-
Die Erfindung betrifft ein System zur Steuerung eines stufenlosen Getriebes, und
insbesondere ein System zur Steuerung eines stufenlosen Getriebes mit
mehreren Kraftübertragungswegen, die je nach den Fahrbedingungen des Fahrzeugs
wahlweise benutzt werden.
-
Es sind verschiedene stufenlose Getriebe wie zum Beispiel stufenlose
Riemengetriebe und stufenlose Toroidgetriebe für Kraftfahrzeuge bekannt, bei denen ein
Übersetzungsverhältnis zwischen einer von einem Motor kommenden
Eingangsdrehzahl und einer zu den Antriebsrädern gehenden Ausgangsdrehzahl stufenlos
verändert wird, um eine Motordrehzahl zu erreichen, die nach den
Fahrbedingungen des Fahrzeugs einschließlich Fahrzeuggeschwindigkeit und
Drosselklappenöffnung bestimmt wird. Ein solches stufenloses Toroidgetriebe hat einen
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus, der aus ringförmigen
Antriebs- und Abtriebsscheiben und zwischen diesen ringförmigen Antriebs- und
Abtriebsscheiben angeordneten Rollen besteht. Bei dem stufenlosen Toroidgetriebe
wird das Übersetzungsverhältnis je nach der Neigung der Rolle des ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus stufenlos verändert. Eines der
stufenlosen Toroidgetriebe ist zum Beispiel aus den ungeprüften Japanischen
Patentveröffentlichungen Nr. 3-223555 und Nr. 6-101754 bekannt. Bekanntlich wird
ein sogenanntes neutrales Startsystem mit Vorgelege bei dem stufenlosen
Getriebe verwendet, unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Riemengetriebe oder
ein Toroidgetriebe handelt. Bei einem solchen stufenlosen Getriebe, das mit dem
neutralen Startsystem mit Vorgelege ausgestattet ist, ist der ringförmige stufenlos
veränderliche Zahnradmechanismus auf einer mit dem Motor verbundenen
Getriebeeingangswelle montiert, und ein Planetenradsatz ist auf einer parallel zu der
Eingangswelle angeordneten Sekundärwelle angebracht. Der Planetenradsatz
besteht aus drei sich drehenden Elementen, nämlich einem Sonnenrad, einem
Hohlrad und einem Planetenträger, der mit dem Sonnenrad und dem Hohlrad in
Eingriff stehende Ritzel trägt. Eines dieser sich drehenden Elemente, d. h. das
Hohlrad, wird als Getriebeabtriebsritzel verwendet. Die Drehung des Motors wird
auf den Planetenradsatz teilweise direkt durch den Planetenträger und teilweise
durch das Sonnenrad über den ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus übertragen.
-
Das Drehzahlverhältnis zwischen dem Planetenträger und dem Sonnenrad wird
verändert durch Steuern des Übersetzungsverhältnisses des ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus in einer Weise, daß das
Getriebeausgangselement, d. h. das Sonnenrad, im Stillstand bleibt, womit ein neutraler
Zustand erreicht wird. Durch Herauf- oder Herunterregeln des
Übersetzungsverhältnisses des ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus wird das
Hohlrad als Getriebeausgangselement dazu veranlaßt, sich in Vorwärtsrichtung
oder in Rückwärtsrichtung zudrehen. Bei dieser Art von stufenlosem Getriebe
kann das Fahrzeug ohne Verwendung einer Kupplung und/oder eines
Drehmomentwandlers vorwärts oder rückwärts anfahren, was eine Verbesserung des
Ansprechverhaltens und des Kraftübertragungswirkungsgrades des stufenlosen
Getriebes bewirkt.
-
Der ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus wird so gesteuert,
daß er sein Übersetzungsverhältnis verändert, um ein resultierendes
Getriebeübersetzungsverhältnis zu erhalten oder eine Zieldrehzahl des Motors
bereitzustellen, die anhand eines Steuerschemas ermittelt wird, das Schemata zur
Änderung des Übersetzungsverhältnisses je nach den Fahrbedingungen des
Fahrzeugs einschließlich Fahrzeuggeschwindigkeit und Drosselklappenstellung
vorgibt. Wie in der Technik bekannt ist, wird das Übersetzungsverhältnis des
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus verändert durch Steuern
der Neigungswinkel der Rolle in bezug auf die Ringflächen der Antriebs- und
Abtriebsscheibe. Da jedoch Übersetzungsverhältnisse und Neigungen der Rollen des
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus fest zueinander
korreliert sind, muß die Rolle, falls sie ganz in eine Richtung geneigt ist, um ein
gewünschtes Übersetzungsverhältnis zu erreichen, in einem großen Neigungswinkel
in bezug auf die Antriebs- und Abtriebsscheibe angeordnet werden, um die
gewünschten Übersetzungsverhältnisse zu erreichen, was zu einer Abnahme des
Kraftübertragungswirkungsgrades des stufenlosen Getriebes führt.
-
Es wird bekanntlich ein stufenloses Getriebe bereitgestellt, bei dem die
Kraftübertragungswege zur Übertragung der Ausgangsleistung des Motors auf die
Antriebsräder je nach den Fahrbedingungen des Fahrzeugs von dem einen auf den anderen
umgeschaltet werden, um die Korrelation zwischen den
Übersetzungsverhältnissen und den Neigungen der Rollen des ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus umzukehren. Bei dem stufenlosen Getriebe dieser Art
bleiben die Neigungen der Rolle innerhalb vorgegebener Winkelgrenzwerte für alle
gewünschten Übersetzungsverhältnisse. Damit das stufenlose Getriebe einen
verzahnten neutralen Zustand herstellen kann, werden zwei Kraftübertragungswege
so organisiert, daß ein erster Kraftübertragungsweg die Ausgangsleistung des
Motors über einen ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus und
einen Planetenradsatz auf die Antriebsräder überträgt, um das resultierende
Übersetzungsverhältnis herabzusetzen, wenn der ringförmige stufenlos
veränderliche Zahnradmechanismus sein Übersetzungsverhältnis bei den Vorwärtsgängen
erhöht, und daß ein zweiter Kraftübertragungsweg die Ausgangsleistung des
Motors über den ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus auf die
Antriebsräder überträgt, um sein Übersetzungsverhältnis herabzusetzen, wenn der
ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus sein
Übersetzungsverhältnis verkleinert. Wenn zum Beispiel das Übersetzungsverhältnis des
stufenlosen Getriebes nach einer Erhöhung der Fahrzeuggeschwindigkeit herabgesetzt
Wird, wird die Rolle in eine Richtung geneigt, in der der ringförmige stufenlos
veränderliche Zahnradmechanismus sein Übersetzungsverhältnis erhöht (diese
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses wird als Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses in den niedrigen Gängen bezeichnet), nachdem das stufenlose
Getriebe aus der verzahnten Neutralstellung auf den ersten Kraftübertragungsweg
geschaltet wurde und anschließend in eine entgegengesetzte Richtung, in der der
ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus sein
Übersetzungsverhältnis herabsetzt (diese Steuerung des Übersetzungsverhältnisses wird als
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses in den hohen Gängen bezeichnet),
nachdem das stufenlose Getriebe auf den zweiten Kraftübertragungsweg
geschaltet wurde. Demnach behält der ringförmige stufenlos veränderliche
Zahnradmechanismus die Neigungen der Rolle innerhalb der vorgegebenen Winkelgrenzen
bei, womit verhindert wird, daß es bei dem stufenlosen Getriebe zu einem Abfall
im Wirkungsgrad der Kraftübertragung kommt.
-
Falls das stufenlose Getriebe zwischen dem ersten und zweiten
Kraftübertragungsweg umgeschaltet wird, wenn es in dem resultierenden
Übersetzungsverhältnis einen Unterschied gibt zwischen der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen Gänge, wo der erste Kraftübertragungsweg verwendet
wird, und der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge, wo
der zweite Kraftübertragungsweg verwendet wird, kommt es zu einer so starken
Änderung im Übersetzungsverhältnis des ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus, daß die Fahrzeuginsassen einen Schaltstoß spüren. Aus
diesem Grund muß das Umschalten des stufenlosen Getriebes zwischen der
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen Gänge und der
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge rechtzeitig an einem
Punkt erfolgen, wo sich das resultierende Übersetzungsverhältnis stufenlos
verändert zwischen der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen
Gänge und der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge,
d. h. die resultierenden Übersetzungsverhältnisse des stufenlosen Getriebes sind
bei der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen Gänge und für
die hohen Gänge miteinander identisch. Demnach ist dieser Punkt ein
charakteristischer Punkt, der anhand der Fahrzeuggeschwindigkeit und der
Drosselklappenöffnung ermittelt wird, und liegt auf einer für jede spezielle Drosselklappenöffnung
angegebenen Steuerlinie für das Übersetzungsverhältnis. Wenn man die Punkte
auf den für spezielle Drosselklappenöffnungen angegebenen Steuerlinien für das
Übersetzungsverhältnis durch eine Linie miteinander verbindet, bildet diese Linie
eine Modenumschaltlinie, wobei ein Neigungswinkel der Linie das oben
beschriebene resultierende Übersetzungsverhältnis anzeigt.
-
Wenn das Fährzeug beim Überqueren der Modenumschaltlinie seine
Geschwindigkeit ändert, ändert das stufenlose Getriebe die Steuerungsarten für das
Übersetzungsverhältnis bzw. die Kraftübertragungswege von dem einen zum anderen.
Wenn das Fahrzeug auf eine wiederholt auf und ab führende Straße kommt,
wobei man mit dem Fuß fest auf dem Fahrpedal bleibt, d. h. die Drosselklappe in
einer festen Stellung geöffnet bleibt, ändert das Fahrzeug seine Geschwindigkeit je
nach der auf und ab führenden Straße. Wenn sich die Fahrzeuggeschwindigkeit
beim Überqueren des Umschaltpunktes wiederholt ändert, schaltet das stufenlose
Getriebe die Kraftübertragungswege häufig um, was immer zu einem Nachlauf
beim Umschalten der Kraftübertragungswege führt. Da der Fahrer die
Fahrpedalstellung nicht ändert, spürt der Fahrer ferner Stöße beim Umschalten der
Kraftübertragungswege. Dieses Problem tritt häufig auf bei stufenlosen Getrieben, die
wahlweise eine Vielzahl von Kraftübertragungswegen nutzen.
-
Das US-Patent Nr. 4,464,952 offenbart ein Toroidgetriebe mit zwei
Kraftübertragungswegen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, bei dem die Hysterese
aktiviert und das Übersetzungsverhältnis am Synchronpunkt konstant gehalten wird,
um das Problem mit dem Nachlauf zu vermeiden.
-
Ferner offenbart die GB 1,603,853 ein Getriebe mit veränderlichem
Übersetzungsverhältnis, wobei das Übersetzungsverhältnis entsprechend dem mit einem
Dynamometer gemessenen Drehmoment der Ausgangsweile gesteuert wird.
-
Angesichts der bisher bekannten Getriebe ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein System zur Steuerung eines stufenlosen Getriebes mit mehreren
wahlweise verwendeten Kraftübertragungswegen bereitzustellen, bei dem der von
Stößen begleitete Nachlauf beim Umschaltender Kraftübertragungswege
verhindert bzw. signifikant reduziert wird.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch ein
Steuersystem nach Anspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind
Gegenstand der weiteren Ansprüche.
-
Das System zur Steuerung eines zwischen einem Motor und Antriebsrädern
angeordneten stufenlosen Getriebes, das einen ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus umfaßt, sorgt für eine stufenlose Veränderung eines
Übersetzungsverhältnisses zwischen einer von dem Motor kommenden
Eingangsdrehzahl und einer zu den Antriebsrädern eines Fahrzeugs gehenden
Ausgangsdrehzahl entsprechend Steuerschemata für das Übersetzungsverhältnis, die
anhand der Fahrbedingungen des Fahrzeugs einschließlich
Fahrzeuggeschwindigkeit und Motorlast vorgegeben wurden, und schaltet die Kraftübertragung
zwischen mehreren Kraftübertragungswegen zur Übertragung eines
Motorausgangsdrehmoments auf die Antriebsräder um, wobei wenigstens einer der
Kraftübertragungswege den ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus
umfaßt, wobei die Kraftübertragungswege entsprechend den anhand der
Fahrbedingungen des Fahrzeugs vorgegebenen Umschaltcharakteristiken wahlweise
aufgebaut werden. Das System zur Steuerung des stufenlosen Getriebes betätigt
Umschalteinrichtungen, wie zum Beispiel Reibkupplungen, um die
Kraftübertragungswege entsprechend der vorgegebenen Umschaltcharakteristik auf der Basis
der Fahrbedingungen des Fahrzeugs wahlweise vom einen zum anderen umzuschalten,
und um den ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus entsprechend dem anhand der Fahrbedingungen des Fahrzeugs
ausgewählten, vorbestimmten Steuerschema für das Übersetzungsverhältnis zu steuern.
Jedes vorbestimmte Steuerschema für das Übersetzungsverhältnis ist dabei
teilweise in zwei getrennte Abschnitte unterteilt, wovon der eine nur während der
Beschleunigung des Fahrzeugs und der andere nur während des Schiebebetriebs
des Fahrzeugs verwendet wird.
-
Der stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus kann zu einem stufenlosen
Toroidgetriebe gehöhren, das aus einer ringförmigen Antriebsscheibe, einer
ringförmigen Abtriebsscheibe und einer Rolle besteht, die zwischen der ringförmigen
Antriebs- und Abtriebsscheibe angeordnet ist und sich relativ zu der ringförmigen
Antriebs- und Abtriebsscheibe neigen kann, und ein Übersetzungsverhältnis
entsprechend den Neigungen der Rolle stufenlos verändert zwischen einer von dem
Motor auf die ringförmige Antriebsscheibe übertragenen Eingangsdrehzahl und
einer von der ringförmigen Abtriebsscheibe auf die Antriebsräder übertragenen
Ausgangsdrehzahl.
-
Die getrennten Abschnitte des Steuerschemas für das Übersetzungsverhältnis
sind vorgesehen für einen vorgegebenen Bereich an Fahrzeuggeschwindigkeiten
einschließlich einer speziellen Fahrzeuggeschwindigkeit, bei der das stufenlose
Getriebe zwischen zwei verschiedenen Kraftübertragungswegen umgeschaltet
wird. Das System zur Steuerung des stufenlosen Getriebes schaltet das
stufenlose Getriebe von einer Steuerung des Übersetzungsverhältnisses entsprechend
einem Abschnitt eines Steuerschemas für das Übersetzungsverhältnis auf eine
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses entsprechend einem anderen Abschnitt
des Steuerschemas für das Übersetzungsverhältnis um, wenn sich der
Fahrzustand des Fahrzeugs von der Beschleunigung in den Schiebebetrieb ändert oder
umgekehrt, und behält ein Übersetzungsverhältnis zu Beginn des Umschaltens
der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses bei, bis das Umschalten der
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses beendet ist.
-
Das stufenlose Getriebe kann gleichzeitig zwei Kraftübertragungswege aufbauen,
wobei in der Neutralstellung der eine den ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus umfaßt und der andere keinen ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus umfaßt. Das heißt, in der Neutralstellung wird
der ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus so gesteuert, daß
er über den ersten Kraftübertragungsweg eine Ausgangsdrehzahl liefert und daß
die Ausgangsdrehzahl durch den anderen Kraftübertragungsweg aufgehoben
wird.
-
Bei dem Steuersystem für das stufenlose Getriebe mit einem ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus gemäß der Erfindung wird das
stufenlose Getriebe entsprechend einem vorbestimmten Steuerschema anhand der
Fahrbedingungen des Fahrzeugs einschließlich mindestens der
Fahrzeuggeschwindigkeit so gesteuert, daß es zwischen zwei Kraftübertragungswegen umschaltet,
wovon der eine den ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus
umfaßt und der andere keinen ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus umfaßt, und der ringförmige stufenlos veränderliche
Zahnradmechanismus wird so gesteuert, daß er ein Übersetzungsverhältnis entsprechend
vorbestimmten Steuerschemata auf der Basis der Fahrbedingungen des Fahrzeugs
einschließlich mindestens der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Motorlast stufenlos
verändert. Für jede vorgegebene Motorlast oder Drosselklappenöffnung ist das
Steuerschema für das Übersetzungsverhältnis teilweise in zwei getrennte
Abschnitte unterteilt, wobei der eine Abschnitt nur während der Beschleunigung des
Fahrzeugs verwendet wird und der andere Abschnitt nur während des
Schiebebetriebs des Fahrzeugs verwendet wird. Jedesmal wenn das Fahrzeug zwischen
Beschleunigung und Schiebebetrieb wechselt, wird der ringförmige stufenlos
veränderliche Zahnradmechanismus so gesteuert, daß er ein Übersetzungsverhältnis
entsprechend verschiedenen Steuerschemata verändert, die in geeigneter Weise
für die Beschleunigung und den Schiebebetrieb vorbestimmt wurden, so daß der
von Stößen begleitete Nachlauf beim Umschalten der Kraftübertragungswege des
stufenlosen Getriebes vom einen zum anderen nicht auftritt.
-
Wenn das Fahrzeug zum Beispiel von der Beschleunigung in den Schiebebetrieb
wechselt, weil eine Straße ansteigt, während man das Fahrpedal in einer festen
Stellung gedrückt hält, kommt es zu einem Umschalten des Steuerschemas des
ringförmigen stufenlosen Zahnradmechanismus von dem Steuerschema für die
Beschleunigung auf das Steuerschema für den Schiebebetrieb. Weil die
Fahrzeuggeschwindigkeit vor und nach dem Umschalten des Steuerschemas nicht
sofort geändert wird, wird zwischen einem Umschalten der
Kraftübertragungswege, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit eine Umschaltgeschwindigkeit im
Beschleunigungsabschnitt
des Steuerschemas während der Beschleunigung
überschreitet, und einem Umschalten der Kraftübertragungswege, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit eine Umschaltgeschwindigkeit in dem Verzögerungsabschnitt des
Steuerschemas während des Schiebebetriebs übersteigt, ein längerer Zeitraum
vorgesehen, indem das Steuerschema für das Übersetzungsverhältnis so
festgelegt wird, daß ein Unterschied zwischen einer gemäß dem Verzögerungsabschnitt
des Steuerschemas gesteuerten Zielgeschwindigkeit des Fahrzeugs und einer
momentanten Fahrzeuggeschwindigkeit größer ist als ein Unterschied zwischen
einer gemäß dem Beschleunigungsabschnitt des Steuerschemas gesteuerten
Zielgeschwindigkeit des Fahrzeugs und der momentanen
Fahrzeuggeschwindigkeit.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Die obengenannten und weitere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden
Erfindung werden klar verständlich aus der folgenden ausführlichen Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen;
darin zeigen:
-
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines stufenlosen Toroidgetriebes, das durch
ein Steuersystem gemäß einer Ausführungsform der Erfindung gesteuert wird;
-
Fig. 2 eine ausgedehnte Querschnittsansicht eines wesentlichen Teils des
stufenlosen Toroidgetriebes;
-
Fig. 3 eine Querschnittsansicht von Fig. 2 längs der Linie A-A;
-
Fig. 4 eine erläuternde Ansicht des Einbaus eines ersten Zahnrades, das
einen Antriebsstrang für die hohen Gänge bildet;
-
Fig. 5 eine erläuternde Ansicht einer Variation des Einbaus des ersten
Zahnrades, das den Antriebsstrang für die hohen Gänge bildet;
-
Fig. 6 eine erläuternde Ansicht zur Darstellung der Korrelation zwischen
dem ersten Zahnrad, einem Belastungsnocken und einer Antriebsscheibe;
-
Fig. 7 eine vergrößerte Querschnittsansicht einer Antriebswelle und auf der
Antriebswelle montierter Teile;
-
Fig. 8 eine vergrößerte Querschnittsansicht einer sekundären Antriebswelle
und auf der Sekundärwelle montierter Teile;
-
Fig. 9 eine schematische Prinzipdarstellung eines Rückflusses bzw. einer
Zirkulationsströmung in dem stufenlosen Toroidgetriebe gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung;
-
Fig. 10 einen Hydraulikschaltplan des stufenlosen Toroidgetriebes;
-
Fig. 11 eine teilweise Querschnittsansicht eines Dreiwegeventils zur
Erzeugung des Hydraulikdruckes zur Getriebesteuerung, gesehen in Richtung B in Fig.
3;
-
Fig. 12 eine teilweise Querschnittsansicht eines Nockenmechanismus,
gesehen in Richtung C in Fig. 3;
-
Fig. 13 ein Blockschaltbild eines Steuersystems für das stufenlose
Toroidgetriebe gemäß der Erfindung;
-
Fig. 14 eine erläuternde Darstellung der Traktionskraft;
-
Fig. 15 eine Kennlinie zur Darstellung der Beziehung zwischen der Anzahl
von an einen Schrittmotor angelegten Impulsen und dem Übersetzungsverhältnis
des Toroidmechanismus;
-
Fig. 16 eine Kennlinie zur Darstellung der Beziehung zwischen der Anzahl
von an einen Schrittmotor angelegten Impulsen und dem resultierenden
Übersetzungsverhältnis des stufenlosen Toroidgetriebes;
-
Fig. 17 eine schematische Ansicht eines bei der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses verwendeten Steuerschemas für die Motordrehzahl;
-
Fig. 18 ein Ablaufdiagramm zur Veranschaulichung einer sequentiellen
Routine zur Steuerung der Schwankung in der Ausgangsdrehzahl für einen
Mikrocomputer der Steuereinheit;
-
Fig. 19 ein Ablaufdiagramm zur Veranschaulichung einer sequentiellen
Routine der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses im Leerlauf für den
Mikrocomputer der Steuereinheit;
-
Fig. 20 eine Kennlinie zur Veranschaulichung des resultierenden
Übersetzungsverhältnisses bei der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses im
Ruhezustand;
-
Fig. 21 eine erläuternde Ansicht des Einbaus eines massiven Elements zur
Herabsetzung von Drehzahlschwankungen in ein zweites Zahnrad, das einen
Antriebsstrang für die hohen Gänge bildet;
-
Fig. 22 ein Ablaufdiagramm zur Veranschaulichung einer sequentiellen
Routine zur Steuerung des Gangwechsels für den Mikrocomputer der Steuereinheit;
und
-
Fig. 23 eine erläuternde Darstellung der Kennlinien, wie sie bei der
Steuerung des Gangwechsels verwendet werden.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Mit Bezug auf die Zeichnungen im einzelnen, und insbesondere mit Bezug auf
Fig. 1, in der ein stufenloses Toroidgetriebe 10 mit einem Steuersystem gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung dargestellt ist, hat das stufenlose Getriebe
10 drei Wellen, nämlich eine Antriebswelle 11, die mit einer Abtriebswelle 2 eines
Motors 1 über einen ringförmigen Dämpfer 3 verbunden ist, eine hohle
Primärwelle 12, in der die Antriebswelle 11 koaxial angeordnet ist, und eine parallel zur der
Primärwelle 12 angeordnete Sekundärwelle 13. Diese Getriebewellen 11-13
verlaufen quer in der Fahrzeugkarosserie. An der Primärwelle 12 sind ein erster bzw.
hinterer und ein zweiter bzw. vorderer ringförmiger stufenlos veränderlicher
Zahnradmechanismus 20 und 30 der Reihe nach von einer von dem Motor 1 abgewandten
Seite aus und ein Belastungsnocken 40 angebracht. An der
Sekundärwelle 13 sind ein Planetenradsatz 50 und zwei Kupplungen, nämlich eine
Kupplung 60 für die niedrigen Gänge und eine Kupplung 70 für die hohen Gänge
angebracht. Zwischen der Antriebswelle 11 und der Sekundärwelle 13 gibt es
Antriebsstränge 80 und 90 für die niedrigen und die hohen Gänge. Der erste und zweite
ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus 20 und 30 haben
denselben Aufbau. Jeder ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus
20, 30 umfaßt eine Antriebsscheibe 21, 31, eine Abtriebsscheibe 22, 32 und eine
erste und zweite Rolle 23, 33 zwischen der Antriebs- und Abtriebsfläche, um die
Antriebskraft vom einen zum anderen zu übertragen. Die Antriebsscheiben 21 und
31 sind durch Kerbverzahnung auf der Primärwelle 12 befestigt. Die
Abtriebsscheiben 22 und 32 sind einstückig als Ganzes ausgebildet, das im folgenden als
integrierte Abtriebsscheibe 34 bezeichnet wird.
-
Der erste ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus 20 ist so
angeordnet, daß er die Fläche der Antriebsscheibe 21 zu dem Motor 1 hin richtet,
und der zweite ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus 30 ist so
angeordnet, daß er die Fläche der Abtriebsscheibe 32 zu dem Motor 1 hin richtet.
Die Antriebsscheiben 21 und 31 des ersten und zweiten ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und 30 sind jeweils fest an den
entgegengesetzten Enden der Primärwelle 12 angebracht, und die Abtriebsscheiben 22
und 32 des ersten und zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 und 30 sind drehbar auf der Primärwelle 12 montiert.
-
Die Antriebswelle 11 ist mit einem ersten Zahnrad 81 für die niedrigen Gänge
versehen, das Bestandteil des Antriebsstranges 80 für die niedrigen Gänge ist und an
einem Ende desselben entfernt von dem Motor 1 und dem Belastungsnocken 40
zwischen dem ersten Zahnrad 81 für die niedrigen Gänge und dem ersten
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 befestigt ist. Die
integrierte Abtriebsscheibe 34 ist mit einem am Umfang angeordneten ersten Zahnrad
91 für die hohen Gänge versehen, das Bestandteil des Antriebsstranges 90 für die
hohen Gänge ist. Auf der Sekundärwelle 13 sind ein zweites Zahnrad 82 für die
niedrigen Gänge, das Bestandteil des Antriebsstranges 80 für die niedrigen Gänge
ist, und ein zweites Zahnrad 92 für die hohen Gänge, das Bestandteil des
Antriebsstranges 90 für die hohen Gänge ist, drehbar gelagert. Diese ersten und
zweiten Zahnräder 81 und 82 für die niedrigen Gänge des Antriebsstranges 80 für
die niedrigen Gänge sind über ein Zwischenrad 83 für die niedrigen Gänge
miteinander verbunden, und analog dazu sind die ersten und zweiten Zahnräder 91 und
92 für die hohen Gänge des Antriebsstrangs 90 für die hohen Gänge über ein
Zwischenrad 93 für die hohen Gänge miteinander verbunden. Auf der
Sekundärwelle 13 ist der Planetenradsatz 50 gelagert, der ein mit dem zweiten Zahnrad 92
für die hohen Gänge in Eingriff stehendes Sonnenrad 52 und ein an der
Sekundärwelle 13 befestigtes Hohlrad 53 aufweist. Die Kupplung 70 für die hohen
Gänge ist neben dem zweiten Zahnrad 92 für die hohen Gänge angeordnet, um das
zweite Zahnrad 92 für die hohen Gänge mit der Sekundärwelle 13 zu verbinden
und um das zweite Zahnrad 92 für die hohen Gänge von der Sekundärwelle 13 zu
trennen. Die Sekundärwelle 13 ist an einem Ende über einen Abtriebsstrang 4, der
aus einem ersten und zweiten Zahnrad 4a und 4b besteht, mit einem Differential 5
verbunden. Die Antriebskraft wird durch das Differential 5 auf die rechten und
linken Radantriebsachsen 6a und 6b übertragen.
-
Weil der ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus 20 und 30
jeweils denselben Aufbau hat, wie bereits beschrieben, bezieht sich die folgende
Beschreibung nur auf den ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20.
-
Gemäß Fig. 2 und 3 im einzelnen ist jede Rolle 22, 23 über eine radial
verlaufende Welle 24 auf einem Zapfen 25 gelagert. Die Rolle 22, 23 steht an beiden Enden
in Kontakt mit den entgegengesetzten Ringflächen der Antriebs- und
Abtriebsscheibe 21 und 22. Die erste und zweite Rolle 22 und 23 liegen in der durch die
mittige Drehachse der Antriebswelle 12 verlaufenden Ebene und auf
entgegengesetzten Seiten der mittigen Drehachse der Antriebswelle 12. Der Zapfen 25 wird
auf axial entgegengesetzten Seiten durch Träger 26 so gehalten, daß er sich um
eine zu der Ringfläche tangentiale und zu der Welle 24 senkrechte horizontale
Achse X dreht und sich entlang der Achse X hin- und herbewegt. Der Zapfen 25
ist mit einer Zapfenstange 27 versehen, die in Richtung der Achse X verläuft. Die
Rolle 23 wird mit Hilfe einer Gangwechselsteuereinheit 110 gerollt, die über den
Zapfen 25 und die Zapfenstange 27 an dem Getriebegehäuse 100 befestigt ist.
-
Die Gangwechselsteuereinheit 110 umfaßt einen Hydrauliksteuerabschnitt 111
und einen Zapfenantriebsabschnitt 112. Der Zapfenantriebsabschnitt 112 umfaßt
einen Kolben 113&sub1; und einen Kolben 114&sub1;, die beide an der Stange 27 für die erste
Rolle 23&sub1; befestigt sind, und einen Kolben 113&sub2; und einen Kolben 114&sub2;, die
beide an der Stange 27 für die zweite Rolle 23&sub2; befestigt sind.
Hydraulikdruckkammern 115&sub1;, und 116&sub1; sind jeweils gegenüber dem ersten Kolben 113&sub1; und dem
ersten Kolben 114&sub1; ausgebildet, und analog dazu sind die
Hydraulikdruckkammern 115&sub2; und 116&sub2; jeweils gegenüber dem zweiten Kolben 113&sub2; und dem
zweiten Kolben 114&sub2; ausgebildet. Die Hydraulikdruckkammer 115&sub1; für den ersten
Kolben 113&sub1; befindet sich nahe bei der ersten Rolle 23&sub1;, und die
Hydraulikdruckkammer 116&sub1; für den ersten Kolben 114&sub1; befindet sich weit weg von der ersten Rolle
23&sub1;. Dagegen befindet sich die Hydraulikdruckkammer 116&sub2; für den zweiten
Kolben 113&sub2; nahe bei der zweiten Rolle 23&sub2;, und die Hydraulikdruckkammer 115&sub2; für
den zweiten Kolben 114&sub2; befindet sich weit weg von der zweiten Rolle 23&sub2;. Der
durch den Hydrauliksteuerabschnitt 111 gelieferte Hydraulikdruck wird über die
Ölwege 117 bzw. 118 in die Hydraulikdruckkammern 115&sub1; und 115&sub2; eingeleitet.
-
Wenn bei der Steuerung der Zufuhr von Hydraulikdruck für den ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 der Hydraulikdruck PH in der
ersten und zweiten Hydraulikdruckkammer 115&sub1; und 115&sub2; höher wird als ein
neutraler Wert und höher als der Hydraulikdruck PL in der ersten und zweiten
Hydraulikdruckkammer 116&sub1; und 116&sub2; für eine Reduzierung der Geschwindigkeit, wird der
erste Zapfen 25&sub1; gemäß Fig. 3 horizontal nach rechts gedrückt, und der zweite
Zapfen 25&sub2; wird nach links gedrückt. Wenn sich die Abtriebsscheibe 22 gemäß
Fig. 3 im Uhrzeigersinn dreht, erhält die erste Rolle 23&sub1; von der Abtriebsscheibe
22 eine nach unten gerichtete Kraft und von der Antriebsscheibe 21, die sich
während der Bewegung nach rechts gegen den Uhrzeigersinn dreht, eine nach oben
gerichtete Kraft, und im Gegensatz dazu erhält die zweite Rolle 23&sub2; von der
Abtriebsscheibe 22 eine nach oben gerichtete Kraft und von der Antriebsscheibe 21
während der Bewegung nach links eine nach unten gerichtete Kraft. Infolgedessen
neigen sich beide Rollen 23&sub1; und 23&sub2; so, daß ihre Berührungspunkte mit den
Ringflächen der Antriebsscheibe 21 radial nach außen und ihre Berührungspunkte mit
den Ringflächen der Abtriebsscheibe 22 radial nach innen verschoben werden,
wodurch ein Übersetzungsverhältnis des ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 herabgesetzt wird. Wenn dagegen der Hydraulikdruck
PL in der ersten und zweiten Hydraulikdruckkammer 116&sub1; und 116&sub2; für eine
Reduzierung der Geschwindigkeit höher wird als ein neutraler Wert und höher als der
Hydraulikdruck PH in der ersten und zweiten Hydraulikdruckkammer 115&sub1; und
115&sub2; für eine Erhöhung der Geschwindigkeit, wird der erste Zapfen 25&sub1; gemäß
Fig.
3 horizontal nach links gedrückt, und der zweite Zapfen 25&sub2; wird nach rechts
gedrückt. Wenn sich zu diesem Zeitpunkt die Abtriebsscheibe 22 in Richtung X
dreht, erhält die erste Rolle 23&sub1; während der Bewegung nach links eine nach oben
gerichtete Kraft von der Abtriebsscheibe 22 und eine nach unten gerichtete Kraft
von der Antriebsscheibe 21, und die zweite Rolle 23&sub2; erhält während der
Bewegung nach links eine nach unten gerichtete Kraft von der Abtriebsscheibe 22 und
eine nach oben gerichtete Kraft von der Antriebsscheibe 21. Infolgedessen sind
beide Rollen 23&sub1; und 23&sub2; so geneigt, daß sich ihre Berührungspunkte mit den
Ringflächen der Antriebsscheibe 21 radial nach innen verschieben und sich ihre
Berührungspunkte mit den Ringflächen der Abtriebsscheibe 22 radial nach außen
verschieben, wodurch der ringförmige stufenlos veränderliche
Zahnradmechanismus 20 auf ein höheres Übersetzungsverhältnis umgeschaltet wird. Die Steuerung
des Hydraulikdruckes PH oder PL wird später anhand der in Fig. 10 gezeigten
Hydraulikdrucksteuerschaltung 200 näher beschrieben.
-
Die Funktionsweise des ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 30 entspricht der oben beschriebenen Funktionsweise des ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20.
-
Weil die verzahnten Antriebsscheiben 21 und 22 an den entgegengesetzten
verzahnten Enden der Primärwelle 12 angebracht sind und die Abtriebsscheiben 22
und 32 integriert sind, haben der erste und zweite ringförmige stufenlos
veränderliche Zahnradmechanismus 20 und 30 immer dieselbe Eingangsdrehzahl und
Ausgangsdrehzahl und liefern immer dasselbe Übersetzungsverhältnis.
-
Gemäß Fig. 4 ist die integrierte Abtriebsscheibe 34 mit dem ersten Hohlrad 91
für die hohen Gänge versehen, das mit der Außenwand der integrierten
Abtriebsscheibe 34 verschweißt ist. Die integrierte Abtriebsscheibe 34 und das erste
Zahnrad 91 für die hohen Gänge sind mit ringförmigen ineinandergreifenden Schultern
versehen, um zum Schweißen eine ringförmige Ausnehmung Y zu bilden. Das
heißt, ein Schweißabschnitt ist von einer der Ringflächen, nämlich der Ringfläche
34a der integrierten Abtriebsscheibe 34 getrennt. Diese ringförmige Ausnehmung
Y verhindert, daß die Rolle 23 die Füllung Z aus Schweißmetall beeinträchtigt. Da
das erste Hohlrad 91 für die hohen Gänge mit der Außenwand der integrierten
Abtriebsscheibe 34 verschweißt ist, kann das erste Hohlrad 91 für die hohen
Gänge nicht in axialer Richtung klappern. In diesem Fall besteht das erste Hohlrad 91
für die hohen Gänge aus einem Material geringer Härte, und die integrierte
Abtriebsscheibe 34 besteht aus einem Material hoher Härte. Während bei dem
ersten Hohlrad 91 für die hohen Gänge ein Zahnbruch wegen des harten
Eingreifens in das zweite Hohlrad 92 für die hohen Gänge, das mit dem Sonnenrad 52
des Planetenradsatzes 50 in Eingriff steht, vermieden wird, wird eine plastische
Verformung der integrierten Abtriebsscheibe 34 infolge eines Reibkontakts mit der
Rolle 23 verhindert. Um einen Unterschied in der Härte zwischen dem ersten
Hohlrad 91 für die hohen Gänge und der integrierten Abtriebsscheibe 34 zu
erreichen, sollte diese durch eine Aufkohlungsbehandlung einsatzgehärtet werden.
Insbesondere hat die integrierte Abtriebsscheibe 34 eine größere Einsatzhärtetiefe
als das erste Hohlrad 91 für die hohen Gänge. Auch in diesem Fall ist ein
Schweißabschnitt von der Ringfläche 34a der integrierten Abtriebsscheibe 34
getrennt, so daß die Füllung Z aus Schweißmetall dank der ringförmigen
Ausnehmung Y von der aufgekohlten Oberfläche der integrierten Abtriebsscheibe 34
isoliert ist. Ferner kann das erste Hohlrad 91 für die hohen Gänge durch plastische
Verformung anstatt durch Schweißen mit der integrierten Abtriebsscheibe 34
zusammengefügt werden. Zum Beispiel sind gemäß Fig. 5 das erste Hohlrad 91 für
die hohen Gänge und die integrierte Abtriebsscheibe 34 jeweils mit
zusammenpassenden Hälften einer Schulterbohrung Y' ausgebildet. Ein Verbindungsring Z'
aus einem Weicheisenmaterial ist mit Preßsitz in die durch Rändeln fertiggestellte
Schulterbohrung Y' eingepaßt. Auf diese Weise wird der Verbindungsring Z' so
verformt, daß er die Rillen der Schulterbohrung Y' ausfüllt, woraufhin das erste
Hohlrad 91 für die hohen Gänge und die integrierte Abtriebsscheibe 34
zusammengefügt werden. Andernfalls kann die integrierte Abtriebsscheibe 34 auf ihrem
Umfang mit einem außen verzahnten Zahnrad als erstem Hohlrad 91 für die
hohen Gänge ausgebildet sein. Eine Aufkohlungsbehandlung wird so vorgenommen,
daß die Ringfläche der integrierten Abtriebsscheibe 34 eine größere
Einsatzhärtetiefe hat als das Außenzahnrad.
-
In Fig. 6 ist der Belastungsnocken 40 näher dargestellt. Der Belastungsnocken
40 hat eine Nockenscheibe 41, die zwischen dem ersten Zahnrad 81 für die
niedrigen Gänge des Antriebsstrangs 80 für die niedrigen Gänge und der
Antriebsscheibe 21 des ersten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 angeordnet ist. Auf der Nockenscheibe 41 ist ein Oberflächennocken mit
abwechselnd angeordneten Erhebungen und Vertiefungen 21a ausgebildet. Auf
der dahinter befindlichen Antriebsscheibe 21 ist ein Oberflächennocken entsprechend
dem Oberflächennocken der Nockenscheibe 41 ausgebildet. Zwischen den
Oberflächennocken befinden sich mehrere durch eine Haltescheibe 42 gehaltene
Rollen 43. Die Nockenscheibe 41 ist über mehrere Verbindungsstifte 44
mechanisch mit dem ersten Zahnrad 81 für die niedrigen Gänge verbunden. Gemäß
Fig. 6 sind konische Tellerfedern 45, ein Nadellager 46 und ein Laufring 47
zwischen der Nockenscheibe 41 und dem Primärwellenflansch 12a angeordnet. Die
Nockenscheibe 41 wird durch die konischen Tellerfedern 45 gegen die
Antriebsscheibe 21 gedrückt. Durch diesen Aufbau sind die Rollen 43 zwischen den
Vertiefungen 21a und 41a der Oberflächennocken angeordnet, um das in die
Nockenscheibe 41 eingeleitete Antriebsdrehmoment durch die Antriebswelle 11 über
das erste Zahnrad 81 für die niedrigen Gänge auf die Antriebsscheibe 21 des
ersten ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und über die
Primärwelle 12 weiter auf die. Antriebsscheibe 31 des zweiten ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 30 zu übertragen.
-
Gemäß Fig. 7 ist die rückwärtige Getriebeabdeckung 101 mit einer Ölpumpe 102
versehen, die über das erste Zahnrad 81 für die niedrigen Gänge angetrieben
wird.
-
Gemäß Fig. 8, in der der Planetenradsatz 50 und die Kupplungen 60 und 70 für
die niedrigen und die hohen Gänge dargestellt sind, ist die Sekundärwelle 13 an
ihren entgegengesetzten Enden über die Lager 141 bzw. 142 in den
Getriebeabdeckungen 101 und 103 drehbar gelagert. Auf dem mittleren Abschnitt der
Sekundärwelle 13 sind das zweite Zahnrad 92 für die hohen Gänge und der
Planetenradsatz 50 neben dem zweiten Zahnrad 92 für die hohen Gänge auf einer von
dem Motor 1 entfernten Seite angebracht. Das Sonnenrad 52 des
Planetenradsatzes 50 steht mit dem zweiten Zahnrad 92 für die hohen Gänge in Eingriff. Ein
verzahnter Flansch 54 mit einem Außenzahnrad befindet sich auf dem verzahnten
Ende der Sekundärwelle 13 hinter dem Planetenradsatz 50 und steht mit dem
Innenzahnrad 53 des Planetenradsatzes 50 in Eingriff. Ferner ist die Kupplung 60
für die niedrigen Gänge auf der Sekundärwelle 13 hinter dem Flansch 54 drehbar
gelagert. Diese Kupplung 60 für die niedrigen Gänge umfaßt eine innenverzahnte
Kupplungstrommel 61, an der das zweite Zahnrad 82 für die niedrigen Gänge
befestigt ist, eine außenverzahnte Kupplungsnabe 62, die radial innerhalb der
Kupplungstrommel 61 angeordnet und über einen außenverzahnten Planetenträger 51
mit einem Flansch 55 verbunden ist, mehrere verzahnte Kupplungsscheiben 63,
die abwechselnd sowohl mit der Kupplungstrommel 61 als auch mit der
Kupplungsnabe 62 verbunden sind, und einen unter Federspannung stehenden Kolben
64, der in der Kupplungstrommel 61 montiert ist. Die Kupplungstrommel 61
begrenzt darin eine Hydraulikkammer 65 hinter dem Kolben 64. Der Kolben 64 wird
durch den über eine Kupplungssteuereinheit 120 (siehe Fig. 3) in die
Hydraulikdruckkammer 65 eingeleiteten Hydraulikdruck axial in Richtung zu dem
Planetenradsatz 50 gegen eine Feder 66 gedrückt, so daß die Kupplungsscheiben 63 alle
miteinander verbunden werden, wodurch das zweite Zahnrad 82 für die niedrigen
Gänge und der Planetenträger 51 miteinander in Eingriff gebracht werden. Der
Kolben 64 ist mit einem an seiner vorderen Wand befestigten Ausgleichskolben 67
versehen, um dazwischen eine Hydraulikdruck-Ausgleichskammer 68
bereitzustellen. Das Schmieröl in der Hydraulikdruck-Ausgleichskammer 68 hebt die auf den
Kolben 64 ungleichmäßig einwirkende Schubkraft mit Hilfe der auf das Öl in der
Hydraulikdruckkammer 65 wirkenden Zentrifugalkraft auf, um eine gleichmäßige
Verteilung der auf den Kolben 64 wirkenden Kraft zu erreichen. Neben dem
zweiten Zahnrad 92 für die hohen Gänge befindet sich eine Kupplung 70 für die hohen
Gänge. Die Kupplung 70 für die hohen Gänge umfaßt eine innenverzahnte
Kupplungstrommel 71, die über ein Parksperrenzahnrad 4d, eine außenverzahnte
Kupplungsnabe 72, die radial innerhalb der Kupplungstrommel 71 angeordnet und
mit dem zweiten Zahnrad 92 für die hohen Gänge verbunden ist, mehrere
verzahnte Kupplungsscheiben 73, die abwechselnd sowohl mit der
Kupplungstrommel 71 als auch mit der Kupplungsnabe 72 verbunden sind, und einen unter
Federspannung stehenden Kolben 72, der in der Kupplungstrommel 71 montiert ist,
mit einem auf der verzahnten Sekundärwelle 13 befindlichen ersten Zahnrad 4a
des Abtriebsstranges 4 verbunden ist. Die Kupplungstrommel 71 begrenzt darin
eine Hydraulikdruckkammer 75 hinter dem Kolben 74. Der Kolben 74 wird durch
den über die Kupplungssteuereinheit 120 in die Hydraulikdruckkammer 75
eingeleiteten Hydraulikdruck axial in Richtung zudem Planetenradsatz 50 gegen eine
Feder 76 gedrückt, so daß die Kupplungsscheiben 73 alle miteinander verbunden
werden, wodurch das zweite Zahnrad 92 für die hohen Gänge und das auf der
verzahnten Sekundärwelle 13 befindliche erste Zahnrad 4a des Abtriebsstranges
4 miteinander in Eingriff gebracht werden. Der Kolben 74 ist mit einem an seiner
hinteren Wand befestigten Ausgleichskolben 77 versehen, um dazwischen eine
Hydraulikdruck-Ausgleichskammer 78 bereitzustellen. Das Schmieröl in der
Hydraulikdruck-Ausgleichskammer 78 hebt die auf den Kolben 74 ungleichmäßig
einwirkende Schubkraft mit Hilfe der auf das Öl in der Hydraulikdruckkammer 75
wirkenden Zentrifugalkraft auf, um eine gleichmäßige Verteilung der auf den
Kolben 74 wirkenden Kraft zu erreichen.
-
Die Getriebeabdeckung 101 ist mit axialen Ölwegen 131 und 133 versehen.
Hydrauliköl aus der Kupplungssteuereinheit 120 wird über den axialen Ölweg 131 der
Hydraulikdruckkammer 65 der Kupplung 60 für die niedrigen Gänge zugeführt und
der Hydraulikdruckkammer 75 der Kupplung 70 für die hohen Gänge durch den
axialen Ölweg 133 über einen in der Sekundärwelle 13 ausgebildeten axialen
Ölweg 132.
-
Im mechanischen Betrieb des stufenlosen Getriebes 10 wird bei stehendem
Fahrzeug bei der Steuerung in den niedrigen Gängen, wo die Kupplung 60 für die
niedrigen Gänge gesperrt ist und die Kupplung 70 für die hohen Gänge freigegeben
ist, die Drehung des Motors 1 von der Antriebswelle 11 über den Antriebsstrang
80 für die niedrigen Gänge, der aus dem ersten Zahnrad 81, dem Zwischenrad 83
und dem zweiten Zahnrad 82 besteht, auf die Sekundärwelle 12 übertragen und
gleichzeitig durch den Planetenträger 51 über die Kupplung 60 für die niedrigen
Gänge auf den Planetenradsatz 50 übertragen. Die auf die Antriebsweile 11
übertragene Drehung wird von dem ersten Zahnrad 81 für die niedrigen Gänge über
den Belastungsnocken 40 auf die Antriebsscheibe 21 des ersten ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und durch die Rollen 23 weiter auf
die integrierte Abtriebsscheibe 34 übertragen. Gleichzeitig wird die Drehung von
der Antriebsscheibe 21 des ersten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 über die Primärwelle 12 auf die Antriebsscheibe 31 des
zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 30 und über die
Rollen 23 weiter auf die integrierte Abtriebsscheibe 34 übertragen. Zu diesem
Zeitpunkt steuert die Gangwechselsteuereinheit 110 den Hydraulikdruck PH für
eine Erhöhung der Geschwindigkeit oder den Hydraulikdruck PL für eine
Reduzierung der Geschwindigkeit so, daß die Rollen 23 des ersten und zweiten
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und 30 in einem
Neigungswinkel für ein vorgegebenes Übersetzungsverhältnis gehalten werden. Die
auf die integrierte Abtriebsscheibe 34 übertragene Drehung wird weiter über den
Antriebsstrang 90 für die hohen Gänge, der aus dem ersten und zweiten Zahnrad
91 und 92 für die hohen Gänge besteht, auf das Sonnenrad 52 des
Planetenradsatzes 50 übertragen. Zu diesem Zeitpunkt steuert die Gangwechselsteuereinheit
110 den Hydraulikdruck PH für eine Erhöhung der Geschwindigkeit oder den
Hydraulikdruck
PL für eine Reduzierung der Geschwindigkeit so, daß die Rollen 23
des ersten und zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 und 30 in einem Neigungswinkel für ein vorgegebenes
Übersetzungsverhältnis gehalten werden. Auf diese Weise erhält der Planetenradsatz 50 die
Drehung sowohl über den Planetenträger 51 als auch über das Sonnenrad 52. Infolge
der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses des ersten und zweiten
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und 30 drehen sich der
Planetenträger 51 und das Sonnenrad 52 mit derselben Drehzahl, wobei es aber
nicht zu einer Drehung des Innenzahnrades 53 des Planetenradsatzes 50 kommt,
d. h. zu der von der Sekundärwelle 12 über den Abtriebsstrang 4 auf das
Differential 5 übertragenen Drehung. Infolgedessen bleibt das stufenlose Getriebe 10 in
einem verzahnten neutralen Zustand. Wenn das Übersetzungsverhältnis des
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 so verändert wird,
daß es zu einer Änderung im Drehzahlverhältnis zwischen der auf den
Planetenträger 51 und der auf das Sonnenrad 52 übertragenen Drehung kommt, dreht sich
das Innenzahnrad 13 in beide Richtungen, so daß das Fahrzeug bei der
Steuerung in den niedrigen Gängen, wo das stufenlose Getriebe 10 ein hohes
resultierendes Übersetzungsverhältnis hat, vorwärts oder rückwärts anfährt.
-
Während das Motordrehmoment bei der in Fig. 9 schematisch dargestellten
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen Gänge durch den
Antriebsstrang 80 für die niedrigen Gänge über ein von dem Motor 1 entferntes Ende
der Antriebswelle 11 auf die Sekundärwelle 13 übertragen wird, wie durch einen
Pfeil a angedeutet, wird Drehmoment als in dem Planetenradsatz 50 erzeugte
Reaktionskraft über den Antriebsstrang 90 für die hohen Gänge zu der integrierten
Abtriebsscheibe 34 des ersten und zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 und 30 übertragen, wie durch einen Pfeil b angedeutet.
Demnach wird bei der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen
Gänge Drehmoment von der integrierten Abtriebsscheibe 34 auf die
Antriebsscheiben 21 und 23 des ersten und zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 bzw. 30 übertragen. Wenn dagegen zu einem
vorgegebenen Zeitpunkt, nachdem das Fahrzeug in Vorwärtsrichtung angefahren ist, die
Kupplung 60 für die niedrigen Gänge freigegeben und die Kupplung 70 für die
hohen Gänge verriegelt wird, wird die von dem Motor 1 auf die Antriebswelle 11
übertragene Drehung durch den Belastungsnocken 40 auf die Antriebsscheibe 21
des ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und durch die
Rollen 23 und 33 weiter auf die integrierte Abtriebsscheibe 34 übertragen und wird
dann durch die Kupplung 70 für die hohen Gänge über den Antriebsstrang 90 für
die hohen Gänge weiter auf die Sekundärwelle 13 übertragen. Zu diesem
Zeitpunkt dreht sich der Planetenradsatz 50, und das stufenlose Getriebe 10 liefert ein
resultierendes Übersetzungsverhältnis, das nur von dem Übersetzungsverhältnis
des ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 abhängt. Mit
anderen Worten, das stufenlose Getriebe 10 wird so gesteuert, daß es sein
resultierendes Übersetzungsverhältnis bei der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge kontinuierlich verändert.
-
Fig. 10 zeigt die Hydraulikdrucksteuerschaltung 200, die aus der
Gangwechselsteuereinheit 110 und der Kupplungssteuereinheit 120 besteht, mit denen das
stufenlose Getriebe 10 im Betrieb gesteuert wird. Die Hydraulikdrucksteuerschaltung
200 umfaßt verschiedene Spulenventile, nämlich ein Flegelventil 201 zum
Regulieren des Druckes eines von der Ölpumpe 102 abgegebenen Arbeitsöls auf eine
vorgegebene Druckhöhe und zum Einleiten des Arbeitsöls in eine
Hauptdruckleitung 201, ein Entlastungsventil 204 zum Regulieren des Primärdruckes in der
Hauptdruckleitung 201 auf eine vorgegebene Entlastungsdruckhöhe und zum
Einleiten des Primärdruckes in eine Entlastungsdruckleitung 203, und ein
Handschaltventil 208, das durch einen Handschaltknüppel (nicht dargestellt) betätigt
wird, um die Hauptdruckleitung 201 in einer Fahrstufe (D) mit der ersten und
zweiten Primärdruckleitung 205 und 206 oder in einem Rückwärtsgang (R) mit der
ersten und dritten Primärdruckleitung 205 und 207 in Verbindung zu bringen, oder
um in einer Neutralstellung (N) oder in einer Parkstellung (P) die Verbindung der
Hauptdruckleitung mit allen von der ersten bis dritten Primärdruckleitung 205-207
zu trennen. Neben dem Regelventil 202 und dem Entlastungsventil 204 gibt es
noch lineare Magnetventile 209 und 210. Jedes lineare Magnetventil 209, 210
erzeugt einen Steuerdruck auf der Basis eines durch ein Druckminderventil 211 auf
einen vorgegebenen Wert regulierten Druckes. Das Regelventil 202 empfängt den
Steuerdruck an seiner Steuerdrucköffnung 202a, um den vorgegebenen Wert des
Leitungsdruckes zu regulieren. Analog dazu empfängt das Entlastungsventil 204
den Steuerdruck an seiner Steuerdrucköffnung 204a, um den vorgegebenen Wert
des Entlastungsdruckes zu regulieren.
-
Die Hydraulikdrucksteuerschaltung 200 umfaßt ferner drei Spulenventile, nämlich
ein Vorwärtsschaltventil 220 mit zwei Schiebern (das der Einfachheit halber als
Vorwärtsschaltventil bezeichnet wird) zur Erzeugung eines
Geschwindigkeitserhöhungs-Hydraulikdruckes PH entsprechend einem Leitungsdruck und einem
Entlastungsdruck in der Fahrstufe (D), ein Rückwärtsschaltventil 230 mit zwei
Schiebern (das der Einfachheit halber als Rückwärtsschaltventil bezeichnet wird) zur
Erzeugung eines Geschwindigkeitsreduzierungs-Hydraulikdruckes PL im
Rückwärtsgang (R), und ein Schaltventil 241 zur wahlweisen Betätigung der
Schaltventile 220 und 230. Das Schaltventil 241 verschiebt seine Spule zwischen zwei
Stellungen, je nachdem ob an der Steuerdrucköffnung 241a ein Druck vorhanden ist.
Insbesondere verschiebt das Schaltventil 241 die Spule in die rechte Endstellung
gemäß Fig. 10, um die Hauptdruckleitung 201 mit einer zu dem
Vorwärtsschaltventil 220 führenden Leitungsdruckleitung 242 in Verbindung zu bringen, wenn an
der Steuerdrucköffnung 241a kein Leitungsdruck empfangen wird, oder in die linke
Endstellung, um die Hauptdruckleitung 201 mit einer zu dem
Rückwärtsschaltventil 230 führenden Druckleitung 243 in Verbindung zu bringen, wenn an der
Steuerdrucköffnung 241a der Leitungsdruck empfangen wird. Die Schaltventile 220 und
230 haben denselben Aufbau. Das Vorwärtsschaltventil 220 hat eine äußere
Hülse 222, die für eine axiale Gleitbewegung in eine in einem Ventilkörper 111a des
Hydraulikdrucksteuerabschnitts 111 der Gangwechselsteuereinheit 110
ausgebildete axiale Bohrung 221 (siehe Fig. 11) eingepaßt ist, und eine innere Hülse
223, die für eine axiale Gleitbewegung in die äußere Hülse 222 eingepaßt ist, und
das Rückwärtsschaltventil 230 hat eine Hülse 232, die für eine axiale
Gleitbewegung in eine in einem Ventilkörper 111a des Hydraulikdrucksteuerabschnitts 111
der Gangwechselsteuereinheit 110 ausgebildete axiale Bohrung 231 (siehe Fig.
11) eingepaßt ist, und eine innere Hülse 233, die für eine axiale Gleitbewegung in
die äußere Hülse 232 eingepaßt ist. Das Vorwärtsschaltventil 220 hat fünf
Öffnungen, nämlich eine Leitungsöffnung 224, die in der Mitte in axialer Richtung
angeordnet und mit der Leitungsdruckleitung 242 verbunden ist, eine erste und zweite
Druckentlastungsöffnung 225 und 226, die an entgegengesetzten Enden
angeordnet und mit der Entlastungsdruckleitung 203 verbunden sind, eine
Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnung 227, die zwischen der Leitungsdrucköffnung 224
und der ersten Druckentlastungsöffnung 225 angeordnet ist, und eine
Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 228, die zwischen der Leitungsdrucköffnung
224 und der zweiten Druckentlastungsöffnung 226 angeordnet ist. Analog dazu
hat das Rückwärtsschaltventil 230 fünf Öffnungen, nämlich eine
Leitungsdrucköffnung 234, die in der Mitte in axialer Richtung angeordnet und mit dar
Leitungsdruckleitung 242 verbunden ist, eine erste und zweite Druckentlastungsöffnung
23&sub5; und 236, die an entgegengesetzten Enden angeordnet und mit der
Entlastungsdruckleitung 203 verbunden sind, eine
Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnung 237, die zwischen der Leitungsdrucköffnung 234 und der ersten
Druckentlastungsöffnung 235 angeordnet ist, und eine
Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 238, die zwischen der Leitungsdrucköffnung 234 und der zweiten
Druckentlastungsöffnung 236 angeordnet ist.
-
Wenn das Vorwärtsschaltventil 220 die Spulenstellung relativ zu der Ventilhülse
222 von einer neutralen Stellung nach rechts verändert, vergrößert die Ventilspule
223 eine Verbindungsöffnung zwischen der Leitungsdrucköffnung 224 und der
Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnung 227 sowie eine Verbindungsöffnung
zwischen der zweiten Druckentlastungsöffnung 226 und der
Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 228. Wenn dagegen das Vorwärtsschaltventil 220 die
Spulenstellung relativ zu der Ventilhülse 222 von der neutralen Stellung nach
rechts verändert, vergrößert die Ventilspule 223 eine Verbindungsöffnung
zwischen der Leitungsdrucköffnung 224 und einer
Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 228 sowie eine Verbindungsöffnung zwischen der ersten
Druckentlastungsöffnung 225 und der Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnung 227.
Analog dazu vergrößert die Ventilspule 233 dann, wenn das Rückwärtsschaltventil 230
die Spulenstellung relativ zu der Ventilhülse 232 von einer neutralen Stellung nach
rechts verändert, eine Verbindungsöffnung zwischen der Leitungsdrucköffnung
234 und der Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnung 237 sowie eine
Verbindungsöffnung zwischen der zweiten Druckentlastungsöffnung 236 und der
Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 238, und wenn dagegen das
Rückwärtsschaltventil 230 die Spulenstellung relativ zu der Ventilhülse 232 von der neutralen
Stellung nach rechts verändert, vergrößert die Ventilspule 233 eine
Verbindungsöffnung zwischen der Leitungsdrucköffnung 234 und der
Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 238 sowie eine Verbindungsöffnung zwischen der ersten
Druckentlastungsöffnung 235 und der Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnung
237. Die jeweils von den Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnungen 227 und 237
des Vorwärts- und Rückwärtsschaltventils 220 und 230 ausgehenden
Druckleitungen 244 und 245 und die jeweils von den
Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnungen 228 und 238 des Vorwärts- und Rückwärtsschaltventils 220 und 230
ausgehenden Druckleitungen 246 und 247 sind mit dem Schaltventil 241 verbunden.
-
Das Schaltventil 241 bringt seine Ventilspule in die rechte Endstellung, um die von
der Geschwindigkeitserhöhungs- und Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung
227 und 228 des Vorwärtsschaltventils 220 ausgehenden Druckleitungen 244 und
246 mit einer zu den Geschwindigkeitserhöhungsdruckkammern 115&sub1; und 115&sub2;
des Zapfenantriebsabschnitts 112 führenden Druckleitung 248 und mit einer zu
den Geschwindigkeitsreduzierungsdruckkammern 116&sub1; und 116&sub2; des
Zapfenantriebsabschnitts 112 führenden Druckleitung 249 in Verbindung zu bringen.
Dagegen bringt das Schaltventil 241 seine Ventilspule in die linke Endstellung, um die
von der Geschwindigkeitserhöhungs- und
Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 237 und 238 des Rückwärtsschaltventils 230 ausgehenden Druckleitungen
245 und 247 jeweils mit den Druckleitungen 248 und 249 in Verbindung zu
bringen.
-
In Fig. 11 und 12 ist ein Nockenmechanismus 26() dargestellt, der jede Spule
223, 233 des Vorwärts- und Rückwärtsschaltventils 220 und 230 entsprechend
einer durch einen Schrittmotor 251, 252 herbeigeführten Axialbewegung der
Ventilhülse 222, 232 in axialer Richtung gegen eine Rückstellfeder 229, 239 bewegt.
Die Schrittmotoren 251 und 252 sind durch Verbindungselemente 253 und 254 mit
den Ventilhülsen 222 und 232 verbunden. Der Nockenmechanismus 260 umfaßt
einen Nocken 261, eine Welle 262, einen Nockenstößel 263 und Antriebshebel
264 und 265. Der Nocken 261 mit einer Nockenfläche 261a ist an einer
Zapfenstange 27 des Zapfens 25 des zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 30 angebracht. Die Welle 262 ist neben und senkrecht zu
den Ventilspulen 223 und 233 angeordnet und auf dem Ventilkörper 111a des
Hydraulikdrucksteuerabschnitts 111 drehbar gelagert. Der Nockenstößel 263 ist mit
einem seiner Enden an der Welle befestigt und wird an seinem anderen Ende in
Kontakt mit der Nockenfläche 261a des Nockens 261 gedrückt. Der Antriebshebel
264 zum Vorwärtsschalten ist mit einem seiner Enden an der Welle 262 befestigt
und greift an seinem anderen Ende in eine Keilnut 223a der Ventilspule 223 des
Vorwärtsschaltventils 220 ein. Analog dazu ist der Antriebshebel 265 zum
Rückwärtsschalten mit einem seiner Enden an der Welle 262 befestigt und greift an
seinem anderen Ende in eine Keilnut 233a der Ventilspule 233 des
Rückwärtsschaltventils 230 ein.
-
Wenn sich die erste Rolle 33&sub1; des zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 30 neigt, um den Zapfen 25&sub1; und die Zapfenstange 27
zusammen
um die Achse X1 zu drehen, dreht sich der Nocken 261, um gegen den
Nockenstößel 263 zu drücken, woraufhin die Antriebshebel 264 und 265 mit Hilfe
der Welle 262 um denselben Winkel gedreht werden. Auf diese Weise werden die
Ventilspulen 223 und 233 des Vorwärts- und Rückwärtsschaltventils 220 und 230
entsprechend dem Neigungswinkel der ersten Rolle 33&sub1; axial verschoben.
Demnach hängt die axiale Spulenstellung vom Neigungswinkel der Rollen 33 des
zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 30 und auch vom
Neigungswinkel der Rollen 23 des ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 ab, d. h. vom resultierenden Übersetzungsverhältnis des
stufenlosen Getriebes 10.
-
Gemäß Fig. 10 nun wiederum ist die Hydraulikdrucksteuerschaltung 200 mit
einem ersten und zweiten Magnetventil 271 und 272 zur Steuerung der Kupplung
versehen. Das erste Magnetventil 271 steht durch die erste Primärdruckleitung
205 mit dem Handschaltventil 208 in Verbindung. Analog dazu steht das zweite
Magnetventil 272 durch die zweite Primärdruckleitung 206 mit dem
Handschaltventil 208 in Verbindung. Wenn das erste Magnetventil 271 öffnet, wird ein durch
Regulieren des Leitungsdruckes von der ersten Primärdruckleitung 205 erzeugter
Kupplungsverriegelungsdruck durch eine Kupplungsdruckleitung 274 über ein
ausfallsicheres Ventil 273 in die Hydraulikdruckkammer 65 der Kupplung 60 für die
niedrigen Gänge eingeleitet, um die Kupplung 60 für die niedrigen Gänge zu
verriegeln. Analog dazu wird dann, wenn das zweite Magnetventil 272 öffnet, ein
durch Regulieren des Leitungsdruckes von der zweiten Primärdruckleitung 206
erzeugter Kupplungsverriegelungsdruck durch eine Kupplungsdruckleitung 275 in
die Hydraulikdruckkammer 75 der Kupplung 70 für die hohen Gänge eingeleitet,
um die Kupplung 70 für die hohen Gänge zu verriegeln. Neben den
Kupplungsdruckleitungen 274 und 275 gibt es noch Druckspeicher 276, 277, die den
Kupplungsverriegelungsdruck in den Hydraulikdruckkammern 65 und 75 allmählich
aufbauen, um dadurch das Auftreten von Schaltstößen zu verhindern. Die von dem
Handschaltventil 208 ausgehende dritte Primärdruckleitung 207 ist mit der
Steueröffnung 241a des Schaltventils 241 über das ausfallsichere Ventil 273 verbunden.
Das Schaltventil 241 empfängt an seiner Steueröffnung 241a einen Leitungsdruck,
um die Ventilspule in die linke Endstellung (Rückwärtsstellung) zu bringen, wenn
sich das Handschaltventil 208 in der Rückwärtsstellung (R) befindet. Neben dem
ausfallsicheren Ventil 273 gibt es noch ein Magnetventil 278. Das Magnetventil
278 liefert einen Steuerdruck, um die Ventilspule des ausfallsicheren Ventils 273
in die rechte Endstellung zu drücken, um dadurch die erste Primärdruckleitung
205 mit der Kupplungsdruckleitung 274 für die niedrigen Gänge in Verbindung zu
bringen. Die Magnetventile 271, 272 und 278 sind Dreiwegeventile, die eine
stromabwärtige Seite aufmachen, wenn sowohl eine stromaufwärtige als auch eine
stromabwärtige Seite gesperrt sind.
-
Die Hydraulikdrucksteuerschaltung 200 ist ferner mit einer Schmierölleitung 281
versehen, die von einer Auslaßöffnung des Regelventils 202 ausgeht und sich zu
einer zu dem ersten und zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 und 30 führenden Schmierölleitung 282 und einer zu anderen
Teilen des stufenlosen Getriebes als dem ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 und 30 führenden Schmierölleitung 283 verzweigt. Die
Schmierölleitung 281 ist mit einem Entlastungsventil 284 versehen, um das
Schmieröl auf einen vorgegebenen Druckpegel einzustellen. Ein stromaufwärtiger
Teil der Schmierölleitung 282 verzweigt sich in eine Ölleitung 286, die mit einem
Kühler 285 zum Kühlen des Schmieröls versehen ist, und eine um den Kühler 285
herumgeführte Ölleitung 287. Die stromaufwärts von dem Kühler 285 verlaufende
Ölleitung 286 ist mit einer Öffnung 288 und einem parallel dazu angeordneten
ersten Schaltventil 289 versehen. Die Umgehungsölleitung 287 ist mit einem zweiten
Schaltventil 290 versehen. Die Zufuhr des Schmieröls zu dem ersten und zweiten
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und 30 wird über das erste und
zweite Schaltventil 289 und 290 gesteuert. Entsprechend Signalen, die von einer
hauptsächlich aus einem Mikroprozessor bestehenden Steuereinheit 300 (die
später anhand von Fig. 13 näher beschrieben wird) kommen, öffnet das zweite
Schaltventil 290, damit Arbeits- bzw. Schmieröl unter Umgehung des Kühlers 285
zu dem ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und 30
fließen kann, wenn das Schmieröl eine Temperatur hat, die niedriger ist als eine
vorgegebene Temperatur, und einen Druck, der höher ist als ein vorgegebener
Druck, um zu verhindern, daß sich die Fließfähigkeit des Schmieröls infolge des
mechanischen Widerstands des Kühlers 285 verschlechtert, und um eine
Beschädigung und eine Verringerung der Lebensdauer des Kühlers 285 infolge des unter
hohem Druck stehenden Schmieröls zu verhindern. In allen anderen Fällen
schließt das zweite Schaltventil 290, damit das Schmieröl durch den Kühler läuft,
bevor es den ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und
30 erreicht. Auf diese Weise werden Ölfilme auf den Ringflächen der Antriebs- und
Abtriebsscheiben 21, 22, 31 und 32 in gutem Zustand gehalten, um die Kontaktflächen
der Ringscheiben mit den Rollen 23 und 33 zu schützen. Das erste
Schaltventil 289 öffnet und schließt entsprechend den von der. Steuereinheit 300
kommenden Signalen. Insbesondere schließt das erste Schaltventil 289, wenn bei
geschlossenem zweitem Schaltventil 290 der Motor 1 mit einer Drehzahl arbeitet,
die niedriger ist als eine vorgegebene Drehzahl, und das Fahrzeug mit einer
Geschwindigkeit fährt, die niedriger ist als eine vorgegebene Geschwindigkeit. Der
Grund dafür ist, daß bei niedrigeren Motordrehzahlen und/oder niedrigeren
Fahrzeuggeschwindigkeiten der ringförmige stufenlos veränderliche
Zahnradmechanismus 20, 30 zwar eine geringe Menge Schmieröl braucht, die Kupplungen 60
und 70 für die niedrigen und die hohen Gänge aber eine vorgegebene Menge an
Schmieröl brauchen. Das durch die Schmierölleitung 282 dem ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und 30 zugeführte Schmieröl wird
außerdem durch eine Ölleitung 282a (siehe Fig. 3) Lagern zugeführt, auf denen
die Rollen 23 und 33 gelagert sind, und durch eine Düse 282b (siehe Fig. 3) auf
die Ringflächen gesprüht.
-
Die Steuerung des Übersetzungsverhältnisses des in Fig. 1 dargestellten
stufenlosen Getriebes 10 wird durch die in Fig. 16 im Blockdiagramm dargestellte
Steuereinheit 300 ausgeführt.
-
Gemäß Fig. 13 empfängt die Steuereinheit 300 verschiedene Signale von
Sensoren und Schaltern, zu denen wenigstens ein Motordrehzahlsensor 302, ein
Drosselklappenstellungs- bzw. -öffnungssensor 303, ein Getriebestellungssensor
304, ein Öltemperatursensor 305, Drehzahlsensoren 306 und 307, ein
Leerlaufschalter 308, ein Bremsschalter 309 und ein Steigungssensor 310 gehören. Der
an der Kupplungstrommel 61 für die niedrigen Gänge befestigte Drehzahlsensor
306 erfaßt eine Drehzahl der Antriebsscheibe 21 des ersten ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20, und der an dem zweiten Zahnrad 92
des Antriebsstranges 90 für die hohen Gänge befestigte Drehzahlsensor 307
erfaßt eine Drehzahl der Antriebsscheibe 31 des ersten ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 30. Der Leerlaufschalter 308 erfaßt das
Loslassen des Fahrpedals. Der Bremsschalter 309 erfaßt das Niederdrücken des
Bremspedals. Der Steigungssensor 310 erfaßt eine Steigung bzw. ein Gefälle
einer Straße, auf der das Fahrzeug fährt. Diese Sensoren und Schalter sind in
verschiedenen Arten in der Technik bekannt und können jede bekannte Form
annehmen. Die Steuereinheit 300 liefert Steuersignale für verschiedene Magnetventile
209, 210, 271, 272, 278, 289 und 290, Schrittmotoren 251 und 252 und andere
elektrisch gesteuerte Elemente in der Hydraulikdrucksteuerschaltung 200 je nach
den durch Signale von den Schaltern und Sensoren 301-310 dargestellten
Fahrbedingungen.
-
Bei der folgenden Beschreibung geht es um die grundlegende Funktionsweise des
Gangwechsels bei dem stufenlosen Getriebe 10. Wie oben bereits beschrieben,
befindet sich die in Fig. 10 gezeigte Hydraulikdrucksteuerschaltung 200 in der
Fahrstufe (D), in der das Handschaltventil 208 die Fahrstellung (D) einnimmt, in
der das Schaltventil 241 gezwungen wird, die Ventilspule in der rechten
Endstellung (der Vorwärtsstellung) zu haften. Weil der in Fig. 3 gezeigte ringförmige
stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus 20 und 30 jeweils gleich funktionieren,
wird dies beispielhaft anhand der Rolle 23&sub1; und des Zapfens 25&sub1; des ersten
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 erläutert, und das
gleiche gilt für andere Rollen und Zapfen.
-
Wenn die Hydraulikdrucksteuerschaltung 200 in Reaktion auf ein Signal von der
Steuereinheit 300 betätigt wird, werden die Magnetventile 209 und 210 betätigt,
um einen vorgegebenen Druckpegel als Leitungsdruck an der Steueröffnung 202a
des Regelventils 202 und einen vorgegebenen Druckpegel als Entlastungsdruck
an der Steueröffnung 204a des Entlastungsventils 204 zu erzeugen. Der
Leitungsdruck wird der Einlaßdrucköffnung 224 des Vorwärtsschaltventils 220 über
das Schaltventil 241 durch die Hauptdruckleitung 201 und die Druckleitung 242
zugeführt, und der Entlastungsdruck wird der ersten und zweiten
Druckentlastungsöffnung 225 und 226 des Vorwärtsschaltventils 220 durch die Druckleitung
203 zugeführt. Anhand dieses Leitungsdruckes und dieses Entlastungsdruckes
steuert das Vorwärtsschaltventil 220 den Hydraulikdruckunterschied (ΔP = PH -
PL) zwischen einem Hydraulikdruck PH für die Erhöhung der Geschwindigkeit und
einem Hydraulikdruck PL für die Reduzierung der Geschwindigkeit. Diese
Steuerung des Unterschieds im Hydraulikdruck wird vorgenommen, um den Zapfen 25
und die Rolle 23 gegen eine auf den Zapfen 25 ausgeübte Traktionskraft (T) in der
Neutralstellung zu halten, oder um sie aus der Neutralstellung in die axiale
Richtung X zu drücken, um die Neigung der Rolle zwecks Veränderung des
Übersetzungsverhältnisses des ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20 zu verändern. Wenn die Rolle 23 durch die sich in eine durch einen Pfeil c
angedeutete Richtung drehende Antriebsscheibe 21 angetrieben wird, werden
dieser Zapfen 25 und diese Rolle 23 gemäß Fig. 14 mit einer Kraft beaufschlagt,
von der sie in eben diese Richtung c gezogen werden. Wenn dagegen die
Abtriebsscheibe 22 durch die sich in eine durch einen Pfeil d angedeutete Richtung
drehende Rolle 23 in eine durch einen Pfeil e angedeutete Richtung (wobei es
sich um die in Fig. 3 gezeigte Richtung x handelt) gedreht wird, wird durch die
Reaktionskraft eine Traktionskraft T in eine der Drehrichtung e der
Abtriebsscheibe 22 entgegengesetzten Richtung auf die Rolle 23 und den Zapfen 25 ausgeübt.
Um die Rolle 23 gegen die Traktionskraft T in der Neutralstellung zu halten,
werden die Geschwindigkeitserhöhungs- und
Geschwindigkeitsreduzierungsdruckkammern 115 und 116 mit Geschwindigkeitserhöhungs- bzw.
Geschwindigkeitsreduzierungshydraulikdruck PH und PL versorgt, die so gesteuert werden, daß sich
ein durch die Traktionskraft T ausgeglichener Hydraulikdruckunterschied (ΔP = PH
- PL) ergibt. Bei einer Erhöhung des Übersetzungsverhältnisses des ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 für die Vorwärtsfahrt des
Fahrzeugs, wird bei dem Vorwärtsschaltventil 220 die Ventilhülse 222 nach links
gedrückt, wie in Fig. 11 zu sehen, oder nach rechts, wie in Fig. 10 zu sehen, um
die Verbindungsöffnungen zwischen der Einlaßöffnung 224 und der
Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnung 227 und zwischen der zweiten
Druckentlastungsöffnung 226 und der Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 228 zu verkleinern.
Infolgedessen steigt der in die Geschwindigkeitserhöhungsdruckkammer 115
eingeleitete Hydraulikdruck PH aufgrund des relativ hohen Entlastungsdruckes an,
und der in die Geschwindigkeitsreduzierungsdruckkammer 116 eingeleitete
Hydraulikdruck PL fällt infolge des relativ niedrigen Leitungsdruckes ab, woraufhin
die Traktionskraft T höher wird als der Hydraulikdruckunterschied (ΔP = PH - PL),
um den Zapfen 25 und die Rolle 23 in eine durch einen Pfeil f angedeutete
Richtung zu drücken, wie in Fig. 14 gezeigt. Im Anschluß an die Bewegung neigt sich
die Rolle 23 in eine Richtung, in der sie ihren Kontaktpunkt mit der
Antriebsscheibe 21 radial nach außen und ihren Kontaktpunkt mit der Abtriebsscheibe 22 radial
nach innen verschiebt, um das Übersetzungsverhältnis herabzusetzen. Dieselbe
Neigung der Rolle 23 wird in dem zweiten ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 30 herbeigeführt. Weil die Traktionskraft größer ist als der
Hydraulikdruckunterschied (ΔP = PH - PL), neigt sich die Rolle 33 in eine
Richtung, in der sie im Anschluß an die Bewegung des Zapfens 35 in eine durch einen
Pfeil g angedeutete Richtung ihren Kontaktpunkt mit der Antriebsscheibe 31 radial
nach außen und ihren Kontaktpunkt mit der Abtriebsscheibe 32 radial nach innen
verschiebt. Zu diesem Zeitpunkt dreht sich jedoch der Nocken 261 des Nockenmechanismus
260 durch denselben Winkel wie die Rolle 33 in der durch einen
Pfeil h in Fig. 11 angedeuteten Richtung, woraufhin sich der Nockenstößel 263
und damit die Welle 262 und der Antriebshebel 264 in eine durch einen in Fig. 12
gezeigten Pfeil i angedeutete Richtung drehen. Infolgedessen verschiebt das
Vorwärtsschaltventil 220 die Ventilspule 223 unter dem Einfluß der Rückstellfeder 229
in eine durch einen Pfeil j in Fig. 12 angedeutete Richtung oder gemäß Fig. 11
nach links. Weil diese Richtung j mit der Richtung zusammenfällt, in der die
Ventilhülse 222 durch den Schrittmotor 251 verschoben wird, nehmen die
Verbindungsöffnungen zwischen der Einlaßöffnung 224 und der
Geschwindigkeitserhöhungsdrucköffnung 227 sowie zwischen der zweiten Druckentlastungsöffnung 226
und der Geschwindigkeitsreduzierungsdrucköffnung 228 wieder ihre anfängliche
Neutralstellung ein, um den Hydraulikdruckunterschied (ΔP = PH - PL) mit der
Traktionskraft T auszugleichen, wodurch die Änderung des
Übersetzungsverhältnisses des ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20
erreicht wird. Die Änderung des Übersetzungsverhältnisses des ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 30 wird auf das Übersetzungsverhältnis
festgelegt. In diesem Fall wird der Gangwechsel zu einem Zeitpunkt
abgeschlossen, an dem die Ventilspule 223 die Neutralstellung gegenüber der Ventilhülse
222 erreicht. Da die Neutralstellung die Stellung ist, in die die Ventilhülse 222
durch den Schrittmotor 251 verschoben wurde, und dem durch den
Nockenmechanismus 260 herbeigeführten Neigungswinkel der Rolle 23 entspricht, entspricht
die Stellung der Ventilhülse 222 dem Neigungswinkel der Rolle 23 und damit des
Zapfens 25. Das heißt, daß die Steuergröße des Schrittmotors 251 das
Übersetzungsverhältnis des ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus
20 bestimmt. Demnach wird das Übersetzungsverhältnis des ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20 je nach der Anzahl der an den
Schrittmotor 251 angelegten Impulse verändert. Die Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses des ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 30 wird genauso erzielt, wenn die Ventilhülse 222 des Vorwärtsschaltventils
220 in die entgegengesetzte Richtung verschoben wurde. In diesem Fall erhöht
der ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus 20 sein
Übersetzungsverhältnis.
-
Fig. 15 zeigt die Beziehung zwischen der Anzahl von Impulsen für den
Schrittmotor 251, 252 und dem Übersetzungsverhältnis des ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20, 30. Offensichtlich nimmt das Übersetzungsverhältnis
des ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20, 30
mit zunehmender Anzahl von Impulsen ab.
-
Fig. 16 zeigt die Beziehung zwischen der Anzahl von Impulsen für den
Schrittmotor 251, 252 und dem resultierenden Übersetzungsverhältnis N des stufenlosen
Getriebes 10 anhand der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses des
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20. Während der
ringförmige stufenlos veränderliche Zahnradmechanismus 20 seine
Übersetzungsverhältnisse je nach der Anzahl von an die Schrittmotoren 251 und 252 angelegten
Impulsen verändert, liefert das stufenlose Getriebe 10, wie bereits beschrieben, ein
resultierendes Übersetzungsverhältnis N, das je nach Art der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses verschieden ist, d. h. je nachdem welche Kupplung 60
oder 70 gesperrt wurde. Wenn das stufenlose Getriebe 10 in die Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge geschaltet wird, wird die Drehung
der integrierten Abtriebsscheibe 34 durch den Antriebsstrang 90 für die hohen
Gänge und die gesperrte Kupplung 70 für die hohen Gänge direkt auf die
Sekundärwelle 13 übertragen. Gemäß Fig. 16 stimmt die Kennlinie des resultierenden
Übersetzungsverhältnisses N des stufenlosen Getriebes 10 im Verhältnis zur
Anzahl von Impulsen mit der Kennlinie des Übersetzungsverhältnisses des in Fig.
15 gezeigten ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismus 20, 30
überein. Natürlich sind die Übersetzungsverhältnisse des ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und 30 je nach dem Unterschied im
Durchmesser des ersten und zweiten Zahnrades 91 und 92 des Antriebsstranges
90 für die hohen Gänge oder je nach dem Unterschied in der Anzahl Zähne
zwischen dem ersten und zweiten Zahnrad 91 und 92 des Antriebsstranges 90 für die
hohen Gänge voneinander verschieden. Wenn dagegen das stufenlose Getriebe
10 in die Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen Gänge
geschaltet wird, wird die Drehung der integrierten Abtriebsscheibe 34 durch den
Antriebsstrang 90 für die hohen Gänge auf das Sonnenrad 52 des Planetenradsatzes
50 übertragen, während die Drehung des Motors 1 von der Antriebswelle 11 durch
den Antriebsstrang 80 für die niedrigen Gänge und die gesperrte Kupplung 60 für
die niedrigen Gänge auf den Planetenträger 51 des Planetenradsatzes 50
übertragen wird. Wenn der Planetenradsatz 50 das Innenzahnrad 53 umfaßt, bei dem
es sich um ein Abtriebsritzel des Getriebes handelt, wird in diesem Fall das
stufenlose Getriebe 10 bei einer Drehzahl von 0 (null) in den verzahnten Neutralzustand
gebracht, in der das Innenzahnrad 53 stillsteht, indem man den ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20 und 30 auf ein vorgegebenes
Verhältnis der Eingangsdrehzahlen zwischen dem Planetenträger 51 und dem
Sonnenrad 52 steuert. Während das resultierende Übersetzungsverhältnis N
unendlich ansteigt, wie durch die Pfeile P und Q in Fig. 16 angedeutet, versetzt der
Planetenradsatz 50 das Innenzahnrad 53 in eine Drehung in Vorwärtsrichtung,
wenn die Anzahl der auf die Schrittmotoren 251 und 252 übertragenen Impulse
anschließend herabgesetzt wird, so daß die ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismen 20 und 30 gezwungen werden, ihre
Übersetzungsverhältnisse zu erhöhen und die auf das Sonnenrad 52 des Planetenradsatzes 50
übertragene Drehzahl infolgedessen abfällt. Auf diese Weise vermindert das stufenlose
Getriebe 10 sein resultierendes Übersetzungsverhältnis N im Anschluß an die
Reduzierung der Anzahl von auf den Schrittmotor 251, 252 übertragenen Impulse, so
daß die Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen Gänge in der
Fahrstufe (D) herbeigeführt wird, wo sich das resultierende
Übersetzungsverhältnis N entlang der Kennlinie L verändert. Diese Kennlinien H und L für die
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses in den hohen und niedrigen Gängen in der
Fahrstufe (D) schneiden sich bei einem Übersetzungsverhältnis von
beispielsweise ungefähr 1,8, wie durch den Pfeil R angedeutet, was 500 Impulsen entspricht.
Demnach wird die Steuerung des Übersetzungsverhältnisses während der
kontinuierlichen Veränderung des resultierenden Übersetzungsverhältnisses N des
stufenlosen Getriebes 10 umgeschaltet, indem die Sperre bei dem
Übersetzungsverhältnis zwischen der Kupplung 60 und 70 für die niedrigen und die hohen
Gänge umgeschaltet wird. Wenn dagegen die Anzahl von auf den Schrittmotor 251,
252 übertragenen Impulsen im Anschluß an das Erreichen des verzahnten
Neutralzustandes erhöht wird, so daß die ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismen 20 und 30 gezwungen werden, ihre Übersetzungsverhältnisse
herabzusetzen, und die auf das Sonnenrad 52 des Planetenradsatzes 50
übertragene Drehzahl infolgedessen steigt, versetzt der Planetenradsatz 50 das
Innenzahnrad 53 in eine Drehung in Rückwärtsrichtung. Auf diese Weise steuert das
stufenlose Getriebe 10 das Übersetzungsverhältnis in Rückwärtsrichtung im
Rückwärtsgang, (R), wo das resultierende Übersetzungsverhältnis N entlang der
Kennlinie R mit zunehmender Anzahl von Impulsen größer wird.
-
Die Steuereinheit 300 steuert das resultierende Übersetzungsverhältnis N des
stufenlosen Getriebes 10 anhand der Kennlinien entsprechend den
Fahrbedingungen. Insbesondere erfaßt die Steuereinheit 300 die momentane Fahrzeuggeschwindigkeit
V und die Drosselklappenöffnung θ anhand der von dem
Drehzahlsensor 301 und dem Drosselklappenstellungssensor 303 kommenden Signale, um
eine Zieldrehzahl des Motors Neo anhand eines in Fig. 17 gezeigten
Steuerschemas für das Übersetzungsverhältnis zu ermitteln. Die Impulssteuerung des
ersten und zweiten Schrittmotors 251 und 252 und die Steuerung des Verriegelns
und Entriegelns der Kupplungen 60 und 70 werden so vorgenommen, daß das
stufenlose Getriebe 10 ein resultierendes Übersetzungsverhältnis N (das durch
einen Winkel α in Fig. 17 dargestellt wird) entsprechend der Zieldrehzahl des
Motors Neo anhand der Steuerkurve L, H oder R für das resultierende
Übersetzungsverhältnis liefert.
-
Wie oben beschrieben, hat das stufenlose Getriebe 10 zwei
Kraftübertragungswege zum Übertragen der Motorausgangsleistung auf die Antriebsräder bei der
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen Gänge, wo die
Kupplung 60 für die niedrigen Gänge verriegelt ist und die Kupplung 70 für die hohen
Gänge entriegelt ist, d. h. den Kraftübertragungsweg zwischen der Antriebswelle
11 und der Sekundärwelle 13, der den Belastungsnocken 40, die ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30, den Antriebsstrang 90 für
die hohen Gänge und den Planetenradsatz 50 umfaßt, und den
Kraftübertragungsweg zwischen der Antriebswelle 11 und der Sekundärwelle 13, der nur den
Antriebsstrang 80 für die niedrigen Gänge und den Planetenradsatz 50 umfaßt,
und einen einzigen Kraftübertragungsweg bei der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge, wo die Kupplung 60 für die niedrigen Gänge
entriegelt ist und die Kupplung 70 für die hohen Gänge verriegelt ist, d. h. den
Kraftübertragungsweg zwischen der Antriebswelle 11 und der Sekundärwelle 13,
der den Belastungsnocken 40, die ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismen 20 und 30 und den Antriebsstrang 90 für die hohen Gänge
umfaßt. Wenn es also bei dem Motor 1 zu Drehzahlschwankungen aufgrund von
Änderungen im Verdichtungsdruck während eines Verbrennungstaktes kommt,
werden die Drehzahlschwankungen durch den Kraftübertragungsweg auf die
Sekundärwelle 13 und dann durch die Antriebsachsen 6a und 6b auf die Antriebsräder
übertragen, so daß die Fahrzeugkarosserie in Schwingung versetzt wird. Weil das
stufenlose Getriebe 10 selbst in jedem Steuermodus des
Übersetzungsverhältnisses in der Fahrstufe (D) die Motorausgangsleistung durch die ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 mit einem sich stufenlos
verändernden Übersetzungsverhältnis auf die Antriebsräder überträgt, ist die Steuereinheit
300 so ausgelegt, daß sie die Steuerung der Änderung des
Übersetzungsverhältnisses der ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20
und 30 so vornimmt, daß das stufenlose Getriebe 10 die Motorausgangsleistung
so auf die Antriebsräder überträgt, daß dabei der Einfluß der
Drehzahlschwankungen des Motors 1 auf die Antriebsräder verhindert oder signifikant herabgesetzt
wird.
-
Bei der folgenden Beschreibung geht es um das Prinzip, nach dem die Steuerung
des Übersetzungsverhältnisses zur Verhinderung bzw. Reduzierung von
Schwankungen der Motordrehzahl (die nachfolgend als Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses zur Reduzierung von Drehzahlschwankungen bezeichnet wird)
vorgenommen wird.
-
Die Winkelgeschwindigkeit Ωe des Motors 1 (die sich periodisch ändert oder
sinusförmig schwankt) wird durch den folgenden Ausdruck (I) dargestellt:
-
Ωe = Ω0 + Ωt·sinωt (I)
-
wobei Ω0 die Basis-Winkelgeschwindigkeit bzw. der Mittelwert der schwankenden
Winkelgeschwindigkeit ist, t die Zeit ist, und Ωt·sinωt die
Schwankungskomponente darstellt, wenn die Amplitude einer Schwankung der Winkelgeschwindigkeit Ωt
ist.
-
Angenommen Ng ist das Übersetzungsverhältnis des ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20, 30, dann wird die Drehzahl der mit der
Sekundärwelle 13 verbundenen integrierten Abtriebsscheibe 34 und damit des ersten
Zahnrads 91 angegeben durch den folgenden Ausdruck (II):
-
Ng·Ωe = Ng(Ω0 + Ωt·sinωt) (II)
-
Aus dem obigen Ausdruck geht hervor, daß die Drehzahl der integrierten
Abtriebsscheibe 34 infolge einer Komponente Ng·Ωt·sinωt periodisch schwankt.
-
In einem Schwingsystem mit einer dem obigen Schwingsystem der Drehzahl
entgegengesetzten Phase wird das Übersetzungsverhältnis Ng des ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20, 30 durch den folgenden Ausdruck
(III) angegeben:
-
Ng = Ng0 - Ngt·sinωt (III)
-
wobei Ng0 des Basis-Übersetzungsverhältnis bzw. der Mittelwert des steigenden
Übersetzungsverhältnisses ist, und Ngt·sinωt ist die Schwankungskomponente,
wenn die Amplitude einer Schwankung des Übersetzungsverhältnisses Ngt ist.
-
Die Drehzahl der integrierten Abtriebsscheibe 34 und damit des ersten Zahnrads
91 wird angegeben durch den folgenden Ausdruck (IV), wenn der Ausdruck (III) in
dem Ausdruck (II) ersetzt wird:
-
Ng·Ωe = (Ng0 - Ngt·sinω)·(Ω0 + t·sinω)
= Ng0·Ω0
+ (Ng0·Ωt·sinωt - Ngt·Ω0·sinωt - Ngt·Ωt·sin²ωt)(IV)
-
Wenn man das zweite Glied des Ausdrucks (IV) und die Amplitude Ngt der
Schwankung des Übersetzungsverhältnisses Ng des ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20, 30 wie folgt ausdrückt, erhält man:
-
D = Ng0·Ωt·sinωt - Ngt·Ω0·sinωt - Ngt·Ωt·sin²ωt (V)
-
Ngt = Ng0·Ωt/Ω0 (VI)
-
Den Ausdruck (VI) erhält man durch Lösen des Ausdrucks (V), wobei
angenommen wird, daß die durch das dritte Glied angegebene Komponente zweiter
Ordnung 0 (null) ist.
-
Das zweite Glied D des Ausdrucks (IV) wird wie folgt umgeschrieben:
-
D = (Ng0·Ωt²/Ω0)·sin²ωt (VII)
-
Da die Amplitude der Schwankung der Winkelgeschwindigkeit Ωt im allgemeinen
ziemlich klein ist im Verhältnis zur Basis-Winkelgeschwindigkeit Ω0, geht der Wert
des zweiten Glieds D gegen 0 (null).
-
Durch Ändern der Übersetzungsverhältnisse Ng des ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20, 30 mit umgekehrter Phase, nachdem die
Amplitude der Schwankung des Übersetzungsverhältnisses Ngt zum Beispiel mit Hilfe
des Ausdrucks (VI) ermittelt wurde, wird also die durch den Ausdruck (IV)
angegebene Drehzahl der integrierten Abtriebsscheibe 34 und damit des ersten
Zahnrads 91 durch das erste Glied Ng0·Ω0, das eine feste Komponente ist,
näherungsweise angegeben, selbst wenn die Winkelgeschwindigkeit Ωe gemäß dem
Ausdruck (I) schwankt.
-
Fig. 18 ist ein Ablaufdiagramm zur Veranschaulichung einer sequentiellen
Routine der Schwankungen reduzierenden Steuerung des Übersetzungsverhältnisses
für einen Mikroprozessor der Steuereinheit 300.
-
Wenn die Logik des Ablaufdiagramms beginnt, geht die Steuerung in Schritt S101
direkt weiter zu einem Funktionsblock, wo festgestellt wird, ob eine momentane
Motordrehzahl N gleich oder kleiner ist als ein vorbestimmter Schwellwert K. Wenn
die Motordrehzahl N höher ist als der Schwellwert K, gibt die Logik des
Ablaufdiagramms den Befehl zur Rückkehr, um eine weitere Routine durchzuführen. Da die
in der Winkelgeschwindigkeit der Eingangsdrehzahl oder der Ausgangsdrehzahl
des Motors auftretenden Schwankungen nicht so groß sind, wenn die
Geschwindigkeit der von dem Motor 1 kommenden Eingangsdrehzahl N relativ hoch ist,
bedeutet dies, daß das Übersetzungsverhältnis des ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismus 20, 30 nicht übersteuert werden kann. Wenn
dagegen die Motordrehzahl N gleich oder kleiner ist als der Schwellwert K, bedeutet
dies, daß es möglicherweise zu großen Schwankungen in der
Winkelgeschwindigkeit der Eingangsdrehzahl des Getriebes oder der Ausgangsdrehzahl des Motors
1 kommt, und in Schritt S102 und S104 wird dann festgestellt, ob eine momentane
Drosselklappenöffnung TVO zwischen einem vorbestimmten unteren und oberen
Schwellwert C1 und C2 liegt. Wenn die Drosselklappenöffnung TVO gleich oder
kleiner ist als der untere Schwellwert C1, bedeutet dies, daß das Fahrzeug normal
läuft, wobei die Drosselklappe ein wenig geöffnet bleibt; in Schritt S103 erfolgt
dann eine Berechnung der durch den folgenden Ausdruck entsprechend dem
Ausdruck (III) angegebenen Anzahl von Impulsen P(t) zur Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses.
-
P(t) = Po - Pto·sinWo·t
-
wobei Po der momentane Mittelwert der Schwankung der Impulse zur Steuerung
des Übersetzungsverhältnisses ist, Pto die durch den Ausdruck (VI) angegebene
momentane Amplitude der Schwankung der Impulse zur Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses ist, und Wo die momentane Winkelgeschwindigkeit des Motors
ist.
-
Die Anzahl von Impulsen P(t) zur Steuerung des Übersetzungsverhältnisses wird
in umgekehrter Phase zur Oszillation bzw. Schwankung der von dem Motor
kommenden Eingangsdrehzahl gesteuert. Indem man den Schrittmotor mit den
Impulsen zur Steuerung des Übersetzungsverhältnisses antreibt, werden die
Schwankungen der Ausgangsdrehzahl von dem stufenlosen Getriebe 10 während des
normalen Laufs reduziert.
-
Wenn die Drosselklappenöffnung TVO größer ist als der vorbestimmte untere
Schwellwert C1, aber gleich oder kleiner als der vorbestimmte obere Schwellwert
C2, bedeutet dies, daß das Fahrzeug langsam beschleunigt; in Schritt S103 erfolgt
dann eine Berechnung der durch den folgenden Ausdruck entsprechend dem
Ausdruck (III) angegebenen Anzahl von Impulsen P(t) zur Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses.
-
P(t) = (P1 + Po)/2 - {(Pt1 + Pto)/2}·sin{(W1 + Wo)/2}·t
-
wobei P1 der Mittelwert der Schwankung der Anzahl von Impulsen zur Steuerung
des Übersetzungsverhältnisses ist, Pt1 die durch den Ausdruck (VI) angegebene
Amplitude der Schwankung der Anzahl von Impulsen zur Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses ist, und W1 die Winkelgeschwindigkeit der Ausgangsdrehzahl
des Motors ist, während die Impulse zur Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses auf den Schrittmotor übertragen werden.
-
Die Anzahl von Impulsen P(t) zur Steuerung des Übersetzungsverhältnisses wird
in umgekehrter Phase zu den Schwankungen der Ausgangsdrehzahl des Motors
gesteuert. Indem man den Schrittmotor mit den Impulsen zur Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses antreibt, werden die Schwankungen der Ausgangsdrehzahl
des stufenlosen Getriebes 10 während einer langsamen Beschleunigung
reduziert.
-
Wenn dagegen die Drosselklappenöffnung TVO größer ist als der obere
Schwellwert C2, bedeutet dies, daß das Fahrzeug rasch beschleunigt, und die Logik das
Ablaufdiagramms gibt den Befehl zur Rückkehr, um eine weitere Routine
durchzuführen. Weil also bereits eine Reaktion auf die rasche Beschleunigung verlangt
wurde, wird die Schwankungen reduzierende Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses unterbrochen, um die normale Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses rasch durchzuführen.
-
Während das Fahrzeug normal läuft, kann die Schwankungen reduzierende
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses unterbrochen werden, um zu
verhindern, daß das Übersetzungsverhältnis des ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismus 20, 30 übersteuert wird. Denn bei der
Winkelgeschwindigkeit der Eingangsdrehzahl oder der Ausgangsdrehzahl des Motors auftretende
Schwankungen sind bei normalem Lauf, d. h. während die Geschwindigkeit der
Eingangsdrehzahl N niedriger ist als der Schwellwert K, nicht so groß wie während
der Beschleunigung.
-
Während die ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und
30 so gesteuert werden, daß es bei dem stufenlosen Getriebe 10 zu keinen
Auswirkungen der Schwankungen der Drehzahl des Motors 1 auf die Antriebsräder
kommt, um dadurch zu verhindern, daß die Fahrzeugkarosserie während des
normalen Laufs in der Fahrstufe (D) in Schwingung versetzt wird, tritt gemäß
obiger Beschreibung das Problem der Schwingungen der Fahrzeugkarosserie
möglicherweise doch auf, während das stufenlose Getriebe 10 in einen Ruhezustand
versetzt wird, zum Beispiel in die Neutralstellung (N) und in die Parkstellung (P),
wo sowohl die Kupplung 60 für die niedrigen Gänge als auch die Kupplung 70 für
die hohen Gänge entriegelt sind. Da im Ruhezustand wie zum Beispiel in der
Neutralstellung (N) und in der Parkstellung (P) beide Kraftübertragungswege
abgeschaltet sind, sind die integrierte Abtriebsscheibe 34 der ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30, das erste und zweite Zahnrad
81 und 82 des Antriebsstranges 80 für die niedrigen Gänge und das erste und
zweite Zahnrad 91 und 92 des Antriebsstranges 90 für die hohen Gänge alle in
Betrieb, während der Motor 1 arbeitet. Selbst während der Kraftübertragungsweg
zwischen dem Motor und den Antriebsrädern abgeschaltet ist, werden im Leerlauf
die rotierenden Elemente wie zum Beispiel die auf der Sekundärwelle 13
montierten zweiten Zahnräder 82 und 92 der Antriebsstränge 80 und 90 für die niedrigen
und die hohen Gänge nach wie vor durch den Motor 1 gedreht, so daß das
rotierende Element des auf der Sekundärwelle 13 montierten Planetenradsatzes 50
schwingt, was dazu führt, daß die Fahrzeugkarosserie in Schwingung versetzt
wird.
-
Angesichts der obigen Gegebenheiten ist die Steuereinheit 300 so ausgelegt, daß
sie eine zusätzliche Steuerung der Änderung des Übersetzungsverhältnisses der
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 so
vornimmt, daß die Fahrzeugkarosserie infolge eines Leerlaufs des Motors 1 im
Ruhezustand nicht in Schwingung versetzt werden kann (was nachfolgend als
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses im Ruhezustand bezeichnet wird).
-
Fig. 19 ist ein Ablaufdiagramm zur Veranschaulichung einer sequentiellen
Routine der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses im Ruhezustand für einen
Mikroprozessor der Steuereinheit 300.
-
Wenn die Logik des Ablaufdiagramms beginnt, geht die Steuerung in Schritt S201
direkt weiter zu einem Funktionsblock, wo festgestellt wird, ob das stufenlose
Getriebe 10 sich im Ruhezustand befindet, d. h. in der Neutralstellung (N) oder in der
Parkstellung (P). Wenn das stufenlose Getriebe 10 wieder aus dem Ruhezustand
herausgebracht wird, gibt die Logik des Ablaufdiagramms den Befehl zur
Rückkehr, um eine weitere Routine durchzuführen. Wenn das stufenlose Getriebe 10 in
den Ruhezustand versetzt wird, wird in Schritt S202 ferner festgestellt, ob die
Temperatur des Arbeitsöls in dem stufenlosen Getriebe 10 gleich oder größer ist
als 0ºC, was eine Untergrenze für die zulässige Viskosität des Arbeitsöls ist. Wenn
die Temperatur des Arbeitsöls in dem stufenlosen Getriebe 10 gleich oder größer
ist als 0ºC, wird in Schritt S203 weiterhin festgestellt, ob sich der Motor 1 in einem
Leerlaufzustand befindet. Der hierin verwendete Begriff "Leerlaufzustand"
bedeutet und bezeichnet den Zustand, in dem der Motor 1 mit einer Drehzahl arbeitet,
die höher ist als eine normale Leerlaufdrehzahl, weil die Motorlast durch die
Betätigung einer motorbetriebenen zusätzlichen Vorrichtung wie zum Beispiel einer
Klimaanlage erhöht ist, während der Leerlaufschalter 308 während des Leerlaufs
eingeschaltet ist. Wenn sich der Motor 1 im Leerlaufzustand befindet, während
sich das stufenlose Getriebe 10 im Ruhezustand befindet, und die Temperatur des
Arbeitsöls höher ist als 0ºC, werden die ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismen 20 und 30 in Schritt S204 so gesteuert, daß sie ein erstes
Übersetzungsverhältnis Ng1 liefern. Wenn sich dagegen der Motor 1 nicht im
Leerlaufzustand befindet, während sich das stufenlose Getriebe 10 im
Ruhezustand befindet, und die Temperatur des Arbeitsöls höher ist als 0ºC, werden die
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 in Schritt
S205 so gesteuert, daß sie ein zweites Übersetzungsverhältnis Ng2 liefern. Wenn
ferner die Temperatur des Arbeitsöls niedriger ist als 0ºC, während sich das
stufenlose Getriebe 10 im Ruhezustand befindet, werden die ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 in Schritt S206 so gesteuert, daß
sie ein drittes Übersetzungsverhältnis Ng3 liefern.
-
Beim Anfahren in der Fahrstufe (D) wird das stufenlose Getriebe 10 so gesteuert,
daß die ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30
ein Übersetzungsverhältnis Ngo liefern, das gemäß Fig. 20 näher ist als das
neutrale Übersetzungsverhältnis Ngg, bei dem der verzahnte Neutralzustand erreicht
ist. Auf diese Weise liefert das stufenlose Getriebe 10 eine Kriechkraft wie ein mit
einem Drehmomentwandler ausgestattetes Automatikgetriebe, und es kann ohne
weiteres präzise gesteuert werden, so daß die ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 das spezifische Übersetzungsverhältnis
Ngg liefern, welches das einzige Übersetzungsverhältnis ist, bei dem der
verzahnte Neutralzustand erreicht werden kann. Dieses erste bis dritte
Übersetzungsverhältnis Ng1, Ng2 und Ng3 wird von dem neutralen Übersetzungsverhältnis Ngo
aus in dieser Reihenfolge schrittweise niedriger. Da jedes Übersetzungsverhältnis
der ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30, d. h.
Ng1, Ng2 oder Ng3, niedriger ist als das Übersetzungsverhältnis Ngo beim
Anfahren in der Fahrstufe (D), oder bei einer höheren Geschwindigkeit von dem
Übersetzungsverhältnis Ngo aus beim Anfahren in der Fahrstufe (D), liefern die
ringförmigen stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 ein hohes
Trägheitsmoment, womit sich der Widerstand gegen eine Drehung des Motors 1
erhöht und Schwankungen in der Drehzahl des Motors herabgesetzt werden, was
Schwingungen der Fahrzeugkarosserie unterbindet. In diesem Fall ist eine
Änderung im Übersetzungsverhältnis der ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismen 20 und 30 in Richtung einer höheren Geschwindigkeit kleiner,
wenn der Motor 1 in den Leerlaufzustand versetzt wird, in dem der Motor 1 mit
einer erhöhten Drehzahl läuft und mehr Widerstand ausübt als wenn sich der
Motor 1 nicht im Leerlaufzustand befindet, was wünschenswert ist, damit sich der
Motor 1 hinsichtlich Kraftstoffverbrauch und Leistung nicht verschlechtert. Die
Änderung im Übersetzungsverhältnis in Richtung einer höheren Geschwindigkeit kann
dagegen größer sein, wenn sich der Motor 1 im Leerlaufzustand befindet, als
wenn sich der Motor 1 nicht im Leerlaufzustand befindet, so daß Schwankungen in
der Drehzahl des Motors mehr gesenkt werden und wirksamer verhindert wird,
daß die Fahrzeugkarosserie daraufhin in Schwingung versetzt wird. Ferner ist eine
Änderung im Übersetzungsverhältnis der ringförmigen stufenlos veränderlichen
Zahnradmechanismen 20 und 30 in Richtung einer höheren Geschwindigkeit
größer, wenn die Temperatur des Arbeitsöls so niedrig ist, daß es eine hohe
Viskosität hat, bei der es zu Schwingungen kommt, als wenn es eine normale Temperatur
hat, bei der Schwankungen in der Motordrehzahl weiter herabgesetzt werden und
wirksamer verhindert wird, daß die Fahrzeugkarosserie daraufhin in Schwingung
versetzt wird. Weil jedoch dann, wenn das Arbeitsöl eine niedrige Temperatur hat,
ein Anstieg in der Viskosität des Arbeitsöls zu einer erhöhten Belastung des
Motors 1 führt, kann eine Änderung im Übersetzungsverhältnis der ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 in Richtung einer höheren
Geschwindigkeit bei niedrigen Temperaturen des Arbeitsöls kleiner sein als bei
normalen Temperaturen, so daß eine übermäßige Belastung des Motors 1
verhindert wird. Im Ruhezustand kann das Übersetzungsverhältnis der ringförmigen
stufenlos veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 periodisch verändert
werden, um Schwankungen in der Motordrehzahl wie bei der Schwankungen
reduzierenden Steuerung des Übersetzungsverhältnisses, die in der Fahrstufe ausgeführt
wird, aufzuheben.
-
Das zweite Zahnrad 92 des Antriebsstranges 90 für die hohen Gänge kann mit
einem massiven Scheibenelement 92a wie zum Beispiel einer in Fig. 21
gezeigten Schwungscheibe versehen werden, um ein Trägheitsmoment zu erzeugen, um
Schwankungen in der Drehzahl herabzusetzen. In diesem Fall ist das
Scheibenelement 92a wünschenswerterweise mit einander diametral gegenüberliegenden
bogenförmigen Schnitten 92c im Umfang ausgebildet. Durch das mit den
bogenförmigen Schnitten 92c im Umfang ausgebildete Scheibenelement 92a kann das
erste Zahnrad 91 von vorn an dem zweiten Zahnrad 92 angebracht werden, so
daß die Montage erleichtert wird.
-
Gemäß Fig. 17, in der ein Steuerschema für das Übersetzungsverhältnis
dargestellt ist, sucht die Steuereinheit 300 eine Motordrehzahl, die für die durch die
Fahrzeuggeschwindigkeit und die Drosselklappenöffnung bestimmten
Fahrbedingungen am besten geeignet ist, und steuert die ringförmigen stufenlos
veränderlichen Zahnradmechanismen 20 und 30 im Sinne einer Veränderung des
Übersetzungsverhältnisses anhand der in Fig. 16 gezeigten Kennlinien. Unmittelbar nach
dem Anfahren des Fahrzeugs verriegelt die Steuereinheit 300 die Kupplung 60 für
die niedrigen Gänge und entriegelt die Kupplung 70 für die hohen Gänge, um das
stufenlose Getriebe 10 auf die Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die
niedrigen Gänge umzuschalten. Wenn sich die Fahrbedingungen des Fahrzeugs
beim Überqueren einer Modenumschaltlinie Z in eine Zone für die hohen Gänge
ändern, werden die Kupplung 60 für die niedrigen Gänge und die Kupplung 70 für
die hohen Gänge entriegelt bzw. verriegelt, um das stufenlose Getriebe 10 auf die
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge umzuschalten.
Jedesmal wenn sich die Fahrbedingungen des Fahrzeugs beim Überqueren der
Modenumschaltlinie Z zwischen der Zone für die hohen Gänge und der Zone für
die niedrigen Gänge ändern, wird die Kupplung 70 für die hohen Gänge und die
Kupplung 60 für die niedrigen Gänge durch die Steuereinheit 300 abwechselnd
verriegelt und entriegelt. Da die Kennlinien L und H für die Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für die Fahrstufe (D) dasselbe resultierende
Übersetzungsverhältnis N erzeugen, wenn die Fahrbedingungen auf der Modenumschaltlinie Z
liegen, schaltet das stufenlose Getriebe 10 zwischen der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge und für die niedrigen Gänge um, ohne
daß Schaltstöße zu spüren sind.
-
In vielen Fällen ändern sich die Fahrbedingungen des Fahrzeugs beim
Überqueren der Modenumschaltlinie Z zwischen der Zone für die hohen Gänge und der
Zone für die niedrigen Gänge, weil das Fahrpedal niedergedrückt wird, woraufhin
sich die Fahrzeuggeschwindigkeit bzw. die Drosselklappenöffnung ändern.
Während die Drosselklappenöffnung unverändert bleibt, wenn man fest auf das
Fahrpedal tritt, wird dann, wenn das Fahrzeug auf einer immer wieder auf und ab
führenden Straße fährt, die Modenumschaltlinie Z infolge von Änderungen in der
Fahrzeuggeschwindigkeit aufgrund einer sich ändernden Steigung überquert. Eine
wiederholte Beschleunigung und Verzögerung beim Überqueren der
Modenumschaltlinie Z führt zu einem häufigen Umschalten zwischen der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge und für die niedrigen Gänge
innerhalb
kurzer Zeit, so daß es zu einem Nachlauf der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses bzw. einem Nachlauf beim Umschalten der
Kraftübertragungswege kommt und der Fahrer, der das Fahrpedal in einer festen Stellung hält,
häufig unangenehme Schaltstöße spürt.
-
Angesichts der obigen Gegebenheiten ist die Steuereinheit 300 so ausgelegt, daß
sie das Umschalten der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses steuert,
wodurch das Auftreten unangenehmer Schaltstöße verhindert bzw. signifikant
herabgesetzt wird.
-
Fig. 22 ist ein Ablaufdiagramm zur Veranschaulichung einer sequentiellen
Routine der Steuerung des Umschaltens bei der Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für einen Mikroprozessor der Steuereinheit 300.
-
Wenn die Logik des Ablaufdiagramms beginnt, geht die Steuerung in Schritt S301
direkt weiter zu einem Funktionsblock, wo Signale von den Sensoren und
Schaltern 301-310 eingelesen werden. Anschließend wird in Schritt S302 eine auf das
stufenlose Getriebe 10 übertragene Motordrehzahl ESP mit einer
Umschaltmotordrehzahl verglichen, die man erhält durch Multiplizieren einer momentanen
Fahrzeuggeschwindigkeit V mit einem Übersetzungsverhältnis c auf der
Modenumschaltlinie Z, um festzustellen, ob der Steuermodus gerade umgeschaltet wird.
Wenn die Motordrehzahl ESP ungefähr gleich der Umschaltmotordrehzahl c·V ist,
bedeutet dies, daß die Kupplungen 60 und 70 für die niedrigen und die hohen
Gänge gerade, abwechselnd verriegelt und entriegelt werden, und ein
resultierendes Übersetzungsverhältnis N des stufenlosen Getriebes 10 wird dann in Schritt
S303 auf das Übersetzungsverhältnis c auf der Modenumschaltlinie Z festgelegt.
Dies geschieht deshalb, weil eine vorbestimmte Zeit notwendig ist, um die
Kupplungen 60 und 70 für die niedrigen und die hohen Gänge abwechselnd verriegeln
und entriegeln zu können, und weil sich die Fahrbedingungen geändert haben und
dann, wenn die Kupplungen 60 und 70 für die niedrigen und die hohen Gänge
abwechselnd verriegelt und entriegelt werden, von der Modenumschaltlinie Z
abweichen, was zum Auftreten eines Schaltstoßes führt.
-
Wenn die Motordrehzahl ESP von der Umschaltmotordrehzahl c·V verschieden ist,
bedeutet dies, daß die Fahrbedingungen des Fahrzeugs entweder im Bereich der
hohen Gänge oder im Bereich der niedrigen Gänge lagen, und in Schritt S304 wird
dann anschließend festgestellt, ob sich die Fahrbedingungen des Fahrzeugs im
Bereich der hohen Gänge befinden. Wenn sie sich im Bereich der hohen Gänge
befinden, wird in Schritt S305 festgestellt, ob sich das Fahrzeug im Schiebebetrieb
befindet. Wenn sich dagegen die Fahrbedingungen des Fahrzeugs im Bereich der
niedrigen Gänge befinden, wird anschließend in Schritt S310 festgestellt, ob das
Fahrzeug beschleunigt. Wenn in Schritt S305 festgestellt wird, daß sich das
Fahrzeug im Schiebebetrieb befindet, oder wenn in Schritt S310 festgestellt wird, daß
das Fahrzeug nicht beschleunigt, dann wird in Schritt S306 weiterhin festgestellt,
ob das Ergebnis der in Schritt S305 im fetzten Zyklus der sequentiellen Routine
vorgenommenen Beurteilung auf eine Beschleunigung hindeutet. Wenn die
Antwort Ja lautet, bedeutet dies, daß das Fahrzeug zum ersten Mal in diesem Zyklus
in den Schiebebetrieb übergeht, und in Schritt S307 wird dann das momentane
Übersetzungsverhältnis festgelegt und beibehalten, bis in Schritt S308 festgestellt
wird, daß die Fahrzeuggeschwindigkeit V eine in Fig. 23 gezeigte
Übersetzungsverhältnis-Steuerlinie für den Schiebebetrieb erreicht hat.
-
Fig. 23 zeigt eine der Übersetzungsverhältnis-Steuerlinien für eine vorgegebene
Drosselklappenöffnung des in Fig. 17 gezeigten Steuerschemas für das
Übersetzungsverhältnis. Die Übersetzungsverhältnis-Steuerlinie umfaßt jeweils einen
Beschleunigungslinienabschnitt und einen Verzögerungslinienabschnitt, die die
Modenumschaltlinie Z in einem vorgegebenen Bereich von
Fahrzeuggeschwindigkeiten kreuzen. Der Beschleunigungslinienabschnitt gibt eine Motordrehzahl im
Bereich der hohen Gänge für eine vorgegebene Fahrzeuggeschwindigkeit vor, und
der Verzögerungslinienabschnitt gibt eine Motordrehzahl im Bereich der niedrigen
Gänge für die vorgegebene Fahrzeuggeschwindigkeit vor. Wenn zum Beispiel das
Fahrzeug aufgrund einer äußeren Ursache wie zum Beispiel einer ansteigenden
Straße bei gleichzeitiger Beschleunigung im Bereich der hohen Gänge in den
Schiebebetrieb übergeht, wird die Übersetzungsverhältnis-Steuerlinie vom
Beschleunigungslinienabschnitt auf den Verzögerungslinienabschnitt umgeschaltet.
Während der Änderung der Steuerlinie wird das Übersetzungsverhältnis am
Beginn der Änderung der Steuerlinie beibehalten.
-
Wie in Fig. 23 konzeptionell dargestellt ist, wird die Zieldrehzahl des Motors beim
Übergang des Fahrzeugs von der Beschleunigung in den Schiebebetrieb so
gesteuert, daß sie nicht wieder auf dem Beschleunigungslinienabschnitt X zu einem
Punkt X2 gelangt, sondern von dem Punkt X3 auf dem Beschleunigungslinienabschnitt
zum einem Punkt Y2 auf dem Verzögerungslinienabschnitt Y springt, in
dem das Übersetzungsverhältnis mit dem in Punkt X3 identisch ist, und auf dem
Verzögerungslinienabschnitt Y bis zu einem Punkt Y3 gelangt. Demnach kommt
es beim Umschalten zwischen dem Beschleunigungslinienabschnitt und dem
Verzögerungslinienabschnitt nicht zu einer plötzlichen Änderung im
Übersetzungsverhältnis, so daß ein Stoß infolge einer Änderung im Übersetzungsverhältnis
verhindert bzw. signifikant herabgesetzt wird. Nachdem in Schritt S308 gewartet wurde,
bis das Umschalten auf den Verzögerungslinienabschnitt erfolgt ist, wird in Schritt
S309 eine Zieldrehzahl des Motors ESPO anhand der momentanen
Fahrzeuggeschwindigkeit V und der Drosselklappenöffnung TVO ermittelt.
-
Wenn dagegen in Schritt S310 festgestellt wird, daß das Fahrzeug beschleunigt,
oder wenn in Schritt S305 festgestellt wird, daß sich das Fahrzeug nicht im
Schiebebetrieb befindet, dann wird in Schritt S311 weiterhin festgestellt, ob das
Ergebnis der in Schritt S310 im letzten Zyklus der sequentiellen Routine
vorgenommenen Beurteilung auf einen Schiebebetrieb hindeutet. Wenn die Antwort Ja lautet,
bedeutet dies, daß das Fahrzeug zum ersten Mal in diesem Zyklus in die
Beschleunigung übergeht, und in Schritt S312 wird dann das momentane
Übersetzungsverhältnis festgelegt und beibehalten, bis in Schritt S313 festgestellt wird,
daß die Fahrzeuggeschwindigkeit V den Beschleunigungslinienabschnitt erreicht
hat. Nachdem in Schritt 3313 gewartet wurde, bis das Umschalten auf den
Beschleunigungslinienabschnitt erfolgt ist, wird in Schritt S314 eine Zieldrehzahl des
Motors ESPO anhand der momentanen Fahrzeuggeschwindigkeit V und der
Drosselklappenöffnung TVO ermittelt.
-
Nachdem in Schritt S309 oder S314 eine Zieldrehzahl des Motors ESPO ermittelt
wurde, wird in Schritt S315 ein Drehzahlunterschied ΔESP zwischen der
Zieldrehzahl des Motors ESPO und der momentanen Motordrehzahl ESP ermittelt, und
anschließend wird in Schritt S316 eine zur Beseitigung des Drehzahlunterschieds
ΔESP notwendige Anzahl von Antriebsimpulsen ΔPLS ermittelt. In Schritt S317
wird der Schrittmotor mit den Antriebsimpulsen angetrieben, um die Zieldrehzahl
des Motors ESPO zu erreichen.
-
Gemäß dem in Fig. 23 gezeigten Steuerschema für die Motordrehzahl, bei dem
die Steuerlinie für jede Drosselklappenöffnung einen
Beschleunigungslinienabschnitt und einen Verzögerungslinienabschnitt hat, wird dann, wenn das Fahrzeug
bei festgehaltenem Fahrpedal zum Beispiel auf eine abwärts führende Straße
kommt und spontan beschleunigt wird, woraufhin das Fahrzeug seine
Geschwindigkeit ändert, eine Steuerung des Übersetzungsverhältnisses vorgenommen, um
ein resultierendes Übersetzungsverhältnis zu erreichen, das der Zieldrehzahl des
Motors entspricht, die sich längs des Beschleunigungslinienabschnitts X ändert.
Nachdem die Fahrzeuggeschwindigkeit die Modenumschaltlinie Z in den Bereich
der hohen Gänge überquert hat, findet die Steuerung des
Übersetzungsverhältnisses für die hohen Gänge statt. Wenn das Fahrzeug auf eine ansteigende
Straße kommt und spontan abgebremst wird, springt die Zieldrehzahl des Motors von
einem Punkt X3 auf dem Beschleunigungslinienabschnitt X zu einem Punkt Y2 auf
dem Verzögerungslinienabschnitt Y. Danach wird das resultierende
Übersetzungsverhältnis gemäß der sich längs des Verzögerungslinienabschnitts Y
ändernden Zieldrehzahl des Motors gesteuert. Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
die Modenumschaltlinie Z in den Bereich der niedrigen Gänge überquert, findet die
Steuerung des Übersetzungsverhältnisses für die niedrigen Gänge statt. Wenn
das Fahrzeug nach dem Übergang in den Bereich der niedrigen Gänge auf eine
abwärts führende Straße kommt und spontan beschleunigt wird, springt die
Zieldrehzahl des Motors von einem Punkt Y3 auf dem Verzögerungslinienabschnitt Y
zu einem Punkt X2 auf dem Beschleunigungslinienabschnitt X. Danach wird das
resultierende Übersetzungsverhältnis gemäß der sich längs des
Beschleunigungslinienabschnitts X ändernden Zieldrehzahl des Motors gesteuert. Wenn das
Fahrzeug also zwischen Verzögerung und Beschleunigung wechselt, wird das
Umschalten des Steuermodus um eine Zeit hinausgezögert, die notwendig ist, um
zum Beispiel von einem Punkt X3 zu einem Punkt Y2 oder zum Beispiel von
einem Punkt Y3 zu einem Punkt X2 zu springen, anders als in einem Fall, wo die
Zieldrehzahl des Motors so gesteuert wird, daß sie auf dem
Beschleunigungslinienabschnitt X vom Punkt X3 zurück zum Punkt X1 läuft oder auf dem
Verzögerungslinienabschnitt Y vom Punkt Y1 zurück zum Punkt Y3. Infolgedessen wird ein
Nachlaufen der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses, das häufig mit
unangenehmen Schaltstößen einhergeht, verhindert oder hinreichend unterbunden.
-
Anstatt ein Übersetzungsverhältnis zu Beginn des Umschaltens zwischen den
Steuerlinienabschnitten festzulegen, kann das Übersetzungsverhältnis
entsprechend einer Zieldrehzahl des Motors gesteuert werden, die von einem Punkt X3
auf dem Beschleunigungslinienabschnitt X direkt zu einem Punkt Y1 auf dem
Verzögerungslinienabschnitt Y oder von einem Punkt Y3 auf dem Verzögerungslinienabschnitt
Y direkt zu einem Punkt X1 auf dem Beschleunigungslinienabschnitt X
springt, wie in Fig. 23 gezeigt. Während das Umschalten zwischen den
Steuerlinienabschnitten innerhalb kurzer Zeit erreicht wird, dauert es in diesem Fall
länger, bis die Zieldrehzahl des Motors die Modenumschaltlinie Z kreuzt, wenn sie
vom Punkt Y1 oder X1 umspringt, als wenn sie vom Punkt Y2 oder X2 umspringt.
Demnach wird das häufig von unangenehmen Schaltstößen begleitete Nachlaufen
der Steuerung des Übersetzungsverhältnisses verhindert bzw. hinreichend
unterbunden. Ferner sind die Beschleunigungs- und Verzögerungslinienabschnitte der
Steuerlinie für das Übersetzungsverhältnis in einem vorgegebenen Bereich von
Fahrzeuggeschwindigkeiten, in dem die Modenumschaltlinie liegt, getrennt
vorgesehen, und der Speicher der Steuereinheit 300 benötigt eine verminderte
Kapazität für das Schema zur Steuerung des Übersetzungsverhältnisses. Wenn der
Bereich von Fahrzeuggeschwindigkeiten für den Beschleunigungs- und
Verzögerungslinienabschnitt schmal ist, ändert sich die Zieldrehzahl des Motors mit einer
hohen Geschwindigkeit. Demnach sollte der Bereich von
Fahrzeuggeschwindigkeiten im Hinblick auf die Speicherkapazität vorgegeben werden.