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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Epoxyharzzusammensetzung, die für
Klebstoffe, Beschichtungsmaterialien, Elektro- und Elektronikmaterialien,
wie Isoliermaterialien und Schichtstoffplatten, verwendbar ist,
insbesondere zur Verkapselung von Elektronikteilen verwendbar ist
und hervorragend hinsichtlich der Aufbewahrungsstabilität ist, sowie
eine durch das Verfahren erhältliche
Epoxyharzzusammensetzung.
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Beschreibung
der verwandten Technik
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Ein
Epoxyharz wird allgemein als Harzzusammensetzung verwendet, indem
es mit einem Härtungsmittel,
einem Härtungsbeschleunigungsmittel,
einem Füllstoff
und dgl. gemischt wird, und die Zusammensetzung weist das Problem
der Aufbewahrungsstabilität
auf. In den letzten Jahren wurde Spritzpressen einer wirtschaftlich
verwendbaren Epoxyharzzusammensetzung zur Einkapselung von Halbleitern,
wie LSI, IC und einem Transistor, durchgeführt, und auf diesem Gebiet
ist die Aufbewahrungsstabilität
im Hinblick auf die Produktivität
und wirtschaftliche Effizienz besonders wichtig.
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Jedoch
war die Aufbewahrungsstabilität
der herkömmlichen
Zusammensetzungen nicht ausreichend. Insbesondere fällt im Falle
der Verwendung eines kristallinen Epoxyharzes, wenn die Kristallinität in einem Knetprozess
verloren geht, der Erweichungspunkt der Zusammensetzung deutlich
und die Aufbewahrungsstabilität
wird deutlich verringert. Aus diesem Grund ist es nötig, die
Zusammensetzung bis unmittelbar vor dem Formpressen kühl aufzubewahren.
Wenn sie einige Zeit bei Raumtemperatur belassen wird, kann sie
nicht mehr verwendbar sein.
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Die
US-A-5 414 058 offenbart eine Pulverbeschichtungszusammensetzung,
die ein oder mehrere kristalline Substanzen, von denen der niedrigste
Schmelzpunkt Mp ist, und eine oder mehrere nichtkristalline Substanzen,
von denen der niedrigste Glasübergangspunkt
Tg ist und niedriger als Mp ist, umfasst, wobei die kristallinen
und nichtkristallinen Substanzen aus Epoxyharzen und Härtungsmitteln
ausgewählt
und miteinander verbunden sind. Die Verbindung wird durch Halten
eines pulverförmigen
Gemischs, das die kristallinen und nichtkristallinen Substanzen
enthält,
bei einer Temperatur, die höher
als Tg, jedoch niedriger als Mp und der Erweichungspunkt von einer
der nichtkristallinen Substanzen ist, optional unter Druck, und
Kühlen
und Pulverisieren des gebildeten Gemischs bewirkt.
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Chemical
Abstracts, Band 113, 7407 beschreibt orientierte Strukturen, die
in polyethylenpolyamingehärtetem
Epoxyharz ED20 durch orientierendes Ziehen
oder Extrusion des Harzes in den Anfangsstadien der Härtung, wenn
die Vernetzungsdichte niedrig ist und das Harz hohe Elastizität zeigt,
erhalten werden. Die orientierten Strukturen werden durch Kristallite
stabilisiert, die während
der anschließenden
Kristallisation gebildet werden und nach der Beendigung des Härtungsprozesses
erhalten bleiben. Ziehen und Extrusion des partiell gehärteten Harzes
führten
zu verbesserten mechanischen Eigenschaften und Anisotropie des Wärmeausdehnungskoeffizienten über der
Glastemperatur für
das vollständig
gehärtete
Harz.
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Die
JP-A-71-38502 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer pulverförmigen Beschichtungszusammensetzung
mit niedriger Schmelzviskosität
und verbesserten Eigenschaften hinsichtlich Fließvermögen, Antiblockeigenschaft und
Wärmebeständigkeit,
wobei in einer ersten Stufe ein 2,5-Di-tert-butylhydrochinon mit Epichlorhydrin
in Gegenwart eines Alkalikatalysators umgesetzt wird, wobei ein
kristallines Epoxyharz mit einem Epoxyäquivalent von 180 g oder niedriger
und einem Schmelzpunkt (Messung mit einem Differential Scanning
Calorimeter mit einer Heizrate von 10°C/min) von 140°C oder höher erhalten
wird, und in einer zweiten Stufe ein nichtkristalliner Härter mit
einem Erweichungspunkt von 50–120°C in dieses
Epoxyharz derart eingearbeitet wird, dass die in dem Härter enthaltene
Menge der funktionalen Gruppen 0,5–1,5 Äquivalente auf der Basis der
Epoxygruppen des Harzes beträgt.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Zweck
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Epoxyharzzusammensetzung
mit hervorragender Aufbewahrungsstabilität, die ein kristallines Epoxyharz
und ein amorphes Epoxyhärtungsmittel
als unverzichtbare Komponenten umfasst.
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Als
Ergebnis intensiver Untersuchungen ermittelten die Erfinder, dass
der Dispersionszustand eines kristallinen Epoxyharzes und eines
amorphen Epoxyhärtungsmittels
die Aufbewahrungsstabilität
der Zusammensetzung beeinflusst und sie erreichten diese Erfindung.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist folgendes.
- (1)
Ein Verfahren zur Herstellung einer Epoxyharzzusammensetzung, das
dadurch gekennzeichnet ist, dass ein kristallines Epoxyharz (A)
der im folgenden angegebenen Formel (1) und ein amorphes Epoxyhärtungsmittel
(B) bei einer Tempera tur, die niedriger als der Schmelzpunkt des
kristallinen Epoxyharzes und nicht niedriger als der Erweichungspunkt
des amorphen Epoxyhärtungsmittels
ist, gleichförmig
gemischt werden und das kristalline Epoxyharz sich gleichförmig in
dem amorphen Epoxyhärtungsmittel
als Kristallite dispergiert.
- (2) Ein Verfahren zur Herstellung einer Epoxyharzzusammensetzung,
das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein kristallines Epoxyharz
(A) der im folgenden angegebenen Formel (1) und ein amorphes Epoxyhärtungsmittel
(B) bei einer Temperatur, die nicht niedriger als der Schmelzpunkt
des kristallinen Epoxyharzes ist, gleichförmig im Schmelzezustand gemischt
werden, anschließend
bei einer Temperatur, die niedriger als der Schmelzpunkt des kristallinen
Epoxyharzes und nicht niedriger als der Erweichungspunkt des amorphen
Epoxyhärtungsmittels
ist, behandelt werden und das kristalline Epoxyharz sich in dem
amorphen Epoxyhärtungsmittel
gleichförmig
als Kristallite dispergiert.
- (3) Ein Verfahren zur Herstellung einer Epoxyharzzusammensetzung,
das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein kristallines Epoxyharz
(A) der im folgenden angegebenen Formel (1), ein amorphes Epoxyhärtungsmittel
(B), ein Härtungsbeschleuniger
(C) und ein anorganischer Füllstoff
(D) bei einer Temperatur, die niedriger als der Schmelzpunkt des
kristallinen Epoxyharzes und nicht niedriger als der Erweichungspunkt des
amorphen Epoxyhärtungsmittels
ist, gleichförmig
gemischt werden und das kristalline Epoxyharz sich in dem amorphen
Epoxyhärtungsmittel
gleichförmig
als Kristallite dispergiert.
- (4) Ein Verfahren zur Herstellung einer Epoxyharzzusammensetzung,
das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein kristal lines Epoxyharz
(A) der im folgenden angegebenen Formel (1), ein amorphes Epoxyhärtungsmittel
(B), ein Härtungsbeschleuniger
(C) und ein anorganischer Füllstoff
(D) bei einer Temperatur, die nicht niedriger als der Schmelzpunkt
des kristallinen Epoxyharzes ist, gleichförmig im Schmelzezustand gemischt
werden, anschließend
bei einer Temperatur, die niedriger als der Schmelzpunkt des kristallinen
Epoxyharzes und nicht niedriger als der Erweichungspunkt des amorphen
Epoxyhärtungsmittels
ist, behandelt werden und das kristalline Epoxyharz sich in dem
amorphen Epoxyhärtungsmittel
gleichförmig
als Kristallite dispergiert.
- (5) Eine Epoxyharzzusammensetzung, die durch eines der oben
beschriebenen Verfahren (1) bis (4) erhältlich ist.
- (6) Ein Härtungsprodukt
der Epoxyharzzusammensetzung des obigen (5).
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Das
kristalline Epoxyharz, das die in dieser Erfindung verwendete Komponente
(A) ist, ist nicht speziell beschränkt, sofern es ein Epoxyharz
mit Kristallinität
ist. Beispiele sind solche mit einem Mesogengerüst oder solche mit einem Bisphenolgerüst und niedrigem
Molekulargewicht. Beispiele für
solche mit einem Mesogengerüst
umfassen Epoxyharze der allgemeinen Formel (1).
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In
der Formel steht X für
-N=N-, -CH=CH-, -O-CO-, -CH=C(CH3)-, -CH=C(CN)-,
-C≡C-,
-CH=CH-CO- oder eine Einfachbindung. X ist vorzugsweise -CH=CH-,
-CH=C(CH3)-, -O-CO- oder -CH=CH-CO- und
noch besser -CH=CH- und -CH=C(CH3)-.
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R1–R8 stehen jeweils unabhängig voneinander für eine Alkylgruppe
mit 1–6
Kohlenstoffatomen, ein Wasserstoffatom oder ein Halogenatom. Konkrete
Beispiele für
die Alkylgruppe umfassen Gruppen wie Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl,
Butyl, sek-Butyl, tert-Butyl, Pentyl, Hexyl und Cyclohexyl. Konkrete
Beispiele für ein
Halogenatom umfassen Chlor, Brom und dgl.
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Als
konkrete Beispiele für
das Epoxyharz der allgemeinen Formel (1) werden die folgenden Verbindungen
angegeben.
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Obwohl
das Härtungsmittel,
das die in dieser Erfindung verwendete Komponente (B) ist, nicht
beschränkt
ist, sofern es amorph ist, ist es vorzugsweise bei Raumtemperatur
fest stoffähnlich
und der Erweichungspunkt beträgt
100°C oder
niedriger. Konkrete Beispiele für
das Härtungsmittel
umfassen: Polyphenol- und die Polynaphtholnovolakharze, die die
Reaktionsprodukte von Phenolen, wie Phenol, o-Kresol und Brenzkatechin,
oder Naphtholen, wie Hydroxynaphthalin und Dihydroxynaphthalin,
mit Aldehyden, wie Formaldehyd, sind; ein Tritylgerüst enthaltende
Polyphenole, die durch die Kondensation von Phenolen, wie Phenol,
Kresol und Methyl-tert-butylphenol,
mit aromatischen Aldehyden, wie Hydroxybenzaldehyd, erhalten wurden;
ein Tritylgerüst
enthaltende Polyphenolnovolake, die das Reaktionsprodukt von ein
Tritylgerüst
enthaltenden Polyphenolen mit Formaldehyd sind; Polyaralkylphenolharze
und Polyaralkylnaphtholharze, die Reaktionsprodukte von Phenolen,
wie Phenol, o-Kresol und Brenzkatechin, oder Naphtholen, wie Hydroxynaphthalin
und Dihydroxynaphthalin, mit Xylylendichlorid und Bis(hydroxymethyl)benzol
sind; einen alicyclischen Kohlenwasserstoff enthaltende Polyphenolharze
und die Polynaphtholharze, die das Reaktionsprodukt von Phenolen,
wie Phenol, o-Kresol und Brenzkatechin, oder Naphtholen, wie Hydroxynaphthalin,
Dihydroxynaphthalin, mit ungesättigten
alicyclischen Kohlenwasserstoffen, die Dicyclopentadien und Limonen
sind; einen alicyclischen Kohlenwasserstoff enthaltende Polyphenolnovolakharze
und die Polynaphtholnovolakharze, die das Reaktionsprodukt von einen
alicyclischen Kohlenwasserstoff enthaltenden Polyphenolharzen oder
Polynaphtholharzen mit Formaldehyd sind.
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Beispiele
für einen
Härtungsbeschleuniger,
der die in der folgenden Erfindung verwendete Komponente (C) ist,
umfassen organische Phosphinverbindungen, beispielsweise Triphenylphosphin,
Tri-4-methylphenylphosphin, Tri-4-methoxyphenylphosphin, Tributylphosphin,
Trioctylphosphin, Tri-2-cyanoethylphosphin und Tetraphenylborate
derselben; tertiäre
Amine, wie Tributylamin, Triethylamin, 1,8-Diazabi cyclo(5,4,0)undecen-7 und
Triamylamin; quaternäre
Ammoniumsalze, wie Benzylchloridtrimethylammonium, Benzylhydroxidtrimethylammonium
und Triethylammoniumtetraphenylborat; und Imidazole. Von diesen
sind organische Phosphinverbindungen, 1,8-Diazabicyclo(5,4,0)undecen-7
und Imidazole im Hinblick auf Feuchtigkeitsbeständigkeit und Härtbarkeit
bevorzugt. Insbesondere ist Triphenylphosphin bevorzugt.
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Beispiele
für den
anorganischen Füllstoff,
der die in der vorliegenden Erfindung verwendete Komponente (D)
ist, umfassen: Siliciumdioxid, Aluminiumoxid, Titanweiß, Aluminiumhydroxid,
Talkum, Ton und Glasfaser.
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In
der gemäß der vorliegenden
Erfindung erhältlichen
Epoxyharzzusammensetzung liegt das Verhältnis der Epoxygruppe des kristallinen
Epoxyharzes (A) zur funktionalen Gruppe des amorphen Epoxyhärtungsmittels
(B) im Bereich von 0,5–1,5.
Ein Verhältnis
außerhalb
des obigen Bereichs kann zu unzureichender Wärmebeständigkeit der Epoxyharzzusammensetzung
führen.
Das Verhältnis
liegt vorzugsweise im Bereich von 0,8–1,2.
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Der
Härtungsbeschleuniger
(C) kann optional in einer gewünschten
Menge verwendet werden. Jedoch wird die Komponente (C) vorzugsweise
so verwendet, dass die Gelzeit der Epoxyharzzusammensetzung bei 150–200°C 10 bis
180 s beträgt,
insbesondere zur Verwendung der Zusammensetzung als Verkapselungsmaterial.
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Der
anorganische Füllstoff
(D) wird in einer Menge von 10–96
Gew.-%, vorzugsweise 70–90
Gew.-% in der Gesamtmenge der Epoxyharzzusammensetzung verwendet.
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In
der gemäß der vorliegenden
Erfindung erhältlichen
Epoxyharzzusammensetzung können
Formtrennmittel, wie natürliches Wachs,
ein synthetisches Wachs, eine höhere
Fettsäure
und deren Metallsalze und Paraffin, Farbmittel, wie Kohleschwarz,
Oberflächenbehandlungsmittel,
wie ein Silankopplungsmittel, zugesetzt werden.
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In
Bezug auf das Verfahren zur Herstellung der Epoxyharzzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren das Mischen in
geschmolzenem Zustand.
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Die
Temperatur zum Zeitpunkt des Mischens ist zur Gewinnung der Epoxyharzzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung durch Mischen im Schmelzezustand wichtig.
Ein Verfahren umfasst das Verfahren des Erhitzens des Gemischs aus
einem kristallinen Epoxyharz und einem amorphen Härtungsmittel
(Additive, wie ein Härtungsbeschleuniger
und ein anorganischer Füllstoff
können,
falls nötig,
des weiteren zugesetzt werden) bei einer Temperatur, die niedriger
als der Schmelzpunkt des kristallinen Epoxyharzes und nicht niedriger
als der Erweichungspunkt des amorphen Härtungsmittels ist. Die Temperatur
ist vorzugsweise 10°C–30°C niedriger
als der Schmelzpunkt des kristallinen Epoxyharzes. Bei einer Temperatur,
die höher
als der Schmelzpunkt des kristallinen Epoxyharzes ist, wird die
Rate, mit der ein kristallines Epoxyharz in einem Härtungsmittel
als Kristallite existiert, niedrig und dies ist nicht günstig. Ferner
wird bei einer Temperatur, die niedriger als der Erweichungspunkt
des amorphen Härtungsmittels
ist, viel Energie zum Kneten benötigt
und dies ist großtechnisch
nachteilig.
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Auf
der anderen Seite können
Gemische des kristallinen Epoxyharzes und des amorphen Härtungsmittels
unter Erhitzen bei einer Temperatur, die nicht niedriger als der
Schmelzpunkt eines kristallinen Epoxyharzes ist, gemischt werden,
wobei eine Harzzusammensetzung mit einer gleichförmigen Phasenstruktur gebildet
wird, in der sowohl das kristalline Epoxyharz als auch das amorphe
Härtungsmittel
gleichförmig
im Schmelzezustand gemischt werden. Und dann kann das Gemisch bei
einer Temperatur, die niedriger als der Schmelzpunkt eines kristallinen
Epoxyharzes ist und nicht niedriger als der Erweichungspunkt eines
amorphen Härtungsmittels
ist, im Schmelzezustand geknetet werden, um die Kristallite eines
kristallinen Epoxyharzes gleichförmig
in dem Härtungsmittel
zu dispergieren. Die Temperatur ist hier vorzugsweise 20 bis 30°C niedriger als
der Schmelzpunkt des kristallinen Epoxyharzes.
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Für diese
Herstellungsverfahren können
ein Kneter, ein Doppelwälzkörper, ein
Extruder und dgl. verwendet werden.
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In
der gemäß der vorliegenden
Erfindung erhältlichen
Harzzusammensetzung, die ein kristallines Epoxyharz und ein amorphes
Epoxyhärtungsmittel
umfasst, ist das kristalline Epoxyharz in Form von Kristalliten in
einem amorphen Härtungsmittel
dispergiert und die Reaktion des Härtungsmittels mit einem Epoxyharz während der
Aufbewahrung verhindert und die Aufbewahrungsstabilität erhöht. Hierbei
muss das Epoxyharz gleichförmig
in einem amorphen Härtungsmittel
dispergiert sein. Wenn die Dispersion nicht ausgeglichen ist, wird
eine partielle Ungleichmäßigkeit
der Eigenschaften erzeugt und dies ist nicht günstig. Die Größe des Kristallits
beträgt
vorzugsweise 100 μm
oder weniger und noch besser 50 μm
oder weniger. Wenn die Größe eines Kristallits
größer als
100 μm wird,
wird eine partielle Ungleichmäßigkeit
der Eigenschaften erzeugt oder die Schmelzeigenschaft des Kristallits
wird bei Formen und Härten
verschlechtert und die Formeigenschaft wird schlecht.
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Ein
Verfahren zur Feststellung des Dispersionszustands des Kristallits
des Epoxyharzes in der Harzzusammensetzung der vorliegenden Erfindung
umfasst die Betrachtung durch ein Polarisationsmikroskop.
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Die
gemäß der vorliegenden
Erfindung erhältliche
Epoxyharzzusammensetzung kann nach einem bekannten Verfahren geformt
und einer Wärmebehandlung
unterzogen werden.
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Die
gemäß der vorliegenden
Erfindung erhältliche
Epoxyharzzusammensetzung wird für
elektronische oder elektrische Verwendungsmöglichkeiten, wie Isoliermaterialien
und Schichtstoffplatten, und für
Klebstoffe und Beschichtungsmaterialien verwendet.
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BEVORZUGTE
AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
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Beispiele
für die
vorliegende Erfindung werden im folgenden gezeigt, doch ist die
vorliegende Erfindung nicht auf diese beschränkt.
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Referenzbeispiel 1
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Synthese des Ausgangsmaterials
Phenol (1)
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In
einen mit einem Thermometer, einem Rührer und einem Kühler ausgestatteten
2-l-Vierhalskolben wurden 195,5 g (1,6 mol) 2,6-Xylenol (als "26YX" abgekürzt), 65,7
g (0,4 mol) 2-tert-Butyl-5-methylphenol (abgekürzt als "3M6B"),
124,5 g (1,0 mol) Chloracetaldehyddimethylacetal und 376 g Essigsäure eingetragen,
gerührt,
gelöst
und auf 5°C
gekühlt.
Als nächstes
wurde eine Lösung
von in 84 g Essigsäure
gelösten
122 g (1,2 mol) konzentrierte Schwefelsäure tropfenweise während 3
h bei 10°C
zugegeben und das Reaktionsgemisch wurde 6 h bei 25°C gehalten
und über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Als nächstes
wurde das Reaktionssystem auf 5°C
gekühlt
und die abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert. Die Kristalle
wurden 6-mal mit 500 g Wasser gewaschen, unter vermindertem Druck
bei 40°C
8 h getrocknet und es wurden Kristalle erhalten.
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Referenzbeispiel 2
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Synthese des Ausgangsmaterials
Phenol (2)
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In
einen mit einem Thermometer, einem Rührer und einem Kühler ausgestatteten
2-l-Vierhalskolben wurden 245,2 g einer wässrigen Lösung von 48,3% Natriumhydroxid
und 552 g N-Methylpyrrolidon
eingetragen und die Innenatmosphäre
wurde durch Stickstoff ersetzt. Unter Stickstoffabschirmung wurde
die Temperatur der Lösung
auf 140°C
erhöht.
Eine Lösung
von 225,6 g des durch Referenzbeispiel 1 erhaltenen Phenolzwischenprodukts
und 676 g N-Methylpyrrolidon wurde tropfenweise während 1,5
h bei 40°C
zugegeben und 2 h bei dieser Temperatur gehalten. Dann wurde das
Reaktionssystem auf 60°C
gekühlt
und mit 226 g konzentrierter Salzsäure neutralisiert. Nach Rückgewinnung
des Lösemittels
unter vermindertem Druck wurde das Reaktionsgemisch in 1000 g Ionenaustauschwasser
eingetragen und die abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert.
Die Kristalle wurden 3-mal mit 1000 g Ionenaustauschwasser gewaschen
und unter vermindertem Druck bei 80°C 8 h getrocknet und es wurden
Kristalle erhalten.
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Referenzbeispiel 3
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Synthese eines Epoxyharzes
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In
ein mit einem Thermometer, einem Rührer, einem Tropftrichter und
dem Kühler
mit einem Trennrohr ausgestatteten Reaktionsgefäß wurde das in Referenzbeispiel
2 erhaltene Rohmaterial eingetragen und in 485,6 g Epichlorhydrin
und 243,1 g Dimethylsulfoxid gelöst.
Unter Halten des Inneren des Reaktionssystems bei 43 Torr wurden
61,71 g von 48,3% Natriumhydroxid kontinuierlich tropfenweise während 5
h bei einer Temperatur von 48°C
zugegeben. Währenddessen
wurden unter Beibehalten der Temperatur bei 48°C die azeotrop destillierten
Bestandteile Epichlorhydrin und Wasser zur Verflüssigung gekühlt und die Reaktion wurde
unter Rückgabe
der organischen Schicht in das Reaktionssystem fortgesetzt.
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Nach
der Reaktion wurde nicht-umgesetztes Epichlorhydrin durch Vakuumeinengen
entfernt. Glycidylether, der ein Nebenproduktsalz und Dimethylsulfoxid
enthielt, wurde in 644 g Methylisobutylketon gelöst und das Nebenproduktsalz
und Dimethylsulfoxid wurden durch Waschen mit Wasser entfernt. Dann
wurde Methylisobutylketon unter vermindertem Druck bei 160°C und 10
Torr abdestilliert und das gewünschte
Produkt erhalten. Der Schmelzpunkt dieses Harzes betrug 110°C, was unter
Verwendung eines Differential Scanning Calorimeter (hergestellt
von Seiko electron Co., Ltd., SSC5000 series, DSC200) unter der
Bedingung einer Temperaturerhöhungsrate
von 10°C/min
gemessen wurde. Hierbei wurde der Startpunkt des Wärmeabsorptionspeaks
aufgrund von Schmelzen als der Schmelzpunkt genommen.
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Beispiel 1
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Herstellung
einer Epoxyharzzusammensetzung
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10
g des in Referenzbeispiel 3 erhaltenen kristallinen Epoxyharzes
und 8 g eines Aralkylphenolnovolakharzes (Mitsui Toatsu Company,
Handelsbezeichnung Milex XL-4L, Erweichungspunkt 62°C) als Härtungsmittel
wurden bei 100°C
15 min in einem Becherglas gemischt. Dann wurden 0,35 g Triphenylphosphin
als Härtungsbeschleuniger
zugesetzt und es wurde bei 100°C
10 s gerührt
und es wurde eine opake Harzzusammensetzung erhalten. Durch Betrachtung
dieser Harzzusammensetzung mit einem Polarisationsmikroskop (XTP-11; hergestellt von
Nikon) wurde festgestellt, dass Kristallite von 50 μm oder weniger
gleichförmig
verteilt waren. Die Harzzusammensetzungen wurden 10 Tage in einem
Ofen von 23°C,
40°C und
60°C gehalten.
Zur Bewertung der Aufbewahrungsstabilität wurde die Retentionsrate
des Peaks der Epoxyharzrohmaterialien in GPC verfolgt (28,9 min:
detektiert durch ein Differentialbrechungsindexmessgerät). Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 1
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Ein
Epoxyharz und ein Härtungsmittel
wurden auf die gleiche Weise wie Beispiel 1 gemischt, mit Ausnahme
einer Temperatur von 120°C
während
15 min. Danach wurden 0,35 g Triphenylphosphin zugegeben und es
wurde bei 120°C
10 s gerührt
und es wurde eine transparente Harzzusammensetzung erhalten. Bei Betrachtung
dieser Harzzusammensetzung mit einem Polarisationsmikroskop wurden
keine Kristallite beobachtet und es wurde festgestellt, dass es
die Struktur ist, in der ein Epoxyharz und ein Härtungsmittel gleichförmig im
Schmelzezustand gemischt sind.
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Der
Aufbewahrungsstabilitätstest
der Harzzusammensetzung wurde gemäß Beispiel 1 durchgeführt.
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Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Tabelle
1 Retentionsrate
des Peaks der Epoxyharzrohmaterialien (%)
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Die
Epoxyharzzusammensetzung der vorliegenden Erfindung besitzt hervorragende
Aufbewahrungsstabilität
und sie ist ein für
Produktivität
und wirtschaftliche Effizienz vorteilhaftes Material.