DE69714565T2 - Schubumkehrvorrichtung für ein Strahltriebwerk mit Klappe am Hinterteil - Google Patents

Schubumkehrvorrichtung für ein Strahltriebwerk mit Klappe am Hinterteil

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  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk. Das Turbostrahltriebwerk ist hinter dem Bläser mit einer Leitung ausgestattet, die die Aufgabe hat, den sogenannten kalten Sekundärstrom zu kanalisieren, wobei diese Leitung aus einer Innenwand, die die Struktur des eigentlichen Motors hinter dem Bläser umschließt, und aus einer Außenwand besteht, deren stromaufwärtiger Teil eine kontinuierliche Fortsetzung des Motorgehäuses bildet, das den Bläser umschließt. Diese Außenwand kann z. B. im Fall einer Gondel mit gemischten Strömen oder zusammenlaufenden Strömen sowohl den Sekundärfluß als auch den Primärfluß in seinem stromabwärtigen Teil, und zwar hinter dem Ausstoß des Primärflusses, kanalisieren, in anderen Fällen jedoch kanalisiert die Außenwand im Fall von Gondeln mit sogenannten getrennten Strömen nur den Sekundärstrom.
  • Eine Wand kann auch der Außenseite des Motors, d. h. der Außenseite des Gehäuses, das den Bläser und die Außenseite der Außenwand der oben beschriebenen Leitung umschließt, Stromlinienform verleihen, um den Luftwiderstand des Antriebsaggregats zu minimieren. Dies gilt insbesondere für Antriebsaggregate, die außen an dem Luftfahrzeug angebracht sind, speziell wenn diese Antriebsaggregate unter den Flügeln oder am hinteren Teil des Rumpfes befestigt sind.
  • Der aus der Außenwand der Gondel bestehende Komplex wird hier als Außenverkleidung bezeichnet.
  • Fig. 1 der anliegenden Zeichnungen zeigt ein bekanntes Realisierungsbeispiel einer Schubumkehrvorrichtung dieser Art, die, wie die schematische perspektivische Teilansicht von Fig. 2 zeigt, an einem Zweikreis-Turbostrahltriebwerk angebracht ist.
  • Die Schubumkehrvorrichtung besteht aus Klappen 7, die einen beweglichen Teil 2 darstellen und in ihrer inaktiver Position, im Direktstrahlbetrieb, einen Teil der Außenverkleidung bilden, sowie aus einer festen Struktur, die diese Außenverkleidung stromaufwärts der Klappen durch einen stromaufwärtigen Teil 1, stromabwärts der Klappen durch einen stromabwärtigen Teil 3 und zwischen den Klappen mit Hilfe von Trägern 18 bildet, die den stromabwärtigen Teil 3 der Außenverkleidung mit dem stromaufwärtigen Teil 4 der Außenverkleidung verbinden. Die Klappen 7 sind an einer Umfangsfläche der Außenverkleidung angebracht und in einer Zwischenzone ihrer Seitenwände an den Trägern 18, die zu beiden Seiten dieser Klappen liegen, schwenkbar montiert, wobei diese Seitenwände zusammen mit den stromaufwärtigen und stromabwärtigen Wänden die Wände bilden, die den äußeren Teil 9 der Klappen 7, welche einen Teil der Außenwand der Gondel bilden, mit dem inneren Teil 11 der Klappen 7 verbinden, die einen Teil der Außenwand der Leitung bilden.
  • Der stromaufwärtige Teil der festen Struktur besitzt einen vorderen Rahmen 6, der als Halter für die Antriebsmittel zur Bewegung der Klappen 7 dient, die z. B. aus Antriebszylindern 8 bestehen.
  • In aktivierter Position werden die Klappen 7 so verschwenkt, daß der auf der stromabwärtigen Seite der Drehzapfen liegende Teil der Klappen die Leitung mehr oder weniger vollständig sperrt und daß der stromaufwärtige Teil der Klappen einen Durchgang in der Außenverkleidung freigibt, so daß der Sekundärstrom relativ zur Achse der Leitung in radialer Richtung kanalisiert werden kann. Aus Gründen der Dimensionierung des Durchgangs, der in der Lage sein soll, diese Strömung passieren zu lassen, ohne die Funktion des Motors zu beeinträchtigen, ragt der stromaufwärtige Teil der Klappen 7 von der Außenverkleidung nach aussen. Der Schwenkwinkel der Klappen ist so eingestellt, daß er den Durchgang der Strömung erlaubt, und ferner so, daß er die Schubkraft dieser Strömung unterdrückt und sogar mit der Erzeugung einer Gegenschubkraft beginnt, indem er eine zur stromaufwärtigen Seite hin abgelenkte Strömungskomponente erzeugt.
  • Realisierungsbeispiele dieser Art von Schubumkehrvorrichtung für Turbostrahltriebwerke mit Schwenkklappen sind insbesondere in FR-A-2 618 853, FR-A-2 618 852, FR-A-2 621 082, FR-A-2 627 807, FR-A-2 634 251, FR-A-2 638 207 und FR-A-2 651 021 beschrieben, deren Inhaberin die Anmelderin ist.
  • Bei bestimmten Anwendungen bereitet die Installation einer Schubumkehrvorrichtung dieses Typs große Schwierigkeiten und kann praktisch unmöglich werden. Dies gilt insbesondere für Turbostrahltriebwerke mit sehr großem Nebenstromverhältnis in Verbindung mit der Montage an dem Flugzeug mit sehr kurzer Gondel und mit kurzem Sekundärströmungskanal, entsprechend einem sogenanntem Betrieb mit separaten Strömungen, für welche die Benutzung von eigentlichen Klappen als Schubumkehrhindernis schlecht geeignet ist.
  • Durch FR-A-2 722 534 ist eine Schubumkehrvorrichtung bekannt, die an diese speziellen Anwendungen angepaßt ist und bei der zumindest ein stromaufwärtiger Teil jedes Hindernisses oder jeder Schale der Umkehrvorrichtung im Direktstrahlbetrieb einen inneren Teil einer festen Struktur überdeckt, die die Außenwand des Sekundärströmungskanals bildet, so daß die Außenfläche dieser Schale einen Teil der Außenfläche der Gondel in Verlängerung der Außenfläche der genannten festen Struktur bildet, wobei jeder Schale wenigstens ein stromaufwärtiger Pleuel und wenigstens ein stromabwärtiger Pleuel zugeordnet ist und diese Pleuel die Fixierung und die Halterung der Schale sowie ihre Führung bei der Bewegung der Schale ermöglichen. Für gewisse Anwendungen besitzt jede Schale einen stromabwärtigen Teil, dessen Innenfläche sich im Direktstrahlbetrieb in Verlängerung der Außenfläche des Kanals befindet.
  • Diese bekannte Lösung hat jedoch gewisse Nachteile. Der Pleuel auf der stromabwärtigen Seite der Schale liegt nämlich in einer Beschleunigungszone der Strömung in dem ringförmigen Kanal und insbesondere in der Zone des Drehgelenks des Pleuels an der primären Abdeckung, wobei sich die Strömungsgeschwindigkeit im Reiseflug der Schallgeschwindigkeit annähert oder diese überschreitet, was starke aerodynamische Verluste mit sich bringt. Außerdem werden durch eine Einkerbung oder eine Vertiefung, die an der stromabwärtigen Struktur der Schale oder der festen Struktur vorgesehen ist, um das Ausfahren des stromabwärtigen Pleuels zu ermöglichen, weitere aerodynamische Verluste verursacht. Weil der stromabwärtige Rand der Schale den stromabwärtigen Endbereich der Gondel darstellt und in einer dünnen Struktur endet, müssen schließlich an der Struktur Anschläge vorgesehen sein, um die Schale im Umkehrstrahlbetrieb durch Kontakt an der primären Abdeckung zu halten. Deshalb ragen diese Anschläge über die Linien der Gondel hinaus und erzeugen aerodynamische Verluste.
  • Eine Schubumkehrvorrichtung für ein Turbostrahltriebwerk, das es ermöglicht, diesen Bedingungen zu entsprechen, ohne daß die Nachteile der vorbekannten Lösungen in Kauf genommen werden müssen, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schalen von wenigstens einem stromaufwärtigen Pleuel und wenigstens einem stromabwärtigen Pleuel in Bewegung gebracht werden, wobei die Pleuel gelenkig mit den Seitenwänden der Schalen verbunden und außerdem an der festen Struktur der Gondel befestigt sind und im Direktstrahlbetrieb in der Wandstärke des festen Trägers angeordnet sind, der zwei Schalen voneinander trennt, so daß die Auslenkung der Pleuel im Direktstrahlbetrieb keinen merkbaren Einschnitt in der festen Struktur hervorruft.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Lektüre der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen.
  • Fig. 1 zeigt eine als Längsschnitt durch eine durch die Drehachse eines Turbostrahltriebwerks verlaufende Ebene ausgeführte schematische Halbansicht einer bereits beschriebenen Schubumkehrvorrichtung bekannter Art mit schwenkbaren Klappen in geschlossener Position,
  • Fig. 2 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Schubumkehrvorrichtung des vorgenannten Typs in montiertem Zustand und mit geschlossenen Klappen,
  • Fig. 3 zeigt in einer Fig. 1 analogen Ansicht eine Schubumkehrvorrichtung nach einer Ausführungsform der Erfindung in Direktstrahlposition,
  • Fig. 4 zeigt die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform in der Umkehrstrahlposition,
  • Fig. 5 zeigt die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform der Erfindung in Umkehrstrahlposition in einer perspektivischen Ansicht von vorn,
  • Fig. 5 und 7 zeigen eine Art des Antriebs durch Antriebszylinder auf einem Pleueldrehzapfen in Direktstrahlposition bzw. in Umkehrstrahlposition,
  • Fig. 8 und 9 zeigen eine Art des Antriebs der Schale durch einen zentralen Antriebszylinder in Direktstrahlposition bzw. in Umkehrstrahlposition,
  • Fig. 10 und 11 zeigen eine Ausführungsform der Erfindung durch Betätigen eines zentralen stromaufwärtigen Pleuels in Direktstrahlposition bzw. in Umkehrstrahlposition,
  • Fig. 12 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, die die möglichen stromabwärtigen Zuschnitte der Schale erkennen läßt, in einer perspektivischen Darstellung in einer Ansicht von hinten,
  • Fig. 13 und 14 zeigen in einer Ausführungsform der Erfindung die Schale, die die innere Struktur der Gondel vollständig abdeckt, in Direktstrahlposition bzw. in Umkehrstrahlposition,
  • Fig. 15 und 16 zeigen in einer nach Fig. 13 und 14 definierten Ausführungsform eine zusätzliche Öffnung in der festen Struktur der Gondel in der Direktstrahlposition bzw. in der Umkehrstrahlposition.
  • Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform besitzt die Gondel 14 eine Schubumkehrvorrichtung 16, deren beweglicher Teil in dem dargestellten Beispiel aus vier verstellbaren Elementen oder Schalen besteht (es können ein, zwei, drei, vier oder sogar mehr als vier sein). Die Außenfläche 18 jeder Schale 17 bildet einen Teil der Außenfläche 19 der Gondel 14 und liegt in deren Verlängerung. Ein stromaufwärtiger Teil 21 der Schale 17 überdeckt außen einen stromabwärtigen Teil 22 der festen Struktur 20 der Gondel. Die stromabwärtige Kante 15 der Schale 17 bildet einen Teil des Auswurfquerschnitts der Düse des Sekundärkanals. Ein stromabwärtiger Teil 23 der Schale 17 liegt in der stromabwärtigen Verlängerung der festen Struktur 20 der Gondel. Die Bezeichnungen "stromaufwärts" und "stromabwärts" sind hier relativ zu der normalen Zirkulationsrichtung der Gase in dem Turbostrahltriebwerk im Direktstrahlbetrieb definiert. Die Innenfläche 24 des genannten stromabwärtigen Teils 23 der Schale 17 schließt an die Innenfläche 25 des stromabwärtigen Teils 22 der festen Struktur 20 der Gondel an und bildet so die äußere Begrenzung des sekundären Zirkulationskanals 15 der kalten Sekundärströmung, die durch den Pfeil 26 angedeutet ist.
  • Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, die aus stromaufwärtigen und stromabwärtigen Pleueln 36 bzw. 27 besteht, die zur stromabwärtigen Seite der Seitenwände der festen Struktur 20 (oder der Träger 52) hin durch ein Gelenk 32 bzw. 29 miteinander verbunden sind und in Punkten 31 bzw. 28 gelenkig an den Seitenwänden der Schalen 17 befestigt sind.
  • In der Direktstrahlposition befinden sich die stromaufwärtigen und stromabwärtigen Pleuel 36 bzw. 27 in der Wanddicke des Trägers 52 zwischen der Wandung der äußeren Strömung des ringförmigen Kanals 15 und der Außenfläche 19 der festen Struktur 20 der Gondel. Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung dieser Ausführungsform der Erfindung in Direktstrahlposition.
  • Ein seitlicher Antriebszylinder 40 ist an der festen Struktur 20 in einem Drehpunkt 42 fixiert, der am Ende oder in einem beliebigen Punkt entlang der Länge des Zylinderkörpers liegt. Dieser Antriebszylinder kann ein einfacher, teleskopischer, hydraulischer, elektrischer oder pneumatischer Zylinder sein.
  • Der Anschlagpunkt 41 des Antriebszylinders an dem stromaufwärtigen Pleuel 36 liegt an einer beliebigen Stelle zwischen den beiden Drehzapfen 31 und 32 des stromaufwärtigen Pleuels 36, den der einschlägige Fachmann den Erfordernissen entsprechend festlegt. Für das Aggregat der Schalen 17 können ein oder zwei Antriebszylinder benutzt werden. Es ist zu beachten, daß der Antrieb unter den gleichen Umständen, wie sie vorangehend erläutert wurden, auch durch den stromabwärtigen Pleuel 27 erfolgen kann.
  • Der Antriebszylinder 40 kann auch in dem Träger 52 angeordnet sein. Ein einziger Antriebszylinder kann zwei Schalen antreiben.
  • Fig. 4 zeigt den Antriebszylinder 40 für den Antrieb des stromaufwärtigen Pleuels 36. Er dreht sich um seinen Gelenkpunkt 32. Der stromaufwärtige Pleuel 36 nimmt bei seiner Verschwenkung zur stromabwärtigen Seite die Schale 17 mit. Die Betätigung und der Winkel der Schale 17 werden in jeder Betätigungsphase und in der Direktstrahlposition durch den stromabwärtigen Pleuel 27 gewährleistet. Das Verschwenken der Schale 17 wird durch die Winkeldifferenz zwischen den beiden Pleueln zwischen der Direktstrahlphase und der Umkehrstrahlphase bewirkt.
  • Der Öffnungsabstand zur stromabwärtigen Seite der Gondel hin, der Winkel und die Position der Schale 17 sind so festgelegt, daß sie der angestrebten aerodynamischen Wirkung entsprechen. Sie sind eine Funktion der festen Drehpunkte 32 und 29, der Länge der stromaufwärtigen und stromabwärtigen Pleuel 36 bzw. 27 und der Anschlagpositionen der Pleuel an der Schale 17 in den Punkten 31 und 28.
  • Die Ablenkkante 56 kann eine Form und einen Zuschnitt haben, die an die aerodynamischen Erfordernisse im Direktstrahlbetrieb und vor allem im Umkehrstrahlbetrieb angepaßt sind. Der innere Teil 57 der Schale 17 ist auf die Form in der Ablenkkante 56 abgestimmt.
  • Stromabwärts des stromabwärtigen Teils 22 der festen Struktur 20 kann eine Dichtung 50 angebracht sein, um den Einfluß der Kraft zu minimieren, den die in dem Ringkanal 15 zirkulierende Strömung auf das Innere der Schale 17 ausübt.
  • Die Verriegelung der Schalen 17 in der Direktstrahlposition kann in an sich bekannter Weise entweder an den stromaufwärtigen und/oder stromabwärtigen Pleueln 36 bzw. 27 erfolgen oder an einem Teil der Innenwandung der Schale 17, die den stromabwärtigen Teil 22 der festen Struktur 20 der Gondel überdeckt, oder an dem stromaufwärtigen Teil der Schale 17.
  • In der Endphase der Strahlumkehr kann die Schale 17 auf dem stromabwärtigen Teil 15 ruhen und an der Struktur 30 anliegen, oder aber der Antriebszylinder kann den Hub der Schale 17 begrenzen.
  • Fig. 6 und 7 zeigen einen Antrieb durch einen teleskopischen Antriebszylinder 40, wobei der Antriebszylinder in je nach dem dem auf der stromaufwärtigen Seite der Gondel verfügbaren Platz jedoch auch ein einfacher Zylinder sein kann. Dieser kann mit dem stromaufwärtigen Pleuel 36 in dessen Anschlagpunkt 31 mit der Schale 17 oder aber auch in einem Zwischenpunkt zwischen den Gelenkpunkten 31 und 32 des stromaufwärtigen Pleuels verbunden sein. Der Antriebszylinder 40 kann die Schale 17 auch mit Hilfe des Pleuels 27 unter den gleichen Bedingungen antreiben, wie sie für den stromaufwärtigen Pleuel 36 gelten.
  • Fig. 8 und 9 zeigen einen Antrieb der Schale 17 durch einen teleskopischen Kolben 40 in der zentralen Achse der Schale 17, wobei der Kolben je nach dem auf der stromaufwärtigen Seite der Gondel verfügbaren Platz ein einfacher Kolben sein kann. Der Anschlag 58 der Kolbenstange an dem Innern der Schale 17 liegt in einer Zone zwischen dem stromaufwärtigen Endbereich und der Mitte auf der Innenseite der Schale 17.
  • Fig. 10 und 11 zeigen eine Kinematik, die durch einen Antrieb des stromaufwärtigen Pleuels 35 realisiert ist, der in dem zentralen Teil der Schale 17 angeordnet ist. Der stromaufwärtige Pleuel 36 ist in einem Drehpunkt 32 an dem stromabwärtigen Teil 22 der festen Struktur 20 angeschlagen oder, wie in den Figuren dargestellt, an einem Ansatz 51 des stromabwärtigen Teils 22 der festen Struktur 20 der Gondel.
  • Dies kann ein einziger Pleuel 36 sein oder es können mehrere Pleuel, die in der Achse der Schale 17 oder gegenüber der Achse versetzt zwischen der longitudinalen Mitte der Schale 17 und ihren seitlichen Endbereichen liegen. Der Anschlagpunkt 31 des stromabwärtigen Pleuels 36 an der Schale liegt in einem Bereich in der Nähe der stromaufwärtigen Seite der Schale. Der Antrieb durch den Antriebszylinder erfolgt unter den gleichen Bedingungen wie sie anhand von Fig. 3 bis 9 bereits erläutert wurden. Je nach der für den Anschlagpunkt des Pleuels 36 in Betracht gezogenen Stelle in einer so weit wie möglich stromabwärts liegenden Stellung relativ zu der stromabwärtigen Innenfläche 24 der Schale 17, kann letztere selbstschließend gestaltet werden.
  • Da die Schale 17 auf der stromaufwärtigen Seite z. B. mit Hilfe eines oder mehrerer Bolzen gehalten wird, die ihre teilweise Verschwenkung an diesem Ende ermöglichen, kann ein Antriebssystem, das ein Nocken- oder ein anderes dem einschlägigen Fachmann bekanntes System sein kann, den (die) Punkt(e) 32 des Pleuels 36 oder den (die) Punkt(e) 29 des Pleuels 27 beweglich gestalten und so ein Hervortreten des stromabwärtigen Teils der Schale ermöglichen. Dieses System ermöglicht eine variable Düse in Verbindung mit den Schalen der Schubumkehrvorrichtung.
  • Fig. 12 zeigt die Schalen 17 in Strahlumkehrposition in einer Ausführungsform der Erfindung. Der stromabwärtige Zuschnitt 15 der Schalen 17 kann eine Form annehmen, die sich an die Außenstruktur des Motorraums 30 anpaßt, um im Strahlumkehrbetrieb die Leckverluste zwischen den Schalen und der den Motorraum umgebenden Struktur zu optimieren. Desgleichen können die Schalen 17 abgeschnittene Ecken, wie die Ecken 34 und 35 aufweisen, um die Leckverluste der Schalen zu regulieren und den Durchsatz der Umkehrströmung, insbesondere das Verhältnis des Gegenschubs zu dem Restschub, anzupassen.
  • Fig. 13 und 14 zeigen eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der die Sehale 37 den Außenraum des stromabwärtigen Teils 38 der festen Struktur 20 der Gondel 14 vollständig abdeckt. Die Innenfläche 25 des stromabwärtigen Teils 38 endet auf der stromabwärtigen Seite in einem festen Verlängerungsteil 38a. Der Teil 38a begrenzt einerseits im Direktstrahlbetrieb auf der Außenseite die Außenfläche der Gondel in der Verlängerung der Außenfläche 18 der Schale 37 und andererseits auf der Innenseite die Außenfläche des stromabwärtigen Teils des Kanals 15 der Sekundärströmung 16. Der Endbereich 43 des Teils 38a bildet so im Direktstrahlbetrieb eine Austrittskante und im Schubumkehrbetrieb, wie er in Fig. 14 dargestellt ist, eine Ablenkkante, die einen Rand des von der Schale 37 erzeugten Umlenkschachts begrenzt. Das Steuersystem für die Bewegungen und die Verriegelung der Schalen 37 können die gleichen sein, wie sie für die in Fig. 3 bis 11 dargestellten Ausführungsformen beschrieben wurden.
  • Der stromabwärtige Zuschnitt 53 der Schalen 37 kann eine Form annehmen, die an den im Strahlumkehrbetrieb angestrebten Effekt angepaßt ist, um das gewünschte Spiel zwischen der Außenstruktur des Motorraums 30 und den Schalen 37 zu erreichen, ohne daß der Endbereich 43 der Austrittskante der Gondel beeinträchtigt wird.
  • Fig. 15 und 16 zeigen eine Variante der in Fig. 13 und 14 dargestellten Ausführungsform der Erfindung. Zur Vergrößerung des Durchgangs der Strömung oder zur Lenkung von Strömungsschichten im Strahlumkehrbetrieb, kann (können) eine (oder sogar mehrere) Öffnung 54 in dem stromabwärtigen Teil 38 der festen Struktur 20 der Gondel angebracht sein. Diese Öffnung (oder Öffnungen) 54 wird (werden) im Direktstrahlmodus von einem inneren Teil 55 der Schale 37 verschlossen. Die Oberfläche dieses Teils 55 der Schale schließt sich an die Innenfläche 25 und 25a des stromabwärtigen Teils 38 der festen Struktur 20 der Gondel an.
  • Die Zahl dieser Öffnungen 54, ihre Länge, ihre Breite und ihr Zuschnitt sind so gewählt, daß im Strahlumkehrmodus die gewünschten Leistungsmerkmale erreicht werden.

Claims (8)

1. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk mit verstellbaren Elementen oder Schalen (17; 37), die sich in geschlossener Stellung in die Außenwand des ringförmigen Kanals des Sekundärstroms einfügen und in ausgefahrener Stellung Hindernisse zur Ablenkung des Sekundärstroms bilden können, die eine Schubumkehr bewirken, wobei die genannten Schalen (17; 37) mit Verstellungsmitteln, wie Antriebszylindern, verbunden sind und wobei wenigstens ein stromaufwärtiger Teil (21) jeder Schale (17) der Schubumkehrvorrichtung im Direktstrahlbetrieb einen inneren Teil (22) einer die Außenwand des Kanals (15) des Sekundärstroms bildenden festen Struktur überdeckt, so daß die Außenfläche (18) der Schale (17) in Verlängerung der Außenfläche (19) der genannten festen Struktur (20) einen Teil der Außenfläche der Gondel (14) bildet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schalen (17; 37) von wenigstens einem stromaufwärtigen Pleuel (36) und wenigstens einem stromabwärtigen Pleuel (27) in Bewegung geracht werden, wobei die Pleuel (36, 27) gelenkig mit den Seitenwänden der Schalen verbunden und außerdem an der festen Struktur der Gondel befestigt sind und im Direktstrahlbetrieb in der Wandstärke des festen Trägers angeordnet sind, der zwei Schalen (17; 37) voneinander trennt, so daß die Auslenkung der Pleuel im Direktstrahlbetrieb keinen merkbaren Einschnitt in der festen Struktur hervorruft.
2. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk nach Anspruch 1, bei der die Pleuel (27, 36) mit Hilfe wenigstens eines Antriebszylinders bewegt werden, der mit einem der Pleuel verbunden und im Direktstrahlbetrieb in der Wandstärke der Gondelstruktur angeordnet ist.
3. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk nach Anspruch 2, beider der Verbindungspunkt zwischen dem Antriebszylinder und dem Pleuel in einem Zwischenpunkt zwischen den Gelenkpunkten des Pleuels liegt.
4. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk nach Anspruch 2, bei der der Verbindungspunkt zwischen dem Antriebszylinder und dem Pleuel in dem Gelenkpunkt des Pleuels an der Schale liegt.
5. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk nach Anspruch 1, bei der der Antriebszylinder zum Bewegen der Schale in der Längsachse der Schale angeordnet und mit der Schale direkt verbunden ist.
6. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk nach Anspruch 1, bei der ein stromaufwärtiger Pleuel (36), der in dem zentralen Teil der Schale (17) angeordnet ist, an einem Gelenkzapfen (32) gelenkig gelagert ist, der an dem stromaufwärtigen Teil (22) der festen Struktur (20) angeordnet ist.
7. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der der genannte innere Teil (38) der festen Struktur, der im Direktstrahlbetrieb von der Schale (37) insgesamt überdeckt wird, von einem festen stromabwärtigen Teil (38a) verlängert wird, der einerseits im Direktstrahlbetrieb auf der Außenseite die Außenfläche der Gondel in der Verlängerung der Außenfläche der Schale begrenzt, andererseits auf der Innenseite in allen Betriebskonfigurationen die Außenfläche des stromabwärtigen Teils des Kanals (15) des Sekundärstroms begrenzt, so daß er im Direktstrahlbetrieb eine Austrittskante (43) und im Schubumkehrbetrieb eine Ablenkkante (43) bildet, die einen Schubumkehrschacht begrenzt.
8. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreis-Turbostrahltriebwerk nach Anspruch 7, bei der der stromabwärtige Teil (38) der festen Struktur wenigstens eine Öffnung (54) aufweist, die im Direktstrahlbetrieb von einem inneren Teil (55) der Schale (37) verschlossen wird.
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