DE69910529T2 - Vordere Fahrzeugkarosserie zur Sicherstellung der Fussgängersicherheit bei einem Frontalaufprall - Google Patents

Vordere Fahrzeugkarosserie zur Sicherstellung der Fussgängersicherheit bei einem Frontalaufprall Download PDF

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeug mit einer vorderen Karosserie, deren Motorhaube bei einem Frontalaufprall für den Schutz von Fußgängern sorgt.
  • Bei einem Frontalzusammenstoß eines Fahrzeugs mit einem Fußgänger schlägt der Kopf des Fußgängers im Allgemeinen heftig auf der Motorhaube auf. Beim Aufschlag des Kopfs des Fußgängers auf der Motorhaube wird diese eingedrückt bis zu einem möglichen Aufschlag auf die unter der Motorhaube gelegenen starren Elemente wie Batterie, Tragelemente und so weiter. Ebenso ist ein direktes Aufschlagen auf starre Bereiche der Motorhaube möglich. Ein solches Aufschlagen auf starre Elemente ist die Hauptursache der Todesfälle oder der schweren Verletzungen überfahrener Fußgänger.
  • Aus der DE-A-29 22 893 ist ein Fahrzeug mit einem Aufbau und einer vorderen Karosserie mit einer Motorhaube bekannt, die für den Schutz von Fußgängern bei einem Frontalzusammenstoß sorgt, wobei die Motorhaube des Fahrzeugs aus Seitenelementen gebildet ist, an denen eine Tafel starr befestigt ist, wobei die Seitenelemente der Motorhaube jeweils aus einem Profil mit im Wesentlichen U-förmigem Querschnitt gebildet und so geformt sind, dass sie sich beim Zusammenprall mit einem Fußgänger durch Stauchung verformen, und wobei die vorderen Kotflügel so geformt sind, dass sie sich beim Aufprall des Fußgängers an der Verbindung zwischen der Motorhaube und den Kotflügeln durch Stauchung verformen.
  • Die Druckschrift XP-002099218 „Vers des voitures moins dangereuses pour les piétons" (Ingenieur de l'automobile 1979.3) beschreibt ein Fahrzeug, dessen Motorhaube außer an seiner Peripherie keine Aussteifung besitzt.
  • Die in diesen Druckschriften beschriebenen Schutzvorrichtungen verringern jedoch die Schwere der Verletzungen von Fußgängern bei bestimmten Aufprall-Situationen mit dem Fahrzeug nur unzureichend.
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Fahrzeug vorzuschlagen, das für einen besseren Schutz von Fußgängern bei einem Frontalaufprall sorgt.
  • Diese Aufgabe wird durch die Kombination der Merkmale von Anspruch 1 erfüllt.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheit zeigt die Öffnung des von jedem Profil gebildeten „U" nach unten, das heißt zum Aufbau des Fahrzeugs hin.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheiten sind die beiden Flanken beziehungsweise Seiten jedes U-Profils leicht aufgeweitet.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheit ist die äußere Tafel umgebogen und am Umfang des Rahmens so angeschweißt, dass sie diesen bedeckt.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheit ist die äußere Tafel an die Außenflanke jedes Profils geschweißt.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheit weist mindestens eine der Flanken der U-Profile mehrere Ausschnitte oder Öffnungen auf.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheit sind die Ausschnitte oder Öffnungen länglich und im Wesentlichen zur Längsachse des Profils parallel.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheit sind die vorderen Kotflügel des Fahrzeugs so ausgebildet, dass sie sich durch Biegen und/oder Stauchen und/oder Bruch verformen, insbesondere im Fall eines Zusammenpralls mit einem Fußgänger an der Verbindung zwischen Motorhaube und Kotflügeln.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheit weist die Verkleidung der Kotflügel mindestens einen Ausgangspunkt für Biegung auf, der ihre Verformung durch Stauchen erleichtert.
  • Gemäß einer weiteren Besonderheit weist der oder weisen die Abschnitte des Aufbaus des Fahrzeugs, auf denen die Motorhaube ruht, mindestens einen Ausgangspunkt für Biegung auf, der ihre Verformung durch Stauchen erleichtert.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden bei der Lektüre der folgenden detaillierten Beschreibung deutlich, die auf die beigefügten Zeichnungen Bezug nimmt.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Motorhaube;
  • 2 eine Schnittansicht entlang der Linie CC von 1;
  • 3 eine perspektivische Ansicht eines Details des Rahmens der Motorhaube von 1;
  • 4 eine schematische Teilansicht eines Querschnitts durch den vorderen Teil eines erfindungsgemäßen Fahrzeugs, die den Bereich der Verbindung zwischen Motorhaube und vorderem Kotflügel des Fahrzeugs darstellt;
  • 5 eine schematische Teilansicht eines Längsschnitts durch den vorderen Teil eines erfindungsgemäßen Fahrzeugs, die den Bereich der Verbindung zwischen der Motorhaube und der Basis der Windschutzscheibe des Fahrzeugs darstellt.
  • Nun wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die 1 bis 5 beschrieben.
  • 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Motorhaube 3 eines erfindungsgemäßen Fahrzeugs. Die Motorhaube 3 ist aus einem Rahmen 50 aus Blech gebildet, der in seinem mittleren Abschnitt 51 offen ist und an den eine Blechtafel 52 geschweißt ist. Das heißt der Rahmen 50 bildet die Verkleidung der Motorhaube 3, während die Tafel 52 die äußere Umhüllung von dieser bildet. Die vorderen und hinteren Teile 57 beziehungsweise 58 und die Seitenteile 53, 54 des Rahmens 50 sind so aufgebaut, dass sich diese Letzteren verformen, wenn ein Fußgänger auf die Motorhaube 3 fällt, um einen großen Teil der aus dem Aufprall resultierenden Energie zu absorbieren.
  • Die beiden Seitenteile 53, 54 sind beispielsweise jeweils aus einem Profil mit im Wesentlichen U-förmigem Querschnitt gebildet, wobei die Öffnung des „U" vorzugsweise nach unten zeigt, das heißt zum Aufbau des Fahrzeugs hin. Die Profile 53, 54 sind beispielsweise an die vorderen und hinteren Teile 57 beziehungsweise 58 des Rahmens 50 geschweißt. Wie in 3 gezeigt, kann jedes Profil 54 aus einer zu einem U umgebogenen Blechtafel bestehen, deren Enden 60 flächig sind, damit sie sich an die vorderen beziehungsweise hinteren Teile 57 beziehungsweise 58 des Rahmens 50 schweißen lassen. Die vorderen und hinteren Teile 57 beziehungsweise 58 des Rahmens 50 können ebenfalls aus U-Profilen gebildet sein; wobei die Öffnung des „U" vorzugsweise nach oben zeigt, aber auch nach unten zeigen kann.
  • Die äußere Tafel 52 ist am Umfang des Rahmens 50 so umgebogen, dass sie diesen bedeckt. Die Tafel 52 ist an eben diesem Umfang des Rahmens 50 angeschweißt. Insbesondere ist die Tafel 52 an den Seitenteilen der Motorhaube 3 vorzugsweise an die Außenflanke 55 jedes Profils 53, 54 geschweißt (2). Zwischen der Basis des vom Profil gebildeten U und der Blechtafel 52 kann ein Bindemittel 59 vorgesehen sein (2).
  • Außerdem kann eine oder beide Flanken jedes U-Profils 53, 54 mehrere Öffnungen 56 aufweisen, die ihre Verformung beim Zusammenprall mit einem Fußgänger erleichtern (3). Die vorzugsweise länglichen und im Wesentlichen zur Längsachse des Profils 53 parallelen Öffnungen 56 beeinträchtigen die Biegesteifigkeit des Profils als Ganzes nicht, erleichtern aber das Stauchen des Profils unter dem Gewicht eines Fußgängers, der auf die Motorhaube fällt. Die Stellen, an denen die äußere Tafel 52 an die Profile 53, 54 geschweißt ist, können also zwischen zwei aufeinander folgenden Öffnungen 56 liegen.
  • So werden die Profile 53, 54 gestaucht, wenn ein Fußgänger und insbesondere dessen Kopf auf die Seitenteile der Motorhaube 3 fällt. Das heißt, die beiden parallelen Flanken des U spreizen sich und ermöglichen das Plattdrücken des Profils 53, 54. Vorteilhafterweise können die beiden Flanken der U-Profile leicht aufgeweitet sein, um das Stauchen zu erleichtern.
  • Vorteilhafterweise kann jeder vordere Kotflügel 61 des Fahrzeugs auch so aufgebaut sein, dass er sich verformen kann, um schwere Verletzungen des Fußgängers zu vermeiden, insbesondere wenn dieser an der Verbindung zwischen der Motorhaube 3 und dem vorderen Kotflügel 61 auf das Fahrzeug aufschlägt. Beispielsweise kann die Kotflügel-Verkleidung mindestens einen Ausgangspunkt für Biegung 63 aufweisen, der die Verformung des Kotflügels 61 bei einem Zusammenstoß mit einem Fußgänger durch Stauchen am Aufbau 62 erleichtert (4).
  • Weiter ist der Abstand H zwischen der Motorhaube 3 und dem unter der Motorhaube 3 gelegenen Aufbau 62 des Fahrzeugs so festgelegt, dass sich die Motorhaube 3 beim Zusammenprall ausreichend stark verformt. Dieser Abstand H zwischen Motorhaube 3 und Aufbau 62 liegt in der Größenordnung von einigen zig Millimetern und vorzugsweise in der Größenordnung von 50 mm.
  • In gleicher Weise können die vorderen und hinteren Teile 57 beziehungsweise 58 des Rahmens 50 so konzipiert und dimensioniert sein, dass sie beim Zusammenstoß mit einem Fußgänger eingedrückt und gestaucht werden. Das heißt, es werden am Aufbau des Fahrzeugs vor und hinter der Motorhaube 3 Räume oder Teile vorgesehen, die sich leicht stauchen lassen und es ermöglichen, dass die Motorhaube 3 beim Zusammenstoß mit einem Fußgänger eingedrückt wird.
  • 5 zeigt ein Beispiel für die Anordnung des hinteren Abschnitts der Motorhaube 3 gemäß der Erfindung. Der hintere Abschnitt der Motorhaube, der aus einem U-Profil 58 besteht, an das die äußere Tafel 52 geschweißt ist, ruht auf dem Aufbau des Fahrzeugs, beispielsweise auf einer Wand 64 des Windlaufquerteils an der Basis der Windschutzscheibe 66. Klassischerweise ist zwischen die Motorhaube 3 und den Aufbau, auf dem die Motorhaube 3 ruht, eine Dichtung 65 eingezogen.
  • Wie zuvor kann die Wand 64, auf der die Motorhaube ruht, mindestens einen Ausgangspunkt für Biegung 63 aufweisen, der ihre Verformung durch Stauchen beim Zusammenprall mit einem Fußgänger erleichtert.
  • Bei einem Aufschlag in der Mitte der Motorhaube 3 erlaubt der oben beschriebene nachgiebige Aufbau ein starkes Eindrücken, wodurch ein großer Teil der Energie des Aufpralls absorbiert wird.
  • Vorzugsweise ist die Dicke der Blechtafel 52, die den Rahmen 50 bedeckt, gering, das heißt sie liegt in der Größenordnung von 0,6 mm.
  • So erlaubt das erfindungsgemäße Konzept der Fahrzeugkarosserie, die Schwere der Verletzungen von Fußgängern deutlich zu verringern, insbesondere, wenn die Motorhaube 3 in Folge des Zusammenstoßes mit dem Fußgänger hochgerichtet wird.
  • Obwohl die Erfindung in Verbindung mit besonderen Ausführungsbeispielen beschrieben wurde, umfasst sie sämtliche technisch gleichwertigen Mittel, die unter die im Hauptanspruch gegebene Definition fallen.

Claims (10)

  1. Fahrzeug mit einem Aufbau und einer vorderen Karosserie mit einer Motorhaube, die für den Schutz von Fußgängern bei einem Frontalaufprall sorgt, wobei die Motorhaube (3) des Fahrzeugs aus einem Rahmen (50) aus Blech gebildet ist, der in seinem mittleren Abschnitt (51) offen ist und an den eine Blechtafel (52) geschweißt ist, wobei die Abschnitte des Rahmens (50), die den vorderen Teil (57), den hinteren Teil (58) und die Seitenteile (53, 54) der Motorhaube (3) bilden, aus jeweils einem Profil mit im Wesentlichen U-förmigem Querschnitt gebildet sind, sodass sie sich durch Stauchung und/oder Bruch bei einem Zusammenstoß mit einem Fußgänger verformen, und wobei der Abstand (H) zwischen den Seitenteilen der Motorhaube (3) und dem unter der Motorhaube (3) gelegenen Aufbau (62) in der Größenordnung von einigen zig Millimetern und vorzugsweise in der Größenordnung von 50 mm beträgt, wobei die Abschnitte des Aufbaus des Fahrzeugs, auf denen die Motorhaube (3) ruht, so ausgebildet sind, dass sie sich durch Biegen und/oder Stauchen und/oder Bruch verformen, wenn ein Fußgänger darauf fällt.
  2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des von jedem Profil (53, 54) gebildeten U nach unten zeigt, das heißt zum Aufbau des Fahrzeugs hin.
  3. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seiten jedes U-Profils (53, 54) leicht aufgeweitet sind.
  4. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Tafel (52) umgebogen und am Umfang des Rahmens (50) so angeschweißt ist, dass sie diesen bedeckt.
  5. Fahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Tafel (52) an die Außenflanke (55) jedes Profils (53, 54) geschweißt ist.
  6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Flanken der U-Profile (53, 54) mehrere Ausschnitte oder Öffnungen (56) aufweist.
  7. Fahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschnitte oder Öffnungen (56) länglich und im Wesentlichen zur Längsachse des Profils (53, 54) parallel sind.
  8. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen Kotflügel (61) des Fahrzeugs so ausgebildet sind, dass sie sich durch Biegen und/oder Stauchen und/oder Bruch verformen, insbesondere im Falle eines Zusammenpralls mit einem Fußgänger an der Verbindung zwischen Motorhaube (3) und Kotflügeln (61).
  9. Fahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung der Kotflügel (61) mindestens einen Ausgangspunkt für Biegung (63) aufweist, der ihre Verformung durch Stauchen erleichtert.
  10. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Abschnitte des Aufbaus des Fahrzeugs, auf denen die Motorhaube (3) ruht, mindestens einen Ausgangspunkt für Biegung (63) aufweisen, der ihre Verformung durch Stauchen erleichtert.
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