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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Genotypisierung von Hepatitis
C-Viren (HCV). Insbesondere betrifft diese Erfindung spezifische
Primer, vorzugsweise aus der Kern- bzw. Nucleocapsid-(„core") und Hüllregion
von HCV, und ein Verfahren zur Bestimmung von HCV-Genotypen mit einem
Heteroduplex-Mobilitäts-
oder -Tracking-Assay, der wiederum spezifische Primer verwendet.
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Hintergrund der Erfindung
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Es
ist bekannt, dass Virushepatitis durch fünf verschiedene Viren verursacht
wird, die als Hepatitis A, B, C, D und E bekannt sind. HAV ist ein
RNA-Virus und führt
nicht zu lange anhaltenden klinischen Symptomen. HBV ist ein DNA-Virus.
HDV ist ein abhängiges
Virus, das in Abwesenheit von HBV unfähig ist, Zellen zu infizieren.
HEV ist ein wasserbürtiges
Virus. HCV wurde zunächst
als eine Ursache für
Nicht-A-Nicht-B-Hepatitis, NANBH, identifiziert und charakterisiert
(Houghton et al.,
EPA-Veröffentlichungs-Nrn.
388,232 und
318,216 ).
Dies führte
zur Entdeckung einer Anzahl von allgemeinen und spezifischen Polypeptiden,
die als immunologische Reagenzien bei der Identifizierung von HCV
verwendbar sind. Siehe z. B. Choo et al., (1989) Science, 244: 359–262; Kuo
et al., (1989) Science 244: 362–364
und Hougthon et al., (1991) Hepatology 14: 381–388.
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HCV
ist ein einzelsträngiges
RNA-Virus, entfernt verwandt mit dem Pestivirus und Flavivirus,
ist das auslösende
Agens der großen
Mehrheit von (Fällen
der) Transfusionsassoziierten Hepatitis und der meisten Fälle von
ambulant erworbener („community-acquired") Nicht-A-Nicht-B-Hepatitis
weltweit. Das HCV-Genom besteht aus 5'- und 3'-nichtcodierenden (NC) Regionen, die
einen einzelnen langen offenen Leserahmen (ORF) flankieren. Dieser
ORF codiert für
drei Strukturproteine am aminoterminalen Ende und für sechs Nichtstruktur
(NS)-Proteine am
Carboxy-terminalen Ende. Die Strukturproteine werden von bzw. ab
den Nucleocapsid(Kern bzw. „core"; C)-Proteinen und
zwei Glycoproteinen, Envelope 1 (E1) und Envelope 2 (E2), wiedergegeben.
Die Nichtstrukturproteine werden mit NS2, NS3, NS4a, NS4b, NS5a,
NS5b bezeichnet. Die 5'-NCR
ist der am stärksten
konservierte Teil des HCV-Genoms, wohingegen die Sequenz der zwei
Hüllproteine
(E1 und E2) zwischen unterschiedlichen HCV-Isolaten in hohem Maße variabel ist. Der höchste Variationsgrad
ist in einer Region innerhalb von E2 beobachtet worden, die nun üblicherweise
als hypervariable Region 1 (HVR1) oder E2HV bezeichnet wird. Eine
zweite variable Region, als die HVR2 bezeichnet, existiert auch
in einer Teilmenge der Isolate. Typischerweise ist die genetische
Heterogenität
von HCV unter den zwei Überschriften
Quasispezies und Gentypen klassifiziert worden. Wie hierin verwendet,
bezieht sich der Begriff „Quasispezies" auf die genetische
Heterogenität
der HCV-Population innerhalb eines infizierten Individuums. Wie hierin
verwendet, beziehen sich die Begriffe „Genotyp" und „Subtyp” auf die Genomheterogenität, die zwischen unterschiedlichen
HCV-Isolaten beobachtet wird. Die Analyse der Nucleinsäuresequenzvariation
des HCV-Genoms, ein positivsträngiges
RNA-Molekül
mit einer Größe von näherungsweise
9,4 kb, legt nahe, dass die genetische Variabilität mit wichtigen
virologischen und klinischen Auswirkungen assoziiert ist.
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Das
Prototyp-Isolat von HCV wurde in den
EP-Veröffentlichungs
Nrn. 318,261 und
388,232 charakterisiert.
Wie hierin verwendet, umfasst der Begriff „HCV" neu isolierte NANBH-Virusarten. Der
Begriff „HCV-1" bezieht sich auf
das in den oben genannten Druckschriften beschriebene Virus.
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Seit
der anfänglichen
Identifikation von HCV sind wenigstens sechs unterschiedliche Hauptvirustypen identifiziert
(Volllängengenome
beschrieben) und als Typ 1, 2, 3, 4, 5 und 6 bezeichnet worden.
Innerhalb dieser Typen gibt es zahlreiche Subtypen. Der Virustyp,
mit dem ein Patient infiziert ist, kann die klinische Prognose und
auch die Reaktion auf verschiedene Behandlungen beeinflussen. Siehe
Yoshioke et al., (1992) Hepatology 16: 293–299. Angesichts dessen, dass
das ernsteste klinische Ergebnis einer HCV-Infektion ein Leberzellkarzinom
ist, wäre
es nützlich,
festzustellen, mit welchem Typ oder welchen Typen von HCV ein Patient infiziert
ist. Es ist somit von besonderer Bedeutung, einen genauen, zuverlässigen Assay
zur HCV-Genotypisierung
und -Subtypisierung zu entwickeln, der ohne das Erfordernis der
Sequenzierung auch die genetische Divergenz zwischen Subtypen („intra-subtype") ausgeben könnte. Mehrere
Klassifikationen sind für
die HCV-Genotypisierung auf der Basis der Analyse von verschiedenen
Regionen vorgeschlagen worden, da das ideale Nucleotidsequenz-basierte
System, bei dem das komplette Virusgenom verwendet wird, nicht praktisch ist.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung umfasst Primer und Verfahren zur Charakterisierung
der HCV-Genotypisierung und der Variation zwischen Subtypen, basierend
auf dem Heteroduplex-Tracking-Assay
(HTA). Die bevorzugten Sonden/Primer waren einzelsträngig, abgeleitet
vom Carboxyterminus der Kern- und einem Teil der E1-Region von HCV.
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Der
HTA ist ein Hybridisierungs-basiertes Verfahren zur Bestimmung der
genetischen Verwandtschaft bzw. Beziehung zwischen zwei oder mehr
viralen Genomen. Die Basis des Verfahrens ist, dass sich verwandte DNA-Produkte,
coamplifiziert ausgehend von divergierenden Matrizen, zufällig unter
Bildung von Heteroduplexen reassoziieren bzw. wiederanlagern, die
mit verringerter Mobilität
in Systemen, die zum Auftrennen von Molekülen auf Grundlage der Größe konzipiert
sind, wie neutrale Polyacrylamidgele, wandern. Der HTA wurde ursprünglich verwendet,
um HIV-1 zu genotypisieren und um die in vivo-Evolution von HIV-1
in Patienten und Populationen zu verfolgen. Siehe z. B. Delwart
et al., (1993) Science 262: 1757–1261 und Delwart et al., (1994) J.
Virol. 68: 6772–6883.
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Wilson
et al., J. Gen. Virol. (1995) 76: 1763–71, beschreiben die Verwendung
einer Heteroduplex-Gelshift-Analyse (GSA) von HVR1-Sequenzen, direkt
amplifiziert aus den Seren von Patienten, zum Charakterisieren von
HCV-Quasispezies.
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Die
Erfindung stellt ein Oligonucleotid bereit, bestehend aus einer
der Sequenzen der SEQ ID NOs: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9.
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Die
Erfindung stellt auch ein PCR-Primerpaar bereit, worin der Senseprimer
aus SEQ ID NO: 1 besteht und der Antisenseprimer aus der Gruppe,
bestehend aus SEQ ID NO: 2, SEQ ID NO: 3, SEQ ID NO: 4 und SEQ ID
NO: 5, ausgewählt
ist.
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Die
Erfindung stellt auch ein PCR-Primerpaar bereit, worin der Antisenseprimer
aus SEQ ID NO: 6 besteht und der Senseprimer aus der Gruppe, bestehend
aus SEQ ID NO: 7, SEQ ID NO: 8 und SEQ ID NO: 9, ausgewählt ist.
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Die
Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Bestimmung des HCV-Genotyps
eines HCV-Stammes
bereit, wobei das Verfahren die Stufen umfasst:
- (a)
Unterwerfen des HCV-Stammes einer oder mehreren Stufe(n) von PCR,
wobei die eine oder mehrere Stufe(n) von PCR eine Sensesonde aus
der Kern- bzw. Nucleocapsid- oder
E1-Region des HCV-Genoms und eine Antisensesonde aus der Kern- bzw.
Nucleocapsid- oder E1-Region des HCV-Genoms verwendet bzw. verwenden;
- (b) Bilden einer Heteroduplex durch Denaturieren der reassoziierenden
Gemische („reannealing
mixtures") des amplifizierten
Produkts, das in Stufe (a) erhalten wurde, mit DNA- oder RNA-Fragmenten
eines bekannten HCV-Genotyps;
- (c) Vergleichen der Mobilität
der Heteroduplex auf einem System, das nach Größe trennt, mit der Mobilität einer
Homoduplex aus den DNA- oder RNA-Fragmenten eines bekannten Genotyps,
um den Gentyp des HCV-Stammes zu bestimmen.
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Die
Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Vorhersage der Antwort auf
eine Arzneimitteltherapie für einen
HCV-Stamm in einem Patienten, der mit dem HCV-Stamm infiziert ist,
bereit, wobei das Verfahren die Bestimmung der Empfindlichkeit der
bekannten HCV-Genotypen
gegenüber
der Arzneimitteltherapie, die Bestimmung des HCV-Gentyps des HCV-Stammes durch das
erfindungsgemäße Verfahren
und den Vergleich des HCV-Genotyps des Stammes vor der Arzneimitteltherapie
mit der Empfindlichkeit der bekannten HCV-Genotypen gegenüber der
Arzneimitteltherapie umfasst.
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Die
Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Vorhersage der Antwort bzw.
Reaktion auf einen therapeutischen Impfstoff gegen einen HCV-Stamm
aus einem mit dem HCV-Stamm infizierten Patienten bereit, wobei das
Verfahren die Bestimmung der Empfindlichkeit der bekannten HCV-Genotypen
gegenüber
dem therapeutischen Impfstoff, die Bestimmung des HCV-Genotyps des HCV-Stammes
durch das erfindungsgemäße Verfahren
und den Vergleich des HCV-Genotyps des Stammes vor der Verabreichung
des therapeutischen Impfstoffs mit der Empfindlichkeit bekannter
HCV-Gentypen gegenüber
dem therapeutischen Impfstoff umfasst.
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Die
Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Vorhersage der Eignung einer
prophylaktischen Impfstoffzusammensetzung für eine gegebene Probenpopulation
bereit, wobei das Verfahren die Bestimmung des Genotyps des prophylaktischen
Impfstoffs, die Bestimmung des Vorherrschens von bekannten HCV-Genotypen in
der Probenpopulation durch das erfindungsgemä ße Verfahren und das Vergleichen
des HCV-Genotyps des prophylaktischen Impfstoffstammes mit dem bestimmten
vorherrschenden Genotyp vor der Verabreichung des prophylaktischen
Impfstoffs an die Probenpopulation umfasst.
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Ein
Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Genotypisierung von HCV,
umfassend die Stufen des Denaturierens und Reassoziierens von partiell
komplementären
DNA- oder RNA-Strängen und
des Detektierens der Sequenzvariation durch Feststellung der elektrophoretischen
Mobilität
der DNA-Heteroduplexe auf einem System, das zum Auftrennen von Molekülen auf
der Basis der Größe konzipiert
ist, wie durch verfolgende Elektrophorese durch ein Polyacrylamid
oder MDE-Gel.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Sonden, die in der Genotypisierung
verwendet wurden, die aus der Kern- bzw. Nucleocapsid- und E1-Region
des HCV-Genoms ausgewählt
wurden.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorhersage
der Antwort auf eine Arzneimitteltherapie für einen Patienten, der mit
einem HCV-Stamm infiziert ist, durch Bestimmung der Empfindlichkeit von
verschiedenen bekannten Gentypen gegenüber der Arzneimitteltherapie,
Bestimmung des Gentyps des HCV-Stammes, mit dem der Patient infiziert
ist, und Vergleichen des Genotyps mit seiner Arzneimitteltherapie-Empfindlichkeit,
um die Antwort des Patienten auf die Arzneimitteltherapie vorherzusagen.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft therapeutische Impfstoffe
und die Vorhersage, welcher therapeutische Impfstoff verwendet werden
sollte, indem der Genotyp für
einen Patienten, der mit einem HCV-Stamm infiziert ist, bestimmt
und ein therapeutischer Impfstoff des gleichen Genotyps verabreicht
wird.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft prophylaktische Impfstoffe
und die Vorhersage, welcher Impfstoff einer bestimmten Populationsprobe
verabreicht werden sollte, indem die vorherrschenden Genotypen in einer
derartigen Probe bestimmt werden und der Populationsprobe ein prophylaktischer
Impfstoff eines Genotyps, für
den wahrscheinlich ist, dass er der vorherrschende Genotyp ist,
verabreicht wird.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Befähigung zum Entdecken neuer
HCV-Genotypen unter Verwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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Die 1A–1E sind
Autoradiogramme, die Homoduplexe und Heteroduplexe der Proben zeigen, die
mit den Sonden der bekannten Gentypen zu typisieren sind (einzelsträngige Sonden
(„ss
grobes") haben in
den 1A–1E jeweils
die Genotypen 1a, 1b, 2a, 2b, 3a, Bahn weit links auf dem MDE-Gel).
Die Homoduplex (h) (einzelsträngige
Sonde zum doppelsträngigen
RT-PCR-Produkt bekannten Genotyps, von der sie abgeleitet wurde)
ist neben der Sonde gezeigt. Die Heteroduplexe der RT-PCR-Produkte
aus den 15 Dialysepatienten (Nrn. 1, 2, 3, 4, 7, 18, 20, 22, 23,
24, 26, 28, 30, 33, 35), hybridisiert mit der einzelsträngigen Sonde,
sind über
der entsprechenden Bahn in jeder Figur bezeichnet.
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Die 2A–2C sind
Dendrogramme, d. h. phylogenetische Stammbäume, die die Verwandtschaft
bzw. den Verwandtschaftsgrad von jeder partiellen E1-Nucleotidsequenz,
gebildet durch Vergleichen von partiellen E1-Sequenzen, erhalten
durch Sequenzieren von Isolaten des mutmaßlichen Typs 1 (nt 625–930), Typs
2 (nt 583–915)
oder Typs 3 (nt 558–834)
aus den Dialysepatienten, hierin beschrieben, mit publizierten Genotypsequenzen
für Typ
1a (HCV-1) (Choo, et al., PNAS (1991) 88: 2451–2455, alle Nucleotide, „nt", Bezeichnungen gemäß dieser
Druckschrift), 1b (HCV-J) (Kato et al., PNAS (1990) 87: 9524–2528),
2a (HC-J6) (Okamoto et al., Virol. (1992) 188: 331–341), 2b
(HC-J8) (Okamoto et al., Virol. (1992) 188: 331–341), 2c (Bukh, et al., PNAS
(1993) 90: 8234–8239)
und 3a (NZL-1) (Sakamoto, et al., J. Gen. Virol. (1994) 75: 1761–1768),
für die
gleiche Region des Genoms zeigen.
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2D ist
ein Dendrogramm, ein phylogenetischer Stammbaum, gebildet durch
Vergleichen von jeder der partiellen 5'-UTR-Sequenzen der Isolate 23, 30 und
33, erhalten mittels direkter Sequenzierung, mit publizierten Genotypsequenzen
von Typ 1, 2 und 3 (nt –274
bis –81),
für die
gleiche Region des Genoms.
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Die 3A–3D zeigen
die Nucleotidsequenzen für
die Dendrogramme, die in den 2A–2D dargestellt
sind.
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Beschreibung der Erfindung
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Die
Ausführung
der vorliegenden Erfindung wird, sofern nicht anders angegeben,
herkömmliche
Techniken der Molekularbiologie, Mikrobiologie, rekombinanten DNA-,
Polypeptid- und Nucleinsäure-Synthese
und der Immunologie einsetzen, die innerhalb der Fähigkeiten
auf dem Fachgebiet liegen. Derartige Techniken sind in der Literatur
vollständig
erläutert.
Siehe z. B. Sambrook, et al., MOLECULAR CLONING: A LABORATORY MANUAL,
ZWEITE AUSGABE (1989); DNA CLONING, BÄNDE I UND II (D.N Glover, Hrsg.,
1985); OLIGONUCLEOTIDE SYNTHESIS (M.J. Gait, Hrsg., 1984); NUCLEIC
ACID HYBRIDIZATION (B.D. Hames & S.J. Higgins,
Hrsg., 1984); TRANSCRIPTION AND TRANSLATION (B.D. Hames & S.J. Higgins,
Hrsg., 1984); ANIMAL CELL CULTURE (R.I. Freshney, Hrsg., 1986);
IMMOBILIZED CELLS AND ENZYMES (IRL Press, 1986); B. Perbal, A PRACTICAL
GUIDE TO MOLECULAR CLONING (1984); die Reihen METHODS IN ENZYMOLOGY
(Academic Press, Inc.); GENE TRANSFER VECTORS FOR MAMMALIAN CELLS
(J.H. Miller und M.P. Calos, Hrsg., 1987, Cold Spring Harbor Laboratory),
Methods in Enzymology Bd. 154 und Bd. 155 (Wu und Grossman bzw.
Wu, Hrsg.), Mayer und Walker, Hrsg. (1987), IMMUNOCHEMICAL METHODS
IN CELL AND MOLECULAR BIOLOGY (Academic Press, London), Scopes,
(1987), PROTEIN PURIFICATION: PRINCIPLES AND PRACTICS, Zweite Ausgabe
(Springer-Verlag, N.Y.) und HANDBOOK OF EXPERIMENTAL IMMUNOLOGY,
BÄNDE I-IV
(D.M. Weir und C.C. Blackwell, Hrsg, 1986).
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In
dieser Beschreibung werden Standardabkürzungen für Nucleotide und Aminosäuren verwendet.
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Der
Begriff „rekombinantes
Polynucleotid",
wie hierin verwendet, meint ein Polynucleotid mit genomischer, cDNA-,
semisynthetischer oder synthetischer Herkunft, das aufgrund seiner
Herkunft oder Manipulation:
- (1) nicht mit dem
gesamten oder einem Teil eines Polynucleotids, mit dem es in der
Natur assoziiert ist, assoziiert ist, (2) mit einem anderen Polynucleotid
verknüpft
ist, außer
dem, mit dem es in der Natur verknüpft ist, oder (3) nicht in
der Natur vorkommt.
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Der
Begriff „Polynucleotid", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf eine polymere Form von Nucleotiden von beliebiger
Länge,
entweder Ribonucleotide oder Desoxyribonucleotide. Dieser Begriff
bezieht sich nur auf die Primärstruktur
des Moleküls.
Somit umfasst dieser Begriff doppel- und einzelsträngige DNA
und RNA. Er umfasst auch bekannte Typen von Modifikationen, zum
Beispiel Markierungen bzw. Label, die auf dem Fachgebiet bekannt
sind, Methylierung, „Caps", Substitution von
einem oder mehreren der natürlich
vorkommenden Nucleotide durch ein Analogon, Internucleotidmodifikationen,
wie z. B. die mit ungeladenen Verknüpfungen (z. B. Methylphosphonate,
Phosphotriester, Phosphoamidate, Carbamate usw.) und mit geladenen
Verknüpfungen
(z. B. Phosphorothioate, Phosphorodithioate usw.), die, die Seitengruppierungen
enthalten, wie z. B. Proteine (einschließlich z. B. Nucleasen, Toxine,
Antikörper,
Signalpeptide, Poly-L-Lysin usw.), die mit Interkalatoren (z. B.
Acridin, Psoralen usw.), die, die Chelatbildner enthalten (z. B.
Metalle, radioaktive Metalle, Bor, oxidative Metalle usw.), die,
die Alkylierungsmittel enthalten, die mit modifizierten Verknüpfungen
(z. B. alpha-anomere Nucleinsäuren
usw.) sowie nichtmodifizierte Formen des Polynucleotids.
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Mit „PCR" ist hierin die Polymerasekettenreaktions(PCR)-Technik
gemeint, die von Mullis in den
U.S. Patenten
Nrn. 4,683,195 (Mullis et al.) und
4,683,202 beschrieben wurde. Bei der
PCR-Technik werden kurze Oligonucleotidprimer hergestellt, die mit
gegenüberliegenden
Enden einer gewünschten
DNA-Sequenz übereinstimmen.
Die Sequenz zwischen den Primern muss nicht bekannt sein. Eine DNA-(oder
RNA-)Probe wird extrahiert und denaturiert (vorzugsweise durch Hitze).
Anschließend
werden Oligonucleotidprimer in molarem Überschuss zusammen mit dNTPs
und einer Polymerase (vorzugsweise Tag-Polymerase, die gegenüber Hitze
stabil ist) zugegeben. Die DNA wird repliziert, anschließend wieder
denaturiert. Dies resultiert in zwei „langen" Produkten, die mit den jeweiligen Primern
beginnen und den zwei Originalsträngen (pro Duplex-DNA-Molekül). Das
Reaktionsgemisch wird dann wieder auf Polymerisierungsbedingungen
gebracht (z. B. durch Senkung der Temperatur, Inaktivierung eines
Denaturierungsmittels oder Zugabe von mehr Polymerase) und ein zweiter
Zyklus wird begonnen. Der zweite Zyklus liefert die zwei Originalstränge, die
zwei langen Produkte aus Zyklus 1, zwei neue lange Produkte (repliziert
ausgehend von den Originalsträngen)
und zwei „kurze" Produkte, repliziert
ausgehend von den langen Produkten. Die kurzen Produkte besitzen
die Sequenz der Zielsequenz (Sense oder Antisense) mit einem Primer
an jedem Ende. Bei jedem zusätzlichen
Zyklus werden zwei zusätzliche
lange Produkte erzeugt und eine Zahl an kurzen Produkten, die gleich
der Zahl an langen und kurzen Produkten, die am Ende des vorigen
Zyklus zu rückbleiben,
ist. Somit wächst
die Zahl an kurzen Produkten exponentiell mit jedem Zyklus. Diese
Amplifikation einer spezifischen Analytensequenz ermöglicht die
Detektion von extrem kleinen DNA-Mengen.
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Der
Begriff „3SR", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf ein Verfahren zur Zielnucleinsäure-Amplifikation, das auch
als das System der „selbst-fortsetzenden
Sequenzreplikation" bekannt
ist, wie im
Europäischen Patent,
Veröffentlichungs-Nr.
373,960 , (veröffentlicht
am 20. Juni 1990) beschrieben.
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Der
Begriff „LCR", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf ein Verfahren zur Zielnucleinsaure-Amplifikation,
das auch als die „Ligasekettenreaktion" bekannt ist, wie
von Barany, Proc. Natl. Acad. Sci. (USA) (1991) 88: 189–193 beschrieben.
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Ein „offener
Leserahmen" (ORF)
ist eine Region einer Polynucleotidsequenz, die für ein Polypeptid
codiert; diese Region kann einen Teil einer codierenden Sequenz
oder eine gesamte codierende Sequenz darstellen.
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Eine „codierende
Sequenz" ist eine
Polynucleotidsequenz, die in ein Polypeptid translatiert wird, üblicherweise über mRNA,
wenn sie unter die Kontrolle von geeigneten Regulationssequenzen
gestellt ist. Die Grenzen der codierenden Sequenz werden durch ein
Translationsstartcodon am 5'-Terminus
und ein Translationsstoppcodon am 3'-Terminus bestimmt. Eine codierende
Sequenz kann cDNA- und rekombinante Polynucleotidsequenzen umfassen,
ist aber nicht darauf beschränkt.
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „Polypeptid" auf ein Polymer
aus Aminosäuren
und bezieht sich nicht auf eine spezifische Länge des Produkts; somit sind
Peptide, Oligopeptide und Proteine in die Definition von Polypeptid
eingeschlossen. Dieser Begriff bezieht sich auch nicht auf nach
der Expression erfolgende Modifikationen des Polypeptids, z. B.
Glycosylierungen, Acetylierungen, Phosphorylierungen und dergleichen,
oder schließt
diese aus. In die Definition eingeschlossen sind z. B. Polypeptide,
die ein Analogon oder mehrere Analoga einer Aminosäure (einschließlich z.
B. nicht-natürliche
Aminosäuren
usw.) enthalten, Polypeptide mit substituierten Verknüpfungen,
sowie andere Modifikationen, die auf dem Fachgebiet bekannt sind,
sowohl natürlich
auftretende als auch nicht-natürlich
auftretende.
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Eine
Polypeptid- oder Aminosäuresequenz,
die „abgeleitet
ist von" bzw. „stammt
von" einer bezeichneten
Nucleinsäuresequenz,
bezieht sich auf ein Polypeptid mit einer Aminosäuresequenz, die zu der eines Polypeptids,
das in der Sequenz codiert ist, oder einem Teil davon identisch
ist, wobei der Teil aus wenigstens 3–5 Aminosäuren, stärker bevorzugt wenigstens 8–10 Aminosäuren und
noch stärker
bevorzugt wenigstens 11–15
Aminosäuren
besteht, oder das mit einem Polypeptid, das in der Sequenz codiert
ist, immunologisch identifizierbar ist. Diese Terminologie umfasst
auch ein Polypeptid, das ausgehend von einer bezeichneten Nucleinsäuresequenz
exprimiert wird.
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Das
Protein kann zur Herstellung von Antikörpern, entweder monoklonal
oder polyklonal, die für
das Protein spezifisch sind, verwendet werden. Verfahren zum Herstellen
dieser Antikörper
sind auf dem Fachgebiet bekannt.
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„Rekombinante
Wirtszellen", „Wirtszellen", „Zellen", „Zellkulturen" und andere derartige
Begriffe bezeichnen z. B. Mikroorganismen, Insektenzellen und Säugerzellen,
die als Empfänger
für rekombinante
Vektor- oder andere Transfer-DNA verwendet werden können oder
verwendet worden sind, und umfassen die Nachkommenschaft der ursprünglichen
Zelle, die transformiert worden ist. Es wird verstanden, dass die
Nachkommenschaft einer einzelnen Elternzelle nicht notwendigerweise
in der Morphologie oder im genomischen oder gesamten DNA-Komplement
mit dem ursprünglichen
Elter aufgrund natürlicher
zufälliger
oder absichtlicher Mutation vollständig identisch sein muss. Beispiele
für Säugerwirtszellen
umfassen Chinesischer-Hamster-Ovar (CHO) und Affennieren(COS)-Zellen.
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Mit „cDNA" ist eine komplementäre mRNA-Sequenz
gemeint, die mit einem komplementären Strang von mRNA hybridisiert.
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Mit „gereinigt" und „isoliert" ist bei Bezugnahme
auf eine Polypeptid- oder Nucleotidsequenz gemeint, dass das angegebene
Molekül
unter wesentlicher Abwesenheit von anderen biologischen Makromolekülen des
gleichen Typs vorliegt. Der Begriff „gereinigt", wie hierin verwendet, bedeutet, dass
wenigstens 75 Gew.-%, stärker
bevorzugt wenigstens 85 Gew.-%, noch stärker bevorzugt wenigstens 95
Gew.-% und am stärksten
bevorzugt wenigstens 98 Gew.-% an biologischen Makromolekülen des
gleichen Typs vorliegen (jedoch können Wasser, Puffer und andere
kleine Moleküle,
insbesondere Moleküle
mit einem Molekulargewicht von weniger als 1000, vorliegen).
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Mit „pharmazeutisch
verträglicher
Träger" ist ein beliebiger
pharmazeutischer Träger
gemeint, der selbst nicht die Produktion von Antikörpern, die
für das
Individuum, das die Zusammensetzung erhält, schädlich sind, induziert. Geeignete
Träger
sind typischerweise große,
langsam metabolisierte Makromoleküle, wie Proteine, Polysaccharide,
Polymilchsäuren,
Polyglykolsäuren,
polymere Aminosäuren,
Aminosäurecopolymere
und inaktive Viruspartikel. Derartige Träger sind Durchschnittsfachleuten
auf dem Gebiet gut bekannt.
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Die
therapeutischen Zusammensetzungen werden typischerweise pharmazeutisch
verträgliche
Vehikel, wie Wasser, Salzlösung,
Glycerin, Ethanol usw., enthalten. Zusätzlich können Hilfssubstanzen, wie Benetzungsmittel
oder Emulgatoren, pH-puffernde Substanzen und dergleichen, in derartigen
Vehikeln vorhanden sein.
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Typischerweise
werden die therapeutischen Zusammensetzungen als injizierbare (Formen),
entweder als flüssige
Lösungen
oder Suspensionen, hergestellt; feste Formen, die zur Lösung oder
Suspension in flüssigen
Vehikeln vor der Injektion geeignet sind, können ebenso hergestellt werden.
Die Zubereitung kann für eine
verstärkte
adjuvante Wirkung auch emulgiert oder in Liposome eingekapselt werden.
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Beweise
zeigen, dass unterschiedliche HCV-Genotypen unterschiedliche Pathogenitäten sowie
verschiedene bzw. ausgeprägte
geographische Verteilungen besitzen können und können teilweise unterschiedliche
serologische Profile bei infizierten Patienten hervorrufen. Siehe
Cammarota, et al., J. Clin. Microb. (1995) 33: 2781–2784. Die
Erfindung umfasst Verfahren zur Detektion von HCV und zum Identifzieren
einer Infektion durch unterschiedliche Typen von HCV. Die Erfindung
umfasst die Genotypisierung von HCV, die Möglichkeit, einen neuen HCV-Genotyp zu entdecken,
und die Beurteilung von Viruspopulationen bezüglich der Befähigung,
eine Antwort auf eine Arzneimitteltherapie vorherzusagen. Die Erfindung
umfasst auch Sonden zur Verwendung bei der Genotypisierung von HCV.
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Die
Verfahren zur Genotypisierung von HCV umfassen, ohne Beschränkung darauf,
einen Heteroduplex-Tracking- oder -Mobilitäts-Assay unter Verwendung von
Sonden/Primern aus der Kern-/E1-Region des HCV-Genoms. Die dokumentierten
antigenen Unterschiede zwischen HCV-Genotypen würden nicht nur Anwendbarkeit
bei der Durchmusterung von Blutspendern und der Vorhersage einer
Antwort bzw. Reaktion auf IFN-Behandlung besitzen, sondern auch
für die
bezeichnete Zusammensetzung von Kandidatenimpfstoffen für HCV in
verschiedenen Ländern,
die Wahl von therapeutischen Impfstoffen, sowie bei der Identifizierung
von neuen Genotypen. Andere Verfahren sind zum Identifizieren der
Hauptgenotypen, die Populationen infizieren, vorgeschlagen worden,
basierend auf der Analyse von verschiedenen Regionen des Genoms,
wie RFLP. Siehe Davidson et al., J. Gen. Virol. (1995) 76: 1197–1204, für eine Diskussion
der Genotypisierung von HCV unter Verwendung von RFLP von Sequenzen,
amplifiziert aus der 5'-nicht-codierenden
Region (NCR).
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Die
bekannten Nucleinsäure-basierten
Verfahren der Genotypisierung erfordern Subtypspezifische RT-PCR(reverse
Transkriptase-PCR)-Primer (siehe Okamoto (1992) J. Gen Virol 73:
673–679)
(
U.S. Patent 5,427,909 );
(2) spezifische Sonden (G. Maiteen, et al, Line probe assay); (3)
Restriktionsschnittstellen-Polymorphismus (eine Funktion der Nucleotidsequenz
(nt)) oder (4) direkte Sequenzen zum Bestimmen des Genotyps. Die
Analyse der 5'-NC-Sequenz
mit RFLP ist leicht durchzuführen,
sagt jedoch nicht alle HCV-Genotypen genau vorher, und einige Subtypen
können
fehlklassifiziert werden. Zum Beispiel ist die Änderung der Sequenz zwischen
1a und 1b, erkannt durch das Restriktionsenzym, nicht absolut und
andere Sequenzen als 1a und 1b und 2a und 2b werden fehlklassifiziert.
Beispielsweise würde
Typ 1c als Typ 1a erscheinen, Typ 2c als entweder Typ 2a oder 2b.
Siehe Cammarota et al., J. Clin. Microb., (1995) 33: 2781-2784. Aus diesem Grund
ist RFLP nicht dazu fähig, „flüchtende" Arten, neue divergierende
Arten oder epidemiologische Trends zu detektieren. Es ist wahrscheinlich,
dass ein Typisierungsverfahren, wie RFLP, kontinuierlich modifiziert
werden muss, um die rasch wachsende Information, die bezüglich der
HCV-Sequenzheterogenität
bereitgestellt wird, zu berücksichtigen.
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Wie
oben erwähnt,
erhält
man bei Verwendung der Nucleinsäure-basierten
Verfahren der Genotypisierung ein Ergebnis von entweder einem Typ
oder Subtyp oder ein negatives Ergebnis, das ein „nicht-typisierbares" Ergebnis ist. Siehe
z. B. Cammarota et al., J. Clin. Microb., (1995) 33: 2781–2784; Isolate,
die durch Genotyp-spezifische PCR nicht-typisiert blieben, wurden
auf der Basis der Sequenzanalyse von PCR-Amplifikationen, erhalten
aus den Kern- und NS5-Genen,
als Subtyp 2c klassifiziert. Diese Schwierigkeit wird durch Verwendung
der gegenwärtig
beanspruchten Erfindung zum Bestimmen von HCV-Genotypen vermieden,
indem RT-PCR-Primer
im C-Terminus oder Kern bzw. „core"/mid 273 von E1 gewählt werden.
Zusätzlich
kann der Subtyp des Isolats unter Verwendung der vorliegenden Erfindung
der HCV-Gentypisierung genau bestimmt werden und Isolate können detektiert
werden, selbst die, die in weniger als näherungsweise 30% divergieren,
was die Charakterisierung von neuen Subtypen ohne Sequenzierung
ermöglicht.
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Heteroduplex-Tracking- oder
-Mobilitäts-Assays
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Das
Verfahren zur Bestimmung des HCV-Genotyps in der vorliegenden Erfindung
verwendet geringe bzw. minore Varianten in komplexen Quasispezies.
Eine derartige Technik ist der Heteroduplex-Tracking-Assay (HTA).
Der HTA, im Fachgebiet zur Verwendung mit HIV gut bekannt (siehe
z. B. Delwart, et al., J. Virol. (1994) 68: 6672–6683; Delwart, et al., Science
(1993) 262: 1257–1261;
Delwart, et al., PCR Methods and Applications 4: S202–S216 (19950
Cold Spring Harbor; und Delwart, et al., Protokoll zum „Heteroduplex
Mobility Analysis HIV-1 env Subtyping Kit", Version 3), entstand aus der Beobachtung,
dass bei Amplifikation von Sequenzen mittels nested bzw. geschachtelter
PCR aus peripheren mononukleären
Blutzellen von infizierten Individuen verwandte DNA-Produkte, coamplifiziert,
ausgehend von divergierenden Matrizen, zufällig reassoziieren konnten,
wodurch Heteroduplexe gebildet wurden, die mit verringerter Mobilität in neutralen
Polyacrylamidgelen wandern. Unter Verwendung dieser Techniken kann
man genetische Beziehungen zwischen mehreren Virus-DNA-Matrizenmolekülen etablieren.
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Insbesondere
verwendet der HTA ein erstes PCR-Produkt als eine markierte Sonde,
sie kann radioaktiv sein, die mit einem Überschuss (Treiber) eines nicht-markierten
PCR-Produkts aus einer unterschiedlichen Quelle, d. h. der Quelle,
für die
eine Typisierung gewünscht
wird, gemischt wird. Die Sondensequenzen werden dann vollständig mit
dem Treiber in Heteroduplexe getrieben und werden auf der Basis
der Größe aufgetrennt.
Ein Autoradiogramm, beispielsweise des resultierenden Polyacrylamidgels,
offenbart nur diese Heteroduplexe und ergibt eine sichtbare Anzeige
der Beziehung zwischen den zwei untersuchten Viruspopulationen.
Die Tatsache, dass Heteroduplexe mit unterschiedlichen Mobilitäten wandern,
zeigt, dass die Strangspezifische Zusammensetzung von fehlgepaarten
und ungepaarten Nucleotiden deren Mobilität beeinflusst.
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Anschließend wird
eine Exponentialgleichung, die in Delwart et al. beschrieben ist,
verwendet, um eine Kurve, die an die Versuchsdaten aus der paarweisen
Analyse von Genen bekannter Sequenz angepasst ist, zu beschreiben.
In der vorliegenden Erfindung wird die Gleichung verwendet, um den
genetischen Abstand zwischen den bekannten Genotypen der Sonden
und den unbekannten Genotypen der Patientenproben abzuschätzen.
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Primer zur Verwendung im HTA
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Es
wurde festgestellt, dass die E1- oder Kernregion die beste Region
zum Untersuchen der HCV-Heterogenität sein könnte, wodurch die E1-Region
die Wahl für
Primer in der vorliegenden Erfindung wurde. Die Verwendung der partiellen
E1-Sequenz, der am stärksten
heterogenen Region des Genoms für
die vorliegende Erfindung, sowie eines längeren Fragments, d. h. 400
nt, obgleich es 1000 nt hätte
lang sein können,
ermöglichte
die Konzeption von Sonden, die nicht zwischen Subtypen/Typen kreuzhybridisieren
und somit eine genaue Genotypisierung erlauben. Durch Flankierung
der heterogenen Region wurden konservierte nt-Sequenzen für Sense-
und Antisenseprimer identifiziert. Vorzugsweise wurde eine Kombination
aus universellen Sense- und Typ-spezifischen Antisenseprimern für den ersten
PCR-Durchgang und ein universeller Antisenseprimer und Typ-spezifische
Senseprimer wurden für
den zweiten Durchgang verwendet. Die PCR muss nicht aus zwei Durchgängen bestehen
und die Primer sind nicht auf die oben beschriebene Kombination
beschränkt.
Die bevorzugte Kombination ermöglichte
jedoch die Herstellung von einzelsträngigen Sonden und minimierte
die Zahl der PCR-Primer-Kombinationen.
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Bevorzugte
Sonden sind Sequenzen in den Kern- und E1-Regionen, deren Sequenzen
für einen
breiten Bereich von Genotypen publiziert sind und in wenigstens
12 verschiedene Genotypen und Subtypen gruppiert werden: I/1a, II/1b,
III/2a, IV/2b, 2c, 3a, 4a, 4b, 4c, 4d, 5a, 6a. Die Nucleotidsequenzidentitäten des E1-Gens
zwischen HCV-Isolaten des gleichen Genotyps reicht von 88,0% bis
99,9%, wohingegen die von HCV-Isolaten von unterschiedlichen Genotypen
von 53,5 bis 78,6% reichen. Der Grad der Variation für eine gute
Unterscheidung der Heteroduplex in neutralen Polyacrylamidgelen
liegt angenehmerweise im Bereich von 3-20%, so dass es wahrscheinlich
ist, dass divergierende Matrizen unter Bildung einer Heteroduplex
reassoziieren, falls sie vom gleichen Subtyp sind. Aus diesem Grund
wurde eine einzelsträngige 32P-markierte DNA-Sonde verwendet, so dass,
falls die Bildung der Heteroduplex unmöglich ist, die einzelsträngige DNA-Sonde
(„ss-DNA
probe") wahrscheinlich
nicht reassoziieren und eine Homoduplex-Bande bilden konnte. Ohne
direkte Sequenzierung kann die vorliegende Erfindung nicht nur schnell
eine gewisse Identifizierung der Subtypen, sondern auch der genetischen
Beziehungen in den gleichen Subtypen ergeben. Beispielsweise zeigten
die analysierten Genotypen, d. h. 1a, 1b, 2a, 2b, 3a, keine Überlappung
zwischen unterschiedlichen Subtypen.
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Da
ferner Isolate, die näherungsweise
zu 30% divergieren, auf dem Gel sichtbar gemacht werden können, können neue
Subtypen sichtbar gemacht werden und die Verteilung von Isolaten
in einer Population könnte
charakterisiert werden und Populationen oder individuelle Isolate
können
in einer Population oder in Individuen in epidemiologischen Studien
verfolgt werden.
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HCV-Genotypisierungskits
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Ein
Kit zur Bestimmung des HCV-Genotyps liegt im Rahmen dieser Erfindung.
Wie für
HIV in Delwart et al., Protokoll zum „Heteroduplex Mobility Analysis
HIV-1 env Subtyping Kit",
Version 3, beschrieben, würde ein
derartiger Kit die spezifischen Primer umfassen. Bevor zugte Primer
sind aus der Kern- und E1-Region des HCV-Genoms. Falls zwei PCR-Stufen
gewünscht
werden, könnten
die Primer für
den ersten Durchgang z. B. eine universelle Sensesonde, vorzugsweise
lokalisiert in der Kern-/E1-Region des HCV-Genoms, umfassen. Ein
derartiger universeller Primer ist von Nucleotid 508 bis Nucleotid
529 von HCV-1 lokalisiert und ist in Tabelle 1 gezeigt. Mit dem
universellen Primer könnte
ein Typ-spezifischer Antisenseprimer, ebenso vorzugsweise in der
Kern-/E1-Region des HCV-Genoms lokalisiert, gekoppelt werden. Beispiele
für diese
Primer sind von Nucleotid 1032 bis Nucleotid 1012 für Typ 1,
Typ 2a, Typ 2b und Typ 3a der HCV-Genome und sind ebenfalls in Tabelle
1 gezeigt.
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Falls
ein zweiter PCR-Durchgang gewünscht
wird, könnten
die Primer des zweiten Durchgangs gleichermaßen aus der Kern-/E1-Region
des HCV-Genoms sein. Bevorzugte Primer des zweiten Durchgangs könnten einen
universellen Antisenseprimer von Nucleotid 978 bis 958 des HCV-1-Genoms
umfassen, dieser Primer ist in Tabelle 1 gezeigt. Zusätzlich könnten die
Primer des zweiten Durchgangs einen Typ-spezifischen Senseprimer
aus der Kern-/E1-Region umfassen. Bevorzugte Typ-spezifische Senseprimer
des zweiten Durchgangs sind von Nucleotid 536 bis 557 der HCV-Genome
vom Typ 1, Typ 2 oder Typ 3 und sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Der
erste oder zweite Durchgang der Primer kann hinreichend sein, um
die Virus-RNA ohne Verwendung eines zweiten PCR-Durchgangs zu amplifizieren,
falls die Viruskonzentration hinreichend hoch ist, d. h. nested
PCR ist nicht notwendigerweise erforderlich, was erforderlich ist,
sind PCR-Produkte im 100fachen Überschuss
zur Sonde.
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Ein
HCV-Genotypisierungskit der vorliegenden Erfindung würde auch
Subtyp-Referenzen umfassen, die ausgetauscht werden können, wenn
neue Subtypen entdeckt und hinsichtlich einer Verwendung in dem
Kit bewertet werden. Die Verwendung von mehr als einer Referenz
aus einem gegebenen Subtyp wird empfohlen, da ein Vergleich mit
einer einzelnen Referenz nicht immer ein eindeutiges Ergebnis ergibt.
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Die
vorangehende Diskussion und die folgenden Beispiele erläutern die
Erfindung lediglich, Fachleute auf dem Gebiet werden einschätzen, dass
die Erfindung auf andere Weisen implementiert werden kann und dass
die Erfindung nur durch Bezugnahme auf die Ansprüche definiert ist.
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Beispiel 1
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Patientenproben
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35
Hämodialysepatienten,
die sich einer regelmäßigen Hämodialyse
unterzogen, wurden untersucht: 20 Männer (57%) und 15 Frauen (43%)
mit einem mittleren Alter von 64,8 ± 13 Jahren. Serumproben wurden im
August 1995 gesammelt, in Aliquote unterteilt und bei –80°C gelagert.
26 Patienten waren anti-HCV-ELISA-positiv und 9 anti-HCV-ELISA-negativ.
25 der 26 ELISA-Positiven waren auch RIBA III-positiv, während 1 unbestimmt
war. Die 9 ELISA-Negativen
waren alle RIBA III-negativ. 15 Patienten waren positiv bei PCR
auf HCV-RNA-5'-UTR und E1. Eine
direkte Sequenzierung von 15 5'-NCR-Produkten
ergab 5 Patienten mit Typ 1, 3 Patienten mit Typ 2 und 7 Patienten
mit Typ 3.
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Beispiel 2
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cDNA und PCR
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HCV-RNA
wurde wenigstens zwei unterschiedliche Male unter Verwendung eines
Stratagene-Reagenses aus einem RNA-Isolationskit von Stratagene
(Verfahren nach Chomezynsky und Sacchi) extrahiert.
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RNA,
extrahiert aus 20 µl
Plasma, wurde in 25 µl
eines cDNA-Gemisches revers transkribiert (BRL-cDNA-Synthesekit,
8085SB), wobei 100 prol der PCR-Primer verwendet wurden. Das cDNA-Gemisch
wurde für 5
Minuten gekocht, auf Eis schnell gekühlt und zu den PCR-cDNA-Reagenzien mit
Endkonzentrationen gemäß der Spezifikation
des Perkin-PCR-Kits (N801-0055) gegeben. 40 PCR-Zyklen (94°C für 10 Sekunden,
55°C für 30 Sekunden
und 72°C
für 30
Sekunden) wurden durchgeführt.
Zehn µl
des ersten PCR-Reaktionsgemisches wurden zu einem zweiten PCR-Reaktionsgemisch
gegeben, das die nested PCR-Primer enthielt, und es wurde für 40 Zyklen
wie oben angegeben amplifiziert.
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Die
erste Extraktion wurde für
die nested PCR-Reaktion mit Primern, die für die 5'-NCR spezifisch sind, wie früher in Shimizu
et al., PNAS (1992) 5477–5481
beschrieben, verwendet und dieses Produkt wurde direkt sequenziert
und für
RFLP verwendet. RNA aus der gleichen Extraktion wurde für den HTA
unter Verwendung von Kern-/E1-Primern verwendet. Eine zweite RNA-Extraktion
wurde für
RFLP und/oder HTA zum Bestätigen der
Ergebnisse durchgeführt.
Die für
den HTA verwendeten Primer sind in Tabelle 1 aufgelistet. Die geschachtelten
PCR-Primerpaare,
die zum Erhalten dieser E1-Produkte verwendet wurden, waren für die Typen
1, 2a, 2b und 3a unterschiedlich. Die universelle Sensesonde für den ersten
Durchgang der Amplifikation entspricht 5'–3' nt 508–529, Aminosäuren 170–176 von
Choo, et al., PNAS, 1991, während
der universelle Antisenseprimer für den zweiten Durchgang der
Amplifikation nt 978–958,
Aminosäuren
320–326
von Choo, et al., PNAS, 1991, entspricht.
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Als
die ssDNA-DNA-Sonden für
die Verwendung im HTA hergestellt wurden, wurde einer der Primer für die nested
PCR biotinyliert. Siehe z. B. SEQ ID NO: 6 in Tabelle 1. Tabelle 1
| HCV-1 | 5' → 3', nt | 3' → 5', nt | ~
Aminosäure | Primertyp |
| (SEQ
ID NO:1) Gereinigt, C170S | 508–529 | 529–508 | 170–176 | Universelle
Sensesonde, PCR I |
| (SEQ
ID NO:2) Gereinigt, E338A1 | 1032–1012 | 1012–1032 | 338–344 | Typ
1, Antisense, PCR I |
| (SEQ
ID NO:3) Gereinigt, E338A2a | 1032–1012 | 1012–1032 | 338–344 | Typ
2a, Antisense, PCR I |
| (SEQ
ID NO:4) Gereinigt, E338A2b | 1032–1012 | 1012–1032 | 338–344 | Typ
2b, Antisene, PCR I |
| (SEQ
ID NO:5) Gereinigt, E338A3a | 1032–1012 | 1012–1032 | 338–344 | Typ
3a, Antisense, PCR I |
| (SEQ
ID NO:6) Gereinigt, E320A | 978–958 | 958–978 | 320–326 | Universell,
Antisense, PCR II |
| (SEQ
ID NO:7) Gereinigt, C179S1 | 536–557 | 958–978 | 179–186 | Typ
1, Sense, PCR II |
| (SEQ
ID NO:8) Gereinigt, C179S2 | 536–557 | 958–978 | 179–186 | Typ
2, Sense, PCR II |
| (SEQ
ID NO:9) Gereinigt, C179S3 | 536–557 | 958–978 | 179–186 | Typ
3, Sense, PCR II |
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Beispiel 3
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HTA
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Die
einzelsträngigen
Sonden wurden mittels RT-PCR aus HCV-ELISA- und RIBA-positiven Seren bekannter
Genotypen mit den gleichen beschriebenen Primern wie oben hergestellt,
abgesehen davon, dass einer der Primer, 320 A, biotinyliert war.
ssDNA-Sonden wurden mit den Dynabeads vom Typ M-280 Streptavidin nach
dem Protokoll von Heng Pan und Eric Delwart erzeugt. Der Nicht-Biotinyl-Einzelstrang
wurde aus der Magnetkügelchen/Streptavidin-Säule eluiert. Sonden wurden
ausgehend von 20 ng ssDNA der unterschiedlichen Genotypen erzeugt
und unter Verwendung von T4-Polynucleotidkinase (Gibco BRL) und
100 microCi 32P-ATP endständig markiert
und anschließend über eine
Säule gereinigt.
Die Kinasesonde wurde dann, ausgehend von 32P-ATP, unter Verwendung
einer Säule
vom Typ Pharmacia Bio Sepharose abgetrennt. Die 32P-markierten Einzelstrangsonden
wurden mit einem 100fachen Überschuss
Treiber gemischt und die PCR-Produkte wurden, ausgehend von den
Patientenproben oder dem Kontrollserum/-plasma, erzeugt. Eine Hybridisierung erfolgte
in 2 × SSC.
Die Gemische wurden für
3 Minuten auf einen Heizblock mit 94°C gegeben. Sie wurden dann für wenigstens
2 Stunden auf einen Heizblock mit 55°C überführt. Das gesamte Reaktionsvolumen
wurde auf ein 1 mm dickes 6%iges Polyacrylamid-MDE-Gel (Baker) geladen
und für
16 h einer Elek trophorese bei 500 V unterworfen. Das Gel wurde bei
80°C auf
Filterpapier vakuumgetrocknet und zur Belichtung eines Röntgenfilms
verwendet („exposed
to X-ray film").
Die Gentypen von jeder Probe wurden, basierend auf dem Delwart-Verfahren,
bestimmt. Tabelle 2 stellt die Genotyp-Ergebnisse, die unter Verwendung
des HTA bestimmt wurden, dar.
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Die 1A–1E sind
Autoradiogramme, die jede der Einzelstrangsonden in Tabelle 1 zeigen,
d. h. die Sonden, die für
die Genotypen 1a, 1b, 2a, 2b, 3a spezifisch bekannt sind, jeweils
in den 1A–1E, siehe
die Bahn weit links auf dem MED-Gel. Die Heteroduplex (h) (einzelsträngige bzw.
ss-Sonde zum doppelsträngigen
RT-PCR-Produkt, aus dem sie abgeleitet wurde) ist neben der Sonde
gezeigt. RT-PCR-Produkte aus den 15 Dialysepatienten (Nrn. 1, 2,
3, 4, 7, 18, 20, 22, 23, 24, 26, 28, 30, 33, 35), hybridisiert mit
der Sonde, sind auch als die entsprechende Bahn in jeder Figur bezeichnet.
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Wie
in den 1A–1E ersichtlich
ist, waren einzelsträngige
Typ 1-Subtypensonden („Type
1 ss subtypes grobes")
für jeden
Typ 1-Subtyp spezifisch und kreuzhybridisierten nicht mit den anderen
Subtypen 1b, 2a, 2b, 3a (2a, 2b nicht gezeigt). Die einzelsträngige Typ
3a-Subtyp-spezifische
Sonde war ebenso für
den Subtyp 3a spezifisch und kreuzhybridisierte nicht mit 1a-, 2c-
oder 2a-, 2s-Isolaten (Daten nicht gezeigt). Einzelsträngige Subtyp
2-Sonden kreuzhybridisierten nicht miteinander (Daten nicht gezeigt),
kreuzhybridisierten jedoch mit Subtyp 2c-Isolaten; jedoch zeigt
der Abstand zwischen der Homoduplex und den 2c-Isolaten einen hohen
Grad der Divergenz, was nahe legt, dass die Patienten 23, 30 und
33 unterschiedliche Subtypen hatten. Mittels Sequenzierung der partiellen
E1 wurde bestätigt,
dass das Virus in den Seren 23, 30 und 33 am engsten mit Subtyp
2c verwandt ist (siehe 2b), war jedoch bei 51 UTR-Sequenzierung
nicht eindeutig, siehe 2D.
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Die
Isolate 23, 30 und 33 hybridisierten mit der 2a-Sonde, während nur
30 und 33 mit der 2b-Sonde hybridisierten. Die Gele zeigen auch,
dass das Isolat 30 mit 2a enger verwandt ist als mit 2b. Daher sind,
während
alle drei Seren eindeutig vom Typ 2-nicht-a-nicht-b-Subtyp sind,
sie nicht alle gleichermaßen
von den Typen 2a und 2b divergierend. Wie in den 1B und 1D ersichtlich
ist, scheint Patient 4 mit dem Typ 1b und einem nicht-a-nicht-b-Typ-Subtyp
co-infiziert zu sein.
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Die
1b-Sonde stammte von einem Patienten (JK 16) und schien zwei virale
Genome zu besitzen, was sich in der Homoduplexbahn (h) widerspiegelt
und daher besitzt jeder 1b-Patient zwei Banden.
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Die
ss-Sonde 3a war von einem Plasmidklon von einem RT-PCR-Produkt aus
einem Typ 3a-Individuum (JK3a) abgeleitet, siehe 1E,
Bahn h, daher spiegeln mehrfache Banden in Bahn 22 höchstwahrscheinlich
zwei eng verwandte Viren in diesem Patienten wider.
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Es
schien, dass Patienten äußerst häufig einzigartige
virale Isolate hatten. Es ist möglich,
dass die Patienten 3 und 18 identische oder eng verwandte Virusisolate
hatten. Gleichermaßen
hatten die Patienten 20 und 26 das gleiche Typ 3a-Virusisolat und
die Patienten 2 und 4 hatten das gleiche Typ 1b-Isolat, basierend auf
der Co-Migration der Banden auf MDE-Gelen.
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Die 2a–2c stellen
phylogenetische Stammbäume,
Dendrogramme, dar, die die genetische Verwandtschaft bzw. den Verwandheitsgrad
von jeder der partiellen E1-Nucleotidsequenzen zeigen. Diese Dendrogramme
wurden mittels paarweiser progressiver Anordnung der Nucleotidsequenzen
aneinander konstruiert, wobei das Computer-Softwareprogramm Gene
Works mit ungewichteten Paargruppierungsverfahren mit arithmetischem
Mittelwert („Gene
Workss Unweighted Pair Group Methods with Arithmetic mean"), wie in Weiner,
et al., J. Virol. 67: S. 4365–4368
(1993) beschrieben, verwendet wurde. Die Dendrogramme in den 2a–2c wurden
erstellt, indem partielle E1-Sequenzen von Isolaten des mutmaßlichen
Typs 1 (nt 625–93),
Typs 2 (nt 583–915)
oder Typs 3 (nt 558–834)
aus den Dialysepatienten, wie mittels Sequenzanalyse bestimmt, mit
publizierten Genotypsequenzen für
den Typ 1a (HCV-1) (Choo, et al., PNAS 1991); 1b (HCV-J) (Kato et
al.); 2a (HC-J6) (Okamoto, et al. (1992)); 2b (HC-J8) (Okamoto,
et al., 1992); 2c (Bukh, et al., PNAS 1993) und 3a (NZL-1) (Sakamoto,
et al., 1994) über
der gleichen Region des Genoms verglichen wurden.
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2D ist
ein Dendrogramm, erstellt wie oben beschrieben, in dem jede der
partiellen 5'-UTR-Sequenzen
der Isolate 23, 30 und 33 mit publizierten Genotypsequenzen für Typ 1,
2 und 3 (nt –274
bis –81)
für die
gleiche Region des Genoms verglichen wurden.
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Die
Ergebnisse von RFLP und HTA wurden verglichen und sind in Tabelle
2 angegeben. Tabelle 2 Vergleich von partielle E1-HTA- und -RFLP-Genotypisierungsergebnissen
| Patient | HTA | RFLP |
| 1 | 1b | 1b |
| 2 | 1b | 1b |
| 3 | 3a | 3a |
| 4 | 1b | 1b |
| 7 | 3a | 3a |
| 18 | 3a | 3a |
| 20 | 3a | 3a |
| 22 | 3a | 3a |
| 23 | 2?* | 2a |
| 24 | 1b | 1b |
| 26 | 3a | 3a |
| 28 | 1b | 1b |
| 30 | 2?* | 2a |
| 33 | 2?* | 2a |
| 35 | 3a | 3a |
| * Probe
ist weder 2a noch 2b |
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Die
partiellen E1-Sequenzen, dargestellt in den 3a–3d,
bestätigen
die HTA-Subtypbezeichnungen,
die in Tabelle 2 angegeben sind und zeigen definitiv, dass die Patienten
23, 30 und 33 am engsten mit 2c verwandt sind, wobei 33 am entferntesten
mit 2c verwandt ist (18,6% divergierend).
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Die
RFLP-Ergebnisse unter Verwendung von ScrFI (siehe Davidson, et al.,
J. Gen. Virol. (1995) 76: 1197–1204)
bezeichneten 23, 30 und 33 falsch als Typ 2a. Diese falsche Bezeichnung
ist in 2D widergespiegelt, die zeigt, dass, basierend auf der 5'-UTR-nt-Sequenz der
Computer HCV 2c aufgrund einer unzureichenden nt-Divergenz in dieser
Region des Genoms nicht genau subtypisierte.
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Die
vorliegende Erfindung eines HTA unter Verwendung von Primern für die Kern-
und Hüllregion
ermöglichte
drei Level der Charakterisierung von HCV-Genomen. Der erste war
die Typspezifität
in der Wahl von RT-PCR-Primern. Der zweite war die Subtypspezifität, basierend
auf der Wahl von Primern in der Kern-/E1-Region und aus einer Region
von mehr als 400 nt, was in einem Fehlen von Kreuzhybridisierung
zwischen Subtypsonden, z. B. 1 und 3, 2a, 2b, und einem hohen Grad
der Heterogenität
zum Maximieren von Unterschieden zwischen Genotypen (Fehlen von
Kreuzhybridisierung) resultierte. Schließlich wurde die Isolatspezifität durch den
Abstand von der Homoduplex, wie in den 1.E–1-E beispielhaft dargelegt, bestimmt. Andere
Genotypisierungsverfahren besitzen nicht die Fähigkeit, Unterschiede zwischen
Isolaten zu analysieren.
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