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Diese
Erfindung betrifft die Verwendung eines α-adrenergischen Agonisten zur
Herstellung eines Medikaments zur tropischen Anwendung für die Behandlung
oder die Erleichterung fäkaler
Inkontinenz und analem Juckreiz (Pruritis ani), insbesondere für Patienten
bei denen eine größere Darmresektion
und Reanastomosis durchgeführt
wurde sowie Zusammensetzungen davon.
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Des
Weiteren werden topisch wirksame pharmazeutische Zusammensetzungen,
angepasst zur lokalen rektalen Anwendung bei der Behandlung fäkaler Inkontinenz
oder analem Juckreiz bei einem Patienten zur Verfügung gestellt,
umfassend den α-adrenergischen
Agonisten Phenylephrin oder ein pharmakologisch annehmbares Salz
davon zusammen mit einem pharmakologisch annehmbaren Träger und
wobei das (die) einzige (einzigen) aktive(n) Mittel ein α-adrenergischer
(α-adrenergische)
Agonist(en) ist (sind).
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Anale
oder fäkale
Inkontinenz ist die Unfähigkeit,
willkürlich
die Passage von Fäkalien
oder Gas durch den Anus zu kontrollieren. Es kann entweder als fäkale Verschmutzung
oder als seltene Inkontinenzepisoden für Gas oder wässrigem
Stuhlgang auftreten. Es ist eine sehr quälende Erkrankung, die zu selbst
zugefügter sozialer
Isolation und Verzweiflung führen
kann.
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Konventionelle
Behandlungen der fäkalen
Inkontinenz schließen
medikamentöse
Behandlung, um die Stuhlkonsistenz zu verbessern, wie Morphin, Loperamid
und Codeinphosphat ein, um die Darmbewegung zu reduzieren und Laxative,
um den Stuhlgang aufzuweichen und Verstopfung zu lösen. Biofeedbacktraining
ist eine weitere Behandlung, die muskelstärkende Übungen involviert, um den Analkanalruhedruck
und den Pressdruck zu verbessern und um die Symmetrie der Analkanalfunktion
beizubringen. Die häufigste
Behandlungsform ist jedoch ein chirurgischer Eingriff, wie die Bildung
eines Neo-Sphinkters, was das Aufpfropfen auf Muskeln aus anderen
Teilen des Anus einschließt
oder eine Kolosto mie (Gastroenterology in Practice, Summer 1995,
S. 18-21; Dig. Dis. 1990; 8:179-188; und The New England Journal
of Medicine, April 1992, S. 1002-1004). In milden Fällen analer
Leckagen wird der Patient oftmals versuchen, den Anus mit einem
Ball einer Baumwollewandung zu dichten.
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In
Gut, 1991, 32, S. 345-346, wurde berichtet, dass zwei Drittel der
Patienten mit idiopathischer fäkaler Inkontinenz
einen erniedrigten Analruhedruck aufwiesen, der auf eine abnormale
interne Sphinkterfunktion zurückzuführen war.
Bei zahlreichen inkontinenten Patienten wurden gefunden, dass der
interne Analsphinkter abnormal dünn
war, während
andere einen externen Analsphinkterdefekt hatten.
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Es
wurde auch berichtet, dass bei Inkontinenz die in vitro kontraktile
Reaktion des internen Analsphinkters gegenüber Noradrenalin vermindert
ist (Br. J. Surg. 1992, Band 79, August, S. 829-832; Digestive Diseases
and Sciences, Band 38, Nr. 11, Nov. 1993, S. 1961-1969). Eine weitere
Diskussion der Innervierung und Kontrolle des internen Analsphinkters
und der Wirkstoffe, die den normalen Analruhedruck erhöhen oder vermindern
können,
wird in dem Lehrbuch Coloproctology and the Pelvic Floor (Butterworths),
zweite Auflage, 1992, in Kapitel 3, S. 37-53; Automic Control of
Internal Anal Sphincter; und Journal of Clinical Investigation 1990,
86: S. 424-429, diskutiert.
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In
Surgery 1990, 107: S. 311-315 wurde gefunden, dass Natriumvalproat
nützlich
in der Behandlung schwächerer
Inkontinenz nach ileo-analer Anastomosis ist.
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Es
wurde jetzt überraschend
gefunden, dass fäkale
Inkontinenz und analer Juckreiz durch die topische Behandlung mit α-adrenergischen
Agonisten aufgelöst
werden kann.
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Dies
ist überraschend,
da immer davon ausgegangen wurde, dass, sobald der Analsphinkter
begann abnormal zu funktionieren, der Patient einen größeren chirurgischen
Eingriff benötigt.
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Auf
diese Weise wird die anale Leckage reduziert oder beseitigt, ohne
dass der Patient sich einer größeren chirurgischen
Operation unterziehen muss.
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Demgemäß wird in
einem ersten Aspekt der Erfindung die Verwendung eines α-adrenergischen Agonisten
in der Herstellung eines topischen Medikaments zur Behandlung oder
Prophylaxe von fäkaler
Inkontinenz oder analem Juckreiz zur Verfügung gestellt.
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Die
Mittel dieser Erfindung scheinen zumindest partiell die Inkontinenz
durch Erhöhen
des Ruhedrucks des internen Analsphinkters zu behandeln.
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Beispiele
geeigneter α1-adrenergischer Agonisten sind Noradrenalin,
Methoxamin, insbesondere bevorzugt ist aber Phenylephrin.
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Das
Medikament kann ein einziges wirksames Mittel oder eine Kombination
der oben genannten aktiven Medikamente enthalten.
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Phenylephrin
(ein α1-adrenergischer Agonist) wird als ein mydriatisches
Mittel in der Augenheilkunde eingesetzt und als ein Dekongestivum
z. B. in Erkältungs-
und Fieberarzneien.
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Nach
dem Wissen der Erfinder wurde jedoch die Verwendung einer dieser
wirksamen Mittel, um topisch fäkale
Inkontinenz oder analen Juckreiz zu behandeln, nicht vorgeschlagen.
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Wie
hier verwendet, schließt "fäkale Inkontinenz" alle Formen analer
Leckagen ein, von kleineren Leckagen oder "Flecken" über
moderate Leckagen bis hin zu schwereren Fällen fäkaler Inkontinenz und schließt neurogene,
aktive, akute und passive Inkontinenz ein.
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Im
Spezielleren wird die Gruppe der inkontinenten Patienten, die am
meisten von der vorliegenden Erfindung profitieren wird, die mit
idiopathischer Inkontinenz und die, deren Inkontinenz zumindest
teilweise auf eine Schwäche
entweder des internen oder externen Sphinkters zurückzuführen ist,
sein, insbesondere die mit einem normalen oder niedrigen Maximumanaldruck
und einem strukturell intakten internen Analsphinktermuskel sowie
mit einem abnormal dünnen
Sphinkter. Jedoch werden Patienten mit kleineren strukturellen Beschädigungen,
wie ein fragmentierter Sphinkter, dennoch von der Erfindung profitieren.
Nicht nur inkontinente Patienten mit einem beschädigten oder abnormalen internen Analsphinkter
können
behandelt werden, sondern auch Patienten mit einem beschädigten oder
abnormalen externen Sphinkter, da die Zunahme im internen Analruhetonus,
die durch die Erfindung induziert wird, den schwach funktionierenden
externen Sphinkter kompensieren wird.
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Eine
weitere Patientengruppe, die insbesondere von der Erfindung profitieren
wird, sind die postchirurgischen Patienten, die sich einer größeren Darmresektion
und Reanastomosis unterziehen mussten. Zum Beispiel Patienten mit
ileoanalem Pouch (restorative Proktokolektomie), koloanale (mit
oder ohne kolonischem Pouch) Anastomosis, tiefere vordere Resektion
und Kolektomie mit ileorektaler Anastomosis.
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Der
Schaden am Sphinkter kann durch ein Trauma, wie es bei der Kindergeburt
erlitten wird, chirurgische Operationen oder Straßenverkehrsunfälle verursacht
werden. Weiterhin wird auch angenommen, dass Inkontinenz, die durch
primäre
interne Analdegeneration verursacht wird, ebenfalls durch die Erfindung
erleichtert werden kann.
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Anale
Leckage führt
oft zu Pruritis des Anus und daher wird durch die Reduktion oder
Eliminierung der Leckage der Pruritis oder anale Juckreiz auch erleichtert
oder vorgebeugt.
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Weiterhin
wird infolge des erhöhten
Analruhedrucks der Patient nicht länger die Unbehaglichkeit der geweiteten
Analsphinktermuskeln aufweisen.
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Physiologisch
annehmbare Salze der oben genannten wirksamen Verbindungen sind
ebenfalls im Bereich der Erfindung. Geeignete Salze schließen die
ein, die sowohl mit organischen als auch anorganischen Säuren gebildet
werden, wie die, die durch Salz-, Bromwasserstoff-, Schwefel-, Zitronen-,
Wein-, Phosphor-, Milch-, Brenztrauben-, Essig-, Trifluoressig-,
Bernstein-, Oxal-, Fumar-, Malein-, Oxalessig-, Methansulfon-, Ethansulfon-,
p-Toluolsulfon-,
Benzolsulfon- und Isethionsäure
gebildet werden.
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Mit
Salz meinen wir einschließlich
aller Komplexe oder Pseudosalze, worin das wirksame Mittel (wie Phenylephrin)
verbunden ist z. B. mit einem Derivat einer organischen oder anorganischen
Säure.
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Wirkstoffvorstufen
und alle anderen Biovorstufen, die in vivo zu aktiven Mitteln (wie
Phenylephrin) umgesetzt werden, sind ebenfalls innerhalb des Bereichs
der Erfindung.
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Ein
besonders bevorzugtes Salz von Phenylephrin ist das Hydrochloridsalz.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine topisch wirkende
pharmazeutische Zusammensetzung zur Verfügung gestellt, adaptiert zur
lokalen rektalen Anwendung in der Behandlung von fäkaler Inkontinenz
oder analem Juckreiz, umfassend den α-adrenergischen Agonisten Phenylephrin
oder ein pharmakologisch annehmbares Salz davon, vorzugsweise in
einer Menge von mindestens 5 Gew.-%, stärker bevorzugt mindestens 10
%, zusammen mit einem pharmakologisch annehmbaren Träger und
worin das (die) einzige(n) wirksame(n) Mittel ein (mehrere) α-adrenergischer
Agonist(en) ist (sind).
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Die
Inkontinenz ist durch lokale oder topische Anwendung des Medikaments
in und/oder um dem Analkanal, insbesondere um den Analsphinkter
des inkontinenten Patienten zu behandeln. Zumindest wird ein pharmakologisch
annehmbarer Träger
zusammen mit dem Wirkstoff anwesend sein. Die Zusammensetzungen
können
als Salben, Cremes, Weichmacher, Suspensionen, Lotionen, Pulver,
Lösungen,
Pasten, Gele, Sprays, Schaum oder Öle vorliegen. Sie können Emulgatoren,
Konservierungsmittel, Puffer und Antioxidantien umfassen. Vorzugsweise
umfassen die Zusammensetzungen auch Steroide und lokal wirkende
Anästhetika.
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Die
Dosierung der Zusammensetzung wird vom Schweregrad der Inkontinenz
abhängen,
dem Alter, dem Gewicht und der Erkrankung des zu behandelnden Patienten.
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Für Wirkstoffe
wie Phenylephrin ist der prozentuale Anteil des Wirkstoffes mindestens
5 Gew.-%, stärker
bevorzugt mindestens 10 Gew.-% und vorteilhafterweise bis zu etwa
50 Gew.-% der Zusammensetzung. Die Dosierung des Wirkstoffes wie
Phenylephrin beträgt
vorzugsweise mindestens 40 mg pro 0,5 ml Zusammensetzung, stärker bevorzugt
mindestens 50 mg pro 0,5 ml Zusammensetzung, wie bis zu etwa 250
mg/0,5 ml. Tatsächlich
zeigen frühe
Untersuchungen, dass höhere
Dosierungen vorteilhafter sind, wegen der subnormalen Sensitivität des Analsphinkters.
Die Gesamtwirkstoffmenge, die in der topischen Zusammensetzung (wie
in einer Tube zur Verfügung
gestellt) anwesend ist, ist geeigneterweise von 40 bis 5000 mg,
wie 40 bis 1000 mg oder 40 bis 500 mg Wirkstoff. Die topische Zusammensetzung
sollte 1- bis 6-mal täglich
angewandt werden, wie 3-mal täglich,
bis es zu einem Nachlassen der Inkontinenz kommt.
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Die
topische Zusammensetzung kann hautpenetrierende Mittel, insbesondere
Sulfoxide wie Dimethylsulfoxid (DMSO), vorzugsweise mit 25 bis 50
Gew.-% umfassen. Amide (DMA, DMF), Pyrrolydone, organische Lösungsmittel,
Laurocaprom (AZONE) und Calciumthioglycollat sind geeignete alternative
Penetrantien. Die Zusammensetzung kann wahlweise auch ein Polyacrylsäurederivat,
insbesondere ein Carbomer enthalten. Dieses würde sowohl als ein Haut hydratisierendes
Mittel, um die Penetration des Wirkstoffes zu unterstützen, aber
auch als ein Emulgationsmittel wirken. Das Carbomer wird die Emulgation
des DMSO unterstützen,
dabei Hautirritationen lindern und eine verstärkte Hauthydratisierung zur
Verfügung
stellen. Propylenglykol kann in der Zusammensetzung ebenfalls anwesend
sein, um die Haupt aufzuweichen, das thermodynamische Potenzial
zu erhöhen
und die Hauptpenetration des DMSO und daher des Wirkstoffes zu unterstützen. Der
End-pH der Zusammensetzung ist vorteilhafterweise ein pH von 3,5
bis 4,5.
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Die
Erfindung wird jetzt durch Beispiele ausschließlich durch Bezug auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben, in denen:
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1 stellt
einen Graphen des maximalen Analruhedrucks nach intraanaler Anwendung
an gesunden Freiwilligen von 0,5 ml 10 % Phenylephrin (50 mg) dar;
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2 stellt
einen dosisabhängigen
Graphen von Phenylephrin bei gesunden Freiwilligen dar (preRx =
Vorbehandlung; MRP +/– 1SD);
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3 stellt
einen Graphen des maximalen Ruhedrucks bei gesunden Freiwilligen
vor und nach der intraanalen Anwendung von 10 % Phenylephrin dar;
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4 stellt
einen Graphen der Wirkungsdauer von 10 % Phenylephrin dar; und
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5 stellt
einen Graphen des maximalen Ruhedrucks nach 0,5 ml 10 % Phenylephrin
(50 mg), intraanal angewandt, bei 10 Patienten mit passiver Fäkalinkontinenz
dar.
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Beispiel 1 (Zusammensetzung
kein Teil der Erfindung)
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Protokoll
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Zubereitungen
der kommerziell erhältlichen
ophthalmischen 10 % Phenylephrinhydrochlorid-(Minims)-Lösung wurden
intraanal an dem Subjekt in der linken lateralen Position angewandt.
Die Dosierungen werden sowohl als ein Volumen einer Konzentration
an Phenylephrinlösung
und auch als Milligramm-Phenylephrin bezeichnet. Vor der intraanalen
Verwendung der ophthalmischen Phenylephrinlösung wurden Salbenpräparate aus
Phenylephrin, angemacht in gelbem weichem Paraffin, am Analrand
angewandt, aber es wurde gefunden, dass dies bis zu einer Dosis
von näherungsweise
500 mg 10 % Salbe (50 mg Phenylephrin) keinen Effekt hatte. Dies
stellt wahrscheinlich ein Ausbleiben der transkutanen Absorption
dar und danach wurde nur noch ophthalmische Phenylephrinlösung intraanal
eingeträufelt.
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Manometrie
(um den maximalen Analruhedruck zu bestimmen) wurde durchgeführt, unter
Verwendung eines wassergefüllten
Mikroballonsystems, das mit einem steifen Plastikkatheter und einem
Umsetzer und dann mit einem Messwertdrucker verbunden ist. Ein maximaler
Analruhedruck wurde erhalten, unter Verwendung einer stationären Durchzugstechnik.
Der Katheter wurde an das Gesäß gegurtet
und ein kontinuierliches Ablesen wurde durchgeführt, bis ein konstanter Analruhedruck
erreicht wurde. Nachdem der Wirkstoff verabreicht wurde, wurden
zwischen 15 und 31 Minuten kontinuierlich Druckablesungen durchgeführt. Die Pulsrate
und der Blutdruck wurden überwacht
und das Subjekt wurde nach Kopfweh, Angstgefühl, Herzklopfen und abdominalen
oder analen Schmerzen befragt.
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Dosiswirkungsstudie
bei einem einzelnen Freiwilligen
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10
% Phenylephrin wurde seriell mit 0,9 % Salzwasser und einer Standard-0,5ml-Dosis,
die einem einzelnen gesunden Freiwilligen verabreicht wurde, verdünnt. Beginnend
bei 1 % wurden an verschiedenen Tagen zunehmende Konzentrationen
an Phenylephrin verabreicht, bis es zu einer Zunahme im Analruhedruck kam.
Um die Wirkungsdauer bei diesem einzigen Freiwilligen zu erfassen,
wurde die Manometrie nach 13 Stunden wiederholt.
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Es
kam zu keiner signifikanten Zunahme im maximalen Ruhedruck bei 0,5
ml 0,1 % (0,5 mg), 0,5 % (2,5 mg), 1 % (5 mg) oder 5 % (25 mg) Phenylephrin.
Wenn 0,5 ml 10 % Phenylephrin (50 mg) in den Analkanal eingeträufelt wurden,
kam es zu einer Zunahme im Ruhedruck von 120 auf 210 cm H2O (12-21 kPa). Die Zunahme im Analruhedruck
war während
25 Minuten kontinuierlicher Aufnahme offenkundig, aber ging 13 Stunden
später
auf Vorbehandlungsniveau.
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Beispiel 2 (Zusammensetzung
kein Teil der Erfindung)
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Gruppe gesunder Freiwilliger
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Zehn
gesunde Freiwillige (fünf
Männer)
erhielten eine intraanale Dosis des 0,5 ml 10 Phenylephrins (50
mg) gemäß Beispiel
1. Das mittlere Alter war 26 Jahre (Bereich 22-37). Keiner der Freiwilligen
hatte Symptome analer Inkontinenz oder vorhergehende Analchirurgie
und alle Frauen waren Nullipara und daher wurde davon ausgegangen,
dass sie intakte interne und externe Analsphinkter aufwiesen. Der
mittlere Vor-Phenylephrin-Ruhedruck
war 110 cm H2O (11 kPa) (Bereich 45-125
cm H2O; 4,5-12,5 kPa).
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Nach
der Anwendung von 0,5 ml 10 % Phenylephrin (50 mg) kam es zu einer
signifikanten Erhöhung des
maximalen Ruhedrucks auf 180 cm H2O (17,5
kPa) (Bereich 120-210 cm H2O; 12-20,5 kPa)
(p < 0,05, Wilcoxon
Rangsummentest) (1). Der erhöhte Druck wurde während der
Dauer der Aufzeichnung, im Mittel 23 Minuten (Bereich von 14-31
Minuten), beibehalten.
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Beispiel 3:
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Eine
Zusammensetzung eines Basisgels hatte die folgende Zusammensetzung:
Natriumcarmellose 6 g, Polyethylenglykol 30 ml, Methylhydroxybenzoat
150 mg, Propylhydroxybenzoat 15 mg, mit destilliertem Wasser (pH
4) auf Volumen gebracht.
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Verschiedene
Mengen an Phenylephrin, 5 %, 10 %, 20 % und 30 Gew.-%, wurden zugegeben,
um mehrere Zusammensetzungen für
Dosisbereichsstudien zu bilden (2).
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Beispiel 4:
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Eine
Basiscreme der Erfindung hatte die folgende Zusammensetzung:
| Dimethylsulfoxid | 250
g |
| Carbomer
974P | 5
g |
| weißes weiches
Paraffin | 15
g |
| Cetomacrogol-Emulgationssalbe* | 115
g |
| Propylenglykol | 23
g |
| Methylhydroxybenzoat
(Konservierungslösung) | Rest
des Volumens |
zu der 10 Gew.-% Phenylephrinhydrochlorid gegeben
wurde.
- * Zusammensetzung: weißes weiches Paraffin 50 g,
flüssiges
Paraffin 20 g, Cetomacrogol-Emulgationswachs 30
g (Cetosterylalkohol 24 g und Cetomacrogol 1000, 6g).
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Eine
Basiscreme wurde gebildet, indem zunächst die wässrigen und nichtwässrigen
Komponenten der Creme getrennt voneinander gemischt wurden. Abgewogene
Quantitäten
an Propylenglykol und ein Teil der Konservierungslösung wurden
in einem Erlenmeyerkolben platziert, zu dem die gewogene Quantität des Carbomerpulvers
zugegeben wurde, unter Verwendung eines Flügelmischertyps, um eine kolloidale
Suspension des Carbomers zu bilden. Anschließend wurde die abgewogene DMSO-Menge
zugegeben und das schnelle Rühren
wurde bei Raumtemperatur fortgesetzt, bis ein durchscheinendes einheitliches
Gel gebildet worden war.
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In
der Zwischenzeit wurden die abgewogenen Mengen an weißem, weichen
Paraffin und an Cetomacrogol-Emulgationssalbe in einen getrennten
Erlenmeyerkolben gegeben, bis zum Schmelzpunkt erhitzt und leicht
gerührt,
um eine einheitliche Basis zu bilden.
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Der
Wirkstoff wird anschließend
zum Rest der Konservierungslösung
gegeben, die wurde wiederum zum Gel gegeben und während heftig
gerührt
wurde, wurde die einheitliche Basis (siehe oben) zugegeben, um eine
Creme zu bilden. Das Carbomer, das als ein zweifa ches Neutralisierungsmittel
und als primäres
Emulgationsmittel wirkt (des Öls
und der wässrigen
Phasen), bildet die einheitliche Cremebasis.
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Beispiel 5:
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Zwölf menschliche
Freiwillige im Alter zwischen 21 bis 53 (Mittelwert 35) wurden bei
vier Gelegenheiten untersucht. Messungen des Analsphinkterruhedrucks
und des anodermalen Blutflusses (unter Verwendung eines Laserdopplerdurchflussmeters)
wurden durchgeführt,
bevor und nach der topischen Anwendung zunehmender Konzentrationen
an Phenylephringel gemäß Beispiel
3 (geliefert von Slaco Pharma (UK) Ltd.) am Anus. Ablesungen wurden
nach einer einzelnen Anwendung während
des Tages durchgeführt,
um die Dauer des Effekts zu bestimmen.
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Wie
aus 2 ersichtlich ist, kam es zu einer dosisabhängigen Zunahme
im mittleren Analsphinkterruhedruck (MRP) mit einem leichten (6
%) Anstieg, nachdem 5 % Phenylephrin (p 0,04) und einem klinisch signifikanten
33%igen Anstieg mit 10 % Phenylephrin, im Vergleich zum Sphinkterdruck
vor der Behandlung (85 ± 12
v 127 ± 12
cm H2O (8,3 ± 1,2 v 12,5 ± 1,2 kPa),
vor versus nach der Behandlung MRP. P < 0,0001) – 3. Danach
wurde kein zusätzlicher
Effekt mit höheren
Phenylephrinkonzentrationen gemessen. Die Wirkungsdauer einer einfachen
Anwendung von 10 % Phenylephrin war im Mittel 7 (im Bereich 6-8)
Stunden (4). Keine merklichen Änderungen
wurde im anodermalen Blutfluss aufgezeichnet. Demzufolge führt die topische
Anwendung von 10 % Phenylephringel zu einer signifikanten Zunahme
des Analsphinkterruhedrucks bei gesunden Freiwilligen.
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Beispiel 6 (Zusammensetzung
kein Teil der Erfindung)
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Patientengruppe
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Zehn
Patienten (drei Männer)
erhielten ebenfalls eine intra-anale Dosis von 0,5 ml 10 % Phenylephrin (50
mg) gemäß Beispiel
1. Ihr mittleres Alter betrug 45 Jahre (Bereich 27-76). Alle hatten
passive Inkontinenz mit oder ohne akuter fäkaler Inkontinenz. Die Patienten
wurden auf Basis ihrer passiven fäkalen Inkontinenz ausgewählt, die
dafür bekannt
ist, mit internem Sphinkterschaden einherzugehen. Um zu bestimmen,
ob die Behandlung bei denjenigen mit struktureller Fragmentation
oder einfach einem ausgedünnten
internen Analsphinkter nützlich
ist, wurden jeweils fünf
jedes Patiententyps gesammelt.
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Der
mittlere Vor-Phenylephrin-Ruhedruck betrug 25 cm H2O
(2,5 kPa) (Bereich 20-100 cm H2O; 2-10 kPa).
Endoanaler Ultraschall demonstrierte einen abnormalen internen Analsphinkter
bei allen Patienten. Bei der Hälfte
der Patienten war er strukturell fragmentiert, während er bei den anderen fünf Patienten
intakt war, aber abnormal dünn
(weniger als 1 mm). Sieben Patienten wiesen ebenfalls etwas strukturellen
Schaden am externen Analsphinkter auf, während er bei drei peripher
intakt war.
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Nach
der intraanalen Einträufelung
von 0,5 ml 10 % Phenylephrin (50 mg) stieg der mittlere maximale Ruhedruck
auf 55 cm H2O (5,5 kPa) (Bereich 20-80 cm
H2O; 2-8 kPa)(p = 0,39, Wilcoxon Rangsummentest) (5).
Sieben Patienten zeigten einen Anstieg im Analdruck, während zwei
einen Abfall und ein Patient keine Änderung zeigte. Ein erhöhter Ruhedruck
wurde bei Patienten mit sowohl fragmentiertem als auch strukturell intaktem,
aber dünnem
internem Analsphinkter beobachtet. Anhand des Vorbehandlungsruhedrucks
konnte die Reaktion auf Phenylephrin nicht vorhergesagt werden.
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Der
Druckanstieg bei inkontinenten Patienten, obwohl weniger konsistent
und nicht so markant wie bei gesunden Patienten, ist trotzdem überraschend
und therapeutisch wertvoll bei der Behandlung von Inkontinenz. Die
niedrigere Zunahme im Analruhedruck von inkontinenten Patienten
kann hinsichtlich der bekannten Pathologie dieser Erkrankung erklärt werden.
Patienten mit passiver fäkaler
Inkontinenz weisen einen erhöhten
Fibrose- und Collagenersatz
des internen Analsphinkters auf. Daher, obwohl die absolute Zunahme
im Analruhedruck durch Phenylephrin bei den ansprechenden Patienten
nicht so ausgeprägt
war wie bei Kontrollen, so ist es doch ein größerer Fortschritt bei der nicht-chirurgischen Behandlung
passiver fäkaler
Inkontinenz.
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Obwohl
manche Patienten nicht auf Phenylephrin ansprachen, so kann dies
auf eine strukturelle Abnormität
oder eine veränderte
Sensitivität
ihrer internen Analsphinkter zurückzuführen sein.
Diese Patienten werden wahrscheinlich eine erhöhte Dosis (über den 50 mg, die in dieser
Studie getestet wurden) benötigen, um
eine Zunahme in ihrem Analruhedruck zu zeigen.
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Beispiel 7
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Eine
aussichtsreiche randomisierte, placebo-kontrollierte Cross-Over-Untersuchung
wurde durchgeführt,
um die Verwendung von 10 % Phenylephrin topischer Creme (gemäß den Beispielen
3 und 4) zur Behandlung idiopathischer passiver fäkaler Inkontinenz
zu evaluieren.
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30
Patienten vervollständigten
die Studie. Alle Patienten wurden durch endoanalen Ultraschall sowie anorektaler
Physiologie (um den maximalen Analruhedruck zu bestimmen) und Laserdopplerdurchflussmessung
vor der Behandlung untersucht. Die letzteren beiden Messungen werden
nach einer dreiwöchigen
Untersuchung mit dem aktiven Mittel (Phenylephrin 10 %) wiederholt
und Placebo-"Inkontinenzergebnisse" werden vor und nach
jeder Behandlung bestimmt.
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Von
den 30 untersuchten Patienten hatten drei (10 %) signifikante subjektive
Verbesserungen ihrer Symptome nach Phenylephrin, im Vergleich zur
Vorbehandlungsbasislinie und zu dem Placebo. Alle drei waren Frauen
im Alter von 55 bis 64 (Mittelwert 59), die vor der Behandlung niedrigen/normalen
Analruhedruck und nach Ultraschall einen strukturell intakten Analsphinkter
aufwiesen. Anorektale Manometrie zeigte keine wesentliche Änderung
im mittleren Analruhedruck nach 10 % Phenylephrin (von 62 bis 58
cm H2O (6,1 bis 5,7 kPa) vor und nach Phenylephrin).
In ähnlicher
Weise wurde keine wesentliche Änderung
im Druck vor und nach der Placeboverabreichung beobachtet. Die Inkontinenzergebnisse
verbesserten sich im Mittel von 14 auf mittlere 10. Es gab keine
signifikante Änderung
im anodermalen Blutfluss nach Phenylephrin oder Placebo.
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Im
Endeffekt zeigten 3/30 Patienten mit idiopathischer fäkaler Inkontinenz
subjektive Verbesserung ihrer Symptome nach der topischen Anwendung
von 10 % Phenylephrincreme mit merklicher Verbesserung in ihren
Inkontinenzergebnissen.
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Beispiel 8:
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Eine
vorausschauende randomisierte, placebo-kontrollierte Cross-Over-Untersuchung
wurde durchgeführt,
um die Verwendung von topischer 10%iger Phenylephrincreme (gemäß Beispiel
2a und 3) zur Behandlung fäkaler
Inkontinenz bei Patienten mit ileo-analem Pouch zu evaluieren.
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12
Patienten wurden in die Studie aufgenommen, von denen 10 die Studie
beendeten. 10 Patienten sind im Wesentlichen nur durch nocturne
Inkontinenz geplagt und zwei weisen sowohl Tages- als auch nocturne
Inkontinenz auf.
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Bei
den 10 beendeten Studien waren 7 Frauen und 3 Männer im Altersbereich (34-67).
Bei allen Patienten wurde anorektale Manometrie und Laserdopplerdurchflussmessung
durchgeführt.
Die Inkontinenzergebnisse wurden bestimmt. Alle diese Messungen
der Ergebnisse wurden nach der Behandlung mit beiden Kremen der
Untersuchung (Phenylephrin und Placebo) wiederholt.
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6/10
(60 %) der Patienten zeigten signifikante Verbesserung ihrer Symptome
mit Phenylephrin 10 % im Vergleich zum Placebo. Dies korrelierte
gut mit der Zunahme im mittleren Analsphinkterruhedruck bei diesen
Patienten nach Phenylephrin, aber nicht nach dem Placebo (29 % Zunahme
nach Phenylephrin versus –8 %
bei dem Placeb, im Vergleich zur Basislinie, p < 0,005). Die Inkontinenzergebnisse
verbesserten sich im Mittel um 45 % nach Phenylephrin, im Vergleich
zu 3 % nach dem Placebo. Keine Unterschiede im anodermalen Blutfluss
wurden gemessen. Die mittlere subjektive Verbesserung der Symptome,
die von Patienten berichtet wurden, betrug 83 % nach Placebo und
14 % nach Placebo (p < 0,01).
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Eine
Patientin zeigte keine messbare Zunahme im Analsphinkterdruck, obwohl
sich im Vergleich zum Placebo ihre Inkontinenzwerte um 47 % verbesserten
und sie sich subjektiv 75 % besser nach der Phenylephringabe fühlte. 3/10
Patienten zeigten keine Verbesserung.
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Im
Endeffekt zeigten 7/10 Patienten mit ileo-analem Pouch Verbesserungen
der Inkontinenzsymptome nach der topischen Anwendung von 10%iger
Phenylephrincreme, wobei 6 auch objektive Verbesserung zeigten,
d.h. nach der Messung des Analsphinkterdrucks.