-
Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Schutzmauersystem und insbesondere auf einen Bausatz
aus Beton-Profilblöcken
mit vorzugsweise unterschiedlichen Abmessungen für den Aufbau einer Schutzmauer.
-
Es gibt viele Patente, die sich auf
Schutzmauern aus Beton-Profilblöcken
beziehen, wie zum Beispiel
US
4 193 718 , Wahrendorf et al., und das kanadische Patent
1 324 266, Ratte et al., vom 16. November 1993.
-
Alle diese Schutzmauern aus dem Stand
der Technik bestehen aus Profilblöcken mit konstanter Dicke. Obgleich
die Längsausdehnung
der Blöcke
variieren kann, wie dies in dem Patent von Ratte et al. beschrieben ist,
ist die Dicke derartiger Blöcke
damit im Allgemeinen konstant, um bei Reihen von Blöcken eine
abgestufte Progression sicherzustellen.
-
In US-A-4 920 712 wird ein Bausatz
für eine
Schutzmauer mit Profilblöcken
und Haltegliedern zum Ergreifen benachbarter Blöcke beschrieben.
-
Es ist ein Ziel der vorliegenden
Erfindung, die Möglichkeit
zu schaffen, eine geneigte Schutzmauer mit Blöcken unterschiedlicher Dicke
herstellen zu können,
so dass die Schutzmauer eine natürlichere
Erscheinungsform erhält.
Da derartige Schutzmauern gebaut werden, um Schutzmauern aus Stein
zu imitieren, wird die Anmutung dadurch betont, dass Profilblöcke unterschiedlicher
Längs- und Vertikalabmessungen
verwendet werden.
-
Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, einen Bausatz für
eine Schutzmauer zu schaffen.
-
Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist ein Bausatz nach Anspruch 1.
-
Wenn der Ausdruck Plattenformung
verwendet wird, so bezieht sich dies in der vorliegenden Beschreibung
auf die Herstellung des multiplen Blockmoduls in einem einzigen
Gussvorgang und in einer Gussform, unabhängig davon, ob dies einstückig oder
in verschiedenen Teilen geschieht, die den Blockmodulen entsprechen.
-
Einige Ausführungsformen sind Gegenstand
der abhängigen
Ansprüche.
-
Weitere Aufgaben und Vorteile ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen.
-
Nach der allgemeinen Beschreibung
der Grundlagen der Erfindung bezieht sich das Folgende auf die beigefügten Zeichnungen,
die zur Erläuterung
einer bevorzugten Ausführungsform
dienen.
-
1 ist
eine perspektivische Ansicht eines Abschnittes einer Schutzmauer,
die mit dem Bausatz gemäß der vorliegenden
Erfindung errichtet wurde.
-
2 ist
ein vertikaler Querschnitt durch eine Schutzmauer.
-
3 ist
eine schematische Darstellung, die verschiedene Dicken eines Profilblocks
für die
Verwendung gemäß der Erfindung
zeigt.
-
4a und 4b zeigen eine Vorder- bzw.
Rückansicht
einer teilweise zusammengesetzten Schutzmauer in einer anderen Anordnung
als in 1.
-
5 ist
ein Teil eines Querschnitts durch ein Element der vorliegenden Erfindung
in Vergrößerung.
-
6a, 6b und 6c sind perspektivische Ansichten verschiedener
Ausführungsformen
des Haltegliedes für
die Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
7 ist
eine Teilansicht eines Details aus 2 in
Vergrößerung.
-
8 ist
ein vertikaler Querschnitt durch eine weitere Anordnung von Profilblöcken, die
zusammen mit den Haltevorrichtungen eine geneigte Schutzmauer bilden.
-
9 ist
eine Draufsicht auf eine Zusammensetzung aus Beton-Profilblöcken, bei
der zwei Profilblöcke
in einem Stück
einander gegenüber
liegen.
-
10 ist
ein vertikaler Querschnitt entlang der Linie 10-10 in 9.
-
10a zeigt
einen Teil eines vertikalen Querschnitts eines Details aus 10 in Vergrößerung.
-
11 zeigt
eine weitere Ausführungsform
des Haltegliedes.
-
12 zeigt
noch eine weitere Ausführungsform
des Haltegliedes.
-
13 zeigt
einen Teil eines Querschnitts durch noch eine weitere Ausführungsform
des Bausatzes gemäß der vorliegenden
Erfindung in Vergrößerung.
-
14 ist
ein Teil eines Seitenaufrisses des Haltegliedes in einer weiteren
Ausführungsform.
-
15 zeigt
die dazugehörige
Draufsicht.
-
16 zeigt
einen Teil eines Querschnitts einer weiteren Ausführungsform
eines Profilblocks zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung
in Vergrößerung.
-
17 zeigt
eine Draufsicht auf einen Teil des Blockes nach 16.
-
18 zeigt
noch eine weitere Ausführungsform
eines Bausatzes gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
19 zeigt
eine perspektivische Explosionszeichnung mit einem Element, das
verwendet werden kann, um als Abdeckteil einer Schutzmauer zu dienen.
-
20 zeigt
eine perspektivische Explosionszeichnung einer weiteren Ausführungsform
des Merkmals nach 19.
-
21 ist
ein Seitenaufriss, teilweise als Querschnitt, eines Details nach 14 in einer weiteren Verwendungsposition.
-
22 ist
ein Seitenaufriss, teilweise als Querschnitt, eines Details nach 20 in Verbindung mit einem
Abschlussblock.
-
23 ist
eine perspektivische Darstellung einer Plattenvorrichtung für die Verwendung
bei einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
24 ist
ein Teil eines horizontalen Querschnittes durch ein Detail eines
Ankerschlitzes und eines Verankerungsteiles gemäß noch einer weiteren Ausführungsform
in Vergrößerung.
-
25 ist
eine Draufsicht auf eine Plattenvorrichtung zur Verwendung bei einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
26 ist
eine perspektivische Ansicht der Plattenvorrichtung nach 25.
-
27 ist
eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform der Plattenvorrichtung.
-
28 ist
ein Teil einer Draufsicht auf eine Zeile einer Schutzmauer mit Blöcken, deren
Abschlusswände angewinkelt
sind und bei der das spezielle Halteglied, das dabei verwendet wird,
gestrichelt gezeigt ist.
-
29 ist
eine perspektivische Ansicht eines Haltegliedes für die Verwendung
bei der Ausführungsform
nach 28.
-
In den Zeichnungen und insbesondere
in 1 und 2 ist eine Schutzmauer 10 gezeigt,
die aus Beton-Profilblöcken 12 einer
vorgegebenen Dicke besteht, wobei die Blöcke 14 eine größere Dicke
haben und die Blöcke 16 eine
noch größere Dicke
aufweisen.
-
Jeder Block 12, 14 oder 16 hat
eine Vorderseite 18, eine Rückseite 20, eine Oberseite 22 und
eine Unterseite 24. Der Block weist Endflächen 26 auf.
Jeder der Blöcke 12, 14, 16 weist
einen oder mehrere Schlüsselschlitze 30 auf.
Jeder Schlüsselschlitz 30,
der in 9 als Beispiel
gezeigt ist, weist eine zirkulare, zylindrische Bohrung 32 und
einen Verengungsabschnitt 34 auf.
-
Ein Halteglied 36, wie es
in 6a gezeigt ist, umfasst
einen Stiftabschnitt 38 mit zirkularer, zylindrischer Form
und in Abhängigkeit
von dem Stiftabschnitt 38 einen Schaftabschnitt 40.
Bei der Ausführungsform nach 6a umfasst der Schaftabschnitt
eine Verlängerung
eines Segments von dem zylindrischen Stiftabschnitt, so dass eine
Widerlagerfläche 41 gebildet
wird. Diese Widerlagerfläche
steht im rechten Winkel zu der Unterseite 24 des Blocks,
wenn dieser eingebaut ist. Wie in 2 gezeigt,
passt das Halteglied 36 in den Schlüsselschlitz 30 und
steht wie gezeigt nach unten über
die Unterseite 24 vor. Der Schaftabschnitt 40 mit der
Widerlagerfläche 41 stößt gegen
die Rückseite
eines benachbarten, darunter liegenden Blockes 12 oder 14.
Das Halteglied dient sowohl als Abstandshalter als auch als Verbindung
bei der Anordnung der Profilblöcke 12, 14 und 16,
wenn die Schutzmauer 10 aufgebaut wird.
-
Wie aus 3 ersichtlich, weisen die Profilblöcke 13, 15 und 17 verschiedene
Dicken auf. Bei diesem Beispiel wurden drei Kategorien der Dicke
dargestellt, wie es am Beispiel von Block 13 mit einem
Maß von
65 mm, Block 15 mit einem Maß von 86, 7 mm und Block 17 mit
einer Dicke von 130 mm ersichtlich ist.
-
Wie in 1, 2 und 8 gezeigt, sollte die Schutzmauer eine
Neigung aufweisen, um das Auffüllmaterial hinter
der Schutzmauer zurückzuhalten.
Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn derartige Profilblöcke ohne
Mörtel
angeordnet werden. Damit die Schutzmauer mit einer Krone abgeschlossen
werden kann, muss die Neigung konstant sein, selbst wenn verschieden
dicke Blöcke
verwendet werden. Durch Ausrichten der Ecken an den Schnittpunkten
der Vorderseite 18 und der Oberseite 22, so dass
sie in derselben geneigten Ebene liegen, erhält die Schutzmauer eine Form,
bei der die Oberseite der Schutzmauer in Längsrichtung und in derselben
Ebene ausgerichtet werden kann, um ihr eine Krone zu verpassen.
-
Um diese Ausrichtung zu erreichen,
ist es notwendig, die Schlüsselschlitze 30 derart
zu formen, dass sich die Schlüsselschlitze
von der Rückwand 20 ausgehend
in dem Block weiter nach innen und dann in einem flacheren Block 12 erstrecken.
Wie in 2 und 5 gezeigt, ist beispielsweise
die Ausdehnung der Schlüsselschlitze 30,
gemessen von der Rückseite 20,
in dem Profilblock 14 doppelt so groß wie in dem Profilblock 12. Der
Schlüsselschlitz 30 in
dem Profilblock 16 hat eine Abmessung nach innen, die proportional
größer ist
als diejenige, die in den Profilblöcken 14 oder 12 dargestellt
ist.
-
Die Halteglieder 36 sind
identisch und sind so angeordnet, dass ein zylindrischer Abschnitt
formschlüssig
mit der Bohrung 32 abschließt, wobei sich ein Schaft teilweise
in dem geschlitzten Verengungsabschnitt 34 befindet, und
nach unten vorsteht, so dass es zu einer Verhakung mit der Rückseite 20 eines
benachbarten Blocks kommt.
-
4a und 4b zeigen einen Aufbau, bei
dem einer der Profilblöcke 14 vertikal
als Binderstein 14a angeordnet ist. Wie aus diesen Figuren
ersichtlich wird, sollte der Binderstein 14a eine Länge in X-Achsenrichtung
haben (die Länge
ist als vertikale Richtung im Fall der 4a und 4b gezeigt),
so dass die Länge
ein Vielfaches der Dicke eines bestimmten der Blöcke in dem Aufbau (in Richtung
der Z-Achse) beträgt.
In bestimmten Fällen,
wenn mehrere Dicken eingesetzt werden, wäre es ausreichend, dass die
Länge des
Bindersteins 14a gleich der Summe der Dicke der anderen
Blöcke
ist. Damit kann ein Binderstein 14a bei der vorliegenden
Ausführungsform
verwendet werden, wobei eine Kombination von zwei aufeinander liegenden
Profilblöcken 16 oder
eine Kombination der Blöcke 12 und 14 verwendet
wird. Bei niedrigeren Profilwänden
kann der Binderstein 14a genutzt werden, um sicherzustellen,
dass sich die Abschlussblöcke 70 in
einer gemeinsamen Ebene befinden. Da der Binderstein 14a aus
einem Block 14 ausgewählt
wird, der zu dem Bausatz mit Blöcken
für den
Aufbau der Schutzmauer gehört,
ist es offensichtlich, dass die Schlüsselschlitze 30 nicht
länger
ihre vertikale Orientierung beibehalten. Um die richtige Neigung
oder Staffelung der Schutzmauer und die Positionierung des Bindersteins 14a in
der Schutzmauer zu gewährleisten,
werden nur die Schlüsselschlitze im
unteren Abschnitt des Bindersteins 14a, wie in 4b gezeigt, verwendet, während die
anderen Schlitze 30 im oberen Abschnitt des Bindersteins 14a leer
bleiben. Damit können
sich Halteglieder 36 mit Widerlagerverlängerungen 40 von dem
unteren Abschnitt des Bindersteins 14a aus erstrecken,
so dass es zu einem Einhaken in die Rückseiten der benachbarten Blöcke kommt
und der Binderstein 14a vom Boden ausgehend gestaffelt
wird, so dass er am oberen Abschnitt der Blöcke korrekt ausgerichtet ist.
-
9 und 10 zeigen ein Paar von Blöcken, die
in einem Stück
gegossen werden. Die Rückseiten 20 dieser
Blöcke 12 sind
mit Schlüsselschlitzen 30 versehen,
wobei jeder eine Bohrung 32 und eine geschlitzte Verengung 34 aufweist.
In 9 sind zur Erläuterung
verschiedene Größen der Schlüsselschlitze 30 dargestellt.
Die Blöcke
können
eine oder mehrere Schlüsselschlitze 30 aufweisen.
Das Profilpaar wird entlang einer Bruchlinie 31 auseinander
gebrochen, um zwei Blöcke
zu erzeugen.
-
Um die Plattenvorrichtung korrekt
zu brechen, muss die Nut die Form eines V-Winkels mit weniger als 90
Grad aufweisen. Auf der anderen Seite führt eine schmale Nut dazu,
dass sich beim Zerbrechen der Plattenvorrichtung eine wenig schön abgeschrägte Oberfläche an dem
Block bildet.
-
Es ist daher wünschenswert, dass eine Nut
einen Winkel von 90 Grad oder mehr hat. Jedoch wird durch eine Nut
nicht garantiert, dass der Spalt beim Zerbrechen in der Nut verläuft, wenn
man die relativ geringe Tiefe der sich ergebenden Nut berücksichtigt.
Die Spaltung der Plattenvorrichtung kann zufällig verlaufen, es sei denn,
die Plattenvorrichtung wird mit einem Spezialwerkzeug auseinander
gebrochen, das in der Nut angesetzt wird.
-
Es hat sich herausgestellt, dass
bei der vorliegenden Erfindung eine Teilnut innerhalb der Nut vorgesehen
werden kann, um sicherzustellen, dass die Plattenvorrichtung immer
entlang der gewünschten
Bruchlinie auseinander bricht. Wie in 10a gezeigt,
wird die Nut 31 mit einer Teilnut 31a an deren
Scheitelpunkt versehen. Damit kann die Nut 31 einen Winkel
von mehr als 90 Grad aufweisen, während die Teilnut 31a einen Winkel
von weniger als 90 Grad aufweist. Es hat sich herausgestellt, dass
die Plattenvorrichtung nur irgendwo mit einem Hammer angeschlagen
werden muss, und die Bruchlinie oder der Spalt verläuft konsistent
entlang der Teilnut 31a.
-
6b zeigt
eine weitere Ausführungsform,
bei der das Halteglied 130 mit einer Schulter 137 versehen
ist, die auf dem zylindrischen Stift 138 geformt wird.
Der Schaft 140 umfasst einen abwärts gerichteten Abschnitt,
der von dem röhrenförmigen Teil 138,
wie bei 143 gezeigt, beabstandet ist. Das Halteglied 138 ist in 5 dargestellt, wobei der
Schlüsselschlitz
angepasst wurde, um das besondere Halteglied 136 aufzunehmen.
Der Schlüsselschlitz 130 umfasst
eine Bohrung 132 und eine stumpfförmige konische Schulter 133,
wobei der untere Abschnitt der Bohrung 132 einen kleineren
Durchmesser aufweist. Das Halteglied 136 sitzt in der Bohrung 132,
wobei die Schulter 137 auf der stumpfförmigen konischen Schulter 133 sitzt.
Diese Konfiguration stellt sicher, dass das Halteglied korrekt in
dem Schlüsselschlitz 130 angeordnet
wird.
-
6c zeigt
eine weitere Ausführungsform
des Haltegliedes 36, das in den Schlüsselschlitzen 30 verwendet
werden kann. In diesem Fall hat das Halteglied einen ersten zirkularen
zylindrischen Stift 38, eine Rippe 39 und ein
weiteres zirkulares zylindrisches Widerlagerteil 40, das über die
Rippe hinaus steht. In eingebautem Zustand ist es diese Verlängerung
des zirkularen zylindrischen Widerlagerteils 40, die über den
Block hinaus steht.
-
In 14 weist
das Halteglied 236 Flügel 235 auf,
die etwas deformiert werden, wenn der zylindrische Abschnitt 238 in
die entsprechende Bohrung 32 des Schlüsselschlitzes 30 eingeführt wird,
so dass dadurch die Gefahr verringert wird, dass das Halteglied
versehentlich bewegt wird.
-
11 und 12 zeigen zwei Versionen
des Haltegliedes, bei denen Ankerhaken angebracht werden können. In 11 umfasst das Halteglied 336 eine Öffnung 337 in
dem Schaft 340.
-
In 12 umfasst
das Halteglied 436 einen hakenförmigen Schaft 440.
-
13 zeigt
noch eine weitere Ausführungsform
eines Haltegliedes für
die Verwendung mit einem Profilblock mit einer Verriegelungsnut.
In diesem Fall umfasst der Stift 536 einen Schaft 540 mit
einem kurzen Vorsprung 549, um in die Nut in dem Nachbarblock
zu greifen.
-
17 und 18 zeigen einen Profilblock
für die
Verwendung als Krone, bei dem sich der Schlüsselschlitz 50 nur
teilweise in den Block erstreckt, so dass die Oberseite des Blocks 22 gleichförmig und
ununterbrochen ist.
-
18 zeigt
ein Schlüsselloch,
dass sich longitudinal zu dem Block 612 erstreckt. Der
Schlüsselschlitz 630 verläuft parallel
zu der Oberseite 622. Das Halteglied 636 in 18 hat einen zylindrischen
Walzenteil 638, einen Rippenabschnitt 639 und
einen Schaft 640, der nach unten über die Unterseite 624 des
Profilblocks hinaus steht.
-
19 und 20 zeigen verschiedene Arten
von Abdeckeinrichtungen, die verwendet werden können, wenn ein typischer Block 12, 14 oder 16 als
Abdeckteil eingesetzt wird, um den Schlüsselschlitz abzudecken. Das
Abdeckteil umfasst einen Stecker mit einem Abdeckabschnitt 58,
der versetzt ist. 20 zeigt
eine ähnliche
Einrichtung mit einem kreisförmigen
Abdeckabschnitt 60 und einem Stiftabschnitt 62.
-
In 21 wird
ein Halteglied 236, wie es in 14 gezeigt ist, verwendet, wobei der
Stift 238 in die Bohrung 230 von Block 12 eingesetzt
wird, ausgehend von dessen Oberseite 222. Damit erstreckt
sich der Schaft 240 von der Oberseite des Blockes ausgehend
nach oben. Eine Krone 70 kann dann oben auf die Schutzmauer
gesetzt werden, wo sich der Block 12 in 21 in der obersten Zeile befindet. Der
Abschlussblock 70 ist wie üblich mit einer Längsnut 72 versehen,
und damit kann der Schaft 240 in die Nut 72 vorstehen, um
den Abschlussblock 70 zu halten.
-
Auf ähnliche Art wird, wie es in 22 gezeigt ist, der Stecker 62 mit
der Kappe 60 bei einem Abschlussblock 70 verwendet,
so dass er in die Nut 72 vorsteht und damit den Abschlussblock 70 gegen
seitliche Bewegungen sichert.
-
Es ist ebenso vorstellbar, dass,
wie in 22 gezeigt, der
Stecker 62 und die Kappe 60 das Halteglied ersetzen
können.
Mit anderen Worten, jeder Block 12 hat eine Nut 72 auf
der Unterseite, und in dem Block kann eine Bohrung in einem Abstand
von der Rückwand 20 angeordnet werden,
der proportional zu der Dicke des Blockes ist. Der Stecker und die
Kappe 60 werden dann in die Bohrung eingesetzt, und die
Kappe ragt in die Nut, so dass die benachbarten Blöcke fixiert
und gehalten werden.
-
Es ist außerdem vorstellbar, dass es
bei niedrigen Schutzmauern, das bedeutet 500 mm oder weniger, nicht
notwendig ist, dass die Halteglieder wie oben beschrieben aufgebaut
sein müssen.
Jedoch wird es als Teil der vorliegenden Erfindung angesehen, einen
Bausatz für
eine Schutzmauer zu schaffen, der eine Anzahl von Betonblöcken mit
verschiedenen Größen umfasst,
um der Schutzmauer eine natürlichere
Stein-Anmutung zu geben. Es ist vorstellbar, dass verschiedene Betonblöcke unterschiedlicher
Längen
und Dicken, aber mit relativ konstanter Breite vorgesehen werden
können,
um eine Schutzmauer auf die gleiche Art zu bauen, wie dies oben
beschrieben wurde, jedoch ohne dass Verbindungselemente verwendet
werden.
-
Ein Prozess für die Vorbereitung eines Bausatzes
zum Aufbau einer Schutzmauer wurde ebenfalls erörtert, wobei der Prozess das
Gießen
einer Plattenvorrichtung aus Beton 310 (23) beinhaltet. Die Plattenvorrichtung 310 kann
einteilig als Platte in einer typischen Betonblock-Gusseinheit gegossen
werden, die eine Plattform und bewegliche Seitenwände aufweisen
kann. Sie kann auch unter Verwendung von Zwischengussplatten in
der Gussform gegossen werden, um die Gussmodule zu separieren. Damit
kann die Plattenvorrichtung aus mehreren Blöcken bestehen, die voneinander
getrennt sind, die jedoch in einem Gussvorgang gegossen werden.
Die Plattenvorrichtung 310 hat bei einer Ausführungsform
einen rechteckigen Grundriss, der 610 mm × 460 mm beträgt. Die
Plattenvorrichtung 310 hat Seitenwände 312 und 314 sowie
Abschlusswände 316 und 318.
Die Plattenvorrichtung kann mit durchgängigen Schlüsselschlitzen 320 sowie
mit blind endenden Schlüsselschlitzen 321 versehen
werden, die sich entlang der Längskanten
und von der Seitenwand 312 und 314 aus nach innen
erstrecken. Zum Beispiel hat in der Plattenvorrichtung 310 das
Blockmodul 328 durchgängige
Schlüsselschlitze 320,
und die Blöcke 324,
326 und 330 haben
blind endende Schlüsselschlitze 321.
Damit können
die Blockmodule 324, 326 als Abdeckteile verwendet
werden, indem die Blöcke
umgedreht werden.
-
Eine gerade Bruchlinie 322 unterteilt
die Plattenvorrichtung in zwei Hälften 310a und 310b.
Die Bruchlinie 322 erstreckt sich parallel zur Längsachse
X der Plattenvorrichtung 310 von der Abschlusswand 316 zu der
Abschlusswand 318. Bei der vorliegenden Ausführungsform
misst jeder Halbteil der Plattenvorrichtung 230 mm in der Breite.
Die Linie 322 ist imaginär, da die Plattenvorrichtung
in den meisten Fällen
in der Fabrik mit geeigneten Schneidewerkzeugen auseinander gebrochen
wird.
-
Jede Plattenvorrichtungshälfte 310a und 310b wird
dann in Betonblockmodule 324, 326, 328 und 330 zerteilt.
Zum Beispiel wird die Plattenvorrichtungshälfte 310a mit der
Bruchlinie 332 in die Blöcke 324 und 326 geteilt,
während
die Plattenvorrichtungshälfte 310b durch
die Bruchlinie 334 in zwei Blockmodule 328 und 330 unterteilt
wird. Die Bruchlinien 332 und 334 sind parallel
zur Querachse Y und erstrecken sich von der Bruchlinie 322 zu
den Abschlussenden 310 bzw. 314. Die Bruchlinien 332 und 334 stehen
senkrecht auf den Bruchlinien 322.
-
Wenigstens eine Oberfläche der
Plattenvorrichtung, in diesem Fall die Oberseite, kann mit Bruchlinien in
Form von Nuten 322, 332 und 334 versehen
werden.
-
Auf der anderen Seite kann die Plattenvorrichtung 310 mit
einer Gussplatte entlang der Bruchlinie 332 hergestellt
werden, und sobald sie aus der Gussform genommen wird, kann eine
Brechkante in der Fabrik eingesetzt werden, um die Blockmodule entlang
der Bruchlinien 332 und 334 zu trennen.
-
Bei der vorliegenden Ausführungsform
misst der Block 324 nun 360 mm in der Länge und 230 mm in der Breite.
Der Block 326 misst 250 mm × 230 mm. Der Block 328 misst
460 mm × 230
mm, während
der Block 330 in der Länge
150 mm und in der Breite 230 mm misst.
-
Die Schlüssellöcher 320 sind derart
angeordnet, dass, sobald die Plattenvorrichtung auseinander gebrochen
worden ist, jeder resultierende Block 324, 326, 328 und 330 mit
Schlüssellöchern versehen
ist, die benötigt
werden, wenn Halteglieder verwendet werden.
-
Der Block 324 kann bei der
vorliegenden Ausführungsform
mit einer Bruchnut 336 versehen werden, während der
Block 326 mit einer Bruchnut 338 versehen wird.
Die Bruchnut 336 erstreckt sich zwischen der Abschlusswand 318 und
der Seitenwand 312 in einem stumpfen Winkel zu der X-Achse,
und es ist ersichtlich, dass sich ein rechtwinkliges Dreieck aus
den Seitenwänden 312,
der Abschlusswand 318 und der Basis des Dreiecks, die durch
eine Bruchnut 336 gebildet wird, ergibt. Der Block wird
normalerweise nicht bei der Bruchnut 336 getrennt, es sei
denn, es soll eine Biegung in der Schutzmauer gebildet werden, wobei
in diesem Fall eine Anzahl von Blöcken vor Ort auseinander gebrochen
werden, und zwar entlang einer Bruchlinie, wie der Bruchnut 336,
um eine Innenfläche
mit einem Winkel zu erzeugen, so dass beim Zusammensetzen mit anderen
Blöcken
ein Radius oder eine Krümmung
definiert werden kann.
-
Die Blockmodule 326 und 328 können als
Teil des Gussvorgangs entlang der Linien 338 bzw. 340 auseinander
gebrochen werden. Damit sind die Blöcke 326 und 328 auf
der Palette vorgegeben als Blöcke,
die konvexe Formen in der Schutzmauer bilden.
-
Die Plattenvorrichtung 310 hat
eine konstante Dicke, jedoch kann der Bausatz aus Blöcken unterschiedlicher
Dicke bestehen. Dementsprechend kann ein Bausatz aus Blöcken von
ausgesuchten Plattenvorrichtungen mit verschiedenen Dicken zusammengesetzt
werden.
-
24 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Schlüsselschlitzes,
wobei die Öffnungen 520 in
einem typischen Block 12 zickzackförmig sind, während der
Stift 538 des Haltegliedes 536 eine ähnliche,
jedoch kürzere Konfiguration
aufweist, so dass das Halteglied so eingestellt werden kann, dass
es in den Schlüsselschlitz 520 eingepasst
ist.
-
In 25 und 26 ist eine weitere Ausführungsform
einer Plattenvorrichtung gezeigt, in diesem Fall mit 410 bezeichnet.
Die Blockmodule 424 und 428 sind mit bereits gewinkelten
Abschlusswänden 436 bzw. 440 vorgeformt.
Diese Blöcke 424 und 428 können verwendet
werden, um eine Kurve in der Schutzmauer zu bilden, oder können als
irgendeiner der Blöcke 12, 14 oder 16 verwendet
werden. Die Schlüsselschlitze,
die durch die Dicke der Blockmodule 430 hindurchgehen,
sowie die blind endenden Schlüsselschlitze 421 sind
mit Doppelbohrungen gezeigt. Diese Doppelbohrungen der Schlüsselschlitze
ermöglichen
es, dass das Halteglied in Bezug auf die Neigung oder die Staffelung
angepasst wird, sei es bei einer vertikalen Wand oder bei einer gestaffelten
Wand.
-
Man beachte, dass in Bezug auf die
Plattenvorrichtungen 310 und 410 eines der Blockmodule
bevorzugt ausgewählt
wird, so dass die X-Achsenabmessung des Blockmoduls ein Vielfaches
der Dicke des Blockmoduls beträgt.
Dies ermöglicht
es, dass irgendeines der so geformten Blockmodule als Binderstein 14a eingesetzt
werden kann.
-
Eine weitere Ausführungsform der Plattenvorrichtung 710 ist
in 27 gezeigt. Bei dieser
Ausführungsform
haben die Blöcke 724, 726, 728 und 730 Schlitze
anstellte von Trennlinien, wie zum Beispiel die Schlitze 732 und 734.
Die Schlitze 732 und 734 schneiden sich mit der
Nut 733, die parallel zu der X-Achse verläuft und
die Plattenvorrichtung 710 unterteilt. Nachdem die Plattenvorrichtung 710 gegossen
worden ist, kann sie daher beim Auseinanderbrechen der Plattenvorrichtung
entlang der Nut 733 vorübergehend
in vier Blockmodule unterteilt werden. Die Plattenvorrichtungen 726 und 728 haben
weitere Nuten 731 und 735; die von dem Bauunternehmen
vor Ort auseinander gebrochen werden können, um einen Block herzustellen,
bei dem eine Abschlussseite im rechten Winkel zur Vorder- oder Rückseite
steht.
-
Der Prozess umfasst außerdem als
Schritt die Vorbereitung von Paletten, auf denen die Blöcke in dem Muster
angeordnet werden, das beim Bauen einer Schutzmauer verwendet werden
soll. Damit wird der Aufbau der Schutzmauer sehr vereinfacht, wenn
die Blöcke
auf den Transportpaletten vorsortiert werden. Viele Abänderungen
können
bei verschiedenen vorsortierten Anordnungen auf den Paletten vorgenommen
werden, einschließlich
der Schaffung von Blöcken
gleicher Dicke, so dass eine Plattenvorrichtung auseinander gebrochen werden
kann und die Blockmodule nur mehr auf einer Palette angeordnet werden
müssen.
Jedoch beachte man, dass eine Schutzmauer auch zusammengesetzt werden
kann, indem Blöcke
von mehreren Paletten gemischt werden.
-
Beim Aufbau einer Schutzmauer können verschiedene
Stücke
notwendig sein, einschließlich
eines Blockes, der als Krone der Schutzmauer dient, wobei eine Krone
als ein Endstück
oder Eckstück
etc. dienen kann.
-
Im Folgenden wird tabellarisch eine
Auswahl von verschiedenen Blöcken
aufgeführt,
die bei dem Aufbau einer Schutzmauer eingesetzt werden können.
-
-
Bei der Plattenvorrichtung in 25 und 26 hatte diese spezielle Ausführungsform
die folgenden Eigenschaften: Wenigstens zwei der Blockmodule haben
eine Längenbeziehung,
bei der ein Block 10% länger als
der andere Block ist. Wenn der Block 426 beispielsweise
eine Ausdehnung A in der Längsachse
aufweist, so hat der Block 430 eine Längsausdehnung entlang der Längsachse
von A + A/10.
-
Wenn der Block 424 als Binderstein
ausgewählt
wird, so ist die Länge
L des Blocks 424 notwendigerweise ein Vielfaches der Höhe T der
Plattenvorrichtung in Richtung der Z-Achse. Mit anderen Worten,
der Block 424 muss eine Ausdehnung L haben, die gleich
2T, 3T, ..., nT beträgt.
-
Wenigstens einer der Blöcke, wie
zum Beispiel Block 426 oder 430, hat eine rechtwinklige
Ecke sowie eine Länge
1, die gleich einer Breite w + L/5 ist.
-
Die Breite Y ist konstant für alle Blöcke der
Plattenvorrichtung. Wenigstens einer der Blöcke in jeder Plattenvorrichtung
muss gegenüber
der Y-Achse einen Winkel zwischen 5° und 30° aufweisen.
-
Jeder Block in einer Plattenvorrichtung
hat eine Aufnahme für
Halteglieder.
-
28 und 29 zeigen eine typische
Zeile von Blöcken 726 als
Beispiel. Da die Abschlusswände 734 einen
Winkel aufweisen können,
kann ein spezielles Halteglied 36 wie in 29 gezeigt verwendet werden. Das Halteglied 36 hat
einen Stift 38, einen Schaft 39 und eine flache
Widerlagerplatte 40. Die Widerlagerplatte 40 sollte
groß genug
sein, um die Lücke
zu überdecken,
die durch die auseinander laufenden Abschlusswände 734 der benachbarten
Blöcke 726 gebildet
wird. Natürlich
erstreckt sich das Halteglied 36 in 28 ausgehend von der oberen Zeile nach
unten.
-
Darüber hinaus betrifft die Beschreibung
und die Erläuterung
der Erfindung nur Beispiele, und der Umfang der Erfindung, definiert
in den beigefügten
Ansprüchen,
wird nicht durch die genauen Einzelheiten beschränkt, die gezeigt oder beschrieben
wurden.