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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regenerierung eines
Hydrierungskatalysators und Hydrierungsverfahren, die mit einem
Katalysator durchgeführt
werden, der wenigstens den regenerierten Katalysator umfasst.
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Sie
bezieht sich spezieller auf ein Verfahren zur Regenerierung der
Katalysatoren vom Raney-Typ, die bei den Verfahren zur vollständigen oder
teilweisen Hydrierung von Verbindungen mit Nitrilfunktionen zu Aminofunktionen
verwendet werden.
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Die
Hydrierung der Verbindungen mit Nitrilfunktionen zu Aminoverbindungen
wird seit sehr langem industriell eingesetzt.
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So
wird Hexamethylendiamin, eine Verbindung, die insbesondere für die Herstellung
von Polyhexamethylenadipamid, auch PA66 genannt und unter dem Namen "Nylon" bekannt, verwendet
wird, industriell durch Hydrierung von Adiponitril in Gegenwart
eines Raney-Nickel-Katalysators hergestellt. Dieses Verfahren wird insbesondere
in dem Patent
US 3 821 305 beschrieben.
Weitere Verfahren zur Hydrierung von Nitril- oder Polynitrilverbindungen
zu Aminoverbindungen sind in den Patenten
US 3 372 195 ,
US 2 287 219 ,
US 2 449 036 ,
US 3 565 957 ,
US 3 998 881 ,
US 4 186 146 ,
US 4 235 821 ,
US 4 254 059 , WO 95/17 959 beschrieben. US-A-2604455 beschreibt
ein Verfahren zur Regenerierung von Katalysatoren.
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Diese
Dokumente beziehen sich auf die Hydrierung von verschiedenen aliphatischen,
aromatischen, substituierten, ungesättigten ... Nitrilverbindungen.
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Diese
Patente betreffen auch Verfahren, die in Gegenwart von Lösungsmittel,
Natriumhydroxid und Ammoniak durchgeführt werden. Sie werden im Allgemeinen
mit Katalysatoren vom Raney-Typ, wie Raney-Nickel oder Raney-Kobalt,
durchgeführt.
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Die
Herstellung dieser Raney-Katalysatoren ist seit sehr langem und
insbesondere in dem Patent
US 1
638 190 und in J.A.C.S. 54, 4116 (1932) beschrieben. Ein
Herstellungsverfahren ausgehend von einer Nickel-Molybdän-Aluminium-Legierung ist in
dem Patent
US 2 948 887 beschrieben.
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Es
wurden auch Hydrierungskatalysatoren vom Raney-Typ mit durch Dotierung
mit anderen metallischen Elementen verbesserter katalytischer Wirkung
vorge schlagen. Beispielsweise beschreibt das Patent
US 4 153 578 einen Raney-Nickel-Katalysator, der
Molybdän
umfasst. Dieser Katalysator wird insbesondere für die Reduktion von Aldehyden
zu Alkoholen verwendet.
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Es
wurden auch Verfahren zur Hydrierung von Polynitrilverbindungen
durch Reduktion von bestimmten Nitrilfunktionen vorgeschlagen, um
Verbindungen herzustellen, die Nitril- und Aminofunktionen umfassen. Eine
weiterentwickelte Anwendung ist die partielle Hydrierung, Hemihydrierung
genannt, von aliphatischen Dinitrilen, wie Adiponitril, zu Aminonitrilen,
wie Aminocapronitril. So beschreibt das Patent
US 4 389 348 die Hemihydrierung von
Dinitril zu omega-Aminonitril durch Wasserstoff in einem Medium
aus aprotischem Lösungsmittel
und Ammoniak und in Gegenwart von Rhodium, das auf einem basischen
Träger
abgeschieden ist. Das Patent
US
5 151 543 beschreibt die Hemihydrierung von Dinitrilen
zu Aminonitrilen in einem Lösungsmittel
in molarem Überschuss
von wenigstens 2/1, bezogen auf das Dinitril, das flüssigen Ammoniak
oder ein Alkanol, das eine anorganische Base enthält, umfasst,
in Gegenwart eines Katalysators vom Typ Raney-Nickel oder Raney-Kobalt.
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Desgleichen
beschreibt die Patentanmeldung WO 93/16 034 ein Verfahren zur Hemihydrierung
von Adiponitril zu Aminocapronitril in Gegenwart eines Raney-Nickel-Katalysators,
einer Base und eines Übergangsmetallkomplexes.
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In
den genannten Dokumenten wird die Frage der Verringerung des Katalysatorverbrauchs
entweder durch eine bessere Wiedergewinnung oder durch Rückführung nicht
erwogen.
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Die
Wiedergewinnung des Hydrierungskatalysators wird im Fall der vollständigen Hydrierung
durch das Patent
US 4 429 159 in
Betracht gezogen, das ein Verfahren zur Vorbehandlung des Raney-Nickel-Katalysators
durch ein Carbonat beschreibt, um das Mitreißen von diesem in dem Hexamethylendiamin-Strom
zu verringern. Der so wiedergewonnene Katalysator kann nach Waschen
mit Wasser im Gemisch mit einem frischen Katalysator rückgeführt werden.
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Es
wurden auch Verfahren zur Regenerierung der Katalysatoren, die bei
Verfahren zur Hemihydrierung verwendet wurden, in den Patentanmeldungen
WO 97/37964 und WO 97/37963 beschrieben. Die Katalysatoren werden
mit einem Wasserstoffstrom bei einer Temperatur zwischen 150 und
400 °C in
Abwesenheit jeglicher Flüssigkeit
oder jeglichen Lösungsmittels
behandelt. Nach Regenerierung durch Behandlung mit Wasserstoff werden
die Katalysatoren mit Wasser bis zu neutralem pH gewaschen und gegebenenfalls
mit flüssigem
Ammoniak konditioniert. Diese Regenerierungsverfahren setzen eine
Behandlung bei hoher Temperatur ein, die ein teilweises Zusammenbacken
des Katalysators bewirken kann. Außerdem ermöglichen es diese Verfahren
nicht, eine vollständige
Katalysatoraktivität
zurückzugewinnen,
insbesondere wenn das Verfahren zur Hydrierung der Nitrilverbindungen
in flüssigem
Medium und spezieller in Gegenwart einer basischen Verbindung durchgeführt wird.
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Eines
der Ziele der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Regenerierung
eines Hydrierungskatalysators vom Typ Raney-Katalysator vorzuschlagen,
das es ermöglicht,
eine Aktivität
zurückzugewinnen, die
fast gleich derjenigen eines frischen Katalysators ist.
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Dazu
schlägt
die Erfindung ein Verfahren zur Regenerierung eines Katalysators
vom Typ Raney-Katalysator für
die vollständige
oder teilweise Hydrierung der Nitrilfunktionen zu Aminofunktionen
von organischen Verbindungen vor, dadurch gekennzeichnet, dass es
darin besteht, den verbrauchten, aus dem Hydrierungsreaktionsmedium
abgetrennten Katalysator mit einer wässrigen Lösung einer basischen Verbindung,
die eine Konzentration an Anion höher als 0,01 mol/l aufweist,
zu mischen, das Gemisch auf einer Temperatur unterhalb von 130 °C zu halten,
dann den behandelten Katalysator mit Wasser oder einer basischen
wässrigen Lösung bis
zu einem End-pH der Waschwässer
zwischen 12 und 13 zu waschen.
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Gemäß einem
weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung kann das Verfahren zur
Regenerierung des Katalysators seine Hydrierung umfassen, die durch
Behandlung des Katalysators unter Wasserstoffatmosphäre bei einer
Temperatur unterhalb von 130 °C
durchgeführt
wird.
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Gemäß der Erfindung
kann der Katalysator unter Wasserstoffatmosphäre gesetzt werden, bevor man das
Gemisch verbrauchter Katalysator/basische Lösung auf Temperatur hält. In diesem
Fall werden die basische Behandlung und die Hydrierung des verbrauchten
Katalysators gleichzeitig ausgeführt.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
wird die Hydrierung des Katalysators vor dem Schritt des Mischens
mit der basischen wässrigen
Lösung
durchgeführt.
Schließlich
ist es auch möglich,
den mit einer basischen Lösung
behandelten und gegebenenfalls gewaschenen Katalysator dem Hydrierungsschritt
zu unterziehen.
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Unter ökonomischem
Gesichtspunkt und wegen der Einfachheit der Durchführung ist
das Verfahren bevorzugt, das darin besteht, die Behandlung mit einer
basischen Lösung
und die Hydrierung gleichzeitig durchzuführen.
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Die
verschiedenen Merkmale und Definitionen der Produkte oder Arbeitsbedingungen,
die nachstehend beschrieben werden, sind auf alle oben genannten
Ausführungsformen
anwendbar.
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Das
Regenerierungsverfahren der Erfindung kann diskontinuierlich oder
kontinuierlich durchgeführt werden.
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Das
Verfahren der Erfindung ermöglicht
eine Regenerierung des Katalysators für die Hydrierung oder die Hemihydrierung
bei niedriger Temperatur, das so eine Schädigung des Katalysators, spezieller
eine Verringerung des Dotierungseffekts der Metallelemente, die
in dem Raney-Katalysator enthalten sind, vermeidet.
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Gemäß der Erfindung
sind die Katalysatoren, die durch das oben beschriebene Verfahren
regeneriert werden können,
die Katalysatoren vom Raney-Typ, wie beispielsweise Raney-Nickel,
Raney-Kobalt. Diese Katalysatoren können vorteilhafterweise ein
oder mehrere weitere Elemente enthalten, die oft Dotierungsmittel genannt
werden, wie beispielsweise, Chrom, Titan, Molybdän, Wolfram, Mangan, Vanadium,
Zirkonium, Eisen, Zink und allgemeiner die Elemente der Gruppen
IIB, IVB, IIIB, VB, VIB, VIIB und VIII des Mendelejew-Periodensystems.
Unter diesen Dotierungselementen werden Chrom, Eisen und/oder Titan
oder ein Gemisch dieser Elemente als am vorteilhaftesten betrachtet
und sind üblicherweise
in einer Gewichtskonzentration (ausgedrückt bezogen auf das Metall
Raney-Nickel oder -Kobalt) von kleiner 10 %, vorzugsweise kleiner
5 % vorhanden.
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Die
Raney-Katalysatoren umfassen oft Spuren von Metallen, die in der
für die
Herstellung besagter Katalysatoren verwendeten Legierung vorhanden
sind. So ist in diesen Katalysatoren insbesondere Aluminium vorhanden.
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Gemäß einem
bevorzugten Merkmal der Erfindung ist die basische wässrige Lösung, die
zur Behandlung des Katalysators verwendet wird, eine Lösung einer
Alkalibase oder von Ammoniak. Vorzugsweise weist die basische Verbindung
eine hohe Löslichkeit
in Wasser auf.
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Als
geeignete basische Verbindungen kann man Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Lithium- oder Cäsiumhydroxid
nennen.
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Vorteilhafterweise
liegt die Konzentration an Anionen dieser basischen Lösung zwischen
0,01 N und 10 N, vorzugsweise zwischen 0,02 N und 7 N.
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Die
gewichtsbezogene Konzentration des Katalysators in der basischen
Lösung
liegt zwischen 5 und 30 %, bezogen auf das Reaktionsmedium.
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Bei
den Varianten, die eine Behandlung mit Wasserstoff umfassen, besteht
das Reaktionsmedium entweder aus der basischen Lösung und dem Katalysator, wie
zuvor beschrieben, oder aus dem verbrauchten Katalysator allein
oder aus dem mit der basischen Lösung
behandelten und gegebenenfalls gewaschenen Katalysator. Der Reaktor
wird unter einen Wasserstoffpartialdruck gesetzt, der vorteilhafterweise
höher als
105 Pa ist.
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Das
Reaktionsmedium wird dann auf eine Temperatur unterhalb von 130 °C, vorzugsweise
zwischen 100°C
und 130 °C über eine
Dauer erhitzt, die durch die Erfahrung und eine vorherige Kalibrierung
des Verfahrens bestimmt wird. Diese Dauer liegt in der Größenordnung
von einigen Stunden, vorteilhafterweise zwischen 1 Stunde und 10
Stunden.
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Um
einen Austausch mit dem in dem Reaktor enthaltenen Wasserstoff zu
ermöglichen
wird das Reaktionsmedium vorteilhafterweise gerührt. Selbstverständlich könnten andere
Verfahren zur Einspeisung des Wasserstoffs, wie Durchperlen, Füllkörperkolonne,
für die
Durchführung
dieser Behandlung verwendet werden, ohne die Erfindung zu verlassen.
Jedoch ist einer der Vorteile des Verfahrens der Erfindung, es zu
ermöglichen,
eine wirksame Behandlung mit einer hohen Regenerierungsausbeute
ohne die Notwendigkeit komplexer Verfahren, um den Kontakt des Wasserstoffs
und des Katalysators zu begünstigen,
zu erhalten.
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Nachdem
der Katalysator mit einer basischen Lösung behandelt worden ist und
gegebenenfalls einer Hydrierung unterzogen wurde, wird er entweder
aus dem Medium extrahiert oder in diesem Medium konzentriert durch
die üblichen
Techniken zur Konzentration oder Abtrennung, wie beispielsweise
Filtrieren, Dekantieren, Zentrifugieren, Verdampfen oder analoge.
Der so abgetrennte oder konzentrierte Katalysator wird einem Schritt
zum Waschen unterzogen, um die basische Lösung und auch alle Verunreinigungen
und Verbindungen, die die Aktivität des Katalysators begrenzen,
zu entfernen.
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Dieses
Waschen kann entweder durch Wasser oder durch eine verdünnte basische
Lösung
ausgeführt werden.
Das Waschen ermöglicht
es nämlich,
alle Verunreinigungen zu entfernen, soll aber den pH des Katalysators
auf einem Wert über
12, vorteilhafterweise zwischen 12 und 13 halten. Dieser pH wird
durch Messung desselben in den Waschwässern kontrolliert.
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So
ist bei einer bevorzugten Ausführungsform,
insbesondere wenn das Verfahren zu Regenerierung kontinuierlich
durchgeführt
wird, die Waschlösung
eine basische Lösung
mit einer Konzentration zwischen 0,01 N und 0,1 N.
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Der
so regenerierte Katalysator kann entweder allein oder im Gemisch
mit einem frischen Katalysator bei den Verfahren zur Hydrierung
von Verbindungen mit Nitrilfunktionen verwendet werden.
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Die
Erfindung hat auch ein Verfahren zur Hydrierung von Verbindungen,
die wenigstens eine Nitrilfunktion umfassen, zu Aminoverbindungen,
wie beispielsweise in der Patentanmeldung WO 95/19 959 beschrieben,
zum Gegenstand.
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Dieses
Verfahren besteht kurz gefasst darin, die Nitrilverbindung einem
Reaktionsmedium gemäß einer
gewichtsbezogenen Konzentration zwischen 0,001 % und 30 %, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Reaktionsmediums, zuzusetzen.
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Das
Reaktionsmedium ist ein flüssiges
Medium, das wenigstens ein Lösungsmittel
enthält.
Dieses Reaktionsmedium enthält
vorteilhafterweise Wasser in einer Menge von vorzugsweise weniger
oder gleich 50 %, bevorzugt zwischen 0,1 und 15 Gew.-%.
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Zusätzlich zu
dem Wasser kann ein Lösungsmittel
vom Typ Alkohol und/oder Amid vorgesehen werden, wie Methanol, Ethanol,
Propanol, Isopropanol, Butanol, die Glykole, Polyole, Dimethylformamid
oder Dimethylacetamid. Wenn Wasser vorhanden ist, stellt dieses
Lösungsmittel
zwei bis vier Gewichtsteile pro vorhandenem Teil Wasser dar.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Reaktionsmedium auch das Amin, dessen Herstellung durch
das Hydrierungsverfahren angestrebt wird. So wird im Fall der Hydrierung
von Adiponitril zu Hexamethylendiamin das Verfahren in Gegenwart
von Hexamethylendiamin durchgeführt.
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Die
Gewichtskonzentration an Amin liegt zwischen 50 und 99 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Lösungsmittels
des Reaktionsmediums.
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Das
Reaktionsmedium umfasst vorteilhafterweise eine basische Verbindung,
wenn der Katalysator vom Raney-Typ ist.
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Diese
Base ist in einer Konzentration von über 0,1 mol/kg Katalysator,
vorzugsweise zwischen 0,1 und 10 mol/kg vorhanden.
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Die
Hydrierungsreaktion wird durchgeführt, indem man in dem Behälter einen
geeigneten Wasserstoffdruck, das heißt vorteilhafterweise zwischen
0,10 und 10 MPa, und eine Temperatur des Reaktionsmediums unter
150 °C,
vorzugsweise kleiner oder gleich 100 °C, aufrechterhält.
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Das
obige Verfahren ist zur Veranschaulichung angegeben. Die Erfindung
kann auch auf andere Verfahren angewendet werden, bei denen beispielsweise
die Hydrierung in Gegenwart von Ammoniak durchgeführt wird.
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Die
Erfindung hat auch ein Verfahren zur Hemihydrierung von Verbindungen
mit wenigstens zwei Nitrilfunktionen, bei denen wenigstens eine
Nitrilfunktion zu einer Aminofunktion reduziert wird, zum Gegenstand.
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Solche
Verfahren werden insbesondere für
die Synthese von Aminonitrilverbindungen, die durch cyclisierende
Hydrolyse Lactame ergeben, verwendet. Diese Lactame sind Monomere
für die
Herstellung von Homopolyamiden.
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So
ist eine der industriellen Anwendungen die Herstellung von Caprolactam,
Monomer von Polyamid 6, das durch Hemihydrierung von Adiponitril
zu Aminocapronitril und cyclisierende Hydrolyse dieser Verbindung
zu Caprolactam erhalten wird.
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Dieses
Verfahren ist insbesondere in den Patentanmeldungen WO 93/16 034,
WO 93/12 073,
US 4 248 799 beschrieben.
Dieses Verfahren verwendet als Katalysator ein Raney-Nickel.
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So
wird bei diesem Verfahren das Adiponitril in ein Reaktionsmedium
gegeben, das eine Alkalibase und/oder Ammoniak, Wasserstoff, einen
Raney-Nickel-Katalysator und einen Komplex eines Übergangsmetalls
umfasst. Das Reaktionsmedium kann ein Lösungsmittel, wie einen Alkohol
umfassen.
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Der
Katalysator ist entweder in dem Reaktionsmedium dispergiert oder
auf einem Festbett gebunden.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
kann der Raney-(Nickel oder Kobalt)-Katalysator mit einem Alkalialkanolat
behandelt werden, wobei die Hydrierungsreaktion in Abwesenheit von
Wasser und in Gegenwart eines aprotischen Lösungsmittels, wie Tetrahydrofuran,
Dioxan, die aliphatischen Diamine, die Alkohole oder die Ether,
durchgeführt
werden kann.
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Das
Verfahren zur Hemihydrierung kann auch unter Verwendung eines Raney-Katalysators, wie
Raney-Nickel, der ein Dotierungselement, wie zuvor definiert, enthält, durchgeführt werden.
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Bei
diesem Verfahren umfasst das Hydrierungsmedium Wasser in einer Menge,
bezogen auf die Gesamtheit der flüssigen Verbindungen des Reaktionsmediums,
von wenigstens 0,5 Gew.-%, Aminonitril und/oder Diamin, die durch
die Hydrierung gebildet werden, und nicht umgewandelte Nitrilverbindung.
Das Reaktionsmedium umfasst auch eine starke anorganische Base,
nämlich
ein Alkalihydroxid, das in einer Konzentration von 0,1 mol/kg bis
3 mol/kg Katalysator vorhanden ist.
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Bei
diesen Verfahren können
die Katalysatoren aus einem Gemisch von frischem Katalysator und
von gemäß dem Verfahren
der Erfindung regeneriertem Katalysator bestehen. Man kann auch
nur einen regenerierten Katalysator verwenden.
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Die
Nitrilverbindungen, die durch die Verfahren der Erfindung vollständig oder
teilweise reduziert werden können,
sind beispielsweise die alpha-Omega-Dinitrile, die eine lineare
oder verzweigte aliphatische Kette mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen
umfassen, wie Adiponitril, Methylglutaronitril, Ethylsuccinonitril,
Malononitril, Succinonitril, Glutaronitril oder ein Gemisch dieser
Verbindungen.
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Im
Allgemeinen werden die Katalysatoren, die durch das Verfahren der
Erfindung regeneriert werden können,
vorteilhafterweise in Kombination mit einer basischen Verbindung
bei den Verfahren zur Hydrierung der Nitrilverbindungen verwendet.
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Weitere
Vorteile, Einzelheiten der Erfindung werden sich angesichts der
Beispiele, die nachstehend nur illustrativ ohne beschränkende Wirkung
angegeben sind, klarer zeigen.
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Beispiel
1: Regenerierung eines Raney-Ni-Katalysators, der bei einem Verfahren
zur Hydrierung von Adiponitril (ADN) zu Hexamethylendiamin (HMD)
verwendet wird Die Hydrierung von Adiponitril (ADN) wird mit Hilfe
eines Katalysators auf der Basis von Raney-Nickel 50 (dotiert mit
1,8 % Cr und 1 % Eisen) in Gegenwart eines Alkalihydroxids, wie
KOH und/oder NaOH gemäß dem in
dem Patent WO 95/17 959 beschriebenen Verfahren durchgeführt.
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Wenn
die Aktivität
des Katalysators für
eine korrekte Nutzung des Verfahrens zur Hydrierung von Adiponitril
nicht mehr ausreichend ist, wird dieser von dem Reaktionsmedium
abgetrennt, um gemäß dem Verfahren
der Erfindung regeneriert zu werden. Der im vorliegenden Beispiel
behandelte Katalysator hat eine Aktivität von gleich 30 % der Aktivität des frischen
Katalysators.
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Die
Aktivität
des Katalysators wird durch den folgenden standardisierten Katalysatortest
bestimmt:
Man entnimmt etwa 1 bis 2 g Raney-Nickel-Brühe, die
man 6-mal mit 50 ml destilliertem Wasser wäscht. Man wiegt exakt 0,40
g Katalysator in einem Pyknometer ab. Besagter Katalysator wird
in einen 150 ml-Autoklaven aus Edelstahl gegeben, der mit einem
Rührsystem,
einem Heizsystem, Mitteln zum Einführen von Wasserstoff und Reaktanden
und Mitteln zur Messung und Kontrolle der Temperatur und des Drucks
ausgestattet ist. Mit dem Katalysator schleppt man auch etwa 0,4
g Wasser mit ein (diese Menge wird bei der Gewichtszusammensetzung
der 42 g Reaktionslösungsmittel,
das aus 90 % HMD und 10% Wasser besteht, berücksichtigt). Man befüllt den
Autoklaven unter Argonatmosphäre
mit HMD, Wasser und Kaliumhydroxid (in einer Menge von 0,05 % des
Gewichts des Reaktionsgemischs, d.h. 0,8 mol KOH/kg Ni). Der Autoklav
wird mit Stickstoff und Wasserstoff gespült. Er wird dann auf 80 °C geheizt
und über
ein Wasserstoffvorratsgefäß unter
25 bar Wasserstoff gehalten. Man startet das System zur Aufzeichnung
des Wasserstoffdrucks in besagtem Vorratsgefäß und man spritzt schnell 6
g ADN ein. Die Hydrierung wird bis zum Ende des Wasserstoffverbrauchs
verfolgt.
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Die
Anfangsgeschwindigkeit der Hydrierung, die mit den verbrauchten
und regenerierten Katalysatoren erhalten wird, wird mit derjenigen
verglichen, die mit frischem Raney-Nickel 50 erhalten wird und die
Aktivität
eines Katalysators ist durch die folgende Formel gegeben: Aktivität
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Der
obige verbrauchte Katalysator wird mit einer 6N Natriumhydroxidlösung gemischt,
um ein Gemisch mit der folgenden Massenzusammensetzung zu erhalten:
Ni/6N NaOH 18/82.
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Dieses
Gemisch wird in einen 500 ml-Kolben gefüllt und 3 h unter Rückfluss
bei 105 °C
gerührt.
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Der
Katalysator wird dann mit Wasser bis zu einem pH etwa gleich 12,5
gewaschen, um den Niederschlag der Natriumaluminate in Form von
Aluminiumtrihydroxiden zu verhindern, um eine Deaktivierung des Katalysators
während
der Lagerung zu vermeiden. Der pH wird durch Messung des pH der
Waschwässer
kontrolliert.
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Die
Aktivität
des Katalysators für
die Herstellung von HMD, die 30 % betrug, ist nach der Regenerierung
gleich 90 %.
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Beispiel
2: Regenerierung eines Raney-Ni-Katalysators, der bei einem Verfahren
zur Hemihydrierung von Adiponitril (ADN) zu Aminocapronitril (ACN)
verwendet wird.
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Der
Katalysator, der bei einem Verfahren zur Hemihydrierung von Adiponitril
zu Aminocapronitril, das gemäß den in
dem Patent WO 93/16 034 beschriebenen Bedingungen durchgeführt wird,
verwendet wird, ist ein Raney-Nickel, das mit dem in Beispiel 1
beschriebenen identisch ist.
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Der
gewonnene verbrauchte Katalysator weist eine Aktivität gleich
10 % von derjenigen eines frischen Katalysators auf.
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Dieser
Katalysator wird mit einer 0,05 N Natriumhydroxidlösung gemischt,
um ein Gewichtsverhältnis verbrauchter
Katalysator/flüssige
Phase gleich 20/80 zu erhalten.
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Dieses
Gemisch wird in einen 1,3 l-Autoklaven aus Edelstahl gegeben, der
auf gleiche Art wie die zuvor beschriebene 150 ml-Apparatur ausgestattet
ist.
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Der
Reaktor wird mit Wasserstoff auf 20 bar unter Druck gesetzt, mit
500 U/min gerührt
und auf 120 °C
erhitzt. Eine hohe Gas/Flüssigkeit-Übertragung
ist nicht notwendig, da die Löslichkeit
des Wasserstoffs unter den Regenerierungsbedingungen ausreichend
ist. Nach 1 h bei 120 °C
wird der Reaktor schnell unter Wasserstoff abgekühlt und das Gemisch Flüssigkeit/Feststoff
entnommen.
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Der
Katalysator wird dann kontinuierlich mit einer 0,05 N NaOH-Lösung gewaschen.
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Die
Aktivität
des Katalysators vor der Regenerierung beträgt 10 %, nach Regenerierung
ist diese Aktivität
gleich derjenigen des frischen Katalysators, d.h. etwa 100 %.
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Beispiel
3: Regenerierung eines Raney-Ni-Katalysators, der bei einem Verfahren
zur Hydrierung von Adiponitril (ADN) zu Hexamethylendiamin (HMD)
verwendet wird Der verbrauchte Katalysator des Beispiels 1 wurde
einer Regenerierung gemäß dem in
Beispiel 2 beschriebenen Verfahren unterzogen, wobei die Natriumhydroxidlösung eine
Konzentration von 3 N anstelle von 0,05 N hatte.
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Die
Aktivität
des regenerierten Katalysators ist gleich derjenigen des frischen
Katalysators.
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Beispiel
4: Regenerierung eines Raney-Ni-Katalysators, der bei einem Verfahren
zur Hemihydrierung von Adiponitril (ADN) zu Aminocapronitril (ACN)
und Hexamethylendiamin verwendet wird.
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Die
Katalysatoren, die bei einem Verfahren zur Hydrierung von Adiponitril
zu HMD und ACN, wie in dem Patent
US
5 151 543 beschrieben, verwendet werden, werden gemäß dem in
obigem Beispiel 2 beschriebenen Verfahren regeneriert.
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Die
verbrauchten Katalysatoren, die aus der Synthese von ACN und der
Synthese von HMD stammen, deren Aktivität 30 % beziehungsweise 10 %
beträgt,
weisen nach der Regenerierung eine Aktivität auf, die gleich derjenigen
der frischen Katalysatoren ist.