DE69703247T2 - In dosen abgefülltes mehrschichtiges haustierfutter - Google Patents
In dosen abgefülltes mehrschichtiges haustierfutterInfo
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Description
- Diese Erfindung betrifft ein in Dosen abgefülltes Tierfutter-Produkt, das Schichten mit unterschiedlicher Erscheinung und Textur enthält. Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Herstellen des in Dosen abgefüllten Tierfutter-Produkts.
- In Dosen abgefüllte Tierfutter sind gewöhnlich in zwei Formen erhältlich: als Hackbraten und als brockenartige Produkte. Hackbraten sind besonders gut bekannt. Sie werden gewöhnlich durch Zerkleinern von rohem Fleischmaterial und Vermischen mit Wasser, Salz, Gewürzen, Konservierungsmitteln, gelierenden Agenzien und, wenn erforderlich, Fetten hergestellt, um einen Teig bereitzustellen. Der Teig wird dann erhitzt. Der erhitzte Teig wird anschließend in Dosen gefüllt, um nach dem Erhitzen und Abkühlen, einem Hackbraten zu bilden.
- Diese Hackbratenprodukte sind allgemein beliebt, da sie leicht herzustellen, leicht zu verdauen, für Tiere sehr schmackhaft und leicht formulierbar sind, um erforderliche Nährstoffe und Spurenelemente zu enthalten. Sie liegen jedoch in Form einer gleichförmigen, homogenen Masse vor, der das faserige und brockenartige Erscheinungsbild von Fleisch fehlt. Dies kann für Tierfutter ein Nachteil sein, da ein fleischähnliches Erscheinungsbild die Akzeptanz durch den Konsumenten deutlich erhöhen kann.
- Die Produkte vom Brockentyp überwinden diese Schwierigkeit, da sie formulierte Emulsionen darstellen, die das Erscheinungsbild von Fleisch simulieren. Ein Beispiel derartiger formulierter Emulsionen wird in der US-P-4,781,939 beschrieben. Die in dem Patent beschriebene formulierte Fleischemulsion wird zuerst durch Bilden einer Fleischemulsion aus einer Fleischquelle hergestellt. Trockene Zutaten, wie proteinhaltige Materialien (beispielsweise Weizengluten und Sojamehl), Vitamine, Mineralien und ähnliches werden dann in die Fleischemulsion gemischt, um eine viskose Emulsion bereitzustellen. Die viskose Emulsion wird dann durch eine Hochgeschwindigkeitsemulsionsmühle geführt, in der die Emulsion schnell auf eine Temperatur im Bereich von 102ºC bis 118ºC erhitzt wird. Die die Emulsionsmühle verlassende Emulsion wird in ein Lagerrohr überführt, wobei das Protein in der Emulsion koaguliert, und ein festes Emulsionsprodukt bildet. Dieses feste Emulsionsprodukt wird dann in Brocken geschnitten. Die Brocken sind stark gefasert und ähneln in Erscheinungsbild und Textur natürlichen Fleischbrocken.
- Ein weiteres Beispiel dieser formulierten Emulsionen wird in der US-P-5, 132,137 offenbart. Bei diesem Verfahren wird jedoch die viskose Emulsion in der Emulsionsmühle auf eine viel niedrigere Temperatur als bei dem in der US-P-4,781,939 offenbarten Verfahren von 40 bis 70ºC erhitzt. Die erhitzte Emulsion braucht länger um zu koagulieren und wird deshalb für eine längere Zeitdauer in einem Lagerrohr gehalten. Die Emulsion wird dann stangenförmig geformt und in einem Ofen bei einer Kerntemperatur von 70 bis 950C gebacken.
- In Dosen abgefüllte Tierfutter-Produkte, die eine Kombination von Hackbraten und Produkten des Brockentyps sind, sind ebenfalls bekannt. Diese Produkte werden aus einer Grundsubstanz aus Hackbraten gebildet, welcher Stücke formulierter Emulsionsprodukte umgibt.
- Es besteht jedoch ein Bedarf nach in Dosen abgefüllten Tierfutter-Produkten, welche neue und interessante Texturen und Erscheinungsbilder aufweisen, um das Interesse des Konsumenten weiter zu stimulieren.
- Folglich stellt die Erfindung in einem Aspekt ein in Dosen abgefülltes Tierfutter-Produkt bereit, das umfasst:
- eine Basisschicht, die feste Nahrungsmittelbrocken in einer Tunke umfasst, wobei die Tunke etwa 20 bis zu etwa 40 Gew.-% der Basisschicht umfasst und eine obere Schicht, die ein im Wesentlichen festes Nahrungsmittel umfasst, das die Basisschicht stabilisieren kann, wenn das Tierfutter-Produkt umgedreht wird, wobei das im Wesentlichen feste Nahrungsmittel etwa 20 bis zu etwa 80 Gew.-% des Tierfutter-Produkts umfasst.
- Nach dem Öffnen einer Tierfutter-Dose schüttelt der Konsument oft den Inhalt in den Tiernapf oder den Teller. Deshalb wird das, was die Basisschicht war, in dem Tiernapf oder dem Tierteller die obere Schicht. Aus diesem Grund wird dem Konsumenten eine attraktive Schicht aus festen Nahrungsmittelbrocken in einer Tunke über einer klar bestimmten Schicht aus im Wesentlichen festen Nahrungsmittel dargeboten.
- Die festen Nahrungsmittelbrocken in der Basisschicht sind vorzugsweise ein formuliertes Emulsionsprodukt mit dem fasrigen Erscheinungsbild von natürlichem Fleisch. Das formulierte Emulsionsprodukt umfasst vorzugsweise etwa 65 bis etwa 95 Gew.-% Fleischmaterial und etwa 5 bis zu 35 Gew.-% proteinhaltiges Material. Das formulierte Emulsionsprodukt kann, wenn gewünscht, in der Form von Flocken vorliegen.
- Die Tunke umfasst vorzugsweise Wasser und etwa 2 bis etwa 8 Gew.-% Stärke, beispielsweise etwa 4 Gew.-% Stärke. Die Stärke ist vorzugsweise eine Temperatur-empfindliche Stärke, derart, dass deren Viskositäts-erhöhenden Eigenschaften nach dem Erhitzen verringert sind. So ist insbesondere bevorzugt, dass die Tunke eine Anfangs = Viskosität im Bereich von etwa 350 bis etwa 1000 mPas vor dem Erhitzen der Dose, jedoch eine niedrigere Viskosität nach dem Erhitzen aufweist. Es ist besonders bevorzugt, dass die Tunke eine Anfangs-Viskosität von etwa 500 bis etwa 700 mPas, beispielsweise 600 mPas, aufweist.
- Die Basisschicht weist vorzugsweise einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 60 bis etwa 70 Gew.-% auf. Es ist besonders bevorzugt, dass die Basisschicht einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 62 bis etwa 64 Gew.-%, beispielsweise 63 Gew.-%, aufweist.
- Das im Wesentlichen feste Nahrungsmittel ist vorzugsweise ein gelierter Hackbraten, gekochter Reis, gekochte Nudeln oder Aspik oder Gemische davon. Das Aspik kann Nahrungsmittelbrocken, wie gekochte Gemüsestücke, enthalten.
- Falls das feste Nahrungsmittel ein gelierter Hackbraten ist, weist die obere Schicht vorzugsweise einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 70 bis zu 85 Gew.-% auf.
- Während des Einfüllens weist die obere Schicht vorzugsweise eine Viskosität im Bereich von etwa 2500 bis etwa 4000 mPas auf. Eine Viskosität in dem Bereich von etwa 3000mPas ist besonders bevorzugt.
- Diese Erfindung stellt in einem anderen Aspekt ein Verfahren zur Herstellen eines in Dosen gefüllten Tierfutter-Produktes mit wenigstens zwei Schichten bereit, wobei das Verfahren umfasst, Einfüllen einer Basisschicht mit festen Nahrungsmittelbrocken in einer Tunke in eine Dose, wobei die Tunke eine Viskosität im Bereich von etwa 350 bis zu etwa 1000 mPas aufweist, und etwa 20 bis zu 40 Gew.-% der Basisschicht ausmacht, Einfüllen einer oberen Schicht in die Dose, wobei die obere Schicht ein absetzbares Nahrungsmittel mit einer Viskosität im Bereich von etwa 2500 bis zu etwa 4000 mPas aufweist und beim Abkühlvorgang ein im Wesentlichen festes Nahrungsmittel ausbildet, wobei das im Wesentlichen feste Nahrungsmittel etwa 20 bis zu 80 Gew.-% der oberen Schicht und Basisschicht ausmacht, Abdichten der Dose und Erhitzen der abgedichteten Dose.
- Vorzugsweise wird die Basisschicht in die Dose gefüllt, um etwa 30 bis zu etwa 50 Gew.- % der oberen Schicht und der Basisschicht bereitzustellen.
- In einem noch weiteren Aspekt stellt diese Erfindung ein in Dosen abgefülltes Tierfutter- Produkt mit wenigstens zwei Schichten bereit, das nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren erzeugt wird.
- Ausführungsformen der Erfindung werden nun lediglich beispielhaft beschrieben. Um das Tierfutter-Produkt herzustellen, müssen ein Gemisch aus festen Nahrungsmittelbrocken in einer Tunke und ein absetzendes Nahrungsmittel getrennt zubereitet werden.
- a) Zubereitung der festen Nahrungsmittelbrocken in Tunke:
- Das Gemisch von festen Nahrungsmittelbrocken in einer Tunke kann durch einfaches Mischen von festen Fleischbrocken, anderem Material oder beidem und einer Tunke zubereitet werden. Das Fleischmaterial kann aus jeder geeigneten Fleischquelle stammen, beispielsweise Muskel- oder Skelettfleisch, Fleischnebenprodukten oder einem Gemisch von Fleisch und Fleischnebenprodukten. Das Fleischmaterial kann in Form von Brocken oder Flocken vorliegen. Falls jedoch Fleischmaterial verwendet wird, ist es bevorzugt, wenn die festen Nahrungsmittelbrocken ein formuliertes Emulsionsprodukt sind. Feste Brocken oder anderes Material, wie gekochte Reiskörner, Pasta oder Nudeln, Gemüsestücke und ähnliches können ebenfalls verwendet werden.
- Falls ein formuliertes Emulsionsprodukt verwendet wird, kann es durch jedes geeignete Verfahren hergestellt werden, beispielsweise mit in den US-P-4,781,939 und US-P-5,132,137 beschriebenen Verfahren. Bei diesen Verfahren wird ein Fleischmaterial zu einer Fleischemulsion geformt, gewöhnlich durch Zerkleinern und dann Emulgieren der Brocken des Fleischmaterials. Das Fleischmaterial kann aus jeder geeigneten Quelle tierischen Eiweißes stammen, wie beispielsweise Muskel- oder Skelettfleisch von Säugetieren, Geflügel, Fisch oder Fleischnebenprodukten, wie Herzen, Leber, Nieren, Zunge oder ähnlichem. Die genaue Zusammensetzung kann gemäß den Kosten oder dem gewünschten Geschmack ausgewählt werden. Das Fleischmaterial kann vor dem Zerkleinern vorzugsweise in gefrorener Form vorliegen. Alternativ oder zusätzlich, kann das Fleischmaterial in Form von Fleischmehl vorliegen, wie Geflügelmehl, Fischmehl, rotes Fleischmehl und Gemischen davon. Wiederum kann die genaue Zusammensetzung gemäß den Kosten und dem gewünschten Geschmack ausgewählt werden. Gemische irgendeines der Vorstehenden können ebenfalls verwendet werden. Das Emulgiern kann mit jeder geeigneten Ausrüstung ausgeführt werden.
- Gewöhnlich wird ein proteinhaltiges Material zu der Emulsion gegeben, um die Stabilität und das Bindungsverhalten zu verbessern. Das proteinhaltige Material kann aus einer pflanzlichen oder tierischen Proteinquelle stammen, beispielsweise Weizengluten, Sojamehl, Sojaproteinkonzentrat, reines Sojaprotein, Protein von Eiern, Molke, Casein etc.. Die genaue Auswahl wird von der Zugänglichkeit, den Kosten und der Schmackhaftigkeit abhängen. Gewöhnlich werden etwa S% bis zu 35% des proteinhaltigen Materials verwendet.
- Wenn gewünscht oder erforderlich können der Emulsion Fette zugegeben werden. Gewöhnlich muß die Fettmenge in der Emulsion gesteuert werden, um das Verarbeiten zu erleichtern und ein akzeptables Produkt zu erhalten. Das Fleischmaterial kann jedoch leicht die gewünschte Menge an Fetten enthalten und folglich ist eine Einstellung nicht erforderlich. Gewöhnlich enthält die Emulsion in diesem Stadium einen maximalen Fettgehalt von etwa 25 Gew.-%. Vorzugsweise liegt die Fettmenge in der Emulsion im Bereich von etwa 5 bis zu 15 Gew.-%, mehr bevorzugt bei etwa 7 bis zu 12 Gew.-%. Das Massenverhältnis von Protein zu Fett beträgt vorzugsweise etwa 1 : 1 bis zu etwa 7 : 1. Falls zugegesetzt, können die Fette alle geeigneten tierischen Fette sein, beispielsweise Talg, oder andernfalls pflanzliche Fette.
- Zusätzliche Zutaten, wie Zucker, Salze, Gewürze, Würze, Geschmacksstoffe, Mineralien und ähnlichem können der Emulsion ebenfalls zugesetzt werden. Die Menge der verwendeten zusätzlichen Zutaten liegt vorzugsweise derart, dass sie etwa 1 bis zu etwa 5 Gew.-% des formulierten Emulsionsprodukts ausmachen.
- Wasser kann ebenfalls zugegesetzt werden, um von etwa 45 bis zu 80 Gew.-% der Feuchtigkeit in der Emulsion bereitzustellen. Falls genügend Feuchtigkeit in dem Fleischmaterial vorhanden ist, braucht kein Wasser zugesetzt werden.
- Sobald die Emulsion gemischt wurde, wird sie vorzugsweise durch eine Vakuum- Stopfvorrichtung oder ein vergleichbares entlüftendes Gerät geführt. Dieses entfernt Luft, welche andernfalls eine Uneinheitlichkeit des formulierten Emulsionsproduktes verursachen kann und sein fleischähnliches Erscheinungsbild verringert.
- Die Emulsion wird dann einer Emulsionsmühle zugeführt, welche die Emulsion rascher mechanischer Erhitzung und Scherung unterwirft. Jede geeignete Emulsionsmühle kann verwendet werden, beispielsweise die in US-P-5,132,137 offenbarte Emulsionsmühle. Andere geeignete Emulsionsmühlen sind im Handel unter dem Markennamen Trigonal erhältlich und können von der Siefer Maschinenfabrik GmbH & Co KG, Bahnhofsstrasse 114, Postfach 101008, Verlbert 1, Deutschland erhalten werden.
- Die Temperatur der Emulsion wird in der Emulsionsmühle in ein paar Sekunden bis zu der gewünschte Koagulationstemperatur erhöht. Beispielsweise kann die Temperatur von etwa 100ºC bis auf etwa 120ºC erhöht werden. Alternativ kann die Temperatur im Bereich von etwa 45ºC bis auf 75ºC erhöht werden, wie es in der US-P-5,1132,137 beschrieben wird. Gewöhnlich reicht die in der Emulsionsmühle erzeugte mechanische Energie aus, um die Emulsion zu erhitzen, dieses kann jedoch durch die Einspritzung durch überhitzten Dampf ergänzt werden.
- Die die Emulsionsmühle verlassende erhitzte Emulsion wird dann in ein Lagerrohr überführt. In dem Lagerrohr koaguliert die erhitzte Emulsion, während sie sich langsam entlang des Lagerrohrs bewegt. Die Verweildauer der erhitzten Emulsion in dem Lagerrohr ist ausreichend, so dass die Emulsion beim Erreichen des Ausgangs des Lagerrohrs zu einem festen Emulsionsprodukt koaguliert ist.
- Das das Lagerrohr verlassende feste Emulsionsprodukt wird dann zu einer Schneidevorrichtung überführt, wo es in Brocken von geeigneter Größe für die Verwendung als Tierfutter geschnitten wird. Die Brocken werden, wenn gewünscht, einem Flocken erzeugenden Verfahren ausgesetzt.
- Andere Typen von Tierfutter-Brocken können ebenfalls verwendet werden. So kann beispielsweise die Emulsion anstatt einer Emulsionsmühie ausgesetzt zu werden, beispielsweise in einem Mischer-Kocher auf eine Temperatur oberhalb von etwa 65ºC erhitzt werden. Dampf kann, wenn gewünscht, in die Emulsion eingespritzt werden. Dann kann die erhitzte Emulsion extrudiert, gekühlt und in Brocken geschnitten werden.
- Die Tunke oder Soße wird aus Wasser, Stärke und geeigneten Geschmacksstoffen hergestellt und sollte etwa 20 bis zu etwa 40 Gew.-% des Gemisches aus festen Brocken und Tunke umfassen. Die verwendete Menge Stärke ist ausreichend, um eine Tunke mit einer Viskosität von etwa 350 bis zu 1000mPas bereitzustellen, beispielsweise können bis zu etwa 8 Gew.-% verwendet werden. Die Stärke ist vorzugsweise derart, dass sich deren Viskosität erhöhenden Eigenschaften während des Erhitzen des in Dosen abgefüllten Tierfutters verringern. Diese Stärken, die allgemein als modifizierte Stärken zum Füllen von erhitzten Nahrungsmitteln bekannt sind, sind von der Staley Manufacturing Company (2200 E. Eldorado Street. Decatur, Illinois 62525, USA) und von der National Starch and Chemical Company (10 Finderne Avenue, Bridgewater, New Jersey 08807) im Handel erhältlich.
- Anstelle von oder zusätzlich zu der Stärke können eine oder mehrere pflanzliche Gummistoffe in den Tunke eingetragen werden. Geeignete pflanzliche Gummistoffe sind Kappa- Karrageen, Johannisbrotbaum-Gummi, Guaran und Xanthan-Gummi.
- b) Zubereitung des absetzbaren Nahrungsmittel:
- Falls ein gelierter Hackbraten als im Wesentlichen festes Nahrungsmittel ausgewählt wird, ist das absetzbare Nahrungsmittel ein Fleischteig. Der Fleischteig kann durch Emulgieren eines geeigneten Fleischmaterials zubereitet werden, um eine Fleischemulsion zu erzeugen. Das Fleischmaterial kann aus jeder geeigneten Fleischquellle stammen, beispielsweise aus den Vorstehenden. Geeignete, gelierende oder verdickende Mittel, beispielsweise pflanzliche Gummistoffe wie Kappa-Karrageen, Johannisbrotbaum-Gummi, Guaran und Xanthan-Gummi können der Emulsion zugesetzt werden. Gewöhnlich sind nicht mehr als 2 Gew.-% an gelierenden oder verdickenden Mitteln erforderlich.
- Zusätzliche Zutaten wie Zucker, Salze, Gewürze, Würze, Geschmacksstoffe, Mineralien und ähnliche können der Emulsion ebenfalls zugesetzt werden. Die Menge der zusätzlichen verwendeten Zutaten ist vorzugsweise derart, dass sie etwa 0,25 bis zu etwa 5 Gew.-% des Fleischteigs ausmachen.
- Wasser kann der Fleischemulsion ebenfalls zugegeben zu werden, um etwa 70 bis zu etwa 85 Gew.-% bereitzustellen. Falls in dem Fleischmaterial ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, braucht kein Wasser zugegeben werden.
- Die Fleischemulsion wird dann auf eine Temperatur über etwa 65ºC in einem Mischer- Kocher erhitzt. Dampf kann, wenn gewünscht, in den Fleischteig eingespritzt werden. Die erhitzte Fleischemulsion wird dann wieder emulgiert, um den Fleischteig bereitzustellen und der Fleischteig wird bei einer Temperatur von oberhalb etwa 60ºC gehalten, bis er gebraucht wird. In diesem Stadium weist der Fleischteig eine Viskosität im Bereich von etwa 2500 bis zu etwa 4000 mPas auf.
- Alternativ kann das im Wesentlichen feste Nahrungsmittel gekochter Reis, gekochte Nudeln oder beides sein. In diesem Fall kann das ababsetzbare Nahrungsmittel frisch gekochter Reis oder Nudeln sein. Während dem Abkühlen bilden der frisch gekochte Reis oder die frisch gekochten Nudeln eine im Wesentlichen feste Schicht. Geeignete gelierende oder verdickende Agenzien, beispielsweise pflanzliche Gummistoffe wie Kappa-Karrageen, Johannisbrotbaum- Gummi, Guaran und Xanthan-Gummi, können, wenn gewünscht, dem Reis und den Nudeln zugesetzt werden. Gewöhnlich sind nicht mehr als etwa 2 Gew.-% an gelierenden oder verdickenden Agenzien erforderlich.
- Zusätzliche Zutaten, wie Zucker, Salze, Gewürze, Würze, Geschmacksstoffe, Mineralien oder ähnliche können dem Reis oder den Nudeln ebenfalls zugesetzt werden. Die Menge der zusätzlichen verwendeten Bestandteile ist vorzugsweise derart, dass sie etwa 0,25 bis zu etwa 5 Gew.-% des absetzbaren Nahrungsmittel ausmachen.
- Alternativ kann das im Wesentlichen feste Nahrungsmittel ein Aspik sein, beispielsweise ein Aspik, der gekochtes Gemüsestücke enthält. Der Aspik kann auf herkömmliche Weise zubereitet werden. Zusätzliche Zutaten, wie Zucker, Salze, Gewürze, Würze, Geschmacksstoffe, Mineralien oder ähnliche können ebenfalls dem Aspik zugesetzt werden. Die Menge der zusätzlich verwendeten Zutaten ist vorzugsweise derart, dass sie etwa 0,25 bis zu etwa 5 Gew.-% des Aspiks ausmachen.
- c) Abfüllen in Dosen
- Das Gemisch aus festen Nahrungsmittelstücken und Tunke und absetzbarem Nahrungsmittel wird dann geeigneten Abfülmaschinen zugeführt, eine zum Abfüllen der festen Nahrungsmittelbrocken und Tunke und eine zum Abfüllen des absetzbaren Nahrungsmittels. Zum Abfüllen der festen Nahrungsmittelbrocken und Tunke ist ein Taschen-Abfüllen besonders geeignet. Taschen-Abfüllvorrichtungen sind im Handel erhältlich, beispielsweise von Luthi Machinery and Engineering Co., Inc (1726 W. 180th Street, Gardena California, 90248, USA), Carruthers Equipment Company (1815 N. W. Warrenton Drive, Warrenton, Oregon 97146, USA) und Zilli & Bellini SPA (Via Benedetta, 85/A, 43100 Parma, Italien). Geeignete Abfüllvorrichtungen zum Abfüllen des absetzbaren Nahrungsmittels sind im Handel erhältlich von Hema USA Inc (426 W. Universal Circle, Sandy, Utah 84070, USA), PRC (2582 S. Tejon Street, Englewood, Colorado 80110, USA). Während des Abfüllens sollte das absetzbare Nahrungsmittel bei einer Temperatur oder anderen Bedingungen gehalten werden, die das Absetzen verhindern.
- Eine abgemessene Menge des Gemisches der festen Nahrungsmittelbrocken und der Tunke werden in jede in die Taschen-Abfüllvorrichtung einrückende Dose in einer bestimmten Schicht eingefüllt, die etwa 20% bis zu 80% des Volumen oder des Gewichts des Produkts ausmacht. Beispielsweise kann die Schicht etwa 30% bis etwa 70% des Volumen oder des Gewichts des Produkts ausmachen. Die Dosen werden dann einer getrennten Maschine zum Abfüllen des absetzbaren Nahrungsmittel zugeführt. Eine abgemessene Menge des absetzbaren Nahrungsmittels wird dann über das Gemisch fester Nahrungsmittelbrocken und Tunke zugeführt. Aufgrund der Dichte und der Viskosität des Gemischs der festen Nahrungsmittelbrocken und Tunke und der Dichte und Viskosität des absetzbaren Nahrungsmittels werden deutliche und unterschiedliche Schichten in der Dose gebildet. Trotz der Drehbewegung der Dose bleiben diese Schichten während des Verschließen der Dosen deutlich und unterschiedlich. Nach dem Abkühlen wird das absetzbare Nahrungsmittel eine starre, im Wesentlichen feste Schicht bilden.
- Die Dosen werden dann unter Bedingungen erhitzt, die ausreichend sind, um auf gewöhnliche Art kommerzielle Sterilisation zu erzielen. Gewöhnlich werden die Dosen bei einer Temperatur von etwa 115ºC bis zu 125ºC für 30 bis 100 Minuten erhitzt. Während des Erhitzens zerlegt sich die Stärke in der Tunke derart, dass die vorher viskose Tunke das Erscheinungsbild einer dünnen, flüssigen Sauce annimmt.
- Die Dosen enthalten deshalb ein Produkt, das eine untere Schicht, die aus festen Nahrungsmittelbrocken in einer dünnen Sauce gemacht ist und eine obere Schicht aus im Wesentlichen festen Nahrungsmittel. Die Schichten sind deutlich und unterschiedlich und einmal entfernt aus der Dose ist das Produkt attraktiv anzusehen.
- a) Herstellung von festen Nahrungsmittelstücken in Tunke
- Blöcke aus gefrorenem Fleisch, die aus Rind, Schwein, Geflügel, Fisch und Fleischnebenprodukten gemacht sind, werden in Brocken von etwa 10 cm Größe geschnitten und die Brocken werden dann in einem Fleischmahlwerk gemahlen. Das gemahlene Fleisch wird zu einer Mischvorrichtung überführt, in der es auf eine Temperatur von etwa 0ºC erwärmt wird. Nach dem Mischen, wird das gemahlene Fleisch einer Emulgiervorrichtung zugeführt, in der es emulgiert und auf eine Temperatur von etwa 20ºC erwärmt wird. Die Fleischemulsion wird dann zu einer Mischvorrichtung überführt. Ein Gemisch aus trockenem proteinhaltigem Material, das aus einem Gemisch von Weizengluten, Sojamehl, und Sojaproteinkonzentrat besteht, wird zugesetzt. Zusatzstoffe in Form von Vitaminen, Mineralien, Geschmacksstoffen, Zuckern und Salzen werden anschließend zugesetzt. In diesem Stadium besteht die Emulsion aus bis zu etwa 77 Gew.-% Fleischmateralien, etwa 21 Gew.-% proteinhaltigem Material und etwa 2% Zusatzstoffen. Der Fettgehalt beträgt etwa 10 Gew.-% und der Flüssigkeitsgehalt ist etwa 55 Gew.-%.
- Die Emulsion wird dann bei einer Temperatur von etwa 35ºC zu einer Emulsionsmühle gepumpt, in der sie schnell auf eine Temperatur von etwa 107ºC erhitzt wird. Die Emulsion wird von der Emulsionsmühle in ein Lagerrohr befördert. Die Emulsion bewegt sich langsam durch das Lagerrohr, so dass sie ausreichend beim Austreten aus dem Rohr abgekühlt und koaguliert ist. Das das Lagerrohr verlassende, koagulierte Produkt wird dann in Würfel von etwa 2 cm Abmessung geschnitten. Die Bocken haben ein stark faseriges, fleischähnliches Erscheinungsbild. Die Brocken werden dann abgekühlt und zu Produktflocken von etwa I bis etwa 2 cm Größe gemacht. Die Flocken werden gesiebt, um kleine Bruchstücke zu entfernen.
- Eine Tunke wird dann durch Mischen einer modifizierten Stärke, Geschmacksstoffen und farbgebenden Stoffen und Wasser zubereitet. Die Tunke weist eine Viskosität von etwa 600 mPa auf. Das Gemisch wird auf etwa 80ºC erhitzt und dann mit den Flocken vermischt. Die Tunke stellt etwa 30 Gew.-% des Gemisches aus festen Nahrungsmittelbrocken Tunke bereit.
- b) Herstellung des Fleischteigs
- Blöcke aus gefrorenem Fleisch, die aus Rind, Schwein, Geflügel, Fisch und Fleischnebenprodukten gemacht sind, werden in Stücke von etwa 10 cm Größe geschnitten und die Stücke werden dann in einem Fleischmahlwerk gemahlen. Das gemahlene Fleisch wird zu einem Mischer überführt und erhitzt. Vitamine, Mineralien, Geschmacksstoffe, Salze und etwa 1 Gew.- % eines Gemisches an pflanzlichen Gummistoffen werden zugesetzt. Bei dem Mischen wird die Emulsion auf etwa 75ºC erhitzt und bei dieser Temperatur gehalten. Der Fleischteig weist eine Viskosität von etwa 3000 mPas auf.
- c) Abfüllen in Dosen
- Das Gemisch fester Nahrungsmittelbrocken in Tunke wird dann zu einer Taschen- Abfüllvorrichtung von Carruthers Equipment Company überführt und in Dosen abgefüllt. Die Menge des Gemisches fester Nahrungsmittelbrocken in Tunke wird ausgewählt, um etwa % des gesamten Produktgewichts in der Dose bereitzustellen. Die Dosen werden dann zu einer von PRC erhaltenen Abfüllvorrichtung überführt. Der verbliebene Platz in der Dose wird mit Fleischemulsion aufgefüllt.
- Die Dosen werden dann abgedichtet und erhitzt. Eine Dose wird geöffnet und auf einen Teller umgestülpt. Das Produkt weist eine klar bestimmte untere, aus Hackbraten zusammengesetzte Schicht auf, die durch eine Schicht von Fleischflocken in einer dünnen Sauce bedeckt ist.
- Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass die Flocken der formulierten Fleischemulsion durch gekochten Reis in den festen Nahrungsmittelbrocken und Tunke ersetzt werden. Eine Dose wird geöffnet und auf einen Teller umgestülpt. Das Produkt weist eine klar bestimmte untere, aus Hackbraten zusammengesetzte Schicht auf, die durch eine Schicht von gekochtem Reis in einer dünnen Sauce bedeckt ist.
- Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, mit der Maßgabe, dass frisch gekochter Reis anstelle des Fleischteigs verwendet wird. Eine Dose wird geöffnet und auf einen Teller umgestülpt. Das Produkt weist eine klar bestimmte untere, aus Reis zusammengesetzte Schicht auf, die durch eine Schicht von Fleischflocken in einer dünnen Sauce bedeckt ist.
Claims (10)
1. In Dosen abgefülltes Tierfutter-Produkt, welches enthält:
eine Basisschicht mit festen Nahrungsmittelbrocken in einer Tunke, wobei die
Tunke etwa 20 bis etwa 40 Gew.-% der Basisschicht ausmacht, und
eine obere Schicht, welche ein im wesentlichen festes Nahrungsmittel enthält,
das die Basisschicht stabilisieren kann, wenn das Tierfutter-Produkt
umgewendet wird, wobei das im wesentlichen feste Nahrungsmittelprodukt etwa 20 bis
etwa 80 Gew.-% des Tierfutter-Produkts ausmacht.
2. Produkt nach Anspruch 1, bei dem die festen Nahrungsmittelbrocken in der
Basisschicht ein formuliertes Emulsionsprodukt mit dem faserigen
Erscheinungsbild von natürlichem Fleisch sind.
3. Produkt nach Anspruch 2, bei dem das formulierte Emulsionsprodukt in Form
von Flocken vorliegt.
4. Produkt nach Anspruch 1, bei dem die Tunke Wasser und etwa 2 bis etwa 8
Gew.-% einer Temperatur-empfindlichen Stärke enthält, deren die Viskosität
erhöhenden Eigenschaften während des Erhitzungsvorgangs verringert werden.
5. Produkt nach Anspruch 1, bei dem die Tunke vor dem Abfüllen der Basisschicht
in die Dose eine anfängliche Viskosität im Bereich von 350 bis etwa 1000 mPas
aufweist.
6. Produkt nach Anspruch 1, bei dem die Basisschicht einen Feuchtigkeitsgehalt
von etwa 60 bis etwa 70 Gew.-% aufweist.
7. Produkt nach Anspruch 1, bei dem das im wesentlichen feste Nahrungsmittel ein
gelierter Hackbraten, gekochter Reis, gekochte Nudeln oder Aspik oder
Gemische davon ist.
8. Produkt nach Anspruch 7, bei dem die obere Schicht einen Feuchtigkeitsgehalt
von etwa 70 bis etwa 85 Gew.-% aufweist.
9. Produkt nach Anspruch 8, bei dem die obere Schicht während des Füllens der
oberen Schicht in die Dose eine Viskosität im Bereich von etwa 2500 bis etwa
4000 mPas aufweist.
10. Verfahren zur Herstellung eines in Dosen abgefüllten Tierfutter-Produkts mit
mindestens zwei Schichten, welches umfaßt:
Einfüllen einer Basisschicht mit festen Nahrungsmittelbrocken in einer Tunke in
eine Dose, wobei die Tunke eine Viskosität im Bereich von 350 bis etwa 1000
mPas aufweis, und etwa 20 bis etwa 40 Gew.-% der Basisschicht ausmacht,
Einfüllen einer oberen Schicht in die Dose, wobei die obere Schicht ein
absetzbares Nahrungsmittelprodukt mit einer Viskosität im Bereich von etwa
2500 bis 4000 mPas aufweist und beim Abkühlvorgang ein im wesentlichen
festes Nahrungsmittelprodukt ausbildet, wobei das absetzbare Nahrungsmittel
etwa 20 bis etwa 80 Gew.-% der oberen und Basisschicht ausmacht,
Abdichten der Dose und
Erhitzen der abgedichteten Dose.
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