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ANWENDUNGSBEREICH
DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung bezieht sich auf durch Delaminieren bzw. Abziehen trennbare
Versiegelungsschichten und Versiegelungsstrukturen, die ein Ethylen-/Säure-Copolymer
oder ein Ionomer enthalten. Diese Erfindung bezieht sich insbesondere
auf durch Delaminieren bzw. Abziehen trennbare Versiegelungsschichten
und Versiegelungsstrukturen, welche darüber hinaus ein Polyethylen
von hoher Dichte enthalten und welche eine verringerte Blockier-Wirkung
aufweisen. Derartige Schichten und Strukturen sind für Anwendungsfälle bei
Verpackungen von Nutzen, bei denen eine abziehbare Versiegelung
benötigt
wird.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Dünnschichtfolien
und Kunstharzbeschichtungen aus Ethylen-/Säure-Copolymeren und Ionomeren können während der
Verarbeitung dieser Materialien eine Neigung zum Blockieren (Blockier)
aufweisen. Ob als Dünnschichtfolie
selbst verarbeitet, als Dünnschicht
mit anderen Schichten coextrudiert, oder als eine Beschichtung auf
einer Folie, die Oberflächen
dieser Materialien verkleben häufig
miteinander während
der Herstellung der Folien durch Blasen. Dies erschwert eine Trennung
der Schichten für
deren weitere Verwendung.
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Blockierkräfte können an
den Folien bei dem Längsschneiden,
dem Trennen der Schichten und dem Aufrollen während der Herstellung durch
Folienblasen ein Einreißen
oder eine schlechte Qualität
durch den Walzendurchlauf verursachen. In diesen Fällen muss
das Produktionsband langsamer laufen, um die Spannungsbelastungen
zu verringern, aber dadurch wird wiederum die Produktivität begrenzt.
Große
Blockierkräfte verzögern oder
verhindern sogar das Wandern der Gleitzusätze bis zur Oberfläche oder
Zwischenschicht, und dies kann zu schlechter Leistung beim langsamen
Durchlaufen der Produktionsmittel zur Herstellung der Verpackung
und Tüten
führen.
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Ein übliches
Mittel zur Verringerung der Blockierneigung ist die Zugabe von Anti-Blockierzusätzen. Siliziumdioxidmaterial
wie Kieselgur oder Siliziumdioxidpartikel werden gewöhnlich als
Anti-Blockierzusätze
für Dünnschichtfolien
und Beschichtungen aus Polyethylen-, Ethylen-/Methacrylsäure-Copolymeren und Ionomeren
verwendet. Die verwendeten Mengen liegen in der Größenordnung
von 0,3 bis 1,5 Gew.-% und werden üblicherweise hinzugegeben,
indem man Konzentrate mit 10 bis 20% Siliziumdioxidmaterial einbringt.
Diese Konzentrate sind teuer und erhöhen die Kosten für das Endprodukt.
Darüber
hinaus sind Siliziumdioxidpartikel sehr verschleißfördernd und
können
die Kosten für
das Schärfen
der Messer zum Folienschneiden erhöhen, ebenso die Kosten für Unterwasser-Schneidmesser für Pellets.
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Es
besteht ein Bedarf für
eine kostengünstige
Alternative zu den herkömmlichen
Antiblockier-Zusätzen für Dünnschichtfolien
aus Ethylen-/Säure-Copolymeren
und Ionomeren und für
Kunstharzbeschichtungen, wie sie für abziehbare Versiegelungsschichten
und Strukturen zur Schichtentrennung verwendet werden.
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Im
US-Patent Nr. 4,550,141 werden Mischungen offengelegt von (a) einem
80–93
Gew.-% enthaltenden Ethylen-/Säure-Ionomer
und von (b) einem 7–20
Gew.-% enthaltenden Propylen-/ α-Olefin-Copolymer, die zur
Herstellung von abziehbaren Versiegelungen verwendet werden, welche über einen erweiterten
Temperaturbereich zur Wärmeversiegelung
eine nahezu konstante und vorher bestimmbare Abziehkraft besitzen.
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Im
US-Patent Nr. 5,160,767 wird eine Polymermischung offengelegt, welche
im Wesentlichen aus 65 bis 95 Gew.-% eines Propylen-Polymers und
aus 35 bis 5 % eines Ethylen-Polymers mit einer Dichte von mindestens
0,940 besteht.
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Im
US-Patent Nr. 4,550,141 werden Mischungen offengelegt von (a) einem
80–93
Gew.-% enthaltenden Ionomer und von (b) einem 7–20 Gew.-% enthaltenden Propylencopolymer,
die zur Herstellung von abziehbaren Versiegelungen verwendet werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung liefert eine durch Delamination bzw. Abziehen
trennbare Versiegelungsschicht, bestehend aus einer Mischung aus
(a) einem Ionomer, das bis zu 80% neutralisiert ist, und aus (b) einem
hochdichten Polyethylen mit einem Gehalt von 1 bis 15 Gew.-%.
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Die
Erfindung liefert auch eine durch Delamination bzw. Abziehen trennbare
Versiegelungsstruktur, bestehend aus einer zusammen mit einer thermoplastischen
Dünnschichtfolie
coextrudierten Versiegelungsschicht, wobei die Versiegelungsschicht
aus einer Mischung besteht aus (a) einem Ionomer, das bis zu 80% neutralisiert
ist, und aus (b) einem hochdichten Polyethylen mit einem Gehalt
von 1 bis 15 Gew.-%.
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Wahlweise
kann die abziehbare Versiegelungsschicht auch ein Gleitmittel oder
sonstige nützliche
Additive wie z.B. Antioxidantien enthalten.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG
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Dünnschichtfolien
aus Ethylen-/Säure-Copolymeren
und Ionomeren sowie Kunstharzbeschichtungen haben sich als nützlich zur
Verwendung als abziehbare Versiegelungsschichten und -strukturen
zur Schichtentrennung erwiesen. Eine „durch Delamination trennbare
Versiegelungsschicht" kann
als eine durch die Wärme versiegelbare
Klebeschicht definiert werden, die dazu benutzt wird, zwei Strukturen
oder Schichten fest miteinander zu verkleben, wenngleich sie bei
einer vorbestimmten Festigkeit abziehbar bleiben. Obwohl nicht auf irgend
einen Abzieh- bzw. Delaminationsmechanismus begrenzt, lässt sich
die durch Delamination trennbare Versiegelungsschicht typischerweise
dadurch abziehen, dass die abziehbare Versiegelungsschicht durchbricht
oder einreißt,
gefolgt von einem Abziehvorgang, bei welchem die Trennung von einer
hochdichten Polyethylenschicht oder von einer sonstigen thermoplastischen
Substratschicht unter kontrolliertem Kraftaufwand erfolgt.
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Eine „durch
Delamination trennbare Versiegelungsschicht" enthält eine abziehbare Versiegelungsschicht
zur Schichtentrennung kombiniert mit Substraten, Strukturen oder
Schichten, welche zu versiegeln oder miteinander zu verbinden sind.
Beispielsweise kann eine abziehbare Versiegelungsstruktur zur Schichtentrennung
eine zusammen mit einer thermoplastischen Dünnschichtfolie coextrudierte
abziehbare Versiegelungsschicht zur Schichtentrennung enthalten,
d.h., eine Schicht eines hochdichten Polyethylens (HDPE). Die HDPE-Schicht
kann eine Verpackung oder einen Behälter bilden, der mit Hilfe
einer abziehbaren Versiegelungsschicht zur Schichtentrennung im
Bereich einer Öffnung
versiegelt ist.
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Ethylen-/Säure-Copolymere
oder einfach Säure-Copolymere
und deren entsprechende Ionomere sind in Fachkreisen als die Copolymere
des Ethylens mit einer olefinisch ungesättigten organischen ein- oder zweibasigen
Säure wohlbekannt,
wie z.B. Acryl- oder Methacrylsäure,
oder Maleinsäure,
oder Fumarsäure oder
deren Anhydride, wobei die Säure
(oder das Anhydrid) typischerweise etwa 0,5 bis 50 Mol-% des gesamten
Polymermaterials enthält.
Ethylen-/Säure-Copolymere
und die Verfahren ihrer Herstellung sind in Fachkreisen wohlbekannt
und wurden beispielsweise in den hier bezugsweise enthaltenen US-Patenten
mit den Nummern 3,264,272; 3,404,134; 3,355,319 und 4,321,337 offengelegt.
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Ethylen-/Säure-Copolymere,
die sich für
abziehbare Versiegelungsschichten und -strukturen der vorliegenden
Erfindung eignen besitzen typischerweise einen Säuregehalt von etwa 8 bis etwa
15 Gew.-%, vorzugsweise etwa 9 bis etwa 14 Gew.-%.
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Ethylen-/Säure-/Acrylat-Terpolymere
und deren entsprechende Ionomere sind in Fachkreisen als Copolymere
des Ethylens wohlbekannt, als eine olefinisch ungesättigte organische
Säure wie
z.B. Acryl- oder
Methacrylsäure
und als ein Alkylacrylat oder ein Methacrylat-Termonomer (z.B. n-Butylacrylat
oder Methacrylat oder Isobutylacrylat).
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Die
durch Delamination abziehbare Versiegelungsschicht oder -struktur
der vorliegenden Erfindung kann Säure-Copolymere, entsprechende
Ionomere oder deren Mischungen enthalten. In dieser Offenlegung bedeutet
das Wort „Copolymer" ein Polymer, das
aus zwei oder mehr Monomeren polymerisiert wurde und Terpolymere
enthält.
Die genauere Beschreibung, z.B. ,Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer' und dergleichen meint,
dass Copolymere enthalten sind, bei denen auch ein drittes Monomer
vorliegen kann.
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Die
Säure-Copolymere
werden Ionomere genannt, wenn die Säure zwecks Bildung eines Salzes
insgesamt oder teilweise neutralisiert wird. Bei den Kationen besagter
Salze handelt es sich gewöhnlich
um ein Alkalimetall wie z.B. Natrium, Kalium oder dergleichen, oder
um zwei- oder dreiwertige Metallionen. Geeignete Säure-Copolymere
und Ionomere sind bei der Firma DuPont, Wilmington, DE, unter den
Handelsnamen Nucrel® bzw. Surlyn® erhältlich.
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Es
gibt drei Schlüsselmerkmale
für die
Zusammensetzung der Ionomere, welche sich für diese Erfindung eignen. Diese
sind der durchschnittliche Säuregehalt
des Ethylen-Säure-Copolymers,
der Durchschnittswert der Neutralisation für entsprechende Ionomere, und
die Art und die relativen Mengen von Metallionen, mit denen die
Materialien neutralisiert werden.
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Der
durchschnittliche Säureanteil
in Gew.-% des entsprechenden oder des zugrunde liegenden Säure-Copolymers
sollte zwischen etwa 8% und etwa 15% liegen, vorzugsweise zwischen
etwa 9 und 14%. Man wird erkennen, dass eine Mischung mit diesen
Säureanteilen
durch das Mischen von solchen Copolymeren gewonnen werden kann,
von denen eines oder beide einen Säuregehalt besitzt bzw. besitzen,
der außerhalb dieses
Bereichs liegt. Vorzugsweise sollte der Säuregehalt in Gew.-% in jedem
Säure-Copolymer und in
denen, aus welchen die Ionomere abgeleitet werden in der Nähe des Bereichs
von 8 bis 15%, und am bevorzugtesten innerhalb dieses Bereiches
liegen.
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Die
Durchschnittswerte für
die Neutralisation der Säuregruppen
in den zugrunde liegenden Ethylen-/Säure-Copolymeren belaufen sich
auf etwa 80% und sollten größer als
10% sein, jedoch vorzugsweise nicht größer als etwa 35%. Noch bevorzugter
liegen die Durchschnittswerte für
die Neutralisation zwischen etwa 20% und etwa 30%.
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Wie
oben erwähnt
kann eine durch Delamination abziehbare Versiegelungsschicht oder
-struktur zur Schichtentrennung Mischungen von Ionomeren oder von
Ionomeren und Säure-Copolymeren
enthalten. Handelsüblich
hergestellte Ionomere können
zugrunde liegende Säuregruppen
mit Neutralisationswerten zwischen etwa 10 und 90% aufweisen. Die
herkömmliche
Definition von Ionomeren wie in dem US-Patent Nr. 3,264,272 (Rees)
stellt fest, dass ein Ionomer ein Säure-Copolymer ist, dessen Säuregruppen
von 10 bis 90% neutralisiert sind. Man erkennt, dass ein einzelnes
Ionomer, welches verwendet wird, um eine Mischung herzustellen,
mit weniger als 10% neutralisiert sein kann, aber dass beim Mischen
mit einem Ionomer mit einer höheren
Neutralisationsstufe der gewünschte
Durhschnittswert der Neutralisierung erzielt werden kann. Es wäre sogar
möglich,
ein zusätzliches,
nicht neutralisiertes Säure-Copolymer
zu integrieren, und dabei noch innerhalb der Grenzen der Definition
der Erfindung zu bleiben. Man nimmt an, dass die Ionen in einem
Ionomer innerhalb einer Schmelze sehr labil sind. Folglich verteilen
sich die Metallionen und verbinden sich mit den Säuregruppen
der vorhandenen Polymerketten. Auf diese Weise bleibt eine Polymerkette,
die von einem Ionomer mit einem niedrigen Neutralisationsniveau
hergeleitet wurde nicht auf diesem niedrigen Neutralisationsniveau,
falls das durchschnittliche Neutralisationsniveau höher liegt.
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Die
dritte Anforderung bezüglich
der Zusammensetzung betrifft die besonderen Metallionen und deren diesbezügliche Mengen
innerhalb der Mischung. Zu den geeigneten Metallionen, die zur Neutralisation
der zugrunde liegenden Ethylen-/Säure-Copolymere verwendet werden,
gehören
Natrium, Kalium, Zink, Magnesium und Kalzium. Gemischte Ionensysteme
sind auch möglich.
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Da
eine vollständige
Reaktion zwischen Säure
und Ionen abläuft,
wird der oben diskutierte Neutralisationsgrad durch die vorliegende
Menge an Metallionen definiert. Die wirksame Neutralisation wird
durch Variieren der Menge der Metallionen und des Säureniveaus
zwischen 0 und 80% eingestellt, um die Haftungsfähigkeit auf einem Substrat
bei einem gewünschten
Niveau zu kontrollieren. Im Allgemeinen erfordern niedrigere Säurewerte
eine höhere
Neutralisation als höhere
Säurewerte,
wenn man bei einer abziehbaren Versiegelungsstruktur die Haftungsfähigkeit
auf einem Substrat aus hochdichtem Polyethylen kontrolliert.
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Weil
die Ionen innerhalb der Schmelze labil sind, kann man eine Zusammensetzung
mit einem speziellen Neutralisationsgrad und einer Mischung von
Metallionen auf mehreren Wegen gewinnen. Der einfachste Weg ist
das Mischen unterschiedlicher Metallionomere, von denen jedes genügend einzelne
Metallionen enthält,
um das gewünschte
Verhältnis
von Ionenarten zu liefern. Aber, Ionomere, die mehr als eine Ionenart
enthalten, oder Ionomere mit geringen Mengen eines vorgegebenen
Ions in Verbindung mit einem Ionomer, das eine große Menge
dieser Ionenart besitzt, und sogar ein nicht neutralisiertes Säure-Copolymer, können gemischt
werden, um eine vorgegebene Mischung herzustellen, vorausgesetzt,
die Anforderungen für
den endgültigen
Neutralisationsgrad sind erfüllt.
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Die
abziehbare Versiegelungsschicht zur Schichtentrennung der vorliegenden
Erfindung enthält
darüber
hinaus ein hochdichtes Polyethylen (HDPE) mit etwa 1 bis etwa 15
Gew.-%. Das HDPE wird hinzugegeben, um die Blockier-Neigung des
Säure-Copolymers
oder des entsprechenden Ionomers zu verringern. Das HDPE ist vorzugsweise
in einer Menge von etwa 2 bis etwa 10 Gew.-% vorhanden. Die Dichte
des HDPE liegt vorzugsweise zwischen etwa 0,941 und etwa 0,960 g/cm3 und höher,
so wie mit Hilfe der Typen III und IV gemäß ASTM D-1248 definiert. Noch
bevorzugter liegt die Dichte zwischen etwa 0,945 g/cm3 und
etwa 0,965 g/cm3. Der Schmelzindex des HDPE
liegt vorzugsweise zwischen etwa 0,1 und etwa 500, noch bevorzugter zwischen
etwa 0,5 und etwa 20. Der Schmelzindex wird typischerweise gemäß der Prozedur
nach ASTM D-1238 gemessen.
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Wahlweise
kann die abziehbare Versiegelungsschicht zur Schichtentrennung zusätzliche
Komponenten wie z.B. Gleitmittel enthalten. Zu geeigneten Gleitmitteln
zählen
n-Oleyl-Palmitamid, Stearamid, Benhenamid, und dergleichen. Es kommen
auch andere nützliche
Additive wie z.B. Antioxidantien in Betracht.
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Die
vorliegende Erfindung liefert auch eine abziehbare Versiegelungsstruktur
zur Schichtentrennung. Diese Struktur enthält eine Versiegelungsschicht
(wie oben beschrieben), die zusammen mit einem Substrat aus einer
thermoplastischen Dünnschichtfolie
coextrudiert wird. Zu den geeigneten thermoplastischen Dünnschichtfolien
zählen
Folien aus Nylon, Polypropylen, und Polyester, und vorzugsweise
aus hochdichtem Polyethylen. Bei den Materialien, bei denen die
Bindungskraft gegen die Schichtentrennung zwischen der abziehbaren
Versiegelungsschicht und dem Substrat so wie hier offengelegt nicht
direkt erzielt werden kann, kann eine dritte coextrudierbare Klebeschicht
zwischen dem thermoplastischen und dem Säure-Copolymer oder dem Ionomer
verwendet werden, um die Bindekraft bis zur gewünschten Höhe zu beherrschen.
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Die
abziehbare Versiegelungsschicht und -struktur zur Schichtentrennung
gemäß dieser
Erfindung sind besonders nützlich
für Anwendungsfälle bei
Verpackungen, bei denen eine Wärmeversiegelung
gewünscht
wird, die aber dennoch abziehbar bzw. delaminierbar ist. Zu solchen
Anwendungsfällen
zählen
Auskleidungen für
Kästen
bzw. Kartons für
trockene Getreidenahrungsmittel, Verpackungen für Kräcker und Kekse oder für jegliche
Trockennahrung, bei denen eine abziehbare Versiegelung notwendig
ist. Typischerweise wird die Auskleidung einer Verpackung für trockene
Getreidenahrungsmittel durch Coextrudieren einer Schicht eines Säure-Copolymers
oder eines Ionomers mit einer Schicht eines HDPE hergestellt, wobei
das so gewonnene Laminat zu einer Verpackung geformt wird. Die Oberflächen aus
dem Säure-Copolymer
oder Ionomer des gewonnenen Laminats können im Bereich der Öffnung der
Verpackung unter Einsatz von Wärme
und Druck miteinander versiegelt werden. Die so gewonnene Versiegelung
ist wieder abziehbar bzw. delaminierbar. Die Festigkeit der abziehbaren
Versiegelungsverbindung kann variiert werden, indem man die Zusammensetzung
des Säure-Copolymers
oder des Ionomers variiert, ferner durch die Bedingungen beim Coextrudieren und/oder
durch die Dicke der Versiegelungsschicht. Die Dicke der Versiegelungsschicht
variiert typischerweise von etwa 4 bis 50 μm.
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Die
vorliegende Erfindung meistert das Problem des Blockier, das bei
der Herstellung von Verpackungen dieser Art auftritt. Die Zugabe
von HDPE zu dem Säure-Copolymer
oder zu dem Ionomer verringert die Blockierneigung beträchtlich.
HDPE kann dem Säure-Copolymer
oder dem Ionomerharz selbst bei der Zugabe zu dem Säure-Copolymer
oder Ionomer als separate Pelletquelle oder Polymerzufuhrmaterial
durch Schmelzmischen zeitlich vor der Pelletherstellung hinzu gegeben
werden, oder zusammen mit dem Kunstharz bei der Zugabe zu dem Extrudermaterial
hinzugegeben werden, aus dem die Versiegelungsfolie geformt wird.
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Die
Erfindung kann mit Hilfe der folgenden Beispiele noch weiter erklärt werden,
die lediglich als Beispiele für
diese Erfindung gelten sollen.
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BEISPIELE
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Für die Beispiele
wurden die folgenden Prüfverfahren
benutzt:
| Schmelzindex | ASTM
D-1238, Bedingung 190/2,16 |
| Glanz,
20° | ASTM
D-2457 |
| Trübung, % | ASTM
D-1003 |
| Reibungskoeffizient | ASTM
D-1894 |
| (COF:
Coefficient of friction) | |
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Das
Blockier wird in Gramm pro Fläche
(gm/sq.in.) nach dem folgenden Verfahren bestimmt. Die Blockierkraft
wird als Scherwiderstand gemessen, indem man die beim Durchlaufen
der Presswalze zusammengepressten Schichten der geblasenen Folienblase
in paralleler, ebener Richtung auseinander zieht. Es wird an einer
verklebten Probefläche
mit 4 sq.in. (25,8 cm2) gemessen. Die Absolutwerte
variieren je nach der benutzten speziellen Ausrüstung zum Folienblasen und
je nach Temperatur an der Presswalze.
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VERGLEICHS-BEISPIEL A
und BEISPIELE 1–3
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Es
wurden eine ganze Reihe von Mischungen hergestellt, indem hochdichtes
Polyethylen (HDPE) mit einem Schmelzindex (MI: Melt Index) von 0,45
und einer Dichte von 0.950 g/cm3, das geringe
Mengen eines Octen-Comonomers enthält zu einem Natrium-Ionomer
einer Ethylen-/Methacrylsäure
hinzugegeben wurde, um ein wirksames Niveau zur Verbesserung oder
zur Verhinderung der Blockierneigung der Folie zu bestimmen.
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Das
Vergleichsbeispiel A enthielt 0,7 Gew.-% Siliziummaterial, das einem
20%igen Siliziumkonzentrat entnommen und einem Ethylen-/Methacrylsäure-Copolymer
(„MAA") mit MI = 12 und
8,7% MAA hinzu gegeben wurde. Diese Mischung wurde in einem Einschneckenextruder
mit einem Durchmesser von 2 in (5,08 cm) bei etwa 250°C Schmelztemperatur
extrudiert. Bei dem Siliziummaterial in dem Konzentrat handelte
es sich um Kieselgur („Superfloss", 6 μ) von der
Firma Celite.
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Die
Mischungen, welche das HDPE enthielten, enthielten kein Siliziummaterial.
Das benutzte Ionomer hatte einen Nennwert von 1,8 für den Schmelzindex
(MI), enthielt 9,5 Gew.-% MAA und war durch Natriumionen zu 27 %
neutralisiert. Dieses Ionomer war durch eine Änderung eines noch höher neutralisierten
Ionomers (etwa 53%) während
des Schmelzmischungsprozesses durch Zugabe eines Säure-Copolymers
gewonnen worden, um seinen Neutralisationsgrad wirksam zu verringern,
damit die gewünschte
Zusammensetzung der endgültigen
Mischung gewonnen werden konnte. Dadurch erzielte man die identischen
Eigenschaften, obwohl das oben spezifizierte, niedriger neutralisierte
Ionomer separat hergestellt worden war.
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Jede
der Schmelzmischungen wurde bei Raumtemperatur wiederum trocken
gemischt, unter Verwendung von 8,5% Pellets eines Gleitmittelkonzentrats.
Bei dem Gleitmittel handelte es sich um Stearamid, das mit Hilfe
eines 20%igen Stearamidkonzentrats einem Ethylen-/Methacrylsäure-Copolymer
mit MI = 10 und 8,7% MAA hinzugegeben wurde. Diese trockenen Mischungen
wurden dann bei 230°C und
einem Aufblasverhältnis
von 1,9:1 in einem Extruder mit einem Durchmesser von 1,5 in (3,8
cm) zu einer Folie von 2,0 × 10–3 in. geblasen.
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Die
Daten in Tabelle I zeigen, dass ein äquivalenter Blockier-Schutz
bei etwa 2–3%
HDPE erreicht wurde, verglichen mit 0,7% Siliziumdioxid. Es wurde
keine nachteilige Auswirkung auf die Festigkeit der Wärmeversiegelung
oder der Heißklebeverbindung
festgestellt. TABELLE
I
- ANMERKUNG: 114 g/in2 =
17,67 g/cm2; 17 g/in2 =
2,64 g/cm2.
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VERGLEICHS-BEISPIEL B
und BEISPIELE 4–5
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Für das Beispiel
4 wurde eine Schmelzmischung aus einem Natrium-Ionomer eines Ethylen-/Methacrylsäure-Copolymers
und aus 6% eines hochdichten Polyethylens (HDPE) in einem Einschneckenextruder bei
etwa 250°C
Schmelztemperatur hergestellt. Das HDPE und das Ionomer waren identisch
mit denen von Beispiel 1.
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Für das Beispiel
5 wurde eine Schmelzmischung ähnlich
der von Beispiel 4 hergestellt, wobei das 6%ige HDPE nur von einem
anderen Lieferanten war und kein Comonomer enthielt. Der Schmelzindex
des HDPE betrug 0,46 und die Dichte betrug 0,960 g/cm3.
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Beim
Vergleichsbeispiel B wurde eine ähnliche
Formel verwendet, aber das „Superfloss"-Siliziumdioxid wurde mit dem Wert von
0,7 % anstelle des HDPE hinzu gegeben. Dies wurde einem 20%igen
Siliziumdioxidkonzentrat entnommen und einem Ethylen-/Methacrylsäure-Copolymer
(„MAA") mit MI = 12 und
8,7 % MAA hinzugegeben. Diese Mischung wurde in einem Einschneckenextruder
bei etwa 250°C
Schmelztemperatur durch Schmelzmischen auch homogenisiert.
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Jede
der obigen Mischungen wurde bei Raumtemperatur wiederum trocken
gemischt unter Verwendung von 8,5% Pellets eines Gleitmittelkonzentrats.
Bei dem Gleitmittel handelte es sich um Stearamid, das mit Hilfe
eines 20%igen Stearamidkonzentrats einem Ethylen-/Methacrylsäure-Copolymer
mit MI = 10 und 8,7% MAA hinzu gegeben wurde. Diese trockenen Mischungen
wurden dann bei 230°C
und einem Aufblasverhältnis
von 1,9:1 in einem Extruder mit einem Durchmesser von 1,5 in (3,8
cm) zu einer Folie von 2,0 × 10
–3 in.
geblasen. TABELLE
II
- ANMERKUNG: 255 g/in2 =
39,53 g/cm2.
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Andere
Ausführungsformen
der Erfindung sind für
Fachleute leicht erkennbar, wenn man die hier offen gelegten Spezifikationen
und praktischen Anleitungen der Erfindung berücksichtigt.
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Es
ist beabsichtigt, dass die Spezifikationen und die Beispiele nur
beispielhaft zu betrachten sind, während der tatsächliche
Umfang und die wahre Idee der Erfindung in den nachfolgenden Ansprüchen angegeben wird.
Patentansprüche