-
Die Erfindung betrifft einen Spind, der zur sicheren
Aufbewahrung von Gegenständen in Freizeitbädern, Hotels und
ähnlichen, hauptsächlich touristischen Anlagen, vorgesehen
ist.
-
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die
Bereitstellung eines Spinds, der sich ohne Zweifel in
Freizeitbädern, Hotels und ähnlichen touristischen Anlagen und u. a.
auch in der Industrie als nützlich erweisen wird, dessen
Handhabung, nämlich das Abschließen/Aufschließen, ohne
Schwierigkeiten ausgeführt werden dürfte, und zwar durch
die Benutzung solcher Mittel und auf solche Weise, die
absolut passend und nützlich zur Handhabung mit anderen
Mitteln und Benutzung dieser Mittel sind, die dem Benutzer
in dem gesamten Aktivitätenkomplex in der Umgebung zur
Verfügung stehen, in welcher der Benutzer des Spinds sich
befindet.
-
Ein Spind, der aus einem Rahmen und mehreren Kammern oder
Fächern besteht, ist allgemein bekannt. In einem solchen
Spind sind die Fächer eines neben dem anderen plaziert,
außerdem sind die Fächer in mehreren Reihen angeordnet, die
eine über der anderen verlaufen. Jedes Fach ist mit einer
geeigneten Tür und einem Schließmechanismus für das
Abschließen der Tür ausgestattet. Der Schließmechanismus
ist auf eine sehr einfache Art ausgeführt und umfaßt ein
Schloß und einen Schlüssel, und er funktioniert so, daß es
nur dann möglich ist, die Tür abzuschließen und den
Schlüssel herauszuziehen, nachdem eine geeignete Karte, die
dem Benutzer an einem bestimmten Ort und unter bestimmten
Umständen übergeben wird, in ein Schlüsselloch für
spezielle Aufnahme eingesteckt wird.
-
Im Sinne seiner Grundfunktion erfüllt ein solcher Spind
sicherlich seine Aufgabe, da es ohne Zweifel möglich ist,
jedesmal eine bestimmte Menge an Gegenständen in einem
verfügbaren Spind sicher aufzubewahren. Die Benutzung eines
solchen Spinds ist jedoch trotz allem eher unzweckmäßig.
Der Benutzer des Spinds kann den Spind oder das jedesmal
verfügbare Fach darin nämlich nur unter bestimmten
Umständen in Gebrauch nehmen - normalerweise gegen
Bezahlung. Er benötigt gewöhnlich Geld, damit er eine Karte
für die Benutzung eines Spinds oder eines Spindfaches
erhält. Nach der Wahl eines geeigneten Faches muß der
Benutzer eine Karte an einem passenden Platz im Schloß
einstecken und danach das Fach mit einem Schlüssel
abschließen und dann den Schlüssel herausziehen. Um sich
der Zugangsmöglichkeit zu den Gegenständen, die in einem
Fach eines Spinds weggeschlossen sind, zu versichern, muß
der Benutzer den Schlüssel mit sich führen und die ganze
Zeit darauf aufpassen. Der Schlüssel, auf den ein Benutzer
aufpassen muß, solange er ihm zur Verfügung steht,
ermöglicht leider nur das Öffnen des Spinds, er ermöglicht
jedoch nicht z. B. das Bestellen von Getränken an der Bar
eines Kurortes oder im Schwimmbad oder Hotel. Zu diesem
Zweck benötigt der Benutzer wiederum Geld, welches er
andererseits gewöhnlich nicht mit sich führt, während er im
Schwimmbecken schwimmt. Deswegen ist der Benutzer eines
solchen Spinds in touristischen Anlagen, während er sich
ausruht oder in seiner Freizeit, relativ schwer mit der
unvermeidlichen Ausführung mehrerer zwangsläufig
notwendiger, aufeinanderfolgender Schritte belastet, welche
durch die Benutzung der Vorrichtung diktiert werden,
weswegen sie offensichtlich zwangsläufig so kompliziert
ist, so daß sie zu ihrem Besten den Ansprüchen und dem
Komfort des Benutzers entsprechend angepaßt würde.
-
Eine Anordnung und ein Verfahren zur Benutzung
abschließbarer Räume wird im EP-A-704 826 A2 beschrieben, wobei die
Anordnung eine Schließvorrichtung umfaßt, die mittels eines
steuerbaren Schlosses abschließbar ist. Außerdem umfaßt die
Anordnung ein Lesegerät, das auf das Einlesen einer
datentragenden Karte abgestimmt ist, und das Lesegerät ist
mit dem Schloß und einem Speicherelement verbunden, das die
Daten speichert, die mittels des Lesegeräts eingelesen
wurden. Das Lesegerät umfaßt Mittel zum Einstellen des
Schlosses in eine abgeschlossene oder aufgeschlossene
Position, je nach den Daten, die von den Karten eingelesen
werden, und den Daten, die in dem Speicherelement
gespeichert sind. Das Dokument sagt bezüglich der
Schließvorrichtung, nämlich ihrer Gestaltung, jeglichen
Betriebs hinsichtlich Sicherheitsabschluß und Vermeidung
möglichen Klemmens nichts aus.
-
US-A-4857714 beschreibt ein
Kreditkarten-Aufbewahrungssystem, genauer gesagt: ein mit Kreditkarten betriebenes
System, bei dem eine Vielzahl von Safes, die über
Kreditkarten zugänglich sind und über Computer betrieben werden,
mit einem entsprechenden Zweigcomputer kommunikativ
verbunden sind, der seinerseits mit einem zentralen Host-Computer
kommunikativ verbunden ist. Das Aufbewahrungssystem umfaßt
einen Behälter für die Aufbewahrung von Gegenständen und
eine Tür, die mit dem Behälter in Verbindung steht. Der
Schließmechanismus steht mit der Tür in Verbindung, um
gezielt eine abgeschlossene Position zur Feststellung der
Tür in einer geschlossenen Position und eine
aufgeschlossene Position zum Öffnen der Tür auszulösen. Gemäß einer
der Ausführungsformen umfaßt der Schließmechanismus eine
Achse, wie zum Beispiel eine runde Stahlstange. Die Achse
ist senkrecht und verschiebbar in der Tür angebracht. Eine
Feder ist an der Achse angebracht und dient dazu, die Achse
nach oben zu drücken. Die Tür kann geöffnet werden, wenn
die Achse nach oben in ihre höchste Position innerhalb der
Tür gedrückt ist, so daß das obere Ende der Achse mit dem
oberen Rand der Tür bündig abschließt. Ein Elektromotor,
der elektronisch mit einem geeigneten Prozessor verbunden
ist, weist eine rotierende Achse auf, mit der eine
Mitnehmervorrichtung verbunden ist. Die
Mitnehmervorrichtung steht in mechanischer Wechselbeziehung mit dem oberen
Ende der oben erwähnten Achse.
-
Ein solcher Schließmechanismus kann ohne Zweifel bei
verschiedenen Safes verwendet werden, die jedoch als
gesamte Einheiten hergestellt werden müssen, die einen
Behälter und eine Tür mit eingegliederter Achse und anderen
erforderlichen Teilen umfassen. Folglich ist es
unglaubhaft, daß ein solches System z. B. zum Zwecke der
Modifizierung der bestehenden Spinde in Freizeitbädern und
ähnlichen touristischen Anlagen angewendet werden kann.
Zudem wird beim Abschließen der Tür die Achse nach unten
gedrückt und beim Aufschließen mittels der Feder nach oben
gezwungen. Beim Benutzen eines Safes werden die Türen oft
zugestoßen oder sogar Gegenstände in der Türöffnung
liegengelassen, was ein Klemmen beim Ab- oder Aufschließen
mit sich bringen kann. Dadurch kann die Achse in ihrer nach
unten gerichteten Position festgehalten werden oder
festklemmen, und die Tür somit nicht mehr geöffnet werden.
Andererseits kann der Benutzer, wenn die Tür zu ist, nicht
sehen, ob die Tür abgeschlossen oder aufgeschlossen ist,
was sowohl bei beispielsweise einem Hotelsafe, als auch
beim Spind eines Freizeitbades zu Problemen führen kann.
Der Benutzer eines Hotelsafes könnte nämlich die Tür
geschlossen, aber nicht abgeschlossen zurücklassen, und der
Benutzer eines Spinds muß entsprechend versuchen,
zahlreiche Türen zu öffnen, um eine aufgeschlossene
ausfindig zu machen, und danach seine Kleidung hineinlegen.
-
Die Erfindung umfaßt einen Spind, wie im unabhängigen
Anspruch 1 definiert. Der Spind ist so gestaltet, daß er
mehrere Reihen von Fächern umfaßt, die nebeneinander und
vorzugsweise auch übereinander angeordnet sind, wobei jedes
eine passende Tür umfaßt, welche mit einem
Schließmechanismus ausgestattet ist. Dazu ist der Spind selbst mit
einem Kartenlesegerät und geeignetem Prozessor ausgestattet,
welcher mit einem elektrisch betriebenen
Riegelantrieb jeden Schlosses an jedem Fach elektrisch verbunden
ist. Auf diese Weise ist es möglich, das Öffnen und
Schließen des jedesmal verfügbaren Spindfaches unter
Zuhilfenahme der Magnetkarte oder der sogenannten Chip-
Karte durchzuführen, welche nicht nur zum Ab-/Aufschließen
dienlich ist, sondern auch für zahlreiche andere Zwecke,
z. B. zum Ab-/Aufschließen des Hotelzimmers, zum Belasten
und Begleichen von Rechnungen für andere
Hoteldienstleistungen sowie zum Umschalten anderer elektrischer Geräte
und ähnlichem, Ferner kann bei der vorliegenden Lösung der
Verschlußriegel der Verschlußeinheit mit dem
Sicherheitsblech verbunden oder davon gelöst werden, und zwar mittels
des Elektromotors, der vom Prozessor auf der Grundlage
eines Signals gesteuert werden kann, welches vom
Kartenlesegerät empfangen wird. Das Sicherheitsblech des
Schließmechanismus ist vorzugsweise mit einer Öffnung
ausgestattet, in der beim Abschließen ein Verschlußriegel
gefaßt wird, der mittels Elektromotor, Exzenterantrieb und
geeignetem Getriebe bewegt wird und vorzugsweise
kugelförmig ist. Der Elektromotor ist zusammen mit dem Getriebe
und dem Exzenterantrieb vorzugsweise im Inneren des
Gehäuses angeordnet, wo gleichzeitig ein Stoßdämpfer
verfügbar ist, der zur Dämpfung vorgesehen ist, wenn beim
Schließen die Tür zugeschlagen oder die Tür nach dem
Aufschließen aufgerissen wird, und der im einfachsten Falle
eine Stange umfaßt, welche an eine Druckfeder geneigt ist.
-
Die vorliegende Erfindung wird detaillierter auf der
Grundlage eines Ausführungsbeispiels beschrieben, das auf
den beigefügten Zeichnungen gezeigt wird, wobei
-
Fig. 1 die perspektivische Ansicht eines Spinds gemäß
der Erfindung ist; und
-
Fig. 2 die Vorderansicht einer Verschlußeinheit mit dem
zugehörigen Teil der Spindtür am teilweise
entfernten Gehäuse ist.
-
Nach dem Ausführungsbeispiel, das in Fig. 1 und 2 gezeigt
wird, umfaßt der Spind einen Rahmen 1, der mehrere (in
diesem Falle zehn) Fächer 2 umfaßt, die eines neben dem
anderen und gleichzeitig in zwei Reihen eines über dem
anderen plaziert sind. Jedes Fach ist mit einer passenden
Tür 21 ausgestattet, welche mit Hilfe von passenden Angeln
(nicht dargestellt) in jedem Fach 2 schwenkbar am Rahmen 1
befestigt ist.
-
Gemäß der vorliegenden Lösung ist der Spind mit einem
Kartenlesegerät 3 und dem Prozessor 4 ausgestattet, die im
allgemeinen irgendwo plaziert werden, die Stelle sollte
jedoch vorzugsweise nach ihrem größtmöglichen Nutzen und so
gewählt werden, daß sie für den Benutzer in höchstem Maße
zufriedenstellend ist. Nach dem Ausführungsbeispiel sind
das Kartenlesegerät 3 und der Prozessor 4 dazu vorgesehen,
ein Fach 2 nur in einem bestimmten Moment
ab-/aufzuschließen; und zu diesem Zweck ist der Spind hinsichtlich
seiner Ausmaße und der Anordnung der Fächer 2 so gestaltet,
daß aufgrund der ergonomischen Einschränkungen nur einem
Benutzer der Zugang auf das Kartenlesegerät 3 und nur das
Einführen einer Karte in das Kartenlesegerät 3 ermöglicht
wird.
-
Das Kartenlesegerät 3 und der Prozessor 4 sind darauf
abgestimmt, einen Datensatz von einer gewöhnlichen
Magnetkarte oder sogenannten Chip-Karte zu empfangen und
einzulesen, welche dem Durchschnittsfachmann allgemein bekannt
ist und daher nicht separat detaillierter dargestellt wird.
Das Kartenlesegerät 3 ist dazu geeignet, einen Datensatz
einzulesen, der auf einer Karte gespeichert ist, und es ist
ferner dazu in der Lage, das entsprechende Signal an den
Prozessor 4 zu senden. Mittels des vorprogrammierten
Prozessors 4 wird der Betrieb der Teile gesteuert, die der
Schließmechanismus 5 umfaßt, welcher im Bereich jeden
Faches 2 des Spinds plaziert ist, und zum Ab-/Aufschließen
der Tür 21 vorgesehen ist, und welcher unten detaillierter
beschrieben wird.
-
Der Schließmechanismus 5 umfaßt im allgemeinen das
Sicherheitsblech 51, an dem nach dem Ausführungsbeispiel
eine Verschlußöffnung 510 verfügbar ist, und welches
vorzugsweise an jeder Tür 21 befestigt ist, und ferner eine
Verschlußeinheit 52, die innerhalb eines passenden Gehäuses
520 angeordnet ist, welches vorzugsweise im Bereich jeden
Faches 2 plaziert ist. Auf diese Weise können gleichfalls
bestehende Spinde im Verlauf einer Lösung im Einklang mit
der Erfindung modifiziert werden.
-
Ein geeigneter Elektromotor 521, der über ein geeignetes
Kabel mit elektrischem Strom versorgt wird, ist in das
Gehäuse 520 eingebaut und wird von dem geeigneten Prozessor
4 gesteuert, und wird ferner mittels eines geeigneten
Antriebes 522 (in dem Ausführungsbeispiel ein
Schneckenantrieb) in Zusammenarbeit mit dem Exzenterantrieb 523
gebracht, wodurch beim Ab-/Aufschließen der vorzugsweise
kugelförmige Verschlußriegel 524 von der Verschlußöffnung
510 des Sicherheitsblechs 51 gefaßt oder freigegeben wird.
Nach dem Ausführungsbeispiel kann der Elektromotor 521 z. B.
mit Gleichstrom (GS) versorgt werden.
-
Zudem ist nach diesem Ausführungsbeispiel ein Stoßdämpfer
525 im Gehäuse 520 der Verschlußeinheit 52 verfügbar, der
eine Stützstange 5252 umfaßt, die an eine Druckfeder 5251
geneigt ist.
-
Dank der oben beschriebenen Anordnung gemäß der Erfindung
wird ein Spindbenutzer mit einer Magnetkarte oder
sogenannten Chip-Karte, neben der Verwirklichung anderer
Tätigkeiten, ferner in die Lage versetzt, den Spind zuverlässig
ab- oder aufzuschließen. Zu diesem Zweck steckt der
Benutzer die Karte in das Kartenlesegerät 3, woraufhin der
Prozessor 4 in der Lage ist, das entsprechende Signal von
dort zu empfangen und den Elektromotor 521 der
Verschlußeinheit 52 zu steuern. Auf diese Weise wird
mittels Getriebe 522 und Exzenterantrieb 523 eine geeignete
Verbindung oder Freigabe des Sicherheitsblechs 51 und
Verschlußeinheit 52 des Schließmechanismus 5 erzielt.
Zusätzlich wird, nachdem die Verbindung zwischen dem
Sicherheitsblech 51 und dem Mechanismus 52 gelöst wurde,
mittels des Stoßdämpfers 525 und besonders dank der Kraft
der Feder 5251, die Tür 21 behutsam angestoßen und
geöffnet.
-
Dank des Stoßdämpfers 525 wird die Tür 21 nach dem
Aufschließen nicht nur aufgeschlossen, sondern auch
geöffnet, so daß es jedem Benutzer offensichtlich ist,
welche Fächer 2 abgeschlossen (belegt) und welche
aufgeschlossen und zur Benutzung bereit sind.