DE69727176T2 - Apparat zur stereotaktischen Laserchirurgie - Google Patents

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Description

  • Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
  • Das grundsätzliche Verfahren, das gegenwärtig zur Behandlung von Gehirntumoren in Verwendung steht, ist die operative Resektion. Eine derartige Behandlung ist notwendigerweise mit einer bedeutenden physischen Verletzung von gesunden umgebenden Geweben verbunden, insbesondere, wenn der Tumor tiefsitzend, tief innerhalb des Gehirns gelegen ist. Gegenwärtig ist die verbreitetste Behandlung, die in Verbindung mit der chirurgischen Resektion verwendet wird, die Strahlentherapie.
  • Die Strahlentherapie wird typischerweise mit Unterstützung durch Stereotaxie verabreicht, um eine genaue Lokalisierung der Wirkungen der Strahlung im Tumor zu erzielen. Stereotaxie wird mit einem externen Rahmengestell ausgeführt, das am Schädel des Patienten angebracht ist. Durch diese stereotaktischen verfahren kann die Strahlung genau auf den Tumor fokussiert werden, um eine Nekrose des Tumorgewebes zu erzielen. Wenn der Umfang des Tumorgewebes über eine bestimmte Größe hinausgeht, kann die durch die Bestrahlung ausgelöste Nekrose ernste Nebenwirkungen aufweisen. Die durch die Bestrahlung ausgelöste Nekrose kann tatsächlich wie ein Tumor wachsen. Zusätzlich kann sich an der Stelle des Tumors Flüssigkeit ansammeln, und das Ödem, das sich daraus ergibt, kann Langzeitwirkungen aufweisen und möglicherweise sogar zum Tod führen. Wenn in Verbindung mit der Strahlungstherapie Chemotherapie verwendet wird, werden die Gefahren, die mit der durch die Bestrahlung ausgelösten Nekrose verbunden sind, vergrößert.
  • Gegenwärtig ist auch eine Behandlung von Gehirntumoren durch Laserchirurgie bekannt. Derzeit sind die Laser, die für diesen Zweck verwendet werden, entweder CO2-Laser oder Nd: YAG-Laser. Beide Laser verwenden Wärmeenergie, um das Tumorgewebe zu verdampfen oder zu koagulieren. Es kommt jedoch vor, daß das Anlegen einer ausreichenden Wärmeenergie zum Erzielen einer Tumorgewebenekrose durch diese Apparate notwendigerweise auch die umgebenden Gewebe erhitzt.
  • Gegenwärtige Verfahren für die Laserchirurgie von Gehirntumoren erfordern, daß der Laser entweder manuell oder stereotaktisch geführt wird. In beiden Fällen sind langwierige Vorgänge erforderlich. Gegenwärtig verwendete Laser müssen von einem ausgedehnten Bereich von Winkeln her auf den Tumor fokussiert werden, und somit beeinträchtigt die Behandlung notwendigerweise eine große Menge an dazwischenliegendem Gewebe und benötigt sie eine merkliche Menge an Zeit. Da die Gewebeentfernung durch gegenwärtig verwendete Laser durch Wärme ausgelöst wird, und durch die Notwendigkeit eines ausgedehnten Bereichs von Zugangswinkeln, kommt es zu einem beträchtlichen Ausmaß an Wärmeausdehnung des umgebenden gesunden Gewebes. Das Ergebnis ist, daß die gegenwärtig bekannten Verfahren der Laserchirurgie keine bedeutende Verbesserung in Bezug auf früher bekannte chirurgische Techniken darstellen.
  • Eine Vorrichtung der oben erwähnten Art zur Verwendung eines Laserstrahls bei der stereotaktischen Laserneurochirurgie ist in WAHRBURG ET AL.: "Concept of a novel Laser Probe for Minimal Invasive Applications in Neurosurgery" MECHATRONICS, Band 6, Nr. 4, Juni 1996, Großbritannien, Seiten 479 bis 489, offenbart. Durch die offenbarte Vorrichtung gibt es keine Mittel zur Feststellung der tatsächlichen Position des Brennpunkts, der den Punkt der Behandlung darstellt. Es ist nur möglich, das behandelte Gewebe festzustellen. Das Feststellen des behandelten Gewebes bedeutet das Feststellen des Ergebnisses, aber nicht des Arbeitspunkts. Daher ist es nicht möglich, die Stelle des Behandlungspunkts genau hinsichtlich der Position und der Zeit festzustellen. Die Feststellung muß während Unterbre chungen der Behandlung durch die Abbildungsmittel erfolgen. Somit gibt es einen Zeitunterschied zwischen der Behandlung und der Abbildung des operativen Bereichs einschließlich des Ergebnisses der vorgenommenen Behandlung. Dies ist für eine Leistung mit hoher Genauigkeit nicht günstig.
  • Das erwähnte Problem, das eine Echtzeitfeststellung des Behandlungspunkts unmöglich macht, besteht auch in der Vorrichtung, die in AUER ET AL.: "Endoscopic Neurosurgery" SPIE OPTICAL ENGINEERING PRESS, Band MS11, 1. Januar 1990, BELLINGHAM, WASHINGTON, USA, Seiten 643 bis 656, offenbart ist.
  • Es ist daher die zugrundeliegende Absicht der Erfindung, die obenerwähnten Probleme zu lösen und eine Vorrichtung der obenerwähnten Art in einer solchen Weise zu verbessern, daß ein Feststellen des Punkts der Behandlung in Echtzeit möglich wird. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist, eine genaue Steuerung des Eingriffs verfügbar zu machen.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch erfüllt, daß der Lichtstrahl des Plasmafunkens am Brennpunkt mittels eines Strahlteilers in eine Feststelleinheit zurückgestrahlt wird.
  • Geeignete Entwicklungen können den Unteransprüchen entnommen werden.
  • Die vorliegende Erfindung verbessert die Wirksamkeit der Laserchirurgie gegenüber Gehirntumoren durch Verwenden einer Art von Laser, die ein wirksameres Gewebeentfernungsschema aufweist, und durch Anlegen des Laserstrahls vom Inneren des Tumors her, um die Menge des umgebenden gesunden Gewebes, das andernfalls beeinträchtigt werden könnte, zu verringern.
  • Was erstens die Art des Lasers betrifft, wird ein leistungsfähiger Festkörperlaser verwendet, wobei die Impulslängen im Bereich von einem Hundertstel bis zu einhundert Picosekunden liegen. Die Impulse von einem derartigen Laser brechen durch einen Mechanismus einer nichtthermischen Photoaufspaltung des Gewebes kleine Abschnitte von Tumorgewebe genau ab und beseitigen dadurch den Tumor durch Abtragung. Es gibt keine erkennbaren Wirkungen in umgebenden Geweben.
  • Was zweitens das Anlegen des Lasers vom Inneren des Tumors her betrifft, wurde eine Lasersonde erdacht, die die Laserenergie bei einem minimalen Ausmaß der Verletzung von dazwischenliegendem Gewebe an der genauen Stelle des Tumors anlegt. Die Sonde ist ausreichend klein, um bei einer minimalen Verletzung entlang des Zugangswegs in einen Tumor zu reichen. Ferner wird häufig ein einzelner Zugangsweg ausreichen, was den ausgedehnten Bereich von Zugangswinkeln, der durch früher verwendete Laserausrüstungen notwendig gemacht wurde, vermeidet. Der Laserstrahl wird von einer seitlichen Öffnung am distalen Ende der Sonde, rechtwinkelig zur Achse der Sonde, oder von einer vorwärts gerichteten Öffnung am distalen Ende der Sonde ausgestrahlt, um ein Ziel innerhalb des Tumors zu treffen. Der Laserstrahl wird dann gemäß einer geplanten Abfolge bewegt, um Tumorgewebe fortschreitend abzutragen, bis das gesamte Gewebe entfernt ist.
  • Der Picosekundenlaser mit hoher Leistung nimmt die Photoaufspaltung des Zielgewebes durch einen Wechselwirkungsmechanismus vor, der plasmavermittelte Abtragung genannt wird. Wo eine bestimmte Abtragung von örtlich begrenztem Gewebe erwünscht ist, wird der Laser scharf auf die Gewebeoberfläche fokussiert, wodurch am Brennfleck, wo eine hohe Leistungsdichte besteht, ein Mikroplasma erzeugt wird. Das Mikroplasma dehnt sich rasch aus, wodurch eine Aushöhlungsblase und eine Schockwelle erzeugt wird. Die Aushöhlungsblase belegt das Gewebe mit einer Beanspruchung, und die Schockwelle erzeugt einen Druckgradienten im Gewebe, was zu einer mechanischen Aufspaltung des Gewebeabschnitts führt. Auf diese Weise wird das Tumorgewebe in sehr kleine Teilchen zerlegt. Der Energiepegel des Lasers wird gesteuert, um die Abtragungsschwelle zu erreichen, aber nicht beträchtlich zu überschreiten. Dies führt zu einer Abtragung des Zielgewebes mit unwesentlichen mechanischen Auswirkungen auf das umgebende Gewebe. Sogar bei höheren Energien verschwinden die Auswirkungen auf das umgebende Gewebe innerhalb von dreihundert Mikron vom Brennfleck.
  • Die Lasersonde weist einen starren röhrenförmigen Abschnitt und einen Anbringungskörper auf, der zu stereotaktischen Steuerzwecken an einem Kopfring angebracht werden kann. Der röhrenförmige Abschnitt der Sonde weist einen sehr kleinen Gesamtdurchmesser auf, und er besteht aus drei gleichachsigen Röhren. Andere Röhrenanordnungen könnten ebenfalls verwendet werden. Die erste, innere, Röhre stellt einen Kanal für den Laserstrahlweg bereit und bringt die notwendigen optischen Vorrichtungen zur Steuerung des Laserstrahls einschließlich einer Fokussierlinse unter. Die zweite Röhre umgibt die erste Röhre, und in der Nähe des distalen Endes der zweiten Röhre ist ein Spiegel angebracht, um den Laserstrahl abzulenken. Ein Raum zwischen der ersten Röhre und der zweiten Röhre stellt einen Flußweg zum Spülen von Flüssigkeit zum distalen Ende der Sonde bereit. Die Spülflüssigkeit wird im Raum zwischen der ersten Röhre und der zweiten Röhre hinuntergepumpt, um den Spiegel zu reinigen und abgetragene Gewebeteilchen in der Nähe des distalen Endes der Sonde in eine Aufschwemmung zu bringen. Die dritte, äußere, Röhre umgibt die erste und die zweite Röhre, und ein Raum zwischen der zweiten Röhre und der dritten Röhre stellt einen Flußweg zum saugenden Spülen von Flüssigkeit zum proximalen Ende der Sonde bereit. Die angesaugte Flüssigkeit transportiert die aufgeschwemmten Gewe beteilchen und jedwede angesammelte biologische Flüssigkeit vom operativen Bereich in der Nähe des distalen Endes der Sonde weg. Daher entfernt ein ununterbrochenes Spülen und Ansaugen des operativen Bereichs während des Auftretens der Abtragung die Teilchen des Tumorgewebes, während diese durch die Abtragung losgebrochen werden. Der Fluß in den Flußwegen für das Spülen und das Ansaugen kann auch gesteuert werden, um den Druck im Schädelinneren zu regulieren.
  • Der Spiegel ist in der Nähe des distalen Endes der Sonde gelegen. Der Laserstrahl verläuft der Länge nach durch die innere Röhre zum Spiegel am distalen Ende der zweiten Röhre. Der Winkel des Spiegels ist so eingerichtet, daß der Laserstrahl in einem Winkel von etwa neunzig Grad zurückgestrahlt wird, was verursacht, daß der Laserstrahl die Sonde durch eine seitliche Öffnung in der Röhre entlang eines Wegs verläßt, der etwa senkrecht zur Längsachse der Sonde verläuft. Die zweite Röhre, an der der Spiegel angebracht ist, ist in der Längsrichtung sowohl proximal als auch distal beweglich, um zu verursachen, daß sich der Austrittspunkt des Laserstrahls in der Längsrichtung entlang der Sonde bewegt.
  • Die Fokussierlinse ist im Inneren der inneren Röhre proximal zum Spiegel gelegen. Die Anordnung der Fokussierlinse in Bezug auf den Spiegel wird durch eine drehende Bewegung der inneren Röhre in Bezug auf die zweite Röhre genau gesteuert, um den Laserstrahl in einer ausgewählten Entfernung von der Achse der Sonde entfernt genau zu fokussieren. Die ausgewählte Entfernung wird gewählt, um den Brennpunkt an der Oberfläche des abzutragenden Tumorgewebes anzuordnen. Die erste und die zweite Röhre können auch gemeinsam bewegt werden, um eine gewünschte fokale Entfernung aufrechtzuerhalten, während der Austrittsweg des Laserstrahls in der Längsrichtung bewegt wird.
  • Die zweite Röhre kann gedreht werden, um zu verursachen, daß sich der Spiegel und der Austrittslaserstrahl über einen ausgewählten Winkel bewegen. Der Winkel, über den der Spiegel und der Laserstrahl gedreht werden, kann jedweder Winkel bis hin zu 360 Grad sein. Da der Laserstrahl an einem Punkt außerhalb der Sonde fokussiert wird, verläuft der Brennpunkt über einen Bogen, während sich der Spiegel über den ausgewählten Winkel dreht. Falls gewünscht, kann der Bogen einen vollständigen Kreis bilden.
  • Zusätzlich zur Drehbewegung können der Spiegel und die Fokussierlinse wie oben erwähnt gemeinsam entlang der Längsachse der Sonde entweder in die distale oder in die proximale Richtung bewegt werden. Während dieser Bewegung kann die Entfernung zwischen dem Spiegel und der Linse genau konstant aufrechterhalten werden, um zu gewährleisten, daß die senkrechte Entfernung des Brennpunkts von der Sondenachse konstant bleibt. Diese Längsbewegung kann durch eine gleichzeitige Bewegung der ersten und der zweiten Röhre vollbracht werden. Während der Spiegel und die Linse in der Längsrichtung bewegt werden, bewegt sich auch die Position des Brennpunkts in der Längsrichtung, wodurch ihre ausgewählte Entfernung von der Sondenachse aufrechterhalten wird.
  • Wenn die Längsbewegung des Spiegels und der Linse mit der obenerwähnten Drehung des Spiegels im Kreis herum kombiniert wird, wird der Brennpunkt einem spiralförmigen Weg folgen, der einen mit der Sonde gleichachsigen Zylinder erzeugt. Anstelle des Erzeugens eines vollständigen Zylinders könnte durch eine hin- und herlaufende Drehung des Spiegels über einen kleineren Bogen gleichzeitig mit der Längsbewegung des Spiegels und der Linse vielmehr ein Abschnitt eines Zylinders beschrieben werden.
  • Anstelle einer gleichzeitigen Drehung und Längsbewegung könnte der Spiegel alternativ über einen gewünschten Bogen gedreht werden, während die Längsposition stationär gehalten wird, worauf eine zunehmende Längsbewegung des Spiegels und der Linse und eine anschließende Drehung des Spiegels folgt. Dieses schrittweise Schema könnte auch verwendet werden, um einen teilweisen oder vollständigen Zylinder zu erzeugen. Es ist leicht ersichtlich, daß Kombinationen der Spiegeldrehung und der Längsbewegung erdacht werden können, um zu verursachen, daß der Brennpunkt jedwedem Abschnitt eines zylinderförmigen Wegs entlang der Oberfläche des Zielgewebes folgt und eine Schicht von Gewebe abträgt, während er sich bewegt.
  • Nach der Bewegung des Brennpunkts, damit dieser wie oben beschrieben einem zylinderförmigen Weg folgt, kann die Entfernung zwischen dem Spiegel und der Fokussierlinse durch distales Bewegen der inneren Röhre geringfügig verringert werden, um die senkrechte Entfernung des Brennpunkts von der Sondenachse zu vergrößern. Diese neue Entfernung kann ausgewählt werden, um den Brennpunkt auf der neu freigelegten Oberfläche des Tumorgewebes anzuordnen, das nach der Entfernung der ersten zylinderförmigen Schicht von Gewebe durch die Abtragung des Gewebes am sich bewegenden Brennpunkt zurückbleibt.
  • Als ein Beispiel kann das distale Ende der Sonde anfänglich in die Mitte des Tumors eingesetzt werden, wodurch in der Mitte des Tumors ein zylinderförmiger Hohlraum geschaffen wird, der durch die Sonde eingenommen wird. Die Fokussierlinse kann dann bewegt werden, um den Brennpunkt in der Nähe der Oberfläche der Sonde anzuordnen, wodurch der Laserstrahl auf die angrenzende Oberfläche des Tumorgewebes fokussiert wird. Eine Längs- und eine Drehbewegung des Brennpunkts kann dann eine im Allgemeinen zylinderförmige Schicht von Gewebe abtragen, die durch die Mitte des Tumors verläuft. Um den Beginn des Vorgangs zu unterstützen, kann ein kleiner Ballonkatheter, der an der Lippe der Lasersonde angebracht ist, die erste Schicht von Gewebe ge ringfügig auswärts gerichtet verschieben. Die abgetragenen Gewebebruchstücke werden dann zusammen mit der Spülflüssigkeit durch Ansaugen durch die Sonde entfernt. Eine Einstellung des Brennpunkts auf eine Stelle, die von der Sondenachse geringfügig weiter entfernt ist, gefolgt von einer Wiederholung der Längs- und der Drehbewegung wird zu einer Abtragung einer zweiten zylinderförmigen Schicht von Tumorgewebe führen. Dieser Vorgang kann wiederholt werden, bis der Tumor von der Mitte her nach auswärts vollständig abgetragen und entfernt worden ist.
  • Als eine Abänderung kann durch Einstellung der senkrechten Entfernung zum Brennpunkt gleichzeitig mit einer Längs- und einer Drehbewegung des Spiegels eine Schicht von Tumorgewebe von einer unregelmäßigen Oberfläche abgetragen werden. Dies gestattet, daß der Brennpunkt, und folglich der Abtragungspunkt, vielmehr einer unregelmäßigen Oberfläche von Tumorgewebe folgt, anstatt auf eine zylinderförmige Oberfläche beschränkt zu sein. Dies kann wichtig sein, wenn die äußeren Schichten des Tumors abgetragen sind, da der Tumor selten zylinderförmig geformt sein wird. Somit können die äußeren Schichten des Tumors ohne Verletzung des umgebenden gesunden Gewebes photoaufgespalten und entfernt werden.
  • Während der Durchführung der Laserchirurgie wird es häufig nötig sein, Blutgefäße zu koagulieren, um Blutungen zu vermeiden oder zu kontrollieren. Dies kann durch Defokussieren des Laserstrahls und dann durch Verwenden des Strahls zum Erhitzen des Bluts an der Stelle des Gefäßes erreicht werden. Ein zweiter Laser wie ein Dauerstrichlaser, der fähig ist, Gewebe zu koagulieren, kann ebenfalls verwendet werden. In beiden Fällen erfordert dies eine visuelle Überwachung des operativen Bereichs während des Eingriffs, um die Blutgefäße ausfindig zu machen und zu identifizieren, wenn sie freigelegt werden.
  • Ferner ist es bei der Vornahme dieser Identifikation sehr hilfreich, wenn dem Chirurgen bestimmte Informationen wie etwa hinsichtlich der Stelle, der Größe und der Form derartiger Gefäße wie auch andere Informationen über den Tumor zur Verfügung stehen. Derartige Informationen können vor dem Eingriff durch Techniken wie etwa Röntgenstrahl-Computertomographie- (CT) und Magnetresonanz-Abbildung (MR) erhalten werden. Die visuelle Überwachung in Echtzeit kann mit einem konfokalen Laserrastermikroskop erreicht werden, das an die Lasersonde angeschlossen ist. Die Echtzeitabbildung vom Mikroskop kann mit den im Vorhergehenden erhaltenen Computertomographie- und Magnetresonanz-Informationen verglichen werden, um die genaue Steuerung des Eingriffs zu erleichtern. Ein Computer kann programmiert werden, einem ausgewählten Abtragungsweg zu folgen, oder die Sonde kann durch Eingabe von Computerbefehlen in Echtzeit gelenkt werden. Auf diese Weise kann für den Eingriff ein dreidimensionaler Plan erdacht werden und kann der Plan durch eine Kombination aus manueller und Computersteuerung stereotaktisch kontrolliert werden.
  • Die Echtzeitüberwachung mit dem Laserrastermikroskop kann mit einem Doppler-Durchflußmesser verbessert werden, um Einzelheiten wie etwa einzelne Kapillargefäße festzustellen, die zu klein sind, um visuell gesehen zu werden. Zusätzlich kann Ultraschall verwendet werden, um größere Gefäße festzustellen. Ferner kann ein Fluoreszenzspektrometer in die Lasersonde eingebaut werden, um Tumorgewebe und gesundes Gewebe zu identifizieren und dazwischen zu unterscheiden. Zusätzlich kann Ultraschall verwendet werden, um die Tumorgrenzen in einem makroskopischen Maßstab sichtbar zu machen.
  • Die neuartigen Merkmale dieser Erfindung hinsichtlich ihres Aufbaus und ihres Betriebs werden am besten aus den in Verbindung mit der beiliegenden Beschreibung ausgeführten beiliegenden Zeichnungen verstanden werden, in denen sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche Teile beziehen, und in denen Nachstehendes gezeigt ist.
  • Die neuartigen Merkmale dieser Erfindung wie auch die Erfindung selbst sowohl hinsichtlich ihres Aufbaus als auch ihres Betriebs werden am besten aus den in Verbindung mit der beiliegenden Beschreibung ausgeführten beiliegenden Zeichnungen verstanden werden, in denen sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche Teile beziehen, und in denen
  • 1 eine teilweise Schnittansicht einer Lasersonde zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung ist;
  • 2 eine teilweise Schnittansicht eines Tumors ist, die ein typisches zylinderförmiges Gewebeentfernungsschema zeigt;
  • 3 eine schematische Ansicht des Apparats ist, der bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird;
  • 4 eine schematische Ansicht der Systembestandteile ist, die zum Einstellen der Position der Fokussierlinse zum Fokussieren des Laserstrahls auf eine Gewebeschicht verwendet werden;
  • 5 eine schematische Ansicht ist, die die Verwendung eines Aktivspiegels zum Erreichen einer aktiv-optischen Fokussierung zeigt;
  • 6 eine schematische Ansicht ist, die die Verwendung eines Flüssigkristall-Lichtventils (LCLV) zum Erreichen einer aktiv-optischen Fokussierung zeigt;
  • 7 eine schematische Ansicht der verschiedenen Untersysteme ist, die für die vorliegende Erfindung verwendet werden, um die Lichtverteilung des Brennpunktansprechens, die Wellenform des schneidenden und/oder des Pilotlaserstrahls festzustellen;
  • 8 eine schematische Ansicht des Apparats ist, der bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird, um den Druck im Schädelinneren zu steuern.
  • Wie in 1 ersichtlich legt eine Lasersonde 10 die Laserenergie an einer genauen Stelle im Inneren des Tumors A an. Der röhrenförmige distale Abschnitt der Sonde 10 weist einen Durchmesser von etwa 5,5 Millimetern auf und ist ausreichend klein, um bei einer minimalen Verletzung entlang des Zugangswegs in einen Tumor A zu reichen. Die Länge des röhrenförmigen Abschnitts der Sonde 10 beträgt etwa zehn Zentimeter. Der Laserstrahl 36 wird seitlich vom distalen Ende der Sonde 10 senkrecht zur Achse der Sonde 10 ausgestrahlt, um auf die Zieloberfläche B im Inneren des Tumors A zu treffen. Das Fokussieren des Laserstrahls 36 auf die Oberfläche B trägt das Oberflächengewebe durch Photoaufspaltung ab, um lose Gewebebruchstücke oder -teilchen 38 zu schaffen.
  • Der distale Abschnitt der Lasersonde 10 ist ein starrer röhrenförmiger Abschnitt, der aus drei gleichachsigen hohlen Röhren 14, 16, 18 besteht. Andere Röhrenanordnungen könnten ebenfalls verwendet werden. Die gleichachsigen Röhren 14, 16, 18 sind an einem Anbringungskörper 12 angebracht. Die erste, innere, Röhre 14 stellt einen Kanal für den Laserstrahlweg bereit und bringt die notwendigen optischen Vorrichtungen zur Steuerung des Laserstrahls 36 einschließlich einer Fokussierlinse 20 unter. Die zweite Röhre 16 umgibt die erste Röhre 14 gleichachsig, und in der Nähe des distalen Endes der zweiten Röhre 16 ist ein Spie gel 22 angebracht, um den Laserstrahl 36 abzulenken. Der Laserstrahl 36 ist in der Figur nur zu Veranschaulichungszwecken bildlich als zwei Strahlen dargestellt.
  • Ein Raum 15 zwischen der ersten Röhre 14 und der zweiten Röhre 16 stellt einen Flußweg 32 zum Spülen von Flüssigkeit zum distalen Ende der Sonde 10 bereit. Es wurde festgestellt, daß eine isotonische Natriumchloridlösung als Spülflüssigkeit geeignet ist. Die Spülflüssigkeit wird im Raum 15 zwischen der ersten Röhre 14 und der zweiten Röhre 16 hinuntergepumpt, um den Spiegel 22 zu reinigen und abgetragene Gewebeteilchen 38 in der Nähe des distalen Endes der Sonde 10 in eine Aufschwemmung zu bringen. Die dritte, äußere, Röhre 18 umgibt die erste und die zweite Röhre 14, 16. Ein Raum 17 zwischen der zweiten Röhre 16 und der dritten Röhre 18 stellt einen Flußweg 34 zum saugenden Spülen von Flüssigkeit zum proximalen Ende der Sonde 10 bereit. Die angesaugte Flüssigkeit transportiert die aufgeschwemmten Gewebeteilchen 38 und jedwede angesammelte biologische Flüssigkeit vom operativen Bereich in der Nähe des distalen Endes der Sonde 10 weg. Daher entfernt ein ununterbrochenes Spülen und Ansaugen des operativen Bereichs während des Auftretens der Abtragung die Teilchen 38 des Tumorgewebes, während sie durch die Abtragung von der Oberfläche B losgebrochen werden. Die Flußwege 32, 34 zum Spülen bzw. zum Ansaugen können durch gegenwärtig wohlbekannte Mittel gesteuert werden, um den Druck im Schädelinneren auf einen gewählten Pegel zu regulieren. Eine Rohrleitung 24, die am Sondenanbringungskörper 12 befestigt ist, kann den Laserstrahl 36 vom Laser zur Sonde 10 führen. Andere Anschlüsse an den Anbringungskörper 12 können für die Spülflüssigkeit, die angesaugte Flüssigkeit und für jedwede abbildende oder diagnostizierende Ausrüstungen hergestellt werden.
  • Der Spiegel 22 ist in der Nähe des distalen Endes der Sonde 10 gelegen. Der Laserstrahl 36 verläuft der Länge nach durch die innere Röhre 14 zum Spiegel 22 am distalen Ende der zweiten Röhre 16. Der Winkel des Spiegels 22 ist so eingerichtet, daß der Laserstrahl 36 in einem Winkel von etwa neunzig Grad zurückgestrahlt wird, was verursacht, daß der Laserstrahl 36 die Sonde 10 durch eine seitliche Öffnung 28 in der zweiten Röhre 16 entlang eines Wegs verläßt, der etwa senkrecht zur Längsachse der Sonde 10 verläuft. Die zweite Röhre 16, an der der Spiegel 22 angebracht ist, ist wie durch den Pfeil 28 angegeben in der Längsrichtung sowohl proximal als auch distal beweglich, um zu verursachen, daß sich der Austrittspunkt des Laserstrahls 36 in der Längsrichtung parallel zur Achse der Sonde 10 bewegt. Die Längsbewegung der zweiten Röhre 16 wird durch ein Getriebe oder andere in der Technik bekannte Mechanismen erreicht, die im Inneren des Anbringungskörpers 12 gelegen sind.
  • Die Fokussierlinse 20 ist im Inneren der inneren Röhre 14 proximal zum Spiegel 22 gelegen. Die Anordnung der Fokussierlinse 20 in Bezug auf den Spiegel 22 wird durch eine wie durch den Pfeil 30 angegebene Längsbewegung der inneren Röhre 14 genau gesteuert, um den Laserstrahl 36 in einer ausgewählten Entfernung von der Achse der Sonde 10 entfernt genau zu fokussieren. Die ausgewählte Entfernung wird gewählt, um den Brennpunkt 37 an der freiliegenden Oberfläche B des abzutragenden Tumorgewebes anzuordnen. Die Längsbewegung der inneren Röhre 14 wird ebenfalls durch ein Getriebe oder andere in der Technik bekannte Mechanismen erreicht, die im Inneren des Anbringungskörpers 12 gelegen sind. Die erste und die zweite Röhre 14, 16 können auch gemeinsam bewegt werden, um eine gewünschte fokale Entfernung aufrechtzuerhalten, während der Austrittsweg des Laserstrahls in der Längsrichtung bewegt wird.
  • Die zweite Röhre 16 kann gedreht werden, um zu verursachen, daß sich der Spiegel und der Austrittslaserstrahl über einen ausgewählten Winkel bewegen. Die Drehung der zweiten Röhre 16 wird durch ein Getriebe oder andere in der Technik bekannte Mechanismen erreicht, die im Inneren des Anbringungskörpers 12 gelegen sind. Der Winkel, über den der Spiegel 22 und der Laserstrahl 36 gedreht werden, kann jedweder Winkel bis hin zu 360 Grad sein. Da der Laserstrahl 36 an einem Punkt 37 außerhalb der Sonde 10 fokussiert wird, verläuft der Brennpunkt 37 über einen Bogen, während sich der Spiegel 22 über den ausgewählten Winkel dreht. Falls gewünscht, kann der Bogen einen vollständigen Kreis bilden.
  • Ein leistungsfähiger Festkörperlaser wird verwendet, um den Laserstrahl 36 zu erzeugen, wobei die Impulslängen im Bereich von einem Hundertstel bis zu einhundert Picosekunden liegen. Die Brennlänge des Lasers wird unter Berücksichtigung der Absorptionsverluste in der Spülflüssigkeit so gewählt, daß an der Gewebeoberfläche B eine Energiedichte von etwa fünfzig Joule pro Quadratzentimeter erreicht wird. Die Abtragungstiefe eines einzelnen Laserimpulses von einem derartigen Laser beträgt etwa einhundert Mikrometer. Der Abtragungsbereich eines derartigen Impulses beträgt etwa einhundert Mikrometer mal einhundert Mikrometer. Die Impulse von einem derartigen Laser brechen durch einen Mechanismus einer nichtthermischen Photoaufspaltung des Gewebes kleine Abschnitte von Tumorgewebe genau ab und beseitigen dadurch den Tumor durch Abtragung. Es gibt keine erkennbaren Wirkungen in umgebenden Geweben.
  • Der Picosekundenlaser mit hoher Leistung nimmt die Photoaufspaltung des Zielgewebes durch einen Wechselwirkungsmechanismus vor, der plasmavermittelte Abtragung genannt wird. Wo eine bestimmte Abtragung von örtlich begrenztem Gewebe erwünscht ist, wie an der Oberfläche B des Tumorgewebes, wird der Laser scharf auf die Gewebeoberfläche fokussiert, wodurch am Brennfleck 37, wo eine hohe Leistungsdichte besteht, ein Mikroplasma erzeugt wird. Das Mikroplasma dehnt sich rasch aus, wodurch eine Aushöhlungsblase und eine Schockwelle erzeugt wird. Die Aushöhlungs blase belegt das Gewebe mit einer Beanspruchung, und die Schockwelle erzeugt einen Druckgradienten im Gewebe, was zu einer mechanischen Aufspaltung des Gewebeabschnitts führt. Auf diese Weise wird das Tumorgewebe in sehr kleine Bruchstücke 38 zerbrochen. Der Energiepegel des Lasers wird gesteuert, um die Abtragungsschwelle zu erreichen, aber nicht beträchtlich zu überschreiten. Dies führt zu einer Abtragung des Zielgewebes mit unwesentlichen mechanischen Auswirkungen auf das umgebende Gewebe. Sogar bei höheren Energien verschwinden die Auswirkungen auf das umgebende Gewebe innerhalb von dreihundert Mikrometern vom Brennfleck 37.
  • 2 zeigt eine Schnittansicht eines Tumors A mit der in den Tumor A eingesetzten Sonde 10. Die Sonde 10 trägt von der Oberfläche B fortschreitend zylinderförmige Schichten C, D, E von Tumorgewebe ab. Der Laserstrahl 36 ist im Verlauf der Abtragung einer zylinderförmigen Schicht C von der Oberfläche B gezeigt, wobei er sich gleichzeitig in einer proximalen Richtung durch den Tumor A bewegt, während er sich im Kreis herum bewegt. Die gestrichelten Linien veranschaulichen die gegenwärtig entfernte Schicht C zusammen mit der vorher entfernten Schicht D und der Schicht E, die vor der Entfernung von Schicht D entfernt wurde. Es sollte verständlich sein, daß andere Schichten zwischen der Sonde 10 und der Schicht E vor der Entfernung von Schicht E entfernt worden wären, doch im Interesse der Klarheit der Zeichnung nicht gezeigt sind.
  • 3 zeigt eine andere Ausrüstung, die das Abbildungs- und Steuersystem 40 umfaßt, in dem die Lasersonde 10 verwendet wird. Die Lasersonde 10 ist in den Schädel des Patienten P eingesetzt gezeigt. Die Lasersonde 10 ist zur stereotaktischen Steuerung der Positionierung der Lasersonde 10 mittels des Anbringungskörpers 12 an einem wie in der Technik bekannten Kopfring 42 angebracht. Eine Quelle 44 für Spülflüssigkeit und ein Ansaugmittel 46 sind an den Anbringungskörper 12 der Lasersonde 10 angeschlossen. Ein leistungsfähiger Festkörperpicosekundenlaser 48 ist über eine Strahlführungsoptik 60 und ein flexibles Spiegelsystem 52 ebenfalls an den Anbringungskörper 12 angeschlossen. Eine Abbildungsvorrichtung 54 und ein Steuer-Mikroprozessor 56 sind ebenfalls an die Sonde 10 und den Kopfring 42 angeschlossen.
  • Bei der Abbildungsvorrichtung 54 kann es sich um ein Laserrastermikroskop, einen Laser-Doppler-Durchflußmesser oder ein Fluoreszenzspektrometer oder Kombinationen davon handeln. Sichtwege für diese Vorrichtungen können durch die Verwendung von Faseroptik oder andere Mittel durch die Sonde 10 eingerichtet werden. Die Echtzeitabbildung kann durch Ultraschall mittels einer stereotaktisch geführten Ultraschallsonde 60 vervollständigt werden. Die Abbildungsvorrichtung 54 kann auch Vorkehrungen für die Eingabe von Computertomographie- oder Magnetresonanz-Abbildungsdaten aufweisen, was den Vergleich der Echtzeitabbildung mit der Computertomographie- oder der Magnetresonanz-Abbildung gestattet. Der Steuer-Mikroprozessor 56 steuert die Bewegung der Sonde 10 über den Kopfring 42 und die Bewegung der Röhren 14 und 16 der Sonde 10. Der Steuer-Mikroprozessor 56 steuert auch die Abbildungsvorrichtung 54 und den Laser 48. Eine Kartierung des Abtragungsschemas kann unter Verwendung von Abbildungsdaten, die durch Ultraschall-, Computertomographie- und Magnetresonanzvorrichtungen erhalten wurden, in den Steuer-Mikroprozessor 56 programmiert werden. Eine manuelle Steuerung beim Abtragungsvorgang kann durch eine Eingabe von Befehlen in den Steuer-Mikroprozessor 56, während der operative Bereich in Echtzeit betrachtet wird, erreicht werden.
  • 4 zeigt Elemente des Systems, das verwendet werden kann, um die Position der Fokussierlinse 20 der Sonde in einer Weise einzustellen, die sicherstellt, daß der Brennfleck 37 die gegenwärtige Gewebeoberfläche B im Inneren des Tumors A trifft. Um dies zu tun, wird der Licht strahl 68 des Plasmafunkens 62 mittels eines Strahlteilers 64 in die Feststelleinheit 78 zurückgestrahlt. Der Lichtstrahl 68 wird mittels eines zweiten Strahlteilers 66 überdies in zwei Arme geteilt. Im ersten Arm wird die gesamte Stärke des Strahls 68 durch den Photodetektor 76 festgestellt. Im zweiten Arm werden Wellenlängen, die zu einer Unterscheidung zwischen Plasmalicht, das vom Gewebe ausgestrahlt wird, und Plasmalicht, das von spülender Flüssigkeit ausgestrahlt wird, geeignet sind, getrennt und mittels Spektralfiltern 70 und des Photodetektors 74 festgestellt. Diese Anordnung gestattet einen Vergleich der getrennten Wellenlängen und gibt Informationen darüber, ob der Brennfleck 37 vor, auf oder hinter der Gewebeoberfläche B liegt. Diese Informationen können ferner in den Steuer-Mikroprozessor 56 eingegeben werden, um den Laserstrahl 36 genau zu positionieren.
  • 5 zeigt das Verfahren und den Apparat zum aktiven Steuern der Wellenform und dadurch des Brennpunkts des schneidenden Laserstrahls 36 mittels eines aktivoptischen Spiegels 82. Die einzelnen Elemente des aktivoptischen Spiegels 82 können in einer in der Technik bekannten Weise eingestellt werden, so daß die verzerrte Wellenfront 84 des schneidenden Laserstrahls 36 geordnet werden kann, um in der Nähe der Gewebeoberfläche eine optimierte Wellenfront zu erzielen, die zu einem scharfen Brennfleck 37 führt. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung kann ein aktiv-optischer Spiegel von einer wie in J. L. Bille, A. W. Dreher, G. Zinser "Scanning Laser Tomography of the Living Human Eye" in "Noninvasive Diagnostic Techniques in Ophthalmology", hrsg. durch B. R. Masters, Springer-Verlag (1990), beschriebenen Art verwendet werden. Die Wellenform 86 nach dem aktiv-optischen Spiegel wird eingestellt, um Aberrationen des Laserlichtstrahls am Ziel auszugleichen.
  • Wie in 6 gezeigt kann anstelle eines aktiv-optischen Spiegels ein Flüssigkristall-Lichtventil (LCLV) 90 verwendet werden, um die gleichen Ergebnisse zu erreichen. Nach der vorliegenden Erfindung kann das LCLV 90 ein räumlicher Lichtmodulator (SLM) wie etwa ein LCLV wie beispielsweise ein räumlicher Lichtmodulator heχ 69 von Moadowiak Optics, New Jersey, sein.
  • 7 veranschaulicht zwei unterschiedliche Verfahren, um Informationen über die Schärfe und die Qualität des Brennflecks 37 zu erhalten. Erstens wird ein Strahlteiler 94 verwendet, um einen kleinen Bruchteil des Schneidelaserlichts, das von der Gewebeoberfläche zurückgestrahlt wird, abzutrennen. Das Licht wird mittels der Linse 96 auf eine Diodenanordnung 98 abgebildet. Die Diodenanordnung mißt die Form und dadurch die Schärfe des Brennflecks 37. Zweitens wird ein Pilotstrahl 100, der eine Wellenlänge in der Nähe von 670 nm aufweist, an der Gewebeoberfläche B zurückgestrahlt und verwendet, um die Qualität des Fokussiermittels festzustellen. Die Qualität des Brennflecks kann entweder durch seine Abbildung mittels der Linse 106 auf die Diodenanordnung 108 und/oder durch Trennen des Lichtstrahls unter Verwendung des Strahlteilers 104 und Messen der Wellenform mittels eines Hartmann-Shack-Sensors, wo der Strahl 110 durch die Linsenanordnung 112 auf die CCD 114 abgebildet wird, gemessen werden. Diese Verfahren sind alle dadurch gekennzeichnet, daß die gemessene Stärkeverteilung in einer Ebene, die mit der Fokalebene des schneidenden Strahls und/oder des Pilotstrahls korrespondiert, mit einer idealen Stärkeverteilung verglichen wird, und Steuersignale erlangt werden, um den aktiven Spiegel bzw. den SLM so zu steuern, daß Abbildungsfehler ausgeglichen werden.
  • Ferner sind sie dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenform des Pilotstrahls durch einen Wellenfrontsensor, z. B. einen wie in J. Liang, B. Grimm, S. Goelz, J. F. Bille "Objective measurement of the wave aberrations of the human eye by the use of a Hartmann-Shack wavefront sensor" J. Opt. Soc. Am. Band 11, Nr. 7, Seiten 1949 bis 1957 (1994), beschriebenen Hartmann-Shack-Wellenfrontsensor gemessen wird, mit einer idealen Wellenform vergleichen wird, und Steuersignale erlangt werden, um den aktiven Spiegel bzw. den SLM so zu steuern, daß Abbildungsfehler ausgeglichen werden.
  • DER EINGRIFF
  • Das Gehirn wird durch Ultraschall-, Computertomographie- oder Magnetresonanz-Techniken kartiert, um den Tumor A ausfindig zu machen und Informationen über die Größe und die Form des Tumors A wie auch Informationen über die Stelle, die Größe und die Form von Blutgefäßen zu entwickeln. Diese Informationen werden in die Abbildungsvorrichtung 54 und in den Steuer-Mikroprozessor 56 eingegeben. Der Steuer-Mikroprozessor 56 wird programmiert, um die Anordnung und die Bewegung der Sonde 10, die Ausrichtung des Laserstrahls 36 und die Impulsgabe des Lasers 48 zum Abtragen und Entfernen des Tumorgewebes zu steuern. Dies erstellt ein dreidimensionales Laserbehandlungsschema für den speziellen Tumor A.
  • Der Schädel des Patienten wird für das Einsetzen der Sonde 10 vorbereitet, und die Sonde 10 wird in den Schädel und etwa in die Mitte des Tumors A eingesetzt. Der Laser 48 wird unter Strom gesetzt und durch den Steuer-Mikroprozessor 56 gemäß dem oben erwähnten Abtragungsprogramm auswählend impulsweise ausgestrahlt. Gleichzeitig wird die Ausrichtung des Laserstrahls 36 durch den Steuer-Mikroprozessor 56 durch eine Drehbewegung der zweiten Röhre 16 und durch eine Längsbewegung der ersten und der zweiten Röhre 14, 16 gemäß dem Abtragungsprogramm gesteuert. Entsprechend wird die Entfernung des Brennflecks 37 von der Sonde durch den Steuer-Mikroprozessor 56 durch eine Längsbewegung der ersten Röhre 14 in Bezug auf die zweite Röhre 16 gemäß dem Abtragungsprogramm gesteuert. Während der Tumor durch Ab tragung photoaufgespalten wird, bricht das Gewebe in sehr kleinen Bruchstücken 38 weg.
  • Der Fortschritt des Abtragungsvorgangs kann durch den Chirurgen auf einem Videomonitor an der Abbildungsvorrichtung durch das konfokale Laserrastermikroskop beobachtet werden. Die Echtzeitabbildung kann mit dem Laser-Doppler-Durchflußmesser oder dem Fluoreszenzspektrometer verbessert werden. Der Laser-Doppler-Durchflußmesser stellt durch wohlbekannte Mittel Frequenzverschiebungen im zurückgestrahlten Licht fest, um Tumorgewebe oder einzelne Kapillaren, die zu klein sind, um anderweitig gesehen zu werden, zu identifizieren. Zusätzlich kann Ultraschall verwendet werden, um größere Gefäße festzustellen. Ein Signal, das für die Echtzeitabbildung kennzeichnend ist, wird mit einem Signal verglichen, das für die Computertomographie- oder die Magnetresonanz-Abbildung kennzeichnend ist. Der Fehler zwischen den beiden Signalen kann durch den Steuer-Mikroprozessor 56 elektronisch verglichen und auf ein Mindestmaß verringert werden, um den Laserstrahl 36 genau zu positionieren.
  • Das Fluoreszenzspektrometer benötigt das Färben von Gewebe mit einem Farbstoff. Ein Farbstoff wie etwa Hematoporphyrin-Derivat (HpD) kann durch wohlbekannte Mittel in den operativen Bereich gespritzt werden, um die Verwendung des Fluoreszenzspektrometers beim Identifizieren von Tumorgewebe als von gesundem Gewebe unterschieden zu ermöglichen. Die Stärke der Fluoreszenz kann gemessen werden, um gemäß wohlbekannten Vorgangsweisen zwischen Tumorgewebe und gesundem Gewebe zu unterscheiden. Ferner kann die Zeitverzögerung der ausgestrahlten Fluoreszenz gemessen werden, um gemäß wohlbekannten Vorgangsweisen Tumorgewebe und gesundes Gewebe zu identifizieren. Zusätzlich kann Ultraschall verwendet werden, um die Tumorgrenzen in einem makroskopischen Maßstab sichtbar zu machen.
  • Blutgefäße können durch die Kartierungstechniken der Computertomographie- und der Magnetresonanz-Abbildung durch Ultraschallabbildung, visuell durch das Laserrastermikroskop, oder durch andere Mittel ausfindig gemacht werden. Wenn man auf ein Blutgefäß stößt, kann der Laserstrahl 36 defokussiert und zum Erhitzen des Bluts im Gefäß verwendet werden, um das Blut zu koagulieren und das Gefäß zu verschließen. Das Blutgefäß kann auch durch andere Mittel koaguliert werden.
  • Der Steuer-Mikroprozessor 56 kann die Ausrichtung, die Bewegung und die Impulsgabe des Laserstrahls 36 steuern, um eine zylinderförmige Schicht von Tumorgewebe abzutragen. Die Spülflüssigkeitsquelle 44 wie etwa eine Pumpe stellt dem operativen Bereich eine Flüssigkeit wie etwa eine isotonische Natriumchloridlösung bereit. Das Ansaugmittel 46 wie etwa eine Vakuumpumpe saugt die Lösung zusammen mit jedweden aufgeschwemmten Teilchen und anderen Bruchstücken vom operativen Bereich an, um die Tumorgewebebruchstücke 38 anzusaugen. Nach dem Abtragen einer zylinderförmigen Schicht kann die Brennweite erhöht werden, um den Brennpunkt auf der neu freigelegten Oberfläche des Tumorgewebes anzuordnen. Eine wiederholte Handhabung des Laserstrahls 36 entfernt dann eine zusätzliche Schicht von Tumorgewebe. Die Achsenlänge des Zylinders, der abgetragen werden kann, hängt von der Brennlänge des Laserstrahls 36 ab, die von der Leistungsabgabe des Picosekundenlasers 48 abhängt. Ein typischer Apparat, der eine verhältnismäßig beschränkte Laserleistung aufweist, könnte auf eine Bewegung des Laserstrahls 36 in Achsenrichtung von etwa 20 Millimetern beschränkt sein.
  • 8 zeigt das Schema der Anordnung, die verwendet wird, um den Druck im Schädelinneren zu steuern. Ein miniaturisierter Drucksensor 122 ist an der Spitze der Sonde angebracht und mißt den Druck im Inneren des Abtragungshohlraums 120 genau. Das Signal wird in die Mikroprozessor- Schnittstelle 130 eingegeben. Mittels der Pumpen 44 und 46 und des Ventils 124 kann der Fluß der spülenden Flüssigkeit gesteuert werden. Die Flüssigkeit kann durch die Durchflußmesser 126 und 128 gemessen werden, welche das Ansaugen bzw. das Spülen messen. Das Signal der Durchflußmesser wird ebenfalls in die Schnittstelle 130 eingegeben.
  • Bei Verwendung eines Picosekundenlasers mit einer Impulsenergie von 2,5 Millijoule und einer Wiederholungsfrequenz von 4 kHz beträgt die Abtragegeschwindigkeit etwa vier Kubikmillimeter pro Sekunde oder fünfzehn Kubikzentimeter pro Stunde. Die gewünschte Leistungsdichte an der Oberfläche des Tumorgewebes beträgt etwa fünfzig Joule pro Quadratzentimeter.
  • Die entfernten Schichten können entweder wie veranschaulicht vollständig zylinderförmig oder Teilzylinder sein. Ferner können sie gemäß dem Abtragungsschema, das in den Steuer-Mikroprozessor 56 programmiert ist, andere Formen aufweisen.
  • Obwohl das wie hierin gezeigte und ausführlich offenbarte besondere VERFAHREN ZUM DURCHFÜHREN VON STEREOTAKTISCHER LASERCHIRURGIE gänzlich fähig ist, die Aufgaben zu erfüllen und die obenerwähnten Vorteile bereitzustellen, versteht sich, daß es nur die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht und daß keine anderen Beschränkungen hinsichtlich der hierin gezeigten Einzelheiten des Aufbaus oder der Gestaltung als die in den beiliegenden Ansprüchen beschriebenen beabsichtigt sind.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung zur Verwendung eines Verfahrens, das bei der stereotaktischen Laserneurochirurgie einen Laserstrahl zur Photoaufspaltung von bösartigem Gewebe verwendet, bereit, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:
    Anordnen einer hohlen Sonde, um einen extrakorporalen Zugang zum photoaufzuspaltenden Gewebe einzurichten, wobei die hohle Sonde ein proximales Ende und ein distales Ende aufweist und mit einem Kanal ausgebildet ist;
    auswählendes Anordnen eines Lichtreflektors in der Nähe des distalen Endes der Sonde;
    Richten des Laserstrahls auf einem Strahlweg durch den Kanal der Sonde, damit er vom Lichtreflektor in eine vom Strahlweg wegführende Richtung zurückgestrahlt wird;
    Positionieren einer Linse im Kanal proximal zum Spiegel, um den Laserstrahl an einem gewünschten Brennpunkt zu fokussieren; und
    Bewegen des Lichtreflektors gemeinsam mit einer Bewegung der Linse, um den Brennpunkt zur Photoaufspaltung des Gewebes in einer vorherbestimmten Weise zu bewegen.
  • Vorzugsweise umfaßt der Bewegungsschritt ferner die folgenden Schritte:
    Drehen des Lichtreflektors über einen Bogen, um Gewebe in einer vorherbestimmten radialen Entfernung vom Spiegel entlang des Bogens photoaufzuspalten; und
    gleichzeitiges Bewegen des Lichtreflektors und der Linse in einer proximalen/distalen Richtung durch eine gleiche Entfernung, um Gewebe entlang aufeinanderfolgender Bögen in der proximalen/distalen Richtung photoaufzuspalten.
  • Vorzugsweise beträgt dieser Bogen etwa dreihundertsechzig Grad.
  • Vorzugsweise beträgt ein Bereich zur Bewegung in der proximalen/distalen Richtung etwa zwanzig Millimeter.
  • Vorzugsweise umfaßt das Verfahren ferner den Schritt des Bewegens der Linse in der proximalen/distalen Richtung in Bezug zum Spiegel, um die radiale Entfernung des Brennpunkts in Bezug zum Spiegel zu verändern.
  • Vorteilhafterweise schafft die Photoaufspaltung des Gewebes einen Plasmafunken, und umfaßt das Verfahren ferner den Schritt des Steuerns der Bewegung der Linse in der proximalen/distalen Richtung in Bezug zum Spiegel durch Feststellen des Lichts des Plasmafunkens, um die Position des Brennpunkts in Bezug auf die gegenwärtige Gewebeoberfläche zu messen.
  • Vorzugsweise umfaßt das Verfahren ferner den Schritt des Steuerns der Wellenform des schneidenden Strahls durch einen aktiven Spiegel.
  • Vorzugsweise umfaßt das Verfahren ferner einen Schritt des Steuerns der Wellenform des schneidenden Strahls durch einen räumlichen Lichtmodulator.
  • Vorzugsweise beinhaltet das Verfahren die folgenden Schritte:
    Spülen des Lichtreflektors mit einer Lösung von isotonischem Natriumchlorid; und
    Ansaugen der Lösung zusammen mit photoaufgespaltenen Bruchstücken von der Umgebung des Gewebes, um den Druck auf das Gewebe bei einem vorgewählten Pegel beizubehalten.
  • Vorzugsweise beinhaltet das Verfahren die folgenden Schritte:
    Messen des Drucks im Schädelinneren; und
    Steuern des Drucks auf das Gewebe auf einen vorgewählten Pegel.
  • Vorzugsweise weist der Laserstrahl eine Energiedichte von etwa fünfzig J/cm2 auf.
  • Vorzugsweise umfaßt der Laserstrahl mehrere Impulse, die eine Impulslänge im Bereich von einem Hundertstel bis zu einhundert Picosekunden aufweisen.
  • Vorzugsweise weist jeder Impuls im Laserstrahl eine Impulsenergie von etwa 2,5 mJ auf und beträgt die Wiederholungsfrequenz für die Impulse des Laserstrahls etwa vier kHz.
  • Vorzugsweise beinhaltet das Verfahren die folgenden Schritte:
    Verzögern des Bewegungsschritts, um den Brennpunkt für einen vorherbestimmten Zeitraum an einer Position zu fixieren; und
    Defokussieren des Laserstrahls, um an dieser Position Blut zu koagulieren.
  • Vorzugsweise umfaßt das Verfahren ferner die folgenden Schritte:
    Identifizieren eines Blutgefäßes im photoaufzuspaltenden Gewebe; und
    Durchführen des Verzögerungsschritts und des Defokussierungsschritts an diesem Blutgefäß.
  • Günstigerweise wird der Identifizierungsschritt unter Verwendung eines konfokalen Laserrastermikroskops zur Echtzeitbetrachtung des Gewebes ausgeführt.
  • Alternativ wird der Identifizierungsschritt unter Verwendung eines Laser-Doppler-Durchflußmessers zur Echtzeitbetrachtung des Gewebes ausgeführt.
  • Vorzugsweise beinhaltet der Identifizierungsschritt die folgenden Schritte:
    Färben des photoaufzuspaltenden Gewebes;
    Anregen des gefärbten Gewebes mit einem Laserimpuls, der eine feste Wellenlänge aufweist; und
    Messen der Fluoreszenzstärke des Gewebes als eine Anzeige und eine Identifikation des photoaufzuspaltenden Gewebes.
  • Günstigerweise wird der Färbungsschritt unter Verwendung von Hematoporphyrin-Derivat (HpD) ausgeführt.
  • In einer anderen bevorzugten Ausführungsform beinhaltet der Identifizierungsschritt die folgenden Schritte:
    Färben des photoaufzuspaltenden Gewebes;
    Anregen des gefärbten Gewebes mit einem Laserimpuls, der eine feste Wellenlänge aufweist; und
    Messen der Zeitverzögerung der Fluoreszenz als eine Anzeige und eine Identifikation des photoaufzuspaltenden Gewebes.
  • Vorzugsweise wird der Färbungsschritt unter Verwendung von Hematoporphyrin-Derivat (HpD) ausgeführt.
  • Vorzugsweise beinhaltet das Verfahren den Schritt des Bestimmens einer Grenze zwischen dem photoaufzuspaltenden bösartigen Gewebe und gesundem Gewebe.
  • Günstigerweise wird der Bestimmungsschritt unter Verwendung einer Ultraschall-Abbildung zur Echtzeitbetrachtung des Gewebes ausgeführt.
  • Alternativ wird der Bestimmungsschritt unter Verwendung eines konfokalen Laserrastermikroskops zur Echtzeitbetrachtung des Gewebes ausgeführt.
  • Bei einer weiteren Alternative wird der Bestimmungsschritt unter Verwendung eines Laser-Doppler-Durchflußmessers zur Echtzeitbetrachtung des Gewebes durchgeführt.
  • Vorzugsweise beinhaltet der Bestimmungsschritt die folgenden Schritte:
    Färben des photoaufzuspaltenden Gewebes;
    Anregen des gefärbten Gewebes mit einem Laserimpuls, der eine feste Wellenlänge aufweist; und
    Messen der Fluoreszenzstärke des Gewebes als eine Anzeige und eine Identifikation des photoaufzuspaltenden Gewebes.
  • Vorteilhafterweise beinhaltet das Verfahren die folgenden Schritte:
    Aufbauen einer Magnetresonanz-Abbildung des photoaufzuspaltenden Gewebes;
    Betrachten des photoaufzuspaltenden Gewebes unter Verwendung eines konfokalen Laserrastermikroskops, um eine Echtzeitabbildung des photoaufzuspaltenden Gewebes zu erzeugen; und
    Vergleichen der Magnetresonanz-Abbildung mit der Echtzeitabbildung, um den Lenkschritt auszuführen.
  • Vorzugsweise beinhaltet das Verfahren die folgenden Schritte:
    Aufbauen einer Magnetresonanz-Abbildung des photoaufzuspaltenden Gewebes;
    Betrachten des photoaufzuspaltenden Gewebes unter Verwendung eines Laser-Doppler-Durchflußmessers, um eine Echtzeitabbildung des photoaufzuspaltenden Gewebes zu erzeugen; und
    Vergleichen der Magnetresonanz-Abbildung mit der Echtzeitabbildung, um den Lenkschritt auszuführen.
  • Günstigerweise schafft die vorherbestimmte Weise beim Schritt des Bewegens des Spiegels ein gesondertes Stück des photoaufzuspaltenden Gewebes.
  • Vorzugsweise umfaßt das Verfahren ferner die folgenden Schritte:
    Aufbauen einer Magnetresonanz-Abbildung des photoaufzuspaltenden Gewebes;
    Erzeugen eines ersten Signals, wobei das erste Signal ein Kennzeichen der Magnetresonanz-Abbildung ist;
    Betrachten des photoaufzuspaltenden Gewebes unter Verwendung eines Laser-Doppler-Durchflußmessers, um eine Echtzeitabbildung des photoaufzuspaltenden Gewebes zu erzeugen;
    Erzeugen eines zweiten Signals, wobei das zweite Signal ein Kennzeichen der Echtzeitabbildung ist;
    Vergleichen des ersten Signals der Magnetresonanz-Abbildung mit dem zweiten Signal der Echtzeitabbildung, um ein Fehlersignal zu schaffen; und
    Ausführen des Bewegungsschritts, um das Fehlersignal auf ein Mindestmaß zu verringern.
  • Vorzugsweise umfaßt das Verfahren ferner die folgenden Schritte:
    Anordnen eines Ballonkatheters in der Nähe des distalen Endes der Sonde; und
    auswärts gerichtetes Verschieben der ersten Schicht von Gewebe durch Aufblasen des Ballonkatheters.

Claims (27)

  1. Vorrichtung zur Verwendung eines Laserstrahls (36) bei der stereotaktischen Laserneurochirurgie zur Behandlung von Gewebe, umfassend einen hohlen Sondenaufbau (10), der mit einem Kanal ausgebildet ist und ein proximales Ende und ein distales Ende aufweist; eine Quelle für Laserlicht (48), die in Lichtverbindung mit dem proximalen Ende der Sonde (10) verbunden ist, um einen Strahl aus Laserlicht (36) vom proximalen Ende durch den Kanal zum distalen Ende zu richten; einen Reflektor, der gleitbar und drehbar am distalen Ende der Sonde (10) angebracht ist, um den Laserstrahl (36) auswählend von der Sonde (10) zum Gewebe zu richten; ein Linsensystem, um den Laserstrahl (36) an einem Brennpunkt (37) auf dem Gewebe distal vom Reflektor zu fokussieren, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lichtstrahl (68) eines Plasmafunkens (62), der am Brennpunkt (37) erzeugt wird, durch einen Strahlteiler (64) in eine Feststelleinheit (78) zurückgestrahlt wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Elemente vorhanden sind, um die Stellung einer Fokussierlinse (20) der Sonde (10) in einer Weise einzustellen, die sicherstellt, daß der Brennpunkt (37) das gegenwärtige Gewebe trifft.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinheit (78) einen Photodetektor (76) zum Feststellen der gesamten Stärke des Strahls (68) umfaßt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinheit (78) Mittel aus Spektralfiltern (70) und einem Photodetektor (74) umfaßt, die fähig sind, Wellenlängen des Plasmalichts, das von Gewebe ausgestrahlt wird, und des Plasmalichts von ansteigender Flüssigkeit zu trennen, und daß die Feststelleinheit (78) fähig ist, diese Wellenlängen zu unterscheiden, um Informationen darüber zu erhalten, ob der Brennfleck (37) liegt.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Strahlteiler (66) den Lichtstrahl (68) in zwei Arme teilt.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Information in einen Steuermikroprozessor (56) eingegeben wird, um den Laserstrahl (36) genau zu positionieren.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor (56) eine gemessene Stärkeverteilung in einer Ebene, die mit der Fokalebene des Laserstrahls (36) korrespondiert, mit einer idealen Stärkeverteilung vergleicht.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel aus einem aktiv-optischen Spiegel (82) bereitgestellt sind, um die Wellenform und dadurch den Brennpunkt des schneidenden Laserstrahls (36) aktiv zu steuern.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flüssigkristall-Lichtventil (90) bereitgestellt ist, um die Wellenform und dadurch den Brennpunkt des schneidenden Laserstrahls (36) aktiv zu steuern.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkristall-Lichtventil (90) ein räumlicher Lichtmodulator ist.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Strahlteiler (94) zum Abtrennen eines kleinen Bruchteils des Schneidelaserlichts, welches von der Gewebeoberfläche zurückgestrahlt wird, und ferner ein Mittel aus einer Linse (96) zum Abbilden des Lichts auf eine Diodenanordnung (98) zum Messen der Form und dadurch der Schärfe des Brennpunkts (37) bereitgestellt ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Pilotstrahl (100) bereitgestellt ist, der an der Gewebeoberfläche (B) zurückgestrahlt wird, und der verwendet wird, um die Qualität des Fokussiermittels festzustellen.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Qualität des Brennpunkts (37) durch Abbilden mittels einer Linse (106) auf eine Diodenanordnung (108) gemessen wird.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Qualität des Brennpunkts (37) durch Trennen des Lichtstrahls durch einen Strahlteiler und Messen der Wellenform des geteilten Strahls (110) durch Abbilden mittels einer Linsenanordnung (112) auf ein CCD-Element (114) gemessen wird.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenform des Pilotstrahls (100) durch einen Wellenfrontsensor gemessen wird.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die gemessene Wellenform mit einer idealen Wellenform verglichen wird, und daß Steuersignale erlangt werden, um Abbildungsfehler auszugleichen.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner zum Erreichen einer Koagulation durch Defokussieren des Laserstrahls entwickelt ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Laserstrahl bereitgestellt ist, der fähig ist, Gewebe zu koagulieren.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Laserstrahl ein Dauerstrichlaser ist.
  20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß Abbildungsmittel, die eine Abbildungsvorrichtung (54) für eine Echtzeitabbildung des Gewebes umfassen, über das proximale Ende der Sonde (10) in Lichtverbindung mit ihrem Kanal angebracht sind.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbildungsvorrichtung (54) ein konfokales Laserrastermikroskop ist.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikroskop zum Vergleichen der Echtzeitabbildung mit im Vorhergehenden erhaltenen Computertomographie- und/oder Magnetresonanz-Informationen gestaltet ist, um die genaue Steuerung des Eingriffs zu erleichtern.
  23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor (56) auch die Abbildungsvorrichtung (54) steuert.
  24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbildungsvorrichtung (54) ferner eine Ultraschallsonde umfaßt.
  25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbildungsvorrichtung (54) einen Doppler-Durchflußmesser umfaßt, um Einzelheiten festzustellen.
  26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbildungsvorrichtung (54) ein Fluoreszenzspektrometer umfaßt, um gefärbtes Tumorgewebe und gesundes Gewebe zu identifizieren und dazwischen zu unterscheiden.
  27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Flußweg (32) zum Spülen von Flüssigkeit zum distalen Ende der Sonde (10) und einen Flußweg (34) zum saugenden Spülen von Flüssigkeit zum proximalen Ende der Sonde (10) umfaßt, um die aufgeschwemmten Gewebeteilchen (38) und jedwede angesammelte biologische Flüssigkeit vom operativen Bereich in der Nähe des distalen Endes der Sonde (10) weg zu transportieren
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