DE69606546T2 - Fernsteuer- und -anzeigesystem für elektrische vorrichtungen - Google Patents
Fernsteuer- und -anzeigesystem für elektrische vorrichtungenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Fernsteuer- und Anzeigesystem für eine elektrische Vorrichtung in einem sanitären Milieu.
- In unserer modernen Gesellschaft wird die Elektrizität als eine Energiequelle für beinahe sämtliche Anwendungsarten verwendet. In unserem täglichen Leben kommen wir andauernd mit Elektrizität in Berührung, ohne dies oftmals selbst zu bemerken. Das Obige ist insbesondere in unseren Heimbereichen zutreffend, in welchen elektrische Anwendungen sowohl in Bezug auf Beleuchtung und Heizung als auch in Bezug auf den Betrieb sämtlicher Arten elektrischer Vorrichtungen wohl bekannt sind. Es ·soll für uns alle naheliegend sein, daß die Verwendung von elektrischen Energiequellen ein gewisses Maß an Vorsicht im Hinblick auf die Gefahren erfordert, die mit einer solchen Anwendung verbunden sind. Beispielsweise können kurzgeschlossene elektrische Leitungen Funken oder Wärme erzeugen, welche zu einem Feuer führen können. Darüber hinaus ist der menschliche Körper - ebenso wie andere lebende Organismen - empfindlich und verwundbar, wenn es elektrischem Strom ermöglicht wird, durch den menschlichen Körper als eine Folge beispielsweise eines Kurzschlusses oder eines Erdschlusses zu fließen. Aus diesem Grunde ist die Anwendung von Elektrizität durch verschiedene Gesetze, Regeln und Bestimmungen eingegrenzt.
- In gewissen Bereichen sind die Unfallrisiken höher als üblich. Derartige Bereiche sind beispielsweise die Herstellung und die Verteilung von elektrischer Energie, welche sehr hohe Spannungen involviert. Dies ist ebenfalls für viele industrielle Anwendungen zutreffend. Ein Gebiet, mit dem die meisten Privatleute in Berührung kommen, besteht in sanitären Milieus, zum Beispiel Badezimmer, Dampfsaungs, Wäschereiräume oder andere feuchte Räume. Die erhöhten Gefahren von persönlichen Verletzungen oder selbst von Todesfällen als eine Folge von elektrischen Unfällen in derartigen sanitären Milieus ergeben sich aufgrund der potentiell gefährlichen Kombination eines im wesentlichen nackten Menschenkörpers und des Vorhandenseins von Wasser, das in manchen Fällen ein ziemlich guter Leiter des elektrischen Stroms ist.
- Ein Beispiel einer elektrischen, netzbetriebenen Vorrichtung in einem sanitären Milieu ist ein Pumpenmotor, der so angeordnet ist, um mit Luft gemischte Wasserstrahlen durch die Strahlauslässe in einem Whirlpool oder einer Schaumbad-Badewanne zu pumpen. Weitere Beispiele sind der Dampferzeuger in einer Dampfsgung, verschiedene Arten von Heizvorrichtungen usw.
- Entsprechend den gegenwärtigen Bestimmungen für sanitäre Milieus müssen die verschiedenen Positionen von Schaltern, Betätigern oder Steuerungen sichtbar angezeigt werden. In manchen Fällen kann eine derartige Anzeige durch Markieren der verschiedenen Positionen beispielsweise eines Drehschalters mit Hilfe von Ziffern oder Buchstaben ausgeführt werden. In anderen Fällen, zum Beispiel dann, wenn verschiedene Arten von Drucktasten oder Kontaktbetätigungen vorliegen, muß die Anzeige auf eine andere Art und Weise ausgeführt werden, zum Beispiel mit Hilfe einer Lichtemissionsdiode.
- Somit muß beispielsweise in der Schaumbad-Badewanne einer anwesenden Person angezeigt werden, daß ein Pumpenmotor, der bei der tatsächlichen Anwendung verwendet wird, in Betrieb ist. Eine derartige Anzeige kann durch Einschalten und Ausschalten einer Lichtquelle, die zum Beispiel an dem Rand der Badewanne angebracht ist, in Reaktion auf den in Betrieb befindlichen oder nicht in Betrieb befindlichen Pumpenmotor durchgeführt werden. Jedoch wird es entsprechend den gegenwärtigen Bestimmungen nicht erlaubt, die oben erwähnte Anzeigelichtquelle, die sich innerhalb der Reichweite eines Benutzers des Schaumba des befindet, mit Leistung aus einer Netzspannung von zum Beispiel 230 V unmittelbar zu versorgen, welche durch den Pumpenmotor verwendet wird. Der Grund hierfür ist offensichtlich; eine derartige Netzspannung könnte hoch gefährliche und selbst tödliche Ströme in dem Falle eines elektrischen Fehlers, zum Beispiel eines Kurzschlusses, verursachen. Stattdessen geben die Bestimmungen an, daß Vorrichtungen, die sich innerhalb der Reichweite einer badenden Person befinden, nur mit einer sogenannten Klein-Schutzspannung von maximal 12 V verbunden sein dürfen. Darüber hinaus muß die Energiequelle in Bereichen oder Zonen angebracht sein, die durch die Bestimmungen zugelassen sind.
- Aus den gleichen Gründen dürfen die Betätiger oder Steuereinrichtungen zum Steuern des Pumpenmotorbetriebs lediglich durch eine niedrige Spannung angetrieben werden. Somit ist es vorbekannt, eine heruntertransformierende Einrichtung zwischen einer netzabhängigen Starkstromquelle und der Anzeige- und Steuereinrichtung anzuordnen. Eine derartige transformierende Einrichtung kann als eine Leiterplatte verwirklicht sein, die einen Transformator für 12 V Gleichstrom aufweist. Jedoch erfordert eine derartige Lösung Komponenten, die sowohl kostspielig als auch platzraubend sind.
- Die US-A-4 398 789 offenbart ein elektronisches, mikrocomputer-gesteuertes Badesystem, bei dem die Sicherheit des Benutzers durch eine faseroptische Fernsteuerung gewährleistet ist. Es sind elektrisch sichere, optische Kontrolleinrichtungen an der Badestelle innerhalb der Reichweite des Benutzers angeordnet. Die optischen Kontrolleinrichtungen sind vorzugsweise optische Kontaktschalter, die durch die Menge des Lichts betätigt werden, das von der Fingerspitze des Benutzers reflektiert wird. Optische Fasern verbinden die optische Kontrolleinrichtung mit der elektronischen Steuereinrichtung, welche die verschiedenen Badefunktionen und -parameter, zum Beispiel Ventile, Pumpen, Wasserbedingungen usw. steuert. Obwohl im Hinblick auf Sicherheitsaspekte zufriedenstellend, weist das System große Nachteile im Hinblick auf die Kosten und die Kompliziertheit auf. Beispielsweise schließt die Verwendung einer elektronischen Steuereinrichtung auf Mikrocomputer-Basis mit faseroptischen Interfaces sowohl teure Komponenten als auch Schwierigkeiten im Hinblick auf die Integration mit anderen Teilen des Systems ein.
- Die US-A-4 844 333 offenbart eine Steuereinheit für ein Heißbadewannensystem, wobei diese Steuereinheit ein wasserdichtes Apparategehäuse, einen mit einer Temperaturwähleinrichtung verbundenen Thermostaten, eine Frontplatte, eine elektrische Leiterplatte zum Steuern von Anzeigebeleuchtungen und Heizstromkreisen, Betätigungseinrichtungen und ein Netzanschlußkabel zum Anschließen der Einheit an eine Energiequelle aufweist. Die elektrischen Komponenten der Einheit sind durch Distanz und Isoliermaterialien von der Frontplatte der Einheit getrennt.
- Die US-A-4 398 789 offenbart ein optoelektronisch gesteuertes Badesystem. Das System weist eine optische Steuereinrichtung auf, welche einen Lichtänderungsmechanismus, vorzugsweise einen optischen Kontaktschalter, enthält, um sowohl das Badesystem zu steuern als auch wahlweise Wasserbedingungen usw. anzuzeigen.
- Die DE-A-29 43 669 bezieht sich auf ein Fernsteuersystem beispielsweise für Schaumbäder, wobei dieses Fernsteuersystem eine nicht elektrische Steuereinrichtung zum Steuern elektrischer Vorrichtungen aufweist. Die nicht elektrische Steuerung wird mit Hilfe optischer Lichtträger ausgeführt.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Fernsteuer- und Anzeigesystem für eine elektrische Vorrichtung in einem sanitären Milieu (beispielsweise für einen Wasserpumpenmotor für ein Schaumbad) zu schaffen. Insbesondere ist die vorliegende Erfindung auf ein nicht-elektrisches Fernsteuer- und Anzeigesystem gerichtet, das ohne irgendeine Notwendigkeit für teure Komponenten verwirklicht werden kann und somit mit wesentlich geringeren Kosten als bei zuvor bekannten Systemen hergestellt werden kann.
- Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein System mit den Merkmalen entsprechend den beigefügten unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den angeschlossenen abhängigen Ansprüchen offenbart.
- Die Erfindung wird nunmehr in näheren Einzelheiten im nachfolgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen zeigen:
- Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Schaumbad-Badewanne und einer Wasserpumpe, wenn diese gemeinsam mit dem System entsprechend der Erfindung verwendet werden,
- Fig. 2 eine zuvor bekannte Anordnung zum Steuern und Anzeigen des Betriebszustandes einer netzbetriebenen Vorrichtung in einem sanitären Milieu, zum Beispiel einer Wasserpumpe in einem Schaumbadsystem,
- Fig. 3 eine Seitenansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines Fernsteuer- und Anzeigesystems entsprechend der Erfindung,
- Fig. 4 eine Draufsicht auf ein lichtdurchlässiges Anzeige- und Kontrollsinnbild, das bei der Ausführungsform nach Fig. 3 verwendet wird,
- Fig. 5 eine schematische Ansicht einer Anzeigelichtquellenanordnung, die bei der Ausführungsform nach Fig. 3 verwendet wird,
- Fig. 6 eine schematische Ansicht einer kombinierten Anordnung aus Anzeigelichtquelle und pneumatischer Steuerung, wobei diese Anordnung bei einer zweiten bevorzugten Ausführungsform entsprechend Fig. 7 verwendet wird,
- Fig. 7 eine Seitenansicht einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des Fernsteuer- und Anzeigesystems entsprechend der Erfindung,
- Fig. 8 eine Draufsicht auf ein lichtdurchlässiges Anzeige- und Kontroll- Sinnbild, das bei der Ausführungsform nach Fig. 7 verwendet wird,
- Fig. 9 eine schematische Ansicht einer kombinierten Anzeige- und Kontrolleinrichtung, die bei der Ausführungsform nach Fig. 7 verwendet wird,
- Fig. 10 eine Draufsicht auf ein lichtdurchlässiges Sinnbild zum Anzeigen einer Mehrzahl von Bade-Parametern und
- Fig. 11 eine bruchstückhafte Schnittansicht des lichtdurchlässigen Sinnbilds und eines Lichtträgers.
- In Fig. 1 ist ein Beispiel eines sanitären Milieus gezeigt, in welchem die vorliegende Erfindung angewendet werden kann. Eine herkömmliche Schaumbad-Badewanne 10 ist zum Beispiel in einem Badezimmer angeordnet. Eine Pumpe 20, die aus einem Pumpengehäuse 21 und einem elektrischen Pumpenmotor 22 besteht, ist in Verbindung mit der Schaumbad-Badewanne 10 angeordnet. Eine Ansaugleitung 23 ist mit der Pumpe 20 verbunden und an dem Äußeren der Schaumbad-Badewanne gerade oberhalb ihrer Bodenebene angeordnet. Ein von der Pumpe wegweisendes Ende der Ansaugleitung 23 ist mit einem Ansaugventil 24 in der Schaumbad-Badewanne verbunden. Ferner ist eine Druckleitung 25 mit der Pumpe 20 verbunden und um die Schaumbad-Badewanne herum entlang ihres Umfanges angeordnet. Eine Anzahl von Strahlauslässen 26 mit zuvor bekannter Konstruktion ist mit der Druckleitung 25 verbunden und führt in das Innere der Badewanne. Der Pumpenmotor 22 ist mit einer Netzspannung von beispielsweise 230 V verbunden und der Pumpenmotor ist so angeordnet, um die Pumpe 20 in bekannter Art und Weise anzutreiben, um Badewasser durch das Ansaugventil 24 und die Ansaugleitung 23 anzusaugen und um das Wasser in die Druckleitung 25 zu pumpen. Das Wasser wird sodann unter Druck durch die Druckleitung und zurück in die Schaumbad-Badewanne 10 durch die Strahlauslässe 26 fließen. Hierdurch wird die schäumende Wirkung erzielt, welche den Ausdruck Schaumbad veranlaßt hat. Darüber hinaus kann das Wasser mit Luft in einer wohl bekannten Art und Weise gemischt werden, bevor das Wasser durch die Strahlauslässe zugeführt wird. Der Luftanteil in dem herausgehenden Wasser beeinflußt die Intensität und die Gestalt des Wasserstrahls. Für einen optimalen Komfort kann die Wasserstrahlintensität durch die badende Person gesteuert bzw. geregelt werden.
- Wie zuvor erwähnt, muß eine Anzeige stattfinden, wenn sich die Pumpe 20 in Betrieb befindet. Zum Vergleich ist eine zuvor bekannte Kontroll- und Anzeigeanordnung in Fig. 2 gezeigt. Die Pumpe 20, das Pumpengehäuse 21 und der Pumpenmotor 22 sind sämtlich zu den entsprechenden gleichwertig, die in Fig. 1 gezeigt sind. Darüber hinaus sind die Ansaugleitung 23 und die Druckleitung 25 wie in Fig. 1 angeordnet. Eine Steuereinrichtung 30 vom Kontaktsteuertyp ist an dem Rand 11 der Schaumbad-Badewanne zum Steuern des Pumpenmotorbetriebs angeordnet. Eine Lichtquelle, die durch eine Lichtemissionsdiode gebildet ist, ist in Verbindung mit dieser Steuereinrichtung zum Anzeigen des Pumpenbetriebs durch Einschalten der Lichtquelle angeordnet. Sowohl die Steuereinrichtung als auch die Lichtquelle sind mit einer Leiterplatte 31 verbunden, deren Zweck unter anderem darin besteht, die ersteren mit Energie zu versorgen. Gemäß den oben beschriebenen Bestimmungen kann die Energieversorgung lediglich bei maximal 12 V erfolgen und daher ist die Leiterplatte mit einem Transformator versehen, dessen Zweck darin besteht, die Netzspannung bei 32 in eine niedrigere und ungefährliche Spannung umzuwandeln.
- In der Fig. 3 ist entsprechend einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine neue Art und Weise des Vorsehens einer Fernsteuerung und einer Anzeige zum Beispiel für den oben beschriebenen Pumpenmotor gezeigt. Die Pumpe 20, das Pumpengehäuse 21, der Pumpenmotor 22, die Ansaugleitung 23 und die Druckleitung 25 sind sämtlich zu denjenigen äquivalent, die oben beschrieben sind. Eine pneumatische Steuereinrichtung 40 (bzw. eine pneumatische Regeleinrichtung) ist an dem Rand 11 der Badewanne zum Steuern (bzw. Regeln) des Pumpenmotorbetriebs angebracht, wobei diese pneumatische Steuereinrichtung (bzw. pneumatische Regeleinrichtung) an sich vorbekannt ist. Mit Hilfe der Steuereinrichtung 40 (bzw. Regeleinrichtung) kann ein Schalter in dem Pumpenmotor durch eine Luftsäule in einem Schlauch 41 eingeschaltet bzw. ausgeschaltet werden. Darüber hinaus ist ein faseroptischer Lichtträger 42 angeordnet, um den Pumpenmotorbetrieb anzuzeigen. Ein erstes Ende 43 des Lichtträgers ist in das Innere des oberen Teils 28 des Pumpenmotors 22 durch einen dichten Leitungseingang eingesetzt und ein zweites Ende 44 des Lichtträgers ist mit einem Loch 45 in dem Rand 11 der Badewanne verbunden.
- Entsprechend den Fig. 4 und 11 ist ein Sinnbild 35 an dem Rand 11 der Badewanne 10 angebracht. Die Rückseite 36 des Sinnbilds 35 ist mit Löchern für die jeweilige Aufnahme der pneumatischen Steuereinrichtung 40 (bzw. Regeleinrichtung) und des zweiten Endes 44 des Lichtträgers 42 versehen. Vorzugsweise ist das Sinnbild 35 mit einer biegsamen und lichtdurchlässigen Beschichtung 37 versehen, die beispielsweise aus Polyurethan hergestellt ist. Darüber hinaus kann die Rückseite 36 mit einem Klebemittel versehen sein, um das Anbringen an der Badewanne zu erleichtern. Irgendeine erwünschte Information oder irgendwelche erwünschten Symbole können an dem Sinnbild gedruckt sein, zum Beispiel eine Firmen-Logotype (schematisch als "[Logo]" in den Figuren dargestellt), wobei die Funktion beschreibende informative Texte durch den Lichttträger angezeigt werden (zum Beispiel "Pumpe ein/aus" und dergleichen mehr).
- Eine Lichtquelle 46 ist entsprechend der Fig. 5 an dem ersten Ende des Lichtträgers 42 innerhalb des Pumpenmotorgehäuses angeordnet. Die Lichtquelle 46 und das innerste Ende des Lichtträgers 42 sind durch einen dichten Leitungseingang 47 fest angebracht. Um die Lichtquelle 46 gegenüber Beschädigung aufgrund hoher Spannungen zu schützen, zum Beispiel dann, wenn der Pumpenmotor 22 eingeschaltet oder ausgeschaltet wird, ist eine Überspannungsschutzeinrichtung 48 parallel zu der Lichtquelle 46 angeordnet.
- Mit Hilfe einer geeigneten elektrischen Schaltungsanordnung, die dem Fachmann wohl bekannt ist, wird die Lichtquelle 46 auf eine solche Art und Weise gesteuert, daß die Lichtquelle eingeschaltet wird, wenn die Pumpe 20 in Betrieb ist, und ausgeschaltet wird, wenn die Pumpe 20 nicht in Betrieb ist. Somit wird, wenn die Lichtquelle eingeschaltet ist, Licht zu dem ersten Ende 43 des Lichtträgers 42 gesendet, wobei dieses Licht sodann durch den Lichtträger zu dem zweiten Ende 44 geleitet wird, welches an dem Badewannenrand 11 innerhalb des lichtdurchlässigen Sinnbildes 35 sichtbar angebracht ist. Auf diese Art und Weise wird der Pumpenmotorbetrieb einer badenden Person auf einer optischen Basis anstatt einer elektrischen angezeigt, wodurch offensichtlich die Gefahr eines elektrischen Unfalles beseitigt wird.
- Entsprechend der ersten bevorzugten Ausführungsform besteht der Lichtträger 42 aus einem homogenen Monofilament-Kabel aus einem polymeren Material. Der Durchmesser des Kabels ist zu 3 mm gewählt, jedoch ist es offensichtlich, daß der Durchmesser in Abhängigkeit von der tatsächlichen Anwendung zwischen beispielsweise 1 und 10 mm oder mehr variieren kann. Auch die Auswahl des Materials kann unter den verschiedenen optischen Trägern, die auf dem Markt verfügbar sind, variiert werden. Gegenwärtig wird die obige Ausführungsform als eine solche angesehen, die am meisten geeignet ist.
- Die Lichtquelle 46 ist vorzugsweise durch eine herkömmliche Lichtemissionsdiode (LED) gebildet, die dazu befähigt ist, Licht innerhalb eines für das menschliche Auge sichtbaren Wellenlängenintervalls, zum Beispiel innerhalb des roten, grünen oder gelben Intervalls auszusenden. Jedoch können ebenfalls andere einfache Lichtquellen verwendet werden.
- Eine zweite bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nunmehr unter Bezugnahme auf Fig. 6-9 beschrieben. Bei dieser Ausführungsform verwendet das Fernsteuer- und Anzeigesystem eine kombinierte Lichtträger- und Steuerleitung 50, die aus dem gleichen oder aus einem ähnlichen Material wie der oben beschriebene, optische Träger 42 hergestellt sein kann, die jedoch mit einem röhrenförmigen Hohlraum 51 entlang der mittleren Achse versehen ist. Die Pumpe 20, das Pumpengehäuse 21, der Pumpenmotor 22, die Ansaugleitung 23 und die Druckleitung 25 sind sämtlich zu denjenigen, die oben beschrieben sind, äquivalent. Eine kombinierte Steuer- und Anzeigeeinrichtung 52 ist an dem Rand 11 in Verbindung mit einem Sinnbild 35 angebracht, wobei diese Einrichtung 52 vorzugsweise aus einem lichtdurchlässigen, biegsamen und luft-/flüssigkeits-dichten Material hergestellt ist, zum Beispiel aus irgendeinem geeigneten Mischung aus Gummi und Kunststoffen. Der röhrenförmige Hohlraum der Leitung 50 ist vorzugsweise mit einem Fluid, zum Beispiel Luft oder einer hydraulischen Flüssigkeit gefüllt. Durch Betätigen der Steuer- und Anzeige-Einrichtung 52 (zum Beispiel durch deren Drücken) kann der Benutzer den Pumpenmotor nach seinem Wunsch mittels einer hydraulischen oder pneumatischen Kraft in der Leitung 50 betätigen, wobei diese Kraft einen druckempfindlichen Schalter innerhalb des Pumpenmotorgehäuses betätigt. Zu derselben Zeit kann der Betriebszustand des Pumpenmotors dem Benutzer mit Hilfe der umgebenden, lichttragenden Teile der Leitung 50 visuell angezeigt werden. Die Steuer- und Anzeige-Einrichtung 52 ist mit einem Entlüftungsnippel 53 zum Entlüften von irgendwelcher Luft versehen, die innerhalb der Einrichtung eingefangen ist.
- Fig. 6 veranschaulicht schematisch einen Abschnitt innerhalb des Pumpenmotors zum Aufnehmen der Steuer- und Anzeige-Leitung 50 durch einen dichten Leitungseingang 57. Eine Ausdehnungsdichtung 59 ergibt eine luft-/flüssigkeits-dichte Dichtung. Ein Entlüftungsnippel 60 ist zum Ventilieren irgendwelcher unerwünschter Luft vorgesehen, die innerhalb der Vorrichtung eingefangen ist. Zwei Lichtquellen 56a-b, vorzugsweise LED, sind mit dem ersten Ende der Steuer- und Anzeige- Leitung 50 unter dem Schutze von einer Überspannungsschutzeinrichtung 58 verbunden. In einer Art und Weise, die zu der oben beschriebenen ähnlich ist, sind die Lichtquellen 56a-b so angeordnet, um Licht zu der Leitung 50 in Reaktion auf den Betriebszustand des Pumpenmotors auszusenden, wobei dieses Licht sodann durch die Leitung 50 zu der Einrichtung 52 geleitet wird, wo es für das menschliche Auge des Benutzers sichtbar ist.
- Der röhrenförmige, mit Fluid gefüllte Hohlraum 51 ist mit einer Einrichtung 61 zum Übertragen des durch die Leitung 50 empfangenen Druckimpulses (wobei dieser Druckimpuls durch den Benutzer erzeugt wird, wenn die Steuer- und Anzeige-Einrichtung 52 gedrückt wird) zu einem druckbetätigten Pumpenmotorschalter verbunden, der in der Figur nicht dargestellt ist.
- Damit wirkt die kombinierte Steuer- und Anzeigeleitung 50 als ein bidirektionaler Träger, und zwar jeweils für Steuersignale (Druckimpulse, die sich von der Einrichtung 52 an dem Badewannenrand 11 zu dem Pumpenmotor ausbreiten) und jeweils für Anzeigesignale (Licht, das von dem Pumpenmotorabschnitt zu der Einrichtung 52 übertragen wird).
- Das Fluid in dem röhrenförmigen Hohlraum 51 ist in vorteilhafter Weise durch eine fluoreszierende Flüssigkeit gebildet, um die beleuchtende Wirkung des Lichtes zu verstärken, das durch die umgebenden Teile der Leitung 50 übertragen wird.
- Als eine Alternative kann die kombinierte Steuer- und Anzeige-Leitung 50 ein hohles Rohr oder einen hohlen Schlauch aufweisen, das oder der mit einem geeigneten Fluid gefüllt ist und weiterhin eine dünne optische Faser innerhalb des Rohres oder des Schlauches enthält.
- Das Fernsteuer- und Anzeigesystem entsprechend der Erfindung kann wahlweise eine gleichzeitige Steuerung und Anzeige einer Vielzahl von Parametern und Funktionen umfassen, im Gegensatz zu den obigen Beispielen mit lediglich einer Steuer- und Anzeige-Funktion (Ein- und Ausschalten des Pumpenmotors). In Fig. 10 ist ein Beispiel eines derartigen Sinnbildes (Emblems) 70 gezeigt, das eine Mehrzahl von Steuereinrichtungen 71 und Anzeigeeinrichtungen 72 aufweist.
- Mit Hilfe eines Fernsteuer- und Anzeigesystems entsprechend der Erfindung, das einfache und nicht kostspielige Komponenten, zum Beispiel LED, optische Fasern und pneumatische oder hydraulische Betätiger und Fluidleitungen aufweist, kann eine elektrische Vorrichtung in einem sanitären Milieu auf eine Art und Weise sowohl gesteuert als auch überwacht werden, welche ungefährlich ist und mit wesentlich geringeren Kosten ausgeführt werden kann, wenn mit zuvor bekannten Vorrichtungen verglichen, zum Beispiel mit der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung. Rohe S ungen der Materialkosten zeigen, daß eine Herabsetzung der Materialkosten bis zu einem Zehntel der ursprünglichen Kosten durchaus möglich ist. Darüber hinaus kann dem Sinnbild (Emblem) aufgrund der Einfachheit in seiner Konzipierung leicht irgendeine gewünschte Gestalt, irgendeine gewünschte Größe oder irgendein erwünschtes Aussehen verliehen werden.
- Entsprechend dem obigen ist die vorliegende Erfindung beschrieben worden, wenn sie bei Schaumbädern angewendet wird. Innerhalb des Umfangs der Erfindung, wie durch die beigefügten Patentansprüche definiert, kann die Erfindung auf zahlreiche verschiedene Arten und Weisen und entsprechend zahlreicher verschiedener Ausführungsformen angewendet werden. Zum Beispiel kann das Steuer- und Anzeige-Sinnbild (Emblem) 35, das entsprechend dem obigen als an dem Rand 11 der Schaumbad-Badewanne angebracht beschrieben worden ist, als eine Alternative an einer anderen Stelle innerhalb des sanitären Milieus, zum Beispiel an einer getrennten Konsole oder dergleichen, angeordnet sein.
- Ferner ist die Erfindung ebenfalls in anderen sanitären Milieus anwendbar, in denen es eine Notwendigkeit für eine nicht kostspielige und ungefährliche Fernsteuerung und Anzeige für eine elektrische Vorrichtung gibt, die innerhalb des sanitären Milieus verwendet wird. Derartige Beispiele sind eine Dampferzeugungseinrichtung in einer Dampfsgung, Heizvorrichtungen in verschiedenen Milieus, Reinigungs- oder Desinfektionseinrichtungen in Swimmingpools, wellenerzeugende Einrichtungen auf sogenannten Abenteuer-Badeplätzen, und dergleichen mehr.
Claims (7)
1. Ein Fernsteuer- und Anzeigesystem für eine elektrische Vorrichtung
(20, 22) in einem sanitären Milieu, wobei das System eine
Steuereinrichtung (40; 52) zum Steuern wenigstens einer Funktion der
elektrischen Vorrichtung (20, 22) aufweist und wobei die genannte
Steuereinrichtung durch wenigstens eine pneumatische oder hydraulische
Druckleitung (41; 51) mit der elektrischen Vorrichtung verbunden ist,
gekennzeichnet durch
wenigstens einen flexiblen Lichtträger (42; 50) zum Anzeigen einer
Betriebszustandsinformation über die elektrische Vorrichtung an einen
Benutzer, der in dem sanitären Milieu anwesend ist, wobei ein erstes
Ende (43) des genannten Lichtträgers in oder an der genannten
elektrischen Vorrichtung (20, 22) angeordnet ist und Licht von wenigstens
einer Lichtquelle (46; 56a-b) in Reaktion auf den Betriebszustand der
elektrischen Vorrichtung empfängt, und ein zweites Ende (44) des
genannten Lichtträgers (42; 50) benachbart zu der genannten
Steuereinrichtung (40; 52) in einer Position in dem sanitären Milieu angeordnet ist,
welche für den Benutzer sichtbar und zugänglich ist.
2. Ein Fernsteuer- und Anzeigesystem nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch wenigstens ein Anzeigesinnbild (35; 70), wobei das genannte
Sinnbild dazu befähigt ist, das zweite Ende (44) des genannten
Lichtträgers (42) aufzunehmen und in der genannten Position angebracht zu
werden, welche für den Benutzer sichtbar und zugänglich ist.
3. Ein Fernsteuer- und Anzeigesystem nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch eine transparente und flexible Beschichtung (37), welche eine
vordere Seite des genannten Sinnbilds (35) bedeckt.
4. Ein Fernsteuer- und Anzeigesystem nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil (37) des Sinnbilds (35)
aus Polyurethan hergestellt ist.
5. Ein Fernsteuer- und Anzeigesystem nach einem der Ansprüche 2 bis
4, gekennzeichnet durch eine Klebefläche an der Rückseite (36) des
Sinnbilds (35).
6. Ein Fernsteuer- und Anzeigesystem nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine kombinierte Steuer- und Anzeige-Leitung (50) aus einem optisch
transparenten Material, wobei ein erstes Ende der genannten Leitung mit
der elektrischen Vorrichtung (20, 22) verbunden ist und ein zweites
Ende der genannten Leitung mit einer Druckbetätigungseinrichtung (52)
in der Position (11) in dem sanitären Milieu verbunden ist, welche für
den Benutzer sichtbar und zugänglich ist, und
einen röhrenförmigen Hohlraum (51) entlang der mittleren Achse der
Leitung (50), wobei der genannte Hohlraum ein Fluid zum Übertragen
einer Betätigungskraft von der Betätigungseinrichtung (52) zu der
elektrischen Vorrichtung enthält.
7. Ein Fernsteuer- und Anzeigesystem nach einem der Ansprüche 1 bis
5, gekennzeichnet durch
eine kombinierte Steuer- und Anzeige-Leitung (50), wobei ein erstes
Ende der genannten Leitung mit der elektrischen Vorrichtung (20, 22)
verbunden ist und ein zweites Ende der genannten Leitung mit einer
Druckbetätigungseinrichtung (52) in der Position (11) in dem sanitären
Milieu verbunden ist, welche für den Benutzer sichtbar und zugänglich
ist, wobei
die genannte Leitung (50) ein Fluid zum Übertragen einer
Betätigungskraft von der Betätigungseinrichtung (52) zu der elektrischen
Vorrichtung aufweist und
der genannte Lichtträger (42; 50) innerhalb der genannten Leitung (50)
angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE9503464A SE9503464D0 (sv) | 1995-10-06 | 1995-10-06 | Fiberoptisk driftindikering av en nätansluten starkströmsanordning i sanitär miljö |
| PCT/SE1996/001255 WO1997013231A1 (en) | 1995-10-06 | 1996-10-04 | Remote control and indication system for electrical devices |
Publications (2)
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