DE697914C - Zange zur Extraktion von Unterkieferzaehnen und -wurzeln - Google Patents
Zange zur Extraktion von Unterkieferzaehnen und -wurzelnInfo
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- DE697914C DE697914C DE1938K0151445 DEK0151445D DE697914C DE 697914 C DE697914 C DE 697914C DE 1938K0151445 DE1938K0151445 DE 1938K0151445 DE K0151445 D DEK0151445 D DE K0151445D DE 697914 C DE697914 C DE 697914C
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Description
- Zange zur Extraktion von Unterkieferzähnen und -wurzeln Die Erfindung betrifft eine Zange zur Extraktion von Unterkieferzähnen und -wurzeln mit nach der Innenfläche der gekrümmten Hand geformten Griffen und besteht darin, daß der obere Zangengriff einen nächst dem Zangenschloß befindlichen Ansatz zur Ab-Stützung für den Daumen und der untere Griff eine konkave Biegung als Abstützung für den kleinen Finger besitzt; Ferner ist der obere Zangengriff durch konvexe Biegung des Mittelteils nach außen, durch konkave Biegung des Endteils nach innen und durch Querv.erdrehung als Abstützung für den Daumenballen ausgebildet, während der untere Griff nächst dem Zangenschloß mit einem Ansatz als Abstützung für den Zeigefinger versehen ist.
- Es ist bekannt, den einen Griff von Zangen zur Extraktion von Zähnen aus dem Oberkiefer derart zu biegen, daß er der fassenden Hand eine ihr angepaßte Abstützung gewährt, und dem anderen Griff an seinem Ende eine konkave Biegung zu geben, die als Abstützung für den quer liegenden kiehien Finger gilt.
- Es ist auch bekannt, an den Griffen von Zangen zur Extraktion von Zähnen aus dem Unterkiefer nahe dem Zangenschloß Schutz.-schilde anzuordnen, welche verhindern, daß beim Abgleiten der Zange der Daumen zwischen die Zangengriffe komnit und verletzt wird.
- Diese Maßnahmen haben jedoch keinen Einfluß auf das bei der Benutzung der bekannten Zangen herrschende uhgünstige Verhältnis der Übertragung - der vom Beugemuskel des Obrerarrnes ausgeübten Kraft auf den Zahn, so daß große, den Arzt ermüdende Kräfte aufgewendet werden müssen, die trotzdem - und insbesondere bei größeren Wider; ständen häufige Mißerfolge zeitigen.
- Diese Nachteile zu beheben ist der Zweck der Zange nach der Erfindung, die durch die eigenartige Ausbildung ihrer Griffe die erfassende Hand und ihre Finger in eine solche Lage weist, daß insbesondere bei den ein-und aussvärts kippenden Bewegungen, welche zur Lockerung des Unterkieferz ahnes dienen, die Kräfte der Hand- und Fingermuskein zur Wirkung kommen, welche für diese tastenden Bewegungen besonders geeignet sind.
- Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Abb. 1 eine Ansicht der etwas geöffneten Zange und Abb. 2 die von der Hand erfaßte Zange bei deren Benutzung.
- Die erfindungsgemäBe Ausgestaltung der Griffe der Zange ist folgende: Der obere Griff I der Zange hat einen nahe dem Zangenschloß 3 befindlichen Ansatz 4 zur Abstützung für den Daumen, und der untere Griff 2 hat einen nahe dem Zangenschloß befindlichen Ansatz 5 zur Abstützung für den quer liegenden Zeigefinger. Der obere Griff 1 ist durch konvexe Biegung des Mittelteils 6 nach außen, durch konkave Biegung des End,-teils 7 nach innen und durch Querverdrehung als Abstützung für den Daumenballen ausge bildet. Der untere Zangengriff 2 hat eine kor4-vexe Biegung 8 nach außen, auf welcher Mittel- und Goldfinger aufruhen, und eine konkave Biegung g nach innen als Abstützung für den kleinen Finger.
- Durch diese Ausbildung der Zangengriffe wird gegenüber den bisher bekannten Zangen eine günstigere Kräfteverteilung bei der Extraktionsarbeit erzielt. Insbesondere können bei den tastenden Kippbewegungen nach innen und außen die Hand- und Fingermuskeln ver wendet werden, wodurch das feine Abtasten der Widerstände und die richtige Kraftäußle rung im jeweils gegebenen Zeitpunkt ermöglicht wird. Die sich durch die Ausbildung der Zangengriffe ergebenden uhd zusaanmenwir,-kennen Druckpunkte 4, 9 bzw. 7, 5 stellen gleichsam die Enden von zweiarmigen Hebeln dar, deren ideeller Drehpunkt zwischen den Griffen liegend gedacht werden kann.
- Bei den mit der Zange volifährten Kippbewegungen ergeben sich daher nachstehende Wirkungen: Bei einer Kippbewegung nach innen, d. i. zungenwärts, wirken gleichzeitig die Muskeln des Daumens, der gegen den Ansatz 4 nach unten drückt und dabei den vorderen Zangen,-teil senkt, und die Muskeln des kleinen Fingers, der das hakenförmige Endeg des unteren Zangengriffes 2 nach aufwärts drückt und so den rückwärtigen Zangenteil hebt. Bei einer Kippbewegung nach außen, d. i. wangenwärts wirken gleichzeitig die Muskeln des Daumenbaliens, der auf den Teil 6, 7 des oberen Zangengriffes nach abwärts drückt und dabei den rückwärtigen Zangenteil senkt und die Muskeln des Zeigefingers, der den An. satz 5 des unteren Zangengriffes nach aufwärts drückt und so den vorderen Zangen teil hebt. Diese zuletzterwähnte Kraftäußerung beim Kippen der Zange wangenwärts tritt beim Herausziehen des Zahnes aus der AI-veole, angepaßt an die Zangengriffe und an die notwendige Richtung, in gleicher oder sehr ähnlicher Weise auf.
- Außer der günstigen Kräfteverteilung, der Möglichkeit des abgestimmten Abtastens der Widerstände und der richtigen Kraftäußerung wird auch die aufgewendete Kraft erheblich verringert. Dadurch, daß nunmehr die Bewegungen fast ausschließlich durch die Hand-und Fingermuskeln besorgt werden, ist ein sekundäres Hebelsystem mit dem Drehpunkt im Handgelenk und daher mit kurzem Lastarm entstanden. Die bei diesen Bewegungen aufgewendete Kraft ist daher gering und ersetzt einen Teil des früher allein bzw. größten,-teils durch die Oberarmmuskeln erzeugten hohen Kraftaufwan des.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Zange zur Extraktion von Untzetrlciefer zähnen und -wurzeln mit nach der Innenfläche der gekrümmten Hand geformten Griffen, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Zangengriff (I) einen nächst dem Zangenschloß befindlichen Ansatz (4) zur Abstützung für den Daumen und der untere Griff (2) eine konkave Biegung (g) als Abstützung für den kleinen Finger besitzt.
- 2. Zange nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Zangengrifif (I) durch konvexe Biegung des Mittelteils (6) nach außen, durch konkave Biegung des Endteils (7) nach innen und durch Querverdrehung als Abstützung für den Daumenbalien ausgebildet und der untere Griff (2) nächst dem Zangenschloß mit einem Ansatz (5) als Abstützung für den Zeigefinger versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS697914X | 1937-08-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE697914C true DE697914C (de) | 1940-10-26 |
Family
ID=5454898
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938K0151445 Expired DE697914C (de) | 1937-08-01 | 1938-07-31 | Zange zur Extraktion von Unterkieferzaehnen und -wurzeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE697914C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1037064B (de) * | 1956-01-18 | 1958-08-21 | Walter Storz Am Mark | Zange fuer zahnaerztliche Zwecke |
-
1938
- 1938-07-31 DE DE1938K0151445 patent/DE697914C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1037064B (de) * | 1956-01-18 | 1958-08-21 | Walter Storz Am Mark | Zange fuer zahnaerztliche Zwecke |
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