-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
für die
Kommunikation zwischen zwei Kommunikationsgeräten und insbesondere eine Vorrichtung
und ein Verfahren für
die Festlegung des Leitwegs für
Nachrichten zwischen zwei Endgeräten über eine
bevorzugte Route.
-
In
den letzten Jahren haben viele Länder
ihre Telekommunikationssysteme liberalisiert. Als Folge davon hat
der Benutzer eines Telephons zunehmend eine Wahlmöglichkeit
hinsichtlich des/der Netzwerk(e) zur Übertragung seiner Nachricht.
Jedes Netzwerk weist in der Regel einen anderen Satz von Charakteristiken auf,
wie die geographische Ausdehnung, die Übertragungsgeschwindigkeit
und die damit verbundenen Kosten.
-
Es
sind Geräte
bekannt, die Nachrichten automatisch über den Weg mit den geringsten
Kosten leiten. Bei einer Änderung
der Wegkosten der Netzwerke müssen
die Leitweginformationen, die in diesen Geräten gespeichert sind, aktualisiert
werden, da sich der Weg mit den geringsten Kosten geändert haben
kann. Diese Aktualisierung erfolgt durch Aussenden von Änderungsinformationen über die
Telephonleitungen zu dem Gerät
für die
Auswahl des Weges mit den niedrigsten Kosten.
-
Bei
den bekannten Geräten
für die
Auswahl des Weges mit den geringsten Kosten muß jedes Gerät einzeln aktualisiert werden,
wozu eine große
Menge von Informationen über
die Telephonleitungen zu übertragen
ist.
-
Aus
der
US 5 606 602 ist
es bekannt, Angebotsinformationen bezüglich einer Anzahl von konkurrierenden
Betreibern über
ein Funksignal zu den Benutzerendgeräten eines Telephonsystems zu übertragen.
Die Endgeräte
sind mit einem Prozessor versehen, der auf der Basis der erhaltenen
Informationen über
die Kosten eine Entscheidung über
den Weg mit den geringsten Kosten fällen kann.
-
Der
Nachteil dieses Systems ist, daß an
den Endgeräten
eine intelligente Verarbeitung erforderlich ist, und daß kommerziell
empfindliche Kostendaten ausgesendet werden.
-
Erfindungsgemäß wird eine
Vorrichtung gemäß Anspruch
1 offenbart.
-
Bei
den Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann eine große Anzahl von Leitweggeräten mit
solchen Einrichtungen gleichzeitig aktualisiert werden, da die gleiche
Information von allen Geräten
benötigt
wird und alle Geräte
im Bereich des Senders für
die durch sich frei ausbreitende elektromagnetische Wellen übertragene
Information die ausgesendete Information aufnehmen können.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Kontrollzentrum
gemäß Anspruch 26
vorgesehen.
-
Vorzugsweise
werden die Aktualisierungsinformationen über das Netzwerk von Funksendern
ausgesendet, die gegenwärtig
für die Übertragung
von Informationen zu Personenrufempfängern verwendet werden. Die
Aktualisierungsinformationen können
zu einer Zeit ausgesendet werden, wenn der Gebrauch des Netzwerks
von Sendern für
die Übertragung
von Informationen zu den Personenrufempfängern billig ist.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Telekommunikationsvorrichtung wie
ein Telephon, ein Faxgerät
oder ein Handy mit der oben beschriebenen Einrichtung geschaffen.
-
Nach
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
gemäß den Ansprüchen 22
und 27 offenbart.
-
Im
folgenden werden beispielhafte Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung
eines Kommunikationssystems nach einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
2 ein Blockschaltbild des
inneren Aufbaus des Leitweggerätes
in der 1;
-
3 eine Blockdarstellung
des Inhalts des RAM-Speichers des Leitweggeräts der 2;
-
4 eine Blockdarstellung
des Inhalts des ROM-Speichers des Leitweggeräts der 2;
-
5 ein Flußdiagramm
für die
Abfolge der Operationen, wenn ein Benutzer ein Telephon benutzt, das
an das Leitweggerät
der 2 angeschlossen
ist;
-
6 eine schematische Darstellung
der Wählinformationen,
die vom Leitweggerät
der 2 ausgegeben werden;
-
7 ein Flußdiagramm
für die
Abfolge der Ereignisse, wenn die Leitweginformationen im Leitweggerät der 2 aktualisiert werden;
-
8 ein Blockschaltbild eines
Leitweggerätes
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, das in ein Telephon eingebaut ist;
-
9 eine schematische Darstellung
eines eigenständigen
Leitweggerätes,
das mit einem herkömmlichen
Telephon verbunden ist;
-
10 eine schematische Darstellung
eines Telephon- und Leitweggerätes
in einem gemeinsamen Gehäuse;
-
11 eine schematische Darstellung
eines Faxgerätes
und eines Leitweggerätes
in einem gemeinsamen Gehäuse;
-
12 eine schematische Darstellung
eines Handys zusammen mit einem schematischen Flußdiagramm
für die
operativen Elemente davon;
-
13 eine schematische Darstellung
der operativen Elemente eines Leitweggerätes der in den 9 bis 11 gezeigten
Art; und
-
14 eine schematische Darstellung
der Benutzung des Internets in Verbindung mit einem erfindungsgemäßen Leitweggerät.
-
In
der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen erfolgt ein Bezug
zu einem Geringstkosten-Leitwegmodul. Dieses Modul ist als Beispiel
für ein
erfindungsgemäßes Leitweggerät zu verstehen,
wobei, auch wenn die vorgegebenen Informationen, anhand deren das
Leitweggerät
arbeitet, in der Regel auf der Basis der Route mit den geringsten
Kosten festgelegt werden, die Informationen ebensogut auf der Basis
der Netzwerkverfügbarkeit,
der Netzwerkauslastung oder anderen Faktoren oder Fortführungen
des obigen bestimmt werden können,
was jeweils für
die Betriebsumstände
geeignet ist. Es ist wichtig anzumerken, daß das Leitweggerät oder Geringstkosten-Leitwegmodul
theoretisch nicht weiß,
auf welcher Basis die Leitwegentscheidung erfolgt, wobei die Entscheidung
auch räumlich
davon getrennt in einem Kontrollzentrum erfolgen kann.
-
Das
Kommunikationssystem der 1 umfaßt eine
Anzahl von Kommunikationsnetzwerken 5a, 5b, 5c,
von denen jedes mit einer Anzahl von Ortsvermittlungsstellen 4, 6 verbunden
ist. Mit jeder Ortsvermittlungsstelle 4 ist über ein
entsprechendes Leitweggerät,
das im folgenden als Geringstkosten-Leitwegmodul (LCRM) 3 bezeichnet
wird, eine Anzahl von Telephonen 1 verbunden. Mit jeder
Ortsvermittlungsstelle 6 ist eine Anzahl von Telephonen 2 direkt
verbunden. Mit einer der Ortsvermittlungsstellen 4 ist
ein Kontrollzentrum 7 verbunden. Das Kontrollzentrum 7 ist
auch mit einer Sendeantenne 8 verbunden. Jedes LCRM 3 ist
mit einer entsprechenden Empfangsantenne 9 versehen.
-
Wenn
ein Anrufer an einem Telephon 1 durch Wählen einer Telephonnummer ein
Telephon 2 anruft, wird die gewählte Nummer mittels des Zweiton-Mehrfrequenzwahlverfahrens
(DTMF) zu dem Geringstkosten-Leitwegmodul (LCRM) 3 übertragen,
das anhand einer Nachschlagetabelle (weiter unten be schrieben) auf der
Basis der derzeit im LCRM 3 gespeicherten Leitweginformationen
festlegt, welches der Netzwerke 5a, 5b, 5c die
bevorzugte Verbindung zwischen den beiden Telephonen 1, 2 bereitstellt.
Im vorliegenden Beispiel ist die bevorzugte Route die Route mit
den geringsten Kosten.
-
Das
LCRM 3 gibt die Wählinformationen
an die Ortsvermittlungsstelle 4 mittels des DTMF-Wahlverfahrens
weiter, die die Telephonnummer des Telephons 2 umfassen
und die durch Daten ergänzt
sind, die den Zugangscode für
die ausgewählte
Route mit den geringsten Kosten enthalten. Die Ortsvermittlungsstelle 4 analysiert
die Wählinformationen
vom LCRM 3 und leitet den Ruf über die ausgewählte Geringstkostenroute zum
Telephon 2.
-
Die
Netzwerke 5a, 5b, 5c können alle
erforderlichen Einrichtungen zum Übertragen von Informationen zwischen
Telephonen enthalten, zum Beispiel Drahtleitungen, Glasfasern und
Satellitenverbindungen. Beispiele für geeignete Netzwerke sind
solche, die von Telekommunikationsgesellschaften wie der British
Telecom oder AT&T
bereitgestellt werden. Das Internet ist ein anderes Beispiel für ein geeignetes
Netzwerk.
-
Die
Serviceprovider der Netzwerke 5a, 5b, 5c senden
Rechnungsinformationen mit Details über die Telephonnummer des
Anrufers, die angerufene Telephonnummer und die Dauer des Gesprächs zum
Kontrollzentrum 7. Das Kontrollzentrum 7 stellt
daraufhin dem Anrufer eine Rechnung aus. Auf diese Weise erhält ein Anrufer
nur eine Rechnung vom Kontrollzentrum 7, statt Einzelrechnungen
von jedem der Serviceprovider der Netzwerke 5a, 5b, 5c zu
erhalten. Der Betreiber des Kontrollzentrums 7 bezahlt
jeden Netzwerkserviceprovider für
die in seinem Netzwerk verbrachte Zeit. Die Netzwerke können öffentliche
oder private Datennetzwerke sein, und sie können das Internet einschließen, wie
es genauer noch weiter unten beschrieben wird. Die Netzwerke können daher
auch Datennetzwerke einschließen,
die ursprünglich
oder hauptsächlich
nicht dafür
vorgesehen waren oder sind, Sprache zu übertragen.
-
Das
Kontrollzentrum 7 sammelt die Gebühreninformationen für jedes
der Netzwerke 5a; 5b, 5c, um die gegenwärtigen Raten
zu bestimmen, die von den Netzwerkserviceprovidern für die Verbindung
zwischen zweien der Telephone 1, 2 berechnet werden,
und für
gegebene Zeitspannen wird die Geringstkostenroute vom Kontrollzentrum 7 berechnet.
In der Regel verlangen die Netzwerkserviceprovider für verschiedene
Tageszeiten verschiedene Gebühren,
wobei es eine Spitzengebührenzeitspanne
und eine Schwachlastzeitspanne gibt und wobei diese Gebühren noch
je nach Wochentag verschieden sind. Wenn immer eine Änderung
in den Gebühren
für die
Benutzung eines Netzwerks erfolgt, muß der Vergleich zwischen den
Kosten der einzelnen Routen wiederholt werden, um die Entscheidung,
welche der verfügbaren
Routen die Geringstkostenroute ist, gegebenenfalls zu revidieren.
Das Ergebnis dieser Entscheidung muß zu den LCRMs 3 weitergegeben werden.
Um die Leitweginformationen, die in jedem LCRM 3 gespeichert
sind, zu aktualisieren, werden die Daten, auf denen sich das LCRM 3 durch
Adressieren einer Nachschlagetabelle bezieht, periodisch über die
Sendeantenne 8 zu jedem LCRM 3 mittels Funkwellen übertragen,
wobei die Informationen über
die jeweilige Empfangsantenne 9 jedes LCRM 3 erhalten
werden.
-
Die
aktualisierten Informationen über
die Geringstkostenroute, die vom Kontrollzentrum 7 zu den LCRMs 3 über die
Sendeantenne 8 übertragen
werden, sind vorzugsweise zu einem Codesignal verschlüsselt und
komprimiert, das dann dazu verwendet wird, eine Funkwelle zu modulieren.
-
Zum
Beispiel kann ein Signal im VHF-Band verwendet werden, wobei die
Daten gemäß dem POCSAG-Standard
mit 2400 bps kodiert sind mit einer Vorwärtsfehlerkodierung des ECH-Typs
und einer Verschachtelung. Solche Übertragungen sind bei Personenrufübertragungssystemen üblich, und
es ist möglich, existierende
Personenrufübertragungssysteme
dazu zu verwenden, während
Perioden minimaler Auslastung oder während Schwachlastzeiten für Rufnachrichten
Aktualisierungsinformationen zu den LCRMs 3 zu übertragen.
-
Die
von der Sendeantenne 8 ausgesendeten Informationen werden
von den Empfangsantennen 9 in dem geographischen Bereich
erfaßt,
der von der Sendeantenne 8 abgedeckt wird. Die über die
Sendeantenne 8 übertragenen
Daten können
Adresseninformationen entsprechend in den LCRMs 3 gespeicherten
Adresseninformationen enthalten, wobei die Informationen dergestalt
sind, daß das
Kontrollzentrum 7 selektiv alle LCRMs, Gruppen von LCRMs
oder einzelne LCRMs in dem geographischen Bereich ansprechen kann,
der von der Sendeantenne 8 abgedeckt wird. Diese Informationen
werden dann dazu verwendet, die in den LCRMs 3 gespeicherten
Leitweginformationen zu aktualisieren.
-
Wie
in der 2 gezeigt, umfaßt eine "eigenständige" Version des LCRM 3 ein
Gehäuse 26 (gestrichelt
angedeutet), das eine Buchse 13 für die Aufnahme des herkömmlichen
Leitungsanschlußsteckers
(nicht gezeigt) des entsprechenden Telephons 1 enthält. Die
Buchse 13 ist über
ein Relais 17 mit einer Leitung 14 verbunden,
die in einem herkömmlichen
Telephonstecker 14a endet, mit dem das Modul an einer herkömmlichen
Telephon-Wandanschlußsteckdose
(nicht gezeigt) angeschlossen werden kann, die (ihrerseits) mit
der Ortsvermittlungsstelle 4 verbunden ist.
-
Das
Relais 17 ist normalerweise geschlossen, so daß die Signale
von der Ortsvermittlungsstelle 4 über den Stecker 14a,
die Leitung 14, das Relais 17 und die Buchse 13 direkt
zum Telephon 1 laufen. Auf diese Weise kann das Telephon 1 Anrufe
erhalten, ohne daß das
LCRM 3 dies behindert.
-
In
Reaktion auf die Einleitung eines Anrufes vom Telephon 1 wird
das Relais 17 unter der Steuerung eines Prozessors 16 vorübergehend
geöffnet,
wodurch sichergestellt wird, daß die
Wählinformationen
vom Telephon 1 nicht direkt zur Ortsvermittlungsstelle 4 durchlaufen.
Während
das Relais 17 offen ist, liest der Mikroprozessor 16 auf
der Basis der vom Benutzer erzeugten Rufnummer und der von der Uhr 20 angezeigten
Zeit die im RAM 19 gespeicherten Informationen über die
Route mit den geringsten Kosten aus und überträgt über die Leitung 14 und
den Stecker 14a zu der Ortsvermittlungsstelle ein Signal,
das sowohl die Identifizierung des erforderlichen Leitweges für den Ruf
als auch die angerufene Nummer enthält. Danach wird das Relais 17 wieder
geschlossen, so daß der
Telephonanruf durchgeführt
werden kann.
-
Mit
der Buchse 13 ist eine Stromversorgung 27 verbunden.
Die Stromversorgung 27 stellt sicher, daß, wenn
das Relais 17 offen ist, das Telephon 1 trotzdem
mit einer Energiequelle verbunden ist. Die Stromversorgung 27 kann
eine Batterie enthalten oder ein vom Netz gespeister Transformator/Gleichrichter
sein (nicht gezeigt).
-
Die
Buchse 13 ist direkt mit einem Eingang des Prozessors 16 verbunden,
um den "abgenommenen Zustand" des Telephons erfassen
zu können.
Die Buchse 13 ist mit dem Prozessor auch über einen
Tondetektor 15 verbunden, damit der Prozessor die vom Benutzer
erzeugte Rufnummer feststellen kann. Ein Ausgang des Prozessors 16 ist
an einen Tongenerator 21 angeschlossen, der mit der Leitung 14 verbunden
ist, wodurch der Prozessor das Ausgangssignal zur Ortsvermittlungsstelle
steuern kann. Die Leitung 14 ist auch mit einem Rufverlaufmonitor 25 verbunden,
der seinerseits mit einem Eingang des Prozessors 16 in
Verbindung steht, damit der Prozessor überwachen kann, ob das Ausgangssignal
eine erfolgreiche Verbindung mit dem vom Benutzer gewählten Ruf-Bestimmungsort
ergibt.
-
Weiterer
Eingang des Prozessors 16 ist mit Komponenten verbunden,
die eine Aufnahme und eine Speicherung von aktualisierten Leitweginformationen
ermöglichen
und die einen Protokolldekoder 23, einen Festwertspeicher
(ROM) 18, einen Direktzugriffsspeicher (RAM) 19 und
einen Zeitgeber 20 umfassen. Der Protokolldekoder 23 ist
mit einem Demodulator 22 verbunden, der mit der Empfangsantenne 9 in
Verbindung steht. An einen Ausgang des Prozessors 16 ist
eine LED 24 oder eine andere Anzeigevorrichtung angeschlossen.
-
Der
Tondetektor 15 ist eine herkömmliche Vorrichtung zum Erfassen
der gewählten
Telephonnummer. Der Tongenerator 21 ist auch ein herkömmliches
Gerät,
das dazu verwendet wird, die Wählinformationen
zu erzeugen, die zur Ortsvermittlungsstelle 4 gesendet
werden. Der Zeitgeber 20 ist ein herkömmliches Gerät, das die
verstrichene Zeit mißt.
-
Wenn
die Empfangsantenne 4 Funkwellen erfaßt, die von der Sendeantenne 8 ausgesendet
werden, demoduliert der Demodulator 22 das empfangene HF-Signal und reproduziert
das codierte Signal, das dann zum Protokolldekoder 23 geführt wird,
der feststellt, ob das Signal eine Aktualisierungsinformation ist,
und der das codierte Signal dekodiert. Die Aktualisierungsinformation
wird dann an den Prozessor 16 gegeben.
-
Die
LED 24 zeigt den Aktualisierungsstatus des LCRM 3 an.
Die LED 24 kann in einem von drei Zuständen sein. Wenn die LED 24 eingeschaltet
ist, zeigt sie an, daß am
LCRM 3 eine Initialisierung erforderlich ist. Wenn das
LCRM 3 initialisiert wurde, aber in den letzten 24 Stunden
keine Aktualisierungsinformationen erhalten wurden, oder wenn in
den letzten 24 Stunden Aktualisierungsinformationen erhalten wurden,
die Daten aber unbrauchbar waren, blinkt die LED. Wenn das LCRM 3 initialisiert
und Aktualisierungsinformationen erfolgreich erhalten wurden und
das LCRM 3 in den letzten 24 Stunden aktualisiert wird,
ist die LED 24 aus.
-
Der
Rufverlaufmonitor 25 ist eine herkömmliche Vorrichtung zum Überwachen
von Signalen, die von den Netzwerken 5a, 5b, 5c zum
Telephon 1 gesendet werden. Der Rufverlaufmonitor 25 nimmt
auch die Nachrichten auf, die bei einem Initialisierungsvorgang
für das
LCRM vom Kontrollzentrum 7 zum LCRM 3 gesendet werden,
einschließlich
zum Beispiel der Registrationsnummer für das LCRM und Daten, die das
Funkübertragungsformat
angeben.
-
Die 3 ist ein schematisches
Diagramm des Inhalts des RAMs 19. Die LCRM-Tabellen 31, 31a geben
die Routen mit den geringsten Kosten (Netzwerk-ID) für die Verbindung mit Ruf-Bestimmungsorten
an, die jeweils für
eine Anzahl von Zeitspannen durch geographische Orte (Orts-ID) kategorisiert
sind. Es ist dabei immer nur eine der LCRM-Tabellen 31, 31a adressierbar,
um Leitweginformationen für
die vom Benutzergewählte
Nummer bereitzustellen. Der Prozessor gibt auf der Basis, welche
Tabelle als letzte aktualisiert wurde, an, welche der Tabellen aktiv
ist, d. h. adressierbar ist, und welche inaktiv ist. Die Information,
die anzeigt, welche der LCRM-Tabellen 31, 31a aktiv
ist, ist in der Aktivtabelle 35 gespeichert. Der Grund
dafür,
warum zwei LCRM-Tabellen 31, 31a vorhanden sind,
ist der, daß dann
eine Tabelle aktualisiert werden kann, während die andere noch zur Verfügung steht,
um für
das Erhalten von Leitweginformationen adressiert werden zu können. Alternativ
kann auch eine einzige LCRM-Tabelle vorgesehen werden und die Aktualisierungsübertragung
nur zu Zeiten erfolgen, wenn die Anrufzahl gering ist, oder es kann
eine Steuerschaltung vorgesehen werden, die den Betrieb des LCRM
unterbricht, während
eine Aktualisierung erfolgt.
-
Eine
schematische und vereinfachte Darstellung eines Teils einer der
LCRM-Tabellen 31, 31a ist in der folgenden Tabelle
1 gezeigt:
-
-
In
der Tabelle 1 enthält
die erste Spalte die Orts-ID für
fünf geographische
Orte entsprechend vom Benutzer wählbaren
Ruf-Bestimmungsorten. Die erste Reihe enthält drei Zeitspannen T1, T2 und T3. Zum Beispiel kann T1 der
Zeitspanne von 7 Uhr abends bis 8 Uhr morgens an Wochentagen, T2 der Zeitspanne von 8 Uhr morgens bis Mittag
an Wochentagen und T3 der Zeitspanne von
Mittag bis 7 Uhr abends an Wochentagen entsprechen. Die Netzwerk-ID
für die
Route mit den geringsten Kosten zu einer bestimmten Stelle zu einer
bestimmten Zeit ist in dem Matrixelement in der Reihe, die die Orts-ID
für den
Ort enthält,
und der Spalte gespeichert, die die Zeitspanne für die jeweilige Zeit enthält. Zum
Zwecke der Erläuterung
ist die Netzwerk-ID eine Kennzeichnung, die ein Netzwerk der 1 bezeichnet.
-
Zu
jedem Zeitpunkt in den Zeitspannen T1, T2 und T3 ergibt in
diesem Beispiel das Netzwerk 5a die Route mit den geringsten
Kosten für
einen Bestimmungsort mit der Orts-ID "ID1".
Während
T1 führt
jedoch die Route mit den ge ringsten Kosten zu einem Bestimmungsort
mit der Orts-ID "ID4" über das Netzwerk 5c,
während
T2 über
das Netzwerk 5a und während
der Zeit T3 über das Netzwerk 5b.
-
Die
Kennzeichnungen für
die Orts-ID, die Zeitspanne und die Netzwerk-ID in der Tabelle 1
wurden hinsichtlich der Klarheit der Erläuterung gewählt. In der Praxis werden für alle Einträge in den
LCRM-Tabellen 31, 31a numerische Werte verwendet.
-
Die
Ortstabelle 30 ist eine Nachschlagetabelle, die den Prozessor
in die Lage versetzt, eine gewählte Telephonnummer
in die Orts-ID umzuwandeln, die dann bei der Adressierung der LCRM-Tabelle
als Reihenadresse Verwendung findet. Die Netzwerktabelle 32 ermöglicht es
dem Prozessor, den Inhalt der LCRM-Tabelle in einen Vorwahlcode
umzuwandeln, der zu der vom Benutzer gewählten Nummer hinzugefügt wird
und mit dem Ausgangssignal ausgegeben und von der Ortsvermittlungsstelle
aufgenommen wird.
-
Die
Aktualisierungstabelle 33 enthält den laufenden Aktualisierungsstatus
des LCRMs 3. Der Arbeitsspeicherbereich 34 wird
beim Durchlaufen von Programmen und zum Zwischenspeichern von Informationen verwendet.
-
Die 4 ist eine schematische
Darstellung der im ROM 18 gespeicherten Programme. Der
Systemmanager 40 steuert das LCRM 3 anhand einer
Anzahl von Subroutinen. Die Initialisierungs-Subroutine 41 wird durchlaufen,
wenn das LCRM 3 erstmalig eingeschaltet wird, um die Registrationsnummer
des LCRM 3 und die Frequenz der Funkwellen festzustellen,
die zum Aktualisieren der LCRM-Tabellen 31, 31a verwendet
werden. Diese Informationen werden über die Ortsvermittlungstelle 4 und
den Rufverlaufmonitor 25 vom Kontrollzentrum 7 erhalten.
Die Initialisierungsinformationen können auch Informationen über die
lokale Zeit, den Tag und das Datum zum anfänglichen Einstellen des Zeitgebers 20 enthalten.
Alternativ kann der Zeitgeber eine Anzeige und Einstellschalter
(nicht gezeigt) enthalten, die für
den Benutzer zugänglich
sind, um den Zeitgeber manuell einzustellen.
-
Die
Subroutinen "Verarbeite
eingehende Nummer" 42, "Route geringster
Kosten" 43 und "Erzeuge ausgehende
Nummer" 44 werden
verwendet, wenn von einem Telephon 1 Wählinformationen erhalten werden,
und die Subroutine "Überwachen" 46, wenn
ein Anruf zu einem Netzwerk geleitet wird.
-
In
der 5 ist die Abfolge
von Ereignissen gezeigt, wenn am Telephon 1 eine Nummer
gewählt
wird. Im Schritt S1 stellt der Prozessor 16 fest, daß zwischen
dem Telephon 1 und der Ortsvermittlungsstelle 4 ein elektrischer
Strom fließt,
was anzeigt, daß der
Hörer von
einem Anrufer abgenommen wurde. Im Schritt S3 gibt der Prozessor 16 ein
Signal ab, um das Relais 17 zu öffnen. Dann wird die Subroutine "Verarbeite eingehende Nummer" 42 aktiviert.
Die gewählte
Nummer wird im Schritt S5 im RAM 19 zwischengespeichert.
Die gewählte Nummer
wird dann analysiert und im Schritt S7 aus der Ortstabelle 30 die
Orts-ID erhalten.
-
Dann
wird im Schritt S9 anhand des Zeitgebers 20 eine Information über die
gegenwärtige
Zeit erhalten. Die Subroutine "Route
geringster Kosten" 43 sieht
in der Aktivtabelle 35 nach, welche der LCRM-Tabellen 31, 31a derzeit
aktiv ist (Schritt S10) und bestimmt im Schritt S11 aus der gerade
aktiven der LCRM-Tabellen 31, 31a die Netzwerk-ID
für die
Route mit den geringsten Kosten. Aus der LCRM-Tabelle 31 oder 31a kann
für den
Fall, daß das
Netzwerk mit den geringsten Kosten nicht zur Verfügung steht,
auch ein Reserve-Netzwerk-ID für
eine "zweitbeste" Wahl gewonnen werden.
Im Schritt S13 werden aus der Netzwerk-Tabelle 32 die Netzwerkreferenzen
für die
Netzwerk-IDs erhalten.
-
Dann
wird im Schritt S15 die Subroutine "Erzeuge ausgehende Nummer" 44 durchlaufen,
um dem Tongenerator 21 mitzuteilen, daß er ein DTMF-Ausgangssignal
für die
Netzwerkreferenz erzeugen soll. Die Subroutine "Überwachen" 46 überwacht
dann die Leitung von der Ortsvermittlungsstelle 4 mit dem
Rufverlaufmonitor 25 nach einem Signal vom Netzwerk, dessen
Netzwerkreferenz übermittelt
wurde, das anzeigt, ob das Netzwerk den Anruf vermitteln kann (Schritt
S16). Wenn das Netzwerk den Anruf vermitteln kann, wird die Subroutine "Erzeuge ausgehende
Nummer" 44 aktiviert,
um dem Tongenerator 21 mitzuteilen, daß er ein DTMF-Ausgangssignal
für eine
Gebührenreferenz
(Schritt S17) und ein DTMF-Ausgangssignal für die gewählte Nummer (Schritt S19) erzeugen
soll. Wenn das Netzwerk die Verbindung nicht herstellen kann, wird
die Subroutine "Erzeuge
ausgehende Nummer" 44 durchlaufen,
um den Tongenerator mitzuteilen, daß er ein DTMF-Ausgangssignal
für die
Netzwerkreferenz eines Reservenetzwerks erzeugen soll (Schritt S23).
Dies kann zum Beispiel ein vorgegebener Code sein, der den lokalen
Ringoperator angibt, mit dem die Endstelle verbunden ist, um eine
vorgegebene Netzwerk-Verbindungsroute bereitzustellen. Informationen über die
Identität
des lokalen Ringoperators werden während der Initialisierung des
LCRM dem Prozessor mitgeteilt. Es wird dann das DTMF-Ausgangssignal
für eine
Gebührenreferenz
(Schritt S7) und das DTMF-Ausgangssignal für die gewählte Nummer (Schritt S19) erzeugt.
Dann wird im Schritt S21 ein Signal vom Prozessor 16 abgegeben, um
das Relais 17 umzuschalten und das Telephon 1 direkt
mit der Ortsvermittlungsstelle 4 zu verbinden.
-
Im
Prinzip kann die vom LCRM 3 zur Ortsvermittlungsstelle 4 übertragene
Wählinformation
eines von vielen Formaten haben. Die 6 zeigt
eine schematische Darstellung der von einer LCRM 3 zur
Ortsvermittlungsstelle 4 bei der vorliegenden Ausführungsform übertragenen
Wählinformation.
-
Die
Wählinformation
entspricht dem Standard 1xxx, bei dem die erste ausgesendete Zahl
eine 1 ist, der eine Nummer folgt, die das Netzwerk 5 angibt, über das
der Anruf zu leiten ist (Netzwerkreferenz 50). Dann wird
ein Gebühreninformationsfeld übertragen,
das eine Kontrollreferenznummer 51 enthält, das dem jeweiligen Netzwerkserviceprovider
anzeigt, daß die
Kosten des Anrufes dem Betreiber des Kontrollzentrums 7 in Rechnung
zu stellen sind. Es wird dann ein Kundenidentifikationsfeld mit
einer Kundenreferenznummer 52 übertragen, die zum Kontrolllzentrum 7 weitergeleitet
wird, so daß der
Betreiber des Kontrollzentrums dem Benutzer des Telephons 1 eine
Rechnung ausstellen kann. Schließlich wird die gewählte Nummer 53 übertragen.
-
Die
Subroutine "Aktualisiere
Leitwegtabellen" 45 der 4 wird verwendet, wenn über die
Empfangsantenne 9 von der Sendeantenne 8 Aktualisierungsinformationen
erhalten werden.
-
In
der 7 ist die Abfolge
der Ereignisse dargestellt, wenn die Leitweginformationen in einem
LCRM 3 aktualisiert werden. Im Schritt S31 wird an der
Empfangsantenne 9 ein von der Sendeantenne 8 ausgestrahltes
HF-Signal erhalten. Der Demodulator demoduliert das HF-Signal im
Schritt S33 und erzeugt das kodierte Signal. Der Protokolldekoder 23 stellt
dann fest, daß das
Signal Aktualisierungsinformationen enthält, und dekodiert die kodierten
Daten im Schritt S35.
-
Im
Schritt S37 werden die aktualisierten Informationen in diejenige
der LCRM-Tabellen 31 und 31a eingegeben, die zu
der Zeit als inaktiv bezeichnet wird. Dann wird im Schritt S39 die
Bezeichnung derjenigen LCRM-Tabelle 31, 31a, die
zur Zeit aktiv ist, vom Prozessor durch Ändern der in der Aktivtabelle 35 gespeicherten
Daten umgekehrt.
-
Die
Aktualisierungstabelle 33 wird dann aktualisiert, um aufzuzeichnen,
zu welchem Zeitpunkt die LCRM-Tabelle 31 zuletzt aktualisiert
wurde. Wenn nach einer fest eingestellten Zeitspanne, in dieser
Ausführungsform
24 Stunden, die LCRM-Tabelle 31 nicht aktualisiert wurde,
gibt der Prozessor 16 ein Signal an die LED 24,
damit diese zu blinken beginnt.
-
Die
Aktualisierungsinformationen können
auch Informationen enthalten, die den Zeitgeber 20 auf
die richtige lokale Zeit, den Tag und das Datum zurücksetzen.
Dadurch wird sichergestellt, daß alle
LCRM-Geräte im
Aktualisierungsbereich synchronisiert sind.
-
Die Überwachungs-Subroutine 46 der 4 wird dazu verwendet, Nachrichten
zu überwachen,
die von der Ortsvermittlungsstelle 4 zum LCRM 3 gesendet
werden. Diese Nachrichten können
Informationen vom Kontrollzentrum 7 oder Informationen über den
Rufstatus zwischen den Telephonen 1, 2 oder Informationen zum
Zurücksetzen
des Zeitgebers 20 beinhalten.
-
Die
Energie zum Betreiben des LCRM 3 kann von der Ortsvermittlungsstelle 4 über den
Stecker 14a und die Leitung 14 erhalten werden;
alternativ kann das LCRM 3 über die Stromversorgung 27 oder
das übliche
Elektrizitätsnetz
mit Energie versorgt werden.
-
Auch
wenn bei dieser Ausführungsform
die Kommunikation zwischen einem Telephon 1 und einem Telephon 2 stattfindet,
können
die Endstellen jede Form von Telekommunikationsgeräten haben,
zum Beispiel Faxgeräte
sein oder Computermodems oder Kombinationen von Telephonen mit Funkgeräten, Alarmanlagen, Anrufbeantwortern
und dergleichen. Alternativ kann eines oder können beide Endgeräte eine
private Vermittlungsstelle sein, etwa eine automatische Nebenstellenanlage
(PABX) oder ein Netzwerksignalrouter.
-
Jedes
Telephon 1, 2 ist mit einer Ortsvermittlungsstelle 4, 6 verbunden.
In der 1 ist nur das
Telephon 1 über
ein entsprechendes LCRM 3 mit der Ortsvermittlungsstelle 4 verbunden.
Auch das Telephon 2 kann jedoch über ein LCRM mit der Ortsvermittlungsstelle 6 verbunden
sein. Es ist nur erforderlich, daß das Telephon 1,
das zum Wählen
benutzt wird, an eine LCRM 3 angeschlossen ist.
-
In
der 1 sind die Ortsvermittlungsstellen 4, 6 von
den Netzwerken 5a, 5b, 5c getrennt. Die
Ortsvermittlungsstellen 4, 6 können jedoch auch Teil eines
Netzwerks sein.
-
Auch
wenn in der 1 nur eine
Sendeantenne 8 dargestellt ist, können es in der Praxis viele
Sendeantennen sein, die verschiedene geographische Bereiche abdecken.
Das Kontrollzentrum 7 kann zu Sendeantennen 8 in
verschiedenen Bereichen verschiedene Leitweginformationen senden,
um Variationen in den Bereichen bezüglich der Gebühren für die Verwendung
jedes der Netzwerke 5 berücksichtigen zu können.
-
Vorzugsweise
bildet die Antenne 8 einen Teil eines Netzwerks zum Übertragen
von Informationen an Personenrufempfänger. Andere geeignete Antennen 8 sind
solche für
digitale Audioübertragungen
(DAB) oder für
das globale System für
mobile Kommunikation (GSM) oder das Radiodatensystem (RDS). In allen
diesen Fällen
können
die Informationen über
die Route mit den geringsten Kosten zu einer Zeit übertragen
werden, wenn die Übertragungskosten
gering sind. Es ist zum Beispiel in der Regel billiger, Informationen
nachts zu übertragen.
-
Es
kann in manchen Fällen
nicht wichtig sein, die Kundenreferenznummer 52 zur Ortsvermittlungsstelle 4 zu
geben, wenn die Ortsvermittlungsstelle 4 eine Einrichtung
aufweist, mit der das Telephon 1 des Anrufers identifiziert
werden kann, zum Beispiel das Anrufleitungsidentifikationssystem
(CLI-System). Alternativ kann sich die Einrichtung zur Identifikation
des Telephons 1 des Anrufers auch in den Netzwerken 5a, 5b, 5c oder in
der Ortsvermittlungsstelle 6 befinden.
-
Anstelle
des Standards 1xxx kann das LCRM 3 auch die Nummer für eine zentrale
Leitwegeinheit wählen
und dann die Leitweginformationen und die Telephonnummer des angewählten Apparats übertragen.
Die zentrale Leitwegeinheit kann dann den Anruf über die Route mit den geringsten
Kosten leiten.
-
Vorzugsweise
macht das Telephon 1 vom Dualton-Multifrequenz-Wahlverfahren (DTMF)
Gebrauch. Der Tongenerator erzeugt dann ein DTMF-Signal, das an
die Ortsvermittlungsstelle 4 gegeben wird. Das Telephon 1 und
der Tongenerator 21 können
auch das Impulswahlverfahren anwenden. Aufgrund der dann zum Übertragen
des Signals zur Ortsvermittlungsstelle 4 erforderlichen
Zeit ist es jedoch nicht vorteilhaft, wenn der Tongenerator 21 das
Impulswahlverfahren anwendet. Wenn das LCRM 3 an ein Telephon 1 mit
Impulswahlverfahren angeschlossen ist, kann der Tongenerator dazu
verwendet werden, DTMF-Wählsignale
zu erzeugen, vorausgesetzt, die Vermittlungsstelle ist dafür geeignet.
-
Bei
einer alternativen Ausführungsform
ist es möglich,
die Ortstabelle 30 wegzulassen und im LCRM Leitweginformationen
für jede
Ortsnetzkennzahl zu speichern, die für Anrufe zur Verfügung steht.
Es ist jedoch vorteilhaft, eine Ortstabelle 30 vorzusehen,
da dann die Menge an Informationen, die in der LCRM-Tabelle 31 zu
speichern und zu aktualisieren sind, verringert werden kann, da
ein Bereich mit den gleichen Leitwegkosten häufig größer ist als der von einer Ortsnetzkennzahl
abgedeckte Bereich.
-
Gleichermaßen können die
in der Netzwerktabelle 32 gespeicherten Informationen in
die LCRM-Tabelle 31 eingeschlossen werden, wodurch das
Erfordernis nach der Netzwerktabelle 32 entfällt. Es
ist jedoch vorteilhaft, eine Netzwerktabelle 32 zu haben,
da sich dadurch die Menge an Informationen verringert, die in der
LCRM-Tabelle 31 zu speichern und die zu aktualisieren sind.
-
Auch
wenn sich in der 2 die
Empfangsantenne 9 außerhalb
des Gehäuses 26 der
LCRM 3 befindet, kann diese Empfangsantenne 9 alternativ
auch im Gehäuse 26 des
LCRM 3 angeordnet sein.
-
Die
LED 24 und der Rufverlaufmonitor 25 dieser Ausführungsform
können
alternativ weggelassen werden, wenn eine einfache Konstruktion erwünscht ist.
Wenn der Rufverlaufmonitor 25 weggelassen wird, kann die
Registrationsnummer des LCRM 3 und die für die Aktualisierung
der LCRM-Tabelle 31 verwendete Frequenz der Funkwellen
manuell eingegeben werden oder über
die Sendeantenne 8 und die Empfangsantenne 9 auf
einem vorgegebenen Frequenzkanal vom Kontrollzentrum 7 erhalten
werden.
-
Auch
wenn bei dieser Ausführungsform
das Kontrollzentrum 7 über
eine Ortsvermittlungsstelle 4 mit den Netzwerken 5a, 5b, 5c verbunden
ist, so daß die
Netzwerke 5a, 5b, 5c Rechnungsinformationen
zum Kontrollzentrum 7 übertragen
können,
können
die Rechnungsinformationen alternativ auch über eine andere geeignete Verbindung übertragen
werden, zum Beispiel über
eine Satellitenverbindung, die nicht Teil der Netzwerke 5a, 5b, 5c ist.
Verschiedene Netzwerke 5a, 5b, 5c können ihre
Rechnungsinformationen auf verschiedenen Wegen zum Kontrollzentrum 7 senden.
-
Wenn
bei dieser Ausführungsform
das Netzwerk, dessen Netzwerkreferenz übertragen wird, den Anruf nicht
weiterverbinden kann, wird die Netzwerkreferenz eines Reservenetzwerks übertragen.
Alternativ kann die LCRM-Tabelle 31 Leitweginformationen über die
Route mit den geringsten Kosten und die Route mit den zweitgeringsten
Kosten enthalten. Wenn das Netzwerk mit der Geringstkostenroute
den Anruf nicht vermitteln kann, wird das Netzwerk mit den nächst geringeren
Kosten verwendet. Gleichermaßen
kann die LCRM-Tabelle Details über
drei oder mehr Netzwerke enthalten. Bei einer anderen Alternative
kann, wenn das Netzwerk, dessen Netzwerkreferenz übertragen
wird, den Anruf nicht vermitteln kann, das LCRM 3 die gewählte Nummer direkt
zur Ortsvermittlungsstelle 4 geben, ohne Leitweginformationen
vorzugeben.
-
Bei
der vorliegenden Ausführungsform
puffert das LCRM 3 die gesamte Nummer, die am Telephon 1 gewählt wurde,
im RAM 19. Die Information, die zur Bestimmung der Geringstkostenroute
erforderlich ist, ist jedoch bereits in den ersten wenigen Zahlen
der gewählten
Nummer enthalten. Es ist daher möglich,
die Verbindung über
die Geringskostenroute auszubilden, bevor der Anrufer mit dem Wählen der
Nummer fertig ist. Es ist in diesem Fall möglich, die Zahlen der gewählten Nummer
so zu puffern, wie sie am Telephon 1 eingegeben werden und,
wenn der Anruf auf das Netzwerk mit der Route mit den geringsten
Kosten geleitet wurde, die Zahlen der gewählten Nummer zu übertragen,
die im RAM 19 zwischengespeichert sind, und dann das Relais
zu schließen,
so daß die übrigen Zahlen
direkt vom Telephon 1 über
die Buchse 13, das Relais 17, die Leitung 14 und
den Stecker 14a zur Ortsvermittlungsstelle gehen.
-
Es
wird nun eine zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Bei dieser Ausführungsform
ist, statt daß wie
bei der Ausführungsform 1 ein
eigenes LCRM-Gerät 3 vorgesehen
wird, die Funktion des LCRM 3 in einem Telephon enthalten.
Eine solche Anordnung ist schematisch in der 10 gezeigt, in der ein Telephon 102 ein
Leitweggerät 104 enthält. Gleichermaßen kann,
wie in der 11 gezeigt,
das Leitweggerät 104 ein
einheitliches Teil eines Faxgerätes 103 sein.
-
Wie
in der 8 gezeigt, umfaßt der Telephonapparat
gemäß der zweiten
Ausführungsform
der Erfindung einen Zweidraht-zu-Vierdraht-Konverter 60.
Die Zweidraht-Eingangsseite des Zweidraht-zu-Vierdraht-Konverters 60 ist über einen
Abnehmschalter 61 mit einer Telephonbuchse 62 verbunden.
Auf der Seite der Telephonbuchse 62 des Abnehmschalters 61 befindet
sich zwischen den beiden Drähten
eine Klingel 63. Die Kontakte des Abnehmschalters 61 werden
geschlossen, wenn der Hörer
zum Gebrauch abgenommen wird.
-
Auf
der Vierdrahtseite des Zweidraht-zu-Vierdraht-Konverters 60 sind
zwei Drähte
mit einem Mikrophon 64 verbunden und zwei Drähte mit
einer Hörmuschel 65.
Parallel zum Mikrophon 64 ist ein DTMF-Generator 66 an
den Zweidraht-zu-Vierdraht-Konverter 60 angeschlossen.
Der DTMF-Generator 66 ist auch mit einem Ausgang eines
Prozessors 67 verbunden. Der Prozessor 67 steht
mit einer Tastatur 68, einem ROM 69, einem RAM 70,
einem Zeitgeber 71 und einer LED 75 in Verbindung.
Ein Eingang des Prozessors 67 ist mit einem Protokolldekoder 72 verbunden,
der an einen Demodulator 73 angeschlossen ist, der mit
einer Empfangsantenne 74 in Verbindung steht.
-
Wie
schematisch in den 10 und 11 gezeigt, kann das Telephon
oder das Faxgerät 102, 103 mit der
Schaltung der 8 ein
Telephon 1 ersetzen, das bei dem Kommunikationssystem der 1 mit einem LCRM 3 verbunden
ist.
-
Wenn
ein Anrufer den Telephonhörer
abnimmt, verbindet der Abnehmschalter 61 den Zweidraht-zu-Vierdraht-Konverter 60 mit
der Telephonbuchse 62. Der Anrufer gibt dann an der Tastatur 68 die
Nummer des Telephons ein, das er anrufen will, die diese Informationen
an den Prozessor 67 gibt. Der Prozessor 67 stellt
die Route mit den geringsten Kosten zum Bestimmungstelephon fest
und gibt Wählinformationen
für den
Ort des Telephons und die Geringstkostenroute an den DTMF-Generator 66.
Der DTMF-Generator 66 überträgt diese
Informationen dann über
die Telephonbuchse 62 zu einer Ortsvermittlungsstelle.
-
Die
Funktionen des RAMs 70, des Zeitgebers 71 und
der LED 75 sind im wesentlichen identisch mit denen der
entsprechenden Einheiten in der Ausführungsform 1. Der
Protokolldekoder 72, der Demodulator 73 und die
Empfangsantenne 74 weisen auch im wesentlichen die gleichen
Funktionen auf wie die entsprechenden Einheiten der Ausführungsform 1.
-
Die
im ROM 69 gespeicherten Programme sind im wesentlichen
die gleichen wie die im ROM 18 der 4 gespeicherten Programme der ersten
Ausführungsform,
mit der Ausnahme der nicht mehr vorhandenen Überwachungs-Subroutine und
des Systemverwaltungsprogramms. Das Systemverwaltungsprogramm steuert
das Telekommunikationsgerät
und unterscheidet sich daher vom Systemverwaltungsprogramm des LCRM 3 der
ersten Ausführungsform.
-
Die
Routine für
die Aktualisierung der Leitweginformationen ist die gleiche wie
die der 7 der ersten Ausführungsform.
-
Die
Klingel 63 kann ein Signal abgeben, wenn von einem anderen
Telephon ein Anruf erhalten wird.
-
Die
Tastatur 68 für
die Eingabe von Wählinformationen
ist mit dem Prozessor 67 verbunden. Auch wenn bei dieser
Ausführungsform
eine Tastatur 68 verwendet wird, kann jedes andere Verfahren
zur Eingabe von Wählinformationen,
zum Beispiel ein Spracherkennungssystem, Anwendung finden. Der Prozessor 67 ist mit
einem DTMF-Generator 66 verbunden, der Wählinformationen
erzeugt, die zur Ortsvermittlungsstelle zu geben sind. Das Mikrophon 64 und
die Hörmuschel 65 werden
zur Eingabe der zu übertragenden
Töne bzw. zum
Empfang der Töne
verwendet, die von dem angewählten
Telephon übertragen
werden.
-
Obwohl
bei dieser Ausführungsform
ein Zweidraht-zu-Vierdraht-Konverter 60 verwendet wird,
kann die Erfindung gleichermaßen
auf Telephone mit anderen Schaltungen angewendet werden.
-
Bei
der zweiten Ausführungsform
weist das Telephon ein eingebautes Geringstkosten-Leitwegmodul auf.
Gleichermaßen
können
Geringstkosten-Leitwegmodule in andere Telekommunikationsgeräte wie Faxgeräte, Modems
und PABX eingebaut werden. In der 11 ist
schematisch ein in ein Faxgerät
eingebautes Leitweggerät
gezeigt.
-
Zu
dem Telephonapparat der zweiten Ausführungsform kann ein DTMF-Detektor hinzugefügt werden, der
parallel zur Hörmuschel 65 angeschlossen
wird.
-
Auf
diese Weise können über die
Telephonleitung Informationen zum Prozessor gesendet werden. Ein Beispiel
für solche
Informationen ist die Telephonnummer eines Telekommunikationsgerätes, das
dazu verwendet wurde, den Telephonapparat der zweiten Ausführungsform
anzurufen, oder Informationen für
die Initialisierung des Telephonapparats.
-
Zusätzlich zum
DTMF-Detektor kann eine Subroutine mit im wesentlichen den gleichen
Funktionen wie die Überwachungs-Subroutine 46 der
ersten Ausführungsform
vorgesehen werden, so daß die
Prozesse, die bei der ersten Ausführungsform bezüglich der Überwachungs-Subroutine 46 genannt
wurden, auch hier angewendet werden können.
-
Die
Hörmuschel 65 kann
durch einen Lautsprecher ersetzt werden, zum Beispiel bei einem
Telephonapparat, bei dem die Hände
frei bleiben können.
-
Anhand
der 12 wird nun eine
dritte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Bei dieser Ausführungsform
ist die Funktion des LCRM 3 in ein zelluläres Mobiltelephon 120 inkorporiert.
-
Bei
dieser Ausführungsform
bildet das Mobiltelephon einen Teil des GSM-Netzwerks. Es ist ein herkömmliches
GSM-Mobiltelephon mit zusätzlichen
Leitwegfestlegungsmerkmalen, wie sie im wesentlichen bei der zweiten
Ausführungsform
beschrieben wurden. Im GSM-System gibt einen Service namens Zellenrundruf. Mit
dem Zellenrundruf können
kurze Nachrichten an alle Telephone in einem geographischen Gebiet
gesendet werden.
-
Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wird der Zellenrundruf dazu verwendet, um Aktualisierungsinformationen
zum Aktualisieren der in den Mobiltelephonen gespeicherten Geringstkostenroutentabellen
auszusenden. Schematisch ist dies im rechten Teil der 12 dargestellt, der zeigt,
daß die
Nachrichtendatenbehandlungsschaltung 121 des Mobiltelephons 120 dazu
verwendet wird, einer Entscheidungstabelle 122 Daten zuzuführen, die
funktionell den obigen LCRM-Tabellen 31 und 31a entspricht.
Der Prozessor des Mobiltelephons 120 schließt einen
Routenselektor 123 ein, der in der Entscheidungstabelle 122 nachsieht,
bevor ein vom Benutzer eingegebener Anruf-Bestimmungsort bearbeitet
wird, damit die vom Benutzer gewählte
Nummer geeignet ergänzt
werden kann. Der Empfänger 124 des
Mobiltelephons 120, der für den Empfang der Funkübertragung
von Telephonanrufen vorgesehen ist, dient auch zum Empfang der Nachrichteneingangsdaten
für die
Nachrichtendatenbehandlungsschaltung 121.
-
Das
Mobiltelephongerät
kann das mit einem LCRM 3 bei dem Kommunikationssystem
der 1 verbundene Telephon 1 ersetzen.
Die Ortsvermittlungsstel le 4 der 1 ist entweder die nächste Basisstation des Mobiltelephonnetzwerks
oder eine Leitwegstation, mit dem eine Anzahl von Basisstationen
des Mobiltelephonnetzwerks verbunden ist.
-
Die
Lehre dieser Ausführungsform
kann natürlich
auch auf andere Mobiltelephonnetzwerke auf GSM-Basis und auf Netzwerke
auf der Basis des Codemultiplex-Vielfachzugriffs (CDMA) angewendet
werden. Ein Beispiel für
ein geeignetes Mobiltelephonnetzwerk ist das Personal Handyphone
System (PHS).
-
Die 13 zeigt schematisch ein
verallgemeinertes erfindungsgemäßes Leitweggerät. Eine
Eingabevorrichtung 130 nimmt ein Eingangssignal auf, das
einer vom Benutzer erzeugten Rufnummer entspricht, die den vom Benutzer
gewünschten
Ruf-Bestimmungsort angibt. Ein Signalgenerator 131 versieht
das Eingangssignal mit einem Vorsatzsignal, das einen bestimmten
Vorwahlcode angibt, der die bevorzugte Netzwerk-Verbindungsroute
festlegt und andere Daten enthält,
die die Kundenidentifizierung und die Gebühren betreffen.
-
Eine
Ausgabevorrichtung 132 gibt ein Ausgangssignal, das aus
dem Eingangssignal besteht, das mit dem Vorsatzsignal versehen wurde,
an die Ortsvermittlungsstelle (oder den Mobiltelephonserviceprovider
im Falle eines Mobiltelephons) ab.
-
Ein
Selektor 133 wählt
den bestimmten Vorwahlcode durch Adressieren einer Entscheidungstabelle 134 oder 135 in
Abhängigkeit
davon aus, welche der Entscheidungstabellen gegenwärtig aktiv
ist, wobei die Adresseninformationen Daten über den Ruf-Bestimmungsort,
die Zeit und den Tag der Woche aus einem Kalender 141 enthalten.
Eine Aktualisierungsvorrichtung 136 aktualisiert die gerade
nicht aktive Entscheidungstabelle 134 bzw. 135;
sie nimmt Aktualisierungsinformationen von einem Empfänger 137 und
einem Dekoder 138 auf.
-
Ein
Zeitgeber 139 und der Kalender 141 werden ebenfalls über die
vom Empfänger 137 erhaltenen Rundsendeinformationen
aktualisiert, um die zusätzlichen
Adresseninformationen für
den Selektor 133 bereitzustellen, die zum Adressieren der
Nachschlagetabellen 134 und 135 benötigt werden.
-
Der
aktive Speicher wird von einer Bezeichnungseinrichtung 140 in
Abhängigkeit
davon bezeichnet, welche der Tabellen 134 und 135 zuletzt
aktualisiert wurde. Ein Rufverlaufmonitor 25 überwacht,
ob der Anruf gemäß dem Ausgangssignal
von der Ausgabeeinrichtung 132 vermittelt wurde, und veranlaßt, wenn
keine Vermittlung möglich
war, daß der
Signalgenerator 131 ein alternatives vorgegebenes Ausgangssignal
für eine
andere Netzwerk-Verbindungsroute erzeugt.
-
Die 14 zeigt ein weiteres alternatives
System mit einer Leitwegvorrichtung 3, wobei die zur Verfügung stehenden
Routen für
eine Verbindung der Telephone 1 und 2 ein Paketnetzwerk
wie das Internet 150 beinhalten. Das Telephon 1 und
das Leitweggerät 3 sind
auf die oben beschriebene Art mit dem Telephonnetzwerk 5 verbunden,
und die Verbindung zwischen den Telephonen 1 und 2 kann über eine
aus einer Anzahl von verfügbaren
Netzwerkverbindungseinrichtungen 151 erfolgen. Ein Internet-Service-Provider 152,
der mit dem Telephonnetzwerk 5 verbunden ist, kann die
ausgewählte
Route zur Aufnahme eines Anrufes vom Telephon 1 sein, und
in Reaktion auf einen solchen Anruf bildet der ISP (Internet-Service-Provider) 152 über das
Internet die Verbindung mit einem zweiten ISP 153 aus.
-
Die Übermittlung
des Telephonanrufs zwischen dem ersten und dem zweiten ISP 152 und 153 erfordert
die Benutzung des Internet-Protokolls, wobei das Telephonsignal
digitalisiert und einer Fragmentierung unterworfen wird, um bei
der Paketkommunikation als Datagramme übertragen zu werden, die im
zweiten Internet-Service-Provider 153 wieder zusammengesetzt
und in Telephonsignale umgewandelt werden, um über das Telephonnetzwerk 5a zum
Telephon 2 gegeben zu werden.
-
Das
Ausbilden der Verbindung über
diese Route macht es erforderlich, daß die Leitwegvorrichtung 3 zusätzlich zu
anderen gegebenenfalls erforderlichen Leitweginformationen die gewählte Nummer
mit der Telephonnummer des ersten ISP 152 versieht.
-
Zur
Rechnungsstellung werden die vom ISP 152 erzeugten Kundenwählaufzeichnungen
zum Kontrollzentrum 7 weitergegeben. Der Gebrauch des Internet
oder eines anderen öffentlichen
oder privaten Datennetzwerks kann sich für bestimmte Ferngespräche als
die bevorzugte Route herausstellen, besonders wenn die sich bereits
abzeichnenden Verbesserungen im Internet und der Datennetzwerk-Leistungsfähigkeit
realisiert werden.
-
Bei
den vorherigen Ausführungsformen
wurde die Bezeichnung "abgehoben" verwendet, um anzugeben,
daß ein
Telekommunikationsgerät
in Gebrauch ist.
-
Bei
den vorherigen Ausführungsformen
wird die im Kontrollzentrum 7 errechnete Geringstkosteninformation über eine
Sendeantenne 8 mittels Funkwellen übertragen. Die Geringstkosteninformationen
können
jedoch auch über
sich im freien Raum ausbreitende elektromagnetische Wellen in anderen
Bereichen des elektromagnetischen Spektrums übertragen werden, einschließlich des
Infraroten.
-
Auch
wenn bei den vorherigen Ausführungsformen
der Anruf über
die Route mit den geringsten Kosten geleitet wurde, ist die Geringstkostenroute
nicht immer die bevorzugte. Zum Beispiel kann die bevorzugte Route über die
Netzwerkverbindung mit der größten Zuverlässigkeit,
der besten Signalqualität
oder der größten Verbindungskapazität laufen.
Das Kontrollzentrum kann Leitweginformationen auf der Basis jedes
möglichen
Vorzugskriteriums sammeln und aussenden.
-
Die
Leitwegvorrichtung der ersten Ausführungsform kann in einer alternativen
Ausgestaltung (nicht gezeigt) mit einer Anzahl von Betriebsmoden
arbeiten, die vom Benutzer ausgewählt werden können. Der
Benutzer kann die Leitwegvorrichtung auf den 'Geringstkostenmodus' setzen, wenn es an einem Telephon angebracht
ist, oder auf einen 'maximalen
Bandbreitenmodus',
wenn es an ein Computermodem angeschlossen ist.
-
In
einer weiteren, nicht gezeigten Ausführungsform der Erfindung wird
dadurch ein Routen-Auswahlgerät
für einen
Computer mit einem Modem geschaffen, daß ein Rundsendeempfänger vorgesehen
wird, der mit dem Prozessor des Computers zusammenarbeiten kann,
und daß Software
im Computerspeicher installiert wird, um die Speicherinrichtungen
zum Speichern von Routeninformationen zu schaffen, daß Selektionseinrichtungen
zum Auswählen
der bevorzugten Route vorgesehen und daß Leitweginformationen an das Modem
des Computers gegeben werden, wenn ein Anruf erfolgen soll, wobei
die im Speicher des Computers aufgezeichneten Leitweginformationen
in Reaktion auf ein Aktualisierungssignal aktualisiert werden, das über die
Rundsende-Empfangseinrichtung erhalten wird. Bei einer solchen Ausführung erfüllt der
Prozessor des Computers die Funktionen des Prozessors 16 der
ersten Ausführungsform
der Erfindung, und der Direktzugriftsspeicher und der Plattenspeicher
des Computers ergeben die benötigten
Datenspeichereinrichtungen. Der Rundsendeempfänger ist vorzugsweise ein Funkempfänger, er
kann im Gehäuse
des Computers untergebracht sein oder eine über einen Verbindungsanschluß mit dem
Computer verbundene Zusatzvorrichtung darstellen. Die Rundsende-Empfangseinrichtung
und die Programmsoftware für
den Computer können
als Einheit verkauft werden.
-
Wahlweise
kann bei allen Ausführungsformen
eine zusätzliche
Tabelle im RAM gespeichert werden, die Kalenderinformationen über den
Wochentag und über
Feiertage getrennt speichert. Diese Informationen können dann
einen Teil der Adresse bilden, die zum Adressieren der Nachschlagetabelle
mit den Leitweginformationen verwendet werden.
-
Bei
der ersten und der zweiten Ausführungsform
werden die Aktualisierungsinformationen vorzugsweise über ein
Netzwerk für
die Übertragung
von Informationen an Personenrufempfänger ausgesendet. Andere geeignete
Sender sind jene für
das DAB-Netzwerk, das GSM-Netzwerk und das RDS-Netzwerk. In allen diesen
Fällen
kann die Information über
die Route mit den geringsten Kosten zu einer Zeit übertragen
werden, wenn die Übertragungskosten
gering sind, zum Beispiel in der Nacht.
-
Die
Leitweginformationen können
jederzeit aktualisiert werden, vorzugsweise werden sie jedoch in
regelmäßigen Abständen von
vorzugsweise zwischen einem Tag und einem Monat aktualisiert oder
immer dann, wenn sich die Informationen über die Vorzugsroute ändern.