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Gebiet
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Die
Erfindung betrifft Kautschukzusammensetzungen für Anwendungen für Reifenlaufflächen- und Reifenseitenwand-Komponenten,
die hergestellt werden durch aufeinandertolgende Zugabe von gefällter Kieselsäure und
spezifizierten Rußsorten
zur Kautschukzusammensetzung. In einem Aspekt ist die Reifenlauffläche zur
Verwendung bei relativ hohen Beanspruchungen gestaltet, wie z. B.
bei Lastkraftwagenreifen. Bei solchen Kautschukzusammensetzungen
für Reifenkomponenten
handelt es sich um Kautschukzusammensetzungen, die mit gefällter Kieselsäure und
spezifiziertem Ruß verstärkt sind
und aus spezifizierten Elastomeren zusammengesetzt sind.
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Hintergrund
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Kautschukzusammensetzungen
für Reifenlaufflächen, die
für den
Einsatz bei hohen Beanspruchungen bestimmt sind, wie z. B. Lastkraftwagenreifen,
können
mit gefällter
Kieselsäure
und Ruß verstärkt und
aus verschiedenen Elastomeren zusammengesetzt sein.
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Bei
derartigen Reifen sind jedoch gewöhnlich besondere Erwägungen für die Reifenlaufflächen-Kautschukzusammensetzungen
zu berücksichtigen.
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Reifenlaufflächen für Personenwagen
werden z. B. gewöhnlich
mit einer zweckmäßigen Ausgewogenheit
von relativ geringem Rollwiderstand im Hinblick auf Kraftstoffausnutzung
und Laufflächenverschleiß und einer
relativ hohen Traktion für
die Kontrolle auf dem Straßenbelag
verwendet.
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Lastkraftwagenreifenlaufflächen sind
aber normalerweise für
den Einsatz bei relativ hohen Belastungen ausgelegt und das Traktionsverhalten
der Kautschukzusammensetzung ist gewöhnlich nicht so bedeutsam,
da die höhere
Belastung, die auf dem Reifen selbst lastet, sich zur Traktion der
Reifenlauffläche
auf dem Straßenbelag
addiert.
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Es
ist auch bedeutsam, dass solche Lastkraftwagenreifenlaufflächen gewöhnlich geeigneterweise
aus Kautschukzusammensetzungen zusammengesetzt sind, die so ausgelegt
sind, dass sie eine geringere Eigenerwärmung aufweisen, um die Betriebstemperatur
der Reifenlauffläche
zu verringern. Diese Kautschukzusammensetzungen zeigen häufig eine
geringere Traktion zwischen Lauffläche und Straßen belag,
wobei mehr auf die Belastung auf den des Reifen zur Steigerung des
Traktionsverhaltens der Lauffläche
vertraut wird.
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Dementsprechend
wird für
Lastkraftwagenreifenlaufflächen
eine besondere Aufmerksamkeit gewöhnlich auf die Auswahl der
Kautschukverstärkung,
einschließlich
der Auswahl der Rußverstärkung, ebenso
wie auf die Auswahl der Elastomere, die mit der spezifizierten Verstärkung verwendet
werden, für
die gewöhnlich zweckmäßige Verringerung
der Eigenerwärmung
gelegt.
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Es
versteht sich, dass es wohlbekannt ist, verschiedene Materialien
und Mengen von verschiedenen einzelnen Materialien für Reifenlaufflächen zu
verwenden, wie z. B. gefällte
Kieselsäure,
eine ausgewählte Rußverstärkung, Kautschuk-Verarbeitungsöl, ebenso
wie einzelne Elastomere, einschließlich Naturkautschuk, cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk
und trans-1,4-Polybutadien-Kautschuk.
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Es
wird hier jedoch davon ausgegangen, dass für Lastkraftwagenreifenlaufflächen, die
für den
effektiven Transport großer
Lasten ausgelegt sind, die Auswahl der Materialien mehr materialspezifisch
und mehr spezifisch im Hinblick auf die Kombination der Materialien
ist.
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In
einem anderen Aspekt der Erfindung werden auch Reifen mit Seitenwänden von.
einer spezifizierten Kautschukzusammensetzung bereitgestellt, die
durch eine vorbeschriebene Reihenfolge der Zugabe von Ruß und gefällter Kieselsäure hergestellt
wird.
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Für Reifenseitenwände ebenso
wie für
Reifenlaufflächen
weiß man,
dass cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk
für den
Einsatz in den Kautschukzusammensetzungen vorgeschlagen worden ist.
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Es
wird jedoch davon ausgegangen, dass allgemein bekannt ist, dass
der Einsatz von relativ großen Mengen
von cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk in Kautschukzusammensetzungen,
die auch eine relativ hohe Konzentration an Rußverstärkung enthalten, gewöhnlich zu
einer unzweckmäßig geringen
Reißfestigkeit (Laufflächenfestigkeit)
führt.
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Die
Reißfestigkeit
einer Kautschukzusammensetzung ist gewöhnlich eine sehr wichtige Kautschukeigenschaft
sowohl für
Reifenlaufflächen
als auch für
Reifenseitenwände.
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Beispielhaft
für Vorschläge für den Einsatz
von trans-1,4-Polybutadien in verschiedenen Kautschukzusammensetzungen
für verschiedene
Reifenkomponenten, einschließlich
Reifenlaufflächen,
sind z. B. US-A-5174838 und 5386865.
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Es
ist anerkannt, dass einige Formen von trans-1,4-Polybutadien von
elastomerer Natur sind und einige Formen, gewöhnlich etwas in Abhängigkeit
von der Mikrostruktur, tatsächlich
mindestens einen Schmelzpunkt aufweisen und daher im unvulkanisierten
Zustand und vor dem Mischen mit Elastomeren eher ein thermoplastisches
Harz darstellen. Man kann sie daher hier vielleicht im unvulkanisierten
Zustand als "trans-1,4-Polybutadien-Harze" bezeichnen.
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Beim
Mischen und bei der Schwefelvulkanisation mit verschiedenen Schwefelvulkanisierbaren
Elastomeren werden diese trans-1,4-Polybutadien-Harze anscheinend
elastomer.
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Diese
Erfindung ist hauptsächlich
auf den Befund der Verwendung von materialspezifischen Kombinationen
von bekannten Naturkautschuken oder synthetischen Kautschuken zusammen
mit einem oder mehreren ausgewählten
Elastomeren auf Basis von Butadien in Kombination mit speziellen
teilchenförmigen
Verstärkungen
und mit Verarbeitungsöl
in spezifizierten Mengen für
die Zwecke von Reifenlaufflächen
und Reifenseitenwänden
gerichtet, wobei es erforderlich ist, dass die gefällte Kieselsäure und
der Ruß in
einer vorgeschriebenen Zugabereihenfolge bereitgestellt werden.
Es wird angenommen, dass die beschriebene Herstellung dieser materialspezifischen
Kombinationen, die definierte Mengen dieser Materialien spezifizieren,
neu und erfinderisch ist, insbesondere für derartige Lastkraftwagenreifenlaufflächen.
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Die
Kautschukzusammensetzung selbst kann in starker Abhängigkeit
von der Auswahl des Rußes auch
als Reifenseitenwand oder für
andere Reifenkomponenten oder in Gummiraupen, Förderbändern oder für andere
industrielle Produktanwendungen geeignet sein.
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In
der Beschreibung der Erfindung können
die Ausdrücke "Kautschuk" und "Elastomer", wenn hier verwendet,
miteinander austauschbar verwendet werden, sofern nicht anders beschrieben.
Die Ausdrücke "Kautschukzusammensetzung", "compoundierter Kautschuk" und "Kautschukcompound", wenn hier verwendet, werden
hier miteinander austauschbar verwendet, um sich auf "Kautschuk, der mit verschiedenen
Bestandteilen und Materialien gemischt worden ist" zu beziehen, und
diese Ausdrücke
sind dem Fachmann auf dem Gebiet des Kautschukmischens oder der
Kautschukcompoundierung wohlbekannt.
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In
der Beschreibung der Erfindung bezieht sich der Ausdruck "ThK", wenn hier verwendet
und entsprechend gängiger
Praxis, auf "Teile
eines betreffenden Materials pro 100 Gew.-Teile Kautschuk oder Elastomer", der bzw. das in
dieser Erfindung das vorstehend genannte trans-1,4-Polybutadien-Harz
einschließen
soll.
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Eine
Bezugnahme auf eine Tg des Elastomers bezieht sich auf eine "Glasübergangstemperatur", die geeigneterweise
durch ein Differentialscanning-Kalorimeter mit einer Heizrate von
10°C pro
Minute bestimmt werden kann.
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Ein
Schmelzpunkt des Polymers, insbesondere des genannten unvulkanisierten
Polymers vom trans-1,4-Polybutadien-Harztyp, kann geeigneterweise
durch Einsatz eines Differentialscanning-Kalorimeters bei einer
Heizrate von 10°C
pro Minute bestimmt werden. Dieses Verfahren zur Schmelzpunktbestimmung
ist dem Fachmann auf dem Gebiet wohlbekannt.
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Eine
Herstellung eines trans-1,4-Polybutadien-Harzes und dessen Charakterisierung
kann ohne weiteres in US-A-5089574 gefunden werden.
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Zusammenfassung und Durchführung der
Erfindung
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Nach
der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer Kautschukzusammensetzung
bereitgestellt, welches bezogen auf 100 Gew.-Teile (ThK) Elastomere
auf Dienbasis umfasst (A) das Mischen von (1) 20 bis 60 ThK cis-1,4-Polyisopren-Elastomer mit einer
Tg im Bereich von –65
bis –75°C und (2)
40 bis 80 ThK von (a) trans-1,4-Polybutadien-Kautschuk mit einer
Tg im Bereich von –70
bis –80°C und cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk
mit einer Tg in einem Bereich von –100 bis –110°C in einem Gewichtsverhältnis von trans-1,4-Polybutadien
zu cis-1,4-Polyisopren in einem Bereich von 3/1 bis 1/3 oder (b)
cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk mit einer Tg in einem Bereich von –100 bis –110°C, (B) 40
bis 80 ThK Ruß-
und gefällter
Kieselsäure-Verstärkungsfüllstoff
umfassend 20 bis 60 ThK gefällte
Kieselsäure
und 15 bis 60 ThK Ruß und
(C) mindestens einen Kieselsäure-Haftvermittler
mit einer Gruppe, die mit Silanolgruppen auf der Oberfläche der
Kieselsäure
reaktiv ist, und einer zusätzlichen
Gruppe, die mit den genannten Elastomeren wechselwirkt, und (D) 0
bis 10 ThK, alternativ 5 bis 10 ThK, Kautschuk-Verarbeitungsöl, wobei
der Ruß ausge wählt ist
aus einem ersten Ruß mit
einem DBP-Wert in einem Bereich von 100 bis 150 cm3/100
g und einer Iodzahl in einem Bereich von 90 bis 150 g/kg oder einem
zweiten Ruß mit
einem DBP-Wert im Bereich von 65 bis 130 cm3/100
g und einer Iodzahl in einem Bereich von 25 bis 85 g/kg,
wobei
das Verfahren umfasst (1) das Mischen der genannten Elastomere und
von Ruß,
ausschließlich
Kieselsäure
und Schwefelvulkanisationsmittel, in einem Kautschuk-Innenmischer
in einer ersten vorbereitenden Kautschuk-Innenmischstufe über einen
Zeitraum von 1 bis 10 min auf eine Temperatur im Bereich von 150
bis 180°C,
(2) das Mischen der gefällten
Kieselsäure
und des Kieselsäure-Haftvermittlers,
ausschließlich
von Ruß und
von Schwefelvulkanisationsmittel, in mindestens einem Kautschuk-Innenmischer
in einer zusätzlichen,
anschließenden,
vorbereitenden Kautschuk-Innenmischstufe über einen Zeitraum von 1 bis
10 min auf eine Temperatur von 100 bis 180°C, wobei das genannte Öl, falls
verwendet, mit dem Ruß und/oder
mit der Kieselsäure zugesetzt
werden kann, und (3) das Mischen von einem oder mehreren Schwefelvulkanisationsmitteln
in einem Kautschuk-Innenmischer in einer letzten Kautschuk-Innenmischstufe über einen
Zeitraum von 1 bis 4 min auf eine Temperatur im Bereich von 80 bis
130°C, wobei
die Kautschukzusammensetzung aus dem Kautschuk-Innenmischer beim
Abschluss jeder Mischstufe entfernt und auf eine Temperatur unter
40°C abgekühlt wird.
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Weiter
wird entsprechend der Erfindung eine durch dieses Verfahren hergestellte
Kautschukzusammensetzung bereitgestellt.
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Noch
weiter wird nach dieser Erfindung eine derartige Kautschukzusammensetzung
als Schwefel-vulkanisierte Kautschukzusammensetzung bereitgestellt.
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In
noch weiterer Entsprechung mit der Erfindung wird eine Kautschukzusammensetzung,
die durch das Verfahren der Erfindung hergestellt wird, wobei der
genannte Ruß der
genannte erste Ruß ist,
und ferner ein Reifen mit einer Lauffläche von einer derartiger Kautschukzusammensetzung
bereitgestellt.
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In
weiterer Entsprechung mit der Erfindung wird eine Kautschukzusammensetzung,
die hergestellt ist durch das Verfahren der Erfindung, worin der
genannte Ruß der
genannte zweite Ruß ist,
und ferner ein Reifen mit mindestens einer Komponente seiner Seitenwand
aus einer derartigen Kautschukzusammensetzung bereitgestellt.
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Daher
wird nach einem Aspekt der Erfindung eine Kautschukzusammensetzung
in einer aufeinanderfolgenden Reihe von mindestens zwei gesonderten
und einzelnen vorbereitenden Kautschuk-Innenmischschritten oder
-stufen hergestellt, in denen das Elastomer auf Dienbasis zuerst
mit dem vorbeschriebenen Ruß gemischt
wird, dann die Kieselsäure
in einem anschließenden,
gesonderten Mischschritt zugegeben wird und ein letzter Mischschritt
folgt, bei dem Vulkanisationsmittel bei einer niedrigeren Temperatur
und für
einen deutlich kürzeren
Zeitraum zugemischt werden.
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Dieses
aufeinanderfolgende Mischen, welches die Zugabe von Ruß und Kieselsäure in getrennten Mischschritten
erfordert, kann hier manchmal als "Kaskadenmischen" bezeichnet werden.
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Auf
diese Weise unterscheidet sich dieses Mischverfahren von einer einfachen,
aufeinandertolgenden Zugabe von Bestandteilen in einem Mischverfahren,
bei dem nur ein vorbereitender Mischschritt gefolgt von einem letzten
Mischschritt für
die Zugabe der Vulkanisationsmittel verwendet wird. Es ist erforderlich,
dass nach jedem Mischschritt die Kautschukmischung tatsächlich aus
dem Kautschukmischer entfernt und auf eine Temperatur im Bereich
von 50 bis 20°C
gekühlt
wird und dann zurück
in einen Kautschuk-Innenmischer für den nächsten folgenden Mischschritt
oder die nächste
folgende Mischstufe gegeben wird.
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Bei
der Durchführung
beträgt
das bevorzugte Gewichtsverhältnis
von Kieselsäure
zu Ruß für die Kautschukzusammensetzungen
1/1 bis 3/1.
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Es
ist ein bedeutsamer Aspekt der Erfindung, dass für die Herstellung der Kautschukzusammensetzung
der Ruß und
Elastomere in Abwesenheit von Kieselsäure und Kieselsäure-Haftvermittler
gemischt werden, wobei anschließend
in einem gesonderten, folgenden Mischschritt die Kieselsäure und
der Kieselsäure-Haftvermittler
mit der Elastomer/Ruß-Mischung
gemischt werden.
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Durch
Einsatz eines derartigen Verfahrens ist festgestellt worden, dass
im Vergleich zum Mischen von Elastomer, Ruß, Kieselsäure und Kieselsäure-Haftvermittler
im gleichen Mischschritt die gewählten
Solleigenschaften für
die Kautschukzusammensetzungen dieser Patentanmeldung besser erreicht
werden.
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Ein
anderer bedeutsamer Aspekt der Erfindung ist die Auswahl von Ruß in Kombination
mit dem vorstehend genannten, sequentiellen Mischverfahren. Insbe sondere
ist für
diese Erfindung der erste Ruß (a)
für eine
Reifenlaufflächenzusammensetzung
erforderlich und der zweite Ruß (b)
für eine
Kautschukzusammensetzung für
eine Reifenaußenseitenwand
erforderlich.
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Für diese
Erfindung wird insbesondere Ruß (a)
für eine
Reifenlaufflächen-Kautschukzusammensetzung
verwendet, da er einen relativ hohen Modul und eine gute Abriebbeständigkeit
bei der Kautschukzusammensetzung fördert.
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Somit
hängt die
Auswahl des Rußes
von dem beabsichtigten Einsatz der Kautschukzusammensetzung ab.
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Ein
weiterer bedeutsamer Aspekt der Erfindung ist der materialspezifische
Einsatz einer vorbeschriebenen Kombination von bekannten Elastomeren
auf Dienbasis, wie insbesondere cis-1,4-Polyisopren-Kautschuk (natürlich oder
synthetisch, wobei natürlich
bevorzugt ist), in Kombination entweder mit trans-1,4-Polybutadien- und cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk
oder mit cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk in der Reifenlaufflächen-Kautschukzusammensetzung
in dem Fall, bei dem Reifenlaufflächenkautschuk mit gefällter Kieselsäure mit
einer definierten Menge an spezifizierter Rußverstärkung und einer minimalen Menge
an Kautschuk-Verarbeitungsöl,
d. h. maximal 10 ThK und vorzugsweise 0 ThK Kautschuk-Verarbeitungsöl, verstärkt wird.
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Die
Einschränkung
des Kautschuk-Verarbeitungsöls
wird hier als bedeutsam angesehen, da hier davon ausgegangen wird,
dass höhere
Gehalte (Mengen) Verarbeitungsöl
eine negative Wirkung auf den gewünschten Abrieb, den gewünschten
Modul und die gewünschte
Reißfestigkeit
der Kautschukzusammensetzung haben – wobei es sich um zweckmäßige Eigenschaften
für eine
Kautschukzusammensetzung für
eine Reifenlauffläche
oder eine Reifenaußenseitenwand
handelt.
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Es
wird hier davon ausgegangen, dass der Einsatz von cis-1,4-Polyisopren-Elastomer, insbesondere Naturkautschuk,
mit einer relativ sehr geringen Tg im Bereich von –65 bis
75°C bedeutsam
und vorteilhaft für die
Reifenlauffläche
als mögliches
Phasen-Kompatibilisierungsmittel für die materialspezifischen
trans-1,4-Polybutadien- und cis-1,4-Polybutadien-Kautschuke mit
Tg im Bereich von –75
bis –110°C ist, insbesondere wenn
die beiden Polybutadien-Kautschuke in Kombination miteinander verwendet
werden.
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Die
Anwesenheit des trans-1,4-Polybutadien-Kautschuks in der Lauftlächen-Kautschukzusammensetzung
ist wichtig, da sie den Einsatz von höheren Gehalten (Mengen) von
Polybutadien-Kautschuken für
ein verbessertes Verschleißverhalten
(DIN-Abriebwerte) ohne Verlust an Reißfestigkeit ermöglicht.
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Es
ist verständlich,
dass die Verwendung der einzeln vorbeschriebenen Elastomere weder
für eine Kautschukzusammensetzung
für eine
Reifenlauffläche
noch für
eine Kautschukzusammensetzung für
eine Reifenaußenseitenwand
neu ist. Die Neuheit beruht auf der Kombination der materialspezifischen
Elastomere zusammen mit den materialspezifischen, geringen Gehalten
an spezifiziertem Ruß und
den geringen bis gar keinen Gehalten an Kautschuk-Verarbeitungsöl in Kombination
mit dem speziellen Verfahren zur Herstellung der Kautschukzusammensetzungen.
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Die
Verwendung von relativ geringen Gehalten des spezifizierten Rußes in der
vorbeschriebenen Laufflächen-Kautschukzusammensetzung
ist wichtig, da sie relativ hohe Rückprallelastizitätswerte
zur Verbesserung (Verringerung) des Reifenrollwiderstandes und der
Reifenhaltbarkeit durch Förderung
einer verringerten Eigenerwärmung
und auf diese Weise einer kühlen
Betriebstemperatur für
eine Reifenlaufflächen-Kautschukzusammensetzung
fördert.
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Die
Auswahl eines speziellen und relativ minimalen Bereichs an Rußsorten
selbst ist wichtig, da der höher
strukturierte Ruß (a)
(feinere Teilchengröße), der
durch einen relativ hohen DBP-Wert im Bereich von 110 bis 160 und
eine begleitende Iodzahl im Bereich von 90 bis 150 gekennzeichnet
ist, eine höhere
DIN-Abriebbeständigkeit
für die
Kautschukzusammensetzung fördert,
während
der geringer strukturierte Ruß (b)
(größere Teilchengröße), der
durch einen deutlich geringeren DBP-Wert im Bereich von 70 bis 140
und eine begleitende Iodzahl von 30 bis 90 gekennzeichnet ist, hier
für andere
Reifenkomponenten als besser geeignet angesehen wird, insbesondere
für eine
Kautschukzusammensetzung für
eine Außenseitenwand
ebenso wie für
Industrieprodukte, wie Bänder
und Schläuche.
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Veranschaulichend
für den
materialspezifischen Ruß (a)
für Reifenlaufflächen sind
z. B. N121, N110 und N234. Es ist verständlich, dass die Verwendung
dieser Rußsorten
für Kautschukzusammensetzungen
für Reifenlaufflächen selbst
nicht neu ist. Die Neuheit beruht auf der Verwendung dieser Rußsorten
mit der materialspezifischen Kombination von Elastomeren ebenso
wie auf den relativ begrenzten Einsatz von Kautschuk-Verarbeitungsöl in Kombination
mit dem einschränkenden
Herstellungsverfahren.
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Die
Charakterisierungen der DBP- und Iod-Werte für die Rußsorten und die Verfahren zu
ihrer Bestimmung können
ohne weiteres in The Vanderbilt Handbook, 13. Auflage (1990), Seiten
416–419
gefunden werden.
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Fachleuten
auf dem Gebiet ist ohne weiteres verständlich, dass die Kautschukzusammensetzung
des Laufflächenkautschuks
durch Verfahren compoundiert wird, die in der Technik der Kautschukcompoundierung allgemein
bekannt sind, wie Mischen der verschiedenen Schwefel-vulkanisierbaren
Konstituentenkautschuke mit verschiedenen, in herkömmlicher
Weise verwendeten Additivmaterialien, wie z. B. Vulkanisationshilfsstoften,
wie Schwefel, Aktivatoren, Verzögerern
und Beschleunigern, Verarbeitungsadditiven, wie Ölen, Harzen, einschließlich klebrigmachender
Harze; Kieselsäure
und Weichmachern, Füllstoffen,
Pigmenten, Fettsäure, Zinkoxid,
Wachsen, Antioxidationsmitteln und Ozonschutzmitteln, Peptisiermitteln
und Verstärkungsmaterialien,
wie z. B. Kieselsäure
und Ruß.
Wie den Fachleuten bekannt, werden in Abhängigkeit von der beabsichtigen
Verwendung des Schwefel-vulkanisierbaren und Schwefel-vulkanisierten
Materials (Gummis) die vorstehend genannten Additive ausgewählt und
in üblichen
Mengen in herkömmlicher
Weise verwendet.
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Bei
der Durchführung
hat das genannte trans-1,4-Polybutadien-Harz vorzugsweise eine Mikrostruktur, die
gekennzeichnet ist durch einen trans-1,4-Gehalt von 80 bis 90%,
einen Vinyl-1,2-Gehalt von 10 bis 15% und einen cis-1,4-Gehalt von
1 bis 5%.
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Das
genannte trans-1,4-Polybutadien-Harz ist vorzugsweise ferner durch
ein Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) im Bereich von 150.000
bis 210.000 gekennzeichnet.
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Dieses
trans-1,4-Polybutadien-Harz hat vorzugsweise einen Heterogenitätsindex
(HI) im Bereich von 2 bis 2,5, welcher für einen relativ engen Heterogenitätsindex
(Verhältnis
von Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) zu Gewichtsmittel des
Molekulargewichts (Mw)) repräsentativ
ist. Ein enger Heterogenitätsindex ist
häufig
für verschiedene
Zwecke wünschenswert.
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Das
trans-1,4-Polybutadien-Harz hat vorzugsweise einen Schmelzpunkt
im Bereich von 38 bis 42°C.
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Das
trans-1,4-Polybutadien hat typischerweise eine Tg im Bereich von –70 bis –80°C.
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Obwohl
vielleicht nicht alle Aspekte der Erfindung vollständig verstanden
sind, wird davon ausgegangen, dass die vorstehende genannte Mikrostruktur
des trans-1,4-Polybutadien-Harzes
wesentlich zu den Eigenschaften vom Typ eines thermoplastischen
Harzes beiträgt,
insbesondere die ziemlich harte und steife Erscheinung bei Temperaturen
unter 30°C,
wie 20 bis 25°C,
und eine Schmelzpunkteigenschaft in einem Temperaturbereich von
30 bis 50°C.
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Es
wird auch davon ausgegangen, dass der gekennzeichnete Bereich des
Mittels des Molekulargewichts (Mn) ebenso wie der relativ enge Heterogenitätsindex
etwas zum vorstehend genannten harzartigen Verhalten vor dem Mischen
mit den anderen Elastomeren beitragen können.
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Es
wird davon ausgegangen, dass das Formen einer Reifenkomponente durch übliche Mittel
erfolgt, wie z. B. durch Extrusion der Kautschukzusammensetzung
zur Bereitstellung einer geformten, unvulkanisierten Kautschukkomponente,
wie z. B. einer Reifenlauffläche.
Dieses Formen einer Reifenlauffläche
ist den Fachleuten auf dem Gebiet wohlbekannt.
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Es
ist verständlich,
dass der Reifen als Erzeugnis durch Formen und Schwefelhärten der
Zusammenstellung seiner Komponenten bei einer erhöhten Temperatur
(z. B. 140 bis 180°C)
und erhöhtem
Druck in einem geeigneten Formwerkzeug hergestellt wird. Diese Praxis
ist den Fachleuten auf dem Gebiet wohlbekannt.
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Daher
wir in einem spezielleren Aspekt der Erfindung etwas in Abhängigkeit
von der vorstehend genannten Auswahl des Rußes ein Reifen mit einer Laufflächenkomponente,
d. h. einer äußeren Umfangslauffläche, die
für den
Bodenkontakt ausgelegt ist, umfassend eine nach der Erfindung hergestellte
Kautschukzusammensetzung bereitgestellt.
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Nach
einem weiteren Aspekt der Erfindung werden Reifen mit von Laufflächen verschiedenen
Komponenten ebenso wie Komponenten von Industrieprodukten erwogen.
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Veranschaulichend
für die
geringere Menge an zusätzlichen
Elastomeren auf Dienbasis, d. h. bis zu einem Maximum von 5 ThK,
falls überhaupt
verwendet, sind z. B. Vinylpolybutadien-Kautschuke, insbesondere
Polybutadien-Kautschuke mit mittlerem bis hohem Vinylgehalt mit
einem Vinyl-1,2-Gehalt von 30 bis 85%, Styrol-Butadien-Copolymere, egal, ob durch
wässrige
Emulsions- oder organische Lösungspolymerisation hergestellt,
Isopren/Butadien-Copolymere, Styrol/Isopren-Copolymere und Styrol/Isopren/Butadien-Terpolymere.
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Gefällte Kieselsäuren sind
z. B. solche, die durch Ansäuerung
eines löslichen
Silicats, z. B. Natriumsilicat, erhalten werden. Diese gefällten Kieselsäuren sind
dem Fachmann auf dem Gebiet wohlbekannt.
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Diese
gefällten
Kieselsäuren
können
z. B. durch eine BET-Oberfläche,
gemessen unter Verwendung von Stickstoffgas, bevorzugt in einem
Bereich von 40 bis 600 und häufiger
im Bereich von 50 bis 300 m2 pro g gekennzeichnet
sein. Das BET-Verfahren
zur Bestimmung der Oberfläche
wird im Journal of the American Chemical Society, Bd. 60, S. 304
(1930), beschrieben.
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Die
Kieselsäure
(Silica) kann auch typischerweise durch einen Dibutylphthalat (DBP)-Absorptionswert im
Bereich von 100 bis 400 und gewöhnlicher
150 bis 300 gekennzeichnet sein.
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Die
Kieselsäure
wird gewöhnlich
in Verbindung mit einem Kieselsäure-Haftvermittler
verwendet, um die Kieselsäure
mit dem oder den Elastomeren zu verbinden und so die Elastomer-Verstärkungswirkung
der Kieselsäure
zu verstärken.
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Diese
Haftvermittler können
z. B. mit den Kieselsäureteilchen
vorgemischt oder vorumgesetzt werden oder der Kautschukmischung
während
der Kautschuk/Kieselsäure-Verarbeitungs-
oder -Mischstufe zugesetzt werden. Wenn der Haftvermittler und die
Kieselsäure
gesondert zur Kautschukmischung während der Kautschuk/Kieselsäure-Misch-
oder -Verarbeitungsstufe zugegeben werden, wird davon ausgegangen,
dass der Haftvermittler sich dann mit der Kieselsäure in situ
verbindet.
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Diese
Haftvermittler sind insbesondere manchmal aus einem Silan zusammengesetzt,
das eine Konstituentenkomponente oder eine Gruppe aufweist (der
Silanteil), die in der Lage ist, mit der Kieselsäureoberfläche, d. h. den Silanolgruppen
auf der Kieselsäureoberfläche, zu
reagieren, und auch eine Konstituentenkomponente oder eine Gruppe
aufweist, die in der Lage ist, mit dem Kautschuk zu reagieren, insbesondere einem
Schwefel-vulkanisierbaren Kautschuk, der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
oder Ungesättigtheit
enthält.
Auf diese Weise wirkt dann der Haftvermittler als Verbindungsbrücke zwischen
der Kieselsäure und dem
Kautschuk und verbessert dadurch dem Kautschukverstärkungsaspekt
der Kieselsäure.
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Zahlreiche
Haftvermittler werden zur Verwendung zusammen mit Kieselsäure und
Kautschuk gelehrt, wie z. B. Silan-Haftvermittler mit einer Polysulfidkomponente
oder -struktur, wie z. B. ein Bis(3-alkoxysilylalkyl)polysulfid,
worin die Alkylreste für
die Alkoxygruppe aus Methyl- und Ethylresten ausgewählt sind,
der Alkylrest für
den Silanteil aus Ethyl-, Propyl- und Butylresten ausgewählt ist
und die Polysulfidbrücke
durchschnittlich oder von (a) 2 bis 6 und einen Durchschnitt von
2,1 bis 2,8 Schwefelatomen oder (b) 2 bis 8 und einen Durchschnitt
von 3,5 bis 4,5 Schwefelatomen enthält. Ein veranschaulichendes
Beispiel für
diesen Haftvermittler ist Bis(3-triethoxysilylpropyl)polysulfid
mit (a) 2 bis 6 und einem Durchschnitt von 2,1 bis 2,8 Schwefelatomen
in der Polysulfidbrücke
oder (b) 2 bis 8 und einem Durchschnitt von 3,5 bis 4,5 Schwefelatomen
in der Polysulfidbrücke.
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Den
Fachleuten auf dem Gebiet ist ohne weiteres verständlich,
dass die Kautschukzusammensetzung durch Verfahren compoundiert wird,
die auf dem Gebiet der Kautschukcompoundierung allgemein bekannt sind,
wie Mischen der verschiedenen Schwefel-vulkanisierbaren Konstituentenkautschuke
mit verschiedenen, in üblicher
Weise verwendeten Additivmaterialien, wie z. B. Vulkanisationshilfsstoffen,
wie Schwefel, Aktivatoren, Verzögerern
und Beschleunigern, Verarbeitungsadditiven, wie Ölen, Harzen, einschließlich klebrigmachender
Harze, Kieselsäuren
und Weichmachern, Füllstoffen,
Pigmenten, Fettsäure,
Zinkoxid, Wachsen, Antioxidationsmitteln und Ozonschutzmitteln,
Peptisiermitteln und Verstärkungsmaterialien,
wie z. B. Ruß.
Wie den Fachleuten auf dem Gebiet bekannt, werden in Abhängigkeit
von der beabsichtigten Verwendung des Schwefel-vulkanisierbaren
und Schwefel-vulkanisierten
Materials (Gummis) die oben genannten Additive ausgewählt und
in gewöhnlichen
Mengen in herkömmlicher
Weise verwendet.
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Die
Menge an Verarbeitungshilfsstoffen für die Durchführung der
Erfindung kann 0 bis 10 ThK betragen. Derartige Verarbeitungshilfsstoffe
können
z. B. aromatische, naphthenische und/oder paraffinische Verarbeitungsöle einschließen. Typische
Mengen an Antioxidationsmitteln umfassen 1 bis 5 ThK. Veranschaulichende
Beispiele für
Antioxidationsmittel können
Diphenyl-p-phenylendiamin und andere sein, wie z. B. solche, die
im The Vanderbilt Rubber Handbook (1978), Seiten 344– 346 offenbart
sind. Typische Mengen von Ozonschutzmitteln umfassen 1 bis 5 ThK.
Typische Mengen von Fettsäuren,
falls verwendet, die Stearinsäure einschließen können, umfassen
0,5 bis 3 ThK. Typische Mengen von Zinkoxid umfassen 1 bis 5 ThK.
Typische Mengen von Wachsen umfassen 1 bis 5 ThK. Häufig werden
mikrokristalline Wachse verwendet. Typische Mengen von Peptisiermitteln
umfassen 0,1 bis 1 ThK. Typische Peptisiermittel können z.
B. Pentachlorthiophenol und Dibenzamidodiphenyldisulfid sein.
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Die
Vulkanisation wird in Anwesenheit eines Schwefelvulkanisationsmittels
durchgeführt.
Beispiele für geeignete
Schwefelvulkanisationsmittel beinhalten elementaren Schwefel (freien
Schwefel) oder schwefelabgebende Vulkanisationsmittel, z. B. ein
Amindisulfid, polymeres Polysulfid oder Schwefel-Olefin-Addukte.
Vorzugsweise ist das Schwefelvulkanisationsmittel elementarer Schwefel.
Wie den Fachleuten auf dem Gebiet bekannt, werden Schwefelvulkanisationsmittel
in Mengen im Bereich von 0,5 bis 4 ThK oder sogar in manchen Fällen bis
zu 8 ThK verwendet, wobei ein Bereich vom 1,5 bis 2,5 und manchmal
von 2 bis 2,5 bevorzugt ist.
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Beschleuniger
werden verwendet, um die Zeit und/oder die Temperatur zu regulieren,
die für
die Vulkanisation erforderlich sind, und um die Eigenschaften des
Vulkanisats zu verbessern. In einer Ausführungsform kann ein einzelnes
Beschleunigersystem verwendet werden, d. h. ein primärer Beschleuniger.
Herkömmlicherweise
und bevorzugt werden ein oder mehrere primäre Beschleuniger in Gesamtmengen
im Bereich von 0,5 bis 4 ThK, vorzugsweise 0,8 bis 1,5 ThK, verwendet.
In einer anderen Ausführungsform
kann eine Kombination von einem primären und einem sekundären Beschleuniger
verwendet werden, wobei der sekundäre Beschleuniger in geringeren
Mengen (von 0,05 bis 3 ThK) verwendet wird, um zu aktivieren und
die Eigenschaften des Vulkanisats zu verbessern. Man kann erwarten,
dass Kombinationen dieser Beschleuniger eine synergistische Wirkung
auf die Endeigenschaften bilden, die etwas besser sind als solche,
die durch die Verwendung jedes Beschleunigers allein gebildet werden.
Außerdem
können
Beschleuniger mit verzögerter
Wirkung verwendet werden, die bei normalen Verarbeitungstemperaturen
nicht beeinflusst werden, aber eine zufriedenstellende Vulkanisation
bei gewöhnlichen
Vulkanisationstemperaturen bilden. Es können auch Vulkanisationsverzögerer verwendet
werden. Geeignete Arten von Beschleunigern, die in der vor liegenden
Erfindung verwendet werden können,
sind Amine, Disulfide, Guanidine, Thioharnstoffe, Thiazole, Thiurame,
Sulfenamide, Dithiocarbamate und Xanthate. Der primäre Beschleuniger
ist vorzugsweise ein Sulfenamid. Wenn ein zweiter Beschleuniger
verwendet wird, handelt es sich bei dem sekundären Beschleuniger vorzugsweise
um eine Guanidin-, Dithiocarbamat- oder Thiuramverbindung.
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Die
Anwesenheit und die relativen Mengen der vorstehend genannten Additive
werden mit Ausnahme des Kautschuk-Verarbeitungsöls nicht als Aspekt der vorliegenden
Erfindung angesehen, die überwiegend
auf die Herstellung von Reifenlaufflächen von einer Kautschukzusammensetzung
gerichtet ist, die quantitativ mit Kieselsäure mit nur einem Minimum an
Ruß verstärkt ist
und einen cis-1,4-Polyisopren-Kautschuk mit einem cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk
oder einer Kombination von trans-1,4-Polybutadien- und cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk,
insbesondere bei Verwendung des vorbeschriebenen Mischverfahrens,
enthält.
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Der
Mischvorgang der Kautschukzusammensetzung kann vorzugsweise durch
das vorstehend genannte Kaskadenmischverfahren bewerkstelligt werden.
Die Bestandteile können
z. B. in mindestens drei Stufen, d. h. mindestens zwei nichtproduktiven
(vorbereitenden) Stufen gefolgt von einer produktiven (letzten) Mischstufe,
gemischt werden. Die Endvulkanisationsmittel werden typischerweise
in der Endstufe zugemischt, die gewöhnlich als "produktive" oder "End-'Mischstufe
bezeichnet wird, in der die Mischung typischerweise bei einer Temperatur
oder Grenztemperatur erfolgt, die geringer ist als die Mischtemperaturen)
der vorhergehenden nicht-produktiven Mischstufe(n). Die Ausdrücke "nicht-produktive" und "produktive" Mischstufen sind
den Fachleuten auf dem Gebiet des Kautschukmischens wohlbekannt.
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Bei
einem Aspekt der Erfindung ist es zweckmäßig, Schwefel-vulkanisierte
(gehärtete)
Kautschukzusammensetzungen auf Dienbasis bereitzustellen, welche
die folgende Kombination von physikalischen Grenzeigenschaften zur
Verwendung in Reifenlaufflächen
aufweisen können,
die hier manchmal als "Solleigenschaften" bezeichnet werden.
Diese Eigenschaften werden in der folgenden Tabelle A dargestellt:
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Diese
Solleigenschaften werden als bedeutsam angesehen, da sie die gewünschten
physikalischen Eigenschaften betreffen, insbesondere zur Vorhersage
eines geeigneten Reifenlaufflächenverhaltens.
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Insbesondere
ein Modul von größer als
7,5 MPa (ein Bereich von 7,5 bis 14 MPa) ist wichtig, da hier davon
ausgegangen wird, dass dies mit einem besseren (geringeren) Abrieb
und einem besseren Fahrverhalten in Bezug steht.
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Ein
Rückprallelastizitätswert bei
100°C von
mindestens 52% (ein Bereich von 52 bis 70%) wird hier als wichtig
angesehen, da dies mit einer besseren (verringerten) Reifeneigenerwärmung und
verbessertem Rollwiderstand in Beziehung gebracht wird.
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Eine
Shore-A-Härte
bei 100°C
von mindestens 54 (einem Bereich von 54 bis 72) wird hier als wichtig angesehen,
da sie mit einem besseren Reifenfahrverhalten und einer größeren Abriebbeständigkeit
(geringerer Verschleiß)
in Verbindung gebracht wird.
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Eine
DIN-Abriebbeständigkeit
bis zu einem Maximum von 62 cm3 (einem Bereich
von 25 bis 62 cm3) wird hier als wichtig
angesehen, da sie mit einem besseren (verringerten) Laufflächenverschleiß in Verbindung gebracht
wird.
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Ein
E'-Wert bei 0°C von größer als
24 MPa (ein Bereich von 24 bis 50 MPa) wird hier als wichtig angesehen,
da er mit einem verbesserten (geringeren) unregelmäßigen Laufflächenverschleiß in Verbindung
gebracht wird. Der E'-Wert
bezieht sich auf die Steifigkeit der Kautschukzusammensetzung bei
geringer Dehnung, wie den Fachleuten der relevanten Technik wohlbekannt.
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Die
Reißfestigkeit
(Kontakthaftungstest) von mindestens 150 (ein Bereich von 150 bis
350) wird hier als wichtig angesehen, da sie mit einem verbesserten
(verringerten) Ausbrechen von Reifenlaufflächenbereichen und einem verbesserten
Ermüdungsverschleiß in Verbindung
gebracht wird.
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Obwohl
hier davon ausgegangen wird, dass die Solleigenschaften der Kautschukzusammensetzung, auf
die vorstehend Bezug genommen wurde, individuell bedeutsam für die Bezugnahme
auf speziell gewünschte
Reifeneigenschaften sind, ist es in der Praxis ein wünschenswertes
Merkmal der Erfindung, dass alle obigen Solleigenschaften für eine Kautschukzusammensetzung
durch die Durchführung
der Erfindung erhalten werden.
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Die
Erfindung dürfte
unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele besser verständlich sein,
worin Teile und Prozentgehalte sich auf das Gewicht beziehen, sofern
nicht anders angegeben.
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BEISPIEL I
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In
diesem Beispiel wurden die in Tabelle 1 gezeigten Kautschukzusammensetzungen
in einem Kautschuk-Innenmischer (einem Banbury-Mischer) unter Verwendung
von (1) einem Zweistufenmischverfahren (hier als Probe A identifiziert)
oder (2) einem dreistufigen Kaskadenmischverfahren, worin die Rußverstärkung mit
dem oder den Elastomeren in einer ersten Mischstufe gemischt wird
und anschließend
in einer gesonderten, zweiten Mischstufe Kieselsäure und Kieselsäure-Haftvermittler
damit gemischt werden (hier als Probe B identifiziert), hergestellt.
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Bei
dem zweistufigen Mischverfahren werden insbesondere zwei gesonderte,
aufeinanderfolgende Stufen der Zugabe von Materialien eingesetzt,
d. h. eine nichtproduktive Mischstufe (bei höherer Temperatur und ohne Vulkanisationsmittel),
gefolgt von einer produktiven Endmischstufe (bei einer niedrigeren
Temperatur und unter Zugabe von Vulkanisationsmitteln). Dieses sequentielle
Kautschukmischverfahren ist den Fachleuten auf dem Gebiet wohlbekannt.
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Die
nicht-produktive Kautschukzusammensetzung (ohne Vulkanisationsmittel)
(Probe A) wurde für
3 min auf eine Temperatur von 160°C
gemischt. In einer folgenden und letzten produktiven Mischstufe
wurden Vulkanisationsmittel zugegeben und die Kautschukzusammensetzung
wurde 2 min auf eine Temperatur von 120°C gemischt.
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Für Probe
B wurde ein Kaskadenmischverfahren eingesetzt, das, drei gesonderte,
aufeinanderfolgende Mischstufen der Zugabe von Materialien (in einem
Kautschuk-Innenmischer) beinhaltete, d. h. zwei sequentielle nicht-produktive
Stufen gefolgt von einer produktiven Mischung. Für die erste nicht-produktive
Stufe wurden insbesondere Naturkautschuk und cis-1,4-Polybutadien
mit dem Ruß und
anderen Compoundiermaterialien für
3 min auf eine Temperatur von 160°C
gemischt. In der zweiten, folgenden, nicht-produktiven Mischstufe wurden
Kieselsäure
und Haftvermittler zur Zusammensetzung gegeben, die aus der ersten
nicht-produktiven Stufe erhalten wurde, wobei 3 min auf eine Temperatur
von 160°C
gemischt wurde. Die Zusammensetzung aus der zweiten nicht-produktiven
Stufe wurde dann in einer produktiven Endstufe mit Vulkanisationsmitteln über einen
Zeitraum von 2 min auf eine Temperatur von 120°C gemischt.
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Tabelle
1 erläutert
die Bestandteile, die zur Herstellung der Kautschukzusammensetzungen
für die Proben
A und B verwendet wurden.
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Die
Kautschukzusammensetzungen von Tabelle 1 wurden 36 min bei 150°C vulkanisiert.
Verschiedene sich ergebende physikalische Eigenschaften sind in
der folgenden Tabelle 2 gezeigt.
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Vor
Bewertung der Eigenschaften im vulkanisierten Zustand der Zusammensetzungen,
die in Tabelle 2 gezeigt sind, ist es wichtig, die gewünschten
Solleigenschaften (Tabelle A) zu wiederholen, d. h. ein 300% Modul
von mindestens 7,5 MPa (Bereich 7,5–14), eine Rückprallelastizität bei 100°C von mindestens
52% (Bereich 52–70%),
eine Shore-A-Härte
von mindestens 54 (Bereich 54–72),
ein DIN-Abrieb unter 62 cm3 (Bereich 62–25), ein
viskoelastischer Modulwert E' von
mindestens 24 (Bereich 24–50)
bei 0°C
und eine Kontakthaftung-Reißfestigkeit
bei 95°C
von mindestens 150 Newton (Bereich 150 bis 350).
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Die
Zusammensetzung der Probe A, die durch das zweistufige Mischverfahren
hergestellt wurde, erfüllte
diese Ziele wegen der niedrigen Werte für den 300% Modul (6,7 MPa),
für die
Härte (50)
und den viskoelastischen Modul E' bei
0°C (16
MPa) nicht.
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Die
relativen physikalischen Eigenschaften der Probe B, die durch das
vorbeschriebene dreistufige Kaskadenmischverfahren hergestellt wurde,
worin der Ruß in
einer gesonderten Mischstufe vor Zugabe von Kieselsäure und
Haftvermittler zugemischt wird, erfüllen aber alle die Solleigenschaften,
auf die Bezug genommen wurde, und somit wird ein bevorzugtes Mischverfahren
zur Herstellung der Compounds für
diese Erfindung bereitgestellt.
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Die überlegenen
Vulkanisatseigenschaften der Probe B im Vergleich zur Probe A waren
ohne Experimente nicht zu erwarten, da beide Kautschukzusammensetzungen
die gleichen Bestandteile in den gleichen Anteilen enthielten.
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BEISPIEL II
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In
diesem Beispiel wurden Kautschukzusammensetzungen, die den in Beispiel
1 beschriebenen ähnelten,
unter Verwendung eines Kaskadenmischverfahrens hergestellt, wie
für die
Herstellung von Probe B in Beispiel I beschrieben. Dieses Mischverfahren
setzte 3 gesonderte, aufeinanderfolgende Stufe der Zugabe von Materialien
ein, d. h. zwei sequentielle nicht-produktive Stufen gefolgt von
einer produktiven Stufe. Bei diesem Beispiel wurde die Reihenfolge
der Zugabe von Füllstoffen
untersucht, d. h. Ruß in
der ersten nicht-produktiven Stufe, gefolgt von Kieselsäure in der
zweiten nicht-produktiven Stufe (Proben C und D) oder Kieselsäure in der
ersten nicht-produktiven Stufe gefolgt von Ruß in der zweiten nichtproduktiven
Stufe (Probe E).
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Die
Kautschukzusammensetzung wurde in den nicht-produktiven Mischstufen
für 3 min
jeweils auf eine Temperatur von 160°C gemischt, außer wenn
sie "wärmebehandelt" wurden, wie bei
den Proben D und E, bei denen die Mischzeit für die nicht-produktive Stufe,
in der Kieselsäure
zugegeben wurde, für
7 min verlängert
wurde, während
die Temperatur von 160°C
beibehalten wurde.
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Eine
konstante Mischtemperatur wurde durch Variieren der Rotorgeschwindigkeit
des Innenmischers erreicht und wird hier als "Wärmebehandlung" bezeichnet. Auf
diese Weise wurde die Wärmebehandlung
für Probe
D für die
zweite nichtproduktive Stufe eingesetzt, während für Probe E die Wärmebehandlung
für die erste nicht-produktive
Stufe angewendet wurde. Die produktiven Stufen wurden wie in Beispiel
I beschrieben gemischt.
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Tabelle
3 beschreibt die Kautschukzusammensetzungen für dieses Beispiel.
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Die
Kautschukzusammensetzungen von Tabelle 3 wurden 36 min bei 150°C vulkanisiert.
Verschiedene resultierende physikalische Eigenschaften sind in der
folgenden Tabelle 4 gezeigt.
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Alle
drei Proben in Tabelle 4 zeigen Eigenschaften im Bereich der Sollwerte
von Tabelle A. Sowohl Probe C (keine Wärmebehandlung) als auch Probe
D (in der zweiten nicht-produktiven Stufe wärmebehandelt) wurden durch
die gleiche Abfolge der Füllstoffzugabe
hergestellt, d. h. Rußzugabe
in der ersten nicht-produktiven Stufe und Kieselsäurezugabe
in der zweiten nicht-produktiven Stufe. Die Wärmebehandlung der Probe D lieferte
einen etwas höheren
Rückprallelastizitätswert im
Vergleich zur Probe C (63% vs. 59%) und einen etwas verbesserten
Abriebbeständigkeitswert
(geringerer Verschleiß)
(33 vs. 37), hatte aber eine schlechtere Reißfestigkeit (geringere Reißbeständigkeit)
(171 vs. 235). Es wird somit nicht festgestellt, dass die Wärmebehandlung
dieser kaskadenartig gemischten Proben zur Erzielung der Solleigenschaften
dieser Erfindung kritisch ist.
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Auch
die Eigenschaften der Probe D (Rußzugabe in der ersten Stufe,
Kieselsäurezugabe
in der zweiten Stufe) und der Probe E (Kieselsäurezugabe in der ersten Stufe,
Rußzugabe
in der zweiten Stufe) sind recht ähnlich. Beide Proben waren
wärmebehandelt.
Die Probe D hatte einen etwas höhere
Rückprallelastizitätswert als
Probe E (63 vs. 58), aber eine schlechtere Reißfestigkeit (171 vs. 210).
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Die
Mischabfolge, die für
die Proben C und D eingesetzt wird, ist jedoch gegenüber der
in Probe E eingesetzten bevorzugt, da die Zugabe von Ruß in der
ersten Stufe gefolgt von Kieselsäure
in der zweiten Stufe ein überlegenes
Verarbeitungsverhalten der nicht-produktiven und produktiven Compunds
im Vergleich zur umgekehrten Reihenfolge für die Füllstoffzugabe liefert. Die
Proben C und D waren beim Ablassen (Entfernen) vom Innenmischer
weniger fragmentiert und wiesen ein besseres anschließendes Walzverhalten
auf (Ausziehen mit einer Zweiwalzenmühle).
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BEISPIEL III
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In
diesem Beispiel wurde eine Kautschukzusammensetzung, die Ruß- und Kieselsäure-Füllstoffe
enthielt, mit Naturkautschuk, cis-1,4-Polybutadien und trans-1,4-Polybutadien
hergestellt.
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Die
Kautschukzusammensetzung enthielt die in Tabelle 5 gezeigten Materialien
und wurde unter Verwendung des in Beispiel I beschriebenen dreistufigen
Kaskadenmischverfahrens hergestellt.
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Diese
Zusammensetzung wurde nicht wärmebehandelt.
Die Zusammensetzung wird hier als Probe F bezeichnet und ist in
der folgenden Tabelle 5 erläutert.
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Die
Probe F ähnelt
Probe B in Tabelle 1, aber 30 ThK NR (Naturkautschuk) sind durch
30 ThK trans-1,4-Polybutadien (trans-BR) ersetzt, um eine Elastomerzusammensetzung
von 20/50/30 Naturkautschuk/cis-1,4-Polybutadien/trans-1,4-Polybutadien
zu liefern.
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Die
Kautschukzusammensetzung von Tabelle 5 wurde 36 min bei 150°C vulkanisiert.
Die physikalischen Eigenschaften sind in folgender Tabelle 6 gezeigt.
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Die
Probe F, die 30 ThK trans-BR zusammen mit 20 ThK NR und 50 ThK cis-BR enthielt, zeigte
einen sehr viel höheren
viskoelastischen Modul E' bei
0°C als
Probe B (50 ThK NR/50 ThK cis-BR) von Tabelle 1 (48,5 vs. 24,4 MPa)
sowie eine höhere
Härte (60
vs. 54) und Rückprallelastizität (56 vs.
53). Alle physikalischen Eigenschaften der Probe F erfüllen die
Solleigenschaften.
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Man
kann daher darauf schließen,
dass die Zugabe von trans-BR zu Kautschukzusammensetzungen der Erfindung
die erforderlichen Solleigenschaften mit dem Vorteil eines sehr
hohen viskoelastischen Modulwerts und einer hohen Härte liefert.
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BEISPIEL IV
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In
diesem Beispiel wurden Kautschukzusammensetzungen hergestellt, die
50 ThK Naturkautschuk und 50 ThK cis-1,4-Polybutadien mit Ruß- und/oder
gefällter
Kieselsäure-Verstärkung enthielten.
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Die
Kautschukzusammensetzungen enthielten die in Tabelle 7 gezeigten
Materialien und wurden in einem Kautschuk-Innenmischer wie in Beispiel
I mit einem dreistufigen Kaskadenmischverfahren hergestellt.
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Die
Kautschukzusammensetzungen werden hier als Proben G bis K bezeichnet.
Insbesondere enthielt Probe G 60 ThK eines SAF-Ruß, Probe
K enthielt 60 ThK Kieselsäure
und die Proben H, I und J enthielten Mischungen von Ruß und Kieselsäure.
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Die
Kautschukzusammensetzung von Tabelle 7 wurde 36 min bei einer Temperatur
von 150°C
vulkanisiert (gehärtet).
Die physikalischen Eigenschaften sind in der folgenden Tabelle 8
gezeigt.
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Die
Eigenschaften der Proben G und H erfüllten nicht die Sollwerte der
Tabelle A aufgrund der geringen Werte für die Reißfestigkeit, nämlich 122
bzw. 127 Newton. Auch Probe G hatte einen Rückprallelastizitätswert von
51,8, was unter dem Sollwert liegt. Die Probe K erfüllte diese
Ziele auch nicht wegen eines geringen 300% Moduls von 7,3 MPa, und
eines höheren
DIN-Abriebs von 65.
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Die
Eigenschaften der Proben I und J erfüllen alle Sollwerte und weisen
auf optimale Eigenschaften in einer 50/50-Mischung von Naturkautschuk
und cis-1,4-Polybutadien
hin, wenn der Gesamtgehalt an Ruß und Kieselsäure 60 ThK
ist und das Verhältnis
von Kieselsäure
zu Ruß 1/1
bis 3/1 ist.
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BEISPIEL V
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In
diesem Beispiel wurden Kautschukmischungszusammensetzungen hergestellt,
die 40 bis 60 ThK Naturkautschuk und entsprechend 60 bis 40 ThK
cis-1,4-Polybutadien-Kautschuk
zusammen mit 30 ThK Ruß und
30 ThK Kieselsäure
enthielten. Zwei Arten von Ruß (SAF
und HAF) und zwei Arten von Kieselsäure wurden zur Bewertung verwendet.
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Die
Kautschukzusammensetzungen sind in Tabelle 9 gezeigt und wurden
mit dem Kaskadenmischverfahren von Beispiel I hergestellt.
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Die
Kautschukzusammensetzungen werden hier als Proben L bis P identifiziert.
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Verschiedene
physikalische Eigenschaften der Schwefel-vulkanisierten Kautschukzusammensetzungen
sind in der folgenden Tabelle 10 gezeigt.
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Alle
Kautschukzusammensetzungen mit Ausnahme der Probe N in Tabelle 10
zeigen die erforderlichen Solleigenschaften. Probe N hat einen DIN-Abriebswert
oberhalb der Solleigenschaft und man würde erwarten, dass sie eine
Bewertung bezüglich
des Laufflächenverschleißes unterhalb
der für
die anderen Proben aufweist (größerer Verschleiß). Das
weist darauf hin, dass die Obergrenze für den Gehalt an Naturkautschuk unter
60 ThK liegt.