DE69909059T2 - Verfahren, vorrichtung und system zum entfernen eines gegenstandes aus einem bohrloch - Google Patents

Verfahren, vorrichtung und system zum entfernen eines gegenstandes aus einem bohrloch Download PDF

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Description

  • Diese Erfindung betrifft ein System und eine Vorrichtung zum Erleichtern des Zurückholens eines Gegenstands aus einem Bohrloch und insbesondere, aber nicht ausschließlich, zum Zurückholen eines Bohrlochkopfes aus einem Unterwasserbohrloch.
  • Ein Bohrlochkopf wird verwendet, um den Fluß von Fördermedien in einem Bohrloch zu steuern. Der Bohrlochkopf wird üblicherweise am Oberteil des Bohrlochs angeordnet. In Meeresumgebungen wird der Bohrlochkopf üblicherweise auf dem Meeresgrund angeordnet. Der Bohrlochkopf wird allgemein auf einer Grundplatte angebracht und an einem Futterrohrstrang befestigt, der einen Teil des Bohrlochs bildet.
  • Wenn das Bohrloch trocken läuft, oder es unwirtschaftlich wird, Erdöl oder Erdgas aus demselben zu gewinnen, wird das Bohrloch stillgelegt. Bohrlochköpfe sind teuer, daher ist es wünschenswert, Bohrlochköpfe zurückzuholen. Es ist außerdem in manchen Gebieten vorgeschrieben, Bohrlochköpfe zu entfernen.
  • Vor der vorliegenden Erfindung wurden Bohrlochköpfe unter Verwendung von Vorrichtungen ähnlich der in US-A-4703802 (die eine Vorrichtung offenlegt, welche die Merkmale hat, wie im Oberbegriff von Anspruch 1 dargelegt) und GB-A-2259930 offengelegten zurückgeholt. GB-A-2259930 legt ein an einem Bohrgestänge aufgehängtes Werkzeug offen, wobei das Werkzeug eine Greifzange zum Ineinandergreifen mit dem Oberteil eines Futterrohrstrangs umfaßt, an dem ein Bohrlochkopf befestigt ist und der zurückgeholt werden soll. Das Werkzeug umfaßt außerdem einen Spülschlamm-Motor und eine rotierende Schneidvorrichtung zum Abschneiden des Futterrohrs an einer Stelle unterhalb der Greifzange. Der Bohrlochkopf kann in einem Vorgang abgeschnitten und an die Oberfläche gehoben werden.
  • Mit Vorrichtungen nach dem bekannten technischen Stand zum Erleichtern des Zurückholens eines Bohrlochkopfes aus einem Unterwasserbohrloch hat es Probleme gegeben. Insbesondere liegen die Arme der Greifzange beim Zurückholen des Bohrlochkopfes unter einem Flansch des Futterrohrs. Die Vorrichtung beruht darauf, daß das Gewicht des Bohrlochkopfes auf die Arme der Greifzange wirkt und ein unbeabsichtigtes Freigeben des Bohrlochkopfs verhindert. Nachdem das Futterrohr abgeschnitten ist, wird der Bohrlochkopf durch das Meer zur Oberfläche gehoben. Unter bestimmten Meeresbedingungen, insbesondere Meeresbedingungen mit langer Dünung, kann auf den Bohrlochkopf eine nach oben gerichtete Kraft ausgeübt werden, die ausreicht, um den Bohrlochkopf aus der Greifzange auszuklinken. Dieses bedauerliche Ereignis ist wenigstens ein Mal eingetreten.
  • Der erste Aspekt der vorliegenden Erfindung versucht, dieses Problem zu vermindern.
  • Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Erleichtern des Zurückholens eines Gegenstands aus einem Bohrloch bereitgestellt, welche die Merkmale hat, wie in Anspruch 1 dargelegt.
  • Vorzugsweise umfaßt die Vorrichtung außerdem einem Dorn, wobei das Mittel zum Ineinandergreifen mit einem Gegenstand, zum Beispiel einem Bohrlochkopf, auf demselben angebracht wird.
  • Vorzugsweise kann das Arretiermittel durch eine Bewegung des Dorns betätigt werden.
  • Vorteilhafterweise umfaßt entweder der Dorn oder das Mittel wenigstens einen Ansatz, beweglich angeordnet in einer Auskehlung in der anderen der Komponenten Dorn und Mittel derart, daß sich bei Anwendung entweder der Ansatz oder die Auskehlung bewegen kann von einer ersten Position, in der das Mittel den Gegenstand freigeben kann, zu einer zweiten Position, in der das Mittel daran gehindert wird, den Gegenstand freizugeben. Vorzugsweise bewegt sich bei Anwendung entweder der Ansatz oder die Auskehlung bei einer Drehung des Dorns im Verhältnis zu den Mitteln von der ersten Position zur zweiten Position. Als Alternative dazu bewegt sich bei Anwendung entweder der Ansatz oder die Auskehlung durch eine Längsbewegung des Dorns im Verhältnis zu den Mitteln von der ersten Position zur zweiten Position. Vorzugsweise bewegt sich bei Anwendung entweder der Ansatz oder die Auskehlung durch eine Kombination einer Drehung des Dorns und einer Längsbewegung des Dorns im Verhältnis zu den Mitteln von der ersten Position zur zweiten Position.
  • Vorzugsweise umfassen die Mittel ein Gehäuse und wenigstens einen Arm, der an demselben bewegt werden kann.
  • Vorteilhafterweise kann der wenigstens eine Arm um einen Drehpunkt auf dem Gehäuse bewegt werden.
  • Vorzugsweise umfaßt der Dorn einen Absatz, der den Arm bei Anwendung bei einer Bewegung des Dorns in einen Eingriff mit dem zurückzuholenden Gegenstand bewegt.
  • Außerdem wird ein System bereitgestellt, das ein Schneidwerkzeug, zum Beispiel eine Futterrohrschneidvorrichtung, und eine Vorrichtung nach dem ersten Aspekt der Erfindung umfaßt.
  • Vorzugsweise umfaßt das System außerdem einen Spülschlamm-Motor.
  • Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird nun als Beispiel Bezug genommen auf die beigefügten Zeichnungen, in denen:
  • 1 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines Systems zum Zurückholen eines Bohrlochkopfes ist, wobei das System eine Vorrichtung nach einem ersten Aspekt der Erfindung einschließt,
  • 2 eine Seitenansicht eines modifizierten Systems zum Zurückholen eines Bohrlochkopfes ist,
  • 3A ein seitlicher Querschnitt eines Teils der Vorrichtung von 1 und 2 ist,
  • 3B ein Querschnitt längs der Linie 3B-3B von 3A in einem ersten Betriebszustand ist,
  • 3C ein Querschnitt längs der Linie 3C-3C von 3A in einem ersten Betriebszustand ist,
  • 3D ein Querschnitt längs der Linie 3B-3B von 3A in einem zweiten Betriebszustand ist,
  • 3E ein Querschnitt längs der Linie 3C-3BC von 3A in einem zweiten Betriebszustand ist,
  • 3F eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Arms der Vorrichtung von 3A ist,
  • 3G eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Arms der Vorrichtung von 3A ist,
  • 4A eine Untersicht eines Teils der Vorrichtung von 3A ist,
  • 4B bis 4C Querschnitte der Teile der in 4A gezeigten Vorrichtung sind,
  • 4D eine Draufsicht eines Teils der Vorrichtung von 3A ist,
  • 4E bis 4G Querschnitte von Teilen der Vorrichtung von 3A sind,
  • 5A eine Draufsicht, teilweise im Querschnitt, eines Teils der Vorrichtung von 3A ist,
  • 5B ein Querschnitt längs der Linie 5B-5B von 5A ist,
  • 6 ein seitlicher Querschnitt eines Teils der Vorrichtung von 2 ist,
  • 7A ein seitlicher Querschnitt eines Teils der Vorrichtung von 3A ist,
  • 7B ein Querschnitt längs der Linie 7B-7B von 7A ist,
  • 7C ein Querschnitt längs der Linie 7C-7C von 7A ist,
  • 8A eine Draufsicht eines Teils der Vorrichtung von 3A ist,
  • 8B ein Querschnitt längs der Linie 8B-8B von 8A ist und
  • 8C ein seitlicher Querschnitt des Teils der Vorrichtung von 8A ist.
  • 1 zeigt ein System zum Zurückholen eines Bohrlochkopfes. Das System wird allgemein durch die Referenzzahl 10 identifiziert.
  • Das System 10 umfaßt eine Vorrichtung 20 und eine unterhalb derselben angeordnete Futterrohrschneidvorrichtung 30. Ein oberer Teil 40' eines Spülschlamm-Motors 12 wird in einem Bohrgestänge 14 angeordnet. Zwei Sicherheitsschellen 16 werden um den oberen Teil des Spülschlamm-Motors 12 befestigt. Ein unterer Teil 22 eines Mitteldorns 21 der Vorrichtung 20 wird schraubend mit einem Stabilisator 18 verbunden. Ein unterer Teil 40 des Spülschlamm-Motors 12 (z. B., wie es typisch ist, mit einer Lagerbaugruppe und in den sich das Mittelstück der Welle erstreckt) wird unterhalb des Stabilisators 18 in den Strang 14 gekoppelt, und ein unterer Stabilisator 18' wird unterhalb des unteren Teils 40 des Spülschlamm-Motors 12 angeschlossen. Die Futterrohrschneidvorrichtung 30 wird unterhalb des unteren Stabilisators 18' schraubend angeschlossen. Eine Schubuntereinheit 42, hergestellt aus gummibeschichtetem Stahl, wird unterhalb der Futterrohrschneidvorrichtung 30 angeschlossen und verhindert eine Beschädigung des Bohrlochkopfs, wenn die Vorrichtung vor dem Abschneiden des Futterrohrs durch denselben bewegt wird.
  • Die Sicherheitsschellen 16 werden auf dem oberen Teil 40' des Spülschlamm-Motors 12 oberhalb der Greifvorrichtung verwendet, um die nach unten gerichtete Bewegung des oberen Teils 40' des Spülschlamm-Motors 12 zu begrenzen, wodurch die Länge des Futterrohrs, das abgeschnitten wird (und zurückzuholen ist) begrenzt wird, und um zu sichern, daß das Abschneiden an einem gewünschten Punkt anhält. Bei einem anderen Aspekt, bei dem ein Bohrgestänge verwendet wird, das ohne einen Spülschlamm-Motor (d. h., in einer gewöhnlichen Bohranlage) gedreht werden kann, werden keine Sicherheitsschellen verwendet, und bei einem Aspekt eines solchen Systems wird oben auf dem System 10 ein Seespülkopf verwendet, um eine Drehung zu erleichtern.
  • 2 zeigt ein allgemein durch die Referenzzahl 50 identifiziertes System.
  • Das System 50 ist dem in 1 gezeigten System 10 ähnlich, unter Hinzufügung einer Ablaßuntereinheit 44, die zwischen dem unteren Stabilisator 18' und der Futterrohrschneidvorrichtung 30 angeordnet wird. Die Ablaßuntereinheit 44 leitet in einen Bohrloch-Ringspalt außerhalb der Ablaßuntereinheit 44 oberhalb der Schneidklingen 31 ab. Dies verringert den Druckabfall über die Futterrohrschneidvorrichtung 30 oder erhöht den Druck oberhalb der Futterrohrschneidvorrichtung 30 auf den unterhalb der Schneidklingen 31. Die Verringerung des Fluiddrucks über das Schneidwerkzeug 30 führt zu einer verringerten Tendenz, daß Späne einschließlich von Bohrklein und Bohrmehl den Bohrloch-Ringspalt hinaufgepumpt werden. Ein Teil des Druckfluids, das aus dem unteren Teil 40 des Spülschlamm-Motors strömt, fließt durch das Schneidwerkzeug 30 und wird darauf aufgebracht, um die Aktivierung der Schneidklingen 31 aufrechtzuerhalten.
  • 6 zeigt die Ablaßuntereinheit 44, die eine Durchflußöffnung 121 von oben nach unten durch dieselbe und eine Ausströmöffnung 122 in der Wand 44 derselben hat. Es können mehrere Ausströmöffnungen um die Ablaßuntereinheit 44 angeordnet werden. Das System 50 kann eine bekannte Ablaßuntereinheit oder Entleerungsuntereinheit oder eine Untereinheit mit Mündungen oder Öffnungen einschließen, die unsprünglich durch Berstscheiben oder Abscherelemente blockiert werden. Eine Mündung 123 wird durch einen Sprengring 124 an ihrem Platz in der Ablaßöffnung 122 gehalten. Die Verwendung einer solchen Mündung 123 oder die einer Reihe von Mündungen mit unterschiedlichen Innendurchmessern ermöglicht eine genaue Steuerung des aus der Ablaßuntereinheit 44 strömenden Fluids. Die Ausströmöffnung 122 wird nach unten zu den Klingen der Futterrohrschneidvorrichtung 30 hin abgewinkelt, wenn sich die Schneidklingen 31 in einer ausgefahrenen Position befinden.
  • Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel beträgt der Gesamtfluß zum Spülschlamm-Motor 12 etwa 3300 Liter pro Minute (875 Gallonen pro Minute), der Abfluß aus der Ausströmöffnung 122 beträgt etwa 1800 Liter pro Minute (475 Gallonen pro Minute), und der Fluß zum Schneidwerkzeug 30 beträgt etwa 1500 Liter pro Minute (400 Gallonen pro Minute). Bei diesem Aspekt hat die Mündung 123 einen Durchmesser von etwa 1,75 cm (0,689 Zoll), und die Ausströmöffnung 122 hat einen Durchmesser von etwa 1,9 cm (0,75 Zoll). Die Ablaßuntereinheit 44 kann beliebig unterhalb des unteren Teils 40 des Spülschlamm-Motors 12 und oberhalb der Futterrohrschneidvorrichtung 30 angeordnet werden.
  • 3A zeigt einen Teil der Vorrichtung 20. Der Mitteldorn 21 hat eine Strömungsbohrung 67 durch denselben und erstreckt sich in Längsrichtung und drehbar beweglich durch eine Haube 23 und durch ein Gehäuse 24. Das Gehäuse 24 hat drei Armstützen 25, jede versehen mit einem Bolzen 26, um den jeder Arm 28 bewegt werden kann. Jeder Bolzen 26 wird aus gehärtetem Stahl oder einem ähnlichen Material hergestellt und in einem Schlitz 27 in jeder Armstütze 25 befestigt. Jeder Bolzen 26 kann kreisförmig sein, oder sie können bei einem Aspekt (von oben gesehen) länglich sein und geformt, um der Form jedes Schlitzes 27 zu entsprechen. Jeder Arm 28 wird schwenkbar und verriegelbar auf jedem Bolzen 26 angebracht, so daß bei einer nach oben gerichteten Bewegung des Mitteldorns 21 ein oberer Absatz 29 desselben eine untere Fläche 61 der Arme 28 berührt und bewirkt, daß dieselben in Armschlitzen 161 des Gehäuses nach unten schwenken, zu einer Position, wie in 3A gezeigt, wobei ein Lippenklinkenabschnitt 62 mit einem zu haltenden Gegenstand, zum Beispiel einem Bohrlochkopf (nicht gezeigt), ineinandergreift.
  • Ein Keilabstandsstück 46 (5B) wird auf dem Mitteldorn 21 durch Schrauben und/oder Schweißen befestigt. Der Oberteil 48 des Keilabstandsstücks 46 dient dazu, ein richtiges Anordnen des Mitteldorns 21 im Verhältnis zum Gehäuse 24 sowohl für eine richtige Betätigung jedes Arms 28 als auch für ein richtiges Anordnen der im Folgenden zu beschreibenden zusammenwirkenden Arretiervorrichtung zu sichern. Eine Feder (nicht gezeigt) kann zwischen jedem Arm 28 und der Haube 23 angeordnet werden, um jeden Arm 28 in eine unverrigelte Position zu drücken.
  • Die Haube 23 wird mit einer Reihe von Bolzen 52 am Gehäuse 24 befestigt, die durch eine Reihe von Stützpfeilern 54 verlaufen, angeordnet zwischen der Haube 23 und dem Gehäuse 24. Die Haube 23 sitzt außerdem auf Pfeilern 152, die sich vom Gehäuse 24 nach oben erstrecken. Löcher 154 ermöglichen, daß ein Druckfluid zu einer oberen Fläche 56 der Arme 28 fließt, um Bohrmehl und Bohrklein wegzuspülen, so daß eine richtige Bewegung der Arme 28 nicht behindert wird, wenn sich der Mitteldorn 21 nach oben bewegt, um die Arme zu betätigen.
  • 3F und 3G zeigen eine Seitenansicht eines Endes 58 eines der Arme 28 und stellen eine Reihe von Kerben oder Kehlen 59 (3F) oder eine Kerbe 59a (3G), hergestellt oder integriert geformt im Arm, dar. Diese Kerben oder Kehlen können Bohrmehl auf eine solche Weise sammeln, daß es eine richtige Armbewegung nicht behindert. Sie erleichtern außerdem durch das Bereitstellen eines Kanals für eine Bewegung vom Oberteil des Arms das Abspülen von Bohrmehl von demselben.
  • Das System und die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung können unter anderem verwendet werden, um einen Bohrlochkopf zurückzuholen, und die Teile, die den Bohrlochkopf in Eingriff nehmen und/oder aufnehmen, können für einen bestimmten Bohrlochkopf angepaßt, konfiguriert und angeordnet werden. Dies schließt einen Raum 64 zwischen den Armen 28 und dem Mitteldorn 21 ein.
  • Unter Bezugnahme auf 3B bis 3E wird der Mitteldorn 21 mit einer Vielzahl von vorstehenden Ansätzen 66 gezeigt, die angeordnet werden für eine Bewegung in eine Nut 68 oder aus derselben, die um ein Inneres des Gehäuses 24 verläuft und in die durch Schlitze 72 im Gehäuse 24 die Ansätze 66 bewegt werden können, um eine zusammenwirkende lösbare Arretierung des Dorns 21 an seinem Platz zu erreichen. Die Schlitze 72 ermöglichen, daß sich die Ansätze 66 in eine Ausrichtung mit der Nut 68 bewegen, wenn der Mitteldorn 21 angehoben wird (und die Klinkenarme 28 einen Bohrlochkopf greifen), so daß die Ansätze 66 danach in die Nut 68 gedreht werden können.
  • Anfangs, wenn der Mitteldorn 21 noch oben bewegt wird, bewegen sich die Ansätze 66 innerhalb des Gehäuses 24 in den Schlitzen 72 nach oben, bis sie sich auf der Ebene der Nut 68 befinden. Danach wird der Mitteldorn 21 (um 60 Grad nach links – von oben gesehen gegen den Uhrzeigersinn) gedreht, um die Ansätze 66 in die Nut 68 zu bewegen, um so den Mitteldorn 21 lösbar an seinem Platz zu arretieren, so daß die Arme 28 nun mit einem Gegenstand, wie beispielsweise einem Bohrlochkopf ineinandergreifen, und ein unbeabsichtigtes Freigeben zu verhindern. Bei einer anschließenden weiteren Rechtsdrehung des Mitteldorns 21 richten sich die Ansätze 66 wieder mit den Schlitzen 72 aus, an welchem Punkt sich die Ansätze 66 aus den Nuten 68, in den Schlitzen 72 nach unten und vom Gehäuse 24 weg bewegen können, was ein Freigeben der Arme 28 und ein Ausklinken der Arme 28 von dem gehaltenen Gegenstand ermöglicht. In 4B wird ein Ansatz 66 an seinem Platz in der Nut 68 arretiert, falls er sich im Bereich 75 befindet.
  • Vom Gehäuse 24 nach unten vorstehende Ansätze 77 können in den Bereichen 171 des Keilabstandsstücks 46 bewegt werden. Wenn die Ansätze 66 in die Nut 68 eintreten, sind es die Ansätze 77, die an die erhöhten Bereiche 78 des Keilabstandsstücks 46 anstoßen, welche die Bewegung der Ansätze 66 in der Nut 68 anhalten und verhindern, daß die Ansätze 66 in den nächsten Schlitz 72 im Gehäuse 24 eintreten, d. h., es ist das Anhalten der Ansätze 77, das ein Ausklinken des Mitteldorns 21 aus dem Gehäuse 24 verhindert, das heißt, bis die Drehung des Mitteldorns umgekehrt wird (Rechtsdrehung), um die Ansätze 66 wieder mit einem Schlitz 72 auszurichten und dadurch die Ansätze 66 aus der Nut 68 freizugeben.
  • 7A zeigt einen Mitteldorn 100 wie der Mitteldorn 21, der besonders für ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung geeignet ist, bei dem ein Seespülkopf verwendet wird, wie hierin beschrieben. Bei einer solchen Anwendung kann ein System nach der vorliegenden Erfindung sein wie das System von 1 und 2, aber ohne einen Spülschlamm-Motor oder Sicherheitsschellen. Bei einer solchen Vorrichtung wird ein Seespülkopf oben auf der Haube 23 angeordnet, und der Seespülkopf hat vorzugsweise eine untere abgeschrägte Kante, die einer oberen abgeschrägten Kante der Haube 23 entspricht. Das System 10, 50 wird wechselseitig mit einem Bohrgestänge verbunden, das durch den Seespülkopf geht, und das Bohrgestänge dreht das System 10, 50 von oben.
  • 8A zeigt einen Mitteldorn 150 zur Verwendung bei einem System (wie in 1 und 2 gezeigt) mit einem Spülschlamm-Motor 12. Passende Untereinheiten (nicht gezeigt) werden oberhalb und unterhalb des Mitteldorns 150 angeschlossen, so daß die resultierende Verbindung wie der Dorn von 7A aussieht, aber der Innendurchmesser des Dorns 150 wird bemessen, um das Mittelstück der Welle des Spülschlamm-Motors 12 aufzunehmen. Die Ansätze 166 entsprechen den Ansätzen 66 des Dorns von 3A. Eine Nut 181 im Gehäuse 24 nimmt eine Dichtung (nicht gezeigt) und/oder eine oder mehrere abnehmbare Beilagen mit unterschiedlichen Abmessungen auf, so daß das Gehäuse 24 über eine Vielzahl von Bohrlochköpfen passen kann und jeden derselben aufnehmen kann.

Claims (11)

  1. Vorrichtung zum Erleichtern des Zurückholens eines Gegenstands aus einem Bohrloch, wobei die Vorrichtung einen Dorn (21), der zum lösbaren Ineinandergreifen mit dem Gegenstand bewegt werden kann, und ein Arretiermittel (66, 68) zum Arretieren des Dorns (21) im Verhältnis zum Gegenstand umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Dorn (21) Greifmittel (24, 28) angebracht werden, um den Gegenstand lösbar zu greifen, und der Dorn (21) im Verhältnis zu den Greifmitteln (24, 28) bewegt werden kann zwischen einer ersten Position, in der das Greifmittel (24, 28) den Gegenstand freigeben kann, und einer zweiten Position, in der das Greifmittel (24, 28) daran gehindert wird, den Gegenstand freizugeben, wobei das Arretiermittel (66, 68) betätigt werden kann, wenn sich der Dorn (21) in der zweiten Position befindet, um eine Bewegung des Dorns (21) im Verhältnis zu den Greifmitteln (24, 28) zu verhindern.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Arretiermittel (66, 68) durch eine Bewegung des Dorns (21) betätigt werden kann.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der entweder der Dorn (21) oder das Greifmittel (24, 28) wenigstens einen Ansatz (66) umfaßt, beweglich angeordnet in einer Auskehlung (68) in der anderen der Komponenten Dorn (21) und Greifmittel (28) derart, daß entweder der Ansatz (66) oder die Auskehlung (68) bewegt werden kann von einer ersten Position, in der das Greifmittel (28) den Gegenstand freigeben kann, zu einer zweiten Position, in der das Greifmittel (28) daran gehindert wird, den Gegenstand freizugeben.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der entweder der Ansatz (66) oder die Auskehlung (68) bei einer Drehung des Dorns (21) im Verhältnis zu den Greifmitteln (24, 28) von der ersten Position zur zweiten Position bewegt werden kann.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der entweder der Ansatz (66) oder die Auskehlung (68) durch eine Längsbewegung des Dorns (21) im Verhältnis zu den Greifmitteln (24, 28) von der ersten Position zur zweiten Position bewegt werden kann.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der entweder der Ansatz (66) oder die Auskehlung (68) durch eine Kombination einer Drehung des Dorns (21) und einer Längsbewegung des Dorns (21) im Verhältnis zu den Greifmitteln (24, 28) von der ersten Position zur zweiten Position bewegt werden kann.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Greifmittel ein Gehäuse (24) und wenigstens einen Arm (28) umfaßt, der an demselben bewegt werden kann.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei welcher der Arm (28) um einen Drehpunkt (26) auf den Gehäuse (24) bewegt werden kann.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, bei welcher der Dorn (21) einen Absatz (61) einschließt, der den Arm (28) bei Anwendung in einen Eingriff mit dem Gegenstand bewegen kann.
  10. System, das ein Schneidwerkzeug (30) und eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfaßt.
  11. System nach Anspruch 10, das außerdem einen Spülschlamm-Motor (12) umfaßt.
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