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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft chemilumineszente Zusammensetzungen,
die mit einer Peroxidase und einem Peroxid unter Erzeugung von Chemilumineszenz
reagieren. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung Zusammensetzungen,
die neue elektronenreiche Alkene enthalten, die mit einer Peroxidase
und einem Peroxid unter Bildung einer angeregten Carbonylverbindung
reagieren. Die Erfindung betrifft ferner Assay-Verfahren zum Nachweis
einer Peroxidase und zum Nachweis eines peroxidasemarkierten spezifischen Bindungspartners
in Immun-Assays, Nucleinsäure-Sonden-Assays
und dergleichen.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Peroxidaseenzyme,
wie Meerrettichperoxidase (horseradish peroxidase, HRP) werden häufig als
Marker oder Markierungen in enzymgebundenen Assays für biologische
Moleküle
und andere Analyten von Interesse, wie Arzneimittel, Hormone, Steroide
und Krebsmarker, eingesetzt. Der chemilumineszente Nachweis dieser
Enzyme bietet ein sicheres, einfaches und empfindliches Mittel zur
Bereitstellung eines quantitativen Maßes der Menge an Enzym in einer
Probe oder der Menge an enzymmarkiertem Analyt oder markiertem spezifischem
Bindungspartner für
einen Analyten. Andere chemilumineszente Reaktionsschemata sind
entwickelt worden, um die Menge bestimmter Peroxidaseenzyme zu quantifizieren.
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a. Chemilumineszente Peroxidasesubstrate.
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Aminosubstituierte
zyklische Acylhydrazide, wie die bekannten Luminol und Isoluminol,
reagieren mit H2O2 und
einem Peroxidasekatalysator (wie Meerrettichperoxidase, HRP) unter
basischen Bedingungen mit Emission von Licht. Diese Reaktion wurde
als Basis für
Analyseverfahren zum Nachweis von H2O2 und für
die Peroxidase verwendet. Von heterocyclischen Analoga von Luminol,
wie (8-Amino-5-chlor-7-phenylpyrido[3,4-d]-pyridazin-1,4(2H,3H)dion
(M. Ii et al., Biochem.
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Biophys.
Res. Comm., 193(2), 540-5 (1993)); Pyridazinochinoxalinone (U.S.-Pat.
Nr. 5,324,835) und 1,3-disubstituierte Pyrazolo[4',3':5',6']pyrido-[2,3-d]-pyrazindione
(Y. Tominaga et al., Tetrahedron Lett., 36, 8641-4 (1995)) ist bekannt,
dass sie mit einer Peroxidase und Peroxid unter Erzeugung von Chemilumineszenz
reagieren. Andere Hydrazidverbindungen, die chemilumineszent sind,
wenn sie durch eine Peroxidase und ein Peroxid oxidiert werden,
sind hydroxysubstituierte Phthalhydrazide (U.S.-Pat. Nr. 5,552,298).
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Die
U.S.-Patente Nr. 5,491,072, 5,523,212 und 5,593,845 des Anmelders
offenbaren chemilumineszente N-Alkylacridancarbonsäureester,
-thioester und -sulfonimide, die nach Reaktion mit einem Peroxid
und einer Peroxidase Licht erzeugen, zur Verwendung zum Nachweis
von Peroxidasen und in Assays. Eine PCT-Anmeldung (WO 94/02486)
beschreibt die chemilumineszente Reaktion von Spiroacridanverbindungen mit
Wasserstoffperoxid. Die Reaktion wird durch Zugabe von Meerrettichperoxidase
verstärkt.
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Verschiedene
Verbindungen biologischen Ursprungs, die insgesamt als Luciferine
bezeichnet werden, werden durch eine Peroxidase oxidiert (in L.J.
Kricka und G.H.G. Thorpe, in Luminescence Immunoassay and Molecular
Applications, K. Van Dyke und R. Van Dyke, Hrsg., CRC Press, Boca
Raton, 1990, S. 77-98 zusammengefasst). In einigen Fälle wird
kein Wasserstoffperoxid verwendet; das Enzym wirkt dann als eine
Oxidase.
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Bestimmte
Phenolverbindungen erzeugen Chemilumineszenz bei Oxidation mit einer
Peroxidase. Als Beispiele werden Pyrogallol B-1 und Purpurogallin
B-2 in Kricka und Thorpe, s.o., sowie die Verbindungen des Cumarintyps
Cumarin, Umbelliferon und Esculin (D. Slawinska, J. Slowinski, J.
Biolumin. Chemilumin., 4, 226-30 (1989)); Phloroglucinol B-3 (M.
Halmann et al., Photochem. Photobiol., 30, 165-7 (1979)) und Acetaminophen
B-4 (K. Schmitt, G. Cilento, Photochem. Photobiol., 51, 719-23 (1990))
genannt.
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Andere
vermischte Verbindungen, von denen berichtet wird, dass sie in Gegenwart
von Sauerstoff oder Peroxid und einer Peroxidase eine schwache Chemilumineszenz
erzeugen, sind ein eine synthetische Schiff-Base enthaltendes Polymer
(R. Zoulik et al., Coll. Czech. Chem. Commun., 60, 95-103 (1995));
Indol-3-essigsäure
in Gegenwart von Xanthen-Farbstoffen mit oder ohne Wasserstoffperoxid
(S. Krylov, A. Chebotareva, FEBS, 324(1), 6-8 (1993); Tyrosin, Tryptophan
und Chlorpromazin (M. Nakano, J. Biolumin. Chemilumin. 4, 231-40
(1989)) sowie MCLA B-8 (M. Mitani et al., J. Biolumin. Chemilumin.
9, 355-61 (1994)), die jeweils die nachstehend gezeigten Strukturen
B-5 bis B-8 aufweisen.
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Keine
der vorstehenden Bezugsstellen offenbart die chemilumineszente Oxidation
der erfindungsgemäß offenbarten
Verbindungen durch eine Peroxidase.
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b. Realtion von Enolen
mit HRP.
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Eine
Reihe von Artikeln beschreibt die peroxidasekatalysierte Luftoxidation
enolisierbarer Aldehyde (H. Gallardo et al., Biochim. Biophys. Acta,
789, 57-62 (1984); W.J. Baader et al., Biochem. Ed., 14(4), 190-2 (1986);
I. Nantes et al., Photochem. Photobiol., 63(6), 702-8 (1996)). Es
wird angenommen, dass das reaktive Substrat die kleine Menge der
Enolform im Gleichgewicht mit dem Aldehyd ist. Die Reaktion des
Aldehyds wird durch Enolphosphate katalysiert, aber das Enolphosphat
wird selbst nicht verbraucht. Die Bezugsstelle lehrt, dass das Enolphosphat
nicht mit einer Peroxidase unter Erzeugung von Chemilumineszenz
reagiert. Energietransfer auf fluoreszierende Energieakzeptoren
erhöhte
die Lichtemission (M.T. Grijalba et al., Photochem. Photobiol.,
63(6), 697-701 (1996)). Als Enolsilylether maskierte Aldehyde (Baader,
s.o.) oder Enolacetate wurden in gekoppelten Assays verwendet, in
denen das Enol in einem ersten Schritt demaskiert wurde, um ein Enol
in situ zu erzeugen, das anschließend zur Erzeugung von Chemilumineszenz
mit einer Peroxidase reagierte (A. Campa et al., Photochem. Photobiol.,
63(6), 742-5 (1996)).
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c. Peroxidase-Enhancer.
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Zahlreiche
Enhancer wurden eingesetzt, um die Quantität und Dauer der Chemilumineszenz
aus der Reaktion von Peroxidasen mit bekannten chemilumineszenten
Substraten, einschließlich
des vorstehend genannten Luminols und der Acridancarbonsäure-Derivate,
zu erhöhen.
Dazu gehören
Benzothiazol-Derivative, wie D-Luciferin,
verschiedene Phenolverbindungen, wie p-Iodphenol, p-Phenylphenol,
Naphthole und aromatische Amine, die in G. Thorpe, L. Kricka, in
Bioluminescence and Chemiluminescence, New Perspectives, J. Scholmerich
et al., Hrsg., S. 199-208 (1987) aufgelistet sind. Andere Verbindungen,
die als Enhancer der chemilumineszenten Oxidation aminosubstituierter
cyclischer Acylhydrazide durch ein Peroxidase wirken, umfassen 4-(4-Hydroxyphenyl)-thiazol
(M. Ii, s.o.), eine Gruppe von Verbindungen, die im U.S.-Pat. Nr.
5,171,668 offenbart ist, 2-Hydroxy-9-fluorenon und eine Gruppe hydroxysubstituierter
Benzoxazol-Derivative, wie im U.S.-Pat. Nr. 5,206,149 offenbart,
sowie bestimmte Phe nylborsäureverbindungen,
wie im U.S.-Pat. Nr. 5,629,168 beschrieben. Keine der vorstehenden
Bezugsstellen offenbart die chemilumineszente Oxidation der erfindungsgemäßen Verbindungen
durch eine Peroxidase allein oder unter Verwendung von Enhancern.
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d. Verstärkung der
chemilumineszenten Peroxidasereaktionen durch Tenside.
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Die
Verstärkung
der in peroxidasekatalysierten Reaktionen erzeugten Chemilumineszenz
unter Verwendung polymerer und monomerer Tenside ist im Stand der
Technik bekannt. Die Verstärkung
kann durch Beeinflussung des Ergebnisses eines oder mehrerer Schritte
erfolgen, z.B. durch Erhöhen
der Fluoreszenzquantenausbeute der emittierenden Substanz, durch
Erhöhen
des Prozentanteils an Produktmolekülen im angeregten Zustand,
die erzeugt werden, durch Erhöhen
des Anteils an Molekülen,
die der chemilumineszenten Reaktion unterliegen, durch Hemmung konkurrierender
Nebenreaktionen oder durch Fördern
der Wirkung eines Enzymkatalysators. Es existiert kein eindeutiges
Muster hinsichtlich der Wirkung polymerer und monomerer Tenside
auf chemilumineszente Reaktionen. Es ist unmöglich vorherzusagen, welche
Tensidverbindungen, wenn überhaupt,
die Chemilumineszenz aus einem bestimmten Prozess verstärken, und
kann nur durch beträchtliche
Experimente bestimmt werden.
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Das
kationische polymere Tensid Poly-N-ethyl-4-vinylpyridiniumbromid
hemmte die chemilumineszente Reaktion von Luminol durch ein negativ
geladenes Insulin-Peroxidase-Konjugat
vollkommen und verminderte die Chemilumineszenz in einem geringeren
Ausmaß,
wenn das native Enzym verwendet wurde (S.B. Vlasenko et al., J.
Biolumin. Chemilumin., 4, 164-176 (1989)).
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Eine
veröffentlichte
japanische Pat.-Anmeldung Nr.
JP
06,242,111 und ein Artikel (R. Iwata et al., Anal. Biochem.,
231, 170-4 (1995)) offenbaren die Verwendung von nichtionischem
Tensid und Magermilch bei der chemilumineszenten Peroxidation von
Luminol zur Senkung der Hintergrundemission oder zur Verstärkung von
Signal/Rauschen.
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Keine
der vorstehenden Bezugsstellen offenbart die chemilumineszente Oxidation
der erfindungsgemäßen Verbindungen
durch eine Peroxidase oder die Chemilumineszenzverstärkung mit
Tensiden.
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d. Tests unter Verwendung
von HRP.
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Das
Enzym Meerrettichperoxidase hat in Enzym-Immun-Assays und DNA-Hybridisierungsassays
mit Chemilumineszenznachweis unter Verwendung von Luminol oder Isoluminol
als Substrat weitverbreitete Anwendung gefunden. Kommerziell erhältliche
Kits, die HRP-Konjugate und einen verstärkten Luminol-Chemilumineszenznachweis
einsetzen, sind erhältlich.
Chemilumineszente Peroxidase-Assays
sind auch in den vorstehend genannten U.S.-Patenten Nr. 5,491,072,
5,523,212 und 5,593,845 offenbart. Keine Bezugsstellen offenbaren
die chemilumineszenten Peroxidase-Assays, die die erfindungsgemäßen Verbindungen
als Substrate verwenden.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen bereitzustellen,
die Verbindungen erhalten, die mit einer Peroxidase und einem Peroxid
reagieren, um Chemilumineszenz bereitzustellen.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen,
die Verbindungen enthalten, die mit einer Peroxidase und einem Peroxid
unter Bereitstellung von Chemilumineszenz reagieren, zum Nachweis
der Peroxidase bereitzustellen.
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Es
ist ebenfalls eine Ausgabe der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen
bereitzustellen, die Verbindungen der Formel I enthalten, die eine
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
enthalten, die an einem Ende der Doppelbindung mit zwei Atomen,
ausgewählt
aus Sauerstoff oder Schwefel, substituiert sind, die jeweils an
eine andere Gruppe X oder R1 gebunden sind,
und die am anderen Ende der Doppelbindung mit zwei Gruppen A1 und A2 substituiert
sind, die derart ausgewählt
sind, dass nach Reaktion von I mit einer Peroxidase und einem Peroxid
ein angeregtes Produkt A1A2C
= O* entsteht.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen
bereitzustellen, die Verbindungen der Formel I enthalten, wobei
A1 und A2 zusammen
mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen heterocyclischen
oder carbocyclischen Ring bilden. Insbesondere kann der Ring eine
stickstoff-, schwefel- oder sauerstoffhaltige heterocyclische Ringgruppe
sein.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen
bereitzustellen, die Verbindungen der Formel I enthalten, wobei,
wenn Z2O ist, die an das Sauerstoffatom
gebundene Gruppe Teil einer Alkoxygruppe, einer Aryloxygruppe, einer
Aralkyloxygruppe, einer Phosphatmono-, -di- oder -triestergruppe,
einer Carbonsäureestergruppe,
einer Sulfatgruppe, einer Zuckergruppe oder einer Silylethergruppe
ist, und wenn Z2S ist, die an das Schwefelatom
gebundene Gruppe Teil der entsprechenden Thiogruppen ist.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Verfahren zur
Erzeugung von Chemilumineszenz nach Reaktion mit einer Peroxidase
und einem Peroxid unter Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
bereitzustellen.
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Es
ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
und Zusammensetzungen zur Verstärkung
der Chemilumineszenz, die bei Reaktion von erfindungsgemäßen Verbindungen
mit einer Peroxidase erzeugt wird, bereitzustellen.
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Es
ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, chemilumineszente
Zusammensetzungen und Verfahren zur Verwendung beim Nachweis von
Peroxidasen und Konjugaten in Immun-Assays, Nucleinsäure-Sonden-Assays,
Western-Blot-Assays, Southern-Blot-Assays und anderen Assays durch
allgemein bekannten Verfahren, die Enzymmarkierungen zum Nachweis
von Analyten verwenden, bereitzustellen. Somit eignen sich die Assays
zum Nachweis von Analyten in solchen Assays durch Nachweisen der
Peroxidase oder des Konjugats und Inbezugsetzen der dadurch erzeugten
Chemilumineszenz mit dem Vorhandensein oder mit der Menge des Analyten.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Graph, der die Menge an HRP zu der bei Raumtemperatur ausgelösten Chemilumineszenzintensität bei 15
min, die von 100 μl
eines im Beispiel 20 beschrie benen Reagenzes, das Acridanphosphat 5
enthält,
emittiert wird, in Beziehung setzt. Die Chemilumineszenzemission
wurde durch Zugabe von 10 μl HRP-Lösungen,
die zwischen 1,4 × 10-15 und 1,4 × 10-19 mol
Enzym enthielten, zu 100 μl
des Reagenzes, das 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid,
0,05 mM p-Phenylphenol, 0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 und 3,3 × 10-4 M Acridan 5 enthielt, in den Vertiefungen
einer schwarzen Mikrotiterplatte eingeleitet. Der Begriff S-B bezieht
sich auf das Chemilumineszenzsignal (S) in relativen Lichteinheiten
(RLU) in Gegenwart von HRP, das hinsichtlich der Hintergrund-Chemilumineszenz
(B) in Abwesenheit von HRP korrigiert wurde.
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2 ist
ein Graph, der die Menge an HRP zu der bei Raumtemperatur ausgelösten Chemilumineszenzintensität bei 15
min, die von 100 μl
eines im Beispiel 21 beschriebenen Reagenzes, das Acridanphosphat 13
enthält,
in Beziehung setzt. Die Chemilumineszenzemission wurde durch Zugabe
von 10 μl
HRP-Lösungen, die
zwischen 1,4 × 10-15 und 1,4 × 10-19 mol
Enzym enthielten, zu 100 μl
eines Reagenzes, das 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid,
0,05 mM p-Phenylphenol, 0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 und 3,3 × 10-4 M Acridan 13 enthielt, in den Vertiefungen
einer schwarzen Mikrotiterplatte eingeleitet.
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3 ist
ein Graph, der das Zeitprofil der Chemilumineszenz zeigt, die sich
aus der Reaktion von 1,4 × 10-15 mol HRP bei 25°C mit 100 μl des im Beispiel 20 beschriebenen
Reagenzes, das Acridan 5 enthält,
ergibt.
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4 ist ein Graph, der die Menge an HRP
zu der bei Raumtemperatur ausgelösten
maximalen Chemilumineszenzintensität bei 2 min, die von 100 μl eines Reagenzes,
das Acridan 37 enthält,
emittiert wird, in Beziehung setzt. Die Chemilumineszenzemission
wurde durch Zugabe von 10 μl
HRP-Lösungen,
die zwischen 1,4 × 10-14 und 1,4 × 10-19 mol
enthielten, zu 100 μl
Reagenzzusammensetzung, die 0,01 M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid,
0,1 mM p-Phenylphenol, 1 mM EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M Acridan 37 enthielt, eingeleitet.
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5 ist
ein Graph, der das Zeitprofil der Chemilumineszenz zeigt, die sich
aus der Reaktion von 1,4 × 10-15 mol HRP bei 25°C mit 40 μl des eines Reagenzes, das 0,01
M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid, 0,1 mM p-Phenylphenol,
1 mM EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M
Acridan 38 enthielt, ergibt. Die Lichterzeugung begann nach Mischen
und erreichte nach 1 min maximale Intensität.
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6 ist
ein Graph, der die Menge an HRP zu der bei Raumtemperatur ausgelösten maximalen
Chemilumineszenzintensität
bei 30 min, die von 100 μl
eines Reagenzes, das Acridan 39 enthält, emittiert wird, in Beziehung
setzt. Die Chemilumineszenzemission wurde durch Zugabe von 10 μl HRP-Lösungen,
die zwischen 1,4 × 10-15 bis 1,4 × 10-20 mol
enthielten, zu 100 μl
Reagenzzusammensetzung, die 0,01 M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid,
0,1 mM p-Phenylphenol, 1 mM EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M Acridan 39 enthielt, eingeleitet.
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7 ist
ein Graph, der das Zeitprofil der Chemilumineszenz zeigt, die sich
aus der Reaktion von 3,5 × 10-16 mol HRP bei 25°C mit 100 μl eines Reagenzes, das 0,01
M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid, 0,1 mM p-Phenylphenol,
1 mM EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M
Acridan 50 enthielt, ergibt. Die Lichterzeugung begann nach Mischen
und erreichte nach 7 min maximale Intensität.
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8 ist
ein Graph, der die Menge an HRP zu der bei Raumtemperatur ausgelösten maximalen
Chemilumineszenzintensität
bei 15 min, die von 100 μl
eines Reagenzes, das Acridan 43 enthält, emittiert wird, in Beziehung
setzt. Die Chemilumineszenzemission wurde durch Zugabe von 10 μl HRP-Lösungen,
die zwischen 1,4 × 10-15 bis 1,4 × 10-19 mol
enthielten, zu 100 μl
einer Reagenzzusammensetzung, die 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25
mM Harnstoffperoxid, 0,05 mM p-Phenylphenol, 0,5 mM EDTA, 0,0125%
Tween 20, 1 mM CTAB und 6,6 × 10-4 M Acridan 43 enthielt, eingeleitet.
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9 ist
ein Graph, der die Verstärkung
der Chemilumineszenz durch Verwendung eines fluoreszierenden Energietransfermittels
demonstriert. Reagenzzusammensetzungen, die 0,055 M Tris-Puffer,
pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05 mM p-Phenylphenol, 0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween
20, 1 mM CTAB und 3,3 × 10-4 M Verbindung 46 allein oder mit 50 μM DBA umfassten,
wurden hinsichtlich der Erzeugung von Chemilumineszenz getestet,
indem ein 100-μl-Aliquot
mit 3,5 × 10-15 mol HRP umgesetzt wurde.
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10 ist
ein Graph, der das Zeitprofil der Chemilumineszenz zeigt, die sich
aus der Reaktion von 3,5 × 10-15 mol HRP bei 25°C mit 100 μl des eines Reagenzes, das 0,055 M
Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05 mM p-Phenylphenol,
0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 und 3,3 × 10-4 M
Verbindung 48 enthielt, ergibt.
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11 ist
ein Graph, der das Zeitprofil der Chemilumineszenz zeigt, die sich
aus der Reaktion von 3,3 × 10-15 mol HRP bei 25°C mit 100 μl des eines Reagenzes, das 0,055
M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05 mM p-Phenylphenol,
0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 und 3,3 × 10-4 M
Verbindung 49 enthielt, ergibt.
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12 ist
ein Bild eines Röntgenfilms
aus einem Western-Blot-Assay von β-Galactosidase über einen HRP-markierten
Antikörper
auf einer PVDF-Membran mit einer chemilumineszenten Reagenzzusammensetzung.
Verdünnungen
von β-Galactosidase,
die 5000, 1000, 180, 30 bzw. 5 pg Protein enthielten, wurden mit einem
Reagenz nachgewiesen, das 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, der 0,66
mM Acridanphosphat 5, 0,05 mM p-Phenylphenol,
0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 enthielt,
umfasste, durch Exponieren der Membran mit einem Röntgenfilm
für 30
s nach einer 14-minütigen Inkubation
nachgewiesen.
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13 ist
ein Bild eines Röntgenfilms
aus einem ähnlichen
Western-Blot-Experiment
unter Verwendung einer Nitrocellulosemembran. Das Bild wurde durch
Exponieren der Membran mit einem Röntgenfilm für 5 min nach einer 10-minütigen Inkubationszeit
erhalten.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Definitionen:
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- Alkyl – Eine
verzweigte, geradkettige oder cyclische Kohlenwasserstoffgruppe
mit 1-20 Kohlenstoffatomen. Niederalkyl, wie hier verwendet, bezieht
sich auf Alkylgruppen mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen.
- Alkenyl – Eine
verzweigte, geradkettige oder cyclische Kohlenwasserstoffgruppe
mit mindestens einer C-C-Doppelbindung und 2-20 Kohlenstoffatomen.
Niederalkenyl, wie hier verwendet, bezieht sich auf Alkenylgruppen
mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen.
- Alkinyl – Eine
verzweigte oder geradkettige Kohlenwasserstoffgruppe mit mindestens
einer C-C-Dreifachbindung und 2-20 Kohlenstoffatomen. Niederalkinyl,
wie hier verwendet, bezieht sich auf Alkinylgruppen mit bis zu 8
Kohlenstoffatomen.
- Analyt – Eine
Substanz, deren Vorhandensein oder Menge in einer Probe durch einen
Assay gemessen werden soll. Analyten umfassen organische und biologische
Moleküle,
zu denen es einen spezifischen Bindungspartner mit einer spezifischen
Bindungsaffinität
gibt. Beispielhafte Analyten umfassen, ohne Beschränkung, einzelsträngige oder
doppelsträngige
DNA, RNA, DNA-RNA-Komplexe, Oligonucleotide, Antikörper, Antikörperfragmente,
Antikörper-DNA-Chimären, Antigene,
Haptene, Proteine, Lektine, Avidin, Streptavidin und Biotin. Andere
beispielhafte Analyten umfassen ferner hydrolytische Enzyme, Inhibitoren
hydrolytischer Enzyme und dihydroxyaromatische Verbindungen.
- Aryl – Eine
einen aromatischen Ring enthaltende Gruppe mit 1 bis 5 carbocyclischen
aromatischen Ringen, die mit 1 oder mehr von H verschiedenen Substituenten
substituiert sein kann.
- Biomedizinische Analyse – Analysen
von Proben biologischen Ursprungs im Hinblick auf Analyten von Interessen.
Die Analysen können
Immun-Assays, Western-Blots, Norihern-Blots, Southern-Blots, DNA-Hybridisierungsassays,
DNA-Sequenzanalyse, Koloniehybridisierungen, Genexpressionsanalyse,
Arzneimittel-Screening mit hohem Durchsatz, Nachweis von Infektionserregern
oder Pathogenen und dergleichen sein.
- Glycosyl – Reste
von Kohlenhydratgruppen, einschließlich Hexosen und Pentosen,
die eine oder mehr Zuckereinheiten enthalten. Beispiele umfassen
Fructose, Galactose, Glucose, Glucuronat, Mannose, Ribose, N-Acetylglucosamin
und dergleichen.
- Halogen –Fluor-,
Chlor-, Brom- oder Iodatome.
- Heteroaryl – Eine
einen aromatischen Ring enthaltende Gruppe mit 1 bis 5 carbocyclischen
aromatischen Ringen, in der mindestens eines der Ring-Kohlenstoffatome
durch einStickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelatom ersetzt ist
und die mit 1 oder mehr von H verschiedenen Substituenten substituiert
sein kann.
- Lumineszent – In
der Lage zur Aussendung von Licht, wenn in einen angeregten Elektronenzustand
angeregt. Das Licht kann entweder als Fluoreszenz, wenn es vom Zurückfallen
von einem angeregten Singulett-Zustand stammt, oder als Phosphoreszenz,
wenn es vom Zurückfallen
von einem angeregten Triplett-Zustand stammt, emittiert werden.
- Peroxid – Eine
Verbindung mit einer O-O-Bindung, vorzugsweise Wasserstoffperoxid
oder ein Komplex von Wasserstoffperoxid, wie Harnstoffperoxid, Perborat
oder Percarbonat.
- Probe – Eine
Flüssigkeit,
die einen oder mehrere zu testende Analyten enthält oder von der angenommen
wird, dass sie sie enthält. Übliche Proben,
die durch das chemilumineszente Reaktionsverfahren analysiert werden, sind
biologische Proben, einschließlich
Zelllysate,Körperflüssigkeiten,
wie Blut, Plasma, Serum, Urin, Samen, Speichel, Gewebeextrakte und
dergleichen. Andere Arten von Proben umfassen Nahrungsproben und
Umweltproben, wie Boden oder Wasser.
- Spezifisches Bindungspaar – Zwei
Substanzen, die eine gegenseitige BindungsaffiAntigen-Antikörper-,nität aufweisen.
Beispiele umfassen Hapten-Antikörper-
oder Antikörper-Antikörper-Paare,
komplementäre
Oligonucleotide oder Polynucleotide, Avidin-Biotin, Streptavidin-Biotin, Hormon-Rezeptor,
Lektin-Kohlenhydrat, IgG-Protein A, Nucleinsäure-Nucleinsäurebindungsprotein
und Nucleinsäure-anti-Nucleinsäure-Antikörper.
- Substituiert – Bezieht
sich auf den Ersatz mindestens eines Wasserstoffatoms an einer Gruppe
durch eine von Wasserstoff verschiedene Gruppe. Es sollte beachtet
werden, dass bei Hinweisen auf substituierte Gruppe beabsichtigt
ist, dass mehrfache Stellen von Substitutionen vorhanden sein können, wenn
nicht deutlich anders angegeben.
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Es
wurde unerwarteterweise entdeckt, dass Verbindungen der nachstehenden
Formel I mit einem Peroxid und einer Peroxidase unter Erzeugung
von Chemilumineszenz reagieren. Erfindungsgemäße Verbindungen, die in Gegenwart
einer Peroxidase Chemilumineszenz erzeugen, umfassen eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung,
die an einem Ende der Doppelbindung mit zwei Atomen substituiert
sind, ausgewählt
aus Sauerstoff- und
Schwefelatomen, und die die Formel I haben:
wobei Z
1 und
Z
2 unabhängig
aus O- und S-Atomen ausgewählt
sind, R
1 eine organische Gruppe mit von
1 bis etwa 50 Nicht-Wasserstoffatomen ist, X eine Gruppe mit von
1 bis etwa 50 Nicht-Wasserstoffatomen ist und A
1 und
A
2 Gruppen sind, die derart ausgewählt sind,
dass nach Reaktion von I mit einer Peroxidase gemäß der nachstehenden
Umsetzung ein Produkt mit angeregtem Elektronenzustand A
1A
2-C = O* entsteht.
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Die
Gruppen A1, A2,
Z1, Z2, X und R1 werden derart ausgewählt, dass die erhaltene Verbindung
I eine elektronenreiche C-C-Doppelbindung besitzt. Allgemein haben
die meisten Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin Z1 und Z2 aus O- und
S-Atomen ausgewählt
sind, eine ausreichend elektronenreiche C-C-Doppelbindung. Verbindungen,
in denen A1 und/oder A2 stark
elektronenanziehende Gruppen sind, können nicht wirken und sind
nicht bevorzugt.
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Die
Gruppe R1 kann jede organische Gruppe mit
1 bis etwa 50 Nicht-Wasserstoffatomen,
die aus C, N, O, S, P, Si und Halogenatomen ausgewählt sind,
sein, die Lichterzeugung gestattet. Letzteres bedeutet, dass, wenn
eine Verbindung der Formel I mit einer Peroxidase und einem Peroxid
umgesetzt wird, das Licht erzeugt wird und die Erzeugung von einem
oder mehreren chemilumineszenten Zwischenprodukten umfassen kann.
Gruppen, die als Gruppe R1 wirken können, umfassen,
ohne Beschränkung,
Alkyl-, substituierte Alkyl-, Aryl-, substituierte Aryl-, Aralkyl-
und substituierte Aralkylgruppen. Von H-Atomen verschiedene Substituentengruppen,
wie ionische Gruppen oder polare Gruppen, können in unterschiedlichen Anzahlen
und an ausgewählten
Positionen an der Kohlenstoffkette oder dem Ring von R1 eingebracht
werden, um die Eigenschaften der Verbindung zu modifizieren oder
eine leichte Synthese bereitzustellen. Solche Eigenschaften umfassen beispielsweise
Chemilumineszenzquantenausbeute, Geschwindigkeit der Reaktion mit
dem Enzym, maximale Intensität
der Lichtemission, Dauer der Lichtemission, Wellenlänge der
Lichtemission, Löslichkeit
im Reaktionsmedium. Eine oder mehrere Gruppen, die eine kovalente
Kopplung an ein anderes Molekül
ermöglichen, wie
einen spezifischen Bindungspartner, können ebenfalls als Substituenten
an R' bereitgestellt
werden. Beispielhafte spezifische Substituenten und ihre Wirkungen
sind in den nachstehenden spezifischen Beispielen veranschaulicht,
die jedoch den Umfang der Erfindung nicht beschränken.
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Die
Gruppe X wird aus substituierten oder unsubstituierten Alkyl-, substituierten
oder unsubstituierten Aryl-, substituierten oder unsubstituierten
Aralkylgruppen mit 1-20 Kohlenstoffatomen, substituierten oder unsubstituierten
Alkyl- oder Arylcarbonylgruppen mit von 1-20 Kohlenstoffatomen,
Tri-(C1-C8-alkyl)silylgruppen, einer
SO3 --Gruppe, Glycosylgruppen
und Phosphorylgruppen der Formel PO(OR')(OR'') ausgewählt, wobei
R' und R'' unabhängig aus substituierten oder
unsubstituierten Alkyl-, substituierten oder unsubstituierten Aryl- und
substituierten oder unsubstituierten Aralkylgruppen mit 1-20 Kohlenstoffatomen,
Trialkylsilylgruppen, Alkalimetallkationen, Erdalkalikationen, Ammonium- und Phosphoniumkationen
ausgewählt
sind. Substituierte Alkylgruppen enthalten mindestens eine von einem
Wasserstoffatom verschiedene Gruppe, wie ionische Gruppen oder polare
Gruppen, und können
an ausgewählten
Positionen der Kohlenstoffkette oder des Rings von R' oder R'' eingebracht werden, um die Eigenschaften
der Verbindung I zu modifizieren oder eine leichte Synthese bereitzustellen.
Beispielhafte substituierte Alkylgruppen umfassen eine Cyanoethylgruppe
oder eine Trimethylsilylethyl-gruppe.
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Die
Gruppen A1 und A2 werden
unabhängig
aus Wasserstoff oder organischen Gruppen ausgewählt, die nach Reaktion von
Verbindung I mit Peroxid und einer Peroxidase ein Produkt mit angeregtem
Elektronenzustand A1 A2C
= O* bilden, einschließlich,
ohne Beschränkung,
Wasserstoff, Alkyl-, substituierter Alkyl-, Aryl-, substituierter
Aryl-, Aralkyl- und substituierter Aralkylgruppen, Heteroaryl-,
substituierter Heteroaryl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Alkoxy-, Aryloxy-,
Alkylamino-, Arylamino-, Alkylthio- und Arylthiogruppen, vorausgesetzt
dass mindestens eine nicht Wasserstoff ist. Die Gruppen A1 und A2 können zusammen
unter Bildung eines heterocyclischen oder carbocyclischen Rings
verbunden sein, der das Kohlenstoffatom enthält, das A1 und
A2 trennt. Im Allgemeinen enthalten die
Gruppen A1 und A2 von
1-50 Nicht-Wasserstoffatome, die aus C, N, O, S, P und Halogenen
ausgewählt
sind, und üblicher
von 1-20 Nicht-Wasserstoffatome.
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In
einer ersten Gruppe bevorzugter Verbindungen der Formel I ist eines
von A1 und A2 eine
substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe und das andere ist
aus Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Aralkyl,
substituiertem Aralkyl, Heteroaryl, sub stituiertem Heteroaryl, Alkenyl,
Alkinyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylamino, Arylamino, Alkylthio und Arylthio
ausgewählt.
Vorzugsweise ist mindestens eine der Arylgruppen mit mindestens
einer Gruppe substituiert, die aus Amino, Alkylamino, Dialkylamino
und OY' ausgewählt ist,
wobei Y' ein Wasserstoffatom
oder ein Alkalime-tallion ist. Die Arylgruppe umfasst 1-4 kondensierte
carbocyclische oder heterocyclische 5- oder 6-gliedrige Ringe. Wenn
einer oder mehrere der Ringe ein heterocyclischer Ring ist/sind,
sind die Heteroatome im Ring aus N-, O- und S-Atomen ausgewählt. Bevorzugte
Arylgruppen sind Phenyl, Naphthyl, Anthryl und Pyrenyl, die jeweils
mit Nicht-Wasserstoffsubstituenten substituiert sein können. Stärker bevorzugt
sind Phenyl- und Naphthylgruppen.
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Besondere
Ausführungsform
von Verbindungen der Formel I, die gemäß den erfindungsgemäßen Verfahren
zur Erzeugung von Chemilumineszenz reaktiv sind, umfassen als Beispiele
Verbindungen mit den Strukturen:

wobei
Y Wasserstoff, ein Alkalimetallion oder eine substituierte oder
unsubstituierte Alkyl-, substituierte oder unsubstituierte Aryl-,
substituierte oder unsubstituierte Aralkyl oder Trialkylsilylgruppe
ist, Y' ein Alkalimetallion, ein
Alkylcarboxyester, Arylcarboxyester, eine substituierte oder unsubstituierte
Alkyl-, substituierte oder unsubstituierte Aryl-, substituierte
oder unsubstituierte Aralkylgruppe oder Trialkylsilylgruppe ist
und Y'' Wasserstoff oder
Halogen, insbesondere ein Chloratom, ist. Obwohl nur ein Doppelbin dungsisomer
für diese
Strukturen dargestellt ist, erkennt man, das jedes Isomer oder Gemische
der beiden bei den erfindungsgemäßen Verfahren
eingesetzt werden kann. Andere Strukturen, die unter die vorstehend
genannten Beschränkungen
fallen, erscheinen dem Fachmann als bei den erfindungsgemäßen Verfahren
geeignet.
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Eine
zweite Gruppe bevorzugter Verbindungen hat die Formel II, wobei
A1 und A2 unter
Bildung eines mit Het bezeichneten heterocyclischen Rings verbunden
sind. Das heterocyclische Ringsystem umfasst mindestens einen fünf- oder
sechsgliedrigen Ring, der mindestens ein Heteroatom enthält, das
aus N-, O- und S-Atomen ausgewählt
ist. Die Gruppen Z1, Z2,
X und R1 sind wie vorstehend definiert.
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Das
heterocyclische Ringsystem enthält
mindestens ein Heteroatom, ausgewählt aus N-, O- und S-Atomen,
das sich in Konjugation zu dem Ring-Kohlenstoffatom befindet, das
die exocyclische Doppelbindung trägt. Bevorzugte heterocyclische
Verbindungen umfassen Verbindungen der Formeln III und IV sowie ihre
Doppelbindungsisomere oder Gemische der Isomere, wobei Q aus NR6, O und S ausgewählt ist, Z und R1 wie
vorstehend definiert sind und R2-R6 nachstehend definiert sind.
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Siehe
wiederum Formel II: beispielhafte Ringstrukturen, die die Gruppe
Het umfassen können,
beinhalten die nachstehenden Strukturen, wobei der Stern die Position
der exocyclischen Doppelbindung angibt. Ohne dass explizit alle
möglichen
Substitutionsmuster gezeigt sind, sollte selbstverständlich sein,
dass in solchen beispielhaften Ringstruktu ren jede Ringposition
andere Substituenten als Wasserstoff enthalten kann. Andere, zur
Ausführung
der erfindungsgemäß beschriebenen
Verfahren geeignete heterocyclische Ringverbindungen, die nachstehend
nicht speziell aufgeführt
sind, aber trotzdem in den Umfang der Formel II fallen, sind für den Fachmann
ersichtlich.
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In
allen vorstehenden Verbindungen der Formel III und IV sind die Gruppen
R2-R5 jeweils unabhängig H oder
eine Substituentengruppe, die es gestattet, dass das Licht erzeugt
wird, und enthalten in der Regel von 1 bis 50 Atome, die aus C,
N, O, S, P und Ha logenatomen ausgewählt sind. Repräsentative
Substituentengruppen, die vorhanden sein können, umfassen, ohne Beschränkung, Alkyl-,
substituierte Alkyl-, Aryl-, substituierte Aryl-, Aralkyl-, Alkenyl-,
Alkinyl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Halogen-, Amino-, substituierte Amino-,
Carboxyl-, Carboalkoxy-, Carboxamid-, Cyano- und Sulfonatgruppen.
Jedes Paar oder beide Paare von benachbarten Gruppen, d.h. R2-R3 oder R4-R5, können miteinander
unter Bildung eines carbocyclischen oder heterocyclischen Ringsystems
verbunden werden, das mindestens einen 5 oder 6-gliedrigen Ring
umfasst, der mit dem Ring, der die exocyclische Doppelbindung trägt, kondensiert
ist. Solche kondensierten heterocyclischen Ringe können N-,
O- oder S-Atome enthalten und andere Ringsubstitutenten als H, wie
die vorstehend genannten, enthalten.
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In
allen vorstehenden Verbindungen ist die Gruppe R6 eine
organische Gruppe mit von 1 bis 50 Nicht-Wasserstoffatomen, ausgewählt aus
C, N, O, S, P und Halogenatomen, zusätzlich zu der notwendigen Anzahl
an H-Atomen, die zum Auffüllen
der Valenzen der Atome in der Gruppe notwendig sind. Stärker bevorzugt
enthält
R6 von 1 bis 20 Nicht-Wasserstoffatome. Die organische Gruppe
wird vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt, die aus Alkyl-, substituierten
Alkyl-, Aryl-, substituierten Aryl- und Aralkylgruppen besteht.
Stärker
bevorzugte Gruppen für
R6 umfassen substituierte oder unsubstituierte
C1-C4-Alkylgruppen, substituierte oder
unsubstituierte Benzylgruppen, Alkoxyalkyl- und Carboxyalkylgruppen.
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Substituentengruppen
können
in verschiedenen Mengen und an ausgewählten Ring- oder Kettenpositionen in den heterocyclischen
Ring eingebracht werden, um die Eigenschaften der Verbindung zu
modifizieren oder eine leichte Synthese der endgültigen Phosphatverbindung bereitzustellen.
Solche Eigenschaften umfassen z.B. die Chemilumineszenzquantenausbeute,
die Geschwindigkeit der Reaktion mit dem Enzym, die maximale Lichtintensität, die Dauer
der Lichtemission, die Wellenlänge
der Lichtemission und die Löslichkeit im
Reaktionsmedium. Spezifische Substituenten und ihre Wirkungen sind
in den nachstehenden spezifischen Beispielen veranschaulicht, die
jedoch nicht so verstanden werden sollen, dass sie den Umfang der
Erfindung in irgendeiner Weise beschränken.
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Eine
bevorzugte Klasse von Verbindungen hat die nachstehende Formel V,
wobei R1 eine Arylringgruppe ist, die mindestens
einen carbocyclischen oder heterocyclischen aromatischen Ring enthält und die
ferner substituiert oder eine substituierte oder unsubstituierte
Alkylgruppe sein kann, Z1 aus O- und S-Atomen ausgewählt ist
und X und R6 wie vorstehend definiert sind.
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Die
Gruppen R7 bis R14,
die gleich oder verschieden sein können, sind jeweils ein Substituent,
der von 1 bis 50 Atome, die aus C, H, N, O, S, P und Halogenatomen
ausgewählt
sind, enthalten kann, und die gestatten, dass das Licht erzeugt
werden kann, und können,
ohne Beschränkung,
Alkyl-, substituierte Alkyl-, Aryl-, substituierte Aryl-, Aralkyl-,
Alkenyl-, Alkinyl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Halogen-, Amino-, substituierte
Aminogruppen, Carboxyl-, Carboalkoxy-, Carboxamid-, Cyano- und Sulfonatgruppen
umfassen. Es ist bevorzugt, dass R7 bis R14 aus Wasserstoff, Halogen und Alkoxygruppen,
wie Methoxy, Ethoxy, t-Butoxy und dergleichen, ausgewählt sind.
Bei einer bevorzugten Gruppe von Verbindungen ist eines von R8, R9, R12 oder
R13 ein Chloratom und die anderen von R7 bis R14 sind Wasserstoffatome.
Stärker
bevorzugt sind Verbindungen der Formel VI, wobei Z und R1 wie vorstehend definiert sind, X eine Phosphorylgruppe
-PO(OR')(OR'') ist, wobei R' und R'' unabhängig aus
substituierten oder unsubstituierten Alkyl-, substituierten oder
unsubstituierten Aryl- und substituierten oder unsubstituierten
Aralkylgruppen mit 1-20 Kohlenstoffatomen, Trialkylsilylgruppen,
Alkalimetallkationen, Erdalkalikationen, Ammonium- und Phosphoniumkationen
ausgewählt
sind.
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Vorzugsweise
ist mindestens eines von R' und
R'' ein Alkalimetallkation
und stärker
bevorzugt sind es beide. Unter den Alkalimetallen sind Lithium,
Natrium und Kalium bevorzugt.
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Verbindungen
der Formel I können
durch verschiedene Verfahren hergestellt werden. Bei einem bevorzugten
Verfahren kann Verbindung I, wenn die Z2-Gruppen
O sind und Z1 O oder S ist, durch Umsetzung des
Enolats eines Esters oder Thioesters mit einem Reagenz der Formel
X-LG, wobei LG eine Abgangsgruppe darstellt, gemäß dem nachstehenden Schema
hergestellt werden.
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Übliche Abgangsgruppen
umfassen Halogene, wie Chlorid, Bromid und Iodid, Sulfonate, wie
Methansulfonat und p-Toluolsulfonat und Trifluormethansulfonat,
Carboxylate, wie Acetat und Benzoat, insbesondere wenn X eine Acylgruppe
ist, in welchem Fall X-LG ein Säureanhydrid
wäre, Sulfate,
wie Methosulfat, und andere Gruppen, wie Imidazol, Triazol und Tetrazol,
Maleinimid, Succinimidoxygruppen.
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Verfahren
zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, wobei beide Z-Gruppen
S-Atome sind, umfassen nucleophile Addition einer Lithiosilan-Verbindung
oder eines Phosphor-Ylids an eine geeignete Carbonylverbindung gemäß den beiden
nachstehenden Schemata (F.A. Carey, A.S. Court, J. Org. Chem., 37, 1926-29,
(1972)).
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Bei
einem anderen Verfahren wird ein Ester durch Umsetzung mit einem
Bis(dialkylaluminium)dithiol-Reagenz in ein Ketendithioacetal umgewandelt,
wie in E.J.
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Corey
und A.P. Kozikowski, Tetrahedron Lett., 925-8 (1975) offenbart und
nachstehend gezeigt.
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Bei
noch einem anderen Verfahren wird ein Anion einer aktiven Methylengruppe
mit CS, umgesetzt, und das Dithiocarboxylat wird mit einem Reagenz
R1-LG, das die R1-Gruppe enthält, unter
Bildung eines Dithioesters umgesetzt. Ein Beispiel für die letztere
Verfahrensweise ist in I. Shahak und Y. Sasson, Tetrahedron Lett.,
4207-10 (1973) offenbart. Der Dithioester wird in das Enolat umgewandelt
und mit einem Reagenz der Formel X-LG umgesetzt.
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Ein
anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von
Verbindungen einer der Formeln I-VI bei einem Verfahren zur Erzeugung
von Chemilumineszenz durch Reaktion mit einer Peroxidase. Die Reaktion
einer Verbindung der Formel I-VI mit einer Peroxidase und einem
Peroxid in einer wässrigen
Pufferlösung
erzeugt leicht nachzuweisende Chemilumineszenz. Die Lichtintensität erreicht
innerhalb von Minuten bei Raumtemperatur ein maximales Niveau, wenn
die Reaktion bei alkalischem pH durchgeführt wird. Die Reaktion erfolgt
gegebenenfalls in Gegenwart eines Enhancers.
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Wir
möchten
zwar zu diesem Zeitpunkt keine spezifische mechanistische Erklärung für diese
Entdeckung vorbringen, aber es wird angenommen, dass das Licht von
dem elektronisch angeregten Zustand von VII emittiert wird. Eine
notwendige Bedingung für
die Erzeugung von Licht ist, dass die Reaktion ausreichend Energie
erzeugt, dass der angeregte Zustand von VII gebildet wird. Ist VII*
lumineszent, dann wird Chemilumineszenz durch die Reaktion über die
Emission aus dem angeregten Zustand von VII erzeugt. Ist Zusammensetzung
VII* nicht signifikant lumineszent, dann kann Chemilumineszenz durch
Zugabe eines lumineszenten Energieakzeptors erzeugt werden.
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Bei
einem bevorzugten Verfahren zur Erzeugung von Chemilumineszenz wird
Verbindung I mit einer Peroxidase, einem Peroxid und einem Enhancer
in einem alkalischen Puffer mit einem pH zwischen etwa 8 und 10
umgesetzt, um ein kontinuierliches Chemilumineszenzsignal zu erzeugen,
dass nach Reaktion des Enzyms und der Verbindung I beginnt. Die
Analyseempfindlichkeit kann durch Zugabe eines nichtionischen Tensids
erhöht
werden, wie nachstehend eingehender beschrieben.
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Bei
einem bevorzugten Verfahren zur Erzeugung von Licht aus der Reaktion
von Verbindung V mit einer Peroxidase wird die Reaktion bei einer
Temperatur zwischen 5°C
und 50°C,
vorzugsweise zwischen 20°C und
40°C, in
einer wässrigen
Pufferlösung
bei einem pH zwischen 7 und 10,5, vorzugsweise zwischen 8,5 und 10,
durchgeführt.
Verbindung V wird in einer Konzentration zwischen 1 μM und 20
mM, vorzugsweise zwischen 10 μM
und 1 mM, verwendet. Das Enzym kann eine freie Peroxidase oder ein
Peroxidasekonjugat sein. Licht wird von dem angeregten Zustand von
VIII emittiert.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
erzeugen üblicherweise
Licht über
ein 100-200 nm breites Emissionsband, das eine maximale Intensität bei Wellenlängen im
nahen Ultraviolett- bis zum sichtbaren Bereich des elektromagnetischen
Spektrums aufweist. Übliche
Wellenlängen
der maximalen Intensität λmax im
Bereich von 350-500 nm. Es wird erwogen, dass Verbindungen der Formel
I, die ein kovalent gebundenes Fluorphor tragen, einem intramolekularen
Energietransfer unterliegen können,
was zur Emission bei längeren
Wellenlängen aus
dem angeregten Zustand des Fluorphors führen würde.
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Erfindungsgemäß kann mehr
als eine Verbindung der Formel I in einem Verfahren zur Erzeugung
von Licht durch Einwirkung einer Peroxidase verwendet werden. In
einigen Fällen
kann es vorteilhaft sein, zwei oder mehr Verbindungen der Formel
I gleichzeitig mit der Peroxidase umzusetzen. Wenn die zwei oder
mehr Verbindungen verschiedene lumineszente und physikalische Eigenschaften
besitzen, kann die Kombination der Beiden wünschenswert sein, um eine lichtemittierende
Reaktion mit Eigenschaften, die durch Verwendung einer der Verbindungen
nicht leicht erzielbar wären,
zu erzeugen. Beispiele für
lumineszente und physikalische Eigenschaften, die sich bei den Verbindungen
I unterscheiden können,
umfassen das Emissionsspektrum, die Dauer der Lichtemission, den
Enzymumsatz, die Anstiegsgeschwindigkeit der Emission bis zum Maximum, Hydrophobie/Hydrophilie
und Löslichkeit.
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Die
Peroxidkomponente ist irgendein Peroxid oder Alkylhydroperoxid,
das mit der Peroxidase reagieren kann. Bevorzugte Peroxide umfassen
Wasserstoffperoxid, Harnstoffperoxid und Perboratsalze.
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Die
Peroxidase, die der Chemilumineszenzreaktion unterliegen kann, umfasst
Lactoperoxidase, Mikroperoxidase, Myeloperoxidase, Haloperoxidase,
z.B. Vanadium-Brom-Peroxidase,
Meerrettichperoxidase, Pilzperoxidasen, wie Ligninperoxidase und
Peroxidase aus Arthromyces ramosus, und Mn-abhängige Peroxidase, die von Weißfäulepilzen
produziert wird, und Sojabohnenperoxidase. Andere, Peroxidase nachahmende Verbindungen,
die keine Enzyme sind, aber peroxidaseähnliche Aktivität besitzen,
einschließlich
Eisenkomplexen und Mn-TPPS4 (Y.-X. Ci et
al., Mikrochem. J., 52, 257-62 (1995)), sind bekannt, die die chemilumineszente
Oxidation von Luminol katalysieren, werden explizit als in den Umfang
der Bedeutung von Peroxidase, wie hier verwendet, fallend betrachtet.
Konjugate oder Komplexe einer Peroxidase und eines biologischen
Moleküls
können
ebenfalls bei dem Verfahren zur Erzeugung von Chemilumineszenz verwendet
werden, wobei die einzige Vorraussetzung ist, dass das Konjugat
Peroxidaseaktivität
zeigt. Biologische Moleküle,
die mit einem oder mehreren Molekülen einer Peroxidase konjugiert
werden können,
umfassen DNA, RNA, Oligonucleotide, Antikörper, Antikörperfragmente, Antikörper-DNA-Chimären, Antigene,
Haptene, Proteine, Lektine, Avidin, Streptavidin und Biotin. Komplexe,
die eine Peroxidase umfassen oder beinhalten, wie Liposomen, Micel len,
Vesikel und Polymere, die für
die Bindung an biologische Moleküle
funktionalisiert sind, können
ebenfalls bei den erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden.
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Das
Einbringen bestimmter Enhancerverbindungen in das Reaktionsgemisch
fördert
die Reaktivität des
Enzyms. Diese Enhancer umfassen phenolische Verbindungen und aromatische
Amine, von denen bekannt ist, dass sie andere Peroxidasereaktionen
verstärken,
wie in G. Thorpe, L. Kricka, in Bioluminescence and Chemiluminescence,
New Perspectives, J. Scholmerich et al., Hrsg., S. 199-208 (1987),
M. Ii, H. Yoshida, Y. Aramaki, H. Masuya, T. Hada, M. Terada, M.
Hatanaka, Y. Ichimori, Biochem. Biophys. Res. Comm., 193(2), 540-5
(1993) und in den U.S.-Pat. Nr. 5,171,668 und 5,206,149, die hier
durch Bezugnahme aufgenommen sind, beschrieben. Substituierte und
unsubstituierte Arylborsäureverbindungen
und ihre Ester- und Anhydridderivate, wie im U.S.-Pat. Nr. 5,512,451
offenbart und hier durch Bezugnahme aufgenommen, sollen ebenfalls im
Umfang der bei der vorliegenden Erfindung geeigneten Enhancer liegen.
Bevorzugte Enhancer umfassen, sind aber nicht beschränkt aus:
p-Phenylphenol, p-Iodphenol, p-Bromphenol, p-Hydroxyzimtsäure, p-Imidazolylphenol, Acetaminophen,
2,4-Dichlorphenol, 2-Naphthol und 6-Brom-2-naphthol. Gemische von
mehr als einem Enhancer aus diesen oben genannten Klassen können ebenfalls
eingesetzt werden.
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Die
Verwendung nichtionischer Tenside als Additive in den erfindungsgemäßen Chemilumineszenzreaktionen
ist vorteilhaft, Das Einbringen nichtionischer Tenside in Reaktionen
zur Erzeugung von Chemilumineszenz unter Verwendung einer Peroxidase
fuhrt zu einer Verbesserung der Analyseempfindlichkeit im Hinblick
auf die Peroxidase, indem die Dauer der Chemilumineszenz verlängert wird.
Bei der Ausführung
der vorliegenden Erfindung geeignete nichtionische Tenside umfasst
beispielsweise polyoxyethylenierte Alkylphenole, polyoxyethylenierte
Alkohole, polyoxyethylenierte Ether und polyoxyethylenierte Sorbitolester.
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Kationische
Tenside, einschließlich
quaternärer
Ammoniumverbindungen, wie CTAB, sind vorteilhaft für die Verwendung
zur Erhöhung
des Niveaus der Chemilumineszenz, die emittiert wird, wenn bestimmte
erfindungsgemäße Verbindungen
mit einer Peroxidase und einem Peroxid umgesetzt werden. Zum Beispiel
wurde die Lichtintensität
der Reaktion der nachstehend gezeigten erfindungsgemäßen Verbindung
43 oder 46 mehr als zehnfach erhöht,
wenn CTAB zum Reaktionsgemisch gegeben wurde.
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Die
erfindungsgemäße Reaktion
erfolgt in einer Lösung,
wie einem wässrigen
Puffer, die in Kontakt mit der Oberfläche eines festen Trägers, wie
einer Perle, einem Röhrchen,
einer Membran oder einer Mikrotiterplatte, der mit Peroxidase beschichtet
ist, sein kann. Geeignete Puffer umfassen einen der üblicherweise verwendeten
Puffer, die einen pH im Bereich von etwa 6 bis etwa 9 aufrechterhalten
können,
beispielsweise Phosphat, Borat, Carbonat, Tris(hydroxymethylamino)methan,
Glycin, Tricin, 2-Amino-2-methyl-1-propanol, Diethanolamin und dergleichen.
Das bevorzugte Verfahren zur Ausführung der Erfindung wird in
dieser Hinsicht von den Anforderungen der bestimmten beabsichtigten
Verwendung vorgegeben.
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Das
durch das erfindungsgemäße Verfahren
emittierte Licht kann durch irgendeine geeignete bekannte Maßnahme,
wie ein Luminometer, einen Röntgenfilm,
Hochgeschwindigkeitsfotografiefilm, eine CCD-Kamera, einen Szintillationszähler, ein
chemisches Actinometer oder visuell, nachgewiesen werden. Jede Nachweismaßnahme hat
eine unterschiedliche spektrale Empfindlichkeit. Das menschliche
Auge ist für
grünes
Licht optimal empfindlich, CCD-Kameras zeigen eine maximale Empfindlichkeit
bei rotem Licht, Röntgenfilme
mit maximaler Reaktion auf entweder UV- oder blaues Licht oder grünes Licht
sind verfügbar.
Die Auswahl der Nachweisvorrichtung wird durch die Anwendung und Überlegungen
im Hinblick auf Kosten, und ob die Bereitstellung einer ständigen Aufzeichnung
erforderlich ist, bestimmt.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
können
lumineszente Energieakzeptoren eingesetzt werden, um die maximale
Emission zu längeren
Wellenlängen
(Rotverschiebung) zu verschieben und/oder die Menge der emittierten
Lumineszenz zu erhöhen.
Verschiedene Techniken zur Rotverschiebung der Emission sind im Stand
der Technik für
chemilumineszente Reaktionen und Assays bekannt. Kovalent gebundene
Fluorophore, wie vorstehend beschrieben, sind ein Beispiel. Fluoreszierer
können
alternativ als getrennte Spezies zur Reaktionslösung gegeben werden. Fluoreszierer
können
an ein Polymer gebunden oder mit einer Micelle oder einem Polymer
verknüpft
werden, um den Fluoreszierer in engen Kontakt mit der Verbindung
zu bringen. Fluoreszierende Energietransfermittel können vorteilhaft
eingesetzt werden, wenn die inhärente
Fluoreszenzeffizienz des angeregten Donor-Reaktionsprodukts A1A2C = O* niedrig
ist oder wenn das angeregte Reaktionsprodukt ein angeregter Triplet-Zustand
ist. Im ersten Fall kann ein Energietransfer des Singulett-Singulett-Typs erfolgen,
im letzteren Fall kann es sich um den Triplett-Singulett-Typ handeln.
Geeignete Energietransfermittel haben einen angeregten Zustand bei
einem Energieniveau, das mit demjenigen des angeregten Reaktionsprodukts
A1A2C = O* überlappt,
so dass der Transfer von Anregungsenergie und ein angeregter fluoreszierender
Zustand möglich
werden, der der gleiche, wie der angeregte Zustand, der mit demjenigen
des Donors überlappt,
sein kann oder nicht. Energietransfermittel, die dazu geeignet sind,
einen Singulett-Singulett-Energietransfer zu bewirken, sind im Stand
der Technik bekannt. Energietransfermittel, die dazu geeignet sind,
einen Triplett-Singulett-Energietransfer zu bewirken, sind ebenfalls
im Stand der Technik bekannt und besitzen in der Regel mindestens
ein Metallatom oder andere schwere Atome, wie Brom- oder Iodatome. Übliche Beispiele sind
9,10-Dibromanthracen (DBA), sulfonierte Derivate von DBA und Ru(bpy)3 2+. Fluoreszierende
Energietransfermittel werden empirisch bewertet, indem die Intensität oder Wellenlänge der
Chemilumineszenz, die bei einer Reaktion einer Peroxidase, eines
Peroxids und einer Verbindung der Formel I erzeugt wird, in An- und
Abwesenheit des Mittels verglichen werden.
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Eine
wichtige Anwendung der erfindungsgemäßen Chemilumineszenzverfahren
ist zum Nachweis des Vorhandenseins oder der Menge eines Analyten
in einem Assayverfahren durch eine chemilumineszente Reaktion. Das
Verfahren umfasst die Schritte: Inkontaktbringen einer Probe, von
der angenommen wird, dass sie den Analyten enthält, mit einer erfindungsgemäßen chemilumineszenten
Verbindung und einer Peroxidase, Nachweisen des erzeugten Lichts
in einem qualitativen Verfahren und, wenn Quantifizierung gewünscht ist, Inbezugsetzen
der erzeugten Lichtmenge zur Menge des Analyten. Die Beziehung zwischen
der Lichtintensität und
der Menge an Analyt kann leicht durch Konstruktion einer Kalibrierungskurve
mit bekannten Mengen des Analyten festgestellt werden. Die chemilumineszente
Verbindung wird üblicherweise
in einer Konzentration von etwa 10-5 M bis
etwa 10-2 M, vorzugsweise zwischen etwa
10-4 M und etwa 10-3 M,
verwendet. Die Peroxidase beträgt
vorzugsweise weniger als etwa 10-9 M, wenn
sie in einer Lösung
nachge wiesen wird. Übliche
Proben, die durch das chemilumineszente Reaktionsverfahren analysiert
werden, sind Körperflüssigkeiten,
wie Blut, Plasma, Serum, Urin, Samen, Speichel, ZSF und dergleichen.
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Analyten,
die durch die erfindungsgemäßen Verfahren
gestestet werden können,
umfassen Peroxidasen, dann ist es nicht mehr nötig, zusätzliche Peroxidase zuzugeben,
Inhibitoren von Peroxidasen und verschiedene Klassen organischer
und biologischer Moleküle,
die mit einer Peroxidase markiert werden können oder durch enzymmarkierte
spezifische Bindungspartner spezifisch nachgewiesen werden können. Das
Enzym kann direkt als Markierung an der an den Analyten bindenden
Verbindung eingebracht werden. Alternativ kann die an den Analyten
bindende Verbindung an mindestens eine enzymmarkierte spezifische
Bindungssubstanz für
die an den Analyten bindende Verbindung gebunden werden. Alternativ
kann die an den Analyten bindende Verbindung mit mindestens einer
zweiten spezifischen Bindungssubstanz markiert werden, die dann an
einen enzymmarkierten Bindungspartner für die zweite spezifische Bindungssubstanz
gebunden wird.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung dieses Verfahrens
zum Nachweis von Wasserstoffperoxid bei einem Assayerfahren durch
eine Chemilumineszenzreaktion mit einer Verbindung der Formel I
und einem Peroxidaseenzym, wobei die Menge an erzeugtem Licht mit
der Menge des vorhandenen Peroxids in Bezug gesetzt wird. Für den Fachmann
auf dem Gebiet der Chemilumineszenz-Assays ist ersichtlich, dass
die erfindungsgemäßen Verfahren
zum Nachweis von Oxidaseenzymen und Dehydrogenaseenzymen verwendet
werden können.
Diese Enzyme erzeugen Wasserstoffperoxid durch Reduktion von Sauerstoff
und Oxidation ihrer nativen Substrate. Das dadurch erzeugte Wasserstoffperoxid
kann dann entweder gleichzeitig mit seiner Erzeugung oder in einem
anschließenden
Schritt mit der erfindungsgemäßen Verbindung
I und einer Peroxidase unter Erzeugung von Licht weiter umgesetzt
werden. Eine Eigenschaft des erzeugten Lichts wird dann mit der
Menge des Oxidase- oder Dehydrogenaseenzyms in Bezug gesetzt. Ferner
können
das Oxidase- oder Dehydrogenaseenzym als Konjugat an einem biologischen
Molekül
oder einem Mitglied eines spezifischen Bindungspaars in einem Assay
für den
Analyten vorhanden sein.
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Die
Reaktion einer Verbindung der Formel I mit einer Peroxidase unter
Erzeugung von Chemilumineszenz bildet ein schnelles und sensitives
Verfahren zum Nachweis des Vorhandenseins oder der Menge der Peroxidase.
Deshalb kann von dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Zweck der
Bestimmung des Vorhandenseins oder der Menge einer Peroxidase in
einer Probe Gebrauch gemacht werden, indem die Menge oder die Intensität von Licht,
das durch Reaktion der Probe mit einer Verbindung der Formel I erzeugt
wird, gemessen wird. Eine solche Bestimmung kann z.B. beim Nachweis
der Peroxidaseaktivität
von Säugerblut
als Beweisstück
bei forensischen Untersuchungen Anwendung finden.
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Ein
zweites Anwendungsgebiet für
die chemilumineszente Messung der Peroxidaseaktivität ist beim Nachweis
und bei der Messung von Enzyminhibitoren. Inhibitoren können reversibel
wirken, indem sie als Substrat in Konkurrenz mit einem zweiten Substrat,
wie den erfindungsgemäßen Verbindungen,
wirken. Eine andere Weise der Inhibition, die als Selbstmordhemmung
bekannt ist, wirkt irreversibel durch Deaktivierung des Enzyms.
Peroxidaseinhibitoren umfassen beispielsweise Cyanid, Sulfid und
hohe Konzentrationen von Wasserstoffperoxid. Ferner ist bekannt,
dass einige Substanzen nur in bestimmten Konzentrationen inhibitorisch sind
und nur partiell inhibitorisch sein können.
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Messungen
der Menge oder der Eigenschaften eines Inhibitors, wie die Hemmkonstante
Ki oder die Halbwertszeit der Hemmung, t1/2, erfolgen durch Messen der Enzymaktivität einer
Probe, die das fragliche Enzym enthält, in Gegenwart eines Substrats,
das ein nachweisbares Produkt erzeugt, und einer Menge des Inhibitors.
Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren
zum Nachweis eines Enzyminhibitors erzeugt eine Verbindung der Formel
I Licht als nachweisbares Produkt. Die Reaktion des Enzyms und der
chemilumineszenten Verbindung erfolgt in An- und Abwesenheit der
Inhibitorsubstanz, und die Ergebnisse werden verglichen, um das
Vorhandensein oder die Menge des Inhibitors zu bestimmen. Die Wirkung
des Inhibitors kann eine oder mehr von drei Wirkungen sein: eine
Abnahme der Lichtintensität,
eine kleinere Anstiegsgeschwindigkeit der Lichtintensität oder eine
Verzögerung
des Zeitraums, bevor die Lichtemission beginnt.
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Techniken
zur Durchführung
von Enzymtests sind bekannt. Mit der durch die Beispiele bereitgestellten Anleitung,
wie hier gelehrt, lassen sich Variationen von Verfahren zur Herstellung
von Proben, Bestimmung geeigneter Mengen und Verhältnisse
von Rea genzien, Reaktionszeiten, Konstruktion von Kalibrierungskurven und
dergleichen innerhalb der Fähigkeit
des Durchschnittsfachmanns aufgrund von Routineexperimenten ersinnen.
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Weil
die Reaktion durch die Peroxidase katalysiert wird, sind überaus kleine
Mengen an Enzym ausreichend, um eine nachweisbare Lichtmenge zu
erzeugen. Empfindlichkeiten unter 1 attomol (1 × 10-18 mol) wurden
erzielt. Die Fähigkeit,
solche kleinen Mengen von Peroxidase nachzuweisen, machen die erfindungsgemäße Chemilumineszenztechnologie
für Analysen
vieler Typen von Analyten unter Verwendung enzymgebundener Tests
geeignet. Solche Analysen und Assays erfordern aufgrund des geringen
Vorkommens des in der Probe zu analysierenden Analyten oder aufgrund
einer begrenzten Probenmenge die Fähigkeit, kleine Mengen an Peroxidasen
nachweisen zu können.
Bei diesem Assay-Typ
wird eine Peroxidase mit einem Mitglied eines spezifischen Bindungspaars
konjugiert. Ein Beispiel ist ein chemilumineszenter enzymgebundener Immun-Assay,
wie der so genannte enzymgebundene Immunosorbent-Assay oder ELISA.
Solche Assays werden üblicherweise
sowohl in einem manuellen Format als auch auf automatisierten Mehrfachtest-Immun-Assay-Systemen
verwendet. Bei einem üblichen
Immun-Assay wird der Analyt Hapten, Antigen oder Antikörper durch
Nachweisen des Vorhandenseins oder der Menge eines enzymmarkierten
spezifischen Bindungspartners für
den Analyten oder eines enzymmarkierten Analogons des Analyten getestet.
Verschiedene Assay-Formate und die Protokolle zur Durchführung der
immunchemischen Schritte sind im Stand der Technik bekannt. Diese
Assays fallen in zwei große
Kategorien. Kompetitive Assays beinhalten eine immunologische Bindung
eines spezifischen Antikörpers
an den Analyten und ein Analytanalogon, z.B. ein nachweisbar markiertes
Analytmolekül.
Sandwich-Assays erfolgen durch aufeinander folgende oder gleichzeitige
Bindung von zwei Antikörpern,
von denen einer nachweisbar markiert ist, an den Analyten. Das so
gebildete nachweisbar markierte Bindungspaar kann mit den erfindungsgemäßen Verbindungen
und Verfahren getestet werden. Wenn die nachweisbare Markierung
das Peroxidaseenzym ist, wird es direkt nachgewiesen. Wenn die nachweisbare
Markierung ein Mitglied eines anderen spezifischen Bindungspaars
ist, z.B. ein Hapten, wird zuerst ein Konjugat seines Bindungspartners
mit einer Peroxidase umgesetzt und die Peroxidase dann mit den erfindungsgemäßen Verfah ren
nachgewiesen. Die Messung kann mit enzymmarkierter Spezies, die
an eine feste Oberfläche
oder einen Träger,
einschließlich
Perlen, Röhrchen,
Mikrotiterplattenvertiefungen, magnetischer Partikel, Teststreifen,
Membranen und Filtern, wie sie im Stand der Technik üblicherweise
Verwendung finden, gebunden ist, durchgeführt werden. Die nachweisbare
enzymmarkierte Spezies kann auch frei in Lösung oder eingeschlossen in
einen organischen Zusammenschluss, wie einem Liposom, vorkommen,
in welchem Fall ein lytisches Mittel eingesetzt wird, um das Liposom
zu lysieren und das nachweisbare Enzym freizusetzen.
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Eine
weitere beispielhafte Verwendung ist der Nachweis von Proteinen
durch die Technik des Western-Blotting. Eine Probe, die ein Protein
von Interesse als Analyten enthält,
wird einer elektrophoretischen Trennung unterzogen. Die getrennten
Proteine werden durch Kapillarwirkung oder mithilfe eines elektrischen Feldes
auf eine Blottingmembran, wie eine Nitrocellulose- oder PVDF-Membran, übertragen.
Dieses übertragene
Protein wird üblicherweise
mit einem spezifischen primären
Antikörper
und einem enzymmarkierten sekundären
Antikörper,
der den primären
Antikörper
erkennt und daran bindet, nachgewiesen. Die Sichtbarmachung der
Markerenzymaktivität
spiegelt das Vorhandensein des Analytproteins wider. Um die erfindungsgemäßen Verfahren
an das Western-Blotting
anzupassen, kann ein HRP-konjugierter sekundärer Antikörper eingesetzt und die Peroxidaseaktivität mit Chemilumineszenz
unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Verbindung als chemilumineszentes
Reagenz gemessen werden. Variationen dieser Technik, beispielsweise
unter Verwendung von biotinylierten Antikörpern und Avidin-HRP, werden
als im Umfang von Assays betrachtet, die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Verfahren
durchgeführt
werden können.
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Zusätzlich zu
den vorstehend erwähnten
Antigen-Antikörper-,
Hapten-Antikörperoder
Antikörper-Antikörper-Paaren
können
spezifische Bindungspaare auch komplementäre Oligonucleotide oder Polynucleotide, Avidin-Biotin,
Streptavidin-Biotin, Hormon-Rezeptor,
Lektin-Kohlenhydrat, IgG-Protein A, Nucleinsäure-Nucleinsäurebindungsprotein
und Nucleinsäure-anti-Nucleinsäure-Antikörper umfassen.
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Eine
besonders geeignete Anwendung der erfindungsgemäßen Nachweisverfahren ist der
Nachweis von Nucleinsäuren
durch Verwendung enzymmarkierter Nucleinsäure sonden. Verfahren zur Analyse
und zum chemilumineszenten Nachweis von Nucleinsäuren unter Verwendung von Enzymmarkierungen,
beispielsweise Lösungs-Hybridisierungsassays,
DNA-Nachweis durch Southern-Blotting, RNA durch Northern-Blotting, DNA-Sequenzierung,
DNA-Fingerprinting, Koloniehybridisierungen und Plaquelift sind
gut etablierte Techniken. Die Enzymmarkierung (z.B. HRP) kann als
direktes Konjugat mit einem Sondenoligonucleotid oder Fängeroligonucleotid
vorliegen oder kann durch indirekte Bindungsmaßnahmen unter Verwendung von
im Stand der Technik bekannten Verfahren eingebracht werden. Beispiele
für indirekte
Bindungsmaßnahmen
umfassen haptenmarkierte Oligonucleotide und anti-Hapten-HRP-Konjugate
oder biotinylierte Oligonucleotide und Avidin-HRP-Konjugate. Solche
Nucleinsäure-Assays
können
auf einer Blottingmembran oder in Lösung unter Verwendung von Oligonucleotiden
durchgeführt
werden, die an feste Oberflächen,
einschließlich
Perlen, Röhrchen,
Mikrotiterplattenvertiefungen, magnetischer Partikel oder Teststreifen,
wie im Stand der Technik bekannt, gebunden sind.
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Unter
einem anderen Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine Reagenzzusammensetzung
zur Erzeugung von Chemilumineszenz durch Reaktion mit einer Peroxidase,
umfassend einen wässrigen
Puffer mit einem pH zwischen etwa 7 und etwa 10,5, eine Verbindung
der Formel I in einer Konzentration von 0,01-10 mM und ein Peroxid
in einer Konzentration von 0,01-10 mM. Gegebenenfalls können die
Zusammensetzungen ferner mindestens einen Enhancer in einer Menge,
die wirksam ist, um die Chemilumineszenz zu verstärken, vorzugsweise
zwischen 0,001 und 10 mg/ml, und ein nichtionisches Tensid in einer
Konzentration von 0,01 und 10 mg/ml umfassen.
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Eine
bevorzugte Reagenzzusammensetzung zur Erzeugung von Chemilumineszenz
durch Reaktion mit einer Peroxidase umfasst einen wässrigen
Puffer mit einem pH zwischen etwa 7,5 und etwa 9, ein Acridanphosphat
der Formel V oder VI in einer Konzentration von 0,01-10 mM, ein
Peroxid in einer Konzentration von 0,01-10 mM, einen Enhancer in
einer Konzentration von 0,001 und 10 mg/ml und ein nichtionisches
Tensid in einer Menge, die wirksam ist, um die Chemilumineszenz
zu verstärken,
vorzugsweise zwischen 0,001 und 10 mg/ml. Die Formulierung kann
ferner einen Chelatbildner, wie EDTA, in einer Konzentration von
0,01-10 mM umfassen.
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Um
verschiedene Aspekte der vorliegenden Erfindung vollständiger zu
beschreiben, werden die folgenden Beispiele gegeben, die den Umfang
der Erfindung in keiner Weise beschränken.
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BEISPIELE
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1. Synthese von Acridanphosphaten.
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Die
folgenden Verbindungen wurden wie in der PCT-Anmeldung WO 97/26245 des Anmelders
beschrieben hergestellt.
R
7-R
14 sind H, wenn
nicht anders angegeben. Die Verbindungen 3, 4 und 6 wurden als Gemisch
von Doppelbindungsisomeren erhalten. Jede dieser Verbindungen wirkt
in den erfindungsgemäßen Reaktionen
unter Erzeugung von Chemilumineszenz.
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2. Acridanbis(cyanoethyl)phosphat-Verbindungen.
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Jede
der Verbindungen 1-13 wurde durch Entfernung der Schutzgruppe von
der entsprechenden bis(cyanoethyl)-geschützten Phosphattriester-Verbindung
1a-13a mit der Formel:
hergestellt. Die Bis(cyanoethyl)phosphat-Derivate
reagierten ebenfalls mit einem Peroxid und einer Peroxidase unter
Erzeugung von Chemilumineszenz.
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3. Synthese weiterer Acridanphosphatsalze
und Acridanbis(cyanoethyl)phosphat-Verbindungen.
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Weitere
Acridanphosphatsalze 14-23 und -bis(cyanoethyl)ester 14a-23a, die
wie in der PCT-Anmeldung WO 97/26245 des Anmelders beschrieben hergestellt
wurden, haben die Formeln
sowie
Verbindung 24 (Y = Na) und 24a (Y = CH
2CH
2CN) mit der Formel:
und Verbindungen 25-36 (Y
= Na) und 25a-36a (Y = CH
2CH
2CN)
mit der Formel:
wobei U p-I (25), p-CH
3 (26), m-OCH
3 (27),
o-Cl(28), m-Cl (29), o-Br (30), m-Br (31), p-Br (32) und p-NO
2 (33) ist,
sowie Verbindungen dieser Formel mit einer 3,4-Dichlor- (34), 2,5-Dichlor-
(35) und 2,6-Dichlorphenylgruppe (36). Alle erzeugen Chemilumineszenz,
wenn sie mit einer Peroxidase und einem Peroxid umgesetzt werden.
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Die
folgenden beispielhaften Verbindungen wurden hergestellt, und es
wurde gefunden, dass sie gemäß den erfindungsgemäßen Verfahren
Chemilumineszenz erzeugen.
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7.
Synthese von Acridanderivat 37
-
Eine
Lösung
von Phenyl-10-methylacridan-9-carboxylat (250 mg, 0,79 mmol) in
THF wurde mit LDA bei -78°C
deprotoniert. Gleichzeitig wurden (EtO)2POCl
(205 mg, 1,2 mmol) und Pyridin (94 mg, 1,2 mmol) über Spritzen
zugegeben und das Rühren
für 15
min fortgesetzt. Das Trockeneisbad wurde entfernt und das Rühren für 2 Std.
fortgesetzt. Die flüchtigen
Substanzen wurden entfernt, und das Produkt wurde aus dem Rückstand
in zwei Schritten chromatographisch isoliert. Eine säulenchromatographische
Reinigung unter Verwendung von 30% Ethylacetat/Hexan ermöglichte
die Abtrennung des Produkts, das eine fluoreszierende Verunreinigung
enthielt. Die endgültige
Reinigung erfolgte durch präp.
DC unter Verwendung von 10% Ethylacetat/CH2Cl2; 1H-NMR (Aceton-d6) δ 1,08
(t, 6H), 3,46 (s, 3H), 3,76-3,97 (m, 4H), 6,79-7,91 (m, 13H).
-
8.
Synthese von Acridanderivat 38
-
Eine
Lösung
von Phenyl-10-methylacridan-9-thiocarboxylat (1,0 g, 3 mmol) in
THF wurde mit LDA bei -78°C
deprotoniert. Gleichzeitig wurden (EtO)2POCl
(958 mg, 5 mmol) und Pyridin (2,5 ml, 3 mmol) über Spritzen zugegeben, und
das Rühren
wurde für
15 min fortgesetzt. Das Trockeneisbad wurde entfernt, und das Rühren wurde
für 2 Std.
fortgesetzt. Die flüchtigen
Substanzen wurden entfernt und das Produkt aus dem Rückstand
in zwei Schritten chromatographisch isoliert. Eine säulen-chromatographische
Reinigung unter Verwendung von 30-100% Ethylacetat/Hexan ermöglichte
die Abtrennung des Produkts, das blau und grün fluoreszierende Verunreinigungen
enthielt. Die endgültige
Reinigung erfolgte durch präp.
DC unter Verwendung von 12% Ethylacetat/CH2Cl2; 1H-NMR (Aceton-d6) δ 1,01
(t, 6H), 3,49 (s, 3H), 3,74-3,96 (m, 4H), 6,91-7,45 (m, 11H), 7,78
(d, 1H), 7,99 (d, 1H).
-
9.
Synthese von Acridanderivat 39
-
Eine
Lösung
von Phenyl-10-methylacridan-9-carboxylat (311 mg, 1 mmol) in THF
wurde tropfenweise zu einer Lösung
of LDA bei -78°C
zugegeben. Nach 30 Minuten bei -78°C wurde Essigsäureanhydrid
(161,3 mg, 1,6 mmol) über
eine Spritze zugegeben, und das Trockeneisbad wurde entfernt. Nach
einer Stunde wurden die flüchtigen
Bestandteile entfernt und das Produkt aus dem Rückstand chromatographisch isoliert.
Eine säulenchromatographische
Reinigung unter Verwendung von 5% Ethylacetat/Hexan lieferte eine
reine Fraktion von 90 mg als weißen Feststoff und eine zweite
Fraktion (250 mg), die etwas Ausgangsmaterial enthielt; 1H-NMR (CDCl3) δ 2,04 (s,
3H), 3,44 (s, 3H), 6,82-7,65 (m, 13H).
-
10.
Synthese von Acridanderivat 40
-
Eine
Lösung
von Phenyl-10-methylacridan-9-thiocarboxylat (1,05 g) in THF wurde
mit LDA bei -78°C deprotoniert.
Essigsäureanhydrid
(0,45 ml) in 10 ml THF wurde tropfenweise zugegeben, das Trockeneisbad wurde
entfernt und das Rühren über Nacht
fortgesetzt. Die flüchtigen
Substanzen wurden entfernt und das Produkt aus dem Rückstand
chromatographisch isoliert. Eine säulenchromatographische Reinigung
unter Verwendung von 5-20% Ethylacetat/Hexan lieferte 1,15 g Verbindung
40 als einen gelblich-weißen
Feststoff; 1H-NMR (CDCl3) δ 1,89 (s,
3H), 3,48 (s, 3H), 6,95-7,06 (m, 4H), 7,20-7,34 (m, 5H), 7,40-7,44
(m, 2H), 7,62 (d, 1H), 7,79 (d, 1H).
-
11.
Synthese von Acridanderivat 41
-
Eine
Lösung
von Phenyl-10-methylacridan-9-carboxylat (333,4 mg, 1,06 mmol) in
THF wurde mit LDA bei -78°C
für 30
min deprotoniert. Die tief orangefarbene Lösung wurde mit t-Butyldimethylsilylchlorid
(253,4 mg, 1,68 mmol) in 10 ml wasserfreiem THF behandelt. Das Trockeneisbad
wurde entfernt und das Rühren
für 2 Std.
fortgesetzt. Die flüchtigen
Substanzen wurden entfernt und das Produkt aus dem Rückstand
unter Verwendung von 5% Ethylacetat/Hexan als ein Öl (212 mg)
chromatographisch isoliert; 1H-NMR (CDCl3) δ -0,12 (s,
6H), 0,77 (s, 9H), 3,37 (s, 3H), 6,75-7,38 (m, 12H), 7,79 (dd, 1H).
-
12.
Synthese von Acridanderivat 42
-
Eine
Lösung
von Phenyl-10-methylacridan-9-thiocarboxylat (322,3 mg, 0,97 mmol)
in THF wurde mit LDA bei -78°C
deprotoniert. t-Butyldimethylsilylchlorid (270 mg, 1,8 mmol) in
5 ml wasserfreiem THF wurde schnell zugegeben, das Trockeneisbad
wurde entfernt, und das Rühren
dauerte für
90 min an. Die flüchtigen Substanzen
wurden entfernt und 330 mg des Produkts aus dem Rückstand
unter Verwendung von 5% Ethylacetat/Hexan als ein Öl chromatographisch
isoliert, das sich beim Stehenlassen verfestigte; 1H-NMR
(CDCl3) δ -0,09 (s, 6H), 0,73 (s, 9H), 3,43 (s, 3H), 6,84-7,01
(m, 4H), 7,16-7,47 (m, 7H), 7,73-7,76 (m, 1H), 7,90-7,93 (m, 1H).
-
13.
Synthese von Verbindung 43
-
Das
E-Isomer ist hier zur Veranschaulichung dargestellt. Obwohl im Wesentlichen
ein Isomer gebildet wurde, ist nicht mit Sicherheit bekannt, welches
Isomer.
- (a) Ein Gemisch von 2-(6-Hydroxy-2-naphthyl)-propansäure (1,00
g) und Benzolthiol (0,635 g) in 100 ml wasserfreiem THF wurde mit
1,2 g DCC durch Rühren über Nacht
behandelt. Das Gemisch wurde bis zur Trockne eingedampft und der
Rückstand
mit Hexan gewaschen und filtriert. Der Rückstand wurde zwischen CH2Cl, und Wasser ausgeschüttelt und die organische Schicht
getrocknet und eingedampft. Das rohe Thioesterphenyl-2-(6-hydroxy-2-naphthyl)-propanthioat
wurde durch Säulenchromatographie
mit 30% Ethylacetat/Hexan gereinigt; 1H-NMR
(CDCl3) δ 1,66
(d, 3H), 4,14 (q, 1H), 5,30 (s, 1H), 7,09-7,74 (m, 11H); 13C-NMR (CDCl3) δ 18,63, 54,09,
103,02, 109,42, 118,35, 126,54, 126,97, 127,06, 127,88, 128,88,
129,18, 129,39, 129,82, 134,04, 134,52, 153,86, 199,78.
- (b) Die Phenolgruppe wurde durch Umsetzen des Produkts des vorherigen
Schritts (2,5 g) mit 1,1 ml Pivaloylchlorid in 3 ml Triethylamin
als Pivalatester geschützt.
Nach Beendigung der Reaktion wurde das Gemisch bis zur Trockne eingedampft
und der Rückstand
zwischen CH2Cl2 und
Wasser ausgeschüttelt.
Die organische Schicht wurde mit Wasser, gefolgt von gesätt. NaCl
gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das rohe Thioesterphenyl-2-(6-pivaloyloxy-2-naphthyl)-propanthioat
wurde durch Säulenchromatographie mit
0-5% Ethylacetat/Hexan gereinigt; 1H-NMR
(CDCl3) ⎕ 1,41 (s, 9H), 1,66 (d,
3H), 4,17 (q, 1H), 7,19-7,87 (m, 11H).
- (c) Die Umwandlung des Thioesters von Schritt (b) in das Enol-bis(cyanoethyl)phosphat
erfolgte durch Deprotonierung von 2,0 g des Thioesters mit 1,5 Äq. LDA in
wasserfreiem THF bei -78°C
und Umsetzen des Enolats mit 0,71 ml of POCl3 und
0,62 ml Pyridin, gefolgt von Zugabe von 1,04 ml 3-Hydroxypropionitril
in 1,2 ml Pyridin. Die Reaktionslösung wurde filtriert und eingedampft.
Das Produkt wurde aus dem Rückstand durch
Säulenchromatographie
unter Verwendung von 60% Ethylacetat/Hexan isoliert, gefolgt von
einer weiteren Wäsche
mit Wasser, um restliches 3-Hydroxypropionitril
zu entfernen. Das Produkt schien im Wesentlichen ein Isomer (43a)
zu sein; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 1,39
(s, 9H), 2,38 (s, 3H), 2,67 (m, 4H), 4,25 (m, 4H), 7,2-7,8 (m, 11H); 31P-NMR (CDCl3) ⎕ -7,43
- (d) Von Verbindung 43a wurde durch Umsetzen von 0,72 g in 35
ml Aceton, das 0,198 g in 1 ml Wasser gelöstes NaOH enthielt, die Schutzgruppe
entfernt. Das gefällte
Salz wurde mit Aceton gewaschen, in Ethanol gelöst und mit Aceton gefällt, um
43 herzustellen; 1H-NMR (CD3OD) ⎕ 2,34
(s, 3H), 6,80-7,44 (m, 11 H); 13C-NMR (CD3OD) ⎕ 21,26,
111,32, 124,15, 125,10, 125,08, 127,38, 127,90, 128,62, 129,35,
129,44, 135,79, 136,06, 136,14, 136,51, 139,31, 139,43, 140,07,
164,99; 31P-NMR (CD3OD) ⎕ 6,24.
-
14.
Synthese von Verbindung 44
-
- (a) Ein Gemisch von 2-(6-Hydroxy-2-naphthyl)-propansäure (7,00
g) und 4-Chlorbenzolthiol
(6,22 g) in wasserfreiem THF wurde mit 8,85 g DCC durch Rühren über Nacht
behandelt. Das Gemisch wurde filtriert und das Filtrat bis zur Trockne
eingedampft. Der Rückstand
wurde zwischen CH2Cl2 und
Wasser ausgeschüttelt und
die organische Schicht nacheinander mit Wasser und gesätt. NaCl
gewaschen. Trocknen und Verdampfen des Lösungsmittels erzeugte das Thioesterphenyl-2-(6-hydroxy-2-naphthyl)-propanethioat,
das durch Säulenchromatographie
mit 20% Ethylacetat/Hexan gereinigt wurde; 1H-NMR
(CDCl3) ⎕ 1,65 (d, 3H), 4,08-4,18
(m, 1H), 7,11-7,75 (m, 10H).
- b) Die Phenolgruppe wurde als Pivalatester geschützt. Der
Thioester aus dem vorherigen Schritt (6,14 g) wurde mit Pivaloylchlorid
(2,89 g) und 5 ml of Triethylamin umgesetzt. Nach Verdampfen des
Gemischs bis zur Trockne wurde der Rückstand mit Wasser und gesätt. NaCl
gewaschen und über
Na2SO4 getrocknet. Die
weitere Reinigung wurde mittels Chromatographie mit 5% Ethylacetat/Hexan
durchgeführt; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 1,41
(s, 9H), 1,65-1,68 (d, 3H), 4,12-4,19 (q, 1H), 7,20-7,87 (m, 10H); 13C-NMR (CDCl3) σ 18,57, 27,22,
39,18, 54,21, 103,02, 118,35, 121,78, 126,57, 126,99, 128,33, 129,39,
131,43, 133,25, 136,74, 149,06, 177,32, 198,59.
- (c) Die Umwandlung des geschützten
Thioesters in das Enol-bis(cyanoethyl)phosphat
erfolgte durch Deprotonierung von 2,2 g des Thioesters mit 1,5 Äq. LDA in
wasserfreiem THF bei -78°C
und Umsetzen des Enolats mit 1,5 Äq. POCl3 und
1,5 Äq.
Pyridin, gefolgt von Zugabe von 1,04 ml 3-Hydroxypropionitril in
1,2 ml Pyridin. Die Reaktionslösung
wurde eingedampft und der Rückstand
zwischen CH2Cl2 und
Wasser ausgeschüttelt.
Die organische Schicht wurde nacheinander mit Wasser und gesätt. NaCl
gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das Produkt wurde aus dem
Rückstand
unter Verwendung von 65% Ethylacetat/Hexan chromatographisch als
Gemisch von Isomeren (44a E/Z) isoliert; 1H-NMR
(CDCl3) ⎕ 1,40 (s, 9H), 2,36 & 2,36 (2s, 3H),
2,72-2,76 (m, 4H), 4,24-4,35 (m, 4H), 7,17-7,81 (m, 10H); 31P-NMR (CDCl3) ⎕ -7,07.
- (d) Von Verbindung 44a wurde durch Umsetzen von 0,80 g in 60
ml Aceton, das 0,26 g in 1 ml Wasser gelöstes NaOH enthielt, die Schutzgruppe
entfernt. Das gefällte
Salz wurde mit Aceton gewaschen und getrocknet, was Verbindung 44
als Gemisch von Isomeren (44 E/Z) erzeugte; 1H-NMR
(D2O) ⎕ 2,19 (s, 3H), 6,79-7,54
(m, 11H); 31P-NMR (D2O) ⎕ 2,90.
-
15.
Synthese von Verbindung 45
-
- (a) Diphenylessigsäure (3,12 g) wurde durch Erhitzen
unter Rückfluss
in 50 ml SOCl2 für 2,5 Stunden in das Säurechlorid
umgewandelt und mit 1,52 g Phenol in 50 ml CH2Cl2, das ca. 2 ml Et3N
enthielt, über
Nacht verestert. Die flüchtigen
Substanzen wurden unter Vakuum entfernt, und der Rückstand
wurde zwischen Hexan und Wasser ausgeschüttelt. Die organische Schicht
wurde getrocknet und der Ester ohne weitere Reinigung verwendet; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 5,27
(s, 1H), 7,05-7,44 (m, 15H); 13C-NMR (CDCl3) ⎕ 57,09, 121,44, 125,99, 127,54,
128,70, 128,82, 129,42, 138,26, 150,79, 171,04.
- (b) Der Ester wurde durch Deprotonierung von 3,0 g mit 1,1 Äq. LDA in
wasserfreiem THF bei -78°C
für 30 min
und Umsetzen des Enolats mit 1,15 Äq. POCl3 und
1,15 Äq.
Pyridin für
3 Stunden, wobei sich die Reaktion auf Raumtemperatur erwärmte, in
das Enolbis(cyanoethyl)phosphat umgewandelt. 3-Hydroxypropionitril
(2,05 ml) in 4,8 ml Pyridin wurde zugegeben und die Reaktion über Nacht
gerührt.
Die Reaktionslösung
wurde eingedampft und der Rückstand
zwischen CH2Cl2 und
Wasser ausgeschüttelt.
Die organische Schicht wurde nacheinander mit Wasser und gesätt. NaCl
gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das Produkt (45a) wurde aus
dem Rückstand
unter Verwendung von 70% Ethylacetat/Hexan chromatographisch isoliert; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 2,30-2,45
(m, 4H), 3,69-3,84 (m, 4H), 7,08-7,45 (m, 15H).
- (c) Von Verbindung 45a wurde durch Umsetzen von 1,04 g in 30
ml Aceton, das 0,18 g in 1 ml Wasser gelöstes NaOH enthielt, über Nacht
die Schutzgruppe entfernt. Das gefällte Salz wurde mit Aceton
gewaschen und getrocknet, was Verbindung 45 (0,5 g) erzeugte; 1H-NMR (D2O) ⎕ 7,00-7,56
(m, 15H); 13C-NMR (D2O) ⎕ 110,51,
110,60, 116,21, 122,29, 126,60, 126,72, 128,26, 129,54, 129,87,
129,96, 139,01, 146,75, 146,87, 156,55, 201,63; 31P-NMR
(D2O) ⎕ 2,15.
-
15.
Synthese von Verbindung 46
-
- (a) Diphenylessigsäure (6,0 g) wurde durch Erhitzen
unter Rückfluss
in 30 ml SOCl2 in das Säurechlorid umgewandelt und
mit 3,5 g Thiophenol in 50 ml CH2Cl2, das ca. 10 ml Et3N
enthielt, über
Nacht verestert. Die Lösung
wurde nacheinander mit Wasser, gesättigtem NaHCO3 und
Salzlösung
extrahiert. Nach Trocknen über
Na2SO4 wurden die
flüchtigen
Bestandteile unter Vakuum entfernt und der Thioester ohne weitere Reinigung
verwendet; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 5,31
(s, 1H), 7,2-7,6 (m, 15H);
- (b) Der Thioester wurde durch Deprotonierung von 3,0 g mit 1,1 Äq. LDA in
wasserfreiem THF bei -78°C für 30 min.
und Umsetzen des Enolats mit 1,15 Äq. POCl3 und
1,15 Äq.
Pyridin für
3,5 Stunden in das Enolbis(cyanoethyl)phosphat umgewandelt, wobei
sich die Reaktion auf Raumtemperatur erwärmte. 3-Hydroxypropionitril
(2,05 ml) in 4,8 ml Pyridin wurde zugegeben und die Reaktion über Nacht
gerührt.
Die Reaktionslösung
wurde eingedampft und der Rückstand
zwischen CH2Cl2 und
Wasser ausgeschüttelt.
Die organische Schicht wurde nacheinander mit Wasser und gesätt. NaCl
gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das Produkt (46a) wurde aus
dem Rückstand
unter Verwendung von 65% Ethylacetat/Hexan chromatographisch isoliert; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 2,3-2,5
(m, 4H), 3,62-3,82 (m, 4H), 7,2-7,45 (m, 15H).
- (c) Von Verbindung 46a wurde durch Umsetzen von 1,79 g in 50
ml Aceton, das 0,3 g in 2 ml Wasser gelöstes NaOH enthielt, über Nacht
die Schutzgruppe entfernt. Das gefällte Salz wurde mit Aceton
gewaschen und getrocknet, was Verbindung 46 (1,5 g) erzeugte; 1H-NMR (D2O) ⎕ 7,08-7,44
(m, 15H); 13C-NMR (D2O) ⎕ 125,78,
127,23, 127,41, 127,60, 128,11, 128,17, 129,11, 129,93, 129,54,
135,58, 135,67, 139,86, 140,74, 140,86, 141,62; 31P-NMR
(D2O) ⎕⎕ 2,30.
-
16.
Synthese von Verbindung 47
-
- (a) Ein Gemisch von 1-Pyrenessigsäure (3,00
g) und Benzolthiol (1,27 g) in 100 ml wasserfreiem THF wurde mit
2,38 g DCC durch Rühren über Nacht
behandelt. Das Gemisch wurde filtriert und das Filtrat bis zur Trockne
eingedampft. Der Rückstand
wurde zwischen CH2Cl2 und
Wasser ausgeschüttelt
und die organische Schicht nacheinander mit gesätt. NaHCO3,
Wasser und gesätt.
NaCl gewaschen. Trocknen und Verdampfen des Lösungsmittels erzeugte das Thioesterphenyl-2-pyrenethioacetat,
das mittels Chromatographie unter Verwendung von 15% Ethylacetat/Hexan
gereinigt wurde; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 4,66
(s, 2H), 7,35 (s, 5H), 8,02-8,30 (m, 9H); 13C-NMR
(CDCl3) ⎕ 109,23, 124,96, 125,51,
127,45, 127,66, 128,33, 129,15, 129,39, 134,49, 170,01.
- (b) Die Umwandlung des Thioesters in das Enobis(cyanoethyl)phosphat
erfolgte durch Deprotonierung von 0,5 g des Thioesters mit 1,2 Äq. LDA in
30 ml wasserfreiem THF bei -78°C
und Umsetzen des Enolats mit 1,2 Äq. POCl3 und
1,2 Äq.
Pyridin, gefolgt von Zugabe von 0,255 ml 3-Hydroxypropionitril in
0,30 ml Pyridin. Die Reaktionslösung
wurde eingedampft und der Rückstand
zwischen CH2Cl2 und
Wasser ausgeschüttelt. Die
organische Schicht wurde nacheinander mit Wasser und gesätt. NaCl
gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das Produkt wurde aus dem
Rückstand
unter Verwendung von 60% Ethylacetat/Hexan als 5:2-Gemisch von Isomeren
(47a E/Z) chromatographisch isoliert; 1H-NMR
(CDCl3) ⎕ 2,15-2,24 (m), 2,63-2,67
(m) 3,62-3,78 (m), 4,14-4,22 (m), 7,24-8,26 (m); 31P-NMR
(CDCl3) ⎕ 27,39, 28,16; 13C-NMR (CDCl3) ⎕ 19,06,
19,15, 19,54, 19,64, 62,40, 62,46, 62,98, 63,04, 116,16, 116,49,
123,51, 123,75, 124,39, 124,54, 124,71, 124,81, 125,57, 125,63,
125,72, 125,87, 126,18, 126,39, 127,09, 127,15, 127,32, 127,46, 127,88,
128,06, 128,17, 128,27, 128,30, 128,76, 129,33, 129,42, 129,76,
129,82, 130,67, 130,85, 131,03, 131,22, 131,31, 131,40, 132,91,
141,32, 142,96, 143,11.
- (c) Von Verbindung 47a wurde durch Umsetzen von 0,247 g in 6
ml Aceton, das 0,04 g in 0,1 ml Wasser gelöstes NaOH enthielt, die Schutzgruppe
entfernt. Das gefällte
Salz wurde mit Aceton gewaschen und getrocknet, was Verbindung 47
als Gemisch von Isomeren (47 E/Z) erzeugte; 1H-NMR
(D2O) ⎕ 6,22 (s), 6,74-8,1 (m),
8,47 (d); 31P-NMR (D2O) ⎕ 0,12,
0,69, 0,70.
-
17.
Synthese von Verbindung 48
-
- (a) Eine Lösung
von Thioxanthon (10 g) in 60 ml Benzol wurde mit 5,0 g LAH durch
Rühren
für 15
min behandelt. Das Gemisch wurde erhitzt und 100 ml Ether wurden
vorsichtig zugegeben. Der Rückfluss
wurde für
90 min fortgesetzt. Das abgekühlte
Gemisch wurde mit Wasser neutralisiert. Die Feststoffe wurden abfiltriert,
und das Filtrat wurde bis zur Trockne eingedampft. Reines Thioxanthen
(9,1 g, 98%) wurde mittels Chromatographie unter Verwendung von
20% Ethylacetat/Hexan isoliert; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 3,82 (s, 3H), 7,21 (m, 4H),
7,33 (m, 2H), 7,46 (m, 2H).
- (b) Thioxanthen, 9,1 g, wurde in 100 ml wasserfreiem THF gelöst. Die
Lösung
wurde in einem Eisbad abgekühlt,
und n-BuLi (24 ml einer 2,5 M Lösung)
wurde tropfenweise zugegeben. Die rote Lösung wurde bei Raumtemperatur
für eine
Stunde gerührt.
Pulverisiertes CO2 (ca. 150 g) wurde zugegeben,
was die Bildung eines weißen
Niederschlags bewirkte. Nach Rühren
für eine
weitere Stunde wurde das Gemisch eingedampft und der Rückstand
in Wasser gelöst.
Die wässrige
Lösung
wurde mit CH2Cl2 extrahiert
und mit HCl neutralisiert. Das gefällte Produkt wurde in Ether
gelöst,
getrocknet und einge dampft, was Thioxanthen-9-carbonsäure als
weißen
Feststoff (8,8 g) erzeugte: 1H-NMR (DMSO-d6) ⎕ 5,25 (s, 1H), 7,30 (m, 4H), 7,49
(m, 4H), 12,60 (s, 1H).
- (c) Thioxanthen-9-carbonsäure
(5,8 g) und Thionylchlorid (30 ml) wurden bei Raumtemperatur für 1 Std. gerührt. Das
Thionylchlorid wurde eingedampft und der Rückstand in 100 ml CH2Cl2 gelöst. Pyridin
(4 ml) und Thiophenol (4 g) wurden zugegeben und das Reaktionsgemisch
bei Raumtemperatur für
5 Std. gerührt. Das
Gemisch wurde eingedampft und der Rückstand mit Wasser, gefolgt
von Ether, gewaschen. Der Thioester wurde mittels Chromatographie
unter Verwendung von 20% Ethylacetat/Hexan gereinigt, was 6,3 g reines
Phenylthioxanthen-9-thiocarboxylat ergab: 1H-NMR
(CDCl3) ⎕ 5,16 (s, 1H), 7,32 (m,
9H), 7,50 (m, 4H); 13C-NMR (CDCl3) ⎕ 63,0, 126,9, 127,3, 128,1,
128,4, 129,2, 129,4, 130,9, 132,4, 133,7, 134,5, 196,5.
- (d) Der Thioester (4,6 g) wurde mit 1,5 Äq. LDA in 40 ml wasserfreiem
THF bei -78°C
für 30
min deprotoniert. Eine Lösung
von POCl3 (3,2 g) und Pyridin (1,66 g) in
10 ml wasserfreiem THF wurde zur Reaktion tropfenweise zugegeben,
die man sich auf Raumtemperatur erwärmen ließ. Nach Rühren bei Raumtemperatur für 45 min
wurde eine Lösung
von Cyanoethanol (5,68 g) und Pyridin (6,3 g) zugegeben, und das
Rühren
dauerte über
Nacht an. Das Gemisch wurde filtriert und das Filtrat zu einem dicken
Rückstand
eingeengt, der unter Verwendung von 70% Ethylacetat/Hexan chromatographisch
aufgetrennt wurde. Das Enolbis(cyanoethyl)phosphat (48a) wurde als
Schaum (3,1 g) erhalten; 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 2,52 (m, 4H), 3,94 (m, 4H),
7,20-7,48 (m, 10H), 7,55 (dd, 1H), 7,74 (dd, 1H), 7,85 (dd, 1H); 13C-NMR (CDCl3) ⎕ 19,5,
62,5, 116,6, 126,2, 126,3, 126,7, 127,0, 127,1, 128,0, 128,1, 128,2,
129,1, 129,5, 129,7, 132,5, 133,0, 133,3, 134,2, 134,3, 134,6, 137,7,
137,8; 31P-NMR (CDCl3) ⎕ -10,35
(p).
- (e) Von Verbindung 48a wurde durch Umsetzen von 1,8 g in 40
ml mit Argon gespültem
Aceton, das 0,28 g in 5,6 ml Wasser gelöstes NaOH enthielt, über Nacht
die Schutzgruppe entfernt. Das gefällte Salz wurde mit 10% wäss. Aceton
gewaschen und getrocknet, was Verbindung 48 (1,57 g) als weißen Feststoff
erzeugte; 1H-NMR (D2O) ⎕ 6,94-7,25
(m, 9H), 7,38 (m, 2H), 7,76 (d, 1H), 8,08 (d, 1H); 31P-NMR
(D2O) ⎕ 0,73 (s).
-
18.
Synthese von Verbindung 49
-
Verbindung
49 wurde durch die im vorherigen Beispiel beschriebene Reaktionsfolge
hergestellt, wobei im Schritt (c) Thiophenol an Stelle von Phenol
eingesetzt wurde.
- (a) Phenylthioxanthen-9-thiocarboxylat: 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 5,26
(s, 1H), 6,94 (d, 2H), 7,15 (t, 1H), 7,24-7,34 (m, 6H), 7,51 (m,
4H).
- (b) 9-(Phenoxyphosphoryloxymethyliden)thioxanthen, Bis(cyanoethyl)ester
(49a); 1H-NMR (CDCl3) ⎕ 2,50 (m,
4H), 3,84 (m, 2H), 4,02 (m, 2H), 7,16 (m, 5H), 7,29-7,54 (m, 7H),
7,82 (d, 1H); 13C-NMR (CDCl3) ⎕ 19,5, 63,0,
124,1, 126,4, 126,5, 126,8, 127,5, 127,8, 128,0, 129,2, 130,1, 131,2,
131,4, 133,4, 134,4, 142,7, 142,9, 155,0; 31P-NMR
(CDCl3) ⎕ -10,92 (p) (c) 9-(Phenoxyphosphoryloxymethyliden)thioxanthen,
Dinatriumsalz (49); 1H-NMR (D2O) ⎕ 6,92
(t, 1H) 7,04 (t, 2H), 7,07-7,34 (m, 6H), 7,38 (t, 1H), 7,45 (d,
1H), 7,71 (d, 1H), 8,05 (d, 1H); 31P-NMR
(D2O) ⎕ 0,22 (s).
-
19.
Synthese von Verbindung 50
-
Phenyl-10-methylacridan-9-thiocarboxylat,
1,0 g, wurde mit LDA in 60 ml wasserfreiem THF bei -70°C in das
Enolat umgewandelt. Nachdem die Temperatur für 1 Std. bei -70°C gehalten
wurde, wurden 0,76 g Methyltriflat zugegeben, und man ließ das Reaktionsgemisch
sich auf Raumtemperatur erwärmen.
Das Gemisch ließ man
für 4 Tage
stehen. CH2Cl2 (150
ml) wurde zugegeben, die Lösung
wurde mit Wasser extrahiert und auf Na2SO4 getrocknet. Der rohe Produkt wurde mittels
präp. DC
mit einem Elutionsmittel aus 70/30 Hexan:CH2Cl2 gereinigt. 1H-NMR
(CDCl3) ⎕ 3,53 (s, 3H), 3,56 (s,
3H), 6,93-7,45 (m, 11 H), 7,71 (d, 1 H), 7,93 (d, 1H).
-
20. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Acridanphosphat 5
-
Reagenzzusammensetzungen,
die 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05
mM p-Phenylphenol, 0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 und 3,3 × 10-4 M Acridan 5 umfassten, wurden durch Umsetzen
dreifacher 100-μl-Aliquots
mit 10 μl
Lösungen
von HRP in Wasser, die zwischen 1,4 × 10-15 und
1,4 × 10-19 mol Enzym enthielten, auf die Produktion
von Chemilumineszenz getestet. Die Lichterzeugung begann nach Mischen
und wurde nach 5, 10 und 15 min gemessen. Die Beziehung zwischen
der Chemilumineszenzintensität
bei 15 min und der Menge an Enzym ist in 1 dargestellt.
-
21. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Acridanphosphat 13.
-
Reagenzzusammensetzungen,
die 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05
mM p-Phenylphenol,
0,5 mM EDTA, 0,.0125% Tween 20 und 3,3 × 104 M
Acridan 13 umfassten, wurden durch Umsetzen dreifacher 100-μl-Aliquots
mit 10 μl
Lösungen
von HRP in Wasser, die zwischen 1,4 × 10-15 und
1,4 × 10-19 mol Enzym enthielten, auf die Produktion
von Chemilumineszenz getestet. Die Lichterzeugung begann nach Mischen
und wurde nach 15 min gemessen. Die Beziehung zwischen der Chemilumineszenzintensität und der
Menge an Enzym ist in 2 dargestellt.
-
22. Chemilumineszenter
Nachweis mit den Acridanphosphaten 1-4 und 6-12 und 14.
-
Auf
die Weise des Beispiels 21 wurden Zusammensetzungen, die jeweils
die Verbindungen 1-4 und 6-12 und 14 enthielten, mit HRP bei 25°C umgesetzt.
Jede erzeugte leicht messbare Chemilumineszenz, die über dem
Hintergrund, der in Abwesenheit von HRP gemessen wurde, unterschieden
werden konnte.
-
23. Kinetisches Profil
der Chemilumineszenzintensität.
-
Das
Chemilumineszenzprofil von Acridanphosphat 5, das mit HRP umgesetzt
wurde, ist in 3 dargestellt. Die Reaktion
von 100 μl
der Reagenzzusammensetzung von Beispiel 20 mit 1,4 × 10-15 mol HRP bei 25°C verursachte einen sofortigen
Anstieg der Lichtemission, die in ca. 5 min maximale Intensität erreichte.
-
24. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Acridandiethylphosphat 37.
-
Reagenzzusammensetzungen,
die 0,01 M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid, 0,1 mM p-Phenylphenol, 1 mM
EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M Acridan 37 umfassten, wurden durch Umsetzen
dreifacher 100-μl-Aliquots
mit 10 μl
HRP im Bereich von 1,4 × 10-14 bis 1,4 × 10-19 mol
auf die Produktion von Chemilumineszenz getestet. Die Lichterzeugung
begann nach Mischen und wurde nach 2 min gemessen. Die Beziehung
zwischen der Chemilumineszenzintensität und der Menge an Enzym ist
in 4 dargestellt.
-
25. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Acridandiethylphosphat 38.
-
Eine
Reagenzzusammensetzung (40 μl),
die 0,01 M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid, 0,1 mM
p-Phenylphenol, 1 mM EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M Acridan 38 umfasste, wurde mit 1 μl einer Lösung umgesetzt,
die 1,4 × 10-15 mol HRP enthielt. Die Lichterzeugung
begann nach Mischen und erreichte in 1 min maximale Intensität. Das Zeitprofil
der Chemilumineszenz ist in 5 dargestellt.
-
26. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Acridanacetat 39.
-
Reagenzzusammensetzungen,
die 0,01 M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid, 0,1 mM p-Phenylphenol, 1 mM
EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M Acridan 39 umfassten, wurden durch Umsetzen
dreifacher 100-μl-Aliquots
mit 10 μl
HRP im Bereich von 1,4 × 10-15 bis 1,4 × 10-20 mol
auf die Produktion von Chemilumineszenz getestet. Die Lichterzeugung
begann nach Mischen und erreichte in 30 min maximale Intensität. Die Beziehung
zwischen der Chemilumineszenzintensität und der Menge an Enzym ist
in 6 dargestellt.
-
27. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Acridanacetat 40.
-
Eine
Reagenzzusammensetzung (100 μl),
die 0,01 M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid, 0,1 mM
p-Phenylphenol,
1 mM EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M
Acridan 40 umfasste, wurde mit 10 μl einer Lösung umgesetzt, die 1,4 × 10-15 mol HRP enthielt. Die Lichterzeugung
begann nach Mischen und erreichte in 7 min maximale Intensität.
-
28. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Acridan 50.
-
Eine
Reagenzzusammensetzung (100 μl),
die 0,01 M Tris-Puffer, pH 8,0, 0,5 mM Harnstoffperoxid, 0,1 mM
p-Phenylphenol,
1 mM EDTA, 0,025% Tween 20 und 5 × 10-5 M
Acridan 50 umfasste, wurde mit 2,5 μl einer Lösung umgesetzt, die 3,5 × 10-16 mol HRP enthielt. Die Lichterzeugung
begann nach Mischen und erreichte in 7 min maximale Intensität. Das Zeitprofil
der Chemilumineszenz ist in 7 dargestellt.
-
29. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Verbindung 43.
-
Reagenzzusammensetzungen,
die 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05
mM p-Phenylphenol,
0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20, 1 mM CTAB und 6,6 × 10-4 M Acridan 43 umfassten, wurden durch Umsetzen
dreifacher 100-μl-Aliquots
mit 10 μl
Lösungen
von HRP, die zwischen 1,4 × 10-15 und 1,4 × 10-19 mol
HRP enthielten, auf die Produktion von Chemilumineszenz getestet.
Die Beziehung zwischen der Chemilumineszenzintensität bei 15
min und der Menge an Enzym ist in 8 dargestellt.
-
30. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Verbindung 46 und Verstärkung der Chemilumineszenz
mit einem Energietransfermittel.
-
Reagenzzusammensetzungen,
die 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05
mM p-Phenylphenol, 0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20, 1 mM CTAB und
6,6 × 10-4 M Verbindung 46 allein oder mit 50 μM DBA umfassten,
wurden durch Umsetzen eines 100-μl-Aliquots
mit 3,5 × 10-15 mol HRP auf die Produktion von Chemilumineszenz
getestet. Die relativen Chemilumineszenzzeitprofile sind in 9 dargestellt und
zeigen die Verstärkung
von Chemilumineszenz durch den Triplett-Energieakzeptor DBA.
-
31. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Verbindung 48.
-
Reagenzzusammensetzungen,
die 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05
mM p-Phenylphenol,
0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 und 3,3 × 10-4 M
Verbindung 48 umfassten, wurden durch Umsetzen eines 100-μl-Aliquots
mit 3,5 × 10-15 mol HRP auf die Produktion von Chemilumineszenz
getestet. Das Zeitprofil der Chemilumineszenz ist in 10 dargestellt.
-
32. Chemilumineszenter
Nachweis von HRP mit Verbindung 49.
-
Reagenzzusammensetzungen,
die 0,055 M Tris-Puffer, pH 8,6, 0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,05
mM p-Phenylphenol,
0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 und 3,3 × 10-4 M
Verbindung 49 umfassten, wurden durch Umsetzen eines 100-μl-Aliquots
mit 3,3 × 10-15 mol HRP auf die Produktion von Chemilumineszenz
getestet. Das Zeitprofil der Chemilumineszenz ist in 11 dargestellt.
-
33. Western-Blot-Assay
unter Verwendung von PVDF-Membran.
-
Erfindungsgemäße Zusammensetzungen
wurden zum Nachweis und zur Quantifizierung eines Proteins, β-Galactosidase (β-Gal), in
einem Western-Blot mit einem HRP-markierten Antikörper auf
einer Polyvinylidendifluorid- (PVDF-) Membran verwendet. Verdünnungen
von β-Gal,
die 5000, 1000, 180, 30 bzw. 5 pg Protein enthielten, wurden elektrophoretisch
aufgetrennt und auf PVDF-Membranen (Millipore, Bedford, MA) übertragen.
Die Membranen wurden mit 1% fettfreier Milch in 7-TBS (0,05% Tween
20 in TBS; TBS ist 50 mmol/l Tris-HCl, pH 7,4, 0,15 mol/l NaCl)
blockiert und dann nacheinander mit einer 1:1500-Verdünnung von Maus-anti-β-Gal (Boehringer-Mannheim,
Indianapolis) und einer 1:600-Verdünnung von Schaf-anti-Maus-HRP-Konjugat
(Boehringer-Mannheim) umgesetzt. Die Membranen wurden in T-TBS gewaschen
und für
3 min mit einem Reagenz getränkt,
das 0,055 M Tris-Puffer,
pH 8,6, enthielt, der 0,66 mM Acridanphosphat 5, 0,05 mM p-Phenylphenol,
0,25 mM Harnstoffperoxid, 0,5 mM EDTA, 0,0125% Tween 20 enthielt.
Die Membranen wurden zwischen transparente Kunststofffolien eingebracht
und mit einem Röntgenfilm
exponiert. 12 zeigt den Nachweis von β-Gal nach
14 min mit Exponieren für
30 s. Das erzeugte Licht führte
zu einer intensiven Emission, die für mehrere Stunden abgebildet
werden konnte.
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34. Western-Blot unter
Verwendung von Nitrocellulosemembran.
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Ein
Western-Blot-Assay gemäß dem Verfahren
im vorhergehenden Beispiel wurde unter Verwendung von Nitrocellulosemembran
(Schleicher & Schuell,
Keene, NH) als Festphase durchgeführt. β-Gal-Standards im Bereich of 5000-5 pg wurden
verwendet. Das Nachweisreagenz des vorhergehenden Beispiels ermöglichte,
dass der Nachweis über
mehrere Stunden durchgeführt
werden konnte. 13 zeigt den Nachweis von β-Gal nach
10 min mit Exposition für
5 min.
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35. Western-Blot unter
Verwendung anderer erfindungsgemäßer chemilumineszenter
Reaenzien.
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Ähnliche
Western-Blot-Assays von β-Galactosidase
sowohl auf PVDF- als auch auf Nitrocellulosemembranen unter Verwendung
von Nachweisreagenzien, die an Stelle von Verbindung 5 jeweils die
Verbindungen 1, 12 und 13 enthielten, ergaben qualitativ das gleiche
Ergebnis.
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35. Southern-Blot unter
Verwendung eines erfindungsgemäßen chemilumineszenten
Reaenzes.
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Ein
Southern-Blot-Assay kann gemäß den im
U.S.-Patent 5,593,845 des Anmelders beschriebenen Verfahren durchgeführt werden,
wobei an Stelle des darin beschriebenen Nachweisreagenzes eine Reagenzzusammensetzung
gemäß dem erfindungsgemäßen Beispiel
20 oder 33 eingesetzt wird.