DE69904009T2 - Photographisches Tag/Nacht-Display-Material mit biaxial gereckter Polyolefinschicht - Google Patents

Photographisches Tag/Nacht-Display-Material mit biaxial gereckter Polyolefinschicht

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DE69904009T2
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Robert Paul Bourdelais
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Description

  • Diese Erfindung betrifft photographische Materialien. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform betrifft sie Trägermaterialien für photographische reflektierende und Übertragungs-Schaubildmaterialien (Displays).
  • Aus dem Stande der Technik ist bekannt, dass photographische Schaubildmaterialien zu Werbezwecken wie auch für dekorative Displays von photographischen Bildern verwendet werden. Da diese Schaubild-(Display)-Materialien zu Werbezwecken verwendet werden, ist die Bildqualität des Schaubildmaterials kritisch bezüglich des Ausdrucks der Qualitätsbotschaft des Produktes oder der Dienstleistung, die angeboten wird. Weiterhin muss ein photographisches Displaybild eine hohe Wirksamkeit aufweisen, da es versucht, die Aufmerksamkeit des Verbrauchers auf das Displaymaterial zu lenken und die erwünschte Botschaft, die es übermitteln soll. Zu typischen Anwendungsformen für Schaubildmaterialien gehören Produkt- und Dienstleistungsangebote in öffentlichen Plätzen wie Flughäfen, Bussen und Sportstadien sowie Filmposter und die Kunstphotographie. Die erwünschten Attribute eines photographischen Schaubildmaterials von hoher Qualität und Wirksamkeit sind ein schwachblaues Dichteminimum, Dauerhaftigkeit, Schärfe und Ebenheit. Die Kosten sind ebenfalls wichtig, da Schaubildmaterialien dazu neigen, kostspielig zu sein im Vergleich mit alternativer Schaubildmaterial-Technologie, hauptsächlich lithographischen Bildern auf Papier. Für Schaubildmaterialien ist ein traditionelles Farbpapier ungeeignet, da es diesem an der Festigkeit für die Handhabung und Photoentwicklung mangelt und es nicht für die Zurschaustellung von großformatigen Bildern geeignet ist.
  • Bei der Herstellung von Farbpapier ist bekannt, dass das Trägerpapier eine aufgebrachte Schicht aus einem Polymeren, in typischer Weise Polyethylen aufweist. Diese Schicht dient dazu, das Papier wasserfest zu machen, wie auch zur Erzeugung einer glatten Oberfläche, auf der photosensitive Schichten erzeugt werden. Die Herstellung einer geeigneten glatten Oberfläche ist schwierig, sie erfordert eine große Sorgfalt sowie Kosten für die Gewährleistung einer geeigneten Abscheidung und Abkühlung der Polyethylenschichten. Die Formation einer in geeigneter Weise glatten Oberfläche würde ferner die Bildqualität verbessern, da das Schaubildmaterial mehr offensichtliche Schwärze aufweisen würde, da die reflektierenden Eigenschaften des verbesserten Trägers gerichteter sind als die der Materialien des Standes der Technik. Da die weißen Bereiche weißer sind und die schwarzen Bereiche schwärzer, liegen mehr Abstufungen zwischen diesen vor, weshalb der Kontrast erhöht wird. Es wäre wünschenswert, wenn eine zuverlässigere und verbesserte Oberfläche bei geringeren Kosten erzeugt werden könnte.
  • Photographische reflektierende Papiere des Standes der Technik weisen eine aus der Schmelze extrudierte Polyethylenschicht auf, die auch als Trägerschicht für optische Aufheller und andere Weißmachermaterialien wie auch für Tönungsmittel dient. Es wäre wünschenswert, wenn der optische Aufheller, die Weißmachermaterialien und Tönungsmittel anstatt in einer einzelnen aus der Schmelze extrudierten Schicht aus Polyethylen dispergiert zu werden, näher an der Oberfläche konzentriert werden könnten, wo sie optisch effektiver wirken würden.
  • Die Schaubild-(Display)-Materialien des Standes der Technik lassen sich historisch gesehen einteilen in entweder reflektierende Materialien oder Übertragungsmaterialien. Reflektierende Schaubildmaterialien sind in typischer Weise hochpigmentierte Bildträger mit einer lichtempfindlichen aufgebrachten Silberhalogenidbeschichtung. Reflektierende Schaubildmaterialien werden in typischer Weise im Rahmen kommerzieller Anwendungen eingesetzt, wo ein Bild dazu verwendet wird, eine Idee oder Botschaft zu übermitteln. Ein Beispiel für eine Anwendung eines reflektierenden Schaubildmaterials ist die Produktwerbung in einem öffentlichen Bereich. Die reflektierenden Schaubildmaterialien des Standes der Technik wurden optimiert, um ein gefälliges Bild zu erzeugen unter Anwendung von reflektierendem Licht. Übertragungs-Schaubildmaterialien werden im Falle kommerzieller Bildaufzeichnungs- Anwendungen verwendet und werden in typischer Weise von hinten mittels einer Lichtquelle angestrahlt. Übertragungs-Schaubildmaterialien weisen in typischer Weise einen klaren Träger auf mit einem eingeführten Diffusor, der mit einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsion aufgetragen wird. Die Übertragungs-Schau- Bildmaterialien des Standes der Technik wurden optimiert, um ein gefälliges Bild zu erzeugen, wenn das Bild von hinten mit einer Vielzahl von Lichtquellen bestrahlt wird. Da reflektierende Produkte wie auch Übertragungsprodukte des Standes der Technik optimiert wurden, um entweder ein Reflexions-Schaubild zu erzeugen oder ein Übertragungs-Schaubild, mussten zwei separate Produktformen bei der Herstellung existieren und der kommerzielle Drucker musste zwei Bestände von Schaubildmaterialien aufrechterhalten. Ferner gilt, dass, wenn die Qualität der Hintergrundbelichtung für das Übertragungs-Schaubildmaterial vermindert wird, beispielsweise wenn eine Hintergrundlampe ausbrennt oder wenn der Ausstoß des Hintergrundlichtes mit der Zeit abnimmt, das Übertragungsbild dunkel erscheint und der kommerzielle Wert des Bildes vermindert wird. Wünschenswert wäre es, wenn ein Bildträger sowohl als Reflexions- wie auch als Übertragungs(Transmissions)-Schaubildmaterial dienen könnte.
  • Die Übertragungs-Schaubildmaterialien des Standes der Technik verwenden eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsion einer hohen Beschichtungsstärke, um die Dichte des Bildes zu erhöhen im Vergleich zu photographischen reflektierenden Printmaterialien. Während die Erhöhung der Beschichtungsstärke die Dichte des Bildes in dem Übertragungsraum erhöht, wird die Zeitspanne, um das Bild zu entwickeln, ebenfalls erhöht, wenn die Beschichtungsstärke ansteigt. In typischer Weise hat ein Übertragungs-Schaubildmaterial von hoher Dichte eine Entwicklungszeit von 110 Sekunden im Vergleich zu einer Entwicklungszeit von 45 Sekunden oder weniger im Falle von photographischen Printmaterialien. Übertragungs-Schaubildmaterialien des Standes der Technik mit hoher Dichte vermindern, wenn sie entwickelt werden, die Produktivität des Entwicklungslabors. Weiterhin erfordert das Auftragen einer hohen Beschichtungsstärke der Emulsion eine zusätzliche Trocknung der Emulsion bei der Herstellung, wodurch die Produktivität der Emulsions-Beschichtungsvorrichtungen reduziert wird. Wünschenswert wäre es, wenn ein Übertragungs- Schaubildmaterial hergestellt werden könnte, das eine hohe Dichte aufweist und eine Entwicklungsdauer von weniger als 50 Sekunden benötigt.
  • Reflektierende photographische Materialien des Standes der Technik mit einem Polyesterträger verwenden einen mit TiO&sub2; pigmentierten Polyesterträger, auf den lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionen aufgetragen sind. In der WO 94104961 wurde vorgeschlagen, einen opaken Polyester mit 10% bis 25% TiO&sub2; für einen photographischen Träger zu verwenden. Das TiO&sub2; in dem Polyester verleiht den reflektierenden Schaubildmaterialien ein unerwünschtes opaleszierendes Aussehen. Der mit TiO&sub2; pigmentierte Polyester ist ferner kostspielig, da das TiO&sub2; über die gesamte Dicke dispergiert werden muss, in typischer Weise von 100 bis 180 um. Das TiO&sub2; verleiht dem Polyesterträger ferner ein schwachgelbes Aussehen, das im Falle eines photographischen Schaubildmaterials unerwünscht ist. Für die Verwendung als photographisches Schaubildmaterial muss der Polyesterträger, der TiO&sub2; enthält, blau eingefärbt werden, um dem gelben Ton des Polyesters entgegenzuwirken, was zu einem Verlust an dem erwünschten Weißheitsgrad führt und was zur Erhöhung der Kosten des Schaubildmaterials beiträgt. Wünschenswert wäre es, wenn ein reflektierender Schaubildträger hergestellt werden könnte, der kein TiO&sub2; im Träger enthält und bei dem das TiO&sub2; nahe der lichtempfindlichen Emulsion konzentriert werden könnte.
  • Photographische Schaubildmaterialien des Standes der Technik verwenden einen Polyester als Basis für den Träger. In typischer Weise ist der Polyesterträger 150 bis 250 um dick, damit er die erforderliche Steifheit aufweist. Ein dünneres Basismaterial würde die Kosten vermindern und die Wirksamkeit der Walzenbearbeitung erhöhen, da die Walzen weniger wiegen würden und einen geringeren Durchmesser haben könnten. Wünschenswert wäre es, wenn ein Basismaterial verwendet werden könnte, das die erforderliche Steifheit aufweist, jedoch dünner ist, um die Kosten zu vermindern und um die Walzen-Bearbeitungswirksamkeit zu verbessern.
  • Es besteht ein fortgesetztes Bedürfnis nach einem verbesserten Produkt, das ein kräftiges reflektierendes Bild liefert, wenn es direkt betrachtet wird und das ferner ein scharfes kräftiges Bild liefert, wenn es von hinten belichtet wird.
  • Es ist ein Ziel der Erfindung, die Nachteile der Schaubildmaterialien des Standes der Technik zu überwinden.
  • Es ist ein anderes Ziel, ein überlegenes, geringere Kosten verursachendes und festeres Schaubildmaterial bereitzustellen.
  • Diese und andere Ziele der Erfindung werden erreicht mittels eines photographischen Elementes mit den Merkmalen des beigefügten Anspruches 1.
  • Die Erfindung stellt ein Material bereit, das, wenn in ihm ein Bild aufgezeichnet wird und wenn das Bild entwickelt wird, zu einem kräftigen scharfen reflektierenden Bild führt und das es auch ermöglicht, dass, wenn das Bild von hinten belichtet wird, ein scharfes klares Bild im Falle von Situationen von geringem Lieht erzeugt wird. Die Erfindung stellt ein Produkt bereit, das mit einem Silberhalogenidbild auf jeder Seite versehen ist, jedoch dennoch eine einzelne Exponierungsstufe beibehält und eine kurze Entwicklungszeit erfordert.
  • Die Erfindung weist zahlreiche Vorteile gegenüber den Methoden des Standes der Technik auf. Die Erfindung stellt ein festeres Material bereit, da die biaxial orientierte Polyolefinfolie zu einer Steifheit führt. In dem Material kann, da es im Falle seiner bevorzugten Ausführungsform Silberhalogenid-Bildaufzeichnungsschichten auf beiden Seiten einer Polymerfolie aufweist, ein Bild aufgezeichnet werden unter Verwendung einer Vorrichtung, die ein ausgeblendetes Strahlenbündel erzeugt, durch eine einzelne Exponierung. Da zwei relativ dünne Schichten von Silberhalogenid-Bildmaterialien vorliegen, kann die Entwicklung des erfindungsgemäßen Elementes rasch durchgeführt werden, da das Eindringen der Entwicklungslösung durch die dünnen Schichten des Bildaufzeichnungsmaterials schnell erfolgt. Das erfindungsgemäße Material weist geringere Kosten auf, da eine dünnere Polyethylenterephthalatfolie verwendet werden kann, da die Festigkeit durch die biaxial orientierte Polyolefinfolie erzeugt wird. Diese und andere Vorteile ergeben sich aus der folgenden detaillierten Beschreibung.
  • Die hier gebrauchten Merkmale "oberes Teil", "oberes", "Emulsionsseite" und "Oberfläche" beziehen sich auf die Seite oder auf die Richtung der Seite des laminierten Trägers, der die biaxial orientierte Folie aufweist. Die Merkmale "unteres Teil", "untere Seite" und "Rückseite" beziehen sich auf die Seite oder in Richtung zur Seite gegenüber der oberen Seite, wo die biaxial orientierte Folie auflaminiert ist. Das hier benutzte Merkmal "transparent" bedeutet, dass Strahlung durch das Material gelangen kann ohne ins Gewicht fallende Abweichung oder Absorption. Im Falle dieser Erfindung ist ein "transparentes" Material definiert als ein Material, das eine spektrale Transmission von größer als 90% aufweist. Im Falle eines photographischen Elementes ist die spektrale Transmission das Verhältnis von durchgelassener oder übertragener Energie zur auftreffenden Energie, wobei die spektrale Transmission ausgedrückt wird als Prozentsatz wie folgt: TRGB = 10-D·100, worin D der Mittelwert des roten, grünen und blauen Status-A-Transmissions-Dichte-Ansprechvermögens ist, gemessen mittels eines photographischen Transmissions-Densitometers vom Typ X-Rite Modell 310 (oder eines vergleichbaren Modelles). Das hier gebrauchte Merkmal "duplitiziert" bedeutet eine lichtempfindliche Silberhalogenidbeschichtung auf der oberen Seite und der unteren Seite des Bildaufzeichnungsträgers.
  • Die Schichten der biaxial orientierten Polyolefinfolie, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, weisen Porengrade, Gehalte an TiO&sub2; und Färbemitteln auf, die eingestellt sind, um optimale Transmissions- und Reflexionseigenschaften zu erzielen. Die biaxial orientierte Polyolefinfolie ist auf einen transparenten Polymerträger auflaminiert zur Erzielung von Steifheit für eine wirksame Bildentwicklung, wie auch eine wirksame Produkthandhabung und ein wirksames Schaubild. Ein wesentlicher Aspekt dieser Erfindung besteht darin, dass der Bildaufzeichnungsträger mit einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsion auf sowohl der oberen Seite als auch der unteren Seite beschichtet ist. Diese duplitizierte Silberhalogenidbeschichtung, kombiniert mit den optischen Eigenschaften der biaxial orientierten Folie liefert ein akzeptables photographisches Schaubildmaterial, das sowohl für Reflexionszwecke wie auch Transmissionszwecke verwendet werden kann. Das "duale" Schaubildmaterial dieser Erfindung ist von beträchtlichem kommerziellen Wert, da die photographischen Schaubildmaterialien des Standes der Technik entweder reflektierende Schaubildmaterialien oder Transmissions-Schaubildmaterialien sind. Es wurde gefunden, dass die duplitizierte Emulsionsbeschichtung in einem Bereich liegen sollte, der größer ist als 60% und geringer ist als 125% der typischen Emulsionsbeschichtung im Falle eines reflektierenden Papiers. Es hat sich gezeigt, dass die Emulsionsbeschichtung der oberen Seite von größer als 125% der typischen Papieremulsionsbeschichtung zu einer beträchtlichen und nachteiligen Abschwächung des Bildaufzeichnungslichtes führt, was zu einer Unterexponierung der Emulsionsbeschichtung der unteren Seite führt.
  • Jede geeignete biaxial orientierte Polyolefinfolie kann als Folie für die obere Seite des laminierten Trägers der Erfindung verwendet werden. Bevorzugt verwendet werden Mikroporen aufweisende biaxial orientierte Verbundfolien, da die Poren zu einer Opazität ohne Verwendung von TiO&sub2; führen. Mikroporen aufweisende orientierte Verbundfolien werden in geeigneter Weise hergestellt durch Koextrusion der Kern- und Oberflächenschichten, mit anschließender biaxialer Orientierung, wobei die Poren rund um Poren erzeugende Materialien gebildet werden, die in der Kernschicht enthalten sind. Derartige Verbundfolien werden beispielsweise beschrieben in den US-A-4 377 616; 4 758 462 und 4 632 869.
  • Der Kern der bevorzugten Verbundfolie sollte 15 bis 95% der Gesamtdicke der Folie ausmachen, vorzugsweise 30 bis 85% der Gesamtdicke. Die keine Poren aufweisende Haut oder die keine Poren aufweisenden Häute sollten infolgedessen 5 bis 85% der Folie, vorzugsweise 15 bis 70% der Dicke ausmachen.
  • Die Dichte (das spezifische Gewicht) der Verbundfolie, ausgedrückt in "Prozent der Feststoffdichte" wird wie folgt berechnet:
  • Verbundfolien-Dichte · 100 = % der Feststoffdichte
  • Polymerdichte sollte zwischen 45% und 100%, vorzugsweise zwischen 67% und 100% liegen. Wird die prozentuale Feststoffdichte kleiner als 67%, so wird die Verbundfolie weniger gut herstellbar aufgrund eines Abfalles der Zugfestigkeit und sie wird für physikalische Beschädigungen anfälliger.
  • Die Gesamtdicke der Verbundfolie kann bei 12 bis 100 um liegen, vorzugsweise bei 20 bis 70 um. Unterhalb 20 um können die Mikroporen aufweisenden Folien nicht ausreichend dick sein, um jegliche im Träger innewohnende Nicht-Planarität auf ein Minimum zu beschränken und sie würden schwieriger herzustellen sein. Bei Dicken von größer als 70 um ergibt sich eine nur geringe Verbesserung in entweder der Oberflächenglätte oder den mechanischen Eigenschaften, weshalb kein Grund für eine weitere Erhöhung der Kosten für Extramaterialien vorliegt.
  • Das Merkmal "Poren" bedeutet hier die Abwesenheit von zugesetzten festen und flüssigen Materialien, obgleich es wahrscheinlich ist, dass die "Poren" Gas enthalten. Die Poren initiierenden Teilchen, die in dem fertiggestellten Verpackungsfolienkern zurückbleiben, sollten einen Durchmesser von 0,1 bis 10 um haben und vorzugsweise eine runde Form aufweisen, um Poren der gewünschten Form und Größe zu erzeugen. Die Größe der Poren ist ferner abhängig von dem Grad der Orientierung in den Maschinen- und Querrichtungen. In idealer Weise nimmt die Pore eine Form an, die definiert ist durch zwei einander gegenüberliegende und Kanten kontaktierende konkave Scheiben. Mit anderen Worten, die Poren neigen dazu, eine linsenartige oder bikonvexe Form zu haben. Die Poren sind orientiert, so dass die zwei Hauptdimensionen mit den Maschinen- und Querrichtungen der Folie ausgerichtet sind. Die Z-Richtungsachse ist von geringerer Dimension und entspricht grob gesehen der Größe des Querdurchmessers des Poren erzeugenden Teilchens. Die Poren neigen im allgemeinen dazu, geschlossene Zellen zu bilden, weshalb tatsächlich kein offener Weg von einer Seite des Porenkerns zur anderen Seite vorliegt, durch den Gas oder Flüssigkeit gelangen kann.
  • Das Poren initiierende Material kann ausgewählt werden aus einer Vielzahl von Materialien und sollte in einer Menge von etwa 5-50 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Kernmatrix-Polymeren vorliegen. Vorzugsweise umfasst das Poren initiierende Material ein polymeres Material. Wird ein polymeres Material verwendet, so kann dies ein Polymer sein, das in der Schmelze vermischt werden kann mit dem Polymer, aus dem die Kernmatrix hergestellt wird und das dazu befähigt ist, dispergierte sphärische Teilchen zu erzeugen, wenn die Suspension abgekühlt wird. Zu Beispielen hierfür gehören Nylon, dispergiert in Polypropylen, Polybutylenterephthalat in Polypropylen oder Polypropylen, dispergiert in Polyethylenterephthalat. Ist das Polymer vorgeformt und in das Matrixpolymer eingemischt, so ist die wichtige Charakteristik die Größe und Form der Teilchen. Kügelchen werden bevorzugt verwendet und sie können hohl oder fest sein. Diese Kügelchen können hergestellt werden aus quervernetzten Polymeren, wobei es sich um Glieder handelt, ausgewählt aus der Gruppe bestehend einer Alkenyl-aromatischen Verbindung mit der allgemeinen Formel Ar-C(R)=CH&sub2;, worin Ar steht für einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest oder einen aromatischen Halokohlenwasserstoffrest der Benzolreihen und worin R steht für ein Wasserstoffatom oder den Methylrest; zu Monomeren vom Acrylat-Typ gehören Monomere der Formel CH&sub2;=C(R')-C(O)(OR), worin R ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und einem Alkylrest mit etwa 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und worin R' ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und Methyl; sie können ferner hergestellt werden aus Copolymeren von Vinylchlorid und Vinylidenchlorid, Acrylonitril und Vinylchlorid, Vinylbromid, Vinylestern mit der Formel CH&sub2;=CH(O)COR, worin R steht für einen Alkylrest mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen; Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Oleinsäure, Vinylbenzoesäure; ferner den synthetischen Polyesterharzen, die hergestellt werden durch Umsetzung von Terephthalsäure und Dialkylterephthalsäurederivaten oder Ester bildenden Derivaten hiervon, mit einem Glykol der Reihe HO(CH&sub2;)nOH, worin n eine ganze Zahl in dem Bereich von 2 bis 10 ist und mit reaktiven olefinischen Bindungen innerhalb des Polymermoleküls, wobei zu den oben beschriebenen Polyestern solche gehören, die hergestellt wurden durch Copolymerisation mit bis zu 20 Gew.-% einer zweiten Säure oder eines zweiten Esters hiervon mit einer reaktiven olefinischen Ungesättigtheit und mit Mischungen hiervon sowie einem Quervernetzungsmittel, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Divinylbenzol, Diethylenglykoldimethacrylat, Diallylfumarat, Diallylphthalat und Mischungen hiervon.
  • Zu Beispielen von typischen Monomeren zur Herstellung des quervernetzten Polymeren gehören Styrol, Butylacrylat, Acrylamid, Acrylonitril, Methylmethacrylat, Ethylenglykoldimethacrylat, Vinylpyridin, Vinylacetat, Methylacrylat, Vinylbenzylchlorid, Vinylidenchlorid, Acrylsäure, Divinylbenzol, Acrylamidomethylpropansulfonsäure, Vinyltoluol usw.. Vorzugsweise besteht das quervernetzte Polymer aus Polystyrol oder Poly(methylmethacrylat). Am meisten bevorzugt verwendet wird Polystyrol, und das Quervernetzungsmittel besteht aus Divinylbenzol.
  • Aus dem Stande der Technik allgemein bekannte Verfahren führen zu Teilchen einer nicht gleichförmigen Größe, gekennzeichnet durch breite Teilchengrößenverteilungen. Die erhaltenen Kügelchen können klassifiziert werden durch Sieben der Kügelchen über den Bereich der originalen Verteilung der Größen. Andere Verfahren, wie die Suspensionspolymerisation, die Polymerisation mit beschränkter Koaleszenz, führen direkt zu sehr gleichförmigen Teilchengrößen.
  • Die Poren initiierenden Materialien können mit Mitteln zur Erleichterung der Porenbildung beschichtet werden. Zu geeigneten Mitteln oder Gleitmitteln gehören kolloidale Kieselsäure, kolloidales Aluminiumoxid und Metalloxide, wie Zinnoxid und Aluminiumoxid. Die bevorzugten Mittel sind kolloidale Kieselsäure und Aluminiumoxid, wobei am meisten bevorzugt Kieselsäure verwendet wird. Das quervernetzte Polymer mit einer Beschichtung eines Mittels kann nach aus dem Stande der Technik allgemeinen Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise werden übliche Suspensions-Polymerisationsverfahren bevorzugt angewandt, bei denen das Mittel der Suspension zugesetzt wird. Als Mittel wird kolloidale Kieselsäure bevorzugt verwendet.
  • Die Poren initiierenden Teilchen können ferner anorganische Kügelchen sein, wozu gehören feste oder hohle Glaskügelchen, Kügelchen aus Metall oder keramischem Material oder anorganische Teilchen, wie solche aus Ton, Talk, Bariumsulfat und Calciumcarbonat. Wichtig ist, dass das Material nicht chemisch mit dem Kernmatrixpolymer reagiert unter Erzeugung von einem oder mehreren der folgenden Probleme: (a) Veränderung der Kristallisationskinetik des Matrixpolymeren, wodurch eine Orientierung erschwert wird, (b) Abbau des Kernmatrixpolymeren, (c) Abbau der Poren initiierenden Teilchen, (d) Adhäsion der Poren initiierenden Teilchen an dem Matrixpolymeren, oder (e) Erzeugung von unerwünschten Reaktionsprodukten, wie toxischen oder stark farbigen Resten. Das Poren initiierende Material sollte photographisch nicht aktiv sein oder das Leistungsvermögen des photographischen Elementes vermindern, indem die biaxial orientierte Polyolefinfolie verwendet wird.
  • Zu den biaxial orientierten Folien auf der oberen Seite in Richtung zur Emulsion gehören geeignete Klassen von thermoplastischen Polymeren für die biaxial orientierte Folie und das Kernmatrixpolymer der bevorzugten Verbundfolie Olefine. Zu geeigneten Polyolefinen gehören Polypropylen, Polyethylen, Polymethylpenten, Polystyrol, Polybutylen sowie Mischungen hiervon. Polyolefincopolymere, einschließlich Copolymere von Propylen und Ethylen, wie Hexen, Buten und Octen sind ebenfalls geeignet. Polypropylen wird bevorzugt verwendet, da es geringe Kosten verursacht und wünschenswerte Festigkeitseigenschaften aufweist.
  • Die keine Poren aufweisenden Hautschichten der Verbundfolie können hergestellt werden aus den gleichen polymeren Materialien, die im vorstehenden für die Kernmatrix aufgelistet wurden. Die Verbundfolie kann hergestellt werden mit einer Haut oder Häuten aus dem gleichen polymeren Material, das für die Kernmatrix verwendet wird oder die Folie kann hergestellt werden mit einer Haut oder Häuten, die verschieden sind von der Polymerzusammensetzung, die die Kernmatrix aufweist. Aus Gründen der Verträglichkeit kann eine Hilfsschicht verwendet werden, um die Adhäsion der Hautschicht an dem Kern zu fördern.
  • Die Gesamtdicke der obersten Hautschicht oder exponierten Oberflächenschicht sollte zwischen 0,20 um und 1,5 um, vorzugsweise zwischen 0,5 und 1,0 um liegen. Unterhalb 0,5 um kann irgendeine innewohnende Nicht-Planarität in der koextrudierten Hautschicht zu einer nicht-akzeptablen Farbvariation führen. Bei Hautdicken von größer als 1,0 um findet eine Verminderung der optischen photographischen Eigenschaften wie der Bildauflösung statt. Bei Dicken von größer als 1,0 um ist ferner ein größeres Materialvolumen zu filtern, das eine Verunreinigung verursachen könnte, wie Klumpen, oder im Falle einer schlechten Farbpigment-Dispersion. Polyethylen von niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,88 bis 0,94 g/cm³ ist das bevorzugte Material für die obere Haut, da gegenwärtige Emulsionsformulierungen gut an Polyethylen niedriger Dichte anhaften im Vergleich zu anderen Materialien, wie Polypropylen und Polyethylen hoher Dichte.
  • Der obersten Hautschicht können Zusätze einverleibt werden, um die Farbe des Bildaufzeichnungselementes zu verändern. Für eine photographische Verwendung wird ein weißer Träger mit einem schwach bläulichen Ton bevorzugt verwendet. Die Erzeugung des schwach bläulichen Tones kann erreicht werden nach irgendeinem Verfahren, das aus dem Stande der Technik bekannt ist, wozu gehören das Einmischen eines Farbkonzentrates in einer Vorrichtung vor der Extrusion und das Schmelz-Extrudieren von blauen Färbemitteln, die in dem erwünschten Mischungsverhältnis eingemischt wurden. Farbige Pigmente, die den Extrusionstemperaturen von größer als 320ºC widerstehen können, werden bevorzugt verwendet, da Temperaturen von größer als 320ºC erforderlich sind für die Koextrusion der Hautschicht. Blaue Färbemittel, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet werden, können aus beliebigen Färbemitteln bestehen, die keinen nachteiligen Einfluss auf das Bildaufzeichnungselement haben. Zu bevorzugten blauen Färbemitteln gehören blaue Phthalocyaninpigmente, blaue Chromophthalpigmente, blaue Irgazinpigmente, blaue organische Irgalitpigmente und das Pigment Blau 60.
  • Es wurde gefunden, dass eine sehr dünne Beschichtung (0,2 bis 1,5 um) auf der Oberfläche unmittelbar unterhalb der Emulsionsschicht erfolgen kann durch Koextrusion und nachfolgende Verstreckung in der Breiten- und Längenrichtung. Es wurde gefunden, dass diese Schicht von Natur aus extrem genau bezüglich ihrer Dicke ist und dass sie dazu verwendet werden kann, um sämtliche der Farbkorrekturen herbeizuführen, die üblicherweise über die Dicke der Folie zwischen der Emulsion und dem Papierträger verteilt sind. Diese oberste Schicht ist derart wirksam, dass die gesamten Färbemittel, die dazu benötigt werden, um die Korrektur herbeizuführen, geringer sind als eine Hälfte der Menge, die benötigt wird, wenn die Färbemittel über die Dicke verteilt sind. Färbemittel sind oftmals die Ursache von Spot-Defekten aufgrund von Verklumpungen oder schlechten Dispersionen. Spot-Defekte, die den kommerziellen Wert der Bilder vermindern, werden durch diese Erfindung verbessert, da weniger Färbemittel verwendet werden und weil eine hochqualitative Filtration zur Reinigung der farbigen Schicht viel wirksamer ist, da das Gesamtvolumen von Polymer mit Färbemittel in typischer Weise lediglich 2 bis 10% des gesamten Polymeren zwischen dem Trägerpapier und der photosensitiven Schicht ausmacht.
  • Der Zusatz von TiO&sub2; zur dünnen Hautschicht der Folie, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, trägt nicht wesentlich zum optischen Leistungsverhalten der Folie bei, und es kann zu zahlreichen Herstellungsproblemen führen, wie Extrusions- Formlinien und Spots. Die Hautschicht, die von TiO&sub2; im wesentlichen frei ist, wird bevorzugt verwendet. TiO&sub2;, das einer Schicht zwischen 0,20 und 1,5 um zugesetzt wird, verbessert die optischen Eigenschaften des Trägers nicht wesentlich, führt zu zusätzlichen Kosten und verursacht zu beanstandende Pigmentlinien in dem Extrusionsprozess.
  • Der biaxial orientierten Folie, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, können Zusätze einverleibt werden, so dass, wenn die biaxial orientierte Folie von einer Oberfläche betrachtet wird, das Bildaufzeichnungselement Licht des sichtbaren Spektrums emittiert, wenn es ultravioletter Strahlung exponiert wird. Eine Emission von Licht des sichtbaren Spektrums ermöglicht es, dass der Träger eine gewünschte Hintergrundfarbe in Gegenwart von ultravioletter Energie aufweist. Dies ist besonders zweckmäßig, wenn Bilder im Außenbereich betrachtet werden, da Sonnenlicht ultraviolette Energie aufweist und dazu verwendet werden kann, um die Bildqualität für den Verbraucher und im Falle kommerzieller Anwendungen zu optimieren.
  • Zusätze, die aus dem Stande der Technik bekannt sind, um sichtbares Licht im blauen Spektrum zu emittieren, werden bevorzugt verwendet. Verbraucher bevorzugen im allgemeinen eine geringfügig blaue Tönung von Weiß, definiert als negativer b*-Wert, im Vergleich zu einem weißen Weiß, definiert als ein b*-Wert innerhalb einer b*-Einheit von Null. b* ist das Maß für Gelb/Blau in dem CIE-Raum. Ein positiver Wert von b* zeigt Gelb an, während ein negativer Wert für b* Blau anzeigt. Die Zugabe von Zusätzen, die im blauen Spektrum emittieren, ermöglicht das Einfärben des Trägers ohne Zugabe von Farbstoffen, die den Weißheitsgrad des Bildes vermindern würden. Die bevorzugte Emission liegt zwischen 1 und 5 delta b*- Einheiten. Delta b* ist definiert als die b~*-Differenz, gemessen, wenn eine Probe belichtet wird mit einer Lichtquelle für ultraviolettes Licht und einer Lichtquelle ohne jegliche ins Gewicht fallende ultraviolette Energie. Delta b* ist das bevorzugte Maß zur Bestimmung des Netto-Effektes der Zugabe eines optischen Aufhellers zu der oberen biaxial orientierten Folie dieser Erfindung. Emissionen, die geringer sind als 1 b*-Einheiten, können von den meisten Verbrauchern nicht wahrgenommen werden; infolgedessen ist es nicht kosteneffektiv, diese Menge an optischem Aufheller der biaxial orientierten Folie zuzusetzen. Eine Emission von größer als 5 b* = Einheiten würde die Farbbalance von Kopien stören, da für die meisten Verbraucher die weißen Bereiche zu blau erscheinen würden.
  • Der bevorzugte Zusatz, der im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, ist ein optischer Aufheller. Ein optischer Aufheller ist eine farblose, fluoreszierende, organische Verbindung, die ultraviolettes Licht absorbiert und dies als sichtbares blaues Licht emittiert. Zu Beispielen gehören, ohne dass eine Beschränkung hierauf erfolgt, Derivate von 4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure, Coumarinderivate wie 4-Methyl-7- diethylaminocoumann, 1,4-Bis(O-cyanostyryl)benzol und 2-Amino-4-methylphenol.
  • Der optische Aufheller kann einer jeden Schicht in der mehrschichtigen koextrudierten biaxial orientierten Polyolefinfolie zugesetzt werden. Die bevorzugte Stelle ist eine Stelle benachbart zu oder in der exponierten Oberflächenschicht der Folie. Dies ermöglicht den Zusatz der wirksamen Konzentration an optischem Aufheller, was dazu führt, dass weniger optischer Aufheller verwendet wird im Vergleich zu traditionellen photographischen Trägern. Wenn die gewünschte Gew.-%-Beladung mit dem optischen Aufheller beginnt, sich der Konzentration zu nähern, bei der der optische Aufheller zur Oberfläche des Trägers wandert unter Erzeugung von Kristallen in der Bildaufzeichnungsschicht, so wird der Zusatz an optischem Aufheller zur Schicht benachbart der exponierten Schicht bevorzugt. Stellt die Wanderung des optischen Aufhellers ein Problem dar, wie im Falle von lichtempfindlichen Silberhalogenid-Bildaufzeichnungssystemen, so umfasst die bevorzugte obere Schicht Polyethylen. In diesem Falle ist die Wanderung aus der Schicht benachbart zur exponierten Schicht wesentlich vermindert, wodurch viel höhere Mengen an optischem Aufheller verwendet werden können, um die Bildqualität zu optimieren. Die Anordnung des optischen Aufhellers in der Schicht benachbart zur oberen Polyethylenschicht ermöglicht die Verwendung einer geringeren Menge an kostspieligem optischen Aufheller. Die obere Polyethylenschicht, die praktisch frei von optischem Aufheller ist, verhindert eine ins Gewicht fallende Wanderung des optischen Aufhellers. Eine bevorzugte Methode zur Verminderung einer unerwünschten Wanderung des optischen Aufhellers besteht in der Verwendung von Polypropylen für die Schicht benachbart zur oberen Oberfläche der biaxial orientierten Polyolefinfolie. Da optischer Aufheller löslicher in Polypropylen als in Polyethylen ist, ist es weniger wahrscheinlich, dass der optische Aufheller aus dem Polypropylen fortwandert.
  • Eine biaxial orientierte Folie, die einen Mikroporen aufweisenden Kern aufweist, wird bevorzugt verwendet. Der Mikroporen aufweisende Kern fügt dem Bildaufzeichnungsträger Opazität und Weiße zu, wodurch die Bildqualität weiter verbessert wird. Die Kombination der Bildqualität-Vorteile eines Mikroporen aufweisenden Kernes mit einem Material, das ultraviolette Energie absorbiert und Licht im sichtbaren Spektrum emittiert, ermöglicht die einzigartige Optimierung der Bildqualität, da der Bildträger eine Tönung aufweisen kann, wenn er ultravioletter Energie exponiert wird und dennoch ausgezeichnete Weißheitsgrade beibehält, wenn das Bild unter Verwendung von Licht betrachtet wird, das keine wesentlichen Mengen an ultravioletter Energie enthält, wie im Falle einer Innenraumbelichtung. Die bevorzugte Anzahl an Poren in der vertikalen Richtung ist im wesentlichen an jedem Punkt größer als 6. Die Anzahl von Poren in der vertikalen Richtung ist die Anzahl von Polymer/Gas- Grenzflächen, die in der Poren aufweisenden Schicht vorliegt. Die Poren aufweisende Schicht wirkt als eine opake Schicht aufgrund der Brechungsindex-Veränderungen zwischen Polymer/Gas-Grenzflächen. Mehr als 6 Poren werden bevorzugt verwendet, da bei 4 Poren oder weniger nur eine geringe Verbesserung der Opazität der Folie beobachtet wird, weshalb es nicht gerechtfertigt ist, die Kosten zu steigern, um in der biaxial orientierten Folie dieser Erfindung Poren zu erzeugen.
  • Der Mikroporen aufweisende Kern der biaxial orientierten Folie, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, erhöht ferner die Opazität des Bildelementes ohne Verwendung von TiO&sub2; oder anderen weißen Pigmenten. Während des Kopierprozesses, bei dem ein latentes Bild in der Bildschicht erzeugt wird, wird eine gleichzeitige Exponierung der Bildaufzeichnungsschichten der Oben- und Untenseiten bevorzugt, um die Entwicklungszeit zu vermindern und um die Bilddichte zu erhöhen. TiO&sub2; in der Trägerstruktur neigt dazu, das zur Exponierung verwendete Licht zu streuen, wodurch eine unerwünschte Exponierung erfolgt. Die Poren aufweisende Schicht ermöglicht ferner die Transmission von Licht ohne unerwünschte Exponierung, während sie Opazität liefert.
  • Die biaxial orientierte Folie kann ferner Pigmente aufweisen, die dafür bekannt sind, dass sie die photographischen Eigenschaften verbessern, wie den Weißheitsgrad oder die Schärfe. Im Rahmen dieser Erfindung wird Titandioxid dazu verwendet, um die Bildschärfe zu verbessern. Das TiO&sub2;, das verwendet wird, kann entweder vom Anatas- oder Rutiltyp sein. Im Falle der optischen Eigenschaften wird Rutil bevorzugt verwendet, aufgrund seiner besonderen Teilchengröße und Geometrie. Ferner können Anatas- und Rutil-TiO&sub2; miteinander vermischt werden, um sowohl den Weißheitsgrad wie auch die Schärfe zu verbessern. Beispiele für TiO&sub2;, das für ein photographisches System geeignet ist, sind DuPont Chemical Co. R101 Rutil TiO&sub2; und DuPont Chmical Co. R104 Rutil TiO&sub2;. Andere Pigmente zur Verbeserung der photographischen Leistung können ebenfalls im Rahmen dieser Erfindung verwendet werden, wie Titandioxid, Bariumsulfat, Ton oder Calciumcarbonat.
  • Die bevorzugte Menge an TiO&sub2;, die der biaxial orientierten Folie dieser Erfindung zugesetzt wird, liegt zwischen 3 und 18 Gew.-%. Unterhalb 2% TiO&sub2; ist die erforderliche Reflexionsdichte der biaxial orientierten Folie schwierig zu erreichen. Oberhalb 20% sind die erwünschten Transmissions-Charakteristika schwierig zu erzielen. Weiterhin wird oberhalb 20% TiO&sub2; die Herstellung erschwert, da Schmelzextrusionsprobleme auftreten, die mit der Verwendung von TiO&sub2; verbunden sind, wie das Ausplattieren auf der Schraube, dem Formverteilerrohr und den Formlippen.
  • Damit ein Schaubild material sowohl als reflektierendes Schaubildmaterial als auch als Transmissions-Schaubildmaterial mit Belichtung von hinten wirken kann, muss der Träger als akzeptabler reflektierender Träger wirksam sein und es ermöglichen, dass genügend Licht durch den Träger gelassen wird, so dass der Träger auch als Transmissionsmaterial dienen kann. Weiterhin müssen die Transmissions = und Reflexionseigenschaften derart aufeinander abgestimmt sein, dass das photographische Schaubildmaterial gleichzeitig auf der Oberseite wie auch auf der Unterseite exponiert werden kann. Die bevorzugte Exponierungsmethode ist die von der Oberseite des Bildaufzeichnungselementes. Eine gleichzeitige Exponierung wird erreicht durch Lichtexponierung der lichtempfindlichen Beschichtung auf der oberen Seite, die durch die Trägerstruktur gelangt und die lichtempfindliche Beschichtung auf der unteren Seite exponiert.
  • Aufgrund der Natur von Materialien für eine Transmissionsbetrachtung mit eingearbeiteten Diffusoren (der Tatsache, dass das Material in einer Betrachterbox aufbewahrt oder suspendiert wird, die eine Lichtquelle aufweist und eine Luft-Grenzfläche zwischen der Lichtquelle und dem Schaubildmaterial) kann eine größere Durchlässigkeit des Schaubildmaterials toleriert werden, wobei dies dennoch im Falle der Reflexionsmethode ausreichend opak erscheint, wobei eine maximale Transmission ermöglicht wird, wenn das Material bei Rückseitenbelichtung verwendet wird. Diese Durchlässigkeit ermöglicht ferner die Bildformationsstufe für die duplitizierte Beschichtung, da eine erhöhte Durchlässigkeit dazu führt, dass mehr Bildaufzeichnungslicht die rückseitige lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsbeschichtung erreicht.
  • Die spektrale Transmission der biaxial orientierten Polyolefinfolie, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, liegt zwischen 35% und 90%. Die spektrale Transmission ist die Menge an Lichtenergie, die durch das Material hindurchgeführt wird. Im Falle eines photographischen Elementes ist die spektrale Transmission das Verhältnis von übertragener Energie zur einfallenden Energie und wird ausgedrückt als Prozentsatz wie folgt: TRGB = 10-D·100, wobei D das Mittel ist aus dem roten, grünen und blauen Status-A-Transmissionsdichte-Ansprechvermögen, gemessen mit einem photographischen Transmissions-Densitometer vom Typ S-Rite Modell 310 (oder einem vergleichbaren Densitometer). Umso größer die Transmission ist, umso weniger opak ist das Material. Da das Schaubildmaterial dieser Erfindung sowohl als reflektierendes Bild als auch als Transmissionsbild wirkt, muss die prozentuale Transmission der biaxial orientierten Folie ausbalanciert sein, um ein akzeptables Reflexions- und Transmissionsbild zu erzeugen. Die spektrale Transmission der biaxial orientierten Polyolefinfolie, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, liegt zwischen 35% und 90%, da eine prozentuale Transmission der biaxial orientierten Folie von weniger als 30%, obgleich ein akzeptables Reflexionsbild erzeugt wird, es nicht ermöglicht, dass ausreichend Licht übertragen wird, um ein akzeptables Bild zu erzielen. Eine prozentuale Transmission der biaxial orientierten Folie von größer als 90% ist nicht akzeptabel für ein qualitativ gutes Reflexionsbild, da nicht genügend Licht zurück zum Auge des Betrachters reflektiert wird.
  • Eine Reflexionsdichte von weniger als 65% der biaxial orientierten Folie, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet wird, wird bevorzugt. Die Reflexionsdichte ist die Menge an Lichtenergie, die von dem Bild zum Auge des Betrachters reflektiert wird. Die Reflexionsdichte wird gemessen durch das 0º/45º Geometrie-Status-A Red/Grün/Blau-Ansprechvermögen unter Verwendung eines photographischen Transmissionsdensitometers vom Typ X-Rite Modell 310 (oder ein vergleichbares Densitometer). Eine ausreichende Menge an reflektierter Lichtenergie wird benötigt, damit Bildqualität wahrgenommen wird. Eine Reflexionsdichte von geringer als 70% ist für ein reflektierendes Schaubildmaterial nicht akzeptabel und erreicht nicht die Qualität von reflektierenden Schaubildmaterialien des Standes der Technik. Die am meisten bevorzugte Reflexionsdichte im Falle von biaxial orientierten Folien liegt zwischen 58% und 62%. Dieser Bereich erlaubt eine Optimierung der Transmissions- und Reflexionseigenschaften, so dass ein Schaubildmaterial erzeugt wird, das sowohl als reflektierendes als auch Transmissions-Schaubildmaterial verwendet werden kann.
  • Die Koextrusion, das Abschrecken, die Orientierurig und die Wärmefixierung dieser Verbundfolien kann nach jedem beliebigen Prozess bewirkt werden, der nach dem Stande der Technik dafür bekannt ist, dass danach orientierte Folien hergestellt werden können, wie ein Flachfolienprozess oder ein Blasen- oder Schlauchprozess. Der Flachfolienprozess beruht auf dem Extrudieren der Mischung durch eine Schlitzdüse und auf einem raschen Abschrecken des extrudierten Bandes auf einer kalten Gießtrommel derart, dass die Kernmatrix-Polymerkomponente der Folie und die Hautkomponente oder Hautkomponenten abgeschreckt werden auf unter ihre Glasverfestigungstemperatur. Die abgeschreckte Folie wird dann biaxial orientiert durch Verstreckung in beiden senkrechten Richtungen bei einer Temperatur oberhalb Glasübergangstemperatur, unterhalb der Schmelztemperatur der Matrixpolymeren. Die Folie kann in einer Richtung verstreckt werden und dann in einer zweiten Richtung oder sie kann gleichzeitig in beiden Richtungen verstreckt werden. Ein Verstreckungsverhältnis, definiert als die endgültige Länge, dividiert durch die ursprüngliche Länge für die Summe der Maschinen- und Querrichtungen von mindestens 10 bis 1 wird bevorzugt angewandt. Nachdem die Folie verstreckt worden ist, wird sie hitzefixiert durch Erhitzen auf eine Temperatur, die ausreicht, um die Polymeren zu kristallisieren oder zu tempern, wobei die Folie bis zu einem gewissen Grad eingespannt wird, um die Folie an einer Retraktion in beiden Streckrichtungen zu hindern.
  • Die Verbundfolie, obgleich beschrieben als solche mit vorzugsweise mindestens drei Schichten aus einer Kern- und einer Hautschicht auf jeder Seite, kann ferner mit zusätzlichen Schichten ausgestattet werden, die dazu dienen können, die Eigenschaften der biaxial orientierten Folie zu verändern. Biaxial orientierte Folien können mit Oberflächenschichten ausgestattet werden, die zu einer verbesserten Adhäsion führen, dem Träger und dem photographischen Element dienen. Die Extrusion der biaxial orientierten Folie kann durchgeführt werden mit soviel wie 10 Schichten, falls dies erwünscht ist, um einige besondere erwünschte Eigenschaften zu erzielen.
  • Diese Verbundfolien können nach der Koextrusion und nach dem Orientierungsprozess oder zwischen dem Vergießen und der vollen Orientierung beschichtet oder behandelt werden mit jeder beliebigen Anzahl von Beschichtungen, die dazu verwendet werden können, um die Eigenschaften der Folien zu verbessern, wozu gehören die Kopierbarkeit, die Erzeugung einer Dampfbarriere, um sie durch Wärme versiegelbar zu machen oder um die Adhäsion gegenüber dem Träger oder den photoempfindlichen Schichten zu verbessern. Zu Beispielen hierfür gehören acrylische Beschichtungen für die Verbesserung der Kopierbarkeit, sowie das Auftragen von Polyvinylidenchlorid zur Erzielung von Wärme-Versiegelungseigenschaften. Zu weiteren Beispielen gehören eine Flammen-, Plasma- oder Coronaentladungs- Behandlung, um die Kopierbarkeit oder Adhäsion zu verbessern.
  • Dadurch, dass mindestens eine keine Poren aufweisende Haut auf dem Mikroporen aufweisenden Träger vorliegt, wird die Zugfestigkeit der Folie erhöht und sie wird besser verarbeitbar. Es wird ermöglicht, dass die Folien in größeren Breiten hergestellt werden können und mit höheren Streckverhältnissen als in dem Fall, in dem sämtliche Schichten der Folie Poren aufweisen. Das Koextrudieren der Schichten vereinfacht ferner den Herstellungsprozess.
  • Die Struktur einer bevorzugten biaxial orientierten Folie, bei der die exponierte Oberflächenschicht benachbart zur Bildaufzeichnungsschicht angeordnet ist, ist wie folgt:
  • Polyethylenhaut mit blauen Pigmenten
  • Polypropylen mit TiO&sub2; und optischem Aufheller
  • Mikroporen aufweisende Polypropylenschicht
  • Untere Polypropylen-Hautschicht
  • Der Träger, auf den die Mikroporen aufweisenden Verbundfolien und die biaxial orientierten Folien auflaminiert sind, um den laminierten Träger der photosensitiven Silberhalogenidschicht zu erhalten, kann aus irgendeinem Material mit den gewünschten Transmissions- und Steifheitseigenschaften bestehen.
  • Polyesterfolien sind besonders vorteilhaft, da sie eine ausgezeichnete Festigkeit und Dimensionsstabilität aufweisen. Derartige Polyesterfolien sind allgemein bekannt, werden weitverbreitet verwendet und werden in typischer Weise hergestellt aus Polyestern eines hohen Molekulargewichtes, hergestellt durch Kondensation eines zweiwertigen Alkohols mit einer zweibasischen gesättigten Fettsäure oder Derivaten hiervon.
  • Geeignete zweiwertige Alkohole für die Verwendung zur Herstellung derartiger Polyester sind allgemein aus dem Stande der Technik bekannt und zu ihnen gehört jedes beliebige Glykol, bei dem sich die Hydroxylgruppen an den endständigen Kohlenstoffatomen befinden und das 2 bis 12 Kohlenstoffatome aufweist, wie z. B. Ethylenglykol, Propylenglykol, Trimethylenglykol, Hexamethylenglykol, Decamethylenglykol, Dodecamethylenglykol, 1,4-Cyclohexandimethanol und dergleichen.
  • Zu geeigneten zweiwertigen Säuren, die sich für die Herstellung von Polyestern eignen, gehören jene, die 2 bis 16 Kohlenstoffatome aufweisen, wie Adipinsäure, Sebacinsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure und dergleichen. Auch können Alkylester von Säuren, wie den oben aufgelisteten Säuren verwendet werden. Andere Alkohole und Säuren, wie auch Polyester, die hieraus hergestellt werden können und die Herstellung derartiger Polyester werden beschrieben in den US-A- 2 720 503 und 2 901 466. Polyethylenterephthalat wird bevorzugt verwendet.
  • Die bevorzugte Steifheit des Polyesterträgers liegt zwischen 20 und 100 Millinewton. Eine Polyestersteifheit von weniger als 15 Millinewton liefert nicht die erforderliche Steifheit für Schaubildmaterialien, da sie schwierig zu handhaben sind und nicht flach genug liegen, um eine optimale Betrachtung zu ermöglichen. Eine Polyestersteifheit von größer als 100 Millinewton beginnt die Steifheitsgrenze für die Verarbeitungsvorrichtung zu überschreiten und sie führt zu keinem Leistungsvorteil bezüglich der Schaubildmaterialien.
  • Im allgemeinen werden Polyesterfilmträger hergestellt durch Extrudieren des Polyesters aus der Schmelze durch eine Schlitzform, Abschrecken auf den amorphen Zustand, Orientierung durch Verstrecken in der Maschinenrichtung und Querrichtung und Wärmefixieren unter Einspannung zwecks Beibehaltung der Dimensionen. Die Polyesterfolie kann ferner einer Wärme-Entspannungsbehandlung unterworfen werden, um die Dimensionsstabilität und die Oberflächenglätte zu verbessern.
  • Die Polyesterfolie weist in typischer Weise eine die Haftung verbessernde Unterschicht oder eine Primer-Schicht auf beiden Seiten der Polyesterfolie auf. Die Haftung verbessernde Schichten zur Förderung der Adhäsion der Beschichtungszusammensetzungen auf dem Träger sind aus dem Stande der Technik allgemein bekannt und beliebige derartige Materialien können verwendet werden. Zu einigen geeigneten Zusammensetzungen für diesen Zweck gehören Interpolymere von Vinylidenchlorid wie Vinylidenchlorid/Methylacrylat/Itaconsäure-Terpolymere oder Vinylidenchlorid/Acrylonitril/Acrylsäure-Terpolymere und dergleichen. Diese und andere geeignete Zusammensetzungen werden beispielsweise beschrieben in den US-A-2 627 088; 2 698 240; 2 943 937; 3 143 421; 3 201 249; 3 271 178; 3 443 950 und 3 501 301. Für photographische Zwecke ist die polymere Haftschicht gewöhnlich mit einer zweiten die Haftung verbessernden Schicht überschichtet, die aus Gelatine aufgebaut ist, und die in typischer Weise bezeichnet wird als Gel-Sub.
  • Ein transparenter Polymerträger, der frei von TiO&sub2; ist, wird bevorzugt verwendet, da das TiO&sub2; in dem transparenten Polymer den reflektierenden Schaubildmaterialien ein unerwünschtes opaleszierendes Aussehen verleiht. Das mit TiO&sub2; pigmentierte transparente Polymer ist ferner kostspielig, da das TiO&sub2; in der gesamten Dicke dispergiert werden muss, in typischer Weise in einer Dicke von 100 bis 180 um. Das TiO&sub2; verleiht dem transparenten Polymerträger ferner eine schwachgelbe Tönung, die im Falle photographischer Schaubildmaterialien unerwünscht ist. Für die Verwendung als photographisches, reflektierendes Schaubildmaterial wird ein transparenter Polymerträger, der TiO&sub2; enthält, im allgemeinen blau eingefärbt, um der gelben Tönung des Polyesters entgegenzutreten, was zu einem Verlust des gewünschten Weißheitsgrades führt und was die Kosten des Schaubildmaterials steigert. Die Konzentration des weißen Pigmentes in der Polyolefinschicht erlaubt die wirksame Verwendung des weißen Pigmentes, das die Bildqualität verbessert und die Kosten des Bildaufzeichnungsträgers vermindert.
  • Bei Verwendung eines Polyesterträgers oder eines anderen transparenten Polymerträgers hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Mikroporen aufweisenden Verbundfolien auf das Trägerpolymer unter Verwendung eines Polyolefinharzes durch Extrusion aufzulaminieren. Eine Extrusions-Laminierung erfolgt durch Zusammenbringen der biaxial orientierten Folien der Erfindung mit dem Polyesterträger unter Einführung eines aus der Schmelze extrudierten Klebstoffes zwischen die Polyesterfolien und die biaxial orientierten Polyolefinfolien, worauf sie in einem Spalt, wie zwischen zwei Walzen zusammengepresst werden. Der aus der Schmelze extrudierte Klebstoff kann auf jede der biaxial orientierten Folien oder das Trägerpolymer aufgebracht werden, bevor diese in den Spalt eingeführt werden. Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform wird der Klebstoff gleichzeitig mit den biaxial orientierten Folien und dem Trägerpolymer in den Spalt eingeführt. Der Klebstoff, der dazu verwendet wird, um die biaxial orientierte Polyolefinfolie mit dem Polyesterträger zur Haftung zu bringen, kann aus irgendeinem geeigneten Material bestehen, das keinen nachteiligen Effekt auf das photographische Element hat. Ein bevorzugtes Material besteht aus mittels einem Metallocen katalysierten Ethylenplastomeren, die aus der Schmelze in den Spalt zwischen dem Polymer und der biaxial orientierten Folie extrudiert werden. Mittels einem Metallocen katalysierte Ethylenplastomere werden bevorzugt verwendet, da sie sich leicht aus der Schmelze extrudieren lassen, gut an biaxial orientierten Polyolefinfolien dieser Erfindung anhaften und gut an mit einer Gelatine-Haftschicht beschichteten Polyesterträgern dieser Erfindung anhaften.
  • Die Struktur eines bevorzugten Reflexions/Transmissions-Schaubildträgers, bei dem die Bildaufzeichnungsschichten auf die biaxial orientierte Polyolefinfolie aufgebracht sind, ist wie folgt:
  • Biaxial orientierte Polyolefinfolie
  • Mit Metallocen katalysiertes Ethylenplastomer
  • Polyesterträger
  • Das hier verwendete Merkmal "photographisches Element" bezieht sich auf ein Material, das photosensitives Silberhalogenid zur Formation von Bildern verwendet. Die photographischen Elemente können Schwarz-Weiß-Elemente, einfarbige Elemente oder mehrfarbige Elemente sein. Mehrfarbige Elemente enthalten Bildfarbstoff erzeugende Einheiten, die gegenüber einem jeden der drei primären Bereiche des Spektrums empfindlich sind. Jede Einheit kann aus einer einzelnen Emulsionsschicht bestehen oder mehreren Emulsionsschichten, die gegenüber einem vorgegebenen Bereich des Spektrums empfindlich sind. Die Schichten des Elementes, einschließlich der Schichten der bilderzeugenden Einheiten, können in verschiedener Reihenfolge angeordnet sein, wie es aus dem Stande der Technik bekannt ist. Im Falle eines alternativen Formates können die Emulsionen, die gegenüber einem jeden der drei primären Bereiche des Spektrums empfindlich sind, in Form einer einzelnen segmentierten Schicht abgeschieden sein.
  • Für das Schaubildmaterial dieser Erfindung ist mindestens eine Bildschicht, die Silberhalogenid und einen Farbstoff erzeugenden Kuppler auf der oberen Seite oder unteren Seite des Bildaufzeichnungselementes enthält, geeignet. Das Aufbringen der Bitdaufzeichnungsschicht auf entweder die obere oder untere Seite ist für ein photographisches Schaubildmaterial geeignet, doch ist dies nicht ausreichend, um ein photographisches Schaubildmaterial zu erzeugen, das optimal für sowohl ein reflektierendes Schaubild und ein Transmissions-Schaubild ist. Für das Schaubildmaterial dieser Erfindung wird bevorzugt mindestens eine Bildschicht mit mindestens einem einen Farbstoff erzeugenden Kuppler, der sich auf sowohl der oberen Seite als auch auf der unteren Seite des Bildaufzeichnungsträgers befindet, verwendet. Das Aufbringen einer Bildschicht auf sowohl die obere als auch die untere Seite des Trägers bewirkt, dass das Schaubildmaterial die erforderliche Dichte für eine reflektive Betrachtung aufweist wie auch für eine Transmissions-Betrachtung des Bildes. Dieses duplitizierte "Tag/Nacht" photographische Schaubildmaterial hat einen beträchtlichen kommerziellen Wert, da das Tag/Nacht-Schaubildmaterial sowohl für eine reflektierende Betrachtung als auch eine Transmissions-Betrachtung verwendet werden kann. Die Schaubildmaterialien des Standes der Technik wurden optimiert für entweder eine Transmissions-Betrachtung oder eine reflektive Betrachtung, nicht jedoch gleichzeitig für beide Betrachtungsweisen.
  • Es wurde gefunden, dass die duplitizierte Emulsionsbeschichtung der oberen Seite in einem Bereich liegen sollte, der größer ist als 60% und geringer ist als 125% der typischen Emulsionsbeschichtungen für reflektierendes Verbraucherpapier, das eine typische Menge an Silber und Kuppler enthält. Es hat sich gezeigt, dass die Emulsionsbeschichtung der oberen Seite von größer als 125% für die typische Emulsionsbeschichtung zu einer wesentlichen und nachteiligen Dämpfung des Bildaufzeichnungslichtes führt, was wiederum zu einer Unterexponierung der Emulsionsbeschichtung der unteren Seite führt.
  • Das Schaubildmaterial dieser Erfindung, bei dem mindestens ein einen Farbstoff erzeugender Kuppler auf der Unterseite des Bildaufzeichnungsträgers in gleicher Menge oder geringerer Menge vorliegt als in der Bildaufzeichnungsschicht auf der Oberseite wird bevorzugt verwendet, da es eine Erhöhung der Bilddichte ohne Erhöhung der Entwicklungsdauer ermöglicht. Das Schaubildmaterial dieser Erfindung, bei dem die Menge an Farbstoff erzeugendem Kuppler praktisch gleich ist auf den Ober- und Unterseiten, ist das am meisten bevorzugte Material, da es die Optimierung der Bilddichte ermöglicht, wobei die Entwicklungszeit geringer als 50 Sekunden ist. Weiterhin hat die Beschichtung von praktisch der gleichen Menge an lichtempfindlicher Silberhalogenidemulsion auf beiden Seiten den zusätzlichen Vorteil, dass das Bildaufzeichnungselement bezüglich des Auftretens von Bildkrümmung, hervorgerufen durch die Kontraktion und Ausdehnung des hydroskopischen Gels, die in typischer Weise in photographischen Emulsionen festgestellt werden, ausgeglichen ist.
  • Die photographischen Emulsionen, die für diese Erfindung geeignet sind, werden im allgemeinen hergestellt durch Ausfällung von Silberhalogenidkristallen in einer kolloidalen Matrix nach Methoden, die nach dem Stande der Technik üblich sind. Das Kolloid ist in typischer Weise ein einen hydrophilen Film bildendes Mittel wie Gelatine, Alginsäure oder Derivaten hiervon.
  • Die Kristalle, die in der Fällungsstufe erzeugt werden, werden gewaschen und dann chemisch und spektral sensibilisiert durch Zusatz von spektral sensibilisierenden Farbstoffen und chemischen Sensibilisierungsmitteln und durch Durchführung einer Erhitzungsstufe, während welcher die Emulsionstemperatur erhöht wird, in typischer Weise auf 40ºC bis 70ºC, wobei diese Temperatur eine Zeit lang aufrechterhalten wird. Die Fällungs- sowie spektralen und chemischen Sensibilisierungsmethoden, die bei der Herstellung der Emulsionen angewandt werden, die im Rahmen der Erfindung verwendet werden, können solche Methoden sein, die aus dem Stande der Technik bekannt sind.
  • Die chemische Sensibilisierung der Emulsion verwendet in typischer Weise Sensibilisierungsmittel wie: Schwefel enthaltende Verbindungen, z. B. Allylisothiocyanät, Natriumthiosulfat und Allylthioharnstoff; reduzierende Mittel, z. B. Polyamine und Stannosalze; Edelmetallverbindungen, z. B. Gold, Platin, sowie polymere Mittel, z. B. Polyalkylenoxide. Wie erwähnt, wird eine Wärmebehandlung angewandt, um die chemische Sensibilisierung zu vervollständigen. Die spektrale Sensibilisierung erfolgt mit einer Kombination von Farbstoffen, die ausgewählt werden nach dem Wellenlängenbereich innerhalb des sichtbaren oder infraroten Spektrums, der von Interesse ist. Es ist bekannt, derartige Farbstoffe sowohl vor als auch nach der Wärmebehandlung zuzusetzen.
  • Nach der spektralen Sensibilisierung wird die Emulsion auf einen Träger aufgetragen. Zu verschiedenen Beschichtungsmethoden gehören eine Tauchbeschichtung, die Beschichtung mittels eines Luftmessers, die Vorhangbeschichtung und die Extrusionsbeschichtung.
  • Die Silberhalogenidemulsionen, die im Rahmen dieser Erfindung verwendet werden, können jede beliebige Halogenidverteilung aufweisen. So können sie bestehen aus Silberchlorid-, Silberbromid-, Silberbromochlorid-, Silberchlorobromid-, Silberiodochlorid-, Silberiodobromid-, Silberbromoiodochlorid-, Silberchloroiodobromid-, Silberiodobromochlorid- und Silberiodochlorobromidemulsionen. Vorzugsweise jedoch sind die Emulsionen überwiegend Silberchloridemulsionen. Mit überwiegend Silberchlorid ist gemeint, dass die Körner der Emulsionen mehr als etwa 50 Mol-% Silberchlorid enthalten. Vorzugsweise enthalten sie mehr als etwa 90 Mol-% Silberchlorid und in optimaler Weise mehr als etwa 95 Mol-% Silberchlorid.
  • Die Silberhalogenidemulsionen können Körner jeder beliebigen Größe und Morphologie enthalten. Dies bedeutet, dass die Körner die Form von Würfeln, Oktaedern, Cubooktaedern oder die Form von beliebigen anderen natürlich vorkommenden Morphologien von Silberhalogenidkörnern vom kubischen Gittertyp aufweisen können. Weiterhin können die Körner irregulär sein, wie im Falle von sphärischen Körnern oder tafelförmigen Körnern. Körner mit einer tafelförmigen oder kubischen Morphologie werden bevorzugt verwendet.
  • Die photographischen Elemente der Erfindung können Emulsionen verwenden, die beschrieben werden in der Literaturstelle The Theory of the Photographic Process, Vierte Auflage, T. H. James, Macmillan Publishing Company, Inc., 1977, Seiten 151- 152. Die Reduktions-Sensibilisierung ist dafür bekannt, dass sie die photographische Empfindlichkeit von Silberhalogenidemulsionen verbessert. Während durch Reduktion sensibilisierte Silberhalogenidemulsionen im allgemeinen eine gute photographische Empfindlichkeit aufweisen, leiden sie oftmals daran, dass sie unerwünschten Schleier erzeugen und eine schlechte Lagerstabilität haben.
  • Eine Reduktions-Sensibilisierung kann durchgeführt werden durch Zusatz von Reduktions-Sensibilisierungsmitteln, d. h. Chemikalien, die Silberionen reduzieren, unter Erzeugung von metallischen Silberatomen oder durch Erzeugung einer reduzierenden Umgebung, wie einem hohen pH-Wert (überschüssigen Hydroxidionen) und/oder durch einen geringen pAg-Wert (überschüssige Silberionen). Während der Fällung einer Silberhalogenidemulsion kann eine unbeabsichtigte Reduktions-Sensibilisierung auftreten, wenn beispielsweise Silbernitrat- oder Alkalilösungen rasch zugesetzt werden oder unter einem schlechten Vermischen unter Erzeugung von Emulsionskörnern. Auch die Ausfällung von Silberhalogenidemulsionen in Gegenwart von Reifungsmitteln (Kornwachstums-Modifzierungsmitteln) wie Thioethern, Selenoethern, Thioharnstoffen oder Ammoniak neigt dazu, die Reduktions-Sensibilierung zu erleichtern.
  • Zu Beispielen von Reduktions-Sensibilisierungsmitteln und Umgebungen, die während der Fällung oder der spektralen/chemischen Sensibilisierung angewandt werden können, um eine Emulsion einer Reduktions-Sensibilisierung zu unterwerfen, gehören Ascorbinsäurederivate; Zinnverbindungen; Polyaminverbindungen; sowie Verbindungen auf Thioharnstoffdioxidbasis, wie sie beschrieben werden in den US- A-2 487 850 und 2 512 925 und in der GB-PS 789,823. Spezielle Beispiele von Reduktions-Sensibilisierungsmitteln oder Konditionen, wie Dimethylaminboran, Stannochlorid, Hydrazin, hohe pH-Werte (pH 8-11) und niedrige pAg-Werte (pAg 1-7) bei der Reifung werden diskutiert von. S. Collier in Photographic Science and Engineering, 23, 113 (1979). Beispiele von Verfahren zur Herstellung von absichtlich einer Reduktions-Sensibilisierung unterworfenen Silberhalogenidemulsionen werden beschrieben in der EP 0 348 934 A1 (Yamashita), in der EP 0 369 491 (Yamashita), in der EP 0 371 388 (Ohashi), in der EP 0 396 424 A1 (Takada), in der EP 0 404 142 A1 (Yamada) sowie in der EP 0 435 355 A1 (Makino).
  • Die photographischen Elemente dieser Erfindung können Emulsionen verwenden, die mit Metallen der Gruppe VIII dotiert sind, wie mit Iridium, Rhodium, Osmiurü und Eisen, wie es beschrieben wird in Research Disclosure, September 1994, Nr. 36544, Abschnitt I, veröffentlicht von Kenneth Mason Publications, Ltd., Dudley Annex, 12a North Street, Emsworth, Hampshire P010 7DQ, ENGLAND. Weiterhin findet sich eine allgemeine Zusammenfassung der Verwendung von Iridium zur Sensibilisierung von Silberhalogenidemulsionen in der Literaturstelle von Carroll, "Iridium Sensitization: A Literature Review", veröffentlicht in Photographic Science and Engineering, Band 24, Nr. 6, 1980. Ein Verfahren zur Herstellung einer Silberhalogenidemulsion durch chemische Sensibilisierung der Emulsion in Gegenwart eines Iridiumsalzes sowie eines photographischen, spektral sensibilisierenden Farbstoffes wird beschrieben in der US-A-4 693 965. In manchen Fällen, wenn Dotiermittel eingeführt werden, zeigen Emulsionen einen erhöhten frischen Schleier und eine niedrigere sensitometrische Kontrastkurve, wenn sie nach dem Farbumkehr E-6-Prozess entwickelt werden, wie er beschrieben wird in The British Journal of Photography Annual, 1982, Seiten 201-203.
  • Ein typisches mehrfarbiges photographisches Element der Erfindung weist den erfindungsgemäßen laminierten Träger auf, auf den aufgetragen sind eine ein blaugrünes Farbstoffbild erzeugende Einheit mit mindestens einer rot-empfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, der mindestens ein einen blaugrünen Farbstoff erzeugender Kuppler zugeordnet ist, eine ein purpurrotes Bild erzeugende Einheit mit mindestens einer grün-empfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, der mindestens ein einen purpurroten Farbstoff erzeugender Kuppler zugeordnet ist sowie eine ein gelbes Farbstoffbild erzeugende Einheit mit mindestens einer blau-empfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, der mindestens ein einen gelben Farbstoff erzeugender Kuppler zugeordnet ist. Das Element kann zusätzliche Schichten aufweisen, wie Filterschichten, Zwischenschichten, Deckschichten, die Haftung verbessernde Schichten und dergleichen. Der Träger kann ferner für photographische Schwarz- Weiß-Print-Elemente verwendet werden.
  • Die Erfindung kann angewandt werden mit den Materialien, die offenbart wurden in Research Disclosure, 40145 vom September 1997. Die Erfindung eignet sich insbesondere für die Verwendung mit Materialien der Farbpapier-Beispiele der Abschnitte XVI und XVII. Die Kuppler des Abschnittes II sind besonders geeignet. Die Magenta I-Kuppler des Abschnittes II, insbesondere M-7, M-10, M-11 und M-18, wie im folgenden angegeben, sind besonders geeignet.
  • Das Element der Erfindung kann eine Lichthofschutzschicht aufweisen. Eine beträchtliche Menge an Licht kann durch die Emulsion durch Diffusion übertragen werden und auf die rückseitige Oberfläche des Trägers auftreffen. Dieses Licht wird teilweise oder total durch die Emulsion zurückreflektiert und reexponiert diese in einer beträchtlichen Entfernung von dem ursprünglichen Eintrittspunkt. Dieser Effekt wird mit Halation bezeichnet, da er das Auftreten von Lichthöfen rund um Bilder heller Objekte verursacht. Weiterhin kann ein transparenter Träger ferner Licht leiten. Eine Lichthofbildung kann stark vermindert oder eliminiert werden durch Absorption des Lichtes, das durch die Emulsion übertragen wird oder durch den Träger geleitet wird. Drei Methoden der Herbeiführung eines Lichthofschutzes sind (1) das Auftragen einer Lichthofschutz-Unterschicht, wobei es sich handelt entweder um Farbstoff- Gelatine oder Gelatine, enthaltend graues Silber zwischen der Emulsion und dem Träger, (2) Auftragen der Emulsion auf einen Träger, der entweder Farbstoff oder Pigmente enthält, und (3) Auftragen der Emulsion auf einen transparenten Träger, der einen Farbstoff enthält, um eine pigmentierte Schicht auf der Rückseite zu erzeugen. Das absorbierende Material, das in der Lichthofschutz-Unterschicht oder Lichthofschutz-Rückschicht angeordnet ist, wird durch Entwicklungschemikalien entfernt, wenn das photographische Element entwickelt wird. Der Farbstoff oder das Pigment innerhalb des Trägers ist permanent, und im allgemeinen wird ein solcher Träger im Falle der vorliegenden Erfindung nicht bevorzugt. Im Falle der vorliegenden Erfindung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Lichthofschutzschicht aus grauem Silber erzeugt wird, das auf die Seite des Trägers aufgetragen wird, die am weitesten von der Oberseite entfernt ist und während der Entwicklung entfernt wird. Durch Auftragen am weitesten entfernt von der Oberseite auf der rückseitigen Oberfläche wird die Lichthofschutzschicht leicht entfernt und es wird eine Exponierung des duplitizierten Materials von lediglich einer Seite ermöglicht. Ist das Material nicht duplitiziert, so kann graues Silber zwischen dem Träger und den oberen Emulsionsschichten aufgetragen werden, wo es am meisten effektiv ist. Das Problem der Lichthofbildung wird minimiert durch eine Exponierung mit einem kohärenten ausgeblendeten Strahlenbündel, obgleich eine Verbesserung erzielt wird durch Anwendung einer Lichthofschutzschicht selbst bei Exponierung mit einem ausgeblendeten Strahlenbündel.
  • Um Schaubildmaterialien der Erfindung erfolgreich zu transportieren, ist die Verminderung einer statischen Aufladung, hervorgerufen durch Bandtransport bei der Herstellung und Bildentwicklung wünschenswert. Da die lichtempfindlichen Bildaufzeichnungsschichten dieser Erfindung verschleiert werden können durch Licht von einer statischen Entladung auf dem Band, wenn dieses durch die Fördervorrichtung bewegt wird, wie durch Walzen und Antriebsrollen, ist die Verminderung von statischer Elektrizität erforderlich, um unerwünschten statischen Schleier zu vermeiden. Die Polymermaterialien dieser Erfindung haben eine bemerkenswerte Tendenz, statische Ladungen zu akkumulieren, wenn sie mit Vorrichtungskomponenten während des Transportes in Berührung gelangen. Die Verwendung eines antistatisch wirksamen Materials zur Verminderung der akkumulierten Ladung auf den Bandmaterialien dieser Erfindung ist wünschenswert. Antistatisch wirksame Materialien können auf die Bandmaterialien dieser Erfindung aufgetragen werden und sie können beliebige antistatisch wirksame Materialien enthalten, die aus dem Stande der Technik bekannt sind, die auf photographische Bandmaterialien aufgetragen werden können, um eine statische Entladung während des Transportes des photographischen Papiers zu reduzieren. Zu Beispielen von antistatisch wirksamen Beschichtungen gehören leitfähige Salze sowie kolloidale Kieselsäure. Wünschenswerte antistatische Eigenschaften der Trägermaterialien dieser Erfindung können ferner herbeigeführt werden durch antistatisch wirksame Additive, die einen integralen Teil der Polymerschicht bilden. Zu Additiven, die zur Oberfläche des Polymeren wandern können, um die elektrische Leitfähigkeit zu verbessern, gehören quaternäre Ammonium-Fettsäureverbindungen, fetthaltige Amine und Phosphatester. Andere Typen von antistatischen Additiven sind hygroskopische Verbindungen, wie Polyethylenglykole und hydrophob Gleit-Additive, die den Reibungs-Koeffizienten der Bandmaterialien vermindern. Vorzugsweise wird eine antistatische Beschichtung auf der gegenüberliegenden Seite der Bildschicht angeordnet oder die Verbindung wird in die rückseitige Polymerschicht eingeführt. Die Rückseite ist die bevorzugte Stelle, da der hauptsächliche Bandkontakt während des Transportes bei der Herstellung und Photoentwicklung auf der Rückseite erfolgt. Der bevorzugte Oberflächenwiderstand der antistatischen Beschichtung bei 50% RH ist geringer als 10¹³ Ohm/Quadrat. Es hat sich gezeigt, dass ein Oberflächenwiderstand der antistatischen Beschichtung bei 50% RH von weniger als 10¹³ Ohm/Quadrat den statischen Schleier bei der Herstellung und während der Photoentwicklung der Bildschichten ausreichend reduziert.
  • Die erfindungsgemäßen photographischen Bildaufzeichnungselemente können Mattierungskügelchen enthalten, um das Stapeln, das Aufspulen und Abspulen der photographischen Elemente ohne Beschädigung zu erleichtern. Die Verwendung von Mattierungskügelchen bei der Herstellung von Schaubild-Aufzeichnungsmaterialien des Standes der Technik ist bekannt. Die Mattierungskügelchen können auf die Oberseite oder Unterseite der Bildaufzeichnungselemente aufgebracht werden. Ganz allgemein befinden sich die Kügelchen, wenn sie auf die Emulsionsseite aufgebracht werden, unterhalb der schützenden Oberflächenschicht (SOC).
  • In der folgenden Tabelle wird Bezug genommen auf (1) Research Disclosure, Dezember 1978, Nr. 17643, (2) Research Disclosure, Dezember 1989, Nr. 308119 und (3) Research Disclosure, September 1996, Nr. 38957, sämtlich veröffentlicht von Kenneth Mason Publications, Ltd., Dudley Annex, 12a North Street, Emsworth, Hampshire P010 7DQ, ENGLAND. Die Tabelle und die Literaturstellen, die in der Tabelle zitiert werden, sind als spezielle Komponenten zu verstehen, die für die Verwendung in den Elementen der Erfindung geeignet sind. Die Tabelle und ihre zitierten Literaturstellen beschreiben ferner geeignete Methoden der Herstellung, Exponierung, der Entwicklung und Manipulation der Elemente und der Bilder, die in diesen enthalten sind.
  • Die photographischen Elemente können verschiedenen Energieformen exponiert werden, wozu gehören die ultravioletten, sichtbaren und infraroten Bereiche des elektromagnetischen Spektrums, wie auch Elektronenstrahlen, beta-Strahlung, gamma-Strahlung, Röntgenstrahlen, alpha-Teilchen, Neutronen-Strahlung und andere Formen der korpuscularen und wellenartigen Strahlungsenergie in entweder nicht-kohärenten (willkürliche Phase) Formen oder kohärenten (in-Phase) Formen, wie sie durch Laser erzeugt werden. Sollen die photographischen Elemente mit Röntgenstrahlen exponiert werden, so können sie Merkmale aufweisen, die in üblichen radiographischen Elementen vorhanden sind.
  • Die bevorzugten reflektierenden/Transmissions-Schaubildmaterialien dieser Erfindung sind solche, in denen das Bildaufzeichnungselement mindestens eine Farbstoff erzeugende Schicht aufweist mit Silberhalogenid und Farbstoff erzeugendem Kuppler auf der Seite der transparenten Polymerfolie gegenüber der biaxial orientierten Polyolefinfolie, wobei die Exponierung von beiden Kuppler enthaltenden Schichten vorzugsweise von der Seite des Bildaufzeichnungselementes erfolgt, die die biaxial orientierte Polyofefinfolie aufweist. Dies ermöglicht die Verwendung einer traditionellen Bildentwicklungsvorrichtung. Die Bildaufzeichnungselemente dieser Erfindung werden vorzugsweise exponiert mittels eines ausgeblendeten Lichtstrahls (collimated beam), um ein latentes Bild zu erzeugen, worauf sie unter Erzeugung eines sichtbaren Bildes entwickelt werden, vorzugsweise nach Methoden, die von einer Wärmebehandlung verschieden sind. Ein ausgeblendetes Strahlenbündel wird bevorzugt verwendet, da es ein digitales Kopieren ermöglicht und die gleichzeitige Exponierung der Bildaufzeichnungsschicht auf der oberen und unteren Seite ohne ins Gewicht fallende interne Lichtstreuung. Ein bevorzugtes Beispiel eines ausgeblendeten Strahlenbündels ist ein Laser, auch bekannt als Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung. Der Laser wird bevorzugt verwendet, da diese Technologie weitverbreitet in einer Anzahl von digitalen Kopiervorrichtungstypen angewandt wird. Weiterhin liefert der Laser ausreichend Energie, um die lichtempfindliche Silberhalogenidbeschichtung auf der oberen und der unteren Seite des Schaubildmaterials dieser Erfindung gleichzeitig zu exponieren, ohne unerwünschte Lichtstreuung. Die nachfolgende Entwicklung des latenten Bildes zu einem sichtbaren Bild erfolgt vorzugsweise nach dem bekannten RA-4®-Verfahren (Eastman Kodak Company) oder nach anderen Entwicklungssystemen, die für die Entwicklung von Emulsionen mit hohem Chloridgehalt geeignet sind.
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Praxis dieser Erfindung. Sie sind nicht erschöpfend bezüglich sämtlicher möglicher Variationen der Erfindung. Teile und Prozentsätze beziehen sich auf das Gewicht, sofern nichts anderes angegeben ist.
  • BEISPIELE Beispiel 1
  • Da sich diese Erfindung auf ein Schaubildmaterial bezieht, das sowohl als reflektierendes Schaubildmaterial geeignet ist wie auch ein Transmissions-Schaubildmaterial, kann kein Vergleich mit Materialien des Standes der Technik erfolgen.
  • Das folgende laminierte photographische Schaubildmaterial (gemäß Erfindung) wurde hergestellt durch Extrusions-Auflaminierung der folgenden Folie auf die obere Seite eines Polyesterträgers von photographischer Reinheit:
  • Obere Folie (Emulsionsseite):
  • Eine Verbundfolie, bestehend aus 5 Schichten, identifiziert als L1, L2, L3, L4 und L5. L1 ist die dünn-gefärbte Schicht auf der Außenseite (oberen Seite) der Packung, auf die die photosensitive Silberhalogenidschicht aufgebracht wurde. L2 ist die Schicht, der optischer Aufheller und 6% TiO&sub2; zugegeben wurden. Der verwendete optische Aufheller bestand aus Hostalux KS, hergestellt von der Firma Ciba-Geigy. Das verwendete TiO&sub2; vom Rutiltyp bestand aus DuPont R104 (ein TiO&sub2; mit einer Teilchengröße von 0,22 um). In Tabelle 1 unten sind die Charakteristika der Schichten der oberen biaxial orientierten Folie, die in diesem Beispiel verwendet wurde, aufgelistet. TABELLE 1
  • Polyesterträger von photographischer Reinheit:
  • Ein Polyethylenterephthälat-Folienträger mit einer Stärke von 110 um, der transparent war und eine Gelatinehaftschicht auf beiden Seiten des Trägers aufwies. Der Polyethylenterephthalatträger hatte eine Steifheit von 30 Millinewton in der Maschinenrichtung und von 40 Millinewton in der Querrichtung.
  • Die obere Folie, die in diesem Beispiel verwendet wurde, wurde koextrudiert und biaxial orientiert. Die obere Folie wurde durch Schmelzextrusion auf den Papierträger auflaminiert unter Verwendung eines mit einem Metallocen katalysierten Ethylenplastomeren (SLP 9088), hergestellt von Exxon Chemical Corp.. Das durch Metallocen katalysierte Ethylenplastomer hatte eine Dichte von 0,900 g/cm³ und einen Schmelzindex von 14,0.
  • Die Schicht L3 für die biaxial orientierte Folie war eine Schicht mit Mikroporen und wird weiter beschrieben in Tabelle 2, in der der Brechungsindex und geometrische Dicken angegeben sind für Messungen, die längs eines einzelnen abgeschnittenen Streifens durch die Schicht L3 erfolgten. Die Messungen implizieren keine kontinuierlichen Schichten, da ein Streifen von einer anderen Stelle zu einer unterschiedlichen, jedoch annähernd der gleichen Dicke führen würde. Die Bereiche mit einem Brechungsindex von 1,0 sind Poren, die mit Luft gefüllt sind und die verbleibenden Schichten sind Polypropylenschichten. TABELLE 2
  • Das Beschichtungsformat 1 wurde dazu verwendet, um photographisches reflektierendes/Transmissions-Schaubildmaterial herzustellen. Die gleiche Beschichtungsstärke wurde sowohl auf die Polyethylenschicht L1 auf die obere biaxial orientierte Folie aufgetragen als auch auf die untere Gelhaftschicht.
  • Beschichtungsformat 1 Abgeschiedene Menge mg/m²
  • Schicht 1 Blau-empfindlich
  • Gelatine 1300
  • blau-empfindliches Silber 200
  • Y-1 440
  • ST-1 440
  • S-1 190
  • Schicht 2 Zwischenschicht
  • Gelatine 650
  • SC-1 55
  • S-1 160
  • Schicht 3 Grün-empfindlich
  • Gelatine 1100
  • grün-empfindliches Silber 70
  • M-1 270
  • S-1 75
  • S-2 32
  • ST-2 20
  • ST-3 165
  • ST-4 530
  • Schicht 4 UV-Zwischenschicht
  • Gelatine 635
  • UV-1 30
  • UV-2 160
  • SC-1 50
  • S-3 30
  • S-1 30
  • Schicht 5 Rot-empfindliche Schicht
  • Gelatine 1200
  • rot-empfindliches Silber 170
  • C-1 365
  • S-1 ~ 360
  • UV-z 235
  • S-4 30
  • SC-1 3
  • Schicht 6 UV-Deckschicht
  • Gelatine 440
  • UV-1 20
  • UV-2 110
  • SC-1 30
  • S-3 20
  • S-1 20
  • Schicht 7 SOC
  • Gelatine 490
  • SC-1 17
  • SiO&sub2; 200
  • oberflächenaktives Mittel 2 APPENDIX
  • ST-1 = N-tert.-Butylacrylamid I n-Butylacrylat-Copolymer (50 : 50) S-1 = Dibutylphthalat S-2 = Diundecylphthalat S-3 = 1,4-Cyclohexyldimethylen-(bis(2-ethylhexanoat) S-4 = 2-(2-Butoxyethoxy)ethylacetat
  • Die Struktur der Erfindung dieses Beispieles war wie folgt:
  • Beschichtungsformat 1
  • aus 5 Schichten bestehende biaxial orientierte Polyolefinfolie, enthaltend OB, TiO&sub2; und blaue Tönungsmittel
  • Metallocen-Ethylenplastomer
  • klare Gelatinehaftschicht
  • transparenter Polyesterträger
  • klare Gelatinehaftschicht
  • Beschichtungsformat 1
  • Die Biegesteifheit des Polyesterträgers und des laminierten Schaubildmaterialträgers wurden vor der Beschichtung mit dem Format 1 gemessen unter Verwendung des Steifheits-Testgerätes vom Typ Lorentzen und Wettre, Modell 16D. Der mittels dieses Instrumentes ermittelte Wert ist die Kraft in Millinewton, die erforderlich ist, um das freitragende, nicht durch eine Klammer verbundene Ende einer 20 mm langen und 38,1 mm breiten Probe um einen Winkel von 15º, ausgehend von der unbelasteten Position, zu biegen. In diesem Test wurde die Steifheit in sowohl der Maschinenrichtung als auch in der Querrichtung des Polyesterträgers verglichen mit der Steifheit des Trägers, der mit der oberen biaxial orientierten Folie dieses Beispiels laminiert war. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengestellt. TABELLE 3
  • Die obigen Daten in Tabelle 3 zeigen die beträchtliche Erhöhung der Steifheit des Polyesterträgers nach Zusammenlaminieren mit einer biaxial orientierten Polymerfolie. Dieses Ergebnis ist wesentlich, da im Falle der Materialien des Standes der Technik, um die erforderliche Steifheit zu erzielen, die verwendeten Polyesterträger viel dicker waren (zwischen 150 und 256 um) im Vergleich zu den 110 um des Polyesterträgers, der in diesem Beispiel verwendet wurde. Bei äquivalenter Steifheit ermöglicht der beträchtliche Anstieg der Steifheit nach der Laminierung die Verwendung eines dünneren Polyesterträgers im Vergleich zu Materialien des Standes der Technik, wodurch die Kosten des reflektierenden Schaumaterialträgers vermindert werden. Ferner ermöglicht eine Verminderung der Dicke des reflektierenden Schaubildmaterials eine Verminderung der Material-Handhabungskosten, da Rollen von dünnerem Material weniger wiegen und einen geringeren Rollendurchmesser aufweisen.
  • Das Schaubildmaterial wurde auf eine Minimumdichte entwickelt. Der Schaubildträger wurde auf die Status-A-Dichte untersucht unter Verwendung eines photographischen Densitometers vom Typ X-Rite Modell 310. Die spektrale Transmission wurde berechnet aus den Ablesungen für die Status-A-Dichte und sie ist das Verhältnis der übertragenen Energie zu der einfallenden Energie und ist in Prozenten wie folgt ausgedrückt: TRGB = 10-D·100, worin D für das mittlere Rot-, und Grün- und Blau- Status-A-Transmissions-Dichte-Ansprechvermögen steht. Das Schaubildmaterial wurde ferner untersucht bezüglich L*, a* und b* unter Verwendung eines Spectrogard-Spektrophotomethers, CIE-System unter Verwendung einer Lichtquelle D6500. Im Falle des Transmissions-Verfahrens erfolgte eine qualitative Bewertung bezüglich der Menge an illuminierendem von der Rückseite eingefallenem Licht. Eine wesentliche Menge des übertragenen Lichtes ist als unerwünscht zu betrachten, da die nicht-fluoreszierenden Lichtquellen die Bildqualität beeinträchtigen könnten. Die Vergleichsdaten für die Erfindung und einen Vergleich sind in Tabelle 4 unten zusammengestellt.
  • TABELLE 4
  • Messung / Erfindung, gemessen bezüglich Transmission
  • % Transmission 38%
  • CIE D6500 L* 55,69
  • CIE D6500 a* -0,09
  • CIE D6500 b* 4,47
  • illuminierendes, von hinten eingestrahltes und hindurchgelassenes Licht keine
  • Der Reflexions/Transmissions-Schaubildträger, der auf den oberen und unteren Seiten mit dem lichtempfindlichen Silberhalogenid-Beschichtungsformat dieses Beispiels beschichtet ist, zeigt alle die Eigenschaften, die für ein photographisches Schaubildmaterial (display material) benötigt werden, das so sowohl als reflektierendes Schaubildmaterial wie auch als Transmissions-Schaubildmaterial eingesetzt werden kann. Weiterhin hat das photographische Reflexions/Transmissions-Schaubildmaterial dieser Erfindung viele Vorteile gegenüber photographischen Schaubildmaterialien des Standes der Technik. Die keine Poren aufweisenden Schichten enthalten TiO&sub2;- und Färbemittel-Mengen, die eingestellt sind zur Erzielung einer verbesserten Minimumdichte-Position im Vergleich zu reflektierenden Schaubildmaterialien des Standes der Technik oder Transmissions-Schaubildmaterialien des Standes der Technik, da es die Erfindung ermöglicht, den natürlichen gelben Ton der entwickelten Emulsionsschichten zu beseitigen (der b*-Wert lag im Falle der Erfindung bei 4,47 im Vergleich zu einem typischen Wert für b* von 7,0 bis 12,0 im Falle von Transmissionsmaterialien des Standes der Technik). Im Falle des Transmissions-Verfahrens gelangte das illuminierende, von hinten kommende Licht nicht hindurch, was für ein akzeptables Transmissions-Produkt spricht.
  • Die %-Transmission im Falle der Erfindung (38%) liefert ein akzeptables Reflexionsbild und ermöglicht es, dass eine ausreichende Lichtmenge durch den Träger hindurchgelangt, um zu einem akzeptablen Transmissionsbild zu führen. Ein Schaubildmaterial, das sowohl als Transmissionsmaterial wie auch als reflektierendes Material verwendet werden kann, hat einen beträchtlichen kommerziellen Wert, da die Qualität des Schaumaterialbildes robust gegenüber Belichtungsfaktoren ist. Da das Schaubildmaterial sowohl für Transmissions- als auch Reflexionszwecke geeignet ist, kann der Lagerbestand bei der Herstellung und im Entwicklungslabor konsolidiert werden. Weiterhin ermöglicht die Konzentration der Tönungsmaterialien und der weißen Pigmente in der biaxial orientierten Folie eine verbesserte Herstellungswirksamkeit, und die Verwendung von geringeren Materialkosten führt zu geringeren Kosten des Schaubildmaterials. Die Werte für a* und L* für das erfindungsgemäße Material stimmen mit reflektierenden Schaubildmaterialien und Transmissions- Schaubildmaterialien einer hohen Qualität überein. Schließlich sind die erfindungsgemäßen Materialien weniger kostspielig im Vergleich zu den Materialien des Standes der Technik, da ein 101,6 um (4,0 mil) starker Polyesterträger im Falle der Erfindung verwendet wurde im Vergleich zu einem 221 um (8,7 mil) starken Polyester im Falle der photographischen Schaubildmaterialien des Standes der Technik.
  • Schließlich weist das erfindungsgemäße Material aufgrund der duplitizierten lichtempfindlichen Silberhalogenidbeschichtung eine Entwicklungszeit von 45 Sekunden auf, im Vergleich zu einer Entwicklungszeit von 110 Sekunden im Falle der Transmissions-Schaubildmaterialien des Standes der Technik, da die Schaubildmaterialien des Standes der Technik eine starke Beschichtung gerade auf der oberen Seite aufweisen. Eine Entwicklungsdauer von 45 Sekunden ist von beträchtlichem kommerziellen Wert deshalb, weil das Schaubildmaterial dieser Erfindung die Produktivität einer kostspieligen Entwicklungsvorrichtung erhöhen kann.

Claims (9)

1. Photographisches Element mit einem Bildaufzeichnungs-Träger mit
- einem transparenten Polymerblatt mit einer Steifheit zwischen 20 und 100 Millinewton, gemessen als Kraft, die erforderlich ist, um das freitragende, nicht festgeklammerte Ende einer 20 mm langen und 38,1 mm breiten Probe um einen Winkel von 15º ausgehend von der unbelasteten Position zu verbiegen;
- mindestens einer Schicht aus einem biaxial orientierten Polyolefinblatt mit einer spektralen Durchlässigkeit zwischen 35% und 90% und einer Reflexionsdichte von weniger als 65%;
in dem der Bildaufzeichnungs-Träger sowohl auf der oberen Seite wie auch auf der unteren Seite mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet ist.
2. Photographisches Element nach Anspruch 1, in dem das biaxial orientierte Polyolefinblatt weißes Pigment enthält.
3. Photographisches Element nach den Ansprüchen 1 oder 2, in dem das biaxial orientierte Polyolefinblatt weiterhin Mikroporen aufweist.
4. Photographisches Element nach einem der Ansprüche 1-3, in dem das biaxial orientierte Polyolefinblatt eine integrierte Schicht aus Polyethylen auf der oberen Seite des Blattes aufweist.
5. Photographisches Element nach einem der Ansprüche 1-4, in dem das Element eine Reflexionsdichte zwischen 58 und 62% aufweist.
6. Photographisches Element nach einem der Ansprüche 1-5, in dem das transparente Polymerblatt praktisch frei von Pigment ist.
7. Photographisches Element nach einem der Ansprüche 1 bis 6, in dem das photographische Element mindestens eine einen Farbstoff erzeugende Schicht mit Silberhalogenid und einem einen Farbstoff erzeugenden Kuppler auf der Seite des transparenten Polymerblattes enthält, die dem biaxial orientierten Polyolefinblatt gegenüberliegt.
8. Photographisches Element nach Anspruch 7, in dem die mindestens eine einen Farbstoff erzeugende Schicht auf der Seite des transparenten Polymerblattes, die dem biaxial orientierten Polyolefinblatt gegenüberliegt, weniger Farbstoff erzeugenden Kuppler enthält, als die Bildaufzeichnungsschicht auf der gleichen Seite wie das biaxial orientierte Polyolefinblatt.
9. Photographisches Element nach Anspruch 7, in dem die mindestens eine einen Farbstoff erzeugende Schicht auf der gegenüberliegenden Seite praktisch die gleiche Menge an Farbstoff erzeugendem Kuppler der Bildaufzeichnungsschicht auf der gleichen Seite wie das biaxial orientierte Polyolefinblatt enthält.
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