DE69603473T2 - Handhabung von drucktücher - Google Patents

Handhabung von drucktücher

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    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F30/00Devices for attaching coverings or make-ready devices; Guiding devices for coverings
    • B41F30/04Devices for attaching coverings or make-ready devices; Guiding devices for coverings attaching to transfer cylinders

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  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
  • Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft die Handhabung von Drucktüchern.
  • Eine bekannte Einrichtung zur Befestigung eines Offset-Drucktuches an einem Drückzylinder benutzt eine Spann- und Schließ-Vorrichtung, die innerhalb des Zylinderkörpers untergebracht ist. Die Anwendung dieser Vorrichtung erfordert üblicherweise einen Spalt in der für Druckzwecke nutzbaren Umfangsfläche des Zylinders und gibt weiterhin Anlaß zur Erzeugung unerwünschter Schwingungen beim Betrieb der Druckerpresse, insbesondere beim Hochgeschwindigkeits-Drucken.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, ein "nahtloses" oder endloses Drucktuch an einem Druckerpressen-Zylinder zu verwenden, um Schwingungen zu vermeiden. Typischerweise werden solche Drucktücher an einer Metallhülse bereitgestellt, die an dem Zylinder angebracht wird. Obwohl derartige Drucktücher an neu angeschafften Druckerpressen brauchbar sein können, wo eine Einrichtung zur leichten Entfernung des Zylinders oder der Hülse im Konzept der Druckerpresse vorgesehen sein können, bildet dieser Vorschlag keine praktikable Option für die Mehrzahl der bereits eingerichteten Druckerpressen. Darüberhinaus besteht ein weiterer Nachteil dieser Drucktücher in den hohen Kosten für die Herstellung der einzelnen je mit einem Drucktuch versehenen Hülsen oder Zylinder im Vergleich mit den Kosten eines bahnenförmigen (mit offenen Enden versehenen) Drucktuches für eine solche Anwendung, wo ein abgenutztes oder beschädigtes, ansonsten gleichartiges Drucktuch an einem bestehenden Druckzylinder in der Druckerpresse ersetzt werden muß.
  • Bei einigen, relativ kleinen Offset-Druckerpressen (etwa solche, die zum Drucken von Briefpapieren und Geschäftsformularen verwendet werden), deren Druckzylinder typischerweise einen Umfang in der Größenordnung von 30 cm aufweist, wird ein vernachlässigbarer Spalt in der für Druckzwecke nutzbaren Umfangsfläche dadurch erzielt, daß ein bahnenförmiges Drucktuch mit Hilfe eines Klebers an dem Zylinder befestigt wird; typischerweise hat dieser Kleber die Form einer Klebschicht an der Rückseite des Drucktuches und kann seinerseits durch eine entfernbare Deckschicht geschützt sein, bis das Drucktuch an dem Zylinder angebracht ist.
  • Obwohl solche, mit einer Klebschicht an der Rückseite versehene Drucktücher für kleine Druckerpressen eingesetzt werden, sind sie typischerweise nicht für große, Rotations-Druckmaschinen verwendet worden, wegen der Schwierigkeiten bei der Handhabung und Befestigung großer Bahnen eines mit einer Klebschicht an der Rückseite versehenen Drucktuches. Zu diesen Schwierigkeiten gehören Probleme bei der manuellen Handhabung und ein Sicherheitsrisiko der Personen, welche ein solches großes oder voluminöses, mit einer Klebschicht an der Rückseite versehenes Drucktuch handhaben müssen, ferner das Risiko einer Verschmutzung der rückseitigen Klebschicht während der Handhabung, sowie die Notwendigkeit der anfänglichen genauen Positionierung des Drucktuches an dem Zylinder, weil die Möglichkeiten zur nachträglichen Änderung der Positionierung nach erstem Anbringen typischerweise außerordentlich begrenzt sind oder überhaupt nicht gegeben sind, ohne das Drucktuch oder die Klebeverbindung zum Druckzylinder zu beschädigen.
  • Bei großen, mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden Druckmaschinen, wie sie etwa zum Drucken von Zeitungen und Zeitschriften eingesetzt werden, muß das Drucktuch typischerweise wegen Abnutzung in gegebenen Intervallen ausgetauscht werden, z. B. alle ein bis drei Monate. Der Zeitbedarf zum Anbringen und/oder zum Austausch eines Drucktuches an einem Druckzylinder ist besonders wichtig beim Drucken von Zeitungen und Zeitschriften, weil dort eine langer Stillstand oder Ausfall einer Druckerpresse sich höchst schädlich auf die Einhaltung der Termine zur Auslieferung der Zeitungen und Zeitschriften auswirken kann.
  • Die U. S. Patentschrift 3,737, 360 offenbart eine Vorrichtung für die Anwendung zur Anbringung eines, mit einer Klebschicht an der Rückseite versehenen Bahnenmaterials auf einer ebenen Fläche zum Bedecken und/ oder Verzieren dieser Fläche. Zu dieser Vorrichtung gehört ein zylindrischer Behälter zur Aufnahme des zu einem Wickel aufgerollten Bahnenmaterials; weiterhin ist diese Vorrichtung mit einem länglichen, sich in Längsrichtung erstreckenden Schlitz versehen, durch welchen hindurch das Bahnenmaterial austritt, wenn - nachdem die Vorderkante des Materials an der ebenen Fläche fixiert worden ist - die Vorrichtung von dieser Vorderkante entfernt wird und das Material fortschreitend abgewickelt wird. Die Vorrichtung ist weiterhin mit einem Bauteil versehen, welches das Bahnenmaterial an die ebene Fläche andrückt, wenn das Bahnenmaterial aus dem Behälter austritt.
  • Obwohl eine solche Vorrichtung geeignet erscheint, um ein relativ dünnes Bahnenmaterial an einer ebenen Fläche anzubringen, um so die Bildung von Falten und/ oder Lufteinschlüssen zu vermeiden, so wird in der U. S. Patentschrift 3, 737, 360 doch nicht das wesentlich schwerwiegendere Problem angesprochen, richtig und mit hoher Genauigkeit ein teures Präzisions-Drucktuch (das aus einem Laminat aus mehreren verschiedenen Materialien besteht) an der gekrümmten Fläche eines Drucktuch-Zylinders einer Rotations-Druckmaschine anzubringen.
  • Davon ausgehend besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Einrichtung bereitzustellen, um die Handhabung von großen, mit einer Klebschicht an der Rückseite versehenen Drucktüchern zu erleichtern, um so die gewerbsmäßige Anbringung solcher Drucktücher an großen Druckzylindern von Druckmaschinen zu ermöglichen.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Einrichtung bereitzustellen, mit deren Hilfe ein Drucktuch, insbesondere ein mit einer Klebschicht an der Rückseite versehenes Drucktuch mit hoher Geschwindigkeit genau an einem Druckzylinder angebracht werden kann.
  • Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Einrichtung bereitzustellen, mit deren Hilfe mit einer Klebschicht an der Rückseite versehene Drucktücher gelagert, transportiert, gehandhabt und einfach, leicht, schnell und genau mit minimaler Gefahr einer Verschmutzung der Klebschicht und/ oder einer Beschädigung des Drucktuches und/oder einem Einschließen von Luft zwischen dem Drucktuch und dem Druckzylinder an dem Druckzylinder einer Druckmaschine angebracht werden können.
  • Die mit der vorliegenden Erfindung bereitgestellte Drucktuch-Handhabungseinrichtung ist nützlich und zweckmäßig für Drucktücher aller beliebigen Größen unabhängig davon, ob das Drucktuch mit einer Klebschicht an der Rückseite versehen ist oder nicht. Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind jedoch dort besonders zweckmäßig und gegeben, wo große, mit einer Klebschicht an der Rückseite versehene Drucktücher für Rotations-Druckmaschinen eingesetzt werden.
  • Nach einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird eine Drucktuch-Handhabungseinrichtung bereitgestellt, die ein Drucktuch und eine Kassette von ausreichenden Abmessungen aufweist, damit das Drucktuch zumindest in aufgewickelter Form innerhalb der Kassette unterbringbar ist. Diese Kassette weist ein Gehäuse mit einer im wesentlichen zylinderförmigen Gestalt auf, das mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden Öffnung versehen ist, durch welche hindurch das Drucktuch in Form einer Bahn aus dem Innenraum der Kassette heraustreten kann.
  • Nach einem anderen Gesichtspunkt dieser Erfindung wird ein Verfahren zum Anbringen eines Drucktuches an einem Presszylinder einer Druckmaschine angegeben, wobei das Drucktuch mit Hilfe einer Drucktuch- Handhabungseinrichtung, wie sie im unmittelbar vorausgegangenen Absatz beschrieben ist, auf den Presszylinder geführt wird.
  • Das Kassettengehäuse kann eine im wesentlichen ununterbrochene zylindrische Gehäusewand (abgesehen von der Öffnung für den Austritt des Drucktuches) aufweisen, oder dieses Kassettengehäuse kann eine unterbrochene, zylindrische Gestalt aufweisen, beispielsweise eine Rahmen- oder Gitterstruktur.
  • Die Kassette kann an einem stirnseitigen Ende des zylinderförmigen Gehäuses oder an beiden stirnseitigen Enden des zylinderförmigen Gehäuses offen oder geschlossen sein. Es ist zweckmäßig, wenn zumindest eines dieser Enden mit Hilfe einer Kappe verschlossen werden kann, die entfernbar ist, um ein Drucktuch in die Kassette einzusetzen.
  • Zweckmäßigerweise befindet sich das Drucktuch in aufgewickelter Form im Innenraum der Kassette. Vorzugsweise befindet sich das äußere vordere Ende des innerhalb der Kassette untergebrachten Drucktuches benachbart zu der sich in Längsrichtung erstreckenden Öffnung; zweckmäßigerweise handelt es sich bei dieser Öffnung um einen länglichen Schlitz oder Spalt in der Gehäusewand.
  • Sofern dies gewünscht wird, kann die Kassette mit einer Spindel versehen sein, die drehbar oder nicht drehbar ausgebildet ist, wobei das Drucktuch auf diese Spindel aufgewickelt ist. Je die Längsmittelachse des Kassettengehäuses und der Spindel können zusammenfallen oder parallel zueinander ausgerichtet sein. Zum Beispiel kann die Spindelachse versetzt zur Gehäuseachse längs einer Ebene angeordnet sein, welche diejenige Stellung schneidet, an welcher das Drucktuch von dem Drucktuchwickel abgelenkt wird, wenn das Drucktuch durch die sich in Längsrichtung erstreckende Öffnung herausgeführt wird.
  • Vorzugsweise soll das Kassettengehäuse eine ausreichende Stabilität und Festigkeit aufweisen, damit es seine Gestalt auch während der Handhabung, sowie bei der Beschickung und Entnahme des Drucktuches beibehält. Zu geeigneten Materialien für das Kassettengehäuse gehören Kunststoffe und Metalle.
  • Diese Kassette kann für eine Wiederverwendung ausgelegt sein, oder sie kann nach einmaligem Gebrauch verworfen werden.
  • Um das Drucktuch aus der Kassette heraus und auf einen Druckzylinder zu führen, muß die Kassette in einer gegebenen Anordnung zum Druckzylinder angebracht werden. Beispielsweise kann als Befestigungsmittel je ein axialer Wellenabschnitt vorgesehen werden, der von jedem Kassetten- Stirnende absteht und der in eine Bohrung, einen Schlitz oder in ein Lager am Druckmaschinengestell eingesetzt werden kann; bei Bedarf kann zusätzlich je eine Sicherungs- bzw. Feststelleinrichtung vorgesehen sein, um zu verhindern, daß diese Wellenabschnitte unbeabsichtigt aus ihrer Lagerung gelöst bzw. entfernt werden.
  • Zweckmäßigerweise wird die Kassette so befestigt und angebracht, daß ihre Längsachse parallel zur Längsachse des Druckzylinders ausgerichtet ist, auf welchen das Drucktuch geführt werden soll.
  • Das Drucktuch kann einfach in der Weise aus der Kassette auf den Druckzylinder geführt werden, in dem das Vorderende des Drucktuches durch die sich in Längsrichtung erstreckende Öffnung aus der Kassette herausgezogen wird, dieses Vorderende des Drucktuches sicher und fest an der Oberfläche des Zylinders angeordnet wird, und der Zylinder gedreht wird, um den Rest des Drucktuches aus der Kassette auf die Zylinderoberfläche zu ziehen.
  • Das in der Kassette untergebrachte Drucktuch kann eine Länge aufweisen, die exakt an den Umfang des Zylinders angepaßt ist, oder die Länge des Drucktuches kann größer sein als der Zylinderumfang; in diesem letzteren Falle wird die Länge des Drucktuches auf die korrekte Länge gebracht, beispielsweise durch Abschneiden oder Stanzen am Zylinder. Nach einer alternativen Ausführungsform kann die Kassette zwei oder mehr Drucktuch-Stücke enthalten, die stückweise eines nach dem anderen in einer Lage an dem Zylinder angebracht werden oder es kann ein Stück Drucktuch auf der Oberseite eines anderen Stück Drucktuches angebracht werden.
  • Sofern das Drucktuch an seiner Rückseite ein Klebschicht aufweist, die ihrerseits mit einer ablösbaren Bahn geschützt ist, kann diese Schutzbahn oder -folie zweckmäßigerweise dann fortlaufend von dem Drucktuch entfernt werden, wenn das Drucktuch aus der Kassette herausgeführt wird. Dies kann manuell oder mit Hilfe einer Trennklinge oder eines Trennblattes erfolgen, und die abgelöste Schutzbahn oder -folie kann in einem Abfalleimer oder sonstigem Behälter gesammelt werden oder kann auf einer Rolle oder Walze aufgewickelt werden.
  • Vorzugsweise wird das Drucktuch während seiner Anbringung an den Zylinder angedrückt um einerseits einen guten Verbindungskontakt zu gewährleisten und um andererseits einen Einschluß von Luft zwischen dem Drucktuch und dem Zylinder zu verhindern.
  • Sofern das beabsichtigt ist, kann das Drucktuch von Hand gegen den Zylinder gedrückt bzw. gepresst werden, etwa in der Form, daß eine Walze oder Rolle unter Druck über das Drucktuch an dem Zylinder bewegt wird fortlaufend von der Linie des Anfangskontaktes ausgehend.
  • Jedoch kann vorzugsweise eine Andrückeinrichtung vorgesehen werden, etwa in Form einer Druckplatte (in Form eines Schuhs oder einer Kufe), oder in Form einer bestimmten Andruckrolle, die mit ihrer Längsachse parallel zu den Längsachsen der Kassette und des Zylinders und in einem gegebenen Abstand zur Zylinderoberfläche oder unmittelbar nach der Linie des Anfangskontaktes des Drucktuches mit dem Zylinder angebracht ist. Der maximale Abstand zwischen der Andruckrolle oder der Druckplatten- Oberfläche und der Zylinderoberfläche soll nicht größer sein als die Schichtdicke des anzubringenden Drucktuches und kann zweckmäßigerweise so eingestellt werden, um einen vorgegebenen (mechanischen) Druck auf das Drucktuch auszuüben.
  • Die Druckplatte kann eine gekrümmte Oberfläche aufweisen, zumindest an dem zur Kassetten-Öffnung benachbarten Randabschnitt, um ein sanftes Gleiten des Drucktuches über die Druckplatten-Oberfläche zu erleichtern. Die Druckplatte kann am Gestell der Druckmaschine angebracht werden oder kann - vorzugsweise - am Kassettengehäuse angebracht sein oder in dieses integriert sein.
  • Diese Andrückeinrichtung kann so befestigt werden, um nach Bedarf auf den Zylinder zu und von diesem weg geführt zu werden.
  • Sofern das beabsichtigt ist, kann - bevor die Andrückeinrichtung in ihrem vorgegebenen, druckausübenden Abstand zum Zylinder befestigt wird - der vordere Endabschnitt des Drucktuches an dieser Andrückeinrichtung angebracht werden, etwa mit Hilfe eines relativ schwachen Klebemittels (beispielsweise einem doppelseitig wirksamen Klebeband). Die Andrückeinrichtung wird daraufhin in ihren druckausübenden Abstand verschoben, wobei sich der vordere Endabschnitt des Drucktuches zwischen der Andrückeinrichtung und dem Zylinder befindet. Eine solche Maßnahme kann zweckmäßig sein, um die Gefahr zu vermindern, daß die Bedienungsperson in Kontakt mit der Klebschicht an der Rückseite des Drucktuches kommt, weil die Schutzschicht leichter von dem vorderen Endabschnitt des Drucktuches abgezogen werden kann, solange dieser Endabschnitt an der Andrückeinrichtung abgestützt ist. Das zum Festhalten des Drucktuch-Endabschnittes an der Andrückeinrichtung benutzte Klebemittel soll eine Freigabe des Drucktuches von der Andrückeinrichtung gewährleisten, wenn der Zylinder nachfolgend gedreht wird, während das Drucktuch auf den Zylinder geführt und aufgebracht wird.
  • Nach der Anbringung des Drucktuches auf dem Zylinder werden die Kassette - und soweit angewandt die Andrückeinrichtung - von dem Zylinder weg bewegt und können gemeinsam von dem Rahmen oder Gestell der Druckmaschine entfernt werden.
  • Die vorliegende Erfindung ist geeignet für die Anwendung in Verbindung mit einer weiteren Erfindung, die in unserer parallelen, am gleichen Tag unter dem Titel "Printing Press Zylinders" eingereichten Patentanmeldung beschrieben ist. Sofern die vorliegende Erfindung in Verbindung mit jener, in dieser Patentanmeldung beschriebenen Erfindung angewandt wird, dann kann die Vorderkante des Drucktuches längs der näher befindlichen Kante des Schlitzes in der Zylinderoberfläche angebracht werden, oder diese Vorderkante kann überlappend mit dem Schlitz angebracht und daraufhin längs des Schlitzes beschnitten werden.
  • Das zum Anheften eines Drucktuches an einem Druckzylinder eingesetzte Klebemittel muß denjenigen Temperaturen standhalten, die im Verlauf der bei hoher Geschwindigkeit arbeitenden Druckmaschine auftreten, und soll weiterhin gegenüber den Lösungsmitteln beständig sein, die zum Reinigen des Drucktuches verwendet werden.
  • Vorzugsweise ist ein solches Klebemittel vorgesehen, das eine Entfernung eines abgenutzten oder beschädigten Drucktuches durch einfaches Abziehen von dem Zylinder ermöglicht, wobei gar keine oder lediglich minimale Klebstoffreste an der Zylinderoberfläche zurückbleiben.
  • Die Klebstoffschicht soll eine geringe Schichtdicke und eine gleichmäßige, einheitliche Konsistenz aufweisen, um zu vermeiden, daß die Klebstoffschicht auch nur kleine Abweichungen oder Schwankungen in der Gesamtschichtdicke des Drucktuches hervorruft.
  • Dementsprechend wird zumeist ein Kontaktkleber eingesetzt und typischerweise ein solcher Kleber, der eine hohe Anfangsbindekraft aufweist, die einer Verstellung der Position des Drucktuches widersteht, nachdem dieses den Zylinder kontaktiert hat. Andererseits können auch andere Arten von Klebemittel eingesetzt werden, z. B. härtende Klebemittel (beispielsweise durch Einwirkung von Wärme oder Strahlung härtende Klebemittel) oder Reaktionsklebemittel (beispielsweise Klebemittel, bei denen ein Reaktionspartner in druckempfindlichen Mikrokapseln verkapselt ist) angewandt werden, solange sie den Anforderungen eines Druckvorganges standhalten.
  • Das Klebemittel wird typischerweise als Precoat-Schicht auf der Zylinderseite (Rückseite) des Drucktuches aufgebracht und ist dort mittels einer ablösbaren Folie oder Bahn aus einem flexiblen Material wie etwa Papier oder Kunststoff-Folie solange geschützt, bis unmittelbar vor Anbringung des Drucktuches an dem Zylinder.
  • Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Beispieles mit Bezugnahme auf die Zeichnungen, nämlich Fig. 1 und 2 erläutert.
  • Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Kassette 1, mit einem zylindrischen Gehäuse 2, das eine sich in Längsrichtung erstreckende Öffnung 3 und (wahlweise) eine Spindel 4 aufweist. Die Kassette ist in einsatzbereitem Zustand dargestellt, benachbart zu einem Druckpress-Zylinder 5 und einer Andruckrolle 6. Das Drucktuch 7 weist an seiner Rückseite eine Klebschicht auf, die ihrerseits mit einer ablösbaren Schutzschicht 8 abgedeckt ist; dieses mehrschichtige Material befindet sich in aufgewickelter Form innerhalb der Kassette 1. Wie dargestellt, ist der vordere Endabschnitt 9 des Drucktuches 7 durch die Öffnung 3 aus der Kassette 1 herausgezogen, um die Andruckrolle 3 herumgeführt und auf den Zylinder 5 geführt. Die Schutzschicht 8 wird von dem Drucktuch 7 fortlaufend abgezogen, wenn das Drucktuch 7 aus der Kassette 1 austritt; die Andruckrolle 6 unterstützt ein festes und gleichmäßiges Ankleben des Drucktuches 7 an die Oberfläche des Druckzylinders 5, wenn der Zylinder 5 um seine Mittelachse rotiert.
  • Die Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung; hier bezeichnen gleiche Bezugszeichen die gleichen Komponenten und Bestandteile wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1. Abweichend ist anstelle der Andruckrolle 6 nach Fig. 1 bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform eine Druckplatte 10 vorgesehen, die einen integralen Bestandteil des Kassettengehäuses 2 bildet.

Claims (15)

1. Drucktuch-Handhabungseinrichtung
gekennzeichnet durch
ein Drucktuch (7) und
eine Kassette (1), die ausreichende Abmessungen aufweist, damit das Drucktuch (7) zumindest in aufgewickelter Form innerhalb der Kassette (1) unterbringbar ist,
wobei diese Kassette (1) ein Gehäuse (2) mit einer im wesentlichen zylinderförmigen Gestalt aufweist, das mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden Öffnung (3) versehen ist, durch welche hindurch das Drucktuch (7) in Form einer Bahn aus dem Innenraum der Kassette (1) heraustreten kann.
2. Drucktuch-Handhabungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucktuch-Handhabungseinrichtung benachbart zu einem Preßzylinder (5) einer Druckmaschine angeordnet ist, auf welchen das aus der Kassette (1) austretende Drucktuch (7) geführt wird.
3. Drucktuch-Handhabungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (1) eine im wesentlichen ununterbrochene zylindrische Gehäusewand (2) aufweist, die lediglich durch die sich in Längsrichtung erstreckende Öffnung (3) unterbrochen ist.
4. Drucktuch-Handhabungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (1) eine rahmen-, gitter- oder gestellartige Gehäusestruktur aufweist.
5. Drucktuch-Handhabungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (1) mit einer Spindel (4) versehen ist, um das Drucktuch (7) in aufgewickelter Form zu halten.
6. Drucktuch-Handhabungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (I) mit je einem axialen Wellenabschnitt versehen ist, der von jedem Kassetten-Stirnende absteht.
7. Drucktuch-Handhabungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (1) mit einem Anpreßdruck ausübenden Gleitstück (10) versehen ist, das benachbart zu der sich in Längsrichtung erstreckenden Öffnung (3) an der Kassette (1) angebracht oder dort einstückig mit der Kassette (1) ausgebildet ist, um das Drucktuch (7) an den Preßzylinder (5) anzupressen, wenn das Drucktuch (7) auf den Preßzylinder (5) geführt wird.
8. Verfahren zur Befestigung eines Drucktuches (7) an einem Preßzylinder (5), dadurch gekennzeichnet, daß das Drucktuch (7) mit Hilfe einer Drucktuch-Handhabungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 auf den Preßzylinder (5) geführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (1) in einer vorgegebenen Anordnung bezüglich des Preßzylinders (5) angebracht wird, wobei die Längsachse der Kassette (1) im wesentlichen parallel zur Längsachse des Preßzylinders (5) ausgerichtet ist.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Drucktuch (1) in aufgewickelter Form innerhalb der Kassette (1) befindet.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Drucktuch (7) mit einer Klebschicht versehen ist, um das Drucktuch (7) an den Preßzylinder anzukleben.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebschicht mit Hilfe einer ablösbaren Bahn (8) aus flexiblem Material geschützt ist, das von dem Drucktuch (7) entfernt wird, wenn das Drucktuch (7) aus der Kassette (1) heraus und auf den Preßzylinder (5) geführt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Drucktuch (7) mit Hilfe einer Anpreßvorrichtung an den Preßzylinder (5) angepreßt wird; und
diese Anpreßvorrichtung mit einer geeigneten Anpreßwalze (6) oder mit einem geeigneten, Anpreßdruck ausübenden Gleitstück (10) versehen ist, die/das mit ihrer Längsachse parallel zur Längsachse der Kassette (1) und des Preßzylinders (5) angeordnet ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß diese Anpreßvorrichtung (6) so angeordnet ist, um Anpreßdruck an oder unmittelbar nach der Linie des Anfangskontaktes des Drucktuches (7) mit dem Preßzylinder (5) auszuüben.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Vorderendabschnitt (9) des Drucktuches (7) mit Hilfe eines relativ schwachen Klebstoffes an der Anpreßvorrichtung (6, 10) festgelegt wird, bevor diese Anpreßvorrichtung (6, 10) in ihre, Anpreßdruck auf den Preßzylinder (5) ausübende Stellung gebracht wird;
daraufhin diese Anpreßvorrichtung in ihre Anpreßdruck ausübende Stellung gebracht wird, wobei sich der Drucktuch-Vorderendabschnitt (9) zwischen der Anpreßvorrichtung (6, 10) und dem Preßzylinder (5) befindet; und
daraufhin die Haftwirkung des relativ schwachen Klebstoffes an dem Drucktuch (7) überwunden wird, wenn der Preßzylinder (5) gedreht wird, während das Drucktuch (7) auf den Preßzylinder (5) geführt wird.
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