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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Stabilisatorzusammensetzung, insbesondere eine Stabilisatorzusammensetzung
für halogenierte
Kohlenwasserstoffe, wie Perchlorethylen.
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Halogenierte Kohlenwasserstoffe,
welche 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthalten, wie Perchlorethylen, werden
bei verschiedenen Anwendungen wie bei der chemischen Reinigung von
Textilien oder der Entfettung von Metallen eingesetzt. Jedoch ist
es wohlbekannt, daß Trichlorethylen
oder Perchlorethylen die Neigung zur Zersetzung haben, wenn sie
Wärme,
Sauerstoff, Licht oder Wasser ausgesetzt werden, insbesondere falls
Metalle oder Metallsalze vorhanden sind. Zahlreiche saure Produkte
wie Chlorwasserstoffsäure
werden während der
Zersetzung erzeugt.
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Daher ist es in der Industrie üblich, einen
Stabilisator für
halogenierte Kohlenwasserstoffe, die 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthalten,
wie Perchlorethylen, zuzusetzen.
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Die deutsche Offenlegungsschrift
DE-A-24 49 667 (entspricht dem US-Patent Nr. 4 034 051) gibt an, daß Perchlorethylen
durch Zugabe von 0,001 bis 0,01 Gew.-% eines N-Alkylmorpholins und
0,001 bis 0,01 Gew.-% eines Alkylphenols stabilisiert wird.
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Die deutsche Offenlegungsschrift
DE-A-32 46 886 bezieht sich auf ein Verfahren zur Stabilisierung
von Perchlorethylen, bei welchem 1,2-Epoxycyclooctan und/oder 1,2–5,6-Diepoxycyclooctan
zusätzlich
zu bekannten Epoxiden wie Cyclohexenoxid, zu Perchlorethylen als
Stabilisatoren zugesetzt werden. Zusätzlich können Amine, bevorzugt Triethylamin,
Diisopropylamin, Dimethylisobutylamin, sec.-Butylamin, Pentylamin, Isopentylamin,
5-Methyl-2-hexanamin, Diisobutylamin, N-Methylpyrrol oder N-Methylmorpholin
als Stabilisatoren ver wendet werden. Andere Stabilisatoren sind
Ether wie Dialkylether, Olefine wie Diisobutylen oder Alkylphenole
wie p-Kresol.
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Die deutsche Offenlegungsschrift
DE-A-39 22 135 bezieht sich auf die Verwendung von Cyclopentenoxid
zur Stabilisierung von Perchlorethylen. Dieselben Amine wie in der
deutschen Offenlegungsschrift DE-A-32 46 886 und Alkylphenole, wie
p-Kresol, o-Kresol oder p-tert.-Butylphenol, sind als zusätzliche
Stabilisatoren erwähnt.
Eine Stabilisatormischung, enthaltend Cyclopentenoxid, N-Alkylmorpholin,
Diisopropylamin und Alkylphenol, wird als bevorzugt bezeichnet.
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Die deutsche Offenlegungsschrift
DE-A-28 11 779 bezieht sich auf stabilisiertes Perchlorethylen,
welches 0,001 bis 0,01 Gew.-% von Alkylphenolen, 0,0005 bis 0,002
Gew.-% von Diisopropylamin und 0,05 bis 0,5 Gew.-% von Cyclohexenoxid
enthält.
Die DE-A-28 11 779 gibt an, daß starke
Korrosion mit einer Stabilisatorzusammensetzung beobachtet wird,
welche Anilin, N-Methylmorpholin, p-tert.-Butylphenol und Cyclohexenoxid
enthält.
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Das US-Patent Nr. 3 424 805 schlägt die Stabilisierung
von chlorierten Kohlenwasserstoffen durch Zugabe eines aliphatischen
Diamins oder Polyamins vor. Es wird gelehrt, daß der stabilisierende Effekt
durch die Zugabe eines aliphatischen Monoamins, wie Diisopropylamin
oder Pyrrol oder N-Alkylpyrrol
wie N-Methylpyrrol, gesteigert werden kann. Unglücklicherweise ergeben die vorgeschlagenen
Aminkombinationen oftmals nicht zufriedenstellende Ergebnisse zur
Stabilisierung von Perchlorethylen.
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Das US-Patent Nr. 4 942 267 beschreibt
eine Stabilisatorzusammensetzung für Perchlorethylen, welche ein
cyclisches Alkylamin, einen Alkohol von 3 bis 7 Kohlenstoffatomen
und eine Olefinkomponente umfaßt. Es
erwähnt,
daß die
Stabilisatorzusammensetzung mit einem aliphatischen oder aromatischen
Amin, Stickstoff enthaltende Materialien, wie Pyrrolen, cy clischen
Ethern und aromatischen Verbindungen, die eine Phenolglruppe enthalten,
kombiniert werden kann.
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Das ostdeutsche Patent 111 198 beschreibt
eine Mischung von 20 bis 160 g Thymol, 20 bis 150 ml Triethanolamin,
20 bis 150 ml Morpholin und 0 bis 55 ml Triethylamin als einen Stabilisator
pro 1000 l Perchlorethylen. Eine Mischung von 50 g Thymol, 45 ml
Triethylamin, 30 ml Morpholin und 345 ml Trichlorethylen wird zur
Stabilisierung von 1000 l Trichlorethylen vorgeschlagen. Wenn Perchlorethylen
oder Teichlorethylen, welche Triethanolamin als Stabilisator enthalten,
zum Entfetten von Nichteisenschwermetallen, wie Kupfer, Aluminium
oder Bronce verwendet wird, verbleiben unglücklicherweise Flecken auf den
Metallen.
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Die UK Patentanmeldung GB 2 069 995
beschreibt einen Stabilisator für
Dichlormethan, welcher Methylalkohol und kleine Mengen von Diisopropylamin
und/oder Benzylethylamin und/oder Triethylamin enthält.
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Unglücklicherweise erfüllte Perchlorethylen,
welches entsprechend den oben genannten Vorschlägen des Standes der Technik
stabilisiert wurde, nicht die Erfordernisse der Industrie für zahlreiche
Anwendungen. Oftmals wird die Kapazität des Stabilisators im Verlauf
der Zeit verringert, was durch eine Abnahme der Alkalinität des stabilisierten
Perchlorethylens offensichtlich wird.
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Es wurde eine neue Stabilisatorzusammensetzung
gefunden, welche zur Stabilisierung von halogenierten Kohlenwasserstoffen
gegen Abnahme von Alkalinität
sehr wirksam ist.
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Daher ist eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eine Stabilisatorzusammensetzung, welche
umfaßt:
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- a) ein N-Alkylmorpholin, und
- b) ein geradkettiges oder cyclisches aliphatisches Amin, das
keine anderen Heteroatome als N enthält, mit einem Siedepunkt von
wenigstens 150°C.
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Eine andere Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist ein stabilisierter halogenierter Kohlenwasserstoff,
welche diese Stabilisatorzusammensetzung umfaßt.
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Noch eine andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Stabilisieren eines
halogenierten Kohlenwasserstoffes gegen Abbau durch Zugabe einer
wirksamen Menge dieser Stabilisatorzusammensetzung.
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Noch eine andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung als Stabilisator für einen
halogenierten Kohlenwasserstoff von
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- a) einem N-Alkylmorpholin, und
- b) einem geradkettigen oder cyclischen aliphatischen Amin, das
keine anderen Heteroatome als N enthält, mit einem Siedepunkt von
wenigstens 150°C.
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Die beiliegende 1 illustriert die Abnahme von Alkalinität von verschiedenen
Perchlorethylenen, welche entsprechend der vorliegenden Erfindung
und entsprechend dem Stand der Technik stabilisiert sind, während der
Destillation und Rückführung des
Destillates über
eine ausgedehnte Zeitspanne.
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Die Stabilisatorzusammensetzung der
vorliegenden Erfindung umfaßt
vorzugsweise:
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- a) von 20 bis 99, mehr bevorzugt von 50 bis
95, am meisten bevorzugt von 60 bis 90% eines N-Alkylmorpholins,
und
- b) von 1 bis 80, mehr bevorzugt von 5 bis 50, am meisten bevorzugt
von 10 bis 40% eines geradkettigen oder cyclischen aliphatischen
Amins, das keine anderen Heteroatome als N enthält, mit einem Siedepunkt von
wenigstens 150°C,
bezogen auf das Gesamtgewicht von a) und b).
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Die Alkylgruppe in dem N-Alkylmorpholin
ist bevorzugt eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit
von 1 bis 6, mehr bevorzugt 1 bis 4, am meisten bevorzugt 1 bis
3 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl oder Isopropyl.
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Die Ethylgruppe und insbesondere
die Methylgruppe sind bevorzugt. Die Ringkohlenstoffatome in den N-Alkylmorpholinen
können
substituiert sein, beispielsweise mit Alkylgruppen von 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt
Methyl. N-Ethylmorpholin oder mehr bevorzugt N-Methylmorpholin ist
die am meisten bevorzugte Verbindung a) für die Stabilisatorzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung. Die Stabilisatorzusammensetzung der
vorliegenden Erfindung enthält
ein oder mehrere N-Alkylmorpholine.
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Das Amin b) in der Stabilisatorzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung hat einen Siedepunkt von wenigstens 150°C, mehr bevorzugt
von wenigstens 160°C,
am meisten bevorzugt von wenigstens 180°C, gemessen bei atmosphärischem
Druck. Das Amin b) enthält
keine anderen Heteroatome als N. Das Amin kann ein primäres, sekundäres oder
tertiäres,
geradkettiges oder cyclisches aliphatisches Amin sein. Bevorzugt
ist das Amin gesättigt.
Sekundäre
und tertiäre
Amine sind bevorzugt. Mono-, Di- oder Triamine sind brauchbar, vorausgesetzt,
daß sie
einen Siedepunkt wie oben erwähnt
haben. Mehr bevorzugt enthält
das Amin b) zwei oder mehr Aminogruppen. Bevorzugt beträgt der pKa
des Amins b) von 7,5 bis 11, mehr bevorzugt von 8 bis 9,5. Besonders
bevorzugte Amine sind solche mit zwei Aminogruppen, von denen der
erste pKa-Wert oberhalb 11 ist und der zweite pKa-Wert von 7,5 bis
11 beträgt.
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Bevorzugte Amine b) sind 1-Aminoheptan,
n-Octylamin, tert.-Octylamin, Tetramethylendiamin, Hexamethylendiamin,
1,8-Octandiamin, 4-Aminomethyl-1,8-octandiamin, Hexamethylentetraamin,
1,4-Diazabicyclo[2.2.2]octan, 1,3,5-Triethylhexahydro-1,3,5-triazin
oder N,N,N',N',N''-Pentamethyldiethylentriamin. Von diesen Aminen
sind 1,4-Diazabicyclo[2.2.2]octan, 1,3,5-Triethylhexahydro-1,3,5-triazin,
N,N,N',N',N''-Pentamethyldiethylentriamin und 4-Aminomethyl-1,8-octandiamin
die am meisten bevorzugten Amine.
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Die Stabilisatorzusammensetzung der
vorliegenden Erfindung enthält
ein oder mehrere der oben genannten Amine b).
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Die Stabilisatorzusammensetzung der
vorliegenden Erfindung enthält
wahlweise ein Antioxidans, wie ein Alkylphenol, bevorzugt ein o-
und/oder p-Alkylphenol, welches ein oder mehrere geradkettige oder
verzweigte Alkylketten enthält,
die von 1 bis 18, bevorzugt von 2 bis 8 Kohlenstoffatome enthalten,
wie p-Kresol, o-Kresol, 2,6-Dimethylphenol oder 2,4,6-Trimethylphenol.
Bevorzugt sind p-Alkylphenole, welche eine verzweigte C3-5-Alkylkette
enthalten, wie p-Isopropylphenol, p-tert.-Butylphenol, 2,4-Di-tert.-butylphenol
oder Amylphenol. Eine oder mehrere Antioxidantien können in
der Stabilisatorzusammensetzung vorliegen. Falls die Stabilisatorzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung ein oder mehrere Antioxidantien enthält, beträgt das Gewichtsverhältnis zwischen
der Gesamtmenge des/der Oxidans/tien und der Gesamtmenge der Amine a)
und b) bevorzugt von 0,05 bis 2,0 : 1, mehr bevorzugt von 0,1 bis
1,0 : 1, am meisten bevorzugt von 0,2 bis 0,8 : 1.
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Eine weitere wahlweise Komponente
der Stabilisatorzusammensetzung der vorliegenden Erfindung ist ein
Ether, bevorzugt ein Dialkylether, wie Dibutylether oder Di-sec.-butylether;
ein Dialkoxymethan, wie Dimethoxymethan oder Diethoxymethan; ein
Glycoldialkylether, wie Dimethoxyethan, Diethoxyethan oder Butylglycol-tert.-butylether,
ein Polyglycolether, wie Diglycol-tert.-butylether, Methoxy-diglycol-tert.-butylether
oder Triglycoldimethylether; ein Arylether, wie Diphenylether; ein
Aralkylether, wie als Ether ein Arylalkylether, wie Anisol; oder
ein Hydrochinondimethylether. Ein oder mehrere Ether können in
der Stabilisatorzusammensetzung vorliegen. Falls die Stabilisatorzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung einen oder mehrere Ether enthält, beträgt das Gewichtsverhältnis zwischen
der Gesamtmenge der Ether und der Gesamtmenge der Amine a) und b)
bevorzugt von 0,02 bis 1,0 1, mehr bevorzugt von 0,05 bis 0,5 :
1, am meisten bevorzugt von 0,08 bis 0,4 : 1.
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Die Komponenten der Stabilisatorzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung können
einzeln oder als Mischung zu einem halogenierten Kohlenwasserstoff
zugesetzt werden. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird jedoch eine Stabilisatorzusammensetzung
in Form eines Konzentrates hergestellt, worin die Amine a) und b)
und wahlweise Stabilisatorkomponenten, wie das/die Antioxidans/tien
und/ oder der/die Ether in einem organischen Lösungsmittel, bevorzugt einem
Kohlenwasserstoff oder einem chloriereten Kohlenwasserstoff, aufgelöst sind.
Das organische Lösungsmittel
hat bevorzugt einen Siedepunkt oberhalb 160°C, gemessen bei atmosphärischem
Druck. Bevorzugte Kohlenwasserstoffe sind Isoparaffine mit einem
Siedepunkt oberhalb 200°C.
Falls ein chlorierter Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel verwendet wird,
hat er bevorzugt etwa denselben Siedepunkt wie der halogenierte
Kohlenwasserstoff, der stabilisiert werden soll.
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Der hier verwendete Ausdruck "organisches
Lösungsmittel"
schließt
einen oder mehrere Typen von organischen Flüssigkeiten ein. Die Menge des
organischen Lösungsmittels
beträgt
bevorzugt von 5 bis 95%, mehr bevorzugt von 20 bis 90%, am meisten
bevorzugt 60 bis 80%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrates.
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Das Konzentrat umfaßt bevorzugt
von 2 bis 50%, mehr bevorzugt von 5 bis 30%, am meisten bevorzugt
von 8 bis 15% von einem oder mehreren N-Alkylmorpholinen a), bevorzugt
von 1 bis 50%, mehr bevorzugt von 2 bis 20%, am meisten bevorzugt
von 5 bis 10% von einem oder mehreren Aminen b), bevorzugt von 2 bis
20%, mehr bevorzugt von 5 bis 15% von einem oder mehreren wahlweisen
Antioxidantien und bevorzugt von 0 bis 20%, mehr bevorzugt von 1
bis 15% von einem oder mehreren wahlweisen Ethern, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Konzentrates.
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Die Stabilisatorzusammensetzung der
vorliegenden Erfindung ist zum Stabilisieren eines halogenierten
Kohlenwasserstoffs gegenüber
Abbau brauchbar, insbesondere gegenüber durch eine Säure induziertem Abbau.
Der halogenierte Kohlenwasserstoff enthält bevorzugt ein oder mehrere
Brom- und/oder Chloratome. Der halogenierte Kohlenwasserstoff enthält bevorzugt
von 1 bis 3 Kohlenstoffatome. Der halogenierte Kohlenwasserstoff
kann ein Halogenalkan, Halogenalken oder Halogenalkin sein, wovon
Halogenalkane und Halogenalkene bevorzugt sind, insbesondere solche
mit einem Gehalt von 1 bis 3 Kohlenstoffatomen. Der Kohlenwasserstoff
kann vollständig
oder partiell halogeniert sein. Beispiele von Halogenalkanen und
Halogenalkenen mit einem Gehalt von 1 bis 3 Kohlenstoffatomen sind
n-Propylbromid, Isopropylbromid, Brommethan, Chlormethan, Methylenchlorid,
Chloroform, Trichlorethylen oder Perchlorethylen. Die Stabilisatorzusammensetzung wird
bevorzugt zum Stabilisieren von Trichlorethylen oder am meisten
bevorzugt Perchlorethylen verwendet.
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Die Komponenten der Stabilisatorzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung können
einzeln, als eine Mischung oder als ein oben beschriebenes Konzentrat
in einer wirksamen Menge zu dem halogenierten Kohlenwasserstoff
zugesetzt werden. Wenn das oben beschriebene Konzentrat zu dem halogenierten
Kohlenwasserstoff zugegeben wird, beträgt eine wirksame Menge von
Konzentrat im allgemeinen von 50 bis 2000 ppm, bevorzugt von 100
bis 1200 ppm, mehr bevorzugt von 300 bis 900 ppm, bezogen auf das
Gewicht des halogenierten Kohlenwasserstoffs. Bevorzugt werden ein
oder mehrere Epoxide ebenfalls zu dem halogenierten Kohlenwasserstoff
zugegeben. Epoxide, welche zum Stabilisieren von halogenierten Kohlenwasserstoffen nützlich sind,
sind auf dem Fachgebiet bekannt. Bevorzugte Epoxide sind Epoxypropanol,
Mono- oder Diepoxycyclooctan, Cyclopentenoxid, tert.-Butylglycidylether
oder Isopropylglycidylether. Die am meisten bevorzugten Epoxide
sind Cyclohexenoxid oder ein wahlweise substituiertes Cyclohexenoxid,
wie 4-Vinylcyclohexenoxid.
Das/die Epoxid/e können
zu dem/den halogenierten Kohlenwasserstoff/en einzeln oder als ein
Konzentrat in einem organischen Lösungsmittel, wie einem der
oben erwähnten
Kohlenwasserstoffe oder einem chlorierten Kohlenwasserstoff, zugegeben
werden. Ein solches Konzentrat enthält bevorzugt von 10 bis 90%,
mehr bevorzugt von 20 bis 80%, am meisten bevorzugt von 40 bis 65%
des einen oder der mehreren Epoxide, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Konzentrates. Das ein oder mehrere Epoxide enthaltende Konzentrat
enthält
wahlweise einen Stabilisator, wie einen der oben aufgeführten Ether.
Im allgemeinen ist es nicht ratsam, das/die Epoxid/e in ein Konzentrat
einzugeben, welches das N-Alkylmorpholin a) und das Amin b) enthält, da Amine
und Epoxide in hohen Konzentrationen oft nicht miteinander verträglich sind.
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Der stabilisierte halogenierte Kohlenwasserstoff
umfaßt
bevorzugt von 5 bis 500 ppm, mehr bevorzugt von 20 bis 150 ppm,
am meisten bevorzugt von 30 bis 100 ppm von einem oder mehreren
N-Alkylmorpholinen a), bevorzugt von 1 bis 100 ppm, mehr bevorzugt
von 5 bis 50 ppm, am meisten bevorzugt von 10 bis 30 ppm von einem
oder mehreren Aminen b), wahlweise von 100 bis 10.000 ppm, bevorzugt
von 500 bis 6000 ppm, am meisten bevorzugt von 1000 bis 4000 ppm
von einem oder mehreren Epoxiden, wahlweise von 2 bis 500 ppm, bevorzugt
von 5 bis 100 ppm, am meisten bevorzugt von 10 bis 50 ppm von einem
oder mehreren Antioxidantien und wahlweise von 2 bis 500 ppm, bevorzugt
von 5 bis 100 ppm, am meisten bevorzugt von 10 bis 50 ppm von einem
oder mehreren Ethern, bezogen auf das Gewicht des halogenierten
Kohlenwasserstoffes.
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Die Erfindung wird anhand der folgenden
Beispiele erläutert,
welche nicht als den Umfang der vorliegenden Erfindung beschränkend angesehen
werden sollen. Falls nichts anderes angegeben ist, beziehen sich alle
Angaben in Teilen und Prozentsätzen
auf Gewicht.
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Beispiel 1
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Ein stabilisiertes Perchlorethylen
wurde hergestellt, welches die folgenden Komponenten enthielt:
75
ppm N-Methylmorpholin,
15 ppm N,N,N',N',N''-Pentamethyldiethylentriamin,
25
ppm 2,4-Di-tert.-butylphenol und
2600 ppm Cyclohexenoxid.
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Das so stabilisierte Perchlorethylen
hatte eine hohe Stabilität
gegenüber
Abbau im Alkalischen.
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Beispiele 2–4 und Vergleichsbeispiele
A und B
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50 ppm N-Methylmorpholin, 2500 ppm
Cyclohexenoxid und 25 ppm Di-tert.-butylphenol wurden zu Perchlorethylen
zugegeben. Ein zusätzliches
Amin wurde wahlweise zugesetzt, wie in Tabelle I unten aufgeführt. Tabelle
I
| (Vergleichs)Beispiel | Zusätzliches
Amin |
| A | keines |
| B | 15
ppm Triethylamin |
| 2 | 15
ppm 4-Aminomethyl-1,8-octandiamin |
| 3 | 15
ppm 1,4-Diazabicyclo[2.2.2]octan |
| 4 | 15
ppm N,N,N',N',N''-Pentamethyldiethylentriamin |
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Das stabilisierte Perchlorethylen
wurde zum Entfetten von Metallen in einer Reinigungsapparatur eingesetzt.
Kontaminiertes Perchlorethylen wurde destilliert und innerhalb der
Reinigungsapparatur einem Recycling unterworfen. Die Stufen des
Entfettens von Metallen, der Destillation und der Rückführung von
Perchlorethylen wurden kontinuierlich durchgeführt. Aus dem kondensierten
Dampf wurden Proben entnommen, und der Amingehalt in der Perchlorethylendampfphase
in jeder Probe wurde bestimmt und als Alkalinität in ppm NaOH entsprechend
ASTM D-2942 ausgerdrückt.
Die Alkalinität
in dem kondensierten Dampf war ein Anzeichen des Stabilisierungsgrades des
Perchlorethylens in der Reinigungsapparatur. Der Destillationssumpf
enthielt eine Mischung von 20% von verschiedenen Ölen, die
in der Metallbearbeitungsindustrie eingesetzt werden, und 80% von
stabilisiertem Perchlorethylen. Die Ergebnisse sind in 1 gezeigt, worin die Alkalinität des kondensierten
Perchlorethylendampfes gegenüber
der Rückflußzeit in
Tagen aufgetragen wurde.
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1 illustriert,
daß gemäß der vorliegenden
Erfindung stabilisiertes Perchlorethylen beträchtlich weniger Absenkung in
Alkalinität
hatte, und daher eine höhere
Stabilisatorkapazität
aufwies als Perchlorethylen, welches entsprechend dem Stand der
Technik stabilisiert worden war.
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(Vergleichs)Beispiele 5a
bis 5g und Vergleichsbeispiele Ca bis Cg und Da bis Dg
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Um die Stabilisatorkapazität im Verlauf
der Zeit von verschiedenen Aminkombinationen in Perchlorethylen
zu untersuchen, wurden 21 unterschiedliche Kombinationen von zwei
Aminen zu Perchlorethylenproben zugesetzt. In den (Vergleichs)Beispielen
5a bis 5g wurden 50 ppm N-Methylmorpholin zu jeder Perchlorethylenprobe
zugesetzt. In den Vergleichsbeispielen Ca bis Cg wurden 50 ppm Diisopropylamin
zu jeder Perchlorethylenprobe zugesetzt. In den Vergleichsbeispielen
Da bis Dg wurden 50 ppm N-Methylpyrrol zu jeder Perchlorethylenprobe
zugesetzt. Zusätzlich
wurden 20 ppm eines gesättigten
geradkettigen oder cyclischen Amins, aufgeführt in Tabelle II unten, zu
jeder Probe zugegeben.
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Das stabilisierte Perchlorethylen
wurde zum Entfetten von Metallen in einer Reinigungsapparatur, wie in
den Beispielen 2 bis 4 beschrieben, eingesetzt. Kontaminiertes Perchlorethylen
wurde destilliert und dem Recyceln innerhalb der Reinigungsapparatur
unterzogen. Wie in den Beispielen 2 bis 4 wurden Proben aus dem
kondensierten Dampf entnommen, und der Amingehalt in der Perchlorethylendampfphase
in jeder Probe wurde bestimmt und als Alkalinität in ppm NaOH in Übereinstimmung
mit ASTM D-2942 ausgedrückt.
Die Proben wurden wiederholt im Verlauf der Zeit entnommen. Die
Tabelle II unten zeigt die Anzahl von Tagen, bei denen die Alkalinität in der
Perchlorethylendampfphase 0 ppm erreichte.
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Tabelle II illustriert, daß die Kombination
von N-Methylmorpholin
mit geradkettigen oder cyclischen aliphatischen Aminen, die keine
anderen Heteroatome als N enthalten, mit einem Siedepunkt von wenigstens 150°C ein beträchtlich
besserer Stabilisator für
halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Perchlorethylen, war, als die
Kombination von Diisopropylamin oder N-Methylpyrrol für dieselben
geradkettigen oder cyclischen aliphatischen Amine.