DE69714557T2 - Verfahren und vorrichtung zum aufwickeln - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum aufwickeln

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DE69714557T2
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren beim Aufwickeln, wobei eine Anzahl an separaten Bahnrollen um separate Rollenkerne ausgebildet werden, die hintereinander Seite an Seite angeordnet sind, während sie durch Stützelemente gestützt sind und während sie durch Reiterwalzenlasten belastet werden, die durch Reiterwalzen in den Reiterwalzeneinheiten in einer Stumpfreiterwalze erzeugt werden, wobei bei dem Verfahren bei einem gestörten Wickeln, d. h. während des Schwingungsverhaltens der Bahnwalzen, das von der Bahn herrührt, die Anbringung der Reiterwalzeneinheit/Reiterwalzeneinheiten an dem Reiterwalzenbalken so geändert wird, dass die Reiterwalzen die Bahnwalzen, bei denen eine gestörte Bewegung auftritt, mit einer Last belasten, die wesentlich höher als die Reiterwalzenlast eines normalen Aufwickelns ist.
  • Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung beim Aufwickeln, wobei eine Anzahl an separaten Bahnrollen um separate Walzenkerne ausgebildet sind, die hintereinander Seite an Seite angeordnet sind, während sie durch Stützelemente gestützt sind und während sie durch Reiterwalzenlasten belastet sind, die durch die Reiterwalzen in den Reiterwalzeneinheiten in einer Stumpfreiterwalze erzeugt werden, wobei die Vorrichtung eine Vorrichtung hat, die eine gestörte Bewegung der Bahnwalze, d. h. ein von der Bahn herrührendes Schwingungsverhalten der Bahnwalzen dämpfen soll und die die Anbringung der Reiterwalzeneinheit/Reiterwalzeneinheiten an dem Reiterwalzenbalken so ändert, dass die Reiterwalzen eingesetzt sind, um die Bahnrollen bei denen eine gestörte Bewegung auftritt, mit einer Last zu belasten, die wesentlich höher als die Reiterwalzenlast des normalen Aufwickelns ist.
  • Aufgrund von Schwankungen bei den Querrichtungsprofilen der zu wickelnden Bahn wie beispielsweise die Dicke, die Feuchtigkeit und die Rauhigkeit, werden die Durchmesser der benachbarten Bahnrollen nicht genau gleich groß trotz des Umstandes, dass im Prinzip exakt gleich lange Teilbahnen auf die Rollen gewickelt werden. Aufgrund der verschiedenen Durchmesser der Bahnrollen werden die an ihren Mitten angeordneten Rollenkerne in Bezug aufeinander während des Voranschreitens des Wickelns so verschoben, dass ihre Drehmitten separiert werden und gleichzeitig kleinere Schwankungen in Bezug auf die Winkelgeschwindigkeiten der Rollen ebenfalls auftreten. Da die Bahnrollenmitten jedoch während des gesamten Wickelns miteinander in Kontakt stehen, treten Ablenkkräfte zwischen den Wickelkernen auf und die Rolle neigt zu einem "Springen", wodurch die Bahnrollen, die hergestellt werden, beschädigt werden können. Aufgrund dieser nachteilhaften Schwingung ist beim Trommelwickeln üblicherweise ein langsamerer Lauf erforderlich, das heißt sich mit einer geringeren Wickelgeschwindigkeit zu begnügen, wodurch die Leistung der Maschine verringert wird und somit unökonomisch wird.
  • Das vorstehend beschriebene Problem besteht, seit Wickler der Trommelwickelart verwendet werden. Die Ernsthaftigkeit des Problems halt sich jedoch im Laufe der Jahre geändert, da das Profil der bei einer Papiermaschine hergestellten Bahn verbessert worden ist und gleichzeitig die Rollengröße und die Wickelgeschwindigkeit sich lediglich nur in geringfügigem Maße geändert haben. In den letzten Jahren sind die Durchmesser der hergestellten Verbraucherrollen immer größer gestaltet worden und gleichzeitig sind die Wickelgeschwindigkeiten immer höher geworden, wobei aus diesem Grund das Problem der Schwingung sich erneut erwiesen hat: selbst eine geringfügige Schwankung bei dem Profil in der Richtung der Breite der Bahn wird insbesondere während des Wickelns von dünnen Papiersorten derart aufsummiert, dass die Formfehler bei den Rollen, die von dem Profil der Bahn herrühren, ein bedeutsames Schwingungsproblem bewirken.
  • In Bezug auf den Stand der Technik wird beispielsweise auf das US Patent 5 320 299 verwiesen. Bei dieser Lösung nach dem Stand der Technik findet das Einstellen der Reiterwalzenbelastung entweder so statt, dass das gemeinsame Volumen des hydraulischen Fluides in den Hydraulikbelastungszylindern endet und die Belastung mittels der Zylinder bei dem Reiterwalzenbalken reguliert wird, oder so, dass der Reiterwalzenbalken stets bei einer unveränderlichen Entfernung von den Bahnrollenseiten ist und der Druck in den Hydraulikbelastungszylindern reguliert wird, indem der Druck in dem Luftraum in dem gemeinsamen Behälter des hydraulischen Fluides verhindert wird. Die Lösungen in dieser Veröffentlichung sind auf das Erzeugen einer gleichmäßigen Reiterwalzenbelastung auf sämtliche Bahnrollen und auf die Steuerung des Regulierens der Position und des Regulierens der Belastung in dem Reiterwalzensystem konzentriert.
  • Es ist ein Problem bei den Verfahren und den Vorrichtungen nach dem Stand der Technik, dass, wenn die Bahnrollen sich bewegen, die Reiterwalze die Bahnrollen nicht ausreichend gut stützen kann, und die Reiterwalze nicht an den Bahnrollenseiten verbleibt. Dieses Problem tritt bei allen Lösungen des Standes der Technik auf, bei denen eine mit einem Gelenkreiterwalze durch pneumatische oder hydraulische Zylinder gestützt wird.
  • Mittels der Lösungen nach dem Stand der Technik ist es möglich, die Bewegungen der Bahnrollen zu steuern, die von einer Störung bei dem Wickeln herrühren, und insbesondere bei der Anfangsstufe der Störung, bei der die Bewegungen der Bahnrollen noch geringfügig sind. Dafür gibt es die folgenden Gründe:
  • - Hydraulische/pneumatische Zylinder reagieren nicht auf sehr geringfügige Bewegungen, die in der Elastizität ihrer Dichtungen absorbiert werden. Die Bewegungen der Bahnrollen treten als sehr geringfügige Bewegungen bei der Stumpfreiterwalze auf, da die Hauptbewegung der Bahnrollen in der horizontalen Richtung stattfindet, wohingegen die Reiterwalze sie lediglich in der vertikalen Richtung stützen kann. Somit ist es mittels einer Lösung nach dem Stand der Technik unmöglich, Störbewegungen der Bahnrollen direkt bei der Anfangsstufe der Bewegungen zu beeinträchtigen, sondern die Störung kann frei zunehmen. Der Umstand, dass auch kleine Bahnrollen mit einer Reiterwalze in Kontakt stehen und eine Reiterwalzenbelastung für diese eingestellt ist, hilft nicht in ausreichender Weise, da diese Belastung im Vergleich zu dem Gewicht der Bahnrolle und im Vergleich zu den an den Enden der Rollenkerne wirkenden Reibungskräften sehr gering ist. Beispielsweise beträgt bei einer typischen Bahnrolle, deren Durchmesser 100 mm beträgt und deren Breite 1 m beträgt, das Gewicht 500 bis 1000 kg in Abhängigkeit von der Dichte der Bahnrolle, wohingegen eine typische Reiterwalzenbelastung bei diesem Durchmesser 0,5 bis 1,0 kN beträgt. Die Axialkräfte an den Enden der Rollenkerne sind beispielsweise bei 25 kN gemessen worden, was bei einem Reibungskoeffizient von 0,4 zwischen den Rollenkernenden eine Kraft von 10,0 kN in der radialen Richtung der Rolle vorsieht.
  • - Die Kraft eines hydraulischen/pneumatischen Zylinders hängt nicht von seiner Position ab, so dass, wenn eine springende Rolle eine Stumpfreiterwalze anhebt, die Reiterwalzenbelastung pro Rolle sich nicht ändert. Diese Situation ist sogar noch schlechter bei einer Reiterwalze, bei der lange Reiterwalzen feststehend an dem Reiterwalzenbalken montiert sind: Hier werden die durch die Bahnrollen auf die Reiterwalze aufgebrachten Kräfte direkt zu dem massiven Reiterwalzenbalken übertragen, wobei bei dem Balken die Trägheit seiner Masse die Reiterwalzenbelastung bei einer schnellen Störbewegung der Bahnrolle erhöht. Bei einer Lösung nach dem Stand der Technik geben Gelenkenreiterwalzeneinheiten elastisch nach in Übereinstimmung mit dem Verhalten der hydraulischen/pneumatischen Zylinder und ihrer langen Schlauchsysteme für das Druckmedium.
  • - Bei der Lösung nach dem Stand der Technik hat die Aufhängung der Reiterwalzeneinheiten an dem Reiterwalzenbalken überhaupt keine elastische Feder, wobei es dadurch wirkungsvoll möglich wäre, die Eigenfrequenz der Reiterwalzeneinheit zu beeinflussen, das heißt die Frequenz der Schwingung der Bahnrollen, bis zu der die Reiterwalzen der störenden Bewegung der Bahnrolle folgen können, so dass sie konstant an der Bahnrollenseite verbleiben.
  • In Bezug auf den nächstliegenden Stand der Technik wird auf das US Patent 4 095 755 verwiesen, in dem ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 beziehungsweise beschrieben ist.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verbesserung gegenüber den Wickelverfahren nach dem Stand der Technik zu schaffen. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die für Störsituationen der Bahnrollen gedacht ist, wobei diese Vorrichtung auf schnelle und sehr geringfügige Störsituationen beim Wickeln reagieren kann.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringung der Reiterwalzeneinheit geändert wird, während sie durch ein Signal gesteuert wird, das durch eine Beschleunigungserfassungseinrichtung erteilt wird.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Beschleunigungserfassungseinrichtung eingesetzt ist, um ein Signal zu einem Regler zu erteilen, der den Betrieb der Vorrichtung derart steuert, dass die Strömung des Mediums zu den Belastungszylindern der Reiterwalzen gedrosselt wird.
  • Bei der vorliegenden Erfindung ist verwirklicht worden, dass eine Kraft vorgesehen ist, die erheblich höher als eine normale Reiterwalzenbelastung ist, um Störbewegungen der Bahnrollen zu dämpfen. Bei der Erfindung werden die Kräfte von der Reiterwalzeneinheit zu dem Reiterwalzenbalken übertragen.
  • Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird eine separate Kupplung zwischen der Reiterwalzeneinheit und dem Reiterwalzenbalken angewendet, wobei die Kupplung unabhängig von der Position der Reiterwalzeneinheit und ausschließlich dann in Eingriff steht oder eingerückt ist, wenn Störbewegungen bei den Bahnrollen auftreten, wobei in diesem Zusammenhang die Reiterwalzeneinheit bei einer beliebigen Entfernung von dem Reiterwalzenbalken positioniert werden kann.
  • Die Bewegungen einer Reiterwalzeneinheit, die durch ein normales Wickeln bewirkt werden, sind durch die Langsamkeit der Bewegung (der Durchmesser der Bahnrollen ändert sich mit dem Voranschreiten des Wickelns) im Vergleich zu der hohen Geschwindigkeit der gestörten Bewegungen (Schwingungen der Bahnrollen, Springen und dergleichen) gekennzeichnet. Die Geschwindigkeit der Einstellbewegung der Reiterwalzen an den Bahnrollen beträgt beispielsweise 1,2 mm/s, wenn eine Differenz von 20 mm bei den Rollendurchmessern bewirkt wird, wenn die Bahnrollen von einem Durchmesser von 50 mm auf einen Durchmesser von 800 mm bei einer Laufgeschwindigkeit von 2500 m/min zunehmen und wenn die Dicke des Papiers 0,1 mm beträgt. In ähnlicher Weise beträgt, wenn die Bahnrollen eine sinusförmige Störbewegung bei der Reiterwalze erzeugen, wobei bei dieser Bewegung die Amplitude von Spitze zu Spitze 0,7 mm beträgt und die Frequenz acht Zyklen pro Sekunde beträgt, die maximale Geschwindigkeit dieser Bewegung 35 mm/s.
  • Die Verbindung mit dem Reiterwalzenbalken kann im Prinzip steif sein, wenn jedoch eine Feder zwischen der Kupplung und dem Reiterwalzenbalken hinzugefügt wird, werden die folgenden Vorteile erzielt:
  • 1) Die dynamische Geschwindigkeit der Stumpfreiterwalze kann zu der erwünschten Höhe mittels unterschiedlicher Steifigkeiten der Feder gebracht werden, das heißt die Reiterwalzen können dazu gebracht werden, dass sie konstant an den Seiten der Bahnrollen verbleiben.
  • 2) Die zu den Bewegungen der Bahnrollen entgegengesetzten Kräfte können so eingestellt werden, dass die Bewegungen so gering wie erwünscht bleiben und dass keine Verformungen bei den Bahnrollen auftreten oder keine andere Störung mit Ausnahme derjenigen, die aus einer übermäßigen momentanen Spaltkraft hervorgeht, bei den Bahnrollen bewirkt wird, wobei in diesem Zusammenhang ein Extremfall ein Bahnreißen wäre.
  • Bei einer Kupplung für eine schnelle Bewegung ist es möglich, beispielsweise einen Widerstand gegenüber der Fluidströmung (hydrodynamische Kupplung), eine durch eine Beschleunigungserfassungseinrichtung gesteuerte Kupplung oder eine Kupplung, die die Massenträgheit nutzt, und dergleichen zu nutzen. Der Betrieb einer hydrodynamischen Kupplung ist derart, dass die Kupplung direkt von Beginn der Störbewegung an arbeitet und somit sich von dem Aufbau und dem Betriebsprinzip einer herkömmlichen Stoßabsorbiereinrichtung unterscheidet.
  • Ein Indikator des Eingriffs der Kupplung kann außerdem die Bewegungsrichtung sein, wobei in diesem Fall der Eingriff der Kupplung ausschließlich in Verbindung mit einer nach oben gerichteten Bewegung der Stumpfreiterwalzen stattfindet (beispielsweise Selbstaktivierungsreibung).
  • Die Erfindung ist nachstehend detailliert unter Bezugnahme auf einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind, wobei die Erfindung jedoch keineswegs auf diese Ausführungsbeispiele allein streng begrenzt ist.
  • Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
  • Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels.
  • Fig. 3 zeigt eine Einzelheit von Fig. 2 bei einem teilweise in Schnittdarstellung gezeigten vergrößerten Maßstab.
  • Fig. 4 zeigt ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel der in Fig. 2 gezeigten Einzelheit bei einem teilweise in Schnittdarstellung gezeigten vergrößerten Maßstab.
  • Fig. 5A zeigt die Bewegung der Bahnrolle und die Reiterwalzenbelastung bei einem Wickler nach dem Stand der Technik als eine Funktion der Zeit.
  • Fig. 5B zeigt die Bewegung der Bahnrolle und die Reiterwalzenbelastung bei einer Lösung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eines Wicklers der vorliegenden Erfindung als eine Funktion der Zeit.
  • Fig. 5C zeigt die Bewegung der Bahnrolle und die Reiterwalzenbelastung bei einer Lösung gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel eines Wicklers der vorliegenden Erfindung als eine Funktion der Zeit.
  • Fig. 6 zeigt eine schematische Seitenansicht eines zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
  • In Fig. 1 ist der Trommelwickler ganz allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Der Trommelwickler 10 weist die Wickeltrommeln 11 und 12 auf. Die zu wickelnden Bahnrollen sind mit den Bezugszeichen 13a, 13b und so weiter bezeichnet. Die Reiterwalzen 14a, 14b und so weiter sind an den Befestigungshalterungen 15a, 15b und so weiter angebracht. Die Zylinder 19, die die Reiterwalzenbelastung regeln, sind mit einem Ende an den Befestigungshalterungen 15a, 15b und so weiter angebracht und mit dem anderen Ende an der Befestigungshalterung 18. Die Zylinder, die den Reiterwalzenbalken 16 verschieben, sind mit dem Bezugszeichen 17 bezeichnet. In Fig. 1 ist die Stumpfreiterwalze oder abgeflachte Reiterwalze, die den Reiterwalzenbalken 16 und eine Anzahl an Reiterwalzeneinheiten 200 aufweist, allgemein mit dem Bezugszeichen 100 bezeichnet. Das Bezugszeichen 200 bezieht sich allgemein auf die Reiterwalzeneinheit, die eine Reiterwalze 14a, 14b und so weiter und eine Befestigungshalterung 15a, 15b und so weiter aufweist.
  • Bei dem in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die für Störungslösungen bei den Bahnrollen 13a, 13b gedachte Vorrichtung allgemein mit dem Bezugszeichen 26 bezeichnet. Die Vorrichtung 26 besteht aus einer hydrodynamischen Kupplung 27 und einer Federvorrichtung 28. Der Zylinder in der hydrodynamischen Kupplung ist mit dem Bezugszeichen 29 bezeichnet, die Kolbenstange ist mit dem Bezugszeichen 30 bezeichnet und die Kammer ist mit dem Bezugszeichen 31 bezeichnet. Schmale Strömungskanäle 33 sind in den Kolben 32 hinein ausgebildet. Das Rückflußventil ist mit dem Bezugszeichen 34 bezeichnet. Die hydrodynamische Kupplung 27 arbeitet folgendermaßen. Bei dem normalen Wickeln schreitet das Wickeln in ungestörter Weise voran und der Belastungsregelzylinder 19 achtet auf die Reiterwalzenbelastung. Wenn eine Störbewegung bei der Siebwalze stattfindet, die die an der betreffenden Bahnrolle /an den betreffenden Bahnrollen angeordneten Reiterwalzen anhebt, wild die Kupplung 27 "arretiert" und die Bewegung wird zu der Feder 28 übertragen, die gepresst wird, und somit nimmt die Reiterwalzenbelastung in Übereinstimmung mit den Eigenschaften der gewählten Feder zu. Wenn die Bahnrolle nach unten zurückkehrt, lässt die zusammengedrückte Feder 28 die Reiterwalze gleich schnell mittels der Kupplung 27, die noch arretiert ist, nach unten zurückkehren. Die Federvorrichtung 28 kann beispielsweise ein Stapel an Tellerfedern oder eine um die Kolbenstange herum eingepasste Spiralfeder sein.
  • Mittels des in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Aufbaus kann die Reiterwalzenbelastung beispielsweise für eine Bahnrolle, deren Durchmesser 1000 mm beträgt und deren Breite 1 m beträgt und der Gewicht 500 bis 1000 kg beträgt, in Abhängigkeit von der Dichte der Bahnrolle bis zu einem Wert von beispielsweise 20 kN zunehmen, nachdem die Bahnrolle die Reiterwalze um 1,0 mm angehoben hat.
  • Somit ist in Fig. 3 nur ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Aufbaus der Kupplung 27 gezeigt. Das Einrücken oder der Eingriff der Kupplung geschieht auf der Grundlage eines erhöhten Strömungswiderstandes bei einer Geschwindigkeitsänderung, das heißt das Zylinderfluid strömt annähernd widerstandslos auch in schmalen Kanälen bei langsamer Bewegungen. Bei schnellen Bewegungen kann praktisch keine Strömung auftreten und die Kräfte werden von einem Abschnitt von dem anderen übertragen. Bei geringer Bewegung hat das hydraulische Fluid Zeit zum Strömen zur Verfügung und es geschieht kein Kuppeln zwischen den Abschnitten.
  • Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die für die Störungslösungen der Bahnrollen 13a, 13b gedachte Vorrichtung allgemein mit dem Bezugszeichen 26a bezeichnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die hydrodynamische Kupplung 27 in einer gegenüber der in Fig. 3 gezeigten hydrodynamischen Kupplung 27 geringfügig anderen Weise verwirklicht. Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 sind die Strömungskanäle 33 in den Aufbau des Zylinders 29 hinein gestaltet. Es ist ebenfalls möglich, diese Lösung als einen Belastungseinstellzylinder zu verwenden, indem in den Zylinder ein Druck p entlang des Kanals 35 tritt, wie dies durch gestrichelte Linien gezeigt ist.
  • Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Betrieb des als Kupplung 27 ausgeführten Aufbaus ebenfalls ohne Kolben 32 möglich. Dadurch wird ein minimales Gestalten der Reibung auf eine Höhe ermöglicht, die so niedrig wie möglich ist.
  • Die Fig. 5A, 5B und 5C zeigen das Verhalten bei einer Reiterwalzenlösung nach dem Stand der Technik und bei Reiterwalzenlösungen von zwei verschiedenen Ausführungsbeispielen der Erfindung in einem Fall, bei dem aus irgendeinem Grund die Bahnrolle von dem Wickelbett entlang der Seite von einer der Wickeltrommeln nach oben springt und nach unten zurückkehrt. Die y-Bewegung der Bahnrolle 13a, 13b und so weiter, die in den Fig. 5A, 5B und 5C gezeigt ist, ist durch eine durchgehende Linie dargestellt. Die Änderung der Reiterwalzenbelastung q ist durch eine gestrichelte Linie dargestellt. Die Bewegung der Reiterwalze ist durch eine Strichpunktlinie dargestellt. Zu dem Zeitpunkt t&sub1; beginnt die Bahnrolle mit dem Anheben, zu dem Zeitpunkt t&sub2; ist sie an der höchsten Stelle und zu dem Zeitpunkt t&sub3; ist die Bahnrolle heruntergekommen.
  • Fig. 5A zeigt eine Lösung nach dem Stand der Technik, bei der die Reiterwalzen an dem Reiterwalzenbalken mittels pneumatischen oder hydraulischen Zylindern gestützt sind. Aus Gründen der Deutlichkeit der Darstellung ist die durch die Strichpunktlinie gezeigte Bewegung der Reiterwalze während der Zeit t&sub1; ... t&sub2; geringfügig oberhalb der die Bewegung der Bahnrolle darstellenden Kurve gezeichnet. Die Reiterwalze folgt der Bewegung der Bahnrolle während der Zeit t&sub1; ... t&sub2;, da jedoch der Aufbau hydrodynamisch langsam ist, hat die Reiterwalze keine Zeit, der Bewegung der Bahnrolle zu folgen, und sie wird von der Bahnrollenseite zu dem Zeitpunkt t&sub2; getrennt, wenn die Bahnrolle mit der nach unten gerichteten Bewegung y beginnt. Die Reiterwalze trifft erneut auf die Rollenseite zum Zeitpunkt t&sub4;. Da die Zylinderkraft nicht von der Position des Kolbens abhängig ist, wird die Reiterwalzenbelastung q nicht von ihrem eingestellten Wert q&sub0; geändert, wenn die Bahnrolle sich nach oben bewegt. Wenn die Reiterwalze von der Bahnrollenseite zum Zeitpunkt t&sub2; getrennt wird, fällt die Reiterwalzenbelastung q auf 0 ab. In ähnlicher Weise steigt zum Zeitpunkt t&sub4; die Reiterwalzenbelastung q vorübergehend auf eine sehr große Höhe und wird schließlich auf ihren eingestellten Wert q&sub0; gesetzt.
  • Fig. 5B zeigt den Betrieb einer Reiterwalze, wenn eine hydrodynamische Kupplung zu der Reiterwalzeneinheit zwischen der Reiterwalzeneinheit und dem Reiterwalzenbalken hinzugefügt worden ist. Außerdem wird gemäß Fig. 5B die Reiterwalze von der Bahnrollenseite zum Zeitpunkt t&sub2; getrennt und kehrt zu der Bahnrollenseite zum Zeitpunkt t&sub4; zurück, jedoch beginnt die Reiterwalzenbelastung q mit dem Zunehmen direkt bei dem Anheben der Bahnrolle, da die auf die Reiterwalze aufgebrachten Kräfte direkt zu dem massiven Reiterwalzenbalken 16 übertragen werden. Deshalb bleibt die Bewegung der Bahnrolle in der Richtung y kürzer als in dem Fall einer Reiterwalze ohne Kupplung. Jedoch werden die Reiterwalzen von der Bahnrollenseite zum dem Zeitpunkt t&sub2; getrennt, da nunmehr auch der massive Reiterwalzenbalken 16 in die Bewegung involviert ist.
  • Fig. 5C zeigt eine Situation, bei der eine Federvorrichtung zwischen der hydrodynamischen Kupplung und dem Reiterwalzenbalken hinzugefügt worden ist. Nunmehr bleibt die Reiterwalze an der Seite der Bahnrolle, da die Federvorrichtung der Reiterwalze eine ausreichende dynamische Geschwindigkeit verleiht (die Eigenfrequenz erhöht). Die Reiterwalzenbelastung q wird in Übereinstimmung mit der Bewegung der Reiterwalze gemäß der Elastizitätskonstante der Federvorrichtung geändert. Da die Reiterwalze an der Bahnrollenseite verbleibt, ergibt sich keine Spaltkraftspritze, die die Bahnrolle verformt, wenn die Reiterwalze gegen die Bahnrollenseite schlägt. Des weiteren wird direkt nach dem Herunterkommen der Bahnrolle zum Zeitpunkt t&sub3; die Reiterwalze dazu vorbereitet, dass sie einem erneuten Ansteigen der Bahnrolle entgegenwirkt.
  • In Fig. 5C zeigt die untere Bewegungskurve der Reiterwalze eine Feder, die nicht vor-zusammengedrückt worden ist, wobei in diesem Fall die Reiterwalzenbelastung mit dem Zunehmen von der eingestellten Reiterwalzenbelastung q&sub0;, d. h. von der Federkraft 0, beginnt. Mittels des Vor-Zusammendrückens der Feder wird eine schrittartige Erhöhung der Reiterwalzenbelastung vor dem Beginn des Anhebens der Reiterwalze erzielt, was durch die obere Kurve der gestrichelten Linie dargestellt ist. In Fig. 5C ist die der Vor-Zusammendrückkraft der Feder entsprechende Reiterwalzenbelastung mit dem Bezugszeichen qe bezeichnet.
  • Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Beschleunigungs-Erfassungseinrichtung mit dem Bezugszeichen 40 bezeichnet. Das Bezugszeichen 43 bezieht sich auf einen Regler, der den Betrieb der Ventile 44 und 45 so regelt, dass die Kraft des Belastungszylinders 19, d. h. die Zylinderkraft, die die Reiterwalzenbelastung bestimmt, während des normalen Wickelns bei einer erwünschten Höhe ist. Die Beschleunigungs- Erfassungseinrichtung 40 erteilt ein Signal s dem Regler 41, der die Ventilvorrichtung 42 so steuert, dass die Ventilvorrichtung 42 den hydraulischen oder pneumatischen Kreislauf so sperrt, dass keine normale Strömung stattfindet, wobei in diesem Fall der Belastungszylinder 19 in der Weise eines steifen Stückes arbeitet. In einem derartigen Fall ist der Betrieb der Stumpfreiterwalze 100 demjenigen von Fig. 5B ähnlich.
  • Mittels einer Beschleunigungs-Erfassungseinrichtung 40 ist es natürlich auch möglich, andere Kupplungsbetätigungsglieder als beispielsweise ein hydraulisches Ventil zu regeln. Ähnliche "Kupplungsbetätigungsglieder" sind beispielsweise eine Scheibenbremse und andere auf Reibung basierende Kupplungen.
  • Derartige Kupplungsbetätigungsglieder können in dem gleichen Aufbau mit dem Belastungsregelbetätigungsglied oder separat von diesem angeordnet werden.
  • Vorstehend sind lediglich einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben, und es sollte für einen Fachmann offensichtlich sein, dass verschiedene Abwandlungen gegenüber diesen Ausführungsbeispielen innerhalb des Umfangs der in den beigefügten Patentansprüchen definierten erfinderischen Idee möglich sind.

Claims (11)

1. Verfahren beim Aufwickeln, wobei eine Anzahl an separaten Bahnrollen (13a, 13b) um separate Rollenkerne ausgebildet werden, die hintereinander Seite an Seite angeordnet sind, während sie durch Stützelemente (11, 12) gestützt sind und während sie durch Reiterwalzenlasten belastet werden, die durch Reiterwalzen (14a, 14b) in den Reiterwalzeneinheiten (200) in einer Stumpfreiterwalze (100) erzeugt werden, wobei bei dem Verfahren bei einem gestörten Wickeln, d. h. während des Schwingungsverhaltens der Bahnwalzen, das von der Bahn herrührt, die Anbringung der Reiterwalzeneinheit/Reiterwalzeneinheiten (200) an dem Reiterwalzenbalken (16) so geändert wird, dass die Reiterwalzen (14a, 14b) die Bahnwalzen (13a, 13b), bei denen eine gestörte Bewegung auftritt, mit einer Last belasten, die wesentlich höher als die Reiterwalzenlast (q&sub0;) eines normalen Aufwickelns ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anbringung der Reiterwalzeneinheit (200) geändert wird, während sie durch ein Signal (S) gesteuert wird, das durch eine Beschleunigungserfassungseinrichtung (40) erteilt wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringung der Reiterwalzeneinheit (200) geändert wird, indem der Strömungswiderstand des Fluids, die Massenträgheit oder die Richtung der Bewegung einer Reiterwalze genutzt wird.
3. Vorrichtung beim Aufwickeln, wobei eine Anzahl an separaten Bahnrollen (13a, 13b) um separate Walzenkerne ausgebildet sind, die hintereinander Seite an Seite angeordnet sind, während sie durch Stützelemente (11, 12) gestützt sind und während sie durch Reiterwalzenlasten belastet sind, die durch die Reiterwalzen (14a, 14b) in den Reiterwalzeneinheiten (200) in einer Stumpfreiterwalze (100) erzeugt werden, wobei die Vorrichtung eine Vorrichtung (26, 26a, 42) hat, die eine gestörte Bewegung der Bahnwalze (13a, 13b), d. h. ein von der Bahn herrührendes Schwingungsverhalten der Bahnwalzen dämpfen soll und die die Anbringung der Reiterwalzeneinheit/Reiterwalzeneinheiten (200) an dem Reiterwalzenbalken (16) so ändert, dass die Reiterwalzen (14a, 14b) eingesetzt sind, um die Bahnrollen (13a, 13b) bei denen eine gestörte Bewegung auftritt, mit einer Last zu belasten, die wesentlich höher als die Reiterwalzenlast (q&sub0;) des normalen Aufwickelns ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Beschleunigungserfassungseinrichtung (40) eingesetzt ist, um ein Signal (5) zu einem Regler (41) zu erteilen, der den Betrieb der Vorrichtung (42) derart steuert, dass die Strömung des Mediums zu den Belastungszylindern (19) der Reiterwalzen (14a, 14b) gedrosselt wird.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (26), die für die Störungssituationen bei den Bahnrollen (13a, 13b) gedacht ist, eine Kupplung (27) ist.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (27) an einer Federvorrichtung (28) angebracht ist, die an dem Reiterwalzenbalken (16) befestigt ist.
6. Vorrichtung gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass enge Strömungskanäle (33) in dem Kolben (32) der Kupplung (27) ausgebildet sind.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass enge Strömungskanäle (33a) in dem Aufbau des Zylinders (29) der Kupplung (27) ausgebildet sind.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (29) der Kupplung (27) mit einem Strömungskanal (35) versehen ist, der dem Hindurchleiten eines mit Druck beaufschlagten Mediums in den Zylinder (29) dient.
9. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung (28) vorverdichtet ist.
10. Vorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (42) ein Ventil ist, das die Strömung in dem Hydraulikschaltkreis/pneumatischen Schaltkreis sperrt.
11. Vorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigungserfassungseinrichtung (40) eingesetzt ist, um eine Bremsscheibe, eine Kupplung auf Reibbasis oder ein beliebiges anderes gleichwertiges Kupplungsbetätigungsglied zu steuern.
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