DE69802402T2 - Hidden-Markov-Modelle (HMM) approximierende endliche Transducer und ihre Verwendung zum Text-Tagging - Google Patents

Hidden-Markov-Modelle (HMM) approximierende endliche Transducer und ihre Verwendung zum Text-Tagging

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Computer-basierte Textverarbeitung, und besonders Techniken für das Part-of-Speech-Tagging durch Finite-Zustands-Transducer (FST, finite state transducer), die von einem Hidden-Markov-Modell (HMM) abgeleitet sind.
  • Das Tagging (Etikettieren) der Wortbedeutung von Maschinen lesbarem Text, wodurch Tags den Worten in einem Satz zugewiesen werden, um die Bedeutung eines Worts im Satz zu identifizieren (z. B. Hauptwort-Singular, Verb-Präsenz-Erste-Person-Plural) ist bekannt. Solche Etikette sind typisch in einer standardisierten Form, wie etwa nach der Text Encoding initiative (TEI) spezifiziert ist. Ein Text oder ein Korpus, der einmal etikettiert wurde, findet Verwendung z. B. bei der Informationssuche des Textes und bei statistischen Analysen des Textes.
  • "Deterministic part-of-speech tagging with finite state transducers" von Roche E. et al. (Computational Linguistics, Juni 1995, USA, Band 21, Nr. 2, Seiten 227-253, ISSN 0891-2017) legt Transducer offen, die einen lexikalischen Tagger, einen Tagger unbekannter Wörter und einen Kontext-Tagger enthalten. Der Kontext-Tagger, der Tags als Eingabe aufnimmt, und Tags als Ausgabe abgibt, wird konstruiert durch Wandlung jeder Kontextregel in einen Finite-Zustände-Transducer; danach Wandlung der Transducer in Transducer, die auf der Eingabe in einem Pass global arbeiten; dann Kombinntion aller Transducer zu einem einzigen Transducer, etwa durch Komposition; und dann Transformation der sich ergebenden Transducer in einen äquivalenten, subsequentiellen (deterministischen) Transducer.
  • "Weighted rational transductions and their application to human language processing" von Pereira F. et al. (Human language technology, workshop proceedings, 1. Januar 1994, Seiten 262-267) zeigt, dass jede Transduction in einer Kaskade häufig durch eine Finite-Zustände-Vorrichtung modelliert wird, wie etwa ein Hidden-Markov-Modell. Es kann gezeigt werden, dass Hidden-Markov-Modelle und Wahrscheinlichkeits-orientierte Finite-Zustände-Sprachmodelle äquivalent zu gewichteten Finite-Zustände-Aufnehmern sind. Ein konventioneller HMM-Decodierer kann natürlich als äquivalent zu einer Kaskade gewichteter Transductionen angesehen werden.
  • Wahrscheinlichkeits-orientierte, HMM-basierte Tagger sind von Bahl und Mercer (1976) und Church (1988) bekannt; siehe Abschnitt H: Referenzen am Ende dieser Offenlegungsschrift. Sie wählen aus den in einem Wörterbuch für ein Wort gefundenen Wortbedeutungs-Etiketten das auf der Basis des Kontextes des Wortes, d. h. der benachbarten Worte, wahrscheinlichste Etikett aus.
  • Jedoch ist ein Problem eines konventionellen, HMM-basierten Taggers, dass er nicht mit anderen Finite-Zustände-Werkzeugen integriert werden kann, die andere Schritte der Textanalyse/-manipulation durchführen.
  • Ein Verfahren ist es, ein FST-durchführendes Wortbedeutungs-Etikettieren (Tagging) von einem Satz von Regeln zu erzeugen, die durch Linguistiker geschrieben wurden (Chanod und Tapanainen, 1995). Dies beansprucht jedoch beträchtliche Zeit und erzeugt sehr große Automaten (oder Mengen von Automaten, die aufgrund der Größe nicht miteinander integriert werden können), die das Etikettieren ziemlich langsam durchführen. Solch ein FST kann auch nicht-deterministisch sein, d. h. für einen Eingabesatz kann er mehr als eine Lösung oder überhaupt keine Lösungen bieten.
  • Die vorliegende Erfindung sieht Verfahren vor, um ein für das Wortbedeutungs-Etiketfieren (Part-of-speech tagging) verwendetes H idden-Markov-Modell (HMM) durch einen Finite-Zustände-Transducer zu approximieren. (Ein identisches Modell eines HMM durch einen Transducer (ohne Gewichte) ist in vielen Fällen nicht möglich) In spezifischen Ausführungsformen wird vorgesehen: (a) ein Verfahren (n-Typ-Approximation genannt) der Ableitung eines einfachen Finite-Zustände-Transducers, der in allen Fällen anwendbar ist, aus HMM-Wahrscheinlichkeitsmatrizen, (b) ein Verfahren (s-Typ- Approximation genannt) für die Bildung eines präzisen HMM-Transducers für ausgewählte Fälle, die von einem Trainingskorpus genommen werden, (c) ein Verfahren für die Vervollständigung des präzisen (s-Typ-)Transducers mit Sequenzen von dem einfachen (n-Typ-)Tranducer, was den präzisen Transducer in allen Fällen anwendbar macht, und (d) ein Verfahren (b-Typ-Approximation genannt) für die Bildung eines HMM- Tranducers mit variabler Präzision, der in allen Fällen anwendbar ist.
  • Die Erfindung sieht ein Verfahren vor zur Erzeugung eines Text-etikettierenden FST nach irgendeinem der Ansprüche 1,5 und 9 der angefügten Ansprüche, oder nach irgendeiner der hier beschriebenen, besonderen Ausführungsformen.
  • Die Erfindung sieht ferner ein Verfahren vor zur Erzeugung eines zusammengesetzten Finite-Zustände-Transducers mit einem oder mehreren Text-manipulierenden FST.
  • Die Erfindung sieht ferner ein Verfahren vor zur Etikettierung eines Textes unter Verwendung der vorgestellten, HMM-abgeleiteten FST oder des zusammengesetzten FST.
  • Die Erfindung sieht ferner ein Textverarbeitungssystem nach Anspruch 11 der angefügten Ansprüche vor, und ein beschreibbares Medium nach Anspruch 12 der angefügten Ansprüche.
  • Die HMM-Transducer bauen auf den Daten (Wahrscheinlichkeitsmatrizen) des unterlegten HMM auf. Die Genauigkeit der in dem HMM-Trainingsprozeß gesammelten Daten hat Wirkung auf die Etikettierungsgenauigkeit sowohl des HMM selbst als auch des abgeleiteten Transducers. Das Training dieses HMM kann sowohl auf einem Korpus ohne Tags als auch auf einem Korpus mit Tags erfolgen, und wird nicht im Detail diskutiert, da es in der Literatur (Bahl und Mercer, 1976; Church, 1988) beschrieben ist.
  • Ein Vorteil des Finite-Zustände-Taggers nach der Erfindung ist, dass die Tagging- Geschwindigkeit bei der Benutzung von Tranducer bis zu fünfmal höher ist als wenn das unterlegte HMM benutzt wird (siehe Abschnitt F unten).
  • Ein Hauptvorteil der Erfindung ist jedoch, dass die Integration mit Werkzeugen, die weitere Schritte der Textanalyse durchführen, möglich ist: die Transformation eines HMM in einen FST bedeutet, dass dieser Transducer mit dem Finite-Zustände-Calculus behandelt werden kann, und deshalb direkt in andere Finite-Zustände-Textverarbeitungswerkzeuge integriert werden kann, wie sie von XEROX Corp. und anderen Stellen verfügbar sind. Da der Tagger in der Mitte einer Kette von Textanalysewerkzeugen ist, von denen alle anderen Werkzeuge Finite-Zustände-basiert sein können (wie dies der Fall ist bei den von XEROX Corp. verfügbaren Textverarbeitungswerkzeugen), macht die Konvertierung des HMM in einen FST diese Kette homogen, und ermöglicht so, dass die Kettenkomponenten mittels Komposition in einen einzigen FST zusammengebracht werden.
  • Insbesondere ist es möglich, einen HMM-abgeleiteten Transducer unter anderem mit einem oder mehreren der folgenden Transducer zusammenzulegen, die codieren:
  • - Korrekturregeln für die häufigsten Tagging-Fehler, um die Tagging-Genauigkeit signifikant zu verbessern. Diese Regeln können entweder automatisch von einem Korpus extrahiert werden (Brill, 1992), oder manuell geschrieben werden (Chanod und Tapanamen, 1995). Die Regeln können Abhängigkeiten über große Abstände enthalten, die von HMM-Taggern gewöhnlich nicht gehandhabt werden.
  • - weitere Schritte der Textanalyse, z. B. leichtes Parsen oder Herausziehen von Hauptwort-Phrasen oder anderen Phrasen (Ait-Mokhtar und Chanod, 1997).
  • - Kriterien, die über die Relevanz eines Korpus hinsichtlich einer besonderen Suchfrage bei der Informationsaufsuche entscheiden (z. B. Vorkommen von bestimmten Worten in bestimmten syntaktischen Strukturen).
  • Diese Transducer können getrennt oder alle zusammen aufgebaut sein (Kaplan und Kay, 1994). Solche Komposition ermöglicht komplexe, von einem einzigen Transducer durchgeführte Textanalyse (siehe EP-A-583,083).
  • Es ist zu erkennen, dass die hier beschriebenen Algorithmen Verwendung finden können über die Anwendungen hinaus, die mit Blick auf die besonderen, unten angeführten Ausführungsformen diskutiert werden: d. h. bei jeder Art von Analyse geschriebener oder gesprochener Sprache auf der Basis sowohl von Finite-Zustände-Technologie als auch HMM, wie etwa Korpusanalyse, Spracherkennung, u. s. w. Die Algorithmen sind vollständig verwirklicht worden.
  • Nun werden Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft beschrieben, mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen, in denen:
  • Fig. 1 Entscheidungen über Tags mit einem n-Typ-Tranducer nach einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht;
  • Fig. 2 schematisch die Erzeugung eines n-Typ-Transducers nach einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht;
  • Fig. 3 die Prozedur der Bildung eines n-Typ-Transducers nach einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht;
  • Fig. 4 ein Diagramm ist, das die Klassen-Untersequenzen eines Satzes veranschaulicht;
  • Fig. 5 ein schematisches Diagramm der Schritte in der Prozedur für die Bildung eines s-Typ-Transducers nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist;
  • Fig. 6 ein Diagramm ist, das die Auflösung von Mehrdeutigkeiten von Klassen zwischen zwei ausgewählten Tags veranschaulicht;
  • Fig. 7 ein Diagramm ist, das die gültigen Pfade durch den Raum der Tags eines Satzes veranschaulicht;
  • Fig. 8 ein Diagramm ist, das b-Typ-Sequenzen veranschaulicht;
  • Fig. 9 ein schematisches Flußdiagramm ist, das die Prozedur der Bildung eines b- Typ-Transducers veranschaulicht;
  • Fig. 10 ein Veranschaulichung des Tagging eines Satzes unter Verwendung entweder des in Fig. 3 gebildeten n-Typ-Transducers oder des in Fig. 5 gebildeten s-Typ- Transducers oder des in Fig. 9 gebildeten b-Typ-Transducers ist; und
  • Fig. 11 ein schematisches Flußdiagramm der Schritte ist, die nach einer Ausführungsform der Erfindung in der Prozedur enthalten sind, in welcher das Tagging eines Textkorpus mit einem Finite-Zustände-Tagger unter Benutzung eines HMM- Transducers durchgeführt wird.
  • A. Systemkonfiguration
  • Es ist zu würdigen, dass die Techniken nach der Erfindung unter Verwendung konventioneller Computer-Technik genutzt werden können. Es ist zu würdigen, dass die Erfindung verwirklicht werden kann unter Verwendung eines mit WindowsTM arbeitenden PC, eines mit MacOS arbeitendne Mac oder eines mit UNIX arbeitenden Minicomputers, was in der Technik wohlbekannt ist. Z. B. wird die PC-Hardware-Konfiguration im Detail diskutiert in The Art of Electronics, 2. Ausgabe, Kapitel 10, P. Horowitz und W. Hill, Cambridge Universita Press, 1989. Die Erfindung wurde auf einer Sun Sparc20 Workstation, die mit UNIX arbeitet, in C verwirklicht.
  • B. FST-Ableitung
  • Die Erfindung wird mit Bezug auf drei Verfahren zur Ableitung eines Transducers für das Part-of-speech-Tagging von einem HMM beschrieben. Diese Verfahren und Transducer werden hier mit n-Typ, s-Typ und b-Typ bezeichnet.
  • Ein für Tagging verwendetes HMM codiert wie ein Transducer eine Beziehung zwischen zwei Sprachen. Eine Sprache enthält Sätze von Mehrdeutigkeitsklassen, die durch Nachschlagen aller Wörter eines Satzes in einem Lexikon ermittelt werden. Die andere Sprache enthält Sequenzen von Tags, die durch statistisches Beseitigen der Mehrdeutigkeiten der Klassensequenzen ermittelt werden. Von außen betrachtet verhält sich ein HMM-Tagger wie ein sequentieller Transducer, der deterministisch jede Sequenz von Mehrdeutigkeitsklassen (die mit einem Satz korrespondieren) auf eine eindeutige Sequenz von Tags abbildet, z. B.:
  • C. Transducer vom n-Typ
  • Dieser Abschnitt stellt ein Verfahren vor, das ein Hidden-Markov-Modell (HMM) erster Ordnung durch einen Finite-Zustände-Transducer (FST) approximiert, was als eine n- Typ-Approximation bezeichnet wird. Fig. 1 veranschaulicht die Entscheidungen über Tags mit einem n-Typ-transducer nach einer Ausführungsform der Erfindung.
  • Wie in einem HMM erster Ordnung berücksichtigen wir Anfangswahrscheinlichkeiten π, Übergangswahrscheinlichkeiten a und Klassen-(d. h. Beobachtungssymbol-)Wahrscheinlichkeiten b. Jedoch werden Wahrscheinlichkeiten über Pfade nicht abgeschätzt. Anders als in einem HMM beeinflußt eine einmal getroffene Entscheidung die folgenden Entscheidungen, ist aber selbst nicht umkehrbar.
  • Fig. 1 veranschaulicht dieses Verhalten mit einem Beispiel: für die Klasse c&sub1; des Wortes w&sub1; wird das Tag t&sub1;&sub2; ausgewählt, welches das wahrscheinlichste Tag in einer Anfangsposition ist. Für das Wort w&sub2; wird das Tag t&sub2;&sub2; ausgewählt, das wahrscheinlichste Tag bei gegebener Klasse c&sub2; und zuvor ausgewähltem Tag t&sub1;&sub2;, u. s. w.
  • Ein Transducer, der dieses Verhalten codiert, kann erzeugt werden, wie in Fig. 2 veranschaulicht: diese Zeichnung zeigt schematisch einen n-Typ-Transducer nach einer Ausführungsform der Erfindung. In diesem Beispiel gibt es eine Menge von drei Klassen, c, mit den zwei Tags t&sub1;&sub1; und t&sub1;&sub2;, c&sub2; mit den drei Tags t&sub2;&sub1;, t&sub2;&sub2; und t&sub2;&sub3; und c&sub3; mit einem Tag t&sub3;&sub1;. Unterschiedliche Klassen können dasselbe Tag enthalten, z. B. können t&sub1;&sub2; und t&sub2;&sub3; sich auf dasselbe Tag (z. B. [NOUN]) beziehen. Fig. 3 veranschaulicht die Prozedur der Bildung eines n-Typ-Transducers nach einer Ausführungsform der Erfindung.
  • Beginnend mit der Menge der Tags und der Menge der Klassen (allgemein mit 2 bezeichnet) wird für jedes mögliche Paar einer Klasse und eines Tags (z. B. c&sub1; : t&sub1;&sub2; oder [ADJ,NOUN] : NOUN) ein eindeutiger Zustand erzeugt (Schritt s1) und mit diesem selben Paar bezeichnet. Diese Menge von Zuständen wird es ermöglichen, jede Klasse auf jedes ihrer Tags abzubilden. Ein Anfangszustand, der nicht mit irgendeinem Paar korrespondiert, wird ebenfalls in Schritt s1 erzeugt. Alle Zustände sind Endzustände und werden mit Doppelkreisen markiert. Dies produziert eine Menge von Zuständen, die mit Klasse-Tag-Paaren bezeichnet sind, und einen Anfangszustand (allgemein mit 4 bezeichnet).
  • Für jeden Zustand werden so viele abgehende Bögen erzeugt (Schritt s2), wie es Klassen gibt (drei in Fig. 2). Jeder solcher Bogen für eine bestimmte Klasse zeigt auf das wahcscheinlichste Paar dieser selben Klasse. Die Menge der abgehenden Bögen eines Zustands ermöglicht es, über das folgende Tag zu entscheiden, basierend auf der folgenden Klasse und dem Tag des gegenwärtigen Zustands. Falls der Bogen von dem Anfangszustand kommt, wird das wahrscheinlichste Paar einer Klasse und eines Tags (Zielzustand) nach der Anfangs- und Klassenwahrscheinlichkeit des Tags abgeschätzt.
  • arg p&sub1;(ci,tik) = π(tik)·b(ci tik)
  • Falls der Bogen von einem Zustand anders als der Anfangszustand kommt, wird das wahrscheinlichste Paar durch die Übergangs- und Klassenwahrscheinlichkeit des Tag geschätzt:
  • arg p&sub2;(ci,tik) = α(tik tvoriges)·b(ci tik)
  • In dem Beispiel (Fig. 2) ist c&sub1; : t&sub1;&sub2; das wahrscheinlichste Paar von Klasse c&sub1;, und c&sub2; : t&sub2;&sub3; das wahrscheinlichste Paar der Klasse c&sub2;, wenn von dem Anfangszustand ausgegangen wird, und c&sub2; : t&sub2;&sub1; ist das wahrscheinlichste Paar der Klasse c&sub2;, wenn vom Zustand C&sub3; : t&sub3;&sub1; ausgegangen wird. Jeder Bogen ist mit demselben Zeichenpaar bezeichnet wie sein Zielzustand, mit dem Klassenzeichen in der oberen Sprache und dem Tag-Zeichen in der unteren Sprache. Z. B. ist jeder Bogen, der zu dem Zustand c&sub1; : t&sub1;&sub2; führt, mit c&sub1; : t&sub1;&sub2; bezeichnet. Das Ergebnis ist der nicht minimale und nicht deterministische FST 6.
  • Schließlich können alle Zustandsbezeichnungen entfernt werden, da das oben beschriebene Verhalten in den Bogenbezeichnungen und der Netzwerkstruktur codiert ist. Das Netzwerk kann minimiert und eindeutig gemacht werden (Schritt s3), um den n-Typ-FST 8 zu produzieren.
  • Das obige mathematische Modell wird als ein n1-Typ-Modell bezeichnet, der resultierende Finite-Zustände-Transducer als ein n9-Typ-Transducer und der gesamte Algorithmus, der von dem HMM zu diesem Transducer führt, als eine n1-Typ-Approximation eines HMM erster Ordnung.
  • Angepaßt auf ein HMM zweiter Ordnung würde dieser Algorithmus eine n2-Typ-Approximation abgeben.
  • Jeder n-Typ-Transducer ist sequentiell, d. h. deterministisch auf der Eingabeseite. In jedem Zustand gibt es für jedes Klassenzeichen genau einen abgehenden Bogen. Ein n- Typ-Transducer erzeugt für irgendeinen Korpus die Tags deterministisch.
  • D. Transducer vom s-Typ
  • Dieser Abschnitt stellt ein Verfahren nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung vor, das ein Hidden-Markov-Modell (HMM) erster Ordnung durch einen Finite-Zustände- Transducer (FST) approximiert, und das hier als s-Typ-Approximation bezeichnet wird.
  • D.1 Mathematischer Hintergrund
  • Um einen Satz zu etikettieren (mit Tag versehen), d. h. seine Klassen-Sequenz auf die wahrscheinlichste Tag-Seguenz abzubilden, kann die Klassensequenz bei den nicht mehrdeutigen Klassen (die nur ein Tag enthalten) in Untersequenzen aufgeteilt werden, diese getrennt mit Tag versehen werden und dann wieder verkettet werden. Dieses Ergebnis ist äquivalent zu dem, das ermittelt wird, wenn der Satz als Ganzes mit Tag versehen wird.
  • Fig. 4 ist ein Diagramm, das die Klassen-Untersequenzen eines Satzes veranschaulicht. Zwei Typen von Untersequenzen von Klassen werden unterschieden: anfängliche und mittlere. Die abschließende (finale) Untersequenz eines Satzes ist äquivalent zu einer mittleren Untersequenz, falls angenommen wird, dass das Schlußzeichen des Satzes (".", "!" oder "?") immer mit einer nicht mehrdeutigen Klasse cu korrespondiert.
  • Eine anfängliche Untersequenz ci beginnt mit der Anfangsposition des Satzes, hat irgendeine Anzahl (einschließlich null) von mehrdeutigen Klassen und endet mit der ersten nicht mehrdeutigen Klasse cu des Satzes. Sie kann durch den regulären Ausdruck beschrieben werden:
  • ci = ca * cu
  • Es sei eine anfängliche Klassen-Untersequenz ci der Länge r gegeben. Dann kann die vereinte Wahrscheinlichkeit zusammen mit der korrespondierenden anfänglichen Tag- Untersequenz Ti geschätzt werden zu:
  • p(Ci,Ti) = π(t&sub1;)·b(c&sub1; t&sub1;)·[ aj(tj tj-1)·b(cj tj)]·a(tr tr-1)
  • Eine mittlere Untersequenz cm beginnt unmittelbar nach einer nicht mehrdeutigen Klasse cm, hat irgendeine Anzahl (einschließlich null) von mehrdeutigen Klassen und endet mit der ersten nicht mehrdeutigen Klasse ca des Satzes. Sie kann durch den regulären Ausdruck beschrieben werden:
  • cm = ca * cu
  • Um die Wahrscheinlichkeit der mittleren Tag-Sequenzen Tm korrekt abzuschätzen, haben wir die unmittelbar vorangehende, nicht mehrdeutige Klasse cue einzubeziehen, die aktuell zu der vorangehenden Untersequenz ci oder cm gehört. So wird eine erweiterte mittlere Untersequenz ermittelt:
  • cme = cue ca * cu
  • Die vereinigte Wahrscheinlichkeit einer erweiterten, mittleren Klassen-Untersequenz cme der Länge s zusammen mit einer korrespondierenden Tag-Untersequenz Tme kann abgeschätzt werden durch:
  • D.2 Bildung eines Transducer vom s-Typ
  • Um einen s-Typ-Transducer zu bilden, wird eine große Anzahl anfänglicher Klassen- Sequenzen ci und erweiterter, mittlerer Klassen-Sequenzen cme erzeugt, wie in D.3 unten beschrieben, und jede von ihnen wird auf der Basis eines HMM erster Ordnung unter Verwendung des Viterbi-Algorithmus für Effizienz (Viterbi, 1967; Rabiner 1990) eindeutig gemacht (d. h. mit Tag versehen).
  • Jede Klassen-Untersequenz wird mittels einer Kreuz-Produkt-Operation mit ihrer wahrscheinlichsten Tag-Untersequenz verbunden:
  • Si = Ci·x·Ti = c&sub1; : t&sub1; c&sub2; : t&sub2; ... cn : tn
  • Sme = Cme·x·Tme = c1e : t1e c&sub2; : t&sub2; ... cn : tn
  • Dann werden die Vereinigung uSi aller anfänglichen Untersequenzen Si und die Vereinigung uSme aller erweiterten, mittleren Untersequenzen Sme gebildet.
  • In allen erweiterten, mittleren Untersequenzen Sme, wie z. B.
  • werden das erste Klassenzeichen auf der oberen Seite und das erste Tag-Zeichen auf der unteren Seite als eine Erweiterung markiert, die nicht wirklich zu der mittleren Sequenz gehört, aber notwendig ist, um sie korrekt eindeutig zu machen. Das obige Beispiel wird zu:
  • Nun ist es möglich, ein vorläufiges Satzmodell zu formulieren, das eine anfängliche Untersequenz gefolgt von einer Anzahl (einschließlich null) erweiterter, mittlerer Untersequenzen enthält:
  • uS0 = uSi uSm0*
  • wo alle mittleren Untersequenzen Sm0 noch in dem Sinn markiert und erweitert werden, dass jedes Vorkommen aller nicht mehrdeutigen Klassen zweimal angeführt wird: einmal am Ende eines jeden Satzes (nicht markiert) und auch am Beginn eines jeden folgenden Satzes (markiert).
  • Um eine korrekte Verkettung der anfänglichen und mittleren Untersequenzen zu sichern, wird eine Verkettungsbeschränkung für Klassen formuliert:
  • Rc = [~ $[\cu c ]]j
  • die aussagt; dass jede mittlere Untersequenz mit derselben markierten, nicht mehrdeutigen Klasse cu0 beginnen muß (d. h. 0.[DET]), die nicht markiert als cu (d. h. [DET]) am Ende der vorangehenden Untersequenz vorkommt, da beide Zeichen auf dasselbe Vorkommen dieser nicht mehrdeutigen Klassen verweisen.
  • Nach Sichestellung einer korrekten Verkettung durch Kornposition der vorläufigen Satzmodelle uS0 mit der Verkettungsbeschränkung Rc werden alle markierten Klassen auf der oberen Seite und alle markierten Tags auf der unteren Seite der Beziehung entfernt.
  • Das obige mathematische Modell wird als s-Typ-Modell bezeichnet, der korrespondierende Finite-Zustände-Transducer als s-Typ-Transducer und der gesamte Algorithmus, der von dem HMM zu dem Transducer führt, als s-Typ-Approximation eines HMM.
  • Ein s-Typ-Transducer versieht jeden Korpus, der nicht unbekannte Untersequenzen enthält, auf genau dieselbe Weise, d. h. mit denselben Fehlern, mit Tags wie es der korrespondierende HMM-Tagger macht. Ein s-Typ-Transducer ist jedoch unvollständig, weil er nur eine begrenzte Menge von Untersequenzen von Mehrdeutigkeitsklassen codiert. Deshalb kann ein s-Typ-Transducer keine Sätze mit einer oder mehrerer Untersequenzen mit Tags versehen, welche nicht in dieser Menge sind. Ein s-Typ-Transducer kann vervollständigt werden, wie unten in D.4 beschrieben wird.
  • D.3 Erzeugung von Mehrdeutigkeitsklassen-Untersequenzen
  • Dieser Abschnitt beschreibt drei Wege, um Klassen-Untersequenzen zu ermitteln, die für die Bildung eines s-Typ-Transducers benötigt werden. Fig. 5 ist ein schematisches Diagramm der Schritte in der Prozedur der Bildung eines s-Typ-Transducers nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung.
  • (a) Herausziehen aus einem Korpus
  • Auf der Basis eines Lexikons und eines Schätzers wird ein Trainingskorpus (10) ohne Tags auf genau dieselbe Weise mit Klassenetikette versehen, wie es später zum Zweck der Ausweisung von Tags geschehen wird.
  • Aus jedem Satz wird (Schritt 4) die anfängliche Klassen-Untersequenz Ci herausgezogen, die mit der ersten nicht mehrdeutigen Klasse cu endet, und alle erweiterten, mittleren Untersequenzen Cm0, die von einer nicht mehrdeutigen Klasse cu in dem Satz bis zu der folgenden nicht mehrdeutigen Klasse reichen. Dies erzeugt die unvollständige Menge der Klassen-Untersequenzen (s-Typ), wie mit 12 bezeichnet.
  • (b) Erzeugung aller möglichen Untersequenzen
  • Hier wird die Menge der Tags und die Menge der Klassen (allgemein mit 2 bezeichnet) als Startpunkt verwendet. Die Menge aller Klassen s wird in die Untermenge von nicht mehrdeutigen Klassen cu und die Untermenge von mehrdeutigen Klassen ca aufgeteilt.
  • Dann werden alle möglichen anfänglichen und erweiterten mittleren Klassen-Untersequenzen Ci und Cme bis zu einer definierten Länge erzeugt (Schritt s5).
  • Wie in D.3(a) wird eine unvollständige Menge von Klassen-Sequenzen (s-Typ) 12 ermittelt, und das HMM kann verwendet werden (Schritt s7), um daraus eine unvollständige Menge von Klassen- und Tag-Sequenzen (s-Typ) 14 zu ermitteln. Diese Menge 14 kann mit dem Finite-Zustände-Calculus verwendet werden, um einen s-Typ-Transducer 16 zu bilden (Schritt s8); und dieser unvollständige s-Typ-Transducer wiederum wird benutzt, um die unvollständige Menge 14 durch Herausziehen aller Klassen-Sequenzen abzuleiten (Schritt s10).
  • (c) Extraktion von einem Tranducer
  • Falls ein n-Typ-Transducer N, der ein HMM approximiert, bereits verfügbar ist, können anfängliche und erweiterte mittlere Klassen- und Tag-Untersequenzen Si und Sme unter Verwendung des Finite-Zustände-Calculus herausgezogen werden (Schritt s6), um eine vollständige Menge 17 von Klassen- und Tag-Sequenzen (n-Typ) zu produzieren.
  • D.4 Vervollständigung von dem Transducer vom s-Typ
  • s-Typ-Transducer mit Klassen-Untersequenzen, die wie oben in D.3(a) oder D.3(b) beschrieben erzeugt wurden, sind allgemein auf der Eingabeseite nicht vollständig. Sie akzeptieren nicht alle möglichen Mehrdeutigkeitsklassen-Sequenzen. Dies jedoch ist für einen Transducer notwendig, der dazu verwendet wird, Klassensequenzen von irgendeinem Korpus eindeutig zu machen, da ein neuer Korpus Sequenzen enthalten kann, denen im Trainingskorpus nicht begegnet wurde.
  • Ein unvollständiger s-Typ-Transducer S kann vervollständigt werden mit Untersequenzen von einem zur Hilfe verwendeten, vollständigen n-Typ-Transducer N, wie folgt:
  • Zuerst werden die Vereinigungen der anfänglichen und der erweiterten mittleren Untersequenzen usSi und usSme aus dem primären s-Typ-Transducer S herausgezogen, und die Vereinigungen unSi und unSme werden von dem zur Hilfe verwendeten n-Typ-Transducer N herausgezogen, wie oben in Abschnitt D.3(c) beschrieben.
  • Dann wird eine gemeinsame Vereinigung uSi der anfänglichen Untersequenzen gemacht:
  • uSi = uSi [[\cunSi·u - usSi·u]·o·unSi]
  • und eine gemeinsame Vereinigung uSme der erweiterten mittleren Untersequenzen:
  • uSme = uSme [[\cunSme·u - usSme·u]·o·unSme]
  • In beiden Fällen werden die Untersequenzen von dem Hauptmodell S mit allen den Untersequenzen von dem zur Hilfe verwendeten Model N vereinigt, die nicht in S sind.
  • Schließlich wird der vollständige s + n-Typ-Transducer 18 von den gemeinsamen Vereinigungen der Untersequenzen uSi und uSme erzeugt (Schritt s14), wie oben in Abschnitt D.2 beschrieben.
  • Ein auf diese Weise vervollständigter Transducer macht alle Untersequenzen, die dem unvollständigen Hauptmodell vom s-Typ bekannt sind, genau so eindeutig, wie es das unterlegte HMM macht, und alle anderen Untersequenzen so, wie es das zur Hilfe verwendete n-Typ-Modell macht.
  • E. Transducer vom b-Typ
  • Dieser Abschnitt stellt ein Verfahren nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung vor, das ein Hidden-Markov-Modell (HMM) erster Ordnung durch einen Finite-Zustände- Transducer (FST) approximiert, und das hier als b-Typ-Approximation bezeichnet wird. Die in diesem Abschnitt verwendeten, regulären Ausdrucksoperatoren sind im Anhang erklärt.
  • E.1 Grundlegende Idee
  • Das Tagging eines Satzes auf der Basis eines HMM (erster Ordnung) schließt das Finden der wahrscheinlichsten Tag-Sequenz bei gegebener Klassensequenz des Satzes ein.
  • Bei diesem Ansatz wird eine Mehrdeutigkeitsklasse hinsichtlich eines Kontextes eindeutig gemacht. Ein Kontext besteht aus einer Sequenz von Mehrdeutigkeitsklassen, die an beiden Enden durch einige ausgewählte Tags begrenzt sind. Für den linken Kontext der Länge β wird der Begriff Rückschau benutzt, und für den rechten Kontext der Länge α wird der Begriff Vorschau benutzt.
  • In Fig. 6 kann das Tag t2i, aus der Klasse ci ausgewählt werden, weil es zwischen zwei ausgewählten Tags liegt, die t1i-2 bei einer Rückschauentfernung von β = 2 und t2i+2 bei einer Vorschauentfernung von α = 2 sind. Tatsächlich erlauben die zwei ausgewählten Tags t1i-2 und t2i+2 ermöglichen nicht nur die Schaffung von Eindeutigkeit der Klasse ci sondern aller Klasse dazwischen, d. h. ci-1, ci, und ci+1.
  • Das Tagging eines ganzen Satzes wird approximiert durch das Tagging von Untersequenzen mit ausgewählten Tags an beiden Enden (Fig. 6) und anschließendes Überlappen. Die wahrscheinlichsten Pfade in dem Tag-Raum eines Satzes, d. h. die gültigen Pfade nach diesem Ansatz können gefunden werden, wie in Fig. 7 skizziert. Eine geordnete Menge überlappender Sequenzen, in der jeder Satz um ein Tag hinsichtlich der vorherigen Sequenz nach rechts verschoben wird, bildet einen gültigen Pfad. Es kann mehr als ein gültiger Pfad in dem Tag-Raum eines Satzes existieren (Fig. 7). Mengen von Sequenzen, die sich nicht auf solche Weise überlappen, sind nach diesem Model inkompatibel, und sie bilden keinen gültigen Satz.
  • E.2 b-Typ-Sequenzen
  • Bei gegebener Länge β der Rückschau und gegebener Länge α der Vorschau wird für jede Klasse c&sub0;, jede Rückschau-Sequenz tβ c-β+1... c&submin;&sub1; und jede Vorschau-Sequenz c&sub1; ... cα-1, tα, eine b-Typ-Sequenz gebildet:
  • tβc-β+1 ... c&submin;&sub1; c&sub0; c&sub1; ... cα-1tα
  • Z. B.:
  • CONJ [DET,PRON] [ADJ,NOUN,VERB] [NOUN,VERB] VERB
  • Jede solche ursprüngliche b-Typ-Sequenz (Fig. 8) wird auf der Basis eines HMM erster Ordnung eindeutig gemacht. Hier wird für Effizienz der Viterbi-Algorithmus (Viterbi, 1967; Rabiner, 1990) verwendet.
  • Der Algorithmus wird für ein HMM erster Ordnung erläutert. Im Fall eines HMM zweiter Ordnung müssen b-Typ-Sequenzen mit zwei statt einem ausgewählten Tags beginnen und enden.
  • Für eine ursprüngliche b-Typ-Seguenz kann die zusammengeführte Wahrscheinlichkeit ihrer Klassen-Sequenz C mit ihrer Tag-Sequenz T (Fig. 8) abgeschätzt werden durch:
  • p(C,T = p(c&submin;β+1...cα-1, t&submin;β...tα) = [ α(ti ti-1)b(ci ti)]·α(tα tα-1)
  • Ein Grenze, d. h. ein Satzanfang oder ein Satzende, kann an einer Position in der Rückschau-Sequenz und in der Vorschau-Sequenz auftreten. Keine Rückschau (β = 0) oder keine Vorschau (α = 0) sind ebenfalls zugelassen. Die obige Wahrscheinlichkeitsabschätzung kann dann allgemeiner ausgedrückt werden (Fig. 8) als:
  • p(C,T) = pstart · pmitte · pende
  • wobei für pstrt gilt:
  • pstart = a(t&submin;β+1 t-β) für festgestelltes Tag t&submin;β
  • pstart = π(t&submin;β+1) für mit # beginnenden Satz
  • pstart = 1 für β = 0, d. h. keine Rückschau
  • und wobei für pmitte gilt:
  • Pmitte = b(c&submin;β+1) t&submin;β+1)·α(ti ti-1)b(ci ti) für β + α > 0
  • Pmitte = b(c&sub0; t&sub0;) für β + α = 0
  • und wobei für pende gilt:
  • pende = a(tα tα-1) für festgestelltes Tag tα
  • pende = 1 für mit # endenden Satz oder α = 0, d. h. keine Vorschau
  • Wenn die wahrscheinlichste Tag-Sequenz für eine ursprüngliche b-Typ-Sequenz gefunden ist, wird die Klasse c&sub0; in der Mittenposition mit ihrem wahrscheinlichsten Tag t&sub0; assoziiert. Es werden Beschränkungen für die anderen Tags t-β und tα und die Klassen c-β+1 ... c&submin;&sub1; und c&sub1; ... cα-1 der ursprünglichen b-Typ-Sequenz formuliert. So wird eine b- Typ-Sequenz mit Tags ermittelt:
  • t-β c-β+1 ... c&submin;&sub1; c&sub0; : t&sub0; c&sub1; ... cα-1 tα
  • die aussagt, dass t&sub0; das wahrscheinlichste Tag in der Klasse c&sub0; ist, falls ihm t-β c-β+1 ... c&submin;&sub1; vorangeht und es gefolgt wird von c&sub1; ... cα-1 tα.
  • In dem Beispiel:
  • CONJ-B2 [DET,PRON]-B1 [ADJ,NOUN,VERB] : ADJ [NOUN,VERB]-A1 VERB-A2
  • ADJ ist das wahrscheinlichste Tag in der Klasse [ADJ,NOUN,VERB], falls das Tag CONJ zwei Positionen zurück (B2) ihm vorangeht, die Klasse [DET,PRON] eine Position zurück (B1) ihm vorangeht, es gefolgt wird durch die Klasse [NOUN,VERB] auf einer Position nach vorn (A1) und durch das Tag VERB auf zwei Positionen nach vorn (A2).
  • Grenzen werden durch ein besonderes Zeichen # bezeichnet, und können irgendwo in der Rückschau und in der Vorschau vorkommen. Z. B.:
  • #-B2 [DET,PRONJ-B1 [ADJ,NOUN,VERB]:ADJ [NOUN,VERBJ-A1 VERB-A2 CONJ-B2 [DET,PRON]-B1 [ADJ,NOUN,VERB] : NOUN #-A1
  • Es wird bemerkt, dass die Rückschau-Länge β und die Vorschau-Länge α auch alle Sequenzen einschließen, die kürzer als β bzw. α sind, die durch eine Grenze # begrenzt sind.
  • Fig. 9 ist ein schematisches Diagramm, das die Schritte in der Prozedur der Bildung eines b-Typ-Transducers nach einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
  • Für eine gegebene Länge β der Rückschau und einer gegebenen Länge α der Vorschau und unter Verwendung der Menge der Tags und der Menge der Klassen wird jede mögliche ursprüngliche b-Typ-Sequenz erzeugt (Schritt s90). Dann werden diese statistisch eindeutig gemacht und in einer b-Typ-Sequenz B1 mit Tags codiert, wie oben beschrieben (Viterbi; Schritt s92). Alle Sequenzen B1 werden dann vereinigt und es wird ein vorläufiges Tagger-Modell B' erzeugt (Schritt s94):
  • B' = [ Bi]*
  • wo alle Sequenzen Bi in irgendeiner Reihenfolge und Anzahl (einschließlich null mal) vorkommen können, weil bisher keine Beschränkungen angewendet wurden.
  • E.3 Verkettungsbeschränkungen
  • Um eine korrekte Verkettung von Sätzen zu sichern, ist es abzusichern notwendig, dass jeder Sequenz Bi andere Sequenzen Bi vorangehen und sie von anderen Sequenzen Bi gefolgt wird, entsprechend dem, was in der Rückschau und in der Vorschau codiert ist, wie oben erläutert.
  • Beschränkungen werden erzeugt für die vorangehenden und die nachfolgenden Tags, Klassen und Satzgrenzen. Für die Rückschau wird ein bestimmtes Tag ti oder Klasse ci für einen bestimmten Abstand von δ ≤ -1 verlangt, durch:
  • Rδ (ti) = ~[~[?*ti[\ t] [ t[\ t]*]^(-δ-1) t (-δ)?*]
  • Rδ (cj) = ~[~[?*cj[\ c] [ c[\ c]*]^(-δ-1) c (-δ)?*]
  • wobei ut und uc die Vereinigung aller Tags bzw. aller Klassen ist. Ein Satzanfang, #, wird für einen bestimmte Rückschau-Abstand von δ ≤ -1 verlangt durch:
  • Rδ (#) = ~[~[[\ t] [ t[\ t]*]^(-δ-1) #B(-δ)?*]
  • für δ ≤ -1
  • In dem Fall von Vorschau wird in ähnlicher Weise für einen bestimmten Abstand von δ ≥ 1 ein bestimmtes Tag ti oder Klasse ci oder ein Satzende # verlangt durch
  • Rδ (ti) = ~[?*t δ ~[[\ t] [ t[\ t]*]^(δ-1) ti?*]]
  • Rδ (cj) = ~[?*c δ ~[[\ c] [ c[\ c]*]^(δ-1) cj?*]]
  • Rδ (#) = ~[?*#Aδ ~[[\ t] [ t[\ t]*]^(δ-1)]]für δ ≥ 1
  • Die Schnittmenge Rt aller Tag-Beschränkungen Rδ(ti), die Schnittmenge Rc aller Klassen-Beschränkungen Rδ(ci) und die Schnittmenge R# aller Satzgrenzen-Beschränkungen Rδ(#):
  • Rt = Rδ(ti)
  • Rc = Rδ(cj)
  • R# = Rδ(#)
  • Alle Beschränkungen (für Tags, Klassen und Satzgrenzen) werden erzwungen (Schritt s96 in Fig. 9) durch Komposition mit dem vorläufigen Tagger-Modell B'. Die Klassen- Beschränkung Rc muß auf der oberen Seite von B' eingebracht werden, welches die Seite der Klassen ist, und sowohl die Tag-Beschränkung Rt und die Satzgrenzen- Beschränkung R# muß auf der unteren Seite von B' eingebracht werden, welches die Seite der Tags ist:
  • B" = Rc·o·B'·o·Rt·o·R#
  • Nach Absicherung korrekter Verkettung werden alle Zeichen (von B") entfernt (Schritt s98), die dazu dienten, Tags, Klassen oder Satzgrenzen zu enthalten. Schließlich wird der FST determinisiert und minimiert.
  • Das oben angeführte mathematische Modell wird als ein b-Typ-Modell, der korrespondierende FST als ein b-Typ-Transducer und der gesamte Algorithmus, der von dem HMM zu dem Transducer führt, als eine b-Typ-Approximation eines HMM bezeichnet.
  • E.4 Eigenschaften der Transducer vom b-Typ
  • Es gibt zwei Gruppen von b-Typ-Transducern mit unterschiedlichen Eigenschaften. FST ohne Rückschau oder ohne Vorschau und FST sowohl mit Rückschau als auch mit Vorschau. Beide akzeptieren jede Sequenz von Mehrdeutigkeitsklassen.
  • b-Typ-FST ohne Rückschau oder ohne Vorschau sind immer sequentiell. Sie bilden eine Klassensequenz, die mit der Wort-Sequenz eines Satzes korrespondiert, immer auf genau eine Tag-Sequenz ab. Ihre Tagging-Genauigkeit und ihre Ähnlichkeit mit dem unterlegten HMM vergrößert sich mit wachsender Rückschau oder Vorschau. Ein b-Typ- FST mit Rückschau β = 1 und ohne Vorschau (α = 0) ist äquivalent zu einem n1-Typ- FST (Abschnitt C).
  • b-Typ-FST mit Rückschau und mit Vorschau sind im Allgemeinen nicht sequentiell. Für eine Klassen-Sequenz, die mit der Wort-Sequenz eines Satzes korrespondiert, liefern sie eine Menge von alternativen Tag-Sequenzen ab, was bedeutet, dass die Tagging- Ergebnisse mehrdeutig sind. Diese Menge ist nie leer, und die wahrscheinlichste Tag- Sequenz nach dem unterlegten HMM ist immer in dieser Menge. Je länger der Rückschau-Abstand β und der Vorschau-Abstand α sind, desto größer ist der FST und desto kleiner ist die Menge der alternativen Tagging-Ergebnisse. Für hinreichend große Rückschau plus Vorschau kann diese Menge immer nur ein Tagging-Ergebnis enthalten. In diesem Fall ist der b-Typ-Transducer äquivalent zu dem unterlegten HMM. Aufgrund der Größe jedoch ist dieser FST nur berechnebar für HMM mit kleinen Tag-Mengen.
  • F. Ein verwirklichter Finite-Zustände-Tagger
  • Der verwirklichte Tagger benötigt drei Transducer, die ein Lexikon, einen Schätzer und eine Approximation eines HMM darstellen. Fig. 10 ist eine Veranschaulichung des Tagging eines Satzes unter Verwendung entweder des n-Typ-Transducers von Fig. 3, des s-Typ-transducers, der in Fig. 5 gebildet wird, oder des b-Typ-Transducers, der in Fig. 9 gebildet wird. Fig. 11 ist nach einer Ausführungsform der Erfindung ein schematisches Flußdiagramm der Schritte, die in der Prozedur befasst sind, des Tagging eines Textkorpus 20 mit einem Finite-Zustände-Tagger unter Verwendung eines HMM-Transducers.
  • Jedes Wort 21 eines eingegebenen Satzes wird von dem Korpus gelesen (Schritt s71) und wird anfänglich in dem Lexikon nachgeschlagen; und falls dies versagt, fährt die Suche in dem Schätzer fort (Schritt s72), was zu einem mit einer Klasse etikettierten Wort führt (22). Sobald ein eingegebenes Zeichen mit der Satzendeklasse etikettiert wird (z. B. [SENT] in Fig. 10) beendet der Tagger das Lesen von Worten von der Eingabe (Schritt s73). An diesem Punkt hat der Tagger die Worte eines ganzen Satzes gelesen und gespeichert (Fig. 6, Spalte 1) und die korrespondierenden Sequenzen von Klassen 23 erzeugt (siehe Fig. 10, Spalte 2).
  • Die Klassensequenz 23 ist nun deterministisch mittels des HMM-Tranducers auf eine Tag-Sequenz 24 abgebildet (Schritt s74) (siehe Fig. 10, Spalte 3).
  • Der Tagger gibt die gespeicherte Wort- und Tag-Sequenz 24 des Satzes aus (Schritt s75) und fährt auf dieselbe Weise mit den restlichen Sätzen des Korpus fort (Schritt s76), und stoppt (Schritt s77), wenn das ende des Korpus erreicht ist. Das Endergebnis ist der mit Tags versehene Textkorpus 25.
  • G. Tests und Ergebnisse
  • Tabelle 1 vergleicht einen Transducer vom n-Typ und einen Transducer vom s-Typ mit dem mit dem unterlegten HMM bei einem Testfall in Englisch. Wie erwartet, führen die Transducer das Tagging schneller durch als das HMM. Tabelle 1: Genauigkeit, Geschwindigkeit, Größe und Erzeugungszeit von HMM- Transducer
  • Da beide Transducer Approximationen von HMM sind, zeigen sie eine geringfügig niedrigere Tagging-Genauigkeit als die HMM. Jedoch kann eine Verbesserung der HMM erwartet werden, da diese Transducer zusammengebaut werden können mit Transducer, die Korrekturregeln für häufige Fehler codieren, wie oben im einleitenden Teil dieser Offenlegung beschrieben ist.
  • Der s-Typ-Transducer ist im Tagging genauer, aber auch größer und langsamer als der n-Typ-transducer.
  • Tabelle 2 vergleicht die Tagging-Genauigkeit von s-Typ-Transducer und n-Typ- Transducer und dem unterlegten HMM für verschiedene Sprachen. Tabelle 2: Genauigkeit von HMM-Transducern für verschiedene Sprachen
  • Für den Test von b-Typ-Transducern wurde ein Korpus, Lexikon und Schätzer in Englisch verwendet, der ursprünglich mit 74 Tags versehen war. Die Tags wurden automatisch neu codiert, d. h. in einigen Fällen wurde mehr als eines der ursprünglichen Tags in ein und dasselbe neue Tag neu codiert. Es wurden unterschiedliche neue Codierungen angesetzt, so dass Korpus, Lexika und Schätzer in Englisch mit reduzierten Mengen von 45, 36, 27, 18 bzw. 9 Tags ermittelt wurden. Tabelle 3: Genauigkeit, Tagging-Geschwindigkeit und Größe einiger HMM-Transducer
  • Tabelle 3 vergleicht b-Typ-Transducer mit unterschiedlicher Länge von Rückschau und Vorschau für eine Tag-Menge von 27 Tags. Die höchste Genauigkeit (97,06%) konnte mit einem b-Typ-FST mit β = 2 und α = 1 ermittelt werden. Dieserb-Typ-FST erzeugt in einigen Fällen mehrdeutige Tagging-Ergebnisse. In diesen Fällen wurde nur das erste gefundene Ergebnis beibehalten. Tabelle 4: Tagging-Genauigkeit mit Tag-Mengen unterschiedlicher Größe
  • Tabelle 4 zeigt die Tagging-Genauigkeit unterschiedlicher b-Typ-Transducer mit Tag- Mengen von unterschiedlicher Größe. Um Ergebnisse zu bekommen, die fast äquivalent zu denen eines HMM sind, muß der b-Typ-FST eine Rückschau von mindesten β = 2 und eine Vorschau von α = 1 oder umgekehrt haben. Aufgrund der Größe konnte diese Art von FST nur für Tag-Mengen von 36 Tags oder weniger berechnet werden. Ein b-Typ- FST mit β = 3 und α = 1 konnte nur mit einer Tag-Menge von 9 Tags berechnet werden. Dieser FST ergab genau dieselben Tagging-Ergebnisse wie das unterlegte HMM.
  • H. Referenzen
  • Ait-Mokhtar, Salah und Chanod, Jean-Pierre (1997), Incremental Finite-State Parsing. In: Proceedings of the 5th Conference of Applied Natural Language Processing. ACL, Seiten 72-79. Washington, DC, USA.
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  • Brill, Eric (1992). A Simple Rule-based Part-of-Speech Tagger. In: Proceedings of the 3rd Conference an Applied Natural Language Processing, Seiten 152-155. Trento, Italy.
  • Chanod, Jean-Pierre und Tapanainen, Pasi (1995). Tagging Fcench - Comparing a Statistical and a Constraint Based Method. In: Proceedings of the 7th Conference of the EACL. Seiten 149-156. ACL. Dublin, Ireland.
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  • Rabiner; Lawrence R. (1990). A Tutorial an Hidden Markov Models and Selected Applications in Speech Recognition. In: Readings in Speech Recognition (eds. A. Waibel, K. F. Lee). Morgan Kaufmann Publishers, Inc. San Mateo, CA., USA.
  • Viterbi, A. J. (1967). Error Bounds for Convolutional Codes and an Asymptotical Optimal Decoding Algorithm. In: Proceedings of IEEE, Band 61, Seiten 268-278.
  • Anhang: Operatoren regulärer Ausdrücke des XEROX-Finite-Zustände-Calculus Im Folgenden bezeichnen a und b Zeichen, A und B bezeichnen Sprachen und R und Q bezeichnen Beziehungen zwischen zwei Sprachen. Mehr Details über die folgenden Operatoren und Verweise auf Finite-Zustände-Literatur sind zu finden in:
  • http://www.rxrc.xerox.com/research/mltt/fst
  • $A Enthält. Menge von Ketten, die mindestens ein Vorkommen einer Kette von A als Unterkette enthält.
  • ~A Komplement (Negation). Alle Ketten außer der von A
  • [A - Aufgabe der Erfindung]
  • Term-Komplement. Irgendein Zeichen außer a.
  • A* Kleene-Stern. Null oder mehr Male A mit sich selbst verkettet.
  • A^n A n mal. Sprache A, n mal mit sich selbst verkettet.
  • A+ Kleene plus. Ein oder mehr Male A, mit sich selbst verkettet.
  • a -> b Ersetze. Beziehung, in der jedes a auf der oberen Seite auf ein b auf der unteren Seite abgebildet wird.
  • a < - b Ersetze invers. Beziehung, in der jedes b auf der unteren Seite auf ein a auf der oberen Seite abgebildet wird.
  • a : b Zeichen-Paar mit einem a auf der oberen und b auf der unteren Seite.
  • R.u Obere Sprache der Beziehung R.
  • R.I Untere Sprache der Beziehung R.
  • R.i Inverse Beziehung, in der die obere und die untere Sprache hinsichtlich R ausgetauscht werden.
  • A B Verkettung aller Ketten von A mit allen Ketten von B.
  • A B Vereinigung der Sprachen A und B.
  • A & B Schnittmenge der Sprachen A und B.
  • A - B Relatives Komplement (Minus). Alle Ketten der Sprache A, die nicht in B sind.
  • A .x. B Kreuzprodukt (Kartesisches Produkt) der Sprachen A und B.
  • R .o. Q Komposition der Beziehungen R und Q.
  • 0 oder [] leere Kette (Epsilon)
  • ? Irgendein Zeichen in dem bekannten Alphabet und seinen Erweiterungen.

Claims (13)

  1. Verfahren für die Erzeugung von Finite-Zustände-Transducer (FST) für Text- Tagging, die neben Bögen geordnete Paare von Etiketten einschließen, das die folgenden Schritte umfasst:
    (A) Ermitteln einer Menge von Tags (t&sub1;&sub1;,...; t&sub1;, ...; t¹i-3, ...), wobei jedes Tag ein part-of-speech-Bezeichner für eine Sprache ist, und
    (B) Verwenden der Menge von Tags, um einen FST (6, 8; 16, 19) für das Tagging von Worten in der Sprache zu erzeugen,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt (B) umfasst:
    (B9) Ermitteln einer Menge von Klassen (c&sub1;, ...; ci-3, ...; c&sub0;, ...), wobei jede Klasse eine Mehrdeutigkeifsklasse ist, die eine Gruppe von möglichen Tags für Worte in der Sprache definiert,
    (B2) Ermitteln einer Vielzahl von Zuständen, einschließlich eines Anfangszustands, und für jedes Klasse-Tag-Paar (c&sub1; : t&sub1;&sub1;, ...) einen weiteren Zustand, der mit dem jeweiligen Klasse-Tag-Paar etikettiert ist; und
    (B3) für jeden Zustand Erzeugen eines abgehenden Bogens für jede Klasse (c&sub1;...), wobei jeder abgehende Bogen zu einem Zielzustand mit einem Klasse-Tag-Paar etikettiert ist, das die Klasse des abgehenden Bogens enthält, und das Tag (t&sub1;&sub1;...) des Klasse-Tag-Paares des Zielzustands dasjenige der Gruppe von möglichen Tags ist, das durch die Klasse des abgehenden Bogens definiert ist, und das das mögliche Tag ist, das am wahrscheinlichsten dem Zustand folgt, von dem aus der abgehende Bogen kommt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei (B3) enthält, dass dann, wenn der Ausgangszustand, von dem der abgehende Bogen kommt, der Anfangszustand ist, für die Bestimmung des möglichen Tag (t&sub1;&sub1;, ...), das am wahrscheinlichsten ist, verwendet wird:
    arg p&sub1;(ci,tik) = &pi;(tik)·b(ci tik)
    wo die Anfangswahrscheinlichkeit und b die Klassenwahrscheinlichkeit ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei (B3) enthält, dass dann, wenn der Ausgangszustand, von dem der abgehende Bogen kommt, nicht der Anfangszustand ist, für die Bestimmung des möglichen Tag (t&sub1;&sub1;, ...), das am wahrscheinlichsten ist, verwendet wird:
    arg p&sub2;(ci,tik) = &alpha;(tik tvoriges)·b(ci tik)
    wo a die Übergangswahrscheinlichkeit und b die Klassenwahrscheinlichkeit ist.
  4. 4. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, das ferner das Minimieren und Determinisieren des in (B) erzeugten FST enthält.
  5. 5. Verfahren für die Erzeugung von Finite-Zustände-Transducer (FST) für Text- Tagging, die neben Bögen geordnete Paare von Etiketten einschließen, das die folgenden Schritte umfasst:
    (A) Ermitteln einer Menge von Tags (t&sub1;&sub1;, ...; t&sub1;, ...; t1i-3, ...), wobei jedes Tag ein part-of-speech-Bezeichner für eine Sprache ist, und
    (B) Verwenden der Menge von Tags, um einen FST (6, 8; 16, 19) für das Tagging von Worten in der Sprache zu erzeugen,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt (B) umfasst:
    (B1) Ermitteln einer Menge von Klassen (c&sub1;, ...; ci-3, ...; c&sub0;, ...), wobei jede Klasse eine Mehrdeutigkeifsklasse ist, die eine Gruppe von möglichen Tags für Worte in der Sprache definiert,
    (B2) Ermitteln einer Menge von Untersequenzen, wobei die Untersequenzen Sequenzen der mit Tags zu versehenden Klassen-Sequenz (c&sub1; ...) sind, und die Menge nicht alle möglichen Klassensequenzen enthält,
    (B3) Erzeugen von Tags für die Sequenzen in der Menge unter Verwendung eines Hidden-Markov-Modells (HMM), um eine erste Menge (14) von Klasse- Tag-Paar-Sequenzen zu produzieren,
    (B4) Verwenden eines FST (N), dessen Bögen mit Klasse-Tag-Paaren etikettiert sind, und das das HMM approximiert, um eine zweite Menge (17) von Klasse-Tag-Paar-Sequenzen zu ermitteln,
    (B5) Verketten der Klasse-Tag-Paar-Sequenzen von der ersten bzw. der zweiten Menge, um eine dritte Menge (18) von Klasse-Tag-Paar-Sequenzen zu ermitteln, und
    (B6) Erzeugen eines FST (19) entsprechend der dritten Menge von Klasse-Tag- Paar-Sequenzen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei (B2) enthält:
    Verwenden der Menge von Tags (t&sub1;, ...) und der Menge von Klassen (c&sub1;, ...), um alle möglichen Klassen-Sequenzen bis zu einer definierten Länge zu ermitteln.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5, wobei (B2) enthält:
    Etikettieren eines nicht mit Tags versehenen Textkorpus (10) mit Klassen- Etiketten, und Herausziehen der Klassen-Sequenzen aus dem etiketierten Textkorpus ohne Tags.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei (B4) enthält:
    Herausziehen aller Klassen-Sequenzen aus dem FST (N), dessen Bögen mit Klasse-Tag-Paaren etikettiert sind und das das HMM approximiert.
  9. 9. Verfahren für die Erzeugung von Finite-Zustände-Transducer (FST) für Text- Tagging, die neben Bögen geordnete Paare von Etiketten einschließen, das die folgenden Schritte umfasst:
    (A) Ermitteln einer Menge von Tags (t&sub1;&sub1;,...; t&sub1;, ...; t1i-3, ...), wobei jedes Tag ein part-of-speech-Bezeichner für eine Sprache ist, und
    (B) Verwenden der Menge von Tags, um einen FST (6, 8; 16, 19) für das Tagging von Worten in der Sprache zu erzeugen,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt (B) umfasst:
    (B1) Ermitteln einer Menge von Klassen (c&sub1;, ...; ci-3, ...; c&sub0;, ...), wobei jede Klasse eine Mehrdeutigkeitsklasse ist, die eine Gruppe von möglichen Tags für Worte in der Sprache definiert,
    (B7) Verwenden der Menge von Tags (t¹i-3,...) und der Menge von Klassen (c&sub0;, ...), um alle möglichen vorangehenden Untersequenzen bis zu einer gegebenen Rückschaulänge und alle möglichen folgenden Untersequenzen bis zu einer gegebenen Vorschaulänge zu ermitteln, und eine Menge von Sequenzen zu ermitteln, die für jede Klasse jede Sequenz enthält, in der der Klasse eine der möglichen vorangehenden Untersequenzen vorangeht und in der die Klasse von einer der möglichen nachfolgenden Untersequenzen gefolgt wird,
    (B8) für jede der Sequenzen und für jede Klasse Verwenden eines Hidden-Markov- Modells, um ein Klasse-Tag-Paar (c&sub0; : t&sub0;) zu bilden, das die Klasse der Sequenz enthält, und das ein Tag enthält, das in der Klasse der Sequenz ist und das das wahrscheinlichste ist, dem die der Sequenz vorangehende Untersequenz vorangeht, und das von der der Sequenz nachfolgenden Untersequenz gefolgt wird,
    (B9) Durchführen einer Verkettungsoperation auf der Menge der Sequenzen mit Klasse-Tag-Paaren, um ein vorläufiges Tagger-Modell-FST zu erzeugen, in dem die Sequenzen mit Klasse-Tag-Paaren in irgendeiner Reihenfolge und irgendeiner Anzahl auftreten können, und
    (B10)Bilden eines oder mehrerer Beschränkungs-FST, die eine Vielzahl von Beschränkungen darstellen, aus dem vorläufigen Tagger-Modell-FST, um das FST für das Tagging von Worten in der Sprache zu erzeugen, wobei die Beschränkungen Beschränkungen für Tags, Klassen und Satzgrenzen enthalten und eine korrekte Verkettung von Sequenzen entsprechend dem abzusichern, was in den Rückschau- und Vorschau-Untersequenzen codiert ist.
  10. 10. FST-Apparat für die Verwendung in einem Textverarbeitungssystem, der umfasst:
    einen FST (6, 8; 16, 19) für das Tagging von Worten in einer Sprache, wobei der FST durch das Verfahren von irgendeinem der vorangehenden Ansprüche erzeugt wird.
  11. 11. Verfahren, das in einem Testverarbeitungssystem ausgeführt wird, welches den FST-Apparat von Anspruch 10 einschließt, für das Tagging eines Textkorpus (20) ohne Tags, das umfasst:
    (a) satzweises Lesen eines jeden Wortes (21) des Textkorpus;
    (b) für jedes Wort Nachschlagen des Wortes unter Verwendung eines lexikalischen Hilfsmittels, um das Wort mit dem Etikett seiner Klasse zu ermitteln (22);
    (c) falls ein Satzendezeichen noch nicht gelesen worden ist, Wiederholen der Schritte (a) und (b), wobei das Satzendezeichen das Ende des gegenwärtigen Satzes definiert (23),
    (d) falls ein Satzendezeichen gelesen worden ist, Anwenden des FST von dem FST-Apparat auf die Klassen-Sequenz, die mit dem gegenwärtigen Satz korrespondiert, um eine Tag-Sequenz zu erzeugen (24), wobei die Tag- Sequenz eine Sequenz von Tags ist,
    (e) Ausgabe einer Form des gegenwärtigen Satzes mit Tags, wobei die Form mit Tags das oder jedes Wort des gegenwärtigen Satzes und daran angehängt ein jeweiliges Tag von der Tag-Sequenz enthält, und
    (f) falls das Ende des Textkorpus noch nicht erreicht worden ist, Wiederholen der Schritte (a) bis (e).
  12. 12. Textverarbeitungssystem, das bei für die Ausführung des Verfahrens nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 9 und 11 geeigneter Programmierung einen Prozessor und einen Speicher enthält, wobei der Prozessor mit dem Speicher betrieben wird für die Ausführung von Anweisungen, die mit allen Schritten von irgendeinem der Verfahren korrespondieren.
  13. 13. Beschreibbares Medium mit darauf aufgezeichneten digitalen Daten, die Anweisungen für die Ausführung durch einen Prozessor definieren, und die mit allen den Schritten von irgendeinem der Ansprüche 1 bis 9 korrespondieren.
DE69802402T 1997-07-04 1998-07-06 Hidden-Markov-Modelle (HMM) approximierende endliche Transducer und ihre Verwendung zum Text-Tagging Expired - Fee Related DE69802402T2 (de)

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