DE69827089T2 - Verfahren und Vorrichtung zum Transportieren von Produkten in Blattform - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Transportieren von Produkten in Blattform Download PDF

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Transportieren bahnförmiger Produkte mit oder ohne Deckbahnen. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Transportieren bahnförmiger Produkte mit oder ohne Deckbahnen.
  • Generell ist bekannt, den Transport bahnförmige Produkte von einem Stapel zu weiter stromabwärts der Prozesslinie gelegenen Vorrichtungen durchzuführen, indem Saugkissen an der Oberseite des obersten Produkts im Stapel positioniert werden und das oberste Produkt des Stapels auf eine Transportfläche gehoben wird. Dadurch wird das Gewicht des Produkts vollständig von den Saugkissen gehalten. Dies verursacht den Nachteil, dass die obere Seite des Produkts aufgrund des Saugeffekts der Kissen leicht verbogen oder anderweitig beschädigt werden kann. Nachdem das Produkt auf der Transportfläche positioniert worden ist, wird das Produkt von den Saugkissen freigegeben und mittels Schubvorrichtungen, die an dem relativ flachen hinteren Ende des Produkts angreifen, über einen relativ langen Bewegungsweg hinweg auf der Transportfläche vorgeschoben. Die Schubvorrichtungen können aufgrund der Schubkraft, aufgrund derer eine Verformung des Produkts eintreten kann, leicht eine Beschädigung des Produkts verursachen. Zudem erschweren die Schubvorrichtungen das präzise Positionieren des Produkts, da der Bewegungsweg des Produkts z.B. durch Unterschiede in der Reibung zwischen der Transportfläche und der Unterseite des Produkts beeinträchtigt werden kann. Die Präzision der Positionierung des Produkts ist wichtig, besonders wenn während des Transports oder nach dem Transport weitere Verarbeitungsschritte mit hoher Präzision durchgeführt werden müssen.
  • US-2,282,224 beschreibt eine Blattzuführvorrichtung mit ersten und zweiten Saugvorrichtungen. Die ersten Saugvorrichtungen sind zum Anheben des hinteren Endes des obersten Blatts eines Stapels vorgesehen, wobei die Saugvorrichtungen zu diesem Zweck an der Oberseite des obersten Produkts angreifen. In dem Bereich oberhalb des Blatts sind zweite Saugvorrichtungen angeordnet, die um eine Achse verschwenkt werden können, um das Blatt vorwärts in eine Position zu bewegen, an welcher der Vorderrand des Blatts in Eingriff mit der Fördervorrichtung gelangt. Bevor die zweiten Saugvorrichtungen bewegt werden, werden die ersten Saugvorrichtungen gelöst. Nahe dem rückwärtigen Bereich der Saugvorrichtungen sind Schubvorrichtungen vorgesehen, um das Blatt zusammen mit den zweiten Saugvorrichtungen zu den Fördervorrichtungen zu schieben. Diese Schubvorrichtungen weisen einen Block auf, der an der Oberseite des Blatts hinter den zweiten Saugvorrichtungen positioniert wird, während ein Rückende des Blocks am hinteren Rand des Blatts anliegt. Wenn die zweiten Saugvorrichtungen gelöst werden, wird das Blatt somit nicht mehr von den Schubvorrichtungen getragen, und das Blatt kann dann frei von der Unterseite des Blocks her herabfallen. Zwischen das angehobene Produkt und den Stapel wird Luft geblasen, um zu verhindern, dass das Blatt zurück auf den Stapel fällt.
  • US-4,311,303 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Entstapeln und Positionieren vorsynthetisierter Platten, wobei eine Entstapelungsvorrichtung mit Saugkissen vorgesehen ist. Bei dieser bekannten Vorrichtung sind vier Saugkissen an der Oberseite der obersten Platte angeordnet, und zwar an jeder Ecke eines, wobei die Platte über eine relativ große Höhe, die weitaus größer ist als die Dicke der relevanten Platte, vollständig von dem Stapel angehoben wird. Anschließend werden mehrere von Ketten gehaltene Stäbe zwischen die angehobene Platte und den Stapel bewegt, wobei die angehobene Platte von den Saugkissen her auf diese Stäbe fallengelassen wird. Die Platte wird dann mittels der Ketten und Stäbe zu zwei Walzen transportiert, um auf Förderbänder transferiert zu werden. Mittels der Förderbänder wird die Platte anschließend in einen Druck-Abschnitt oder einen Entwicklungs-Abschnitt bewegt.
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren gemäß der obigen Beschreibung zu erstellen, bei dem die erwähnten Nachteile, die zu Beschädigung der Produkte führen können, vermieden werden. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Erstellung eines Verfahrens zum Transportieren bahnförmiger Produkte, das ein präzises Transportieren und Positionieren der Produkte ermöglicht, ohne die Produkte zu deformieren, und das in einem kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen sowie in einem intermittierenden Prozess mit relativ steifen Produkten sowie mit relativ flexiblen bahnförmigen Produkten durchgeführt werden kann.
  • Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung werden die folgenden Definitionen verwendet. Die Oberseite eines Produkts ist die Seite, die beim Transport nach oben weist, und die Unterseite ist die nach unten weisende Seite. Das hintere Ende des Produkts ist das Ende, das – betrachtet in der Bewegungsrichtung während der Überführung des Produkts auf die Transportfläche – an der nacheilenden Seite des Produkts gelegen ist, und das vordere Ende ist das dem hinteren Ende gegenüberliegende Ende des Produkts. Die Längsseiten sind die Seiten des Produkts, die direkt oder indirekt mit dem hinteren Ende und dem vorderen Ende verbunden sind. Das Produkt ist vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise rechteckig.
  • Indem mittels Hubvorrichtungen an der Oberseite des zu transportierenden Produkts mindestens das hintere Ende des Produkts über eine relativ kleine Strecke vorzugsweise an zwei Ecken des Produkts angehoben wird, können Schubvorrichtungen unter dem hinteren Ende des Produkts positioniert werden, so dass die Schubvorrichtungen einen Teil des Gewichts des Produkts tragen. Die Strecke, über die das hintere Ende angehoben wird, ist relativ zu der Länge und der Breite des Produkts klein. Da die Schubvorrichtungen teilweise unter der Unterseite und teilweise gegen das hintere Ende des Produkts positioniert sind, wird eine aufgrund der Schubvorrichtungen verursachte Beschädigung der Rück- und Oberseite problemlos vermieden, da die Schubvorrichtungen nicht über die Oberseite hinwegrutschen können, wie dies bei dem bekannten Vorgang auftreten kann. Das Produkt wird über eine relativ kurze Strecke geschoben, bis das vordere Ende über Zugvorrichtungen positioniert ist. Anschließend kann das Produkt weitergezogen werden, wobei die Zugvorrichtungen an der Unterseite angreifen, während die Hubvorrichtungen und die Schubvorrichtungen gelöst sind. Da die Zugvorrichtungen an der Unterseite des Produkts angreifen, ist die Oberseite des Produkts während des weiteren Transports frei, wobei eine durch die Transportvorrichtungen verursachte Beschädigung der Oberseite vermieden wird. Der Schutz der Oberseite ist besonders wichtig im Falle beschichteter Produkte oder dgl.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist ein Verfahren nach der Erfindung ferner durch die Merkmale von Anspruch 2 gekennzeichnet.
  • Indem das Produkt geringfügig über das vordere Ende gekippt wird, wird während des Anhebens des hinteren Endes des Produkts der Großteil des Gewichts des Produkts von dem vorderen Ende getragen. Somit tragen die Hubvorrichtungen nur einen kleinen Teil des Gewichts des Produkts, so dass eine Beschädigung der Oberseite des Produkts noch zuverlässiger ausgeschlossen wird. Ferner befindet sich nur das vordere Ende des Produkts in Kontakt mit der Fläche, über die das Produkt geschoben werden soll, so dass die Kontaktflächen sowie die Reibung reduziert werden. Dadurch wird eine Beschädigung z.B. der Oberseite eines darunterliegenden Produkts vermieden, und der Widerstand gegenüber Bewegung wird reduziert, insbesondere wenn die Produkte relativ flexibel sind und während des Anhebens des hinteren Endes in Längsrichtung gebogen werden.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist ein Verfahren nach der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 6 gekennzeichnet.
  • Zum noch weitergehenden Schutz der Oberseite der zu transportierenden Produkte und zum Verhindern einer gegenseitigen Anhaftung der Produkte z.B. in einem Stapel sind an der Oberseite Deckbahnen vorgesehen. Dies beeinträchtigt jedoch die Möglichkeit, mit den Saugvorrichtungen an der Oberseite anzugreifen, ohne weitere Maßnahmen zu treffen.
  • Wenn gemäß der vorliegenden Erfindung das Anheben des oberen Produkts an beiden rückseitigen Ecken ausgeführt wird, verbleibt die darunterliegende nächste Schutz-Deckbahn auf dem Stapel, da der erforderliche Luft-Mitnahmeeffekt in diesem Fall viel kleiner ist als bei einem ganzen Blatt oder einer Blattseite. Dieser Effekt wird besonders dann erzielt, wenn das bahnförmige Produkt zwischen diesen Ecken geringfügig gebogen werden kann. Das Verfahren bietet ferner den Vorteil, dass unabhängig von der Größe und den Dimensionen der bahnförmigen Produkte das Anheben an den beiden rückseitigen Ecken leicht durchführbar ist, was für die bekannten Verfahren nicht gilt.
  • Indem die Deckbahn dort, wo die Saugvorrichtungen positioniert werden sollen, vorübergehend zwangsweise zurückbewegt und vorzugsweise zurückgezogen wird, ist die Oberseite des bahnförmigen Produkts gut geschützt, während die Saugvorrichtungen in direktem Eingriff mit der Oberseite auf dieser positioniert werden kann. Da die Saugvorrichtungen den Großteil der Oberseite, von der die Deckbahn abzogen wird, bedecken und da die Saugkräfte relativ klein sind, wird eine Beschädigung dieser Teile ebenfalls vermieden. Da die Deckbahn auf der gesamten Oberseite positioniert ist, nachdem die Saugvorrichtungen gelöst worden sind, wird die Oberseite des Produkts während der weiteren Handhabung des Produkts oder von Teilen des Produkts abgedeckt und geschützt gehalten.
  • Für bestimmte Anwendungsfälle kann an der Oberseite jedes bahnförmigen Produkts eine Schutzabdeckung zum Schutz vor Beschädigung und/oder zur Vermeidung eines Zusammenhaftens der Produkte in einem Stapel und/oder Beschädigung während des Transports und der Handhabung beim Kunden etc. vorgesehen sein. Derartige Schutzabdeckungen weisen Papiermaterialien mit oder ohne laminierte Polyethylen-Oberlage auf.
  • Bei dieser Ausgestaltung ist ein Verfahren gemäß der Erfindung insbesondere – jedoch nicht ausschließlich – geeignet für das Offset-Drucken empfindlicher bahnförmiger Produkte und dgl., da diese vor direktem Kontakt sowie vor Umwelteinflüssen wie z.B. durch Licht oder Feuchtigkeit geschützt werden müssen.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist ein Verfahren nach der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 8 gekennzeichnet. Falls das oberste Produkt eines Stapels entsprechend dem bekannten Verfahren mittels Saugkissen über den gesamten Bereich des Produkts oder an einer Seite des bahnförmigen Produkts angehoben wird, wird aufgrund des großen Luftvolumens, das zum Füllen des Volumens zwischen der Unterseite des obersten Produkts und der Schutz-Deckbahn des nächsten bahnförmigen Produkts erforderlich ist, normalerweise auch die Schutz-Deckbahn des nächsten bahnförmigen Produkts angehoben. Falls die bahnförmige Produkte auf dem Stapel kleine Abmessungen haben, ist die Hub-Leistung normalerweise zufriedenstellend, da der geringe erzeugte Unterdruck leicht mit einem kleinen Luftvolumen kompensiert werden kann. Der große Unterdruck zwischen einem kleinen bahnförmigen Produkt mit großen Abmessungen und der nächsten Schutz-Deckbahn bereitet jedoch sehr viel größere Schwierigkeiten, da sehr viel mehr Luft erforderlich ist. Deshalb wird, wenn das oberste Produkt von den Saugkissen angehoben wird, häufig auch die Deckbahn des nächsten bahnförmigen Produkts angehoben. Folglich ist, wenn die Schutz-Deckbahn schließlich von der Unterseite des bahnförmigen Produkts gelöst wird, das Produkt häufig zerknittert, faltig etc.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist ein Verfahren nach der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 10 gekennzeichnet.
  • Das Stapeln der Produkte nahe einem Ende von Führungsvorrichtungen ermöglicht eine leichte und effiziente Lagerung einer großen Anzahl bahnförmiger Produkte, die bereit zur Verwendung sind. Durch Bewegen der Produkte derart, dass mindestens ein Rand, insbesondere die Vorderseite der Produkte, in Kontakt mit dem darunterliegenden Produkt verbleibt, wird das Gewicht des Produkts teilweise über die Oberseite des darunterliegenden Produkts verteilt und kann nicht auf diese Seite herabfallen, während das Gewicht von dem darunterliegenden Produkt geführt wird. Wenn eine Deckbahn zwischen den jeweiligen Produkten angeordnet ist, ist die Oberseite des darunterliegenden Produkts sogar noch besser geschützt.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Transportieren bahnförmiger Produkte, die durch die Merkmale von Anspruch 11 gekennzeichnet ist.
  • Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung können bahnförmige Produkte leicht und präzise entstapelt und zu einem weiter stromabwärts eines Transportwegs gelegenen Verarbeitungsbereich transportiert werden, wodurch eine Beschädigung der Produkte verhindert wird. Ferner ermöglicht diese Vorrichtung ein präzises Positionieren der Produkte in dem Verarbeitungsbereich sowohl während einer (halb-)kontinuierlichen als auch während eines intermittierenden Zuführens der Produkte.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist eine Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 14 gekennzeichnet.
  • Die Vorteile, die sich aus einer auf der Oberseite der Produkte angeordneten Deckbahn ergeben, sind vorstehend bereits beschrieben worden. Indem Verlagerungsvorrichtungen vorgesehen sind, um die Deckbahn zwangsweise von der Oberseite des Produkts wegzubewegen, vorzugsweise durch Wegziehen, besteht die Möglichkeit, an der Oberseite Saugkissen oder dgl. Vorrichtungen anzuordnen, die an der Deckbahn angreifen. Durch Ausbildung über das Produkt in einer Richtung bewegbar sind, die von zwei einander gegenüberliegenden Ecken an dem hinteren Ende zu der Mitte und dem vorderen Ende des Produkts und umgekehrt verläuft, ist die Vorrichtung in der Lage, die Deckbahn effektiv nahezu ausschließlich von diesen beiden Ecken wegzuziehen. Dies bietet die Möglichkeit, die Saugvorrichtungen zwecks optimalen Zusammengriffs mit dem bahnförmigen Produkt in den Ecken anzuordnen.
  • Saugvorrichtungen wie z.B. Saugkissen und dgl. bieten der Vorteil, dass bahnförmige Produkte mit unterschiedlicher Materialzusammensetzung, Form und Bemessung schnell und zuverlässig erfasst werden können. Eine Beschädigung kann leicht vermieden werden, da bei einer Vorrichtung und einem Verfahren gemäß der Erfindung bereits relativ kleine Druckunterschiede und relativ wenige kleine Saugkissen verwendet werden können, weil die volle Höhe des bahnförmigen Produkts nicht von diesen Saugvorrichtungen getragen zu werden braucht.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist eine Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 16 gekennzeichnet.
  • Mittels der Schubvorrichtungen wird das bahnförmig Produkt in einen Verarbeitungsbereich, wie z.B. in eine Schlitz- oder Schneidvorrichtung gedrückt, wobei die Schubvorrichtungen, nachdem sie wieder freigegeben worden sind, zurück in ihre Ausgangsposition bewegt werden, um das nächste bahnförmige Produkt in den Ausrichtungsbereich zu ziehen. Durch die verschiedenen Zug- und Schubvorrichtungen wird die Zyklusdauer zum Transfer jedes bahnförmigen Produkts minimiert, um die Vorrichtung für die höchste Geschwindigkeits-Kapazität auszulegen. Ferner ist bei dieser Vorrichtung vorteilhaft, dass die Oberseite und der Umfangrand (Rück-, Vorder- und Längsseiten) frei für den Zusammengriff z.B. mit Ausrichtvorrichtungen, Verarbeitungsvorrichtungen und dgl. sind.
  • Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung eines Verfahrens oder einer Vorrichtung gemäß der Erfindung für das Entstapeln und Transportieren bereits präparierter bahnförmiger Produkte während Schneidoperationen.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen eines Verfahrens und einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der Beschreibung aufgeführt.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung werden im Folgenden eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß der Erfindung im Zusammenhang mit der beigefügten Zeichnung erläutert. Die Vorrichtung und das Verfahren werden nur als Beispiel beschrieben und stellen keinerlei Beschränkung der Erfindung dar.
  • 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • 2 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Entstapelungs- und Transferbereich einer Vorrichtung gemäß 1;
  • 3 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Entstapelungs- und Transferbereichs gemäß 2;
  • 4 zeigt eine schematische Rückansicht eines Entstapelungs- und Transferbereichs gemäß 2; und
  • 5 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Entstapelungs- und Transferbereichs gemäß 2.
  • In der Zeichnung sind einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die in der Zeichnung gezeigten bahnförmigen Produkte haben eine rechteckige Form. Das Produkt kann jedoch auch eine andere Form haben. Das Produkt kann unterschiedliche Materialien aufweisen, wie z.B.
  • Pappe, Kunststoff, Metall. Der Ausdruck "bahnförmig" ist dahingehend zu verstehen, dass das Produkt eine Dicke hat, die im Vergleich zu der Länge und/oder Breite des Produkts relativ klein ist. Bei der gezeigten Ausführungsform handelt es sich bei dem bahnförmigen Produkt um ein präpariertes Produkt, insbesondere eine Offset-Druckplatte, wie z.B. Master-Bahnen, die in eine Anzahl kleinerer bahnförmiger Produkte geschnitten werden sollen.
  • Die Vorrichtung 1 gemäß 1 weist einen Entstapelungsbereich 2, einen Verarbeitungsbereich 3 und einen Wiederstapelungsbereich 4 auf. Bei der Ausführungsform gemäß 1 wird ein Stapel von Produkten 5 mittels eines Gabelstaplers 8 oder dgl. nahe einem ersten Ende 6 von Transportvorrichtungen 7, die in dem Entstapelungsbereich 2 gelegen sind, in Position gebracht. Es sind (nicht gezeigte) Rollenvorrichtungen für das korrekte Ausrichten der Position des Stapels von Produkten 5 vorgesehen, wobei diese Position durch (nicht gezeigte) Detektionsvorrichtungen, wie z.B. optische Sensoren, detektiert werden kann. Abschließend können Palettenhubvorrichtungen die vertikale Position des Stapels von Produkten 5, insbesondere diejenige des obersten Produkts 5', relativ zu den noch zu beschreibenden Entstapelungsvorrichtungen 9 detektieren. Ein möglicher Bewegungsweg der zu verarbeitenden Produkte 5 ist durch eine unterbrochene Linie gezeigt.
  • Die Entstapelungsvorrichtungen 9 in dem Entstapelungsbereich 2 sind in 2–5 deutlicher gezeigt.
  • In dem Entstapelungsbereich 2 ist eine Anzahl von Saugkissen 11 an Führungsvorrichtungen 12 über dem obersten Produkt 5' des Stapels von Produkten 5 vorgesehen. Bei der gezeigten Ausführungsform sind zwei Saugkissen 11 vorgesehen. Die Führungsvorrichtungen 12 weisen ein erstes Linear-Führungselement 13 auf, das in der Seitenansicht (3) einen Winkel α mit der Vertikalen einschließt und in der Rückansicht (4) einen Winkel β mit der Vertikalen einschließt, derart, dass das Saugkissen 11 mit tels des ersten Führungselements 13 nach oben und in der Richtung der Mittellinie des in Draufsicht gezeigten Stapels von Produkten 5 und in der Richtung des ersten Endes 6 der Transportvorrichtungen 7 bewegt werden kann. Die Führungsvorrichtungen 12 sind vorzugsweise an (nicht gezeigten) Positionierungsvorrichtungen angeordnet, mit denen die Führungsvorrichtungen 12 relativ zu dem obersten Produkt 5' derart positionierbar sind, dass die Saugkissen 11 nahe und vorzugsweise exakt an den Ecken 14 des hinteren Endes 15 des obersten Produkts 5' positioniert werden können. Die Saugkissen 11 sind vorzugsweise vakuumbetätigt.
  • An jeder Seite 16 des Stapels von Produkten 5 ist eine zweite Linear-Führungsvorrichtung 17 vorgesehen, um auf noch zu beschreibende Weise eine Schubvorrichtung 18 gegen das hintere Ende 15 des obersten Produkts 5' zu führen. Die Schubvorrichtung 18 weist eine Nut 19 auf, die in Ausrichtung mit einer Ecke 14 des obersten Produkts gebracht werden und derart positioniert werden kann, dass sie gerade etwas über die obere Seite des unter dem obersten Produkt 5' liegenden Produkts 5 vorsteht.
  • Von dem ersten Ende 6 der Transportvorrichtungen 7 steht eine erste Laufbahn 20 vor, die sich entlang der Mittellinie der Transportvorrichtung in der Richtung des Verarbeitungsbereichs erstreckt. An der ersten Laufbahn ist eine Zugvorrichtung 21 vorgesehen, deren obere Seite mit der Ebene der Transportvorrichtungen 7 ausgerichtet ist. Die Zugvorrichtungen 21 sind vorzugsweise als Saugvorrichtungen ausgebildet und können entlang der ersten Laufbahn 20 gezogen werden. Der Abstand zwischen den nahe dem ersten Ende 6 der Transportvorrichtungen 7 positionierten Zugvorrichtungen 21 und dem vorderen Ende 22 des obersten Produkts 5' ist im Vergleich mit den Außenbemessungen der Produkte 5 relativ klein.
  • Das oberste Produkt 5' kann in der folgenden Weise entstapelt und an den Transportvorrichtungen 7 positioniert werden.
  • Die Saugkissen 11 werden mittels der ersten Führungsvorrichtungen 12 in den jeweiligen Ecken 14 des obersten Produkts 5' positioniert und dann dahingehend aktiviert, dass sie an beiden oberen Ecken 14 der Oberseite 23 des obersten Produkts 5' angreifen. Dann werden mittels der ersten Führungsvorrichtungen 12 die hinteren Ecken 14 des obersten Produkts 5' über eine im Vergleich mit den Außenabmessungen des Produkts 5' relativ kleine Strecke nach oben gezogen, wobei die ersten Führungsvorrichtungen 12 das hintere Ende 15 leicht krümmen, um das darunterliegende bahnförmige Produkt oder dessen Deckbahn abzurollen; dabei wird die gegenseitige Anhaftung zwischen bahnförmigen Produkt und der Deckbahn oder dem darunterliegenden bahnförmigen Produkt überwunden. Anschließend wird zumindest die Nut 19 der Schubvorrichtung 18 derart nach vorne bewegt, dass die Nut an beiden rückseitigen Ecken 14 des obersten Produkts 5' mit der Unterseite 24 zusammengreift, wobei die Schubvorrichtung 18 ferner an dem hinteren Ende 15 des obersten Produkts 5' angreift. Dann werden die Saugkissen 11 von der Oberseite 23 gelöst, und das oberste Produkt 5' kann nach derart vorne geschoben werden, dass dessen vorderes Ende 22 über die Zugvorrichtungen 21 auf der ersten Laufbahn 20 gezogen wird. Da mindestens die Ecken des hinteren Endes 15 des obersten Produkts 5' angehoben werden, ist nur das Gewicht des genannten Produkts 5 hauptsächlich an der vorderen Ende 22 des Produkts 5' konzentriert, das sich in Kontakt mit dem darunterliegenden Stapel von Produkten 5 befindet. Dies bedeutet, dass das Produkt 5' leicht nach vorne geschoben werden kann. Bei Bedarf kann, falls keine Deckbahn appliziert worden ist, Luft derart zwischen das angehobene oberste Produkt 5' und den darunterliegenden Stapel von Produkten 5 geblasen werden, dass das Produkt 5' in einem gewissen Maß auf einem Luftkissen schwebt. Da nur das hintere Ende 15 mittels der Saugkissen 11 angehoben wird, wird ein Teil des Gewichts des obersten Produkts 5' von dem vorderen Ende 22 getragen, was dazu führt, dass nur ein relativ kleines Gewicht von den Saugkissen 11 getragen wird. Teilweise verhindert die vor der Vorwärtsbewegung des obersten Produkts 5' erfolgende Separierung des obersten Produkts 5' von dem darunterliegenden Stapel von Produkten 5 eine Beschädigung der Oberseite 23 des darunterliegenden Produkts 5'.
  • Wenn sich die Zugvorrichtungen 21 fest im Eingriff mit der unteren Seite 24 des vorderen Endes 22 des Produkts befinden, z.B. mittels Saugkraft, wird das oberste Produkt 5' weiter auf die Transportvorrichtungen 7 gezogen, indem die Zugvorrichtungen 21 nach vorne bewegt werden. Während dieser Vorwärtsbewegung werden die Schubvorrichtungen 18 und die Nut 19 außer Eingriff miteinander gebracht und in ihre Ausgangsposition bewegt, um das nächste bahnförmige Produkt aufzunehmen. Das Produkt wird somit durch einen Zugvorgang nach vorne bewegt. Wenn das Produkt 5' hinreichend auf den Transportvorrichtungen 7 platziert worden ist, werden die Schubvorrichtungen 18 außer Eingriff gebracht und zurück in ihre Ausgangsposition bewegt. Die Entstapelungsvorrichtung kann dann zum Entstapeln eines weiteren Produkts betätigt werden.
  • Bei der vorstehend erläuterten Ausführungsform wurde das Entstapeln eines Produkt im Zusammenhang mit einem Produkt beschrieben, an dessen Oberseite die Saugkissen 11 direkt angreifen können. Die Oberseite 23 der Produkte 5 kann jedoch auch von einer Deckbahn 30 bedeckt sein. Die Deckbahn kann z.B. reines Papier, PE-laminiertes Papier oder Kunststoff aufweisen und ist zum Schutz lose auf der Oberseite 23 platziert. Wenn in diesem Fall die Saugkissen 11 auf der Oberseite einer PE-laminierten oder Kunststoff-Deckbahn 30 positioniert werden, sind die Saugkissen 11 nicht in der Lage, das hintere Ende des obersten Produkts 5' korrekt anzuheben. Um dieses Problem zu vermeiden, sind Verlagerungsvorrichtungen 31 über der Deckbahn 30 vorgesehen, um deren beiden Deckbahn-Eckteile 32 über die betreffenden Ecken 14 des hinteren Endes 15 des obersten Produkts 5' zu verlagern. Die Verlagerungsvorrichtungen 31 sind z.B. Saugrollenvorrichtungen 33, die in einer Richtung bewegbar sind, welche mit der Bewegungsrichtung 10 des obersten Produkts 5' einen Winkel φ einschließt.
  • Während des Betriebs werden die Saugrollenvorrichtungen 33 an den jeweiligen Ecken 14 über den Eckenteilen 32 positioniert und dann aktiviert, wodurch sie an den Eckenteilen 32 angreifen. Die Saugrollenvorrichtungen 33 werden dann zu der Mittellinie C des Produkts gelenkt, wodurch sie die Eckenteile 32 zwangsweise von den Ecken 14 weg bewegen. Die Oberseite 23 des obersten Produkts 5' nahe den Ecken 14 ist nun frei von der Deckbahn 30 und kann von den Saugkissen 11 auf die oben angeführte Weise ergriffen werden. Die Saugrollenvorrichtungen 33 können dann gelöst werden und aus dem Weg bewegt werden. Nachdem die Schubvorrichtungen 18 und die Nuten 19 in Position gebracht worden sind und die Saugkissen 11 außer Eingriff gebracht worden sind, werden die Eckteile 32 derart neupositioniert, dass die Oberseite 23 des obersten Produkts 5' wiederum vollständig von der Deckbahn 30 bedeckt ist.
  • Es ist ersichtlich, dass die Saugvorrichtungen durch verschiedene geeignete Vorrichtungen ersetzt werden können. Beispielsweise können, falls die Produkte magnetisierbar sind, statt der Saugvorrichtungen (elektro-)magnetische Vorrichtungen vorgesehen sein.
  • Wenn das Produkt 5 voll auf die Vorrichtung 35 zum Ausrichten der Transportvorrichtungen 7 gezogen und/oder geschoben worden ist, werden Ausrichtvorrichtungen 35 in Kontakt mit einer und vorzugsweise beiden Längsseiten 16 des Produkts 5 gebracht, wobei Vorder-Anschlagvorrichtungen 36 gegen das vordere Ende 22 des Produkts positioniert werden. Die Anschlagvorrichtungen 36 sind mit (nicht gezeigten) Sensorvorrichtungen versehen, um die Ausrichtung des Produkts 5 relativ zur Bewegungsrichtung 10 zu erfassen. Diese Ausrichtung ist zumindest für die korrekte Verarbeitung des Produkts in dem Verarbeitungsbereich 3 erforderlich, wie noch beschrieben wird.
  • Bei der Ausführungsform gemäß 1 ist eine Schneidvorrichtung 38 zum Schneiden des Produkts 5 in eine Anzahl von Platten 39 vorgesehen, wobei bei der gezeigten Ausführungsform drei Platten 39 vorhanden sind. Die Schneidvorrichtung 38 weist zu diesem Zweck z.B. zwei drehbare Messer auf, die in einer vertikalen Ebene angeordnet parallel zur Bewegungsrichtung 10 angeordnet sind. Die Drehachse der Messer 40 verläuft parallel zu dem vorderen Ende des bahnförmigen Produkts 5, rechtwinklig zur Transportrichtung 10. Die Ausrichtung durch die Ausrichtvorrichtungen 35 und die Anschlagvorrichtungen 36 muss derart erfolgen, dass das vordere Ende 22 des Produkts 5 vorzugsweise exakt parallel zu der Achse der Messer 40 verläuft.
  • Nach dem korrekten Ausrichten des Produkts 5 werden zweite Schubvorrichtungen 42, die entlang den zweiten Laufbahnen 37 bewegbar sind, in Position gebracht und mit der Unterseite des Produkts 5 in der Nähe von dessen hinterem Ende 15, an dem durch Unterdruck angegriffen wird, verbunden. Dann werden die Anschlagvorrichtungen 36 gelöst, ebenso wie die Zugvorrichtungen, woraufhin das Produkt mittels der zweiten Schubvorrichtungen 42 durch die Schneidvorrichtung 38 hindurch vorbewegt wird. Die Drehgeschwindigkeit der Messer 40 wird an die Vorbewegungsgeschwindigkeit des Produkts oder umgekehrt angeglichen, derart, dass die relative Vorbewegungsgeschwindigkeit der Messer 40 der relativen Vorbewegungsgeschwindigkeit des Produkts 5 entspricht. Dadurch wird ein korrektes Schneiden der Produkte ohne Beschädigung der Messer und/oder des Produkts erzielt.
  • Hinter der Schneidvorrichtung 38 werden die Platten 39 von der zweiten Schubvorrichtung 42 freigegeben und auf ein als Teil der Transportvorrichtungen 7 vorgesehenes Förderband 44 bewegt, das die Platten 39 in den Wiederstapelungsbereich 4 verbringt, damit diese in Form korrekter Stapel aufeinandergestapelt werden können. Während der Bewegung der Platten 39 auf dem Förderband 44 können die Platten 39 in einer rechtwinklig zur Bewegungsrichtung 10 verlaufenden Richtung auseinanderbewegt werden, um eine leichte Handhabung im Wiederstapelungsbereich 4 zu ermöglichen. Das Stapeln der Platten 39 wird durch beliebige, dem Fachmann auf dem Gebiet bekannte Vorrichtungen durchgeführt, die hier nicht detailliert beschrieben werden.
  • Die in der Zeichnung gezeigte Vorrichtung 1 wird zum Entstapeln, Schneiden und Wiederstapeln vorbehandelter bahnförmiger Produkte verwendet, wie z.B. von Master-Blättern, die bei Offset-Druckvorgängen verwendet werden sollen. Die im Entstapelungsbereich 2 angeordneten Entstapelungsvorrichtungen 9 sind für derartige Produkte besonders zweckmäßig, da bei dieser Vorrichtung sämtliche Möglichkeiten von Beschädigungen der vorbehandelten Oberseite der Produkte 5 vermieden werden. Es versteht sich jedoch, dass eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung auch zum Entstapeln und Verarbeiten anderer Arten bahnförmiger Produkte verwendbar ist.
  • Die Vorrichtung 1 gemäß 1 weist ferner eine zentrale Steuereinheit 50 zur Steuerung der verschiedenen Teile der Vorrichtung auf, wie z.B. der Positionierungsvorrichtung, der Schub-, Zug- und Ausrichtvorrichtungen, der Anschlagvorrichtungen, Schneidvorrichtungen, Transportvorrichtungen, Entstapelungsvorrichtungen und Wiederstapelungsvorrichtungen. Die mögliche Ausgestaltung und Verwendung der Vorrichtung im jeweiligen Anwendungsfall werden Fachleuten auf dem Gebiet direkt ersichtlich sein, ebenso wie sämtliche Modifikationen der Vorrichtung. Mit der Steuereinheit 50 können die oben beschriebenen Komponenten und die gesamte Vorrichtung entsprechend den Eigenschaften der zu behandelnden Produkte, z.B. hinsichtlich Größe, Material oder Vorhandensein einer Deckbahn, eingestellt werden.
  • Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen und in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsformen beschränkt.
  • Beispielsweise können in dem Verarbeitungsbereich unterschiedliche Verarbeitungsvorrichtungen vorgesehen sein, beispielseweise um auf die bahnförmigen Produkte eine Substanz wie z.B. Tinte oder Leim auftragen, oder um eine Deckbahn zu positionieren oder zu entfernen. Die Förderbänder können weggelassen werden, und es können unterschiedliche Transportvorrichtungen vorgesehen sein. Das Platzieren eines Stapels von Produkten nahe dem ersten Ende der Transportvorrichtungen kann auch mit anderen Vorrichtungen als einem Gabelstapler durchgeführt werden, wobei ähnliche Vorrichtungen auch am stromabwärtigen Ende des Verarbeitungsbereichs vorgesehen sein können, um die Platten wieder zu stapeln. Ferner können die zweiten Schubvorrichtungen eine andere Ausgestaltung aufweisen, wodurch eine unterschiedliche Anzahl erster und/oder zweiter Bahnen mit einer relevanten Anzahl zweiter Zugvorrichtungen und Anschlagvorrichtungen versehen sein kann. Das Vorsehen einer einzigen zweiten Zugvorrichtung kann den Vorteil bieten, dass die Drehung des Produkts 5 über die Transportfläche während des Ausrichtens des Produkts möglich ist, während das Vorsehen mindestens zweier Zug- und/oder Schubvorrichtungen den Vorteil ermöglicht, dass eine derartige Drehung entfällt und dadurch eine korrekte Ausrichtung beibehalten wird. Die Bewegungsrichtung der Saugkissen 11 und deren Anzahl sowie die Bewegungsrichtung der Verlagerungsvorrichtungen und deren Anzahl können je nach Form, Typ und Bemessungen der zu entstapelnden und zu verarbeitenden Produkte unterschiedlich gewählt werden.

Claims (19)

  1. Verfahren zum Transportieren bahnförmiger Produkte (5) mittels einer Vorrichtung, die in einem Entstapelungsbereich (2) eine Entstapelungsvorrichtung (9) sowie erste und zweite Führungsvorrichtungen (12, 17) für entstapelte Produkte (5) aufweist, wobei eine Anzahl von Hubvorrichtungen (11) der Entstapelungsvorrichtung (9) an einer oberen Seite (23) eines bahnförmigen Produkts (5') positioniert ist und mindestens ein hinteres Ende (15) des Produkts von einem darunterliegenden bahnförmigen Produkt (5) her über eine in Bezug zur Länge und Breite des Produkts relativ kleine Distanz angehoben wird, wobei erste Schubvorrichtungen (18) gegen die angehobene hintere Seite des Produkts gedrückt werden und das Produkt auf unterhalb des vorderen Endes des Produkts angeordnete Zugvorrichtungen (21) gedrückt wird, woraufhin die ersten Schubvorrichtungen (18) gelöst werden und das Produkt mittels der Zugvorrichtungen (21) weiter zu einem Verarbeitungsbereich (3) gezogen wird, wobei das Produkt mittels Ausrichtvorrichtungen (35) ausgerichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Schubvorrichtungen (18), die eine Nut (19) mit ersten und zweiten Flächen aufweisen, teilweise unter die Bodenseite und teilweise gegen die hintere Seite des Produkts gedrückt werden, derart, dass das Produkt teilweise von der Nut (19) gehalten und von den Hubvorrichtungen (11) freigegeben wird und mittels der Nut (19) über eine relativ kleine Distanz auf die Zugvorrichtungen (21) gedrückt wird, wobei die ersten Schubvorrichtungen (18) mittels der zweiten Führungsvorrichtungen (17) linear bewegt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Produkt nur am hinteren Ende (15) von den Hubvorrichtungen (11) gehoben wird, derart, dass das Produkt im Vergleich mit dem gegenüberliegenden Rand des vorderen Endes (22) leicht nach oben gekippt wird.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–2, bei dem die Hubvorrichtungen (11) Saugvorrichtungen sind, die auf der oberen Seite (23) des anzuhebenden Produkts positioniert sind.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–3, bei dem die Zugvorrichtungen (21) durch Saugvorrichtungen unterstützt werden, um das Produkt gelenkt linear vorwärts zum Verarbeitungsbereich zu ziehen.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–4, bei dem mit Saugvorrichtungen versehene zweite Schubvorrichtungen (42) vorgesehen sind, um das Produkt gelenkt linear vorwärts in den Verarbeitungsbereich zu drücken.
  6. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem jedes Produkt von einer Schutz-Deckbahn (30) bedeckt ist, wobei ein nahe dem hinteren Ende (15) des zu transportierenden Produkts gelegener Teil der Deckbahn (30) von der oberen Seite (23) des Produkts weg gedrückt wird, woraufhin die Saugvorrichtungen (11) an der oberen Seite des Produkts an einer Position positioniert werden, an der die Deckbahn (30) weggedrückt worden ist, und wobei die Deckbahn (30) nach der Deaktivierung der Saugvorrichtungen erneut an der oberen Seite des Produkts positioniert wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem der genannte Teil der Deckbahn (30) mittels Rollvorrichtungen, vorzugsweise Saug-Rollvorrichtungen (33), weggedrückt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, bei dem die Deckbahn (30) aus mindestens einer Ecke (14), vorzugsweise aus zwei einander gegenüberliegenden Ecken des Produkts nahe dessen hinterem Ende (15), weggezogen wird, wobei zum Wegziehen der Deckbahn vorgesehene Vorrichtungen aus der oder jeder derartigen Ecke in einer zur Mittellinie (C) des Produkts verlaufenden Richtung bewegt werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–8, bei dem die Ausrichtvorrichtungen (35) an mindestens einer Seite der Längsseiten (16) des Produkts rechtwinklig zum hinteren (15) und vorderen Ende (22) des Produkts positioniert werden, nachdem das Produkt mittels der Zugvorrichtungen (21) zum Beginn des Verarbeitungsbereichs (3) transferiert worden ist.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–9, bei dem vor dem Transportieren eines Produkts auf eine erste Laufbahn (20) der Zugvorrichtungen (21) die Produkte nahe einem Ende der ersten Führungsvorrichtungen (12) gestapelt werden, wobei jedes obere Produkt derart bewegt wird, dass es, während das Produkt auf die erste Laufbahn (20) und in einen Ausrichtbereich bewegt wird, mit der oberen Seite des nächsten Produkts, vorzugsweise einer Deckbahn des nächsten Produkts, in Kontakt verbleibt.
  11. Vorrichtung zum Transportieren bahnförmiger Produkte, die in einem Entstapelungsbereich (2) eine Entstapelungsvorrichtung (9) und erste und zweite Führungsvorrichtungen (12, 17) für entstapelte Produkte (5), und Ausrichtvorrichtungen (35) aufweist, wobei die Entstapelungsvorrichtung (9) eine Anzahl von Hubvorrichtungen (11) und erste Schubvorrichtungen (18) aufweist, die Hubvorrichtungen (11) ausgebildet sind zum Angreifen an der oberen Seite (23) eines in der Entstapelungsvorrichtung (9) befindlichen bahnförmigen Produkts (5) und zum Anheben mindestens des hinteren Endes (15) des Produkts von einem darunterliegenden Produkt über eine in Bezug zur Länge und Breite des Produkts relativ kleine Distanz, wobei die ersten Schubvorrichtungen (18) ausgebildet sind zur Anlage an mindestens dem hinteren Ende (15) des Produkts (5) und zum Drücken des Produkts auf die Zugvorrichtungen (21), welche zum Ziehen des Produkts (5) nach vorne in einen Verarbeitungsbereich (3) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Schubvorrichtungen (18) eine Nut (19) mit einer ersten Fläche zur Anlage an dem angehobenen hinteren Rand (15) des Produkts und einer zweiten Fläche zur Anlage an der unteren Seite (24) des Produkts nahe dem hinteren Rand (15) aufweist, wobei die zweiten Führungsvorrichtungen (17) zur linearen Bewegung der ersten Schubvorrichtungen (18) vorgesehen sind.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der die Hubvorrichtungen (11) Saugkissen (11) aufweisen, die in einer Richtung bewegbar sind, welche mit der flachen Ebene (23) des zu transportierenden oberen Produkts (5) einen Winkel (α, β) einschließt.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Hubvorrichtungen (11) mindestens zwei Saugkissen (11) aufweisen, die bei Betrieb in einander gegenüberliegenden Ecken (14) nahe dem hinteren Ende (15) des zu transportierenden Produkts (5) positioniert sind.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11–13, bei der Verlagerungsvorrichtungen (31) vorgesehen sind, die einen Teil einer die obere Seite (23) des Produkts (5) bedeckenden Deckbahn (30) erfassen, wobei die oder jede Verlagerungsvorrichtung (31) über das Produkt (5) in einer von der Mittellinie des Produkts ausgehenden Richtung zu der oder jeder Ecke (14) des hinteren Endes und umgekehrt bewegbar ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, bei der die oder jede Verlagerungsvorrichtung (31) eine Rollvorrichtung, insbesondere eine Saugrolle (33) ist, die zum Wegziehen der Deckbahn (30) von mindestens zwei einander gegenüberliegenden Ecken (14) am hinteren Ende (15) des Produkts (5) ausgebildet ist.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11–15, bei der der Entstapelungsbereich (2) einen Ausrichtbereich mit Anschlagvorrichtungen (36) und den Ausrichtvorrichtungen (35) aufweist, die zum Anschlag gegen das vordere Ende (22) bzw. gegen mindestens eine der Längsseiten (16) des Produkts (5) ausgebildet sind, um das Produkt auszurichten, bevor dieses mittels der zweiten Schubvorrichtung (42) gelenkt in eine Schneidvorrichtung gedrückt wird.
  17. Vorrichtung nach mindestens Anspruch 16, bei der die Zugvorrichtungen (21) Transportvorrichtungen (7) und mindestens eine Laufbahn (20) aufweisen, die durch unterhalb des vorderen Endes jedes bahnförmigen Produkts angeordnete Saugvorrichtungen unterstützt wird, die das Produkt zum Verarbeitungsbereich (3) zieht, wobei die Ausrichtvorrichtungen (35) und die Transportvorrichtungen (7) zur exakten Ausrichtung der bahnförmigen Produkte relativ zu Schneidvorrichtungen ausgebildet sind, die jedes bahnförmigen Produkt in eine Anzahl bahnförmiger Produkte mit kleinerer Bemessung schneiden.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16–17, bei der die zweiten Schubvorrichtungen (42) eine Anzahl zweiter Laufbahnen (37) aufweisen, die durch unterhalb der Unterseite des hinteren Endes jedes bahnförmigen Produkts angeordnete Saugvorrichtungen unterstützt werden, um das Produkt aus einem Ausrichtbereich in den Verarbeitungsbereich (3) zu drücken.
  19. Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1–10 oder einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11–18 zum Entstapeln und Transportieren vor-sensibilisierter bahnförmiger Produkte während Schneidoperationen.
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