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I. Gebiet
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf schnurlose bzw. drahtlose
Telekommunikationen bzw. Nachrichtenverbindungen. Spezieller bezieht sich
die vorliegende Erfindung auf ein neues und verbessertes Verfahren
zum Vorsehen von drahtlosen Telekommunikationsdienst bzw. Nachrichtendienst sowohl
mit Codemultiplex-Vielfachzugriff (code division multiple access)
als auch Zeitmultiplex-Vielfachzugriff (time division multiple access)
und zwar in einem Gebiet, das ein GSM (Global System for Mobile) Kommunikationsnetzwerk
besitzt.
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II. Beschreibung der verwandten
Technik
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Drahtlose
Fernsprechtechnik bzw. Telekommunikation mit Codemultiplex-Vielfachzugriff (code division
multiple access, CDMA) ist die nächste
Generation digitaler drahtloser Fernsprechtechnik. CDMA erlaubt
drahtlosen Fernsprechtechniksystemen, wie beispielsweise zellularen
Telefonsystemen, drahtlosen Telefondienst mit höherer Qualität bei reduzierten
Kosten vorzusehen, und zwar durch effizientere Nutzung der Hochfrequenz
(HF) Bandbreite, die verfügbar
ist, um Telefonanrufe durchzuführen. Zusätzlich liefert
CDMA ein zuverlässigeres, schwundfreies,
HF Signalinterface bzw. HF Schnittstelle als vorher existierende
drahtlose Kommunikationssysteme und Verfahren. Der führende Standard bzw.
Norm für
drahtlose CDMA Fernsprechtechnik ist der durch die Telecommunications
Industry Association (TIA) veröffentlichte
IS-95 Luftschnittstellen CDMA Interface Standard. Zusätzlich zu
den oben angegebenen, allgemeinen von CDMA gelieferten Vorteile,
sieht IS-95 CDMA Soft-Handoff-Fähigkeit vor,
und zwar durch Zulassen, dass eine Teilnehmereinheit (subscriber
unit) (für
gewöhnlich
ein zellulares Funktelefon bzw. Mobiltelefon) mit mehreren HF Interfaces
gleichzeitig in Verbindung steht. Soft-Handoff erhöht die Wahrscheinlichkeit,
dass eine Teilnehmereinheit verbunden bleibt, während der Satz von Basisstationen,
mit denen sie in Verbindung steht, sich ansprechend auf Ortswechsel ändert.
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Um
die breiteste mögliche
Verfügbarkeit
von drahtlosen CDMA Telekommunikationsdiensten zu erlauben, ist
es wünschenswert,
die mit der Implementierung eines drahtlosen CDMA Telekommunikationssystems
verbundenen Kosten zu reduzieren. Ein solches Verfahren und System
ist im US-Patent Nr. 5,878,036 beschrieben mit dem Titel "WIRELESS TELECOMMUNICATIONS
SYSTEM UTILIZING CDMA RADIO FREQUENCY SIGNAL MODULATION IN CONJUNCTION
WITH THE GSM A-INTERFACE TELECOMMUNICATIONS NETWORK PROTOCOL" eingereicht am 20.
Dezember 1995 und an den Rechteinhaber der vorliegenden Erfindung übertragen.
(CDMA-GSM Netzwerkpatent). In dem CDMA-GSM Netzwerkpatent ist ein
drahtloses Telekommunikationssystem unter Verwendung einer IS-95 oder
IS-95-ähnlichen
Luftschnittstelle in Verbindung mit einem GSM (Global System for
Mobile communication) Telekommunikationsnetzwerk beschrieben. GSM
Telekommunikationssysteme repräsentieren die
vorhergehende Generation digitaler drahtloser Telekommunikationssysteme
und verwenden eine Zeitmultiplex-Vielfachzugriffstechnologie
auf der Luftschnittstelle (GSM-TDMA). Solch ein drahtloses Telekommunikationssystem
erlaubt es den CDMA Telekommunikationsdienst mit einem reduzierten Aufwand
bzw. Kosten in Gebieten einzuführen,
die bereits existierenden GSM basierten Telekommunikationsdienst
besitzen, weil ein wesentlicher Anteil der vorher existierenden
Infrastruktur verwendet werden kann, um den drahtlosen CDMA Telekommunikationsdienst
vorzusehen.
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Erlaubt
man, ein CDMA basiertes drahtloses Telekommunikationssystem unter
Verwendung bereits existierender Telekommunikationsinfrastruktur zu
bauen, erhöht
es auch die Möglichkeit,
dass CDMA und GSM-TDMA, oder CDMA und andere drahtlose Telekommunikationssysteme
nach dem Stand der Technik gleichzeitig innerhalb der gleichen Region
oder des gleichen Gebietes implementiert werden. Stehen sowohl drahtlose
CDMA Telekommunikationsdienste als auch der bereits existierende Telekommunikationsdienst
in dem gleichen Gebiet zur Verfügung,
so hat das verschiedene Vorteile. Diese umfassen die Fähigkeit
CDMA Dienst innerhalb eines Dienstgebietes schrittweise einzuführen und
dadurch die Kosten des Einführens
des CDMA Diens tes über
die Zeit zu verteilen, wie auch die Fähigkeit CDMA Dienst nur in
Gebieten begrenzt einzuführen, in
denen die Nachfrage nach drahtlosem Telekommunikationsdienst, die
durch die Technologie nach dem Stand der Technik vorgesehene Versorgung übertroffen
hat. Um vollständige
Mobilität
für CDMA Dienstteilnehmer
vorzusehen, die in Gebieten sind, in denen CDMA und Systeme nach
dem Stand der Technik koexistieren, ist jedoch ein System und ein Verfahren
nötig,
das der Teilnehmereinheit erlaubt, falls nötig, zwischen diesen zwei Dienstarten
während
eines Telefonanrufs umzuschalten. Da Mobilität einer der wesentlichen Vorteile
von drahtlosem Nachrichten- bzw. Telekommunikationsdienst ist, wäre ein System
und ein Verfahren, das es einer Teilnehmereinheit erlaubt zwischen
CDMA und anderen Arten von zellularen Telefondienst umzuschalten, sehr
wünschenswert.
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WO-A-96
23369 beschreibt ein Weitergabe- bzw. Hand-Off-Verfahren, das eine
Mobilstation befähigt,
ihre Kommunikationen zwischen zwei Zeitbereichssystemen zu transferieren,
und zwar einschließlich
den Schritten des Initiierens zeitangepassten Betriebs durch eine
Mobilstation bei einem flexiblen Zeitbereichssystem und Informieren
des flexiblen Zeitbereichssystems über wenigstens eine bestimmte
Aktivitätsanforderung
der Mobilstation.
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EP-A-0
695 104 beschreibt ein Verfahren zum Transferieren einer aktiven
Verbindung zwischen einem Mobiltelefonhandapparat und einem ersten
Mobiltelefonsystem zu einem zweiten Mobiltelefonsystem. Das Verfahren
umfasst das Detektieren, das die Signalstärke der aktiven Verbindung
unter eine vorbestimmte Schwelle gefallen ist; Senden einer Anfrage
an das erste Mobiltelefonsystem um eine alternative Verbindung von
dem ersten Mobiltelefonsystem zu dem Mobiltelefonhandapparat durch das
zweite Mobiltelefonsystem aufzubauen; und Transferieren der aktiven
Verbindung auf die alternative Verbindung.
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US-A-5
267 261 beschreibt einen mobilstationsunterstützten Soft-Handoff in einem
zellularen CDMA Kommunikationssystem.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung sehen ein neues und verbessertes Verfahren und
Vorrichtung vor zum Umschalten der Funkschnittstellenschicht eines
drahtlosen Telefonanrufs von Codemultiplex-Vielfachzugriff (code
division multiple access, CDMA) Modulation zu GSM Zeitmultiplex-Vielfachzugriff (time
division multiple access, TDMA) Modulation und zwar während des
Verlaufs des Telefonanrufs oder anderer Kommunikation. In dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel
der Erfindung erzeugt ein gemäß dem CDMA
Standard betriebener Satz von Basisstationen Pilotbakesignale (pilot
beacon signals) gemäß CDMA Technologie.
Während
eines Telefonanrufs detektiert eine Teilnehmereinheit CDMA Pilotsignale
und benachrichtigt einen Basisstationscontroller, wenn CDMA Pilotsignale
detektiert werden und die Stärke
mit denen diese empfangen werden. Der Basisstationscontroller bzw.
Basisstationssteuereinrichtung identifiziert CDMA Pilotsignale von
den CDMA-Pilotleitstrahlen bzw. den CDMA-Pilotbaken and initiiert
einen CDMA zu GSM Handover durch die Erzeugung eines Satzes von
Signalisiernachrichten bzw. -botschaften, die die Teilnehmereinheit
und die empfangene GSM Infrastrukturausrüstung instruieren, um sich
auf die Umschaltung der Funkschnittstellen vorzubereiten. Die Teilnehmereinheit
antwortet durch Akquirieren der GSM Synchronisationsinformation
und Herstellen einer HF-Schnittstelle
mit der GSM Basisstation ohne den durchgeführten Telefonanruf zu unterbrechen.
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Somit
wird gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung ein Verfahren zur Weiter- bzw. Übergabe oder
Handover der Teilnehmereinheit von drahtlosen CDMA Telekommunikationsdiensten
zu drahtlosen GSM TDMA Telekommunikationsdienst gemäß Anspruch
1 vorgesehen.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt ist ein zellulares Telefonsystem vorgesehen, das
CDMA Dienst und GSM TDMA Dienst einer Teilnehmereinheit gemäß Anspruch
6 bietet.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
Merkmale, Ziele und Vorteile von Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung werden deutlicher aus der unten angegebenen detaillierten Beschreibung,
zusammen mit den Zeichnungen in denen gleiche Bezugszeichen gleiches
Bezeichnen, und wobei
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1 zeigt
eine Darstellung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung konfigurierten zellularen Telefonsystems;
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2 zeigt
ein Blockdiagramm eines gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung konfigurierten Basisstationscontrollers; und
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3 zeigt
ein Zeitablaufdiagramm (timing diagram), das die während eines
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung durchgeführten
Handover ausgetauschten Nachrichten illustriert.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Eine
neue und verbesserte Methode bzw. Verfahren und Vorrichtung zum
Schalten bzw. Umschalten der Funkinterfaceschicht eines drahtlosen Telefonanrufs
bzw. -verbindung von zellularen Codemultiplex-Vielfachzugriff (code
division multiple access, CDMA) zu zellularen GSM Zeitmultiplex-Vielfachzugriff (time
division multiple access, TDMA) im Verlauf des Telefonanrufs oder
anderer Kommunikation wird beschrieben. In der folgenden Beschreibung werden
Ausführungsbeispiele
dargelegt und zwar im Zusammenhang eines Hochfrequenzsignalinterfaces,
das betrieben wird gemäß der physikalischen Signalmodulationstechnik
des IS-95 CDMA Luftschnittstellenprotokolls. Während sie besonders geeignet
sind für
die Verwendung solcher Signalmodulationstechniken, ist die Verwendung
anderer drahtloser Codemultiplex-Vielfachzugriffstelekommunikationsprotokolle
vereinbar mit der Anwendung von Ausführungsbeispielen der Erfindung,
wie auch die Verwendung von Ausführungsbeispielen
mit verschiedenen Frequenzbereichen einschließlich, aber nicht beschränkt auf,
800–900
MHz und 1800–1900
MHz, wie auch satellitenbasierte drahtlose Systeme. Auch ist in
der ganzen Anmeldung die Ver wendung und Übertragung von verschiedenen
Informationsarten beschrieben, und zwar einschließlich Nachrichten,
Anfragen, Anweisungen, Instruktionen und Kommandos. Es ist klar,
dass diese Information durch elektronische Darstellung dieser Nachrichten,
Anfragen, Anweisungen, Instruktionen und Kommandos gebildet ist,
die durch die Verwendung von elektrischen Strömen, Spannungspotentialen,
elektromagnetische Energie oder eine Kombination davon generiert
werden. Zusätzlich
nimmt die folgende Beschreibung Bezug auf verschiedene Systeme zur
Manipulation und Erzeugung solcher Information. In dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung werden solche Systeme durch die Verwendung digitaler
und analoger integrierte Halbleiterschaltungen implementiert, die
miteinander über
verschiedene leitende Verbindungen oder über die Verwendung von elektromagnetischen
Signalen oder beidem gekoppelt sind. Bei anderen Gelegenheiten in
der Anmeldung werden verschiedene bekannte Systeme in Blockform
beschrieben. Das wird gemacht um unnötige Unklarheit der Offenbarung
zu vermeiden.
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1 zeigt
ein Blockdiagramm eines gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung konfigurierten drahtlosen zellularen Telefonsystems.
GSM BTSen 100 und CDMA Basistransceiverstationen (base
transceiver stations, BTS) 102 sind über das zu versorgende Gebiet
verteilt, und CDMA Pilotbaken bzw. Pilotleitstrahlen (pilot beacons) 105 sind
in dem zwischen GSM BTSen 100 und CDMA BTSen 102 angeordneten
Gebiet verteilt. Während
CDMA Pilotbaken 105 der einfachen Zeichnung wegen von GSM BTSen 100 separat
gezeigt werden, ist eine Anordnung bei oder innerhalb einer GSM
BTS 100 im Allgemeinen bevorzugt, wenngleich nicht erforderlich. GSM
BTSen 100 sind mit GSM Basisstationscontroller bzw. -steuervorrichtung
(GSM base station controller, GSM-BSC) 104 und CDMA BTSen 102 sind mit
CDMA Basisstationscontroller (CDMA base station controller, CDMA-BSC) 106 gekoppelt.
GSM-BSC 104 und CDMA-BSC 106 sind mit GSM Mobilvermittlungsstelle
(GSM mobile switching centre GSM-MSC) 108 gekoppelt, das
mit dem öffentlichen Telefonvermittlungsnetzwerk
(public switched telephone network, PSTN) gekoppelt ist. In dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung werden die GSM-BSC 104 und GSM-MSC 108 gemäß Systemen
nach dem Stand der Technik betrieben, die verwendet werden, ein
zellulares GSM Telefonsystem zu implementieren. Während das
gezeigte System unter Verwendung einer GSM-MSC 108 implementiert
ist, ist die Verwendung mehrerer GSM-MSCs 108 auch übereinstimmend
mit dem Betrieb der vorliegenden Erfindung.
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In
dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die CDMA-BSC 106 auch mit der GSM-MSC 108 gekoppelt.
Wenn die Teilnehmereinheit 101 an der Stelle A ist, ist
sie mit bi-direktionalen Schnittstellen (bi-directional interfaces)
mit zwei CDMA BTSen 102 beschäftigt bzw. in Verbindung, und
zwar durch die Verwendung von gemäß CDMA Techniken verarbeiteten HF-Signalen über die "Rahmen" (frames) mit Daten ausgetauscht
werden. Gemäß konventioneller
Terminologie wird ein von der CDMA BTS 102 zur Teilnehmereinheit 101 übertragenes
HF-Signal als ein "Vorwärtsverbindungssignal
(forward link signal)" bezeichnet
und ein von der Teilnehmereinheit 101 an eine CDMA BTS übertragenes
HF-Signal wird als ein "Rückwärtsverbindungssignal
(reverse link signal)" bezeichnet.
Zusätzlich
wird der Zustand der gleichzeitigen Verbindung mit einem bi-direktionalen
Interface mit zwei oder mehr CDMA BTSen 102 als ein "Soft-Handoff" bezeichnet. Ein
Soft-Handoff kann ein "hard
hand-off" bzw. Weiterschaltung
oder "hand-over" bzw. Übergabe
gegenübergestellt
werden bei dem das HF-Interface mit einer ersten Basisstation beendet
wird, bevor das HF-Interface mit einer zweiten Basisstation aufgebaut
wird.
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Sowohl
Verkehrsdaten als auch Signalisierdaten müssen im Allgemeinen ausgetauscht
werden um einen Telefonanruf oder andere Kommunikationen richtig
zu verarbeiten. Verkehrsdaten ist die durch die in den Telefonanruf
einbezogenen Endparteien (Teilnehmer) ausgetauschte Information
und ist für
gewöhnlich
digitalisierte und "sprachcodierte
(vocoded)" Sprache
oder andere Audioinformation, können
aber auch Daten sein. Sprachcodierte Sprache ist speziell codierte
digitale Sprachinformation, die eine minimale Menge digitaler Daten
benötigt,
um das Sprach- oder Audiosignal zu repräsentieren, und kann als komprimierte
Sprachinformation betrachtet werden. Signalisierdaten bestehen aus
Signalisiernachrichten, die verwendet werden zum Konfigurieren und
Steuern der verschiedenen in die Verarbeitung des Anrufs einbezogenen
Systeme. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung werden Signalisier- und Verkehrsdaten unterschieden,
wenn sie über
die Vorwärts-
und Rückwärtsverbindungssignale
ausgetauscht werden und zwar durch Kopfbits bzw. Kennbits (header
bits), die in jedem Datenrahmen enthalten sind, wobei die Kennbits
anzeigen, ob der Rahmen Signalisier- oder Verkehrsdaten oder beide
enthält.
Es ist klar, dass eine einzelne Signalisiernachricht mittels einem
oder mehrerer Rahmen, die Signalisierdaten enthalten, übertragen
werden kann. Ein Fachmann wird die verschiedenen Verfahren erkennen,
durch die Verkehrs- und Signalisierdaten zwischen den verschiedenen
anderen in 1 gezeigten Systemen ausgetauscht
werden, die dedizierte Signalisier- und Verkehrsdatenverbindungen umfassen,
aber auch die Verwendung von dazwischen liegenden Systemen, die
nicht gezeigt sind.
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In
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung modulieren und senden die CDMA BTSen 102 HF
Signale physikalisch im Wesentlichen gemäß dem IS-95 Standard und erzeugen
deshalb Vorwärtsverbindungssignale,
die einen oder mehrere Pilotkanäle,
Rundrufkanäle
(paging channels) und Synchronisationskanäle enthalten, ebenso wie einen
Verkehrskanal für
jeden Telefonanruf oder andere Kommunikation, die durchgeführt wird.
Auch senden Pilotbake 105 eines oder mehrere Vorwärtsverbindungssignale,
die vorzugsweise einen oder mehrere Pilotkanäle aufweisen. Die Pilotkanäle werden
verwendet um CDMA BTSen 102 und Pilotbaken 105 zu identifizieren
und um es der Teilnehmereinheit 100 zu ermöglichen,
die Nähe
zum einen oder anderen durch Signalstärkemessungen zu bestimmen.
In einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung übertragen
Pilotbaken 105 einen oder mehrere Synchronisations- und
Rundrufkanäle
zusammen mit einem oder mehreren Pilotkanälen und in einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung übertragen
bzw. senden Pilotbaken 105 nur Pilotkanäle.
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Der
Pilotkanal wird vorzugsweise durch die periodische Direktsequenzmodulation
(periodic direct sequence modulation) von Pilotdaten mit einem Pilotkanalcode
und einem Spreizcode erzeugt, und zwar in gleicher Art und Weise wie
in dem IS-95 Standard beschrieben ist. Für jede CDMA BTS 102 oder Pilotbake 105 ist
die Anwendung des Spreizcodes zeitlich um einen vorbestimmten Betrag
versetzt, und zwar relativ zu der Anwendung des Spreizcodes bei anderen
CDMA BTSen 102 und Pilotbaken 105. Der mit jeder
CDMA BTS 102 und Pilotbake 105 assoziierte Offset
bzw. Versatz ist zusammen mit Information, die anzeigt, ob der Versatz
mit einer CDMA BTS 102 oder einer Pilotbake 105 assoziiert
ist, in einer Pilotdatenbank (pilot database, PDB) gespeichert, die
durch die CDMA BSC 106 zugänglich ist, und vorzugsweise
innerhalb der CDMA BSC 106 angeordnet ist. In dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung sind diese Zeitversätze mit einer bekannten Referenz
synchronisiert, wie beispielsweise der UTC Zeit, die auf einem GPS
(Global Positioning System) Signal, dessen Verwendung in der Technik
bekannt ist, verfügbar
ist. Zusätzlich
ist der Satz von GSM Basisstationen, die in großer Nähe zu jeder Pilotbake 105 lokalisiert
ist, auch in der Zeitversatzdatenbank oder in einer anderen Datenbank
gespeichert, die mit der Zeitoffset-Datenbank über Kreuz indiziert sein kann.
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Wenn
aktiviert, aber nicht einen Telefonanruf verarbeitend, sagt man,
dass die Teilnehmereinheit 101 in einem Leerlaufmodus (idle
mode) ist. Während
dem Leerlaufmodus führt
die Teilnehmereinheit 101 wiederholt eine Leerlaufmodussuchprozedur durch,
während
der sie nach CDMA Pilotkanälen
innerhalb der Vorwärtsverbindungssignale
von CDMA BTSen 102 und CDMA Pilotbaken 105 sucht.
Wenn ein Pilotkanal detektiert wird, versucht die Teilnehmereinheit 101 einen
assoziierten Synchronisationskanal zu verarbeiten. Falls der Pilotkanal
von einer CDMA BTS 102 ist, wird der Synchronisationskanal normal
verarbeitet. Falls der Pilotkanal von einer Pilotbake 105 ist,
werden der Synchronisations- und Pagingkanal entweder anzeigen,
dass die Quelle des Pilotkanals eine Pilotbake 105 ist,
oder kein Synchronisations- und Verkehrskanal wird detektiert werden, was
der Teilnehmereinheit 101 auch anzeigt, dass die Quelle
des Pilotkanals eine Pilotbake 105 ist. Falls keine Pilotkanäle detektiert
werden, oder die einzigen detektierten Pilotkanäle von Pilotbaken 105 sind,
wird die Teilnehmereinheit 101 entweder eintreten in den
o der zurückkehren
zum GSM-TDMA Modus. Andernfalls wird die Teilnehmereinheit 101 entweder
eintreten in den oder zurückkehren
zum CDMA Modus.
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Wie
oben beschrieben, führt
die Teilnehmereinheit 101 einen Telefonanruf im CDMA Modus über ein
bidirektionales HF Interface mit einer oder mehreren CDMA BTSen 102 durch.
Während
so einem Telefonanruf fährt
die Teilnehmereinheit 101 fort nach Pilotkanälen zu suchen,
und zwar sowohl für
den Satz von CDMA BTSen 102 mit denen sie aktuell kommuniziert,
als auch von anderen CDMA BTSen 102 und Pilotbaken 105.
Für jeden
detektierten Pilotkanal wird eine Pilotstärkenmessung durchgeführt. In dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung bildet diese Stärkenmessung
die Summe der Verhältnisse
der Pilotenergie pro Chip, Ec, zu der gesamten empfangenen spektralen
Dichte (Rauschen und Energie), Ic, und zwar für den Satz von mit dem speziellen
Pilotkanal assoziierten Mehrwegekomponenten. Der Fachmann wird verschiedene
alternative Messungen der Signalstärke erkennen. Mehrwege bezieht
sich auf reflektierte „Kopien" eines Vorwärtsverbindungssignals,
die durch die Teilnehmereinheit 101 empfangen werden, die
sich in Stärke
und Zeit unterscheiden und die zur weiteren Verarbeitung zusammenaddiert
werden, wofür
verschiedene Techniken bekannt sind.
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Wenn
ein Pilotstärkenmessbericht
bzw. -report empfangen wird, der anzeigt dass eine oder mehrere
bestimmte Bedingungen existieren, erzeugt die CDMA BSC 106 einen
Satz von Signalisiernachrichten, der die Teilnehmereinheit 101 dazu
veranlasst, ein neues HF Interface mit einer der GSM BTSen 100 zu
etablieren und die Verarbeitung des Anrufs über das neue drahtlose Telekommunikationsinterface
fortzuführen.
Zusätzlich
veranlasst die CDMA BSC 106, dass Ressourcen die vorher
den Anruf innerhalb irgendeiner der CDMA BTSen 102 und
bei sich selbst verarbeitet hatten, freigegeben werden und zwar
zum Verarbeiten eines neuen Anrufs oder anderer Kommunikation. Die
besondere Bedingung oder Bedingungen, die die CDMA BSC 106 dazu bringen
so einen Satz von Signalisiernachrichten zu erzeugen, die in verschiedenen
Ausführungsbeispielen
der Erfindung unterschiedlich sind, werden unten detaillierter beschrieben.
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2 zeigt
ein Blockdiagramm einer CDMA BSC 106 und einen Satz von
CDMA BTSen 102, wenn diese gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung konfiguriert sind. CDMA BTSen 102 sind mit
der CDMA BSC 106 über
leitungsbasierte Verbindungen gekoppelt, die in dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung eine T1 oder E1 Verbindung bilden, obwohl andere Verbindungen
substituiert werden können,
und zwar einschließlich
der Verwendung von Mikrowellenverbindungen. CDMA Zwischenverbindungsuntersystem 200 ist
mit dem gezeigten Satz von CDMA BTS 102 gekoppelt. Das CDMA
Zwischenverbindungsuntersystem 200 ist auch gekoppelt mit
Anrufsteuerprozessor 202, Auswahluntersystemcontroller 203,
Auswahluntersystem 204 und BSC A-Interface 206.
Das CDMA Zwischenverbindungsuntersystem 200 dient als ein
Nachrichten- und Verkehrsrouter zwischen den verbundenen gekoppelten
Einheiten und in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
besteht es aus einem asynchronen Transportsystem für Pakete
fester Länge.
Datenverarbeitung und Dienstoptionssystem 210 und BSC A-Interface 206 sind
mit GSM MSC 108 der 1 gekoppelt.
Datenverarbeitung und Dienstoptionssystem 210 tauschen
Verkehrsdaten mit GSM MSC 106 aus und BSC A-Interface 206 tauscht
Signalisierdaten mit GSM MSC 106 aus. In dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung werden Signalisierdaten zwischen BSC A-Interface 206 und GSM
MSC 108 übertragen,
und zwar unter Verwendung des ITU Signalisiersystems Nr. 7 (Signaling System
Number 7, SS7) Transportprotokoll wie in dem GSM A-Interfaceprotokoll
spezifiziert ist, dessen Verwendung in der Technik bekannt ist.
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In
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung kommunizieren die CDMA BTSen 102 und die
Systeme innerhalb des CDMA BSC 106 und tauschen Verkehrs-
und Signalisierdaten aus, und zwar durch die Verwendung eines internen
BSS Protokolls in dem Datenpakete fester Länge zwischen den verschiedenen
anderen Systemen über
CDMA Zwischenverbindungsuntersystem 200 oder über direkte Routing
zwischen den zwei einbezogenen Systemen ausgetauscht. CDMA Zwischenverbindungsuntersystem 200 führt dieses
Routing durch und zwar durch die Verwendung einer in jedem Datenpaket fes ter
Länge enthaltenen
Adresse. Im Allgemeinen platziert ein erstes System das ein Datenpaket
an ein zweites System überträgt, die
Adresse des zweiten Systems in das Datenpaket und liefert dann das
Datenpaket an das CDMA Zwischenverbindungsuntersystem 200.
In dem Fall einiger benachbarter Systeme, wie beispielsweise dem
Selektionsuntersystem 204 und dem Datenverarbeitungs- und
Dienstoptionssystem 210 können Datenpakete direkt weitergegeben
werden. Ein bestimmtes Paket fester Länge kann Verkehrsdaten oder
Signalisierdaten enthalten, was durch in jedem Paket enthaltene
Paketkopfbits angezeigt wird. In gleicher Art und Weise zu den über die
Vorwärts- und Rückwärtssignale übertragenen Rahmen
kann eine Signalisiernachricht über
ein oder mehrere Datenpakete übertragen
werden.
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Während des
Betriebs der CDMA BSC 106 erzeugen der Anrufsteuerprozessor 202 und
BSC A-Interface 206 Signalisiernachrichten, die den Betrieb
der CDMA BSC 106 konfigurieren und steuern. Diese Konfiguration
und Steuerung umfasst die Zuweisung von Selektoren innerhalb des
Selektionsuntersystems 204 zur Verarbeitung eines Telefonanrufs oder
anderer Kommunikation. Die durch einen Selektor durchgeführte Verarbeitung
umfasst das Empfangen eines Rahmens von jeder CDMA BTS 102,
die zu einer bestimmten zeit mit der Teilnehmereinheit 101 in
Verbindung steht, und Auswählen
eines jener Rahmen zur weiteren Verarbeitung und zwar basierend
auf in jedem Rahmen enthaltener Qualitätsanzeigeinformation. Zusätzlich generiert
ein Selektor mehrere Instanzen eines an die Teilnehmereinheit 101 in
der Vorwärtsverbindungsrichtung
zu übertragenden
Rahmens und leitet eine Instanz des Rahmens an jede CDMA BTS 102 weiter,
mit der der Teilnehmer 101 zu der Zeit in Verbindung ist.
Die durch BSC A-Interface 206 und Anrufsteuerprozessor 202 durchgeführte Konfiguration
und Steuerung der CDMA BSC 106 umfasst auch die Zuweisung
von Signalverarbeitungsressourcen innerhalb des Dienstoptionssystems 210.
Die durch diese Signalverarbeitungsressourcen durchgeführte Verarbeitung
umfasst die Sprachcodierung und Paketierung (packetization) von
Verkehrsdaten in Richtung zur Teilnehmereinheit 101 und
die Sprachdecodierung von durch die Teilnehmereinheit 101 erzeugten
und mittels des Selektionsuntersystems 204 empfangen Verkehrsdaten.
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3 zeigt
ein Nachrichtensequenzdiagramm, das einen Satz von Nachrichten,
die zwischen den verschiedenen in 1 gezeigten
Systemen ausgetauscht werden, und zwar während des Übergangs (transition) der Teilnehmereinheit 101 vom
CDMA zum GSM TDMA Telekommunikationsdienst und zwar durchgeführt gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die in 3 gezeigten vertikalen Linien
sind jeweils mit dem in der Box am oberen Ende jeder Linie identifizierten
System assoziiert. Die Systeme sind Teilnehmereinheit 101,
Selektoruntersystem 204, Anrufsteuerprozessor 202, Datenverarbeitungs-
und Dienstoptionssystem 210, BSC A-Interface 206,
GSM MSC 108 und GSM BSC 104. Ein horizontaler
Pfeil, der sich zwischen zwei senkrechten Linien erstreckt, zeigt
den Austausch einer Signalisiernachricht zwischen den assoziierten Systemen
an. Die Zeit schreitet von oben nach unten fort, so dass die höheren horizontalen
Linien vor den weiter unten angeordneten horizontalen Linien stattfinden.
Zwischen der Teilnehmereinheit 101 und dem Selektoruntersystem 204 ausgetauschte
Nachrichten gehen tatsächlich
durch die CDMA BTS 102, sind aber als einzelne Linien zwischen
der Teilnehmereinheit 101 und dem Selektoruntersystem 204 der
einfacheren Darstellung wegen gezeigt. In ähnlicher Weise werden zwischen
der GSM MSC 108 und einer GSM BTS 100 ausgetauschte
Nachrichten auch durch die GSM BSC 104 verarbeitet, werden
aber auch als einzelne Linien dargestellt.
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Wie
oben beschrieben, sucht die Teilnehmereinheit 101 während eines
stabilen Telefonanrufs oder anderer Kommunikation ständig nach
Pilotkanälen,
die entweder von einer CDMA BTS 102 oder einer Pilotbake 105 übertragen
werden, und überträgt einen
Pilotstärkenmessbericht 300 zur
CDMA BSC 106, wenn irgendeine eines unten beschriebenen Satzes
von Bedingungen erfüllt
wird. Jeder Stärkenmessbericht
von der Teilnehmereinheit 101 enthält Identifizierungsinformation,
die es erlaubt, die Quelle des gemessenen Pilotkanals oder Kanäle zu identifizieren.
Diese Identifizierungsinformation kann viele Formen annehmen, einschließlich dem
mit dem Pilotkanal assoziierten Zeitversatz oder einen Indexwert, der
sowohl von der CDMA BSC 106 als auch der Teilnehmereinheit 101 verstanden
werden kann. Ein Verfahren und Sys tem nach dem Stand der Technik,
das solche Stärkenmessberichte
verwendet, ist angegeben im US-Patent 5,267,261 mit dem Titel „MOBILE STATION
ASSISTED SOFT HANDOFF IN A CDMA CELLULAR COMMUNICATIONS SYSTEM", erteilt am 30.
November 1993 und an den Rechteinhaber der vorliegenden Erfindung übertragen.
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Innerhalb
der CDMA BSC 106 empfängt
das Selektoruntersystem 204 jeden Pilotstärkenmessbericht 300 und
bestimmt, ob der assoziierte Pilotkanal entweder von einer CDMA
BTS 102 oder einer Pilotbake 105 ist, und zwar
unter Verwendung der Pilotdatenbank, die in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung innerhalb des Selektionsuntersystemscontrollers 203 angeordnet
ist. Nach dem Empfang eines Pilotstärkenmessberichts der anzeigt,
dass eine der vorbestimmten Bedingungen, die unten im Detail beschrieben
werden, existiert, initiiert das Selektoruntersystem 204 einen
Handover bzw. eine Weitergabe durch die Übertragung eines Handover-Befehls 302 an
das BSC A-Interface 206. Das BSC A-Interface 206 antwortet
auf den Handover-Befehl 302 durch Übertragen von Handover-Erforderlich 304 an
GSM MSC 108, die die Identität der Teilnehmereinheit 101 anzeigt,
wie auch eine oder mehrere GSM BSCen und zwar wenn die Teilnehmereinheit 101 nahe
dazu angeordnet ist, wie in der Versatzdatenbank in einer bevorzugten
Reihenfolge angezeigt ist. Durch den Betrieb nach dem Stand der Technik
der GSM MSC 108 wird die Handover-Anfrage 306 an
die eine oder mehrere GSM BSCen 104 übertragen, die in dem Handover-Erforderlich 304 spezifiziert
sind, und zwar anzeigend die Vorwärts- und Rückwärtsverbindungs-GSM TDMA Kanäle, über die
der Anruf durchgeführt
werden sollte. GSM BSCen antworten durch Senden von Handover-Bestätigung 308 an
die GSM MSC 108 und durch Starten einer Suche nach einem
von der Teilnehmereinheit 101 übertragen GSM Rückwärtsverbindungssignals.
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Zusätzlich antwortet
die GSM MSC 108 auf Handover-Anfragebestätigung 308 durch Übertragen eines
Handover-Befehls 310 zum BSC A-Interface 206,
welche die GSM TDMA Vorwärts-
und Rückwärtsverbindungskanäle anzeigt, über die
der Anruf geleitet bzw. geführt
werden soll. Das BSC A-Interface 206 antwortet durch Weiterleiten
der Vorwärts- und
Rückwärtsverbindungs
GSM TDMA Kanalinformation an das Selektoruntersystem 204 durch
die GSM TDMA Handoff-Antwort 312. In gleicher Weise leitet
das Selektoruntersystem 204 die GSM TDMA Kanalinformation
zur Teilnehmereinheit 101 über den Handover-Befehl 314.
Die Teilnehmereinheit 101 antwortet durch Umschalten vom
CDMA Modus zum GSM TDMA Modus und durch Übertragen vom Rückwärtsverbindungs
TDMA Signal 317 über
den zugewiesenen GSM TDMA Rückwärtsverbindungsverkehrskanal,
wie auch durch Suchen nach den Vorwärtsverbindungs GSM TDMA Verkehrs-
und Steuerkanälen
von einer GSM BTS 100. Die GSM BTS 100 beginnt
dann nach einem Rückwärtsverbindungs TDMA
Signal 317 der Teilnehmereinheit 100 zu suchen,
und überträgt nach
der Detektion ein Handover-Detektiert 316 zur Teilnehmereinheit 101,
und zwar über
den Vorwärtsverbindungs
GSM TDMA Verkehrskanal, der zugewiesen ist, den Telefonanruf zu
verarbeiten. Zusätzlich überträgt die GSM
BTS 100 Handover-Vollendet 318 an die GSM MSC 108, die
durch Übertragen
von BSSMAP freigeben (clear) 320 an das BSC A-Interface 206 antwortet.
Nach dem Empfang von BSSMAP freigeben 320, initiiert das
BSC A-Interface eine Sequenz zum Freigeben von Ressourcen, die Ressourcen
freigibt, und zwar innerhalb der CDMA BSC 106 und irgendeiner
der mit dem Anruf assoziierten CDMA BTSen 102 zum Verarbeiten
eines anderen Telefonanrufs. Es wird bemerkt, dass der Satz von
Signalisiernachrichten, der durch die GSM MSC 108 und die
GSM BSC 104 erzeugt und empfangen werden, in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Wesentlichen dem Betrieb nach dem Stand der Technik
solcher Systeme entsprechen.
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Gemäß dem hier
beschriebenen beispielhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung
wartet die Teilnehmereinheit 101 eine Pilotparameterdatenbank (pilot
parameter database, PPDB) zum Bestimmen wann Stärkemessberichte generiert und
an das Selektionsuntersystem 204 innerhalb der BSC 106 übertragen
werden sollten. Die PPDB umfasst eine Liste mit Pilotkanälen, assoziierten
Pilotkanalsatzkategorien und Pilotsatzschwellenwerten T_ADD, T_COMP,
T_DROP und T_TDROP. Der Satz von Kategorien umfasst einen aktiven
Satz (Active Set), einen Kandidatensatz (Candidate Set), einen Nachbarsatz (Neighbor
Set) und einen verbleibenden Satz (Remaining Set). Der aktive Satz
umfasst irgendwelche Pilotkanäle
von einer CDMA BTS 102 mit denen ein bidirektionales Interface
aufgebaut worden ist. Der Kanidatensatz umfasst Pilotkanäle, die
nicht in dem aktiven Satz sind, aber die mit einer Pilotstärkenmessung
bzw. -messergebnis oberhalb von bzw. über T_ADD empfangen worden
sind. Der Nachbarsatz umfasst Pilotkanäle, die nicht in dem aktiven oder
Kandidatensatz sind, aber die als mögliche Kandidaten für Handoff
angezeigt worden sind, und zwar durch Signalisiernachrichten von
der CDMA BSC 106. Der verbleibende Satz umfasst alle anderen
Pilotkanäle
in dem System, die nicht in dem aktiven, Kandidaten- oder Nachbarsätzen sind.
Die Werte von T_ADD, T_COMP, T_DROP und T_TDROP sind anfangs auf
innerhalb der Teilnehmereinheit 101 gespeicherte Standardwerte
gesetzt, können
jedoch über
von der CDMA BSC 106 übertragene
Signalisiernachrichten modifiziert werden, und T_TDROP ist weniger
als T_ADD.
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Unter
Verwendung der PPDB sendet die Teilnehmereinheit 101 Stärkenmessberichte
an die CDMA BSC 106, wenn irgendeine der folgenden Bedingungen
auftritt:
- 1) Die Stärkenmessung eines Pilotkanals
in dem Nachbar- oder verbleibenden Satz übersteigt T_ADD;
- 2) Die Stärkemessung
eines Pilotkanals in dem Kandidatensatz übersteigt die Stärke eines
Pilotkanals in dem aktiven Satz um einen Betrag von T_COMP × 0,5 dB,
und ein Pilotstärkenmessbericht
ist bezüglich
dieses Pilotkanals, seit dem die letzte Handoff-Anweisung empfangen
worden ist, nicht gesendet worden;
- 3) Eine Weitergabe-Aufhör-Zeitsteuerung
(handoff drop timer), die auch innerhalb der Teilnehmereinheit gewartet
wird, läuft
ab und ein Pilotstärkenmessbericht
ist, seit die letzte Handoff-Anweisung oder erweiterte Handoff-Anweisung
(extended handoff directive) empfangen worden ist, nicht gesendet
worden; oder
- 4) Die Stärke
eines Mitglieds eines aktiven Satzes war während einem Zeitintervall T_TDROP
weniger als T_DROP.
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Somit
wird die Teilnehmereinheit 101 bei einem beispielhaften
Positionswechsel von Stelle A zur Stelle B einen Pilotkanal detektieren,
und zwar von der Pilotbake 105 mit zunehmender Stärke aufgrund der
reduzierten Distanz oder reduzierten Blockierung. Da die Pilotstärkenmessung
des Pilotkanals der Pilotbake 105 zunächst über T_ADD steigt, wird die
Teilnehmereinheit 101 den Pilotkanal zu dem Kandidatensatz
hinzufügen,
und einen Signalstärkenmessbericht
für die
CDMA BSC 106 erzeugen. Wenn dann die Stärkenmessung des Pilotkanals
auf T_COMP × 0,5
dB über
jene des Pilotkanals von einer CDMA BTS 102 ansteigt mit
der eine HF-Schnittstelle bereits errichtet bzw. aufgebaut worden
ist, wird die Teilnehmereinheit 101 einen zweiten Stärkemessbericht
zur CDMA BSC 104 übertragen.
Sollte die Pilotkanalstärke
eines Pilots von einer oder mehrerer CDMA BTSen 102 unter
T_DROP fallen, und zwar für
ein Zeitintervall von T_TDROP während
der Übertragung
von Stelle A zur Stelle B, wird die Teilnehmereinheit 101 auch
einen Pilotstärkenmessbericht
erzeugen.
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Nach
dem Empfangen eines Pilotstärkenmessberichts
bestimmt die CDMA BSC 106 ob der Pilotkanal mit einer CDMA
BTS 102 oder einer Pilotbake 105 assoziiert ist,
und zwar unter Verwendung der Identifizierungsinformation und der
Pilotdatenbank (PPDB), wie oben beschrieben. In einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung überwacht
die CDMA BSC 106 die Pilotstärkenmessberichte nach einer
Anzeige dafür
dass die Stärke
des Pilotkanals von einer Pilotbake 105 0,5 dB plus T_COMP über der
Stärke
eines Pilotkanals in dem aktiven Satz ist. Wenn so eine Anzeige
empfangen wird, initiiert die CDMA BSC 106 den Handover
zum GSM Dienst, wie oben beschrieben. Während dieses erste Ausführungsbeispiel
dazu führt,
dass der Handover zum GSM Dienst etwas früher als nötig stattfindet, verhindert
es eine wesentliche Verschlechterung der CDMA Verbindung bevor der
Dienst umgeschaltet wird, stellt somit die Qualität des Anrufs
sicher. Dieses erste Ausführungsbeispiel
ist besonders gut wo CDMA Abdeckung mit GSM Abdeckung örtlich gemeinsam
installiert ist, da die Verfügbarkeit
des GSM Dienstes sichergestellt werden kann, wenn der Handover-Prozess
initiiert wird.
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In
dem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung überwacht
die CDMA BSC 106 die Pilotstärkenmessberichte nach einer
Anzeige, dass die Stärke
des letzten Pilotkanals in dem aktiven Satz von einer CDMA BTS 102 für ein Zeitintervall
T_TDROP unter T_DROP gefallen ist. Wenn so eine Anzeige empfangen
wird, initiiert die CDMA_BSC 106 den Handover zum GSM Dienst
wie oben beschrieben. Dieses zweite Ausführungsbeispiel ist nützlich,
wenn es wünschenswert
ist, den CDMA Dienst so lang wie möglich beizubehalten und zwar
vor einem Wechsel bzw. Übergang
zum GSM Dienst. In einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung
wird die Handover-Prozedur auch initiiert, wenn die Stärke des
letzten Pilotkanals in den aktiven Satz von einer CDMA BTS 102 für ein Zeitintervall
T_TDROP unter T_DROP gefallen ist, jedoch ist die Verwendung der Pilotbaken 105 ausgeschaltet
und somit werden keine Stärkenmessungen
für Pilotkanäle von einer
Pilotbake 105 erzeugt. Dieses dritte Ausführungsbeispiel ist
besonders brauchbar wo die Installation von Pilotbaken 105 nicht
durchführbar
ist.
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In
zusätzlichen
Ausführungsbeispielen
der Erfindung verwendet die Teilnehmereinheit 101 einen zusätzlichen
Wert T_HANDOFF, der auch in der PPDB gespeichert ist. Ähnlich der
oben beschriebenen Verwendung der anderen Variablen ist ein Standardwert
für T_HANDOFF
in der Teilnehmereinheit 101 gespeichert, aber der Wert
T_HANDOFF kann durch von einer CDMA BSC 106 übertragene
Signalisiernachrichten geändert
werden. In einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung unter Verwendung von T_HANDOFF benachrichtigt die
CDMA BSC 106 die Teilnehmereinheit 101, wenn ein
Pilotstärkenmessbericht
anzeigt, dass ein Pilotkanal von einer Pilotbake 105 über T_ADD
detektiert worden ist. Die Teilnehmereinheit 101 speichert
dann, dass der Pilotkanal durch eine Pilotbake 105 innerhalb
der PPDB erzeugt wird, und erzeugt einen Pilotstärkenmessbericht 300,
wenn jener Pilotkanal mit einer Stärke die T_HANDOFF übersteigt,
empfangen wird. Nach dem Empfang dieses Pilotstärkenmessberichts initiiert
die CDMA BSC 106 den Handoff zum GSM TDMA Dienst, wie oben
beschrieben. In diesem Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist T_HANDOFF größer als
T_ADD.
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In
einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung unter Verwendung von T_HANDOFF erzeugt die Teilnehmereinheit 101 einen
Pilotstärkenmessbericht,
wenn jeder Pilotkanal von einer CDMA BTS 102 mit einer
Stärke
empfangen wird, die für eine
Zeitdauer T_THANDOFF weniger als T_HANDOFF ist. T_THANDOFF ist ein
zusätzlicher Wert,
der innerhalb einer Teilnehmereinheit 100 gespeichert ist,
aber der durch Signalisiernachrichten von einer CDMA BSC 106 modifiziert
werden kann. Nach dem Empfang dieses Pilotstärkenmessberichts initiiert
die CDMA BSC 106 den Handoff zum GSM TDMA Dienst, wie oben
beschrieben. In der bevorzugtem Implementierung dieses Ausführungsbeispiels
ist T_HANDOFF größer als
T_DROP, da es wünschenswert
ist, den Handoff durchzuführen
bevor der CDMA Dienst sich auf nicht akzeptierbare Niveaus verschlechtert.
Jedoch ist die Verwendung eines T_HANDOFF der weniger als T_DROP
ist, nicht im Widerspruch zu der Anwendung der vorliegenden Erfindung.
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Durch
das Durchführen
eines Handovers in den oben beschriebenen verschiedenen Arten, kann ein
drahtloser CDMA Telekommunikationsdienst innerhalb eines GSM Telekommunikationsnetzwerkes vorgesehen
werden, und zusammen mit dem drahtlosen GSM TDMA Telekommunikationsdienst
und zwar in einer Art und Weise, die es einem Teilnehmer erlaubt,
von einem Diensttyp zu einem anderen während des Verlaufs eines Telefonanrufs
zu wechseln bzw. umzuschalten. Das erlaubt dem Teilnehmer des drahtlosen
Kommunikationsdienstes die Vorteile des CDMA Telekommunikationsdienstes
zu empfangen, wo solche Vorteile den größten Nutzen haben, während er
auch die gesamte Mobilität
genießen
kann, die durch ein gleiches Dienstsystem vorgesehen ist. Zusätzlich erlaubt
das oben beschriebene Verfahren und System, dass der CDMA Dienst
mit wenig oder keiner Modifizierung an der bestehenden GSM Infrastruktur
eingeführt
werden kann, weil die Befehle und Antworten, die von den GSM Systemen
benötigt
werden, jene sind die bereits im Verlauf eines normalen GSM-zu-GSM
Intersystem-Handovers oder hard hand-off durchgeführt werden.
Das erlaubt es den CDMA Dienst mit einem minimalen Aufwand und somit
in einer hoch effizienten Art und Weise einzuführen.
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Somit
ist ein Verfahren und System zur Koexistenz von drahtlosem CDMA
Nachrichtendienst mit drahtlosem GSM TDMA Nachrichtendienst beschrieben.
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Das
oben beschriebene Ausführungsbeispiel ist
nur der Darstellung wegen und als Beispiel vorgesehen, und sollte
nicht als einschränkend
für den Umfang
der Erfindung gemäß den folgenden
Ansprüchen
interpretiert werden.