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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Telekommunikationsvermittlungssysteme
mit einer Mehrzahl von Vermittlungsknoten und insbesondere die automatische
Wiederherstellung von aktiven Kanälen einer ausgefallenen Telekommunikationsverbindung auf
unbesetzten Kanälen
einer anderen Telekommunikationsverbindung.
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Hintergrund der Erfindung
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Bei
Telekommunikationsvermittlungssystemen nach dem Stand der Technik,
die eine Mehrzahl von speicherprogrammgesteuerten Vermittlungsknoten
umfassen, ist es allgemein bekannt, dass, wenn zwei Vermittlungsknoten
durch eine Mehrzahl von Kommunikationsverbindungen miteinander verbunden
sind, diese Kommunikationsverbindungen zu einer gemeinsamen Gruppe
zusammengefasst werden, die sich einen Signalisierungskanal teilt.
So werden beispielsweise ISDN PRI-Verbindungen zu einer NFAS(Non-Facility
Access Service)-Gruppe
zusammengefasst. Innerhalb einer NFAS-Gruppe aus ISDN PRI-Verbindungen,
werden die D-Kanäle
(die normalerweise für
die Signalisierung genutzt werden) bei allen bis auf zwei der PRI-Verbindungen
als zusätzlicher
B(Träger)-Kanal
genutzt. Bei den zwei verbleibenden PRI-Verbindungen wird der eine
D-Kanal als primärer
D-Kanal und der D-Kanal der zweiten verbleibenden PRI-Verbindung
als der sekundäre
D-Kanal festgelegt. Falls der primäre D-Kanal ausfällt, werden
entsprechend den CCITT-Spezifikationen die beiden Vermittlungsknoten
dann den sekundären D-Kanal
für die
Signalisierung nutzen. Wenn eine PRI-Verbindung ausfällt, wird
entsprechend der CCITT-Spezifikation kein Versuch unternommen, die Rufverbindungen
auf den B-Kanälen
der ausgefallenen PRI-Verbindung durch Verschieben derselben auf
B-Kanäle
anderer PRI-Verbindungen innerhalb der NFAS-Gruppe aufrecht zu erhalten.
Dies führt
dazu, dass Rufverbindungen verloren gehen, selbst wenn Reservekapazität innerhalb
der NFAS-Gruppe vorhanden ist, um diese Rufverbindungen fortzusetzen.
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Es
gibt eine Reihe von Gründen,
wegen derer die primäre
PRI-Verbindung ausfallen kann. Ein erster Grund besteht darin, dass
eine drahtgebundene Verbindung versehentlich unterbrochen wurde. Ein
zweiter Grund besteht darin, dass es in einem stark verteilten System,
wie etwa dem in US-Patent 5,390,242 dargestellten, notwendig ist,
PRI-Verbindungen hinzuzufügen
und zu entfernen, die Vermittlungsknoten untereinander verbinden.
Wenn Rufverbindungen nicht beendet werden sollen, ist es derzeit notwendig
zu warten, bis auf keiner der Verbindungen, aus welchen die NFAS-Gruppe
besteht, Anrufe übermittelt
werden. Dies erfolgt oft, indem jeweils angezeigt wird, dass die
Verbindungen außer
Betrieb sind. Allgemein macht dies erforderlich, dass Einsatzpersonal
in den frühen
Morgenstunden arbeitet, wenn geringe Aktivität in dem System besteht.
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Neben
drahtgebundenen PRI-Verbindungen können auch andere Verbindungen,
wie zum Beispiel drahtlose Verbindungen genutzt werden. Im Falle
der drahtlosen Verbindungen können
Unterbrechungen des Funkweges auftreten, welche den Ausfall einer oder
mehrerer Verbindungen der NFAS-Gruppe bewirken können.
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Es
ist klar, dass das derzeitige Vorgehen des einfachen Fallenlassens
von Rufverbindungen auf B-Kanälen
einer ausgefallenen Verbindung ein Problem im Fachgebiet darstellt.
Wie im vorhergehenden Absatz angeführt, gibt es eine Reihe von
Bedingungen, unter welchen solche Fehler auf routinemäßiger Basis
auftreten können,
und es ist nicht wünschenswert,
routinemäßige Rufverbindungen
zu verlieren.
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Das
US-Patent 4,956,835 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Wiederherstellung einer Verbindung zwischen zwei Knoten in einem Netz
mit einer willkürlichen
Anzahl von Knoten und einer willkürlichen Anzahl von Strecken,
welche die Knoten verbinden, wobei jede Strecke arbeitende Leitungen
zwischen den Knoten aufweist, die dafür bestimmt sind, tatsächlichen
Kommunikationsverkehr zu übertragen,
sowie Reserveleitungen, die in der Lage sind, aber nicht dafür bestimmt
sind, tatsächlichen
Kommunikationsverkehr zu übertragen.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Entsprechend
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren gemäß Anspruch
1 zur Verfügung gestellt.
Ferner wird entsprechend der vorliegenden Erfindung ein Telekommunikationsvermittlungssystem
gemäß Anspruch
4 zur Verfügung
gestellt.
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Die
vorstehenden Probleme werden gelöst und
es wird ein technischer Vorteil erzielt durch eine Vorrichtung und
ein Verfahren in einem Telekommunikationsvermittlungssystem, das
eine Mehrzahl von Vermittlungsknoten aufweist, wobei jeder der Vermittlungsknoten
auf einen Ausfall einer Kommunikationsverbindung innerhalb einer
Gruppe von Kommunikationsverbindungen anspricht, indem er aktive
Rufverbindungen von Kanälen
der ausgefallenen Kommunikationsverbindung auf unbesetzte Kanäle anderer Kommunikationsverbindungen
in der Gruppe von Kommunikationsverbindungen umschaltet. Falls keine
unbesetzten Kanäle
in der Gruppe von Kommunikationsverbindungen verfügbar sind,
wenn die Kommunikationsverbindung ausfällt, wird eine vorbestimmte
Zeit lang darauf gewartet, dass ein Kanal frei wird, oder dass eine
neue Kommunikationsverbindung zu der Gruppe von Kommunikationsverbindungen
hinzugefügt
wird, bevor die aktiven Kanäle
aufgegeben werden. Vorteilhafterweise erfolgt das Umschalten der
aktiven Rufverbindungen auf unbesetzte Kanäle so schnell, dass nur eine
momentane Unterbrechung der Rufverbindungen auftritt. Die Gruppe
von Kommunikationsverbindungen kann vorteilhafterweise eine Gruppe
mit Nicht-Facility-Zugangsservice
(NFAS – Non-Facility
Access Service) darstellen, die ISDN PRI-Verbindungen oder ISDN BRI-Verbindungen oder
eine Kombination beider umfasst. Die Rufverbindungen können entweder
Audio- (d.h. Sprach-), Video-, oder Datenverbindungen umfassen.
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Andere
und weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung werden im Laufe der
folgenden Beschreibung und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
deutlich werden.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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1 stellt,
in Form eines Blockdiagramms, ein das Konzept der Erfindung verkörperndes Telekommunikationsvermittlungssystem
dar;
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2 stellt
eine Softwarearchitektur entsprechend der Erfindung dar;
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3 stellt,
in Form eines Blockdiagramms, ein näheres Detail eines Vermittlungsknotens
des Telekommunikationsvermittlungssystems aus 1 dar;
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4 stellt,
in Form eines Ablaufdiagramms, nähere
Details der Vorgänge
dar, die ausgeführt
werden, wenn eine Meldung empfangen wird, dass ein aktiver Kanal
ausgefallen ist;
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5 stellt,
in Form eines Ablaufdiagramms, nähere
Details der Vorgänge
dar, die ausgeführt
werden, wenn eine Meldung empfangen wird, dass eine Verbindung eingerichtet
worden ist.
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Detaillierte Beschreibung
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1 zeigt
ein Telekommunikationsvermittlungssystem mit mehreren Vermittlungsknoten 101, 102 und 103.
Vorteilhafterweise fungieren die Vermittlungsknoten aus 1 als
ein integriertes System, um Telekommunikationsdienste bereitzustellen, beispielsweise
solche, die durch ein einzelnes oder ein Netzwerk von AT&T Definity® Generic
2 Kommunikationssystemen bereitgestellt werden. Es ist gezeigt,
dass die Vermittlungsknoten durch Gruppen von Kommunikationsverbindungen
miteinander verbunden sind, welches vorteilhafterweise NFAS-Gruppen
aus PRI-Verbindungen sein können.
Die NFAS-Gruppen können
auch Kombinationen aus BRI- und PRI-Verbindungen darstellen. Jede NFAS-Gruppe
umfasst eine Mehrzahl von PRI-Verbindungen, beispielsweise die PRI-Verbindungen 109 bis 112 der
NFAS-Gruppe 104. Die Vermittlungsknoten aus 1 sind
in einer Knotenhierarchie angeordnet, wobei der Vermittlungsknoten 101 den ranghöchsten Vermittlungsknoten
der Knotenhierarchie darstellt. Die Art und Weise, in welcher die
Initialisierung der Knotenhierarchie sowie die Initialisierung des
Wählnummernplans
erfolgen, ist detailliert in US-Patent 5,386,466 beschrieben.
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Jede
PRI-Verbindung innerhalb der NFAS-Gruppe 104 umfasst 24
Kanäle.
Wenn eine PRI-Verbindung selbst genutzt wird, so werden die 24 Kanäle der PRI-Verbindung
wie folgt zugewiesen: Kanal 24 wird als der Signalisierungskanal/D-Kanal bestimmt
und wird genutzt, um die ISDN-Nachrichten zu
behandeln, die von den Vermittlungsknoten ausgetauscht werden. Außerdem können Datenverbindungen
auf anderen logischen Verbindungen des D-Kanals aufgebaut werden.
Die verbleibenden 23 Kanäle
werden als B-Kanäle
bestimmt und können für Sprach-
oder Dateninformationen genutzt werden. Innerhalb einer NFRS-Gruppe
wird eine der PRI-Verbindungen dazu bestimmt, den primären D-Kanal
zu führen,
beispielsweise die PRI-Verbindung 109, und eine zweite
PRI-Verbindung wird dazu bestimmt, den sekundären D-Kanal zu führen, beispielsweise
die PRI-Verbindung 112. Sowohl bei der primären als
auch der sekundären
PRI-Verbindung wird einer der 24 Kanäle als der D-Kanal bestimmt, und
die verbleibenden 23 Kanäle
können
zur Übermittlung
von Sprach- oder Dateninformationen genutzt werden. Die verbleibenden
PRI-Verbindungen, beispielsweise die PRI-Verbindung 111 der NFAS-Gruppe 104,
nutzen alle 24 Kanäle
für die Übermittlung
von Sprach- und Dateninformationen.
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Nach
dem Stand der Technik, welcher der ISDN-Spezifikation entspricht, geben die
Vermittlungsknoten 101 und 102, wenn die PRI-Verbindung 111 ausfällt, die
aktiven Rufverbindungen, die auf B-Kanälen der PRI-Verbindung 111 übermittelt
wurden, auf. Entsprechend der Erfindung transferieren die Vermittlungsknoten 101 und 102 die
aktiven Rufverbindungen von den B-Kanälen der ausgefallenen PRI-Verbindung 111 auf
unbesetzte B-Kanäle auf
den PRI-Verbindungen 109 und 112.
Diese Übertragung
findet auf einer niedrigen Software-Ebene innerhalb der beiden Vermittlungsknoten 101 und 102 statt
und erfolgt innerhalb einer minimalen Zeitspanne. Infolge dessen
werden die aktiven Rufverbindungen nur für eine kurze Zeitspanne unterbrochen, während die Übertragung
auf die unbesetzten B-Kanäle
der PRI-Verbindungen 109 und 112 erfolgt.
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2 stellt
die Software-Architektur der Vermittlungsknoten aus 1 dar.
Diese Architektur basiert auf dem konventionellen OSI-Modell, welches modifiziert
ist, um das ISDN-Protokoll zu implementieren. Weitere Modifikationen
wurden an diesem Modell vorgenommen, um die Erfindung zu integrieren. Die
Softwareschichten 205 bis 209 sind in US-Patent 5,386,466
beschrieben.
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Die
grundlegende Funktion der physikalischen Schicht 201 besteht
darin, physikalische Verbindungen abzuschließen. Im Speziellen ist die Schicht 201 dafür verantwortlich,
physikalische Kanäle
aufrecht zu erhalten und physikalische Subkanäle auf diesen zu kontrollieren.
Die physikalische Schicht 201 umfasst einen Softwareteil
sowie physikalische Schnittstellen. Des Weiteren ist der Softwareteil
der physikalischen Schicht 201 für die direkte Steuerung der
physikalischen Schnittstelle verantwortlich, an welcher die physikalischen
Verbindungen, welche PRI- und BRI-Informationen übermitteln, enden. Die physikalische
Schicht 201 stellt für
die Verbindungsschicht 212 physikalische Subkanäle und physikalische
Kanäle
als Funktionseinheit bereit, die von der Verbindungsschicht 212 gesteuert
werden können.
Da die physikalische Schicht 201 die physikalischen Verbindungen
abschließt,
stellt die physikalische Schicht 201 fest, wenn ein D-Kanal
der primären
PRI-Verbindung einer NFAS-Gruppe ausgefallen ist, und zwar aufgrund
des Verlusts der Rahmenbildung (Framing). auf den Kanälen des
D-Kanals.
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Die
Hauptfunktion der Verbindungsschicht 212 besteht darin
abzusichern, dass die Informationen, die über einen physikalischen Kanal übertragen werden,
intakt und in der richtigen Reihenfolge wiedergewonnen werden. Dies
wird unter Nutzung einer weiteren Ebene des Protokolls (als physikalisches Paketprotokoll
bezeichnet) bewerkstelligt, welche es ermöglicht, mehrere Kommunikationspfade – die üblicherweise
als logische Verbindungen bezeichnet werden – auf einem gegebenen physikalischen
Kanal oder einem physikalischen Subkanal einzurichten, welche paketierte
Daten übermitteln.
Diese logischen Verbindungen werden genutzt, um Daten, die zwischen
der Schicht 212 und der physikalischen Schicht 201 übermittelt
werden, zu identifizieren und zu verarbeiten. Bei ISDN Q.921 ist
das genutzte Protokoll das LAPD-Paketprotokoll. Ferner ermöglicht die
Verbindungsschicht 212, dass höhere Softwareschichten die
physikalische Schicht 201 in abstrakter Weise steuern.
Die Verbindungsschicht 212 nutzt eine erste Schicht des
Softwareprotokolls.
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Wie
in 2 zu sehen ist, unterteilt sich die Verbindungsschicht 212 in
eine Verbindungsschnittstelle 202 und eine Verbindungsverwaltung 203.
Der Grund für
diese Aufteilung wird nachstehend angegeben. Es wird an dieser Stelle
hilfreich sein, die Übermittlung
von ISDN-Signalen über
einen D-Kanal zu diskutieren, um Lesern zu helfen, die lediglich
ein rudimentäres
Wissen bezüglich
der Kommunikation von ISDN-Signalen über einen D-Kanal besitzen.
Auf der Verbindungsschicht 212 wird eine Mehrzahl von logischen
Verbindungen auf einem D-Kanal aufgebaut. Nur eine dieser logischen
Verbindungen wird genutzt, um ISDN-Steuersignale zu übermitteln,
und diese logische Verbindung wird als ein logischer D-Kanal (LDC – logical
D channel) bezeichnet: Der LDC wird durch eine logische D-Kanal-Nummer
(LDCN – logical
D channel number) identifiziert.
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Die
Verbindungsschnittstelle 202 übernimmt den Großteil der
Funktionen, die von der Verbindungsschicht 212 ausgeführt werden,
darunter die Einrichtung logischer Verbindungen. Die Verbindungsverwaltung 203 identifiziert
die verschiedenen Verbindungsschnittstellen für höhere Softwareschichten. Des
Weiteren übermittelt
die Verbindungsverwaltung 203 Informationen zwischen den
logischen Verbindungen und höheren
Softwareschichten. Außerdem
spricht die Verbindungsverwaltung 203 auf ein Signal von
der physikalischen Schicht 201 an, welches anzeigt, dass
der primäre
D-Kanal die Rahmenstruktur verloren hat, indem sie auf den D-Kanal
der sekundären
PRI-Verbindung einer NFAS-Gruppe
umschaltet.
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Die
Netzschicht 204 verarbeitet Informationen, die auf den
LDCs übermittelt
werden, und schließt
das ISDN Q.931-Protokoll
ab. Somit ist diese Schicht dafür
zuständig,
die Nutzung von Systemressourcen für das Abschließen oder
Auslösen
von Rufverbindungen außerhalb
eines Vermittlungsknotens auszuhandeln. Die Netzschicht steuert
die Zuordnung von Kanälen
an einer Schnittstelle, an welcher ein Anruf empfangen wird oder
aufgebaut wird. Des Weiteren bestimmt die Netzschicht 204 den
primären
und sekundären
D-Kanal einer NFAS-Gruppe. Wenn beispielsweise der Vermittlungsknoten 102 über den
D-Kanal der PRI-Verbindung 109 eine Nachricht CALL SETUP
von dem Vermittlungsknoten 101 erhält, verhandelt die Netzschicht 204 des
Vermittlungsknotens 102 mit der ihr gleichrangigen Schicht
(der entsprechenden Netzschicht 204 in dem Vermittlungsknoten 101),
um die Zuweisung eines B-Kanals auf beispielsweise der PRI-Verbindung 111 zu
erhalten. Diese Verhandlung erfolgt mit Hilfe von ISDN Q.931-Standardnachrichten über den
auf dem D-Kanal der PRI-Verbindung 109 aufgebauten LDC (unter
der Vorraussetzung, dass dies die primäre PRI-Verbindung der NFAS-Gruppe 104 ist).
Weitere Details zur Funktionsweise der Netzsoftwareschicht 204 in
Bezug auf den Aufbau von Rufverbindungen sind in US-Patent 5,386,466
angeführt.
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3 stellt,
in Form eines Blockdiagramms, die Softwarearchitektur aus 2 dar,
so wie sie in dem Vermittlungsknoten 101 implementiert
ist. Die Softwareschichten 203 bis 209 sind in
dem Hauptprozessor des Vermittlungsknotens 101 implementiert, welches
der Knotenprozessor 301 ist. Im Speziellen werden alle
Softwareschichten bis hinunter zum Verbindungsverwaltungsteil der
Verbindungsschicht durch Softwareschichten realisiert, die in dem
Knotenprozessor 301 als 316 bis 310 bezeichnet
sind. Der Verbindungsschnittstellenteil der Verbindungsschicht ist
durch einen Softwaremodulknoten in dem Prozessor 301 implementiert,
welcher als "Local
Angel" 302 bezeichnet
wird.
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Die
physikalische Schicht ist durch Hardware und Software zusammen implementiert.
Speziell ist der Hardwareteil der physikalischen Schicht für den Vermittlungsknoten 102 durch
die Schnittstellen 304 bis 307 implementiert.
Der Softwareteil der physikalischen Schicht wird durch den "Local Angel" 302 ausgeführt.
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Betrachten
wir nun das vorangegangene Beispiel detaillierter. Wenn die PRI-Verbindung 111 ausfällt, wird
dieser Fehler von den physikalischen Schichten in beiden Vermittlungsknoten 101 und 102 erkannt.
Die physikalische Schicht meldet dies an die Verbindungsschichten
in beiden Vermittlungsknoten. Die Verbindungsschichten sprechen
auf den Verlust der PRI-Verbindung 111 an, indem sie an
die Schnittstellenverwaltungen der Netzschichten eine Anzeige MPH_DEACTIVATE
senden, welche meldet, dass ein Kanal ausgefallen ist. Diese Meldung
wird für
jeden aktiven Kanal übermittelt,
der ausfällt.
Nur die Schnittstellenverwaltung der Netzschicht in dem Vermittlungsknoten,
welcher als der Netzvermittlungsknoten betrachtet wird, antwortet
auf diese Meldung. Als Netzvermittlungsknoten sei in dem vorliegenden Beispiel
der Vermittlungsknoten 101 angenommen. Weitere Informationen
zur Bedeutung des Netzvermittlungsknotens sind in dem bereits einbezogenen US-Patent
angegeben. Die Netzschicht 311 in dem Vermittlungsknoten 101 beginnt
dann eine Kommunikation über
den primären
D-Kanal der NFAS-Gruppe 104 mit der Netzschicht 204 in
dem Vermittlungsknoten 102, um jeden der Kanäle, der
als ausgefallen gemeldet wird, auf einen unbesetzten Kanal in der PRI-Verbindung 109 und
der PRI-Verbindung 112 zu transferieren. Die Netzschnittstellenverwaltung
hat Zugriff auf die Tabellen jeder der PRI-Verbindungen, welche die aktiven und
die inaktiven Verbindungen definieren. Die Netzschicht 311 übermittelt
außerdem Befehle
an den Local Angel 302 aus 3, um das Netzwerk 303 derart
zu steuern, dass interne Pfade von dem neuen B-Kanal zu der zweiten
Hälfte
der Rufverbindung für
jede Rufverbindung, die transferiert wird, eingerichtet werden.
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Falls
keine unbesetzten B-Kanäle
vorhanden sind, wenn die PRI-Verbindung 111 ausfällt, können die
aktiven Rufverbindungen nicht auf andere B-Kanäle übertragen werden. Nach einem
vorbestimmten Zeit-Aus-Intervall werden die Netzschichten in den Vermittlungsknoten 101 und 102 diese
Rufverbindungen fallenlassen. Wenn jedoch eine neue PRI-Verbindung aktiv
wird, bevor das Zeit-Aus-Intervall abläuft, reagiert die Netzschicht 311 in
dem Vermittlungsknoten 101 auf eine Einrichtungsmeldung L3_DL
von der Verbindungsverwaltungsschicht 310, indem sie mit
dem Transferieren der aktiven Rufverbindungen von der ausgefallenen
PRI-Verbindung 111 beginnt. Die Einrichtungsmeldung L3_DL
wird generiert, wenn eine neue PRI-Verbindung aktiv wird. Diese
Meldung stellt die Anzeige "versuche
Wiederherstellung" (attempt
restore) dar.
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4 stellt
die Schritte dar, die von einer Netzschicht ausgeführt werden,
wenn von der Verbindungsverwaltungsschicht eine Meldung empfangen
wird, dass ein aktiver Kanal ausgefallen ist. Block 401 zeigt,
dass der Prozess bei Empfang eines MPH_DEACTIVATE ausgelöst wird.
Der Entscheidungsblock 402 bestimmt, ob es eine NFAS-Gruppe zu
dem Bestimmungsort oder Ziel, mit welchem der aktive Kanal verbunden
war, gibt. Wenn die Antwort NEIN lautet, wird die Steuerung an Block 407 übertragen,
welcher den Prozess beendet. Wenn die Antwort JA lautet, bestimmt
der Entscheidungsblock 403, ob ein unbesetzter Kanal in
der NFAS-Gruppe vorhanden
ist. Falls die Antwort NEIN lautet, wird die Steuerung an Block 407 übertragen.
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Kehren
wir zu Entscheidungsblock 403 zurück, so wird, wenn die Antwort
JA lautet, also ein unbesetzter Kanal innerhalb der NFAS-Gruppe
vorhanden ist, die Steuerung an Block 406 übertragen,
der den ausgefallenen aktiven Kanal auf einen freien Kanal der NFAS-Gruppe
transferiert. Nach Ausführung des
Blocks 406 wird die Steuerung an Block 407 übertragen.
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5 stellt
die Schritte dar, die von einer Netzschicht ausgeführt werden,
wenn diese informiert wird, dass eine neue Verbindung zu einem Ziel eingerichtet
worden ist. Dieser Prozess wird durch den Empfang einer Einrichtungsmeldung
L3_DL in Gang gesetzt. Bei Empfang dieser Meldung stellt der Entscheidungsblock 502 fest,
ob bereits eine NFAS-Gruppe zu dem Ziel vorhanden ist. Wenn die Antwort
NEIN lautet, wird die Steuerung an den Entscheidungsblock 508 übertragen,
welcher feststellt, ob eine einzelne Verbindung zu dem Ziel vorhanden ist.
Wenn die Antwort in Entscheidungsblock 508 NEIN lautet,
so wird die Steuerung an Block 511 übertragen und die Initialisierung
der Verbindung wird in normaler Art und Weise abgewickelt. Nach Ausführung von
Block 511 wird die Steuerung an Block 504 übertragen.
Die Vorgänge,
die von den Blöcken 504, 506 und 507 ausgeführt werden,
sind im nächsten
Absatz beschrieben. Falls die Antwort in Entscheidungsblock 508 JA
lautet, erzeugt der Block 509 eine NFAS-Gruppe, bevor die
Steuerung an Block 511 übertragen
wird.
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Kehren
wir zu Entscheidungsblock 502 zurück, so wird, wenn bereits eine
NFAS-Gruppe zu dem Ziel vorhanden ist, die Steuerung an Block 503 übertragen,
welcher die neue Verbindung zu der eingerichteten NFAS-Gruppe hinzufügt, bevor
die Steuerung an Entscheidungsblock 504 übertragen
wird. Der Entscheidungsblock 504 stellt fest, ob irgendwelche
aktiven Kanäle
von einer ausgefallenen Verbindung vorhanden sind, deren Zeit noch
nicht abgelaufen ist. Falls die Antwort in Entscheidungsblock 504 NEIN
lautet, wird die Steuerung an Block 507 übertragen
und der Prozess wird beendet. Falls die Antwort in Entscheidungsblock 504 JA
lautet, fährt
Block 506 damit fort, jeden der aktiven Kanäle aus der
ausgefallenen Gruppe auf die unbesetzten Kanäle der NFAS-Gruppe zu transferieren,
bevor die Steuerung an Block 507 übertragen wird. Es sind nun
unbesetzte Kanäle
in der NFAS-Gruppe vorhanden, die aus den unbesetzten Kanälen der
neu eingerichteten Verbindung zu dem Ziel resultieren.