DE69804316T2 - Nähverfahren und nähmaschine die das freimachen einer ziehschnur aus einer durch eine nähnaht geformte passage ermöglicht - Google Patents

Nähverfahren und nähmaschine die das freimachen einer ziehschnur aus einer durch eine nähnaht geformte passage ermöglicht

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DE69804316T2
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    • D05B1/00—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
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    • D05B1/18—Seams for protecting or securing edges
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Nähverfahren und eine Nähmaschine zum Nähen von aus Fäden, Hilfsfäden genannt, bestehenden Stichen auf einem zu nähenden Stück wie beispielsweise einem elastischen Schonbezug, auf eine solche Art, dass eine Passage entsteht, die in Nährichtung verläuft (überwendlich, zickzack...) mit einem Faden, Spannfaden genannt, der in dieser Passage gleichzeitig mit dem Durchnähen der Hilfsfäden in Bezug auf den Stich so geführt und platziert wird, dass er in Längs- und/oder Seitenrichtung in dieser Passage gleiten kann, wobei der Spannfaden von den die Stiche bildenden Hilfsfäden nicht durchstochen wird.
  • Die EP-0 223 312 und die US-4 732 097 beschreiben ein Verfahren und eine Nähmaschine, mit denen insbesondere überwendliches Nähen mit Hilfe von Hilfsfäden möglich ist und mit denen ein Spannfaden in der Passage dieser überwendlichen Naht gleichzeitig und entsprechend der Überwendlich-Naht geführt und platziert werden kann.
  • Dieses Verfahren und diese Maschine sind vollkommen zufriedenstellend. Trotzdem gibt es seitdem Bedarf, die Nähvorgänge zu automatisieren. So kann in der Tat das gesamte Beziehverfahren automatisch mit Hilfe eines Roboters erfolgen.
  • Nun erfordern diese Nähverfahren, die besonders schwierig, sind, noch die Anwesenheit von qualifiziertem Personal.
  • Insbesondere ist es zu Beginn und am Ende des Nähens erforderlich, die überwendliche Naht sauber und präzise zu beginnen und abzuschließen und Spannfaden- Verlängerungsstränge über eine ausreichende Länge, herkömmlicherweise mehr als 10 cm, über die Enden der überwendlichen Naht hinaus laufen zu lassen, um später an diesen Verlängerungssträngen ziehen zu können und sie dann nach dem Ziehen durch Knüpfen und/oder Heften zu befestigen. Dazu ist eine große Zahl manueller Vorgänge vor dem Nähen, am Anfang und am Ende der Naht und nach dem Nähen erforderlich (Lösen der Spannfaden- Verlängerungsstränge außerhalb der überwendlichen Naht und Abtrennen der überschüssigen Länge der überwendlichen Näht).
  • Darüber hinaus muss am Anfang und am Ende des Nähens die überwendliche Naht außerhalb des zu nähenden Stückes um den Spannfaden auf Längen genäht werden, die den genannten, freizulassenden Spannfaden-Verlängerungssträngen entsprechen, und diese nutzlosen überschüssigen Teile der überwendlichen Naht werden nach dem Nähen und Abnehmen des Stückes aus der Maschine gelöst und abgeschnitten. Ferner bedeuten diese Vorgänge an der überwendlichen Naht eine Vergeudung von Garn, Zeit und Arbeit (die im Rahmen der Großserienproduktion mit diesem Verfahren und dieser Maschine bedeutende Ausmaße annehmen kann), das Nähen der überschüssigen Abschnitte der überwendlichen Naht ohne zu nähendes Stück entspricht einer anormalen Maschinenfunktion, was eine Quelle von Fehlfunktionen, eine Unterbrechung des Produktionstakts und eine Regelverstellung bedeutet, d. h. eine Qualitätsherabsetzung der Maschine (insbesondere von Stoffschiebern in direktem Kontakt mit dem Fuß in Abwesenheit von Stoff). Es ist insbesondere zu bemerken, dass der Satz aus Spannfaden und überwendlicher Naht nicht unterhalb von Durchnähmitteln mit derselben Präzision geführt werden kann wie ein zu nähendes Stück.
  • Außerdem kann es zuweilen in verschiedenen Anwendungen wünschenswert sein, Abschnitte des Spannfadens außerhalb der überwendlichen Naht in bestimmten Teilen während des Nähens zu lösen, z. B. um Schlaufen zum Einfangen des gleitenden Spannfadens zu bilden.
  • Dieselben Probleme ergeben sich mit anderen Stichen und/oder in anderen Anwendungen, wo ein Faden wie z. B. ein Spannfaden gleichzeitig mit und im Laufe des Nähens von Stichen, die von anderen Hilfsfäden als dem Spannfaden gebildet werden, in die Naht gelegt wird, wobei dieser Spannfaden kein Nähhilfsfaden ist und nicht durchstochen, d. h. nicht von den Hilfsfäden durchquert wird. So kann die Passage für den Spannfaden beispielsweise durch einen Steppstich (Zickzack) gebildet werden (auf weitaus weniger leistungsfähige Weise, aber in einigen Anwendungen ausreichend, wo auf den Spannfaden kein oder nur wenig Spannung wirkt).
  • Im gesamten Text bedeutet der Ausdruck "Spannfaden" somit jedes fadenförmige. Element (einschließlich Schnur, Bindfaden, Litze, Tresse, Kordel usw.), elastisch oder nicht, das sich von Hilfsfäden unterscheidet, die zum Bilden der Stiche verwendet werden, das in der Passage gleichzeitig mit dem Durchnähen des Stiches geführt und platziert wird, ohne von den Hilfsfäden überquert zu werden, so dass es in Längs- und/oder Seitenrichtung in dieser Passage gleiten kann.
  • Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Lösung für die oben erwähnten Probleme vorzuschlagen, und sie hat zum Ziel, ein Nähverfahren vorzuschlagen, mit dem zu Beginn des Nähens und/oder während des Nähens und/oder am Ende des Nähens Spannfadenstränge gebildet werden können, die von der durch die Stiche gebildeten Passage gelöst sind, insbesondere Verlängerungsstränge jenseits der Enden der durch den Stich gebildeten Passage, und dies auf einfache, schnelle und zuverlässige Weise.
  • Es ist insbesondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren vorzuschlagen, das vollautomatisch unter der Kontrolle einer programmierten Steuerung (Roboter, Automat, Informationssystem...) durchgeführt werden kann, ohne dass ein menschlicher Eingriff notwendig wäre.
  • Es ist ebenso Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Realisierung, insbesondere vollautomatisch, von Spannfaden- Verlängerungssträngen am Anfang und am Ende der Naht an jedem Ende einer Stichpassage zuzulassen, wie z. B. einer überwendlichen Naht, in der der Spannfaden gleichzeitig mit dem Durchnähen des Stiches platziert wird, so dass sie dort längs und/oder lateral gleiten können.
  • Es ist auch Aufgabe der Erfindung, die Realisierung, insbesondere vollautomatisch, von Spannfadenschlaufen zuzulassen, die von der genannten Passage während des Nähens gelöst sind.
  • Es ist insbesondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren vorzuschlagen, das eine vollständige Automatisierung eines Verfahrens zum Beziehen eines Gegenstandes wie. z. B. einer Sitzgarnitur mit einem elastischen Schonbezug erlaubt, wie z. B. in der EP-0 223 312 und/oder in der US-4 732 097 beschrieben ist. Die Erfindung sieht in dieser Hinsicht vor, Produktivität und Wirtschaftlichkeit von Arbeitsaufwand und Primärstoff zu verbessern.
  • Es ist auch Aufgabe der vorliegenden Erfindung es zu ermöglichen, dass die oben erwähnten Ziele auf einfache und wirtschaftliche Weise mit einer einfachen und wenig aufwändigen Modifikation erreicht werden können, die an einer bekannten Nähmaschine vorgenommen wird, insbesondere eine Überwendlich-Nähmaschine, wie sie in der EP-0 223 312 und/oder der US-4 732 097 beschrieben ist.
  • Es ist auch Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Nähmaschine bereitzustellen, die die Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zulässt.
  • Es ist insbesondere eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Nähmaschine bereitzustellen, die mit Hilfe einer einfachen Modifikation an einer bekannten Nähmaschine nach deren Herstellung erzielt werden kann, insbesondere einer Überwendlich-Nähmaschine, wie sie in der EP-0 223 312 und/oder der US-4 732 097 beschrieben ist.
  • Im gesamten Text beziehen sich die Begriffe "oberhalb/vorgeschaltet/stromaufwärts" und "unterhalb/nachgeschaltet/stromabwärts" auf die Richtung des Nähens mit den Durchnähmitteln der Maschine und auf die Richtung der Mitnahme des Stücks durch diese Durchnähmittel, das somit von oberhalb nach unterhalb transportiert wird. Die Richtung des Nähens und Mitnehmens des Stücks wird der Deutlichkeit halber als horizontal angenommen, obwohl diese Anordnung, die in der Praxis die üblichste ist, im Rahmen der Erfindung nicht unbedingt wesentlich ist. Ebenso wird unter "transversaler (quer)" Verschiebung jede Verschiebung in Bezug auf die Näh- und Mitnahmerichtung verstanden, die wenigstens eine Komponente in einer Transversalebene lotrecht zur Näh- und Mitnahmerichtung durch die Durchnähmittel hat. Unter "lateraler (längs)" Verschiebung wird jede transversale Verschiebung verstanden, die auch wenigstens eine horizontale Komponente hat, d. h. parallel zu dem zu nähenden Stück und zur Werkstückhalterplatte, oder anders ausgedrückt, orthogonal zur Verschiebungsrichtung einer Nadel von Durchnähmitteln. Ähnlich bedeutet eine "vertikale" Verschiebung jede Verschiebung, die wenigstens eine transversale Komponente wenigstens im Wesentlichen lotrecht zu dem zu nähenden Stück und zu der Werkstückhalterplatte hat, d. h. in einer Ebene, die durch die Nährichtung und durch die Richtung der Verschiebung einer Nadel definiert ist.
  • So kann eine transversale Verschiebung eine laterale Verschiebung ohne vertikale Verschiebung, eine vertikale Verschiebung ohne laterale Verschiebung oder eine Kombination aus einer lateralen Verschiebung und einer vertikalen Verschiebung sein.
  • Ferner bedeuten die Begriffe "Durchnähen" und "durchgenäht" sowie deren Ableitungen, wenn nicht anders angegeben, im weiten Sinne die Bildung jedes Stichs mit Fäden, ohne jedoch dabei zu implizieren, dass alle dieser Fäden effektiv die Stärke des genähten Stücks durchqueren. Der Ausdruck "Durchnähmittel" bezeichnet somit auf allgemeine Weise jedes Mittel, mit dem ein Stich (im Sinne der Norm AFNOR NF G 05-002, deren Terminologie in der vorliegenden Anmeldung angenommen wurde) mit einem oder mehreren Fäden realisiert wird, und umfasst insbesondere eine oder mehrere Nadeln und/oder einen oder mehrere Haken oder Schlaufenbildner.
  • Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Nähen von aus Fäden, Hilfsfäden genannt, bestehenden Stichen auf einem zu nähenden Stück und in einer Nährichtung mit Durchnähmitteln einer Nähmaschine, wobei diese Stiche derart sind, dass sie eine Passage bilden, die in der Nährichtung verläuft, mit einem Faden, Spannfaden genannt, der in dieser Passage geführt und gleichzeitig mit dem Durchnähen der Hilfsfäden so platziert wird, dass er in Längs- und/oder Seitenrichtung in dieser Passage gleiten kann, dadurch gekennzeichnet, dass relativ zu den Durchnähmitteln wenigstens ein Abschnitt des Spannfadens, der oberhalb und unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel verläuft, zwischen einer Normalposition, in der der Spannfaden in der Passage platziert wird, und einer Position zum Lösen des genannten Abschnitts des Spannfadens quer verschoben wird, wo er relativ zur Nährichtung der Stiche geneigt ist und gegenüber den Durchnähmitteln über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel und über die genannte Passage hinaus passiert, um insbesondere ein unabhängiges Abschneiden der Hilfsfäden der Stiche und/oder des Spannfadens mit wenigstens einem Schneidmesser zulässt, das unterhalb der Durchnähmittel angeordnet ist, und/oder die Bildung von Schlaufen des Spannfadens, die von der genannten Passage während des Nähens gelöst werden.
  • Vorteilhafterweise und erfindungsgemäß wird der genannte Abschnitt des Spannfadens während des Nähens der Stiche von den Durchnähmitteln transversal verschoben, d. h. der Spannfaden wird zwischen der Normalposition und der Löseposition verschoben, während die Hilfsfäden weiter genäht werden, indem Stiche gebildet werden, ohne die Durchnähmittel zu unterbrechen. In dieser Hinsicht ist zu bemerken, dass, da der genannte Abschnitt des Spannfadens oberhalb und wenigstens unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel verläuft, aufgrund dieser einzigen Tatsache praktisch jegliches Risiko einer Blockierung des Spannfadens durch die Hilfsfäden vermieden wird, die nicht so durchgenäht werden können, dass sie die Stärke des Spannfadens durchqueren. In der Tat ist der Spannfaden aus der Passage und dem Wirkungsbereich der Durchnähmittel gelöst, während er gegenüber und vor den Durchnähmitteln passiert. Es ist darüber hinaus möglich, die Durchnähmittel und die Querverschiebung des genannten Abschnitts des Spannfadens zu synchronisieren, um zu verhindern, dass diese Verschiebung gleichzeitig mit einer Abwärtsbewegung einer Durchnähnadel erfolgt.
  • Ferner umfassen Nähmaschinen wie Überkantstich- Nähmaschinen, Überwendlich-Nähmaschinen, Scher- Überwendlich-Nähmaschinen usw., die Ränder an Nähstücken nähen, eine Werkstückhalterplatte, die von einem Motorgestell der Maschine ausgehend lateral verlaufen. In einer ersten Variante der Erfindung, die insbesondere auf die Bildung von Spannfaden-Verlängerungssträngen an den Nahtenden anwendbar ist, wird vorteilhafterweise und erfindungsgemäß für den Übergang von der Normalposition zur Löseposition der genannte Abschnitt des Spannfadens lateral zu der Seite einer Werkstückhalterplatte und gegenüber einem Motorgestell der Nähmaschine verschoben.
  • In einer zweiten Variante der Erfindung, die mit der vorherigen kombiniert werden kann und die insbesondere zum Bilden von Spannfadenschlaufen geeignet ist, die von der durch den Stich während des Nähens (d. h. zwischen den beiden Enden der Naht) gelöst ist, wird der genannte Abschnitt des Spannfadens vertikal, insbesondere nach oben verschoben, indem das zu nähende Stück und die Werkstückhalterplatte über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel hinaus entfernt wird, insbesondere über den/die oberen Schlaufenbildnerhaken, wenn wenigstens ein solcher oberer Schlaufenbildnerhaken vorhanden ist.
  • Ferner wird vorteilhafterweise und erfindungsgemäß zum Querverschieben wenigstens des genannten Abschnitts des Spannfadens wenigstens ein Führungsteil für den Spannfaden quer verschoben, der oberhalb der Durchnähmittel angeordnet ist.
  • In einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung, die insbesondere zum Bilden von Spannfadenschlaufen anwendbar ist, die von der genannten Passage während des Nähens gelöst ist, wird ein Führungsteil transversal verschoben, der sich von einer Pressereinheit unterscheidet. Dieser Führungsteil wird beispielsweise von einer Führungsöse gebildet, durch die der Spannfaden verläuft, und ist am unterhalb gelegenen Ausgang der vorgeschalteten Pressereinheit angeordnet. Diese Ausgestaltung ist vorteilhafterweise auf die zweite oben genannte Variante anwendbar.
  • In einer anderen erfindungsgemäßen Ausgestaltung, die mit der obigen kombiniert werden kann, wird vorteilhafterweise und erfindungsgemäß eine vorgeschaltete Pressereinheit quer verschoben, die Mittel zum Führen des Spannfadens trägt, und das zu nähende Stück wird von einem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus bewegt, der unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel angeordnet ist.. Die nachgeschaltete Pressereinheit ist insbesondere ein Drückerfuß und/oder ein Rotationsmechanismus (Rad, Walze, Rolle...), der von einem speziellen Motor um eine Querachse gedreht werden oder sich frei darum drehen kann. Die nachgeschaltete Transportvorrichtung ist insbesondere ein nachgeschalteter Presserfuß und/oder eine nachgeschaltete Rotationsvorrichtung oder ein nachgeschalteter Stoffschieber. Diese Ausgestaltung ist vorteilhafterweise auf die erste oben erwähnte Variante anwendbar, um Spannfaden-Verlängerungsstränge an den Enden der Naht zu bilden. Somit wird die vorgeschaltete Pressereinheit vorteilhafterweise und erfindungsgemäß lateral aus dem Wirkungsbereich der Durchnähmittel verschoben und über die genannte Passage hinaus gelöst. Vorteilhafterweise und erfindungsgemäß wird die vorgeschaltete Pressereinheit auch vertikal und nach oben verschoben, um in der Löseposition jeglichen Kontakt dieser vorgeschalteten Pressereinheit mit dem zu nähenden Stück zu verhindern.
  • Es ist zu bemerken, dass die Erfindung überraschenderweise vorsieht, wenigstens teilweise die Naht herzustellen, während die vorgeschaltete Pressereinheit gelöst ist und somit nicht mehr in einer Funktionsposition auf das zu nähende Stück wirkt. Es hat sich in der Tat in der Praxis herausgestellt, dass dies ohne jegliche Schwierigkeiten dank des nachgeschalteten Mitnahmemechanismus möglich ist, der das zu nähende Stück und/oder die Hilfsfäden transportieren kann, die die Stiche bilden, und/oder den Spannfaden, wobei es zu keinerlei Funktionsstörungen und insbesondere keinerlei Transportfehlern kommt.
  • Die oben erwähnten Varianten und Ausgestaltungen können kombiniert werden. So kann erfindungsgemäß eine vorgeschaltete Pressereinheit verschoben werden, um Spannfaden-Verlängerungsstränge an den Enden der Naht zu bilden, und es kann ein Führungsteil, das sich von einer Pressereinheit unterscheidet (z. B. eine Öse) lateral und/oder vertikal verschoben werden, um Spannfadenschlaufen zu bilden, die während des Nähens aus der Passage gelöst sind.
  • Vorteilhafterweise und erfindungsgemäß wird der genannte Abschnitt des Spannfadens um eine Entfernung lateral verschoben, die ausreicht, um den Spannfaden lateral einerseits aus dem Wirkungsbereich der Durchnähmittel hinaus und andererseits aus dem Wirkungsbereich eines ersten Messers zum Abschneiden von Hilfsfäden zu lösen und zu entfernen, die unterhalb, insbesondere unmittelbar unterhalb, von Durchnähmitteln angeordnet sind. Dieses erste Messer hat die Aufgabe, die Hilfsfäden des Stiches abzuschneiden, ohne jegliches Risiko, dass damit gleichzeitig der Spannfaden abgeschnitten wird.
  • Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren, das es zulässt, dass ein Spannfadenstrang, Verlängerungsstrang genannt, über ein vorderes Ende und über ein hinteres Ende der durch die Stiche gebildeten Naht verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des Nähens:
  • - der genannte Abschnitt des Spannfadens lateral um einen Abstand verschoben wird, der ausreicht, um den Spannfaden zu lösen und ihn lateral von einem ersten Schneidmesser zum Schneiden der Hilfsfäden weg zu bewegen, das sich unterhalb der Durchnähmittel befindet,
  • - das Nähen der Stiche so lange fortgesetzt wird, bis der Spannfaden lateral relativ zu einem ersten nachgeschalteten Schneidmesser gelöst wird,
  • - das erste Schneidmesser betätigt wird, um die Hilfsfäden der Stiche abzuschneiden, und das Nähen von Durchnähmitteln unterbrochen wird,
  • - das Stück in Abwärtsrichtung für eine Länge verschoben wird, die der Summe der Längen der Verlängerungsstränge des Spannfadens entspricht, der am Anfang und am Ende der Naht gebildet wird,
  • - der Teil des zu schneidenden Spannfadens einbezogen wird, um den Verlängerungsstrang am Ende des zu nähenden Stücks von dem Verlängerungsstrang am Anfang eines nachfolgenden zu nähenden Stückes mit einem zweiten Schneidmesser abzutrennen,
  • - das zweite Schneidmesser betätigt wird,
  • - die Durchnähmittel, die Mittel zum Führen des Spannfadens und der genannte Abschnitt des Spannfadens zum Aufnehmen und Nähen eines nächsten zu nähenden Stücks in eine Normalposition zurückkehren.
  • Vorteilhafterweise und erfindungsgemäß wird der genannte Abschnitt des Spannfadens in eine Normalposition zurückgebracht, bevor das zweite Schneidmesser betätigt wird.
  • In der gesamten vorliegenden Anmeldung ist unter "Nähmaschine" jede Maschine zu verstehen, die wenigstens einen Mechanismus, Nähkopf genannt, aufweist, der Nähmittel beinhaltet (Durchnähmittel, Werkstückhalterplatte, Mitnahmemechanismen, Fadenführer, ...). Im Allgemeinen setzt sich eine Nähmaschine aus einer Träger- oder Gestellstruktur, wenigstens einem Nähkopf, der an dem Gestell montiert ist, Antriebsmitteln, die an dem Gestell montiert sind (im Allgemeinen wenigstens ein Elektromotor), sowie aus Steuermitteln (Pedal(e), Knopf/Knöpfe, Automat(en) oder numerische(s) und/oder digitale(s) System(e)...) zusammen, die an dem Gestell montiert sind. Im gesamten Text kann der Begriff "Nähmaschine" somit entweder ein isolierter Nähkopf oder eine komplettere Baugruppe sein, die wenigstens einen Nähkopf und weitere Mechanismen umfasst, die mit den oben erwähnten verbunden sind.
  • Die Erfindung erstreckt sich auch auf eine insbesondere traditionelle, nach ihrer Herstellung modifizierte - Nähmaschine für die Ausführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die Erfindung betrifft somit eine Nähmaschine, umfassend Durchnähmittel für wenigstens einen aus Hilfsfäden gebildeten Stich auf einem in einer Nährichtung zu nähenden Stück, wobei dieser Stich derart ist, dass er eine Passage bildet, die in der Nährichtung verläuft, und Mittel zum Führen eines Fadens, Spannfaden genannt, um diesen in der Passage gleichzeitig mit dem Durchnähen der Hilfsfäden so zu platzieren, dass er in Längs- und/oder Seitenrichtung in der Passage gleiten kann, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel umfasst, Mittel zum Lösen des Spannfadens genannt, um wenigstens einen Abschnitt des Spannfadens, der oberhalb und unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel verläuft, zwischen einer Normalposition, in der der Spannfaden in der Passage platziert wird, und einer Position zum Lösen des genannten Abschnitts des Spannfadens relativ zu den Durchnähmitteln quer zu verschieben, wo Letzterer relativ zur Nährichtung der Stiche geneigt ist und gegenüber den Durchnähmitteln über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel und über die genannte Passage hinaus passiert, um insbesondere ein unabhängiges Abschneiden der Hilfsfäden der Stiche und/oder des Spannfadens mit wenigstens einem Schneidmesser zuzulassen, das unterhalb der Durchnähmittel angeordnet ist, und/oder Bilden von Schlaufen des Spannfadens, die während des Nähens aus der genannten Passage gelöst werden.
  • Vorteilhafterweise und erfindungsgemäß sind die Mittel zum Lösen des Spannfadens so ausgelegt, dass sie wenigstens den genannten Abschnitt des Spannfadens während des Nähens der Stiche mit den Durchnähmitteln quer verschieben können.
  • Die Erfindung betrifft auch vorteilhafterweise eine Maschine, umfassend ein Motorgestell und eine Werkstückhalterplatte, die allgemein auf einer Seite des Motorgestells von Durchnähmitteln ausgehend verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Lösendes Spannfadens so ausgelegt sind, dass sie den genannten Abschnitt des Spannfadens lateral auf der Seite der Werkstückhalterplatte und gegenüber dem Motorgestell über die genannte Passage hinaus von der normalen Position in die Löseposition verschieben.
  • In einer Variante oder in Kombination sind die Lösemittel vorteilhafterweise und erfindungsgemäß so gestaltet, dass sie den genannten Abschnitt des Spannfadens vertikal, insbesondere nach oben, dadurch verschieben, dass dieser von dem zu nähenden Stück weg nach oben über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel hinaus bewegt wird.
  • Die Erfindung betrifft auch vorteilhafterweise eine Maschine, in der die Durchnähmittel wenigstens eine Nadel umfassen und Mittel zum Mitnehmen des zu nähenden Stückes beinhalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmemittel wenigstens einen Mechanismus umfassen, nachgeschalteter Mitnahmemechanismus genannt, der unmittelbar unterhalb der Nadel angeordnet ist, und dadurch, dass die Mittel zum Lösen des Spannfadens so gestaltet sind, dass sie wenigstens einen Abschnitt des Spannfadens quer verschieben, der von dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus nach oben verläuft.
  • Die Mittel zum Führen des Spannfadens umfassen vorteilhafterweise und erfindungsgemäß wenigstens ein vorgeschaltetes Führungsteil, das oberhalb der Durchnähmittel angeordnet ist und auf Auflagemitteln ruht, die so gestaltet sind, dass sie dieses Führungsteil in eine Normalposition bringen können, in der sie den Spannfaden relativ zu den Stichen führen, oder in eine Position zum Lösen des Spannfadens, in der er relativ zu den Durchnähmitteln quer verschoben wird, so dass diese Auflagemittel des/der vorgeschalteten Führungsteils/-teile als Mittel zum Lösen des Spannfadens wirken.
  • Die Mittel zum Lösen des Spannfadens umfassen vorteilhafterweise und erfindungsgemäß Mittel, die so gestaltet sind, dass sie wenigstens ein Führungsteil quer verschieben können, das sich von einer Pressereinheit unterscheidet.
  • Die Mittel zum Lösen des Spannfadens umfassen vorteilhafterweise und erfindungsgemäß wenigstens eine doppelt wirkende Betätigungseinheit, insbesondere einen Pneumatikzylinder oder einen Elektromagnet, die es ermöglicht, den Spannfaden zwischen der Normalposition und der Position zum Lösen des Spannfadens und umgekehrt quer zu verschieben.
  • Gemäß einer Variante umfassen die Mittel zum Führen des Spannfadens vorteilhafterweise und erfindungsgemäß ein Teil zum lateralen Führen des Spannfadens und Auflagemittel für dieses Führungsteil in Bezug auf ein Gestell der Maschine, und wobei die Auflagemittel dieses Führungsteils so gestaltet sind, dass sie sie in eine Normalposition setzen können, in der sie den Spannfaden in Bezug auf den Stich führt, oder in eine Position des lateralen Lösens des Spannfadens, in der sie lateral in Bezug auf die Durchnähmittel verschoben wird, so dass die Auflagemittel des Führungsteils als Mittel zum Lösen des Spannfadens dienen.
  • Gemäß einer anderen Variante, die mit der vorherigen kombiniert werden kann, sind die Auflagemittel eines vorgeschalteten Führungsteils so gestaltet, dass sie dieses Führungsteil in die Normalposition bringen können, in der sie den Spannfaden in Bezug auf den Stich führen, oder in eine Position zum vertikalen Lösen des Spannfadens, in der das Führungsteil vertikal, insbesondere nach oben, in Bezug auf die Durchnähmittel verschoben wird.
  • Die Erfindung betrifft auch eine Maschine, umfassend Mittel zum Führen des Spannfadens, die von einer vorgeschalteten Pressereinheit zum Mitnehmen des zu nähenden Stücks gebildet und/oder gelagert werden, und einem Gestell der Maschine vorgeschaltete Mittel zum Lagern der Pressereinheit, die so gestaltet sind, dass die vorgeschaltete Pressereinheit in einer aktiven Position in Kontakt mit dem zu nähenden Stück gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagemittel so gestaltet sind, dass sie die vorgeschaltete Pressereinheit in die Position zum Lösen des Spannfadens bringen können, in der die vorgeschaltete Pressereinheit und die Mittel zum Führen des Spannfadens lateral relativ zu den Durchnähmitteln verschoben werden, so dass diese Auflagemittel für die vorgeschaltete Pressereinheit als Mittel zum Lösen des Spannfadens dienen.
  • Die genannten Auflagemittel der vorgeschalteten Pressereinheit umfassen vorteilhafterweise und erfindungsgemäß Folgendes:
  • - einen Arm, der an einem nachgeschalteten Ende am Gestell der Maschine so angelenkt ist, dass er um eine vertikale Achse und um eine querverlaufende horizontale Achse schwenken kann und die vorgeschaltete Pressereinheit mit dem Mittel zum Führen des Spannfadens an seinem oberen Ende lagert,
  • - eine doppelt wirkende Betätigungseinheit, auf der das Gestell ruht und die einen Betätigungsstab aufweist, der in Translationsrichtung beweglich ist,
  • - einen Schwingarm für die Verbindung zwischen dem Arm und dem Betätigungsstab.
  • Die Betätigungseinheit ist so an dem Gestell montiert, dass der Betätigungsstab in einer Normalposition Auflagedruck auf den Arm in Applikationsrichtung der vorgeschalteten Pressereinheit auf das zu nähende Stück ausüben kann.
  • Vorteilhafterweise und erfindungsgemäß kann sich der Schwingarm für die Verbindung verdrehen, um ausgehend von einer Translationsbewegung begleitet von einer Eigenrotation des Betätigungsstabes laterale Verschiebungsbewegungen der vorgeschalteten Pressereinheit durch die Schwenkung des Arms um die vertikale Achse und eine vertikale Verschiebung der vorgeschalteten Pressereinheit durch Schwenken des Arms um die querverlaufende horizontale Achse zu erzeugen.
  • Die Maschine umfasst vorteilhafterweise und erfindungsgemäß ein erstes Schneidmesser zum Schneiden von Hilfsfäden, das unterhalb der Durchnähmittel angeordnet ist, und die genannten Mittel zum Lösen des Spannfadens sind so gestaltet, dass wenigstens der genannte Abschnitt des Spannfadens lateral um einen Abstand verschoben wird, der ausreicht, um den Spannfaden lateral vom ersten Schneidmesser zum Schneiden der Hilfsfäden zu lösen.
  • Die Maschine umfasst vorteilhafterweise und erfindungsgemäß zwei Messer zum Schneiden von Fäden, wobei das erste Messer unterhalb der Durchnähmittel angeordnet ist, um die Hilfsfäden der überwendlichen Naht abzuschneiden, wobei das zweite Messer unterhalb des ersten in einem Abstand angeordnet ist, der der Länge eines Strangs des Spannfadens entspricht, Verlängerungsstrang genannt, die über einen Anfang der durch die Stiche gebildeten Naht auf einem nächsten zu nähenden Stück hinaus laufen darf.
  • Das erste Messer ist vorteilhafterweise und erfindungsgemäß unmittelbar unterhalb und in der Nähe des nachgeschalteten Mitnahmemechanismus angeordnet.
  • Die Erfindung erlaubt eine vollautomatische Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Dazu umfasst die Maschine vorteilhafterweise und erfindungsgemäß Mittel zum automatischen Führen des zu nähenden Stückes relativ zu dem Mittel zum Führen und ggf. relativ zu dem/den Schneidmesser(n) und Mittel zum automatischen Steuern des Mittels zum Lösen des Spannfadens und ggf. des/der Schneidmesser(s). Die Mittel zum automatischen Führen des zu nähenden Stückes umfassen vorteilhafterweise und erfindungsgemäß einen Greifroboter, der so gestaltet und programmiert ist, dass er das zu nähende Stück auf eine Werkstückhalterplatte der Maschine während des Nähens verschiebt. Die Mittel zum automatischen Führen des zu nähenden Stückes und das Mittel zum automatischen Steuern der Mittel zum Lösen des Spannfadens umfassen vorteilhafterweise und erfindungsgemäß eine programmierbare numerische Steuerung, die so gestaltet und programmiert ist, dass sie während des Nähens die Durchnähmittel, die Verschiebungen des zu nähenden Stückes, die Mittel zum Lösen des Spannfadens und das/die Schneidmesser steuern.
  • Die Ausführung des erfindungsgemäßen Nähens kann vollautomatisch erfolgen und ist in ein automatisches Verfahren zum Beziehen von Objekten wie z. B. von Sitzgarnituren integriert.
  • Die Erfindung ist insbesondere und vorteilhafterweise auf die Ausführung einer Stichnaht anwendbar, die eine überwendliche Naht ist, insbesondere eine überwendliche mit einem, zwei, drei, vier oder fünf Nähfäden (Hilfsfäden) Die erfindungsgemäße Maschine ist somit vorteilhafterweise eine Überwendlich-Nähmaschine, insbesondere eine Durchnäh- Scher-Überwendlich-Nähmaschine.
  • Die Erfindung erlaubt es, automatisch während des Nähens den Spannfaden zu lösen, der außerhalb der durch die Stiche gebildeten Passage gleitet, und ihn in eine Normalposition zu bringen, um entweder Spannfadenschlaufen zu bilden, die während des Nähens aus der Passage gelöst werden, oder Endenstränge des Spannfadens jenseits der Enden der Passage. Die Schlaufen in der Naht erlauben beispielsweise ein Einfangen des Spannfadens auf Haken oder Führern eines zu beziehenden Gegenstandes und/oder ein Spannen während des Nähens des Randes des Stücks. Diese Endenstränge erlauben die Beaufschlagung des Spannfadens mit einer Zugkraft und die Arretierung des Spannfadens im gespannten Zustand. Es ist zu bemerken, dass die Bildung dieser Schlaufen und/oder dieser Endstränge es nicht verhindert, dass der Spannfaden in der Passage gleitet. In der Tat kann mit der Erfindung vermieden werden, dass der Spannfaden nicht quer verläuft und durch die Hilfsfäden der Naht blockiert wird.
  • Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein Verfahren und eine Maschine, die in Kombination durch alle oder einige der oben und nachfolgend erwähnten Charakteristiken gekennzeichnet sind.
  • Weitere Ziele, Vorteile und Eigenschaften der Erfindung gehen aus der Lektüre der folgenden Beschreibung hervor, die sich auf die Begleitzeichnungen bezieht. Dabei zeigt:
  • - Fig. 1 eine schematische, teilweise perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Maschine in der Normalposition des Spannfadens,
  • - Fig. 2 eine Ansicht ähnlich Fig. 1, die die Maschine in der Position zeigt, in der der Spannfaden gelöst ist,
  • - Fig. 3 bis 9 schematische Teilansichten von oben, die in chronologischer Reihenfolge verschiedene Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens illustrieren,
  • - Fig. 10 und 11 schematische Teilansichten von vorne, die die Mittel zum Lösen des Spannfadens jeweils in der Normalposition und in einer gelösten Position auf einer erfindungsgemäßen Maschine illustrieren,
  • - Fig. 12 und 13 schematische Teilansichten von oben, die die Mittel zum Lösen des Spannfadens jeweils in der Normalposition und in der gelösten Position auf einer erfindungsgemäßen Maschine illustrieren,
  • Fig. 14 eine schematische Teilansicht von der Seite, die die Durchnähmittel und die Lösemittel einer erfindungsgemäßen Maschine illustrieren,
  • - Fig. 15a eine schematische axiale Schnittdarstellung von speziellen Mitteln, um den Betätigungsstab der Mittel zum Lösen des Spannfadens einer erfindungsgemäßen Maschine in Eigenrotation zu führen,
  • - Fig. 15b eine Ansicht ähnlich der von Fig. 15a ohne Betätigungsstab,
  • - Fig. 16 eine schematische Teilansicht einer erfindungsgemäßen Maschine von oben,
  • - Fig. 17 eine schematische Perspektivansicht einer Baugruppe einer erfindungsgemäßen automatischen Maschine,
  • - Fig. 18 bis 20 schematische Teilansichten von oben, die jeweils zwei Ausgestaltungsvarianten von Mitteln zum Lösen des Spannfadens einer erfindungsgemäßen Maschine illustrieren,
  • - Fig. 21a, 21b und 21c schematische Teilansichten in einem vertikalen Querschnitt, die die Mittel zum Lösen des Spannfadens jeweils in der Position des vertikalen Lösens, in der Normalposition der Naht und in der Position des lateralen Lösens der erfindungsgemäßen Maschine entsprechend der Variante von Fig. 20 illustrieren,
  • - Fig. 22 eine schematische Teilansicht von der Seite, die die Durchnähmittel und die Lösemittel in der vertikalen Löseposition einer erfindungsgemäßen Maschine illustriert, entsprechend der Variante der Fig. 20, 21a, 21b und 21c.
  • Die in den Figuren dargestellte Nähmaschine der vorliegenden Erfindung ist eine Scher-Überwendlich- Nähmaschine, d. h. eine Maschine, die so gestaltet ist, dass sie den Rand eines zu nähenden Stückes 1 (elastischer Bezug aus Stoff, Leder, aus synthetischen oder sonstigen Materialien) mit Hilfe eines Schermessers 2 abschneidet und Kanten-Endelstiche 3 mit den Hilfsfäden 4 der Naht ausführt. Als Hilfsfäden 4 können transparente Nylonfäden (330 Denier) mit geringem Durchmesser oder auch ganz andere industrielle Nähgarne verwendet werden.
  • Die EP-0 223 312 und die US-4 735 097, die in der vorliegenden Anmeldung durch Bezugnahme eingeschlossen sind, beschreiben bereits die allgemeinen Eigenschaften einer solchen Nähmaschine und eines Verfahrens zum Beziehen von Objekten wie z. B. Sitzbezügen, das mit Hilfe einer solchen Maschine ausgeführt werden kann. Daher werden nachfolgend nur die für die Erfindung, die Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist, spezifischen Eigenschaften ausführlich beschrieben.
  • Die Nähmaschine umfasst Durchnähmittel 5, 6, 7, die in dem dargestellten Beispiel von einer Nadel 5, einem oberen Schlaufenbildnerhaken 6 und einem unteren Haken 7 gebildet werden. Diese Durchnähmittel 5 bis 7 erlauben die Ausführung von Kanten-Endelstichen mit drei Fäden. Die Erfindung erstreckt sich aber auch auf jeden anderen Kanten-Endelstich, und die Maschine ist auch mit entsprechenden Durchnähmitteln ausgestattet, oder allgemeiner ausgedrückt, auf alle Stiche, die die Erzeugung einer Längspassage P erlauben, in der ein Spannfaden 8, der sich von Hilfsfäden unterscheidet (d. h. der keiner der Fäden ist, die die genannten Stiche bilden), eingeführt werden kann, wobei dieser Spannfäden 8 in Längs- und/oder Seitenrichtung in der Passage P gleiten kann. Der Spannfaden 8 kann von einem Nylonfaden oder von einer Kordel oder einer Schnur oder auch von einem elastischen Faden oder dergleichen gebildet werden. Sein Durchmesser ist im Allgemeinen größer als der der Hilfsfäden, obwohl auch das Umgekehrte zutreffen kann. Die Nähmaschine umfasst auch Mittel 9 bis 10 zum Mitnehmen des zu nähenden Stückes 1 in und über die Durchnähmittel 5 bis 7. Die Maschine umfasst im Wesentlichen ein Motorgestell 12 und eine Werkstückhalterplatte 13, die sich allgemein auf einer Seite des Motorgestells 12 von den Durchnähmitteln 5 ausgehend erstrecken. Die Mitnahmemittel 9 bis 11 nehmen das Stück 1 in einer Nährichtung D mit, die entlang der Seite des Motorgestells 12 verläuft, von dem ausgehend sich die Werkstückhalterplatte 13 lateral erstreckt. Die Mitnahmemittel 9 bis 11 umfassen einen Satz motorisierter unterer Greifer 9 (d. h., die von einem Motor der Maschine mitgenommen werden), die die Werkstückhalterplatte 13 über geeignete Schlitze durchqueren, eine vorgeschaltete Pressereinheit 10, die über der Werkstückhalterplatte 13 oberhalb der Durchnähmittel 5 bis 7 angeordnet ist, um das zu nähende Stück 1 gegen die unteren Greifer 9 zu drücken, und einen nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11, der über der Werkstückhalterplatte 13 unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel 5 bis 7 angeordnet ist, um das zu nähende Stück 1 nach dem Durchnähen mitzunehmen. Die vorgeschaltete Pressereinheit 10 ist in dem dargestellten Beispiel ein traditioneller Drückerfuß. Der dargestellte nachgeschaltete Mitnahmemechanismus 11 ist ein motorisierter oberer Greifer, der mit einem Teil der unteren Greifer 9 synchronisiert ist, die unterhalb der Durchnähmittel 5 bis 7 angeordnet sind. In einer nicht dargestellten Variante kann der nachgeschaltete Mitnahmemechanismus 11 auch von einem einfachen Drückerfuß gebildet werden, der das Stück 1 auf die unteren Greifer 9 legt.
  • Das Schermesser 2 verläuft unmittelbar oberhalb der Durchnähmittel 5 bis 7, um den Rand des Stückes 1 vor der Ausführung des Kanten-Endelstichs abzuschneiden.
  • Die vorgeschaltete Pressereinheit 10 trägt ein Teil 14 zum Führen des Spannfadens 8. Dieses Führungsteil 14 hat in dem dargestellten Beispiel die Form eines abgewinkelten Rohrstücks, das sich auf der Seite des Drückerfußes 10 in Richtung auf das Motorgestell 12 ausgerichtet erstreckt, so dass der Spannfaden unmittelbar oberhalb der Durchnähmittel 5 bis 7 parallel zur Nährichtung D in der Achse der Passage P verläuft, die durch den Kanten-Endelstich gebildet wird. Der Spannfaden 8 wird von einer Reservebobine ausgehend von wenigstens einem einstückig mit dem Motorgestell 12 ausgebildeten Führungsmechanismus 15 bis zu dem Führungsteil 14 mitgenommen.
  • Die Maschine umfasst auch ein erstes Schneidmesser 16 (z. B. ein Messer mit der Referenz C-GEX T07, von der Firma C-GEX SYSTEMS (Frankreich) vermarktet), das unmittelbar unterhalb der Mitnahmemittel 9 bis 11 und der Durchnähmittel 5 bis 7 angeordnet ist, nämlich unmittelbar unterhalb des nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11. Die Maschine umfasst auch ein zweites Schneidmesser 17 (z. B. ein seitliches Messer, das von der Firma C-GEX SYSTEMS (Frankreich) vermarktet wird), das in der Achse des ersten Messers 16 in der Nährichtung D stromabwärts mit einer Distanz d1 von dem ersten Messer 16 angeordnet ist, die der gewünschten Länge für einen Verlängerungsstrang 18 des Spannfadens 8 entspricht, die über einen Anfang 19 des Kanten-Endelstiches 3 hinaus frei bleiben soll.
  • Jedes Schneidmesser 16, 17 ist über einen Betätigungsmotor 20 bzw. 21 motorisiert, der ein Pneumatikzylinder, ein Elektromagnet oder ein ganz anderer ähnlicher Betätigungsmechanismus sein kann. Jedes Messer 16, 17 wird z. B. von einer beweglichen Klinge, die um eine Achse parallel zur Nährichtung D schwenkt, und einer festen Klinge gebildet, die in der Höhe der Werkstückhalterplatte 13 in transversaler Richtung verläuft und die Nährichtung D kreuzt. So wirken die beweglichen und festen Klingen wie eine Schere, um die Fäden abzuschneiden, die über die feste Klinge passieren, und die bewegliche Klinge wird so angetrieben, dass sie nach unten schwenkt.
  • Die vorgeschaltete Pressereinheit 10 mit dem Führungsteil 14 wird von Auflagemitteln 22, 23, 24 getragen, die Folgendes umfassen: einen an das Gestell 12 der Maschine angelenkten Arm 22, einen doppelt wirkenden Betätigungsmechanismus 23 (d. h. einen Mechanismus, der in zwei entgegengesetzten Richtungen gesteuert werden kann), dessen Körper 26 vom Gestell 12 getragen wird und der einen Betätigungsstab 25 hat, der axial in der einen oder der anderen Richtung in Bezug auf das Gestell 12 translational beweglich ist, und einen Schwingarm 24 für die Verbindung zwischen dem Arm 22 und dem Betätigungsstab 25. Der Arm 22 verläuft allgemein parallel zur Nährichtung D oberhalb der Werkstückhalterplatte 13 wenigstens im Wesentlichen in horizontaler Richtung. Das stromabwärts gelegene Ende 29 des Arms 22 ist am Gestell 12 der Maschine mit Hilfe von Lenkmitteln so angelenkt, dass der Arm 22 um eine vertikale Achse 27 und um eine horizontale Querachse 28 schwenken kann. Der Betätigungsmechanismus 23 ist beispielsweise ein doppelt wirkender Hydraulikzylinder, dessen Körper 26 von dem Gestell 12 in einer im Wesentlichen vertikalen Richtung getragen wird, in dem dargestellten Beispiel geringfügig nach unten und stromaufwärts geneigt. Das stromaufwärts gelegene Ende 30 des Arms 22 trägt die vorgeschaltete Pressereinheit 10 mit dem Führungsteil 14 des Spannfadens 8.
  • Das freie Ende des Betätigungsstabes 25 des Betätigungsmechanismus 23 ist so gestaltet, dass es in der Normalposition einen Abstützdruck auf den Arm 22 in der Applikationsrichtung der vorgeschalteten Pressereinheit 10 auf das zu nähende Stück 1 aufbringt, d. h. nach unten und in Richtung auf die Werkstückhalterplatte 13. Das Ende des Betätigungsstabs 25 stützt sich in der Tat am Arm 22 ab, während sich der nach unten in Bezug auf den Körper 26 ausgerichtete Betätigungsstab 25 im völlig gelösten Zustand befindet. Das Ende des Betätigungsstabes 25 wird vorteilhafterweise von einer Flachstelle 31 gebildet, die eine vertikale Seitenfläche definiert, die ein laterales Widerlager für den Gelenkarm 22 bildet. So begrenzt der Betätigungsstab 25 auch die Möglichkeiten zum Schwenken des Arms 22 und somit der vorgeschalteten Pressereinheit 10 horizontal in Richtung auf das Gestell 12. Die Flachstelle 31 definiert auch einen Absatz, der auf der oberen Abschrägung 20 des Arms 22 zur Anlage kommt, um die vorgeschaltete Pressereinheit wie oben beschrieben vertikal nach unten zu applizieren.
  • Der Verbindungsschwingarm 24 führt eine Verdrehung in Längsrichtung aus, um ausgehend von einer Translationsbewegung begleitet von einer Eigendrehung (um seine Translationsachse) des Betätigungsstabs 25 laterale Verschiebungsbewegungen der vorgeschalteten Pressereinheit 10 durch eine Schwenkung des Arms 22 um die vertikale Achse 27 und eine vertikale Verschiebung der vorgeschalteten Pressereinheit 10 durch eine Schwenkung des Arms 22 um die horizontale Querachse 28 zu erzeugen. Der Schwingarm 24 ist über einen in diesem Schwingarm 24 vorgesehenen Längsschlitz 32 mit dem Arm 22 verbunden, in dem ein einstückiges Gleitstück 33 des Arms 22 gleiten kann. Das Gleitstück 33 wird beispielsweise einfach von einer Kopfschraube gebildet, die durch den Schlitz 32 in ein dem Arm 22 entsprechendes Innengewinde eingreift. Der Verbindungsschwingarm 24 ist darüber hinaus einstückig mit dem Betätigungsstab 25 durch einen mit einer Schraube verriegelten Ring 34 fixiert.
  • Mit einem solchen Mechanismus bewirkt, wenn sich der Betätigungsstab 25 im Körper 26 des Zylinders aufwärts bewegt, die Torsion des Verbindungsschwingarms 24 eine Schwenkbewegung des Arms 22 um die vertikale Achse 27 lateral gegenüber dem Gestell 12 und um die horizontale Querachse 28 vertikal nach oben.
  • Es ist zu bemerken, dass sich der Betätigungsstab 25 bei dieser Bewegung um seine eigene Längsachse dreht. Diese Rotation um die eigene Achse und die Schwenkung des Arms 22 um die vertikale Achse 27 können aus der Torsion des Verbindungsschwingarms 24 entstehen und/oder dank der speziellen Mittel 35, 36 zum Führen der Eigenrotation des Betätigungsstabs 25 bei diesen Translationsverschiebungen erzielt werden. In dem dargestellten Beispiel ist ein Stutzen 35 durch beliebige geeignete Mittel (Keile, Radialschrauben...) einstückig am Betätigungsstab 25 befestigt, wobei dieser Stutzen 35 wenigstens einen radialen Ansatz 51 trägt, der nach außen auskragend verläuft und der mit geneigten Anlageflächen 52 geeigneter Formen zusammenwirkt, die in einer Hülse 36 vorgesehen sind, die wiederum auf dem Gestell 12 ruht, mit dem sie einstückig ausgebildet ist. Der Betätigungsstab 25 und sein Stutzen 35 durchqueren die Hülse 36 axial. Der Ansatz 51 des Stutzens 35 und die Anlageflächen 52 der Hülse 36 sind so gestaltet, dass sie eine Eigenrotation des Stabes 25 um seine Achse in der einen oder anderen Richtung mitmachen, während dieser translational in der einen oder anderen Richtung verschoben wird.
  • Somit dienen die Auflagemittel 22, 23, 24 der vorgeschalteten Pressereinheit 10 mit dem Führungsteil 14 als Mittel zum Lösen des Spannfadens 8 und sind so gestaltet, dass sie transversal, lateral, gegenüber dem Motorgestell 12, und vertikal einen Abschnitt 37 des Spannfadens 8 verschieben, der zwischen dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 und, dem Führungsteil 14 verläuft. Dieser Abschnitt 37 des Spannfadens ist derjenige, der einerseits unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel 5, 6, 7 bis zum nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 und unmittelbar oberhalb der Durchnähmittel 5, 6, 7 bis zum Führungsmittel 14 verläuft. Anders ausgedrückt, dieser Abschnitt 37 des Spannfadens ist derjenige, der unmittelbar unterhalb und stromaufwärts ausgehend von den Durchnähmitteln 5, 6, 7 verläuft. Dieser Abschnitt 37 des Spannfadens ist derjenige, der in den Wirkungsbereich der Durchnähmittel 5, 6, 7 verläuft und der im Laufe der Naht ist. Die Lösemittel 14, 22, 23, 24 sind so gestaltet, dass das Führungsteil 14 entweder in einer Normalposition, in der es den Spannfaden 8 in der Richtung der Naht D in der Passage P wie oben beschrieben führt, oder in einer Löseposition platziert werden kann, in der der Abschnitt 37 des Spannfadens 8 lateral und vertikal nach oben in Bezug auf die Durchnähmittel 5, 6, 7 verschoben wird und in Bezug auf die Nährichtung D geneigt ist, um gegenüber den Durchnähmitteln 5, 6, 7 aus dem Wirkungsbereich der Durchnähmittel 5, 6, 7 hinaus und aus der durch die Kanten-Endelstiche gebildeten Passage P hinaus zu passieren.
  • In der in den Fig. 1 bis 11 dargestellten Variante wird der gesamte Teil des Spannfadens 8, der oberhalb des nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 und bis zu dem/den mit dem Gestell 12 einstückigen Führungsteil(en) 15 verläuft, lateral durch die Lösemittel 22, 23, 24 verschoben. Es ist jedoch zu bemerken, dass auch andere Ausgestaltungsvarianten möglich sind, solange wenigstens ein Abschnitt 37 des Spannfadens, der ausgehend vom nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 stromaufwärts verläuft, unmittelbar unterhalb und oberhalb der Durchnähmittel 5, 6, 7, lateral verschoben werden kann, um den Spannfaden 8 aus dem Wirkungsbereich der Durchnähmittel 5, 6, 7 sowie aus der Passage P und aus dem ersten Messer 16 zu lösen.
  • Das mit einer solchen Maschine durchgeführte Verfahren ist in den Fig. 3 bis 11 dargestellt.
  • Die Fig. 1, 3 und 10 zeigen die vorgeschaltete Pressereinheit 10 und das Führungsteil 14 in der Normalposition, wobei der Spannfaden 8 normalerweise in die Passage P eingreift, die durch die überwendliche Naht 3 entlang dem Rand des zu nähenden Stücks 1 gebildet wird. Ausgehend von dieser Normalposition und während des Nähens, d. h. ohne Unterbrechung der Durchnähmittel 5 bis 7, können durch die Betätigung des Zylinders 23, der vorgeschalteten Pressereinheit 10 und des Führungsteils 14 in die Löseposition gebracht werden (Fig. 2, 4, 5 und 11). Infolgedessen hat der Abschnitt 37 des Spannfadens 8, der zwischen dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 und dem Führungsteil 14 verläuft, eine Neigung lateral und nach oben in Bezug auf die Richtung der Näht D. Es ist zu bemerken, dass diese Anordnung insbesondere vermeidet, dass der Spannfaden 8 von der Nadel 5 durchstochen wird, da der gesamte Abschnitt 37 des Spannfadens 8, der ausgehend vom nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 stromaufwärts verläuft, lateral verschoben wird und in Bezug auf die Richtung der Naht D geneigt ist. Somit wird der Spannfaden 8 nicht von einem der Hilfsfäden 4 der Naht überkreuzt.
  • Fig. 5 stellt die nach der Bildung einiger ergänzender Kanten-Endelstiche erhaltene Anordnung dar, wobei der Schnittpunkt zwischen dem Abschnitt 37 des Spannfadens 8 und dem Kanten-Endelstich 3 stromabwärts verschoben ist, wobei der Abschnitt 37 des Spannfadens lateral vom nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 und vom ersten Schneidmesser 16 gelöst ist. Wie man sieht, ist der Abschnitt 37 des Spannfadens 8 in dieser Position außerhalb dieses ersten Messers 16 gelöst, das, wenn es Wie in Fig. 5 dargestellt betätigt wird, nur den Kanten-Endelstich 3, d. h. nur die Hilfsfäden 4 abschneidet, um ein Ende 53 der Kanten-Endelstichnaht 3 für das zu nähende Stück 1 am Ende der Naht und einen Anfang 19 der Kanten-Endelstichnaht 3 für ein nächstes zu nähendes Stück 1 zu bilden.
  • Darüber hinaus ist zu bemerken, dass beim Ausführen dieser Kanten-Endelstichnaht-Abschlüsse vor dem Abschneiden der Hilfsfäden 4 der Kanten-Endelstichnaht das zu nähende Stück 1 am Ende des Nähens außerhalb der Durchnähmittel 5, 6, 7 gelöst werden kann, wobei die vorgeschaltete Pressereinheit 10 nicht mehr auf das zu nähende Stück 1 aufgebracht wird. In der Anordnung von Fig. 5 ist das zu nähende Stück 1 somit lateral von den Durchnähmitteln 5, 6, 7 und vom nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 gelöst, Es ist zu bemerken, dass durch diese Anordnung jeglicher Reibungsverschleiß zwischen der vorgeschalteten Pressereinheit 10 und den Greifern 9 trotz Abwesenheit von Stoff vermieden wird.
  • Es ist auch zu bemerken, dass nach dem Lösen des Spannfadens 8 aus der überwendlichen Naht 3 diese überwendliche Naht 3 noch über eine bestimmte Länge mit dem Stück 1 vernäht werden kann. In Fig. 5 sind einige auf dem Stück 1 durchnähte Kanten-Endelstiche dargestellt, die durch mehrere außerhalb des Stückes 1 durchnähte Kanten- Endelstiche verlängert sind. In einer nicht dargestellten Variante kann die vorgeschaltete Pressereinheit 10 in einer Position gehalten werden, in der sie im Laufe des Nähens der überwendlichen Naht (und nicht an den Enden) gelöst ist, dann kann das Nähen der überwendlichen Naht 3 auf dem Stück 1 fortgesetzt und die vorgeschaltete Pressereinheit 10 wieder in die normale Nahtposition zurückgebracht werden, um das Nähen der überwendlichen Naht 3 fortzusetzen. So entsteht ein Spannfadenstrang 8, der außerhalb der überwendlichen Naht 3 während des Nähens gelöst ist, d. h. eine Schlaufe des Spannfadens 8, die z. B. zum Einfangen und zum Spannen des Stückes 1 auf eine Unterlage dienen kann.
  • In Fig. 6 ist eine spätere Position dargestellt, in der der Abschnitt 37 oberhalb des Spannfadens 8, der aus der Passage P der überwendlichen Naht 3 gelöst ist, gegenüber und in dem zweiten Schneidmesser 17 mitgenommen und dann von dem zweiten Messer 17 abgeschnitten wird. Um die Ausrichtung des Spannfadens 8 in diesem zweiten Messer 17 zu erleichtern, wurden zuvor die vorgeschaltete Pressereinheit 10 und das Führungsteil 14 in die Normalposition gebracht (durch Steuern des Zylinders 23 in Abwärtsrichtung des Betätigungsstabes 25). Vorzugsweise werden, sobald die Hilfsfäden 4 der Kanten-Endelstichnaht 3 vom ersten Messer 16 abgeschnitten werden (Fig. 5), die Durchnähmittel 5, 6, 7 und die Mitnahmemittel 9, 10, 11 unterbrochen.
  • Wie in Fig. 6 zu sehen ist, ist das Stück 1 somit mit einem Verlängerungsstrang 38 des Spannfadens 8 versehen, der außerhalb der überwendlichen Naht 3 am Ende des Nähens freigelassen wird. Die Länge d2 dieses Verlängerungsstranges 38 ist von der Länge des Abschnitts des Spannfadens 8 abhängig, den man ausgehend von jenseits des zweiten Schneidmessers 17 stromabwärts abspulen gelassen hat.
  • Das Stück 1 umfasst auch einen Verlängerungsstrang 18, der zuvor am Anfang des Nähens gebildet wurde und dessen Länge d1 vom Abstand zwischen dem zweiten Messer 17 und dem ersten Messer 16 abhängig ist.
  • Das zweite Messer 17 ist vorteilhafterweise so an der Maschine befestigt, dass die Position des zweiten Messers 17 und somit diese Länge d1 geregelt werden kann.
  • Dazu wird das zweite Messer 17 vollkommen (bewegliche Klinge und feste Klinge) von einem Gestell 54 (Fig. 16) getragen, das auf einer Gleitschiene 55 gleitend montiert ist, die parallel zur Richtung der Naht D ausgehend vom Motorgestell 12 der Maschine, an dem es montiert ist, stromabwärts verläuft. Ein Rändelarretierknopf 56 erlaubt die Arretierung des Gestells 54 an der Gleitschiene 55 nach der Regelung. Die feste Klinge des Messers 17 wird von einem Plättchen 57 gebildet, das auf der Werkstückhalterplatte 13 liegt. Das Gestell 54 trägt auch vorteilhafterweise einen Motor 21 zum Betätigen des Messers 17. Wenn das Gestell 54 entlang der Gleitschiene 55 verschoben wird, wird der Abstand d1 verändert, wobei die Ausrichtung des zweiten Messers 17 auf das erste Messer 16 in der Richtung der Naht D erhalten bleibt.
  • Ausgehend von der in Fig. 6 dargestellten Position kann mit dem Nähen eines neuen Stücks 1 begonnen werden, das unter dem Drückerfuß 10 gehalten wird, wie in Fig. 7 dargestellt ist.
  • Vorteilhafterweise wird, um zu gewährleisten, dass der Spannfaden 8 seitlich über die Vertikale der Nadel 5 in Richtung auf das Motorgestell 12 hinaus verläuft, wenn das Führungsteil 14 in die Normalposition gebracht wird, gleichzeitig die Spannung der Hilfsfäden 4 der überwendlichen Naht 3 verringert, insbesondere wenigstens die Spannung des Hilfsfadens 4 der Nadel und des Hilfsfadens 4 des oberen Hakens. Dazu ist die erfindungsgemäße Maschine mit einem doppelt wirkenden Betätigungsmechanismus wie beispielsweise einem Pneumatikzylinder 39 ausgestattet, dessen Betätigungsstab wenigstens einen Abstandshalter 40 trägt, der zwischen den Druckscheiben eingreifen kann, die die Spannung der Fäden 4 der Nadel und des oberen Hakens regeln (Fig. 1). In der Normalposition ist der Abstandshalter 40 aus diesen Druckscheiben gelöst, so dass die Spannung der Fäden diejenige ist, die auf traditionelle Weise durch Maschinenregeleingriff erhalten wird. Wenn der Betätigungszylinder 23 der Lösemittel in der Rückstellrichtung des Führungsteils 14 in der Normalposition betätigt wird, wird gleichzeitig der den Abstandshalter 40 tragende Zylinder 39 betätigt, um den Abstandshalter 40 mit den Druckscheiben des Nadelfadens und des Fadens des oberen Hakens in Eingriff zu bringen und um die Hilfsfäden 4 vollkommen zu entspannen. Auf diese Weise passiert der Spannfaden 8 die Nadel 5 in Richtung auf das Motorgestell 12 oder kommt an dieser Nadel 5 zur Anlage und passiert sie bei ihrer nächsten Aufwärtsbewegung. So wird auf sichere Weise die Passage der Nadel 5 durch den Spannfaden 8 und somit eine Blockierung dieses Spannfadens 8 auf dem Stück 1 verhindert, was sein späteres Gleiten in der Passage P der überwendlichen Naht 3 behindern würde.
  • Zu Beginn des Nähens eines neuen Stückes 1, wie in Fig. 7 dargestellt ist, wird der Spannfaden 8 nicht immer unter dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 ergriffen, sondern kann sich wie in den Figuren dargestellt oberhalb dieses nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 befinden, der die allgemeine Form einer Platte hat. Zu Beginn des Nähens der überwendlichen Naht 3 wird, wie in Fig. 8 gezeigt, der Verlängerungsstrang 18 unter dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 mitgeführt und wird so natürlich geführt, dass er wie in Fig. 9 dargestellt verdreht wird. Man gelangt somit in allen Formfällen in die in Fig. 9 dargestellte Position, in der das Nähen wie oben beschrieben fortgesetzt und abgeschlossen werden kann.
  • Nach dem Abschneiden des Kanten-Endelstiches 3 mit dem ersten Messer 16 und bis zum Abschneiden des Spannfadens S mit dem zweiten Messer 17 wird das Stück 1 stromabwärts verschoben, damit eine Länge, die der Summe d1 + d2 der Längen der Verlängerungsstränge 18, 38 des Spannfadens am Anfang und am Ende der Naht entspricht, ausgezogen wird und sich ausgehend vom ersten Messer 16 stromabwärts erstreckt. Diese Bewegungen des Stückes 1 auf der Werkstückhalterplatte 13 und in Bezug auf die Maschine können durch die Mittel 41 bis 44 zum automatischen Führen des zu nähenden Stückes 1 erzielt werden (Fig. 17). Diese Mittel 41 bis 44 werden beispielsweise von einem Portalrahmen 41 gebildet, der insbesondere über der Werkstückhalterplatte 13 verläuft und eine vertikale Säule 42 trägt, an deren unterem Ende eine Platte 43 befestigt ist, die mit Mitteln zum Ergreifen des Stückes 1 versehen sind, wobei die Bewegungen der Baugruppe von einem programmierbaren numerischen System 44 (Automat, Informationssystem...) gesteuert wird. Der Portalrahmen 41 ist so gestaltet, dass Translationsverschiebungen der Säule 42 und der Platte 43 in den beiden horizontalen Richtungen möglich sind. Säule 42 und Platte 43 sind so gestaltet, dass Letztere einerseits in Bezug auf die Werkstückhalterplatte 13 in Eigenrotation um eine vertikale Achse und andererseits in eine Translationsbewegung nach oben oder nach unten in vertikaler Richtung gebracht werden kann. Die Baugruppe bildet somit einen Greifroboter, der so gestaltet und programmiert ist, dass das Stück 1 auf der Werkstückhalterplatte 13 der Maschine während des Nähens verschoben wird. Dieser Roboter ist auch so gestaltet, dass er ein Stück 1 auf einem Wartestapel 58 mit zu nähenden Stücken nimmt, und es zum Nähbeginn unter die vorgeschaltete Pressereinheit 10 der Maschine legt. Der Roboter ist auch so programmiert, dass er das Stück 1 nach dem Nähen um den Abstand d1 + d2 mit dem Spannfaden 8 im zweiten Messer 17 wie oben beschrieben verschiebt und dann jedes genähte Stück auf einen Haufen 59 mit genähten Stücken legt. Das programmierbare numerische System 44 ist auch so programmiert, dass es die verschiedenen Betätigungsmechanismen 23, 39 und den allgemeinen Betrieb der Maschine, insbesondere die Mitnahmemittel 9 bis 11 und die Durchnähmittel 5 bis 7 steuert.
  • Die Platte 43 ist mit Mitteln zum Ergreifen von Stücken 1 versehen, mit denen ein einziges Stück 1 von dem Haufen 58 von zu nähenden Stücken genommen und das Stück 1 dann nach dem Nähen auf den Haufen 59 gelegt werden kann. Diese Mittel zum Ergreifen können auf jede geeignete Weise ausgestaltet werden, je nach der Natur der Stücke 1 durch einen Saugnapf (Luftansaugung), durch Greifer zum Ergreifen von Stoff (wie z. B. die Greifer mit der Bezugsnummer SCH 20 oder ST 36, die von der Firma SOMMER AUTOMATIC (Deutschland) vermarktet werden), durch einen umpositionierbaren Haftkleber, durch Einhakmittel des Typs mit Greifschlaufen (VELCRO, eingetragenes Warenzeichen), durch statische Elektrizität, durch Festklemmen...
  • Die Ausführung und Programmierung eines Greifroboters und seines zugehörigen programmierbaren numerischen Systems wie oben beschrieben sind an sich bekannt und bieten keine besonderen Schwierigkeiten. Insbesondere kann die Baugruppe mit Hilfe von elektrischen Schrittschaltmotoren, die jeweils Bewegungen erzeugen, mit Gebern und durch Programmieren traditioneller numerischer Steuerungen realisiert werden.
  • Die Erfindung kann Gegenstand zahlreicher Varianten in Bezug auf die oben beschriebene Ausgestaltung sein. Insbesondere ist es auch möglich, wenn es vorteilhaft ist, den vorgeschalteten Drückerfuß 10 gleichzeitig mit dem Führungsteil 14 lateral zu lösen, wobei die nachfolgende Mitnahme der Kanten-Endelstichnaht 3 (ohne Spannfaden 8 oder Stück 1) auf zufriedenstellende Weise mit dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 erzielt werden kann, den Spannfaden 8 zu lösen, ohne dabei die vorgeschaltete Pressereinheit 10 zu verschieben.
  • So werden in einer ersten Variante (Fig. 18) die Lösemittel von einem horizontalen Zylinder 45 gebildet, dessen Körper 46· von dem Gestell 12 getragen wird und dessen Betätigungsstab 47 mit einer Führungsöse 48 verbunden ist, durch die der Spannfaden 8 läuft. Diese Führungsöse 48 ist in der Normalposition am stromabwärtigen Ausgang des Führungsstücks (Rohrs) 14 angeordnet, das von der vorgeschalteten Pressereinheit 10 getragen wird. Die Öse 48 ist jedoch oberhalb der Durchnähmittel 5, 6, 7 angeordnet. So ist die Führungsöse 48 selbst ein laterales Führungsstück des Spannfadens 8, das unterhalb der vorgeschalteten Pressereinheit 10 und des von ihr, getragenen Führungsteils 14 und oberhalb der Durchnähmittel 5, 6, 7 angeordnet ist, so dass diese Führungsöse 48 den Abschnitt des Spannfadens 8 lateral verschiebt, der zwischen dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 und dem Ausgang des von der vorgeschalteten Pressereinheit 10 getragenen Führungsteils 14 verläuft. Der Zylinder 45 ist so gestaltet, dass er die Öse 48 entweder in der Normalposition gegenüber dem Ausgang des Führungsteils 14 oder in einer lateral gelösten Position platzieren kann, in der die Öse 48 lateral gegenüber dem Gestell 12 und jenseits der vorgeschalteten Pressereinheit 10 beabstandet ist, um den Abschnitt 37 des Spannfadens 8 lateral zu verschieben (Fig. 18). Die vorgeschaltete Pressereinheit 10 muss eine Form haben, die geeignet ist, um die transversalen Translationsbewegungen des Betätigungsstabes 47 des Zylinders 45 und der Öse 48 zuzulassen. Insbesondere wird die vorgeschaltete Pressereinheit 10 von einem Auflagearm 49 getragen, der ausreichend weit stromaufwärts angeordnet sein muss, damit die Öse 48 unterhalb dieses Auflagearms 49 verschoben wird, wobei der Spannfaden 8 nicht oberhalb dieses Auflagearms 49 passiert.
  • In einer anderen Variante der Erfindung (Fig. 19) wird die vorgeschaltete Pressereinheit 10 von einem festen Auflagearm 49, von dem Transportgestell 12 getragen, und der Gelenkarm 22 trägt ein Führungsteil 61 in Rohrform, ähnlich dem Führungsteil 14 der ersten Variante, das jedoch von der vorgeschalteten Pressereinheit 10 getrennt ist. Die Bewegungen des Arms 22 werden durch den Zylinder 23 und den Verbindungsschwingarm 24 wie für die erste Variante beschrieben gesteuert. Somit muss der Auflagearm 49 der vorgeschalteten Pressereinheit 10 zwischen dem Führungsteil 61 und dem Motorgestell 12 verlaufen, damit das Führungsteil 61 des Spannfadens 8 frei lateral in Bezug auf die vorgeschaltete Pressereinheit gegenüber dem Gestell 12 wie in Fig. 19 dargestellt verschieben kann. Die Form der vorgeschalteten Pressereinheit 10 ist geringfügig modifiziert, so dass sie weiter oberhalb des Schermessers 2 und lateral von der Seite des Gestells 12 verläuft als in den zuvor beschriebenen Ausgestaltungen.
  • Die Varianten der Fig. 18 und 19 erlauben ein transversales Lösen des Spannfadens 8, wobei die Führung des zu nähenden Stücks 1 durch die vorgeschaltete Pressereinheit 10 konserviert wird. Somit können insbesondere Schlaufen des Spannfadens während des Nähens gebildet werden, wobei eine präzise Führung des zu nähenden Stücks 1 durch die vorgeschaltete Pressereinheit 10 gewährleistet wird. Ein Durchstechen des Spannfadens 8 mit der Nadel 5 im Verlaufe der lateralen Verschiebung des Führungsteils 14, 48, 61 ist quasi unmöglich und kann durch eine geeignete Synchronisierung des Betätigungsmechanismus 23, 45 mit den Bewegungen der Nadel 5 vermieden werden.
  • Die Variante der Fig. 20 bis 22 hat den zusätzlichen Vorteil, dass ein Durchstechen (Durchqueren) des Spannfadens 8 durch die Nadel 5 ohne Synchronisierung sicher vermieden werden kann. Darüber hinaus können mit dieser Variante die von der Passage P gelösten Schlaufen mehr oder weniger vertikal in Bezug auf das zu nähende Stück 1 vorausgerichtet werden.
  • In dieser Variante ist eine Öse 48 zum Führen des durch sie laufenden Spannfadens 8, wie in der Variante der Fig. 18, unterhalb des stromabwärts gelegenen Ausgangs des von der vorgeschalteten Pressereinheit 10 getragenen Führungsteils 14 und oberhalb der Durchnähmittel 5, 6, 7 angeordnet.
  • Diese Öse 48 ist am freien Ende mit einem Gelenkstab 63 versehen, der frei um eine horizontale Achse 64 parallel zur Längsrichtung D der Naht schwenkt, am Ende 65 eines Schrauben-/Muttersystems 66 vom Betätigungsstab 67 eines ersten doppelt wirkenden horizontalen Zylinders 68 getragen, dessen Körper 69 am Gestell 12 befestigt ist. Das Schrauben-/Muttersystem 66 erlaubt die Regelung der Länge zwischen dem die Gelenkachse 64 des Stabes 63 tragenden Ende 65 und einem von dem Betätigungsstab 67 getragenen Auflagearm 70. Der Auflagearm 70 trägt den Körper 71 eines zweiten doppelt wirkenden Zylinders 72, dessen Betätigungsstab 73 an einem einstückigen Schwingarm 74 in Rotation um die Achse 64 des die Öse 48 tragenden Stabs 63 angelenkt ist. Der zweite Zylinder 72 wird somit vom Betätigungsstab 67 des ersten Zylinders 68 getragen. Der Schwingarm 74 verläuft nach oben und bildet einen Winkel von etwa 90º mit dem die Führungsöse 48 tragenden Stab 63.
  • In der Normalposition der Naht (Fig. 21b) ist der Betätigungsstab 67 des ersten Zylinders 68 zurückgezogen, und der Betätigungsstab 73 des zweiten Zylinders 72 ist ausgefahren. Der Stab 63 verläuft wenigstens im Wesentlichen horizontal, und die Führungsöse 48 und der Spannfaden 8 sind in der normalen Nähposition.
  • Wenn der zweite Zylinder 72 von dieser Normalposition ausgehend betätigt wird, zieht sich sein Betätigungsstab 73 zurück, wobei er den Stab 63 nach oben um die Achse 64 schwenkt. So wird die Öse 48 nach oben verschoben (Fig. 21a). Die Amplitude dieser Verschiebung reicht aus, damit der Abschnitt 37 des Spannfadens 8, der zwischen dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 und der Öse 48 verläuft, vollkommen oberhalb des Wirkungsbereichs der Durchnähmittel 5, 6, 7 passiert, insbesondere über dem oberen Haken 6 (Fig. 22). Infolgedessen wird der Spannfaden 8 nicht mehr in die überwendliche Naht 3 genäht und ist vertikal nach oben gelöst. Später wird der zweite Zylinder 72 betätigt, um seinen Betätigungsstab 73 auszufahren, so dass die Öse 48 wieder in die normale Nähposition gebracht wird, und der Spannfaden 8 wird erneut in die Passage P eingeführt. So entsteht eine Schlaufe 62 des Spannfadens 8, die aus der Passage P gelöst ist und nicht unter der Nadel 5 durchläuft, um die Schlaufen 62 zu bilden, und daher besteht keinerlei Risiko, dass der Spannfaden 8 durchstochen und blockiert wird, und das unabhängig von dem Augenblick, in dem der erste Zylinder 68 betätigt wird. Die auf diese Weise gebildeten Schlaufen 62 verlaufen von dem Stück 1 ausgehend wenigstens im Wesentlichen senkrecht nach oben und werden somit vorausgerichtet. Diese Variante ist ganz besonders auf den Fall eines elastischen Spannfadens 8 anwendbar. Die regelmäßig entlang dem Rand des Stückes 1 verteilten Schlaufen 62 erlauben es, mit diesem Stück 1 ein mit Haken oder Einhakkatzen ausgestattetes Objekt zu versehen und zu beziehen, wobei das Stück 1 dank des Spannfadens 8 gespannt ist.
  • Wie in Fig. 21c sichtbar ist, können die Schlaufen oder Endstränge des Spannfadens 8 auch gebildet werden, indem der Spannfaden 8 wie in der Variante von Fig. 18 lateral gelöst wird, wobei ausgehend von der normalen Nähposition der erste Zylinder 68 betätigt wird, um seinen Betätigungsstab 67 auszufahren.
  • In einer weiteren möglichen Variante der Erfindung (nicht dargestellt) kann das Führungsteil des Spannfadens 8 zwischen der Auflage 49 des vorgeschalteten Drückerfußes 10 und dem Motorgestell 12 oder auch unmittelbar oberhalb des vorgeschalteten Drückerfußes 10 angeordnet werden. Es ist möglich, eine Verschiebungsbewegung des vorgeschalteten Drückerfußes 10 nach oben gleichzeitig mit einer lateralen Verschiebung des Führungsteils zu programmieren, das dann unter diesem vorgeschalteten Drückerfuß 10 passiert. In dieser letzten Variante muss jedoch ein erster Betätigungsmechanismus für die Verschiebungen des Führungsteils vorgesehen werden, und ein zweiter Betätigungsmechanismus kann von der numerischen Steuerung 44 gesteuert werden, um den vorgeschalteten Drückerfuß 10 wieder anzuheben.
  • Dabei ist jedoch zu bemerken, dass in allen diesen Varianten der Erfindung die erfindungsgemäße Maschine leicht durch eine einfache Modifikation einer und Addition zu einer traditionellen Scher-Überwendlich-Nähmaschine wie derjenigen erzielt werden kann, die in der EP-0 223 312 und/oder der US-4 732 097 beschrieben und dargestellt ist. Es reicht in der Tat aus, die Auflagevorrichtung des vorgeschalteten Drückerfußes 10 zu modifizieren und einen nachgeschalteten Mitnahmemechanismus 11 mit seinen zugehörigen Mitnahmemitteln hinzuzufügen, indem sie mit den Mitnahmemitteln von unteren Mitnahmegreifern 9 gekoppelt wird.
  • Ferner kann die Erfindung Gegenstand weiterer Ausgestaltungsvarianten sein. Insbesondere ist die Erfindung auch mit anderen Stichen als mit Überwendlich- Nähten und somit auch mit anderen Maschinen als mit Überwendlich-Nähmaschinen anwendbar, solange die Stiche eine Passage bilden, in die ein Spannfaden eingefügt werden kann.

Claims (27)

1. Verfahren zum Nähen von aus Fäden, Hilfsfäden (4) genannt, bestehenden Stichen (3) auf einem zu nähenden Stück (1) und in einer Nährichtung mit Durchnähmitteln (5, 6, 7) einer Nähmaschine, wobei diese Stiche (3) derart sind, dass sie eine Passage (P) bilden, die in der Nährichtung (D) verläuft, mit einem Faden, Spannfaden (8) genannt, der geführt und in dieser Passage (P) gleichzeitig mit dem Durchnähen der Hilfsfäden (4) so platziert wird, dass er in Längs- und/oder Seitenrichtung in dieser Passage (P) gleiten kann, dadurch gekennzeichnet, dass relativ zu den Durchnähmitteln (5, 6, 7) wenigstens ein Abschnitt (37) des. Spannfadens (8), der oberhalb und unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) verläuft, zwischen einer Normalposition, in der der Spannfäden (8) in der Passage (P) platziert wird, und einer Position zum Lösen des genannten Abschnitts (37) des Spannfadens (8) quer verschoben wird, wo er relativ zur Nährichtung (D) der Stiche geneigt ist und gegenüber den Durchnähmitteln (5, 6, 7) über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel (5, 6, 7) und über die Passage (P) hinaus passiert, um insbesondere ein unabhängiges Abschneiden der Hilfsfäden (4) der Stiche (3) und/oder des Spannfadens (8) mit wenigstens einem Schneidmesser (16, 17) zulässt, das unterhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) angeordnet ist, und/oder die Bildung von Schlaufen (62) des Spannfadens (8), die von der genannten Passage (P) während des Nähens gelöst werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der genannte Abschnitt (37) des Spannfadens (8) während des Nähens der Stiche (3) von den Durchnähmitteln (5, 6, 7) quer verschoben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder. 2, dadurch gekennzeichnet, dass für den Übergang von der Normalposition zur Löseposition der genannte Abschnitt (37) des Spannfadens (8) lateral zu der Seite einer Werkstückhalterplatte (13) und gegenüber einem Motorgestell (12) der Nähmaschine verschoben wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Abschnitt (37) des Spannfadens für den Übergang von der Normalposition zur Löseposition vertikal dadurch verschoben wird, dass er von dem zu nähenden Stück (1) nach oben über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel (5, 6, 7) hinaus bewegt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Querverschieben des genannten Abschnitts (37) des Spannfadens wenigstens ein Führungsteil (14, 48) für den Spannfaden (8) quer verschoben wird, der oberhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) angeordnet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Führungsteil (48, 61) quer verschoben wird, der sich von einer Pressereinheit unterscheidet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Maschine vorgeschaltete Pressereinheit (10) quer verschoben wird, die ein Mittel (14) zum Führen des Spannfadens (8) trägt, und dadurch, dass das Teil (1) von einem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus (11) bewegt wird, der unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) angeordnet ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgeschaltete Pressereinheit (10) lateral so verschoben wird, dass sie den genannten Abschnitt (37) lateral über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel (5, 6, 7) und über die Passage (P) hinaus löst, und dadurch, dass die vorgeschaltete Pressereinheit (10) ebenfalls vertikal und nach oben verschoben wird, um in der Löseposition jeglichen Kontakt dieser vorgeschalteten Pressereinheit (10) mit dem zu nähenden Teil (1) zu verhindern.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, um es zuzulassen, dass ein Spannfadenstrang, Verlängerungsstrang (18, 38) genannt, über ein vorderes Ende und über ein hinteres Ende der durch die Stiche (3) gebildeten Naht verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des Nähens:
- der genannte Abschnitt (37) des Spannfadens (8) lateral um einen Abstand verschoben wird, der ausreicht, um den Spannfaden (8) zu lösen und ihn lateral von einem ersten Schneidmesser (16) zum Schneiden der Hilfsfäden (4) weg zu bewegen, das sich unterhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) befindet;
- das Nähen der Stiche (3) so lange fortgesetzt wird, bis der Spannfaden (8) lateral relativ zu einem ersten nachgeschalteten Schneidmesser (16) gelöst wird;
- das erste Schneidmesser (16) betätigt wird, um die Hilfsfäden (4) der Stiche (3) abzuschneiden, und das Nähen von den Durchnähmitteln (5, 6, 7) unterbrochen wird;
- das Stück (1) in Abwärtsrichtung für eine Länge verschoben wird, die der Summe (d1 + d2) der Längen der Verlängerungsstränge (18, 38) des Spannfadens (8) entspricht, der am Anfang und am Ende des Nähens gebildet wird;
- der Teil des zu schneidenden Spannfadens (8) einbezogen wird, um den Verlängerungsstrang (38) am Ende des zu nähenden Stückes von dem Verlängerungsstrang (18) am Anfang eines nachfolgenden zu nähenden Stückes mit einem zweiten Schneidmesser (17) abzutrennen;
- das zweite Schneidmesser (17) betätigt wird; und
- die Durchnähmittel (5, 6, 7), das Mittel (14) zum Führendes Spannfadens und der genannte Abschnitt (37) des Spannfadens zum Aufnehmen und Nähen eines nächsten zu nähenden Stückes in eine Normalposition zurückkehren.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Abschnitt (37) des Spannfadens (8) in eine Normalposition zurückgebracht wird, bevor das zweite Schneidmesser (17) betätigt wird.
11. Nähmaschine für die Implementation eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend Durchnähmittel (5, 6, 7) für wenigstens einen aus Hilfsnähten (4) gebildeten Stich (3) auf einem in einer Nährichtung (D) zu nähenden Stück (1), wobei diese(t) Stich(e) (3) derart, ist/sind, dass er/sie eine Passage (P) bildet/n, die in der Nährichtung (D) verläuft, und Mittel (14, 48, 61) zum Führen eines Fadens, Spannfaden (8) genannt, um diesen in der Passage (P) gleichzeitig mit dem Durchnähen der Hilfsfäden (4) so zu platzieren, dass er in Längs- und/oder Seitenrichtung in dieser Passage (P) gleiten kann, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel umfasst, Mittel zum Lösen des Spannfadens (8) genannt, um wenigstens einen Abschnitt (37) des Spannfadens (8), der oberhalb und unmittelbar unterhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) verläuft, zwischen einer Normalposition, in der der Spannfaden (8) in der Passage (P) platziert wird, und einer Position zum Lösen des genannten Abschnitts (37) des Spannfadens (8) relativ zu den Durchnähmitteln (5, 6, 7) quer zu verschieben, wo Letzterer relativ zur Nährichtung (D) der Stiche geneigt ist und gegenüber den Durchnähmitteln (5, 6, 7) über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel. (5, 6, 7) und über die Passage (P) hinaus passiert, um insbesondere ein unabhängiges Abschneiden der Hilfsfäden (4) der Stiche (3) und/oder des Spannfadens (8) mit wenigstens einem Schneidmesser (16, 17) zuzulassen, das unterhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) angeordnet ist, und/oder Bilden von Schlaufen (62) des Spannfadens (8), die während des Nähens aus der Passage (P) heraus gelöst werden.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Lösen des Spannfadens (8) so ausgelegt sind, dass sie wenigstens den genannten Abschnitt (37) des Spannfadens (8) während des Nähens der Stiche (3) mit den Durchnähmitteln (5, 6, 7) quer verschieben können.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 11 und 12, umfassend ein Motorgestell (12) und eine Werkstückhalterplatte (13), die allgemein auf einer Seite des Motorgestells (12) von Durchnähmitteln (5, 6, 7) ausgehend verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Lösen des Spannfadens (8) so ausgelegt sind, dass sie den genannten Abschnitt (37) des Spannfadens lateral auf der Seite der Werkstückhalterplatte (13) und gegenüber dem Motorgestell (12) über die genannte Passage (P) hinaus von der normalen Position in die Löseposition verschieben.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösemittel so gestaltet sind, dass sie den genannten Abschnitt (37) des Spannfadens vertikal dadurch verschieben, dass dieser von dem zu nähenden Stück (1) weg nach oben über den Wirkungsbereich der Durchnähmittel (5, 6, 7) hinaus bewegt wird.
15. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei die Durchnähmittel (5, 6, 7) wenigstens eine Nadel (5) umfassen und Mittel (9, 10, 11) zum Mitnehmen des zu nähenden Stückes beinhalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmemittel (9, 10, 11) wenigstens einen Mechanismus umfassen, nachgeschalteter Mitnahmemechanismus (11) genannt, der unmittelbar hinter der Nadel (5) angeordnet ist, und dadurch, dass die Mittel zum Lösen des Spannfadens (8) so gestaltet sind, dass sie wenigstens einen Abschnitt (37) des Spannfadens quer verschieben, der von dem nachgeschalteten Mitnahmemechanismus (11) nach oben verläuft.
16. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (14, 48, 61) zum Führen des Spannfadens wenigstens einen vorgeschalteten Führungsteil (14, 48, 61) umfassen, der oberhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) angeordnet ist und auf Auflagemitteln ruht, die so gestaltet sind, dass sie diesen Führungsteil (14, 48, 61) in eine Normalposition bringen können, in der sie den Spannfaden (8) relativ zu den Stichen (3) führen, oder in eine Position zum Lösen des Spannfadens (8), in der er relativ zu den Durchnähmitteln (5, 6, 7) quer verschoben wird, so dass diese Auflagemittel des/der vorgeschalteten Führungsteils/-teile (14, 48, 61) als Mittel zum Lösen des Spannfadens (8) wirken.
17. Maschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösemittel Mittel (45, 68, 72) umfassen, die so gestaltet sind, dass sie wenigstens einen Führungsteil (48, 61) quer verschieben können, der sich von einer Pressereinheit unterscheidet.
18. Maschine nach einem der Ansprüche 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Lösen des Spannfadens wenigstens eine doppelt wirkende Betätigungseinheit (23, 45, 68, 72) umfassen, die es ermöglicht, den genannten Führungsteil (14, 48, 61) zwischen der Normalposition und der Position zum Lösen des Spannfadens und umgekehrt, quer zu verschieben.
19. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 18, umfassend Mittel (14) zum Führen des Spannfadens, die von einer vorgeschalteten Pressereinheit (10) zum Mitnehmen des zu nähenden Stücks (1) gebildet und/oder gelagert werden, und Auflagemittel (22, 23, 24) für die vorgeschaltete Pressereinheit (10) relativ zu einem Gestell (12) der Maschine, die so gestaltet sind, dass in einer aktiven Position die vorgeschaltete Pressereinheit (10) in Kontakt mit dem zu nähenden Stück (1) gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagemittel (22, 23, 24) so gestaltet sind, dass sie die vorgeschaltete Pressereinheit (10) in die Position zum Lösen des Spannfadens (8) bringen können, in der die vorgeschaltete Pressereinheit (10) und das Mittel (14) zum Führen des Spannfadens lateral relativ zu den Durchnähmitteln (5, 6, 7) verschoben werden, so dass diese Auflagemittel (22, 23, 24) für die vorgeschaltete Pressereinheit (10) als Mittel zum Lösen des Spannfadens (8) dienen.
20. Maschine nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagemittel (22, 23, 24) folgendes umfassen:
- einen Arm (22), der an einem nachgeschalteten Ende am Gestell (12) der Maschine so angelenkt ist, dass er um eine vertikale Achse (27) und um eine querverlaufende horizontale Achse (28) schwenken kann und die vorgeschaltete Pressereinheit (10) mit dem Mittel (14) zum Führen des Spannfadens an seinem oberen Ende lagert;
- eine doppelt wirkende Betätigungseinheit (23), auf der das Gestell (12) ruht und die einen Betätigungsstab (25) aufweist, der in Translationsrichtung beweglich ist;
- einen Schwingarm (24) für die Verbindung zwischen dem Arm (22) und dem Betätigungsstab (25);
und dadurch, dass die Betätigungseinheit (23) auf dem Gestell (12) so montiert ist, dass der Betätigungsstab (25) in einer Normalposition Auflagedruck auf den Arm (22) in Applikationsrichtung der vorgeschalteten Pressereinheit (10) auf das zu nähende Stück (1) ausüben kann.
21. Maschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Schwingarm (24) für die Verbindung verdrehen kann, um ausgehend von einer Translationsbewegung in Begleitung von einer Eigenrotation des Betätigungsstabes (25) laterale Verschiebungsbewegungen der vorgeschalteten Pressereinheit (10) durch die Schwenkung des Arms (22) um die vertikale Achse (27) und eine vertikale Verschiebung der vorgeschalteten Pressereinheit (10) durch Schwenken des Arms (22) um die querverlaufende horizontale Achse (28) zu erzeugen.
22. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein erstes Schneidmesser (16) zum Schneiden von Hilfsfäden (4) umfasst, das unterhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) angeordnet ist, und dadurch, dass die genannten Mittel (22, 23, 24) zum Lösen des Spannfadens (8) so gestaltet sind, dass der genannte Abschnitt (37) des Spannfadens lateral von der Normalposition um einen Abstand verschoben wird, der ausreicht, um den Spannfaden (8) lateral von dem ersten Schneidmesser (16) zum Schneiden der Hilfsfäden (4) zu lösen.
23. . Maschine nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Messer (16, 17) zum Schneiden von Fäden umfasst, wobei das erste Messer (16) unterhalb der Durchnähmittel (5, 6, 7) angeordnet ist, um die Hilfsfäden (4) der Überenden abzuschneiden, wobei das zweite Messer (17) unterhalb des ersten (16) in einem Abstand angeordnet ist, der der Länge (d1) einer Strangs (18) des Spannfadens entspricht, Verlängerungsstrang genannt, die über einen Anfang der durch die Stiche (3) gebildeten Naht auf einem nächsten zu nähenden Stück hinaus laufen darf.
24. Maschine nach den Ansprüchen 15 und 23, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Messer (16) unmittelbar unterhalb und in der Nähe des nachgeschalteten Mitnahmemechanismus (11) angeordnet ist.
25. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (41 bis 44) zum automatischen Führen des zu nähenden Stückes (1) relativ zu dem Mittel (14) zum Führen und ggf. relativ zu dem/den Schneidmesser(n) (16, 17) und dem Mittel (44) für die automatische Steuerung des Mittels zum Lösen des Spannfadens und ggf. des/der Schneidmesser(s) (16, 17) umfasst.
26. Maschine nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (41 bis 44) zum automatischen Führen des zu nähenden Stückes (1) einen Greifroboter umfassen, der so gestaltet und programmiert ist, dass er das zunähende Stück (1) auf eine Werkstückplatte (13) der Maschine während des Nähens verschiebt.
27. Maschine nach einem der Ansprüche 25 und 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (41 bis 44) zum automatischen Führen des zu nähenden Stückes (1) und das Mittel (44) zum automatischen Steuern des Mittels zum Lösen des Spannfadens eine programmierbare numerische Steuerung (44) umfassen, die so gestaltet und programmiert ist, dass sie während des Nähens die Durchnähmittel (5, 6, 7), die Verschiebungen des zu nähenden Stückes (1), das Mittel zum Lösen des Spannfadens (8) und das/die Schneidmesser (16, 17) steuert.
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