DE69813019T2 - Deckel für votivkerzenhalter, kerzenverpackung und entsprechendes verfahren - Google Patents

Deckel für votivkerzenhalter, kerzenverpackung und entsprechendes verfahren

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Description

    GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Deckel für einen Votivkerzenhalter und insbesondere einen Deckel, der auf eine Votivkerze und den Halter aufsetzbar ist, um die Votivkerze beim Versand, bei der Lagerung und Zurschaustellung im Halter in der Solllage zu halten. Die Erfindung betrifft auch eine Kerzenverpackung mit dem Deckel in Kombination mit dem Halter und der Kerze sowie ein Verfahren zum Abpacken einer Kerze unter Verwendung einer solchen Verpackung.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Eine Votivkerze ist in der Fig. 6 gezeigt. Sie hat eine allgemein zylindrische Gestalt mit einem flachen Boden 1b und einem Docht 1w, der über das obere Ende hinaus vorsteht. Typischerweise wird eine Votivkerze in einem - dort in einem schaubildlichen Aufriss gezeigten - dekorativen Glashalter oder -gefäß 10 vorgehalten und verbrannt, das das Licht der Flamme streut und von der Kerze abschmelzendes Wachs auffängt. Votivkerzen und ihre Halter werden an der Verkaufsstelle gemeinsam zur Schau gestellt, aber zum Versand und zur Lagerung im allgemeinen separat abgepackt. Die Hersteller und Lieferanten - insbesondere die, die sowohl die Kerzen als auch das Glasteil herstellen und/ oder vertreiben - wären gern in der Lage, die Votivkerzen und Halter als vorzeigbare Einheit vorzuverpacken.
  • Oft soll eine Votivkerze nicht dicht in ihren Halter passen, sondern nur locker in ihm sitzen. Um eine Votivkerze und einen Halter vorzuverpacken, muss sie zunächst in ihm ausgerichtet werden - dies insbesondere wenn der Halterboden erheblich größer oder anders gestaltet ist als die Votivkerze. Selbst wenn die Votivkerze anfänglich einwandfrei platziert wird, kann es schwer sein, die Solllage beizubehalten. Ein logischer Ansatz wäre, die Votivkerze mit dem unteren Ende auf den Halterboden aufzukleben. Auch dann muss die Kerze jedoch mindestens bis zum Trocknen des Klebstoffs in der Solllage festgehalten werden. Es ist also eine einfache Mechanik erwünscht, mit der sich eine Votivkerze bei der Produktion einwandfrei ausrichten lässt.
  • Sobald eine Votivkerze im Halter in der Solllage festgeklebt ist, wird die Kerze- /Halter-Einheit beim Versand und der Lagerung sicherlich umher gestoßen oder bewegt. Dabei kann der Klebstoff oder das Wachs, an dem der Klebstoff haftet, brechen oder die Haftverbindung zwischen ihnen sich lösen, so dass die Votivkerze freikommt und im Halter frei umher stürzen oder aus ihm heraus fallen kann. Hat sie die Solllage einmal verlassen, lässt sie sich nur mit Schwierigkeiten wieder aufrichten, insbesondere wenn die Kerze und der Halter eine Umverpackung erhalten, die geöffnet werden muss, um Zugang zur Kerze zu erhalten, und dann erneut verschlossen werden muss, falls der Behälter für die Zurschaustellung gedacht ist. Eine lockere Kerze kann auch zu hässlichem Wachsabrieb auf der Innenfläche des Halters, Abspanungen in der Votivkerze selbst oder losen Wachs- oder Klebstoffteilchen führen. Daher besteht auch Bedarf an einer einfachen Mechanik, die verhindert, dass die Votivkerze sich vom Halterboden löst. Weiterhin besteht Bedarf an einer Mechanik, die, falls die Votivherze sich löst, sie daran hindert, ihre Lage zu verändern oder die Innenwandfläche des Halters zu berühren.
  • Bricht weiterhin eine aufgeklebte Votivkerze vom Halterboden ab, können Wachs- oder Klebstoffreste weiter am Halterboden oder dem Kerzenfuß haften und ein nachfolgendes Aufkleben der gelösten Votivkerze erschweren. Daher besteht zusätzlich Bedarf an eine Mechanik, die die Votivkerze ohne Kleb- oder anderen Haftstoff in der Solllage hält.
  • Schließlich werden Votivkerzen oft dekorativ eingefärbt oder parfümiert - Besonderheiten, die bei der Zurschaustellung der Kerze in einem Ladengeschäft wahrnehmbar sein sollten. Daher wären die genannten Mechaniken vorzugsweise derart, dass die genannten Mechaniken das Aussehen oder den Duft der zur Schau gestellten Votivkerze nicht überdecken oder von ihnen ablenken.
  • Die US-PSn 4 697 703, 3561 668, 2102 886 und 2 009 874 diskutieren verschiedene Behälter für andere Artikel als Kerzen, die US-PS 4 544 351 einen Kerzenhalter. Keine von ihnen ist jedoch auf die oben diskutierten speziellen Probleme gerichtet.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung richtet sich auf die vorgenannten Bedarfsfälle und stellt demgemäß einen Deckel bereit, der auf eine Votivkerze aufsetzbar ist und sie in einem Halter bei der Lagerung, beim Versand und bei der Zurschaustellung in der Solllage hält.
  • Nach einem Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung einen Deckel für die Verwendung auf einem Halter mit eingesetzter Kerze, der eine Lippe aufweist, die eine offene Mündung umschließt. Der Deckel hat eine mittige Kappe und einen Vorsprung, der von der mittigen Kappe aus- und abwärts absteht. Der Vorsprung hat eine Innenwand, die so gestaltet ist, dass sie bei auf den Halter aufgesetztem Deckel die Kerze in diesem umgibt und sich an sie anlegt, sowie eine Außenwand, die so gestaltet ist, dass sie sich bei auf den Halter aufgesetztem Deckel an den Halter anlegt. Ein Umfangsflansch erstreckt sich von der Außenwand auswärts und ist so gestaltet, dass er bei auf den Halter aufgesetztem Deckel an der Lippe des Halters anliegt.
  • Nach einem anderen Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung einen Deckel zur Verwendung auf einem Halter mit eingesetzter Kerze, wobei der Halter eine Lippe hat, die eine offene Mündung umschließt. Der Deckel hat eine mittige Kappe, einen zu dieser im wesentlichen parallelen Umfangsflansch und einen sich verjüngenden Vorsprung, der sich von dem Deckel zwischen der mittigen Kappe und dem Umfangsflansch abwärts erstreckt. Der Vorsprung hat eine Innenwand, die von der mittigen Kappe unter einem Winkel hinweg verläuft, und eine Außenwand, die sich vom Umfangsflansch unter dem entgegengesetzten Winkel weg erstreckt.
  • Nach einem noch anderen Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Verpacken einer Kerze mit folgenden Schritten: Einsetzen der Kerze in einen Halter mit einer Lippe, die eine offene Mündung umschließt, und Einschließen der Kerze im Halter mit einem Deckel. Der Deckel weist auf:
  • (i) eine mittige Kappe, (ii) einen Vorsprung, der sich von der mittigen Kappe aus- und abwärts erstreckt und eine Innenwand, die die Kerze im Halter umgibt und sich an sie anlegt, und eine Außenwand aufweist, die sich an den Halter anlegt, und
  • (iii) einen Umfangsflansch, der sich von der Außenwand auswärts erstreckt und so gestaltet ist, dass er sich an die Lippe des Halters anlegt.
  • Diese und andere Ziele, Besonderheiten und Vorteile ergeben sich ausführlicher aus der folgenden Beschreibung und den Zeichnungen, in denen gleiche Bezugszeichen durchweg gleiche Elemente bezeichnen.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Fig. 1 ist eine Perspektivansicht eines Deckels für einen Votivkerzenhalter nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Deckel der Fig. 1;
  • Fig. 3 zeigt den Deckel der Fig. 1 im Aufriss;
  • Fig. 4 ist eine schaubildliche Vorderansicht des Deckels der Fig. 1 in Kombination mit einer Votivkerze und einem Halter für diese;
  • Fig. 5A und 5B sind eine Vorder- und eine Seitenansicht des Gegenstands der Kombination der Fig. 4 zusammen mit einer Umverpackung; und
  • Fig. 6 ist ein schaubildlicher Aufriss einer Votivkerze in einem Halter.
  • BESTE AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
  • Die Fig. 1 bis 3 zeigen einen Kerzenhalterdeckel 20 nach einer bevorzugten Ausführungsform unserer Erfindung. Der Deckel 20 hat eine mittige Kappe 30 und einen Rand 40 mit einem Umfangsflansch 45. Zwischen der Kappe 30 und dem Rand 40 steht vom Deckel 20 ein Vorsprung 50 mit einer Innenwand 52 und einer Außenwand 54 abwärts ab.
  • Betrachtet man den Deckel nach dieser Ausführungsform von unten oder oben, ist der Umfangsflansch 45 ringförmig und erstreckt der Vorsprung 50 sich vollständig um den Umfang herum und umschließt so einen unter der mittigen Kappe liegenden Hohlraum. Dieser Deckel ist für die Verwendung mit einer im wesentlichen zylindrischen Kerze und einem Kerzenhalter mit entsprechend runder Mündung gedacht, dessen Querschnitt der Darstellung in Fig. 6 entspricht. Natürlich kann der Deckel auch in Anpassung an andere Kerzen und/oder Halter anders gestaltet sein. Die Gestalt des Flansches 45 und der Außenwand 54 des Vorsprungs 50 werden primär von der des Halters 10 bestimmt. Der Flansch 45 ist in der Gestalt der Lippe 12 des Halters angepasst; die Gestalt der Außenwand 54 des Vorsprungs ist so gewählt, dass sie sich an die Innenfläche der Wand 14 des Halters anlegt. Wäre bspw. die Mündung des Halters quadratisch, träfe dies auch für den Umfangsflansch 45 zu. Andererseits hängt die Gestalt der Innenwand 52 und der mittigen Kappe 30 von der der Kerze ab. Die Innenwand 52 soll sich an die Kerze anlegen 1, so dass die Kappe 30 gewöhnlich die allgemeine Gestalt des Kerzenoberteils annimmt.
  • In der gezeigten Ausführungsform ist die Kappe 30 geringfügig unter den Umfangsflansch hinab vertieft ausgeführt, und zwar wegen der speziellen Abmessungen der Kerze und des Halters, für die der Deckel entworfen ist. Bei auf die Lippe des Halters 12 aufgesetztem Flansch liegt die Kappe dicht über dem Kerzendocht 1w Die Höhe der kappe 30 relativ zum Flansch 45 lässt sich je nach der Höhe der Kerze relativ zur Halterlippe 12 variieren.
  • Die Übergänge zwischen der Kappe 20 und der Innenwand 52 sowie die zwischen dem Flansch 45 und der Außenwand 54 sind gekrümmt. In den unten diskutierten Formgebungsprozessen wird natürlich eine gewisse Krümmung entstehen, wobei größere Krümmungen leichter herzustellen sind. In der dargestellten Ausführungsform ist der Übergang vom Flansch 45 zur Außenwand 54 jedoch vorzugsweise größer als sich aus der Fertigung ergibt, um sich an die gekrümmte Lippe 12 des Halters 10 anzupassen.
  • Da der Deckel 20 der dargestellten Ausführungsform wie unten diskutiert wärmegeformt wird, entsteht zwischen der Kappe 30 und dem Flansch 45 ein ringförmiger Trog. Dies ist u. U. nicht der Fall, wenn ein anderes Formgebungsverfahren Einsatz findet. Wird bspw. der Deckel 20 spritzgeformt, können die Oberseiten des Flansches 45 und der mittigen Kappe 30 im wesentlichen direkt aneinander angrenzen und kann der Vorsprung 50 aus deren Unterseite heraus vorstehen.
  • In dieser Ausführungsform ist der Vorsprung 50 so verjüngt, dass die Innenwand 52 und die Außenwand 52 zueinander hin geneigt sind. Diese Besonderheit ist zwar nicht erfindungswesentlich, aber bevorzugt, da sie das Aufsetzen des Deckels 20 auf den Halter 10 erleichtert, indem sie dem Vorsprung 50 erlaubt, leichter zwischen die Kerze 1 und die Wand 14 des Halters 10 einzufahren. Sollte die Kerze im Halter 10 nicht die Solllage einnehmen, legt beim Aufsetzen des Deckels 20 die verjüngte Innenwand 52 sich an die Kerze an und trägt zum Zentrieren derselben bei. Dadurch wird das anfängliche Platzieren der Kerze 1 im Halter 10 weniger kritisch und die Produktion vereinfacht. Entsprechend erlaubt, die Verjüngung der Außenwand 54 einen größeren Spielraum in der relativen Anordnung des Deckels 20 und Haltes Halters 10 beim Auf- bzw. Einsetzen des Deckels 20. Da die Außenwand 54 verjüngt ist, hat der Vorsprung 50 an seiner Spitze 50t einen kleineren Außendurchmesser. Selbst wenn also der Deckel 10 und der Halter 20 geringfügig gegeneinander verkippt sind, passt der Vorsprung 50 einwandfrei in die Mündung 1 im Halter 10. Während der Deckel 20 in die Solllage geht, legt die verjüngte Außenwand 54 sich innen an den Halter 10 an, so dass eine Selbstzentrierung entsteht.
  • In der dargestellten Ausführungsform weist der Rand 40 des Deckels 20 auch eine Schürze 60 auf, die von der Außenkante des Flansches 45 herab hängt. Sie ist zwar nicht erfindungswesentlich, gehört aber vorzugsweise zum Rand 40. Die Schürze 60, der Flansch 45 und die Außenwand 54 bilden gemeinsam einen Kanal 66, in den bei auf den Halter 10 aufgesetztem Deckel 20 die Lippe 12 des Halter 10 eingreift. Dadurch wird der Deckel 20 sicherer in der Solllage gehalten. Wie an der Außenwand 54 hat der Flansch 45 einen gekrümmten Übergang zur Schürze 60.
  • Um in der Haltergröße einen gewissen Spielraum zuzulassen, kann die Schürze 60 weiterhin mit einwärts vorstehenden Ansätzen 62 ausgeführt sein. Diese Ansätze stehen in den Kanal 66 hinein vor und liegen an der Außenfläche der Halterwand 14 an; sie sorgen so für einen dichten Sitz des Deckels 20 auf dem Halter 10. Die Ansätze 62 können eine beliebige Gestalt aufweisen, sind aber vorzugsweise verjüngt, damit der Deckel 20 leichter auf den Halter 10 auf- und von ihm abgleiten kann; außerdem wird so das Ausformen des Deckels bei der Herstellung erleichtert. Wie der Fachmann einsehen wird, hängt die Tiefe, zu der die Ansätze 62 in den Kanal 66 hinein vorstehen können, aber noch mit dem Rest des Deckels 20 zusammen und gleichzeitig formbar sind, von der Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit der Fertigungsanlage ab. Ggf. können die Ansätze 62 auch in einem separaten nachfolgenden Fertigungsschritt erzeugt werden, was aber die Fertigungskosten erhöht. Falls bei der Formgebung möglich, können die Ansätze 62 weit genug einwärts vorstehen, dass die Schürze 60 geringfügig ausgebogen werden muss, um die Halterlippe 12 in den Kanal 66 des Deckels 20 einzuführen, damit ein Reibsitz zwischen dem Deckel 20 und dem Halter 10 entsteht.
  • In der dargestellten Ausführungsform steht eine äußere Lippe 64 von der Basis der Schürze 60 her vor. Diese Besonderheit ergibt sich allgemein aus dem - unten diskutierten - Fertigungsverfahren; sie lässt sich ohne Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit de Erfindung abschwächen oder eliminieren.
  • Ist die Kerze 1 parfümiert, wird die Kappe 30 vorzugsweise perforiert, damit die Verbraucher die Kerze durch den Deckel 20 hindurch riechen können. In der bevorzugten Ausführungsform ist zu diesem Zweck die Kappe 30 mit einer Vielzahl von Löchern 32 versehen. Die Größe, Gestalt und Verteilung dieser Löcher 32 ist im allgemeinen nicht kritisch mit der Ausnahme, dass bei größerem Gesamtflächeninhalt der Perforationen (d. h. mehr oder größeren Löchern) eine größere Duftstoffmenge austreten und sich ausbreiten kann. Die Löcher 32 sind vorzugsweise exzentrisch angeordnet oder sehr klein, damit der Docht 1w der Kerze 1 nicht durch die Kappe 30 dringen kann.
  • Wie bereits festgestellt, variieren die Abmessungen des erfindungsgemäßen Deckels 20 abhängig von denen der Kerze 1 und des Halters 10. In der dargestellten beispielhaften Ausführungsform wurde der Deckel 20 für eine allgemein zylindrische Kerze 1 und einen Halter 10 mit runder Mündung entworfen, wie sie die Fig. 6 zeigt. Diese Abmessungen dienen natürlich nur der Erläuterung und lassen sich ändern, ohne die Erfindung zu verlassen. In dem dargestellten Beispiel hat die Kerze einen Durchmesser von etwa 38,1 mm und eine Höhe von 50,8 mm. Die Haltermündung im hat einen Durchmesser von etwa 63,5 mm und die Halterlippe 12 ist etwa 2,54 mm dick. Von oben gesehen hat der Deckel 20 einen Außendurchmesser - von der Außenkante der Außenlippe 64 her gemessen - von etwa 72,5 mm. Die umlaufende Außenlippe 64 hat einen Innendurchmesser von etwa 68,4 mm, was auch der Außendurchmesser des Kanals 66 an der Basis des Schürze 60 ist. Der Durchmesser der Kappe 30 beträgt etwa 36,5 mm.
  • Von der Oberseite des Umfangsflansches 45 zur unteren Spitze 50t des Vorsprungs 50 ist der Deckel 20 etwa 25,4 mm hoch. Die Kappe 30 ist etwa 1,0 mm tief unter die Oberseite des Umfangsflansch 45 eingelassen.
  • Die Übergänge de Kappe 30 und des Flansches 45 zum Vorsprung 50 haben jeweils einen Krümmungsradius in der Größenordnung von 2 mm, die Innen- und die Außenwand 52, 54 jeweils eine Ausformschräge von etwa 5º. Unmittelbar unter dem Übergang zum Flansch 45 und zur Außenwand 54 hat der Vorsprung 50 daher einen Außendurchmesser von etwa 54,5 mm, d. h. den Innendurchmesser des Kanals 66 auf dieser Höhe. Direkt über seiner gekrümmten Spitze 50t hat der Vorsprung 50 einen Außendurchmesser von etwa 50,6 mm. Entsprechend hat der Vorsprung 50 unmittelbar unter dem Übergang zwischen der Kappe 30 und der Innenwand 52 einen Innendurchmesser von etwa 39,6 mm. Die Außen- und die Innenwand 54, 52 laufen in der Spitze 50t des Vorsprungs mit einem Krümmungsradius von etwa 1,27 mm zusammen. Unmittelbar über seiner gekrümmten Spitze 50t hat der Vorsprung einen Innendurchmesser von etwa 43,4 mm.
  • Die Schürze 60 steht etwa 6,01 mm vom Flansch 45 abwärts vor; der Krümmungsradius am Übergang der Schürze zum Flansch beträgt etwa 1,88 mm. Die Ansätze 62 - hier drei an der Zahl, die um die Schürze herum gleich beabstandet sind - sind entlang des Umfangs der Schürze 60 gemessen etwa 6,4 mm lang. Die Ansätze sind von de Außenlippe 64 her aufwärts winklig und haben eine rechteckige Kontaktfläche 62c, die vertikal von der Außenlippe 64 her etwa 1,61 mm die Schürze 60 hinauf zentriert ist. Jeder Ansatz steht etwa 1,27 mm in den Kanal 66 hinein bzw. zu einem Punkt vor, der etwa 32,9 mm von der Zentralachse des Deckels 20 entfernt ist.
  • In der dargestellten Ausführungsform enthält die Kappe 30 fünf Löcher 32 jeweils mit 6,35 mm Durchmesser in allgemein gleichen Winkelabständen (von etwa 72º). Die Löcher 32 sind jeweils auf einem gedachten Kreis von etwa 27,6 mm Durchmesser zentriert, der im wesentlichen konzentrisch mit der Kappe liegt. So sind die Löcher 32 jeweils etwa 1,78 mm vom Außenumfang der Kappe 30 beabstandet.
  • Der Deckel 20 der dargestellten Ausführungsform wird vorzugsweise aus einem Laminat von Polyvinylchlorid (PVC) und Nylon wärmegeformt. Dieses Laminat wurde wegen seiner Wärmeformbarkeit, Durchsichtigkeit und seiner Beständigkeit gegen die Öle und synthetischen Substanzen gewählt, die üblicherweise als Duftstoff für Kerzen Einsatz finden. Zusätzlich zur Transparenz und seiner verhältnismäßig geringen Kosten wird das PVC wegen seiner Eigenstabilität vorgesehen, während die Nylon-Schicht auf der Innenseite (d. h. der der Kerze zugewandten Seite) des Deckels 20 das PVC gegen den Duftstoff in der Kerze abschirmen soll. Das PVC und das Nylon werden mit einem geeigneten. Klebstoff - bspw. auf Polyurethanäther-Basis- laminiert. Der Deckel wird vorzugsweise mit dem PVC auf der Gesenk- und dem Nylon auf der Stempelseite wärmegeformt. Das hier gezeigte Laminat ist 20 mil [1 mil = 25,4 um] dick und besteht aus einer 17 mil dicken Lage PVC und einer 3 mil dicken Lage Nylon. Ersichtlich sind abhängig von speziellen Solleigenschaften auch PVC-/Nylon-Laminate anderer Dicke einsetzbar. Bspw. wird eine dickere PVC-Lage die Eigenfestigkeit des Deckels verstärken.
  • Anstelle des PVC lässt sich - abhängig von der gewünschten Transparenz - ein beliebiger einer Anzahl von Polyestern, Polyethylenterephthalat (PET), Recycling-PET (RPET), Frisch-PET (VPET), PET-Glycol-Copolymerisat (PETG), Poly- 1,4-Cyclohexylendimethylen-Terephthalat-Copolymerisat (PCTG), ein RPET- PETG-Coextrudat, ein RPET-PCTG-Coextrudat oder dergl. einsetzen.
  • Ersichtlich sind weiterhin andere Verfahren als die Wärmeformgebung - bspw. das Spritzformen oder dergl. - für die vorliegende Erfindung einsetzbar. Auch lassen sich abhängig von der erwünschten Beständigkeit gegen Duftstoffe und Lichttransmission (d. h. durchsichtig, durchscheinend usw.) an Stelle des PVC-/ Nylon-Laminats andere Werkstoffe verwenden. Einige evtl. geeignete Materialien sind u. a. Polycarbonate, PET, Questra CoextrusionTM-Polystyrol (Dow Chemical) sowie Polystyrol-/Polypropylen-Legierungen.
  • Soll der Deckel 20 durchsichtig sein, sind deckende Stoffe wie QuestraTM oder die Polystyrol-/Polypropylen-Legierungen u. U. ungeeignet. Der nächste zu beachtende Faktor ist die chemische Beständigkeit gegen den Duftstoff in der Kerze. Um zu bestimmen, ob ein spezieller Stoff für eine bestimmte Kerze geeignet ist, lassen sich zwei Tests durchführen. Erstens kann man den Prüfstoff in die direkte Berührung mit dem Duftstoff bringen und auf Zeichen einer Reaktion - Abbau, Verformung oder Trübung - untersuchen. Da diese Exposition weitaus konzentrierter ist als im praktischen Einsatz, lässt die Beobachtungszeit sich auf Tage oder gar Stunden beschränken. Zweitens kann man die Deckel aus dem Prüfstoff herstellen und auf Halter mit parfümierten Kerzen darin aufsetzen. Diese Proben lagert man dann bei unterschiedlichen Temperaturen und inspiziert sie in regelmäßigen Abständen über einen Zeitraum von mehreren Monaten auf Anzeichen einer Reaktion.
  • Betrieblich wird die Kerze in den Halter 10 eingesetzt, dann der Deckel 20 auf den Halter 10 aufgesetzt. Befindet der Deckel 20 der gezeigten Ausführungsform sich in der Solllage auf dem Halter 10, wie in Fig. 4 ersichtlich, liegt der Umfangsflansch auf der Lippe 12 des Halters 10 auf. Wie bereits festgestellt, steht die Lippe des Halters in den Kanal 66 hinein vor, den die Schürze 60, der Umfangsflansch 45 und die Außenwand 54 bilden. Die Außenwand 54 des Vorsprungs 50 liegt an der Innenfläche der Wand 14 des Halters 10 an. Die Innenwand 52 des Vorsprungs 50 umgibt die Kerze im Halter 10 und liegt an ihr an. Die mittige Kappe 30 sitzt dicht über dem oberen Ende des Dochts 1w der Kerze 1.
  • Eine Umverpackung lässt sich vorsehen, die den Deckel 20 mit eingesetzter Kerze 1 umschließt. Zusätzlich kann die Umverpackung mit einem Dekor, Waren- und Zertifizierungszeichen, Kundendienstinformationen, Anweisungen; Warnhinweisen und dergl. für die Zurschaustellung am Verkaufsort bedruckt werden. Diese Umverpackung kann eine von zahllosen Formen - einschl, die einer einfachen Schachtel - annehmen wie jedoch in den Fig. 5A, 5b gezeigt, nutzt die Umverpackung 70 vorzugsweise die Besonderheiten des erfindungsgemäßen Deckels 20 aus. Bspw. kann die Umverpackung teilweise weggeschnitten sein, um die Kerze 1, den Halter 10 und den Deckel 20 freizulegen. Bei der dargestellten Umverpackung 70 handelt es sich um eine Schachtel, von der ein wesentlicher Teil des oberen vorderen Quadranten entfernt worden ist, so dass ein Teil der Kerze/Halter/Deckel-Kombination freiliegt. Dadurch lassen die Kerze 1 und der Halter 10 in der Umverpackung 70 sich sichtbar zur Schau stellen, da der Deckel 20 transparent ist. In Kombination mit den Löchern 32 (in diesen Darstellungen nicht sichtbar) im Deckel 20 erlaubt die offene Umverpackung dem Duftstoff in der Kerze auch, durch den offenen Teil der Umverpackung zu entweichen. Die Umverpackung erfüllt also zwei Funktionen: Sie hält die Kerze/Halter/Deckel-Kombination zusammen und legt sie zur Betrachtung frei.
  • Während die vorliegende Erfindung oben anhand dessen beschrieben worden ist, was derzeit als bevorzugte Ausführungsform gilt, ist einzusehen, dass sie auf die offenbarten Besonderheiten nicht eingeschränkt ist. Vielmehr soll die Erfindung verschiedene Modifikationen und Äquivalente mit umfassen, von denen einige oben diskutiert sind und die im Umfang der beigefügten Ansprüche liegen. Bspw. braucht der Vorsprung 50 nicht durchgehend ausgeführt sein, vielmehr kann es sich um eine Folge kleinerer Vorspränge handeln, die außen um die Kappe 30 herum angeordnet sind. Der Flansch 45, die Kappe 30 und/ oder die Innen- und die Außenwand 52, 54 des Vorsprungs 50 brauchen nicht flach zu sein; sie können - im Profil gesehen - schräg, spitz zulaufend oder gewölbt oder selbst so gekrümmt verlaufen, dass jeder wahrnehmbar Übergang zwischen diesen Besonderheiten verschwindet. Wie festgestellt, lässt die Gestalt des Deckels 20 sich so variieren, dass Kerzen und/oder Halter verschiedener Gestalt und Größe aufnehmbar sind. Bspw. kann der Deckel auch für Kerzen entworfen sein, die anders gestaltet sind als traditionelle Votivkerzen. Außerdem kann die Umverpackung 70 entfallen und der Deckel 20 auf den Halter 10 im Reibsitz aufgesezt oder mit Spannfolie umwickelt werden. Daher gilt für die folgenden Ansprüche die breitestmögliche Interpretation, die alle solche Modifikationen und Äquivalente im Aufbau und in der Funktion umfasst.
  • GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
  • Ein erfindungsgemäßer Deckel ist besonders geeignet für Votivkerzen. Er lässt sich - insbesondere zusammen mit einer Umverpackung - dazu einsetzen, eine Votivkerze in einem Votivkerzenhalter einzuschließen und in der Solllage zu halten. Der Deckel orientiert und fixiert die Kerze dabei so, dass sie im Halter nicht aus der Solllage gelöst wird oder die Seitenflächen des Halters berührt; damit ist verhindert, dass die Kerze beschädigt wird oder Reibmarken auf dem Halter hinterlässt. Ist der Deckel durchsichtig oder durchscheinend, sind die Kerze und der Halter durch ihn hindurch sichtbar. Ist der Deckel mit einer perforierten Kappe versehen, kann der Duft durch sie austreten. Außerdem schützt der Deckel die Kerze und den Halter vor Staub und anderen Fremdteilchen.

Claims (21)

1. Kerzenpackung mit:
einem Halter mit einer Lippe, die eine offene Mündung definiert;
einer in den Halter eingesetzten Kerze; und
einem Deckel, der aufweist:
(i) eine zentrale Kappe;
(ii) einen Vorsprung, der von einem äußeren Teil der zentralen Kappe abwärts absteht und eine Innen Wand aufweist, die so gestaltet ist, dass sie bei auf den Halter aufgesetztem Deckel die Kerze in diesem umgibt und sich an sie anlegt, sowie eine Außenwand, die so gestaltet ist, dass sie sich bei auf den Halter aufgesetztem Deckelan den Halter anlegt, und
(iii) einen Umfangsflansch, der sich von der Außen Wand auswärts erstreckt und so gestaltet ist, dass er sich bei auf den Halter aufgesetztem Deckel an die Lippe des Halters anlegt.
2. Kerzenpackung nach Anspruch 1 weiterhin mit einem äußeren Behälter, der den Deckel und den Halter so umschließt, dass er den Deckel mit dem Halter zusammenhält.
3. Kerzenpackung nach Anspruch 2, bei der der äußere Behälter teilweise weggeschnitten ist, um den Deckel und den Halter freizulegen.
4. Kerzenpackung nach Anspruch 1, deren Deckel aus einem Laminat aus Polyvinylchlorid und Nylon ausgebildet ist.
5. Kerzenpackung mit:
einem Halter mit einer Lippe, die eine offene Mündung definiert;
einer im Halter angeordneten Kerze; und
einem Deckel, der aufweist:
(i) eine zentrale Kappe,
(ii) einem Umfangsflansch, der im wesentlichen parallel zu der zentralen Kappe verläuft, und
(iii) einen sich verjüngenden Vorsprung, der sich von dem Deckel zwischen der zentralen Kappe und dem Umfangsflansch abwärts erstreckt und eine Innenwand, die von der zentralen Kappe unter einem Winkel hinweg verläuft, und eine Außenwand aufweist, die sich vom Umfangsflansch unter dem entgegengesetzten Winkel weg erstreckt.
6. Kerzenpackung nach Anspruch 5, weiterhin mit einem äußeren Behälter, der den Deckel und den Halter umschließt, um sie zusammenzuhalten.
7. Kerzenpackung nach Anspruch 6, deren äußerer Behälter teilweise weggeschnitten ist, um den Deckel und den Halter freizulegen.
8. Kerzenverpackung nach Anspruch 5, deren Deckel aus einem Laminat aus Polyvinylchlorid und Nylon ausgebildet ist.
9. Verfahren zum Verpacken einer Kerze mit folgenden Schritten:
Einsetzen der Kerze in einen Halter mit einer Lippe, die eine offene Mündung definiert; und
Einschließen der Kerze im Halter mit einem Deckel, der aufweist:
(i) eine zentrale Kappe,
(ii) einen Vorsprung, der sich von der zentralen Kappe aus- und abwärts erstreckt und eine Innenwand aufweist, die die Kerze im Halter umgibt und sich an sie anlegt, sowie eine Außenwand, die sich an den Halter anlegt, und
(iii) einen Umfangsflansch, der sich von der Außenwand auswärts erstreckt und so gestaltet ist, dass er sich an die Lippe des Halters anlegt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem man weiterhin nach dem Einschließen der Kerze in den Halter mit dem Deckel die Kerze, den Halter und den Deckel in einen äußeren Behälter einschließt.
11. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem der Deckel weiterhin eine äußere Schürze aufweist, die sich vom Umfangsflansch abwärts erstreckt derart, dass die Schürze, der Umfangsflansch und die Außenwand gemeinsam einen Kanal bilden, in dem die Lippe des Halters sitzt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem der Deckel weiterhin eine Vielzahl von Ansätzen aufweist, die sich von der äußeren Schürze einwärts erstreckend an den Halter anlegen.
13. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem der Deckel perforiert ist.
14. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem man weiterhin den Deckel und den Halter mit der darin befindlichen Kerze zusammen in einen Behälter einschließt, um den Deckel und den Halter zusammenzuhalten.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem der Behälter teilweise weggeschnitten ist, um den Deckel und den Halter freizulegen.
16. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem der Deckel aus einem Laminat aus Polyvinylchlorid und Nylon ausgebildet ist.
17. Abnehmbarer Deckel zur Verwendung auf einen Halter mit einer darin befindlichen Kerze, wobei der Halter eine Lippe hat, die eine offene Mündung definiert, wobei der Deckel aufweist:
eine zentrale Kappe,
einen umlaufenden Vorsprung, der von der zentralen Kappe aus- und abwärts absteht, wobei der Vorsprung eine Innenwand aufweist, die so gestaltet ist, dass sie bei auf den Kalter aufgesetztem Deckel die Kerze im Halter umgibt und sich an sie anlegt, sowie eine Außenwand, die so gestaltet ist, dass sie sich bei auf den Halter aufgesetztem Deckel an den Halter anlegt; und
einen Umfangsflansch, der sich von der Außen Wand auswärts erstreckt und so gestaltet ist, dass er sich bei auf den Halter aufgesetztem Deckel reibschlüssig an die Lippe des Halters anlegt.
18. Deckel nach Anspruch 17, dessen Innen- und Außenwand zueinander geneigt sind und einen abwärts sich verjüngenden Vorsprung bilden, wobei die Innenwand in ihm einen aufwärts sich verjüngenden Innenraum umschließt.
19. Deckel nach Anspruch 17, weiterhin mit einer äußeren Schürze, die sich vom Umfangsflansch abwärts erstreckt, so dass die Schürze, der Umfangsflansch und die Außenwand gemeinsam einen Kanal umschließen, in dem bei auf den Halter aufgesetztem Deckel die Lippe des Halters sitzt.
20. Deckel nach Anspruch 19, weiterhin mit einer Vielzahl von Ansätzen, die bei auf den Halter aufgesetztem Deckel sich von der äußeren Schürze aus einwärts bis an den Halter heran erstrecken.
21. Deckel nach Anspruch 17, dessen zentrale Kappe perforiert ist.
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