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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zur Reinigung und Trennung
von Spezies, insbesondere jenen von biologischem Interesse, aus
freien Lösungen,
worin die Verfahren lösliche
niedermolekulare Liganden verwenden, die in der Lage sind, spezifisch
mit der Spezies von Interesse wechselzuwirken.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Der
Erfolg zahlreicher Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Biotechnologie
hängt absolut
von der Verfügbarkeit
von Verfahren ab, die die Trennung und Reinigung von einem oder
mehreren Molekülen
von Interesse aus komplexen Gemischen, die jene Moleküle von Interesse
umfassen, ermöglichen.
In dieser Hinsicht sind zur Zeit mehrere Verfahren zur Trennung
und Reinigung von Molekülen
von biologischem Interesse, wie z.B. Proteinen, aus komplexen Gemischen
davon verfügbar.
Diese Verfahren umfassen beispielsweise Affinitätschromatographie, Ionenaustauschchromatographie
(IEC), Größenausschlusschromatographie
(SEC), Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
(HPLC), Hydrophob-Wechselwirkungschromatographie (HIC), verschiedene
Varianten von Membranfiltration wie Ultrafiltration, Mikrofiltration,
Umkehrosmose und dergleichen. Während
sich diese Trennungsverfahren in zahlreichen verschiedenen Anwendungen
als nützlich
erwiesen haben, gibt es dennoch häufig zahlreiche andere Anwendungen,
für die
ihre Verwendung eingeschränkt
ist.
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Im
Bemühen,
die Trennungsfähigkeiten
dieser Verfahren zu steigern, entwickelten die Forscher zahlreiche ähnliche
Molekültrennungsverfahren,
die jedoch zumindest teilweise auf der Fähigkeit eines Affinitätsmolekül basieren,
sich an eine Einheit von Interesse zu binden und dadurch diese Einheit
von Interesse von den anderen Komponenten eines flüssigen Gemisches
abtrennbar zu machen. Ein solches Affinitätsmolekül-basiertes Trennungsverfahren
ist Affinitätschromatographie,
die biologische Moleküle
basierend auf ihrer Fähigkeit,
sich spezifisch und selektiv an eine Affinitätsmatrix oder ein Affinitätsgel zu
binden, voneinander trennt. Affinitätsgele bestehen typischerweise
aus einer Liganden-bindenden Gruppierung, die an einem Gelträger immobilisiert
ist. In der GB 2.178.742 wurde beispielsweise Affinitätschromatographie
verwendet, um Hämoglobin
und seine chemisch modifizierten Derivate basierend auf der Tatsache,
dass sich natives (Oxy-)Hämoglobin
spezifisch an polyanionische Funktionalitäten bestimmter Affinitätsgele bindet,
zu reinigen. In diesem Verfahren wird nicht modifiziertes Hämoglobin
durch das Affinitätsgel
zurückgehalten,
während
modifiziertes Hämoglobin,
das sich nicht an das Gel bindet kann, da seine Polyanion-Bindungsstelle
kovalent durch ein Modifikationsmittel besetzt ist, eluiert wird.
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Wenn
sich jedoch Affinitätschromatographie
für zahlreiche
verschiedene Anwendungen auch als nützlich erwiesen hat, so weist
das Verfahren in sich Einschränkungen
auf. Da beispielsweise Affinitätschromatographie
von der Bindung eines Liganden an eine Festphasenmatrix (wie z.B.
eine Polymerperle oder einen anderen Typ von Polymermatrix) abhängt, gibt
es signifikante Konformationseinschränkungen für das gebundene Ligandenmolekül sowie
für das
Protein, das an das an die Matrix gebundene Ligandenmolekül gebunden
wird. Darüber
hinaus liefert die Festphasenmatrix eine potenzielle Stelle für nichtspezifische
Bindung von verschiedenen Komponenten eines Reaktionsgemisches,
wodurch dies häufig
in nicht ganz vollständig
wirksamen Trennungen resultiert. Auch ist die gesamte Kapazität eines
Affinitätschromatographiesystems
durch die verfügbare
Oberfläche
der Festphase und durch die Dichte, bis zu der diese Oberfläche durch
Liganden substituiert werden kann, eingeschränkt.
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Ein
anderes, durchwegs bekanntes Affinitätsmolekül-basiertes Trennungsverfahren
ist Affinitätsultrafiltration,
ein Verfahren, das Affinitätsbindung
mit membranbasierter Ultrafiltration kombiniert. Spezifischer verwendet
Affinitätsultrafiltration
einen großen
polymeren Affinitätsliganden,
an den sich ein Protein von Interesse binden kann, gefolgt von Ultrafiltrations-basierter
Trennung des komplexierten polymeren Affinitätsliganden von den verbleibenden
Komponenten eines Gemisches. (Siehe z.B. Mattiasson et al., Journal
of Chromatography 283, 323–330
(1984); Luong et al., Biotechnology and Bioengineering 31, 516–520 (1988);
und Male et al., Biotechnology and Bioengineering 35, 87–93 (1990).)
Da jedoch große
polymere Affinitätsliganden
als Affi nitätsbindungsmolekül verwendet
werden, bestehen signifikante Einschränkungen für die Trennungskapazität aufgrund
der inhärenten
Unlöslichkeit
solcher Affinitätsliganden.
Darüber
hinaus sind polymere Affinitätsliganden
häufig
nicht leicht erhältlich
und liefern relativ geringe Ausbeuten und/oder Reinigungsfaktoren.
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Van
Eijndhoven et al., Biotechnology and Bioengineering 48, 406–414 (1995),
zeigten, dass Veränderungen
der Ionenstärke
einer proteinhältigen
Lösung
so funktionieren können,
dass sie die scheinbare Größe eines
Proteins in dieser Lösung
verändern.
Spezifischer gesagt zeigten van Eijndhoven et al., dass die Wechselwirkung
von einwertigen Ionen (wie Cl–) mit einem Protein
wie Rinderserumalbumin eine Veränderung
des hydrodynamischen Volumens des Proteins hervorrufen kann. Es
ist jedoch zur Zeit nicht bekannt. ob die Bindung von kleinen einwertigen
Ionen an Proteine eine ausreichend signifikante Änderung des hydrodynamischen
Volumens des Proteins liefert, um es von anderen Proteinen mit ähnlicher
Größe in einem
komplexen Gemisch davon unter Verwendung bekannter Trennungsverfahren
abtrennbar zu machen.
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Die
EP-A-0104356 offenbart die Trennung von Faktor VIIIC von anderen
Gerinnungsfaktoren durch Wechselwirkung mit z.B. PEG oder Ammoniumsulfat,
um den Stokesschen Radius von FVIIIC zu reduzieren.
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Es
gibt daher einen Bedarf daran, neue Verfahren zur Trennung und Reinigung
von Spezies von Interesse aus komplexen freien Lösungsgemischen zu entwickeln,
die keinen Einschränkungen
unterliegen, die anderen bekannten Affinitätsmolekül-basierten Trennungen innewohnen. Insbesondere
gibt es einen Bedarf an Affinitätsmolekül-basierten
Verfahren, die nicht den Konformationseinschränkungen und nicht-spezifischen Bindungsproblemen,
die mit Affinitätschromatographie
assoziiert sind, unterliegen. Darüber hinaus gibt es auch einen
Bedarf an neuen Affinitätsmolekül-basierten
Verfahren, die nicht den oben genannten Einschränkungen des Affinitätsultrafiltrationsverfahrens
unterliegen. Die vorliegende Erfindung liefert eine Lösung für zahlreiche
dieser Probleme.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf neue Verfahren zur Trennung
einer Spezies von Interesse von anderen verschiedenen Spezies, die
in einem freien Lösungsgemisch
davon vorhanden sind, die von Affinität und anderen Wechselwirkungen
profitieren, die zwischen löslichen
niedermolekularen Liganden und einer Spezies von Interesse auftreten.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Trennung einer ersten Spezies von Interesse von einer zweiten Spezies
von Interesse in einem freien Lösungsgemisch,
das die erste und die zweite Spezies von Interesse umfasst, worin
sich die erste und die zweite Spezies von Interesse voneinander
unterscheiden. Das hierin beschriebene Verfahren umfasst den Schritt
des Kontaktierens des freien Lösungsgemisches
mit einem niedermolekularen löslichen
Liganden, der in freier Lösung
mit der ersten Spezies von Interesse wechselwirkt, jedoch nicht
zu einem signifikanten Ausmaß mit
der zweiten Spezies von Interesse, wodurch ein Komplex aus erster
Spezies von Interesse und Ligand gebildet wird, die in der Lage
ist, von der zweiten Spezies von Interesse durch zahlreiche verschiedene
Molekültrennungsverfahren
getrennt zu werden, einschließlich
beispielsweise Größenausschlusschromatographie
und Membranfiltration. Der niedermolekulare Ligand weist ein geringeres
Molekulargewicht als die erste Spezies von Interesse auf, mit der
er wechselwirkt.
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In
besonderen Ausführungsformen
kann die erste Spezies von Interesse beispielsweise ein Protein oder
Polypeptid (natürlich
oder rekombinant gebildet), eine Aminosäure, ein Kolloid, ein Endotoxin,
ein Virus, eine Nucleinsäure
und dergleichen sein. Niedermolekulare Liganden, die Verwendung
in der vorliegenden Erfindung finden, sind in freien Lösungssystemen
löslich
und umfassen beispielsweise Proteine, Peptide, Antikörper, Nucleinsäuren, Aminosäuren, organische
und anorganische Moleküle,
multiionische Moleküle
und dergleichen. Typischerweise tritt die Wechselwirkung zwischen
der ersten Spezies von Interesse und dem Liganden durch Affinität, hydrophobe
und/oder ionische Wechselwirkungen auf.
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In
verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
die erste und die zweite Spezies von Interesse anfänglich etwa
dieselben hydrodynamischen Volumina, Molekulargewichte und/oder isoelektrischen
Punkte aufweisen, wodurch es schwierig gemacht wird, sie mittels
herkömmlicher
Trennungsverfahren zu trennen. Eine oder mehrere dieser Eigenschaften
können
sich jedoch bei Wechselwirkung durch den Liganden mit der ersten
Spezies von Interesse verändern.
In Fällen,
in denen das hydrodynamische Volumen des Komplexes aus der ersten
Spezies von Interesse und dem Liganden und der zweiten Spezies von Interesse
etwa dasselbe ist, kann häufig
der pH oder die Ionenstärke
des Systems verändert
werden, um den Unterschied im hydrodynamischen Volumen zwischen
dem Komplex aus der ersten Spezies von Interesse und dem Liganden
und der zweiten Spezies von Interesse wirksam zu steigern und dadurch
die Fähigkeit
zu erhöhen,
sie unter Verwendung herkömmlicher
Trennungsverfahren zu trennen.
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In
wiederum anderen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
die Komponenten der erste Spezies von Interesse und des Ligand des
Komplexes, der anfänglich
von der zweiten Spezies von Interesse getrennt wurde, dissoziiert
und getrennt werden, wodurch ein relativ reines Präparat der
ersten Spezies von Interesse bereitgestellt wird. Verfahren zur
Induktion dieser Dissoziation umfassen im Allgemeinen eine Veränderung
des pH des Systems, eine Veränderung
einer oder mehrerer löslicher
Komponenten im System und dergleichen.
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Wiederum
andere Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden für Fachleuten durch die Lektüre der vorliegenden
Beschreibung ersichtlich sein.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1. Elution
von rekombinantem humanisiertem IgG (rhuIgG) aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule.
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1 zeigt
das Elutionsprofil von rhuIgG aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule. Das
rhuIgG-Protein wurde in einer Konzentration von 8 mg/ml in einem
Puffer von 0,025 M NaCl, 0,025 M Tris-Base, 0,005 M EDTA, pH 7,1 ± 0,1,
und mit einem Ladevolumen von 0,04 % auf die Säule geladen. Die Daten sind
als UV-Absorptionseinheiten (mAU) über der Zeit in Minuten (min)
als Diagramm dargestellt.
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2. Elution
von Sulfhydryl-modifiziertem Rinderserumalbumin (BSA) aus einer
Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule.
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2 zeigt
das Elutionsprofil von BSA aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule. Das
BSA-Protein wurde in einer Konzentration von 0,3 mg/ml in einem
Puffer von 0,025 M NaCl, 0,025 M Tris-Base, 0,005 M EDTA, pH 7,1 ± 0,1,
und mit einem Ladevolumen von 0,2 % auf die Säule geladen. Die Daten sind
als UV-Absorptionseinheiten (mAU) über der Zeit in Minuten (min)
als Diagramm dargestellt.
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3. Elution
eines Gemisches aus rekombinantem humanisiertem IgG (rhulgG) und
Sulfhydryl-modifiziertem Rinderserumalbumin (BSA) aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule.
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3 zeigt
das Elutionsprofil eines Gemisches aus rhuIgG und BSA aus einer
Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule. Die
rhuIgG- und BSA-Proteine wurden in einer Konzentration von 0,8 mg/ml bzw.
0,3 mg/ml in einem Puffer von 0,025 M NaCl, 0,025 M Tris-Base, 0,005
M EDTA, pH 7,1 ± 0,1,
und mit einem Ladevolumen von 0,2 % auf die Säule geladen. Die Daten sind
als UV-Absorptionseinheiten (mAU) über der Zeit in Minuten (min)
als Diagramm dargestellt.
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4. Elution
eines Komplexes aus rekombinantem humanisiertem IgG (rhuIgG)/rekombinantem
Protein A (rPrA) aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule.
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4 zeigt
das Elutionsprofil von rhuIgG/rPrA-Komplex aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule. Die
rhuIgG- und rPrA-Proteine wurden in einer Konzentration von 0,8
mg/ml bzw. 0,2 mg/ml in einem Puffer von 0,025 M NaCl, 0,025 M Tris-Base,
0,005 M EDTA, pH 7,1 ± 0,1,
und mit einem Ladevolumen von 0,2 % auf die Säule geladen. Die Daten sind
als UV-Absorptionseinheiten (mAU) über der Zeit in Minuten (min)
als Diagramm dargestellt.
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5. Elution
von rekombinantem Protein A (rPrA) aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule.
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5 zeigt
das Elutionsprofil von rPrA aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule. Das
rPrA-Protein wurden in einer Konzentration von 2 mg/ml in einem
Puffer von 0,025 M NaCl, 0,025 M Tris-Base, 0,005 M EDTA, pH 7,1 ± 0,1,
und mit einem Ladevolumen von 0,2 % auf die Säule geladen. Die Daten sind
als UV-Absorptionseinheiten (mAU) über der Zeit in Minuten (min)
als Diagramm dargestellt.
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6. Elution
eines Gemisches aus einem Komplex von rekombinantem humanisiertem
IgG (rhuIgG) mit rekombinantem Protein A (rPrA) und Sulfhydryl-modifiziertem Rinderserumalbumin
(BSA) aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule.
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6 zeigt
das Elutionsprofil eines Gemisches von rhuIgG/rPrA-Komplex und BSA
aus einer Superdex-200-Größenausschlusschromatographiesäule. Die
rhuIgG-, rPrA- und BSA-Proteine wurden in einer Konzentration von
0,8 mg/ml, 0,2 mg/ml bzw. 0,3 mg/ml in einem Puffer von 0,025 M
NaCl, 0,025 M Tris-Base, 0,005 M EDTA, pH 7,1 ± 0,1, und mit einem Ladevolumen
von 0,2 % auf die Säule
geladen.
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Die
Daten sind als UV-Absorptionseinheiten (mAU) über der Zeit in Minuten (min)
als Diagramm dargestellt.
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7. Elution
von rekombinantem humanisiertem IgG (rhuIgG) aus einer Superose-6-Größenausschlusschromatographiesäule.
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7 zeigt
das Elutionsprofil von rhuIgG aus einer Superose-6-Größenausschlusschromatographiesäule. Das
rhuIgG-Protein wurde in einer Konzentration von 0,8 mg/ml in einem
Puffer von 0,1 M Essigsäure, 0,15
M NaCl, pH 3,5 ± 0,1,
und mit einem Ladevolumen von 0,2 % auf die Säule geladen. Die Daten sind
als UV-Absorptionseinheiten
(mAU) über
der Zeit in Minuten (min) als Diagramm dargestellt.
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8. Elution
von rekombinantem Protein A (rPrA) aus einer Superose-6-Größenausschlusschromatographiesäule.
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8 zeigt
das Elutionsprofil von rPrA aus einer Superose-6-Größenausschlusschromatographiesäule. Das
rPrA-Protein wurde in einer Konzentration von 0,2 mg/ml in einem
Puffer von 0,1 M Essigsäure,
0,15 M NaCl, pH 3,5 ± 0,1,
und mit einem Ladevolumen von 0,2 % auf die Säule geladen. Die Daten sind
als UV-Absorptionseinheiten (mAU) über der Zeit in Minuten (min)
als Diagramm dargestellt.
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9. Elution
eines Komplexes aus rekombinantem humanisiertem IgG (rhuIgG) und
rekombinantem Protein A (rPrA) aus einer Superose-6-Größenausschlusschromatographiesäule bei
einem pH von 3,5.
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9 zeigt
das Elutionsprofil eines rhuIgG/rPrA-Komplexes aus einer Superose-6-Größenausschlusschromatographiesäule. Die
rhuIgG- und rPrA-Proteine wurden in einer Konzentration von 0,8
mg/ml bzw. 0,2 mg/ml in einem Puffer von 0,1 M Essigsäure, 0,15
M NaCl, pH 3,5 ± 0,1,
und mit einem Ladevolumen von 0,2 % auf die Säule geladen. Die Daten sind
als UV-Absorptionseinheiten (mAU) über der Zeit in Minuten (min)
als Diagramm dargestellt.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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A. Definitionen
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Wie
hierin verwendet beziehen sich die Bezeichnungen "Spezies" oder "Spezies von Interesse" im Allgemeinen auf
ein oder mehrere Teilchen oder Molekül(e), die es aus einer freien
Lösung
oder einem Fluidgemisch, beispielsweise einer Flüssigkeit, zu trennen gilt.
Die Spezies werden aus dem freien Lösungsgemisch und, in den meisten
Fällen,
von anderen Teilchen, Molekülen
oder Spezies, die im Gemisch vorhanden sind, getrennt. Vorzugsweise
sind die Spezies von Interesse biologische Einheiten natürlichen,
biologischen oder biochemischen Ursprungs oder solche, die mittels
biologischer oder biochemischer Verfahren hergestellt wurden. Beispiele
für bevorzugte
Spezies von Interesse umfassen, ohne jedoch die Erfindung darauf
einzuschränken,
Moleküle
wie beispielsweise Polypeptide, entweder natürlich oder rekombinant hergestellt,
Proteine, entweder natürlich
oder rekombinant hergestellt, Zellkomponenten, Nucleinsäuren, einschließlich DNA
und RNA, Kolloide, Mycoplasma, Endotoxine, Viren, Bakterien, Kohlenhydrate
und verschiedene andere biologische Moleküle von Interesse, unabhängig davon,
ob glykosyliert oder nicht. Eine oder mehrere Spezies von Interesse kann
bzw. können
eine "Verunreinigung" darstellen, was
bedeutet, dass sie eine Komponente ist bzw. sind, die eine unerwünschte Komponente
eines Gemisches darstellt und die es aus dem Gemisch abzutrennen
gilt. Spezies von Interesse können
auch Fusionsproteine sein, worin zumindest ein Teil des Fusionsproteins
ein Polypeptid ist, für
das zumindest ein niedermolekularer Ligand leicht erhältlich ist.
Die erste Spezies von Interesse kann beispielsweise ein Protein
sein, das ein von Immunglobulin abgeleitetes Polypeptid umfasst,
zu dem der Protein-A-Ligand spezifische Bindungsaffinität aufweist.
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Wie
hierin verwendet bezieht sich ein "Gemisch" von Spezies auf eine freie Lösung (beispielsweise eine
Flüssigkeit)
oder eine Suspension, die zwei oder mehrere verschiedene Spezies
enthält.
Die Typen von Spezies, die in jeglichem Gemisch vorhanden sind,
und ihre Häufigkeit
im Gemisch können
stark variieren, worin ein Gemisch beispielsweise verschiedene unterschiedliche
Polypeptide, Puffer, Salze, Zel len und Zellkomponenten und dergleichen
enthalten kann. Gemische können
komplex sein, wobei eine große
Anzahl verschiedener Spezies vorhanden ist, oder auch relativ einfach
sein, wobei nur eine geringe Anzahl verschiedener Spezies vorhanden
ist.
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Wie
hierin verwendet bezieht sich "Ligand" auf ein Molekül, das in
freier Lösung
löslich
ist (d.h. einen gewissen Grad von Löslichkeit in der Lösung aufweist)
und in der Lage ist, mit einer Spezies von Interesse wechselzuwirken,
um zumindest eine der physikalischen Eigenschaften der Spezies zu
verändern,
mit der der Ligand wechselwirkt. Liganden, die hierin Verwendung
finden, sind so beschaffen, dass einer oder mehrere mit einem einzelnen
Molekül
der Spezies von Interesse wechselwirken kann bzw. können. Unter "Wechselwirken" mit einer Spezies
von Interesse wird verstanden, dass der Ligand in der Lage ist (oder
mehrere Liganden in der Lage sind), sich physikalisch, entweder
reversibel oder irreversibel, an die Spezies von Interesse zu binden oder
in anderer Weise eine oder mehrere physikalische Eigenschaften der
Spezies zu verändern,
umfassend beispielsweise hydrodynamisches Volumen, Molekulargewicht,
isoelektrischer Punkt und dergleichen. Häufig ist die Wechselwirkung
zwischen der ersten Spezies von Interesse und dem Liganden "spezifisch", was bedeutet, dass
der Ligand im Vergleich mit jeglicher anderen Einheit, die im Gemisch
vorhanden ist, "spezifisch wechselwirkt
mit" der ersten
Spezies von Interesse oder "sich
vorzugsweise bindet an" die
erste Spezies von Interesse. Unter "bevorzugte" Wechselwirkung oder Bindung wird verstanden,
dass der Ligand zu einem größeren Ausmaß mit der
ersten Spezies wechselwirkt oder sich an diese bindet als mit bzw.
an jegliche(r) andere(n) Spezies in der freien Lösung. Im Allgemeinen wechselwirkt
ein "bevorzugter" Bindungsligand mit
einer Spezies von Interesse zumindest etwa 2fach wirksamer als mit
anderen Spezies, die in der Lösung
vorhanden sind, vorzugsweise zumindest etwa 5fach wirksamer, und
noch bevorzugter zumindest etwa 10fach wirksamer, in Bezug auf Bindungsaffinität und/oder
Verweilzeit. In manchen Fällen
kann der Ligand mit anderen Komponenten des freien Lösungsgemisches
wechselwirken, er kann jedoch mit der ersten Spezies von Interesse
zu einem größeren Ausmaß (z.B.
mehr Ligandenmoleküle
pro Speziesmolekül)
wechselwirken und dadurch zu einer erwünschten Veränderung des Molekulargewichts,
des hydrodynamischen Volumens und/oder des isoelektrischen Punktes
führen.
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Liganden,
die in der vorliegenden Erfindung Verwendung finden, sind "niedermolekulare
Liganden", was bedeutet,
dass sie in Bezug auf das Molekulargewicht kleiner als die erste
Spezies von Interesse sind, mit der sie wechselwirken. In dieser
Hinsicht bedeutet "kleiner", dass das Molekulargewicht
des Liganden 0,5 bis 99,5 % jenes Gewichts der Spezies ausmacht,
mit der er wechselwirkt, vorzugsweise etwa 5 bis 90 %, noch bevorzugter
etwa 10 bis 80 %, und üblicherweise
etwa 20 bis 75 %, des Molekulargewichts der Spezies, mit der er
wechselwirkt. Liganden, die Verwendung in der vorliegenden Erfindung
finden, sind in der Lage, mit der ersten Spezies von Interesse durch
Affinität,
hydrophobe und/oder ionische Wechselwirkungen wechselzuwirken, und
umfassen beispielsweise Proteine, einschließlich Antikörper, Peptide, Nucleinsäuren, Saccharide, Aminosäuren, organische
und anorganische Moleküle,
multiionische Moleküle
(d.h. Moleküle,
die mehr als eine ionische Gruppe aufweisen) und dergleichen. Die
Bezeichnung "Ligand" wie hierin definiert
soll nicht einwertige ionische Spezies wie Protonen, Metallionen
und dergleichen umfassen.
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Liganden,
die in der vorliegenden Erfindung Verwendung finden, können für durchschnittliche
Fachleute bekannt und erhältlich
sein oder können
leicht unter Verwendung von Routine-Screeningverfahren identifiziert
werden. Beispielsweise können
kombinatorische Oligopeptid- oder Oligonucleotidbibliotheken gescreent
werden, um Bibliotheksmitglieder zu identifizieren, die in der Lage
sind, mit der Spezies von Interesse wechselzuwirken, wodurch die
Identifikation von Liganden ermöglicht
wird, die möglicherweise
Verwendung in der vorliegenden Erfindung finden. Jene Bibliothekselemente,
die mit der ersten Spezies von Interesse wechselwirken, können dann
gegebenenfalls auf die Unfähigkeit
gescreent werden, mit der zweiten Spezies von Interesse wechselzuwirken.
In diesem Zusammenhang wird angemerkt, dass Verfahren zur Herstellung
und zum Screenen kombinatorischer Bibliotheken auf Elemente, die
in der Lage sind, mit einem Targetmolekül wechselzuwirken, auf dem
Gebiet der Erfindung durchwegs bekannt sind.
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Unter "Spezies von Interesse/Ligand-Komplex" oder grammatischen
Entsprechungen davon wird der Komplex verstanden, der gebildet wird,
wenn ein oder mehrere niedermolekulare Liganden mit einer Spezies von
Interesse wechselwirken, wodurch das Molekulargewicht, das hydrodynamische
Volumen und/oder der isoelektrische Punkt der Spezies von Interesse
verändert
wird und dadurch wiederum ermöglicht
wird, diese Spezies von anderen Spezies, die in einem freien Lösungsgemisch
vorhanden sind, zu trennen. Unter "in der Lage, abgetrennt zu werden" oder grammatischen
Entsprechungen davon wird verstanden, dass Molekültrennungsverfahren, die zur
Zeit bekannt sind oder die in der Zukunft entwickelt werden können, in
der Lage sind, den Komplex aus erster Spezies von Interesse und
Ligand von der zweiten Spezies von Interesse zu trennen, um eine
Zusammensetzung bereitzustellen, die im Wesentlichen frei von der
zweiten Spezies von Interesse ist. Unter "im Wesentlichen frei" wird verstanden, dass die zweite Spezies
von Interesse entweder in der Zusammensetzung nicht vorhanden ist
oder in der Zusammensetzung zu einem Ausmaß vorhanden ist, das keine
der erwünschten
Funktionen der gereinigten ersten Spezies von Interesse stört. Die
einzelnen Komponenten eines Komplexes aus Spezies von Interesse
und Ligand sind häufig
zu Dissoziation in der Lage, wodurch sie die Trennung und Reinigung
jener einzelnen Komponenten ermöglichen,
nachdem der Komplex von anderen Komponenten, die in einem Fluidgemisch
vorhanden sind, getrennt wurde.
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In
Bezug auf Spezies von Interesse und Liganden bedeutet die Bezeichnung "Trennen", dass eine Komponente
oder Komponenten von (einer) anderen Komponente(n), die in einem
Fluidgemisch vorhanden ist bzw. sind, weggereinigt wird. Verschiedene
Molekültrennungsverfahren
sind auf dem Gebiet der Erfindung bekannt und finden hierin Verwendung,
einschließlich
Membranfiltration und Chromatographieverfahren.
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Wie
hierin verwendet bezieht sich "Membranfiltration" auf alle Typen von
Filtrationsverfahren, die eine poröse Membran oder Membranen verwenden,
um Moleküle
unterschiedlicher relativer Größen voneinander zu
trennen. Verschiedene Typen von Membranfiltrationsverfahren sind
auf dem Gebiet der Erfindung bekannt und umfas sen beispielsweise
Hochleistungs-Tangentialflussfiltration, Ultrafiltration, Umkehrosmose
und Mikrofiltration.
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Wie
hierin verwendet beziehen sich "Tangentialflussfiltration" oder "TFF" auf ein Verfahren,
in dem das freie Lösungsgemisch,
das die durch Membranfiltration voneinander zu trennenden Komponenten
enthält,
tangential zur Fläche
der Filtrationsmembran rezirkuliert wird, um den Massentransferkoeffizienten
für Rückdiffusion
zu steigern. In solchen Membranfiltrationen wird ein Druckdifferenz
entlang der Länge
der Filtrationsmembran angelegt, um die Lösung und die filtrierbaren
Gelöststoffe
dazu zu bringen, durch die Membran zu fließen. Diese Membranfiltration
wird geeigneterweise als ein Chargenverfahren sowie als ein kontinuierliches
Fließverfahren
durchgeführt.
Die Lösung
kann beispielsweise wiederholt über
die Filtrationsmembran geführt
werden, während
das Fluid, das durch die Membran dringt, kontinuierlich in eine
separate Einheit abgezogen wird, oder die Lösung wird einmal über die
Filtrationsmembran geführt,
und das durch die Membran hindurchtretende Fluid wird kontinuierlich
stromabwärts
verarbeitet.
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Wie
hierin verwendet beziehen sich "Hochleistungs-Tangentialflussfiltration" oder "HPTFF" auf das Membranfiltrationsverfahren,
das in den US-Patenten Nr. 5.256.294 und 5.490.937 beschrieben wird,
die beide hierin ausdrücklich
in ihrer Gesamtheit durch Verweis aufgenommen sind.
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Wie
hierin verwendet bezieht sich die Bezeichnung "Ultrafiltration" oder "UF" auf
Membranfiltrationsverfahren, die Filtrationsmembranen verwenden,
die so bemessen sind, dass sie Gelöststoffe mit einem Molekulargewicht
zwischen etwa 1 kDa und 1.000 kDa zurückhalten.
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Wie
hierin verwendet beziehen sich "Umkehrosmose" oder "RO" auf Membranfiltrationsverfahren,
die Membranen verwenden, die in der Lage sind, Gelöststoffe
mit einem Molekulargewicht von weniger als etwa 1 kDa, wie z.B.
Salze und andere niedermolekulare Gelöststoffe, zurückzuhalten.
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Wie
hierin verwendet beziehen sich "Mikrofiltration" oder "MF" auf Membranfiltrationsverfahren,
die Membranen mit einem Porengrößenbereich
von 0,1 bis 10 μm
verwenden.
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Wie
hierin verwendet bezieht sich der Ausdruck "Größenausschlusschromatographie" auf ein durchwegs
bekanntes Verfahren, in dem chromatographische Verfahren zum Einsatz
gebracht werden, um zumindest ein Molekül von zumindest einem anderen
Molekül
auf Grundlage seiner Größe zu trennen.
Im Fall der vorliegend beanspruchten Verfahren wird Größenausschlusschromatographie
im Allgemeinen bei geringer Ionenstärke durchgeführt, beispielsweise
weniger als etwa 150 mM, vorzugsweise weniger als etwa 100 mM, und
noch bevorzugter weniger als etwa 75 mM, üblicherweise weniger als etwa
50 mM.
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B. Ausführungsformen
der Erfindung
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In
ihrem weitest gefassten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung
Verfahren zur Trennung einer ersten Spezies von Interesse von einer
unterschiedlichen zweiten Spezies von Interesse in einem freien
Lösungsgemisch,
das sowohl die erste als auch die zweite Spezies von Interesse umfasst.
Das Verfahren umfasst das Kontaktieren des freien Lösungsgemisches
mit einem niedermolekularen Liganden, der in freier Lösung löslich ist
und in der Lage ist, mit der ersten Spezies von Interesse wechselzuwirken,
um einen Komplex aus erster Spezies von Interesse und Ligand in
freier Lösung
zu bilden und dadurch zumindest eine der physikalischen Eigenschaften
der ersten Spezies von Interesse zu verändern. Vorzugsweise funktioniert
der Ligand durch Wechselwirken mit der ersten Spezies von Interesse,
um das hydrodynamische Volumen, das Molekulargewicht zu steigern
und/oder den isoelektrischen Punkt der ersten Spezies von Interesse
zu verändern
und dadurch zu ermöglichen,
diese von der zweiten Spezies von Interesse mittels bekannter Trennungsverfahren
zu trennen. Die vorliegende Erfindung findet besonders Verwendung
in Situationen, in denen es ursprünglich nicht möglich war,
die erste und die zweite Spezies von Interesse effizient voneinander
zu trennen, da sie beispielsweise ähnliche hydrodynamische Volumina,
Molekulargewichte und/oder isoelektrische Punkte aufweisen. In solchen
Fällen
kann die erste Spezies von Interesse mit dem Liganden wechselwirken
und dadurch das hydrodynamische Volumen davon erhöhen und
es ermöglichen,
sie (als Komplex) von der zweiten Spezies von Interesse zu trennen.
Die erste Spezies von Interesse kann dann vom Liganden dissoziiert
und getrennt werden, um einen Pool an reiner erster Spezies von
Interesse bereitzustellen, der im Wesentlichen frei von dem Liganden
und der zweiten Spezies von Interesse ist.
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Der
Ligand kann in das System durch verschiedene Mittel eingeführt werden,
von denen keines für
die vorliegende Erfindung maßgeblich
ist. Vorzugsweise wird der Ligand direkt in ein freies Lösungsgemisch
eingeführt,
das sowohl die erste als auch die zweite Spezies von Interesse umfasst.
In solchen Situationen ist der Ligand in der Lage, vorzugsweise
mit der ersten Spezies von Interesse im Vergleich zur zweiten wechselzuwirken.
Der Ligand kann in das freie Lösungsgemisch
in Form eines einzelnen Bolus eingeführt werden oder kann in mehreren
Schritten über
eine längere
Zeitspanne hinweg zugesetzt werden.
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Wie
zuvor beschrieben können
die erste und die zweite Spezies von Interesse jegliche aus zahlreichen verschiedenen
Einheiten, biologisch oder nicht biologisch, sein und können Moleküle wie beispielsweise
Polypeptide, entweder natürlich
oder rekombinant gebildet, Proteine, entweder natürlich oder
rekombinant gebildet, einschließlich
Fusionsproteine, Zellkomponenten, Nucleinsäuren, einschließlich DNA
und RNA, Kolloide, Mycoplasma, Endotoxine, Viren, Bakterien, Kohlenhydrate
und verschiedene andere biologische Moleküle von Interesse, unabhängig davon,
ob glykosyliert oder nicht, umfassen. Vorzugsweise ist die erste
Spezies von Interesse ein rekombinant gebildetes Protein.
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Liganden,
die Verwendung in der vorliegenden Erfindung finden, sind in freier
Lösung
löslich
(was bedeutet, dass sie zumindest einen gewissen Grad von Löslichkeit
im System aufweisen) und haben ein geringeres Molekulargewicht als
die erste Spezies von Interesse, mit der sie in der Lage sind, wechselzuwirken.
In den meisten Fällen
ist die Ligandeneinheit zu nicht-kovalenter Bindung an die erste
Spezies von Interesse in der Lage und ist im Allgemeinen ein Protein,
wie beispielsweise ein Anti körper,
ein Peptid, eine Nucleinsäure, ein
Saccharid, eine Aminosäure,
ein organisches oder anorganisches Molekül, ein multiionisches Molekül und dergleichen,
wobei insbesondere einwertige Einheiten wie Protonen und Metallionen
ausgeschlossen sind. Liganden, die in der vorliegenden Erfindung
Verwendung finden, sind entweder im Handel leicht erhältlich oder können leicht
auf herkömmliche
Weise synthetisiert und identifiziert werden, wie beispielsweise
durch Herstellung und Screenen von kombinatorischen Bibliotheken.
In Fällen,
in denen der ausgewählte
Ligand ein Protein ist, ist das Protein im Handel erhältlich,
wie z.B. Protein A, oder kann leicht mittels rekombinanter DNA-Expressionsverfahren
hergestellt werden.
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In
Fällen,
in denen der Ligand ein Antikörper
ist, der in der Lage ist, sich spezifisch an die erste Spezies von
Interesse zu binden, sind solche Antikörper in der Lage, mittels herkömmlicher
Verfahren hergestellt und auf die erwünschte Bindungsspezifität gescreent
zu werden. Durchschnittliche Fachleute sind beispielsweise in der
Lage, entweder ein polyklonales oder ein monoklonales Antikörperpräparat rasch,
leicht und routinemäßig zu gewinnen,
das gegen jegliches Protein von Interesse gerichtet ist. Polyklonale
Antikörper
des Proteins werden im Allgemeinen in Tieren durch mehrfache subkutane
(sk) oder intraperitoneale (ip) Injektionen des Proteins in Kombination
mit einem Adjuvans gezüchtet.
Es kann nützlich
sein, das Protein oder Fragment von Interesse an ein Protein, das
in der zu immunisierenden Spezies immunogen ist, z.B. Schlüsselloch-Napfschnecken-Hämocyanin,
Serumalbumin, Rinderthyroglobulin oder Sojabohnentrypsininhibitor,
unter Verwendung eines bifunktionellen oder derivatisierenden Mittels,
beispielsweise Maleinimidobenzoylsulfosuccinimidester (Konjugation
durch Cysteinreste), N-Hydroxysuccinimid (durch Lysinreste), Glutaraldehyd,
Bernsteinsäureanhydrid,
SOCl2 oder R1N=C=NR,
worin R und R1 verschiedene Alkylgruppen
sind, zu konjugieren.
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Wirtstiere
können
dann gegen die immunogenen Konjugate oder Derivate durch Kombinieren
des Konjugats mit einem geeigneten Adjuvans und Injizieren der Lösung intradermal
an mehrfachen Stellen immunisiert werden. Ein Monat später können die
Tiere mit 1/5 bis 1/10 der ursprünglichen
Menge des Konjugats in geeignetem Adjuvans durch subkutane Injektion
an mehrfachen Stellen geboostet werden. 7 bis 14 Tage später wird
den Tieren Blut abgenommen, und das Serum wird auf die Gegenwart
von Anti-Protein-von-Interesse-Antikörper-Titer getestet. Tiere
können
geboostet werden, bis der Titer gesättigt ist. Auch können Aggregationsmittel
wie Alaun verwendet werden, um die Immunantwort zu steigern. Polyklonale
Antikörper
werden dann aus dem Immunserum unter Verwendung herkömmlicher
Verfahren gereinigt.
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Monoklonale
Antikörper,
die gegen das Protein von Interesse gerichtet sind, können aus
einer Population von im Wesentlichen homogenen Antikörpern gewonnen
werden, d.h. die einzelnen Antikörper,
aus der sich die Population zusammensetzt, sind identisch bis auf
mögliche
natürlich
vorkommende Mutationen, die in geringfügigen Mengen vorhanden sein
können.
Monoklonale Antikörper
beispielsweise, die gegen ein Protein von Interesse gerichtet sind,
können
unter Verwendung des Hybridomverfahrens hergestellt werden, das
zuerst von Kohler & Milstein,
Nature 256, 495 (1975), beschrieben wurde, oder können durch
DNA-Rekombinationsverfahren gebildet werden (Cabilly et al., US-Patent
Nr. 4.816.567).
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Im
Hybridomverfahren wird eine Maus oder ein anderes geeignetes Wirtstier,
wie z.B. ein Hamster, immunisiert, um Lymphozyten zu aktivieren,
die Antikörper
produzieren oder in der Lage sind, diese zu produzieren, die sich
spezifisch an das zur Immunisierung verwendete Protein binden. Alternativ
dazu können
Lymphozyten in vitro immunisiert werden. Lymphozyten können dann
mit Myelomzellen unter Verwendung eines geeigneten Fusionsmittel
wie Polyethylenglykol fusioniert werden, um eine Hybridomzelle zu
bilden (Goding, Monoclonal Antibodies: Principles and Practice,
Academic Press, 59–103
(1986)).
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Die
so hergestellten Hybridomzellen können dann überimpft und in einem geeigneten
Kulturmedium gezüchtet
werden, das vorzugsweise eine oder mehrere Substanzen enthält, die
das Wachstum oder Überleben
der nicht fusionierten, parentalen Myelomzellen inhibieren. Fehlt
beispielsweise den parentalen Myelomzellen das Enzym Hypoxanthinguaninphosphoribosyltransferase
(HGPRT oder HPRT), so umfasst das Kulturmedium für die Hybridome typischerweise
Hypoxanthin, Aminopterin und Thy midin (HAT-Medium), Substanzen,
die das Wachstum von HGPRT-defizienten Zellen unterbinden.
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Bevorzugte
Myelomzellen sind jene, die effizient fusionieren, stabile hochgradige
Expression von Antikörper
durch die selektierten, Antikörper-produzierenden
Zellen unterstützen
und auf ein Medium wie z.B. das HAT-Medium empfindlich sind. Unter
diesen sind bevorzugte Myelomzelllinien murine Myelomlinien, wie
jene, die aus MOPC-21- und MPC-11-Maustumoren stammen, die beim
Salk Institute Cell Distribution Center, San Diego, Kalifornien,
USA, erhältlich
sind, und SP-2-Zellen, die bei der American Type Culture Collection,
Rockville, Maryland, USA, erhältlich
sind. Menschliche Myelomzelllinien und Maus-Mensch-Heteromyelomzelllinien wurden
ebenfalls bereits zur Herstellung von menschlichen monoklonalen
Antikörpern
beschrieben (Kozbor, J. Immunol. 133, 3001 (1984), und Brodeur et
al., Monoclonal Antibody Production Techniques and Applications,
Marcel Dekker, Inc., New York, 51–63 (1987)).
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Kulturmedium,
in dem Hybridomzellen gezüchtet
werden, wird auf die Bildung von monoklonalen Antikörpern, die
gegen das Protein von Interesse gerichtet sind, getestet. Vorzugsweise
wird die Bindungsspezifität
von monoklonalen Antikörpern,
die von Hybridomzellen produziert werden, durch Immunfällung oder
durch einen In-vitro-Bindungstest,
wie z.B. Radioimmuntest (RIA) oder enzymgekoppelte Immunadsorptionsbestimmung
(ELISA), bestimmt. Die Bindungsaffinität der monoklonalen Antikörper kann
beispielsweise durch die Scatchard-Analyse von Munson & Pollard, Anal.
Biochem. 107, 220 (1980), bestimmt werden.
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Liganden,
die Oligonucleotide sind, können
mittels bekannter Verfahren wie Phosphotriester-, Phosphit- oder
Phosphoramidit-Chemie, unter Verwendung von Festphasenverfahren
wie jenen, die in
EP 266.032 , veröffentlicht
am 4. Mai 1988, beschrieben werden, oder über Desoxynucleosid-H-phosphonat-Zwischenprodukte,
wie von Froehler et al., Nucl. Acids Res. 14, 5399 (1986), beschrieben,
chemisch synthetisiert werden. Nach der Synthese können die
Oligonucleotidsonden dann an Polyacrylamidgelen gereinigt werden.
Liganden, die Peptide sind, können
unter Verwen dung von Standard-Merrifield-Festphasen-Syntheseverfahren,
manuell oder unter Verwendung eines Peptidsyntheseautomaten, unter
Verwendung herkömmlicher
chemischer Schutzverfahren (z.B. t-Boc- oder Fmoc-Chemie) und von
Harzen (z.B. 4-Methylbenzhydrylamin oder Rink-Amidharz) synthetisiert
werden. Aufeinander folgende Durchgänge von Schutzaufhebung an
der terminalen Aminogruppe und Bindung von Aminosäuremonomeren,
gefolgt von Schutzaufhebung und Spaltung von Peptiden von Harzen,
resultiert in der Synthese von Oligopeptiden mit der erwünschten
Sequenz und Länge. Darüber hinaus
ist Flüssigphasenpeptidsynthese
auf dem Gebiet der Erfindung bekannt und kann ebenfalls verwendet
werden. Kombinatorische Oligonucleotid- oder Oligopeptidbibliotheken
können
unter Verwendung herkömmlicher
Verfahren erstellt werden, und jene Bibliotheken können gescreent
werden, um Bibliotheksmitglieder zu identifizieren, die als niedermolekulare
Liganden in den vorliegend beschriebenen Verfahren funktionieren
können,
worin solche Verfahren auf dem Gebiet der Erfindung durchwegs bekannt
sind.
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Sind
sie in einem Fluidgemisch vorhanden, so können die erste und die zweite
Spezies von Interesse wirksam durch Kontaktieren des Fluidgemisches
mit einem niedermolekularen Liganden, der in der Lage ist, mit der
erste Spezies von Interesse wechselzuwirken, jedoch nicht mit der
zweiten Spezies von Interesse (oder schon mit der zweiten Spezies
von Interesse, jedoch zu einem geringeren Ausmaß), voneinander getrennt werden.
Das Verfahren ist besonders in Situationen nützlich, in denen die erste
und die zweite Spezies von Interesse etwa dieselbe Größe, dasselbe
hydrodynamische Volumen und/oder denselben isoelektrischen Punkt
aufweisen, was es schwierig macht, sie unter Verwendung herkömmlicher
Molekültrennungsverfahren zu
trennen. Durch Wechselwirkung mit der ersten Spezies von Interesse
jedoch funktioniert der Ligand darin, dass er das Molekulargewicht
und/oder das hydrodynamische Volumen der ersten Spezies von Interesse
erhöht
(und/oder den isoelektrischen Punkt der ersten Spezies von Interesse
verändert)
und dadurch die Möglichkeit
schafft, sie mittels herkömmlicher
Molekültrennungsverfahren
abzutrennen.
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Im
Allgemeinen wird das hydrodynamische Volumen einer Spezies von Interesse
durch Größenausschlusschromatographie,
ein Verfahren, das auf dem Gebiet der Erfindung bekannt ist, bestimmt.
Weist eine Spezies von Interesse ein hydrodynamisches Volumen auf,
das "etwa dasselbe" wie jenes einer
anderen Spezies von Interesse ist, so weisen die zwei Spezies von
Interesse hydrodynamische Volumina auf, die sich um weniger als
etwa 10 % voneinander unterscheiden.
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Der
isoelektrische Punkt einer Spezies von Interesse ist der pH, bei
dem die Spezies elektrisch neutral ist. Der isoelektrische Punkt
einer Spezies von Interesse kann mittels herkömmlicher Verfahren, die die
Spezies sowohl einem pH-Gradienten als auch einem elektrischen Feld
unterziehen, und Bestimmen, bei welchem pH die Spezies elektrisch
neutral ist, d.h. Bestimmen, bei welchem pH die Spezies weder in
die eine noch die andere Richtung in einem elektrischen Feld wandert,
bestimmt werden. Mit einem isoelektrischen Punkt, der "etwa derselbe" wie jener einer
anderen Spezies von Interesse ist, liegen die isoelektrischen Punkte
der zwei Spezies im gegenseitigen Vergleich innerhalb von etwa 0,5
pH-Punkten.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann die Fähigkeit, die erste und die zweite
Spezies von Interesse voneinander zu trennen, durch Verändern des
pH oder der Ionenstärke
des Fluidgemisches weiter gesteigert werden. Dieser Schritt ist
besonders in Situationen nützlich,
in denen der Komplex aus erster Spezies von Interesse und Ligand
ein hydrodynamisches Volumen aufweist, das etwa dasselbe wie jenes
der zweiten Spezies von Interesse ist. Durch Verändern des pH und/oder der Ionenstärke des
Systems kann die scheinbare Größe (hinsichtlich
des hydrodynamischen Volumens oder des Molekulargewichts) eines
Proteins oder Proteinkomplexes durch einen Faktor von bis zum 10fachen
verändert
werden (siehe z.B. Pujar & Zydney, "Analysis of Electrostatic
Interactions on Protein Sieving: Experimental and Theoretical Investigations", North American
Membrane Society Meeting, Ottawa, Kanada (1996)). Durch Erhöhen des
Unterschieds der hydrodynamischen Volumina zwischen dem Komplex
aus erster Spezies von Interesse und Ligand und der zweiten Spezies
von Interesse (oder der ersten und der zweiten Spezies von Interesse)
durch Verändern
des pH und/oder der Ionenstärke
des Fluidgemisches können
die erste und die zweite Spezies von Interesse unter Verwendung
herkömmlicher
Molekültrennungsverfahren
wirksamer voneinander getrennt werden.
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Nachdem
eine Wechselwirkung zwischen dem niedermolekularen Liganden und
der ersten Spezies von Interesse im Fluidgemisch ermöglicht wurde,
kann der Komplex aus erster Spezies von Interesse und Ligand von
der zweiten Spezies von Interesse unter Verwendung herkömmlich verwendeter
Molekültrennungsverfahren
getrennt werden. Der Schritt der Trennung der Komponenten kann die
Verwendung herkömmlicher Membranfiltrationsverfahren
wie Tangentialflussfiltration, Hochleistungs-Tangentialflussfiltration,
Ultrafiltration, Mikrofiltration und Umkehrosmose umfassen. Der
Komplex aus erster Spezies von Interesse/Ligand und die zweite Spezies
von Interesse können
auch unter Verwendung herkömmlicher
chromatographischer Verfahren, einschließlich beispielsweise SEC, HPLC
und dergleichen, voneinander getrennt werden. Nachdem der Komplex
erste Spezies von Interesse/Ligand von der zweiten Spezies von Interesse
getrennt wurde, können
die Komponenten des Komplexes unter Verwendung derselben Verfahren,
wie zuvor für
die Trennung des Komplexes von der zweiten Spezies von Interesse
beschrieben, dissoziiert und getrennt werden. Der Komplex kann durch
jegliches Verfahren dissoziiert werden, das die Wechselwirkung zwischen
den zwei Molekülen stört, beispielsweise
durch Senken des pH des Systems, in dem sie vorhanden sind, oder
durch den Zusatz jeder beliebigen Komponente zum System, die eine
Dissoziation der ersten Spezies von Interesse vom Liganden verursacht.
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Das
vorliegend beschriebene Verfahren ist praktisch für jegliche
Anwendung nützlich,
die erfordert, dass eine Einheit eines Gemisches von einer anderen
Einheit, die im selben Gemisch vorhanden ist, getrennt wird. Bevorzugte
Anwendungen umfassen beispielsweise die Trennung und Reinigung eines
oder mehrerer Proteine aus einem komplexen Gemisch aus verschiedenen
Proteinen, insbesondere während
großtechnischer
rekombinanter Proteinherstellung. Die Verfahren der vorliegenden
Erfindung sind zur Trennung und Reinigung einer großen Bandbreite
von biologischen Molekülen,
z.B. proteinartigen Fermentationsprodukten natürlicher oder gentechnisch veränderter
Mikroorganismen, Polypeptiden, Antikörpern, Zellsekretionen, Kolloiden,
Mycoplasma, Endotoxinen, Viren, Bakterien, Aminosäuren, DNA,
RNA, Kohlenhydraten und dergleichen, einsetzbar.
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Die
vorliegende Erfindung weist zahlreiche Vorteile gegenüber dem
Stand der Technik auf. Beispielsweise ist das vorliegend beschriebene
Verfahren gegenüber
herkömmlichen
Festphasen-Affinitätschromatographieverfahren
darin von Vorteil, dass es Liganden mit geringem Molekulargewicht
verwendet, die in freier Lösung
löslich
sind. Als solches ist, während
es bei der Affinitätschromatographie
sowohl bezüglich
des Liganden als auch der Spezies, an die er sich bindet, Konformationseinschränkungen
gibt, dies bei den vorliegende beschriebenen Verfahren nicht der
Fall. Darüber
hinaus ist die Trennungsfähigkeit
eines Affinitätschromatographiesystems
durch die Oberfläche
der verwendeten festen Matrix und die Dichte, bis zu der die Oberfläche mit Liganden
substituiert werden kann, eingeschränkt. Dahingegen ist die Trennungsfähigkeit
der vorliegend beschriebenen Verfahren nur durch die Löslichkeit
des Liganden im Fluidgemisch limitiert. Weiters liefert die Gegenwart
der festen Matrix in einem Affinitätschromatographiesystem eine
bedeutsame Gelegenheit für nichtspezifische
Protein-Matrix-Wechselwirkungen, was zu nicht effizienten Molekültrennungen
resultiert.
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Das
vorliegend beschriebene Verfahren ist auch gegenüber Affinitätsultrafiltration darin von
Vorteil, dass die großen
polymeren Liganden, die bei Affinitätsultrafiltration verwendet
werden, häufig
nicht leicht erhältlich
sind oder nicht leicht synthetisiert werden können, während die löslichen, niedermolekularen
Liganden, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, leicht
erhältlich
sind und/oder routinemäßig synthetisiert werden
können.
Darüber
hinaus ist Affinitätsultrafiltration
auf Anwendungen eingeschränkt,
die Ultrafiltrationsvorgänge
verwenden, während
das vorliegende Verfahren mit zahlreichen verschiedenen Molekültrennungsverfahren
verwendet werden kann, einschließlich beispielsweise zahlreicher
Typen von Membranfiltration sowie Chromatographieverfahren. Weiters
liefert Affinitätsultrafiltration
aufgrund der eingeschränkten
Löslichkeit zahlreicher
großer
polymerer Liganden in Lösungen
häufig
relativ geringe Ausbeuten und Reinigungsfaktoren, ein Problem, dem
durch die Verwendung löslicher,
niedermolekularer Liganden, wie dies in der vorliegenden Erfindung
der Fall ist, beigekommen werden kann.
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Nähere Details
zur Erfindung werden anhand der folgenden, nicht einschränkenden
Beispiele veranschaulicht.
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C. Beispiele
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BEISPIEL I – Molekültrennung
von rekombinantem humanisiertem IgG aus einer Rinderserumalbumin-Verunreinigung
unter Verwendung eines löslichen
Protein-A-Liganden.
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Das
vorliegende Molekültrennungsverfahren
mittels Ligandenwechselwirkung wurde verwendet, um rekombinantes
humanisiertes IgG-Protein aus einem Gemisch abzutrennen, das auch
ein Sulfhydryl-modifiziertes Rinderserumalbuminprotein als eine
Verunreinigung enthielt. Hochleistungsflüssigkeitschromatographie-(HPLC-)
SEC wurde verwendet, um einzelne Moleküle zu identifizieren sowie
Komplexbildung, Dissoziation und Proteintrennung vom Liganden zu
demonstrieren. Das HPLC-System
bestand aus einer quaternären Pumpe,
einem automatischen Probenahmeund Injektionsgerät, einem UV-Absorptionsdetektor,
einem Schnittstellenmodul, einem Computer und einer Chemstation-Datenerfassungs-
und -verarbeitungs-Software
von Hewlett Packard (Modell 1050 HPLC, Hewlett Packard, Inc., Palo
Alto, Kalifornien).
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Der
Komplex wurde unter Verwendung von rekombinantem humanisiertem IgG
(rhuIgG) als Proteinprodukt von Interesse und rekombinantem Protein
A (rPrA) als niedermolekularem Liganden, der damit wechselwirkt,
gebildet. Stammlösungen
wurden im Puffer der mobilen Phase (0,025 M NaCl, 0,025 M Tris-Base, 0,005
M EDTA, pH 7,1 ± 0,1)
in einer Konzentration von 8 mg/ml bzw. 5 mg/ml hergestellt. Die
Stammlösungen wurden
in diesem Puffer kombiniert und verdünnt, um einen Komplex zu bilden,
der 0,8 mg/ml rhuIgG und 0,2 mg/ml rPrA enthielt.
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Rinderserumalbumin-(BSA-)
Monomer wurde aus Sulfhydryl-modifiziertem BSA von Miles Corporation
unter Verwendung von Größenausschlusschromatographie
gereinigt. Dieses Monomer wurde als die Verunreinigung verwendet.
Eine Stammlösung wurde
im Puffer der mobilen Phase (0,025 M NaCl, 0,025 M Tris-Base, 0,005
M EDTA, pH 7,1 ± 0,1)
in einer Endkonzentration von 5 mg/ml hergestellt.
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Um
den Komplex in Gegenwart der Verunreinigung zu bilden, wurde rPrA
zu einer Lösung
von rhuIgG und BSA im Puffer der mobilen Phase (0,025 M NaCl, 0,025
M Tris-Base, 0,005 M EDTA, pH 7,1 ± 0,1) zu einer Endkonzentration
von 0,8 mg/ml rhuIgG, 0,2 mg/ml rPrA und 0,3 mg/ml BSA zugesetzt.
Als eine Kontrolle, um die Trennung der Verunreinigung vom Produkt
ohne die Gegenwart des Komplexes zu demonstrieren, wurden die rhuIgG-
und BSA-Stammlösungen
vereinigt und im Puffer der mobilen Phase zu einer Endkonzentration von
0,8 mg/ml bzw. 0,3 mg/ml verdünnt.
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Proben
der drei einzelnen Stammlösungen
sowie Proben der Komplex-, Komplexverunreinigungs- und Proteinproduktverunreinigungslösungen wurden
auf Größenausschlusschromatographie-(SEC-)
Säulen, wie
zuvor beschrieben, injiziert, um die Retentionszeiten und Trennungen
der verschiedenen Spezies zu bestimmen.
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Die
oben beschriebenen einzelnen Stammlösungen und verschiedene Gemische
davon wurden durch Größenausschlusschromatographie
wie folgt analysiert. Proben wurden in zwei Superdex-200-Säulen (innerer Durchmesser
= 10 mm, Länge
= 300 mm pro Säule,
Pharmacia Biotech. Inc., Piscataway, New Jersey) injiziert, die
in Serie angeordnet waren. Ein Puffer, der 0,025 M NaCl, 0,025 M
Tris-Base, 0,005 M EDTA, pH 7,1 ± 0,1, enthielt, wurde als
mobile Phase verwendet. Nach Injektion auf die Säulen wurden die Proben in den
Säulen bei
einer volumetrischen Durchflussgeschwindigkeit von 0,5 ml/Minute
getrennt. Die Gesamtdurchlaufzeit pro Probe betrug 90 min. Proteinelution
wurde durch UV-Absorption bei 280 nm gemessen. Diese Parameter sind in
Tabelle 1 zusammengefasst.
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TABELLE
1: HPLC-SEC-Verfahren: Komplexverunreinigungsabtrennung
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Unter
den oben beschriebenen Bedingungen konnte Abtrennung der BSA-Verunreinigung
vom rhuIgG-Produkt nicht erreicht werden. Wie in den 1 und 2 beispielsweise
gezeigt, zeigten die einzelnen BSA- und rhuIgG-Moleküle Retentionszeiten,
die sehr nahe beieinander lagen, 55,9 min für rhuIgG (1) und
57,7 min für
BSA (2). Wurde ein Gemisch der rhuIgG- und BSA-Moleküle hergestellt
und durch das oben beschriebene HPLC-SEC-Trennungsverfahren analysiert,
so wurde ein einzelner Peak mit einer Retentionszeit von 56,7 min
(3) beobachtet, was auf die Unfähigkeit, das erwünschte Proteinprodukt
(rhuIgG) von der Verunreinigung (BSA) zu trennen, hinweist.
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Die
Bildung des rhuIgG/rPrA-Komplexes wurde durch das zuvor beschriebene
HPLC-SEC-Verfahren mit einem einzelnen Peak bei 47,3 min, der bei
Injektion der Lösung,
die einen aus 0,8 mg/ml rhuIgG und 0,2 mg/ml rPrA gebildeten Komplex
enthielt, beobachtet wurde, nachgewiesen (4). Einzeln
injiziert wiesen rhuIgG und rPrA Retentionszeiten von 55,9 min (1)
bzw. 52,3 min (5) auf. Die Verschiebung zu
einem einzelnen Peak mit einer geringeren Retentionszeit als beide
der zwei einzelnen Moleküle
weist auf die Bildung eines Komplexes mit einem größeren Molekulargewicht
und hydrodynamischen Volumen hin.
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Durch
die Bildung des Komplexes zwischen rhuIgG und rPrA und dadurch Ändern des
effektiven hydrodynamischen Volumens des Proteins konnte nun eine
Abtrennung der BSA-Verunreinigung vom rhuIgG/rPrA-Komplex erreicht
werden. Wie in 6 beispielsweise gezeigt, betrug
die Retentionszeit für
den Komplex 47,8 min, während
die Retentionszeit für
die eindeutig anders beschaffene BSA-Verunreinigung 56,9 min betrug.
Somit kann durch Einführen
eines niedermolekularen Liganden, der in der Lage ist, mit einem
Produktprotein wechselzuwirken, wodurch das effektive Molekulargewicht
und hydrodynamische Volumen des Proteinprodukts verändert wird,
das Produktprotein (in der Komplexform mit einem Liganden) wirksam
von einer Verunreinigung getrennt werden, die vom Produktprotein
nicht abtrennbar ist, wenn sie individuell kombiniert werden.
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Nach
der Trennung der BSA-Verunreinigung vom rhuIgG/rPrA-Komplex wie
zuvor beschrieben wurde der Komplex in seine einzelnen Komponenten
dissoziiert, die dann wiederum getrennt wurden, um ein reines rhuIgG-Proteinprodukt,
das frei von BSA und rPrA ist, zu erhalten. Dissoziation des rhuIgG/rPrA-Komplexes
in seine einzelnen rhuIgG- und rPrA-Komponenten wurde durch Ändern des
pH und der Ionenstärke
der Lösung wie
folgt beobachtet.
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Im
Detail beschrieben wurden zwei Superose-6-Säulen (innerer Durchmesser =
10 mm, Länge
300 mm pro Säule,
Pharmacia Biotech., Inc., Piscataway, New Jersey) in Serie laufen
gelassen. Ein Puffer, der 0,1 M Essigsäure, 0,15 M NaCl, pH 3,5 ± 0,1,
enthielt, wurde bei einer volumetrischen Durchflussgeschwindigkeit von
0,4 ml/min als mobile Phase verwendet. Proteinelution wurde durch
UV-Absorption bei 214 nm beobachtet. Gesamtdurchlaufzeit pro injizierte
Probe betrug 110 min. Diese Parameter sind in der folgenden Tabelle
2 zusammengefasst.
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TABELLE
2: HPLC-SEC-Verfahren: Komplexdissoziation und Komponententrennung
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Proben
einzelner rhuIgG- und rPrA-Stammlösungen sowie die komplexe Lösung, die
0,8 mg/ml rhuIgG und 0,2 mg/ml rPrA enthielt, wurden auf die Säule injiziert,
um Retentionszeiten und Abtrennung der verschiedenen Spezies zu
bestimmen. Die Proben wurden in einem Laufpuffer von 0,025 M NaCl,
0,025 M Tris-Base, 0,005 M EDTA, pH 7,1 ± 0,1, hergestellt. Da das
Volumen von injizierter Probe im Vergleich zum Gesamtvolumen der
Säule so
gering war (0,2 % Beladung), zeigten theoretische Berechnungen,
dass die Proben zur mobilen Phase von 0,1 M Essigsäure, 0,15
M NaCl, pH 3,5 ± 0,1
innerhalb des ersten Zentimeters der Säulenlänge ausgetauscht wurden.
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Unter
den neuen, saureren Pufferbedingungen zeigte eine Analyse der einzelnen
Proben von rhuIgG und rPrA Retentionszeiten von 91,8 min für rhuIgG
(7) und von 80,6 min für rPrA (8).
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Die
Analyse einer Injektion des Komplexes zeigte Basislinientrennung
von zwei Peaks mit Retentionszeiten, die den Peaks für die einzelnen
rhuIgG- und rPrA-Komponenten
entsprachen (9; 91,8 min bzw. 80,4 min).
Diese Resultate weisen darauf hin, dass sich der Komplex unter diesen
Bedingungen in die individuellen rhuIgG- und rPrA-Komponenten teilt,
sodass der rhuIgG-Pool als ein gereinigtes Produkt abgenommen werden
kann.
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Die
oben dargestellten Resultate zeigen, dass die Abtrennung einer Verunreinigung
von einem Proteinprodukt in freier Lösung durch den Zusatz eines
niedermolekularen Liganden erreicht werden kann, der in der Lage
ist, mit dem Proteinprodukt wechselzuwirken und dadurch das Molekulargewicht
und das hydrodynamische Volumen des Proteinprodukts zu verändern und
es von der Verunreinigung abtrennbar zu machen. Wie zuvor gezeigt
ermöglichte
Affinitätsbindung
die Bildung des Protein/Ligand-Komplexes
rhuIgG/rPrA. Diese Wechselwirkung veränderte die Eigenschaften des
Proteins rhuIgG und bildet dadurch ein Molekül mit einem größeren hydrodynamischen
Volumen. Diese neuen Eigenschaften ermöglichten die Trennung der BSA-Verunreinigung vom
rhuIgG-Protein unter Verwendung von HPLC-SEC. Nach der Abtrennung
des Komplexes von der Verunreinigung wurde der Komplex anschließend durch
Verändern
der Lösungsbedingungen,
des pH und der Ionenstärke
erfolgreich in seine einzelnen Komponenten dissoziiert. Endgültige Reinigung
des rhuIgG-Produkts
wurde durch Abtrennung des einzelnen Proteins von den Ligandenmolekülen unter
Verwendung von HPLC-SEC erreicht.
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Die
obige Beschreibung stellt spezifische Verfahren im Detail dar, die
verwendet werden können,
um die vorliegende Erfindung durchzuführen. Anhand dieser detaillierten
Beschreibung solcher spezifischen Verfahren wird es für Fachleute
durchwegs ersichtlich sein, wie sie alternative zuverlässige Verfahren
entwickeln können,
die unter Verwendung der Erkenntnisse der vorliegenden Erfindung
dieselben Informationen liefern können. Auch wenn jedoch die
obige Beschreibung ausformuliert vorliegen sollte, ist sie nicht
als Einschränkung
für den
gesamten Schutzumfang der Erfindung zu verstehen; der Umfang der
vorliegenden Erfindung wird nur durch den rechtsgültigen Aufbau
der beiliegenden Ansprüche
festgelegt.