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Vorrichtung zur staffelweisen;Zählung des Uberverbrauchs Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zur staffelweisen Zählung des Überverbrauchs, bei der
ein Zähler den ersten Teil eines Differentialgetriebes in dem einen Sinne antreibt,
dessen zweiter Teil in entgegengesetztem Sinne von einem Zeitwerk angetrieben wird,
während der dritte Teil dieses Getriebes bei Drehrichtungswechsel eine Kupplung
für ein Zählwerk schaltet.
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Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Zählvorrichtung zu schaffen,
die Schlüsse zuläßt, unter welchen Leistungen der- Verbraucher Strom entnimmt und
wie sich dabei sein Verbrauch, nach verschiedenen Leistungsgrenzen gestuft, zeitlich
verteilt.
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Nach einem früheren Vorschlag für einen Tarifapparat zur Messung
gestaffelter Verbrauchswerte arbeiten von einer Gruppe von Zählern mit gestaffelten
Anlaufgrenzen, aber mit der vollen Leistung entsprechender Drehzahl, je zwei Zähler
nach Überschreitung einer Anlaufgrenze über ein Differentialgetriebe auf ein den
Verbrauch in dieser Staffel messendes Zählwerk. Über die zeitliche Verteilung der
gestaffelten Verbrauchswerte läßt aber ein solcher Tarifapparat keine Schlüsse zu.
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Erfindungsgemäß sind bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten
Art in an -sich bekannter Weise mehrere Differentialgetriebe, die mit verschiedenen
Übersetzungen angetrieben werden; vorgesehen, deren dritte Teile neblen der Kupplung
für die Zählwerke zur Erfassung des gesamten, unter überschreitung festgelegter
Leistungsgrenzen entnommenen Verbrauchs noch Kupplungen zwischen dem Zeitwerk und
den in den einzelnen Staffeln die Zeit der Inanspruchnàhme anzeigenden Zählwerken
bewirken.
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Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung an zwei Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden.
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In den Fig. I und 3 ist der Zähler mit Z und das Zeitwerk mit U bezeichnet.
Der Zähler treibt mittels der Räder 4, 40, 400 mit verschiedener Übersetzung die
ersten- Teile 1, IO, IOO von Differentialgetrieben an, deren zweite TeiLe2, 20,
200 in entgegengesetztem Sinn und über verschiedene Übersetzungen5, 50, 500 von
dem Zeitwerk U angetrieben sind.
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Die dritten Teile 3, 30, 300 der Diffierentialgetriebe sind über Rutschkupplungen
9 mit zwischen Anschlägen 12 und I3 beweglichen und über Stangen 14 mit der schwenkbaren
Welle der Zahnräder 15 verbundenen Kurbel gekuppelt.
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Ferner treibt der Zähler Z über Zahnräder 18 das normale Zählwerk
8 und über ausrückbare
Zahnräder r 5, 16 die überverbrauchsrählwerke
6, 60, 600 an.
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Das Zeitwerk U kann über die Zahnräder r80 ein gewöhnliches, in der
Zeichnung nur gestrichelt angedeutetes Zeitzählwerk 8o antreiben. Außerdem kann
es mittels der ein-und ausrückbaren Zahnräder 150, I60 die Oberverbrauchszeitzählwerke
7, 70, 700 antreiben. Die Wellen der Ritzel I50 werden gleichzeitig mit denen der
Ritzel 15 verschwenkt.
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Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Liegt die in Abhängigkeit
von der Zeit t aufgetragene Leistung L (Fig. 2) unterhalb der Grenze 1, dann wird
nur das Verbrauchszählwerk 8 bzw. das Zeitzählwerk 80 angetrieben, da in diesem
Falle die Umlaufgeschwindigkeit des Differentialgetrieb eteils 2 die des Teils I
übersteigt, die Kurbel II also an dem Anschlag I3 anliegt und die Zahnräder 15,
16 der Zählwerke 6, 7 und ebenso die der übrigen Zählwerke 60, 70 usw. ausgerückt
sind. Übersteigt dagegen die Leistung die Grenze I, dann übersteigt die Geschwindig.
keit des Differentialgetriebeteils I die des Teils 2, und die Kurbel 11 wird, wie
in der Zeichnung dargestellt, gegen den Anschlag I2 gelegt; ferner werden die Räder
I5, I6 und I50, I60 eingerückt, das Zählwerk 6 wird dadurch mit dem Zähler Z und
das Zählwerk7 mit dem Zeitwerk U gekuppelt Das Zählwerk 6 registriert dann den Verbrauch,
der unter Überschreitung der Leistungsgrenze I entnommen wird, also die gesamte
schraffierte Fläche der Fig. 2, während das Zeitzählwerk 7 die Zeit TI registriert,
die diesem Verbrauch entspricht.
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Übersteigt die Leistung die Grenze II, dann läuft jetzt auch der
Differentialgetriebeteil 10 schneller als der Teil 20. Es werden in derselben Weise
die Zählwerke 60 und 70 hinzugekuppelt. Das Zählwerk 60 registriert die doppelt
und dreifach schraffierten Flächen der Fig. 2, das Zählwerk 70 die dieser Fläche
entsprechende Zeit Tier. Bei Überschreitung der Leistungsgrenze III werden in derselben
Weise die Zählwerke600 und 700 zugekuppelt; das Zählwerk 600 registriert den der
dreifach schraffierten Fläche entspreckenden Verbrauch, das Zählwerk 700 die dieser
Fläche entsprechende Zeit T111.
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Die Zählwerke 6, 60, 600 (Fig. 1) können, wie Fig. 3 zeigt, statt
über ausrückbareKupplungen Ig, I6 mit dem Zähler in an sich bekannter Weise über
nur einseitig wirkende-Kupplungen 90 mit dem dritten Teil 3 bzw. 30 usw. der Differentialgetriebe
verbunden sein.
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Sie registrieren dann nicht den unter Übers chreitung einer bestimmten
Leistungsgrenze entnomlmenen Gesamtverbrauch, sondern nur den sogenannten, über
dieser Grenze liegenden Überverbrauch. Übersteigt beispielsweise in Fig.4 die Leistung
die Grenze 1, dann registriert das Zählwerk6, solange diese Üher. schreitung andauert,
einen der gesamten schraffierten Fläche entsprechenden Uberverbrauch und das Zählwerk
7 die diesem Uberverbrauch entsprechende Zeit TI.
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Wird die Leistungsgrenze II überschritten, so registriert das in
Fig. 3 weggelassene, dem Zählwerk 6 folgende Zählwerk, das mit dem dritten Teil
30 des zweiten Differentialgetriebes verbunden ist, die doppelt schraffierte Fläche
der Fig. 4 und das auf das Zählwerk 7 folgende Zählwerk, das bei Drehrichtungswechsel
des Teils 30 zugekuppelt wird, die entsprechende Zeit TII.
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Durch Quotientenbildung der Angaben der Zählwerke 6 und 7 läßt sich
der Grad der durchschnittlichen Leistungsgrenzeübers chreitung ermitteln. Sind z.
B. die Angaben des Zählwerks 6 klein, die des Zählwerks 7 dagegen groß, dann ist
dies ein Beweis dafür, daß die Leistungsgrenze zwar längere Zeit hindurch, aber
nur wenig überschritten wurde.
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Sind umgekehrt die Angaben des Zählwerks 6 groß, die des Zählwerks
7 dagegen klein, so folgt daraus, daß die Leistungsgrenze vorübergehend ganz erheblich
überschritten wurde. Es handelt sich also dann um einen Verbraucher, der zeitweise
sehr hohe Bereitstellung vom Elektrizitätswerk verlangt, ohne daß er diesen Aufwand
durch entsprechend höheren, abler zeitlich gleichmäßig verteilten Stromverbrauch
wieder gutmacht In solchen Fällen können dann von den Verbrauchern Zuschläge verlangt
werden, indem man z. B. die Angaben des Zählwerks 8, das den Gesamtverbrauch registriert,
mit dem Quotient der Angaben der Zählwerke 6 und 7 und irgendeiner Konstante multipliziert
und das so erhaltene Produkt der Verrechnung zugrunde legt.