DE698752C - Schaltanordnung zur Wiedergabe von Tonaufzeichnungen in Halbwellenschrift - Google Patents
Schaltanordnung zur Wiedergabe von Tonaufzeichnungen in HalbwellenschriftInfo
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Description
- Schaltanordnung zur Wiedergabe von Tonaufzeichnungen in Halbwellenschrift Die Abtastung von Tonschriften, bei denen die Halbwellen .getrennt voneinander aufgezeichnet sind., geschieht in der Weise, daß die beiden Halbwellenaufzeich.nungen von je einer Photozelle abgetastet werden und die von den in Gegentakt arbeitenden Photozellen gelieferten Halbwellenspannungen mittels eines Gegentakttransformators zu einem einzigen Kurvenzug vereinigt werden. Die Vereinigung kann dabei am Verstärkereingang oder auch am Verstärkerausgang stattfinden, wobei es .im letzteren Falle Voraussetzung ist, daß der verwendete Verstärker eine einwandfreie Übertragung von Halbwellenspannungen gestattet.
- Es hat sich nun gezeigt, daß eine einwandfreie Zusammensetzung von Halbwellciispannungen zu einem Kurvenzug mit einem Gegentagcttra-nsformator nicht möglich ist. Die den Gegentaktwicklungen des Gegentakttransformators aufgedrückten Halbwellenspannungcn haben die gliche Wirkung wie das abwechselnde Öffnen und Schließen eines Stromkreises, in dem sich eine Selbstinduktion befindet, da das Einsetzen und das Aufhören einer einzelnen Halbwelle <lem Schließen und Öffnen eines Stromkreises gleichkoinnit. Hierdurch werden in den betreffenden Gcgcntal;t-Wicklungen .des Gegentakttransformators Induktionsspannungen erzeugt, die über den Gegentakttransformator auf den an die andere Gegentaktwicklung angeschlossenen Stromkreis z.ürückwirken und zu untragbaren Verzerrungen Anlaß geben.
- Es sind ferner Schaltanordnungen bekannt, bei denen die beiden in Gegentakt geschalteten Photozellen über Ohmsche Widerstände als Kopplungsglieder auf einen Gegentaktverstärker arbeiten. Die Zusammensetzung der verstärkten Halbwellenspannungen erfolgt am Verstärkerausgang ebenfalls durch einen G°-gentakttransformator, so daß bei dieser Schaltanordnung die gleichen Fehler auftreten, -wie bei den oben beschriebenen Schaltungen.
- Zur Vermeidung der durch .die Verwendung-eines Gegentakttransformators auftretenden Verzerrungen wird daher erfindungsgemäß vorgeschlagen, <laß ungleichnamige Elektroden der beiden Abtastphotozellen an den Steuergittern der heilen Röhren eines Gegentaktverstärkers liegen, die ihrerseits mit den beiden Enden eines Potentiometers verbunden sind, dessen Schleifer an der gemeinsamen Kathode .cler beiden Verstärkerröhren und an einem llittela@hgriff der Spannungsquelle liegt, anderen Enden die nicht an den Gittern der Verstärkerröhren liegenden Elektroden der Photozellen angeschlossen sind, während den Anoden der beiden Verstärkerröhren die Anodenspannung über einen gemeinsamen Widerstand zugeführt wird, an dein die zusammengesetzte Wechselepännung abgegriffen wird.
- Im Gegensatz zu den bekannten Abtastschaltungen der Photozellen für die Wiedergabe von Gegentaktaufzeichnungen liegen also an den Gittern -der beiden nachgeschalteten, im Gegentakt arbeitenden Verstärkerröhrendie ungleichnamigen Elektroden je einer Photozelle. Dadurch wird für jede Photozelle eine eigene Spannungsquelle notwendig. Man kann sich jedoch einer Spannungsquelle mit Mittelangriff bedienen, deren Enden an .den ungleichnamig und nicht an den Gittern der Verstärkerröhren angeschlossenen Elektroden der Photozellen liegen und deren Mittelabgriff einmal an der gemeinsamen Kathode der Verstärkerröhren und außerdem an dem Schleifer des Potentioineters liegt, das die Photozellenableitwiderstände bildet. An den beiden Enden des Potentiometers liegen Gitter der A'erstärkerröhren mit den entsprechenden Photozellenelektroden.
- Werden nun die beiden Anoden der nachl;eschalteten, im Gegentakt arbeitenden Ver-:tärkerröhren zusammengeschaltet und ihre Anodenspannungen über einen gemeinsamen 1Viderstand geführt. so kann an den Enden <fieses Widerstandes die zusammengesetzte reine Wechselspannung abgegriffen und einem Leistungsverstärker zugeführt ,werden. Das Minimum der Ausschläge eines in den Anodenkreis eingeschalteten schnell folgenden Strommessers zeigt die Symmetrie an, die ihrerseits durch Einregulierung der als Potentiometer ausgebildeten Photozellenableitwiderstände eingestellt wird.
- Die Erfindung sei an Hand ,der in der Abbildung dargestellten Schaltung erläutert. Die zur Abtastung der beiden I3albwellenaufzeichnungen dienenden Photozellen sind mit i und 2 bezeichnet. Die Anode der Photozelle i liegt an dein Gitter der Verstärkerröhre 5, während die Kathode der Photozelle :2 an (lein Gitter der Verstärkerröhre 6 liegt. Zwischen der Kathode der I'liotozelle i und der Anode der Photozelle 2 liegen in Reihe geschaltet die Spannungsquellen i i und 12, deren Verbindungspunkt an dein Schleifer des Potentionietel-s 3 und :in dein negativen Pol der Gittcrliatterie io lie-t. Die Enden des Potentionicters 3 liegen an den Gittern der Verstärkerröhren 5 und-6. Die beiden Verstärkerröhren 5 und 6 sind eingangsseitig in Gegentakt geschaltet. Durch die Gittervorspannung io wird der Arbeitspunkt der Verstärkerröhren wie bei einem Gegentakt-A-Verstärker auf die Mitte der Kennlinie gelegt.
- Die Anoden der Verstärkerröhren 5 und 6 sind miteinander verbunden und liegen an (lern einen Ende des beiden Verstärkerröhren ;;emeinsamen Anodenwiderstandes 8, dessen anderes Ende mit dem Pluspol der Anodenspannungsquelle d. verbunden ist. In dem beiden Verstärkerröhren gemeinsamen Teil der Anödenkreise liegt ein Strommeßgerät 7 hoher Eigenfrequenz zur Überwachung der Symmetrie, das den mittleren Anodenstrom der Verstärkerröhren 5 und 6 anzeigt.
- Ist Symmetrie vorhanden, so wird bei dem Auftreten der Halbwellenspannungen an den Steuergittern der Verstärkerröhren 5 und 6 der mittlere Anodenstrom durch den Anodenwiderstand 8 und das Strommeßgerät 7 nicht geändert, das Strommeßgerät 7 bleibt also in Ruhe. Ist jedoch keine Symmetrie vorhanden, so .ist der mittlere Anodenstrom verschieden, je nachdem, an welcher Verstärkerröhre gerade die Halbwellenspannung auftritt; .das Strommeßgerät 7 wird also iln Rhythmus ,der Halbwellenspannungen hin und her schwanken. Zur Herstellung der genauen Symmetrie ist es also nur notwendig, das Potentiometer 3 so lange zu verändern, his das Strommeßgerät 7 die geringsten Schwankungen zeigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltanordnung zur Wiedergabe v on Tonaufzeichnungen in Hal;bwellenschrift mittels zweier auf die beiden Steuergitter der beiden Röhreneines Gegentaktverstärkers arbeitenden Photozellen, dadurch gekennzeichnet, daß ungleichnamige Elektroden der Zellen (i, 2) an den Steuergittern (5, 6) liegen, die ihrerseits mit den beiden Enden eines Potentionieters (3) verbunden sind, dessen Schleifer an der gemeinsannen Kathode der beiden Verstärkerröhren (5, 6) und an einem Alittelabgriff der Spannungsquelle (1i, 12) liegt, an deren Enden die nicht an den Gittern der Verstärkerröhren liegenden Elektroden der I'liotozellen (i, 2) angeschlossen sind, während den Anoden der beiden Verstärkerröhrcn die Anodenspannung über einen gemeinsamen Widerstand (8) zugeführt wird, an dein die zusannncngesetzte Wechselspannung <tbgegriffeii wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1939U0014694 DE698752C (de) | 1939-03-31 | 1939-03-31 | Schaltanordnung zur Wiedergabe von Tonaufzeichnungen in Halbwellenschrift |
| DEU14805D DE720386C (de) | 1939-03-31 | 1939-07-02 | Schaltanordnung zur wahlweisen Wiedergabe von Tonaufzeichnungen in Halbwellenschrift und gewoehnlicher Eintaktschrift |
| DEU15681D DE745036C (de) | 1939-03-31 | 1942-05-28 | Schaltungsanordnung zur Wiedergabe von Halbwellentonschriften |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1939U0014694 DE698752C (de) | 1939-03-31 | 1939-03-31 | Schaltanordnung zur Wiedergabe von Tonaufzeichnungen in Halbwellenschrift |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE698752C true DE698752C (de) | 1944-01-07 |
Family
ID=7568699
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1939U0014694 Expired DE698752C (de) | 1939-03-31 | 1939-03-31 | Schaltanordnung zur Wiedergabe von Tonaufzeichnungen in Halbwellenschrift |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE698752C (de) |
-
1939
- 1939-03-31 DE DE1939U0014694 patent/DE698752C/de not_active Expired
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