DE69715500T2 - Gerät zum Melken von Tieren, sowie Kühen - Google Patents

Gerät zum Melken von Tieren, sowie Kühen

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DE69715500T2
DE69715500T2 DE1997615500 DE69715500T DE69715500T2 DE 69715500 T2 DE69715500 T2 DE 69715500T2 DE 1997615500 DE1997615500 DE 1997615500 DE 69715500 T DE69715500 T DE 69715500T DE 69715500 T2 DE69715500 T2 DE 69715500T2
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teat
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teats
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Melken von Tieren, wie z. B. Kühen, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Eine solche Maschine ist aus der EP 0 277 396 bekannt.
  • Um die Möglichkeit zu schaffen, den Zitzenbecher in zwei Modi benutzen zu können, d. h. zum Reinigen und zum Melken, ist eine Maschine der oben beschriebenen Art gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Zitzenbecher in der an eine Zitze angeschlossenen Position einen oberen Becherteil und einen unteren Teil umfaßt, der in dem oberen Teil in dessen Längsrichtung bewegbar ist, wobei während der Reinigung der Zitze, an die der Zitzenbecher angeschlossen ist, die beiden Becherteile in einem Abstand zueinander angeordnet sind und während des Melkens die beiden Becherteile derart zusammengesetzt sind, daß die Zitze in dem unteren Becherteil angeordnet ist.
  • Insbesondere können diese Sprüh- oder Spritzelemente in der Weise angeordnet sein, daß die Reinigungsflüssigkeit schräg nach oben gegen die Zitze gesprüht oder gespritzt werden kann, an die der Zitzenbecher angeschlossen ist.
  • Während des eigentlichen Melkvorganges herrscht in einem Zitzenbecher ein Unterdruck, der gewährleistet, daß der Zitzenbecher an die entsprechende Zitze angeschlossen bleibt. Soll eine Zitze in diesem Zitzenbecher vor Beginn des Melkvorganges gereinigt werden, so herrscht normalerweise kein Unterdruck in dem Zitzenbecher, und der Zitzenbecher muß in anderer Weise an die entsprechende Zitze angeschlossen werden. Obwohl die Möglichkeit besteht, einen Zitzenbecher zumindest während des Reinigens einer Zitze abzustützen, ist der Zitzenbecher vorzugsweise an seinem oberen Ende mit einem hohlen flexiblen Rand versehen, mittels dessen der Zitzenbecher durch Zuführen von Druckluft an die Zitze angeschlossen werden kann, während diese gereinigt wird. Der flexible Rand kann insbesondere durch eine Ringleitung gebildet sein, die um eine Zitze herum angeordnet werden kann, und in die eine erste Druckluftzuführleitung mündet.
  • Der obengenannte, flexible Rand ist vorzugsweise Bestandteil des oberen Becherteils. Obwohl die Möglichkeit besteht, die beiden Becherteile durch Drehen ineinanderzusetzen und auseinanderzunehmen, sind die beiden Becherteile vorzugsweise derart ausgebildet, daß sie ineinander hinein- und auseinander herausgeschoben werden können, wobei der untere Becherteil durch Zuführen von Druckluft in den oberen Becherteil hineingeschoben wird. Zu diesem Zweck ist eine zweite Druckluftzuführleitung vorhanden, die in einen Raum mündet, der unmittelbar nach dem Zuführen von Druckluft zwischen den beiden Becherteilen gebildet wird.
  • Um den Melkvorgang so reibungslos wie möglich zu gestalten, ist es wichtig, den unteren Becherteil mit einer flexiblen Auskleidung zu versehen, die am oberen Rand des unteren Becherteils eine Umhüllung für eine in den unteren Becherteil einzuführende Zitze bildet. Es ist dann möglich, eine Leitung für ein pulsierendes Vakuum in den Raum zwischen der flexiblen Auskleidung und der Außenwand des unteren Becherteiles münden zu lassen.
  • Im unteren Teil des Zitzenraumes des unteren Becherteiles wird Flüssigkeit gesammelt, d. h. eine Reinigungsflüssigkeit, Vorgemelk oder Milch. Zum Ableiten der gesammelten Flüssigkeit ist eine Leitung vorhanden, die in den unteren Teil des Zitzenraumes des unteren Becherteiles mündet, wobei in dieser Leitung ein Vierwegeventil angeordnet ist, mittels dessen die Reinigungsflüssigkeit, das Vorgemelk und die Milch, die sich nacheinander in dem Zitzenraum ansammeln, separat abgeleitet wird.
  • Bei einer Ausführungsform der bisher beschriebenen Maschine umfaßt der obere Becherteil eine Innenwand, die nahe ihrem oberen Ende mit Öffnungen versehen ist, über die die Reinigungsflüssigkeit gegen die Zitze gesprüht oder gespritzt werden kann. Diese Öffnungen können schräg nach oben in Richtung auf das offene Ende des Bechers gerichtet sein, wobei sie ferner ringsherum sowie über eine Länge angeordnet sein können, die etwa dem Abstand entspricht, in dem der obere Becherteil und der untere Becherteil zueinander beabstandet werden können. Auf diese Weise kann die gesamte Oberfläche der Zitze, die dann in dem oberen Becherteil angeordnet ist, gereinigt werden. Bei dieser ersten Ausführungsform kann zwischen der Innen- und der Außenwand des oberen Zitzenbecherteiles ein Raum vorgesehen sein, in den eine Reinigungsflüssigkeitszuführleitung mündet.
  • Bei einer Maschine gemäß der bisherigen Beschreibung sind üblicherweise vier Zitzenbecher vorhanden, wie sie oben beschrieben sind, wobei jedoch die beiden Zitzenbecher für die vorderen Zitzen eine andere Länge aufweisen können als die beiden Zitzenbecher für die hinteren Zitzen. Dies kann von großem Vorteil sein, weil die hinteren Zitzen in vielen Fällen eine niedrigere Position als die vorderen einnehmen. Insbesondere können die letztgenannten Zitzenbecher kürzer ausgebildet sein als die Zitzenbecher für die vorderen Zitzen.
  • Die Maschine gemäß der bisherigen Beschreibung kann mit einem Melkroboter versehen sein, um die Zitzenbecher automatisch an die Zitzen eines zu melkenden Tieres anzuschließen und die Zitzenbecher nach dem automatischen Melken des Tieres automatisch von den Zitzen abzunehmen. Bei einem derartigen vollautomatischen Melksystem umfaßt der Melkroboter vorzugsweise eine Roboterarmkonstruktion, die als Träger für die Zitzenbecher dienen kann, und mit der die Zitzenbecher, wenn sie an die Zitzen angeschlossen sind, nur durch ein flexibles Element, wie z. B. ein Seil oder einen Draht, verbunden sind. Dadurch kann sich das zu melkende Tier nach dem Anschließen der Zitzenbecher frei bewegen und wird zumindest nicht durch die Roboterarmkonstruktion behindert. Sobald der Milchfluß aus einem Euterviertel, an das ein Zitzenbecher angeschlossen ist, einen bestimmten Pegel unterschritten hat, kann der Zitzenbecher unabhängig von den anderen Zitzenbechern abgenommen und mittels des obengenannten, flexiblen Elementes und eines mit ihm verbundenen Zugliedes gegen die Roboterarmkonstruktion gezogen werden. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn der Zitzenbecher einen konisch ausgebildeten Bodenteil aufweist, damit er gegen die Roboterarmkonstruktion in eine Ausnehmung gezogen werden kann, die eine entsprechende Form aufweist.
  • Neben einer Maschine zum Melken von Tieren betrifft die Erfindung auch einen Zitzenbecher, wie er in Anspruch 21 definiert ist.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung wird im folgenden auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen. Es zeigen:
  • Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Melkbox mit einem darin angeordneten Melkroboter;
  • Fig. 2 einen Teilschnitt eines Teiles eines Zitzenbechers in einer zum Reinigen einer Zitze geeigneten Position bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
  • Fig. 3 einen Teilschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2;
  • Fig. 4 eine Schnittansicht des obengenannten Zitzenbechers in einer zum Melken geeigneten Position und
  • Fig. 5 eine Schnittansicht des Zitzenbechers bei einer zweiten, erfindungsgemäßen Ausführungsform.
  • Bei beiden Ausführungsformen sind entsprechende Teile in den Zeichnungen mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
  • Fig. 1 zeigt eine Melkbox 1, in der ein zu melkendes Tier durch unterbrochene Linien dargestellt ist. Die Melkbox 1 ist durch eine Einfassung 2 begrenzt, in deren Längsseite(n) eine Eingangstür und eine Ausgangstür angeordnet sind. An der Vorderseite der Melkbox 1 ist an der Einfassung 2 ein Futtertrog 3 angebracht, der Teil eines (nicht dargestellten) automatischen Fütterungssystems ist. Ein die Melkbox 1 betretendes Tier wird dort von einem an sich bekannten Tieridentifikationssystem identifiziert, bestehend aus einem von dem Tier getragenen Halsband 4, das einen Transponder 5 enthält, der mit einem nahe dem Futtertrog angeordneten Sensor 6 zusammenwirkt, wobei der Sensor 6 mit einem (nicht dargestellten) Computersystem verbunden ist. Die Vorrichtung ist ferner mit einem Melkroboter 7 zum automatischen Reinigen der Zitzen eines zu melkenden Tieres, automatischen Anschließen von Zitzenbechern 8 an die Zitzen des Tieres, automatischen Melken des Tieres und automatischen Abnehmen der Zitzenbecher 8 von den Zitzen versehen. Ein derartiger. Melkroboter ist schon seit geraumer Zeit in Ausführungsformen aller Art bekannt. Zum automatischen Anschließen der Zitzenbecher an die Zitzen eines zu melkenden Tieres muß die Position der Zitzen des Tieres bekannt sein. Es ist zwar möglich, historische Daten bezüglich der Zitzenposition zu verwenden, insbesondere wenn das Tier in der Melkbox genau positioniert ist, oder wenn die Position des Tieres in der Melkbox bekannt ist, doch können zusätzlich oder sogar statt dessen ein oder mehrere Detektoren verwendet werden, die speziell für diesen Zweck vorgesehen sind. Da das Melkrobotersystem nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist, wird dieser Aspekt nicht näher erläutert.
  • Obwohl vor dem Melken des Tieres die Zitzen gereinigt werden müssen und zu diesem Zweck im allgemeinen separate Reinigungsvorrichtungen vorgesehen sind, ist gemäß der vorliegenden Erfindung das Reinigungssystem für die Zitzen in die Zitzenbecher selbst integriert. Zu diesem Zweck umfaßt der in den Fig. 2 bis 4 gezeigte Zitzenbecher 8 einen oberen Zitzenbecherteil 9 mit Reinigungsvorrichtungen und einen unteren Teil 10, der in dem oberen Teil in dessen Längsrichtung bewegbar ist. Der obere Becherteil 9 ist mit einem hohlen, flexiblen Rand 11 versehen, mittels dessen der Zitzenbecher durch Zuführen von Druckluft an eine Zitze angeschlossen ist, während diese gereinigt wird. Zu diesem Zweck ist der Hohlraum des flexiblen Randes 11 mit einer ersten Druckluftzuführleitung 12 verbunden, die, wie in Fig. 3 gezeigt, in Längsrichtung an der Außenseite des oberen Becherteiles 9 angeordnet ist. Durch Einpressen von Luft über diese Druckluftzuführleitung 12 in den hohlen, flexiblen Rand 11 legt sich der obere Teil eng um die Zitze, um zu verhindern, daß der Zitzenbecher von der Zitze abfällt. Vorzugsweise wird diese Art des Anschlusses eines Zitzenbechers an eine Zitze nicht während des Melkens selbst verwendet, da der Druck auf die Zitze das Ausströmen der Milch behindern kann. Während der Reinigung der Zitze bestehen jedoch keine Bedenken gegen diese Art des Zitzenbecheranschlusses. Während der Reinigung der Zitze wird der untere Becherteil 10 so weit gesenkt, daß die in den Zitzenbecher eingesetzte Zitze nur den oberen Becherteil 9 ausfüllt. Zum Reinigen der Zitze weist die Innenwand 13 des oberen Becherteiles Öffnungen 14 auf, die vorzugsweise in der Innenwand um den oberen Becherteil herum ausgebildet sind, insbesondere über eine Distanz in Längsrichtung, die etwa der Distanz A entspricht, über die die beiden Becherteile zueinander beabstandet werden können. An der Oberseite des oberen Becherteiles 9 ist ein Raum 15 vorgesehen, in den eine Reinigungsflüssigkeitszuführleitung 16 mündet, die in Längsrichtung des Zitzenbechers angeordnet ist. Die Öffnungen 14 in der Innenwand des Raumes 15 des oberen Becherteiles 9 sind schräg nach oben gerichtet, d. h. sie erstrecken sich schräg nach oben in Richtung auf das offene Ende des Zitzenbe- Chers, so daß die Reinigungsflüssigkeit, die über die Zuführleitung 16 zugeführt und in den Raum 15 um den Zitzenbecher eingeleitet wird, auf allen Seiten über die Öffnungen 14 nach oben gegen die in den Zitzenbecher eingesetzte Zitze gesprüht oder gespritzt wird. Die Reinigungsflüssigkeit wird über den Zitzenraum 17 in den unteren Becherteil 10 und die daran angeschlossene Abflußleitung 18 abgeleitet. Wenn nach dem Reinigen der Zitze der Melkvorgang stattfinden soll, wird der untere Becherteil 10 angehoben und über die in den Zitzenbecher eingesetzte Zitze geschoben. Bei der vorliegenden Ausführungsform erfolgt dies mit Hilfe von Druckluft. Zu diesem Zweck weist der untere Becherteil einen rohrförmigen Körper 19 auf, der mit einem vorspringenden Rand 20 versehen ist, der an der Innenseite der Wand des oberen Becherteiles 9 entlangbewegt werden kann, um mit dieser in Eingriff zu treten. In diesem vorspringenden Rand 20 ist eine Ausnehmung 21 für einen Dichtring 22 ausgebildet, um die gewünschte Abdichtung zwischen den beiden Becherteilen zu erzielen. Entlang der Außenseite des Zitzenbechers und mit dem oberen Becherteil 9 starr verbunden ist eine zweite Druckluftzuführleitung 23; die Öffnung an der Oberseite der Druckluftzuführleitung 23 mündet an der Unterseite des vorspringenden Randes 20. Sobald Druckluft zugeführt wird, wird als Folge davon der untere Becherteil 10 nach oben bewegt, und es entsteht ein Druckluftraum 24. Der rohrförmige Körper 19 ist mit einem flexiblen oberen Teil 25 versehen, der um den rohrförmigen Körper 19 herum über dem vorspringenden Rand 20 angeordnet und an seiner Oberseite mit einer Öffnung 26 versehen ist, in die die Zitze eingesetzt werden kann, wenn der untere Becherteil 10 nach oben in den oberen Becherteil 9 bewegt wird. Die Öffnung 26 ist derart ausgebildet, daß der flexible obere Teil 25 die in den unteren Becherteil 10 eingesetzte Zitze dicht umschließt. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist der flexible obere Teil 25 einstückig mit einer Auskleidung 27 des unteren Becherteiles 10 ausgebildet. Innerhalb dieser Auskleidung 27 erstreckt sich der Zitzenraum 17, in dem die Zitze während des Melkens angeordnet ist, d. h. wenn der untere Becherteil 10 nach oben in den oberen Becherteil 9 bewegt und die Zitze in ihn eingesetzt worden ist. Der Raum zwischen dem rohrförmigen Körper 19 und der Auskleidung 27 bildet einen Pulsierraum 28. Obwohl nicht näher dargestellt, ist der Pulsierraum 28 über eine Pulsierleitung 29 mit einem üblicherweise in solchen Melkvorrichtungen verwendeten Pulsator verbunden. Während des Melkens wird die Milch in dem Zitzenraum 17 gesammelt und über die Abflußleitung 18 abgeleitet. Da diese Leitung auch zum Ableiten der Reinigungsflüssigkeit in der Phase vor dem eigentlichen Melken dient, ist in der Abflußleitung 18 ein Ventil 30 angeordnet. In Fig. 4 ist das Ventil 30 als Vierwegeventil ausgebildet, das einen separaten Ausgang für die Reinigungsflüssigkeit, falls gewünscht das Vorgemelk und natürlich die Milch selbst aufweist.
  • Bei der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zitzenbechers, die in Fig. 5 gezeigt ist, umfaßt der Zitzenbecher nicht zwei Becherteile, die relativ zueinander bewegbar sind, Bei dieser Ausführungsform wird die Zitze beim Anschließen des Zitzenbechers in den Zitzenraum 17 eingesetzt, über den die gewonnene Milch abgeleitet und die Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird. Auch in diesem Fall weist der die Wand des Zitzenbechers bildende, rohrförmige Körper 19 einen flexiblen oberen Teil 25 auf, wobei der obere Teil sowohl mit dem hohlen, flexiblen Rand 11 als auch mit der Auskleidung 27 einstückig ausgebildet oder mit diesen starr verbunden ist. Wie bei der ersten Ausführungsform bleibt auch bei dieser zweiten Ausführungsform der Becher während der Reinigung der Zitze an diese dadurch angeschlossen, daß über die Leitung 12 Druckluft in den Hohlraum in dem flexiblen Rand 11 eingeleitet wird. Nach dem Reinigen der Zitze wird dieser Druck beseitigt, und der Zitzenbecher bleibt durch den so erzeugten Unterdruck in dem Zitzenraum 17 an die Zitze angeschlossen. Die Zitze ist dann paßgenau von dem Teil des flexiblen oberen Teiles 25 umschlossen, der unmittelbar an den oberen Rand des rohrförmigen Körpers 19 angrenzt. Es ist ein Kanal 31 vorgesehen, der sich von der Unterseite des Zitzenbechers zu dessen oberem Ende erstreckt, wobei der Kanal 31 an der Unterseite des Reinigungsbechers mit einer (nicht dargestellten) Reinigungsflüssigkeitszuführleitung verbunden ist. Der Kanal 31 erstreckt sich mit seiner Oberseite so weit in den Zitzenbecher hinein, daß die aus dem Kanal 31 ausgespritzte Flüssigkeit nach oben oder schräg nach oben gegen die in den Zitzenbecher eingesetzte Zitze gesprüht oder gespritzt werden kann. Wenn die Reinigungsflüssigkeit über den Kanal 31 gegen die Zitze gespritzt wird, wird zunächst der Zitzenraum 17 gefüllt, wobei darauf hinzuweisen ist, daß in diesem Fall die an den Zitzenraum 17 angeschlossene Abflußleitung mit einem Ventil versehen ist, das während der Reinigung geschlossen ist. Die über den Kanal 31 zugeführte, weitere Reinigungsflüssigkeit wird anschließend an der Zitze entlang nach oben durch die Umhüllung des Teiles des flexiblen oberen Teiles 25, der an den rohrförmigen Körper 19 angrenzt, in einen Raum 32 gepreßt, der zwischen dem an den rohrförmigen Körper 19 angrenzenden, flexiblen oberen Teil 25 und der Unterseite des hohlen, flexiblen Randes 11 liegt, und anschließend aus dem Raum 32 über eine Reinigungsflüssigkeitsabflußleitung 33 abgeleitet. Durch Anordnen eines Ventils auch in diesem Fall, vorzugsweise eines Vierwegeventils 30, in der Leitung 18 kann nach dem Reinigen die in dem Zitzenraum 17 zurückbleibende Reinigungsflüssigkeit separat abgeleitet werden, wobei in diesem Fall auch die Möglichkeit besteht, bei Bedarf das Vorgemelk und natürlich die Milch selbst über mit dem Ventil verbundene andere Leitungen abzuleiten.
  • Wie bereits oben erwähnt, können die hier beschriebenen Zitzenbecher in einem Melkroboter 7 angeordnet sein, insbesondere auf oder an einer die Zitzenbecher tragenden Roboterarmkonstruktion. Mit Hilfe eines flexiblen Elements, wie z. B. einem Seil oder Draht 34, können die Zitzenbecher gegen die Roboterarmkonstruktion gezogen werden. Zu diesem Zweck umfaßt die Roboterarmkonstruktion ein Zugglied, wie z. B. einen Steuerzylinder. Sobald der Milchfluß aus einem Euterviertel, an das der Zitzenbecher angeschlossen ist, einen bestimmten Wert unterschritten hat, wird der Zitzenbecher dadurch abgekoppelt, daß das darin herrschende Vakuum entfernt wird, worauf das Zugglied aktiviert wird, so daß der Zitzenbecher gegen die Roboterarmkonstruktion gezogen wird. Um zu erreichen, daß der Zitzenbecher jedesmal in dieselbe Position an dem Roboterarm gezogen wird, weist der Zitzenbecher einen konisch ausgebildeten Bodenteil 35 auf, der in eine entsprechend geformte Ausnehmung paßt, die in der Roboterarmkonstruktion ausgebildet ist. Die Roboterarmkonstruktion trägt grundsätzlich vier Zitzenbecher. Es kann zweckmäßig sein, die beiden für die vorderen Zitzen bestimmten Zitzenbecher so auszubilden, daß sie eine andere Länge aufweisen als die beiden für die hinteren Zitzen bestimmten Zitzenbecher, derart, daß die Zitzenbecher für die hinteren Zitzen kürzer ausgebildet sind, weil die hinteren Zitzen eines zu melkenden Tieres normalerweise niedriger positioniert sind.
  • Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern betrifft Abwandlungen aller Art, selbstverständlich soweit sie in den Schutzbereich der nachfolgenden Ansprüche fallen.

Claims (21)

1. Maschine zum Melken von Tieren, wie z. B. Kühen, wobei die Maschine einen oder mehrere Zitzenbecher (8) umfaßt, die an die Zitzen der Tiere anschließbar sind, wobei ein Zitzenbecher (8) mit einer Reinigungsvorrichtung versehen ist, mittels der eine Reinigungsflüssigkeit in den Zitzenbecher (8) eingeleitet werden kann, » wenn dieser an eine Zitze angeschlossen ist, wobei die Reinigungsvorrichtung ein oder mehrere Sprüh- oder Spritzelemente aufweist, mittels derer die Reinigungsflüssigkeit zumindest teilweise in Aufwärtsrichtung gegen die Zitze gesprüht oder gespritzt werden kann, an die der Zitzenbecher (8) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zitzenbecher (8) in an eine Zitze angeschlossener Lage einen oberen Becherteil (9) und einen unteren Teil (10) umfaßt, der in dem oberen Teil (9) in dessen Längsrichtung bewegbar ist, wobei während der Reinigung der Zitze, an die der Zitzenbecher (8) angeschlossen ist, die beiden Becherteile (9, 10) in einem Abstand zueinander angeordnet sind und während des Melkens die beiden Becherteile (9, 10) derart zusammengesetzt sind, daß die Zitze in dem unteren Becherteil (10) angeordnet ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprüh- oder Spritzelemente in der Weise angeordnet sind, daß die Reinigungsflüssigkeit schräg nach oben gegen die Zitze gesprüht oder gespritzt werden kann, an die der Zitzenbecher (8) angeschlossen ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zitzenbecher (8) an seinem oberen Ende mit einem hohlen flexiblen Rand (11) versehen ist, mittels dessen der Zitzenbecher (8) durch Zuführen von Druckluft an die Zitze angeschlossen ist, während diese gereinigt wird.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Rand (11) durch eine Ringleitung gebildet ist, die um eine Zitze herum angeordnet werden kann, und in die eine erste Druckluftzuführleitung (12) mündet.
5. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Rand (11) Bestandteil des oberen Becherteils (9) ist.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Becherteile (9, 10) relativ zueinander verschiebbar sind und der untere Becherteil (10) durch Zuführen von Druckluft in den oberen Becherteil (9) hineingeschoben wird.
7. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Druckluftzuführleitung (23) vorhanden ist, die in einen Raum mündet, der unmittelbar nach dem Zuführen von Druckluft zwischen den beiden Becherteilen (9, 10) gebildet wird.
8. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Becherteil (10) mit einer flexiblen Auskleidung (27) versehen ist, die am oberen Rand des unteren Becherteils (10) eine Umhüllung für eine in den unteren Becherteil (10) einzuführende Zitze bildet.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leitung für ein pulsierendes Vakuum in den Raum zwischen der flexiblen Auskleidung (27) und der Außenwand des unteren Becherteiles (10) mündet.
10. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leitung (18) in den unteren Teil des Zitzenraumes (17) des unteren Becherteiles (10) mündet, um darin angesammelte Flüssigkeit abzuleiten.
11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abflußleitung (18) ein Vierwegeventil (30) angeordnet ist, das dazu dient, Reinigungsflüssigkeit, Vorgemelk und Milch, die sich nacheinander in dem Zitzenraum (17) ansammeln, separat abzuleiten.
12. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Becherteil (9) eine Innenwand (13) umfaßt, die nahe ihrem oberen Ende mit Öffnungen (14) versehen ist, über die die Reinigungsflüssigkeit gegen die Zitze gesprüht oder gespritzt werden kann.
13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (14) schräg nach oben in Richtung auf das offene Ende des Zitzenbechers (8) gerichtet sind.
14. Maschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (14) ringsherum sowie über eine Länge angeordnet sind, die etwa dem Abstand entspricht, in dem der obere Becherteil (9) und der untere Becherteil (10) zueinander beabstandet werden können.
15. Maschine nach Anspruch 12, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Innen- und der Außenwand des oberen Zitzenbecherteiles (9) ein Raum (15) vorgesehen ist, in den eine Reinigungsflüssigkeitszuführleitung (16) mündet.
16. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vier Zitzenbecher (8) vorhanden sind, wobei die beiden Zitzenbecher (8) für die vorderen Zitzen eine andere Länge aufweisen als die beiden Zitzenbecher (8) für die hinteren Zitzen.
17. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine mit einem Melkroboter (7) versehen ist, um die Zitzenbecher (8) automatisch an die Zitzen eines zu melkenden Tieres anzuschließen und die Zitzenbecher (8) nach dem automatischen Melken des Tieres automatisch von den Zitzen abzunehmen.
18. Maschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Melkroboter (7) eine Roboterarmkonstruktion umfaßt, die als Träger für die Zitzenbecher (8) dienen kann, und mit der die Zitzenbecher (8), wenn sie an die Zitzen angeschlossen sind, nur durch ein flexibles Element, wie z. B. ein Seil oder einen Draht (34), verbunden sind.
19. Maschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Zitzenbecher (8) abgenommen und mittels des flexiblen Elementes und eines mit ihm verbundenen Zugliedes gegen die Roboterarmkonstruktion gezogen wird, sobald der Milchfluß aus dem Euterviertel, an das ein Zitzenbecher (8) angeschlossen ist, einen bestimmten Pegel unterschritten hat.
20. Maschine nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Zitzenbecher (8) einen konisch ausgebildeten Bodenteil (35) aufweist und gegen die Roboterarmkonstruktion in eine Ausnehmung (21) gezogen werden kann, die eine entsprechende Form aufweist.
21. Zitzenbecher (8), der an eine Zitze eines Tieres anschließbar und mit einem oberen Becherteil (9) sowie einem unteren Becherteil (9) versehen ist, der in den oberen Becherteil (9) in dessen Längsrichtung hineinbewegt werden kann.
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