DE69830238T2 - Vorrichtung und Verfahren zur Steuerung der Abtastung und/oder Wiedergabe eines Mediums - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf den Bereich von Systemen zur Bedienung und Funktionssteuerung von Geräten oder Vorrichtungen zum Betrieb oder zur Abtastung von Medien, insbesondere zu deren Wiedergabe, und ihr Ziel besteht darin, eine Vorrichtung bereitzustellen, die der Steuerung des Durchlaufs, insbesondere der Abtastung eines Mediums und/oder der Wiedergabe eines Mediums, das zeitabhängig aufgezeichnet wurde, dient.
- In dem speziellen Fall der Wiedergabe oder erneuten Wiedergabe eines zeitabhängig oder schrittweise aufgenommenen Mediums (wie z.B. einer Audio- oder Videodokumentation) benötigt der Nutzer verschiedene Steuerungen, um seine Befehle an das System zu übertragen, das sowohl ein Analog- als auch ein Digitalsystem sein kann.
- Der gängigste Bedienblock, der z.B. bei Audio- und Videolaufwerken verwendet wird, umfasst fünf Drucktasten (Wiedergabe in Normalgeschwindigkeit, Stopp, Pause, Schnellvorlauf Schnellrücklauf). Dieser Basis-Bedienblock wird häufig durch zusätzliche Sekundär-Bedienelemente ergänzt, die einer präziseren Steuerung der Abtastung dienen (Tasten zur Einzelbildabtastung, Drehrad oder -schalter zur Sequenzabtastung), oder die Ergänzung besteht in einer Kombination der von den verschiedenen Bedienelementen ausgelösten Befehle (Abtastung in beide Wiedergaberichtungen).
- Für Wiedergabegeräte und -systeme aus der Massenproduktion ist die Leistung dieser vorher genannten Steuerungsblöcke zufrieden stellend, denn die Basisbefehle (Wiedergabe, Stopp, Rücklauf) stellen häufig über 90 % des Bedarfs dar, und sie werden im Vergleich zur Dauer, die das Gerät zur Ausführung eines Befehls benötigt, mit einer geringen Häufigkeit gegeben, wobei diese Wiedergabegeräte und -systeme mit einem großen Bedienfeld und/oder einer Fernbedienung ausgestattet sind.
- Da die Ausgabehäufigkeit der Sekundärbefehle oder -steuerungen sogar noch geringer ist als die der vorher genannten Basisbefehle, hat sich niemand Gedanken über die Zeit und die intellektuelle Leistung gemacht, die erforderlich sind, um diese Bedienelemente zu finden und zu betätigen, während die Augen auf den Bildschirm und nicht auf das Bedienfeld gerichtet sind.
- Die Befehle und Bedienelemente des vorher genannten Typs (Basis und Sekundär) werden jedoch wesentlich häufiger für Aufgaben aktiviert, die der Bearbeitung, dem Schnitt, der Prüfung, oder allgemeiner ausgedrückt, dem Zugriff auf das entsprechende Medium dienen, und die nicht der für gegenwärtig gebräuchliche Wiedergabegeräte und -systeme vorgesehenen Nutzung entsprechen.
- Diesem Bedarf an präziser und schneller Steuerung von Abtastung und Wiedergabe des Mediums unter Berücksichtigung des vom Nutzer aufgezeichneten Inhalts wird derzeit durch spezielle Steuerschaltkreise entsprochen, wie z.B. ein Drehrad oder ein Drehschalter, besser bekannt unter der Bezeichnung „jog/shuttle wheel". Eine solche Vorrichtung kann eine Reihe aufeinander folgender Befehle weiterleiten, die von einer Handbewegung des Nutzers aktiviert werden, während dieser auf den Bildschirm blicken kann, ohne unterbrechen zu müssen.
- Diese Lösung erfordert jedoch eine spezielle, komplexe Hardware-Ausrüstung, die relativ kostspielig ist.
- Überdies sind alle vorher genannten, bekannten Ausführungsvarianten speziell auf lineare Medien oder Datenbelege bzw. auf die Wiedergabe oder Abtastung in einer einzigen Richtung ausgerichtet, und sie können nur schwer an planare Medien oder Belege bzw. an die Wiedergabe in zwei Richtungen angepasst werden. In dem Patent WO-A-95 28711 werden eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 8 offen gelegt. Das Problem, das anhand der vorliegenden Erfindung gelöst werden soll, besteht darin, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, die eine präzise, schnelle und bedienerfreundliche Steuerung bieten, deren Leistung zumindest der des vorher genannten Drehrads oder Drehschalters entspricht, bei deren Herstellung nur einfache und kostengünstige Schaltkreise eingesetzt werden, und die eine Verwendung der traditionellen Bedienelemente und/oder eine Reduzierung der Größe des Bedienfeldes zulassen.
- Um dieses Problem zu lösen, besteht der Gegenstand der vorliegenden Erfindung darin, eine Vorrichtung zur Steuerung des Durchlaufs, insbesondere der Abtastung eines Mediums und/oder der Wiedergabe eines Mediums, das zeitabhängig aufgezeichnet wurde, bereitzustellen. Die Vorrichtung umfasst zwei Druck- oder Kontakt-Steuereinrichtungen oder eine Steuereinrichtung mit zwei aktiven Stellungen oder Kontaktpositionen, die der Übertragung der Stopp-, Wiedergabe- und Durchlaufbefehle bei einer vorher festgelegten Geschwindigkeit an die Abtast- oder Wiedergabevorrichtung dienen, und dies in zwei entgegen gesetzte Abtast- oder Wiedergaberichtungen, wobei die Dauer des Tastendrucks, der Betätigung oder der Aktivierung zur Definition des jeweiligen Befehls mit zwei vorher festgelegten Ansprechwerten (einem unteren und einem oberen Grenzwert) verglichen wird, die auf die durchschnittlichen Ausführungszeiten eines Nutzers abgestimmt sind. Eine anhaltende/r Tastendruck, Betätigung oder Aktivierung einer der Steuereinrichtungen, d.h. mit einer Dauer, die über dem genannten oberen Grenzwert liegt, bewirkt eine positive stetige Veränderung der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit in der Abtast- oder Wiedergaberichtung, die der jeweils betätigten Steuereinrichtung oder der jeweils erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet ist, und dies während der gesamten Dauer des/der entsprechenden Tastendrucks, Betätigung oder Aktivierung bis zu dem Punkt, an dem die maximale Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit erreicht ist.
- Es wird darauf hingewiesen, dass die Wiedergabe eines bespielten Mediums entweder mittels des Durchlaufs des Mediums realisiert wird oder mittels des Durchlaufs des Wiedergabekopfs, wobei in diesem Fall das Medium nicht bewegt wird.
- Die Steuereinrichtungen kann/können beispielsweise aus zwei Drucktasten (siehe
1 der beiliegenden Pläne) bestehen, die sich jeweils in eingedrückter (gleich aktivierter) oder in gelöster Stellung befinden können, oder aus einem dreh- oder verstellbaren Schalter mit vier oder acht Stellungen, wovon nur zwei zu aktivieren sind (siehe2 der beiliegenden Pläne), oder aus einem Umschalt- oder Steuerhebel (besser bekannt unter der englischsprachigen Bezeichnung „Joystick") mit zwei aktiven Stellungen, und eventuell mit einer Abstufung durch Sensitiv- oder Analogtasten (siehe3 und4 der beiliegenden Pläne – Draufsichten). - Zur problemlosen und schnellen Umsetzung der Nutzerbefehle wird die Dauer des/der Tastendrucks, Betätigung oder Aktivierung zur Definition des jeweiligen Befehls mit zwei vorher festgelegten Ansprechwerten verglichen, d.h. einem unteren und einem oberen Grenzwert, die auf die durchschnittlichen Ausführungszeiten eines Nutzers abgestimmt sind.
- Vorteilhaft ist es, wenn ein Tastendruck, eine Betätigung oder eine Aktivierung, der/die von geringerer Dauer als der untere Grenzwert ist, eine Unterbrechung der Abtastung oder der Wiedergabe bedingt, unabhängig davon, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit dieser Vorgang verläuft, und wenn wiederholte Tastendrucke, Betätigungen oder Aktivierungen, die von geringerer Dauer als der untere Grenzwert sind, eine Sequenzabtastung oder -wiedergabe bedingen.
- Je nach Anwendung der vorliegenden Erfindung entspricht der zuletzt genannte Vorgang einer Abtastung des Mediums in einzelnen Längeneinheiten (wobei eine Längeneinheit z.B. durch einen Betrachtungs-, Erfassungs- oder Vergleichsbereich definiert sein kann) oder einer Wiedergabe in einzelnen Datengruppen oder einer Einzelbilddarstellung.
- Es wird darauf hingewiesen, dass eine Unterbrechung der Wiedergabe oder Abtastung des Mediums bei einer beliebigen Geschwindigkeit, unabhängig von der Art der betätigten Steuereinrichtung oder der erreichten aktiven Stellung, in einem Zeitraum erfolgt, der kürzer als der untere Grenzwert ist (kurzer Tastendruck, schnelle Tastenwahl).
- Gemäß der vorliegenden Erfindung bedingt eine anhaltende/r Tastendruck, Betätigung oder Aktivierung, d.h. von längerer Dauer als gemäß dem oberen Grenzwert festgelegt ist, eine positive stetige Veränderung der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit in der Abtast- oder Wiedergaberichtung, die der jeweils betätigten Steuereinrichtung oder der jeweils erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet ist, und dies während der gesamten Dauer des/der entsprechenden Tastendrucks, Betätigung oder Aktivierung und außerdem bis zum Erreichen der maximalen Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit.
- Die Geschwindigkeit, die zum Zeitpunkt des Lösens des/der Tastendrucks, Betätigung oder Aktivierung der betreffenden Steuereinrichtung erreicht ist, wird vorzugsweise solange aufrechterhalten, bis eine erneute/r Tastendruck, Betätigung oder Aktivierung einer der beiden Steuereinrichtungen oder der Einzelsteuereinrichtung erfolgt.
- Es wird darauf hingewiesen, dass eine anhaltende/r Tastendruck oder Betätigung einer Steuereinrichtung (oder einer aktiven Stellung), der eine der aktuellen Abtast- oder Wiedergaberichtung entgegen gesetzte Richtung zugeordnet ist, eine Verlangsamung der Abtastung oder Wiedergabe bis zum Erreichen des Stillstands bedingt, und das anschließende Aufrechterhalten des Tastendrucks oder der Betätigung bewirkt eine Abtastung oder Wiedergabe mit ansteigender Geschwindigkeit in der der Steuereinrichtung (oder der aktiven Stellung) entsprechenden Abtast- oder Wiedergaberichtung, und dies gegebenenfalls bis zum Erreichen der maximalen Geschwindigkeit.
- Im Anschluss an die Änderung der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Dauer des Tastendrucks oder der Betätigung einer der Steuereinrichtungen oder einer aktiven Stellung könnte beispielsweise die Ausführung einer proportionalen, quadratischen, multinominalen, logarithmischen oder sonstigen Funktion folgen.
- Entsprechend einer zusätzlichen Eigenschaft der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen werden, dass die Änderung der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit bei einem/einer anhaltende/n Tastendruck, Betätigung oder Aktivierung durch den Nutzer auch von dem Wert des ausgeführten Tastendrucks oder von der Positionierung der aktiven Stellung des Steuereinrichtung beeinflusst wird.
- Im Rahmen einer praktischen Anwendung der vorliegenden Erfindung können die Ansprechwerte so gewählt werden, dass der untere Grenzwert ungefähr 300 ms und der obere Grenzwert ungefähr 500 ms beträgt.
- Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Steuerungsverfahren für die Abtastung und/oder Wiedergabe eines Mediums, insbesondere einer Audio- oder Videodokumentation. Dieses Verfahren besteht darin, die Befehle des Nutzers in Form von Tastendrucken auf exakt zwei Druck- oder Kontakt-Steuereinrichtungen zu erfassen, die jeweils einer Abtast- oder Wiedergaberichtung für das Medium entsprechen, oder in Form von Tastendrucken auf eine Steuereinrichtung mit exakt zwei aktiven Stellungen oder Kontaktpositionen, dieses Verfahren umfasst außerdem die Umwandlung dieser Tastendrucke in entsprechende Befehle zur Unterbrechung und zur Wiedergabe oder Abtastung bei Normal- oder Standardgeschwindigkeit, wobei der jeweilige Befehlstyp durch den Vergleich der Dauer der Tastendrucke mit unteren und oberen Grenzwerten und durch die Erfassung ihres Status im Vergleich zu diesen beiden Grenzwerten bestimmt wird. Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht außerdem darin, eine positive stetige Veränderung der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit in der Abtast- oder Wiedergaberichtung zu bewirken, die der betätigten Steuereinrichtung oder der erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet ist, und dies während der gesamten Dauer des/der entsprechenden Tastendrucks, Betätigung oder Aktivierung bis zum Erreichen der maximalen Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit, falls der Tastendruck, die Betätigung oder die Aktivierung der genannten Steuereinrichtungen länger anhält, als gemäß dem oberen Grenzwert festgelegt ist.
- Die Befehle werden an die Abtast- und/oder Wiedergabevorrichtung übertragen.
- Im Rahmen dieses Verfahrens wird der Befehlstyp durch den Vergleich der Dauer der Tastendrucke mit unteren und oberen Grenzwerten und durch die Erfassung ihres Status im Vergleich zu diesen beiden Grenzwerten bestimmt.
- Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsvariante der vorliegenden Anwendung kann das vorher genannte Verfahren die folgenden Elemente umfassen:
- – ein Tastendruck, von kürzerer Dauer als durch den unteren Grenzwert festgelegt, bewirkt die sofortige Unterbrechung der Abtastung oder der Wiedergabe;
- – eine Folge von Tastendrucken, von jeweils kürzerer Dauer als durch den unteren Grenzwert festgelegt, bewirkt eine Sequenzabtastung oder -wedergabe in der Richtung, die der betätigten Steuereinrichtung oder der erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet ist,
- – ein Tastendruck von einer Dauer, deren Wert zwischen den beiden Grenzwerten liegt, bewirkt eine Abtastung oder Wiedergabe bei Normalgeschwindigkeit in der Richtung, die der betätigten Steuereinrichtung oder der erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet ist, und
- – ein anhaltender Tastendruck, von längerer Dauer als durch den oberen Grenzwert festgelegt, löst eine positive stetige Veränderung der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit in der Abtast- oder Wiedergaberichtung aus, die der jeweils betätigten Steuereinrichtung oder der jeweils erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet ist, und dies bis zum Erreichen der maximalen Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit, wobei die Geschwindigkeit, die zum Zeitpunkt des Lösens des Tastendrucks erreicht wurde, bis zur darauf folgenden Betätigung einer der beiden Steuereinrichtungen oder der Einzelsteuereinrichtung aufrechterhalten wird.
- Es wird darauf hingewiesen, dass die Nutzung der Steuerungsvorrichtung und die Grundlagen der Verfahrensanwendung gemäß der vorliegenden Erfindung äußerst leicht zu verstehen und zu behalten sind, denn der Nutzer kann unbewusst ein einfaches Kräftemodell in Verbindung mit dem Trägheitsgesetz erkennen, das im täglichen Leben ständig auftritt (eine konstante Kraft, die auf einen beweglichen Gegenstand wirkt, beschleunigt oder bremst die Bewegungsgeschwindigkeit dieses Gegenstands).
- Mit Hilfe der Lösung durch die vorliegende Erfindung ist der Nutzer in der Lage, die Abtastung und/oder Wiedergabe des betreffenden Mediums mit nur zwei Fingern vollständig sowie auf einfache und präzise Weise zu steuern, ohne seine Finger von der Steuereinrichtung wegnehmen und ohne seinen Blick vom Monitor abwenden zu müssen.
- Überdies ist die Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung nicht kostspielig und basiert auf intuitiv zu erfassenden Grundlagen, sie ist selbst für technisch nicht versierte Nutzer leicht zu verstehen und zu behalten.
- Die Steuerungsvorrichtung oder das -verfahren gemäß vorliegender Erfindung können auch bei bereits vorhandenen Steuereinrichtungen angewandt werden, wie beispielsweise bei den Pfeiltasten einer Tastatur, den grafischen Tasten eines Touchscreen oder auch bei zwei Maustasten, und dies jeweils mittels einer Schnittstellenschaltung und einer entsprechenden Software, deren praktische Umsetzung von einem Spezialisten realisiert werden kann.
- Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebenen und dargestellten Anwendungen beschränkt. Es können auch Änderungen vorgenommen werden, insbesondere im Hinblick auf die Zusammensetzung der verschiedenen Elemente oder durch Austausch gegen gleichwertige Technik, ohne dadurch das Schutzrecht der Erfindung zu verletzen.
Claims (9)
1) Vorrichtung zur Steuerung des Durchlaufs, insbesondere
der Abtastung eines Mediums und/oder der Wiedergabe eines Mediums,
das zeitabhängig
aufgezeichnet wurde, wobei die genannte Vorrichtung exakt zwei Druck-
oder Kontakt-Steuereinrichtungen
oder eine Steuereinrichtung mit exakt zwei aktiven Stellungen oder
Kontaktpositionen umfasst, die der Übertragung der Befehle zur
Unterbrechung, zur Wiedergabe und zur Abtastung bei einer vorher
festgelegten Geschwindigkeit an die Abtast- oder Wiedergabevorrichtung
dienen, und dies in zwei entgegen gesetzte Abtast- oder Wiedergaberichtungen,
wobei die Dauer des Tastendrucks, der Betätigung oder der Aktivierung
zur Definition des jeweiligen Befehls mit zwei vorher festgelegten
Ansprechwerten verglichen wird, d.h. einem unteren und einem oberen
Grenzwert, die auf die durchschnittlichen Ausführungszeiten eines Nutzers
abgestimmt sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine anhaltende/r
Tastendruck, Betätigung
oder Aktivierung einer der Steuereinrichtungen, d.h. mit einer Dauer,
die über
dem genannten oberen Grenzwert liegt, eine positive stetige Veränderung
der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit in der Abtast- oder Wiedergaberichtung
bewirkt, die der jeweils betätigten
Steuereinrichtung oder der jeweils erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung
zugeordnet ist, und dies während
der gesamten Dauer des/der entsprechenden Tastendrucks, Betätigung oder
Aktivierung bis zum Erreichen der maximalen Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit.
Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Geschwindigkeit, die zum Zeitpunkt des Lösens des/der
Tastendrucks, Betätigung
oder Aktivierung der betreffenden Steuereinrichtung erreicht ist,
solange aufrechterhalten wird, bis eine erneute/r Tastendruck, Betätigung oder Aktivierung
einer der beiden Steuereinrichtungen oder der Einzelsteuereinrichtung
erfolgt.
Steuerungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Druck- oder Kontakt-Steuereinrichtung
oder jeder aktiven Stellung/Kontaktposition jeweils eine Abtast- oder
Wiedergaberichtung zugeordnet ist.
Steuerungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Tastendruck, eine Betätigung oder
eine Aktivierung, der/die von geringerer Dauer als der untere Grenzwert
ist, eine Unterbrechung der Abtastung oder der Wiedergabe bedingt,
unabhängig
davon, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit dieser Vorgang
verläuft.
Steuerungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass wiederholte Tastendrucke, Betätigungen
oder Aktivierungen, die von geringerer Dauer als der untere Grenzwert
sind, eine Sequenzabtastung oder -wiedergabe bedingen.
Steuerungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Grenzwert ungefähr 300 ms
und der obere Grenzwert ungefähr
500 ms beträgt.
Steuerungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit
bei einem/einer anhaltende/n Tastendruck, Betätigung oder Aktivierung durch
den Nutzer auch von dem Wert des ausgeführten Tastendrucks oder von der
Positionierung der aktiven Stellung des Steuereinrichtung beeinflusst
wird.
Steuerungsverfahren für die Abtastung und/oder Wiedergabe
eines Mediums, insbesondere einer Audio- oder Videodokumentation,
wobei das genannte Verfahren darin besteht, die Befehle des Nutzers
in Form von Tastendrucken auf exakt zwei Druck- oder Kontakt-Steuereinrichtungen
zu erfassen, die jeweils einer Abtast- oder Wiedergaberichtung für das Medium
entsprechen, oder in Form von Tastendrucken auf eine Steuereinrichtung
mit exakt zwei aktiven Stellungen oder Kontaktpositionen. Das genannte
Verfahren umfasst außerdem
die Umwandlung dieser Tastendrucke in entsprechende Befehle zur
Unterbrechung und zur Wiedergabe oder Abtastung bei Normal- oder
Standardgeschwindigkeit, wobei der jeweilige Befehlstyp durch den
Vergleich der Dauer der Tastendrucke mit unteren und oberen Grenzwerten
und durch die Erfassung ihres Status im Vergleich zu diesen beiden
Grenzwerten bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren außerdem darin
besteht, eine positive stetige Veränderung der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit in
der Abtast- oder Wiedergaberichtung zu bewirken, die der betätigten Steuereinrichtung
oder der erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet ist,
und dies während
der gesamten Dauer des/der entsprechenden Tastendrucks, Betätigung oder
Aktivierung bis zum Erreichen der maximalen Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit,
falls der Tastendruck, die Betätigung
oder die Aktivierung der genannten Steuereinrichtungen länger anhält, als
durch den oberen Grenzwert festgelegt ist.
Steuerungsverfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass:
– ein
Tastendruck, von kürzerer
Dauer als durch den unteren Grenzwert festgelegt, die sofortige
Unterbrechung der Abtastung oder der Wiedergabe bewirkt;
– eine Folge
von Tastendrucken, von jeweils kürzerer Dauer
als durch den unteren Grenzwert festgelegt, eine Sequenzabtastung
oder -wiedergabe in der Richtung bewirkt, die der betätigten Steuereinrichtung
oder der erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet
ist,
– ein
Tastendruck von einer Dauer, deren Wert zwischen den beiden Grenzwerten
liegt, eine Abtastung oder Wiedergabe bei Normalgeschwindigkeit
in der Richtung bewirkt, die der betätigten Steuereinrichtung oder
der erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung zugeordnet ist,
und
– ein
anhaltender Tastendruck, von längerer
Dauer als durch den oberen Grenzwert festgelegt, eine positive stetige
Veränderung
der Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit in der Abtast- oder Wiedergaberichtung
auslöst,
die der jeweils betätigten
Steuereinrichtung oder der jeweils erreichten Stellung der Einzelsteuereinrichtung
zugeordnet ist, und dies außerdem
bis zum Erreichen der maximalen Abtast- oder Wiedergabegeschwindigkeit,
wobei die Geschwindigkeit, die zum Zeitpunkt des Lösens des Tastendrucks
erreicht wurde, bis zur darauf folgenden Betätigung einer der beiden Steuereinrichtungen oder
der Einzelsteuereinrichtung aufrechterhalten wird.
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| JP2000163831A (ja) | 2000-06-16 |
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