DE69716088T2 - Verfahren und gerät zur anzeige eines autostereogramms - Google Patents
Verfahren und gerät zur anzeige eines autostereogrammsInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anordnung zum Wiedergeben eines Autostereogramms.
- Es ist bekannt, mit Hilfe eines Autostereogramms eine dreidimensionale Szene wiederzugeben. Dies ist beispielsweise in der PCT Patentanmeldung WO 95/30968 beschrieben worden. Ein Autostereogramm ist ein zweidimensionales Bild, in dem ein Basis-Bildmuster über Linien in einer flachen Wiedergabeanordnung, die sich parallel zu einer imaginären Linie erstrecken, periodisch wiederholt wird, wobei diese Linie die beabsichtigten Positionen der Augen des Zuschauers verbindet. Indem Autostereogramm wird die räumliche Wiederholungsperiode in Abhängigkeit von Variationen in der Tiefe der Flächen von der Szene moduliert als eine Funktion der Stelle längs der genannten Linien, die sich parallel zu den imaginären Linien und quer zu der genannten Richtung erstrecken.
- Um Tiefe aus dem Autostereogramm zu erfahren muss der menschliche Zuschauer die Sehlinien von seinen Augen zu dem Autostereogramm in einer Konvergenzebene, die anders ist als die Wiedergabeebene, in der das Autostereogramm wiedergegeben wird, konvergieren. Der Abstand zwischen der Konvergenzebene und den Augen des menschlichen Zuschauers entspricht dem Abstand, in dem ein Gegenstand der dreidimensionalen Szene, beispielsweise ein Hintergrund, erfahren werden muss. Ein dreidimensionaler Effekt wird erst dann erzielt, wenn der menschliche Zuschauer Konvergenz in der wahren Konvergenzebene erreicht, die mit dem betrachteten Autostereogramm assoziiert ist. Dies mach es schwer, die dreidimensionale Szene zu empfinden.
- Es ist nun u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Anordnung und ein Verfahren zu schaffen, die bzw. das es dem menschlichen Zuschauer einfacher macht, die dreidimensionale Szene wahrzunehmen.
- Die vorliegende Erfindung schafft dazu ein Verfahren und eine Anordnung zum Wiedergeben von Autostereogrammen, wie in den Ansprüchen 1 und 6 definiert.
- Zum Wahrnehmen das Autostereogramms kann der menschliche Zuschauer die Sehlinien seiner Augen in einer beliebigen Ebene konvergieren. Wenn einmal ein Bild dargestellt wird, in dem die Konvergenzebene im Wesentlichen mit derjenigen Ebene zusammenfällt, in der die Sehlinien konvergieren, wird der menschliche Benutzer die dreidimensionale Szene wahrnehmen und dies der Anordnung melden. Daraufhin behält die Anordnung dieses Bild in Sicht als weiteres Bild oder zeigt ein weiteres Bild einer anderen Szene mit einer deutlichen Tiefe, selektiert für eine Bezugsebene entsprechend der Tiefe, für welche die Rückkopplung gegeben wurde. Auf diese Weise kann der menschliche Zuschauer auf einfache Weise die dreidimensionalen Effekte in dem weiteren Autostereogramm wahrnehmen.
- Die Variation der deutlichen Tiefe ist vorzugsweise in Form zunehmender Tiefe oder abnehmender Tiefe, oder in Form einer Sägezahn-Schwingung, abwechselnd in der Größenordnung einer zunehmenden deutlichen Tiefe über einen Tiefenbereich mit einer Variation in der Größenordnung einer abnehmenden deutlichen Tiefe über diesen Tiefenbereich. Die Tiefe, für welche die Rückkopplung gegeben wurde, kann beispielsweise einfach dadurch bestimmt werden, dass die deutliche in dem bei der gegebenen Rückkopplung dargestellten Bild benutzte Tiefe genommen wird, oder beispielsweise dadurch, dass eine weitere Rückkopplung benutzt wird, wobei die deutliche Tiefe des Autostereogramms zwischen der Rückkopplung und der weiteren Rückkopplung in umgekehrter Reihenfolge der Variation vor der Rückkopplung genommen wird.
- Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung hat eine Ausführungsform, in der das Verfahren weiterhin die nachfolgenden Verfahrensschritte umfasst:
- - das Messen einer Lage der Augen des Zuschauers,
- - das Anpassen des weiteren Autostereogramms entsprechend Änderungen in der Lage der Augen um die weitere deutliche Tiefe der weiteren Bezugsebene konstant zu halten, wie aus der Lage der Augen des Zuschauers beobachtet. Auf diese Weise kann die wahre Konvergenzebene beibehalten werden, sogar wenn der menschliche Zuschauer den Kopf bewegt.
- Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung hat eine Ausführungsform, die weiterhin den Verfahrensschritt umfasst, bei dem ein stereophonisches Paar von Tonsignalen erzeugt wird, die eine Quelle an einer Stelle simulieren, an der ein Gegenstand der dreidimensionalen Szene oder der weiteren dreidimensionalen Szene in dem Autostereogramm wiedergegeben wird. Dieser Ton bietet dem menschlichen Benutzer einen extra Hinweis zur Erleichterung der Tiefenwahrnehmung.
- Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 einen Schnitt durch eine Geometrie bei der Verwendung eines Autostereogramms,
- Fig. 2 ein Flussdiagramm eines Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 3 eine Anordnung nach der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 4 ein weiteres Flussdiagramm eines Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung.
- Verfahren zum Konstruieren von Autostereogrammen sind an sich durchaus bekannt und der Fachmann soll auf den Stand der Technik zurückgreifen für deren Implementierung. Insofern relevant für die vorliegende Erfindung zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch eine Geometrie bei der Verwendung eines Autostereogramms. Die Geometrie umfasst eine dreidimensionale Szene 10, dargestellt im Schnitt, eine Wiedergabeebene 12 in Seitenansicht und zwei Gesichtspunkte 14, 16. Die dreidimensionale Szene 10 enthält eine Hintergrundebene 10a und zwei Gegenstände 10b, c, die Variationen in Tiefe in einer Richtung quer zu der Wiedergabeebene 12 herbeiführen. Die Wiedergabeebene 12 entspricht der Ebene, in der das Autostereogramm für den menschlichen Benutzer gezeigt wird. Der menschliche Benutzer sieht dieses Autostereogramm aus zwei Gesichtspunkten 14, 16 und soll den Eindruck erhalten, dass er die dreidimensionale Szene 10 mit deren Tiefenvariationen wahrnimmt.
- Wahrnehmung eines Szenenpunktes 17b in der dreidimensionalen Szene 10 erforder eine erste und eine zweite Sehlinie 17, 18 zu dem Gesichtspunkt 17b von einem ersten Gesichtspunkt 14 bzw. einem zweiten Gesichtspunkt 16. Die erste Sehlinie 17 kreuzt die Wiedergabeebene 12 an einer ersten Stelle 17a. Die zweite Sehlinie 18 kreuzt die Wiedergabeebene 12 an einer zweiten Stelle 18a. Zum Erzielen eines stereoskopischen Effektes soll die in dem Autostereogramm wiedergegebene Struktur in der Umgebung der ersten und der zweiten Stelle 17a, 18a gleich gemacht werden (die Struktur ist eine räumliche Verteilung von Lichtintensität und/oder Farbe). In dem Autostereogramm wird dies dadurch erreicht, dass ein Basis-Strukturmuster verwendet wird (das beliebig sein kann) und dadurch, dass dieses Basismuster räumliche wiederholt dargestellt wird, wobei eine Wiederholungsperiode dem Abstand zwischen der ersten und der zweiten Stelle entspricht. Die zweite Stelle 17a, welche die Kreuzung zwischen der Wiedergabeebene 12 und der zweiten Sehlinie 18 von dem zweiten Gesichtspunkt 16 aus zu dem Szenenpunkt 17b darstellt, ist ebenfalls die Kreuzung zwischen der Wiedergabeebene 12 und einer dritten Sehlinie 19a von dem ersten Gesichtspunkt 14 zu einem weiteren Szenenpunkt 19d in der dreidimensionalen Szene 10. Eine vierte Sehlinie 19b von dem zweiten Gesichtspunkt 16 zu dem weiteren Szenenpunkt 19d kreuzt die Wiedergabeebene 12 und eine dritte Stelle 19c. In diesem Prozess können der Hintergrund 10a und der restliche Teil der Szene 10 beide vor die Wiedergabeebene 12 oder hinter dieselbe gegenüber den Gesichtspunkten 14, 16 gestellt werden.
- Zum Erzielen des stereoskopischen Effektes soll die in dem Autostereogramm in der Umgebung der dritten Stelle 19c wiedergegebene Struktur dieselbe sein wie diejenige, die in der Umgebung der zweiten Stelle 18a wiedergegeben wird und deswegen auch in der Umgebung der ersten Stelle 17a. Umgekehrt kann eine ganze Reihe von Stellen erhalten werden, für die dies gilt, deswegen muss das Basisstrukturmuster periodisch wiederholt werden. Ein Abstand zwischen der ersten und der zweiten Stelle 17a, 18a ist abhängig von der Tiefe "d" des Szenenpunktes 17c, gesehen durch diese Stellen. Ein weiterer Abstand zwischen der zweiten und der dritten Stelle 18a, 19c ist abhängig von der Tiefe des weiteren Szenenpunktes 19d, gesehen durch diese Stellen. Deswegen ist zum Erzielen des stereoskopischen Effektes die räumliche Wiederholungsperiode abhängig von der Tiefe der Szenenpunkte. Dasselbe gilt für andere (nicht dargestellte) Schnitte der Geometrie, welche die Wiedergabeebene 12 kreuzen, versetzt in einer Richtung quer zu der Linie, welche die Gesichtspunkte 14, 16 miteinander verbindet. Dadurch gelten die nachfolgenden Beziehungen für die Intensität und/oder die Farbe I(x,y) eines Pixels in der Wiedergabeebene 12 mit den Koordinaten x,y:
- I(x,y) = I(x - Δ(d(x,y),x,y),y)
- (x ist die Koordinate längs der Richtung, dargestellt in Fig. 1, y ist die Koordinate in einer Richtung quer zu der dargestellten Richtung, d(x,y) ist die Tiefe des Szenenpunktes 17b in der dreidimensionalen Szene 10, gesehen am Pixel mit den Koordinaten x,y von dem zweiten Gesichtspunkt 16 aus, Δ(d(x,y),x,y) ist der Abstand ("Koordinatenverschiebung") zwischen den zwei Kreuzungen 17a, 18a der Sehlinien 17, 18 zu demselben Gesichtspunkt 17b).
- Verfahren zum Berechnen der Autostereogramme sind an sich bekannt.
- Ein Pixelwert an einer Stelle (x,y) kann beispielsweise dadurch erzeugt werden, dass ein Basismuster I&sub0; (x,y) für einen Teil des Bildes gespeichert wird (vorzugsweise ein Streifen, dessen Breite wenigstens dem halben Abstand zwischen den Augen entspricht) in dem Bild, wonach Δ(d(x,y),x,y) berechnet wird und dann der vorhergehende Pixelwert I(x - Δ(x,y),x,y),y) herangezogen wird, der in einem Bildspeicher gespeichert ist. Auf alternative Weise kann man virtuelle Pixelkoordinaten XX(x,y) verwenden, berechnet entsprechend XX(x,y) = XX(x - Δ(d(x,y),x,y),y) und man kann das X,y Koordinatenpaar verwenden zum Adressieren des Basismusters: I(x,y) = I&sub0;(XX,y).
- Wenn ein menschlicher Benutzer das Autostereogramm sieht, soll er den Winkel zwischen den Sehlinien von den entsprechenden Punkten auf der Netzhaut der beiden Augen einstellen, so dass diese Sehlinien dort konvergieren, wo der Hintergrund 10a der dreidimensionalen Szene 10 wahrgenommen werden soll, und nicht in der Wiedergabeebene 12, wo sie normalerweise konvergieren. Dreidimensionale Wahrnehmung ist erst möglich, wenn die wahre Konvergenz erreicht ist. Dies kann es erschweren, eine dreidimensionale Wahrnehmung zu verwirklichen.
- Fig. 2 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung. Dieses Verfahren konstruiert und zeigt eine Reihe von Autostereogrammen mit je einer eigenen Tiefe "d". In einem Ausgangsschritt 20 dieses Flussdiagramm wird die Tiefe "d" auf einen Ausgangstiefenwert d0 gesetzt. In einem zweiten Schritt 22 wird ein Autostereogramm der dreidimensionalen Szene 10 erhalten, worin der Hintergrund 10a auf einer Tiefe "d" von der Wiedergabeebene liegt. In einem dritten Schritt 24 wird das berechnete Autostereogramm auf einer Wiedergabeanordnung, wie einem LCD-Flachbildschirm oder einer elektronenoptischen Wiedergabeanordnung dargestellt. In einem vierten Schritt 26 wird detektiert, ob der menschliche Zuschauer ein Rückkopplungssignal gegeben hat, das angibt, dass er den dreidimensionalen Effekt wahrgenommen hat. Wenn ja, dann endet das Flussdiagramm und das letzte gezeigte Autostereogramm bleibt auf dem Wiedergabeschirm. Wenn nicht, so wird der Tiefenwert "d" in einem fünften Schritt 28 aktualisiert und in einem sechsten Schritt 29 wird getestet, ob ein Endwert der Tiefe erreicht ist. Wenn ja, dann wird das Flussdiagramm abermals durchgeführt. Wenn nicht, dann wird der zweite Schritt 22 für den aktualisierten Tiefenwert "d" wiederholt und in einem dritten Schritt 24 ersetzt das neu erhaltene Autostereogramm das vorhergehende Autostereogramm zur Wiedergabe (in diesem neu erhaltenen Stereogramm sind die Koordinatenverschiebungen Δ für Pixel an Stellen, die den Hintergrund 10a darstellen, systematisch anders als diejenigen für die vorhergehende Tiefe). Dies wird wiederholt, bis der menschliche Benutzer ein Rückkopplungssignal gibt, dass er den dreidimensionalen Effekt wahrgenommen hat oder bis das Verfahren unterbrochen wird. Selbstverständlich könnte die Änderung in der Tiefe "d" in jeder beliebigen Richtung erfolgen, die Schritte, mit denen die Tiefe geändert wird, brauchen nicht immer gleich zu sein und beim Erreichen des Endes des Tiefenbereichs kann man die Richtung, in der die Tiefe geändert wird, umkehren, stattdessen, dass vom Anfang an gestartet wird (dies vermeidet Sprünge in der Tiefe, welche die Wahrnehmung der Tiefe noch erschweren könnten).
- Auf diese Art und Weise kann der menschliche Benutzer die Sehlinien von den entsprechenden Punkten auf der Netzhaut der beiden Augen in einer beliebigen Ebene konvergieren und warten, bis ein Autostereogramm mit der richtigen Tiefe gezeigt wird. Wenn die Bezugsebene 10 auf einer Anzahl Tiefen vor der Wiedergabeebene 12 dargestellt wird, kann der Zuschauer die Augen auf einen Gegenstand, wie den Finger vor der Wiedergabeanordnung, auf der die Autostereogramme dargestellt werden, fokussiert halten und warten, bis die deutliche Tiefe der Ebene 10a mit der des Gegenstandes zusammenfällt.
- Fig. 3 zeigt eine Anordnung nach der vorliegenden Erfindung. Die Anordnung umfasst eine Recheneinheit 30, die mit einem Szenenspeicher 32 gekoppelt ist, eine Wiedergabeanordnung 34, einen Rückkopplungsdetektor 36, ein Paar Tonwiedergabeanordnungen 37a, 37b und einen Positionssensor 38. Die Recheneinheit 30 kann beispielsweise ein Allzweck-Mikroprozessor sein, die Wiedergabeanordnung 34 kann beispielsweise eine Flüssigkristall-Wiedergabeanordnung oder eine elektronenoptische Wiedergabeanordnung sein.
- Im Betrieb führt die Anordnung nach Fig. 3 die Schritte des Flussdiagramms nach Fig. 2 durch. Die Recheneinheit 30 greift ein Modell der Szene aus dem Szenenspeicher 30, berechnet das Autostereogramm des Szenenmodells für die jeweiligen Tiefen "d" und nach dem Empfang der Instruktion, die Suche nach der richtigen Tiefe zu starten, steuert sie die Wiedergabeanordnung um die Autostereogramme wiederzugeben, dabei handelt es sich um Autostereogramme aufeinander folgend zunehmender (oder abnehmender) Tiefe "d", die einander an der Wiedergabeanordnung 34 ersetzen. Der Rückkopplungsdetektor 36 detektiert ein Signal von dem menschlichen Benutzer, beispielsweise dadurch, dass dieser eine Taste auf einer Fernbedienung betätigt, oder eine Taste eines Tastenfeldes berührt, und signalisiert die Detektion zu der Recheneinheit 30. Bei Detektion beendet die Recheneinheit 30 das Variieren der Tiefe "d" und zeigt nur das zuletzt wiedergegebene Autostereogramm. Zur Berücksichtigung einer verzögerten Reaktion durch den menschlichen Benutzer kann die Recheneinheit 30 ebenfalls in Reaktion auf eine erste Detektion einer Rückkopplung die Richtung umkehren, in der die Tiefe variiert wird, um die Autostereogramme in umgekehrter Reihenfolge zu zeigen und die Geschwindigkeit der Variation zu verringern. In diesem Fall wird die Variation der Tiefe nur nach einer weiteren Rückkopplung beendet.
- Die Recheneinheit 30 kann alle Autostereogramme für mehrere Tiefen im Voraus berechnen, bevor sie wirklich gezeigt werden, oder sie kann die Autostereogramme "im Flug" berechnen, wenn sie zur Wiedergabe gebraucht werden (dies reduziert die Rechenbedingungen der Recheneinheit 30). Auch vorberechnete und kollektiv gespeicherte Autostereogramme der dreidimensionalen Szene 10 für die jeweiligen Tiefen können verwendet werden. Das zum Erzeugen der Autostereogramme benutzte Basisstrukturmuster kann für alle Tiefen dasselbe sein oder es kann allmählich als eine Funktion der Tiefe variiert werden, beispielsweise um die Gegenstände 10b, c in Farbe zu zeigen. Die Tiefe alle Gegenstände in der dreidimensionalen Szene 10 kann gemeinsam variiert werden für die Berechnung der Autostereogramme oder die Tiefe nur einiger Elemente der dreidimensionalen Szene 10, beispielsweise nur der Hintergrund 10a kann variiert werden (in diesem Fall brauchen nur die virtuellen Koordinatenverschiebungen Δ(d(x,y),x,y) von Pixeln, die Hintergrund-Szenenpunkte zeigen, für jede Tiefe neu berechnet zu werden, was durch Annäherung dieser Verschiebung Δ(d(x,y),x,y) durch dieselbe Verschiebung Δ(d) für alle derartigen Hintergrundpunkte, die eine Tiefe d geben, vereinfacht werden kann. Auf alternative Weise kann das Annähern von Autostereogramme durch Skalierung der Verschiebungen Δ(d(x,y),x,y) erfolgen, erhalten für ein einziges Autostereogramm um einen Faktor von dem einen Stereogramm zu dem anderen zum Simulieren einer Änderung in der deutlichen Tiefe). Auf jeden Fall reicht ein Annäherungswert von Δ(d(x,y),x,y) bei der Suche nach der richtigen Tiefe, weil nur die Änderung der deutlichen Tiefe und nicht die Genauigkeit der Darstellung der dreidimensionalen Szene während der Suche von Bedeutung ist.
- Fig. 4 zeigt ein weiteres Flussdiagramm eines Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung. Dieses Flussdiagramm enthält dieselben Schritte wie das Flussdiagramm nach Fig. 2. Nach Detektion der Rückkopplung durch den Benutzer enthält das Flussdiagramm nach Fig. 4 zwei zusätzliche Schritte 40, 42. Wenn in dem vierten Schritt 26 detektiert wird, dass der Benutzer signalisiert, dass er den dreidimensionalen Effekt wahrnimmt, wird ein erster zusätzlicher Schritt 40 durchgeführt. In dem ersten zusätzlichen Schritt 40 wird ein weiteres Autostereogramm einer weiteren dreidimensionalen Szene (die anders ist als die dreidimensionale Szene, die in dem zweiten und dritten Schritt 22 bzw. 24 benutzt wurde) berechnet, in dem die Tiefe "d", bei der eine bestimmte Fläche (vorzugsweise ein Hintergrund) gezeigt wird, der Tiefe "d" des Hintergrundes 10a der ursprünglichen dreidimensionalen Szene 10 entspricht, für die der menschliche Zuschauer das Rückkopplungssignal gab, das angibt, dass er den dreidimensionalen Effekt wahrgenommen hat. In dem zweiten zusätzlichen Schritt 42 wird dieses weitere Autostereogramm statt des zuletzt dargestellten Autostereogramms der ursprünglichen dreidimensionalen Szene wiedergegeben. Dieser Prozess wird für jede Anzahl weiterer dreidimensionaler Szenen wiederholt.
- Auf diese Weise werden die Schritte nach Fig. 4, die ebenfalls in Fig. 2 auftreten, als Eichung der Tiefe benutzt, bei der der menschliche Benutzer die Sehlinien der Augen konvergiert hat. Die weiteren dreidimensionalen Szenen werden danach dargestellt, angepasst an diese Eichung. Auf diese Weise wird der menschliche Zuschauer keine Schwierigkeiten erfahren bei der Wahrnehmung dreidimensionaler Effekte in verschiedenen Autostereogrammen. Vorzugsweise wird für jede dreidimensionale Szene Information gespeichert, wobei die Tiefe der Fläche der geeichten Tiefe gleich gemacht wird. In diesem Fall kann die ursprüngliche dreidimensionale Szene eine Standard-Eichungszene sein, beispielsweise mit nur einem Hintergrund und einem erhabenen Plateau, so dass der menschliche Zuschaer im Voraus wissen kenn, was er während der Eichungsstufe sehen wird.
- Die Anordnung nach Fig. 3 enthält ebenfalls ein Paar Tonwiedergabeanordnungen 37a, b. Diese Tonwiedergabeanordnungen 37a, b werden eventuell benutzt zum Erzeugen eines Stereo-Tons. Der Stereo-Ton wird aus einem Quellen- Tonsignal, beispielsweise durch die Recheneinheit 30. Ein Quellenpunkt des Tones ist in der dreidimensionalen Szene zugeordnet und es werden die betreffenden wahrnehmbaren Tonsignale berechnet, die in der dreidimensionalen Szene an den Stellen auftreten würden, an denen die Tonwiedergabeanordnungen 37a, b sich gegenüber der dreidimensionalen Szene befinden, wie an der Wiedergabeanordnung 34 in dem Autostereogramm dargestellt (der Abstand von dem Quellenpunkt beeinflusst die Fortpflanzungsverzögerung und die Amplitudendämpfung). Die wahrnehmbaren Tonsignale werden danach den Tonwiedergabeanordnungen 37a, b zu Wiedergabe Zugeführt. Die Tonwiedergabeanordnungen 37a, b können beispielsweise ein Kopfhörer oder ein Lautsprechersatz sein. Es können zwei oder mehr Tonwiedergabeanordnungen 37a, b benutzt werden. Die Tonwiedergabe bietet dem Benutzer einen extra Hinweis als Hilfe beim Wahrnehmen der dreidimensionalen Szene. Tonwiedergabe kann während der Basisschritte des Flussdiagramms (22, 24) und/oder während der zusätzlichen Schritte 40, 42 benutzt werden.
- Die Anordnung nach Fig. 3 umfasst ebenfalls einen Positionssensor 38. Dieser Positionssensor 38 wird eventuell benutzt zum Ermitteln von Änderungen in der Position der Augen des menschlichen Zuschauers. Wenn eine Änderung in dieser Position detektiert wird, berechnet die Recheneinheit 30 das Autostereogramm aufs Neue, so dass die dreidimensionale Szene von der neuen Position der Augen aus bei derselben Tiefe und Position gegenüber der Wiedergabeebene wie von der alten Position der Augen wahrgenommen werden kann. Verfahren zum Bestimmen der Position der Augen sind an sich bekannt. Man kann beispielsweise eine Kamera verwenden um schnell Bildänderungen zu detektieren, verursacht durch Blinzeln zum Bestimmen deren Position. Einstellung des Autostereogramms in Reaktion auf Änderungen in der Position der Augen sind besonders nützlich während der zusätzlichen Schritte 40, 42 zum Aktualisieren der Eichung, erhalten in den ursprünglichen Schritten 20, 22, 24, 26, 28. Einstellung durch eine Änderung in der Position der Gesichtspunkte 15, 16 führen zu verschiedenen Werten für Δ(d(x,y),x,y) wie durch Verwendung der Fig. 1 und der Definition von Δ(d(x,y),x,y) auf einfache Art und Weise bestimmt werden kann. Mit Hilfe der verschiedenen Δ(d(x,y),x,y) lässt sich das eingestellte Autostereogramm auf einfache Art und Weise berechnen.
Claims (9)
1. Verfahren zum Wiedergeben von Autostereogrammen, wobei dieses
Verfahren die nachfolgenden Verfahrensschritte umfasst:
- das nacheinander Wiedergeben (24) einer Reihe von Autostereogrammen einer
dreidimensionalen Szene mit einer Bezugsfläche, wobei die deutliche Tiefe, auf der die
Bezugsfläche gehalten wird, von dem einen Autostereogramm der Reihe zu dem
anderen variiert, wobei die Autostereogramme der Reihe nacheinander wiedergegeben
werden, wobei zur Wiedergabe jedes Autostereogramm das vorhergehende
Autostereogramm ersetzt,
- das Detektieren (26) einer Rückkopplung durch den Zuschauer, wobei der Zuschauer
Wahrnehmung der genannten dreidimensionalen Szene bei der aktuellen deutlichen
Tiefeneinstellung signalisiert,
- bei Detektion der Rückkopplung durch den Zuschauer statt der Wiedergabe der
Reihe von Autostereogrammen, das Wiedergeben (42) eines weiteren Autostereogramms
eines weiteren dreidimensionalen Szene mit einer weiteren Bezugsfläche, wobei eine
weitere deutliche Tiefe der weiteren Bezugsfläche entsprechend der deutlichen Tiefe,
für welche die Rückkopplung durch den Zuschauer empfangen wurde, selektiert wird,
damit für den Zuschauer das Wahrnehmen der genannten weiteren dreidimensionalen
Szene erleichtert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Autostereogramme in der
Reihenfolge der deutlichen Tiefe wiedergegeben werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein Inhalt der
dreidimensionalen Szene von einem Inhalt der weiteren dreidimensionalen Szene abweicht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei dieses Verfahren die
nachfolgenden Verfahrensschritte umfasst:
- das Messen einer Position der Augen des Zuschauers,
- das Anpassen des weiteren Autostereogramms entsprechend den Änderungen in der
Position der Augen um die weitere deutliche Tiefe der weiteren Bezugsebene konstant
zu halten, wie diese von der Position der Augen des Zuschauers aus wahrgenommen
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, wobei dieses Verfahren die
nachfolgenden Verfahrensschritte umfasst:
- das Erzeugen eines stereophonischen Paares von Tonsignalen, die eine Quelle
simulieren an einer Stelle, an der ein Gegenstand der dreidimensionalen Szene oder der
weiteten dreidimensionalen Szene in dem Autostereogramm gemacht wird.
6. Anordnung zum Wiedergeben von Autostereogrammen, wobei diese
Anordnung die nachfolgenden Elemente umfasst:
- eine Wiedergabeanordnung (34),
- Bildsignalerzeugungsmittel (30) zum Erzeugen von Bildsignalen, die eine Reihe von
Autostereogrammen einer dreidimensionalen mit einer Bezugsfläche darstellen, wobei
eine deutliche Tiefe, bei der die Bezugsfläche gegeben wird, von dem einen
Autostereogramm der Reihe zu dem anderen variiert, wobei die Mittel, die das Bildsignal
erzeugen mit der Wiedergabeanordnung gekoppelt sind, wobei die das Bild
erzeugenden Mittel der Wiedergabeanordnung die Bildsignale liefern zum aufeinander folgend
Wiedergeben der Autostereogramme der Reihe, wobei jedes Autostereogramm das
vorhergehende Autostereogramm zur Wiedergabe ersetzt,
- einen Detektor (36) zum Detektieren eine Rückkopplung durch den Zuschauer,
welche die Wahrnehmung der genannten dreidimensionalen Szene bei der aktuellen
deutlichen Tiefeneinstellung signalisiert, wobei der Detektor mit den das Bildsignal
erzeugenden Mitteln gekoppelt ist, wobei die das Bildsignal erzeugenden Mittel in Reaktion
auf die Detektion der Rückkopplung durch den Zuschauer ein weiteres Bildsignal
erzeugen, wobei das weitere Bildsignal ein weiteres Autostereogramm einer weiteren
dreidimensionalen Szene mit einer weiteren Bezugsfläche darstellt, wobei die
Bilderzeugungsmittel eine weitere deutliche Tiefe der weiteren Bezugsfläche entsprechend
der deutlichen Tiefe selektieren, für welche die Rückkopplung durch den Zuschauer
empfangen wurde, damit die Wahrnehmung der genannten dreidimensionalen Szene
erleichtert wird, wobei die Bildsignalerzeugungsmittel der Wiedergabeanordnung das
weitere Bildsignal zur Wiedergabe des weiteren Autostereogramms statt der Reihe
von Autostereogrammen liefern.
7. Anordnung nach Anspruch 6, wobei ein Inhalt der dreidimensionalen
Szene von einem Inhalt der weiteren dreidimensionalen Szene abweicht.
8. Anordnung nach Anspruch 7, wobei diese Anordnung die
nachfolgenden Elemente umfasst:
- einen Augenpositionsdetektor zum Detektieren einer Position der Augen des
menschlichen Zuschauers,
- wobei der Augenpositionsdetektor mit den Bildsignalerzeugungsmitteln gekoppelt
ist, wobei die Bilderzeugungsmittel das weitere Autostereogramm in
Übereinstimmung mit Änderungen in der Position der Augen anpassen um die weitere deutliche
Tiefe der weiteren Bezugsebene konstant zu halten, wie diese aus der Position der
Augen des Zuschauers wahrgenommen wird.
9. Anordnung nach Anspruch 6, 7, 8 oder 9, wobei die Anordnung einen
Tonsignalgenerator aufweist zum Erzeugen eines stereophonischen Paar von
Tonsignalen, die eine Quelle simulieren an einer Stelle, an der ein Gegenstand der
dreidimensionalen Szene oder der weiteren dreidimensionalen Szene in dem
Autostereogramm gegeben wird.
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