DE69719599T2 - Hygienegefäss und seine Herstellung - Google Patents

Hygienegefäss und seine Herstellung

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Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG a) Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung bezieht sich auf einen Sanitär-Behälter bzw. ein Hygienegefäß, ein Verfahren zu dessen Herstellung und eine Verwendung des Behälters bzw. Gefäßes zum Lagern eines Arzneimittels, einer Nährlösung, einer Transfusions-Lösung, eines Kosmetikums oder von Nahrungsmitteln. Mehr im Besonderen betrifft die Erfindung einen Sanitär-Behälter, der aus einem cyclischen Olefinpolymer oder einem Hydrierungsprodukt davon hergestellt ist und in der Lage ist, stabil ein Arzneimittel, wie einen Impfstoff, ein Antibiotikum, ein Vitamin oder eine Aminosäure, eine Nährlösung, eine Transfusions-Lösung, ein Kosmetikum oder Nahrungsmittel, wie ein Gewürz, oder Ähnliches, über eine lange Zeitdauer zu lagern, während die Sauberkeit beibehalten wird, und sie betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen des Sanitär-Behälters.
  • b) Beschreibung des Standes der Technik
  • EP-A-0 566 053 offenbart einen Behälter, der einen Grund- bzw. Basisbehälter umfasst, der aus einem kristallinen Olefincopolymer eines α-Olefins und eines Diens hergestellt ist und eine auf der Oberfläche des Grundbehälters gebildete Siliciumoxid- oder Silicatschicht aufweist.
  • EP-A-0524 802 offenbart einen Sanitär-Behälter, der aus einem Harz aus einer cyclischen Olefinverbindung hergestellt ist.
  • Glasbehälter wurden für viele Jahre als vom Standpunkt der Hygiene am besten geeignete Behälter für Arzneimittel, Nährlösungen, Transfusions-Lösungen, Nahrungsmittel und Ähnliches benutzt.
  • Glasbehälter sind häufig aus einem Soda-Kalk-Glas (weichem Glas) hergestellt, weil das weiche Glas als ein Ausgangsmaterial für die Glasbehälter ein einfaches Schmelzen und Formen gestattet, es chemische Haltbarkeit aufweist und einen geringen Preis hat. Ein aus · weichem Glas hergestellter Behälter unterliegt jedoch aufgrund einer darin enthaltenen Lösung oder von Feuchtigkeit in der umgebenden Atmosphäre einer Qualitäts- oder Eigenschafts-Änderung an der Glasoberfläche. Spezifisch ausgedrückt, kann das Glas mit Wasser hydrolysiert werden, sodass Alkali (Na+) herausgelöst werden und in die im Behälter enthaltene Lösung gelangen kann oder winzige Chips, "Flocken" genannt, gebildet werden können.
  • Bei Benutzung eines Glasbehälters als einem Behälter für ein Sanitär-Produkt, wie einem Arzneimittel, kann der Glasbehälter an einer Innenwand einer Anlauf bzw. Ausblüh- Behandlung dahingehend ausgesetzt sein, dass die Innenwand mit Schwefel, Gas schwefeliger Säure, Ammoniumsulfat oder Ähnlichem behandelt wird und Alkalis entfernt werden, oder es kann ein pH-regulierender Puffer, ein Mittel zur Verhinderung der Qualitäts- oder Eigenschafts-Änderung oder Ähnliches zu dem Inhalt hinzugegeben werden.
  • Ein aus Borsilicatglas (Hartglas) hergestellter Behälter unterliegt der Alkali-Auflösung oder Flockenbildung, wie sie oben erwähnt sind, weniger als ein aus Weichglas hergestellter Behälter. Hartglas ist daher für die Herstellung von Behältern (Ampullen) für injizierbare Zubereitungen, die eine höhere chemische Haltbarkeit erfordern, am besten geeignet. Ist die Temperatur oder Zeit bei der Verarbeitung, wie der Herstellung eines Behälters, unangemessen, dann kann Hartglas auch ungleichmäßig in seiner Glasstruktur werden, sodass ein Alkali aus einer Innenwand des Behälters herausgelöst werden kann oder Flocken aus der Innenwand des Behälters gebildet werden können. Um dieses potentielle Problem zu lösen, kann eine Oberflächen-Behandlung, wie eine Anlauf-Behandlung oder Fluorid-Behandlung, auf die Innenwand des Behälters angewendet werden oder es kann ein Siliciumdioxid- Überzug oder Ähnliches aufgebracht werden, indem man die Innenwand des Behälters mit einem CVD-Verfahren oder Ähnlichem mit SiO&sub2; überzieht und dann eine Wärmebehandlung ausführt, um dort einen Überzug aus SiO&sub2; zu bilden.
  • Befindet sich ein Arzneimittel, Nahrungsmittel oder Ähnliches in einem Glasbehälter von geringer Lichtbeständigkeit (Ultraviolett-Beständigkeit), dann wirkt die Durchlässigkeit, ein Vorteil des Glasbehälters, als ein Nachteil. Es wird daher eine Eisen-Mangan-Verbindung oder Ähnliches zu dem Glas hinzugegeben, um aus dem Glasbehälter einen gefärbten, Licht abschirmenden Glasbehälter zu machen. In diesem Falle ist es jedoch ein potentielles Problem, dass sich diese Metalle mit dem Inhalt, wie dem Arzneimittel oder Nahrungsmittel, vermischen können.
  • Hinsichtlich der Qualität von Glas zur Verwendung als ein Material für Arzneimittel- Behälter, sind Standardwerte unter dem "Testverfahren für Glasbehälter für injizierbare Zubereitungen" in der Pharmakopöe von Japan (12. Auflage) im Folgenden als "JP12" abgekürzt) spezifiziert. Standardwerte sind auch in der United States Pharmakopöe XXII (im Folgenden als "USP17" abgekürzt), den British Standards 3263 (im Folgenden als "BP" abgekürzt) und Ähnlichen spezifiziert.
  • Zusätzlich zu dem oben beschriebenen Problem des Herauslösens von Alkalis aus Glasbehältern gibt es ein anderes potentielles Problem, das beim Öffnen von Glasampullen auftreten kann. Neuere Ampullen schließen eine zunehmende Anzahl von Ampullen ein, die, wie Ampullen des leicht zu öffnenden Typs, ohne ein spezielles Werkzeug einfach geöffnet werden können. Es wurde jedoch ausgeführt, dass, wie konventionelle Ampullen, auch diese neueren Ampullen aufgrund der Bildung scharfer Kanten an geschnittenen Flächen gefährlich werden und beim Aufschneiden bilden sie Glassplitter mit der potentiellen Gefahr, dass diese in Arzneimittel-Lösungen eingemischt werden können.
  • Ein Glasbehälter kann, in Abhängigkeit von der Art des Arzneimittels, das weitere Problem aufweisen, dass der Glasbehälter das Arzneimittel in einem größeren Ausmaß adsorbieren kann als ein Kunststoff-Behälter.
  • Um solche Probleme zu vermeiden, gibt es nun eine zunehmende Tendenz, anstelle von Glasbehältern Kunststoff-Behälter einzusetzen. Als offizielle Standards für Kunststoff- Behälter gibt es Standards für Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyvinylchlorid (PVC), wie in der achten Auflage der Pharmakopöe von Japan (1971) spezifiziert. Testverfahren für Kunststoff-Behälter für Transfusions-Lösungen sind auch in der USP17, der Pharmakopöe von Frankreich, der Pharmakopöe der Schweiz, der deutschen Industrienorm (DIN - Deutsche Industrielle Standards) (DIN58365) usw. spezifiziert. Sie sind auch in der Mitteilung Nr. 370 des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt unter dem Nahrungsmittelhygiene-Gesetz, der Mitteilung Nr. 20 des gleichen Ministeriums unter dem gleichen Gesetz (Februar 1982) und dem Food Additve Support F der U. S. Food and Drug Administration (FDA) spezifiziert.
  • Kunststoffe haben gegenüber Glas den Vorteil, dass sie ein geringeres Gewicht haben. Andererseits sind Kunststoffe von Nachteilen begleitet, wie der Abhängigkeit von der Art des Kunststoffes, sie haben dürftige Formbarkeit und/oder geformte Produkte mit ungenügender Festigkeit und/oder dürftiger Beständigkeit gegen Gasdurchlässigkeit und/oder gegen Wasserdampf-Durchlässigkeit. Es gab daher die Situation, dass bisher keine Kunststoffe gefunden wurden, die einen guten Ausgleich von Eigenschaften aufwiesen, wie sie für Sanitär-Behälter erforderlich sind [siehe die offengelegte japanische Patentanmeldung (Kokai) Nr. HEI 5-293159].
  • In Anbetracht der vorstehenden Situation haben die Erfinder umfangreiche Untersuchungen ausgeführt. Als ein Ergebnis wurde festgestellt, dass ein Behälter aus einem cyclischen Olefinpolymer oder einem Hydrierungsprodukt davon in einer gut ausgeglichenen Weise mit Eigenschaften versehen war, die für Sanitär-Behälter erforderlich sind. Eine Patentanmeldung wurde daher auf den Behälter eingereicht (siehe die offengelegte japanische Patentanmeldung (Kokai) Nr. HEI 5-293159].
  • Die Erfinder haben jedoch festgestellt, dass Sanitär-Behälter aus dem obigen Polymer hinsichtlich der Durchlässigkeits-Beständigkeit für Sauerstoff und Stickstoff nicht vollständig befriedigend sind.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Sanitär-Behälter bereitzustellen, der aus einem Ring-geöffneten Homopolymer eines cyclischen Olefinmonomers oder eines Hydrierungsproduktes davon hergestellt ist, eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen Sauerstoff-Durchlässigkeit und Stickstoff-Durchlässigkeit aufweist, und ein Nahrungsmittel, ein Arzneimittel, ein Kosmetikum, ein Gewürz oder Ähnliches über eine längere Zeitdauer lagern kann, während es seine Qualität (d. h., seine anfängliche Qualität) beibehält.
  • Die obige Aufgabe wurde durch die vorliegende Erfindung gelöst. In einem Aspekt der Erfindung wird somit ein Sanitär-Behälter bzw. Hygienegefäß bereitgestellt, umfassend einen Grundbehälter, wie in Anspruch 1 definiert. In einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird auch ein Verfahren zur Herstellung eines Sanitär-Behälters bzw. Hygienegefäßes gemäß Anspruch 6 geschaffen.
  • Der Sanitär-Behälter gemäß der vorliegenden Erfindung ist aufgrund des Vorhandenseins des anorganischen Überzuges mit einer signifikant verbesserten Durchlässigkeits- Beständigkeit für Sauerstoff und Stickstoff ausgerüstet. Hinsichtlich der Durchlässigkeit von. Licht bei 290 bis 450 nm Wellenlänge erfüllt der Sanitär-Behälter der vorliegenden Erfindung auch die Anforderungen für medizinische Kunststoff-Behälter.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
  • Die obige und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung deutlich, in der Fig. 1 ein schematisches Diagramm eines DLC- Abscheidungsreaktors wiedergibt. Die Abkürzung "DLC", wie sie hier benutzt wird, bedeutet kollektiv Überzüge aus Materialien, die als diamantartiger Kohlenstoff, hydrierter amorpher Kohlenstoff, modifizierter Kohlenstoff und Ähnliches bezeichnet werden.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG UND BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Das cyclische Olefinpolymer oder dessen Hydrierungsprodukt, das zur Herstellung eines Sanitär-Behälters eingesetzt wird, kann ein Ring-geöffnetes Homopolymer eines cylischen Olefinmonomers, ein Ring-geöffnetes Copolymer eines cyclischen Olefinmonomers und eines anderen Monomers, ein Anlagerungs-Homopolymer eines cyclischen Olefinmonomers, ein Anlagerungs-Copolymer eines cyclischen Olefinmonomers und eines anderen Monomers oder ein Hydrierungsprodukt eines solchen Homopolymers oder Copolymers sein.
  • Beispiele des cyclischen Olefinmonomers schließen monocyclische Olefinmonomere und polycyclische Olefinmonomere, einschließlich bicyclischer und höher cyclischer Verbindungen, ein. Beispielhaft für die monocyclischen Olefinmonomeren, die für die Herstellung des Homopolymers oder Copolymers des cyclischen Olefinmonomers brauchbar sind, sind monocyclische Olefinmonomere, wie Cyclopenten, Cyclopentadien, Cyclohexen, Methylcyclohexen und Cycloocten; Niederalkyl-Derivate davon, die als Substituentengruppen 1 bis 3 Niederalkylgruppen, wie Methyl- und/oder Ethylgruppen, enthalten und Acrylat-Derivate davon.
  • Beispielhaft für das polycyclische Olefinmonomer sind Dicyclopentadien, 2,3-Dihydrocyclopentadien, Bicyclo[2,2,1]-hepto-2-en und dessen Derivate, Tricyclo[4,3,0,12,5]-3-decen und dessen Derivate, Tricyclo[4,4,0,12,5]-3-undecen und dessen Derivate, Tetracyclo- [4,4,0,12,5,07,10] -3-dodecen und dessen Derivate, Pentacyclo[6,5,1,13,6,22,7,09,13]-4-pentadecen und dessen Derivate, Pentacyclo[6,6,1,13,6,02,6,09,14]-4-hexadecen und dessen Derivate und Hexacyclo[6,6,1,13,6,010,13,02,7,09,14]-4-heptadecen und dessen Derivate.
  • Beispiele von Bicyclo(2,2,1]-hepto-2-en-Derivaten schließen 5-Methyl-bicyclo[2,2,1]- hepto-2-en, 5-Methoxy-bicyclo[2,2,1]-hepto-2-en, 5-Ethyliden-bicyclo[2,2,1]-hepto-2-en, 5- Phenyl-bicyclo[2,2,1]-hepto-2-en und 6-Methoxycarbonyl-bicyclo[2,2,1]-hepto-2-en ein.
  • Beispiele von Tricyclo[4,3,0,12,5]-3-decen-Derivaten schließen 2-Methyl-tricyclo- [4,3,0,12,5]-3-decen und 5-Methyl-tricyclo[4,3,0,12,5]-3-decen ein.
  • Beispiele von Tricyclo[4,4,0,12,5]-3-undecen-Derivaten schließen 10-Methyl-tetracyclo[4,4,0,12,5]-3-undecen ein.
  • Beispiele von Tetracyclo[4,4,0,12,5,07,10]-3-dodecen-Derivaten schließen 8-Ethylidentetracyclo[4,4,0,12,5,07,10]-3-dodecen, 8-Methyl-tetracyclo[4,4,0,12,507,10]-3-dodecen, 9-Methyl-8-methoxycarbonyl-tetracyclo[4,4,0,12,5,07,10]-3-dodecen, 5,10-Dimethyl-tetracyclo- [4,4,0,12,507,10]-3-dodecen ein.
  • Beispiele von Hexacyclo[6,6,1,13,6,110,1302,709,14]-4-heptadecen-Derivaten schließen 12-Methyl-hexacyclo[6,6,1,13,6,110,13,02,7,09,14]-4-heptadecen und 1,6-Dimethyl-hexacyclo[6,6,1,13,6,110,13,02,7,09,14]-4-heptadecen ein.
  • Ein Beispiel des cyclischen Olefinpolymers ist ein Anlagerungs-Homopolymer mindestens eines cyclischen Olefinmonomers oder ein Anlagerungs-Copolymer mindestens eines cyclischen Olefinmonomers und mindestens eines anderen Monomers (z. B. Ethylen, Propylen, 4-Methylpenten-1, Cyclopenten, Cycloocten, Butadien, Isopren, Styrol oder Ähnliche). Dieses Homopolymer oder Copolymer kann erhalten werden durch Polymerisieren des obigen Monomers oder der Monomeren, z. B. während man als einen Katalysator einen bekannten Katalysator benutzt, der in einem Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel löslich ist, und zusammengesetzt ist aus einer Vanadium-Verbindung oder Ähnlichem und einer Aluminium-organischen Verbindung oder Ähnlichem [offengelegte japanische Patentanmeldung (Kokai) Nr. HEI 6- 157672, offengelegte japanische Patentanmeldung (Kokai) Nr. HEI 5-43663 usw.].
  • Ein anderes Beispiel des cyclischen Olefinpolymers ist ein Ring-geöffnetes Homopolymer des obigen Monomers gemäß der vorliegenden Erfindung oder ein Ring-geöffnetes Copolymer der obigen Monomeren. Es kann erhalten werden durch Homopolymerisieren des obigen Monomers oder Copolymerisieren der obigen Monomeren, z. B. während man als einen Katalysator einen bekannten Katalysator benutzt, wie (1) einen Katalysator, zusammengesetzt aus einem Halogenid oder dem Nitrat eines Metalles der Platingruppe, wie Ruthenium, Rhodium, Palladium, Osmium oder Platin, und eines Reduktionsmittels oder (2) einen Katalysator, zusammengesetzt aus einer Verbindung eines Übergangsmetalles, wie Titan, Molybdän oder Wolfram, und einer Metall-organischen Verbindung eines Metalles in einer der Gruppen I bis IV des Periodensystems, wie einer Aluminium-organischen Verbindung oder einer Zinn-organischen Verbindung [offengelegte japanische Patentanmeldung (Kokai) Nr. HEI 6-157672, offengelegte japanische Patentanmeldung (Kokai) Nr. HEI 5-43663 usw.].
  • Enthält das wie oben beschriebene erhaltene Homopolymer oder Copolymer ungesättigte Bindungen, dann wird das Homopolymer oder Copolymer unter Einsatz eines bekannten Hydrierungs-Katalysator hydriert. Beispiele des Hydrierungs-Katalysators schließen (1) homogene Ziegler-Katalysatoren, die jeweils zusammengesetzt sind aus einem Salz von Titan, Cobalt, Nickel oder Ähnlichen einer organischen Säure und einer Metall-organischen Verbindung von Lithium, Aluminium oder Ähnlichen, (2) Träger-Katalysatoren, die jeweils zusammengesetzt sind aus einem Träger, wie Kohlenstoff oder Aluminiumoxid, und einem Platinmetall, wie auf dem Träger befindliches Palladium oder Ruthenium, und (3) Katalysatoren, die jeweils aus einem Komplex eines der oben beschriebenen Metalle der Platingruppe zusammengesetzt sind [offengelegte japanische Patentanmeldung (Kokai) Nr. HEI 6-157672] ein.
  • Beispiele des oben beschriebenen hydrierten Homopolymers oder Copolymers schließen Ring-geöffete Homopolymere oder Copolymere und Anlagerungs-Homopolymere oder -Copolymere polycyclischer gesättigter Kohlenwasserstoff-Verbindungen ein, die zwei oder mehr Ringe enthalten, wobei die polycyclischen gesättigten Kohlenwasserstoff-Verbindungen ein oder mehrere Substituenten-Gruppen aufweisen können, die eine polymerisierbare Doppelbindung enthalten.
  • Beispiele solcher polycyclischen Kohlenwasserstoff-Verbindungen schließen Tricyclo[4,3,0,12,5]-decan, Bis(allyloxycarboxy)-tricyclo[4,3,0,12,5]-decan, Bis(methacryloxy)- tricyclo[4,3,0,12,5]-decan und Bis(acryloxy)-tricyclo[4,3,0,12,5]-decan ein.
  • Verbleibt ein unamgesetztes Monomer, ein Oligomer geringen Molekulargewichtes, ein metallischer Polymerisations-Katalysator, ein metallischer Hydrierungs-Katalysator oder Ähnliches in dem oben beschriebenen cyclischen Olefinpolymer, das in der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, dann wird ein offensiver Geruch abgegeben oder die Reinheit eines Behälter-Inhaltes wird verringert, wenn dieses Material zu einem Behälter geformt wird. Es ist daher bevorzugt, das oben beschriebene Polymer vollständig zu reinigen und das resultierende, verunreinigungsfreie Polymer für die Herstellung von Behältern einzusetzen.
  • Das oben beschriebene Polymer hat vorzugsweise einen Erweichungspunkt von mindestens 130ºC, gemessen gemäß ASTM D1525, und eine Bromzahl von höchstens 1, gemessen gemäß JIS K2543. Ein Polymer, dessen Bromzahl größer ist als 1, ist nicht bevorzugt, weil ein Sanitär-Behälter, der aus dem Polymer erhalten wird, einer Färbung oder Verfärbung unterliegt. Als ein Verfahren zum Verhindern einer solchen Färbung oder Verfärbung des Polymers oder Behälters kann ein bekanntes Mittel gegen Alterung hinzugegeben werden, dessen Einsatz vom Standpunkt der Nahrungsmittel-Hygiene zugelassen ist.
  • Bei der Herstellung des Sanitär-Behälters gemäß der vorliegenden Erfindung, kann das bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung brauchbare Polymer durch Vermischen oder Legieren mit einem oder mehreren anderen Kunststoffmaterialien oder kautschukartigen Polymeren zu einem Ausmaß vermengt werden, dass die Eigenschaften, die bei der Herstellung des Behälters erforderlich sind, nicht beeinträchtigt werden. Beispiele solcher anderen Kunststoffmaterialien schließen verschiedene Polyethylene, Polypropylen, verschiedene Nylons, Polyethylenterephthalat, Polybutylenterephthalat und Ethylen-Acrylsäure-Copolymere ein. Beispiele solcher kautschukartigen Polymeren schließen Isopren- Kautschuk, Butadien-Kautschuk, Butadien-Isopren-Copolymerkautschuke, Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuke, Ethylen-Propylen-Terpolymerbasen, Butyl-Kautschuk und bromierten Butylkautschuk ein.
  • Der Sanitär-Behälter gemäß der vorliegenden Erfindung hat das Merkmal der Bildung eines anorganischen Überzuges auf einer Außenwand eines Basisbehälters, der aus dem cyclischen Olefinpolymer oder dessen Hydrierungs-Produkt in einer gewünschten Gestalt gebildet ist, oder der Bildung anorganischer Überzüge sowohl auf der Außenwand als auch der Innenwand des Basisbehälters.
  • Der Begriff "anorganischer Überzug", wie er hier benutzt wird, bedeutet einen anorganischen Überzug, der auf der Wandoberfläche eines Basisbehälters aus einem von verschiedenen Ausgangsmaterialien durch ein physikalisches Dampfphasen-Abscheidungsverfahren (PVD), wie Ionenstrahl-Zerstäuben, ein chemisches Dampfphasen-Abscheidungsverfahren (CVD) unter verringertem Druck, ein Plasma-unterstütztes CVD-Verfahren oder Ähnliches auf der Wandoberfläche eines Basiscontainers abgeschieden und gebildet ist, wie ein diamantartiger Kohlenstoff-Überzug, ein modifizierter Kohlenstoff-Überzug, ein Titanoxid-Überzug, ein Siliciumoxid-Überzug, ein Siliciumcarbid-Überzug, ein Siliciumnitrid-Überzug oder ein Silicat-Überzug. Ein besonders bevorzugter anorganischer Überzug ist ein diamantartiger Kohlenstoff-Überzug oder ein modifizierter Kohlenstoff-Überzug.
  • Diese besonders bevorzugten Kohlenstoff-haltigen Überzüge sind Kohlenstoff-haltige Überzüge, die durch PVD, CVD, Plasma-unterstütztes CVD oder Ähnliche aus Ausgangsmaterialien, wie Graphit, aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Benzol und Toluol, fluorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffen, wie Monofluorethan, Difluorethan und Mono- bis Trifluorpropanen, fluorierten aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Monofluorbenzol, p-Fluorbenzol und p-Fluortoluol (FC&sub6;H&sub4;-CH&sub3;), Mischungen von Kohlenwasserstoffen und fluorhaltigen Kohlenwasserstoffen und Mischungen von Kohlenwasserstoffen und fluorierten Kohlenwasserstoffen (z. B. Hexafluorethan, Perfluorpropan, Hexafluorbenzol und Perfluortoluol) auf Wandoberflächen von Basisbehältern abgeschieden und gebildet sind, und sie bedeuten Überzüge aus Materialien, die als diamantartiger Kohlenstoff, hydrierter amorpher Kohlenstoff, modifizierter Kohlenstoff und Ähnliche (im Folgenden abgekürzt als "DLC") bezeichnet werden.
  • Der obige anorganische Überzug kann entweder als eine einzelne Schicht oder als mehrere Schichten gebildet werden. So ist es, z. B., möglich, einen diamantartigen Kohlenstoff-Überzug aus einem Kohlenwasserstoff durch CVD zu bilden, und dann einen modifizierten Kohlenstoff-Überzug über dem diamantartigen Kohlenstoff-Überzug unter Einsatz eines gemischten Gases aus einem Kohlenwasserstoff und Stickstoff abzuscheiden. Diese Überzüge können auch in einer umgekehrten Reihenfolge gebildet werden. Zusätzlich kann eine Schmiermittel-Schicht auf einer Oberfläche des anorganischen Überzuges gebildet werden, um die Abtrennung oder das Ablösen des anorganischen Überzuges zu verhindern.
  • In der vorliegenden Erfindung können zu dem Polymer oder dessen Hydrierungs- Produkt ein oder mehrere andere Kunststoffe und ein oder mehrere Zusätze, wie ein Mittel zur Alterungs-Beständigkeit und Verarbeitungs-Hilfsmittel, wie erforderlich, hinzugegeben werden, gefolgt vom Vermischen der resultierenden Mischung in einem bekannten Mischer, wie einem Innenmischer, Kneter, Walzenmischer, Banburymischer oder Extruder. Die so erhaltene Mischung (Zusammensetzung) wird dann durch ein Formverfahren, wie Spritzguss, Strangpressen oder Kompressionsformen (Werkzeug-Formen oder Blasformen) in die Form eines erwünschten Behälters gebracht, wobei ein Sanitär-Behälter hergestellt wird. Es gibt keine spezielle Beschränkung hinsichtlich der Gestalt des Sanitär-Behälters, doch können Beispiele des Sanitär-Behälters Ampullen, Fläschchen, Flaschen und Ähnliche einschließen.
  • Als ein Verfahren zum Bilden eines Überzuges aus DLC auf einer Oberfläche des Sanitär-Behälters ist es möglich, ein PVD-Verfahren, bei dem ein Graphit-Target durch Ar&spplus;-Ionenstrahlen von 500-1.000 eV in einem Ionenstrahl-Zerstäubungssystem zerstäubt wird, zu benutzen. Als eine Alternative können auch ein CVD-Verfahren oder ein Plasma-unterstütztes CVD-Verfahren benutzt werden.
  • Es gibt keine spezielle Beschränkung hinsichtlich des für die Abscheidung des anorganischen Überzuges in der vorliegenden Erfindung einsetzbaren Verfahrens. Im Folgenden wird jedoch ein Verfahren zur Bildung eines anorganischen Überzuges durch Plasmaunterstütztes CVD (chemische Dampfabscheidung) gegeben.
  • CVD ist ein Verfahren, bei dem ein Zuführungsgas auf ein erhitztes Substrat geleitet und durch eine chemische Reaktion eine Substanz gebildet wird, die man als einen Feststoff auf dem Substrat zur Bildung eines Überzuges abscheiden lässt.
  • Plasma-unterstützte CVD wird ausgeführt, indem man die Aktivität angeregter neutraler Teilchen benutzt, die in einem Plasma enthalten sind. Auf dem Gebiet der Halbleiter wird dieses Verfahren zum Bilden dünner Filme oder Überzüge von Siliciumoxid oder Siliciumnitrid zur Isolation zwischen Schichten oder zum Schutz vor der umgebenden Atmosphäre in Mehrschicht-Vorrichtungen benutzt. Es liefert einen dichten und gleichmäßigen Überzug.
  • Ein Überzug aus diamantartigem Kohlenstoff durch Plasma-unterstütztes CVD kann, z. B., wie im Folgenden beschrieben, gebildet werden. Ein Kohlenwasserstoff, wie Methan, Ethan, Ethylen oder Isobutan, wird als ein Ausgangsmaterial zur Bildung eines diamantartigen Kohlenstoffes eingesetzt. In einem Parallelplatten-Plasmareaktor, z. B., wird eine Radiofrequenz-Spannung über einen Kopplungs-Kondensator an eine Elektrode (Kathode) gelegt, die gegenüber einer geerdeten Elektrode (Anode), unter Einhaltung eines vorbestimmten Abstandes dazwischen, angeordnet ist. Durch Anlegender Radiofrequenz-Spannung wird eine Selbst-Vorspannung an einem dunklen Platz (Hülle) auf der ersteren Elektrode (Kathode) erzeugt. Durch die Selbst-Vorspannung werden Ionen beschleunigt, sodass ein Überzug aus diamantartigem Kohlenstoff gebildet werden kann. Ein Beispiel des Parallelplatten-Plasmareaktors ist schematisch in Fig. 1 dargestellt.
  • Der in Fig. 1 gezeigte Reaktor ist vom Parallelplattentyp mit innerer Elektrode. An einer Seite einer unteren Elektrode (Kathode) 1, wird eine Radiofrequenz-Spannung (13,56 MHz) aus einem RF-Generator 4 über einen selbst vorspannenden Kopplungs-Kondensator 2 gelegt. Es wird in der so vorgespannten unteren Elektrode (Kathode) ein Dunkelraum (Hülle) erzeugt, sodass ein negatives Potential mit Bezug auf die geerdete gegenüberliegende Elektrode (Anode) 3, eine Selbstvorspannung, erzeugt wird. Es ist das charakteristische Merkmal dieses Reaktors, dass unter Benutzung der in dem Hüllenraum erzeugten Selbstvorspannung ein diamantartiger Kohlenstoff gebildet wird.
  • Ein Basisbehälter, auf dem mindestens ein Überzug aus diamantartigem Kohlenstoff gebildet werden soll, wird auf der unteren Elektrode (Kathode) 1 montiert. Unter verringertem Druck wird eine Radiofrequenz-Spannung in Gegenwart eines diamantartigen Kohlenstoff bildenden Zuführungsgases angelegt, wodurch ein hochdichter, harter, amorpher, diamantartiger Kohlenstoff-Überzug auf mindestens einer der äußeren und inneren Wandung des Basisbehälters gebildet wird.
  • Die Dicke des so gebildeten diamantartigen Kohlenstoff-Überzuges kann durch Einstellen der Abgabe der angelegten Hochfrequenz-Spannung, der Zersetzungszeit des Zuführungsgases, der Selbstvorspannung, dem Vakuumniveau, der Temperatur des Basisbehälters und/oder Ähnlichem in einem Bereich der Größenordnung von Å bis 1-5 um oder dergleichen variiert werden. Die Abgabe der angelegten Hochfrequenz-Spannung kann durch einen Regler 5 geregelt werden, während die Temperatur des Basisbehälters durch Regeln der Temperatur einer Heizvorrichtung 6 geregelt werden kann.
  • Es gibt keine besondere Einschränkung hinsichtlich der Dicke des diamantartigen Kohlenstoff-Überzuges in der vorliegenden Erfindung, doch kann im Allgemeinen eine Dicke von 0,1 bis 1 um oder dergleichen die Durchlässigkeit von Sauerstoff und/oder Stickstoff durch die Wandung des Sanitär-Behälters im Wesentlichen verhindern. Diese Dicke kann auch den Vorteil mit sich bringen, dass die Durchlässigkeit von ultravioletten Strahlen verhindert werden kann.
  • Ein modifizierter Kohlenstoff-Überzug kann in der gleichen Weise wie der oben beschriebene, diamantartige Überzug gebildet werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden spezifischer durch Beispiele beschrieben.
  • Beispiel 1
  • Unter Einsatz eines kommerziellen cyclischen Olefinpolymers ("Zeonex", Handelsmarke, Produkt der Nippon Zeon Co., Ltd.), wurden Ampullen für eine injizierbare Zubereitung (Durchmesser: 10,0 mm, Dicke: 0,3 mm) durch Spritzguss hergestellt.
  • Auf einer Außenwand einer der Ampullen wurde unter Benutzung des in Fig. 1 gezeigten Plasma-unterstützten CVD-Reaktors ein diamantartiger Kohlenstoff-Überzug gebildet. Als Bedingungen für die Bildung des diamantartigen Kohlenstoff-Überzuges wurde die Ampulle auf der unteren Elektrode (Kathode) 1 montiert und die Frequenz und die Abgabe einer anzulegenden Radiofrequenz-Spannung wurden auf 13,56 MHz bzw. 200 W eingestellt.
  • Als eine Vorbehandlung wurde die Ampulle zuerst mit Argongas bei einem Vakuum von 0,1 Torr und Raumtemperatur für 10 Sekunden behandelt. Die Ampulle wurde dann mit einem gemischten Gas aus Isobutan und Argon bei einem Vakuum von 0,07 Torr und Raumtemperatur für 10 Sekunden behandelt, wobei ein diamantartiger Kohlenstoff-Überzug auf der Außenwand der Ampulle (Überzugsdicke: 2.200 Å) gebildet wurde.
  • Unter Benutzung der so erhaltenen, mit diamantartigem Kohlenstoff überzogenen Ampulle wurden die Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff bei Raumtemperatur mittels eines Instrumentes zum Messen der Gasdurchlässigkeit ("GPM-250", Handelsname), hergestellt durch GL Science Company, bestimmt. Unter der Annahme, dass die Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff im Falle einer Ampulle ohne diamantartigen Kohlenstoff-Überzug jeweils 1 sind, waren die Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff im Falle der mit dem diamantartigen Kohlenstoff-Überzug versehenen Ampulle 0,3 bzw. 0,7, sodass die Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff beide signifikant verringert wurden.
  • Weiter wurde die Durchlässigkeitsrate von Licht der Wellenlänge von 200 bis 900 nm mittels eines Doppelstrahl-Spektrofotometers ("Modell 105-20", Handelsname; hergestellt durch Hitachi Ltd.) (relativ zu Luft) ebenfalls gemessen. Die Durchlässigkeitsrate betrug 15% oder weniger bei Wellenlängen von 290 bis 450 nm und 45% oder mehr bei Wellenlängen von 590 bis 610 nm. Bei einer Ampulle, die keinen diamantartigen Kohlenstoff-Überzug aufwies, betrugen die entsprechenden Durchlässigkeitsraten 90% oder mehr bzw. 95%.
  • Beispiel 2
  • Unter Einsatz des kommerziellen cyclischen Olefinpolymers ("Zeonex", Handelsmarke, Produkt der Nippon Zeon Co., Ltd.), wurden Fläschchen von 1,50 mm Dicke und 36,00 mm Durchmesser durch Spritzguss hergestellt.
  • In einer ähnlichen Weise wie in Beispiel 1 wurde ein diamantartiger Kohlenstoff- Überzug (Dicke: 2.500 Å) auf eine äußere Wand eines der Fläschchen aufgebracht.
  • Unter Einsatz der so erhaltenen Fläschchen wurden die Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff bei Raumtemperatur gemessen. Unter der Annahme, dass die Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff bei einem Fläschchen ohne den diamantartigen Kohlenstoff-Überzug jeweils 1 waren, betrugen die Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff im Falle des Fläschchens mit dem aufgebrachten diamantartigen Kohlenstoff-Überzug 0,4 bzw. 0,8, sodas die Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff signifikant vermindert wurden.
  • Beispiel 3
  • Ein mit diamantartigem Kohlenstoff überzogenes Fläschchen wurde in einer ähnlichen Weise wie in Beispiel 2 mit der Ausnahme hergestellt, dass das kommerzielle cyclische Olefinpolymer durch ein anderes kommerzielles Produkt ("Apel", Handelsmarke; Produkt von Mitsui Petrochemical Industries, Ltd.) ersetzt wurde. Es wurden seine Durchlässigkeitsraten von Sauerstoff und Stickstoff gemessen. Die Resultate waren im Wesentlichen die gleichen wie in Beispiel 2.
  • Beispiel 4
  • Fläschchen wurden in einer ähnlichen Weise wie in Beispiel 1 mit der Ausnahme hergestellt, dass Toluol als Kohlenwasserstoff eingesetzt und die Plasma-Behandlung für 3 Minuten bei einer Radiofrequenz-Abgabe von 100 W ausgeführt wurde. Im Falle des Fläschchens, das der Plasma-Behandlung nicht unterworfen worden war (Kontrolle) betrug die Durchlässigkeitsrate von Sauerstoff 392,0 (cm³/m²·24h·atm) und die Durchlässigkeitsrate von Stickstoff betrug 117,5 (cm³/m²·24h·atm). Nach der Plasma-Behandlung waren diese beträchtlich auf 158,6 bzw. 110,4 vermindert.
  • Die Durchlässigkeitsrate von Ultraviolett-Strahlen mit einer Wellenlänge von 450 nm betrug 12,0% im Falle des Plasma-behandelten Fläschchens gegenüber 90,7% im Falle des unbehandelten Fläschchens, was die Beständigkeit gegen Durchlässigkeit von Ultraviolett- Strahlen bestätigt. Die Durchlässigkeitsraten sichtbaren Lichtes von 590 nm Wellenlänge betrugen 91,3% bzw. 49,8%.
  • Beispiel 5
  • Ein Fläschchen mit einem auf der Außenwand aufgebrachtem diamantartigen Kohlenstoff-Überzug wurde in einer ähnlichen Weise wie in Beispiel 2 mit der Ausnahme hergestellt, dass p-Fluortoluol als Kohlenwasserstoff eingesetzt, die Radiofrequenz-Abgabe auf 100 W eingestellt und die Behandlung für 2 Minuten in Argon und für weitere 2 Minuten unter Zugabe des p-Fluortoluos und für weitere 2 Minuten unter weiterer Zugabe von p-Fluortoluol ausgeführt wurde. Nach der Behandlung betrugen die Durchlässigkeitsraten des resultierenden Fläschchens für ultraviolette Strahlen bzw. sichtbares Licht 12,4% bzw. 51,5%.

Claims (6)

1. Sanitär-Behälter, umfassend:
(a) einen Grundbehälter, hergestellt aus einem ringgeöffneten Homopolymer eines cyclischen Olefinmonomers oder eines Hydrierungsproduktes davon und
(b) einen auf der Oberfläche des Grundbehälters gebildeten Überzug, wobei dieser Überzug ein diamantartiger Kohlenstoff-Uberzug, ein modifizierter Kohlenstoff- Überzug, ein Siliciumcarbid-Überzug oder ein Siliciumnitrid-Überzug ist.
2. Sanitär-Behälter nach Anspruch 1, worin der Überzug durch Plasma-CVD gebildet ist.
3. Sanitär-Behälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, worin der Überzug eine Dicke im Bereich von 0,1 bis 1 um aufweist.
4. Sanitär-Behälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, worin das Homopolymer Öder dessen Hydrierungsprodukt einen Erweichungspunkt von mindestens 130ºC, gemessen gemäß ASTM D1525, und eine Bromzahl von höchstens 1 aufweist, gemessen gemäß JIS K2543.
5. Verfahren zum Herstellen eines Sanitär-Behälters nach einem der Ansprüche 1 bis 4, umfassend das Bilden des Überzuges auf einer Oberfläche des Grundbehälters durch Plasma- DVD.
6. Verwendung eines Sanitär-Behälters nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zum Lagern eines Medikamentes, einer Nährlösung, einer Transfusions-Lösung, eines Kosmetikums oder Nahrungsmittels.
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