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Die vorliegende Erfindung hat eine
Vorrichtung zur Unterstützung
der Atmung zum Gegenstand, welche an Patienten eingesetzt werden
kann, die keine Spontanatmung haben oder bei denen diese nicht ausreichend
ist, unabhängig
davon, ob diese Patienten unter künstlicher Beatmung stehen oder nicht.
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Es sind verschiedene Vorrichtungen
wie beispielsweise Masken, Oral-, Nasal-, Endotrachealund Tracheotomiesonden
oder -kanülen
bekannt, die dazu bestimmt sind, die Verbindung zwischen einem Gerät zur künstlichen
Beatmung und/oder einem Anästhesiegerät und dem
Atmungssystem eines Patienten herzustellen. Diese Vorrichtungen,
die im Wesentlichen in Form von Röhren vorliegen, können je nach
vorliegendem Fall in der Nähe
des proximalen Endes Befestigungsmittel wie beispielsweise Klammern
oder Manschetten aufweisen, damit sie am Mund oder an der Nase des
Patienten verbleiben, oder gar kleine aufblasbare Ballons in der
Nähe des distalen
Endes, um sie durch Reibung in der Trachea zu belassen.
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Die bekannten Vorrichtungen weisen
beträchtliche
Nachteile auf. Wenn also beispielsweise ein Rohr vom bekannten Typ
von dem Gerät
zur künstlichen
Beatmung abgenommen wird und der Patient mit Sauerstoff angereicherte
Luft benötigt, dann
ist es erforderlich, in das besagte Rohr eine Sonde einzuführen, die
an eine Quelle für
Sauerstoff angeschlossen ist. Außerdem muss im Fall der nicht ausreichenden
Spontanatmung der Patient notwendigerweise bis zu vollständigen Wiedereinstellung seiner
Spontanatmung an das Beatmungsgerät angeschlossen bleiben.
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Um also diesen Nachteilen abzuhelfen,
sind beispielsweise in den Patentschriften EP-A-O 390 684 und EP-A-O
701 834 bereits Vorrichtungen zur Unterstützung der Atmung vorgeschlagen
worden, die über
den von dem Rohr gebildeten Hauptkanal hinaus mindestens einen Hilfskanal
aufweisen, der beispielsweise in der Wandung der besagten Rohres untergebracht
ist und der das Einleiten eines Stroms eines Atemgases (Sauerstoff,
Luft oder ein Luft-Sauerstoff-Gemisch) ermöglicht, welches zur Beatmung des
Patienten bestimmt ist, wobei diese Hilfskanäle in den Hauptkanal in der
Nähe des
distalen Endes dieses Letzteren münden.
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Um zu verhindern, dass die Ströme von Atemgas
direkt auf die Schleimhaut des unter Beatmung stehenden Patienten
treffen, da ja durch ihre kinetische Energie die Gefahr besteht,
dass besagte Schleimhaut traumatisiert wird, sieht man in diesen letzeren
Vorrichtungen vor, dass wenigstens das distale Ende der besagten
Hilfskanäle,
die in den Hauptkanal münden,
parallel zu diesem verläuft
und dass gegenüber
der distalen Öffnung
eines jeden Hilfskanals Mittel zum Ablenken der besagten, zur Beatmung
dienenden Atemgasströme
in das Innere des Hauptkanals vorhanden sind.
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Daher werden die Ströme an Atemgas,
welche durch die besagten Hilfskanäle treten, zur Achse des Hauptkanals
abgelenkt, wenn sie in diesen eintreten. Experimentelle Messungen
haben gezeigt, dass sich hinter den besagten Ablenkmitteln im Innern
des besagten Hauptkanals eine Druckzone mit länglicher Form ausbildet, die
an den Einmündungsstellen
der besagten Hilfskanäle
in den Hauptkanal ihren Ausgang nimmt und sich in Achsrichtung längs der
Achse des besagten Hauptkanals in die Länge streckt, wobei ihr Querschnitt
progressiv abnimmt, so dass sie nur noch den zentralen Teil von
ihm einnimmt, dass aber hinter der besagten Zone mit erhöhtem Druck
der Druck der Atemgasströme
fällt und die
Gasströme
unter schwachem Druck durch die distale Öffnung des Rohres austreten.
Die Erfahrung hat ebenfalls gezeigt, dass hinter dem distalen Ausgang
des Rohrs der Druck gering ist und im gesamten Atmungsraum konstant
gehalten wird. Dieser Druck ist vom Volumenstrom an Atemgas in den Hilfskanälen abhängig. Folglich
kann man mit der Vorrichtung zur Unterstützung der Atmung gemäß diesem
obigen Dokument beispielsweise Sauerstoff oder ein Luft-Sauerstoff-Gemisch
direkt in die Lunge eines Patienten in der Höhe der Karina bringen und somit
den toten Raum unterdrücken,
der in den anderen bekannten Sonden vorhanden ist und der ungefähr ein Drittel
des gesamten Atemvolumens für
einen Erwachsenen und ungefähr
die Hälfte
für die Frühgeborenen
beträgt.
Die Unterdrückung
dieses Totraums entspricht einer Erhöhung der Leistung des Atmungszyklus
um mehr als 25 für
alle Krankheitsfälle
und um fast 50% in bestimmten Fällen.
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Die Vorrichtungen der Dokumente EP-A-O 390
684 und EP-A-071 834 sind daher besonders vorteilhaft. Sie haben
jedoch den Nachteil, dass man eine unter hohem Druck (mehrere Bar)
stehende Quelle für
Atemgas benötigt,
um die besagten Hilfskanäle
zu speisen. Mag sein, dass eine solche Quelle nicht verfügbar ist,
und es kann auch sein, dass großes
Interesse daran besteht, dass man aus Gründen der Sicherheit in der
Lage sein möchte,
Quellen für Atemgas
mit niedrigem Druck (zum Beispiel unter einem Bar) benutzen zu können.
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Daher besteht der Gegenstand der
vorliegenden Erfindung darin, die Vorrichtungen der Dokumente EP-A-O
390 684 und EP-A-071 834 dahingehend zu vervollständigen,
dass man sie mit einer unter geringem Druck stehenden Quelle für Atemgas betreiben
kann.
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Die Vorrichtung zur Unterstützung der
Atmung, welche ein Rohr enthält,
das einen Hauptkanal bildet und das dazu bestimmt ist, an seinem
distalen Ende mit einem Atemweg eines Patienten verbunden zu werden,
damit der besagte Hauptkanal die Verbindung vom Atmungssystem des
besagten Patienten nach außen
herstellt, wobei die besagte Vorrichtung, welche außerdem mindestens
einen Hilfskanal enthält,
der an seinem proximalen Ende mit einer Quelle für Atemgas verbunden ist, um
einen Strom eines solchen Atemgases in das besagte Atmungssystem einblasen
zu können
und dessen distales Ende in den besagten Hauptkanal in der Nähe des distalen Endes
dieses Letzteren einmündet,
wobei Mittel zum Ablenken des besagten Stromes an Atemgas zur Beatmung
in Richtung des Innern des besagten Hauptkanals gegenüber der
distalen Öffnung
des besagten Hilfskanals dergestalt vorhanden sind, dass sich hinter
den besagten Ablenkmitteln im Innern des besagten Hauptkanals eine
Druckzone länglicher
Form ausbildet, die an der besagten distalen Öffnung ihren Ausgang nimmt
und sich in distaler Richtung längs der
Achse des besagten Hauptkanals erstreckt, wobei ihr Querschnitt,
progressiv abnimmt, während
sie sich von der Innenwand des besagten Hauptkanals entfernt, so
dass sie nur den zentralen Teil dieses Letzeren einnimmt, zeichnet
sich zu obigem Zweck gemäß der Erfindung
dadurch aus, dass sie einen Ring enthält, der in dem besagten Hauptkanal
hinter (in Bezug auf den besagten Strom von Atemgas) den besagten
Ablenkmitteln angeordnet ist, und dadurch, dass der besagte Ring
die besagte längliche
Druckzone umgibt, wobei er mindestens teilweise den umfänglichen
Raum des besagten Hauptkanals zwischen der besagten Innenwand desselben
und der besagten länglichen
Druckzone absperrt.
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Der Anmelder hat herausgefunden,
dass er dank dieses Ringes eine Quelle für Atemgas mit einem geringeren
Druck einsetzen konnte und dabei eine längliche Druckzone mit gleichem
Druck erhielt, oder gar mit einer Quelle für Atemgas mit gleichem Druck
eine längliche
Druckzone mit höherem
Druck erzielte. Dies alles erfolgt so, als ob der besagte Ring,
indem er umfänglich
den besagten Hauptkanal einengt und nur den mittleren Teil dessen
Querschnitts frei lässt,
ermöglichen
würde,
den Druck der besagten Quelle für
Atemgas zur Ausbildung der besagten länglichen Druckzone besser ausnützen würde.
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Der Anmelder hat auf experimentellem
Wege herausgefunden, dass es vorteilhaft ist, wenn der Abstand zwischen
dem besagten Ring und den Ablenkmitteln annähernd gleich dem Durchmesser
des distalen Teils des besagten Hauptkanals ist. Der besagte Ring
könnte
im Innern des besagten Hauptkanals fest angebracht sein oder sogar
fester Bestandteil des besagten Rohrs sein. Um jedoch den Druckgewinn
mit der Quelle für
Atemgas optimieren zu können,
ist es jedoch vorzuziehen, dass dieser Abstand einstellbar sein
kann. Zu demselben Zweck ist es ebenfalls vorteilhaft, dass der
Innendurchmesser des besagten Rings verstellbar ist, um die Öffnung dieses Letzteren
besser an den zentralen Querschnitt der besagten Druckzone anpassen
zu können.
Es ist daher von Bedeutung, einen Satz von austauschbaren Ringen
mit unterschiedlichem Innendurchmesser vorzusehen, die geeignet
sind, in das Innere des distalen Endes des besagten Rohres eingesetzt
zu werden und durch Gleiten verschoben zu werden. Als Variante ist
es möglich,
Ringe zu benutzen, die in Form von aufblasbaren Ringen dergestalt
verwirklicht werden, dass man leicht ihren Innendurchmesser ändern kann.
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Man wird außerdem feststellen, dass es dank
der vorliegenden Erfindung besonders leicht möglich ist, in der Leitung,
welche die Quelle für Atemgas
mit dem Hauptkanal verbindet, einen Befeuchter vorzusehen. In der
Tat ermöglicht
die vorliegende Erfindung, den Druck des Atemgasstroms in der besagten
Leitung auf ein Niveau abzusenken, welches eine gute Befeuchtung
des Letzteren ermöglicht.
Auf diese Weise vermeidet man das Austrocknen der Schleimhaut des
Patienten.
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Wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung vorteilhafterweise
eine Anzahl von Hilfskanälen
aufweist, dann ist es vorteilhaft, dass mindestens einige von ihnen
gemeinsam mit Atemgas versorgt werden. Eine solche gemeinsame Versorgung
der besagten Kanäle
kann mittels eines koaxial zum besagten Rohr vorhandenen Verteilerrings
erfolgen. Außerdem können die
nicht gemeinsam versorgten Hilfskanäle dem Einleiten von zusätzlichen
gasförmigen
Erzeugnissen wie beispielsweise Medikamenten dienen.
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Somit ist ersichtlich, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung
folgendes völlig
sicher ermöglicht:
- – die
Befeuchtung des eingeblasenen Atemgases,
- – die
Langzeit-Intubation zur Atmungsunterstützung ohne Austrockung,
- – die
Injektion von Medikamenten oder Anästhetika während der Atmungsunterstützung,
- – die
dynamische Messung der Drücke,
denn es genügt,
Hilfskanäle
dafür vorzusehen,
an die die entsprechenden Sonden angeschlossen werden,
- – die
Einrichtung eines Minimaldurchgangs für Atemgas in den Hilfskanälen, um
das Verstopfen der besagten Kanäle
durch Schleim zu verhindern,
- – die
Vergrößerung des
Austauschvolumens, denn der Druck ist selbstbegrenzend, und es besteht
keinerlei Gefahr eines Zusammendrückens der Lungenkapillaren,
- – für ein und
dieselbe Menge an ausgetauschtem Sauerstoff die Verringerung des
Anteils von Sauerstoff in dem Gemisch, was in demselben Maße die Nebenwirkungen
der Atmungsunterstützung verringert,
- – die
Möglichkeit
des Einsatzes von Atemgeräten, die
nicht so teuer sind wie die derzeitigen Atemgeräte.
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Außerdem ist es insbesondere
aus Sicherheitsgründen
vorteilhaft, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung ein steuerbares
Ventil aufweist, das in die Leitung eingebaut ist, welche die Quelle
für Atemgas mit
dem besagten Hilfskanal verbindet, und dass das besagte Ventil durch
einen Messwertaufnehmer gesteuert wird, der die Atmung des Patienten
aufnimmt. Daher kann das besagte Ventil während der Atmung des Patienten
dergestalt geschlossen sein, dass diese über das besagte Rohr frei ist,
während
die Ströme
an Atemgas und die besagte längliche
zentrale Druckzone dann ausgeschaltet sind. Vorzugsweise erfasst
der besagte Aufnehmer die Atmung des Patienten hinter dem besagten
Ring, d. h. auf derjenigen Seite dieses Ringes, die den besagten
Ablenkmitteln gegenüber
liegt.
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Die Abbildungen des beigefügten Zeichnungsteils
machen verständlich,
wie die Erfindung ausgeführt
werden kann. In diesen Abbildungen bezeichnen identische Bezugszahlen ähnliche
Bauteile.
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1 ist
als vergrößerter Achsenschnitt
eine schematische Teilansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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Die 2 und 3 sind Schnitte in Querrichtung
längs der
Linien II-II bzw. III-III der 1.
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In 1 sind
schematisch und im vergrößerten Maßstab einzeln
das proximale Ende 2 und das distale Ende 3 einer
Ausführungsform 1 der
erfindungsgemäßen Erfindung
dargestellt. Diese Ausführungsform
kann beispielsweise eine nasoorale Endotrachealsonde mit oder ohne
kleinen Ballon, eine pädriatische
Endotrachealsonde, eine Gasüberwachungssonde,
eine Endobronchialsonde, eine Nasopharyngealsonde, eine anatomische
Intubationssonde für
Kinder, eine neonatale Cole-Sonde,
eine Gedel-Kanülensonde,
eine Nasalsonde für
die Sauerstofftherapie, eine Nasal- oder Bukkonasalmaske oder ein
Nasenballon zur Behandlung der Schlafapnoe sein.
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Die Vorrichtung 1 enthält ein geschmeidiges oder
(zur Anpassung an die Morphologie des Patienten) vorgeformtes Rohr 4,
welches einen Hauptkanal 5 begrenzt, der mit der Öffnung 6
am proximalen Ende 2 und mit der Öffnung 7 am distalen Ende 3 mündet.
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Daher ist der Hauptkanal 5 imstande,
den Durchgang zwischen den Öffnungen 6 und 7 zu
gewährleisten,
von denen die eine (die Öffnung 7)
dafür bestimmt
ist, dass sie sich im Innern der Atemwege eines Patienten befindet,
und die andere (die Öffnung 6)
dazu bestimmt ist, dass sie sich auflerhalb des besagten Patienten
befindet. Diese Öffnung 6 kann
ins Freie führen,
und in diesem Fall kann der Patient Frischluft atmen und die Ausatemluft
durch den Hauptkanal 5 ausatmen. Man kann ebenfalls, wie dies
nachfolgend noch erläutert
wird, die Öffnung 6 an
eine unter Druck stehende Quelle für Atemgas anschließen und
ein System mit in einer Richtung wirkenden Ventilen vorsehen, damit
der Patient das Atemgas der besagten Quelle über den besagten Hauptkanal 5 einatmet
und das verbrauchte Gas ins Freie ausatmet, und zwar ebenfalls über diesen Hauptkanal.
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Der Durchmesser des Hauptkanals 5 liegt
in der Größenordnung
von einigen Millimetern. Es sind Versuche mit den Durchmessern 3
mm, 7 mm, 8 mm und 12 mm mit zufriedenstellenden Ergebnissen durchgeführt worden.
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Außerdem sind Hilfskanäle 8 in
der Stärke der
Wand des Rohres 4 untergebracht, die sich fast über die
gesamte Länge
des Hauptkanals erstrecken und dazu bestimmt sind, mit einer unter
Druck stehenden Quelle für
das Atemgas verbunden zu werden, wie das nachfolgend noch beschrieben
wird.
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Die Verbindung mit der unter Druck
stehenden Quelle für
das Atemgas kann mittels eines Ringes 9 erfolgen, der auf
dichte Weise das Rohr 4 von der Seite des proximalen Endes 2 umgibt
und um das besagte Rohr herum eine dichte Ringkammer 10 abgrenzt.
Die Hilfskanäle 8 werden
mit der Kammer 10 dank lokaler Ausbrüche 11 der Wand des
Rohres 4 in Verbindung gebracht, und die besagte Kammer 10 wird
mit der besagten Quelle für
das Atemgas über eine
Leitung 12 verbunden. Wohlgemerkt, die proximalen Enden
der Kanäle 8 sind
beispielsweise durch Pfropfe 13, die von der Seite des
proximalen Endes 4P des Rohres 4 aus eingesteckt
werden, verschlossen.
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Die Hilfskanäle 8 haben einen Durchmesser, der
kleiner als derjenige des Hauptkanals 5 ist. Der Durchmesser
der Hilfskanäle 8 ist
vorzugsweise kleiner als 1 mm und liegt vorteilhafterweise in der
Größenordnung
von 400 bis 800 Mikrometer. Von der distalen Seite her münden die
Hilfskanäle 8 in
eine Aussparung 14 der Innenwand 15 des Rohres 4.
Die Aussparung 14 ist ringförmig und um die Achse 16 des
distalen Endes 3 zentriert. Sie umfasst eine Fläche 14a,
die deutlich dergestalt in Querrichtung verläuft oder leicht geneigt ist,
dass sie eine Aufweitung des Hauptkanals 5 bildet, in welche
die besagten Hilfskanäle 8 mit
ihren Öffnungen 17 münden, sowie eine
Fläche 14b,
die sich an die Fläche 14a anschließt und in
Richtung auf die Achse 16 konvergiert.
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Wenn die Hilfskanäle 8 mit unter Druck
stehendem Atemgas über
die Bauteile 9 bis 12 versorgt werden, stoßen somit
die entsprechenden Gasströme
auf die schräge
Fläche 14b,
die sie in Richtung auf die Achse 16 (Pfeile F in 1) ablenkt, wodurch im Innern
des distalen Endes 3 des Hauptkanals 5 eine Druckzone 18 mit
länglicher
Form erzeugt wird, die an den besagten distalen Öffnungen 17 ihren Ausgang
nimmt und sich in Richtung der distalen Öffnung 7 längs der
Achse 16 des besagten distalen Endes 3 in die
Länge streckt.
Der Querschnitt der Druckzone 18 nimmt progressiv von der
Aufweitung 14 bis zur distalen Öffnung 7 ab, wobei
die besagte Druckzone 18 sich progressiv von der Innenwand 15 des
Rohres 4 entfernt, bis sie nur den zentralen Teil des distalen
Endes 3 dieses Letzteren ausfüllt. Hinter der Druckzone 18 erzeugen
die abgelenkten Ströme an
Atemgas in der Nähe
der Achse 16 einen Unterdruckbereich 19, der die
Gaszirkulation im Innern des Hauptkanals 5 von der proximalen Öffnung bis
zur distalen Öffnung
begünstigt.
Auf diese Weise begünstigt
man die Einatmung des Patienten.
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In der Wandstärke des Rohres 4 ist
mindestens ein Zusatzkanal 20 dergestalt vorhanden, dass dieser
an 20A in die Fläche
des distalen Endes 4D des Rohres 4 mündet und
für die
Aufnahme des Druckwerts dient.
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Für
die Belange der Sicherheit kann ein geeichtes Entlüftungsventil
21 am proximalen Ende 2 des Rohres 4 vorgesehen
werden. Somit erfolgt im Fall eines zufälligen Überdrucks im Hauptkanal 5 ein Entweichen
von Gas vom Patienten nach außen über die
Wand des Rohres 4, so dass dieser Überdruck augenblicklich abgebaut
werden kann.
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Wie in den 2 und 3 gezeigt
wird, sind die Hilfskanäle
8 um die Achse des Rohres 4 regelmäßig angeordnet. Je nach den
Anwendungen (Erwachsener oder Kind) ist ihre Anzahl veränderlich,
aber sie liegt im Allgemeinen zwischen drei und neun. Außerdem kann
mindestens einer der Hilfskanäle 8 speziell für die Zufuhr
eines medizinischen Mediums benutzt werden.
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Das Rohr 4 der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kann ganz aus dem Material gefertigt sein, wie es auch bei den Atemsonden
benutzt wird, beispielsweise aus einem Polyvinylchlorid mit einem
eventuellen Überzug
aus Silikon oder Stahl, der Injektionen bei hohem Druck ermöglicht.
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Wohlgemerkt, die Abmessungen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung
können
sehr variabel sein, was im Wesentlichen von der Art und Weise der Anwendung
des Rohres und der Größe des Patienten
abhängt,
der ein Erwachsener, ein Kind, ein Säugling oder ein frühgeborenes
Kind sein kann.
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Die Vorrichtung 1 enthält außerdem eine
Versorgungs- und Steuervorrichtung 22, die mit der Öffnung 6 des
proximalen Endes 2 des Rohrs 4 über eine
Verbindung 23 bzw. mit dem Zusatzkanal 20 über eine
Verbindung 24 verbunden ist.
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Die Versorgungs- und Steuervorrichtung 22 wird
mit unter Druck stehendem Atemgas aus einer Quelle 25 versorgt,
an die sie über
eine Leitung 26 angeschlossen ist, in die ein einstellbares
Druckminderventil mit Volumenstrommesser 27 eingebaut ist.
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Der Ausgang des Druckminderventils
mit Volumenstrommesser 27 ist an die Leitung 12 über eine Umgehungsleitung 28 angeschlossen,
in die ein erstes steuerbares Ventil 29, ein zweites steuerbares Ventil 30 und
ein Befeuchter 31 in Reihe eingebaut sind.
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Das steuerbare Ventil 29 wird
durch die Versorgungs- und Steuervorrichtung 22 über eine
Verbindung 32 angesteuert.
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Das steuerbare Ventil 30 wird
durch einen Detektor 33 über eine Verbindung 34 angesteuert. Der
Detektor 33 ist ein Druckaufnehmer oder ein Aufnehmer für den Volumenstrom,
der geeignet ist, die Übergänge vom
Einatmen zum Ausatmen bei der Atmung des Patienten zu erfassen.
Der Messwertaufnehmer 35 des Detektors 33 befindet
sich in der Nähe
der distalen Öffnung 7.
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Am distalen Ende 3 zwischen
dem besagten Messwertaufnehmer 35 und der schrägen Ablenkfläche 14b befindet
sich ein Ring 36, welcher die zentrale Druckzone 18 umgibt
und örtlich
mindestens einen Teil des umfänglichen
ringförmigen
Raums 37 zwischen der besagten zentralen Druckzone 18 und der
Innenwand 15 des distalen Endes 3 des Kanals 5 einnimmt.
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Wie das bereits weiter oben erläutert worden ist,
kann dank eines derartigen Rings 36 der Druck der Quelle
für das
Atemgas 25, der für
die Ausbildung der Druckzone 18 erforderlich ist, abgesenkt
werden.
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Ganz allgemein liegt der Abstand
d zwischen dem Ring 36 und der geneigten Ablenkfläche 14b in der
Nähe des
Durchmessers des distalen Teils des Hauptkanals 5.
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Um zu ermöglichen, dass die optimale
Verminderung des erforderlichen Drucks der Quelle 25 erreicht
wird, ist es jedenfalls vorteilhaft, dass dieser Abstand d einstellbar
gestaltet wird, wie das durch den Doppelpfeil 38 veranschaulicht
wird. Zu dem gleichen Zweck ist es ebenfalls vorteilhaft, dass der Durchmesser
der zentralen Öffnung 39 des
Rings 36 einstellbar ist, wie das durch den Doppelpfeil 40 veranschaulicht
wird. Diese Doppelregelung kann dank eines Satzes von mehreren austauschbaren
Ringen 36 erzielt werden, die wahlweise gleitend in das
distale Ende des Hauptkanals 5 eingebaut werden können. Der
Ring 36 kann als Variante aus einem aufblasbaren Ring bestehen,
dessen Innendurchmesser man durch Aufblasen verändern kann.
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Die Betriebsarten der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 sind
folgende: – In
der Betriebsart künstliche
Beatmung steuert die Versorgungs- und Steuervorrichtung 22 einerseits
das Ventil 29 über
die Verbindung 32 dergestalt in den geschlossenen Zustand,
dass die Leitung 12 nicht mit Gas versorgt wird, und leitet
andererseits Atemgas über
die Verbindung 23 in das Rohr 4. Diese Vorrichtung 22 enthält (nicht
dargestellte) Mittel, um die Regelung des Drucks und des Volumenstroms
des Atemgases, das sie aus der Leitung 26 erhält und das
sie zum Rohr 4 leitet, zu ermöglichen. Wenn sich im Atemweg
des Patienten ein Überdruck
einstellt, dann wird dieser festgestellt und über den Zusatzkanal 20 und
die Verbindung 24 zur Vorrichtung 22 übertragen, die ihren Betrieb
abbricht. Wenn außerdem
dieser Überdruck die
Einstellschwelle des geeichten Ventils 21 überschreitet – beispielsweise
auf Grund der Tatsache, dass der Zusatzkanal 20 durch Schleim
verstopft ist und folglich die Information über den Überdruck nicht an die Vorrichtung 22 übertragen
konnte – dann öffnet dieses
Ventil 21, und der Hauptkanal 5 wird mit der freien
Atmosphäre
verbunden; – in
der Betriebsart Atmungsunterstützung
unterbricht die Versorgungs- und Steuervorrichtung 22 die
Verbindung 23, um die Öffnung 6 mit
der Atmosphäre
zu verbinden, und steuert das Ventil 29 über die
Verbindung 32 an, damit dieses dem Patienten kontinuierliche
oder impulsförmige
Gasströme
an Atemgas über
das Ventil 30, den Befeuchter 31 und die Hilfskanäle 8 zuführt.
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Es bilden sich dann mit einem Druck
der Quelle 25, der schwächer
als in der früheren
Vorrichtung ist, die Druckzone 18 und der Unterdruckbereich 19 aus,
die eine leichte Beatmung des Patienten ermöglichen. Dieser kann daher
frei und tief einatmen. Wenn nach dem Einatmen der Patient auszuatmen beginnt,
weist der Detektor 33 diesen Beginn des Ausatmens nach
und steuert das Ventil 30 auf Schließen. Die Atemgasströme, die
Druckzone 18 und der Unterdruckbereich 19 verschwinden
daher, und der Patient kann frei über den Hauptkanal 5 ausatmen.
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Wenn während der Beatmung im Atemweg des
Patienten sich ein Überdruck
einstellt, wie das bereits weiter oben beschrieben worden ist, so
wird dieser Überdruck
nachgewiesen und über
den Zusatzkanal 20 dergestalt übertragen, dass die Vorrichtung 22 das
Ventil 29 schließt
und die Beatmung abgebrochen wird.
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Aus dem Vorangegangenen ist ersichtlich, dass
man dank der Erfindung mit einer Quelle mit mäßigem Druck eine wirksame und
sichere Unterstützung
der Atmung mit Befeuchtung erhält,
bei welcher der den bekannten Sonden anhaftende Totraum fast gänzlich verschwunden
ist.