DE69714868T2 - Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen waschen von textilien unter ultraschalleinfluss - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen waschen von textilien unter ultraschalleinfluss

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Description

    TECHNISCHES GEBIET
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Ultraschallsystem zum kontinuierlichen Reinigen fester Materialien, welche eine große Oberfläche haben, in Form von Tafeln oder Platten, insbesondere flexible Materialien, wie beispielsweise Gewebe, Plastik, etc.
  • Ultraschallenergie ist kommerziell verwendet worden beim industriellen Reinigen von Teilen aus festen Materialien, insbesondere von solchen, welche komplexe Geometrien haben. Die Reinigungswirkung von Hochintensitäts-Ultraschallwellen beruht hauptsächlich auf Effekten, die mit dem Phänomen der akustischen Kavitation zusammenhängen (Ausbildung und Implosion von Bläschen), wie beispielsweise Erosion, Agitation und Dispersion des Schmutzes, Verursachen von chemischen Reaktionen auf den zu reinigenden Oberflächen, Penetration der Reinigungslösung in Poren und Risse, etc.
  • STAND DER TECHNIK
  • Die Anwendung von Ultraschallwellen zum Waschen von flexiblen Materialien und insbesondere Textilien ist in den letzten Jahren ausprobiert worden. Die Strategien waren in Richtung der Produktion von Kavitation im gesamten Volumen der Flüssigkeit gerichtet, in welcher die zu reinigenden Materialien platziert sind. Diese Systeme haben keine kommerzielle Entwicklung erreicht, möglicherweise weil sie signifikante Nachteile haben. Die Verwendung eines großen Volumens von Flüssigkeit tendiert dazu, einen hohen Verbrauch der Flüssigkeit zu implizieren. Andererseits ist es praktisch unmöglich, eine homogene Verteilung des akustischen Felds in dem gesamten Waschvolumen zu erzielen. Dies verursacht eine Energieverschwendung (in den Bereichen geringer akustischer Energie wird die Kavitationsschwelle nicht erreicht und eine Reinigung findet nicht statt) und führt dazu, dass das Waschen unregelmäßig wird. Um diese Situation zu überwinden, muss die Waschzeit gesteigert werden, die Behandlung muss mit einem geringen Anteil an zu waschendem Material pro Volumen an Flüssigkeit durchgeführt werden, und dieses Material muss bewegt werden, so dass es durch die Bereiche der maximalen Energie des Waschhohlraums hindurchtritt. Außerdem bestehen weitere Schwierigkeiten, die sich aus dem Gasanteil in der Flüssigkeit und aus der Anwesenheit von Bläschen zwischen den zu waschenden Materialien ergeben. Tatsächlich werden gemäß dem spanischen Patent Nr. 9401960 nur gute Ergebnisse erzielt durch Entgasen der Flüssigkeit, so dass die Konzentration des Gases weniger als 50% der Sättigungskonzentration beträgt. In gleicher Art und Weise sind Verfahren zum Entgasen der Waschflüssigkeit in den Patenten EP 9320-1142.2 und FR- 9304627 vorgeschlagen.
  • Die voran beschriebenen Probleme haben praktische Begrenzungen impliziert, welche bis jetzt die industriellkommerzielle Entwicklung von Ultraschallsystemen zum Waschen von Textilien und flexiblen Materialien verhindert haben. Heutzutage werden konventionelle Waschvorgänge in Stapeln, welche einen signifikanten Verbrauch an Wasser, Waschmittel und Energie erfordern, in industriellen Wäschereien verwendet. Außerdem ist das Handhabungssystem sehr aufwendig. Die kontinuierlichen Waschvorgänge, welche zuweilen einzuführen versucht worden sind, waren nicht erfolgreich aufgrund der geringen erreichten Reinigungsstufe, die erreicht wurde, wenn traditionelle Waschverfahren verwendet wurden. Das Patent GB-687970 beschreibt eine Vorrichtung zum Behandeln von Textilien und anderen fasrigen Materialien in mit Flüssigkeit befüllten Tanks, in welchen die Materialien kontinuierlich geführt wurden, wobei diese Tanks Mittel zum Erzeugen von Schwingungen auf wiesen. Der Zweck der erzeugten Schwingungen bestand jedoch nur darin, eine intensive Bewegung der Flüssigkeit auf und in den fasrigen Materialien zu erzeugen. In diesem Patent sind zumindest zwei Elemente in die Flüssigkeit in dem Tank eingetaucht und um einen bestimmten Abstand zueinander hinweisend voneinander beabstandet, so dass sie einen Zwischenraum für den Durchtritt der zu behandelnden Materialien belassen.
  • Das Verfahren und das Ultraschallsystem, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, haben einige Merkmale, welche es schaffen, die Probleme der früheren Ultraschallsysteme, wie beispielsweise die Anforderung von großen Wasservolumina, die Notwendigkeit, die Stücke zu rühren, oder das Entgasen größtenteils zu lösen. Gleichzeitig ist dieses Verfahren geeignet für die kontinuierliche Behandlung, da seine Wirkung schnell eintritt.
  • BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Das Verfahren, auf das sich die vorliegende Erfindung bezieht, basiert auf der Verwendung von Ultraschallenergie, welche, wie bekannt ist, ein nützliches Werkzeug sein kann, um den Waschvorgang zu verbessern und zu beschleunigen. Der Unterschied, der diese Erfindung kennzeichnet, ist, dass Ultraschallschwingungen auf die zu waschenden Materialien mittels Schwingungsplatten aufgebracht werden, welche in direkten Kontakt mit diesen Materialien gebracht werden, welche in einer seichten Flüssigkeitsschicht eingetaucht sein müssen. Dieser Reinigungsvorgang kann ergänzt werden durch unmittelbares Spülen und, wenn die Materialien aus der Flüssigkeit herausgenommen sind, kann noch einmal Ultraschallenergie aufgebracht werden durch Kontakt, um einen beträchtlichen Teil des Flüssigkeitsanteils in dem gewaschenen Material zu eliminieren, was zu einem Vortrockeneffekt führt. In gleicher Art und Weise bezieht sich die Erfindung auf eine Einrichtung, die zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens geeignet ist. Diese Einrichtung ist insbesondere geeignet, Materialien mit einer großen Oberfläche zu behandeln, d. h. Materialien in Form eines Bandes, Streifens oder einer Tafel. Die Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie die notwendigen Mittel aufweist, um akustische Energie direkt auf die zu waschenden Materialien aufzubringen, und zwar mittels plattenförmiger Strahler, die durch piezoelektrische oder magnetostriktive Anreger aktiviert werden. Diese Strahler können in Kontakt mit den Materialien sein oder sich sehr nahe an den Materialien befinden, wobei die Kontaktoberfläche in der Waschflüssigkeit eingetaucht ist. Diese Flüssigkeit, welche jede Reinigungslösung sein kann, allgemein eine wässrige Lösung, braucht nicht entgast zu werden.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Das erfindungsgemäße Verfahren weist die folgenden Schritte auf: a) Befeuchten des Materials in einer Reinigungslösung, b) Eliminieren des Schmutzes oder der verunreinigenden Substanzen von dem Material durch das Aufbringen von Schwingungen, die durch zumindest eine Platte verursacht werden, welche in Kontakt mit dem Material oder sehr nahe an dem Material (mindestens 10 mm) bei einer Frequenz Biegeschwingungen durchführt, die einer ihrer Resonanzmodi entspricht, wobei die Frequenz eine hohe Frequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist; c) Ausspülen in einer Lage aus Wasser oder sauberer Flüssigkeit, was das Behandeln des Materials mit Schwingungen beinhaltet, die durch zumindest eine Platte verursacht werden, welche bei einer Frequenz Biegeschwingungen durchführt, die einer ihrer Resonanzmodi entspricht, wobei diese Frequenz eine hohe Frequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist; und d) Vortrocknen des Materials durch Aufbringen von Ultraschallschwingungen durch Kontakt mit dem Material außerhalb der Flüssigkeit.
  • Das Entfernen des Schmutzes oder der verunreinigenden Substanzen wird durchgeführt als Ergebnis des Aussetzens des Materials zu den Schwingungen (oder zu einem sehr nahen akustischen Feld) der plattenförmigen Ultraschallstrahler mit großer Oberfläche. Der Reinigungseffekt ist so schnell, dass die zu reinigenden Materialien kontinuierlich an der schwingenden Oberfläche (oder durch das sehr nahe akustische Feld) vorbeilaufen können, und zwar bei einer bestimmten Geschwindigkeit im Bereich von einigen cm(s), so dass das Material den Bereich des intensiven akustischen Felds nur während einer kurzen Zeit besetzt.
  • Für einen reibungsfreien Ablauf des Verfahrens kann eine Relativbewegung zwischen dem strahlenden Element und dem zu behandelnden Material vorgesehen sein, sowie die gleichzeitige Verwendung von mehreren schwingenden Platten.
  • Die schwingenden Platten mit großer Oberfläche schwingen bei der Anregungsfrequenz, welche so gewählt ist, dass sie mit einem der Biegeresonanzmodi der Platten übereinstimmt. Es hat sich herausgestellt, dass das sehr nahe akustische Feld fast so effizient ist wie die direkte Schwingung der Platte selbst, weil seine Auslenkung proportional zu deren Schwingungsamplitude ist.
  • Obwohl die Biegeschwingung der Platten Amplituden-Maxima und -Minima auf weist, wird die Homogenität in dem Wascheffekt erzielt durch Auslenken des Materials so, dass jeder Teil des Materials während der gleichen Gesamtzeit Bereichen des intensiven akustischen Felds ausgesetzt worden ist. Beispielsweise können wir als ein Beispiel rechteckige Platten nehmen, die Biegeschwingungen durchführen mit Knotenlinien parallel zur längsten Seite, welche einen gleichmäßigen Wascheffekt auf Material haben, welches parallel zu oder in Kontakt mit der Oberfläche in der Richtung gleitet, die durch die kürzeste Seite markiert ist.
  • Die zu verwendenden Reinigungslösungen können eine wässrige Lösung sein mit aktiven Oberflächenwirkstoffen, welche noch weitere Additive, wie beispielsweise Enzyme, Weißmacher, etc. beinhalten kann; die Waschlösung kann auch eine nicht - wässrige Lösung sein. Außerdem können die flüssigen Mittel jede Konzentration von gelöstem Gas haben.
  • Nach dem Schritt des Entfernens von Schmutz wird das Material ausgespült. Der Spülschritt wird ebenfalls in einer Flüssigkeitsschicht durchgeführt und kann auch verbessert werden durch Anwenden von Ultraschallwellen auf gleiche Art und Weise wie im Schritt des Entfernens von Verunreinigungen; der Spülschritt beinhaltet das Behandeln des Materials mit Schwingungen, die durch zumindest eine Platte verursacht werden, welche Biegeschwingungen durchführt bei einer Frequenz, die einer ihrer Resonanzmodi entspricht, wobei diese Frequenz eine hohe Schallfrequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist.
  • Es kann einen oder mehrere Reinigungs- und Spülschritte geben. Anschließend und vor dem herkömmlichen Trocknungsschritt kann ein Vortrocknungs- oder Entwässerungsschritt durch Aufbringen der Ultraschallschwingungsplatten in Kontakt mit dem Material in Luft durchgeführt werden. Ein Vorgang des Atomisierens und Pumpens eines großen Anteils der in dem Material vorhandenen Flüssigkeit nach außen wird durchgeführt, und dieser Vorgang erleichtert das anschließende Trocknen.
  • Neben dem beschriebenen Waschverfahren ist auch eine Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens ein Ziel dieses Patents. Die Einrichtung ist ein Waschsystem oder System zum Entfernen der ausgebildeten Verunreinigungen durch zumindest eine Platte, welche Biegeschwingungen durchführt bei einer Frequenz, die einem ihrer Resonanzmodi entspricht, wobei diese Frequenz eine hohe Schallfrequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist, und wobei die schwingende Platte zumindest eine Oberfläche in der Reinigungslösung eingetaucht hat. Die Gestalt der Platte kann quadratisch, rechteckig, kreisförmig oder auch anders sein. Die Dicke der Platte kann konstant sein, kann jedoch auch gestuft oder kontinuierlich variiert sein, um die Verteilung der Amplituden der Auslenkung der Platte zu modifizieren und allgemein die gewünschte natürliche Form und Frequenzen der Schwingung zu erzielen. Falls gekrümmte Oberflächen gereinigt werden sollen, kann das strahlende Element auch eine Krümmung haben, um sich an die zu reinigenden Oberflächen anzupassen. Ein Beispiel ist die Figur Nr. 5.
  • Die Reinigungslösung bildet eine sehr dünne Schicht, in welcher die zu reinigende Oberfläche eingetaucht ist und die Oberfläche des strahlenden Elements. Es gibt Mittel, um die Flüssigkeit auszutauschen.
  • Die strahlende Ultraschallplatte wird angeregt durch einen Schwinger der piezoelektrischen oder magnetostriktiven Art, der durch elektronische Ausstattung angetrieben ist. Der Schwinger besteht aus einem Transduktionselement und aus einem mechanischen Schwingungsverstärker, welcher abgestuft, konisch, katenoid oder anders sein kann. Dieser Verstärker regt direkt die schwingende Platte in der Mitte oder an einer anderen Stelle oder an anderen Stellen an.
  • Die elektronische Ausstattung wird allgemein ein Signal kontinuierlich produzieren mit einer festen Frequenz und Amplitude, aber Arbeitszyklen können erstellt werden, in welchen sich die Frequenz ändert, um gleichmäßigere Ergebnisse zu erzielen, oder in welchen die Amplitude für einige Zyklen stark reduziert wird, um die Kavitation in den verbleibenden zu verstärken.
  • Das Spülsystem kann auch auf Platten basieren, die bei einer hohen Schallfrequenz oder einer Ultraschallfrequenz, die einem ihrer Resonanzmodi entspricht. Biegeschwingungen durchführt.
  • Das Vortrocknungs- oder Entwässerungssystem kann auch auf Platten basieren, die bei einer hohen Schallfrequenz oder einer Ultraschallfrequenz Biegeschwingungen durchführen, die einem ihrer Resonanzmodi entspricht; die schwingenden Platten werden in einem Luftmedium arbeiten, an dem Material in Kontakt mit der schwingenden Oberfläche vorbeilaufen, so orientiert, dass die herausgestoßenen Tropfen sich nicht wieder auf dem Material absetzen.
  • Das Materialbeförderungssystem und/oder Bewegungssystem des Ultraschallgenerators wird von dem zu behandelnden Material abhängen. Im Fall von Geweben kann es auf einem System aus Antriebsrollen basieren. Im Fall von losen Teilen aus textilem Material kann eine Art Förderband mit einem System, um das Material flach zu platzieren, verwendet werden. Im Fall von im Wesentlichen eindimensionalen Materialien, wie beispielsweise Fäden, Kabeln, etc. kann eine Gruppe dieser Materialien behandelt werden, indem diese zweidimensional zusammengruppiert in Form von Bändern, Streifen, Tafeln und Schichten befördert werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann die Anwendung verschiedener Waschschritte mit unterschiedlichen Lösungen oder mehrere Wasch- und Spülzyklen erfordern.
  • BEISPIELE VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Um ein besseres Verständnis zu erzeugen, sind einige Zeichnungen, welche unterschiedliche Möglichkeiten zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigen, auf erläuternde und nicht beschränkende Art und Weise dargestellt.
  • Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform des Gegenstands dieses Patents, geeignet für kontinuierliche und flexible Materialien, welche von links nach rechts in der Zeichnung bewegt werden. Die Einrichtung zum Entfernen von Schmutz und Verunreinigungen besteht aus einem Ultraschallschwingplattenemitter, angeregt durch einen elektronischen Energiegenerator 1, welcher ein Signal mit der gewünschten Frequenz produziert. Die Umwandlung der elektrischen Energie in mechanische Energie findet in einem piezoelektrischen oder magnetostriktiven Umwandler 2 statt. Die mechanische Energie wird übertragen mittels eines mechanischen Verstärkers 3 an das strahlende Element 4. Das strahlende Element 4 hat die Gestalt einer rechteckigen Platte mit einem Profil, das in seinem hinteren Teil abgestuft ist und das teilweise in dem flüssigen Medium 5 eingetaucht ist, welches sich in einem flachen Behälter 6 befindet, so dass weniger als die halbe Länge der akustischen Welle sich in der Flüssigkeit befindet. Der. Behälter hat ein System 7, um die Flüssigkeit auszutauschen. Das Material 12 wird mittels eines Fördersystems 8 so befördert, dass es in Kontakt mit dem strahlenden Element 4 oder sehr nahe daran vorbeiläuft. Vor diesem Schritt ist das Material 12 durch einen Befeuchtungsbereich 9 hindurchgetreten. Nach dem Reinigungsschritt wird das Material 12 in einem sauberen Wasserbad 10 gespült. Das Spülen kann unterstützt werden durch Anwenden eines Ultraschallsystems ähnlich dem für das Reinigen verwendeten. Schließlich wird das Material 12 in 11 gespült durch Anwenden von Ultraschallwellen in einem Luftmedium.
  • Fig. 2 ist eine Zeichnung einer anderen Anordnung, in welcher die beiden Oberflächen einer flachen Platte verwendet werden. Das zu behandelnde Material 12 läuft in Kontakt mit der Platte vorbei, welche vollständig eingetaucht ist, und zwar in der normalen Richtung der Ebene der Zeichnung, und es kann einmal, zweimal oder viermal über das gleiche strahlende Element hinüberlaufen. Vier unabhängige Stücke des Materials 12 können auch gleichzeitig behandelt werden. Die Oberfläche der Flüssigkeit kann frei sein, in Kontakt mit der Luft, ist jedoch vorzugsweise durch ein Reflektorelement 13 begrenzt. Das Element 7a ermöglicht den Austausch der Flüssigkeit.
  • Fig. 3 zeigt ein System, welches besser geeignet ist, um dickeres Material 12 zu behandeln, das aus losen Teilen besteht, welche ausgebreitet sind und über einige Förderbänder oder ähnliche Förderelemente 8a gedrückt worden sind. Es gibt einen kontinuierlichen Fluss der Waschlösung durch 14, welcher es ermöglicht, einen konstanten Level der Flüssigkeit aufrechtzuerhalten. Es gibt einige Rückhalteelemente 15, welche den Fluss der Flüssigkeit steuern, die entweicht, und zwar so, dass die schwingende Platte 16 teilweise eingetaucht ist.
  • Fig. 4 zeigt eine schwingende Platte 16a mit einem halbzylindrischen Hohlraum, der eine Flüssigkeitsschicht beinhalten kann, welche zwischen der Platte und einem Zylinder ausgeformt ist, welcher als Einrichtung zum Befördern des zu reinigenden Materials 12 dient. Die Flüssigkeit kann durch 7a hindurch eingespritzt werden und durch 7b hindurch entweichen. Öffnungen 7c und 7d in der schwingenden Platte 16a selbst können verwendet werden, um die Flüssigkeit auszutauschen.
  • Fig. 5 ist eine Zeichnung einer anderen möglichen Anordnung. In diesem Fall ist die zu reinigende Flüssigkeit zylindrisch. Die dünne Flüssigkeitsschicht wird ausgebildet in dynamischer Art und Weise durch die konstante Zuführung von Flüssigkeit, welche aus 7e herauskommt und durch 7f hindurch entweicht. In diesem Fall ist die schwingende Platte 16b konkav und bedeckt nicht den gesamten zu behandelnden Bereich, wobei die Platte sowie das Flüssigkeitszuführungssystem mit Bewegung versehen ist, wie beispielsweise derjenigen, die durch die Pfeile gekennzeichnet ist, so dass Zugang zu der gesamten zu reinigenden Oberfläche besteht. Der Zylinder kann auch eine Drehbewegung um seine Achse herum haben.
  • Fig. 6 zeigt beispielhaft die Verwendung von mehr als einer Platte 16c und 16d, die gleichzeitig auf zwei Seiten des zu behandelnden Materials 12 einwirken. Die Frequenz kann die gleiche oder eine andere sein. Unterschiedliche Frequenzen können verwendet werden, um gleichmäßigere Ergebnisse zu erzielen.

Claims (14)

1. Verfahren zum kontinuierlichen Waschen von festen Materialien (12) unter Ultraschalleinfluss in einem flüssigen Medium (5), wobei die Materialien (12) in Form von Bahnen, Streifen, Bändern oder Schichten mit einer großen Oberfläche vorgesehen sind, wie beispielsweise Textilien, Gewebe, Plastik oder im Wesentlichen eindimensionale Materialien, wie Fäden und Kabel, die zweidimensional gruppiert sind, um ein Band auszubilden, mit den folgenden Schritten:
- Befeuchten der zu reinigenden Oberflächen,
- Entfernen des Schmutzes oder der verunreinigenden Substanzen,
- Spülen und
- Trocknen,
wobei das zu reinigende Material (12) in eine feine Schicht aus Flüssigkeit eingetaucht oder damit bedeckt wird, und wobei das Material (12) sich in Kontakt mit oder sehr nahe an zumindest einer schwingenden Platte (16) befindet,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Platte (16) eine Biegeschwingung ausführt bei einer Frequenz, welche einem ihrer Resonanzmoden entspricht, und dass diese Frequenz eine hochfrequente Schallfrequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu reinigenden Materialien (12) in Form von Bändern, Streifen, Bahnen oder Schichten im Wesentlichen zweidimensional platziert durch das Reinigungssystem hindurchbefördert werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Medium (5) eine Reinigungslösung ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 und 3, gekennzeichnet durch eine Relativbewegung zwischen der schwingenden Platte (16) und dem zu behandelnden Material (12).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zu behandelnde Material (12) kontinuierlich entlang der zumindest einen schwingenden Platte (16) so befördert wird, dass alle Bereiche des Materials den Schwingungen, die durch die zumindest eine Schwingende Platte (16) erzeugt werden, für einen gleichen Zeitraum ausgesetzt sind.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungen durch mehrere schwingende Platten (16c und 16d) gleichzeitig aufgebracht werden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülvorgang das Behandeln des Materials (12) mit Schwingungen beinhaltet, die durch zumindest eine Platte erzeugt werden, welche bei einer Frequenz, welche einem ihrer Resonanzmoden entspricht, eine Biegeschwingung ausführt, wobei die Frequenz eine hochfrequente Schallfrequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vortrocknen oder Entwässern nach dem Waschen das Aufbringen von Ultraschallschwingung von zumindest einer Platte, die in Luft abstrahlt, auf das Material (12) beinhaltet, und zwar so, dass das zu behandelnde Material (12) in Kontakt mit schwingenden Oberflächen dieser schwingenden Platten dort entlangläuft.
9. Vorrichtung zum Waschen von festen Materialien (12) unter Ultraschalleinfluss in einem flüssigen Medium (5), welche Materialien (12) in Form von Bahnen, Streifen, Bändern oder Schichten mit einer großen Oberfläche vorgesehen sind, wie beispielsweise Textilien, Gewebe, Plastik oder im Wesentlichen eindimensionale Materialien, wie Fäden und Kabel, die zweidimensional gruppiert sind, um ein Band auszubilden, wobei die Vorrichtung ein Schmutzentfernungssystem (6) auf weist, zumindest ein Spülsystem (12 und 11) und ein Trocknungssystem und optional ein Vorbefeuchtungssystem (9) für das zu reinigende Material (12), wobei die Vorrichtung in dem Schmutzentfernungssystem außerdem zumindest eine Platte (16) beinhaltet, welche so angeordnet ist, dass sie schwingen kann, sowie Mittel zum Eintauchen des Materials (12) in eine feine Schicht aus Flüssigkeit oder zum Bedecken des Materials mit dieser Flüssigkeit, wobei die zumindest eine Platte (16) so angeordnet ist, dass das Material in Kontakt mit der zumindest einen Platte steht oder sich sehr nahe daran befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Platte (16) so angeordnet ist, dass sie bei einer Frequenz, die einem ihrer Resonanzmoden entspricht, eine Biegeschwingung durchführt, und dass diese Frequenz eine hochfrequente Schallfrequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erzeugen der Schwingung der zumindest einen Platte piezoelektrische oder magnetostriktive Wandler (2) sind, welche durch zumindest einen elektronischen Generator (1) erregt werden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung so angeordnet ist, dass sie eine Relativbewegung zwischen der zumindest einen Platte (16) und dem Material (12) ermöglicht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet durch die Existenz von Mitteln, die es ermöglichen, die Flüssigkeit auszutauschen (7), wobei diese Mittel Öffnungen (7c und 7d) in zumindest einer der schwingenden Platten (16a) beinhalten.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem Spülsystem (11) zumindest eine Platte befindet, die bei einer Frequenz schwingt, welche einem ihrer Resonanzmoden entspricht, wobei diese Frequenz eine hochfrequente Schallfrequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem Trocknungssystem zumindest ein Ultraschallgenerator befindet, um eine Vortrocknung durchzuführen, wobei dieser Generator zumindest eine Platte auf weist, welche bei einer Frequenz schwingt, welche einem ihrer Resonanzmoden entspricht, wobei diese Frequenz eine hochfrequente Schallfrequenz oder eine Ultraschallfrequenz ist, wobei das zu trocknende Material (12) so angeordnet ist, dass es in Kontakt mit der zumindest einen Platte dort vorbeiläuft.
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