DE69700962T2 - Wiederablösbares doppelseitiges klebeband - Google Patents

Wiederablösbares doppelseitiges klebeband

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine doppelseitige Klebevorrichtung, die durch Recken des Klebstoffs mit Hilfe einer Zunge abgelöst werden kann.
  • Bereich der Erfindung
  • Die Erfindung schlägt eine technische Lösung vor, die den Bereich der vorübergehenden oder nicht vorübergehenden Befestigung von Gegenständen aneinander oder an einem Träger mit Hilfe eines auf seinen beiden Seiten klebenden Elements betrifft, wobei diese Befestigung reversibel ist, d. h. die miteinander verbundenen Gegenstände können ohne ihre Beschädigung getrennt werden, Dieser Anwendungsbereich unterscheidet sich von dem der Kleber, die vorzugsweise benutzt werden, wenn eine endgültige, nicht reversible Montage erhalten werden soll.
  • Stand der Technik
  • Zur endgültigen Verbindung von Gegenständen miteinander, ohne sie zu verletzen, verwendet man anstelle von Schrauben, Nägeln oder Klammern immer mehr Klebstoffe. Wenn man Gegenstände miteinander oder mit einem Träger verbinden möchte und gleichzeitig die Möglichkeit bestehen soll, die Verbindung wieder zu lösen, wenn sie nicht mehr benötigt wird, werden die technischen Möglichkeiten ziemlich begrenzt. Man verwendet im allgemeinen Klebepasten, die die provisorische Befestigung von Plakaten oder leichten Gegenständen gestatten.
  • Ferner kennt man symmetrische oder unsymmetrische doppelseitige Klebebänder, deren Träger ein einfacher Film oder eine Folie aus einer zelligen Verbindung sein kann. Ferner gibt es Filme aus reckbarer Klebemasse, die ihr Haftvermögen verlieren, wenn sie parallel zur Verbindungsebene gereckt werden.
  • Diese verschiedenen Lösungen besitzen Nachteile: Klebepasten gestatten nur die Befestigung von leichten Gegenständen und halten Scherkräften schlecht stand. Ihre Anwendung ist im allgemeinen auf die Befestigung von Plakaten oder von Dekorations- oder Informationskarton beschränkt. Doppelseitige Klebemittel haben häufig ein begrenztes Haftvermögen oder sind umgekehrt, wenn das Klebemittel kräftig ist, schwer wieder abzulösen und erfordern oft die Verwendung einer Schneidklinge, um die Gegenstände voneinander zu trennen, wobei diese dann mit Klebemittel bedeckt bleiben.
  • Reckbare Klebebänder sind im wesentlichen aus den Schriften FR-2 355 895 und EP-563 272 bekannt. Filme aus reckbarer Klebemasse sind beispielsweise in den Schriften DE-3331 016 und EP-578 979 beschrieben. Diese doppelseitigen Klebefilme erfordern ebene Flächen, um eine feste Verbindung zu gewährleisten.
  • In EP-578 979 wird vorgeschlagen, an einem Ende des Bandes eine für UV-Strahlen undurchlässige Schutzschicht vorzusehen, um das Auftreten von Rissen zu vermeiden, wenn man an dem Band zieht, um eine Trennung zwischen dem Träger und dem an diesem befestigten Gegenstand vorzunehmen. Gemäß ei nem anderen Merkmal dient das gegen UV-Strahlen geschützte Ende des Bandes auch als Zugzunge.
  • Es gibt verschiedene Arten der Ausführung der Greifzunge. Man kann entweder das Klebeband mit einer Haut aus für UV- Strahlen undurchlässigem Kunstharz bedecken oder man kann die Klebemasse im Greifbereich durch einen für UV-Strahlen undurchlässigen Aufdruck inaktiv machen oder man kann Papier verwenden. In allen Fällen erfordert die Herstellung solcher Bänder spezielle Arbeitsgänge, um den als Zugzunge dienenden Greifbereich undurchlässig zu machen, es sei denn, man verwendet Papier. Im letztgenannten Fall verursacht ein etwas zu starker Zug nach einer länger dauernden Befestigung des Gegenstands auf seinem Träger ein Reißen des Papiers, wenn dieses an einem Ende des Klebebandes vorsteht. Wenn die Zunge, unabhängig von ihrer Beschaffenheit, am Klebeband nicht vorsteht, bildet sie einen Teil des Klebebandes, der folglich nicht mehr als Klebefläche verwendet wird und der zugänglich gelassen werden muß, um das Ergreifen zu gestatten. In allen Fällen erhält man bei Verwendung dieses Klebebandtyps wie eines einfachen doppelseitigen Klebenbands eine sehr schwer wiederablösbare oder trennbare Befestigung.
  • Gegenstand der Erfindung
  • Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen und eine neue Vorrichtung zur vorübergehenden Befestigung zu schaffen, bei der sich der gesamte reckbare Klebefilm hinter dem befestigten Gegenstand befinden kann.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine wiederablösbare druckempfindliche Klebevorrichtung mit mindestens einem Zugorgan, das mit einem Band aus einer stark kohäsiven und elastischen Klebemasse fest verbunden ist, deren Haftvermögen durch Recken in der Verbindungsebene vermindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugorgan ein nichtklebendes Band ist, das in der Verlängerung des Klebebands angeordnet ist und partiell in einen Bereich eines Endes des Klebebands eingebettet ist.
  • Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß man die gesamte Klebefläche des Bandes verwenden kann, da das Zugorgan vom Klebeband getrennt ist und gleichzeitig mit diesem eng verbunden ist, wobei das Zugorgan bei der Trennung des zu befestigenden Gegenstands vom Träger zugänglich bleibt.
  • Ein anderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß das Zugorgan, das vorzugsweise eine dünnen Folie ist, Längen besitzen kann, die an die zu befestigenden Gegenstände angepaßt sind, und daß auf diese Weise das Klebeband in Abhängigkeit von den Anwendungen reduziert werden kann, wodurch sich die Kosten der Befestigungsvorrichtung verringern.
  • Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung besteht die Befestigungsvorrichtung aus einem Stapel von Klebebändern, zwischen die abziehbare Schutzelemente eingelegt sind und die jeweils mit einer Greif- und Zugzunge versehen sind.
  • Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung von mehreren Ausführungsformen der Erfindung und aus der beiliegenden Zeichnung. In dieser zeigen:
  • Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Befestigungsvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform,
  • Fig. 2 eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung,
  • Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Gegenstands, der mit Hilfe der in Fig. 1 oder 2 dargestellten Vorrichtung an einem Träger befestigt ist,
  • Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Stapels von erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtungen.
  • Ausführliche Beschreibung
  • Erfindungsgemäß besteht die Vorrichtung aus folgenden Elementen:
  • a) ein Film aus stark kohäsiver Klebemasse, die die Eigenschaft hat, ihr Haftvermögen stark zu verringern, wenn man parallel zur Verbindungsebene oder zur Ebene der Befestigung an einem Träger einen Zug ausübt,
  • b) eine Folie aus nichtklebendem, sehr wenig dehnbarem Material, die mit dem Klebemassefilm innig verbunden ist und die als Greifmittel dient, um die für die Ablösung des Klebemassefilms erforderliche Reckung zu bewirken,
  • c) Mittel zur Aufhebung des Haftvermögens der Teile jeder der Seiten des Klebemassefilms, die dem Teil gegenüberliegen, der die innere Verbindung zwischen der nichtklebenden Folie und dem Klebemassefilm bildet,
  • d) gegebenenfalls entfernbare Schutzelemente, zum vorübergehenden Abdecken der Seiten des Klebefilms.
  • Die erfindungsgemäße Klebevorrichtung (Fig. 1) besitzt ein Band 1 aus stark reckbarer Klebemasse und mindestens eine kohäsive Greif- und Zugzunge 2, die nichtklebend und sehr wenig dehnbar ist. Die Greifzunge 2 ist an einem Ende des Bandes über einen Bereich 2' mit vorbestimmten Abmessungen zum Teil in die Dicke des Bandes 1 eingesetzt, so daß man eine sehr starke Verbindung zwischen dem Band 1 und der Zunge 2 erhält, so daß gegebenenfalls sehr starke Zugkräfte auf die Zunge 2 ausgeübt werden können, ohne daß ein Reißen oder ein Abtrennen der Zunge 2 vom Band 1 zu befürchten ist.
  • Fig. 2 zeigt in Seitenansicht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung in einer praktischen Ausführung. Hierbei ist das Klebemasseband 1 mit der aus einer Folie 2 bestehenden Zunge 2 mittels eines in die Masse 1 eingeschlossenen Teils 2' der Folie 2 innig verbunden. Die dem Teil 2' der Folie 2 gegenüberliegenden Teile 7 und 8 der beiden Seiten 9 und 10 des Klebemassebandes 1 sind mit Hilfe eines anderen nichtklebenden Films, Anstrichs oder Lacks 3 und 3' nichtklebend gemacht. Die Seiten 9 und 10 des Klebemassebandes 1 sind jeweils zeitweise mit einem Schutzelement 4 und 4' bedeckt, das der Benutzer bei der Verwendung abzieht.
  • Die erfindungsgemäße Klebevorrichtung findet ihre Anwendung bei der Verbindung von Gegenständigen miteinander oder mit einem Träger und gestattet die Herstellung einer festen und gleichzeitig wiederablösbaren Befestigung. Bei der Befestigung muß ein Teil des Bandes 2 zugänglich bleiben, damit man an diesem ziehen und auf diese Weise die Ablösung des klebenden Teils bewirken kann, wenn die Verbindung getrennt werden soll. Wenn man eine Folie 2 aus transparentem Material verwendet, ist der Teil, der notwendigerweise zugänglich bleiben muß, praktisch unsichtbar.
  • Fig. 3 zeigt ein Anwendungsbeispiel, bei dem ein Gegenstand 5 an einer Wand 6 mit Hilfe des Bandes 1 befestigt ist, wo bei die Folie 2 zugänglich bleibt, während das ganze Klebstoffband sich hinter dem Gegenstand befindet.
  • Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Klebevorrichtung verwendet man eine druckempfindliche Klebemasse mit hoher Kohäsion. Das Klebemasseband, das sich für diese Herstellung eignet, muß nämlich solche Merkmale besitzen, daß die Reißkraft wesentlich höher als die Ablösekraft ist. Von den für diese Anwendung geeigneten Klebemassen werden druckempfindliche Klebemassen vom Typ extrudierbare Heißschmelz- Substanzen bevorzugt, die mittels Drei-Block-Syntheseelastomeren und klebrigmachenden Harzen zusammengesetzt sind. Von den Syntheseelastomeren wählt man vorzugsweise Styrol- Isopren-Styrol-Elastomere, die eine gute Elastizität und eine gute Kohäsion gewährleisten. Von den klebrigmachenden Harzen bevorzugt man Colophanharze oder aliphatische oder aromatische hydrogenierte Harze. Diese Bestandteile werden in gebräuchlicher Weise mit anderen Bestandteilen gemischt, wie Weichmachern, Antioxidantien, Schutzmitteln gegen UV- Strahlung, Füllstoffen, Farbstoffen, Geruchsmitteln, Bitterkeitsmitteln. Das Klebmasseband wird durch Warmextrudieren in einer Dicke von 0,5 bis 3 mm hergestellt.
  • Die Zugzunge oder Folie 2 besteht aus einem Band aus einem festen und sehr wenig dehnbaren Material geringer Dicke. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verwendet man eine Polyesterfolie, die für die Durchführung der Erfindung vorteilhafte Eigenschaften besitzt: hervorragende mechanische Festigkeit, nicht dehnbar, gute Haftung gegenüber der Klebemasse, Transparenz. Die Dicke einer solchen Folie beträgt etwa 6 bis 50 um, vorzugsweise 12 bis 25 um. Man kann auch andere Komponenten wie ein feines Gewebe oder eine Folie aus Synthesematerial verwenden, die durch eine nicht dehnbare Einlage verstärkt ist. Vorzugsweise verwendet man eine von ICI vertriebene Folie Type MELINEX.
  • Die Zugzunge muß mit der Klebemasse innig verbunden sein; diese Verbindung ist für das korrekte Arbeiten der Vorrichtung unerläßlich. Praktisch wird diese Verbindung geschaffen, indem man einen Verbund von zwei Klebemassefilmen auf einem Teil der als Zunge dienenden Folie herstellt oder indem man bei der Extrusion in die Klebemasse einen Teil der Zunge integriert und auf diese Weise die in Fig. 1 dargestellte Verbindung erhält.
  • Um eine gute Festigkeit der Verbindung zu erreichen, beträgt die Länge des Teils 2' etwa 3 bis 10 mm, vorzugsweise 4 bis 5 mm.
  • Um bei der Ausübung eines Zugs auf die Zunge das Gleiten zu erleichtern, wird der Verbindungsbereich an den beiden Seiten der Klebemasse vorzugsweise nichthaftend gemacht, wie in Fig. 2 mit 3 und 3' dargestellt ist. Diese Bereiche können durch jedes bekannte Mittel nichthaftend gemacht werden, beispielsweise indem ein dünner Film aus Synthesematerial, Papier, ein Acryllack, eine Siliconschicht oder pulverförmiges Material wie Talk aufgebracht wird. Von den möglichen technischen Lösungen bevorzugt man das Aufbringen einer sehr dünnen Polyesterfolie oder den Auftrag einer Schicht von photovernetzbaren Siliconen mit Hilfe eines Flexographieverahrens.
  • Zum Schutz der klebenden Seiten des Massebandes bringt man auf jede der Seiten 9, 10 eine abnehmbare Schutzfolie 4, 4' bekannten Typs auf, beispielsweise Papier, Polyesterfolie, Polyethylenfolie, wobei alle diese Schutzelemente so behandelt sind, daß sie auf mindestens einer Seite antiklebend sind. Bei einem Ausführungsbeispiel verwendet man eine auf einer Seite siliconbeschichtete Polyesterfolie mit einer Dicke von 23 um, die von der Firma SILICONATURE unter der Bezeichung RP0023M81A vertrieben wird.
  • Wenn man eine Aufmachung dieser Klebevorrichtungen in Form eines Stapels 11 wünscht, trennt man jedes Element 1a, 1b, 1c durch ein Schutzelement 12 ab, dessen beide Seiten so behandelt sind, daß sie verschieden antiklebend sind. Jedes Klebeelement bzw. jede Klebevorrichtung kann auf diese Weise vom Stapel abgezogen werden, indem man das Schutzelement auf dem folgenden Element des Stapels beläßt, wie in Fig. 4 dargestellt ist.
  • Praktisch haben die Vorrichtungen die Form von quadratischen oder rechteckigen Plättchen, deren Abmessungen je nach der ins Auge gefaßten Verwendung verschieden sein können. So kann die Vorrichtung bei Anwendungen im Alltag oder zu Bastelzwecken eine Breite von etwa 20 bis 30 mm und eine klebende Länge von etwa 20 bis 50 mm und eine Zugzunge mit einer Länge von 30 bis 50 mm haben.
  • Das folgende Ausführungsbeispiel macht die Vorteile der Erfindung besser deutlich.
  • Die Klebemasse wird zu Beginn aus den folgenden Bestandteilen hergestellt: 37,86 Teile Drei-Block-Elastomer SIS (von der Firma EXXON unter der Marke VECTOR 4211D vertrieben), 9,46 Teile Weichmacher auf der Basis von Parafinöl (von der Firma SHELL unter der Bezeichnung CATENEX N956 vertrieben), 47,6 Teile Colophanharz (von der Firma DRT unter der Bezeichnung DERTOLINE SP2 vertrieben), 1,52 Teile Antioxidantien, 0,51 Teile UV-Schutzmittel, 2,27 Teile Titanoxid, 1,01 Teile Bitterkeitsmittel und 0,05 Teile Farbstoff.
  • Die Mischung wird warm bei einer Temperatur von etwa 160 bis 180ºC geknetet und mit Hilfe einer flachen Düse so extrudiert, daß man zwei Bänder mit einer Dicke von 0,5 mm und einer Breite von 30 mm erhält.
  • Die beiden Bänder werden dann miteinander vereinigt, indem auf einer Seite eine Breite von 5 mm einer Polyesterfolie mit einer Dicke von 23 um und einer Gesamtbreite von 30 mm eingeschlossen wird. In diesem Schritt erhält man ein durchgehendes Band, dessen Querschnitt in Fig. 1 dargestellt ist. Man bringt dann auf den Rand jeder der Seiten des Verbundes auf dem Bereich der Verbindung Masse-Folie ein Band aus einer Polyesterfolie mit einer Dicke von 6 um auf. Die Breite der aufgelegten Folie beträgt 6 mm und ragt etwas über die Polyesterfolie hinaus (um etwa 1 mm). Auf jede der Seiten der Masse wird schließlich ein Schutzelement aus einer Polyesterfolie aufgebracht, die auf der der Klebemasse zugewandten Seite mit Silicon beschichtet ist. In diesem Schritt erhält man ein Band, dessen Querschnitt in Fig. 2 dargestellt ist. Dieses Band wird dann zugeschnitten, um die erfindungsgemäßen Vorrichtungen zu erhalten, deren Breite etwa 20 mm und deren Dicke etwa 1 mm beträgt.
  • Wie Versuche ergaben, kann ein solches Klebeelement einen Gegenstand von etwa 1 kg an einer vertikalen Wand befestigen, wobei die Oberflächen des Gegenstands und der Wand eben sein müssen und nicht aus einem antiklebenden Werkstoff bestehen dürfen.
  • Dieses Beispiel wurde zur Veranschaulichung der Erfindung beschrieben; im Rahmen der Erfindung ist möglich, beispielsweise die Zusammensetzung der Klebemasse, die Natur der Folie, die Zunge, die Natur der Antihaftmittel und der Schutzelemente zu ändern.
  • Die Abmessungen der Vorrichtungen können zur Anpassung an verschiedene Anforderungen ebenfalls geändert werden, sofern jedoch eine ausreichende Dicke der Klebemasse beibehalten wird, damit die Reißfestigkeit des Bandes im wesentlichen größer als die zum Ablösen von jedem Trägertyp erforderliche Kraft bleibt.
  • Die obenbeschriebenen wiederablösbaren Selbstklebevorrichtungen sind im Bastelbereich, im Haushalt und in der Industrie immer dann einsetzbar, wenn eine vorläufige Befestigung eines Gegenstands auf einem Träger vorgenommen werden soll und wenn man weder Spuren noch Löcher hinterlassen möchte. Um einen Gegenstand, beispielsweise einen Papierspender, an einer Wand zu befestigen, klebt man auf dem Gegenstand eine oder mehrere erfindungsgemäße Vorrichtungen auf, nachdem man eines der Schutzelemente 4 abgezogen hat, indem man darauf achtet, die Zugzungen so zu positionieren, daß sie nach der Befestigung zugänglich bleiben, dann bringt man die Einheit an der Wand an, nachdem man das zweite Schutzelement 4' abgezogen hat. Der Gegenstand ist nun befestigt, ohne daß der Klebeteil sichtbar ist, wobei nur die Zugzunge aus transparentem Werkstoff sichtbar bleibt. Wenn man den Gegenstand von seinem Träger entfernen möchte, genügt es, leicht an der Zunge 2, die zugänglich bleibt, zu ziehen. Dank des Vorhandenseins der Antiklebeelemente 3 und 3' kann die Verbindungszone gleiten und kann die Masse 1 gereckt werden, die sich ablöst, indem sie sich dehnt, bis die Befestigung ganz aufgehoben ist. Der stark kohäsive Charakter der Masse bewirkt, daß keine Spur von Klebstoff auf dem Gegenstand oder auf dem Träger zurückbleibt.

Claims (8)

1. Wiederablösbare druckempfindliche Klebevorrichtung mit mindestens einem Zugorgan, das mit einem Band (1) aus einer stark kohäsiven und elastischen Klebemasse fest verbunden ist, deren Haftvermögen durch Recken in der Verbindungsebene vermindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugorgan ein nichtklebendes Band (2) ist, daß in der Verlängerung des Klebebands (1) angeordnet ist und partiell in einen Bereich eines Endes des Klebebandes eingebettet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtklebende Band eine transparente Polyesterfolie ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich der Verbindung des Klebebandes mit dem nichtklebenden Band auf den beiden freien Flächen mit einem Antiklebemittel (3, 3') bedeckt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Antiklebemittel eine dünne Polyesterfolie ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß · das Antiklebemittel ein Antiklebelack ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die klebenden Seiten des Bandes mit einer abziehbaren Schutzfolie (4, 4') bedeckt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Stapel von Klebebändern (1a, 1b, 1c) besteht, die durch abziehbare Schutzelemente mit differenziertem Antihaftvermögen voneinander getrennt sind und jeweils mit einem Zugorgan versehen sind.
8. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zur vorübergehenden Befestigung eines Objekts auf einem Träger, wobei sich die Vorrichtung vollständig hinter dem Objekt befindet.
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