HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Gebiet der Erfindung
-
Die Erfindung betrifft ein Blatttransfersystem, insbesondere ein
Blatttransfersystem für die Übergabe von Blättern, auf denen durch ein
Bilderzeugungssystem, beispielsweise einen Drucker oder einen Kopierer, ein Bild
aufgezeichnet ist, zu einem Fach.
Beschreibung des einschlägigen Standes der Technik
-
Fig. 9 zeigt einen typischen Drucker. Ein Papiervorratstisch 2 befindet
sich auf einer Seite eines Druckergehäuses 1, und Druckpapierbögen 3 sind
auf dem Papiervorratstisch 2 gestapelt. Die Druckbögen 3 werden von
einer Einziehwalze 4 in das Druckergehäuse 1 eingezogen, wobei lediglich
der oberste Druckbogen des Stapels von dem Stapel separiert und mit Hilfe
eines Paares von Trennwalzen 5 in das Druckergehäuse 1 eingeführt wird.
Der so dem Druckergehäuse 1 zugeführte Druckbogen 3 gelangt über eine
Widerstandswalze 6 und eine Tintenübertragungstrommel 7, wodurch auf
dem Druckbogen 3 durch Matrizendruck ein Bild aufgezeichnet wird. Der
Druckbogen 3 mit dem darauf befindlichen Druckbild wird von einem
Blatttransfersystem 8 auf ein auf der anderen Seite des Druckergehäuses 1
befindliches Fach 9 übergeben und ausgetragen.
-
Da im Fall eines Druckers der bedruckte Bogen noch durch die Tinte
feucht ist, wird der bedruckte Bogen im allgemeinen mit Hilfe eines
Vakuum-Förderers (eines Saugbandes) transferiert, welches nicht in Berührung
mit der Vorderseite des das Druckbild tragenden bedruckten Bogens steht.
Wie bekannt, enthält der Vakuum-Förderer im allgemeinen ein Paar
Förderbänder
8a, die sich parallel zur Transferrichtung auf einander
abgewandten Seiten des Wegs befinden, entlang dem die bedruckten Bögen
transferiert werden, ferner ein Vakuumgebläse 8b, das sich zwischen den
Förderbändern 8a und unterhalb von diesen befindet. Bei Betrieb des
Vakuumgebläses 8b zum Erzeugen einer Saugkraft wird der bedruckte Bogen
unter der Saugkraft gegen die Förderbänder 8a gezogen, und wenn die
Förderbänder 8a angetrieben werden, wird der bedruckte Bogen befördert
und auf das Fach 9 ausgetragen.
-
Üblicherweise befindet sich das Vakuumgebläse 8b in der Mitte der
Förderbänder 8a bei Sicht in deren Längsrichtung. Dies geschieht zu dem
Zweck, die Saugkraft möglichst gleichmäßig über der gesamten Fläche des
Transferbereichs zu erzeugen.
-
Tatsächlich aber ist die Saugkraft in der Mitte der Förderbänder 8a, wo
sich das Vakuumgebläse 8b befindet, am größten und schwächt sich in
Richtung der Enden der Förderbänder 8a allmählich ab. Wenn weiterhin
die Fläche desjenigen Bereichs des bedruckten Bogens, auf den die
Saugkraft seitens des Vakuumgebläses 8b einwirkt, verringert wird, so
schwächt sich natürlich auch die Anziehungskraft ab (das heißt die
Papierhaltekraft). Ist die Anziehungskraft gering, läßt sich die Drehkraft der
Förderbänder 8a nicht in ausreichendem Maß auf den bedruckten Bogen
übertragen, und die Transferkraft wird geringer.
-
Wenn also das nachlaufende Ende des bedruckten Bogens an dem
mittleren Bereich des Transferwegs vorbeiläuft, also dort, wo sich das
Vakuumgebläse 8b befindet, so gelangt der bedruckte Bogen nur an die Stelle
geringer Anziehungskraft, und die Transferkraft wird abrupt reduziert. Wenn
außerdem der vordere Endabschnitt des bedruckten Bogens über das
stromabwärtige Ende der Transportbänder 8a hinausgelangt, verringert
sich die Fläche desjenigen Teils des bedruckten Bogens, auf den die
Saugkraft seitens des Vakuumgebläses 8b einwirkt, was ebenfalls zu einer
Schwächung der Transferkraft führt. Wenn die Transferkraft verringert
wird, kommt der bedruckte Bogen zum Stillstand und läßt sich in einigen
Fällen nicht korrekt austragen. Außerdem ergibt sich das Problem, daß der
bedruckte Bogen nicht über die gewünschte Strecke ausgestoßen wird und
sich demzufolge nicht an der richtigen Stelle des Fachs befindet, an der die
gestapelten bedruckten Bögen mit ihren Rändern fluchten.
-
Die JP-03-166 159 A zeigt ein Blatttransfersystem mit einer Saugkammer
unterhalb des oberen Transferbandes und mit einer Vakuumquelle seitlich
angeordnet bezüglich der Saugkammer. Eine Unterteilungskammer
befindet sich innerhalb der Saugkammer in der Weise, daß der Saugdruck in
Richtung der Transportrichtung erhöht wird.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
-
Angesichts der obigen Anmerkungen und Erläuterungen ist es das
Hauptziel der vorliegenden Erfindung, ein Blatttransfersystem anzugeben,
welches in der Lage ist, konstant eine Soll-Transferkraft auf den bedruckten
Bogen aufzubringen und den bedruckten Bogen sicher auszutragen.
-
Erfindungsgemäß wird ein Blatttransfersystem zum Transferieren von
Blättern, auf denen von einem Bilderzeugungssystem ein Bild
aufgezeichnet wurde, und zum Austragen der Blätter auf ein Fach geschaffen, wobei
das Blatttransfersystem ein Förderband und eine Anziehungskraft-
Erzeugungseinrichtung aufweist, welche eine Anziehungskraft zum
Anziehen der Blätter gegen das Förderband erzeugt, wobei die Anziehungskraft
auf dem stromabwärtigen Abschnitt des Förderbands dadurch stärker
gemacht wird, daß die Anziehungskraft-Erzeugungseinrichtung auf der
stromabwärtigen Seite der Mitte des Förderbands bei Betrachtung in
Transferrichtung angeordnet wird.
-
Der Ausdruck "die Anziehungskraft ist auf dem stromabwärtigen
Abschnitt des Förderbands stärker" bedeutet, daß die Anziehungskraft im
stromabwärtigen Bereich relativ stark ist im Vergleich zu derjenigen im
stromaufwärtigen Bereich oder im mittleren Bereich.
-
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in dem
Förderband eine Mehrzahl erster Vakuumlöcher gebildet. Eine Führungsplatte
befindet sich unterhalb des Teils des Förderbands, der einen Beitrag zu
dem Transfer des Blatts leistet, und in der Führungsplatte ist eine Mehrzahl
zweiter Vakuumlöcher in einem Bereich ausgebildet, wo die zweiten
Vakuumlöcher mit den ersten Vakuumlöchern fluchten können, wenn das
Förderband läuft, demzufolge die von der Anziehungskraft-
Erzeugungseinrichtung hergestellte Anziehungskraft über die ersten und
die zweiten Vakuumlöcher auf das Blatt einwirkt, und die effektive Fläche,
die tatsächlich einen Beitrag bei der Bereitstellung der Anziehungskraft für
das zu transferierende Blatt leistet, sich durch die Fläche bestimmt, in der
die ersten und die zweiten Vakuumlöcher einander überlappen. Die
Anziehungskraft läßt sich in dem stromabwärtigen Bereich des Förderbands
dadurch stärker machen, daß man die Fläche vergrößert, in der die ersten und
die zweiten Vakuumlöcher einander im stromabwärtigen Bereich des
Förderbands überlappen.
-
Oberhalb der stromaufwärtigen Seite des Förderbands kann eine
Luftgebläseeinrichtung vorhanden sein, um das Blatt durch den Druck der von
der Luftgebläseeinrichtung geblasenen Luft gegen das Förderband zu
drängen.
-
An einer stromabwärtigen Riemenscheibe, um die das Förderband läuft,
kann eine Mehrzahl von Ausschnitten ausgebildet sein, so daß die
Anziehungskraft über die Ausschnittsbereiche aufgebracht werden kann.
-
In dem erfindungsgemäßen Transfersystem kann selbst dann, wenn der
vordere Endbereich des Blatts über das stromabwärtige Ende des
Förderbands hinaus transferiert ist und der Bereich des Teils des bedruckten
Bogens, auf den die Saugkraft von dem Vakuumgebläse einwirkt, verringert
ist, das Blatt dennoch sicher auf dem Förderband mit der gewünschten
Anziehungskraft gehalten werden, wodurch eine Soll-Transferkraft solange
auf das Blatt aufgebracht werden kann, bis das Blatt schließlich auf das
Fach ausgetragen ist. Auf diese Weise können die vorerwähnten Probleme
überwunden werden, nämlich daß das Blatt zum Stillstand kommt und
manchmal nicht korrekt ausgetragen wird, oder daß das Blatt nicht über die
gewünschte Strecke ausgestoßen und an eine Stelle auf dem Fach gelangt,
wo die Blätter mit ihren Rändern zueinander ausgerichtet gestapelt werden.
-
Da außerdem die Anziehungskraft in dem stromaufwärtigen Endbereich
schwächer ist als in dem stromabwärtigen Endbereich, läßt sich folgendes
Problem lösen: wenn ein Blatt von einem stromaufwärtig gelegenen
Blatttransfersystem zu einem stromabwärtig angeordneten Blatttransfersystem
geliefert wird, ergibt sich die Situation, daß das Blatt sich über beide
Transfersysteme erstreckt. Wenn in diesem Fall die
Transfergeschwindigkeit des stromabwärtigen Blatttransfersystems geringer ist als diejenige des
stromaufwärtigen Transfersystems, wölbt sich der Mittelbereich des Blatts
nach oben, bedingt durch die unterschiedlichen
Transfergeschwindigkeiten, da sowohl der vordere Endabschnitt als auch der hintere Endabschnitt
des Blatts von den jeweiligen Transfersystemen gehalten werden. Wenn
allerdings die Anziehungskraft an dem stromaufwärtigen Endabschnitt
schwächer ist als an dem stromabwärtigen Endabschnitt, so herrscht die
Blatthaltekraft des stromaufwärtigen Transfersystems gegenüber
derjenigen des stromabwärtigen Transfersystems vor, und das Blatt läßt sich glatt
zu dem stromabwärtigen Transfersystem übertragen, ohne daß zu
befürchten steht, daß das Blatt verformt wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Fig. 1 ist eine Frontansicht eines Druckers, in welchem ein
Blatttransfersystem gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung verwendet
wird,
-
Fig. 2 ist eine Frontansicht des Blatttransfersystems,
-
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das Blatttransfersystem,
-
Fig. 4 ist eine Frontansicht eines Blatttransfersystems gemäß einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung,
-
Fig. 5 ist eine Seitenansicht des Blatttransfersystems,
-
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf das Blatttransfersystem,
-
Fig. 7A ist eine Draufsicht auf ein Blatttransfersystem gemäß einer
dritten Ausführungsform der Erfindung,
-
Fig. 7B ist eine Rückansicht des Blatttransfersystems,
-
Fig. 8 ist eine Frontansicht eines Druckers mit einem Sortierer, in
welchem ein Blatttransfersystem gemäß der Erfindung eingesetzt wird, und
-
Fig. 9 ist eine Frontansicht eines Druckers mit einem konventionellen
Blatttransfersystem.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Gemäß Fig. 1 befindet sich ein Blatttransfersystem 10 gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung im Inneren eines Druckergehäuses 1 eines
Matrizendruckers. Der in Fig. 1 gezeigte Drucker ist im wesentlichen der
gleiche wie der in Fig. 9 gezeigte, ausgenommen das Blatttransfersystem,
und dementsprechend sind Elemente analog jenen, die in Fig. 9 gezeigt
sind, mit gleichen Bezugszeichen versehen.
-
Das Blatttransfersystem 10 ist ein Vakuum-Förderer und enthält im
wesentlichen ein Paar Förderbänder 11, die sich parallel in Transferrichtung
des bedruckten Papierbogens auf einander abgewandten Seiten des Weges
erstrecken, entlang dem die bedruckten Papierbögen transferiert werden,
außerdem ein Vakuumgebläse 12, das sich zwischen den Förderbändern 11
und unter diesen befindet. In dem Blatttransfersystem 10 wird der bedruckte
Bogen unter dem Sog. der von dem Vakuumgebläse 12 erzeugt wird,
gegen die Förderbänder 11 gezogen.
-
Bei dieser Ausführungsform befindet sich das Vakuumgebläse 12 auf der
stromabwärtigen Seite der Mitte der Förderbänder 11 bei Sicht in
Transferrichtung. Genauer gesagt, wie deutlich in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist,
befindet sich das Vakuumgebläse 12 in dem stromabwärtigen Endabschnitt
des Blatttransfersystems 10. Mit dieser Anordnung ist die Saugkraft am
stärksten in dem stromabwärtigen Endabschnitt des
Blatttransferdurchgangs oberhalb des Vakuumgebläses 12, und ist am schwächsten in dem
stromaufwärtigen Endabschnitt. Das heißt, die Saugkraft wird von dem
stromaufwärtigen Ende in Richtung des stromabwärtigen Endes allmählich
gesteigert.
-
Eine flache Führungsplatte 13 erstreckt sich horizontal unterhalb des
oberen Trums der Förderbänder 11, im wesentlichen oberhalb des gesamten
Bereichs des Blatttransfersystems 10. Ein sich nach oben öffnendes
Gehäuse 14 ist an der Unterseite der Führungsplatte 13 an einer
vorbestimmten Stelle angebracht. Das Vakuumgebläse 12 ist am Boden des Gehäuses
14 an dem stromabwärtigen Endabschnitt des Gehäuses 14 angebracht. Der
Innenraum des Gehäuses 14 steht in Strömungsverbindung mit dem
Vakuumgebläse 12 über eine Öffnung im Boden des Gehäuses 14. Wenn das
Vakuumgebläse 12 in Betrieb ist, wird Luft aus dem Gehäuse 14 entfernt,
und es wird Saugkraft erzeugt.
-
Eine Antriebswelle 15 erstreckt sich horizontal rechtwinklig zur
Transferrichtung auf der stromaufwärtigen Seite des Blatttransfersystems 10, und
auf der Antriebswelle 16 sind mit vorbestimmtem Abstand voneinander
Antriebs-Riemenscheiben 16 paarweise gelagert. Die Antriebswelle 15
wird von einem (nicht gezeigten) Antriebsmotor mit vorbestimmter
Drehzahl gedreht. Eine angetriebene Welle 17 verläuft horizontal parallel zu der
Antriebswelle 15 im Inneren des Gehäuses 14 auf der stromabwärtigen
Seite des Gehäuses 14. Einander abgewandte Endabschnitte der
angetriebenen Welle 17 werden drehbar in den Seitenwänden des Gehäuses 14
gelagert. Ein Paar angetriebener Riemenscheiben 18 sind auf der
angetriebenen Welle 17 mit Abstand voneinander gelagert. Damit befinden sich die
angetriebenen Riemenscheiben 18 im Inneren des Gehäuses 14. Der
Abstand zwischen den angetriebenen Riemenscheiben 18 ist gleich dem
Abstand der Antriebs-Riemenscheiben 16.
-
In der Führungsplatte 13 ist in einem Bereich gegenüber jeder
angetriebenen Riemenscheibe 18 ein Ausschnitt 13a gebildet, wobei die angetriebene
Riemenscheibe 18 durch den Ausschnitt 13a nach außen vorsteht. Jedes
Förderband 11 ist um eine der Antriebs-Riemenscheibe 16 und eine der
angetriebenen Riemenscheiben 18 geschlungen, die einander in
Transferrichtung gegenüberstehen. Die Form des Ausschnitts 13a ist ähnlich der in
Fig. 5 gezeigten Form. Wenn die Antriebswelle 15 gedreht wird, laufen
die Förderbänder 11, wobei die angetriebenen Riemenscheiben 17 über die
Antriebs-Riemenscheiben 16 gedreht werden. Diejenigen Teile der
Förderbänder 11, die sich oberhalb der Führungsplatte 13 befinden, können
mit dem bedruckten Bogen in Berührung gelangen und einen Beitrag zu
dem Transfer des bedruckten Bogens leisten. Die Oberseite der
Führungsplatte 13 steht in Berührung mit den Förderbändern 11, wobei der Bereich
der Oberseite der Führungsplatte 13 zwischen den Förderbändern 11 den
bedruckten Bogen im Verein mit den Förderbändern 11 abstützt.
-
Jedes Förderband 11 ist mit einer Mehrzahl erster Vakuumlöcher 11a
ausgestattet, bei denen es sich um kreisförmige Löcher gleichen Durchmessers
handelt, die in regelmäßigen Intervallen in zwei Reihen angeordnet sind.
Die ersten Vakuumlöcher 11a in einer Reihe sind gegenüber jenen in der
anderen Reihe in Längsrichtung des Förderbands 11 versetzt, so daß jedes
erste Vakuumloch 11a in einer Reihe sich in der Mitte der benachbarten
beiden ersten Vakuumlöcher 11a der anderen Reihe befindet, betrachtet in
Querrichtung des Förderbands 11. Eine Mehrzahl zweiter Vakuumlöcher
13b ist in der Führungsplatte 13 in dem Bereich ausgebildet, der jedem
Förderband 11 gegenübersteht. Die zweiten Vakuumlöcher 13b sind in der
gleichen Weise in zwei Reihen angeordnet wie die ersten Vakuumlöcher
11a. Jedes der zweiten Vakuumlöcher 13b hat die Form eines Schlitzes,
der sich entlang der Achse der Reihe der ersten Vakuumlöcher 11a
erstreckt. Die wirksame Fläche, die tatsächlich einen Beitrag leistet zur
Bereitstellung der Saugkraft für den bedruckten, zu transferierenden Bogen,
ist der Überlappungsbereich der ersten und der zweiten Vakuumlöcher 11a
und 13b. Wenn Luft im Gehäuse 14 mit Hilfe des Vakuumgebläses 12
evakuiert wird, wird Luft oberhalb der Führungsplatte 13 über den
Überlappungsanteil der ersten und der zweiten Vakuumlöcher 11a und 13b in
das Gehäuse 14 eingesaugt, und der bedruckte Bogen auf den
Förderbändern 11 wird gegen die Förderbänder 11a gedrückt. Wenn dann die
Förderbänder 11 laufen, wird der bedruckte Bogen auf den Bändern 11
transportiert.
-
Die Breiten der zweiten Vakuumlöcher 13b unterscheiden sich in
Längsrichtung der Förderbänder 11. Das heißt: die Breiten w der zweiten
Vakuumlöcher 13b auf der stromaufwärtigen Seite sind kleiner als die Breiten
w' der zweiten Vakuumlöcher 13b auf der stromabwärtigen Seite. Im
Ergebnis ist die auf den bedruckten Papierbogen einwirkende Saugkraft auf
der stromabwärtigen Seite größer als auf der stromaufwärtigen Seite.
-
Bei dieser Ausführungsform wird also die auf das bedruckte Papier
einwirkende Anziehungskraft von der stromaufwärtigen Seite ausgehend in
Richtung der stromabwärtigen Seite dadurch gesteigert, daß das
Vakuumgebläse 12 in Richtung der stromabwärtigen Seite verlagert wird, und die
Breiten der zweiten Vakuumlöcher 13a auf der stromabwärtigen Seite
größer gemacht werden als auf der stromaufwärtigen Seite, wodurch das
bedruckte Papier sich solange sicher halten läßt, bis es auf das Fach
ausgetragen wird, wobei der Austragvorgang in optischer Weise erfolgen kann.
-
Außerdem ist bei dieser Ausführungsform eine Mehrzahl von Ausschnitten
18a in jeder der angetriebenen Riemenscheiben 18 gebildet. Jeder
Ausschnitt 18a hat die Form eines Kanals um die angetriebene Riemenscheibe
18 herum. Das heißt: die angetriebene Riemenscheibe 18 hat an dem
Ausschnitt 18a einen verringerten Durchmesser. Bei dieser Ausgestaltung läßt
sich Anziehungskraft auch im Bereich des Ausschnitts 18a und des ersten
Vakuumlochs 11a auf das bedruckte Papier aufbringen, und
dementsprechend läßt sich Anziehungskraft bis hin zu den angetriebenen
Riemenscheiben 18 aufbringen, wo üblicherweise keine Anziehungskraft mehr auf
den bedruckten Papierbogen aufgebracht wird. Das heißt: es läßt sich
Anziehungskraft bis zu dem äußersten Austragende des Transferweges
aufbringen, wodurch der bedruckte Bogen sicherer transportiert und
ausgetragen werden kann.
-
Bezugszeichen 19 in Fig. 3 bezeichnet eine Schubwalze mit einem
gezackten Umfangsrand gemäß Fig. 4, welche den bedruckten Bogen
dadurch in Richtung des Fachs ausstößt, daß sie die Hinterkante ihres
gezackten Umfangsrandes anschiebt. Jede Schubwalze 19 ist auf der
angetriebenen Welle 17 auf der Innenseite der angetriebenen Riemenscheibe 18
gelagert, und ein Teil der äußeren Umfangskante der Schubwalze 19 steht
über die Förderbänder 11 über.
-
Wenngleich bei dieser Ausführungsform die effektive Fläche, die
tatsächlich einen Beitrag leistet zu der Zufuhr der Saugkraft zu dem bedruckten
Papierbogen, auf der stromabwärtigen Seite dadurch vergrößert ist, daß die
Breiten der zweiten Vakuumlöcher 13b vergrößert sind, läßt sich die
effektive Fläche auch durch andere verschiedene Maßnahmen ändern.
Beispielsweise kann man sie dadurch ändern, daß man die Anzahl der zweiten
Vakuumlöcher 13a erhöht, die sich mit den ersten Vakuumlöchern 11a zu
gegebener Zeit überlappen, während die Breite der zweiten Vakuumlöcher
13a gleichmäßig gehalten wird (zum Beispiel durch eine Anordnung, bei
der ein zweites Vakuumloch 13b sich mit einem ersten Vakuumloch 11a
auf der stromaufwärtigen Seite überlappt, während ein Paar zweiter
Vakuumlöcher 13a sich mit einem ersten Vakuumloch 11a überlappt), oder
durch Ändern der Dichte der zweiten Vakuumlöcher 13b.
-
Anhand der Fig. 4 bis 6 soll im folgenden eine zweite
Ausführungsform der Erfindung beschrieben werden. Bei dieser Ausführungsform
befindet sich ein Luftgebläse 20 oberhalb des stromabwärtigen Endabschnitts
des Transferweges. Das Luftgebläse 20 enthält einen Lüfter 21 und ein
Luftleitungsrohr 22, dessen Luftauslaßöffnung 22a sich direkt oberhalb der
angetriebenen Riemenscheiben 18 befindet. Wird der Lüfter 21 in Betrieb
gesetzt, so wird Luft oberhalb des Lüfters 21 eingezogen und über die
angetriebenen Riemenscheiben 18 sowie die Schubwalzen 19 geblasen, was
über die Luftauslaßöffnung 22a geschieht.
-
Auf diese Weise wird das bedruckte Papier auf den Förderbändern 11
durch von oberhalb durch die Luftauslaßöffnung 2a geblasene Luft gegen
die Riemen 11 gedrückt. Der Luftdruck bewirkt im Verein mit der
Anziehungskraft durch das Vakuumgebläse 12, daß der bedruckte Papierbogen
die Transferkraft sicher empfängt, bis sein nachlaufendes Ende zu dem
stromabwärtigen Ende hin transportiert ist. Da außerdem bei diesem
speziellen Ausführungsbeispiel die Luftauslaßöffnung 22a sich genau oberhalb
der angetriebenen Riemenscheiben 18 und der Schubwalze 19 befindet,
wird der nachlaufende Endbereich des bedruckten Papierbogens unter dem
Luftdruck nach unten gebogen, wenn der nachlaufende Endabschnitt zu
den Schubwalzen 19 gelangt, so daß dadurch die Zähne 19a der
Schubwalze 19 sicher in Eingriff mit dem hinteren Rand des Papierbogens gebracht
werden können, wodurch die Transferkraft seitens der Schubwalze 19
sicher auf den Papierbogen übertragen und dieser mit einer gewünschten
Transferkraft ausgetragen werden kann.
-
Obschon die zweiten Vakuumlöcher in der Führungsplatte 13 in Fig. 6
nicht dargestellt sind, kann die effektive Fläche, die tatsächlich einen
Beitrag leistet zu der Zufuhr von Saugkraft zu dem bedruckten Papierbogen,
auf der stromabwärtigen Seite in der Weise vergrößert werden, wie sie
oben in Verbindung mit der ersten Ausführungsform erläutert wurde, was
deshalb bevorzugt, wenngleich nicht notwendig ist, weil der Effekt des
Luftgebläses und der Effekt der vorbelasteten Anziehungskraftverteilung
einander ergänzen. Weiterhin können die angetriebenen Riemenscheiben
18 mit den oben bereits beschriebenen Ausschnitten ausgestattet werden,
allerdings ist dies nicht nötig.
-
In Verbindung mit den Fig. 7A und 7B wird eine dritte
Ausführungsform der Erfindung beschrieben. Das Blatttransfersystem dieser
Ausführungsform ist grundsätzlich das gleiche wie das der zweiten
Ausführungsform, nur daß die Anordnung des Luftgebläses vereinfacht ist. Das heißt:
obschon bei der zweiten Ausführungsform sowohl das Vakuumgebläse 12
als auch der Luftgebläse-Lüfter 21 eingesetzt werden, ist die Funktion des
Vakuumgebläses 12 verdoppelt durch Erfüllung auch der Funktion des
Luftgebläse-Lüfters 21 dieser Ausführungsform, demzufolge sich die
Anzahl der Teile reduzieren, der Aufbau vereinfachen und die gesamte
Baugröße des Systems reduzieren läßt.
-
Wie in Fig. 7A und 7B gezeigt, ist ein Umwälzkanal 24 vorgesehen, der
sich von unterhalb des Vakuumgebläses 12 bis oberhalb der Förderbänder
erstreckt. Der Umwälzkanal 24 befindet sich zum Beispiel neben den
Förderbändern 11, um nicht mit dem Transfer des bedruckten
Papierbogens zu dem Fach 9 zu kollidieren. Das obere offene Ende des
Umwälzkanals 24 bildet eine Luftauslaßöffnung 24a. Die Luftauslaßöffnung 24a
befindet sich gerade oberhalb dem stromabwärtigen Ende, insbesondere
direkt oberhalb der angetriebenen Riemenscheiben 18 und der Schubwalzen
19. Wird das Vakuumgebläse 12 in Betrieb gesetzt, so wird der bedruckte
Papierbogen unter der von dem Vakuumgebläse 12 erzeugten Saugkraft
gegen die Förderbänder 11 gezogen, und gleichzeitig wird Luft im
Gehäuse 14 über den Umwälzkanal 24 nach oben geleitet, um über die
Luftauslaßöffnung 24a nach unten ausgeblasen zu werden. Der bedruckte Bogen
auf den Förderbändern 11 wird von dem Luftdruck wie bei der zweiten
Ausführungsform gegen die Bänder 11 gedrückt.
-
Wenngleich bei den oben beschriebenen Ausführungsformen das
erfindungsgemäße Blatttransfersystem in das Druckergehäuse eingebaut ist, so
läßt sich das erfindungsgemäße Blatttransfersystem doch auch in anderen
Systemen einsetzen. Wie zum Beispiel in Fig. 8 gezeigt ist, kann das
erfindungsgemäße Blatttransfersystem in einen Sortierer 25 eingebaut
werden, der sich neben dem Drucker 1 befindet, um die aus dem Drucker 1
ausgetragenen bedruckten Papierbögen zu sortieren.
-
Der Sortierer 25 ist mit mehreren Fächern oder Ablagen 26 ausgestattet.
Die Fächer 26 werden von einem (nicht gezeigten) Auf-Ab-Mechanismus
nach oben und nach unten bewegt, und eines der Fächer 26 wird selektiv in
der Nähe einer Blattauslaßöffnung 10a des Blatttransfersystems 10
positioniert. Das Blatttransfersystem 10 empfängt einen bedruckten Bogen von
dem Drucker 1 und transferiert das Papier auf das Fach, welches sich in
der Nähe der Blattauslaßöffnung 10a befindet. Der Sortierer 25 kann von
bekannter Bauart sein.