DE69727701T2 - Amphibienfahrzeug - Google Patents

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    • B60—VEHICLES IN GENERAL
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    • B60F3/00—Amphibious vehicles, i.e. vehicles capable of travelling both on land and on water; Land vehicles capable of travelling under water
    • B60F3/003—Parts or details of the vehicle structure; vehicle arrangements not otherwise provided for
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60—VEHICLES IN GENERAL
    • B60F—VEHICLES FOR USE BOTH ON RAIL AND ON ROAD; VEHICLES CAPABLE OF TRAVELLING IN OR ON DIFFERENT MEDIA, e.g. AMPHIBIOUS VEHICLES
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Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft ein Amphibienfahrzeug, das sowohl auf dem Land als auch im Wasser betriebsfähig ist. Insbesondere ist die Erfindung ein Passagierfahrzeug, das leicht zwischen Wasserbetrieb und Landbetrieb wechseln kann, ohne deutlich stoppen oder mechanische Einstellungen vornehmen zu müssen. Das Fahrzeug hat eine variable räumliche, vertikale Positionierung für Rad/Schwimmermittel sowohl für den Landbetrieb als auch den Wasserbetrieb. In der bevorzugten Ausführungsform sind die Räder angehoben, wenn das Fahrzeug im Wasser betrieben wird, und gesenkt, wenn das Fahrzeug sich einem Landepunkt nähert, und sind imstande, das Fahrzeug aus dem Wasser zu befördern und auf dem Land zu tragen. Das Fahrzeug hat auch einen Motor, der das Fahrzeug sowohl auf dem Land als auch im Wasser antreiben kann, und hat ein Lenkmittel, das imstande ist, das Fahrzeug sowohl im Wasser als auch auf dem Land zu lenken.
  • 2. Stand der Technik
  • Fahrzeuge, die sowohl auf dem Land als auch im Wasser betriebsfähig sind, sogenannte "Amphibienfahrzeuge", sind bekannt. Bei früheren Versuchen, Amphibienfahrzeuge zu konstruieren, sind viele Probleme aufgetreten. Die Fahrzeuge nach dem Stand der Technik beruhen vorwiegend auf einem Schiffsrumpf – sie wurden geschaffen, indem entweder ein Schiffsrumpf einem Landkraftfahrzeug hinzugefügt oder einem Schiffsrumpf Merkmale eines Kraftfahrzeuges hinzugefügt wurden. Die Nachteile dieser Art von Fahrzeug sind zahlreich. Zum Beispiel hatten viele der früheren Fahrzeuge, wie in dem US Patent Nr. 4,958,584 dargestellt, ein zu hohes Gewicht, da schwerer Stahl für die Rumpfteile verwendet wurde. Viele, wie jenes, das in US Patent 3,765,368 beschrieben ist, waren wegen eines hohen Schwerpunktes, der durch den Rumpf gebildet wurde, instabil. Viele der früheren Fahrzeuge erforderten umfangreiche, komplizierte, maschinelle Einrichtungen, wie getrennte Motoren für die Bewegung auf dem Land und im Wasser, und waren wegen des großen Widerstandes, der durch die Konstruktion des Rumpfes und der Räder entstand, nicht imstande, im Wasser hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Zusätzlich benötigen Rumpffahrzeuge zusätzlich teure und komplexe Belüftungsgeräte zur Entfernung gefährlicher, mitgeführter Motorabgase.
  • US 1,631,248 A beschreibt ein Amphibienfahrzeug mit einem Hauptkörperteil und einer Verlängerung, die beide mit ineinander greifenden Pontonabschnitten versehen sind, und mit einem Anhänger, der so angeordnet ist, dass er sofort und fest an dem hinteren Ende des Hauptkörperteils des Fahrzeuges befestigt werden kann, um dessen Länge und Stabilität zu erhöhen, wenn das Fahrzeug als Wasserfahrzeug verwendet wird. An dem Anhänger sind auch abschnittsweise Pontons angelenkt. Sowohl die Pontonabschnitte des Hauptkörpers als auch jene des Anhängers sind dazu ausgebildet, nach oben geschwenkt zu werden, wenn das Fahrzeug als Wasserfahrzeug verwendet wird. Die Räder des Fahrzeuges, die von den Pontonabschnitten getragen werden, werden auch nach oben in nicht hinderliche Positionen geschwenkt.
  • KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein motorisiertes Amphibienfahrzeug bereitzustellen, das sowohl im Wasser als auch auf dem Land hohe Geschwindigkeiten erreichen kann.
  • Es ist eine weitere Aufgabe, ein Amphibienfahrzeug bereitzustellen, das während des Betriebs stabil ist.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Amphibienfahrzeug bereitzustellen, das eine relativ einfache Konstruktion aufweist und in der Herstellung und im Betrieb kostengünstig ist.
  • Diese und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch ein Amphibienfahrzeug nach Anspruch 1 gelöst.
  • Als Alternative besteht das Schwimmermittel aus einem Rumpf, der aus mehreren sich in Längsrichtung erstreckenden Minirümpfen besteht, die integral mit dem Fahrzeug ausgebildet sind. Das Fahrzeug weist mehrere einfahrbare Räder auf, die an dem Fahrerhauskörper montiert sind, um das Fahrzeug auf dem Land zu tragen. Zwei der Räder sind nahe der Frontseite des Fahrerhauskörpers auf jeder Seite des Fahrerhauses montiert. Das Fahrzeug enthält Mittel zum Ein- und Ausfahren der Räder, so dass die Räder in der eingefahrenen Stellung bis oberhalb der Wasserlinie eingezogen werden, und in der ausgefahrenen Stellung mindestens ein Teil eines jeden Rades unter der Unterseite des Schwimmermittels angeordnet ist. In einer anderen Ausführungsform sind die Pontons auch einfahrbar. Auf diese Weise kann das Fahrzeug im Wasser betrieben werden, ohne dass die Räder mit der Wasseroberfläche in Berührung kommen, und auch an Land, ohne dass der Boden des Schwimmermittels mit dem Land in Berührung kommt.
  • Die Räder werden während des Betriebs durch mehrere Verriegelungselemente in Position gehalten, mit denen die Räder sowohl in der eingefahrenen als auch in der ausgefahrenen Stellung verriegelbar sind.
  • Das Fahrzeug wird von einem Motor angetrieben, der an einen einfahrbaren Propellerantrieb für den Antrieb des Fahrzeuges im Wasser gekoppelt ist. Der Propellerantrieb kann ein Mittel zum Bewegen des Propellerantriebs zwischen einer ausgefahrenen und einer eingefahrenen Stellung enthalten, so dass der Propellerantrieb zum Antreiben des Fahrzeuges durch das Wasser in das Wasser eingetaucht werden kann, und auch angehoben werden kann, so dass er nicht mit dem Land in Berührung kommt, während sich das Fahrzeug auf dem Land befindet. Als Alternative können ein oder mehrere hydraulische, elektrische, mechanische oder Düsenantriebe anstelle eines Propellerantriebs verwendet werden.
  • Das Fahrzeug ist mit Lenkmitteln versehen, die an die Vorderräder und den Propellerantrieb zum Lenken des Fahrzeuges sowohl durch das Wasser als auch auf dem Land gekoppelt sind, sowie mit einem Getriebe, das den Motor an die Vorderräder koppelt, um das Fahrzeug auf dem Land anzutreiben und das Fahrzeug in eine Vorwärts- und Rückwärtsrichtung zu bewegen. Ein Bremsmechanismus ist an alle Räder gekoppelt, um das Fahrzeug während des Landbetriebs anzuhalten.
  • Der Motor, das Getriebe, der Lenk- und Bremsmechanismus können von jeder in der Technik bekannten Art sein. Für gewöhnlich wird ein Kraftfahrzeugmotor verwendet, vorzugsweise ein benzinbetriebener Motor. In diesem Fall ist das Fahrzeug auch mit einem Kraftstoffteil versehen, der einen Kraftstofftank, eine Kraftstoffpumpe, eine Kraftstoffleitung und einen Vergaser oder eine Kraftstoffeinspritzdüse umfasst, um dem Motor Benzin zuzuführen.
  • Die Räder und/oder Pontons können unter Verwendung entweder eines elektrischen oder hydraulischen Mechanismus eingefahren und ausgefahren werden. Das Fahrzeug kann auch mit Auto- und Schiffsscheinwerfern ausgestattet sein, so dass es sicher im Dunkeln betrieben werden kann. In einer bevorzugten Ausführungsform werden vier Räder verwendet, wobei die zwei Vorderräder mit dem Motor und Lenkmechanismus verbunden sind. Alle vier Räder sind mit dem Bremsmechanismus verbunden.
  • In der bevorzugten Ausführungsform können die Räder eingefahren werden, so dass sich der unterste Punkt der Räder mindestens vier Zoll oberhalb der Wasserlinie befindet. Dieser Abstand ist notwendig, um die Räder daran zu hindern, einen Widerstand zu erzeugen, während sich das Fahrzeug im Wasser befindet. In der ausgefahrenen Stellung ist der unterste Punkt der Räder vorzugsweise mindestens acht bis zwölf Zoll unter der Unterseite der Schwimmermittel. Dieser Abstand ändert sich mit der Länge des Fahrzeuges und ist notwendig, um die Schwimmermittel daran zu hindern, am Boden zu schaben, während das Fahrzeug auf dem Land betrieben wird.
  • Als alternatives Schwimmermittel zu den Pontonelementen kann ein Katamaran- oder Trimaran-Rumpf verwendet werden. Der Rumpf ist vorzugsweise aus Glasfaser gebildet und umfasst mehrere sich in Längsrichtung erstreckende Minirümpfe, die integral mit der Unterseite des Rumpfes gebildet sind und sich entlang dieser erstrecken.
  • Während des Landbetriebs kann das Fahrzeug der vorliegenden Erfindung mit Geschwindigkeiten von 0 bis 100 Meilen pro Stunde in die Vorwärtsrichtung und 0 bis 30 Meilen pro Stunde in die Rückwärtsrichtung fahren. Während des Wasserbetriebs kann das Fahrzeug 0 bis 40 Meilen pro Stunde in die Vorwärtsrichtung und 0 bis 10 Meilen pro Stunde in die Rückwärtsrichtung fahren.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Andere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden ausführlichen Beschreibung hervor, wenn diese in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen betrachtet wird. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Zeichnungen nur der Veranschaulichung und nicht als Definition der Grenzen der Erfindung dienen.
  • In den Zeichnungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen durchgehend die gleichen Elemente in den verschiedenen Ansichten.
  • 1 ist eine Seitenansicht der vorliegenden Erfindung, während sie für eine Fahrt im Wasser verwendet wird;
  • 2 ist eine Seitenansicht der Ausführungsform von 1, wobei die Räder im Landfahrmodus ausgefahren sind:
  • 3 ist eine Seitenansicht der inneren Mechanismen der vorliegenden Erfindung, die die Räder sowohl in der eingefahrenen wie auch ausgefahrenen Stellung zeigt;
  • 4 ist eine Draufsicht von oben auf die vorliegende Erfindung;
  • 5 ist eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die das Einfahren und Ausfahren der Räder und des Propellers zeigt;
  • 6 ist eine schematische Ansicht der Mittel zum Einfahren und Ausfahren der Räder;
  • 7 ist eine Seitenansicht der Mittel zum Einfahren und Ausfahren der Räder;
  • 8 ist eine Draufsicht von oben auf die bevorzugte Ausführungsform des Motors, des Propellers, des Getriebes und der Bremsvorrichtungen der vorliegenden Erfindung;
  • 9 ist eine Draufsicht von oben auf die Lenkvorrichtung der vorliegenden Erfindung; und
  • 10 ist eine Draufsicht von unten auf die Ausführungsform des Fahrzeuges mit Pontons als Schwimmermittel.
  • 11 ist eine Querschnittsansicht der Ausführungsform des Fahrzeugs mit einem Rumpf mit drei Minirümpfen als Schwimmermittel.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Unter genauer Betrachtung nun der Zeichnungen und insbesondere von 1 bis 3 und 5, sind Seitenansichten des Fahrzeuges der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das Fahrzeug umfasst einen Fahrerhauskörper 100, der die Insassen und den Lenker aufnimmt. Der Fahrerhauskörper 100 hat einen Boden 39, unter dem ein Sprengwerk 37 montiert ist. Drei Pontons 57 bis 59 sind unterhalb des Fahrerhauskörpers 100 an dem Sprengwerk 37 mit seitlichen Riegeln 38 befestigt. In einer alternativen Ausführungsform befindet sich ein Sprengwerk innerhalb der Pontons 57 bis 59, um den Wasserwiderstand weiter zu verringern. Die Pontons 57 bis 59 sind länglich und in Bewegungsrichtung angeordnet, wie in 10 dargestellt. Die Pontons 57 bis 59 lassen das Fahrzeug schwimmen und sorgen für eine Stabilität des Fahrzeugs während des Betriebs im Wasser.
  • Vorderräder 1 und Hinterräder 33 sind einfahrbar an dem Fahrzeug für den Betrieb auf dem Land montiert. Sitze 43 und 44 sind in dem inneren Hohlraum des Fahrerhauskörpers 100 angeordnet und bieten Platz für die Insassen und den Lenker. Der Fahrerhauskörper 100 hat eine oder mehrere Türen 42 an einer oder beiden Seiten oder an der Vorderseite oder Rückseite des Fahrerhauses, so dass Insassen in das Fahrzeug einsteigen und aus diesem aussteigen können.
  • Das Fahrzeug wird von einem Motor 14 angetrieben, der nahe der Rückseite des Fahrerhauses 100 montiert ist. Wie in 8 erkennbar ist, ist der Motor 14 mit einem Getriebe 13 verbunden, das direkt vor dem Motor 14 angeordnet ist. Der Ausgang des Getriebes 13 ist mit einem vertikalen parallelen Getriebekasten 12 verbunden, der sich unter dem Boden 39 des Fahrerhauses 100, aber oberhalb der Pontons befindet, wie in 3 dargestellt. Der Getriebekasten 12 ist an das hintere Haupt-CV-Gelenk 11 angeschlossen, das die Leistung von dem Getriebe zu einer teleskopischen Hautantriebswelle 10 überträgt. Die Antriebswelle 10 erstreckt sich unter dem Boden 39 des Fahrerhauses 100 zu der Frontseite des Fahrzeuges. Die Antriebswelle 10 wird teleskopisch verschoben, um Änderungen in der Länge des Fahrzeuges auf Grund einer Verbiegung, Wärmeausdehnung und des Einfahrens und Ausfahrens der Räder auszugleichen.
  • Die Antriebswelle 10 ist an ein vorderes Haupt-CV-Gelenk 9 angeschlossen, das die Leistung zu einer Differenzialantriebswelle 8 und dann zu einem Differenzial 7 überträgt. Das vordere Haupt-CV-Gelenk 9 ist dazu ausgebildet, einen Verschiebungswinkel zwischen 15 und 45 Grad zwischen der teleskopischen Hauptantriebswelle 10 und der Differenzialantriebswelle 8 auszugleichen, abhängig davon, ob sich die Räder in der ausgefahrenen oder eingefahrenen Stellung befinden. Wenn sich die Räder in der eingefahrenen Stellung befinden, wird empfohlen, dass die Zahnräder des Getriebes in die neutrale Position verschoben werden, um die Belastung zu senken, die auf das vordere Haupt-CV-Gelenk 9 wirkt. Mechanismen zum automatischen Schalten in die neutrale Position beim Einfahren der Räder können auch hinzugefügt werden.
  • Das Differenzial 7 enthält ein Standardritzel, Teller- und Kegelräder, die ein Drehen der Vorderräder 1 bei geringfügig unterschiedlichen Drehzahlen ermöglicht, wenn das Fahrzeug Kurven fährt. Der Ausgang von dem Differenzial 7 wird über die teleskopischen Antriebswellen auf drehende Vorderradwellen 6 übertragen. Die vorderen teleskopischen Antriebswellen 6 sind durch vordere CV-Gelenke 5 an einem Ende mit dem Differenzial 7 verbunden und an einem zweiten Ende an Vorderrad-Flanschlagern 4, die für eine dimensionale Stabilität unter verschiedenen Arten und Größen von Konstruktionslasten sorgen.
  • Die Vorderrad-Flanschlager 4 sind an den drehenden Vorderradwellen 2 befestigt, die ihrerseits an den Vorderrädern 1 befestigt sind. Die Vorderräder 1 und Hinterräder 33 sind vorzugsweise 7,62 Zoll breit, haben einen Durchmesser von 30,5 Zoll und sind jeweils für eine lasttragende Kapazität von 3050 Pfund unter einem Druck von 80 psi ausgebildet.
  • Eine Bremssattelvorrichtung 3, wie in 8 dargestellt, ist an den drehenden Radwellen 2 aller Räder angebracht und dient zum Bremsen des Fahrzeugs, wenn sich dieses auf dem Land befindet. Die Bremssattelvorrichtung 3 wird durch Öldruck aktiviert, der von einem Bremshauptzylinder und einer Leistungsverstärkungsvorrichtung (nicht dargestellt) kommt, die mechanischen Druck von einem Bremspedal in hydraulischen Öldruck umwandelt, der dann durch Bremsleitungen zu der Bremssattelvorrichtung 3 geleitet wird. Das Bremssystem ist ähnlich jenem, das in herkömmlichen Autos, Bussen und Lastwägen verwendet wird, mit der Ausnahme, dass die hydraulischen Leitungen modifiziert werden müssen, um sie an das Einfahren und Ausfahren der Räder anzupassen. Diese Bremsleitungen sind ähnlich jenen, die in Motorrädern und Flugzeugen verwendet werden. Der Bremshauptzylinder ist in zwei Abschnitte unterteilt, einen für die Vorderräder und einen für die Hinterräder. In einer alternativen Ausführungsform können Luftbremsen verwendet werden. Der Bremsdruck wird vorzugsweise zu den Rädern auf der Basis des Schwerpunkts des Fahrzeuges verteilt, um ein Schleudern zu vermeiden.
  • Zur Bewegung auf dem Wasser ist das Fahrzeug mit einer Innenbord-/Außenbordeineinheit 15 versehen, die an der Rückseite des Fahrerhauses 100 montiert ist, wie in 3 dargestellt. Wie in 3 und 8 dargestellt, empfängt die Innenbord-/Außenbordeineinheit 15 Leistung vom Motor 14, an den sie angeschlossen ist. Die Innenbord-/Außenbordeineinheit 15 ist einfahrbar, so dass sie während des Einsatzes am Land über dem Bodenniveau bleibt. Die Propellervorrichtung 16 ist am Boden der Innenbord-/Außenbordeineinheit 15 befestigt und während der Bewegung auf dem Wasser im Wasser eingetaucht. Die Leistung vom Motor 14 wird durch die Innenbord-/Außenbordeineinheit 15 zu der Propellervorrichtung 16 übertragen, um das Fahrzeug durch das Wasser zu bewegen. Als Alternative können Düsentriebwerke, hydraulische Antriebe, elektrische Antriebe oder andere Arten von mechanischen Antrieben verwendet werden, um das Fahrzeug durch das Wasser anzutreiben.
  • Wie in 9 dargestellt, wird das Fahrzeug mit dem Lenkrad 24 gelenkt, das das Fahrzeug in die Richtung lenkt, in die das Lenkrad 24 gedreht wird. Das Lenkrad 24 ist am Lenkstock angebracht, der seinerseits mit dem feststehenden Lenkgetriebe 22 verbunden ist. Das feststehende Lenkgetriebe 22 ist teleskopisch mit dem beweglichen Getriebe 20 verbunden, so dass gelenkt werden kann, egal, ob sich die Räder in der ausgefahrenen oder eingefahrenen Stellung befinden. Das bewegliche Getriebe 20 ist an vertikale Lenkstangen 19 angeschlossen, die die Vorderräder 1 drehen.
  • Zum Lenken während des Betriebs im Wasser ist der Lenkstock 23 entweder an ein mechanisches Kabelantriebssystem oder ein hydraulisches Antriebssystem angeschlossen, das dann an ein Rudersystem angeschlossen ist, das sich in der Innenbord-/Außenbordeineinheit nahe dem Propeller 16 befindet, um eine Kurvensteuerung bereitzustellen. Als Alternative kann ein hydraulisches Steuersystem bereitgestellt werden.
  • Das Mittel zum Aus- und Einfahren der Räder ist in 5 und 7 dargestellt. Verriegelungszylinder 60a werden verwendet, um die Räder in der gewählten ausgefahrenen oder eingefahrenen Stellung stationär zu halten. Zum Ausfahren oder Einfahren der Räder entriegelt der Bediener zunächst die Verriegelungszylinder 60a und aktiviert eine hydraulische Steuerventilvorrichtung 62, die durch hydraulische Leitungen 63 an eine hydraulische Pumpen-Motor-Gruppe 51 angeschlossen ist. Die hydraulische Steuerventilvorrichtung 62 überträgt Druck von der hydraulischen Pumpen-Motor-Gruppe zu dem hydraulischen oder mechanischen Betätigungszylinder 60, der die Räder zwischen den ausgefahrenen und eingefahrenen Stellungen bewegt. Sobald die gewünschte Stellung der Räder erreicht ist, werden die Verriegelungszylinder 60a wieder verriegelt, um die Räder stationär zu halten.
  • Wie in 3 dargestellt, ist eine Motorkühlvorrichtung 56 direkt über dem Motor 14 angeordnet und ermöglicht eine Kühlung des Motors 14 und Verteilung von Motorabgasen. Die Motorkühlvorrichtung 56 umfasst einen Lufteinlass, einen Radiator und eine zirkulierende Wasserpumpe.
  • Wie in 4 dargestellt, ist das Fahrzeug mit einem Mastscheinwerfer 47, Scheinwerfern 48, Fernlichtern 49, roten und grünen Positionierlichtern 46, Stopplichtern 50 Rückfahrleuchten 51 und Blinkern 52 für den Nachtbetrieb sowohl auf dem Land als auch im Wasser ausgestattet. Alle Lichter sind mit einer Batterie 78 verbunden, die schematisch in 6 dargestellt ist.
  • 11 zeigt das Schwimmermittel des Fahrzeuges in Form eines Trimaran-Rumpfes. Der Rumpf 101 umfasst mehrere, sich in Längsrichtung erstreckende, integral ausgebildete Minirümpfe 102 bis 104 an der Unterseite des Rumpfes 101. Der Rumpf 101 ist an dem Fahrerhauskörper 100 befestigt oder kann integral mit dem Fahrerhauskörper 100 ausgebildet sein. Die Minirümpfe lassen das Fahrzeug schwimmen und stabilisieren es, während es sich im Wasser befindet.
  • Das Fahrzeug der vorliegenden Erfindung kann so konstruiert sein, dass es 1 bis 40 Insassen aufnimmt, und kann als Spezialfahrzeug, wie als Feuerlöschboot, Rettung, Hafenpolizeifahrzeug, Wohnmobil, Camper oder als Lasttransportfahrzeug zum Transportieren von bis zu 5 Tonnen Material konstruiert sein.
  • Obwohl nur einige Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dargestellt und beschrieben wurden, ist daher offensichtlich, dass viele Änderungen und Modifizierungen vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung Abstand zu nehmen.

Claims (7)

  1. Amphibienfahrzeug, das sowohl auf dem Land als auch im Wasser betriebsfähig ist, umfassend: ein Fahrerhaus (100) mit einem Innenraum, Seitenwänden, einer Front- und einer Rückseite und einer Bodenfläche, mehrere am Fahrerhaus (100) angebrachte Räder (1, 33), von denen das Fahrzeug auf dem Land getragen werden soll, wobei nahe der Frontseite auf jeder Seite des Fahrerhauses (100) zwei Räder montiert sind, Mittel zum Ein- und Ausfahren der Räder (1, 33) derart, dass die Räder (1, 33) in der eingefahrenen Stellung bis oberhalb der Wasserlinie des Fahrzeugs eingezogen werden, so dass das Fahrzeug im Wasser betrieben werden kann, ohne dass die Räder die Wasseroberfläche berühren, und dass, in der ausgefahrenen Stellung, mindestens ein Teil eines jeden Rades (1, 33) unterhalb der Bodenfläche des Fahrerhauses (100) angeordnet ist, damit das Fahrzeug auf dem Land darauf aufsitzen kann, mehrere Verriegelungselemente (60a), mit denen die Räder (1, 33) sowohl in der eingefahrenen als auch in der ausgefahrenen Stellung verriegelbar sind, einen Motor (14) mit einem ersten und einem zweiten Ende, wobei das erste Ende mit einem Antrieb für den Wasserbetrieb des Fahrzeugs gekoppelt ist, mit den Vorderrädern (1) und dem Antrieb für den Wasserbetrieb gekoppelte Lenkmittel zur Lenkung des Fahrzeugs sowohl im Wasser als auch auf dem Land, ein mit dem zweiten Ende des Motors gekoppeltes Getriebe (13) zum Verbinden des Motors (14) mit den Vorderrädern (1), zum Antreiben des Fahrzeugs auf dem Land und zum Vor- und Rückwärtsbewegen des Fahrzeugs und einen mit den Rädern (1, 33) gekoppelten Bremsmechanismus (3) zum Anhalten des Fahrzeugs auf dem Land, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Fahrerhauses (100) die Wasserlinie begrenzende, längsverlaufende Pontons (57–59) am Fahrerhaus (100) angebracht sind, wobei diese Pontons (57–59) eine parallel zur Fahrtrichtung angeordnete längsgestreckte Achse aufweisen.
  2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pontons auf einem auf der Bodenfläche des Fahrerhauses (100) oder innerhalb der Pontons (57–59) befindlichen Sprengwerk (37) montiert sind.
  3. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pontons (57–59) ein- und ausfahrbar sind.
  4. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder (1, 33) und die Pontons (57–59) räumlich senkrecht übereinander angeordnet sind.
  5. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für den Wasserbetrieb ein Propeller (16) oder ein Düsentriebwerk ist.
  6. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Räder (33) nahe der Rückseite auf jeder Seite des Fahrerhauses (100) montiert sind.
  7. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der eingefahrenen Stellung die untersten Punkte der Räder (1, 33) mindestens vier Zoll (101,6 mm) oberhalb der Wasserlinie befinden und dass in der ausgefahrenen Stellung die untersten Punkte der Räder (1, 33) mindestens acht bis zwölf Zoll (203,2 mm bis 304,8 mm) unterhalb der Unterseite der Pontons.
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