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Gebiet der Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Gerät zum gleichzeitigen Nachweis
mehrerer Analyte.
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Hintergrund der Erfindung
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Herkömmlich wurden
strukturell unterschiedliche Analyte mittels spezieller Verfahren,
z.B. mittels Enzymimmunoassay, Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie, Gaschromatographie,
enzymatischen und kolorimetrischen Verfahren analysiert. Bei diesen
Verfahren handelt es sich vorwiegend um Ein-Analyt-Ein-Test-Verfahren.
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Die
Automatisierung analytischer Verfahren war generell auf Batch und
Random Access Analyzer gerichtet, bei denen auf einzelne Testproben
eine Mehrfachanalyse unter Verwendung aufeinanderfolgender individueller
Testverfahren angewandt wird. Dies erfordert die Verwendung mehrerer
Packungen individueller Testkits. Darüber hinaus erfordert die Analyse
die Anwendung mehrerer Gerätetypen,
z.B. klinisch-chemischer Analyzer, HPLC, GCMS, automatischer Immunoassay-Geräte oder
Atomabsorptionsgeräte.
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Ein
Multianalytsystem sollte ein Mittel umfassen, das die gleichzeitige
Analyse mehrerer Analyte in einer Testprobe gewährleistet. Diese Analyse sollte
Ergebnisse liefern, die einzelne Analyte identifizieren und die
Quantifizierung jedes einzelnen Analyten in dieser Testprobe ermöglichen.
Ein Multianalyt-Analyseverfahren wird oft beansprucht, jedoch sind
die genannten Kriterien im allgemeinen nicht beide erfüllt.
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In
einem Multianalytsystem umfaßt
ein typisches Substrat eine Vielzahl einzelner Test-Reaktionsstellen,
von denen jede einen unterschiedlichen Bindungsliganden besitzt.
Die Testprobe kontaktiert jeden der Reaktionsbereiche, und eine
Reihe von Detektionstechniken werden danach eingesetzt, um den vorliegenden Analyten
zu identifizieren. Es ist wichtig, daß das angewandte Detektionsverfahren
die Quantifizierung jedes einzelnen Analyten ermöglicht.
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Die
gebräuchlichste
Vorgehensweise zur Herstellung von Multianalyt-Arrays von räumlich abgegrenzten
Bereichen biologisch aktiver Liganden auf einem Substrat war mittels
photolithographischer Techniken. Das Substrat wird mit einem photolabilen
Linker beschichtet. Theoretisch sollte dieser Linker nur nach Bestrahlung
mit Licht geeigneter Wellenlänge
gegenüber
einem Bindungsliganden reaktiv werden. Eine räumliche Auflösung wird
durch Plazieren einer mechanischen Maske (gewöhnlich aus Chrom gefertigt)
auf dem Substrat erreicht. Das Lochmuster in der Maske legt das
Muster der Bindungsbereiche auf dem Substrat fest.
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Für jeden
zu immobilisierenden Liganden ist die allgemeine Vorgehensweise:
Bestrahlung erster Bindungsstellen, Inkubation des bestrahlten Substrats
mit einem ersten zu immobilisierenden Liganden, Waschen zur Entfernung
von lose gebundenem Liganden, Blockieren von nicht-reagierten Bindungsstellen,
die durch den Bestrahlungsschritt aktiviert wurden, und Bestrahlung
der Bereiche, an denen der zweite Bioligand immobilisiert werden
soll, wobei die nachfolgenden Schritte wie für den ersten Liganden wiederholt
werden. Die räumliche
Auflösung
wird durch Bestimmung des Bestrahlungsortes entweder mittels einer
kohärenten UV-Lichtquelle von einem
Laser oder mittels mehrerer mechanischer Masken und einer inkohärenten Lichtquelle
vorgegeben. Dies macht die Maßnahme
der Immobilisierung einer Vielzahl biologischer Liganden zu einem
zeitaufwendigen Prozeß.
Ein weiterer Nachteil der photolithographischen Vorgehensweise ist
das Erfordernis kostspieliger mechanischer Masken oder einer Laserlichtquelle.
Außerdem
ist eine hohe unspezifische Bindung gegeben.
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Zum
Beispiel wurde die Verwendung von Arylaziden, Fluoro-Arylaziden
und Benzophenonen mit einer hohen unspezifischen Bindung in Verbindung
gebracht. Eine hohe unspezifische Bindung resultiert in einem hohen
Assay-Hintergrund, was den dynamischen Bereich jedes Multianalyt-Assays
signifikant reduziert. Die unspezifische Bindung ist weitgehend
auf eine passive Absorption von Molekülen an die nicht-aktivierte
photolabile Linker-Oberfläche
durch ionische Wechselwirkungen, Van-der-Waals-Kräfte usw.
zurückzuführen.
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Die
WO-A-9516204 beschreibt eine photolithographische Vorgehensweise
zur Behebung der mit einer hohen unspezifischen Bindung einhergehenden
Probleme. Bei dieser Vorgehensweise war das Oberflächen-Verbindungsmolekül Avidin,
und das photolabile Molekül
war Photobiotin oder ein Derivat davon. Während eine reduzierte unspezifische
Bindung beansprucht wird, erfordert diese Technik nach wie vor die
oben dargestellten zeitaufwendigen Abläufe. Die Immobilisierung von
20 individuellen Bioliganden würde
insgesamt 80 Schritte erfordern, um dem Grunderfordernis von Bestrahlungs-,
Bindungs-, Blockierungs- und
Waschschritten für
jeden einzelnen zu immobilisierenden Liganden nachzukommen.
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Eine
räumliche
Auflösung
wurde auch durch passive Absorption erreicht. Die US-A-5432099 offenbart zum
Beispiel eine Bindung, bei welcher der Ligand durch eine Kombination
von ionischen Wechselwirkungen, hydrophoben Wechselwirkungen und
Van-der-Waals-Kräften
an die Substratoberfläche
gebunden ist. Passive Absorptionsprozesse sind von Änderungen
des pH-Wertes, der Temperatur, der Ionenstärke, sowie von der Art des
verwendeten Substrats abhängig,
was den Bindungsprozeß schwerer
kontrollierbar macht. Der größte Nachteil
dieses Ansatzes ist die Neigung eines Teils des schwach gebundenen
Liganden dazu, während
des Waschschritts oder der Inkubationsschritte des Bioassays desorbiert
zu werden, was eine geringe Intra-Assay- und Inter-Assay-Genauigkeit
zur Folge hat.
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In
vielen Veröffentlichungen
wurde der Crosslinker Glutaraldehyd verwendet. Dieser Linker weist
viele Nachteile auf, darunter die Neigung der Proteine zur Quervernetzung,
was wahrscheinlich die Funktion des Proteins verändert. Ein weiterer Nachteil
ist der, daß der
Kopplungsprozeß einen
Reduktionsschritt einschließen
sollte, der zeitaufwendig und unter Umständen sehr gefährlich ist,
z.B. wenn Natriumcyanoborhydrid als Reduktionsmittel verwendet wird.
Es wurden heterobifunktionelle Linker verwendet, die aber in vielen
Fällen freie
Sulfhydrylgruppen an dem zu bindenden Protein erfordern. Dies macht
eine Modifikation des Proteins vor der Immobilisierung notwendig.
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In
einem Multianalyt-Assay werden sowohl qualitative als auch quantitative
Ergebnisse erwünscht. Multianalyt-Assays
waren zum Beispiel für
Antibiotika verfügbar.
Diese beruhen im wesentlichen auf mikrobiologischen Hemmstofftests,
bei denen ein in der Probe vorliegendes Antibiotikum das Bakterienwachstum hemmt
und eine Hemmzone ausbildet, die proportional zur Konzentration
des in der Probe vorliegenden Antibiotikums ist. Dieses Verfahren
läßt jedoch
keine Angaben zur Identität
des Antibiotikums oder keine genaue Bestimmung seiner Konzentration
zu. Mikrobiologische Hemmstofftests sind auch sehr langsam; der
gesamte Prozeß dauert
mehrere Tage.
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Chemische
Screeningverfahren, wie die Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC) oder die Gas/Flüssigkeits-Chromatographie-Massenspektrometrie
(GCMS/LCMS) tragen den Extremen der strukturellen Vielfalt/Gegensätzlichkeit
jeder Antibiotikagruppe, z.B. der Penicilline, Sulfonamide, Aminoglykoside,
Tetrazykline usw. nur schwer Rechnung. Außerdem erfordern chromatographische
Verfahren eine aufwendige Vorbereitung der Proben, damit die Signal-Rausch-Verhältnisse
derart sind, daß die
geforderten Nachweisgrenzen erreicht werden können.
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Erhältliche
Multianalyt-Geräte
umfassen das Triage-Testgerät
(siehe Clinical Chemistry 38(9):1678-1684 (1992)) und das Advisor-Testgerät (siehe
Clinical Chemistry 39(9):1899-1903 (1993)). Diese Geräte sind
nur für
die qualitative Analyse geeignet.
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Das
Triage-Gerät
dient dem gleichzeitigen Nachweis von sieben Drogen im menschlichen
Urin. Jedes Gerät
kann nur eine Urinprobe analysieren. Am Ende des Verfahrens untersucht
der Anwender visuell jede der drogenspezifischen Testzonen auf die
Anwesenheit eines roten Balkens. Alle Schritte des Testprotokolls
müssen
vom Anwender manuell ausgeführt
werden. Außerdem
ist kein Ausdruck der Testergebnisse verfügbar.
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Das
Advisor-Gerät ähnelt in
seiner Anwendung der des Triage-Gerätes. Das Advisor-Gerät screent fünf verschiedene
Drogenklassen. Das Gerät
funktioniert gemäß den Prinzipien
des Agglutinationstests, mit individuellen Kanälen für jede Droge. Alle Schritte
des Testprotokolls werden vom Anwender ausgeführt. Negative Proben weisen
agglutinierte Partikel auf, während
positive Drogenproben ein nicht-aggregiertes
Partikelmuster liefern.
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Die
meisten Biosensoren/mikrofabrizierten Geräte für die biologische Anwendung
verwendeten als Substrat Silizium. Andere verwenden Glas- oder Quarzsubstrate.
Silizium hat eine äußerst kontrollierte
kristallographische Struktur mit klar definierten Kristallebenen.
Die Einheitlichkeit des Siliziumsubstrats macht aus ihm die ideale
Wahl für
die Entwicklung eines Multianalyt-Testgeräts.
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Jedoch
zeigen dunkle Substrate wie Silizium sogenannte Schwarzkörper-Effekte. Im Fall
einer Fluoreszenzdetektion, bei der ein Fluorophor mit Licht einer
bestimmten Wellenlänge
angeregt wird, kann ein dunkles Substrat die einfallende Anregungslichtenergie
absorbieren und somit die Lichtemission durch das Fluorophor verringern.
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Die
EP-A-0127438 offenbart die Herstellung einer Festphasenvorrichtung
durch Photoaktivierung unter Verwendung einer Maske und durch Bindung
eines Liganden an die auf diese Weise aktivierten Teile der Substratoberfläche. Die
WO-A-9516204 offenbart
ebenfalls die Herstellung einer Vorrichtung mit gemusterter Oberfläche durch
selektive Bestrahlung einer lichtempfindlichen Bindungsgruppe.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung, in einem Verfahren zur Herstellung einer Festphasenvorrichtung zur
Durchführung
von Multianalyt-Assays, die ein Substrat und mehrere vereinzelte
Reaktionsstellen umfaßt, von
denen jede einen kovalent an das Substrat gebundenen Liganden trägt, wobei
die Substratoberfläche
zwischen den Reaktionsstellen inert gegenüber dem Analyt ist, und das
Verfahren die Aktivierung und Hydrophobierung der Oberfläche und
die Applikation einer Reihe von Liganden auf die aktivierte, hydrophobe
Oberfläche
umfaßt,
um die vereinzelten Reaktionsstellen zu bilden, wobei die Liganden
in Wasser appliziert werden. Falls erwünscht, können die aktiven Bereiche zwischen
den Reaktionsstellen blockiert werden.
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Eine
mittels diesem Verfahren erhältliche
neuartige Vorrichtung ist eine Festphasen-Multianalyt-Vorrichtung,
die wenig beziehungsweise keine unspezifische Bindung aufweist.
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Die
Liganden können über einen
Linker an das Substrat gebunden werden. Es wird insbesondere bevorzugt,
daß die
aktivierte Oberfläche
nacheinander mit einem Organosilan, einem bifunktionellen Linker
und dem Liganden zur Reaktion gebracht wird. Bifunktionelle Crosslinker
sind verwendet worden, um eine hocheffiziente Kopplungschemie zwischen
Organosilanen zu gewähren,
die kovalent an mikrofabrizierten Silizium- oder Keramiksubstraten
immobilisiert sind. Bioliganden können auf diese Weise in Multianalyt-Arrays
immobilisiert werden.
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Diese
Erfindung beseitigt das Erfordernis mehrerer individueller Testreagenzkits
sowie mehrerer Gerätetypen
und erleichtert dadurch den gleichzeitigen Nachweis mehrerer Analyte
auf einer einzigen Probe. Die Erfindung stellt ein einzelnes integriertes
Analysesystem bereit, das in der Lage ist, den gleichzeitigen Nachweis
eines breiten Spektrums von Stoffen zu gewähren. Darüber hinaus können die
Testreagenzien für
eine bestimmte Analytgruppe in einem kombinierten Format bereitgestellt
werden.
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Als
Gegenstand dieser Erfindung wird eine Vielzahl biologischer Liganden
in einem räumlich-definierten
Punkt- oder Linienmuster mittels mikrofluider Verteilung des Liganden
auf einem chemisch aktivierten Substrat immobilisiert. Der Bioligand
wird kovalent an das Substrat gebunden. Die Kopplungseffizienz des
Bioliganden kann derart sein, daß die chemische Reaktion innerhalb
weniger Minuten abgeschlossen ist. Der Immobilisierungsschritt kann
sicherstellen, daß der
Bioligand seine biologische Aktivität sowohl auf kurze als auch
auf lange Sicht beibehält.
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Diese
Erfindung stellt außerdem
ein integriertes Analysesystem für
den gleichzeitigen Nachweis eines breiten Spektrums von Analyten
im Multianalyt-Format
bereit. Das Analysesystem ist für
maximale Benutzerfreundlichkeit konzipiert, mit der Möglichkeit,
den Multianalyt-Nachweis und die Quantifizierung von jeder Testprobe
zu erhalten. Das bevorzugte Analysesystem ist eine Kombination aus
einer X-Y-Translationseinheit, einer Probenbehandlungseinheit, Liquid-Handling-/Flußkontrollmitteln,
einer temperaturgesteuerten Dunkelkammer, einer CCD-Kamera, sowie Bildverarbeitungs-Software.
Die Translationseinheit kann mit einem Schrittmotor verbunden sein,
um eine Positionierungsgenauigkeit von etwa 10 μm für die Positionierung der Vorrichtungen)
in jeder Stufe des Analyseverfahrens zu erreichen.
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Beschreibung der Figuren
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In
den beiliegenden Figuren:
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zeigt 1 die
Bildung einer ungleichmäßigen Substratoberfläche;
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zeigt 2 die
chemische Aktivierung von Gruppen an der Oberfläche eines Substrats;
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zeigen 3, 5 und 6 die
kovalente Immobilisierung eines Liganden an der Oberfläche eines Substrats;
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zeigt 4 die
Verwendung von Latexpartikeln an der Oberfläche eines Substrats;
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veranschaulichen 7-11 Vorrichtungen
zur Aufnahme erfindungsgemäßer Chips;
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sind 12-14 schematische Ansichten eines Systems,
das für
die Analyse einer Vorrichtung der Erfindung geeignet ist; und
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zeigt 15 Eichkurven
für Analyte,
die mit Hilfe der Erfindung getestet wurden.
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Beschreibung der Erfindung
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Das
Substrat, das in einer Vorrichtung dieser Erfindung verwendet wird,
kann zum Beispiel aus Silizium, Quarz, Glas oder Keramik sein. Keramiksubstrate
(Aluminiumoxid) bieten eine hervorragende Alternative zu Siliziumsubstraten,
da sowohl Fluoreszenz- als auch Chemilumineszenz-Detektionstechniken
erfolgreich eingesetzt werden können.
Diese Ergebnisse waren unerwartet, da die Kristallographie von Keramikmaterialen
aus ihnen kein Substrat erster Wahl machen würde.
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Ein
Keramiksubstrat kann mit einer Reihe von Korngrößen (1 bis 30 μm) hergestellt
werden. Die bevorzugte Partikelgröße des in dieser Erfindung
verwendeten Keramiksubstrats beträgt weniger als 20 μm, bevorzugt
weniger als 10 μm.
Die geringe Partikelgröße gewährt eine
weit höhere
Einheitlichkeit der Oberfläche, die
wiederum für
ein erhöhtes
Leistungsvermögen
von Bioassays sorgt. Weitere bedeutende Merkmale von Keramiksubstraten
umfassen Oberflächentopographietoleranz,
Porosität,
Vakuumdichte und das Fehlen von Wasserabsorption.
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Das
bevorzugte Keramikmaterial besteht aus 94% Aluminiumoxid (Al2O3) mit einer Partikelgröße im Bereich
von 4-8 μm.
Das Material ist vakuumdicht und hat geschliffen eine Oberflächentopographie
von 0.6 bis 0.8 μm.
Die Einheitlichkeit der Oberfläche
kann durch einen Polierschritt verbessert werden, so daß eine Oberfläche mit
0.4-0.5 μm
Variation erhalten wird. Eine weitere Verbesserung wird durch Läppen und
Polieren erreicht, so daß eine
Oberfläche
mit einer Variabilität
von 0.05-0.1 μm
erhalten wird.
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Es
wurde gezeigt, daß das
Leistungsvermögen
bestimmter Keramiksubstrate von den Eigenschaften der Korngröße abhängt. Die
höhere
Testleistung wurde für
Keramikmaterialien mit einer Korngröße von bis zu 8 μm, z.B. 4-8 μm gezeigt.
Die Ergebnisse für
Materialen mit größerer Korngröße erwiesen
sich als weniger zufriedenstellend. Keramiksubstrate mit Korngrößen von
ungefähr
1 μm wurden
evaluiert und ergaben keine verbesserten Ergebnisse im Vergleich
zu denen, die mit dem 4-8 μm-Substrat
erzielt wurden. Dies ist von Vorteil, da die Materialkosten für die Keramik
mit sehr kleinen Partikeln wesentlich (ung. 5 mal) höher sind.
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Geeignete
Siliziumsubstrate werden mit einer Oxidschicht von bestimmter Dicke
hergestellt, z.B. einer Toleranz von ± 2 nm für eine 100 nm-Oxidschicht.
Die Oxidschicht kann 50-500 nm dick sein, bevorzugt weniger als
200 nm, noch bevorzugter in der Größenordnung von 100 nm.
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Das
Substrat kann als Teil einer mikrofabrizierten mikrobearbeiteten
Festphasenvorrichtung gebildet sein, die für ein breites Spektrum von
Paneltests für
Anwendungen in der Tiermedizin und der medizinischen Diagnostik
entwickelt wurde. Jede Festphasen-Testvorrichtung hat eine Reihe
von Reaktionsbereichen. Jeder Reaktionsbereich ist spezifisch für einen
bestimmten Analyt. Der Reaktionsbereich kann die Form eines Punktes
(bzw. Flecks), eines Kanals, einer Senke, einer Vertiefung, eines
Loches oder einer Kammer aufweisen. Die Reaktionsbereiche werden
durch Immobilisierung von Biomolekülen auf dem Substrat hergestellt.
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Typischerweise
hat eine erfindungsgemäße Vorrichtung
eine Fläche
von bis zu 1 cm2. Jede Reaktionsstelle hat
gewöhnlich
eine Fläche
von weniger als 1 mm2. Der Feststoff wird
bevorzugt so hergestellt, daß er ein
kompliziertes Netzwerk an Öffnungen,
Kammern, Kanälen,
Löchern,
Senken usw. bereitstellt. Es kann ebenfalls vorteilhaft sein, innerhalb
des Kanals oder Loches Säulen
zu gestalten. Solche Unebenheiten können helfen, maximale Oberflächenwechselwirkungen
zwischen gebundenen Bioliganden und Testreagenzien zu erzielen,
was die Inkubationszeiten für
kompetitive Immunoassays und Sandwich-Immunoassays gleicherweise
erheblich verkürzt.
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Als
Alternative oder in Ergänzung
zu beispielsweise Senken oder Kanälen auf dem Silizium- oder
Keramiksubstrat, kann die Oberfläche
auch so mikrofabriziert werden, daß sie Nanoliter bis Mikroliter
Mischkammern/-behälter/-kanäle einschließt. Die
Siliziumoberfläche
wird zum Beispiel zuerst oxidiert, um eine Oxidschicht zu bilden.
Dann wird eine Photoresist-Schicht aufgetragen, von der das gewünschte Muster
erzeugt wird. Nach Ausbildung des Musters auf der Oxidschicht wird
der Photoresist entfernt. Das Silizium wird dann z.B. unter Verwendung
von HF geätzt,
und die Oxidschicht wird entfernt. Die Oxidschicht wird schließlich gleichmäßig über den
gesamten Silizium-Wafer ausgebildet.
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Ein
beispielhaftes Verfahren ist in 1 gezeigt.
In Schritt (i) wird ein Silizium-Wafer 1 oxidiert, um eine Oxidschicht 2 zu
bilden; in Schritt (ii) wird eine Photoresist-Schicht 3 aufgetragen;
in Schritt (iii) bewirkt die Belichtung die Bildung einer gemusterten
Oxidschicht; in Schritt (iv) wird der Photoresist entfernt; in Schritt
(v) wird der Wafer 1 geätzt;
in Schritt (vi) wird die Oxidschicht entfernt; und in Schritt (vii)
wird eine durchgehende Oxidschicht 2a neugebildet.
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Die
Bioliganden werden durch kovalente Bindung immobilisiert. Passive
Adsorptionswechselwirkungen reagieren empfindlich auf Änderungen
von pH, Temperatur und Ionenstärke,
und können
in manchen Fällen
eine Freisetzung schwach gebundener Liganden während der Inkubations- und
Waschschritte bewirken, womit sie zu einer schwachen Testreproduzierbarkeit
beitragen. Es ist natürlich
erwünscht,
daß der
Bioligand nach dem Immobilisierungsschritt eine maximale Aktivität beibehält.
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Vor
jeglicher chemischer Aktivierung sollte die Oberfläche der
Substrate gründlich
gereinigt werden. Der erste Schritt umfaßt bevorzugt die Reinigung
der Oberfläche
durch Ultraschallbehandlung in einem alkalischen Reinigungsmittel,
gefolgt von gründlichem
Waschen mit zweifach-entionisiertem Wasser. Die Substrate werden
dann mit einer Chromsäurelösung behandelt.
Die Chromsäurelösung reinigt
die Oberfläche
zusätzlich und öffnet außerdem Epoxidgruppen
an der Oberfläche,
wie in 2 gezeigt. Die Epoxidgruppen können auch auf andere Weise,
z.B. durch 1-stündige
Ultraschallbehandlung, geöffnet
werden.
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Die
auf diese Weise gebildeten Oberflächen-Hydroxylgruppen stehen
dann für
die Derivatisierung zur Verfügung.
Zum Beispiel umfaßt
eine Reaktionsabfolge, wie in 3 gezeigt,
die Verwendung eines Organosilans, anschließend eines (hetero)bifunktionellen
Crosslinkers Z-R-Y, um ein hochreaktives Zwischenprodukt zu bilden,
und schließlich
eines funktionalisierten Liganden, um eine kovalente Immobilisierung
zu gewähren.
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Im
Einzelnen ist in Organosilanen der Formel (RO)3Si-(CH2)n-X jedes R ein
Alkylrest oder ein anderer Kohlenwasserstoffrest, wie CH3 oder CH2CH3; n ist eine ganze Zahl, z.B. 1 bis 18;
und X ist eine funktionelle Gruppe, wie etwa Epoxycyclohexyl, NH2, CHO, OH, SH, p-Chlorbenzyl, m-Chlorbenzyl,
Br, Cl, -NH-CH2-CH2-NH2,
2,3-Epoxypropoxy, -N=C=O, -N=C=S oder p-Chlorosulfonylphenyl. Diese
Organosilane können
so gewählt
werden, daß sie
entweder eine reaktive Endgruppe bilden, die eine kovalente Bindung
mit einem Biomolekül
ausbilden kann, oder einen weniger reaktiven Rest wie NH2, bei dem eine zusätzliche Aktivierung mit einem
bifunktionellen Linker notwendig ist, um eine geeignete Endgruppe
zu bilden. Organosilane mit elektrophilen funktionellen Endgruppen
erfordern keine Aktivierung mit einem bifunktionellen Crosslinker, da
Bioliganden durch nucleophile Gruppen auf dem Bioliganden kovalent
immobilisiert werden können.
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Im
Fall von Organosilanen, die nucleophile Gruppen aufweisen, kann
jeder beliebige einer Vielzahl von bifunktionellen Crosslinkern
verwendet werden, um eine äußerst reaktive
chemische Gruppe bereitzustellen, über die ein Biomolekül oder Bioligand
kovalent gebunden werden kann. Diese Erfindung umfaßt die Verwendung
bifunktioneller Linker, die in der Massenherstellung von chemisch
aktivierten Substraten verwendet werden können und stabil genug sind,
um eine längerfristige
Aufbewahrung vor der kovalenten Bindung des Biomoleküls oder
Bindungsliganden zuzulassen. Bevorzugte Linker sind inert gegenüber normalen
atmosphärischen
Bedingungen, während
sie zugleich reaktiv genug sind, um innerhalb sehr kurzer Zeit (typischerwreise <10 Minuten) kovalente
Bindungen mit funktionellen Gruppen des zu immobilisierenden Bioliganden
auszubilden.
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Der
bifunktionelle Linker kann zum Beispiel sein Phosgen, Triphosgen,
N,N-Disuccinimidylcarbonat, Xylylendiamin,
1,6-Diaminohexan, 1,12-Diaminododecan, 1,6-Diisocyanatohexan, 1,12-Diisocyanatododecan,
1,4-Phenylendithioisocyanat, Cyanurchlorid, Terephthaldehyd, p-Nitrobenzoylchlorid,
Sulfanilsäure, 2-Fluoromethyl-Pyridinium-p-Toluolsulfonat,
3-Aminophenylborsäure,
p-Bromphenyl borsäure,
Diethylpyrocarbonat, Ethylchlorformiat, p-Bromanilin, p-Bromphenylhydrazid,
p-Brombenzaldehyd, das 1,2-Ethylenglykol von p-Brombenzaldehyd,
N,N'-Carbonyldiimidazol,
Terephtaloylchlorid, Epichlorhydrin, 1,4-Diiodbenzen, 1,4-Dibrombenzen oder
ein N-Hydroxysuccinimidderivat, z.B. von p-Aminobenzoesäure, p-Brombenzoesäure, p-Bromphenylessigsäure, p-Bromethylbenzoesäure, p-Brommethylbenzoesäure, p-Formylbenzoesäure, p-Hydroxymethylbenzoesäure, 1,2-Ethylenglykol von
p-Formylbenzoesäure,
p-Bromphenylpropionsäure
oder p-Hydroxyphenylpropionsäure. Ein
photolabiler Crosslinker kann verwendet werden, um mit einem Organosilan
zu reagieren, das eine nucleophile oder elektrophile Endgruppe aufweist.
Der Crooslinker ist beispielsweise das N-Hydroxysuccinimid von p-Azidobenzoesäure oder
p-Aminobenzophenon.
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Anstelle
von oder zusätzlich
zu der Verwendung von bifunktionellen Linkern ist es ebenfalls vorteilhaft, eine
Schicht von Latexpartikeln kovalent zu immobilisieren. Der Durchmesser
der Latexpartikel beträgt
bevorzugt weniger als 500 nm und noch bevorzugter weniger als 150
nm. Die Latexpartikel können
eine Reihe funktioneller Gruppen aufweisen, z.B. -CH2Cl,
-CHO, p-Chlorphenyl, p-Chlorstyryl,
-N=NH, -NH-NH2 oder -NH2.
Die Latexpartikel können
in einer Konzentration von ungefähr
0.5 bis 1 % (Gew/Vol), mit oder ohne Vorliegen eines bifunktionellen
Linkers wie oben beschrieben, mit Substraten inkubiert werden, die
mit dem geeigneten Organosilan modifiziert wurden.
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4 zeigt
zwei Reaktionsgleichungen für
die Immobilisierung von Latex. Beide können durch Aktivierung des
Latex mit einem zweiten Linker und Immobilisierung eines Biomoleküls, oder
durch direkte kovalente Immobilisierung von beispielsweise einem
Antikörper,
nachvollzogen werden.
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Eine
Alternative zur Verwendung von Polystyren-Latex-Patikeln ist die
kovalente Immobilisierung von Bioliganden an Polyethylenglykolderivaten,
die bereits mit einem silanisierten Substrat verankert sind. Zum Beispiel
werden PEG-Derivate
mit zwei elektrophilen Gruppen, wie etwa Epoxid oder Carbonylimidazol,
auf einem Substrat der Wahl mit einem Silan zur Reaktion gebracht,
das eine terminale NH2-Gruppe aufweist,
wie etwa APTES. Eine geeignete Reaktionsabfolge ist in 5 dargestellt.
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Es
kann ebenfalls von Vorteil sein, den Bioliganden direkt an die Silanschicht
zu immobilisieren, um somit das Erfordernis der Aktivierung des
Silans mit Polymermaterialien oder bifunktionellen Linkern zu umgehen.
Die Organosilane sollten empfänglich
gegenüber
einem nucleophilen Angriff durch eine chemische Gruppe (z.B. NH2, SH, OH oder NH=NH2)
auf dem Bioliganden sein. Organosilane, die für eine direkte Bindung des Bioliganden
geeignet sind, können
funktionelle Halogenid-, Epoxy-, Isocyanat-, Aldehyd- oder Tosylatgruppen besitzen.
Eine derartige Reaktion ist in 6 gezeigt,
in der E eine elektrophile Gruppe auf dem Organosilan ist. Beispiele
für E sind
Br, Cl, -O-CH2-CH=CH2,
-NCO, -CHO und p-Chlorosulfonylphenyl.
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Organosilane,
die elektrophile Gruppen, z.B. Glycidoxy, besitzen, haben außerdem den
Vorteil, weniger zur Polymerisation während des Silanisierungsvorgangs
zu neigen, was auf das Fehlen von nucleophilen, für den Angriff
der Methoxy- oder Ethoxyfunktion des Organosilans bereitstehenden
Gruppen zurückzuführen ist.
Die Substratoberfläche
sollte somit kein polymerisiertes Organosilan enthalten.
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Die
Chemie der Oberflächen
erlaubt es, aufgrund der schnellen Kinetik der Ausbildung von kovalenten Bindungen
zwischen der chemisch funktionellen Gruppe auf der Oberfläche und
einer geeigneten chemischen Gruppe, die in einer sterisch günstigen
Position auf dem zu immobilisierenden Biomolekül vorhanden ist, eine räumliche
Auflösung
zu erreichen. Das Biomolekül
wird bevorzugt durch einen Mikrofluid-Dispenser in Form eines einzelnen
Tröpfchens
oder einer Reihe von Tröpfchen,
die eine Linie bilden, mit der Substratoberfläche in Kontakt gebracht. Das
Dosiervolumen ist von der Größenordnung
1 bis 100 nl, bevorzugt weniger als 50 nl, z.B. näher an 10
nl. Die Schnelligkeit der Ausbildung der kovalenten Bindungen ist
derart, daß die
kovalente Immobilisierung innerhalb von Minuten erreicht wird, bevor
das (die) verteilte Tröpfchen
oder Linie auf der Oberfläche
verdampft. Die Positionierungsgenauigkeit, der das Tröpfchen oder
die Flüssigkeitslinie
unterliegen, sollte eine Toleranz von ± 20 μm haben.
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Die
Liganden werden in Wasser appliziert und die Oberfläche ist
hydrophob, um jegliche laterale Diffusion des (der) verteilten Tröpfchens
oder Linie zu verhindern. Diese Eigenschaft trägt zu einer hervorragenden
Spotqualität
und Reproduzierbarkeit bei und ermöglicht die kovalente Immobilisierung
einer größeren Anzahl
an Spots von Biomolekülen
pro Flächeneinheit.
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Die
vorliegende Erfindung bewältigt
die Probleme, die mit der herkömmlichen
Photolitographie einhergehen, indem sie die Bildung von räumlich abgegrenzten
Spots von Bioliganden ermöglicht,
ohne UV-Licht oder eine mechanische Maske erforderlich zu machen.
Wie oben angegeben, kann eine räumliche
Auflösung durch
Mikrodispensiertechniken erreicht werden. Ein bedeutender Faktor
ist die schnelle Kinetik der kovalenten Bindungsreaktion, um eine
hochwirksame Bindung des Bioliganden in einem räumlich abgegrenzten Bereich
sicherzustellen, was die seitliche Abweichung des immobilisierten
Bioliganden unterbindet.
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Nicht-reagierte
chemische Gruppen auf dem Substrat können dann z.B. unter Verwendung
von dem Fachmann bekannten "Blocking"-Molekülen blockiert
werden. Geeignete derartige Moleküle umfassen Proteine wie Casein,
Rinderserumalbumin, Lactalbumin usw. oder niedermolekulare Blocker
wie Glycin, Glutamin usw.
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Es
können
auch photolabile Linker verwendet werden. Zum Beispiel wird das
Organosilan auf der Substratoberfläche im Dunkeln mit einem photolabilen
Linker (z.B. Benzophenon; Arylazide usw.) zur Reaktion gebracht.
Die Oberfläche
wird dann mit den Bioliganden wie gewünscht gespottet, und die kovalente
Bindung wird nach einer kurzen Bestrahlung mit UV-Licht oder einer
längeren
Bestrahlung mit sichtbarem Licht erreicht. Die verbleibenden Bereiche
der Substratoberfläche
werden in Gegenwart von UV-Licht oder sichtbarem Licht unter Verwendung
von Blockern von der Art der oben beschriebenen Moleküle blockiert.
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Die
Substrat-immobilisierten Biomoleküle können z.B. durch Inkubation
für kurze
Zeit (1 Stunde) in einer Zuckerlösung
(z.B. Trehalose) und anschließende
Trocknung 16 Stunden bei 37°C
stabilisiert werden. Die stabilisierten Substrate können dann
mit Trockenmittel in Folienbeuteln versiegelt und aufbewahrt werden.
Die immobilisierten Biomoleküle
sind über
mehr als 6 oder 12 Monate stabil, z.B. bis zu 2 Jahre und mehr bei
einer Lagerung zwischen + 2 und + 8°C.
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Die
Vorrichtungen können
in eine Reihe verschiedener Träger
plaziert werden, die Merkmale umfassen, welche die Wirksamkeit der
Mischung der Testreagenzien steuern. Das Fließen flüssiger Testreagenzien kann
durch Kapillarität,
Zentrifugalkraft, Vakuumkraft oder elektroosmotischen Fluß erreicht werden.
Der Gebrauch von elektroosmotischem Fluß kann das Erfordernis von
Ventilen vermeiden, so daß keine
beweglichen mechanischen Teile verwendet werden.
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Geschlossene
Kanäle
können
gebildet werden, indem eine Glasplatte auf die mikrofabrizierte
Oberfläche
gebondet wird. Die Biomoleküle
werden vor dem Bonden der Glasplatte kovalent auf der Oberfläche immobilisiert.
Viele Bondverfahren, z.B. anodisches Bonden, gehen mit erhöhten Temperaturen
einher, die ein Biomolekül
zerstören
können.
Deshalb sollten Bondtechniken nicht denaturierend für immobilisierte
Biomoleküle
sein. Ein geeignetes Verfahren ist indirektes Bonden, z.B. wenn
der Wafer durch einen geeigneten Kleber, z.B. Epoxykleber, an eine
Glasplatte gebondet wird.
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Die
Anordnungen können
dann in einen geeigneten Träger
plaziert werden. Verschiedene solcher Träger sind in den 7 und 8 veranschaulicht.
Beispielsweise sind die Dimensionen der in 8 gezeigten Anordnung
48.62 mm × 48.62
mm mit Vertiefungen mit einem Innendurchmesser von 10 mm und einem
Außendurchmesser
von 12.82 mm. Der Mittenabstand der Vertiefungen beträgt 15.36
mm.
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Die
Anordnungen können
Merkmale umfassen, um die Mischung von Testreagenzien, Proben usw.
zu verbessern. Dies ist in 9 veranschaulicht,
in welcher die Anordnung einen Reagenzzugabeort 11, Reagenzkanäle 12 und
Testreaktionsstellen 13 umfaßt.
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In 10 umfaßt die Anordnung
Reagenzreservoirs 21, eine Verteilereinrichtung 22,
Reagenzverteilerkanalteststellen 23 und ein großes Reservoir 24. 11 zeigt
eine 4-Kanal-Teststruktur mit ähnlichen
Bauteilen.
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Diese
Erfindung stellt ein komplett integriertes System für den gleichzeitigen
quantitativen Nachweis von Analyten mit einer Vielfalt von Molekulargewichten,
struktureller Diversität
und Polarität
bereit. Analytengruppen sind den Anforderungen entsprechend für die klinisch/tierärztliche
Diagnose oder für
Drogenscreening verfügbar.
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Die
Liganden werden in Abhängigkeit
von den Analyten gewählt.
Dies gehört
zu den Fähigkeiten
und Kenntnissen des Fachmanns. Geeignete Analyte umfassen:
Antibiotika,
z.B. Tetrazykline, Sulfonamide, Ionophore, Aminoglykoside, Penicilline
oder Fluoroquinolone;
Hormone, z.B. luteinisierendes Hormon
(LH), Prolaktin (PL), Follikelstimulierendes Hormon (FSH) oder Thyreoidea-stimulierendes
Hormon (TSH);
Kardiale Marker, z.B. Myaglobin, Carbonanhydrase,
Troponin I, Glykogenphosporylase BB, CK-MB, Fettsäurebindungsprotein
oder Troponin T;
Marker für
Infektionskrankheiten;
Allergiemarker;
Drogen;
Enzyme;
Viren;
Nukleotide;
und
Peptide.
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Eine
Gruppe dient zum Beispiel dem Nachweis von Sulfonamid-Antibiotika.
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Diese
Erfindung stellt ein Verfahren zum gleichzeitigen quantitativen
Nachweis von beispielsweise bis zu 20 individuellen Sulfonamiden
bereit. Weitere Beispiele umfassen Herz-, Fertilitäts- und
Infektions-Erkrankungsgruppen.
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Die
Erfindung ermöglicht
es, gleichzeitig bis zu beispielsweise 20 Analyte nachzuweisen,
die keine strukturelle Ähnlichkeit
aufzuweisen brauchen. Probenmatrizes, die getestet werden können, umfassen
Serum, Plasma, Urin, Galle, Fäzes,
Gewebe, Wasser und Nahrung. Das benötigte Probenvolumen ist sehr
gering, üblicherweise <1.5 μl/Analyt.
Die Testreagenzien, z.B. enzymmarkierte Antikörper, enzymmarkierte Haptene,
fluoreszenzmarkierte Antikörper
und fluoreszenzmarkierte Haptene, können alle in einem einzigen
Reagenzreservoir enthalten sein, wodurch die "Liquid-Handling"-Anforderungen drastisch reduziert werden.
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In
Sandwich-Assays, z.B. von luteinisierendem Hormon, Follikelstimulierendem
Hormon, Prolaktin, Thyreoidea-stimulierendem Hormon usw. wird die
Probe zusammen mit einem Assaypuffer zugegeben und für eine kurze
Zeit von üblicherweise
weniger als 30 und bevorzugt weniger als 10 Minuten inkubiert. Nach
einem Waschschritt, wird der Cocktail aus markierten Detektionsantikörpern zugegeben
und über
einen weiteren Zeitraum inkubiert. Dieser Zeitraum beträgt üblicherweise
erneut weniger als 30 und bevorzugt weniger als 10 Minuten. Die
Vorrichtung wird dann gewaschen, um ungebundenen Marker zu entfernen,
und das Signal wird quantifiziert.
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Es
kann für
bestimmte Assays vorteilhaft sein, in die mikrofabrizierte Vorrichtung
eine Möglichkeit
zur Entfernung potentieller Störfaktoren,
wie der Rheumafaktor-Interferenz, einzugliedern. Die Entfernung
von Rheumafaktor kann erreicht werden, indem die Testprobe mit einer
Fläche
mit immobilisiertem Immunoglobulin in Kontakt gebracht wird, zum
Beispiel bevor die Testprobe den Reaktionsbereich kontaktiert.
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Ein
weiteres Beispiel ist die HAMA (humane Anti-Maus-Antikörper)-Interferenz; diese
Antikörper
können
ernste Probleme in der Durchführung
von Assays verursachen, die monoklonale Maus-Antikörper verwenden.
Die herkömmliche
Lösung,
um dem Problem zu entgegnen, ist die Aufnahme kostspieliger Additive
in die Testreagenzien. Diese Erfindung hat den Vorteil, die HAMA-Interferenz
zu beseitigen, indem die Probe zur Beseitigung dieser Antikörper mit
Bereichen auf der mikrofabrizierten Vorrichtung in Kontakt gebracht
wird, bevor die Probe mit dem Reaktionsbereich in Kontakt kommt.
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Allgemeiner
können
auf einem Teil der Vorrichtung Liganden bereitgestellt werden, die
Kontaminanten binden. Dies ist besonders nützlich, wo eine definierte
Beschichtung der Oberfläche
der Vorrichtung, z.B. in Kanälen,
zugelassen ist. Die Fähigkeit,
interferierende Komponenten zu entfernen, erhöht die Genauigkeit der erzielten
Ergebnisse.
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Die
Detektionsmarker können
auch auf der Oberfläche
von Dendrimeren immobilisiert werden. Dendrimere sind polymerer
Natur, durch die wiederholte Verknüpfung kleiner Baumoleküle synthetisiert.
Sie sind bei Aldrich Chemie in einer Reihe von Molekulargewichten
mit einer Auswahl an funktionellen Endgruppen, z.B. NH2 oder
COOH, kommerziell erhältlich.
Heterobifunktionelle Linker können
dann in Verbindung mit konventioneller Kopplungschemie verwendet
werden, um die Detektionsmarker-Konjugate fertigzustellen. Für kleine Haptene,
z.B. β-Agonisten,
anabolische Steroide oder Antibiotika, wird bevorzugt ein kleines
Dendrimer (bevorzugt nicht mehr als 16 Oberflächengruppen) mit einem großen Dendrimer
(üblicherweise
mehr als 64 Oberflächengruppen)
verknüpft.
Das niedermolekulare Hapten (weniger als 1,000 Dalton) wird mit
den chemischen Gruppen auf dem kleinen Dendrimer verknüpft, gefolgt
von der kovalenten Bindung des Detektionsmarkers. Das Dendrimer-Konjugat
kann durch Dialyse und Gelpermeationschromatographie gereinigt werden.
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Entsprechend
bestimmten Testgruppen enthalten die Testreagenzien mehrere Komponenten
(z.B. enzymmarkierte Antikörper,
fluoreszenzmarkierte Antikörper,
Latex-immobilisierte Antikörper,
Dendrimer-Antikörper-Fluorophor-Konjugate, Dendrimer-Antikörper-Enzym-Konjugate,
enzymmarkierte Haptene, fluoreszenzmarkierte Haptene usw.). Die
möglichen
Testgruppen sind sehr mannigfaltig und können auf Grundlage der klinischen
Diagnostik (oder tierärztlichen
Diagnostik) den Anforderungen entsprechend gewählt werden. Zum Beispiel dient
eine gewünschte
Gruppe dem Nachweis von Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis, HIV,
Syphilis usw.). Andere Gruppen umfassen Fertilitätshormone, kardiale Marker,
Allergieproteine usw. Ebenso wie klinische Parameter können umfangreiche
Gruppen von Arzneimittelrückständen nachgewiesen
werden.
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Die
vorliegende Erfindung erlaubt den Nachweis individueller Verbindungen,
wie etwa Antibiotika. Zum Beispiel kann auf einer Vorrichtung mit
1 cm2 Oberfläche, üblicherweise in einem Zeitraum
von Minuten, ein quantitatives Ergebnis für bis zu 20 Antibiotika gleichzeitig
erhalten werden, mit einer Empfindlichkeit, welche die für HPLC/GCMS-Verfahren übertrifft
und vergleichbar mit der für
konventionelle Einparameter-Immunoassays ist. Diese Vorgehensweise
kann ohne weiteres auf anabolische Steroide, Beta-Agonisten, Beta-Blocker, Pestizide,
therapeutische Medikamente usw. ausgedehnt werden.
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Für die Analyse
können
Chemilumineszenz, Biolumineszenz oder Fluoreszenz geeignet sein.
Das Detektionssystem ist bevorzugt eine Chargecoupled Device (CCD)-Kamera,
die so ausgestattet ist, daß sie
sowohl Fluoreszenz- als
auch Chemilumineszenzlicht messen kann. Die CCD-Kamera sammelt das
von den Testbereichen auf der mikrofabrizierten Vorrichtung erzeugte
Lichtsignal und konvertiert dieses in relative Lichteinheiten (RLUs).
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Fluoreszenz-basierte
Nachweissysteme können
direkt abgelesen werden, indem geeignete optische Filter für den Marker-Fluorophor
verwendet werden.
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Ein
geeignetes Chemilumineszenz-Reagenz ist Luminol, das bei einer Wellenlänge von
433-445 nm analysiert werden kann. Chemilumineszenz kann auch basierend
auf dem Nachweis von mit alkalischer Phosphatase markierten Biomolekülen unter
Verwendung von 1,2-Dioxetan beobachtet werden.
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Um
den Nachweis von Analyten zu erleichtern, verwendet diese Erfindung
bevorzugt ein Chemilumineszenz-Detektionssystem, das eine CCD einsetzt.
Eine "back-illuminated" Kamera wird bevorzugt,
um die Einfangeffizienz bei der Wellenlänge des durch die chemilumineszente
Lichtreaktion erzeugten Lichts (etwa 433-445 nm im Fall von Luminol) zu verbessern.
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Das
gesamte System kann von einem Personal Computer betrieben werden,
wo ein spezielles Programm den X-Y-Tisch, die Verteilereinheit,
die Probenbehandlung, die Temperaturkontrolle, die Inkubationszeiten
und die CCD-Kamera
steuert. Die 12-14 zeigen
den Aufbau eines derartigen Systems.
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12 veranschaulicht
schematisch die Interaktion eines Personal Computers (PC) mit zwei
Steuereinheiten 31, 32. Die Einheit 31 kommuniziert
mit einem unter 33 dargestellten CCD-Bildgebungssystem.
Die Einheit 32 kommuniziert mit einer Verteilereinheit
und einem X-Y-Verschiebungstisch mit Probenteller, die unter 34 beziehungsweise 35 dargestellt
sind.
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13 ist
eine schematische Darstellung des X-Y-Verschiebungstisches. Diese
Abbildung zeigt eine Proben-Plattform 41, die an einem
Linearaktuator 42 befestigt ist. Die X-Y-Verschiebung wird
von Schrittmotoren 43, 44 gesteuert, die mit entsprechenden
Antrieben 45, 46 verbunden sind. Die Verschiebung
wird durch "Home
Position"-Sensoren 47, 48 limitiert.
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Die
Lichtempfindlichkeit von markierten biologischen Molekülen und
bestimmten unmarkierten biologischen Molekülen kann es erforderlich machen,
die Assays unter Lichtausschluß durchzuführen. Der
Lichtausschluß wird
erreicht, indem das Gehäuse
lichtdicht hergestellt wird. Die lichtdichte Ausstattung ist außerdem bevorzugt
temperaturgesteuert, z.B. innerhalb ± 0.2°C oder bevorzugt ± 0.1 °C, um eine
zufriedenstellende Assay-Präzision
und Genauigkeit zu gewährleisten.
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14 zeigt das Gerät in perspektivischer, Teilgrundriss-
und seitlicher Querschnittsansicht. 14A zeigt
insbesondere den Reagenzspeicherbehälter 51, eine lichtdichte
Tür 52 und
ein Kameragehäuse 53 mit abnehmbarer
Abdeckung 54.
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Der
größte Teil
der Kamera kann sich außerhalb
des Gehäuses
befinden. Die Kameralinse ist in eine Öffnung in dem Gehäuse plaziert.
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14B zeigt die Proben auf einem Probenteller 55 im
Grundriss, sowie einen Abfallbereich 56 und einen Bildgebungsbereich 57 im
Grundriss. Die Kamera 53 ist über diesen Bereichen positioniert. 14C zeigt zusätzlich
zu dem Behälter 51,
der Kamera 53, dem X-Y-Tisch 41 und dem Schrittmotor 43 eine
Dosierpumpe 58.
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Der
Aufbau des in 14 gezeigten Systems
basiert auf 3×3
Probenrack-Haltern,
von denen jeweils 20 gehalten werden können. Dies bedeutet, daß wenn sich
auf 1 cm2 der mikrofabrizierten Vorrichtung
jeweils 20 individuelle Reaktionsbereiche befinden, gleichzeitig
insgesamt 3600 Analysen an einer einzigen Probe durchgeführt werden
können.
Alternativ können
180 Proben gleichzeitig auf 20 verschiedene Testparameter hin untersucht
werden.
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Wie
oben angegeben, kann der Analyt markiert werden. Der Ligand kann
ebenfalls markiert werden und somit eine Analyse durch fraktionale
Besetzung ermöglichen.
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.
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Beispiel 1 Sulfonamid-Assay
-
In
diesem Beispiel wurden 12 individuelle Antikörper, von denen jeder für ein einzelnes
Sulfonamid spezifisch ist, durch kovalente Bindung durch Kontaktwechselwirkungen
auf separate Bereiche eines flachen Keramik(Aluminiumoxid)-Substrats mit chemisch
modifizierter Oberfläche
immobilisiert. Ein Multianalyt-Assay wurde unter Verwendung der
Ausführungsform
eines kompetitiven Immunoassays durchgeführt.
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Im
Einzelnen wurden Keramik-Substrate (1 cm × 1 cm) durch Ultraschallbehandlung
unter Verwendung eines alkalischen Reinigungsmittels (RBS35, 5%
Vol/Vol) gefolgt von zweifach-entionisiertem Wasser gereinigt, und
wurden dann 16 Stunden in 6M HCl gegeben. Die Chips wurden dann
für 1 Stunde
in ein Ultraschallbad in Chromsäure
gegeben.
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Die
Substrate wurden gründlich
mit zweifach-entionisiertem Wasser und Aceton gewaschen und dann 2
Stunden bei 120°C
in einem Ofen getrocknet. Nach dieser Vorbehandlung wurden die Substrate
unter Verwendung des Organosilans γ- Glycidoxypropyltrimethoxysilan (10%
Vol/Vol) in wasserfreiem Toluen, 4-Dimethylaminopyridin (1.25 g/l)
und Triethylamin (1 % Vol/Vol) silanisiert. Diese Mischung wird
4 Stunden unter Rückfluß erhitzt
und dann über
Nacht bei Raumtemperatur belassen. Die Substrate wurden mit Toluen
und Aceton gewaschen, bevor sie 4 Stunden bei 120°C getrocknet
wurden.
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Nach
dem Trocknungsschritt werden die Substrate in Behälter gegeben
und bei Raumtemperatur aufbewahrt bis sie für das Spotten von Sulfonamid-Antikörpern benötigt werden.
Die Sulfonamid-Antikörper
werden unter Verwendung eines BIODOT XY3000-Dispensers gespottet.
Bei den 12 getesteten Sulfonamiden handelte es sich um Sulfadoxin,
Sulfamethizol, Sulfachlorpyridazin, Sulfamethoxypyridazin, Sulfamerazin, Sulfapyridin,
Sulfisoxazol, Sulfathiazol, Sulfamethazin, Sulfaquinoxalin, Sulfadimethoxin
und Sulfadiazin.
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Es
wurden Dosiervolumina von ung. 20 nl für jeden Sulfonamid-Antikörper verwendet.
Die 12 Sulfonamid-Antikörper,
die 12 getrennte Bereiche auf dem 1 cm2 Substrat
bildeten, wurden 2 Stunden bei 37°C
inkubiert. Die Substrate wurden mit phosphatgepufferter Kochsalzlösung (PBS)
(pH 7.2), die 2% (Gew/Vol) Casein enthielt, gewaschen und dann in
dem gleichen Puffer bei + 2-8°C über Nacht
blockiert. Nach Waschen in PBS mit PEG300 (0.05% Vol/Vol), wurden
die Vorrichtungen in einen Träger
gegeben.
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Multi-Sulfonamid-Standards
(200 μl)
und ein Cocktail aus Sulfonamid-Meerrettichperoxidase-Konjugaten
(100 μl)
wurden sachgerecht in die die Vorrichtung enthaltenden Reaktionsvertiefungen
gegeben und 15 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert. Die Standards
enthielten 5, 10, 50 und 100 ng/ml von jedem der 12 Sulfonamide.
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Danach
wurden die Multi-Sulfonamid-Vorrichtungen mit PBS/PEG-Puffer gewaschen,
um überschüssige Reagenzien
zu entfernen, und 300 μl
Chemilumineszenz-Substrat [Luminol (1.4 mM)/Harnstoff-Wasserstoffperoxid
(9.6 mM)] wurden pro Vorrichtung eingeführt. Die Vorrichtungen wurden
unter Verwendung einer CCD-Kamera mit einer Belichtungszeit von
bis zu 4 Minuten abgebildet. Für
jedes der 12 Sulfonamide wurden Standardkurven erhalten. Eichkurven
für jedes
der 12 Sulfonamide sind in 15 graphisch
dargestellt. Der auf der Y-Achse aufgetragene % B/B0-Wert
stellt die durch jeden einzelnen Sulfonamid-Standard erzeugten % des
Nullstandard RLU (relative Lichteinheit)-Werts (auf der X-Achse als log10 aufgetragen) dar.
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Beispiel 2 Hormon-Assay
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In
diesem Beispiel wurde ein Multianalyt-Assay für 3 Hormone mit hohem Molekulargewicht,
z.B. Prolaktin (PL), Follikelstimulierendes Hormon (FSH) und luteinisierendes
Hormon (LH). Dieses Beispiel stellt einen Multianalyt-Assay für einen
Sandwich-Immunoassay dar. Es wurde keine signifikante Kreuzreaktivität beobachtet,
wenn die drei Hormone in der gleichen Gruppe bestimmt wurden.
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Die
Schritte der chemischen Vorbehandlung und Silanisierung erfolgten
genau wie in Beispiel 1 beschrieben. Individuelle monoklonale PL-,
FSH- oder LH-Antikörper (ung.
20 nl verteilter Antikörper)
wurden an vereinzelten Bereichen des chemisch modifizierten Substrates
immobilisiert. Die Multianalyt-Assays wurden sowohl auf Silizium-
als auch auf Keramiksubstraten mit einer Epoxidoberfläche wie
in Beispiel 1 beschrieben durchgeführt.
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In
dem Assay wurden 150 μl
eines Multi-LH/PL/FSH-Serum-Standards und 150 μl eines Verdünnungs-Assaypuffers zu der
Vorrichtung gegeben und 15 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert.
Nach einem Waschschritt wurden 300 μl eines einfach-konjugierten
Cocktails aus LH-HRPO/PL-HRPO/FSH-HRPO-Konjugaten zugegeben und 15 Minuten
inkubiert. Danach wurde die Vorrichtung gewaschen, um überschüssige Reagenzien
zu entfernen, und das Chemilumineszenz-Reagenz [Luminol (1.4 mM)/Harnstoff-Wasserstoffperoxid
(9.6 mM)] wurde eingeführt.
Die Vorrichtungen wurden unter Verwendung einer CCD-Kamera mit einer Belichtungszeit
von bis zu 4 Minuten abgebildet. Nach der Verarbeitung der Bilder,
wurden für
jedes der Hormone Standardkurven aufgetragen.
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Beispiel 3 Sulfonamid-Assay
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Im
Gegensatz zu Beispiel 1 wurde auch ein Multisulfonamid-Assay mit
Mikrokanälen
durchgeführt.
Die Vorrichtung ist in 11 veranschaulicht. In diesem
Beispiel sind die Reagenzzugabe-Reservoirs 21 2 × 2 mm lang
und 300 μm
tief (Vol. 1.2 μl),
die Kanäle 23 sind
jeweils 5 mm fang, 200 μm
breit und 100 μm
tief (Vol. 100 nl), und das Reservoir 24 ist 1.9 × 8.6 mm
lang und 300 μm
tief (Vol. 4.9 μl).
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Die
chemische Modifizierung auf der Oberfläche erfolgte wie in Beispiel
1 beschrieben. Antikörper
wurden zu jedem der Kanäle
gegeben und 2 Stunden bei 37°C
inkubiert. Die Substrate wurden dann wie für Beispiel 1 blockiert und
gewaschen.
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Ein
Multi-Sulfonamidstandard (200 μl)
und Sulfonamid-Meerrettich-Peroxidase-Konjugate
(100 μl) wurden
gemischt. 1 μl
des resultierenden Reagenz wurde in jedes der Reservoire gegeben,
die den mit Antikörper
beschichteten Kanal für
jedes Sulfonamid versorgen. Die Standards enthielten entsprechend
10 oder 100 ng/ml aller Sulfonamide.
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Der
Reagenzfluß erfolgte
mittels Kapillarität.
Nach einer Inkubation von 2 Minuten wurde das Substrat 5 Mal mit
PBS/PEG gewaschen, und das Chemilumineszenz-Reagenz [Luminol (1.4
mM)/Harnstoff-Wasserstoffperoxid (9.6 mM)] wurde zugegeben.
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Die
Vorrichtungen wurden unter Verwendung einer CCD-Kamera mit einer
Belichtungszeit von bis zu 4 Minuten abgebildet. Die % B/B
0-Werte für
die 4 Sulfonamidkurven sind in Tabelle 1 gegeben. Tabelle
1
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Der
Nutzen dieser Erfindung gegenüber
der Photolitographie wurde durch das Ausmaß an unspezifischer Adsorption
von biologischen Molekülen
auf einem photolabilen (Benzophenon-behandelten) Substrat gezeigt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle
2
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Maus-IgG
wurden mit einem anti-Maus HRPO-Konjugat unter Verwendung einer
Chemilumineszenz-Detektion durch eine CCD-Kamera nachgewiesen. Die
Silizium- oder Keramiksubstrate, die immobilisierte Benzophenon-photolabile
Linker aufweisen, sollten kein Maus-IgG binden, wenn sie unter Lichtausschluß zur Reaktion
gebracht werden. Dennoch tritt eine unspezifische Bindung auf, da
ungefähr
80% der Graustufenmittelwert RLU, die bei Durchführung der Maus-IgG-Bindung unter UV-Licht
erzielt wird, auf passive Bindungswechselwirkungen zurückzuführen sind.
Ein Array biologischer Moleküle,
die gemäß dieser
Erfindung durch kovalente Wechselwirkungen immobilisiert wurden,
ist nachweislich deutlicher ausgeprägt.
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Der
Hinweis auf kovalente Bindung wird in den nachstehend besprochenen
Beispielen erbracht. In erster Linie wurden Keramiksubstrate mit
APTES silanisiert und dann mit Biotin-LC-Sulfo-NHS zur Reaktion gebracht.
Das Kontroll-Keramiksubstrat
wurde nicht mit APTES silanisiert, weshalb keine terminalen nucleophilen
NH
2-Gruppen vorhanden waren, um mit dem
Succinimidylester des Biotinderivates zu reagieren. Die Substrate
wurden dann mit einem Avidin-FITC-Konjugat zur Reaktion gebracht und die
Fluoreszenz mittels CCD-Kamera bestimmt. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 3 gegeben. Tabelle
3
- NS
- = Kein Fluoreszenzsignal
detektiert.
-
Dies
zeigt deutlich eine spezifische Immobilisierung von Biotin-LC-NHS.
Die Höchstkonzentration
an immobilisiertem Biotin-LC-NHS betrug ungefähr 100 μg/ml, da das RLU-Ergebnis für 500 μg/ml Substrat
nicht zunahm.
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In
einem weiteren Beispiel wurden APTES-silanisierte Keramiksubstrate
mit einem Dihydrazid-Linker zur Reaktion gebracht. Sulfonamid-Antikörper wurden
mit Natriumperiodat behandelt, um ihnen eine Reaktivität gegenüber dem
Hydrazid-Linker
zu verleihen. Kontroll-Sulfonamid-Antikörper wurden lediglich gegen
Natriumacetatpuffer pH 5.5 dialysiert. Die RLU-Ergebnisse sind in
den Tabellen 4 (nicht behandelt) und 5 (mit dem Periodat-Verfahren
behandelt) dargestellt. Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß der Hydrazid-Linker
erfolgreich an die Keramikoberfläche
gebunden wurde. Die Kontroll-Antikörper (keine Periodat-Aktivierung) ergaben
im Vergleich zu den kovalent-immobilisierten Sulfonamid-Antikörpern sehr
schlechte Standardkurven.
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Die
%-Werte der auf kovalenten oder passiven Wechselwirkungen beruhenden
Bindung werden in Tabelle 6 verglichen. Die RLU-Werte für die Null- und 10 ng/ml Standards
sind in Tabelle 7 gegeben. Kovalente Wechselwirkungen trugen im
Durchschnitt 81.8% zu der Gesamtbindung bei, was deutlich auf eine
kovalente Bindung der Sulfonamid-Antikörper hinweist. Tabelle
4
Tabelle
5
Tabelle
6
Tabelle
7
| Kovalente
Immobilisierung: | Direktes
Spotten auf eine Glycidoxysilan-Oberfläche. |
| Passive
Immobilisierung: | Direktes
Spotten auf eine mit Dichlordimethylsilan umgesetzte Oberfläche. |
-
Das
kovalente Verfahren führt
im Vergleich zum passiven Verfahren eindeutig zu besseren Ergebnissen.
Die Ergebnisse des passiven Verfahrens können durch eine Säurevorbehandlung
der Sulfonamid-Antikörper
ungefähr
um das Zweifache erhöht
werden, aber dies liegt immer noch unter der kovalenten Vorgehensweise.
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Es
wurde auch eine Bestätigungsanalyse
mittels Röntgen-Photoelektronen-Spektroskopie (XPS)
auf die chemisch modifizierten Silizium- und Keramiksubstrate angewandt.
Von zwei willkürlichen
Bereichen jeder Substratprobe wurden Übersichtsspektren aufgenommen,
aus denen ihre chemischen Oberflächenzusammensetzungen
bestimmt werden. Siehe Ergebnisse in Tabelle 8 (in Atom-% angegeben). Tabelle
8
-
Die
Ergebnisse der atomaren Zusammensetzung zeigen eine sehr gute Umsetzung
der Silizium- und Keramik-Ausgangssubstrate mit APTES-Organosilan
mit einer guten Reproduzierbarkeit hinsichtlich der Oberflächenzusammensetzung
für die
zwei auf jeder Probe getesteten Bereiche. Die FITC-markierten Substrate zeigten
eine Markierung von 70% und 77% des Siliziums beziehungsweise der
Keramik.
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Quantitative
Verfahren der Fluoreszenzmessung an einem dunklen Siliziumsubstrat
wurden mit jenen an einem weißen
Keramik(Aluminiumoxid)-Substrat verglichen. Die RLU-Ergebnisse der
CCD-Detektion für Fluoreszenzmoleküle (FITC),
die kovalent an jedes Substrat gebunden sind, wurden mit dem quantitativen Verfahren
verglichen, nachdem die FITC-Moleküle mittels dem Verfahren von
Hook et al (Langmuir 1991, Vol 7, 142-151) "gestrippt" wurden. Tabelle
9
-
Die
quantitative Analyse der Fluoreszenzmarkierung, die mittels "Strippen" der FITC-Markierung
vom Substrat und Messung des Signals mittels CCD-Kamera erhalten
wurde (Tabelle 9) zeigt, daß sich
trotz des 1000-fach höheren
Signals für
Keramik im Vergleich zu Silizium bedeutend mehr FITC-Moleküle auf dem
Siliziumsubstrat befinden.
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Ein
weiteres Beispiel für
diese Erscheinung ist durch die Ergebnisse in Tabelle 10 gegeben,
die aus einem Prolaktin-Assay stammen, der an Silizium- und Keramik-Substraten
unter Verwendung fluoreszenter Latexpartikel, die an einen Prolaktin-Detektionsantikörper als
Detektionssystem gebunden sind, vorgenommen wurde. Es sind die RLU-Werte
dargestellt (20 Sek Belichtung). Tabelle
10
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Die
Leistungsfähigkeit
von Keramik liefert mit diesem Fluoreszenz-Detektionsverfahren bessere Ergebnisse
als Silizium. Ferner kann das Problem des Schwarzkörper-Effekts
auf Silizium unter Verwendung von Fluoreszenz gelöst werden,
indem Chemilumineszenz als Detektionsmethode eingesetzt wird. Im
Vergleich zwischen identischen an Silizium und Keramik ausgeführten FSH-Assays
mittels Chemilumineszenz-Detektion erforderte das erstere eine 2
mal längere
Belichtungszeit als Keramik, um zu dem selben RLU-Wert zu gelangen.
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In
dieser Beschreibung gelten folgende Abkürzungen:
- APTES
- = Aminopropyltriethoxysilan
- CK-MB
- = Creatinkinase MB-Untereinheit
- HRPO
- = Meerrettich-Peroxidase
- LC-Sulfo-NHS
- = langkettiges Sulfo-N-Hydroxysuccinimid
- FITC
- = Fluoreszein-Isothiocyanat