DE69701501T2 - Transientenfreie Umschaltung der Verstärkung - Google Patents

Transientenfreie Umschaltung der Verstärkung

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Regelsystem, wie zum Beispiel das Fluglageregelsystem eines Raumfahrzeugs, mit einer Auswahl an Verstärkungen, die in einem Regler und einem Kompensator des Systems verwendet werden, und, im besonderen, auf die Betriebsart des Umschaltens zwischen einer hohen und einer niedrigen Verstärkung ohne das Auftreten eines signifikanten Einschwingvorgangs.
  • Regelsysteme versuchen, eine Anlage, wie beispielsweise ein Raumfahrzeug, ein Unterseeboot, eine chemische Fabrik oder Fabrikationsanlagen zu regeln, indem sie gewünschte Größen wie Motordrehmomente und Anschaltzeitraumzuordnungen zu Triebwerken, in Abhängigkeit von der Summe dieser Größen und von Störungen der Anlage ausgeben. Im weiteren ist die in Rede stehende Anlage ein Raumfahrzeug und dementsprechend ist die Beschreibung im Hinblick auf ein Raumfahrzeug abgefaßt. Es versteht sich jedoch, daß die hier vorgestellten Möglichkeiten auch in anderen Anlagen angewendet werden können. Beispielweise wird bei einem Raumfahrzeug ein Erdsensor verwendet, um die Fluglage des Raumfahrzeugs zu bestimmen, indem die Ränder der Erde angemessen werden, um eine Abschätzung für den Lotpunkt (Nadir) zu erhalten. Dabei ist es üblich, Schubdüsen und Gegenwirkungsräder zu verwenden, um das Raumfahrzeug neu auzurichten, um die Fluglage beizubehalten. Typischerweise ist ein Regelsystem als Rückkoppelschleife ausgelegt, bei der ein gewünschtes Ausgangssignal die Ausrichtung des Raumfahrzeugs sowie deren Änderung ist. Normalerweise wird eine Schätzeinrichtung verwendet, die Schätzwerte dieser Größen liefert, wobei diese Größen als die Zustände des Raumfahrzeugs bezeichnet werden. Eine Schätzeinrichtung ist nicht notwendig, wenn unmittelbare Messungen mit niedrigem Rauschpegel verfügbar sind, bzw. in Angaben über diese Zustände transformierbar sind. Erdsensoren und Wendekreisel sind Beispiele für Sensoren, mit denen Fluglagezustände des Raumfahrzeugs und deren Änderungen unmittelbar gemessen werden können. Allerdings benötigen die meisten Raumfahrzeuge höhere Genauigkeiten als die Rauschpegel der Erdsensoren zufassen. Daher ist eine Art Filterung oder Abschätzung für die Sollwerte notwendig. Die Differenz zwischen den Sollwerten und den geschätzten (gemessenen) Werten wird als Schleifenfehlersignal bezeichnet.
  • Informationen, die mit einem Erdsensor erhalten werden, ebenso wie von anderen Arten von Sensoren wie einem Sternensensor oder einer Bildauswertevorrichtung, die Merkmale der Erde wiedererkennt, werden oftmals einer Schätzeinrichtung zur Filterung des Rauschens bei der Messung zugeführt, um eine höhere Präzision bei der Messung zu erlangen. Die Schätzeinrichtung kann das Signal eines oder mehrerer der vorgenannten Sensoren weiterverarbeiten, um Schätzwerte für Zustandsgrößen der zu kontrollierenden Anlage zu erhalten. Diese Schätzwerte, wenn sie mit einem Satz an Sollwerten verglichen werden, liefern dem Regelsystem einen Satz an Rückkoppelsignalen. Die Schätzung kann beispielsweise Mittelungen, statistische Analysen und/oder Kalman-Filterungen beinhalten. Die Schätzeinrichtung kann mit einer relativ hohen Verstärkung ausgestattet sein, um schneller anzusprechen, bei allerdings erhöhter Rauschleistung am Ausgangssignal, oder mit niedrirgerer Verstärkung für langsameres Ansprechen. Die niedrigere Verstärkung ergibt ein langsameres Ansprechen und bei den Schätzwerten eine geringere Bandbreite für die Zustandsgrößen mit reduziertem Rauschpegel. Dementsprechend kann ein Regler für eine Ausgangsgröße, wie die Rotationsgeschwindigkeit des Raumfahrzeugs, mit einer größeren Verstärkung ausgestattet sein, bei erhöhter Rauschleistung am Ausgang um schneller anzusprechen. Oder er kann mit einer niedrigeren Verstärkung für langsameres Ansprechen und einem reduzierten Rauschen des Ausgangssignals ausgestattet sein. Im Falle eines Gegenwirkungsradreglers kann die höhere Verstärkung während des Brennen einer Schubdüse verwendet werden, während die niedrigere Verstärkung in den Ruhephasen verwendet wird.
  • Die Störfunktion kann beispielsweise in Form eines störenden Drehmoments auftreten, das durch viskose Reibung eines Schmiermittels in einem Gegenwirkungsrad oder durch den Druck der Sonnenstrahlung auf das Raumfahrzeug erzeugt wird. Das störende Drehmoment kann einen kumulativen Effekt bewirken, der ständige Drehmomentsabfragen des Regelsystems notwendig macht, sogar wenn das Schleifenfehlersignal auf Null heruntergefahren wird. Um Abschaltfehler, die von diesen Abfragen herrühren, zu minimieren, verwenden einige Regelsystemstrukturen Integralregelungszustände, um ein von Null verschiedenes Eingangssignal für den Regler zu erzeugen, um die dauernden Drehmomentsabfragen des Regelsystems aufrecht zu erhalten.
  • Die internationale Patentanmeldung Nr. 93/02885 beschreibt ein Geschwindigkeitsregelsystem mit variablen Verstärkungen für Fehler in der Geschwindigkeit, bei dem die variable Verstärkung in Abhängigkeit einer linearen Beziehung zum Geschwindigkeitsfehler bestimmt wird, und bei dem eine weitere lineare Beziehung mit höherer Empfindlichkeit verwendet wird, um die variable Verstärkung zu bestimmen, wenn der Geschwindigkeitsfehler eine vorgewählte Amplitude überschreitet.
  • Das US-Patent Nr. 4,283,670 beschreibt ein System zur Durchführung der Zielerfassung und Bahnverfolgung unter der Kontrolle eines menschlichen Bedieners. Das System beinhaltet einen manuellen Schalter, der das Umschalten von hoher auf niedrige Resonanz eines Sensors kontrolliert, sowie eine Vorrichtung zur Überwachung der Bewegung des Sensors. An die hoch/niedrig-Einstellung des Schalters ist die Verstärkereinstellung für den Regler der Sensorbewegung gekoppelt, so daß die Erhöhung der Resonanz mit einer inversen gleich großen Abnahme in der Verstärkung verbunden ist.
  • Regelsysteme können mit analogen oder digitalen Geräten realisiert werden. Im Falle einer analogen Auslegung werden Schätzwerte für die Zustandsgrößen der Anlage mit RLC-Schwingkreisen (Widerstand, Induktivität Kapazität) generiert. Diese Schwingkreise filtern die Ausgangssignale der Sensoren, die typischerweise Spannungspegel sind, um für das Regelsystem nutzbare Sollspannungen zu erhalten. Diese Ausgangsspannungen werden mit Sollspannungspegeln verglichen, um Fehlereingangssignale für das Regelsystem zu erhalten, die in weiteren RLC- Schwingkreisen verarbeitet werden, um Ausgangssignale zu generieren, die an die Aktuatoren weitergeleitet werden. Im Falle einer digitalen Ausführung werden die Ausgangssignale in den Binärcode konvertiert, um für den an Bord befindlichen Computer nutzbar zu sein. Diese Daten werden dann mit algorithmischen Verfahren weiterverarbeitet, um Schätzwerte für die Zustandsgrößen der Anlage zu erhalten. Diese Schätzwerte werden mit Sollzuständen verglichen, um Eingangsfehlersignale für das Regelsystem zu erhalten, die in weiteren alogrithmischen Verfahren verarbeitet werden, um Ausgangssignale, die an die Stellglieder weitergeleitet werden, zu generieren. In beiden Fällen kann einer der Schätzwerte dem Zustand der Anlage bezüglich der Ausrichtung des Raumfahrzeugs entsprechen, ein anderer Schätzwert könnte das Integral der Abweichung zwischen dem Schätzwert und dem Sollwert der Ausrichtung des Raumfahrzeugs sein, oder es könnte das Integral der Differenz zwischen diesem Zustand und der Sollposition des Raumfahrzeugs sein, oder das Rohintegral eines Sensors, der diese Differenz bestimmt, eine dritte Zustandsgröße könnte ein Schätzwert für die Rate des Raumfahrzeugs sein. Mit den Unterschieden zwischen diesen Schätzwerten, entweder Spannungspegeln oder binären Daten, und den Sollzuständen wird ein zusammengesetztes Fehlersignal erhalten, um Ausgangssignale zur Ansteuerung der Stellglieder für ein verbessertes Ansprechen der Anlage zu generieren.
  • Ein Aspekt der Regelung, besonders im Falle der Ausrichtung eines Raumfahrzeugs, ist die Notwendigkeit, die Verstärkung des Regelsystems zu variieren. Zum Beispiel wird eine Schubdüse verwendet, um die Orientierung eines Raumfahrzeugs zu verändern. Im Falle der Ausrichtung eines Raumfahrzeugs können Gegenwirkungsräder verwendet werden, um das Abdriften aus einer Sollausrichtung zu korrigieren. Die Aufrechterhaltung des Drehmoments, das von einem Gegenwirkungsrad auf ein Raumfahrzeug zur Unterdrückung störender Drehmomente ausgeübt wird, kann dazu führen, daß ihre Rotationsgeschwindigkeit den Sicherheitsgrenzwert übersteigt. Eine bevorzugte Form des Ansprechens des Impulsregelsystems wäre die Aktivierung einer Schubdüse, um den Impuls des Raumfahrzeugs zu reduzieren. Dieser Impuls würde zeitweise die Ausrichtung des Raumfahrzeugs ändern. Das Regelsystem für das Gegenwirkungsrad würde daraufhin die Raddrehzahl reduzieren und dabei die Sollausrichtung des Raumfahrzeugs wiederherstellen. Diese Beispiel sind nur in Bezug auf Drehungen um eine Achse gegeben, müssen jedoch dahingehend verstanden werden, daß in typischen Situationen die Ausrichtung um drei Rotationsachsen abgeglichen werden muß, wobei eine Vielzahl an Schubdüsen und Gegenwirkungsrädern verwendet wird.
  • Des weiteren wäre es im oben genannten Beispiel vorteilhaft, die Verstärkung des Kompensators für die Meßsignale zu erhöhen, um ein schnelleres Ansprechen auf die Positionssignale, die von einem oder mehreren Sensoren erhalten werden, zu erreichen. Das langsame Ansprechen im Kompensator würde die Beobachtung sich schnell ändernder Gegebenheiten, wie zum Beispiel die schnelle Änderung in der Ausrichtung des Raumfahrzeugs, hemmen. Dies würde die Regelung der Ausrichtung des Raumfahrzeugs bei einer schnellen Änderung der Ausrichtung aufheben. Dementsprechend erhöhen typischerweise die Regelsysteme ihre Verstärkungen, wenn sich die zu regelnde Anlage in einem Zustand erhöhter Störung befindet, wie zum Beispiel beim Ansprechen des Regelsystem für das Gegenreaktionsrad auf das Zünden einer Schubdüse.
  • Dabei tritt das Problem auf, daß bei der Änderung der Verstärkung in einem Regelsystem, zum Beispiel von einer hohen zu einer niedrigen oder von einer niedrigen zu einer hohen Verstärkung, festgestellt wurde, daß im Ansprechverhalten der Anlage unerwünschte Einschwingvorgänge (Transienten) auftreten. Dies kann sich zum Beispiel im unmäßigen Überschwingen der Position des Raumfahrzeugs zeigen, oder in einer unzulänglichen Ansprechgeschwindigkeit oder unzulänglichen Genauigkeit, die vom Rauschen am Ausgang der Schätzeinrichtung verursacht wird.
  • Die vorliegende Erfindung versucht, die Effekte der vorgenannten Probleme zu überwinden oder im wesentlichen zu reduzieren.
  • Entsprechend eines Aspekts der Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben eines Regelsystems vorgeschlagen, welches der Verhinderung der Entstehung von Einschwingvorgängen während eines Umschaltens der Größe eines Verstärkungsfaktors innerhalb des Regelsystems dient, um eine Anlage in Gegenwart einer möglichen Störfunktion zu betreiben, wobei das Regelsystem einen Regler aufweist, wobei das Verfahren die Schritte des Anlegens eines Treibersignals an eine Betätigungseinrichtung des Systems zum Betreiben der Anlage und des Auswertens einer Differenz zwischen Sollzuständen der Anlage und den Schätzungen der Anlagenzustände umfaßt, gekennzeichnet durch die Schritte des Beobachtens der Differenz zum Zwecke der Feststellung eines Auftretens einer Größe der Differenz, welche in einen Wertebereich fällt, der ein vorgegebenes Kriterium erfüllt, und des Umschaltens eines Wertes des Verstärkungsfaktors während des Auftretens.
  • Die Erfindung zum Betreiben eines Regelsystems, typischerweise eines Rückkoppelregelsystems, kann in einem Vorwärtszweig des Systems den Regler und in dem Rückkoppel- oder Rückführzweig eine Schätzeinrichtung haben, um das Umschalten der Verstärkungseinstellungen zwischen relativ hoher und relativ niedriger Verstärkung ohne das Auftreten eines relevanten Einschwingvorgangs zu ermöglichen. Ein Informationssignal, das auf Daten eines oder mehrerer Sensoren gestützt ist, kann eine Messung für eine Zustandsgröße der Anlage zur Verfügung stellen und wird hier im weiteren als Meßsignal bezeichnet. Solch ein Informationssignal, das in einem rückführungslosen Regelsystem erhalten werden kann, dient als Feedback oder Rückkoppelsignal in einem geschlossenen Regelkreis.
  • Beispielsweise kann es sich bei den Ausgangsgrößen des Regelsystems um Drehmomentsanforderungen an die Gegenreaktionsräder sein, und die Störung kann durch den Strahlungsdruck auf das Raumfahrzeug oder den Lagerwiderstand in einem Gegenreaktionsrad des Raumfahrzeugs verursacht sein. In weiteren Beispielen kann das Fehlerrückkoppelsignal drei Komponenten haben, die vom Regler dazu verwendet werden, um Signale an die Stellglieder abzugeben, die die Kontrolle über das Raumfahrzeug ausüben, um dadurch das gewünschte Ansprechen zu erhalten. Eines dieser Signale könnte der Fehler zwischen dem Sollwinkel der Ausrichtung des Raumfahrzeugs und dem geschätzten Winkel sein. Ein anderer Fehler könnte der Fehler zwischen der Sollrate der Änderung des Winkels der Raumfahrzeugausrichtung und der geschätzten Rate der Änderung sein. Eine andere Option könnte der Integralregelungszustand sein, der aus dem Integral des ersten in diesem Absatz erwähnten Fehlersignals besteht oder dem Integral des Ausgangssignals des Sensors, der diesen Fehler direkt mißt. Des weiteren ist hier nur die Überwachung einer Drehachse beschrieben, tatsächlich gibt es für ein Raumfahrzeug jedoch drei zu überwachende Achsen. Dies bedeutet eine Verdreifachung der oben genannten Signale.
  • Bei der Anwendung der Erfindung wird festgestellt, daß für die Regelsysteme, die Integralregelungszustände verwenden, die Ausgangssignale an die Steilglieder, die aus Integralregelungszuständen resultieren und den Störungen entgegenwirken, während der Umschaltung der Verstärkung konstant bleiben sollten. Ansonsten würden die Komponenten des Ausgangssignals zur Kompensation der Störung sprungartig auf einen anderen Wert geändert werden, der sich von einem akzeptablen Wert, der vor der Umschaltung der Verstärkung festgelegt wurde, unterscheidet. Solch eine plötzliche Änderung in der Größenordnung des Ausgangssignals wäre unnötig, und desweiteren würde sie einen Einschwingvorgang für die vom Regelsystem zu beeinflussende Größe verursachen. In dem vorangehenden Beispiel, bei dem diese Größe das Beharrungsvermögen eines Raumfahrzeugs ist, würde der Einschwingvorgang als eine Transiente in den Drehmomenten bemerkbar, mit daraus resultierenden Transienten in den Änderungen der Winkel der Ausrichtung sowie der Ausrichtung selbst des Raumfahrzeugs.
  • Desweiteren wird bei der Anwendung der Erfindung festgestellt, daß eine Änderung der Verstärkung, während das Fehlersignal im wesentlichen Null ist, nur einen geringen unmittelbaren Effekt auf das Ausgangssignals des Reglers hat, da die Größenordnung Null, multipliziert mit einer von Null verschiedenen Verstärkung wiederum die Größenordnung Null für das Ausgangssignal des Reglers ergibt.
  • Die oben genannten Gesichtspunkte der Erfindung können wie folgt realisiert werden. Der Regelprozeß des Reglers der Anlage wird zur Bestimmung eines angemessenen Schwellenwerts für die Amplitude des Schleifenfehlersignals überwacht, wobei unterhalb dieses Werts der Schleifenfehler nur noch einen vernachlässigbaren Effekt auf das Ansprechen eines Stellglieds der Anlage hat. Solch ein Stellglied kann beispielsweise ein oben genanntes Gegenreaktionsrad oder eine Schubdüse sein. Damit kann durch eine Person ein Kriterium für einen maximalen Bereich eines Winkelfehlers und einen maximalen Bereich für die Änderungsrate des Winkels bestimmt werden, innerhalb dessen die Umschaltung der Verstärkung mit lediglich kleinen unmittelbaren Auswirkungen auf ein Stellglied durchführbar ist. Während des Betrieb des Regelsystems, bevor die Umschaltung der Verstärkung ausgeführt wird, wird das Schleifenfehlersignal überwacht, um ein Intervall zu bestimmen, in dem das Kriterium erfüllt ist und das Umschalten der Verstärkung ausgeführt werden kann. Beispielsweise kann die Bedingung für eine hohe Verstärkung vorliegen, um die Ausrichtung eines Raumfahrzeugs einzuregeln, bis das Raumfahrzeug ungefähr in die Sollausrichtung kommt. Daraufhin treten normalerweise Oszillationen relativ kleiner Amplitude in den Zustandsgrößen der Anlage auf, die die Amplituden der Schleifenfehlersignale in Wertebereiche der oben genannten Kriterien bringen, so daß die Umschaltung beginnen kann.
  • Auch wenn das Regelsystem Integralregelungszustände beinhaltet, wird zum Zeitpunkt der Umschaltung der Verstärkung jeder der relevanten Integralzustände um einen Faktor auf- oder abskaliert, um die Abnahme bzw. Zunahme in der Verstärkung zu kompensieren. Der Skalierungsfaktor entspricht dem Verhältnis der Verstärkung vor dem Umschalten zu der Verstärkung nach dem Umschalten. Dadurch ist gesichert, daß die Komponente des Ausgangssignals der Rückkoppelschleife, die der Störung entgegenwirkt, während der Umschaltung der Verstärkung konstant bleibt. Wenn abgewartet wird, bis das Schleifenfehlersignal das Umschaltkriterium erreicht, werden die Transienten verkleinert, die aufgrund der bestehenden hohen Verstärkungen in den Filtern/Schätzeinrichtungen durch rauschbehaftete Schätzwerte für die Zustandsgrößen verursacht werden. Oder es werden bei hoher Verstärkung in den Reglern, wenn ein Schwellenwert existiert, bei der Einstellung der Integralregelzustände (sofern vorhanden) gleichzeitig die Transienten reduziert, die von konstanten Störungen des zu regelnden Systems verursacht werden.
  • Um die Erfindung und ihre vielfach möglichen bevorzugten Ausführungen besser zu verstehen, werden einige Ausgestaltungen beispielhaft und in Bezug auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
  • Fig. 1: die schematische Darstellung eines Raumfahrzeugs das die Erde umkreist und
  • mit einem Lageregelungssystem ausgestattet ist, das nach dem Verfahren der Erfindung arbeitet;
  • Fig. 2: das Blockschaltbild eines Lageregelungssystems, die vom Raumfahrzeug mitgeführt wird; und
  • Fig. 3: ein Flußdiagramm, das die Verfahrensschritte der Erfindung darstellt.
  • Identisch gekennzeichnete Bauteile, die in verschiedenen Zeichnungen vorkommen, beziehen sich auf das gleiche Bauteil, müssen aber nicht in der Beschreibung aller Zeichnungen erwähnt sein.
  • In Fig. 1 ist dargestellt, wie ein Raumfahrzeug 20 auf einer Flugbahn 22 um die Erde 24 fliegt. Das Raumfahrzeug 20 trägt ein Erdsensor 26, das einen Punkt 28 auf der Erdoberfläche über die Sichtlinie 30 anpeilt. Des weiteren sind an dem Raumfahrzeug 20 Sonnensegel 32 angebracht, die Solarenergie einfangen, um die elektronische Ausrüstung 34 zu versorgen, die Funktionen wie Kommunikation und Steuerung der Fluglage des Raumfahrzeugs übernimmt. Eine Antenne 36 am Raumfahrzeug 20 ermöglicht die elektromagnetische Kommunikation mit einer Antenne 38 einer Bodenstation 40 auf der Erde 24. Die Änderung der Ausrichtung des Raumfahrzeugs wird über Schubdüsen 42 ausgeführt, wovon zwei in Fig. 1 abgebildet sind und mit Gegenreaktionsrädern 44, wovon eines in Fig. 1 abgebildet ist. Jedes Gegenreaktionsrad 44 ist über eine Achse 46 mit einem Antriebsmotor 48 verbunden, der das Gegenreaktionsrad 44 in Rotation versetzt. Die Schubdüsen 42 und das Gegenreaktionsrad 44 werden von einem Regelsystem 50 (in Fig. 2 dargestellt) gesteuert, welches aus elektronischen Komponenten in der Anlage 34 besteht. Eine Mittellinie oder Justierlinie 52 des Erdsensors 26 stellt die tatsächliche Ausrichtung des Raumfahrzeugs 20 dar. In diesem Beispiel weicht die Fluglage des Raumfahrzeugs von der Sollausrichtung ab, wie durch den Winkel A zwischen der Visierlinie 30 und der Justierlinie 52 veranschaulicht. Im weiteren Verlauf dieses Beispiels nimmt die Winkelabweichung A um die Rate R zu, wie durch den Pfeil in Fig. 1 vektoriell dargestellt. Zusätzlich zu dem Erdsensor 26 können weitere Sensoren für die Fluglage vorhanden sein, wie ein Sternverfolgungsgerät 54 und ein Lagekreisel 56.
  • Wie in Fig. 2 dargestellt, umfaßt das Regelsystem 50 einen Regler 58; Stellglieder oder Aktuatoren 60, wie Schubdüsen 42 und das Gegenreaktionsrad 44 (Fig. 1); das Raumfahrzeug 20, dessen Fluglage bzw. deren Beibehaltung eine Größe bildet, die vom Regelsystem 50 kontrolliert wird; Sensoren oder Sensoren 62, wie das Erdsensor 26 und das Sternverfolgungsgerät 54 und den Lagekreisel 56 (Fig. 1) für die Lageregelung des Raumfahrzeugs; eine Schätzeinrichtung 64; und einen Kombinatior 66 für die Signale, der die Abweichungen zwischen den Solleingangsgrößen und den rückgekoppelten oder rückgeführten Schätzwerten der Ausrichtung des Raumfahrzeugs liefert. Das Ausgangssignal des Kombinators 66 ist das Schleifenfehlersignal des Regelsystems 50. Der Kombinator 66 legt die Abweichung zwischen dem Sollwert der Eingangsgröße und dem zurückgeführten Schätzwert der Ausrichtung des Raumfahrzeugs an einen Eingang des Reglers 58, der seinerseits über eine Ausgleichsfunktion Ausgangssignale zur Wiederausrichtung des Raumfahrzeugs 20 liefert, um die oben genannte Abweichung zu minimieren. Die Eingangssollwerte beinhalten die Fluglage des Raumfahrzeugs und möglicherweise die Winkeländerungsrate der Fluglage. Die Steuersignale werden vom Regler 58 an die Stellglieder 60 weitergegeben. Die Stellglieder 60 werden entsprechend den Steuersignalen aktiviert, um das Raumfahrzeug 20 wieder auszurichten. Die sich daraus ergebende Fluglage des Raumfahrzeugs 20 wird von Sensoren 62 ausgemessen, die ihrerseits Signale an die Schätzeinrichtung 64 ausgeben, die die Fluglage wiedergeben. Die Beschreibung des Regelsystems 50 in Fig. 2 ist für eine einzige Koordinate abgefaßt, es versteht sich jedoch, daß in der Realität die Regelung in mehren Dimensionen erfolgt, wie zum Beispiel drei Richtungswinkel oder drei Größen zur Bestimmung der Umlaufbahn.
  • Die Signale, die von den Sensoren oder Sensoren 62 ausgegeben werden, können durch das in den Messungen der Ausrichtungswinkel des Raumfahrzeugs 20 vorhandene Rauschen oder durch Störungen, die auf das Raumfahrzeug 20 einwirken, und seine Fluglage von der durch den Regler 58 vorgegebenen abweichen lassen, verdorben sein. Beim Betrieb des Regelsystems 50 filtert die Schätzeinrichtung 64 die Signale des Sensors 62, um ihren Rauschanteil zu verringern. Die Filterung hat auch den Effekt, daß das dynamische Ansprechen der Rückkoppelschleife des Systems 50 beim Reagieren auf plötzliche Änderungen in der Ausrichtung des Raumfahrzeugs 20 verringert wird. Die Ansprechzeit des Filtervorgangs verhält sich umgekehrt proportional zu der Verstärkung der Schätzeinrichtung 64, so daß eine relativ hohe Verstärkung zu einer kürzeren Ansprechzeit und mehr Rauschen führt, während eine niedrigere Verstärkung zu einem langsameren Ansprechen und weniger Rauschen führt. Zum Beispiel kann eine plötzliche Lageänderung durch das Zünden einer Schubdüse 42 verursacht werden, um die Station an Ort und Stelle zu halten. Hierbei würde das Raumfahrzeug 20 eine Winkelverschiebung in seiner Fluglage während des Einschwingvorgangs (der Transiente) erfahren, solange es durch die Stellglieder 60 in seine Fluglage zurückgeführt wird. Die Transientenverschiebung des Winkels ist im Falle relativ hoher Verstärkungen in der Schätzeinrichtung 64 und im Regler 58 relativ klein, nimmt aber mit einer Verringerung der Verstärkung zu.
  • Die Störung in der Fluglage des Raumfahrzeugs kann durch viskose Reibung in den Lagern des Gegenreaktionsrads 44 oder durch den Strahlungsdruck des Sonnenlichts auf die Sonnensegel 32 verursacht werden. Beide dieser Störungsquellen üben ein Drehmoment aus, das das Raumfahrzeug aus einer Sollposition ablenkt. Diese Abweichung wird über einen Integrator 67 über die Integration des Winkelfehlers der Ausgangssignale der Sensoren gemessen. Sie zeigt sich als üblicherweise konstante Komponente im Signal der Sensoren bezogen auf einen Integralzustand des Regelsystems 50. Alternativ dazu kann der Winkelfehler direkt von einem Sensor 62 erhalten werden, wie beispielsweise einem Erdsensor, und kann über eine Schnittstelle A an den Integrator 67 angelegt werden. Als Reaktion auf den Wert des Integralzustands gibt der Regler 58 ein zusätzliches Steuersignal an das Stellglied 60 ab, um ein Drehmoment zu erzeugen, das dem Drehmoment der Störung entgegenwirkt.
  • Die Schätzeinrichtung 64 überprüft auch die Meßsignale um Änderungsraten in der Winkellage des Raumfahrzeugs zu bestimmen. Alternativ kann der Sensor auch (hier nicht dargestellt) eine Winkeländerungsrate ausgeben. In diesem Falle muß diese Funktion nicht vom Schätzglied 64 übernommen werden. Um den Betrieb der Schätzeinrichtung 64 zu erleichtern und ein schnelleres Ansprechen zu erhalten, ist es nützlich, über eine Leitung 68 das Auftreten eines Drehmoments, wie das Drehmoment bei der anstehenden Zündung einer Schubdüse, vorher vom Regler 58 an die Schätzeinrichtung 64 weiterzuleiten, so daß die Schätzeinrichtung 64 diesen Faktor in ihre Berechnungen einbeziehen kann. Die Auswahl der Verstärkungsfaktoren, um hohe oder niedrige Verstärkungen im Regler 58 und in der Schätzeinrichtung 64 zu erhalten, wird von einer Verstärkungsregelungseinheit 70 unter Kontrolle einer Logikeinheit 72 getroffen.
  • In Fig. 3 beginnt das erfindungsgemäße Verfahren bei Block 74, wobei die Logikeinheit 72 (Fig. 2) festlegt, ob die Verstärkung erhöht wird. Diese Entscheidung basiert auf Winkel- und Fehlersignalen der Winkeländerung, die von dem Kombinator 66 generiert werden. Wenn die Erhöhung der Verstärkung notwendig ist, wird das Verfahren bei Block 76 fortgesetzt, wobei dieser Verfahrensschritt auf alle Schleifenfehlersignale und nicht auf die Integralregelungszustände des Regelsystems 50 angewendet wird. Der Verfahrensschritt bei Block 76 wird bei der anfänglichen Einrichtung des Regelsystems 50 ausgeführt, wobei ein Kriterium für die Umschaltung von niedriger auf hohe Verstärkung ohne nennenswerte Störung des Ansprechens der Stellglieder 62 festgelegt wird. Das Verfahren wird bei Block 78 fortgesetzt, wobei alle Schleifenfehlersignale, nicht jedoch die Integralzustände, überprüft werden, um zu bestimmen, ob ihre Werte innerhalb der Grenzen des Kriteriums von Block 76 liegen. Wenn die Bedingungen erfüllt sind, geht das Verfahren zum Verzweigungspunkt 80 weiter, ansonsten wird eine Warteschleife 82 durchlaufen, um die Schleifenfehlersignale bei Block 78 weiter zu überprüfen.
  • An den Verzweigungspunkten 80 und 94 wird, wie vom Planer des Regelsystems, der die Erfindung verwendet vorgesehen, entschieden, ob die Blöcke 86 und 98 mit ihren logischen Schritten im Verfahren angewendet werden. Die Blöcke 86 und 98 sind optional und werden nur angewandt, wenn das Regelsystem Integralzustände verwendet. Bei Nicht-Anwendung von Block 86, geht das Verfahren von Block 78 unmittelbar zu Block 84. Wenn der Block 86 jedoch angewendet wird, geht das Verfahren von Block 78 über Block 86 nach Block 84. Wenn Block 86 vorhanden ist, wird für jeden Integralregelungszustand eine Auswahl des Stellglieds getroffen, das bezüglich des Produkts seiner hohen Verstärkung und des Integralregelungszustands am empfindlichsten ist. Das empfindlichste Stellglied kann beim Entwurf des Regelsystems festgelegt und in einem (nicht abgebildeten) Speicher der Logikeinheit 72 gespeichert werden. Daraufhin wird jeder Integralregelungszustand mit einer Skalierung seiner Amplitude verändert. Die Skalierung kann außerhalb des Kombinators 66 erfolgen, um an den Regler 58 ein verkleinertes Signal des Integralzustands abzugeben. Die Verkleinerung des Werts des Integralregelungszustands entspricht in ihrer Größenordnung dem Verhältnis zwischen niedriger und hoher Verstärkung. Dadurch entspricht, nach der Ausführung der Verstärkungsumschaltung, das Produkt aus Integralregelungszustand und Verstärkung dem gleichen Wert vor und nach der Verstärkungsumschaltung. Weiterhin wird das Verfahren bei Block 84 fortgesetzt, um die Verstärkungsumschaltung auszuführen. Nachdem bei Block 84 die Verstärkung umgeschaltet wurde, kehrt das Verfahren zu Block 74 zurück.
  • Wenn bei Block 74 festgelegt wird, daß keine Umschaltung zu höherer Verstärkung erfolgt, wird das Verfahren zu Block 88 weitergeleitet, bei dem festgelegt wird, ob das Umschalten von hoher auf niedrige Verstärkung erfolgt. Wenn bei Block 88 bestimmt wird, daß das Umschalten auf niedrige Verstärkung nicht notwendig ist, wird der Vorgang in einer Warteschleife zu Block 74 zurückgeleitet, wobei der Vorgang zwischen den Blöcken 74 und 88 zirkuliert, bis in der Lageregelung des Raumfahrzeugs durch das System 50 eine Situation auftritt, bei der das Umschalten der Verstärkung vorteilhaft wäre.
  • Wenn bei Block 88 bestimmt wird, daß das Umschalten auf niedrigere Verstärkung zu erfolgen hat, wird das Verfahren bei Block 90 fortgesetzt, wobei hier ein Kriterium zur Umschaltung von hoher auf niedrige Verstärkung ohne wesentliche Störung des Ansprechens der Stellglieder bestimmt wird. Daraufhin wird das Verfahren bei Block 92 fortgesetzt, wobei alle Schleifenfehlersignale, jedoch nicht die Integralzustände, geprüft werden, um festzustellen, ob ihre Werte innerhalb den Grenzwerten des Kriteriums von Block 90 liegen. Wenn die Bedingung erfüllt ist, wird der Vorgang zum Verzweigungspunkt 94 weitergeleitet, ansonsten wird er über eine Warteschleife 96 zurückgeleitet, um bei Block 92 weitere Überprüfungen der gemessenen Zustände durchzuführen.
  • An den Verzweigungspunkten 80 und 94 wird, wie oben ausgeführt und vom Planer des Regelsystems, der die Erfindung verwendet, vorgesehen, entschieden, ob die Blöcke 86 und 98 mit ihren logischen Schritten im Verfahren angewendet werden. Die Blöcke 86 und 98 sind optional und werden nur angewandt, wenn das Regelsystem Integralzustände verwendet. Bei Nicht-Anwendung von Block 98, geht das Verfahren von Block 92 unmittelbar zu Block 84. Wenn der Block 86 jedoch angewendet wird, geht das Verfahren von Block 92 über Block 98 nach Block 84. Wenn Block 98 vorhanden ist, wird für jeden Integralregelungszustand eine Auswahl des Stellglieds getroffen, das bezüglich des Produkts seiner hohen Verstärkung und des Integralregelungszustands am empfindlichsten ist. Das empfindlichste Stellglied kann beim Entwurf des Regelsystems festgelegt und in einem (nicht abgebildeten) Speicher der Logikeinheit 72 gespeichert werden. Daraufhin wird jeder Integralregelungszustand mit einer Skalierung seiner Amplitude verändert. Die Skalierung kann außerhalb des Kombinators 66 erfolgen, um an den Regler 58 ein verkleinertes Signal des Integralzustands abzugeben. Die Verkleinerung des Werts des Integralregelungszustands entspricht in ihrer Größenordnung dem Verhältnis zwischen niedriger und hoher Verstärkung. Dadurch entspricht, nach der Ausführung der Verstärkungsumschaltung, das Produkt aus Integralregelungszustand und Verstärkung dem gleichen Wert vor und nach der Verstärkungsumschaltung. Weiterhin wird das Verfahren bei Block 84 fortgesetzt, um die Verstärkungsumschaltung auszuführen. Nachdem bei Block 84 die Verstärkung umgeschaltet wurde, kehrt das Verfahren zu Block 74 zurück.
  • Angesichts des oben beschriebenen Verfahrens der Erfindung kann das Regelsystem 50 die Umschaltung der Verstärkung bei verbesserter Leistung ohne die Nachteile eines Einschwingvorgangs bzw. Transiente ausführen.

Claims (7)

1. Verfahren zum Betreiben eines Regelsystems, welches der Verhinderung der Entstehung von Einschwingvorgängen während eines Umschaltens der Größe eines Verstärkungsfaktors innerhalb des Regelsystems dient, um eine Anlage in Gegenwart einer möglichen Störfunktion zu betreiben, wobei das Regelsystem einen Regler (58) aufweist, wobei das Verfahren die Schritte des Anlegens eines Treibersignals an eine Betätigungseinrichtung (60) des Systems zum Betreiben der Anlage (20) und des Auswertens einer Differenz zwischen Sollzuständen der Anlage und den Schätzungen der Anlagenzustände umfaßt, gekennzeichnet durch die Schritte des Beobachtens der Differenz zum Zwecke der Feststellung eines Auftretens einer Größe der Differenz, welche in einen Wertebereich fällt, der ein vorgegebenes Kriterium erfüllt, und des Umschaltens eines Wertes des Verstärkungsfaktors während des Auftretens.
2. Verfahren zum Betreiben eines Regelsystems nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerteschritt das Auswerten eines Teils eines Reglereingangssignals beinhaltet, welcher keine Integralregelungszustände enthält und welcher eine Differenz zwischen Sollzuständen der Anlage und Schätzungen der Anlagenzustände umfaßt, und wobei das Verfahren des weiteren die Schritte des Unterscheidens zwischen Schätzungen der Anlagenzustände und der Integralregelungszustände, wobei die Integralregelungszustände innerhalb des Regelsystems generiert werden, um das Treibersignal an die Betätigungseinrichtung aufrechtzuerhalten, damit den Störungen der Anlage entgegengewirkt wird, und des gleichzeitig mit dem Schaltschritt durchzuführenden Skalierens einer Amplitude des Integralzustands mit einem Faktor umfaßt, welcher invers zu einem Verhältnis der geschalteten Verstärkungswerte ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelsystem in einem Vorwärtszweig des Systems den Regler (58) und in dem Rückführzweig eine Schätzeinrichtung (64) aufweist, wobei der Unterscheidungsschritt an einer Eingangsstelle in den Regler durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Anlegens des Treibersignals an die Betätigungseinrichtung (60) über den Regler durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es des weiteren einen Schritt des Feststellens umfaßt, ob ein Schleifenfehlersignal des Regelsystems das Kriterium vor dem Verstärkungsschaltschritt erfüllt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kriterium ein Kriterium mit minimaler Wirkung auf die Betätigungseinrichtung (60) ist und der das Kriterium einrichtende Schritt zur Durchführung des Skalierungsschritts bei einem Anstieg des Verstärkungsfaktors von einer geringen Verstärkung auf eine hohe Verstärkung vollzogen wird, indem unter den mehreren Aktuatoren der Betätigungseinrichtung ein Aktuator gefunden wird, welcher gegenüber einem Produkt aus dem hohen Verstärkungsfaktor und dem Integralregelungszustand am empfindlichsten ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der das Kriterium einrichtende Schritt zur Durchführung des Skalierungsschritts bei einem Abfall des Verstärkungsfaktors von einer hohen Verstärkung auf eine geringe Verstärkung vollzogen wird, indem unter mehreren Aktuatoren der Betätigungseinrichtung (60) ein Aktuator gefunden wird, welcher gegenüber einem Produkt aus dem geringen Verstärkungsfaktor und dem Integralregelungszustand am empfindlichsten ist.
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