Tröpfchen der
anionischen Polymerlösung
in solch einer Art und Weise in die Aminlösung eingebracht werden, daß die Polymertröpfchen nicht übermäßig gestört oder
sehr schnell mit der Hauptmasse der Aminlösung gemischt werden. Diese
verschiedenen Erfordernisse sind relativ leicht zu erfüllen. Die
Grundlagen für
diese Erfordernisse können
anhand der Stufen in dem nachfolgend ausführlicher beschriebenen Verfahren
verstanden werden.
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Am Anfang des Mikrokapselherstellungsverfahrens
sind die wäßrigen Lösungen von
anionischem Polymer und dem Amin mechanisch (d. h. physikalisch)
getrennte Phasen. Bei Raumtemperatur erwartet man, daß die Wassermoleküle der anionischen
Polymerlösung
hohe (0,9+) thermodynamische Aktivitätskoeffizienten (ausschließlich des
Beitrags von Wasser) haben und viel schneller diffundieren als die
Polymermoleküle. Die
Polymerstränge
(Molekulargewichte über
10 kDa, 100.000 amu) haben kolloidale Größe, und man kann erwarten,
daß sie
sich wie andere kolloidale Partikel verhalten. Insbesondere erwartet
man, daß eine
kolloidale Lösung
von anionischem Polymer zu struktureller Inhomogenität mit Entwicklung
von Mikrobereichen von relativ hoher Konzentration von kolloidalem
Polymer und anderem ohne Polymer neigen wird. Dieses Verhalten von
kolloidalen Polymeren wurde kürzlich
von Ito et al. (1994) Science, 263: 66–68 mittels Zeitraffer-Konfokallaser-Mikrophotographie
gezeigt. Die Mikrophotographien zeigen diese Tendenz in Richtung
einer Struktur von Inhomogenität
und leeren Stellen. Ito et al. diskutieren dieses Verhalten in Bezug
auf ionische Polymere, wie solche, die in dieser Erfindung verwendet
werden (z. B. Natriumpolyacrylat). Im Gegensatz dazu sind Aminreaktanten
(Molekulargewichte unter 400) thermodynamisch viel aktiver als die
anionischen Polymerstränge,
diffundieren viel schneller als die Polymerstränge (aber langsamer als Wassermoleküle) und
werden als in ihren Lösungen
homogen verteilt verstanden.
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Wenn ein Tröpfchen von anionischer Polymerlösung in
ein großes
Volumen Aminlösung
eingebracht wird, erwartet man, daß sich die zuvor getrennten
wäßrigen Phasen
im wesentlichen sofort unter Ausbildung einer einzelnen zusammenhängenden
wäßrigen Phase
ohne erkennbare Phasengrenze für
die zuvor getrennten wäßrigen Komponenten
verbinden werden. Andererseits begrenzen die niedrigen Diffusionskoeffizienten der
anionischen Polymere (typischerweise kleiner als 7 × 10–7 cm2/sek für
kolloidale Polymere im Massenbereich nahe 10 kDa) die Bewegung von
Polymermolekülen
aus ihren anfänglichen
Positionen relativ zu dem restlichen Polymerlösungstropfen und geben einer
Vielzahl von Aminmolekülen
(Ionen), die sich nahezu so schnell wie Wassermoleküle bewegen,
Zeit, in die Nähe
der Polymere zu kommen, elektrostatisch zu diesen hingezogen zu
werden und Salze mit anionischen Gruppen der Polymere auszubilden.
Somit erlaubt die relative Immobilität der Polymermoleküle während der
Reaktion mit einer Vielzahl von Amineinheiten eine Präzipitation
einer Schale, die den ungefähren
anfänglichen
Positionen der Polymerstränge
entspricht und die Form des Tröpfchens
behält.
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Die Entwicklung dieser Schale um
ein Tröpfchen
kann durch vorsichtige Zugabe eines etwa kugelförmigen Tröpfchens von etwa 20 μl aus wäßriger 1%
w/v Natriumcarboxymethylzelluloselösung zu einer etwa 1% w/v wäßrigen Lösung von
Decylaminhydrochlorid einfach makroskopisch beobachtet werden. In
einem geringen Bruchteil einer Sekunde bildet sich ein kaum sichtbares
kugelförmiges
Häutchen
um das zugegebene Tröpfchen,
und während
einiger weiterer Sekunden wird das Häutchen zunehmend dicker und
mehr opaleszent. Die erhaltene Mikrokapsel kann mit einer Pasteur-Pipette
abgenommen oder auf einem feinen Geflecht gesammelt werden. Es sollte
bemerkt werden, daß,
wenn solch ein Polymertröpfchen
aus einer Höhe
von mehreren Zentimetern der Aminlösung zugeführt wird, es sehr wahrscheinlich
ist, daß das
Tröpfchen
unter Ausbildung eines abgeflachten Sphäroids oder einer bikonkaven
scheibenähnlichen
Struktur verzerrt wird, welche in ähnlicher Weise stufenweise
dicker wird und eine zunehmend opaleszente Schale erhält. Wenn
die Aminlösung
gerührt
wird oder schnell strömt,
neigen zugegebene Tröpfchen
zur Ausbildung länglicher
Sphäroide
oder filamentöser
Partikel, welche in ähnlicher
Weise dicker werden. Wenn die Tröpfchen
von Polymerlösung
kleiner sind, können
sie aus größeren Höhen auf
oder in die Aminlösung
oder auf/in strömende
Aminlösung
mit geringerer Verzerrung dispergiert werden. In der Praxis können Tröpfchen mit
einem Durchmesser von etwa 5–7 μm aus einer
Höhe von
5 cm auf die Oberfläche
einer Aminlösung,
die mit linearer Geschwindigkeit von etwa 1 cm/sek strömt, aufgebracht
werden und erzeugen noch immer im wesentlichen kugelförmige Mikrokapseln.
-
Obwohl es vielleicht zu einfach ist,
den Prozeß,
durch welchen sich Häutchen,
die Polymertröpfchen umgeben,
ausbilden und verdicken, zur Herstellung von Mikrokapseln nur im
Hinblick auf Diffusionsprozesse zu beschreiben, vermittelt solch
eine Beschreibung ein ziemlich genaues Verständnis davon, was stattfindet. Ein
ausführlicheres
Verständnis
kann man durch die Beschreibung des Mechanismus und der Dynamik
von Ionentransport durch eine Flüssig-Flüssig-Grenzfläche erhalten.
I. Benjamin (Science 261: 1558–1560,
1993) hat gezeigt, daß,
obwohl die Wasser-Dichlorethan-Grenzfläche im Zeitmittel über kurze
Zeitintervalle "molekular
scharf" ist, thermische
Fluktuationen die Bildung von kapillaren Verzahnungen jeder flüssigen Phase
mit der anderen induzieren. Diese kapillaren "Finger" erlauben einen Ionentransfer von einer
Phase zu einer anderen, obwohl die Hauptmassephasen deutlich getrennt
sind. Es ist zu erwarten, daß ähnliche
kapillare Intrusionen eines aminhaltigen Teils der wäßrigen Phase
in eine polymerhaltige wäßrige Phase
in ähnlicher
Weise einen Mechanismus liefern könnten, durch welchen die Ionen
des Amin-Polymer- Salzes
unter Entwicklung eines Films oder Häutchens in Wechselwirkung kommen
könnten,
ohne die Integrität
des Polymertröpfchens
in hohem Maße
zu stören.
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In der Wirkung hängt dann die Fähigkeit
der Reaktantenlösungen
zur Bildung diskreter Mikrokapseln wenigstens zum Teil von der relativen
Immobilität
der Polymerstränge
in wäßrigen Medien
und der im Verhältnis
dazu viel größeren Mobilität der Aminmoleküle (Ionen)
und vielleicht auch teilweise von der kurzen thermisch induzierten
Fluktuation der auftretenden Grenzfläche zwischen Amin- und Polymerlösungen ab.
Es erfordert keine hochviskosen Lösungen, sondern vielmehr eine
Spezies eines langsam diffundierenden Reaktanten. Diese Interpretation
des Mechanismus der Mikrokapselbildung steht ziemlich im Widerspruch
zu den Beschränkungen
der Mikrokapselbildung in anderen vollständig wäßrigen Verkapselungssystemen.
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Die Reaktion, die zur Bildung von
Amin-Polymer-Salz-Präzipitaten
führt,
kann als ein einfacher Salzaustausch betrachtet werden und besitzt
als solcher die Charakteristiken einer reversiblen Reaktion. Daß dies so
ist, läßt sich
durch Zugabe eines Überschusses
des löslichen
Salzes, das in der Reaktion gebildet wird, oder einer konzentrierten
Lösung
von diesem (z. B. Natriumchlorid oder Natriumacetat) zu einer Suspension
von Mikrokapseln demonstrieren. Erhöhung der Konzentration an Natriumchlorid
in dem wäßrigen Medium,
welches eine Population von Mikrokapseln umgibt, auf etwa 4% w/v
führt im
allgemeinen zu deren schnellen Auflösung. Jedoch kann eine Behandlung
mit Natriumchlorid oder einem anderen Elektrolyten, der in der Lage
ist, lösliches
Polymer und Aminsalze zu liefern (z. B. Natriumphosphat zur Herstellung
einer 4% w/v Lösung),
Mikrokapseln, die mit sehr schlecht löslichen Aminen (z. B. Hexadecylamin,
Octadecylamin) hergestellt sind, nicht vollständig zerstören, und zur Zerstörung solcher
Mikrokapseln, z. B. zu analytischen Zwecken, ist es geeignet, ein
Lösungsmittel
zuzufügen,
das in der Lage ist, die wäßrige Konzentration
von Amin zu vermindern (z. B. Cyclohexan).
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Ein derzeit bevorzugtes Verfahren
zur Ausbildung der Mikrokapseln der Erfindung besteht darin, eine akustische
tröpfchenbildende
Vorrichtung zu verwenden, die für
diesen Zweck entwickelt wurde.
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Diese Vorrichtung produziert einen
Strom gleichmäßiger feiner
Tröpfchen
aus anionischer Polymerlösung
und richtet sie auf und durch eine konstant erneuerte Oberfläche der
kationischen Reaktantenlösung,
so daß neu
ankommende Tröpfchen
nicht auf früher
ausgelieferte Tröpfchen
auftreffen. Die Vorrichtung (1) reduziert dabei die Neigung zur
Bildung von Mikrokapselagglomeraten und (2) stellt ein Mittel zur
Herstellung großer
Populationen von Mikrokapseln mit sehr engem Größenverteilungsbereich bereit.
Die Maschine arbeitet durch Schallpulsieren eines abwärts fließenden vertikalen
Stroms von Polymerlösung
unmittelbar bevor er aus einer engen Öffnung austritt, so daß die Schallwelle,
die sich im Flüssigkeitsstrom
ausbreitet, eine Reihe von Einschnürungen in dem Strom auslöst, was
dann unter dem Einfluß der
Oberflächenspannung
der Flüssigkeit bewirkt,
daß der
Strom zu einer Spur gleichmäßiger Tröpfchen unterbrochen
wird. Die Tröpfchenspur
wird koaxial in ein enges zylindrisches Röhrchen gelenkt, welchem durch
eine Seitenöffnung
(oder deren topologische Entsprechung) ein kontinuierlicher Fluß des kationischen
Reaktanten zugeführt
wird. Somit trifft jedes neu ankommende Polymertröpfchen eine
frische Oberfläche
von kationischem Reaktanten und hat eine minimale Chance, ein anderes
Polymertröpfchen
zu treffen und sich damit zu verbinden, bevor es beginnt, seine
eigene Kapselwand auszubilden, und das untere Ende des Röhrchens
verläßt.
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Die Hauptbestandteile der akustischen
Vorrichtung zur Herstellung von Mikrokapseln können möglicherweise am besten unter
Bezugnahme auf ihre funktionale Abfolge, mit der sie zwei Flüssigkeitsströme unter Ausbildung
von Mikrokapseln zusammenbringen, beschrieben werden. In dieser
Vorrichtung werden wäßrige Lösungen von
anionischem Polymer und Amin in getrennten Reservoirs gelagert und
durch getrennte Überführungsleitungen
gepumpt. Die Aminlösung
wird dem Schaft eines modifizierten T-Röhrchens, welches als das primäre Reaktionsgefäß dient,
zugeführt
und tritt in dieses ein. Das T-Röhrchen
ist so montiert, daß die zylindrische
Achse des Balkens des T vertikal ausgerichtet ist. Aminlösung, welche
in den Schaft des T-Röhrchens
eintritt, fließt
für wenige
Millimeter horizontal, bevor sie mittels Schwerkraft aus der unteren
Hälfte
des T-Röhrchenbalkens
ausfließt.
(In der Praxis war es geeignet, nicht ein einfaches T-Röhrchen zu
verwenden, sondern vielmehr eines von der Art, die man in klinisch-chemischen
Laboratorien häufig
als ein "Kaktus-Röhrchen" bezeichnet. Ein Kaktus-Röhrchen hat
die allgemeine Form des Kleinbuchstabens h, und in dieser Anwendung
wird das Röhrchen
so positioniert, daß die
h-Form auf dem Kopf steht. Der gerade Teil des Kaktus-Röhrchens
ist etwa 2 cm lang und hat einen inneren Durchmesser von etwa 2
mm.) Aminlösung,
die aus dem T-Röhrchen
fließt,
kann in das Reservoir zurückgeführt und
rezirkuliert werden.
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Die Polymerlösung wird durch einen Membranfilter
(mit einer Zurückhaltung
von 8 μm
oder feiner) und dann durch eine Glaskapillare, deren distales Ende
auf einen nominalen Durchmesser von 20–25 μm verengt ist, gepumpt und tritt
in der Form eines feinen kontinuierlichen Flüssigkeitsstrahls aus. (Die
verengte Kapillare wird einfach aus einem Kapillarröhrchen mit
einem Volumen von 25, 50 oder 100 μl von einem Typ, der allgemein
von Laborausrüstungshäusern erhältlich ist,
z. B. A. H. Thomas Co., gefertigt. Die Verengung ist vorzugsweise
so, daß der
Strahl von Polymerlösung
mit einer Geschwindigkeit im Bereich zwischen 4 und 5 m/sek austritt,
wenn die Polymerlösung
mit 1–2
ml/min gepumpt wird, aber es können
natürlich
auch Fließraten
und Geschwindigkeit außerhalb
dieser Bereiche verwendet werden.)
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Die Kapillare wird in einer flachen,
V-förmigen
Furche in einem Metallblock angeordnet und mittels Kompressionsfedern
fest an dem axial vibrierenden Ende eines akustischen Überträgers gehalten
(z. B. einer Laborultraschallsonde, die mit einem nominalen Energieausstoß von 40
W betrieben wird), so daß akustische Energie
durch die Wand der Kapillare zu der fließenden Polymerlösung übertragen
wird, was bewirkt, daß der Strahl
von Polymerlösung
in eine Spur von Tröpfchen
mit gleichmäßiger Größe unterbrochen
wird.
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Der Aufbau aus Überträger, Kapillare und Kompressionsblock
wird so positioniert, daß die
austretende Spur von Polymerlösungströpfchen für etwa 3
cm durch Luft hindurchtritt und axial in das obere Ende des T-Röhrchenbalkens
gelenkt wird, so daß sie
auf die Aminlösung
auftrifft, die von der Seite (dem Schaft) des T-Röhrchens
eintritt. Die Polymerlösungströpfchen reagieren
mit der Aminlösung
unter Bildung von Mikrokapseln, die mit der Aminlösung aus
dem unteren Ende des T-Röhrchenbalkens
herausfließen.
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Auch in der Abwesenheit von Schallstimulation
würde der
Strahl von Polymerlösung,
welcher aus der Kapillarverengung austritt, wie es oben beschrieben
ist, normalerweise spontan in eine Spur von Tröpfchen mit variierender Größe als ein
Ergebnis variierender natürlicher
Instabilitäten
des Flüssigkeitsstroms
und der Atmosphäre,
in welche der Strahl austritt, der sogenannten Rayleigh-Unterbrechung eines
Flüssigkeitsstrahls, zerbrechen.
Es ist jedoch erwünscht,
daß Tröpfchen mit
gleichmäßiger Größe produziert
werden, um Mikrokapseln mit gleichmäßiger Größe herzustellen. Dies hat den
Grund, daß gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
dieser Erfindung Tröpfchen
mit gleichmäßiger Größe durch
periodische Schallunterbrechung des Flüssigkeitsstroms zur Initiierung
einer Spur von ausreichend starken Kompressions-(Schall-)Wellen
entlang der Achse des Strahls produziert werden. Die Spur von Schallwellen
bewegt sich viel schneller als die Flüssigkeit selbst durch das flüssige Medium
und weg von der Öffnung.
(Der Strahl tritt mit einer Geschwindigkeit von 4–5 m/sek
aus.) Die Ausdehnung der Wellenspur entlang der Länge des
Strahls bildet ein Interferenzmuster mit zunehmend konstruktiver
Amplitude an aufeinanderfolgenden Knoten entlang des Weges des Strahls.
In einem gewissen Abstand von der Öffnung wird die Amplitude der
Oberflächenwelle
größer als
die Oberflächenspannung
der Flüssigkeit,
und es bilden sich Tröpfchen
von Polymerlösung
bei der Sonikatorfrequenz. Die Erzeugung einer Spur von Tröpfchen mit
gleichmäßiger Größe auf diese
Art und Weise wird in gewisser Ausführlichkeit von P. J. Galley
und G. M. Hieftje, Applied Spectroscopy 45: 1460–1463 (1992) beschrieben.
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Zur Erläuterung des vorgenannten Verfahrens
und der Vorrichtung wird auf die anhängende 1 Bezug genommen, in welcher ein "h"-förmiges,
rohrförmiges
Teil 10 gezeigt ist, welches einen Seitenarmeintrittsabschnitt 14 und
einen vertikalen kreuzenden Abschnitt 12 aufweist, durch
welches die Aminlösung 16 an dem
unteren Ende des Röhrchenabschnitts 14 nach
unten gepumpt wird, so daß sie
in den aufrechten Abschnitt 12 eintritt und an der Kreuzung
des Abschnittes 14 und des Abschnittes 12 in einen
abwärts
fließenden Anteil
umgelenkt wird, aus welchem sie am unteren Ende des röhrenförmigen Abschnitts 12 austritt. Über der Kreuzung
der Abschnitte 14 und 12 wird die Polymerlösung 22 durch
ein Kapillarteil 18 eingebracht, dessen Ende in einem vorherbestimmten
Abstand (etwa 3 cm in der beispielhaften Beschreibung oben) über der
Kreuzung der Abschnitte 14 und 12, bei welcher
der Fluß der
Aminlösung
nach unten umgeleitet wird, beabstandet, so daß tropfenweise aufgebrachte
Anteile von Polymerlösung 22 an
diesem Punkt mit der abwärts
fließenden Aminlösung zusammengeführt werden.
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Wie es oben beschrieben ist, wird
das Kapillarröhrchen 18 zur
Verstärkung
der Gleichmäßigkeit
der tropfenweise abwärts
fließenden
Anteile 22 von Polymerlösung
in einem Metallblock 24 mit einem als V-Furche ausgebildeten
Halteschlitz (in der Figur nicht gezeigt) fest gehalten und intermittierend
akustisch stimuliert. Zu diesem Zweck ist eine akustische Sonde 20 in
Kontakt mit dem Kapillarröhrchen 18 nahe
dem unteren Ende davon.
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Man kann die Anzahl einzelner Tröpfchen,
die pro Zeiteinheit produziert werden, aus der Frequenz des Sonikators
abschätzen.
In den meisten Fällen
wurde ein Sonikator mit einer Frequenz von 20 kHz verwendet. Die
Schätzung
der Anzahl abgebildeter Tröpfchen
kann aufgrund von Umständen,
in welchen aufeinanderfolgende Tröpfchen aufeinander auftreffen
und sich vereinigen oder aneinander unter Ausbildung aggregierter Mikrokapseln
haften, leicht fehlerhaft sein. In der Praxis treten viel weniger
als 1% der Tröpfchen
in fusionierten oder vereinigten Formen auf. Nimmt man an, daß alle Tröpfchen getrennt
ausgebildet werden, kann man die Größe einzelner Tröpfchen aus
einer Kenntnis der Polymerflußrate
berechnen. Bei einer nominalen Flußrate von anionischem Polymer
von 1 ml/min beträgt
das Volumen einzelner Tröpfchen
0,05 μl
(Kubikmillimeter), was einem Durchmesser eines kugelförmigen Tröpfchens
von 4,57 μm
entspricht. Der Durchmesser von Mikrokapseln, die bei Flußraten nahe
1 ml/min und akustischen Frequenzen von 20 kHz gebildet werden,
beträgt etwa
5 μm, geschätzt anhand
von Volumen-Durchmesser-Größenabschätzung (Coulter-Prinzip).
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Alternativ können Tröpfchen der Polymerlösung von
im wesentlichen jeder Größe in die
kationische Reaktantenlösung
(z. B. durch Sprühen
oder durch tropfenweise Abgabe aus einer Pipette) zur Ausbildung
von Mikrokapseln eingebracht werden. In vielen Anwendungen ist es
wünschenswert,
daß die
gebildeten Mikrokapseln hochgradig gleichmäßige Größe besitzen, und daher ist
ein Mittel zur Einbringung dieser Gleichmäßigkeit, wie das oben beschriebene
akustische Verfahren, bevorzugt. Solche Anwendungen umfassen die Auslieferung
an die lymphatischen Gewebe des Darms, häufig bezeichnet als Peyers-Haufen.
Die M-Zellen von Peyers-Haufen weisen präferentiell Partikel größer als
etwa 10 μm
zurück,
nehmen aber Partikel im Größenbereich
unter etwa 10 μm
auf und überführen sie
zu anderen lymphatischen Zellen.
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Im allgemeinen können die Mikrokapseln der vorliegenden
Erfindung eine Größe im Bereich
von 0,1–2.000 μm haben.
Ein bevorzugter Größenbereich,
der zur allgemeinen oralen Verabreichung geeignet ist, beträgt von 500–1.000 μm. In einigen
Ausführungsformen
beträgt
der Bereich von 100–-200 μm. In anderen Ausführungsformen,
wie bei der Verabreichung von Substanzen, die für eine Auslieferung an Peyers-Haufen im
lymphatischen Gewebe des Darms vorgesehen sind, beträgt ein besonders
bevorzugter Größenbereich von
1–10 μm.
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Abhängig zum Teil vom Ausmaß, mit dem
Herstellungsflüssigkeit
entfernt wird, und zum Teil von der im Kern gelösten Substanz, können die
Mikrokapseln mit wäßrigem Kern
als eine frei fließende
Suspension, ein zähflüssig fließendes Konzentrat,
ein Brei, eine bröckelige
Flocke oder, bei weiterer Behandlung, als ein trockener Kuchen gesammelt
werden. Lyophilisierung ist besonders erwünscht zur Bereitstellung stabiler
Mikrokapseln mit hoch wasserlöslichen
Kernmaterialien.
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Wenn sie einmal verkapselt sind,
sind Kernmaterialien, wie Rotavirus, vor der Umgebung geschützt, aber
sie können
aus den Mikrokapseln durch Suspendieren der Kapseln in einem wäßrigen Medium,
in welches die Kernmaterialien durch die semipermeablen Mikrokapselwände aktiv
diffundieren können,
langsam freigesetzt werden. Wenn die Art der wandbildenden Reaktanten
konstant gehalten wird, beobachtet man im allgemeinen, daß hoch wasserlösliche Kernmaterialien
schneller freigesetzt werden als schlecht wasserlösliche Kernmaterialien,
und im allgemeinen werden Stoffe mit niedrigerem Molekulargewicht
schneller freigesetzt als solche mit höherem Moleku largewicht. In
einigen Ausführungsformen
ist eine Umwandlung der Mikrokapsel in Trockenkuchen und Resuspendierung
in wäßrigen Medien
bevorzugt.
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Impfstoffe gemäß der Erfindung umfassen wenigstens
eine mikroverkapselte immunogene Zusammensetzung, z. B. Rotavirus,
und einen pharmazeutisch verträglichen
Träger
oder ein Verdünnungsmittel.
Optional kann der Impfstoff zusätzlich
Komponenten umfassen, einschließlich
mikroverkapselter und nicht mikroverkapselter immunogener Zusammensetzungen
und/oder Hilfsstoffe.
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Impfstoffe der vorliegenden Erfindung
können
nach anerkannter Konvention unter Verwendung von Puffern, Stabilisierungsmitteln,
Konservierungsmittel, Lösungsverbesserern
und Zusammensetzungen, die zur Erleichterung einer andauernden Freisetzung
verwendet werden, formuliert werden. Allgemein können Zusätze für die Isotonizität Natriumchlorid,
Dextrose, Mannitol, Sorbitol und Lactose umfassen. Stabilisiermittel
umfassen Gelatine und Albumin. Hilfsstoffe können verwendet werden. Beispiele
für Hilfsstoffe
umfassen RIBI (Ribi Inc.), Alum, Freund's Complete, Freund's Incomplete, Block-Copolymer (CytRx,
Atlanta, GA), QS-21 (Cambridge Biotech Inc., Cambridge, MA) und
SAF-M (Chiron, Emeryville, CA). Impfstoffe können in Lösung gehalten werden oder in
einigen Fällen,
insbesondere rekombinante Impfstoffe, lyophilisiert sein. Lyophilisierter
Impfstoff kann bequem gelagert und vor einer Verabreichung mit steriler
Lösung
vereinigt werden.
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Die Menge an verabreichter immunogener
Zusammensetzung hängt
von solchen Faktoren ab, wie der Art der immunogenen Zusammensetzung,
der Spezies, dem Alter, dem Gewicht und allgemeinen physischen Charakteristiken
des zu immunisierenden Tieres und von der Zusammensetzung des Impfstoffs.
Eine Bestimmung der optimalen Dosierung für jeden Parameter kann nach
Routinemethoden durchgeführt
werden. Gemäß einigen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung enthalten Impfstoffe im allgemeinen zwischen 0,05–1.500 μg immunogene
Zusammensetzung pro ml steriler Lösung, vorzugsweise 10–1.000 μg. Es werden etwa
0,5–2
ml proteinhaltige Lösung
verabreicht. Die Menge an verabreichtem infektiösem Mittel hängt von
solchen Faktoren ab, wie dem Ausmaß an erwünschter Infektivität, der Spezies,
dem Alter, dem Gewicht und allgemeinen physischen Charakteristiken
des Tieres, das immunisiert wird, und von der Zusammensetzung des Impfstoffs.
Eine Bestimmung der optimalen Dosis für jeden Parameter kann nach
Routinemethoden durchgeführt
werden.
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Impfstoffe gemäß der Erfindung können auf
einem geeigneten Weg verabreicht werden, wie z. B. durch orale,
intranasale, intramuskuläre,
intraperitoneale oder subkutane Verabreichung. In einigen Ausführungsformen
ist eine orale Verabreichung bevorzugt. Nach einer anfänglichen
Immunisierung kann die Impfung beim Säuger durch erneute Immunisierung
verstärkt
werden.
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Die Eignung der Mikrokapseln der
Erfindung zur Auslieferung verschiedener aktiver Mittel wird in
den folgenden Beispielen demonstriert.
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Beispiel 1
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Placebo-Mikrokapseln
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Stufe 1: Der Einfachheit halber wurden
anionische Polymere anfänglich
als 1%-ige w/v Lösungen
in Wasser hergestellt und, falls notwendig, mit verdünntem Natriumhydroxid
oder Natriumbicarbonat auf pH-Werte von 7,0 +/– 0,1 eingestellt. Schlecht
wasserlösliche
anionische Polymere, wie Acrylsäure
und Zelluloseacetatphthalat, wurden als deren Natriumsalze in Lösung gebracht.
Frische Polymerlösungen
ließ man
vor der Verwendung über
Nacht hydratisieren, sie wurden bei Kühlschranktemperatur gelagert
und vor dem Testen oder der Verwendung auf Raumtemperatur äquilibrieren
gelassen.
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Stufe 2: Aminlösungen wurden als 1 %-ige w/v
Lösungen
in Wasser hergestellt und mit Hilfe von verdünnter Salzsäure (oder im Falle einiger
langkettiger aliphatischer primärer
Amine mit Essigsäure)
auf pH-Werte von 7,0 +/– 0,1
eingestellt. Schlecht lösliche
Amine, wie Octadecylamin, wurden, falls notwendig, erwärmt und
als deren Salze in Lösung
gebracht.
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Stufe 3: Die Fähigkeit von Amin- und Polymer-Kombinationen
zur Bildung unlöslicher
Präzipitate
und geeigneter Mikrokapseln wurde durch Zugabe von Tröpfchen von
anionischer Polymerlösung
von etwa 50 μl zu
Aminlösung
von etwa 5 ml Volumen in kleinen Reagenzgläsern untersucht. Wenn die hinzugefügten anionischen
Polymerlösungen
keine unlöslichen
Präzipitate
lieferten, wurde das Reaktantenpaar als ungeeignet für weitere
Berücksichtigung
angesehen. Kombinationen von Reaktanten, welche unlösliche Präzipitate
lieferten, wurden der nachfolgenden Stufe 4 zugeführt.
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Stufe 4: Für jedes in der oben genannten
Stufe 3 für
weitere Untersuchung ausgewählte
Reaktantenpaar wurde ein Volumen von 5 ml anionische Polymerlösung mit
einem gleichen Volumen Wasser verdünnt und auf 25 ml einer magnetisch
gerührten
Aminlösung,
die in einer 10 cm Petrischale (ohne Abdeckung) enthalten war, aus
einer Höhe
von 10 cm zerstäubt.
Die Zerstäubung
wurde durch Pumpen der anionischen Polymerlösung mit einer Rate von 1 ml/min
durch eine 18 Gauge Injektionsnadel und Entlangleiten von Luft mit 4
l/min aus einer 12 Gauge Injektionsnadel entlang der Spitze der
Polymerauslieferungsnadel durchgeführt.
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Zur Bereitstellung eines reproduzierbaren,
engen Kegels der Zerstäubung
der Polymerlösung
wurde die Spitze der 18 Gauge Nadel zu einem 75 Grad Winkel gefeilt
und diejenige der 12 Gauge Nadel zu 90 Grad. Die 18 Gauge Nadel
wurde horizontal mit der ovalen Öffnung
nach oben in Richtung der 12 Gauge Nadel, welche vertikal positioniert
war, ausgerichtet montiert. Die Spitze der Luftstrom-(12 Gauge)Nadel
wurde in einer Position 2 mm über
der Spitze der Polymerauslieferungsnadel durch Punktschweißen der
Zylinder der Nadeln an Edelstahlversteifungen fixiert, so daß der Luftstrom über den
Polymerstrom blies, während
dieser aus der modifizierten 18 Gauge Nadel austrat. Eine Reihe
von Versuchsexperimenten war erforderlich, um den Zerstäuber zu
optimieren (z. B. den Winkel der Polymerauslieferungsnadelspitze).
Für diese
Versuche wurde anstelle von Wasser zur Verdünnung der Polymerlösung wäßrige Farbstofflösung verwendet,
und das gefärbte Polymer
wurde auf 12 cm große
Kreise von Filterpapier gesprüht.
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Die Eignung einer Amin-Polymer-Kombination
bei der Ausbildung von Mikrokapseln wurde durch Untersuchen des
Reaktionsgemisches während
und nach dem Zerstäuben
untersucht, um zu bestimmen, ob das Gemisch aus dispersen Partikeln
bestand, die in der Lage waren, einen Tyndal-Effekt zu zeigen, an der Glasoberfläche der
Petrischale hafteten und/oder als nahezu kugelförmige Partikel erschienen,
wenn sie mikroskopisch bei einer 100-fachen Vergrößerung betrachtet
wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengefaßt. Diejenigen
Reaktantenkombinationen, die erkennbare kugelförmige Partikel lieferten, wurden
weiter hinsichtlich Stabilität
und Eignung als Verkapselungsmittel für eine Vielzahl aktiver Kernmaterialien
untersucht, wie es hierin beschrieben ist.
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Alternativ wurde zur Untersuchung
von Reaktantenpaaren mit der luftbetriebenen Zerstäubungsvorrichtung
eine begrenzte Anzahl von Amin-Polymer-Kombinationen unter Verwendung
der oben beschriebenen akustischen Vorrichtung hinsichtlich ihrer
Fähigkeit
zur Bildung von Mikrokapseln untersucht.
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Beispiel 2
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Ein Volumen von 10 ml einer 0,5%-igen
Lösung
von Natriumalginat in Wasser wurde in der Form von Tröpfchen mit
etwa 5 μm
Durchmesser auf der sanft gerührten
Oberfläche
von 20 ml Volumen einer Lösung von
Spermin (als das Hydrochlorid) über
einen Intervall von etwa 10 Minuten verteilt. Das Gemisch wurde
zentrifugiert (2.000 Schwerkraftminuten), und der Überstand
wurde von dem erhaltenen Mikrokapselpellet dekantiert. Wenn man
einen kleinen Anteil des Pellets bei einer 100-fachen Vergrößerung untersuchte,
sah man, daß es
aus vielen kleinen kugelförmigen
Partikeln bestand.
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Beispiel 3
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Um die Stabilität der Placebo-Mikrokapseln,
wie denjenigen, die in den Beispielen 1 und 2 beschrieben sind,
die für
mehrere Tage in Wasser gelagert wurden, gegenüber künstlicher Magenflüssigkeit
und gegenüber hoher
Elektrolytkonzentration zu untersuchen, wurde eine Suspension von
Spermin-Alginat-Mikrokapseln, die hergestellt worden waren, wie
es in Beispiel 2 beschrieben ist, in 20 ml Wasser resuspendiert
und in vier gleiche Anteile aufgeteilt.
-
Ein Anteil wurde als eine Kontrolle
zurückbehalten.
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Ein zweiter aliquoter Teil von wenigen
Mikrolitern der frischen Suspension wurde abgenommen und der Rest
bei Raumtemperatur verschlossen zur Seite gestellt. An jedem der
nachfolgenden vier Tage wurde der Rest dieses Anteils durch Vortexen
resuspendiert und wenige Mikroliter abgenommen. Die Mikroliter-Proben
wurden unmittelbar auf einen Mikroskopobjektträger gegeben, untersucht und
bei 100-fachen Vergrößerung fotografiert.
Die entwickelten Mikrophotographien wurden verglichen, um zu sehen,
ob sich die einzelnen Partikel im Erscheinungsbild veränderten
oder beim Stehen zusammenlagerten.
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Ein dritter aliquoter Teil wurde
mit einem gleichen Volumen künstlicher
Magenflüssigkeit
gemischt und sofort und erneut nach zwei Stunden Inkubation bei
37°C untersucht,
um zu bestimmen, ob die Mikrokapseln lysieren, wenn sie einer sauren
Umgebung, wie derjenigen des Magens, ausgesetzt werden.
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Ein Anteil von 180 mg festes Natriumchlorid
wurde zu einem vierten aliquoten Teil hinzugefügt, und das Gemisch wurde gevortext,
bis sich das Natriumchlorid löste.
Der Anteil, zu welchem Natriumchlorid hinzugefügt worden war, wurde visuell
und bei 100-fachen Vergrößerung untersucht,
um zu bestimmen, ob das zugegebene Salz die Stabilität der Mikrokapseln
beeinflußte.
-
Ergebnisse:
-
Die Untersuchung des für 5 Tage
gelagerten Anteils zeigte keine nennenswerte Veränderung, wenn er visuell untersucht
wurde oder wenn die Mikrophotographien verglichen wurden. Der mit
Säure behandelte
Anteil löste
sich weder sofort noch nach Inkubation für zwei Stunden auf, aber der
mit etwa 4× normalem,
osmolarem Natriumchlorid behandelte Anteil verschwand, bevor sich
das gesamte Salz gelöst
hatte. Es wurden keine Mikrokapseln gesehen, wenn der mit Salz behandelte
Anteil mikroskopisch untersucht wurde. Spermin-Alginat-Mikrokapseln
wurden als unstabil gegenüber
Elektrolytkonzentrationen, die mehrfach höher waren als die normale Osmolarität von menschlichem
Gewebe, beurteilt.
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Beispiel 4
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Es war von Interesse, den Einfluß der Stöchiometrie
verschiedener Kombinationen von Amin und anionischem Polymer hinsichtlich
der Ausbeute an gebildeten Mikrokapseln zu untersuchen. An dieser
Stelle wurde eine Reihe von Proben von Mikrokapseln, die mit der
hierin unter Bezugnahme auf 1 beschriebenen
akustischen Vorrichtung erzeugt worden waren, durch Reaktion von
Reihenverdünnungen
von anionischem Polymer mit einer konstanten Aminkonzentration wie
folgt hergestellt.
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Stufe 1: Eine Lösung von 1 % w/v Natriumalginat
in Wasser wurde hergestellt und nach Hydratisierung für wenigstens
24 Stunden durch einen Filter von 8 μm gefiltert.
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Stufe 2: Ein Volumen von 260 ml von
0,05% w/v Spermin (als das Hydrochlorid) wurde hergestellt.
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Stufe 3: Ein Volumen von 10 ml Natriumalginatlösung wurde
mit einem gleichen Volumen Wasser verdünnt, und nach dem Mischen wurden
10 ml der Verdünnung
mit Volumina von 42 ml Sperminlösung
zur Herstellung von Mikrokapseln mit der oben beschriebenen akustischen
Vorrichtung verwendet. Die verbleibende Natriumalginatverdünnung wurde
für eine
Verwendung in Stufe 4 zurückbehalten.
-
Stufe 4: Die Natriumalginatverdünnung aus
Stufe 3 wurde mit weiteren 10 ml Wasser verdünnt, und nach dem Mischen wurden
10 ml der neuen Verdünnung
mit 42 ml Sperminlösung
zur Herstellung von Mikrokapseln mit der oben beschriebenen akustischen
Vorrichtung verwendet. Die verbleibende Natriumalginatlösung wurde
für eine
Verwendung in Stufe 5 zurückbehalten.
-
Stufe 5: Das in Stufe 4 oben beschriebene
Verfahren wurde nacheinander wiederholt, um eine Reihe von Spermin-Alginat-Mikrokapseln
aus Lösungen
von aufeinanderfolgend niedrigeren Konzentrationen von Natriumalginat
herzustellen.
-
Stufe 6: Die aufeinanderfolgenden
Ansätze
von Spermin-Alginat-Mikrokapseln, hergestellt in den Stufen 4 und
5, wurden gevortext, um sie sorgfältig zu mischen, und die auftretende
Absorption jeder Suspension wurde sofort bei 550 nm gemessen, einem
Spektralbereich, in welchem zuvor festgestellt worden war, daß die Reaktanten
selbst keine meßbare
Absorption aufwiesen. Aliquote Teile von wenigen Mikrolitern jeder
Suspension wurden auf ein Mikroskopobjektträgerglas gegeben und bei 100-fachen
Vergrößerung fotografiert.
Die restlichen Proben wurden verschlossen, bei Raumtemperatur gelagert
und nach 50 Stunden erneut untersucht und fotografiert.
-
-
Die Absorptionsmessungen zeigen,
daß die
größte Dichte
an Spermin-Alginat-Mikrokapseln aus der Verwendung der Reaktanten
in dem Konzentrationsverhältnis
von 1 mol Alginat-Wiederholungseinheiten
zu 16 mol Spermin resultiert.
-
Beispiel 5
-
Es ist gut bekannt, daß das Verhältnis von
Reaktanten in dem Reaktionsgemisch nicht notwendigerweise das Verhältnis von
Reaktanten, die in dem Produkt einer chemischen Reaktion kombiniert
werden, verdoppelt. In einigen Fällen
ist ein Überschuß eines
Reaktanten erforderlich oder erwünscht,
um die Reaktion in Richtung verbesserter Ausbeuten des gewünschten
Produkts zu fördern.
In diesem Beispiel wurden bevorzugte Stöchiometrieverhältnisse
von Reaktanten wie folgt bestimmt.
-
Ein Ansatz von Spermin-Alginat-Mikrokapseln
wurde unter Verwendung der Konzentration an Reaktanten, welche die
höchste
Dichte an Mikrokapselausbeute lieferte, wie es in Beispiel 4, Stufe
6 oben beschrieben ist, hergestellt, und das Produkt wurde wiederholt
durch Zentrifugation und Resuspendierung in frischem Wasser gesammelt.
Die gewaschene Probe wurde luftgetrocknet und von einer externen
Firma, die sich auf solche Arbeiten spezialisiert hat, einer Verbrennungsanalyse
unterzogen. Die Firma wurde angewiesen, die Proben bei Temperaturen
unterhalb von 50°C
bis zu konstantem Gewicht zu trocknen (zur Vermeidung der Bildung
von Anhydro-Derivaten des von Kohlenwasserstoff abgeleiteten Polymers).
-
Die Verbrennungsanalyse zeigte, daß das Produkt
das Äquivalent
von etwa 25% Spermin (oder etwa 1 Sperminmolekül auf jeweils 4 Alginat-Wiederholungseinheiten)
enthält.
Somit ist die Reaktion zur Bildung von Mikrokapseln bei einem hohen
Amin-zu-Anion-Reaktantenverhältnis
opti miert, aber nicht das gesamte zur Verfügung stehende Amin kann möglicherweise
unter Bildung des Amin-Polymer-Salzes reagieren. Es scheint, daß jede der
Aminogruppen in diesem polyfunktionalen Amin mit einer sauren Alginat-Wiederholungseinheit
reagiert.
-
Beispiel 6
-
Eine gewünschte Eigenschaft von Mikrokapseln,
die hergestellt werden, wie es hierin beschrieben ist, besteht darin,
daß die
Mikrokapseln als stabile, individuelle Partikel verbleiben und wenig
oder keine Neigung zur Zusammenlagerung im Laufe der Zeit zeigen.
Zur Untersuchung dieser Qualität
wurde eine Reihe von Mikrokapselformulierungen unterschiedlicher
Stöchiometrien
in aufeinanderfolgenden Intervallen nach der Herstellung untersucht.
-
Die in Beispiel 4 oben hergestellten
Formulierungen wurden in mit Teflon ausgekleideten Schraubdeckelröhrchen im
Temperaturbereich zwischen 21 und 25°C gelagert. In Intervallen von
etwa 2 Monaten über einen
Zeitraum von 6 Monaten wurden die Proben dreimal für etwa 30
Sekunden gevortext, und aliquote Teile weniger Mikroliter wurden
bei 100-fachen Vergrößerung untersucht.
Aus 0,50% und 0,25% Alginat hergestellte Formulierungen wurden am
Ende des ersten Intervalls von 2 Monaten und zu allen späteren Zeitpunkten
ausgiebig verklumpt. Die mit 0,125% Alginat hergestellte Probe war
nach 2 Monaten monodispers, aber nach 4 und 6 Monaten leicht verklumpt
(Zusammenlagerungen von jeweils 10–20 Partikeln). Die bei den
niedrigsten untersuchten Konzentrationen hergestellten Formulierungen,
0,06% und 0,03%, blieben nach 6 Monaten monodispers.
-
Beispiel 7
-
Zur Bestimmung einer gewissen Abschätzung des
Bereiches an Kernmaterialien, die in dem gesamten wäßrigen Verkapselungssystem
wirksam eingesetzt werden können,
wurden Reihen von Verkapselungen unter Verwendung zweier wasserlöslicher
Wirkstoffe, zweier wasserlöslicher
Hilfsmaterialien, zweier wasserunlöslicher Feststoffe, zweier
Typen von Viren und Sperminalginat, Sperminchondroitinsulfat, Ethylendiamin-Zellulosesulfat
oder Octadecylamin-Carboxymethylzellulose als die wandbildenden
Materialien durchgeführt.
-
Beispiel 7a
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Stufe 1: Eine Probe von 15 mg Tetracyclinbase
(Sigma Chemical Co.) wurde in 10 ml 0,06%-iger wäßriger Natriumalginatlösung gelöst, und
diese Lösung
wurde unter Verwendung der oben beschriebenen akustischen Vorrichtung
mit 20 ml einer 0,05%-igen wäßrigen Lösung von
Sperminhydrochlorid unter Bildung von Tetracyclin enthaltenden Mikrokapseln
vereinigt.
-
Stufe 2: Die Mikrokapselsuspension
wurde zentrifugiert (5.000 Schwerkraftminuten) und die pelletierten
Mikrokapseln wurden nach Dekantieren des Überstandes 5-mal durch Resuspendieren
in ausreichend Wasser unter Erhalt von 5 ml, erneutem Pelletieren
(durch Zentrifugieren) und Dekantieren gewaschen, wobei in jedem
Fall die dekantierten Flüssigkeiten
behalten wurden. Das letzte Pellet wurde in ausreichend Wasser unter
Erhalt von 10 ml resuspendiert, und 500 mg festes Natriumchlorid
wurden zu diesem hinzugefügt.
Das Gemisch wurde kurz gevortext, um die Auflösung der Mikrokapseln und des
zugegebenen Salzes zu unterstützen.
Volumina von etwa 1 μl
Salzsäure
wurden zu den gelösten
Mikrokapseln und zu jeder der zurückgehaltenen dekantierten Flüssigkeiten
hinzugegeben und die Absorption jeder Lösung bei 268 nm gemessen.
-
Die nach 3 Waschschritten erhaltenen
flüssigen Überstände zeigten
keine signifikante Absorptionscharakteristik von Tetracyclin, aber
die Absorption der Lösung
von gelösten
Mikrokapseln bei 268 nm zeigte, daß mehr als die Hälfte der
anfänglichen
Menge an Tetracyclin während
des wiederholten Waschens in den Mikrokapseln zurückgehalten
wurde.
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Beispiel 7b
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Stufe 1: Fluorouracil (Sigma Chemical
Co.) wurde gegen Tetracyclinbase ausgetauscht und verkapselt, wie
es in Stufe 1 von Beispiel 7a oben beschrieben ist.
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Stufe 2: Die in Stufe 1 oben erhaltene
Mikrokapselsuspension wurde behandelt, wie es in Stufe 2 von Beispiel
7a oben beschrieben ist, ausgenommen, daß Absorptionsmessungen bei
265 nm durchgeführt
wurden.
-
Die nach 3 Waschschritten erhaltenen
flüssigen Überstände zeigten
keine signifikante Fluorouracil-Absorption, aber die Absorption
bei 265 nm der Lösung
gelöster
Mikrokapseln zeigte, daß mehr
als die Hälfte
der anfänglichen
Menge an Fluorouracil während
des wiederholten Waschens in den Mikrokapseln zurückgehalten
wurde.
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Beispiel 7c
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Stufe 1: Eine Probe von 100 mg Dextranblau
(Sigma Chemical Co.) (durchschnittliches Molekulargewicht: 2.000.000)
wurde gegen Tetracyclinbase ersetzt und verkapselt, wie es in Stufe
1 von Beispiel 7a oben beschrieben ist.
-
Stufe 2: Die in Stufe 1 oben erhaltene
Mikrokapselsuspension wurde behandelt, wie es in Stufe 2 von Beispiel
7a oben beschrieben ist, ausgenommen, daß Absorptionsmessungen bei
620 nm durchgeführt
wurden.
-
Die nach 3 Waschschritten erhaltenen
flüssigen Überstände zeigten
keine signifikante Absorptionscharakteristik von Dextranblau, aber
die Absorption bei 620 nm nach Lösen
der Mikrokapseln zeigte, daß mehr als
die Hälfte
der anfänglichen
Menge an Dextranblau während
der wiederholten Waschschritte in den Mikrokapseln zurückbehalten
wurde.
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Beispiel 7d
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Stufe 1: Eine Probe von 100 mg Bromphenolblau
(Fisher Scientific Co.) wurde in 25 ml einer 0,1%-igen Lösung von
Natriumcarboxymethylzellulose (mittlere Viskosität, Ruger Chemical Co.) gelöst, und
die erhaltene Lösung
wurde langsam durch eine zu einer feinen Spitze (0,1 mm o. d.) gezogenen
Kapillare gepumpt (etwa 1 ml/min). Die austretenden Tröpfchen wurden über eine
Distanz von etwa 1 cm in eine langsam gerührte 0,1%-ige wäßrige Lösung von
Octadecylamin (Aldrich Chemical Co.), welches als das Acetat bei
einem pH-Wert von 7,0 gelöst
war, fallen gelassen.
-
Stufe 2: Die resultierenden Mikrokapseln
mit einem Durchmesser von etwa 1,5 mm wurden für eine weitere Stunde gerührt und
mit Hilfe von feinem Gewebe abgetrennt. Die Mikrokapseln wurden
mit 2 Volumen Wasser von 100 ml gewaschen. Etwa die Hälfte der
Mikrokapseln wurde feucht gelagert und bis zur Verwendung gekühlt. Die
andere Hälfte
der Mikrokapseln wurde lyophilisiert und bis zur Verwendung trocken
gelagert.
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Stufe 3: Einige Dutzend der lyophilisierten
Mikrokapseln wurden in wenigen Millilitern Wasser für 1 Stunde
rehydratisiert und parallel zu den feucht gelagerten Mikrokapseln
zum Testen ihrer Empfindlichkeit bezüglich des pH-Wertes verwendet.
Es wurden Verdünnungen
von Salzsäure
zur Bereitstellung von Lösungen mit
pH-Werten von 2, 3 und 4 hergestellt. Zu diesen Salzsäurelösungen wurden
ein paar rehydratisierte und ein paar feucht gelagerte Mikrokapseln
eine nach der anderen hinzugefügt.
Die Mikrokapseln wurden beobachtet, um festzustellen, ob sie auf
die umgebenden Medien durch Farbveränderung in einer Art und Weise reagierten,
die mit der erwarteten Veränderung
von verkapseltem Bromphenolblau-Indikator von Blau bei pH 4 nach
Gelb bei pH 3 übereinstimmt.
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Die anfänglich schrumpelig lyophilisierten
Mikrokapseln nahmen, wenn sie zu Wasser hinzugefügt wurden, in einem Intervall
von etwa 20 Minuten eine kugelförmige
Form an. Sowohl die rehydratisierten als auch die feucht gelagerten
Mikrokapseln blieben blau, wenn sie zu Medium mit einem pH-Wert
von 4 hinzugegeben wurden, wechselten aber nach Gelb innerhalb weniger
Minuten bei Zugabe zu der Lösung
mit einem pH-Wert von 3. Das verkapselte Bromphenolblau diente als
ein Indikator für
den pH-Wert des Inneren der Mikrokapsel und diffundierte nicht aus
dieser heraus.
-
Beispiel 7e
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Stufe 1: Eine Probe von 200 mg fein
gemahlener Kohle wurde in 25 ml einer 0,1%-igen Lösung von Natriumcarboxymethylzellulose
suspendiert und verkapselt, wie es in Stufe 1 von Beispiel 7d oben
beschrieben ist.
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Stufe 2: Die resultierenden Mikrokapseln
mit einem Durchmesser von etwa 1,5 mm wurden für eine weitere Stunde gerührt und
mit Hilfe von feinem Gewebe abgetrennt. Die Mikrokapseln wurden
mit 2 Volumen Wasser von 100 ml gewaschen und für 2 Monate bei Raumtemperatur
feucht gelagert. Die Kohle enthaltenden Mikrokapseln wurden alle
2 Wochen untersucht, um festzustellen, ob die Mikrokapseln intakt
blieben oder etwas von dem verkapselten Feststoff verloren.
-
Die Kohle enthaltenden Mikrokapseln
blieben über
den Beobachtungszeitraum intakt, und es gab kein Anzeichen für ein Austreten
des festen Kernmaterials aus den Mikrokapseln während dieses Zeitraums.
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Beispiel 7f
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Stufe 1: Eine Probe von 10 mg kristallinem
Toxin, isoliert aus einem Stamm von Bacillus thuringiensis subsp.
israelensis (Ecogen, Inc.) wurde in 25 ml einer 1%-igen Lösung von
Natriumzellulosephosphat (Aldrich Chemical Co.) suspendiert und
tropfenweise, wie es in Stufe 1 von Beispiel 7e oben beschrieben
ist, 50 ml einer 1%-igen wäßrigen Lösung von
Ethylendiamin, gelöst
als das Hydrochlorid bei einem pH-Wert von 7, zugeführt.
-
Stufe 2: Die kristallines Toxin enthaltenden
resultierenden Mikrokapseln wurden für eine weitere Stunde gerührt und
mit Hilfe von feinem Gewebe abgetrennt. Die Mikrokapseln wurden
mit 2 Volumen Wasser von 100 ml gewaschen, trocken laufen gelassen
und lyophilisiert. Restliche Ethylendiaminlösung und beide Waschflüssigkeiten
wurden zurückbehalten.
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Stufe 3: 50 der lyophilisierten Mikrokapseln
wurden in wenigen Millilitern Wasser für 1 Stunde rehydratisiert,
und die Rehydratisierungsflüssigkeit
wurde ablaufen gelassen und zurückbehalten.
-
Stufe 4: Die rehydratisierten Mikrokapseln
wurden lysiert und das kristalline Toxin durch Zugabe von 10 ml
1-molarem Trinatriumphosphat zu diesem gelöst, und das Gemisch wurde auf
100 ml verdünnt.
-
Stufe 5: Die Proteingehalte der zurückbehaltenen
Reaktionsflüssigkeit
beider Waschschritte, der Rehydratisierungsflüssigkeit und der gelösten Mikrokapseln
wurden durch Messung der Absorption des Protein-Kupfer(I)-Komplexes
mit 4,4'-Dicarboxy-2,2'-bichinolin bei 562
nm bestimmt.
-
Weit über 90% der anfänglichen
Menge an kristallinem Toxinprotein wurden in den Mikrokapseln zurückbehalten,
wobei nur ein kleiner Anteil während
der Mikrokapselbildungsreaktion verloren wurde.
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Beispiel 7g
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Um die Eignung dieser Erfindung zur
Verkapselung von Virus zu demonstrieren, wurden drei Typen von Experimenten
mit mehreren Sätzen
von Reagenzien, häufig
mit verschiedenen Viruschargen, durchgeführt, aber die Absicht und Methode
jedes Versuchs innerhalb eines Typs von Experimenten waren die gleichen.
Diese drei Typen von Experimenten waren: 1) Herstellung von Placebo
und Virus enthaltenden Mikrokapseln, 2) Freisetzung von Virus aus
Mikrokapseln und 3) Titration von Placebo- und Virus-Mikroperlen.
-
Zwei Virustypen wurden verkapselt:
Rotavirusstamm WC-3 mit einem Titer von 5,4 × 106 pfu/ml (plaquebildende
Einheiten pro Milliliter) und ein Vacciniavirusstamm WUKvp7 mit
einem Titer von 8,5 × 106 pfu/ml.
-
Stufe 1: Eine Probe von 5 ml einer
1%-igen w/v neutralen wäßrigen Lösung von
anionischem Polymer (z. B. Natriumalginat) wird mit 5 ml Wasser
verdünnt
und durch Vortexen gemischt. Die verdünnte Probe wird in einen Zerstäuber überführt, und
Mikrokapseln werden, wie es in Stufe 4 von Beispiel 1 oben beschrieben ist,
durch Zerstäuben
der Lösung
auf eine Oberfläche
von etwa 40 cm2 eines Volumens von 25 ml
einer magnetisch gerührten
neutralen 0,2 mM wäßrigen Lösung von
Aminhydrochlorid (z. B. Sperminhydrochlorid) hergestellt.
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Stufe 2: Der Zerstäuber wird
mit 1 ml Wasser gespült,
und die Spülung
wird in gleicher Weise auf Aminlösung
zerstäubt,
wie in Stufe 1 oben.
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Stufe 3: Die resultierende Mikrokapselsuspension
wird in ein kalibriertes Zentrifugenröhrchen überführt, die Mikrokapseln werden
durch Zentrifugation getrennt, und die Volumen der gesamten Flüssigkeit
und der abgesetzten Mikrokapseln werden gemessen.
-
Stufe 4: Die Mikrokapseln werden
bis zur Verwendung gekühlt
gelagert und anschließend
durch Vortexen redispergiert.
-
Stufe 5: Die obigen Stufen 1–4 werden
wiederholt, wobei die 5 ml Virensuspension (z. B. Rotavirus WC-3)
gegen 5 ml Wasser in Stufe 1 oben ausgetauscht werden.
-
Stufe 6a: Die Mikrokapseln werden
durch Pelletieren bei 1.500 g × m
(Schwerkraft × Minuten),
Dekantieren und Resuspendieren in einem Volumen destillierten Wassers,
das einem Fünftel
(1/5) des ursprünglichen
Volumens entspricht, gewaschen. Nur für Placebo-Kapseln wird eine
Charge Virussuspension, von der geschätzt wurde, daß sie dem
verkapselten Virus entspricht, zu den resuspendierten Kapseln hinzugefügt, wie es
ausführlich
in Stufe 13 angegeben ist. Um Placebooder Virus-Mikrokapseln, die
aus langkettigen Alkylaminen (z. B. Octadecylamin als Acetat) hergestellt
wurden, schnell zu zerstören,
werden gleiche Volumen von Mikrokapselsuspension mit wäßrigem,
300 mOsmol (Milliosmolar) Phosphatpuffer mit einem pH-Wert von 7,0 oder
frischem wäßrigem 0,5
M Natriumbicarbonat gemischt und mit einem gleichen Volumen Cyclohexan überschichtet.
Das Gemisch wird für
5 Minuten jede Minute kurz gevortext. Anschließend wird die Cyclohexanschicht
abgezogen. Das Virus, wenn welches vorhanden ist, befindet sich
in der wäßrigen Phase.
-
Stufe 6b: Um Placebo- oder Virus-Mikrokapseln,
die aus polyfunktionalen Aminen (z. B. Spermin als Hydrochlorid)
hergestellt wurden, schnell zu zerstören, werden gleiche Volumen
von 1.200 mOsmol Natriumchlorid und Mikrokapselsuspension gemischt
oder ausreichend festes Natriumchlorid wird zu der Mikrokapselsuspension
hinzugegeben, so daß die
resultierende Lösung
4% Natriumchlorid enthält.
-
Stufe 7: Monoschicht-Kulturen von
Nierenzellen der grünen
Meerkatze werden in Multi-Well-Gewebekulturplatten
(2,5 cm) hergestellt, wobei 72 Stunden vor dem Zerstören der
Mikrokapseln begonnen wird.
-
Stufe 8: Sechs 10-fach-Verdünnungen
in Reihe von einer Stammlösung
von viraler Suspension, welche etwa 107 plaquebildende
Einheiten pro Milliliter (pfu/ml) enthält, und separat von den Überständen aus
den Mikrokapselwaschschritten und der zerstörten Mikrokapselsuspension
(aus Stufe 6a) werden in AVN-Medium hergestellt.
-
AVN-Medium ist ein Gemisch, das folgendes
enthält:
-
- 1. Handelsüblich
erhältliches
Stokers-Medium, welches folgendes enthält:
Natriumchlorid,
Kaliumchlorid,
Natriumdihydrogenphosphat,
Dextrose,
Eisennitrat,
Calciumchlorid,
Magnesiumsulfat,
Vitamine,
Aminosäuren,
Natriumbicarbonat,
Phenolrot-Indikator,
alle
gelöst
in destilliertem Wasser,
- 2. Tryptosephosphat-Medium,
- 3. Glutamin, und
- 4. ein Gemisch von Penicillin und Streptomycin.
-
Stufe 9: Die Zellen werden zweimal
mit Kochsalzlösung
gewaschen, wobei die Waschlösungen
verworfen werden.
-
Stufe 10: Aufeinanderfolgend benachbarte
Wells werden mit aliquoten Teilen von 200 μl aufeinanderfolgender Virenverdünnungen
inokuliert und für
30 Minuten bei 37°C
inkubiert.
-
Stufe 11: Die Zellen werden mit 2,5
ml/Well eines 1 : 1-Gemisches von Minimalsalzen und Agarose/Trypsin überschichtet.
Die überschichteten
Zellen werden für
72 Stunden bei 37°C
inkubiert.
-
Stufe 12: Die Zellen werden mit 1,5
ml/Well eines 1 : 1-Gemisches aus Agarose und 2× ausgeglichener Earls-Lösung, die
Neutralrot enthielt, gefärbt.
Die Zellen werden bei 37°C
für 24
Stunden inkubiert, und Plaques, falls welche vorhanden sind, werden
pro Well gezählt.
Die Zellen werden für
weitere 24 Stunden bei 37°C
inkubiert, und neue Plaques, falls welche vorhanden sind, werden
pro Well gezählt
und die Anzahl von pfu in der ursprünglichen Virensuspension berechnet.
-
Stufe 13: Für die Placebo-Mikrokapseltitration
wird die obige Stufe 7 wiederholt. Dann wird ein bekanntes
Volumen an Stammlösung
von Virensuspension, ausreichend, um eine Virenkonzentration von
etwa 105 pfu/ml bereitzustellen, zu einem
Volumen von etwa 25 ml Placebo-Mikrokapselsuspension
hinzugefügt,
und die Suspension wird durch Vortexen gemischt.
-
Stufe 14: Die Suspension wird zentrifugiert
und die wäßrige Phase
so vollständig
wie es praktikabel ist abgezogen. Sowohl die Mikrokapseln als auch
die abgezogene Phase werden aufbewahrt.
-
Stufe 15: Die Mikrokapseln werden
in 10 Volumen Wasser resuspendiert, erneut zentrifugiert und die wäßrige Phase
abgezogen. Sowohl die Mikrokapseln als auch die abgezogene Phase
werden aufbewahrt.
-
Stufe 16: Stufe 15 wird wiederholt.
-
Stufe 17: Die Mikrokapselprobe wird
in zwei gleiche Anteile aufgeteilt und zerstört, wie es in Stufe 6a oder
6b oben beschrieben ist.
-
Stufe 18: Die obigen Stufen 7 und
9–12 werden
wiederholt, wobei in Stufe 12 die aufeinanderfolgenden abgezogenen
Phasen, die verbleibende Mikrokapselsuspension und die Präparation
zerstörter
Mikrokapseln für
die Reihenverdünnungen
von viraler Suspension ausgetauscht werden.
-
Stufe 19: Zum Titrieren von Virus
enthaltenden Mikrokapseln werden die Stufen 13–19 wiederholt, wobei die Viren-Mikrokapselsuspension
gegen die Placebo-Mikrokapselsuspension ausgetauscht wird.
-
Die vorgenannte Abfolge von Stufen
zur Kontrolle von Viren-Mikrokapsel- und Placebo(Leerreagens-) Mikrokapsel-Titrationen
kann wie folgt zusammengefaßt
werden. In der Virologie ist eine Titration ein Zählen von
Virenplaques in einer Zellkultur.
-
-
-
Die Ergebnisse von Placebo-(Spermin-Alginat-Mikrokapseln),
Virus-(WC-3, verkapselt in Spermin-Alginat-Mikrokapseln) und Kontroll-(unverkapseltes
WC-3)Titrationen sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:
Vorläufige Tests unter Verwendung
von Kontrolle, Viren-Mikrokapseln und Placebo-Mikrokapseln zeigten, daß Infektiösität und Immunogenizität des Virus
nach der Verkapselung erhalten blieben und daß ein erheblicher Anteil der
Virencharge nach wiederholten Waschschritten in den Mikrokapseln
zurückbehalten
wurde. Die Effizienz des Einschließens von Vacciniavirus überstieg
diejenige von Rotavirus. Beide behielten die Infektiösität bei.
-
Beispiel 8
-
Mäuse:
8–12 Wochen
alte C57BL/6 (H-2b-Haplotyp) Mäuse und
CD2 (F1) Säuglingsmäuse (bezogen von
Taconic Breeding Laboratories (Germantown, NY)) wurden in getrennten
Isolierungseinheiten gehalten. Seren von Erwachsenen und Jungtieren
wurden mittels ELISA hinsichtlich des Vorhandenseins von für Rotavirus
spezifischen Antikörpern
getestet, und in diesen Experimenten wurden nur seronegative Tiere
verwendet.
-
Zellen: Fötale Nierenzellen der grünen Meerkatze
(MA-104) wurden gezüchtet,
wie es in Offit, P. A. et al. 1983, Infect. Immun. 42: 293–300 beschrieben
ist.
-
Virus: Der bovine Rotavirusstamm
WC3 wurde in unserem Labor isoliert, wie es in Clark, N. F. et al. 1986,
Am. J. Dis. Child. 140: 350–356
beschrieben ist. Der Affenstamm RRV (MMU 18006) wurde von Nathalie Schmidt
(Viral and Rickettsial Disease Laboratory, Berkeley, CA) erhalten.
Plaquegereinigte Stämme
von Rotavirus für
die Verwendung in diesen Untersuchungen wurden in MA-104-Zellen
hergestellt. Rotaviren wurden gezüchtet, gereinigt, mittels Spektrophotometrie
quantifiziert und hinsichtlich Infektiösität mittels Plaquetest titriert,
wie es in Offit, P. A, et al. 1983 Infect. Immun. 42: 293–300 und
Offit, P. A. et al., 1983 J. Virol. Methods 7: 29–40 beschrieben
ist.
-
Auswahl anionischer Polymere und
Amine zur Bildung von Mikrokapseln: Die als ihre Natriumsalze getesteten
anionischen Polymere waren Alginsäure (Fisher Scientific Co.,
Fairlawn, NJ), Polyacrylsäure
und Zellulosesulfat (Aldrich Chemical Co., St. Louis, MO), Zelluloseacetatphthalat
(Eastman Organic Chemicals, Rochester, NY), Carbomer USP (Carbopol
934®,
B. F. Goodrich, Cleveland, OH), Carboxymethylzellulose USP (mittlere
Viskosität,
Ruger Chemical Co., Inc., Irvington, NJ), Heparin USP (The Upjohn
Co., Kalamazoo, MI) und gemäß dem Verfahren
des US-Patents Nr. 2,666,759 isolierte Arabinsäure. Die anionischen Polymere, welche
den Hauptstrukturbestandteil der Mikrokapselwände darstellen, wurden so ausgewählt, daß sie einen Bereich
von Abständen
zwischen nächsten
benachbarten Carboxylatgruppen liefern. Somit entsprachen in den
erweiterten Theta-Formen von Polymeren die interanionischen Abstände den Äquivalenten
von 2 Methylengruppen in Polyacrylsäure, 6 in Alginsäure und
Zellulosesulfat, 10 in Carboxymethylzellulose und 20–30 in hochverzweigter
Arabinsäure.
-
Mit der Ausnahme von Octadecylamin,
das als das Acetat verwendet wurde (Sigma Chemical Co., St. Louis,
MO), wurden die folgenden Amine in Form ihrer Hydrochloridsalze
getestet: Arginin, Dodecylamin und Piperazin (Sigma Chemical Co.,
St. Louis, MO), Ethylendiamin, Triethylamin und Triethylentetramin
(Aldrich Chemical Co., St. Louis, MO) und Methylenblau (Fisher Scientific
Co., Fairlawn, NJ). Die Basen wurden so ausgewählt, daß sie von 1–4 reaktive primäre, sekundäre oder
tertiäre
Aminogruppen pro Molekül
bereitstellen und somit in den Fällen
polyfunktionaler Amine die Ausbildung mehrerer Salzbrücken zwischen
und innerhalb von sauren Polymerketten erlauben.
-
Wirkung verschiedener anionischer
Polymere und Amine auf die Infektiösität von Rotavirus: Ein Zellkulturstamm
von bovinem Rotavirusstamm WC3 (5,0 × 108 pfu/ml)
wurde 1 : 50 in entweder 0,9% NaCl, dem wäßrigen 0,05 M Natriumsalz eines
anionischen Polymers oder dem wäßrigen 0,05
M Salz des Amins (eingestellt auf einen pH-Wert von 7,0) verdünnt. Gemische
wurden hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Infektiösität von Rotavirus
mittels des Plaquetests titriert.
-
Fähigkeit
wasserlöslicher
Polymere und Amine zur Bildung von Mikrokapseln und einem Zusammenbrechen
in simulierter Magensäure
zu widerstehen: Polymere und Amine, welche Rotavirus nicht inaktivierten, wurden
in Kombination zur Bestimmung ihrer Fähigkeit, Mikrokapseln auszubilden,
die einem Zusammenbrechen in simulierter Magensäure widerstanden, getestet.
Sechs wasserlösliche
anionische Polymere wurden in Kombination mit 7 wäßrigen Aminen
(42 mögliche
Kombinationen) getestet. Anfänglich
wurde 1 ml des wäßrigen Natriumsalzes
von anionischem Polymer tropfenweise zu 1 ml wäßrigem Aminhydrochlorid (oder
-acetat) hinzugefügt,
um die Fähigkeit
zur Ausbildung eines Grenzflächenpräzipitats
zu bestimmen. Kombinationen, welche festes Material erzeugten, wurden
dann zur Herstellung von Mikrokapseln verwendet. Mikrokapseln wurden
durch Dispersion des Natriumsalzes von anionischem Polymer als Tröpfchen mit
einer Größe von etwa 5 μm in einer
wäßrigen Lösung des
Aminsalzes in einer Art und Weise, analog zu der zuvor beschriebenen
für die
Herstellung von Calcium-Alginat-Mikrokapseln (US-Patent Nr. 4,744,933),
ausgebildet. Die Kurzzeitstabilität von Mikrokapseln wurde durch
Beobachten bei Raumtemperatur für
5 Tage in wäßrigen Lösung getestet. Mikrokapseln,
die bei Raumtemperatur stabil waren, wurden mit simulierter Magensäure (pH
1,2) bei 37°C
für 2 Stunden
behandelt.
-
Kombinationen von sauren Polymeren
und Aminen, welche stabile mono- oder oligodisperse Mikrokapseln
lieferten, wurden durch Variieren des Verhältnisses der chemischen Äquivalente
von Amin zu den Äquivalenten
von sauren Wiederholungseinheiten des Polymers im Bereich von 32
: 1 bis 1 : 32 optimiert. Reaktantenverhältnisse, welche maximale abgesetzte
Volumina an Mikrokapseln lieferten, wurden ausgewählt.
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Die Größe von Mikrokapseln wurde durch
Vergleich mit Latexperlen bekannter Größe (Duke Scientific Corp.,
Palo Alto, CA) mittels Lichtmikroskopie bestimmt.
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Fähigkeit
von Natriumalginat-Sperminhydrochlorid-Mikrokapseln, infektiöses Virus
einzuschließen: Ein
aliquoter Teil von 5 ml einer geklärten Zellkulturstammlösung von
WC3 (6 × 106 pfu/ml) wurde zu 5 ml von 0,68 mM Natriumalginat
hinzugefügt
und als Tröpfchen
mit einer Größe von nominal
5 μm in
20 ml von 0,55 mM Sperminhydrochlorid dispergiert. Mutmaßlich Rotavirus
enthaltende Mikrokapseln wurden bei 600× g zentrifugiert, mehrmals
mit destilliertem Wasser gewaschen und mit 8,0 M Natriumphosphat
(pH 7,0) zerstört. Flüssige Überstände aus
den Waschschritten und Flüssigkeiten,
die nach der Zerstörung
(von mutmaßlich
Rotavirus enthaltenden Mikrokapseln) erhalten wurden, wurden hinsichtlich
des Vorhandenseins von infektiösem Virus
mittels Plaquetest getestet. Zur Bestimmung, ob in dem obigen Experiment
freigesetztes Virus auf der Oberfläche oder in der Matrix von
Mikrokapseln vorhanden war, wurden 3 × 107 pfu
aus Zellkultur erhaltenes WC3 (in einem Volumen von 1 ml) vorher
ausgebildeten Spermin-Alginat-Mikrokapseln, welche kein Virus enthielten
(Placebo-Perlen), hinzugefügt.
Das Virus wurde für
30 Minuten bei Raumtemperatur adsorbieren gelassen. Placebo-Perlen,
zu welchen Virus hinzugefügt
worden war, wurden gewaschen und zerstört, und flüssige Überstände wurden hinsichtlich des
Vorhandenseins von infektiösem
Virus getestet, wie es oben beschrieben ist.
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Bestimmung der Kernbeladung und der
Kernbeladungseffizienz des Mikroverkapselungsverfahrens: Die Menge
an Rotavirus-Antigen, das innerhalb von Mikrokapseln enthalten war,
wurde mittels ELISA bestimmt. Kurz gesagt wurden einzelne Wells
von 96-Well-Platten mit flachem Boden (Costa) über Nacht mit 100 μl Meerschweinchen-Anti-WC3-Hyperimmunantiserum,
das 1 : 1.000 in 1,5 mM Na2CO3 und
3,5 mM NaHCO3 verdünnt war, beschichtet. Die Wells
wurden fünfmal
mit Puffer gewaschen, welcher 1,73 M NaCl, 0,03 M KH2PO4, 0,13 M Na2HPO4 und 0,025% Tween 20 in destilliertem Wasser
enthielt (Waschpuffer). 200 μl
Puffer, welcher 0,5% (v/v) Gelatine und 0,05% Tween 20 in PBS enthielt
(Blockierungspuffer), wurden zu jedem Well hinzugefügt. Die
Wells wurden dreimal mit Waschpuffer und zweimal mit destilliertem
H2O gewaschen, und 100 μl Flüssigkeit von zerstörten, Rotavirus
enthaltenden Mikrokapselpräparationen
wurden zu jedem Well hinzugefügt
und für
1 Stunde bei Raumtemperatur inkubiert. Die Wells wurden fünfmal mit
Waschpuffer gewaschen, und 100 μl
Kaninchen-Anti-WC3-Hyperimmunantiserum wurden zu jedem Well hinzugefügt und für 1 Stunde bei
Raumtemperatur inkubiert. Die Wells wurden fünfmal mit Waschpuffer gewaschen,
und 100 μl
einer 1 : 2.000 Verdünnung
(in 1% BSA) von phosphatasekonjugiertem Ziege-Anti-Kaninchen-IgG (Organon
Teknika, Durham, NC) wurden zu jedem Well hinzugefügt und für 1 Stunde
bei Raumtemperatur inkubiert. Nach fünf Waschschritten mit Waschpuffer
wurden 100 μl
1 M Diethanolamin plus 0,1% (w/w) p-Nitrophenylphosphat zu jedem
Well hinzugefügt,
und die Platten wurden für
1 bei 37°C
mit 140 U. p. M. bewegt. 50 μl
Dinatriumethylendiamintetraessigsäure wurden zu jedem Well hinzugefügt, und
kolorimetrische Veränderungen
wurden bei 450 nm auf einem Mikrotiterplattenlesegerät 2000 (BioWhittaker,
Walkersville, MD) untersucht. Rotavirus-Antigen-Konzentrationen wurden durch Vergleich
mit einer Standardkurve, die unter Verwendung von gereinigtem Rotavirus
bekannter Konzentration erstellt worden war, bestimmt.
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Inokulierung von Mäusen mit
rhodaminmarkierten Mikrokapseln und Verteilung von Mikrokapseln
in darmverbundenem Lymphoidgewebe (GALT): Rhodamin-Isothiocyanat
(RITC, Sigma Chemical Co., St. Louis, MO) mit einer Konzentration
von 1 mg/ml in 50 mM Natriumbicarbonat-Puffer (pH 9,5) wurde an Natriumalginat (1%-ige
Lösung
in destilliertem Wasser) nach Mischen in gleichen Volumen konjugiert;
die Reaktion wurde in der Dunkelheit für 2 Stunden bei Raumtemperatur
durchgeführt.
Natriumalginat-RITC wurde dann zur Extinktion mit destilliertem
Wasser dialysiert und bei der Bildung von Spermin-Alginat-Mikrokapseln
eingesetzt. Die RITC-markierten Mikrokapseln wurden vor der Verwendung
fünfmal
mit destilliertem Wasser gewaschen.
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Acht Wochen alte weibliche C57BL/6-Mäuse wurden
oral mit 20 mg rhodaminmarkierten Mikrokapseln oder 20 mg rhodaminmarkiertem
Natriumalginat durch proximale Speiseröhrenintubierung inokuliert.
Zwei Mäuse
von jeder Gruppe wurden 1, 4, 7, 14, 21 und 28 Tage nach Inokulierung
getötet,
und die Peyers-Haufen (PP), mesenterischen Lymphknoten (MLN) und
Milzen wurden ent fernt und manuell zerkleinert. (Milzerythrozyten
wurden in AKC-Medium (0,16 M NH4Cl, 0,01
M KHCO3, pH 7,2) lysiert. Zellen aus allen
Geweben wurden für
5 Minuten bei 600× g
zentrifugiert, dreimal in RPMI 1640 (GIBCO, Gaithersburg, MD) gewaschen
und durch eine Säule
von steriler, nicht absorbierender Baumwolle geleitet. 1 × 104 Zellen von jedem Gewebe (in einem Volumen
von 100 1) wurden auf einem Mikroskopobjektträger unter Verwendung der Cytospin 2 (Shandon
Inc., Pittsburgh, PA) mit einer Geschwindigkeit von 1.200 U. p.
M. für
5 Minuten zentrifugiert. Die Objektträger wurden für 24 Stunden
luftgetrocknet, und die Häufigkeit
rhodaminmarkierter Zellen in jeder Zellpopulation wurde durch Fluoreszenzmikroskopie
bei einer Wellenlänge
von 520 nm bestimmt (Dialux 20, Leitz, Deutschland).
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Aufnahme von rhodaminmarkierten Mikrokapseln
durch peritoneale Ausscheidungszellen: Peritoneale Ausscheidungszellen
wurden aus erwachsenen C57BL/6-Mäusen
nach intraperitonealer Inokulierung mit 5 ml RPMI 1640-Medium erhalten.
Ausscheidungszellen wurden zweimal in RPMI 1640 gewaschen und mit
einer Konzentration von 1 × 105 Zellen pro Milliliter in RPMI 1640, welches
10% FBS enthielt, resuspendiert. 1 × 104 Zellen
wurden mit etwa 5 mg rhodaminmarkierten Spermin-Alginat-Mikrokapseln für 10 Minuten
bei 37°C
in einem Inkubator mit 5% CO2 inkubiert.
Die Zellen wurden zweimal mit PBS gewaschen und mit einer 1 : 100-Verdünnung in
PBS von Anti-MAC 1 (Anti-CD11b)
Antikörper,
konjugiert mit Fluorescein-Isothiocyanat (Boehringer Mannheim, Indianapolis,
IN) für
1 Stunde bei Raumtemperatur gefärbt.
Die Zellen wurden in PBS gewaschen, in Glycerin-PBS (Citifluor, Citifluor Ltd., London,
UK) fixiert und mittels Fluoreszenzmikroskopie bei Wellenlängen von
580 nm (zur Feststellung der Fluoreszeinmarkierung) und 520 nm (zur
Feststellung der Rhodaminmarkierung) untersucht.
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Feststellung von intrazellulären, für Rotavirus
spezifischen Proteinen in GALT durch indirekte Immunfluoreszenz
nach Inokulierung von Mäusen
mit Rotavirus enthaltenden Mikrokapseln oder freiem Virus: Zwei Gruppen
von vier 8 Wochen alten C57BL/6-Mäusen wurden oral mit etwa 1 × 107 pfu pro Maus von entweder freiem oder mikroverkapseltem
WC3-Virus inokuliert. Paare von Mäusen aus jeder Gruppe wurden
1 oder 4 Tage nach der Inokulierung getötet, und PP, MLN und Milzen
wurden entfernt. Die Zellen aus diesen Geweben wurden gesammelt
und auf Mikroskopobjektträgern
zentrifugiert, wie es oben beschrieben ist. Die Objektträger wurden
in Methanol für
10 Minuten fixiert, luftgetrocknet und für 1 Stunde mit 100 μl polyklonalem
Hyperimmun-Anti-WC3-Serum vom Kaninchen, 1 : 2.500 in PBS verdünnt, inkubiert.
Die Objektträger
wurden mit PBS gewaschen und für
1 Stunde mit 100 μl
fluoreszeinkonjugiertem Schwein-Anti-Kaninchen-Immunglobulin (Dako
Corporation, Carpenteria, CA), 1 : 100 in PBS verdünnt, inkubiert.
Die Objektträger
wurden mit PBS gewaschen, mit Glycerin-PBS fixiert und mittels Fluoreszenzmikroskopie
untersucht.
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Detektion von für Rotavirus spezifischen Antikörpern mittels
ELISA nach oraler oder parenteraler Inokulierung von Mäusen mit
mikroverkapseltem oder freiem Virus: Gruppen von zwei bis vier Mäusen wurden
1) intraperitoneal mit 5 × 104 oder 1 × 104 pfu
pro Maus mikroverkapseltem WC3-Rotavirus
oder freiem WC3 inokuliert, 2) oral mit 2,5 × 106 oder
6,25 × 105 pfu pro Maus mikroverkapseltem WC3 oder
freiem WC3 inokuliert, 3) oral mit 6,25 × 104 oder
1,25 × 104 pfu pro Maus mikroverkapseltem RRV-Rotavirus
oder freiem RRV inokuliert oder 4) oral mit einem äquivalenten
Volumen von flüssigem Überstand
einer zum Schein infizierten Zellkultur inokuliert. Drei Wochen
nach der Inokulierung wurden Seren durch retroorbitale Kapillarplexuspunktierung
erhalten und auf das Vorhandensein von Rotavirus bindendem IgG mittels
ELISA wie folgt getestet: Einzelne Wells von 96-Well-Platten mit flachem Boden wurden
entweder mit PBS oder mit 200 mg gereinigtem WC3 oder RRV, verdünnt in einem
Volumen von 100 μl
PBS, beschichtet. Die Platten wurden über Nacht bei 4°C gelagert.
Die Platten wurden viermal mit PBS gewaschen, und 200 μ 1% BSA,
verdünnt
in PBS, wurden zu jedem Well hinzugefügt und für eine Stunde bei Raumtemperatur
inkubiert. Weltduplikate wurden viermal mit PBS gewaschen, und 100 μl 2-fach-Verdünnungen
von Antiseren (beginnend bei einer Verdünnung von 1 : 100) wurden zu
jedem Well hinzugegeben und für
1 Stunde bei Raumtemperatur inkubiert. Die Wells wurden viermal
mit PBS gewaschen, und 100 μl
von mit Meerrettichperoxidase konjugiertem Ziege-Anti-Maus-IgG (Southern
Biotechnology Associates, Birmingham, AL), 1 : 2.000 in 1 % BSA
verdünnt,
wurden zu jedem Well hinzugefügt
und für
1 Stunde bei Raumtemperatur inkubiert. Die Wells wurden viermal
mit PBS gewaschen, und 100 μl
einer 0,04%igen Tetramethylbenzidinperoxidase-Lösung (Kierkegaard und Perry,
Gaithersburg, MD) wurden hinzugefügt und für 5 Minuten inkubiert. 75 μl einer 85%-igen
Phosphorsäurelösung wurden
zu jedem Well hinzugefügt,
und kolorimetrische Veränderungen
wurden bei einer Wellenlänge
von 450 nm auf einem Mikroplatten-ELISA-Lesegerät bestimmt. Seren wurden als
positiv bewertet, wenn der OD-Wert in virusbeschichteten Wells um >0,1 Einheiten höher war
als der OD-Wert von Wells, die nicht mit Virusantigen beschichtet
waren.
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Ergebnisse – Wirkung verschiedener wasserlöslicher
anionischer Polymere und Amine auf Rotavirus: Im wesentlichen keine
Wirkung auf die Rotavirus-Infektiösität fand man für Alginsäure, Zellulosesulfat,
Zelluloseacetatphthalat, Carbopol 934®, Carboxymethylzellulose,
Polyacrylsäure,
Methylenblau und Spermin. Eine 2,5- bis 10-fache Reduzierung der
Infektiösität stellte
man fest für
Heparin, Triethylamin, Triethylentetramin, Arginin, Ethylendiamin
und Octadecylamin. Eine 30-fache Reduzierung der Infektiösität beobachtete
man für Piperazin,
eine 300-fache Reduzierung für
Arabinsäure
und eine vollständige
Auslöschung
der Infektiösität für Dodecylamin.
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Fähigkeit
von wasserlöslichen
Polymeren und Aminen zur Bildung von Mikrokapseln, welche einer Zerstörung durch
simulierte Magensäure
widerstehen: Sechs wasserlösliche
anionische Polymere und sieben wäßrige Amine,
welche eine minimale Wirkung auf die Rotavirus-Infektiösität zeigten,
wurden in Kombination (42 mögliche
Kombinationen) hinsichtlich ihrer Fähigkeit zur Bildung stabiler,
oligodisperser Mikrokapseln, welche einer Zerstörung durch simulierte Magensäure widerstehen,
getestet; 14 der 42 möglichen
Kombinationen aus Polymeren und Aminen bildeten Mikrokapseln, die
in simulierter Magensäure
stabil waren. Diese Kombinationen umfaßten Methylenblau mit entweder
Zellulosesulfat oder Zelluloseacetatphthalat, Spermin mit entweder
Alginsäure
oder Zellulosesulfat, Triethylentetramin mit entweder Alginsäure oder
Zellulosesulfat, oder Octadecylamin mit entweder Alginsäure, Zellulosesulfat,
Carboxymethylzellulose, Zelluloseacetatphthalat, Polyacrylsäure oder
Carbopol 934®.
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Fähigkeit
von Natriumalginat-Sperminhydrochlorid-Mikrokapseln, infektiöses Virus
einzuschließen: Aus
Natriumalginat und Sperminhydrochlorid hergestellte Mikrokapseln
wurden für
eine weitere Untersuchung ausgewählt,
weil 1) weder Natriumalginat noch Sperminhydrochlorid die Rotavirus-Infektiösität verminderten, 2)
diese Kombination am einfachsten monodisperse Mikrokapseln bildete,
und 3) diese Kombination das größte Volumen
an Kapselmaterial lieferte. Zur Bestimmung, ob infektiöses Rotavirus
in Mikrokapseln enthalten war, wurde WC3-Virus in Spermin-Alginat-Mikrokapseln verkapselt,
und die Mikrokapseln wurden hinsichtlich des Vorhandenseins von
infektiösem
Virus durch Zerstörung
nach mehreren Waschschritten getestet. Infektiöses Virus wurde nach 3 Waschschritten nicht in
flüssigen Überständen festgestellt,
aber es wurde bei der Mikrokapselzerstörung deutlich freigesetzt.
Zur Bestimmung, ob infektiöses
Virus innerhalb oder auf der Oberfläche von Mikrokapseln angeordnet
war, wurde darüber
hinaus Virus zu vorher gebildeten Mikrokapseln hinzugegeben, welche
gewaschen und in einer ähnlichen
Art und Weise zerstört
wurden. Infektiöses
Virus wurde nach der Zerstörung
von vorher gebildeten Mikrokapseln, zu welchen Virus hinzugefügt worden
war, nicht freigesetzt. Daher war infektiöses Rotavirus innerhalb der
Matrix und nicht nur auf der Oberfläche von Spermin-Alginat-Mikrokapseln
lokalisiert.
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Effizienz des Verkapselungsverfahrens,
Kernbeladungskapazität
und physikalische Eigenschaften von Mikrokapseln: In drei separaten
Experimenten fanden wir heraus, daß 1,0%, 2,0% und 6,3% der anfänglichen
Menge an infektiösem
Virus in der Matrix von Spermin-Alginat-Mikrokapseln verkapselt
waren. In gleicher Weise waren 2,0–5,0% der anfänglichen
Menge an Virusantigen in Mikrokapseln eingeschlossen. Daher war
die Kernhbeladungseffizienz sowohl für infektiöses Virus als auch für Virusantigen ähnlich.
Die Kernbeladungskapazität
(d. h. die Menge an Virusantigen, geteilt durch die Menge an Perlenmaterial
(w/w)) betrug etwa 2,0–3,0%.
Bei Vergleich mit Latexperlen bekannter Größe mittels Lichtmikroskopie
hatte der Hauptanteil der Mikrokapseln eine Größe von etwa 2 μm bei Größen im Bereich
von 1–10 μm.
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Aufnahme von rhodaminmarkierten Mikrokapseln
durch peritoneale Makrophagen: Rhodaminmarkierte Spermin-Alginat-Mikrokapseln
wurden nur in peritonealen Ausscheidungszellen festgestellt, die
MAC 1 (CD1 1b) auf ihrer Oberfläche
trugen. Etwa 50%–60%
aller MAC 1 tragenden Zellen in der Präparation peritonealer Ausscheidungszellen
enthielten rhodaminmarkierte Mikrokapseln.
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Verteilung von rhodaminmarkierten
Mikrokapseln in GALT nach oraler Inokulierung von Mäusen: Erwachsene
C57BL/6-Mäuse
wurden oral mit jeweils etwa 20 mg rhodaminmarkierten Spermin-Alginat-Mikrokapseln
inokuliert. Rhodaminmarkierte Mikrokapseln wurden bis wenigstens
28 Tage nach der oralen Inokulierung in Zellen der PP, MLN und der
Milz festgestellt. Die größte Menge
an Mikrokapseln in PP und MLN wurde 4 Tage nach der Inokulierung
und in Milz 14 Tage nach der Inokulierung festgestellt. Rhodaminmarkierte
Zellen wurden nicht in PP, MLN oder Milzen von Tieren festgestellt,
die jeweils mit 20 mg rhodaminmarkiertem Natriumalginat inokuliert
worden waren. Daher war das Vorhandensein von rhodaminmarkierten
Zellen in GALT nach Inokulierung mit rhodaminmarkierten Mikrokapseln
nicht auf eine Zerstörung
von Mikrokapseln an der intestinalen Schleimhautoberfläche und
Absorption von rhodaminmarkiertem Natriumalginat zurückzuführen, sondern
vielmehr auf aktive Phagocytose der Perlen.
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Detektion von für Rotavirus spezifischen Proteinen
in GALT durch indirekte Immunfluoreszenz nach Inokulierung von Mäusen mit
Rotavirus enthaltenden Mikrokapseln oder freiem Virus: Erwachsene C57BL/6-Mäuse wurden
oral mit entweder freiem oder mikroverkapseltem Rotavirusstamm WC3
in einer Dosis von 1,0 × 107 pfu pro Maus inokuliert. 1 und 4 Tage nach
der Inokulierung wurden Tiere getötet und Zellen von PP, MLN
und Milz hinsichtlich des Vorhandenseins von für Rotavirus spezifischen Proteinen
durch indirekte Immunfluoreszenz untersucht. Drei bis 5 Zellen,
die für
Rotavirus spezifische Proteine enthielten, wurden pro 104 Zellen, erhalten von PP, MLN und Milz,
sowohl 1 als auch 4 Tage nach der Inokulierung mit mikroverkapseltem
Virus festgestellt. Zellen, die Rotavirus-Antigen enthielten, wurden
in Lymphgeweben von Tieren, die mit freiem Virus inokuliert worden
waren, nicht festgestellt.
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Wirkung der Mikroverkapselung auf
die Rotavirus-Immunogenizität:
Zur Feststellung, ob die Verkapselung von infektiösem Rotavirus
die Rotavirus-Immunogenizität
verstärkte,
wurden erwachsene C57BL/6-Mäuse
intraperitoneal mit mikroverkapseltem oder freiem RRV inokuliert,
und 7 Tage alte CD2 (F1) Säuglingsmäuse wurden
oral mit verschiedenen Dosen von entweder freiem oder mikroverkapseltem
WC3 oder RRV inokuliert. Drei Wochen später wurden Antiseren erhalten
und hinsichtlich des Vorhandenseins von für Rotavirus spezifischem IgG
mittels ELISA getestet. Zum Schein infizierte Tiere hatten entsprechend
für Rotavirus
spezifische IgG Titer < 1
: 100. Tiere wurden erachtet, eine für Rotavirus spezifische Immunantwort
aufzuweisen, wenn die Titer größer als
oder gleich 1 : 400 waren (d. h. wenigstens ein 4-facher Anstieg
der Titer über
diejenigen, die man in zum Schein infizierten Tieren feststellte).
Drei von vier Tieren, die parenteral entweder mit 5,0 × 104 oder 1,0 × 104 pfu
mikroverkapseltem WC3 inokuliert worden waren, aber keines von vier Tieren,
die mit äquivalenten
Dosen von freiem WC3 inokuliert worden waren, entwickelten feststellbares,
Rotavirus bindendes IgG. In ähnlicher
Weise entwickelten drei von drei Mäusen, die oral mit RRV in einer
Dosis von 1,25 × 104 pfu pro Maus inokuliert worden waren, für Rotavirus
spezifisches IgG, verglichen mit 0 von 4, die mit der gleichen Dosis
von freiem Virus inokuliert worden waren. Drei von vier Tieren,
die mit mikroverkapseltem WC3 in einer Dosis von 6,25 × 105 pfu pro Maus inokuliert worden waren, entwickelten
für Rotavirus spezifisches
IgG, verglichen mit 0 von 4 Tieren, die mit der gleichen Dosis von
freiem Virus inokuliert worden waren.
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Dieses Beispiel zeigt, daß infektiöses Rotavirus
unter Verwendung eines Systems auf wäßriger Basis mikroverkapselt
werden kann. Die sanfte Art des Mikroverkapselungsverfahrens mit
geladenem Film erlaubt eher eine Zurückhaltung von viralen Epitopen,
die für
eine Induzierung von humoralen und zellulären Immunantworten erforderlich
sind, als Verfahren, welche die Verwendung organischer Lösungsmittel
erfordern. Mehrere zusätzliche
Eigenschaften der Mikrokapseln mit geladenem Film machen diese interessant
für eine Verwendung
als Antigenauslieferungssysteme. Erstens werden Mikrokapseln in
wäßrigen Medien
aus Materialien, die im allgemeinen als sicher und biologisch abbaubar
angesehen werden, hergestellt. Natriumalginat, ein gelierendes Polysaccharid,
das aus Seetang extrahiert wird, wird üblicherweise in Eiscremes,
Softdrinks und Salatdressings als Stabilisieren und Verdickungsmittel
verwendet. Spermin, ein Derivat von Spermidin, ist ein Polyamin,
das man in nahezu allen Säugerzellen
findet. Zweitens können
Mikrokapseln so hergestellt werden, daß sie einem Abbau durch Magensäure widerstehen.
Drittens haben Mikrokapseln einen inneren Volumenanteil, welcher
ein effizientes Einschließen
von Antigen erlaubt.
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Für
Rotavirus-Antigen hat man Kernbeladungskapazitäten von 2,0–3,0% gefunden, verglichen
mit etwa 1% für
Influenzaprotein enthaltende PLCG-Mikrokapseln. Viertens wird die
Mikroverkapselung bei oder unterhalb von Raumtemperatur durchgeführt; unverkapseltes
infektiöses
Virus kann einfach wiedergewonnen werden. Schließlich lassen sich Mikrokapseln
einfach lyophilisieren, preiswert herstellen, einfach an einen kommerziellen
Maßstab
anpassen und können
steril hergestellt werden.
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Bei Verabreichung an Mäuse wurde
die höchste
Anzahl an fluoreszierenden Spermin-Alginat-Mikrokapseln in PP und MLN 4
Tage nach oralen Inokulierungen und in Milz 14 Tage nach der Inokulierung
festgestellt. Diese Beobachtungen sind fast identisch zu denjenigen,
die zuvor für
Mäuse,
die oral mit PLCG-Mikrokapseln inokuliert wurden, beschrieben wurden
(Eldridge, J. H. et al., 1989 Curr. Top. Microbiol. Immunol. 146: 59–66; Eldridge,
J. H. et al. 1990 J. Controlled Release 11: 205–214; Eldridge, J. H. et al.
1991 Mol. Immunol. 28–287–294). Die
Aufnahme von PLCG-Mikrokapseln
in PP war von der Größe und der
Hydrophobizität
der Mikrokapseln abhängig.
PLCG-Mikrokapseln
mit einem Durchmesser von größer als
10 μm wurden
nicht von M-Zellen aufgenommen und in PP internalisiert. PLCG-Mikrokapseln
mit Durchmessern im Bereich von 5–10 μm wurden nur in PP festgestellt,
und diejenigen mit Durchmessern <5 μm wurden
in PP, MLN und Milz festgestellt. Die durchschnittliche Größe von Spermin-Alginat-Mikrokapseln
(d. h. 2 μm)
ist konsistent mit der Aufnahme von Perlen in PP, MLN und Milz.
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Fluoreszente Spermin-Alginat-Mikrokapseln
werden in PP wahrscheinlich von Makrophagen aufgenommen. Detektion
von mit Rhodamin markierten Mikrokapseln nur innerhalb solcher peritonealer
Ausscheidungszellen, welche MAC 1 (CD11b) auf ihrer Oberfläche tragen,
stützt
dies. In ähnlicher
Weise nehmen Makrophagen PLCG-Mikrokapseln auf, wie es durch das
Vorhandensein von MAC 1 auf der Oberfläche von Zellen, die fluoreszeinmarkierte
PLCG-Mikrokapseln enthalten, festgestellt wurde. Ob Makrophagen,
die Mikrokapseln in PP enthalten, zu MLN und Milz migrieren oder
ob freie Mikrokapseln über
Lymphgefäße zu MLN und über den
Blutstrom zu der Milz wandern (wo sie von lokalen Makrophagen aufgenommen
werden), bleibt noch zu bestimmen. Makrophagen machen etwa 5–9% aller
Zellen innerhalb von PP aus. Daher deutet unsere Feststellung von
mit Rhodamin markierten Spermin-Alginat-Mikrokapseln in bis zu 1,8%
aller Zellen innerhalb von PP darauf hin, daß Mikrokapseln von 20–35% der
verfügbaren
Makrophagen aufgenommen werden.
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Für
Rotavirus spezifische Proteine wurden in GALT von Mäusen, die
oral mit mikroverkapseltem Rotavirus, aber nicht mit freiem Virus
inokuliert worden waren, festgestellt. Die Feststellung von für Rotavirus
spezifischen Proteinen nach Inokulierung mit mikroverkapseltem Virus
stimmt mit der Auslieferung von größeren Mengen an Virus als nach
Inokulierung mit freiem Virus aufgenommen wird an Antigen präsentierende
Zellen (welche Perlen aufnehmen) überein. Die Menge an freiem
Virus, welches in diesen Experimenten inokuliert wurde, war jedoch
ausreichend, eine humorale Immunantwort zu induzieren. Das Unvermögen, für Rotavirus spezifische
Proteine in Antigen präsentierenden
GALT-Zellen (in Tieren, die mit freiem Virus inokuliert worden waren)
nachzuweisen, spiegelt wahrscheinlich die Tatsache wider, daß Antigen
in zu kleinen Mengen oder in einer zu geringen Anzahl von Zellen
erzeugt wird, als daß es
nach heterologer Virusinfektion des Wirtes festgestellt werden kann.
Für Rotavirus
spezifische Antigene wurden in GALT nach oraler Inokulierung von
Säuglingsmäusen mit
homologen Wirts-(d. h. Maus-)Rotaviren festgestellt.
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Orale oder parenterale Inokulierung
von Mäusen
mit mikroverkapselten Rotaviren induzierte eine virusspezifische
Antikörperreaktion,
die stärker
war als diejenige, die nach Inokulierung mit der gleichen Dosis an
freiem Virus induziert wurde.
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Obwohl bestimmte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung oben beschrieben und/oder beispielhaft
dargestellt wurden, wird der Fachmann anhand der vorausgegangenen
Offenbarung verschiedene andere Ausführungsformen erkennen. Die
vorliegende Erfindung ist daher nicht auf die bestimmten beschriebenen
und/oder beispielhaft dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern
unterliegt beträchtlicher Variation
und Modifikation, ohne vom Umfang der anhängenden Patentansprüche abzuweichen.