DE69833452T2 - Lange biegevorrichtung mit drehbarem biege- und formwerkzeug und verfahren zu deren herstellung - Google Patents

Lange biegevorrichtung mit drehbarem biege- und formwerkzeug und verfahren zu deren herstellung Download PDF

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J. Daniel Centerville GARGRAVE
W. Steven Dayton THOMPSON
Michael David Huber Heights WILSON
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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine drehende Biege- und Formvorrichtung und insbesondere auf eine drehende Biege- und Formvorrichtung vergrößerter Länge und auf ein Verfahren zum Herstellen derselben.
  • Beschreibung des Standes der Technik
  • Drehende Biegevorrichtungen der Art, auf die sich die vorliegende Erfindung allgemein bezieht, sind allgemein bekannt, beispielsweise aus den US-Patenten 5 404 742 an Wilson mit dem Titel "Rotary hemming device", 4 756 863 an Petershofer mit dem Titel "Method for hot-forming a laminated sheet of synthetic resin and a device for working this method"; 5 253 502 an Poletti mit dem Titel "Apparatus and method for bending and forming sheet material", 5 462 424 an Kuroyone mit dem Titel "Metallic die device for press machine", 5 474 437 an Kuroyone mit dem Titel "Metallic die device for press machine", 4 029 840 an Eckold mit dem Titel "Device for flanging the edges of sheet sections", 4 181 002 an Eckold mit dem Titel "Tools for bending sheet metal", 4 434 644 an Gargrave mit dem Titel "Rotary bending and forming devices", 4 520 646 an Pauzin mit dem Titel "Sheet-metal bending brake", 4 535 619 an Gargrave mit dem Titel "rotary bending, particularly for press brakes", 5 341 669 an Katz mit dem Titel "Rotary bending tool with continuous lubrication", 5 361 620 an Meadows mit dem Titel "Method and apparatus for hemming sheets of metal material", and 5 640 873 an Costabile mit dem Titel "Punch and die assembly".
  • Trotz der Vielzahl von Konstruktionen und Verbesserungen auf dem Gebiet der drehenden Biegevorrichtungen hat die Industrie jedoch noch keine drehende Biegevorrichtung großer Länge entwickelt, die für hohe Produktivität von Metall-stanzgesenken, Gesenken zur Formung hochfesten oder dicken Stahls und zum Formen langer Platten in automatisierten Maschinen geeignet sind. Eine drehende Biege- und Formvorrichtung enthält im Wesentlichen einen Arbeitskopf und einen Halter, im Allgemeinen als Schwinge bzw. Sattel bezeichnet. Die Schwinge ist ein im Wesentlichen zylindrisch ausgebildetes Schwingelement, das über die Länge seines äußeren Umfangs eine V-förmige Kerbe hat, wobei der Winkel zwischen den zwei Schenkeln der V-förmigen Kerbe weitgehend durch den Biegwinkel des zu biegenden, geformten Bauteils bestimmt ist und in den meisten Fällen in der Größenordnung von 90° liegt.
  • Der Halter hat einen Sattel und im Allgemeinen auch eine Führungsleiste. Der Sattel hat einen Sattelblock mit einer annähernd halbkreisförmigen Ausnehmung, die vorzugsweise eine glatte Präzisionsoberfläche aufweist. Eine solche Präzisionslagerfläche liefert ideal einen Sitz mit niedrigem Reibungskoeffizienten für das Schwingelement in einer Anordnung, die die Lastaufnahme und die lange Standzeit des Sattels sowie der dazu passenden Schwinge wesentlich erhöht.
  • Sobald das Schwingelement in dem Sitz angebracht ist, wird die Führungsleiste lösbar mit dem Sattel so verbunden, dass ein begrenzter Abschnitt derselben über dem Schwingeiement liegt und leicht gegen dieses drückt und es in seinem Sitz festhält. Die Konstruktion und Anordnung der Führungsleiste schafft eine ausgewogene und stabile Halterung für das Schwingelement, die die ordnungsgemäße Ausrichtung ihrer Kerbe über den gesamten Verlauf ihrer Verwendung in einem Biege- oder Formvorgang sicherstellt.
  • Die Führungsleiste und/oder der Sattel können Einrichtungen zum Zuführen von Schmiermittel zum äußeren Umfangsflächenabschnitt des Schwingelements enthalten. Diese Schmiervorrichtungen stellen eine wirtschaftliche Einrichtung zur Sicherstellung einer glatten und wirksamen Funktion des Schwingelements dar und vermeiden unnötige Abnutzung der betreffenden Teile.
  • Der drehende Biegekopf und seine V-förmige Kerbe wirken mit einem entsprechend gestaltetem Untergesenk zusammen, wobei das zu gestaltende Biegeteil durch die Kerbe im drehenden Biegekopf um das Untergesenk geformt wird. In dem Vorgang wird der drehende Biegekopf zunächst einer translatorischen Bewegung durch den sich absenkenden Sattelblock, in dem er schwenkbar montiert ist, unterworfen, wobei der translatorischen Bewegung während des wirklichen Gestaltungsvorgangs eine Drehbewegung überlagert ist. Die Lageranordnung des drehenden Biegekopfes im Sattelblock ist daher von höchster Bedeutung, da sie nicht nur den Pressdruck überträgt, sondern gleichzeitig auch dem drehenden Biegekopf erlauben muss, so glatt wie möglich zu drehen.
  • Es ist klar, dass die Lagerflächen des Sattelblocks und des Außenumfangs der Schwinge mit engen Toleranzen zusammenpassen müssen. Biegevorrichtungen können nur in solchen Längen hergestellt werden, in denen diese engen Toleranzen beim Herstellungsvorgang erreicht werden können. Bislang war es nicht möglich, gehärtete Sättel und Schwingen mit ausreichender Maßgenauigkeit herzustellen, die enge Toleranzen auf größere Längen aufweisen.
  • Während also Biegevorrichtungen zum Herstellen von Biegeteilen großer Länge bekannt sind, erzeugen diese Biegevorrichtungen gewöhnlich nur eine begrenzte Anzahl Biegeteile, bevor sie ausfallen. Eine solche Biegevorrichtung großer Länge ist von Ready Technology aus Dayton, Ohio, verfügbar, und bei ihr bestehen die Schwingen und der Sattel aus vorgehärtetem Gesenkstahl des Typs 4141/4150. Gesenkstahl ist ein gutes Material; es härtet mit der Zeit aus, und für geringere Produktionsstückzahlen ist es eine gute Wahl. Aus diesem Material können Biegevorrichtungen beispielsweise von 609,6 mm, 914,4 mm oder 1219,2 mm Länge oder mehr hergestellt werden. Es besteht jedoch ein Problem dahingehend, dass keine ausreichende Unterschiedlichkeit zwischen dem Gesenkstahl der Schwinge und dem Stahl des Sattels bezüglich der Härte besteht. Die Biegevorrichtungen stehen unter hoher Druckbelastung und können festfressen, wenn Fremdkörper zwischen die Schwinge und den Sattel eindringen. Ein guter Unterschied in der Härte zwischen den zwei sich berührenden Elementen (Schwinge und Sattel) ist notwendig, um ein Festfressen zu vermeiden. Manchmal ist sogar die Kraft, die in der Druckbeaufschlagung der Schwingen und des Sattels beim Biegen dicken, hochfesten Stahls notwendig ist, allein schon ausreichend, ein Festfressen zu verursachen. Dementsprechend ist die Einheit zur Verarbeitung eines solchen Mediums für Massenproduktion oder für die Produktion mit hohen Festigkeitsanforderungen nicht geeignet.
  • Andererseits sind auch drehende Biegevorrichtungen für das Biegen von Stahl höherer Festigkeit oder größerer Dicke in wirtschaftlich großen Stückzahlen bekannt, und enthalten solche, die von Ready Technology hergestellt werden. Diese Biegevorrichtungen haben eine vollgehärtete Stahlschwinge aus A2- oder A6-Stahl, der auf Rc 60 gehärtet ist, und einen Schwingensattel (Sattelblock) aus einem durchgehärteten Werkzeugstahl, der auf Rc 48-52 gehärtet ist. Aufgrund der Unmöglichkeit, die Schwinge und den Sattel ohne Wölbung herzustellen, war es jedoch nur möglich, diese gehärteten, drehenden Biegevorrichtungen in kürzer segmentierten Längen herzustellen (zum Bespiel 152,4 mm). Um eine große Länge (z.B. 1219,2 mm) für Anwendungen hoher Produktivität zu biegen, muss eine Serie Biegevorrichtungen Ende an Ende angestoßen und ausgerichtet werden. Diese Lösung ist jedoch nicht immer praktisch oder erfolgreich, weil (1) je größer die Anzahl der Segmente ist, umso höher die Kosten sind, und (2) je mehr Segmente die Biegevorrichtung hat, umso größer die Wahrscheinlichkeit einer Fehlausrichtung der Segmente und ein Verklemmen ist. Wenn einer der Sättel angestoßen oder aus der Position heraus gestoßen worden ist und die Schwinge gegen freies Drehen gesperrt oder gehindert ist, dann ist das Ergebnis ein Ausfall des Biegevorgangs und ein beschädigtes Teil oder Werkzeug. Wegen der Kosten und der Zeit, die zur kundenspezifischen Herstellung solcher Einheiten erforderlich sind, und wegen der beim Ausrichten und Überwachen erforderlichen Arbeit haben diese Einheiten keinen wirtschaftlich bedeutsamen Markt.
  • Die Hersteller von Biegevorrichtungen haben versucht, längere, hochfeste Biegevorrichtungen herzustellen. Beispielsweise hat Ready Technology mit Gasnitrit bei der Einsatzhärtung von Gesenkstahl gearbeitet. Das Ergebnis ist eine härtere und abriebfestere Oberfläche. Die Zuführung von Wärme und Reibung neigt jedoch zur Verursachung verzogener, fehlerhaft gestalteter Teile. Insbesondere bei Biegevorrichtungen größerer Länge ist es kritisch, dass die Passung und Ausrichtung der Teile schnurgerade und genau ist. Damit die Schwinge innerhalb des Sattels dreht, müssen sie also extrem genau sein. Dieses Erfordernis von Schwinge und Sattel, absolut genau zu sein, hat die Grenzen für die Längen vorgegeben, mit denen Schwingen hergestellt werden konnten.
  • Die vorliegenden Erfinder haben sich umfangreich mit der spanabhebenden Bearbeitung bei dem Bemühen beschäftigt, eine größere Länge voll gehärteter Schwingen zu entwickeln. Es ist allgemein bekannt, dass zur spanabhebenden Bearbeitung einer voll gehärteten Schwinge die V-förmige Kerbe herausgearbeitet werden sollte, solange die Schwinge noch weich ist, bevor sie gehärtet wird, da die spanabhebende Bearbeitung unerschwinglich teuer ist, wenn die Schwinge hart ist. Wenn die V-förmige Kerbe jedoch aus der weichen Stahlschwinge herausgearbeitet wird, bevor die Schwinge einem Durchhärtungsofen zugeführt wird, ist das Ergebnis ein gebogenes Teil. Augenscheinlich führt ein Schleifen der Schwinge Spannungen und Eigenspannungen ein, die zur Folge haben, dass sich die Schwinge verbiegt, was sie deformiert und unbrauchbar macht.
  • Dementsprechend verbleibt ein Bedarf nach einer drehenden Biegevorrichtung großer Länge für das wirtschaftliche Biegen von Stahl höherer Festigkeit oder größerer Dicke. Es besteht in gleicher Weise ein Bedarf nach einem Verfahren zum Herstellen einer drehenden Biegevorrichtung großer Länge.
  • Übersicht über die Erfindung
  • In Erkenntnis der Nachteile des gegenwärtigen Standes der Technik und des Bedarfs nach einer drehenden Biegevorrichtung großer Länge und großer Leistung zum wirtschaftlichen Biegen von Stahl größerer Festigkeit und/oder größerer Dicke haben die vorliegenden Erfinder alle Herstellungsaspekte untersucht.
  • Als Ergebnis haben die Erfinder entdeckt, dass eine gewisse Kombination von Materialien und Bearbeitungsschritten zur Herstellung der gewünschten drehenden Biegevorrichtung großer Standfestigkeit, großer Länge und großer Leistung führen kann.
  • Die Erfindung basiert teilweise auf der Entdeckung, dass eine spezielle Schleiftechnologie verwendet werden kann, um tiefe Kerben in voll gehärteten Stahlschwingen (zum Beispiel Rc 58-60) von bis zu 1066,8 mm Länge und jedes Durchmessers zu schleifen. Dieses macht es möglich, die V-förmige Kerbe in die Schwinge nach vollem Härten zu schleifen anstelle vor dem Härten, wie es üblich war. Genauer gesagt, sobald die Schwinge voll gehärtet ist, wird die V-förmige Kerbe mit einer Schleiftechnologie unter langsamsten Vorschub geschliffen, bei der das Kühlmittel, das das Teil beim Schleifen überspült, unterkühlt wird und wobei das Teil unter einer Schleifscheibe bewegt wird, die rechnergesteuert ist und die durch ein Diamantscheiben-Abrichtgerät sehr langsam regeneriert wird. Entsprechend der vorliegenden Erfindung werden durch Unterkühlung des Kühlmittels und durch Spülung des Schleifvorgangs mit enormen Kühlmittelmengen alle Spannungen und die Wärme entfernt, bevor sie nachteilige Einflüsse von Wärme und Verzug auf das Teil ausüben können. Weiterhin wird die Schleifscheibe rechnergesteuert und schleift eine spezielle, vom Rechner erzeugte Gestalt, die nach jedem Durchlauf durch einen Rechner regeneriert wird. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Scheibe das spezielle Profil exakt schleift, selbst wenn sich die Schleifscheibe abnutzt.
  • Weitere Verbesserungen der Abnutzungseigenschaften erkennt man, wenn der Stahl, vorzugsweise S-7 Schockstahl, für die Schwinge als Teil des Wärmebehandlungsvorgangs tieftemperatur-getempert wird. Die Tieftemperaturbehandlung von Metallen ist bekannt, und jene Behandlungen, die so gesteuert sind, dass sich eine Transformation instabiler Austenitpartikel in kleinere, stabilere Martensitpartikel ergibt, sind bevorzugt.
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft das Verfahren zum Herstellen des Sattels und den dadurch hergestellten Sattel, der eine notwendige Komponente der langen, einteiligen Biegeeinheiten der vorliegenden Erfindung ist. Die gleiche Schleiftechnologie, wie oben für das Schwingelement beschrieben, kann dazu verwendet werden, voll gehärtete Sättel (zum Beispiel Rc 48-52) bei großen Längen zu schleifen. Da der Stahl durchgehärtet ist und wenn die große Aufnahmerundung aus ihm ausgeschnitten ist, um die Fassung für die Schwinge zu bilden, ist das Erzeugnis eine Schwingenaufnahme mit Stahl in einem gehärteten, harten Zustand, der die Lagerfläche des Sattels bildet. Dementsprechend ist es möglich, voll gehärteten Werkzeugstahl im Sattel zu verwenden. Andererseits ist es für viele Anwendungen ausreichend, lediglich Gesenkstahl für die Sättel durchzuhärten. Dieses hat den Vorteil, dass der Sattel aus einem Metall besteht, das weicher ist und leichter anschließend nachzubearbeiten und an Kundenwünsche anzupassen ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung werden daher anstelle des konventionellen und weniger teuren Gesenkstahls Extrazeit und -kosten bei der Herstellung eines durchgehärteten Stahls investiert. Das gesamte Teil wird daher in einem gewissen Ausmaß vor dem Schleifen gehärtet, obgleich das Teil außen härter sein kann, als im Kern, wobei der Kern manchmal nur wenige Punkte weicher ist, als die Außenfläche.
  • Schließlich haben die vorliegenden Erfinder ermittelt, dass die Härte und Schlüpfrigkeit der Lagerfläche des Sattels (Fassung) durch Beschichtung verbessert werden kann, vorzugsweise mit einer Plasmaspray-"Moly"-Beschichtung, die Molybdän und Molybdänoxid auf die Sattelfassung aufträgt (Moly-Beschichtung). Moly-Beschichtung ist weich, dennoch hat sich überraschenderweise gezeigt, dass die Molybdänund Molybdänoxid-Beschichtung auf der Sattellagerfläche sich extrem gut unter hohen Drucklasten verhält und dass die Moly-Beschichtung Öl verträgt und hochporös ist und somit notwendigen Schmierstoff tief in Poren der Beschichtung zurückhält. Moly-Beschichtung wird vorzugsweise nach dem Sandstrahlen der Sattellagerfläche ausgeführt, was eine Berg-und-Tal-Kontur ergibt, in der das Molybdän und das Molybdänoxid zunächst die tief liegenden Stellen ausfüllt und haftet und dann eine 0,03 mm bis 0,08 mm dicke Schicht erzeugt, die hervorragende Abrieb- und Festfresswiderstandsfähigkeit aufweist. Der durchgehärtete Sattel ist daher weicher und einfacher spanabhebend zu bearbeiten, hat dabei aber verbesserte Lebensdauer und ist frei von Verbiegung und Abmessungsungenauigkeiten, die bei Sätteln anzutreffen sind, die spanabhebend bearbeitet und dann gehärtet wurden oder die gehärtet und dann durch konventionelle Techniken spanabhebend bearbeitet wurden.
  • Der obige Durchbruch macht es somit möglich, lange Schwingen und lange Sättel aus den bestmöglichen Materialien für den Abnehmer entsprechend Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer herzustellen. Die Schwinge wird vorzugsweise aus einem Schockstahl und am besten aus einem S-7-Schockstahl hergestellt, der weniger häufig bricht, als ein konventioneller Werkzeugstahl.
  • Es ist bemerkenswert, dass die vorliegende Erfindung eine Schockstahlschwinge und große Längen und einen spanabhebend bearbeitbaren Sattel großer Länge verwendet. Wie oben erläutert, ist es bei Verwendung einer harten Schwinge bevorzugt, wenn man einen vergleichsweise weichen Sattel hat. Die einzige Stelle, an der es erwünscht ist, dass der Sattel hart ist, befindet sich an der Lagerfläche innerhalb der Fassung, wo die Schwinge gegenüber dem Sattel dreht. Der Grund hierfür ist, dass es wünschenswert ist, dass der Sattel spanabhebend bearbeitbar ist (nicht weich, aber spanabhebend bearbeitbar), sodass beim Herstellungsvorgang Modifikationen und Veränderungen am Sattel mit üblichen Metallbearbeitungswerkzeugen vorgenommen werden können, sodass es nicht notwendig ist, den Sattel auf die gleiche langsame und teure Weise zu schleifen, wie die Schwinge.
  • Vorangehend sind die sachdienlicheren und wichtigeren Merkmale der vorliegenden Erfindung ziemlich breit umrissen worden, damit die folgende detaillierte Beschreibung der Erfindung besser verstanden werden kann und der vorliegende Beitrag zur Technik vollständiger geschätzt werden kann.
  • Zusätzliche Merkmale der Erfindung werden nachfolgend beschrieben, und sie bilden Gegenstand der Ansprüche der Erfindung. Der Fachmann sollte erkennen, dass die Konzeption und die speziellen Ausführungsformen, die hier beschrieben werden, leicht als Grundlage zur Modifikation oder Gestaltung anderer pharmazeutischer Verbindungen und Behandlungsverfahren zur Ausführung der gleichen Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Der Fachmann sollte auch erkennen, dass solche äquivalenten Ausbildungen und Verfahren nicht vom Geist und Umfang der Erfindung abweichen, wie sie in den beigefügten Ansprüchen definiert ist.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Für ein vollständigeres Verständnis der Natur und der Ziele der vorliegenden Erfindung sollte auf die folgende detaillierte Beschreibung Bezug genommen werden, die mit den begleitenden Zeichnungen gegeben wird. In diesen zeigt: 1 ein grundlegendes, drehendes Biegewerkzeug vergrößerter Länge.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung ist nicht auf eine spezielle Gestaltung eines drehenden Biegewerkzeugs begrenzt, und sie ist auf drehende Biegewerkzeuge allgemein anwendbar, wie beispielsweise im US-Patent 4 434 644 beschrieben, und auf drehende Biegevorrichtungen zum Biegen und Formen von Blechmaterial in einer Presse oder Abkantpresse, wie im US-Patent 4 535 619 und jenen Druckschriften beschrieben, wie im Abschnitt "Beschreibung des Standes der Technik" erläutert, deren Offenbarung hier durch Bezugnahme eingeschlossen wird.
  • Das kennzeichnende Merkmal der vorliegenden Erfindung sind hohe Härte und Verzugsfreiheit von Schwinge und Sattel. Die hohe Härte und die Maßgenauigkeit von Schwinge und Sattel ermöglichen die Herstellung einer genau passenden Biegevorrichtung großer Länge, die in der Lage ist, lange Biegeteile für das wirtschaftliche Biegen von Stahl hoher Festigkeit und/oder größerer Dicke zu erzeugen.
  • Obgleich die Erfindung nicht auf irgendeine Biegevorrichtungskonstruktion beschränkt ist, folgt eine kurze Erläuterung einer Biegevorrichtung, um in die Terminologie einzuführen, die im nachfolgenden Teil verwendet wird, um die Herstellungsverfahren zu erläutern.
  • In der grundlegendsten Form der Erfindung, wie in der in 1 gezeigten Ausführungsform dargestellt, gibt die Erfindung ein Biege- oder Formwerkzeug an, dessen Arbeitskopf 10 ein Element ist, das eine im Allgemeinen zylindrische Gestalt hat, deren Umfangsfläche 12 durch die Ausbildung einer sich in Längsrichtung erstreckenden, V-förmigen Kerbe 14 unterbrochen ist. In dem dargestellten Beispiel ist die Kerbe 14 durch Seitenwandflächen 16 und 18 bestimmt, die zwischen sich einen Winkel ausbilden, der geringfügig kleiner als 90° ist. Es sollte beachtet werden, dass die innerste oder Scheitelfläche 13 der Kerbe 14 kurz vor der Mitten- oder Längsachse des Zylinders 10 liegt, jedoch auf einer Linie, die im Wesentlichen parallel dazu ist.
  • Die äußersten Enden der Seitenwände 16 und 18 der Kerbe 14 vereinigen sich mit der zylindrischen Außenfläche 12 des Elements 10 über verrundete Wandabschnitte 20. Letztere sind von den allgemeinen parallelen Linienformationen gebildet, die, wie weiter beschrieben wird, eine Festhaltekante 22 und eine Biegekante 24 am Arbeitskopf 10 bestimmen.
  • Von jeder der zueinander parallelen Stirnwandflächen 26 des Arbeitskopfes 10 steht senkrecht ein Stift 28 vor. Die Stifte 28 sind in einer Linie parallel zur sich in Längsrichtung erstreckenden Mittenachse des Arbeitskopfes 10 und liegen in einer Ebene, die sie gemeinsam mit der Linie einnehmen, die den Scheitel 13 der Kerbe 14 bestimmt. Es sei angemerkt, dass während der Scheitel 13 der Kerbe 14 relativ eng benachbart zur Mittenachse des Arbeitskopfes 10 liegt, die von den Stiften 28 eingenommene Linie relativ fern davon liegt, so dass die Stifte benachbart und in engem Abstand zur Außenfläche 12 des Elements 10 liegen.
  • Im Betrieb bilden, wie in 1 bis 5 des US-Patents 4 002 049 gezeigt, beim Schließen einer Presse die radial äußersten Kanten der Kerbe 14 in Umfangsrichtung benachbarte Berührungslinien mit in Längsrichtung beabstandeten Abschnitten des Streifen- oder Blechmaterials, aus dem ein Teil zu formen ist. Eine Berührungslinie des Arbeitskopfes oder der Walze wird auf einen Abschnitt des Blechmaterials bezogen, der durch das betreffende Formgesenk abgestützt wird, während die andere sich an den unabgestützten Abschnitt des zu biegenden Blechmaterials anlegt. Beim Schließen der Presse bewegt sich die Walze in einem drehenden Weg, um den unabgestützten Abschnitt des Blechmaterials aus seiner normalen Ebene zu biegen, um ihn in eine Winkelstellung zu versetzen, die durch das komplementäre Formgesenk bestimmt wird. Eine ordnungsgemäße Einstellung ist sichergestellt, da die Natur des Werkzeugs die gleichzeitige Anwendung sowohl von vertikalen als auch seitlichen Kräften auf den erfassten Abschnitt des Werkstückmaterials erlaubt.
  • In der bevorzugten Ausführungsform des soeben beschriebenen Biegewerkzeugs ist der von den Seitenwänden der Kerbe gebildete Winkel durch den Winkel bestimmt, den der gebogene Abschnitt des Werkstückmaterials einnehmen soll. Es sind Mittel eingeschlossen, die die Drehung des Biegewerkzeugs steuern, um sicherzustellen, dass dessen Drehgrenzen derart sind, dass nicht nur die Einführung von Spannungen in das davon bearbeitete Blechmaterial zu minimieren, um eine genaue Steuerung des Biegeergebnisses zu erzielen. In der in 1 gezeigten Ausführungsform stehen die Stifte 28 in bogenförmige Schlitze 38 vor, die in Platten 40 ausgebildet sind, die lösbar an gegenüberliegenden Außenseiten einer Vorrichtung 42 angebracht sind, die einen Halter für den Arbeitskopf 10 bilden. Es ist weiterhin vorzugsweise auch eine Führungsleiste 43 vorgesehen, wie in größerem Detail im US-Patent 5 404 742 beschrieben ist.
  • Wieder ist die vorliegende Erfindung nicht auf das drehende Biegewerkzeug von 1 oder irgendeine spezielle Biegevorrichtungskonstruktion beschränkt, und sie umfasst drehende Biegevorrichtungen zum Biegen und Formen von Blechmaterial in einer Presse oder einer Abkantpresse, wie im US-Patent 4 535 619 beschrieben. Dieses Patent lehrt eine drehende Biegevorrichtung und gibt eine Gesenkanordnung an, die einen Stempel aufweist, der ein lösbares Teil hat, das so aufgebaut und angeordnet ist, dass es ermöglicht ist, den Stempel mit irgendeiner von mehreren Betriebsoberflächenteilen zu versehen, die in der Konfiguration differieren, indem ihre relative Ausrichtung und Anordnung verändert wird. Sie weist auch in Zusammenwirkung mit dem Stempel und diesem gegenüberliegend eine Anordnung auf, die ein drehendes Biegewerkzeug anbietet, enthaltend einen gekerbten Rotor, der in einem Sattel gegenüber diesem drehbar gelagert ist, der seinerseits in einem Basiselement von diesem gehalten und gegenüber diesem in einer Konstruktion und Anordnung beweglich ist, in der die Relativposition des Sattels und des Rotors präzise und schnell durch ein Segment des zwischen dem Stempel und dem Rotor des gegenüberliegenden, drehenden Biegewerkzeugs zu bearbeiteten Blechmaterials justiert wird. Bei einer bevorzugten Montage des Stempels und des gegenüberliegenden Rotors als Werkzeuge einer Abkantpresse sind die Baugruppen derselben jeweils von einer Platte abgestützt, deren Form und Natur derart ist, dass eine horizontale Aussteifung des zugehörigen Stößels oder Betts erzeugt wird. Bei der Verwendung der Vorrichtung in einer Abkantpresse wird das zu bearbeitende Blechmaterial zwischen die gegenüberliegenden Werkzeuge unter einem spitzen Winkel zur Horizontalen eingeführt.
  • Irgendein Schmiermittel und eine Schmiereinrichtung, wie sie in der Technik üblich sind, können in dem drehenden Biegewerkzeug der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
  • Das Schwingelement und der Sattel können einen Rückstellmechanismus haben, wie beispielsweise eine einfach angeordnete Feder, die das Schwingelement automatisch in seine Start- oder Ruhestellung bewegt.
  • Drehende Biegemaschinen gemäß der vorliegenden Erfindung sind so gestaltet, dass sie bis zu einer Million Teile biegen, weichen oder harten Stahl biegen und Teile mit Dicken im Bereich von 0,25 mm bis 6,35 mm biegen.
  • Die Schwingen gemäß der vorliegenden Erfindung sind wenigstens 304,8 mm lang und vorzugsweise von 609,6 mm bis 1219,2 mm lang. Da die Biegevorrichtungen gemäß der Erfindung die Ausbildung von Biegungen bis 1219,2 mm Länge unter Verwendung einer einstückigen Einheit ermöglichen, besteht keine Gefahr einer Fehlausrichtung oder Verklemmung der Biegevorrichtung, wie sie mit den zuvor segmentierten drehenden Biegevorrichtungen einhergingen.
  • Als nächstes werden Herstellungsverfahren für die Schwinge und den Sattel der vorliegenden Erfindung beschrieben.
  • Härtung der Schwinge
  • Die Schwinge wird vorzugsweise aus einem Schockstahl hergestellt, vorzugsweise einem S-7-Schockstahl und noch besser aus einem Chrom-Molybdän-Werkzeugstahl Crucible S7, der durch hohe Schlagfestigkeit und Zähigkeit zusammen mit großer Härte und guter spanabhebender Bearbeitbarkeit und guten Wärmebehandlungseigenschaften gekennzeichnet ist. Schockstahl bricht weniger häufig als üblicher Werkzeugstahl. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf irgendeinen besonderen Stahl beschränkt. Anderer Stahl, wie die Typen A-6, A-2, CPM10-V, M-2 und D-2 sind geprüft worden und haben sich als tauglich erwiesen, obgleich S-7 bevorzugt ist.
  • In Abweichung vom üblichen Herstellungsprozess härten die vorliegenden Erfinder die Schwinge (vorzugsweise auf Rc 58-60) vor dem Schleifen der V-förmigen Kerbe. Die vorliegend Erfindung unterscheidet sich somit von den konventionellen Techniken, die das Teil vor dem Härten spanabhebend bearbeiten, wie beispielsweise im US-Patent 4 415 378 mit dem Titel "Case hardening method for steel parts" beschrieben ist. Dieses Patent beschreibt das Einsatzhärten der Oberflächen von Stahlteilen zur Sicherstellung des Vorhandenseins eines relativ hohen Prozentsatzes an ungetempertem Martensit in einer einsatzgehärteten Tiefe von wenigstens 10/1000 eines Zolls und einer Rockwell-C-Oberflächehärte im Bereich von 59 bis 68, und erfordert den Abschluss aller üblichen Metallabtragvorgänge an dem Teil, einschließlich der spanabhebenden Endbearbeitung, vor der Wärmebehandlung desselben. Vollhärtung ist allgemein bekannt und braucht daher hier nicht beschrieben werden.
  • Schleifen der Schwinge
  • Die vorliegende Erfindung macht von einer Schleiftechnologie Gebrauch, die voll gehärtete Stahlschwingen von bis zu 36 Zoll Länge jedes Durchmessers bis zu 3" Außendurchmesser handhaben kann, um die V-förmige Kerbe nach dem Einsatzhärten in die Schwinge zu schleifen. Genauer gesagt, wenn die Schwinge voll gehärtet ist, wird die V-förmige Kerbe unter Verwendung einer Schleifmaschine geschliffen, wie beispielsweise einer Blohm CNC-Schleifmaschine des Models Planomat 412, 21 H.P., Typ 3121235 CNC, mit einer Schleiffläche (L×W) von 48×16 Zoll und einer Schleifwellengeschwindigkeit von 45 bis 3400 U/min, erhältlich von United Grinding Technologies, Inc. aus Miamisburg, Ohio, auch genannt "Kriechgang"-Schleifmaschine (siehe zum Beispiel den Kriechgang-Schleifvorgang, der im US-Patent 4 590 573 mit dem Titel "Computer-controlled grinding machine" beschrieben ist), mit einer Schleiftechnologie, die:
    • (a) ein Kühlaggregat verwendet, das das Wasser- oder Öl-Kühlmittel unterkühlt, um zu verhindern, dass die Temperatur ansteigt, da das Kühlmittel Wärme absorbiert, und um das Kühlmittel auf etwa Raumtemperatur zu halten;
    • (b) die Schleiffläche mit Kühlmittel überspült, während das Teil, so wie es ist, geschliffen wird, wobei die Kühlmitteldüse sich an der Seite des Schleifkopfes befindet, vorzugsweise mit einer Strömungsrate von etwa 60 Gallonen pro Minute und einem Druck von 60 PSI, aus einem Tank, der etwa 400 Gallonen Kühlmittel enthält, wobei das Kühlmittel die Schleiffläche beim Kühlen reinigt;
    • (c) das Teil unterhalb einer von einer Diamantscheibe abgerichteten Schleifscheibe sehr langsam bewegt, vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit von 8,467·10–4 m/s bis 63, 5·10–4 m/s, noch besser von 16, 93·10–4 bis 50, 8·10–4 m/s.
  • Kriechgang-Schleifvorrichtungen sind allgemein bekannt, wie beschrieben in Mark Albert "Taking the Creep Out of Creep-Feed Grinding", Seiten 80 bis 87, November 1982, herausgegeben von Modern Machine Shop; Thesen von Stuart C. Salmon mit dem Titel "Creep-Feed Surface Grinding" vom September 1979 und nun von der Universität Bristol in England erhältlich (87 Seiten, 1-31, Bildtafeln 1-14 und Anhänge 1-7); und in den US-Patenten 5 611 724 "Grinding wheel having dead end grooves and method for grinding therewith", 4 555 873 "Method and apparatus for wheel conditioning in a grinding machine", 4 553 355 "Grinding control methods and apparatus", 4 535 572 "Grinding control methods and apparatus" und 4 535 571 "Grinding control methods and apparatus". Wer auf diesem Gebiet arbeitet, ist mit den Typen und dem Betrieb dieser Schleifmaschine vertraut.
  • Durch Unterkühlung des Kühlmittels und durch Bewässerung oder Bespülung mit enormen Kühlmittelmengen werden sämtliche Spannungen und die Wärme abgeführt, bevor sie nachteilige Einflüsse von Wärme und Verzug auf das Teil ausüben können. Das Kühlmittel ist vorzugsweise ein wasserbasiertes Kühlmittel, wie im US-Patent 5 611 724 beschrieben.
  • Die Schleifscheibe ist rechnergesteuert (CNC) und schleift eine spezielle rechner-erzeugte Gestalt, die nach jedem Durchlauf von einem Rechner regeneriert wird. Durch Verwendung der Blohm-Planomat-Schleifmaschine, wie oben beschrieben, kann Software, wie Blohm-Profile, auf einem gesonderten Windows-PC ablaufen, und sie kann eine tischmontierte Diamantwalzen-Abrichtvorrichtung PEA-TL 150 steuern, die von einem wasserdichten Wechselstrommotor über einen Zahnriemen angetrieben wird. Diese Abrichtung bewirkt, dass die Scheibe das spezielle Profil exakt schleift, selbst wenn die Scheibe bricht oder sich abnutzt. Solche Schleiftechniken und -vorrichtungen sind beispielsweise im US-Patent 4 553 355 mit dem Titel "Grinding control methods and apparatus" beschrieben. Die Schleifsteuerverfahren und -vorrich-tungen betreffen im Allgemeinen die Bewahrung der Gestalt und der Schärfe einer Schleifscheibe trotz der Tendenz der Verschlechterung der Scheibenfläche gegenüber der gewünschten Gestalt und Schärfe beim Fortgang des Schleifens eines gegebenen Werkstücks oder einer Folge von Werkstücken. Im Allgemeinen wird als gemeinsamer Nenner ein "Konditionierelement" mit der Fläche des Schleifelements unter speziell gesteuerten und eindeutigen Bedingungen in Reibkontakt gebracht, um (i) die gewünschte Gestalt wiederherzustellen (gewöhnlich Abrichten genannt), oder (ii) den gewünschten Schärfegrad herzustellen (gewöhnlich "Endbearbeitung" genannt) oder beides (i) und (ii) gleichzeitig auszuführen. Der gesteuerte Reibkontakt kann bewirkt werden entweder während die Schleifscheibe sich frei von Schleifkontakt mit einem Werkstück befindet oder gleichzeitig beim Schleifen, und dann entweder kontinuierlich oder intermittierend. Die Verfahren und Vorrichtungen in vielen ihrer zahlreichen Ausführungsformen umfassen die Verwendung eines "Abrichtelements" oder eines "Konditionierelements", das ein allgemein homogenes Metall sein kann und in vielen Fällen das gleiche Metall wie jenes der geschliffenen Werkstücke. Dieses führt vorteilhafterweise zu geringeren Kosten sowie zu größerer Produktivität und Werkstückqualität (sowohl Größentoleranz als auch Oberflächengüte).
  • Diese Schleiftechnologie macht es möglich, lange Schwingen und lange Sättel aus den bestmöglichen Materialien für die Befriedigung von Verbraucherwünschen wirtschaftlich und langer Lebensdauer herzustellen.
  • Wärmebehandlung
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Verbesserung der Abnutzungseigenschaften des S-7-Schockstahls für die Schwinge durch einen Wärmebehandlungsprozess, der das Wärmetempern und das anschließende kryogene Tempern des Stahls umfasst. Nach einem konventionellen Wärmetempern wird die Schwinge kältebehandelt, indem sie allmählich auf eine Temperatur zwischen –184,44°C und –201,11°C, vorzugsweise zwischen –190°C und –195,56°C unter Verwendung eines Kühlmediums, wie verflüssigten oder verfestigten Gasen über eine Zeitdauer abgekühlt wird, die von etwa 10 Minuten bis etwa 36 Stunden reicht. Bei diesen sehr kalten Temperaturen werden die kleinen, instabilen Austenitpartikel in noch kleinere, stabilere Martensitpartikel ungewandelt, und zusätzlich werden feine Partikel gebildet, um die Abriebfestigkeit der Schwinge noch weiter zu steigern. Diese Behandlung ist nicht nur eine Oberflächenbehandlung – sie findet durch die gesamte Schwinge statt und ist praktisch irreversibel. Das Martensit wandelt sich nicht wieder in Austenit um, selbst bei Temperaturen, die erheblich oberhalb der normalen Betriebsbedingungen liegen.
  • Während es möglich ist, die Schwinge mit Trockeneis bei Temperaturen zwischen –73,33°C und –84,44°C zu behandeln, um hohe Härte zu erhalten, hat sich erwiesen, dass die Abriebfestigkeit weiter verbessert wird, wenn die Temperaturen auf zwischen –184,44°C und –201,11°C abgesenkt werden, wie oben beschrieben.
  • Techniken zur Kältebehandlung sind allgemein bekannt und sind im US-Patent 4 175 987 mit dem Titel "Low alloy tempered martensitic steel" beschrieben. Es wird auch Bezug genommen auf US-Patent 5 221 372 mit dem Titel "Fracturetough, high hardness stainless steel and method of making saure", das einen unter Kälte geformten und getemperten Edelstahl beschreibt, der eine verbesserte Bruchzähigkeit und besseren Korrosionswiderstand bei einem gegebenen Härteniveau hat, wie beispielsweise von wenigstens etwa Rc 60 für Lagerungsanwendungen. Der Stahl enthält eine kältegeformte Martensit-Mikrostruktur, die getempert ist, um etwa 5 bis etwa 10 Volumen-Prozent nach Verformung verbliebenes Austensit zu enthalten, das darin dispergiert ist, und M2-Carbide vom C-Typ, wobei M in der Mikrostruktur dispergiertes Cr, Mo, V und/oder Fe ist.
  • Weiterhin kann auf US-Patent 5 259 200 mit dem Titel "Process for the cryogenic treatment of metal containing materials" Bezug genommen, wo Stoßfähigkeit, Abriebfähigkeit, Stabilität und Härte des Metalls durch Kältebehandlung verbessert sind.
  • Detaillierte Erläuterungen geeigneter Temperungsverfahren können auch im US-Patent 3 891 477 mit dem Titel "Material treatment by cryogenic cooling" gefunden werden. Stahl wird kryogen zur Änderung der Mikrostruktur der Materialien für verbesserte Festigkeit gegen Abrieb, Korrosion und dergleichen gekühlt, einschließlich der Schritte des Abkühlens des Materials auf eine vorbestimmte niedrige Temperatur mit einer vorgewählten, gleichförmigen Geschwindigkeit unterhalb einer Geschwindigkeit, die Wärmebrüche innerhalb der Korngrenzen verursacht, das Halten der Materialien auf einer solchen niedrigen Temperatur über eine wesentliche Zeitdauer, die von den Materialeigenschaften und anderen Merkmalen abhängt, und anschließendes Rückführen der Temperatur des Materials auf Normaltemperatur. Das Verfahren wird dadurch ausgeführt, dass das Material über einem Körper aus einem kryogenen Fluid gehalten wird, zum Bespiel flüssigem Stickstoff bei –195,56°C, und dann das Material allmählich mit dem Fluid zusammengebracht wird, entweder indem das Material in das Fluid abgesenkt oder der Fluidkörper angehoben wird, um das Material zu umhüllen, um die Temperatur des Materials schrittweise herabzusetzen, das Eintauchen des Materials in des Fluid zur Erzeugung der gewünschten niedrigen Temperatur, das Halten des Materials in dem kryogenen Fluid über die vorbestimmte wesentliche Zeitdauer, bei der die Temperatur des Materials auf einer solchen niedrigen Temperatur zu halten ist (vorzugsweise etwa 18 Stunden bis etwa 30 Stunden) und das Anheben des Materials aus dem Fluid, oder indem man es dem Fluid erlaubt, abzusieden, und anschließendes Erlauben, dass das Material auf Raumtemperatur zurückkehrt. Spezielle Beispiele des gesamten Schwingenherstellungsvorgangs im Anschluss an die Wärmebehandelung und in Bezug auf die Schwingengröße werden nun angegeben. die folgenden Beispiele sind lediglich illustrativ für den Herstellungsvorgang und sind nicht einschränkend.
  • Geschliffenes Rohmaterial (S-7) ist in Längen von 304,8 mm verfügbar, spitzenlos geschliffen (Außendurchmesser geschliffen) auf Spezifikationen (+/– 0,03 mm zum spezifizierten Durchmesser).
  • Schwingen von 15,875 mm und 25,4 mm Durchmesser: Diese Schwingen werden auf Länge (304,8 mm und 609,6 mm) geschnitten, dann in ein Bearbeitungszentrum gesandt, um Kolbenschlitze zu fräsen, die in einem einzigen Vorgang abgetragen werden. Die CNC-Fräsmaschine ist so programmiert, dass sie einen geraden Durchgang ausführt, um die V-förmige Kerbe zu vermessen, und wird dann im Winkel bewegt, um die V-förmige Kerbe fertig zu stellen. Diese Schwingenteile werden nicht mitten-gebohrt. Sie werden dem Wärmebehandlungsschritt zugeführt, wo sie kryogen getempert und auf 0,002/0,003 TIR gestreckt werden. Nach der Wärmebehandlung werden sie spitzenlos auf Größe geschliffen.
  • Die Schwingen werden dann wie folgt geschliffen:
  • Schwingen 15,875 mm, geschliffen vom Rohling Gesamte Form geschliffen. 4 Durchgänge
    Figure 00230001
    • Schwingen 25,4 mm, geschliffen vom Rohling
  • Gesamte Form geschliffen. 5 Durchgänge
    Figure 00240001
  • Schwingen 38,1 mm bis 76,2 mm: Stahl wird auf Längen von 1676,4 mm geschnitten und dann in einen Horizontalfräser geleitet, um eine V-förmige Kerbe mit 87° eingeschlossenem Winkel unter Verwendung speziell gestalteter M-42-Kobaltfräser zu fräsen, die für eine Horizontalfräsmaschine bestimmt sind. Diese Fräser sind von vielen Zulieferern leicht verfügbar. Das Fräsen lässt etwa 0,25 mm Übermaß zurück. Auf diese Weise spanabhebend und weiterbehandelte Stangen können für fast alle Schwingen verwendet werden. Nach dem Fräsen der V-förmigen Kerbe werden die Stücke auf Länge geschnitten und mitten-gebohrt. Die Teile werden dann in das Bearbeitungszentrum gebracht, Kolbenschlitze werden gefräst, und die Teile werden dann der oben beschriebenen Wärmebehandlung zugeführt.
  • Nach der Wärmebehandlung wird der Außendurchmesser der Teile auf Größe geschliffen.
  • Sobald die Schwingen auf richtigen Durchmesser geschliffen sind, werden sie dem Kriechgang zugeführt, wo sie wie folgt geschliffen werden:
  • 38,1 mm Schwingen, spanabhebend vorbearbeitet, 2 Durchgänge
    Figure 00240002
  • Figure 00250001
  • 50,8 mm Schwingen, spanabhebend vorbearbeitet, 2 Durchgänge
    Figure 00250002
  • 63,5 mm Schwingen, spanabhebend vorbearbeitet, 2 Durchgänge
    Figure 00250003
  • 76,2 mm Schwingen, spanabhebend vorbearbeitet, 2 Durchgänge
    Figure 00250004
  • Während des Schleifens können diese Teile in speziellen Befestigungseinrichtungen gehalten werden, wie beispielsweise solchen, die die gleiche Grundkonstruktion wie ein Sattel haben, nur am Boden glatt geschliffen mit einem 7°-Winkel an der Vorderseite. Die sich ergebende Klemmvorrichtung wirkt ähnlich einem V-Block, und das Teil wird jedes Mal in derselben Position geklemmt (und das heißt, bei jedem Durchgang).
  • Die Schwingen werden mit einem Neigungswinkel von 87° geschliffen und werden auf vorschriftsmäßige Abmessungen geprüft.
  • Sattel
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft das Verfahren zur Herstellung des langen, einstückigen Sattels und den dadurch hergestellten Sattel, der eine notwendige Komponente der langen, einstückigen Biegeeinheiten der vorliegenden Erfindung ist.
  • Bei einem konventionellen Gesenkstahl ist die Außenseite des Teils auf eine gewisse Härte gehärtet (einsatzgehärtet), und die Härte nimmt in Richtung auf den Kern ab. Wenn man eine halbkreisförmige Schwingenfassung aus dem Kern eines solchen gewöhnlichen Gesenkstahls ausschneidet, speziell im Falle von Einheiten größeren Durchmessers, ist, wie die Erfinder herausgefunden haben, die Abnutzungsfläche für die Schwinge wirklich zu weich und zu einfach abzuscheuern.
  • Anstelle der Verwendung konventionellen und weniger teuren Gesenkstahls wenden gemäß der vorliegenden Erfindung die Erfinder Extrazeit und Extrakosten für die Herstellung eines durchgehärteten Stahls auf, der dem Gesenkstahl sehr ähnlich ist mit Ausnahme, dass er vollkommen durchgehärtet ist. Da der Stahl vollkommen durchgehärtet ist, ergibt sich beim Ausschneiden einer großen Fassungsrundung eine Schwingenaufnahme, bei der Stahl im gehärteten Zustand die Lagerfläche des Sattels bildet. Dementsprechend ist es ein Merkmal der vorliegenden Erfindung, einen durchgehärteten Einsatzstahl bei der Herstellung des Sattels zu verwenden. Wie hier an anderer Stelle erläutert, wird bei den meisten Anwendungen ein durchgehärteter Stahl (mit einer moly-beschichteten Lagerfläche) gegenüber einem vollgehärteten Sattel bevorzugt.
  • Grundsätzlich unterscheidet sich der Herstellungsvorgang eines Sattels größeren Durchmessers vom Herstellungsvorgang eines Sattels kleineren Durchmessers in der Materialmenge, die abgetragen werden muss; der Vorgang für den kleinren Durchmesser kann daher mit dem langsamen und präzisen Kriechgang-Schleifen beginnen, während der Vorgang beim großen Durchmesser mit einem mehr konventionellen und schnelleren Fräsvorgang beginnen kann, um eine gewisse Materialmenge zu entfernen, bevor zu dem langsamen und präzisen Kriechgang-Schleifen der Sattellagerfläche übergegangen wird.
  • Stangenstahl, der für Sättel geeignet ist, kann von Crucible Steel auf Größe geschliffen und in Längen von 939,8 mm oder Abfallstücken von 863,6 mm bezogen werden. Diese Stangen können auf Toleranzen geschliffen bestellt werden (quadratisch und parallel auf +/– 0,03 mm / 0,05 mm).
  • Eine Stange von 939,8 mm Länge kann in einem Vertikal-Bearbeitungszentrum spanabhebend bearbeitet werden. 914,4 mm lange Sättel werden als ein Teil spanabhebend bearbeitet. 304,8 mm und 609,6 mm lange Stücke werden an derselben Stange spanabhebend bearbeitet und dann auf Länge geschnitten.
  • Nach dem Schleifen ist es vorteilhaft, wenn die Fassung der Sättel von 15,875 mm und 25,4 mm im Bearbeitungszentrum nicht aufgeraut werden. Stücke von 38,1 mm, 50,8 mm, 63,5 mm und 76,2 mm werden vorzugsweise an der Fassung in einem Bearbeitungszentrum mit einem eingeführten Kugel-und-Nase-Carbidfingerfräser aufgeraut. Jeder Programmierer, der mit dieser Technik vertraut ist, kann ein Rechnerprogramm zur Ausführung dieses Vorgangs schreiben, und mit der Zeit können Verfeinerungen und Verbesserungen für spezielle Anwendungen vorgenommen werden. Es ist auch möglich, eine Horizontal-Fräsmaschine mit konvexen Fräsern, die für die oben aufgeführten speziellen Größen hergestellt sind, zu verwenden. Die in den Beispielen verwendeten Fräser sind handelsüblich.
  • Die fertigen Stangen (Stiftgewindebohrungen und Kolben) werden dann in die CNC-Kriechgang-Schleifvorrichtung gebracht. Die dickeren Stangen (50,8 mm, 63,5 mm, 76,2 mm) werden (falls notwendig) auf 304,8 mm und 609,6 mm Länge (zur Vereinfachung der Handhabung) geschnitten; 15,875 mm, 25,4 mm und 38,1 mm werden in Stangenlänge geschliffen und dann geschnitten. Siehe US-Patent 4 553 355 mit dem Titel "Grinding control methods and apparatus", die CNC-Verfahren zur Wiedererlangung der gewünschten Gestalt (Abrichtung) und zur Erstellung des gewünschten Schärfegrades ("Endbearbeitung") beschreibt.
  • Stangen von 15.875 mm, 25,4 mm und 38,1 mm werden vollständig mit Fassung und Stiftsitz geschliffen. Die Kontur wird auf der Schleifscheibe endbearbeitet. Stangen von 50,8 mm, 63,5 mm und 76,2 mm werden bis zur Vervollständigung der Fassung geschliffen. Der Stiftsitz wird dann in einem Bearbeitungszentrum endgefräst in selbem Satz wie die grob gefräste Fassung. Die Stangen werden nach dem Schleifen auf korrekte Abmessungen geprüft.
  • Es ist bemerkenswert, dass die vorliegende Erfindung eine Schockstahlschwinge und große Längen und vorzugsweise einen spanabhebend bearbeitbaren Sattel verwendet. Wenn, wie oben beschrieben, eine harte Schwinge verwendet wird, ist es vorteilhaft, wenn man einen vergleichsweise weichen Sattel hat. Die einzige Stelle, an der der Sattel vorzugsweise gehärtet sein sollte, ist an der Lagerfläche innerhalb der Fassung, wo die Schwinge gegenüber dem Sattel dreht. Der Grund, warum der Sattel spanabhebend bearbeitbar sein sollte (nicht weich ist, sondern spanabhebend bearbeitbar ist), besteht darin, dass während des Herstellugnsvorgangs Modifikationen und Veränderungen am Sattel mit konventionellen Metallbearbeitungswerkzeugen ausführbar sein sollten, so dass es nicht notwendig ist, den Sattel auf die gleiche langsame und teure Weise zu schleifen, wie die Schwinge.
  • Nachdem die Schwinge und der Sattel hergestellt worden sind, erfolgt der Zusammenbau in der gleichen Weise wie bei allen Biegevorrichtungen. Stifte werden vorzugsweise, wie notwendig, durch Schleifen entweder des Bodens passend gemacht, um die Passung fester zu machen, oder unter einem Winkel (Schwingenberührungsfläche), um die Fassung zu lockern. Es hat sich erwiesen, dass die Stifte weniger Einstellung benötigen wegen der Übereinstimmung des Stiftsitzes in Bezug auf die Fassung. Es wird kein Wischfilz in den zwei kleineren Größen verwendet. Wischfilz wird, wenn überhaupt, nur auf der Stiftseite der Fassung an Größen von 38,1 mm, 50,8 mm, 63,5 mm, 76,2 mm verwendet. Dieses erlaubt die Verwendung von Sätteln dieser Größe für CB/-(Schmalkanal-) Anwendungen.
  • Vorzugsweise ist ein Ölersystem durch die Kolben vorgesehen. Anstelle des konventionellen Systems (durch die Fassung in zwei Richtungen gebohrte und angezapfte (ein Loch) Löcher mit einer 1/8-27 Rohranzapfung) hat dieses neue Ölersystem Rückschlagventile, die die gleichen Gewinde aufweisen, wie Einstellschrauben. Dieses ermöglicht die Beseitigung von drei Vorgängen. Diese Rückschlagventile wirken doppelt als Einstellschrauben für den Kolbenmechanismus und bieten auch einen einfachen Weg zur Schmierung der Einheiten. Diese Rückschlagventile können in englischen Standardgewinden (1/4-20, 3/8-16, 7/16-20, 5/8-16) als auch als metrische Gewinde (M6 × 1; M10 × 1,5; M12 × 1,75; M16 × 2) hergestellt werden. Sie haben Schlitze, die spanabhebend in einem Teil zur Aufnahme eines Schraubendrehers mit flacher Klinge ausgebildet sind. Es werden zum Zusammenbau keine Spezialwerkzeuge benötigt. Diese Konstruktion wurde für einfache Herstellung (weniger Maschinenzeit und weniger Einstellzeit) verwendet sowie für die Vereinfachung der Verwendung durch den Abnehmer. Wenn ein Rückschlagventil nicht funktioniert oder falsch angebracht ist, kann die drehende Biegevorrichtung durch einfachen Ersatz durch eine Standardeinstellschraube, eine reguläre Schraube, einen Gewindestab usw. verwendet werden. Die meisten Industriebetriebe haben einen Vorrat an sofort verfügbaren Schrauben. Diese Rückschlagventile sind von Gits Manufacturing, Creston, Iowa erhältlich.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird es möglich, HIB- und HMB-Biegevorrichtungen in großen Längen zu erzeugen und dann diese in Segmente zur Erfüllung von Bestellungen zu segmentieren. Die Segmentierung kann mit einer schleifenden Kappsäge ausgeführt werden, die mit einer digitalen Ablesung ausgerüstet ist und Teile mit gutem Finish auf Länge schneidet. Es ist mit einer solchen Säge wenig Nacharbeit erforderlich – sie schneidet sowohl gehärteten als auch weichen Stahl gleichermaßen gut.
  • Moly-Beschichtung
  • Ein noch weiteres Merkmal der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegt in der Wahl einer speziellen Beschichtung und Beschichtungstechnik, die wirtschaftlich ist und dabei eine Anzahl Vorteile bietet. Die Beschichtung kann auf die Lagerfläche der Schwinge, des Sattels oder sowohl der Schwinge als auch des Sattels aufgebracht werden, jedoch ist bevorzugt, sie auf den Sattel aufzubringen.
  • Grundsätzlich ist bekannt, dass eine übliche Chromplattierung einen guten Abriebwiderstand hat, jedoch festfressen kann. Eine Molybdän-Sprühbeschichtung hat Ölrückhalteeigenschaft und zeigt hervorragenden Festfresswiderstand, hat jedoch geringeren Abriebwiderstand im Vergleich zu einer Chromplattierung.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine „Moly"-Sprühbeschichtung im Plasma vorzugsweise angewendet, die sowohl Molybdän als auch Molybdänoxid aufbringt, um dadurch die Härte und Schlüpfrigkeit der Lagerfläche des Sattels (der Fassung) zu verbessern. Moly-Beschichtung ist billig und gut bekannt, sie ist jedoch neu als Beschichtung für die Lagerflächen des Sattels einer Biegevorrichtung. Moly-Beschichtung ist weich, es hat sich jedoch überraschenderweise gezeigt, dass die Beschichtung aus Molybdän und Molybdänoxid der Sattellagerfläche sich unter hohen Drucklasten extrem gut verhält (sehr viel besser, als viele der sehr harten Beschichtungen; je größer die auf dem Teil lastende Druckkraft ist, umso schlüpfriger wird sie), und dass die Moly-Beschichtung Öl aufnimmt und hochporös ist und somit das notwendige Schmiermittel tief in Poren der Beschichtung (besser als andere Beschichtungen) hält, so dass diese Beschichtung die Fassung sowohl hart als auch schlüpfrig macht. Moly-Beschichtung wird vorzugsweise nach dem Sandstrahlen der Sattellagerfläche ausgeführt, was eine Berg-und-Tal-Kontur ergibt, in der das Molybdän und das Molybdänoxid zunächst die tieferen Flecken ausfüllt und haftet und dann eine 0,03 mm bis 0,08 mm dicke Schicht bildet, die im Abriebwiderstand und im Durchscheuerwiderstand hervorragend ist. Der durchgehärtete Sattel ist daher weicher und ist einfacher spanabhebend zu bearbeiten, hat dabei aber eine verbesserte Lebensdauer und ist frei von Verwerfungen und Maßungenauigkeiten, die mit Sätteln einhergehen, die spanabhebend bearbeitet und dann gehärtet werden oder die gehärtet und dann spanabhebend durch konventionelle Techniken bearbeitet wurden. Moly-Beschichtung setzt den Teilebereich auch nicht den für die Beschichtung aufrechterhaltenen hohen Temperaturen aus und verwirft auch das Teil nicht. Die Beschichtung ist eine poröse Beschichtung, die Öl aufsaugt und es in besserer Weise festhält, als andere Beschichtungen. Alternativen zum Vorgenannten umfassen Chrom- und Molybdän-Beschichtungen, bei denen der Gehalt der Komponenten für ausgeglichene Eigenschaften optimiert ist. US-Patent 4 233 072 beschreibt ein Gleitelement mit einer abrieb- und abnutzfesten Beschichtung, die man durch Aufsprühen eines Gemischs im Plasmabogen erhält, das 60 bis 85 % Molybdänpulver, 10 bis 30 % Nickel-Chrom-Legierungs-pulver und 5 bis 20 Titancarbid-Pulver enthält, auf die Oberfläche des aus Eisen oder Stahl bestehenden Gleitelements. Wenn der Molybdänpulver-Gehalt im Gemisch kleiner als 60 % ist, verschlechtert sich die Abnutzungsfestigkeit der Beschichtung, und wenn der Molybdänpulver-Gehalt im Gemisch größer als 85 % ist, nimmt der Teil, der eine relativ geringe Härte hat, wie beispielsweise eine Mikro-Vickers-Härte im Bereich von 500 bis 600, zu, weil Molybdän durch Plasmabogen-Besprühung kaum oxidiert wird, und als Folge wird die Abriebfestigkeit der Beschichtung plötzlich schlechter. Daher liegt der bevorzugte Gehalt an Molybdänpulver in diesem Gemisch zwischen 65 und 85 %.
  • Etwas verschieden von der Molybdän-Chrom-Beschichtung ist das Nickel-Chrom-Legierungspulver, das für höhere Festigkeit der Beschichtungen verwendet wird. Wenn Nickelpulver und Chrompulver einzeln hinzugefügt werden, ist eine Steigerung der Festigkeit der Beschichtung nicht erzielbar. Als Folge der erhöhten Oxidation von Chrom nimmt außerdem die Abriebfestigkeit der Beschichtung stark ab. Dementsprechend sollte ein vorlegiertes Nickel-Chrom-Legierungspulver verwendet werden, vorzugsweise mit einem Verhältnis von Nickel zu Chrom in der Nickel-Chrom-Legierung von etwa 4:1, um maximale Festigkeit der Beschichtung und verbesserte Abriebfestigkeit zu erzielen. Wenn die Menge an Nickel-Chrom-Legierungspulver im Gemisch geringer als 10 % ist, dann ist die Vergrößerung der Beschichtungsfestigkeit vergleichsweise klein, und die Festigkeit der Beschichtung nimmt mit der Zunahme der Mischungsmenge des Nickel-Chrom-Legierungspul-vers zu. Wenn die Nickel-Chrom-Legierungsphase in der Beschichtung zu groß wird, nehmen die Abriebfestigkeit und die Feuerfestigkeit ab. Die bevorzugte Menge an Nickel-Chrom-Legierungspulver in diesem Gemisch liegt daher bei 10 bis 30 %.
  • Es kann Titancarbid hinzugefügt werden, um die Abriebfestigkeit der Beschichtung zu verbessern. Wenn die Menge an Titancarbid im Gemisch kleiner als 5 % ist, dann ist die Wirkung gering. Die Abriebfestigkeit der Beschichtung nimmt mit der Zunahme der Mischungsmenge des Titancarbids zu. Wenn jedoch die Menge über 20 % liegt, nutzt sich die passende Gleitfläche übermäßig ab. Die bevorzugte Menge an Titancarbid im Gemisch liegt daher bei etwa 5 bis 20 %.
  • Weiterhin beschreibt US-Patent 5 332 422 (Rao) ein Festschmierstoff-Beschichtungssystem zur Verwendung mit einer Metallgrenzfläche, die hohen Temperaturen und Nassschmierung ausgesetzt ist. Das Festschmierstoff-Beschichtungs-system enthält Agglomerate von Partikeln, die Körner bilden und an einer Metallfläche haften. Die Partikel können Molybdändisulfid- und Stahlpartikel sein, die zusammengeschmolzen sind und die Molybdändisulfidpartikel wenigstens an gewissen Überschneidungen begrenzen, wobei gewisse Teile der Stahlpartikel auf eine hohe Härte luftgehärtet sind, indem die Beschichtung bei hohen Temperaturen der Schnittstelle ausgesetzt wurde. Die luftgehärtete Härte des Stahls ist etwa Rc 60. Der durch das Beschichtungssystem erzielte Reibungskoeffizient ist etwa 0,14 trocken und 0,06 bis 0,08 unter teilweise nassen Schmierbedingungen. Molybdändisulfid ist auch ein Ölattraktor.
  • Eine noch weitere abriebfeste Beschichtung und Beschichtungstechnologie, die bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind die stromlose Beschichtung, die in den US-Patenten 4 833 041 und 5 019 163 beschrieben ist, deren Offenbarung hier durch Bezugnahme eingeschlossen wird. Diese Patente beschreiben korrosions- und abriebfeste metallische Verbindungen, die Nickel, Kobalt, Bor und Thallium enthalten, und damit beschichtete Gegenstände. Bevorzugte stromlose Beschichtungen enthalten Nickel und Kobalt in einem Verhältnis von etwa 45:1 bis etwa 4:1 und werden als harte, amorphe Legierungsknötchen hohen Nickelgehalts, die in einer weichen Legierung hohen Kobaltgehalts dispergiert oder eingewurzelt sind, abgeschieden. Die Beschichtungen werden vorzugsweise auf katalytisch aktiven Substraten aus einem Stromlosen Beschichtungsbad abgeschieden, das Nickelionen, Kobaltionen, Thalliumionen, Metallionen-Komplexwirkstoffe und einen Borhydrid-Reduktionswirkstoff bei einem pH von etwa 12 bis etwa 14 enthält. Mit einer Wärmebehandlung nach der Beschichtung zeigen die beschichteten Oberflächen Härteniveaus einer Höhe von etwa 1300 Knoop. Die Beschichtungen sind nicht porös, halten aber Öl, und sie sind speziell nützlich für die Abscheidung auf einer Oberfläche eines hergestellten Gegenstandes, der einem Gleit- oder Reibkontakt mit anderen Oberflächen unter unüblichen Abnutzungs- und Lagerdrücken ausgesetzt ist.
  • Obige Beschreibung von Beschichtungen soll nicht einschränkend sein, und weitere Beispiele geeigneter Beschichtungen können in den US-Patenten 4 621 026, 5 213 907, 5 431 804 und 5 314 608 gefunden werden.
  • In der vorliegenden Gebrauchsumgebung wir die doch eine Beschichtung aus Molybdän und Molybdänoxid in Anbetracht des besten Kompromisses zwischen den Eigenschaften unter den oben aufgeführten Beschichtungen bevorzugt.
  • Bezüglich der obigen Beschreibung ist dann anzumerken, dass die optimalen Ausbildungen und Verfahren der Erfindung für den Fachmann offensichtlich leicht begreifbar sind, und dass alle äquivalenten Beziehungen zu jenen, die in der Beschreibung erläutert sind, als von der vorliegenden Erfindung umfasst angesehen sein sollen.

Claims (17)

  1. Biege- und Formvorrichtung, mit: einer Schwinge (10), wobei die Schwinge (10) einen allgemein zylindrischen Körper aufweist, der eine sich längs erstreckende Kerbe (14) in seiner äußeren Umfangsfläche (12) aufweist; einem Halter (42) für die Schwinge (10), wobei der Halter (42) eine Einrichtung aufweist, die einen Sattel definiert, der als Sitz für die Schwinge dient, wobei der Sattel einen Sattelblock mit einer Basis, einer langen im wesentlichen halbkreisförmigen Vertiefung in einer Oberfläche davon, entfernt von seiner Basis, aufweist und einen Lastaufnahmesitz für die Schwinge (10) bietet, wobei die Schwinge (10) drehbar an und bezüglich des Halters (42) angebracht ist und die darin ausgebildete Kerbe den zu bearbeitenden Materialien in seiner Biege- und Formungsfunktion präsentiert; und einer Einrichtung, die eine Rückhaltevorrichtung (43) definiert, die an dem Sattel angebracht ist, in lösbarer Verbindung damit und zu einer Seite der darin befindlichen Kerbe, wobei sie so ausgebildet und angeordnet ist, dass nur ein begrenzter Flächenabschnitt davon ein Abschnitt des Betätigungskopfes (10) darüber- und aufliegt, um den Kopf (10) an den Sitz und für eine ausgewogene Schwing- oder Drehbewegung zu halten; dadurch gekennzeichnet, dass die Schwinge (10) durch ein Verfahren hergestellt wird, das umfasst: (a1) vollständiges Härten eines Stahlschwingenrohlings auf eine Rockwell C Härte von 56 bis 62, durch ein Verfahren, das Wärmetempern und Tieftemperatur-Tempern umfasst, um eine Umwandlung von austenitischen Teilchen in eine martensitische Mikrostruktur hervorzurufen; (b1) Schleifen einer sich längs erstreckenden Kerbe (14) entlang der äußeren Umfangsfläche des gehärteten Schwingenrohlings mit einer CNC Tiefschleifmaschine, mit Maßnahmen, um Spannungs- und Wärmeverzug in der Schwinge zu vermeiden, wobei die Maßnahmen ein Tiefkühlen eines Kühlmittels und Hypersprühen der Schwinge (10) mit dem Kühlmittel umfassen, wenn der Schwingenrohling geschliffen wird; und wobei der Sattel durch ein Verfahren gebildet wird, bei dem: (a2) ein Sattelblock auf eine Rockwell C-Härte von 28 bis 58 gehärtet wird; (b2) eine sich längs erstreckende, im Wesentlichen halbkugelförmige Vertiefung in dem Sattelblock (42) geschliffen wird, die so dimensioniert ist, dass sie die Schwinge (10) aufnimmt, wobei der Schleiforgang das Schleifen mit einer CNC Tief schleif-Schleifmaschine umfasst, mit Maßnahmen, einen Spannungs- und Wärmeverzug des Sattels zu verhindern, wobei die Maßnahmen ein Unterkühlen eines Kühlmittels und Hyperspülen mit dem Kühlmittel umfassen, wenn er geschliffen wird.
  2. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Sattel durch Durchhärten gebildet wird, und wobei die Vertiefung mit einer verschleißfesten Schicht beschichtet wird, die wenigstens eines aus Molybdän, Nickel, Chrom oder Titan aufweist.
  3. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Beschichtung gebildet wird durch Plasmaspritzen von Molybdän und Molybdänoxid.
  4. ' Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Beschichtung, die durch Plasmaspritzen von Molybdän und Molybdänoxid gebildet wird, auf eine Dicke von 0,03 mm bis 0,08 mm (0,001 bis 0,003 inches) beschichtet ist.
  5. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Vertiefung vor der Beschichtung mit Molybdän und Molybdänoxid oberflächenaufgerauht wird.
  6. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Beschichtung über eine Technik aufgebracht wird, die ausgewählt wird aus dem Plasmaspritzbeschichten und dem stromlosen Beschichten,
  7. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die halbkugelförmige Vertiefung in dem Sattel ein Rockwell C Härte von 28 bis 35, bevorzugt 28 bis 30 aufweist.
  8. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Biege- und Formvorrichtung eine Länge von wenigstens 241,3 mm (9,5 inches), bevorzugt wenigstens 609,6 mm (24 inches), aufweist.
  9. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Tieftemperaturbehandlung bei einer Temperatur stattfindet von wenigstens –73,33°C (–100°F), bevorzugt wenigstens –184,44°C (–300°F), meistbevorzugt von wenigstens –190°C (–310°F).
  10. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schwinge (10) aus einem S-7 Edelstahl gebildet ist.
  11. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schwinge (10) eine Rockwell C Härte von 56 bis 60 aufweist.
  12. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schwinge (10) einen Durchmesser von 15,875 mm (5/8 inches) aufweist und das Biege- und Formvorrichtung eine Länge von wenigstens 165,1 mm (6,5 inches) aufweist.
  13. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schwinge (10) einen Durchmesser von 25,4 mm (1 inch) aufweist und das Biege- und Formvorrichtung eine Länge von wenigstens 241,3 mm (9,5 inches) aufweist.
  14. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schwinge (10) einen Durchmesser von 38,1 mm (1,5 inches) aufweist und das Biege- und Formvorrichtung eine Länge von wenigstens 215,9 mm (8,5 inches) aufweist.
  15. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schwinge (10) einen Durchmesser von 50,8 mm (2 inches) aufweist und das Biege- und Formvorrichtung eine Länge von wenigstens 215,9 mm (8,5 inches) aufweist.
  16. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schwinge (10) einen Durchmesser von 63,5 mm (2,5 inches) aufweist und das Biege- und Formvorrichtung eine Länge von wenigstens 215,9 mm (8,5 inches) aufweist.
  17. Biege- und Formvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Schwinge (10) einen Durchmesser von 76,2 mm (3 inches) aufweist und das Biege- und Formvorrichtung eine Länge von wenigstens 215,9 mm (8,5 inches) aufweist.
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