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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein künstliche Herzschrittmacher
und insbesondere Schrittmacher für
die Behandlung von Patienten, die vasovagale Synkopenepisoden und
andere Wirkungen vasodepressorischer oder kardioinhibitorischer Störungen,
wie etwa ein Karotissinussyndrom, erfahren.
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Eine
vasovagale Synkope ist ein Zustand, der durch einen plötzlichen
Abfall der Herzfrequenz und des Blutdrucks, der zur Ohnmacht führt, gekennzeichnet
ist. Er ist nicht nur für
einen Patienten unangenehm, sondern möglicherweise gefährlich,
weil ein Ohnmachtsanfall zu Verletzungen durch Hinfallen führen kann.
Im Sutton u. a. am 8. Februar 1994 erteilten US-Patent US-A-5 284
491 ist ein Herzschrittmacher offenbart, der speziell dafür ausgelegt
ist, an einer vasovagalen Synkope leidende Patienten zu behandeln.
Insbesondere erkennt der Schrittmacher, wenn die Herzfrequenz des
Patienten unter eine untere "Hysteresefrequenz" abfällt, und
er bestimmt, ob die durchschnittliche Verringerungsrate der Herzfrequenz
des Patienten über
eine festgelegte Anzahl von Herzschlägen oder ein festgelegtes Zeitintervall vor
dem Erreichen der "Hysteresefrequenz" größer als
ein vorgegebener Wert ist. Falls dies der Fall ist, wird die Frequenz
des Schrittmachers gleich der "Hysteresefrequenz" gesetzt und danach
auf eine "Zwischenfrequenz" erhöht, die
erheblich höher
ist als die "Hysteresefrequenz". Die Frequenz des Schrittmachers
bleibt einen vorgegebenen Zeitraum bei der "Zwischenfrequenz" und nimmt danach allmählich auf
eine niedrigere Stimulationsfrequenz ab.
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In
EP-A-0 599 027 ist auch die Erfassung vasovagaler Synkopenepisoden
durch Erfassen eines Herzfrequenzabfalls unter einen Schwellenwert
offenbart. Diese Veröffentlichung
ist nur für
die Zwecke der Neuheit nach Art 54(2) EPÜ Stand der Technik.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen verbesserten Schrittmacher
für die
Behandlung von Patienten mit einer vasovagalen Synkope.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen: ein Herzschrittmacher mit Mitteln zum
Erfassen von Herzdepolarisationen, Impulserzeugungsmitteln zum Abgeben
von Herzimpulsen bei bzw. mit einer ersten Stimulationsfrequenz,
Mitteln zum Erfassen eines als vasovagale Synkope (VVS) bekannten
Zustands und Mitteln zum Erhöhen
der Stimulationsfrequenz über
die erste Stimulationsfrequenz ansprechend bzw. in Reaktion auf
diese Erfassung, wobei der Schrittmacher aufweist:
Abfallserfassungsmittel
zum Erfassen eines schnellen Abfalls der spontanen Herzdepolarisationsfrequenz
und
Mittel, die auf eine Erfassung eines solchen schnellen
Abfalls der spontanen Herzdepolarisationsfrequenz ansprechen, um
den Impulsgenerator zu veranlassen, Stimulationsimpulse bei einer
zweiten Frequenz abzugeben, die höher ist als die erste Stimulationsfrequenz,
gekennzeichnet
durch
Mittel zum Festlegen einer ersten Schwellen-Herzfrequenz
und einer zweiten Schwellen-Herzfrequenz, wobei die Abfallserfassungsmittel
einen schnellen Abfall als einen Abfall von einer Frequenz oberhalb der
ersten Schwellen-Herzfrequenz
auf eine Frequenz unterhalb der zweiten Schwellen-Herzfrequenz erfassen.
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Der
erfindungsgemäße Schrittmacher
unterscheidet sich von dem in dem Patent von Sutton offenbarten
Schrittmacher aus dem Stand der Technik in erster Linie dadurch,
daß das
Verfahren zur Erfassung einer Episode einer vasovagalen Synkope
verfeinert ist. Die bereitgestellte Therapie in Form einer erhöhten Stimulationsfrequenz,
gefolgt von einem Rückfall
auf eine niedrigere Stimulationsfrequenz, wird beibehalten.
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An
Stelle der einfachen Erfassung eines schnellen Frequenzabfalls auf
eine Frequenz unterhalb einer festgelegten Schwellenfrequenz oder
Abfallsfrequenz, wie vorstehend in Zusammenhang mit dem Patent von
Sutton erörtert
wurde, muß eine
andauernde oder stabile Frequenz unterhalb der Schwellenfrequenz
erfaßt
werden, bevor die Stimulation bei einer erhöhten Frequenz eingeleitet wird.
Es kann eine andauernde oder stabile Herzfrequenz beispielsweise
als eine Reihe einer vorbestimmten Anzahl von Schlägen unterhalb
der Abfallsfrequenz erfaßt
werden. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
wird die Funktion zur Erfassung einer vasovagalen Synkope während eines
festgelegten Schlafzeitraums deaktiviert, so daß mit dem Schlaf verbundene
Frequenzabfälle
nicht zu einer unangemessenen Auslösung einer Stimulation bei
einer erhöhten
Frequenz führen.
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Weiterhin
wird gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
bei der Erfassung des Frequenzabfalls ein Prozeß zum Festlegen der höchsten andauernden
Frequenz über
einen dem Abfall der Herzfrequenz unter die Abfallsfrequenz vorhergehenden Zeitraum
verwendet. Die Herzfrequenz wird über eine Reihe von Zeitintervallen überwacht,
wobei die schnellste Sequenz zweier Schläge in jedem Zeitintervall identifiziert
wird. Die Frequenz des langsameren der zwei Schläge in der identifizierten Sequenz wird
als eine "höchste Frequenz" gespeichert, und die
schnellste der "höchsten Frequenzen" wird als die höchste andauernde
Frequenz identifiziert. Der gemessene Frequenzabfall wird dann als
die Differenz zwischen der schnellsten "höchsten
Frequenz" und der
Frequenz nach dem Abfall der Herzfrequenz unter die Abfallsfrequenz
genommen. Dieser Prozeß verhindert
kurze Intervalle, die sich aus verfrühten Depolarisationen des Atriums
oder des Ventrikels aus einer fehlerhaften Auslösung einer Stimulation bei
einer erhöhten
Frequenz ergeben könnten.
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Weiterhin
ist gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ein alternatives Verfahren zum Erfassen einer vasovagalen Synkope
und eines Auslösens
einer erhöhten
Stimulationsfrequenz vorgesehen. Der Schrittmacher zählt gemäß dieser
Ausführungsform
aufeinanderfolgende stimulierte Schläge und löst, ansprechend auf eine längere Reihe
stimulierter Schläge
bei der Grund-Stimulationsfrequenz, eine erhöhte Stimulationsfrequenz aus.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
wird auch herausgefunden, daß eine
andauernde Frequenz oberhalb einer ersten Schwellenfrequenz erforderlich
ist, um die Frequenzabfalls-Erfassungsfunktion einzuleiten, wodurch
verhindert wird, daß einzelne
schnelle Herzschläge
die Erfassung eines schnellen Frequenzabfalls auslösen. Nach
der Erfassung eines schnellen Frequenzabfalls von oberhalb der ersten
Schwellenfrequenz auf eine Frequenz unterhalb einer zweiten Schwellenfrequenz
oder einer "Abfallsfrequenz" ist vor einer Intervention
eine andauernde oder stabile Herzfrequenz (beispielsweise x von
y Schlägen
kleiner als die Abfallsfrequenz) erforderlich. Es werden auch Kriterien
zum Verlassen der Interventionstherapie und zum Verlassen des Erfassungsprozesses
infolge erfaßter
spontaner Depolarisationen vorgestellt.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden nun nur als Beispiel mit Bezug
auf die anliegende Zeichnung beschrieben.
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Die
verschiedenen Figuren der Zeichnung werden nachstehend kurz beschrieben:
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1 ist ein Diagramm, in dem
das Herz eines Patienten dargestellt ist, das elektrisch mit dem Schrittmacher
in 2 verbunden ist,
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2 ist ein schematisches
Blockdiagramm eines implantierbaren Schrittmachers, in dem die vorliegende
Erfindung verwirklicht werden kann,
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3 ist eine Graphik der Herzfrequenz
und der Stimulationsfrequenz in Abhängigkeit von der Zeit, worin
eine Funktion zur Erfassung einer vasovagalen Synkope dargestellt
ist, die nur als Beispiel beschrieben wird,
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4 ist eine Graphik der Stimulationsfrequenz
in Abhängigkeit
von der Zeit, worin das Deaktivieren der Funktion zum Erfassen einer
vasovagalen Synkope gemäß der vorliegenden
Erfindung während
Schlafzeiträumen
dargestellt ist,
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5 ist ein Flußdiagramm,
in dem die Arbeitsweise eines implantierbaren Schrittmachers gemäß der Erfindung
detailliert dargestellt ist,
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6 ist eine Nachschlagetabelle,
die vom Schrittmacher zum Erfassen von Abfällen der Herzfrequenz verwendet
wird,
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7 ist eine Graphik natürlicher
Herzfrequenzen und von Schrittmacher-Stimulationsfrequenzen in Abhängigkeit
von der Zeit, worin die Arbeitsweise eines die vorliegende Erfindung
verwirklichenden Schrittmachers ansprechend auf eine vasovagale
Synkopenepisode dargestellt ist,
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8 ist ein Flußdiagramm,
in dem die funktionelle Arbeitsweise eines die vorliegende Erfindung verwirklichenden
Schrittmachers dargestellt ist, und
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die 9 und 10 sind Beispiele von Stimulationsfrequenz-Verzögerungsmustern
nach der Stimulation bei einer Interventionsfrequenz.
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1 zeigt allgemein einen
Schrittmacher 10 eines zum Verwirklichen der vorliegenden
Erfindung geeigneten Typs, der in einen Patienten 12 implantiert
ist. Der dargestellte Schrittmacher ist ein frequenzadaptierender
Doppelkammer-Schrittmacher, der
in der Lage ist, den Bedarf am Herzminutenvolumen und an der Stimulation
des Atriums und des Ventrikels zu messen, die Erfindung kann jedoch auch
in Zusammenhang mit nicht frequenzadaptierenden Schrittmachern und
Schrittmachern, die in nur einer Kammer des Herzens stimulieren
und/oder messen, verwirklicht werden. Der Schrittmacher ist mit
Leitungen 14 und 15 versehen, die den Schrittmacher 10 elektrisch
mit dem Ventrikel bzw. dem Atrium des Herzens 11 des Patienten über sich
daran befindende Elektroden koppeln. Die Elektroden werden zum Messen
von Depolarisationen des Herzens, die hier formlos als "Schläge" bezeichnet werden,
und zum Abgeben von Stimulationsimpulsen an das Herz verwendet.
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2 ist ein Block-Schaltplan,
in dem ein mehrfach programmierbarer, implantierbarer, Doppelkammer-Bradykardieschrittmacher 10 dargestellt ist,
der die vorliegende Erfindung ausführen kann. Wenngleich die vorliegende
Erfindung in Zusammenhang mit einer mikroprozessorbasierten Architektur beschrieben
wird, ist zu verstehen, daß sie
auch mit einer anderen Technologie, wie einer digitallogikbasierten
kundenspezifisch integrierten Schaltungsarchitektur (IC-Architektur)
implementiert werden könnte,
falls dies erwünscht
ist. Es ist auch zu verstehen, daß die vorliegende Erfindung
in Kardiovertern, Defibrillatoren und dergleichen implementiert
werden kann.
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Die
Leitung 14 weist eine intrakardiale Elektrode 24 auf,
die sich in der Nähe
ihres distalen Endes befindet und innerhalb des rechten Ventrikels 16 positioniert
ist. Die Elektrode 24 ist durch einen Leiter 14 über einen
Eingangskondensator 26 mit dem Knoten 28 und mit
den Ein-/Ausgangsanschlüssen einer Ein-/Ausgangsschaltung 30 gekoppelt.
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In ähnlicher
Weise weist die Leitung 15 eine distal angeordnete intrakardiale
Elektrode auf, die innerhalb des rechten Atriums 17 positioniert
ist. Die Elektrode 22 ist über einen Eingangskondensator 75 durch
einen Leiter 15 mit einem Knoten 76 und mit den
Ein-/Ausgangsanschlüssen
der Ein-/Ausgangsschaltung 30 gekoppelt.
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Die
Ein-/Ausgangsschaltung 30 enthält die betriebswirksamen Ein-
und Ausgangs-Analogschaltungen für
digitale Steuer- und
Zeitgeberschaltungen, die für
die Erfassung vom Herzen abgeleiteter elektrischer Signale in der
Art des von Sensoren (nicht dargestellt), die mit den Leitungen 14 und 15 verbunden
sind, ausgegebenen Herzelektrogramms sowie für das Anwenden von Stimulationsimpulsen auf
das Herz zum Steuern seiner Frequenz als Funktion davon unter der
Steuerung softwareimplementierter Algorithmen in einer Mikrocomputerschaltung 32 erforderlich
sind.
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Die
Mikrocomputerschaltung 32 weist eine auf der Platine vorhandene
Schaltung 34 und eine außerhalb der Platine vorhandene
Schaltung 36 auf. Die auf der Platine vorhandene Schaltung 34 weist einen
Mikroprozessor 38, einen Systemtaktgeber 40 sowie
einen auf der Platine vorhandenen RAM 42 und einen auf
der Platine vorhandenen ROM 44 auf. Die außerhalb
der Platine vorhandene Schaltung 36 weist eine außerhalb
der Platine vorhandene RAM/ROM-Einheit 46 auf. Die Mikrocomputerschaltung 32 ist
durch einen Datenkommunikationsbus 48 mit einer digitalen
Steuer-/Zeitgeberschaltung 50 gekoppelt.
Die Mikrocomputerschaltung 32 kann aus kundenspezifischen
IC-Vorrichtungen hergestellt sein, die durch Standard-RAM/ROM-Bauelemente erweitert
sind.
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Fachleute
werden verstehen, daß die
in 2 dargestellten elektrischen
Bauteile von einer geeigneten implantierbaren Batterieleistungsquelle (nicht
dargestellt) versorgt werden.
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Eine
Antenne 52 ist für
die Aufwärts-/Abwärtstelemetrie über eine
Funkfrequenz-(RF)-Sende-/Empfangsschaltung (RF TX/RX) 54 mit
der Ein-/Ausgangsschaltung 30 verbunden. Die Fernübertragung
analoger und digitaler Daten zwischen der Antenne 52 und
einer externen Vorrichtung in der Art einer externen Programmiereinrichtung
(nicht dargestellt) wird gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
dadurch erreicht, daß alle
Daten zuerst digital codiert und dann auf einen gedämpften RF-Träger impulspositionsmoduliert
werden, wie im wesentlichen im am 7. Juli 1992 erteilten US-Patent
US-A-5 127 404 mit dem Titel "Telemetry
Format for Implantable Medical Device" beschrieben ist. Ein Reed-Schalter 51 ist
mit der Ein-/Ausgangsschaltung 30 verbunden, um eine Patientennachsorge
durch Deaktivieren des Meßverstärkers 146 und
Aktivieren von Telemetrie- und Programmierfunktionen zu ermöglichen,
wie auf dem Fachgebiet bekannt ist.
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Eine
Kristalloszillatorschaltung 56, typischerweise ein kristallgesteuerter
Oszillator mit 32768 Hz, führt
der digitalen Steuer-/Zeitgeberschaltung 50 Haupt-Zeittaktsignale
zu. Eine Vref-/Vorspannungsschaltung 58 erzeugt eine stabile
Spannungsreferenz und Vorspannungsströme für die Analogschaltungen der
Ein-/Ausgangsschaltung 30. Eine ADC-/Multiplexerschaltung
(ADC/MUX) 60 digitalisiert analoge Signale und Spannungen
zum Bereitstellen einer Telemetrie und einer Austauschzeitangabe-
oder Lebensdauer endefunktion (EOL). Eine Einschalt-Rücksetzschaltung
(POR) 62 initialisiert den Schrittmacher 10 während des
Hochfahrens mit programmierten Werten und setzt die Programmwerte
beim Erfassen eines Zustands einer schwachen Batterie oder transient
bei Vorhandensein bestimmter unerwünschter Bedingungen, wie beispielsweise einer
unannehmbar hohen elektromagnetischen Interferenz (EMI) auf Sollzustände zurück.
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Die
Betriebsbefehle zum Steuern des Zeitablaufs des in 2 dargestellten Schrittmachers werden über den
Bus 48 mit der digitalen Steuer-/Zeitgeberschaltung 50 gekoppelt,
worin Digitalzeitgeber das Gesamt-Escapeintervall des Schrittmachers festlegen
und getrennte atrielle und ventrikuläre Escapeintervalle sowie verschiedene
Refraktär-,
Austast- und andere Zeitfenster aufweisen können, um die Arbeitsweise der
Peripheriekomponenten innerhalb der Ein-/Ausgangsschaltung 50 zu steuern.
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Die
digitale Steuer-/Zeitgeberschaltung 50 ist mit Meßverstärkern (SENSE) 64 und 67 und
mit Elektrogrammverstärkern
(EGM-Verstärkern) 66 und 73 zum
Empfangen von der Elektrode 24 über die Leitung 14 und
den Kondensator 26 aufgenommener verstärkter und verarbeiteter Signale
und zum Empfangen von der Elektrode 22 über die Leitung 15 und den
Kondensator 75 aufgenommener verstärkter und verarbeiteter Signale,
welche die elektrische Aktivität des
Ventrikels 16 bzw. des Atriums 17 des Patienten darstellen,
gekoppelt. In ähnlicher
Weise erzeugen die Meßverstärker 64 und 67 Meßereignissignale
für das
Rücksetzen
des Escapeintervall-Zeitgebers
innerhalb der Schaltung 50. Das vom EGM-Verstärker 66 entwickelte
Elektrogrammsignal wird bei solchen Gelegenheiten verwendet, bei
denen die implantierte Vorrichtung von der externen Programmiereinrichtung
bzw. dem externen Transceiver (nicht dargestellt) abgefragt wird,
um durch Aufwärtstelemetrie eine
Darstellung des analogen Elektrogramms der elektrischen Herzaktivität des Patienten
zu übertragen,
wie im Thompson u. a. erteilten US-Patent US-A-4 556 063 mit dem Titel "Telemetry System
for a Medical Devise" beschrieben
ist.
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Die
Ausgangsimpulsgeneratoren 68 und 71 führen dem
Herzen 11 des Patienten über Ausgangskondensatoren 74 und 77 und
Leitungen 14 und 15 ansprechend auf stimulierte
Auslösesignale,
die von der digitalen Steuer-/Zeitgeberschaltung 50 entwickelt
werden, jedesmal dann, wenn das Escapeintervall abläuft oder
ein extern übertragener
Stimulationsbefehl empfangen worden ist, oder ansprechend auf andere
gespeicherte Befehle, wie auf dem Gebiet der Schrittmacher wohlbekannt
ist, Stimulationsimpulse zu.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist der Schrittmacher 10 in der
Lage, in verschiedenen nicht frequenzadaptierenden Modi, welche
DDD, DDI, VVI, VOO und VVT einschließen, sowie in entsprechenden
frequenzadaptierenden Modi, wie DDDR, DDIR, VVIR, VOOR und VVTR,
zu arbeiten. Weiterhin kann der Schrittmacher 10 programmierbar
konfiguriert werden, so daß er
so arbeitet, daß er
seine Frequenz nur ansprechend auf eine ausgewählte Sensorausgabe oder ansprechend
auf beide Sensorausgaben ändert,
falls dies gewünscht
ist.
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Einzelheiten
des Merkmals der Erfassung der vasovagalen Synkope gemäß der vorliegenden Erfindung
werden nun mit Bezug auf 3 dargelegt.
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Es
ist eine untere Frequenz (LR 302) gezeigt, wobei es sich
um eine Frequenz handelt, unterhalb derer das Herz nicht abfallen
darf (auch als Grund-Escapefrequenz oder Grund-Stimulationsfrequenz des Schrittmachers
bekannt). Diese Frequenz kann beispielsweise 50–70 Schläge je Minute betragen. Es sind
auch eine Interventionsfrequenz (IR 304), die erheblich
oberhalb der unteren Frequenz liegt, und eine Abfallsfrequenz (DR 306)
zwischen der unteren Frequenz und der Interventionsfrequenz definiert.
Die Werte all dieser Frequenzen sind vom Arzt programmierbar, und
es wird im Fall frequenzadaptierender Schrittmacher oder Doppelkammer-Schrittmacher (beispielsweise
DDD- oder VDD-Schrittmacher) angenommen, daß die Interventionsfrequenz
kleiner sein sollte als die vom Schrittmacher erreichbare maximale
Stimulationsfrequenz.
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Die
natürliche
Herzfrequenz ist durch einzelne Punkte dargestellt, die jeweils
die Frequenz eines erfaßten
Herzschlags angeben, die als der Kehrwert des den Herzschlag vom
vorhergehenden Herzschlag trennenden Intervalls definiert ist, und
die Escapefrequenz des Schrittmachers ist durch eine durchgezogene
Linie dargestellt. Falls die Erfindung in einem Einzelkammer-Schrittmacher
(beispielsweise VVI oder AAI) verwirklicht wird, wird der Schrittmacher
daran gehindert, Impulse abzugeben, wenn die Frequenz des Patienten
höher ist
als die Escapefrequenz des Schrittmachers. Falls der Schrittmacher ein
atriell synchronisierter Doppelkammer-Schrittmacher (beispielsweise
DDD oder VDD) ist, wird der Schrittmacher mit der natürlichen
Frequenz des Patienten synchronisiert, wenn die Frequenz des Patienten
höher ist
als die Escapefrequenz des Schrittmachers. Bei Doppelkammermodi,
die mit dem Atrium synchronisiert sind, ist vorgesehen, daß die atrielle Herzfrequenz
im allgemeinen überwacht
wird. Es wird der Einfachheit halber angenommen, daß der Schrittmacher
nicht auf einen frequenzadaptierenden Modus gelegt ist und daß die Escapefrequenz
des Schrittmachers daher gleich einer festgelegten niedrigeren Frequenz 302 ist.
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Der
Schrittmacher speichert die aufeinanderfolgenden Herzschlägen zugeordneten
Intervalle, wobei er eine Aufzeichnung der vorhergehenden Reihen
von Schlägen
beibehält.
Die Erfassung einer Episode einer vasovagalen Synkope beginnt ansprechend
auf einen erfaßten
Herzschlag (Schlag "N") unterhalb der Abfallsfrequenz 306 bei 310.
Der Schrittmacher bestimmt dann durch Prüfen, ob ein Abfall von wenigstens
einem vorbestimmten Abfallsbetrag aufgetreten ist, über eine
vorhergehende Reihe von Herzschlägen,
ob vor dem Schlag "N" ein plötzlicher,
erheblicher Frequenzabfall aufgetreten ist. Im dargestellten Fall
vergleicht der Schrittmacher den Schlag "N" mit
dem Schlag "N – 2" und bestimmt, ob
die in Schlägen
je Minute oder in Netto-Millisekunden
gemessene Frequenzdifferenz der Zwischenschlag-Intervalländerung
den festgelegten Abfallsbetrag übersteigt.
Ein komplizierteres Verfahren zum Bestimmen, ob der erfaßte Frequenzabfall
ausreichend schnell erfolgt, wird nachstehend in Zusammenhang mit 4 erörtert. Als Alternativen kann der
Schrittmacher durch Berechnen einer durchschnittlichen Frequenzänderung,
wie vorstehend in Zusammenhang mit dem Patent von Sutton erörtert wurde,
oder ansprechend auf einen Frequenzabfall von oberhalb einer Schwellenfrequenz
auf einen Wert unterhalb der Schwellenfrequenz, falls dies erwünscht ist,
einen erheblichen, schnellen Frequenzabfall erfassen. Falls der
erfaßte
Frequenzabfall nicht schnell genug erfolgt, stimuliert die Vorrichtung
weiter bei der niedrigeren Frequenz, und die Sequenz zur Erfassung
der vasovagalen Synkope wird abgebrochen.
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Falls
der Frequenzabfall schnell genug erfolgt, beurteilt der Schrittmacher
die Stabilität
der verlangsamten Frequenz durch Überwachen der Schläge, die
den Schlägen
nach dem Schlag "N" folgen, um zu bestimmen,
ob sich eine stabile Frequenz zeigt. Eine stabile Frequenz kann
beispielsweise ansprechend auf eine Reihe einer vorbestimmten Anzahl
von Schlägen
mit Frequenzen unterhalb der Abfallsfrequenz erfaßt werden.
Ein komplizierteres Verfahren zum Bestimmen, ob die erfaßte verlangsamte Herzfrequenz
stabil genug ist, wird nachstehend in Zusammenhang mit 4 erörtert. Falls die erfaßte verringerte
Herzfrequenz nicht stabil genug ist, stimuliert die Vorrichtung
weiter bei der niedrigeren Frequenz, und die Sequenz zur Erfassung
der vasovagalen Synkope wird abgebrochen.
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Falls
die erfaßte
verringerte Herzfrequenz stabil genug ist, wird eine therapeutische
Intervention ausgelöst.
Die erläuterte
therapeutische Intervention wird durch Erhöhen der Escapefrequenz des
Schrittmachers auf die Interventionsfrequenz 304 bei 316 bereitgestellt.
Bei Abwesenheit höherer
spontaner Herzfrequenzen bleibt die Escapefrequenz einen programmierten
Zeitraum bei der Interventionsfrequenz und nimmt danach bei 318 allmählich ab,
bis die spontane Herzfrequenz bei 320 die Escapefrequenz
des Schrittmachers übersteigt,
und die Escapefrequenz des Schrittmachers wird an diesem Punkt auf
die niedrigere Frequenz zurückgesetzt. Falls
die spontane Frequenz des Patienten die Interventionsfrequenz übersteigt,
setzt der Schrittmacher in ähnlicher
Weise seine Escapefrequenz auf die niedrigere Frequenz zurück und unterbricht
die therapeutische Intervention. Eine detailliertere Beschreibung
der erläuterten
therapeutischen Intervention ist in US-A-5 501 701 "Pacemaker with Vasovagal
Syncope Detection and Therapy" von
Markowitz u. a. dargelegt.
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Zum
weiteren Verhindern einer unangemessenen Auslösung der Stimulation bei einer
erhöhten Frequenz
deaktiviert die vorliegende Erfindung das Merkmal der Erfassung
der vasovagalen Synkope gemäß der vorliegenden
Erfindung, während
angenommen wird, daß der
Patient schläft.
Eine solche Frequenzerhöhung
könnte
den Schlaf des Patienten unnötig
stören,
indem seine Herzfrequenz auf die Interventionsfrequenz erhöht wird.
Dieses Schlafdeaktivierungsmerkmal ist in 4 dargestellt.
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Dieses
Merkmal wird gemäß der vorliegenden
Erfindung unter Verwendung eines Tages-Zeitgebers in der Mikrocomputerschaltung 32 implementiert,
der die Mikrocomputerschaltung 32 veranlaßt, jeden
Zeitraum von 24 Stunden in einen Wachzeitraum, der wie dargestellt
bei T1 abläuft,
und einen Schlafzeitraum, der wie dargestellt bei T2 abläuft, zu unterteilen.
Die Schlaf- und Wachzeiträume
werden so programmiert, daß sie
zum Lebensstil des einzelnen Patienten passen. Der Prozessor 32 deaktiviert die
Funktion der Erfassung einer vasovagalen Synkope während des
Schlafzeitraums, der sich von T1 bis T2 erstreckt.
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5 ist ein Flußdiagramm,
in dem ein Programm 400 zum Implementieren einer bevorzugten Ausführungsform
der Funktion der Erfassung einer vasovagalen Synkope gemäß der vorliegenden
Erfindung beschrieben ist. Für
jeden Schlag ist die in der folgenden Beschreibung erwähnte "Frequenz" der Kehrwert des
Intervalls, das ihn vom vorhergehenden Schlag trennt. Zum Erleichtern
des Verständnisses
wird die Arbeitsweise der Vorrichtung in erster Linie in bezug auf "Frequenzvergleiche" beschrieben. Es
ist jedoch zu verstehen, daß die
Vorrichtung tatsächlich
Intervalle speichert und verarbeitet und daß der Frequenzvergleich daher
in der Vorrichtungssoftware tatsächlich
durch Vergleich gespeicherter Intervalle erreicht wird.
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Es
ist zur Interpretation dieses Flußdiagramms zu verstehen, daß die Vorrichtung
zum Betrieb im DDD- oder DDI-Modus
programmiert wird und bei der Frequenzberechnung nicht-refraktäre gemessene
ventrikuläre
Schläge
und stimulierte ventrikuläre
Schläge
verwendet. Die Erfindung kann jedoch auch bei im VDD-, AAI-, VVI-
oder anderen Modi programmierten Vorrichtungen nutzbringend angewendet
werden, wobei atrielle oder ventrikuläre Schläge zur Bestimmung von Herzfrequenzen
verwendet werden.
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Im
allgemeinen wird der Frequenzabfall durch Vergleichen der Herzfrequenz
nach dem Abfall mit einer bzw. auf eine Frequenz unterhalb der Abfallsfrequenz
mit der höchsten
von 5 über
die vorhergehenden 2 bis 2,5 Minuten abgetasteten gespeicherten
Frequenzen abgeleitet. Jede der 5 gespeicherten Frequenzen ist die
Frequenz des langsameren Schlags in der schnellsten Folge zweier
Schläge innerhalb
eines 30-Sekunden-Intervalls.
Die schnellste dieser gespeicherten Frequenzen wird als die höchste andauernde
Frequenz identifiziert und beim Bestimmen des Frequenzabfalls verwendet.
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Während des
Betriebs des Programms 400 werden Zählwerte der Anzahl der aufeinanderfolgenden
Stimulationsimpulse bei der Grund-Stimulationsfrequenz als Teil
des vorstehend be schriebenen alternativen Verfahrens zum Erfassen
einer vasovagalen Synkope aufgenommen. Bei Vorrichtungen, die im
VVI- oder AAI-Modus arbeiten, werden aufeinanderfolgende Stimulationsimpulse
in der entsprechenden Kammer entsprechend gezählt. Bei einer im DDD-Modus
programmierten Vorrichtung kann dies durch einfaches Verfolgen aufeinanderfolgender
atrieller Stimulationen (CAP) erreicht werden. Bei im DDI-Modus
programmierten Vorrichtungen können entweder
aufeinanderfolgende atrielle Stimulationen (CAP) oder aufeinanderfolgende
ventrikuläre
Stimulationen (CVP) gezählt
werden. Bei einer im VDD-Modus arbeitenden Vorrichtung müßten aufeinanderfolgende
ventrikuläre
Stimulationen, die bei der niedrigeren Frequenz auftreten, getrennt
gezählt werden.
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In
Schritt 402 wird CAP immer dann inkrementiert, wenn eine
atrielle bzw. atriale Stimulation auftritt, und sie wird immer dann
auf Null zurückgesetzt,
wenn eine atrielle Erfassung auftritt. Ebenso wird CVP immer dann
inkrementiert, wenn eine ventrikuläre Stimulation auftritt, und
immer dann auf Null zurückgesetzt,
wenn eine ventrikuläre
Erfassung auftritt. Falls CAP in Schritt 404 gleich der
Anzahl der zum Angeben einer Erfassung erforderlichen aufeinanderfolgenden
Schläge
ist, geht das Programm 400 zu Schritt 406, wo
der Schrittmacher 10 mit einer Interventionstherapie beginnen
kann, wie in 3 dargestellt
ist. Falls CAP nicht der erforderlichen Anzahl der erfaßten Schläge gleicht,
geht das Programm 400 zu Schritt 408.
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Falls
der aktuelle Stimulationsmodus in Schritt 408 DDI ist und
CVP der erforderlichen Anzahl erfaßter Schläge gleicht, wird in Schritt 406 eine
Intervention ausgelöst.
Falls diese Bedingungen nicht erfüllt sind, geht das Programm
zu Schritt 410. Falls das Abfallserfassungsmerkmal des
Schrittmachers 10 aktiviert ist, setzt das Programm mit
Schritt 412 fort. Andernfalls kehrt das Programm zu Schritt 402 zurück. Das
Abfallserfassungsmerkmal kann durch Ausprogrammieren des Merkmals
oder durch die vorstehend in Zusammenhang mit 4 beschriebene Schlafdeaktivierungsfunktion
deaktiviert werden.
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Wie
vorstehend beschrieben wurde, verfolgt der Prozessor Herzfrequenzen über aufeinanderfolgende
30-Sekunden-Intervalle, wobei er die niedrigere Frequenz der schnellsten
Sequenz zweier Schläge
in jedem 30-Sekunden-Intervall identifiziert. Diese Funktion ist
in den Schritten 412 und 414 erläutert. Der
in Schritt 412 angegebene "aktuelle Spitzenwert" wird zunächst auf die Frequenz des langsameren
der ersten beiden Schläge
in dem ablaufenden 30-Sekunden-Intervall
gesetzt, und die Frequenzen nachfolgender Schläge werden mit dem "aktuellen Spitzenwert" verglichen. In Schritt 412 untersucht
der Prozessor 32 die zwei vorhergehenden Schläge, um zu
bestimmen, ob sie beide schneller sind als der "aktuelle Spitzenwert". Falls dies der Fall ist, wird die niedrigere
Frequenz der zwei vorhergehenden Schläge in Schritt 414 als
der neue "aktuelle
Spitzenwert" identifiziert.
Der "aktuelle Spitzenwert" beim Ablauf des
wirksamen 30-Sekunden-Intervalls oder beim Abfall der Frequenz unter
die Abfallsfrequenz wird als die "obere Frequenz" für
dieses Intervall gespeichert. Falls dies nicht der Fall ist, bleibt
der "aktuelle Spitzenwert" unverändert.
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In
Schritt 416 bestimmt der Prozessor, ob die aktuellen und
die vorhergehenden Schläge
langsamer sind als die Abfalls frequenz. Zwei aufeinanderfolgende
Schläge
mit Frequenzen unterhalb der Abfallsfrequenz sind dementsprechend
erforderlich, um eine vasovagale Synkope zu erfassen, wie in Zusammenhang
mit 3 erörtert wurde.
Alternativ könnte eine
größere Anzahl
von Schlägen
mit Frequenzen unterhalb der Abfallsfrequenz erforderlich sein,
oder es könnte
ein vorbestimmter Anteil von Schlägen mit Frequenzen unterhalb
der Abfallsfrequenz als eine stabile verringerte Frequenz angebend
verwendet werden, wie in der vorstehend erwähnten Patentanmeldung von Markowitz
u. a. beschrieben ist. Falls die Frequenzen der zwei vorhergehenden
Schläge nicht
langsamer sind als die Abfallsfrequenz, kehrt das Programm zu Schritt 402 zurück. Falls
die Schläge
niedrigere Frequenzen als die Abfallsfrequenz aufweisen, geht das
Programm zu Schritt 418, um mit dem Untersuchen des Betrags
des Frequenzabfalls zu beginnen.
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In
Schritt 418 bestimmt der Prozessor 32, welche
der vorhergehenden fünf
gespeicherten "höchsten Frequenzen" einschließlich der
für die
vier vorhergehenden 30-Sekunden-Intervalle
gespeicherten höchsten
Frequenzen und des "aktuellen Spitzenwerts" die schnellste ist.
Diese schnellste "höchste Frequenz" wird mit der Frequenz
des letzten Schlags (des zweiten Schlags mit einer Frequenz unterhalb
der Abfallsfrequenz) verglichen, um zu bestimmen, ob die Differenz
größer als
ein festgelegter Abfallsbetrag ist.
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Es
ist bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Vorrichtung erwünscht,
daß der
Arzt in der Lage ist, den gewünschten
Frequenzabfallsbetrag in Schlägen
je Minute zusammen mit einer festgelegten Abfallsfrequenz, die auch
in Schlägen
je Minute ausgedrückt
ist, festzulegen. Wie jedoch vorstehend erörtert wurde, arbeitet die Vorrichtung
tatsächlich
auf der Grundlage gespeicherter Intervalle an Stelle von Frequenzen.
Daher ist der Schrittmacher mit einer gespeicherten Nachschlagetabelle
ausgestattet, um Abfallsbetragsintervalle festzulegen, die der Differenz
von Intervallen zwischen Schlägen
bei der schnellsten "höchsten Frequenz" und Intervallen
zwischen Schlägen
bei der schnellsten "höchsten Frequenz" minus dem Abfallsbetrag,
ausgedrückt
in Schlägen
je Minute (engl.: beats per minute (bmp)), entsprechen. Das anwendbare
Abfallsbetragsintervall wird in Schritt 418 bestimmt.
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Bei
der in Zusammenhang mit dem Schrittmacher verwendeten Programmiereinrichtung
nimmt die Abfallsbetragsintervall-Nachschlagetabelle die Form einer mehrere
Spalten aufweisenden Tabelle an, wie in 6 dargestellt ist. Abfallsbeträge sind entlang
dem horizontalen oberen Rand angeführt, und die höchsten Frequenzen
sind entlang dem linken vertikalen Rand angeführt, wobei in den Spalten entsprechende
Abfallsbetragsintervalle angeführt sind.
In Zusammenhang mit der Programmierung des Abfallsbetrags muß nur eine
einzige Spalte der Tabelle über
die Telemetrieschaltung 54 zur späteren Verwendung in den RAM 42 des
Schrittmachers geladen werden, wodurch im Schrittmacher Speicherkapazität gespart
wird und ermöglicht
wird, daß der Schrittmacher
das Abfallsbetragsintervall nur auf der Grundlage der schnellsten "höchsten Frequenz" bestimmt, wodurch
wiederum die Anzahl der zum Bestimmen des Abfallsbetragsintervalls
erforderlichen Schritte verringert wird.
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In
den Schritten 420 bzw. 422 werden die den Frequenzen
der ersten zwei Schläge
unterhalb der Abfallsfrequenz, die in Schritt 416 identifiziert wurden,
entsprechenden Intervalle mit der Summe aus dem Abfallsbetragsintervall
und dem der schnellsten "höchsten Frequenz" entsprechenden Intervall
verglichen, um zu bestimmen, ob diese zwei Schläge beide bei Frequenzen auftreten,
die kleiner sind als die schnellste "höchste
Frequenz" minus dem
in Schlägen
je Minute ausgedrückten
Abfallsbetrag. Falls dies der Fall ist, wird in Schritt 406 eine
Stimulation bei einer erhöhten
Frequenz eingeleitet, wie vorstehend erörtert wurde. Falls dies nicht
der Fall ist, kehrt der Schrittmacher zu Schritt 402 zurück und setzt
das Stimulieren bei der niedrigeren Frequenz fort.
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Einzelheiten
einer alternativen Ausführungsform
der Erfassung einer vasovagalen Synkope und von Behandlungsfunktionen
gemäß der vorliegenden Erfindung
sind in 7 dargestellt.
Wie in 3 ist eine untere
Frequenz (LR 302) dargestellt, wobei es sich um eine Frequenz handelt,
unterhalb von der das Herz nicht abfallen darf (auch als die Grund-Escapefrequenz
oder die Grund-Stimulationsfrequenz des Schrittmachers bekannt).
Diese Frequenz kann beispielsweise 50–70 Schläge je Minute betragen. Auch
definiert sind eine Interventionsfrequenz (IR 304), die
erheblich über
der unteren Frequenz liegt, eine Abfallsfrequenz (DR 306)
zwischen der unteren Frequenz und der Interventionsfrequenz und
eine Schwellenfrequenz (TH 308) zwischen der Interventionsfrequenz
und der Abfallsfrequenz. Die Werte all dieser Frequenzen sind vom
Arzt programmierbar, und es ist im Fall frequenzadaptierender oder
Doppelkammer-Schrittmacher (beispielsweise DDD- oder VDD-Schrittmacher)
vorgesehen, daß die
Interventionsfrequenz kleiner ist als die maximale vom Schrittmacher
erreichbare Stimulationsfrequenz.
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In 7 ist die natürliche Herzfrequenz durch
eine unterbrochene Linie (350) dargestellt, und die Escapefrequenz
des Schrittmachers ist durch eine durchgezogene Linie (351)
dargestellt. Falls die Erfindung in einem Einzelkammer-Schrittmacher (beispielsweise
einem VVI- oder AAI-Schrittmacher) verwirklicht wird, wird der Schrittmacher
daran gehindert, Impulse abzugeben, wenn die Frequenz des Patienten
höher ist
als die Escapefrequenz des Schrittmachers. Falls der Schrittmacher
ein atriell synchronisierter Doppelkammer-Schrittmacher (beispielsweise
ein DDD- oder VDD-Schrittmacher) ist, stimuliert er synchron mit
der natürlichen
Frequenz des Patienten, wenn die Frequenz des Patienten höher ist
als die Escapefrequenz des Schrittmachers. Es ist bei Doppelkammer-Modi,
die mit dem Atrium synchronisiert sind, vorgesehen, daß die atrielle Herzfrequenz überwacht
wird. Es wird der Einfachheit halber angenommen, daß der Schrittmacher nicht
in einen frequenzadaptierenden Modus gesetzt wird und daß die Escapefrequenz
des Schrittmachers daher gleich einer festgelegten unteren Frequenz 302 ist.
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Die
Erfassung einer vasovagalen Synkopenepisode beginnt bei 310 ansprechend
auf eine Reihe einer vorbestimmten Anzahl (beispielsweise drei)
aufeinanderfolgender Herzschläge
oberhalb der Schwellenfrequenz 308. Der Schrittmacher kann dann
auf einen plötzlichen
erheblichen Frequenzabfall ansprechen, und er beginnt ansprechend
darauf, daß die
Herzfrequenz des Patienten unter die Schwellenfrequenz 308 abfällt, mit
dem Zählen
der Anzahl der Herzschläge
bei Frequenzen zwischen der Schwellenfrequenz 308 und der
unteren Frequenz 302 oder der seit dem Abfallen der Herzfrequenz
unter die Schwellenfrequenz verstrichenen Zeit. Bei 312 bestimmt
der Schrittmacher ansprechend darauf, daß die natürliche Frequenz des Patienten
kleiner ist als die Abfallsfrequenz, ob die Anzahl der gezählten Schläge oder
die verstrichene Zeit seit dem Abfall der Frequenz des Patienten
unter die Schwellenfrequenz kleiner oder gleich einem vorbestimmten
Wert ist. Falls dies nicht der Fall ist, bestimmt der Schrittmacher,
daß der
Frequenzabfall allmählich
erfolgte, und die Escapefrequenz bleibt bei der unteren Frequenz 302.
Alternativ kann der Schrittmacher nach der Erfassung einer andauernden
Herzfrequenz oberhalb der Schwelle einen erheblichen schnellen Frequenzabfall
durch Berechnen der durchschnittlichen Änderungsrate, wie vorstehend
in Zusammenhang mit dem Patent von Sutton erörtert wurde, oder ansprechend
auf einen Frequenzabfall eines vorbestimmten Betrags, der von der
Frequenzdifferenz zwischen der Schwellenfrequenz und der Abfallsfrequenz
verschieden ist, erfassen, falls dies erwünscht ist.
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Falls,
wie erläutert
wurde, der Schrittmacher bestimmt, daß der Frequenzabfall sowohl
schnell erfolgt als auch erheblich bzw. signifikant ist, wodurch die
Wahrscheinlichkeit einer Episode einer vasovagalen Synkope erhöht wird,
bestimmt die Vorrichtung danach, ob der Abfall der Frequenz des
Patienten auf eine andauernde oder stabile untere Frequenz erfolgt und
nicht das Ergebnis eines einzigen langen Herzschlagintervalls ist,
wie es nach einer verfrühten
atriellen Kontraktion, falls die atrielle Frequenz verfolgt wird,
oder nach einer verfrühten
ventrikulären
Kontraktion, falls die ventrikuläre
Frequenz verfolgt wird, auftreten könnte. Es werden die Herzschläge einschließlich des
ersten Schlags unterhalb der Abfallsfrequenz 306 überwacht,
und falls ein vorbestimmter Anteil dieser Schläge (beispielsweise 3 von 8,
4 von 5 usw.) kleiner ist als die Abfallsfrequenz, wird das Auftreten
einer vasovagalen Synkopenepisode bestätigt, wie bei 314 dargestellt
ist, und es wird eine therapeutische Intervention ausgelöst. Andernfalls bleibt
das Escapeintervall des Schrittmachers bei der unteren Frequenz,
und der Schrittmacher wartet auf das nächste Auftreten einer andauernden
Frequenz oberhalb der Frequenzschwelle.
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Die
erläuterte
therapeutische Intervention wird durch Erhöhen der Escapefrequenz des
Schrittmachers auf die Interventionsfrequenz 304 bei 316 bereitgestellt.
Bei Nichtvorhandensein schnellerer spontaner Herzfrequenzen bleibt
die Escapefrequenz einen programmierten Zeitraum bei der Interventionsfrequenz
und nimmt danach allmählich
bei 318 ab, bis die spontane Herzfrequenz bei 320 die Escapefrequenz
des Schrittmachers übersteigt,
und es wird an diesem Punkt die Escapefrequenz des Schrittmachers
auf die untere Frequenz zurückgesetzt.
Falls die spontane Frequenz des Patienten die Interventionsfrequenz übersteigt,
setzt der Schrittmacher in ähnlicher
Weise seine Escapefrequenz auf die untere Frequenz zurück und bricht
die therapeutische Intervention ab.
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Das
Flußdiagramm
aus 8 zeigt die Arbeitsweise
des Mikroprozessors 34 (2)
beim Implementieren der vorliegenden Erfindung in näheren Einzelheiten.
Zur Interpretation des Flußdiagramms ist
zu verstehen, daß die
Vorrichtung im DDD-Modus betrieben wird und daß die verschiedenen angesprochenen
Herzfrequenzen durch Intervalle zwischen benachbarten gemessenen
und stimulierten atriellen Depolarisationen, vorzugsweise unter
Einschluß gemessener
atrieller Depolarisationen während
und außerhalb
atrieller Refraktärperioden,
festgelegt sind. Ein individueller Herzschlag oder eine individuelle Depolarisation
weist in diesem Zusammenhang eine Frequenz auf, die gleich dem Kehrwert
des Intervalls ist, das ihn bzw. sie von der vorhergehenden Depolarisation
trennt.
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Normalerweise
befindet sich bei 402 die Funktion der Erfassung einer
vasovagalen Synkope im Bereitschaftszustand, und der Schrittmacher
wird im DDD-Modus stimuliert, wobei die Escapefrequenz gleich der
unteren Frequenz (LR) gesetzt ist und der Mikroprozessor Schläge oberhalb
der Schwellenfrequenz (TH) verfolgt. Die Schwellenfrequenz TH wird nach
den Bedürfnissen
des Patienten, möglicherweise
beispielsweise im Bereich von 70 bis 90 Schlägen je Minute, gewählt. Ansprechend
auf die Erfassung einer vorbestimmten Anzahl aufeinanderfolgender Schläge oberhalb
der Schwellenfrequenz wird die Frequenzabfalls-Erfassungsfunktion
bei 404 aktiviert, und der Mikroprozessor setzt den Schlagzählwert "N" auf Null und wartet auf einen Herzschlag
mit einer Frequenz unterhalb der Schwellenfrequenz. Bei im VDD-
oder DDD-Modus programmierten Vorrichtungen kann das Auftreten einer
vorzeitigen ventrikulären
Kontraktion (PVC) vor einem atriellen Herzschlag unterhalb der Schwellenfrequenz
(TH) die Funktion der Erfassung einer vasovagalen Synkope bei 402 in
den Bereitschaftszustand zurückführen, falls
dies erwünscht
ist.
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Ansprechend
auf einen Herzschlag mit einer Frequenz unterhalb der Schwellenfrequenz
leitet der Prozessor bei 406 eine Frequenzabfallserfassung ein und
setzt N auf Eins, und es wird die Frequenz nachfolgender Schläge überwacht.
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Jeder
Schlag danach, der zwischen der Schwellenfrequenz (TH) und der unteren
Frequenz (LR) liegt, bewirkt, daß "N" bei 414 inkrementiert
wird. Falls "N" vor einem Schlag
bei einer Frequenz unterhalb der Abfallsfrequenz (DR) über einen
vorgegebenen Zählwert "NMAX" inkrementiert wird,
führt der Prozessor
die Funktion der Erfassung einer vasovagalen Synkope bei 402 in
den Bereitschaftszustand zurück.
Falls vor einem Herzschlag bei einer Frequenz, die kleiner als die
Abfallsfrequenz (DR) ist, drei aufeinanderfolgende Schläge oberhalb
der Schwellenfrequenz erfaßt
werden, führt
der Prozessor die Funktion der Erfassung einer vasovagalen Synkope
bei 404 in den Anfangszustand zurück, wobei "N" auf
Null zurückgesetzt
wird.
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Das
Auftreten eines Schlags mit einer Frequenz unterhalb der Abfallsfrequenz
vor entweder dem Überschreiten
von "NMAX" durch "N" oder dem Auftreten von drei Schlägen oberhalb
der Schwellenfrequenz (TH) veranlaßt den Mikroprozessor, bei 416 die
Stabilitätserfassungsfunktion
einzuleiten. Der Wert von "N" wird zusammen mit
dem Wert eines zweiten Zählwerts "P" auf Null zurückgesetzt, und die Stabilitätserfassung
wird bei 418 eingeleitet. Der Prozessor überwacht
danach die Frequenz von Herzschlägen
und inkrementiert den Zählwert "P" bei 424 für jeden Schlag oberhalb oder
gleich der Abfallsfrequenz und inkrementiert den Zählwert "N" bei 430 für jeden Schlag unterhalb der
Abfallsfrequenz, wobei dies den ersten Schlag unterhalb der Abfallsfrequenz einschließt, der
die Stabilitätserfassungsfunktion
eingeleitet hat. Falls "N" drei erreicht, bevor "P" acht erreicht, wird bei 436 eine
therapeutische Intervention ausgelöst. Falls "P" acht
erreicht, führt
der Prozessor die Funktion zur Erfassung einer vasovagalen Synkope
bei 402 in den Bereitschaftszustand zurück und wartet auf die drei
folgenden Schläge
oberhalb der Schwellenfrequenz (TH).
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Falls
eine therapeutische Intervention bei 436 ausgelöst wird,
stellt der Prozessor die Steuer-/Zeitgeberschaltung 50 (2) ein, um eine Escapefrequenz
festzulegen, die der Interventionsfrequenz (IR) von beispielsweise
70–100
Schlägen
je Minute gleicht, und leitet einen programmierten Interventionsfrequenz-Zeitraum
von beispielsweise zwei Minuten ein. Falls während dieses Zeitraums die
atrielle Frequenz die Interventionsfrequenz (IR) übersteigt,
die beispielsweise durch drei aufeinanderfolgende erfaßte atrielle
Depolarisationen angegeben wird, bricht der Prozessor die therapeutische
Intervention ab, führt
die vasovagale Synkopenfunktion in den Bereitschaftszustand zurück und setzt
die Escapefrequenz gleich der unteren Frequenz, was bei 402 geschieht.
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Nach
dem Interventionsfrequenz-Zeitraum dekrementiert der Prozessor bei 442 regelmäßig die Escapefrequenz
während
eines Rückfallzeitraums. Die
Frequenz wird periodisch dekrementiert, bis die Escapefrequenz die
untere Frequenz erreicht oder bis die natürliche atrielle Frequenz die
aktuelle Escapefrequenz übersteigt,
was beispielsweise durch drei aufeinanderfolgende erfaßte atrielle
Depolarisationen angegeben wird. Der Prozessor setzt die Escapefrequenz
dann gleich der unteren Frequenz und führt die Funktion zur Erfassung
einer vasovagalen Synkope bei 402 in den Bereitschaftszustand
zurück.
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Die 9 und 10 zeigen zwei Beispiele aufeinanderfolgender
Frequenzverringerungen während
des Rückfallens
auf die Schwellenfrequenz, welche zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet sind. Die Escapefrequenz in 10 wird jede Minute um vorbestimmte Frequenzdekremente
dekrementiert, bis die untere Frequenz (LR) erreicht wurde. Die
Escapefrequenz in 6 wird einmal
je Minute dekrementiert, indem das Stimulations-Escapeintervall
um ein Achtel der Differenz zwischen dem Escapeintervall bei der
Interventionsfrequenz und dem Escapeintervall bei der unteren Frequenz
inkrementiert wird, bis die Schwellenfrequenz TR erreicht wurde.
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Änderungen
und Modifikationen der vorliegenden Erfindung sind anhand der vorstehenden Darlegung
möglich.
Diese Änderungen
und Modifikationen sollen jedoch innerhalb des Schutzumfangs der
in den Ansprüchen
dargelegten Erfindung liegen.